Mittwoch, 25. September 1912 Erster Blatt 162. Jahrgang tcitb Sinje.geuicil lebte** und ■ Stabt und •ti; hit Den t». Beck. monallid'^i .'..viertel- ■ 1) SIL ?J*i durch .t- -?:<-• i:. vteilen ino ntiirti GS v'.; durch bievo . .LS.— i-.ertel* .... iL au. .... L'e :c.i* Heilenprcio: total 15 l?'w <* bdubalieur: Sl <9oeij. Beraniworltich Int den irr. 226 I 1er •»ebener Anzeiger cicftein! täglich, außer ronntagS. - 2'citaqen: i rterinnl wöchentlich tfüfcenerfiomllitnblätttr; t! ^eimalwöcheutl Ureir- oltfürden Kreis ul|tra6t 7 ! bi« vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Hr. 2ö9 Heschäslsftelle Babnhofftrafie lbL. Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten, Oesterreichs auswärtige politif. Ter Nachfolger bei «Grafen Aeßreutha! scheint wie dieser -'s« Staatsuzaun von Marl unb Knochen zu sein Ter ui xi3 Rei S echnuna zu stellen, bau bei bem Wegfall der äußeren M'ompli- h ;oii die Beilegung der inneren irrste in der Türkei rascher % .II' ■ . ___ .1 i _ _ » ....... । ... V . . i '»ii r < । Tic Bcriaiicrin hält die landidat ichnet. ü um dem die Naturen, die in Mehrer nicht be tüchtigsten Men T r c n c r. Unter 1862 ist icpt an September 1862 im neueröisneten be. Zu- die unter dem reinen alles, was Ordnung maaien, ihren lieber in die rechten Bahnen KibSburgifdjc Monarchie als unmittelbarer Nachbarstaat d)t und die Pflicht, wachsam zu sein. Taft Gras Mittel, „starke lempcramcntDolk Naturen, Zwang leicht zu Äniührern werden gegen und Gesetz beißt, zu Gütern des Rechts u schuß an Mrait, ihren Drang nach Freiheit zu lenken. Es banbdt sich hier meistens der Schule über dte Strange schlagen, die quem sind, auS denen aber int Leben ost schon werden . . ." — Zum 50. Geburtstage von M a x den fünfzigjährigen Schriststellern des Wahres Seit ich zuletzt sie elfte hatte, von dieser stelle aüS zu sprechen, hatte ich, wie Sie wissen, Gelegenheit gehabt, mit Den maßgebenden Staatsmännern des d e u 11 d, c n Reiches in Berlin zu konferieren, und konnte hierbei die neuerliche Bestätigung für die Uebereinstimmung der letzten Ziele der beiden Ma bi nette finden. Ebenso Lat der anlaßlid) des Besuches Herrn v. Betbmaiin Hollweg in Buch, lau mit demtelben gepflogene ,"t uinngmü iau oie volle Mon gruenz der '.'inidutuungen, namentlich in Bezug aus die im naben Orient zur Richtlinie betöct Verbündeten oieiniiben lo.ineoatiben Prinzipien ergeben. Zm nächsten Monat toird mir u .le zenb.il geboten sein, mich Seiner Majestät dem M ö n i g B i ft o r E ni a nuet vorznstellen und mit dem Maltese 0 i sa n Giuliano Meinungsaustausd, zu pflegen, c entspricht Di.i. r .'In tritlsbesudi bei Den crlaudtcn BerbünDeten unteres alleigiubigflcu Herrn einem von meinen Vorgängern beobachteten Herkommen, Dem ich mich um so freudiger ansdnieße, als die ’a ziel ungen Geld von über 1 Million Mark oertügt. Zn der Lüneburger Heide sind bis letzt bereits annähernd 11 estungsgc- lande hinter dem >tä|trid) gemacht worden. Tort Uietz man auf eine frühere und mehrfach erhöhte Romerstraße, die vom ehe-- maligen römischen Lager hinter dem Kättnch nach dem -iruius' Denlmal nihrt. Bersaueocue Altertum' .inde wurden bei Liner Gelegenheit gemad. und dem Museum ubenvi. en Leider muß Die Straße in den näd ücn Tagen bereiti aus Vcrkehesrückfichten ItZerchtold in dieser Beziehung regsam gewesen ist, war ja ■ 'tauge bekannt Er Izot nun gestern der türkischen Regie- ■ jimfl noch recht offene Vorhaltungen gemacht und sic an E bre Ausgaben gewiesen. Der ganze Ton der Rede war vsilttgewöhnlich, und wir möchten nur wünschen, daß die Wldeutschcn Staatsmänner clivas davon lernten Denn auch IIin:* deutsche Publikum hat, wie auch der sozialdemokratische fHcrtritofl bilvico, in auswärtigen Fragen allmählich zu KI Senken gelernt und kann sich aus die Tauer nicht mehr nur I nit bloßen Beschwichtiaungen zufrieden geben. Wien, 21. Sept Zm Ausschüsse f it r Auswär - IHgc Angelegenheiten der ungarischen Telc- kLa tion gab Gras B c r ch t o 1 d folgenden Ueberblick über .Icberblick, den er gestern der ungarischen Delegation über tiie auswärtige Lage gab, macht einen ganz anderen Ein- bnxf, als die sonst aus solchen Anlassen üblichen diplomatischen Phrasen Man steht vor allem, daß es dem öfter- e chischen Minister ernst damit ist, seine Zuhörer zu über eiflcn. Gr verhehlt < -> nicht, daß trotz der günstigen Itfnahntc seine. Vorschläge'- an hie Mächte die Lage aus ocin Balkan ernst und brenzlich bleibt Jedenfalls hat die Ibie Sage: Tie Frühjahrstagung hat mir Gelegenheit gegeben, unsere ] 9' -ichungcn zu den einzelnen Machten zu kennzeichnen unb Die Hdftlinien sestzustellen, welche für unsere auswärtige Politik maß- |gft.nb sein sollen. Ta wir and) heute aus dem Boben her Da- 1141- formulierten Prinzipien stehen unb in unserem Verhalt- lit i i zu den verbündeten und befreundeten M ä ch - jitn keine -lenbernnll eingetreten i st , glaube tdi mich L-.U' die neuerliche Erörterung ber grundlegenden (Elemente unserer. Kneten Politik nicht einlasten zu müssen Es sei mir aber gc- fln 1.1, über die seitherigen, w i ch 11 g e r e n politischen Be- ।c L> c n b e i t e n am intcrnati.malem Gebiet unb unsere Stel ii n gnahme d a z u in Kürze Ausschluß zu erteilen Wenn m I) der italienisch türkische W a s s e n g a n g noch nicht .u: Austragung gelangt ist, io sind doch seit einiger Zeit Ver- io nbl ungen private» eharaltcro zwischen den llnterbänb- li,i beider Streitteile int Zuge, die der Friedenssadfe roefent» jqku Vorschub geleistet ,;i haben scheinen. Wir, die roir von An ■cig an um er warmes Interesse für jebe, dem Frieden bicnlidje tttton auogefprodwi haben, können diese Wendung nur freudigst iprüücn. Abgesehen von ber Genugtuung, welche die Beendigung b-. Kriegs jviidxit der alliierten und oer befreundeten Ma du an fid> bei uns wecken müßte, ist der Umstand besonders in 'urch die per* i Leitern der »cht e an M I a r« n n c ii fön n e n. können, daß unser .je» Iiabitionen Mar Treuer die Reihe gekommen: am 2 > wurde er in Rostock geboren. Sdion tat man Berliner Kvmodienhausc mit ircuitblij .» Beifall teilt füngitc-. Werk, den lädvtnben Mitabcn, al» eine Art «'»eburUtag-.-iner gespielt. Aud- darin ist Treuer bei befcaglid e . ’ic.1lenburgn geblieben, den die Erzahlerdegatzung seines Stammes, die breit unb lang auefpinnenbe, elxr au- bas epti" Feld gei t fen baue, als er icton in jungen Zahrcu mit ieinen i>ramanm heiß:, soll er glänzende Erfolge erzielt haben . ,, — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wtffen- s chatt. Du „B^r!. N. N." erfahren, >oll su oer am 25. Sep- tember in Lron itatUindenden Aussch. , uang Des Znlernatio- nalen tur^rztlichen Kongresses über Die Errichtung eines ständigen Sclretariats für die tierärztlichen Kongresse im Haag beschlossen werden. 13 Staat i haben sich bisher für Die Sekrctanatserrichrung ausgeiprochen. folge des türkisch-montenegrinischen Grenzkonflikts unb hei bul gariicten Erregung über b<>. bind' da» Bon.benoit nta: oerauldBlc iwrm- Hfl von lloticbana und die Zusammenstöße iwi'chen 6'1 fiten unb Albanesen, in Epirus Zustande eintraten, n eid).- das Serk der Versöhnung zu crfduvcicu, wo nicht unmöglich zu machen trobkn, wandten wir uns mit der Anregung zu einem G e Ter Zwcd, ben nur dabei tm Auge hatten, la i oornet udi Darin, durch einmütiges Zuiammcndallen der^ Machte aus der Bali bei Erhaltung des Friedens und bes Status in.' am Balkan D.i Pforie Zeit, unb, wenn angemessen, freunbiduitlitc Ra.schlög» u geben zur Verwirklichuiig ber inaugurierten Politik und zur Hcrncllung geordneter Zustande in ihrem europäischen B fitze. der M a b i n e i t c von Wien und Rot f ö n 11 d;r n Ans sprachen ,iioi i d cn auswärtigen Politik ber beibe:> leit unb 8frtraucn nur nod i> Einer Einlabung Seiner Matcst.it d» M 'n. nad- Sinala folgend^ habe ich min überzei ; sudostl.der Rambarstaa:. mit ivelfl -n wie 'ickungen pflegen, unverrückt auf b.*n bc einer konscauenfen unb b.*n Wünschen aus Ei Tal des Lebens" nuroc cb-.iiorvin Dura, n ■ bot c.-v Erzähker hat er mandxn Efolg g.öabc, m: b:.n l... ü n, im 'aUc des Jrcbclanbtbatcn gcid r, oenen ..Lau . und LeifcS", mit dem vornan „Tie venvn xinber", und 1:1 dem Bude „Rah Hus" tteuxic er stinc irr. oje Muie in das kräftig Derbe .'tleib jciner plattdeutschen Heimat. — R a t ur f chu tzpa r k t a g. Ain 21 _ mtcr fand in Bremen Die drifte Tagung des Vereins .\. utzpark, c. V., Stutigar; statt. Sic i.urDe eingc^iitec ungen Der Tentfchlands unb Lciurreichs erfna.i: ten ... - u anitglieber nahmen ben Berich: bc: Bornanbes c ---- - cntg.;; n. aus bem hcroorgeht, daß der Verein letzt übet 14UÜ0 Mitglieder zahlt Selbftrcgiment in einer Seulfchen MäSchenjchnle. Selbstverwaltung in ber Schule ist besonbcrS in Amerika viel fc* burchgesuhrt worden und hat dort so gute SrütUte geiragcn, ,'ili man auch bei uns versuche in dieser Richtung angc,teilt Hai jEahtend es iid, nun in den Vereinigten Staaten immer um 'chulen handelt, die von Mnaben unb Mädchen gemeinsam beiadu »erden, war üie Sclburegicrung ui Tcutidilaiib junadnt nur m Knabengvmnasicn eiiigejührt worDen. Den e r ft e n Verlud,, jic Selbstverwaltung and, in Mäbdiensdfulen iu erproben, machte Ac Cbcrlchrcrm M. H cinz m a n n in einer L üb c d er ediulc, j ib sie berichtet über ihre Erfahrungen m der von Prof. Sucbgram irausgi'fc.iK.ii Zeilichrift „5raueiibi!bu,ilf xie balt bic «clblt aaicruua bei Maddicn falt für nod, notiger als bei Mnaben »,'iwchen finb nur zu geneigt, sich Icbtgltd, als Inbivibucn zu ühielt unD nicht als Glieder einer großen Kette, Gemein cwstsiinn, das Zuiainmengehörigkellsgesühl ist bei ihnen mdn c Hari cimviddt wie beim Knaben. Aber gerade ^shalb kommt k meiner Ansicht nach darau. an, in ihnen das Bewußtwin zu reden, daß sie nicht nur für ftd, auf der uJelt find, wndern i-igltcfi eines gro. n .mciin M den e'nzcln.n uiürhdi Red'te verleiht, aber auch P'lidften auferleg, 3m vorigen Zähre begann die «eriafferm ihren Vcriuch, Jcr: sie längere Zeit burdfiuüiic, nut einer dazu bcionbcrj aceigneten Uaffc. „3d, hatte außerordentlich temperamentvolle Mädchen voi -i- Die fist' durd, ihre auSgclaffcne Wildheit häufig ihr Z ugn>. vjDarbiii. Tadel und Sira en batten wenig gefruchtet. ^a per uchte idi co mit der Selbüwrmaltmtg - nur lag daran, den lc,er schuß an Kraft in die nchttgen Bahnen zu ltnLn iurfdilag wurde nut Begeiferung awgenommem Uo touröc gt m bestimmt, was die ver.cl'icdenen Beamtinnen zu tun hattuL 'm allgemeinen handelte es 'ich um Die üblichen Slcmter, Du inst vom Lehrer verteilt ivri.'cii a.ann wurde zur .o a h 1 g. dritten, und zu meinet U .errafwung wurden die Elemente :.-:7ählt, die als größte,Nnrnd»u'ter m der Klaffe bckanm warnr iwfpaffcrin vor der stunde wurde ein kleines .Räbchen, das reit lange fchlicf unb bann öfter zu fpat kam In den Taufen ritten zwei bic Au,ficht, bic bekannt waren wcgcn 'hr^Tobcns m) Laufend. Eine von ihnen war eine if enaeblieMm 7 utzrm teil» crdnungs-,eugn.s ..Ungcnügvitb" genabt hatte, "ch von ben genannten Mnsterfchülcrinncn wurden einige .invublt, um für Ccanung im Klaffenichrank zu sorgen.' ~ n Dann wurden mit den Kindern gemein,am die^^ira'.n . irsngcsctzt, wobei die Schülerinnen durchweg Härtere -trafen vor Intgten als die Lehrerin , Tic Einrichtung Gewährte iid) öortrcnlidj; fdron df ersten 3camunnen sorgten für Cr?nun,i und ^"zwl,n und ^edie Äüdchcn, die früher im Anstlften von a.ummheucn^FuHr.nnnen :eivcfen waren, wurden cs nun m der i urd)tubrung t)ir iuuLn zafetzc. Alle vier Wocheit ist Neuwahl der Beamtinnen und freie .-Lüfprache. infpjrirrhn Politik festbäu Wie Sic aus den vorstehenden Tarlcgiiii.tcu erkennen werden, j st die auswärtige Lage trotz ber lieb r. imiimmung ber Matt nette der Großmädste in ihrem Bestreben, den .Trieben zu erhalten, keineswegs bc ruhigen bei atu» Vui kontinuierliches Wetterleuchten a in Balkan gibt von einer erhöhten cletlruchen Svannuii, der pol 110dien Anno- lobäre Zeugnis, ohne bas Tunkel nugelöstcr Probleme auihflkit m können Tie 2iploinatic halt Wad . um drohend' 'isu'iiklc ,u vetInnen unb bic Gefahren eine. Balkanbl .il. IM Ueime zu ersticken Air finb dank unserer gcograph.i.i'.n 'l'oitlion dem heißen Boden nahegerüdl, und große Interesfen der 'n*cn- flrdiic stehen aui dem Spick. N u r wenn wir zu Lande uno auf der See gerüstet find, k 0 n n e >» wir der Zukunft ruhigen Mutes e n t gegen f e ben Tic Ausführungen des Ministers des VIcm ein, brr ftd) ber ungarifchini Sprache bediente, fnnben lebhaften Beifall. Hicrattf wurde bic Sitzuug gcfchlosfen Tu’ Aussprache über bic Rede Berchtolds beginnt morgen nachmittag. Eine Ansprache des llaiserS Franz Zoses. Bei dem feierlichen Empsaug der Telegationeu in der Hofburg beantwortete ber Malier die Hulbiguiigsansprdchett ber beiden Telegationspräsideuten mit einer Inrzcu 'Hebe, bie mit des Grafen Bcrchlolb Tcirlcguttgen übcrcinftimmt. Ter Kaiser sagte u. a.: Turd, bic neue 11 Wehr vor la gen hat unsere Armee unb unserer Marine eine erfreuliche Stärkung ber Sri c - b c n 0 b c ft ä 11 b e erfahren, wobei für bic Mehrzahl ber Wehrpflichtigen namhafte Erleichterungen bei Erfüllung ihrer aktiven Wehrpflicht cingetretcn und -iic Diffhibrigen Aiuorderungen meiner Kliigsverwaltung werben bei Rücl'idstnahme auf bic fiuaii- udJc Lage ber beiben Staaten auf bas unbeduigt criorbcrlidh Maß beschrankt. Tic dank Zhrcr Cpfcrivilliglcit in Angriis aenoinntene Ausgestaltung unserer Kriegsmarine wird unsere «vloUc in die Lage setzen, ben ftcigcnbcii Bcbürsnisscn im Schutz unicrer irimdiaitlichen Zntelesseu in erhöhtem ’.'.'ios>e ui ciinpustieii. Das HinfchciSen des volfchaftcrs ZrHr. v. Marschall kam ganz unenvartet. Der Verblichene war mit feiner Ha« milic am 2. September zur Erholung im Hotel Römerbad zu Badenweiler, wie er alljährlich zu tun Pflegte, ab- gestiegen. Tic markante Gestalt war allen Eurgästcn von den täglichen Spaziergängen bet; gut bekannt. Seit einigen Tagen mußte bei Botschafter aus Anorbnung des Arztes , gc 11 einer llnpäßlichl it, sürchtuugeu keinerlei Anlaß bot, das Zimmer hüten. Wie das Wölfische Bureau erfährt, litt der Verstorbene an einer Herzkrankheit. Ter Tod trat infolge Herzlähmung Stammsitz der ftamilie, Schloß Ncuershvufen bei greiburg im Breisgau, erfolgt voraussichtlich morgen Zum Ableben des Zreiherrn von tziarschall schreibt die „R 0 r d d e u i s ch c Allgemeine Zeitung": Diese erschütternde Trauerknnde kommt unerwarle.. Durch den Heimgang des hochbegabten r:!aal-.-iiianiics >i hi >icb die 1 iuTbciiuiübrni sein dürste. Tic Ereignisse, deren Bchanplatz feit i r iger Zeit der Balkan geworden ist, Haben unsere Ausmerk- [am leit al: u n mittel b a 1 e 9i adiba r n der Türkei erhöbt in Anspruch genommen. Wir ucrniodncn uns ben GeiaHren nicht H verichlleßen, welche auS dem Widerstreite zwilchen der Otto- B ciu,die 11 'Jicgicrung und den in ihren althergebrachten 5rci- iitcn iid, verkürzt fühlenden Albanesen für den uuieteii und i.ij;cren ?vlieben Der europäischen Türkei entstehen konnten. AIS bum ber Regierungswechsel in Konstantinopel erfolgte, bessen h'ainifeftaiioii dann bestand, den Albanesen Entgegenlommen zu »-..eigen, gkid)ii’iltg abee c.» inel'ieieil Pniiklen, iianuiulicii IN Zu unserer lebhaften Bcsricdigung haben sämtliche M a b -.ii 11 e u n f r e x gcftintmt RamcnUid) ist bas ruiiische M a bj n c i t gleich sichern. E s hieße sich aber einer beben flirt cn T .1 u i d, u n g b i n g c b c n, n» c 11 n man bie Gefahren i e 111 g t o n i r b c n mürbe k n der kuenben Pcrfönlid.knlcn bieickvcn abhaltcn wirb, 3 111 pul 1 c n 11 nperantwortlicher Eie» ber anbern Seite niödncn wir die Erwartung an sprechen, b a f. bie Türkei ben Ernst ber Situation nicht v c 1 te n n e n unb b mir ennubt, hervorzulnB. 11, bat. nettes gehört: unser Interesse ist nid I an ti gebunden, sondern aui die Erhaltung der territorialen ^ntcgntai des Reiches und dessen innere Konsolidierung gcriduei xie legitimen Ansprüche der versdsteDenen, Das oielsprodfigc 9tum dien b^wolmenden Völker mit bin Exigentien bc? Ltto maiusdren Staatsiv.fcns zu versöhnen, darin erblicken wir bic Aufgabe ber türkischen Staatsmänner deutsche Diplomatie eines ihrer besten Vertre- ter in einem Zeitpunkt beraubt, da auf seine weitere Wirksamkeit Vertrauen und Hoffnung gefetzt werden tonnte. Als badischer Gesandter in Berlin und in aufreibender Arbeit als 'Staatssekretär des Auswärligen Amtes von 1890 bis 1897 Hai sich Herr v. Marschall selber zu der Beherrschung des ihm ur sprünglich fremden diplomatischen Geschäftes herangebildct, die ihm dann eine glänzende Botschafterlaufbahn ermöglichte. Ein halbes Menschenalter hindurch find die wichtigen Interessen des Reiches in Konstantinopel unter wechselnden Verhältnissen und ost recht schwierigen Umständen von ihm mit vorbildlichem Geschick vertreten worden. Als im Mai 1912 das Vertrauen des Kaisers v. Marschall auf den verantwortungsvollen Posten eines deutschen Botschafters in London berief, ergriff er die neue ernste Ausgabe mit Freudigkeit. Wir dürfen glauben, daß es seiner Klugheit und Beharrlichkeit gelungen sein würde, auch in der Entwicklung der deutsch-englischen Beziehungen für Kaiser und Reich Gutes zu wirken, und können es nicht genug beklagen, daß er so bald nach Beginn seiner amtlichen Tätigkeit in London dem auswärligen Dienst entrissen worden ist. Sein Andenken wird ehrenvoll sortleben mit Nachwirkung einer starken charaktervollen Persönlichkeit. Ter Eindruck in London. Sir Edward Grey hat in einem Telegramm aus Balryoral an das deutsche Auswärtige Amt in London sein und der britischen Regierung tiefstes Beileid über den Tod des deutschen Botschafters Frhrn. Marschall v. Bieberstein ausgesprochen Dieses Telegramm ist dem britischen Botschafter in Berlin übermittelt worden und besagt: „Drücken Sie bitte der deutschen Regierung das tiefste Bedauern der Regierung Sr. Majestät über den Tod des Freiherrn v. Marschall aus. Sie hat sein Erscheinen als Botschafter in London sehr zu schätzen gewußt und empfindet, wie groß der.Verlust ist, der den öffentlichen Dienst des deutschen Reiches betroffen hat. Bitte sagen Sie, wie lebhaft ich persönlich diese Gefühle teile und drücken Sie mein tiefstes Bedauern darüber aus, daß die Be Ziehungen, die so angenehm begonnen hatten, so plötzlich und traurig enden mußten." Die überraschende Nachricht von dem Ableben des Freiherrn von Marschall hat in London tiefen Eindruck gemacht und in derr diplomatischen und amtlichen Kreisen, aber auch bei der Londoner Bevölkerung aller Klassen Teilnahme erregt. Der Lordmayor sprach öffentlich namens der Londoner Bürger sein tiefes Bedauern aus. Die Abendblätter widmen dem Verstorbenen sympathische Nachrufe Die „Westminster Gazette schreibt: „Als Freiherr von Bieberstein zum Botschafter in London ernannt wurde, hielten wir es für ein ausgesprochenes Kompliment, daß Deutschland uns seinen hervorragendsten Diplomaten sandte: der einnehmende Eindruck, den er während der wenigen Wochen seiner Tätigkeit hervorrief, wird nicht leicht ausgelöscht werden. Die Zeit war zu kurz, als daß er eine ausgesprochene Politik hätte entwickeln können, aber er batte bereits bewiesen, daß seine Absichten friedlich und freundlich waren. Wir hoffen und glauben, daß sein Nachfolger in derselben Weise wirken wird." Wiener Stimmen. Auch in Wien machte die Nachricht vom Tode des Freiherrn Marschall v. Bieberstein großen Eindruck und rief allseitiges tiefstes Bedauern hervor. Tie Blätter zollen dem so plötzlich Dahingeschiedenen in Besprechung seiner langjährigen diplomatischen Tätigkeit, vor allem seiner Erfolge in der Türkei, die höchste Anerkennung. Alte Blätter ,"betonen besonders die Tragik, die darin liegt, daß der Staatsmann, von dessen Mission in London man sich jetzt -allenthalben so viel versprach, vom Schicksal abberufcn ist, ehe er sein bedeutungsvolles Werk eigentlich beginnen konnte. Das „Fr emden blatt" jagt iroch: Mit Frei Herrn n. Marschalls Tod tritt eine der bedeutendsten, dtplomatuschen Figuren Europas vom Schauplatz. Deutschland be- ,klagt nun den Verlust eines seiner erfolgreichsten, bewährtesten Staatsmänner. Die „Neue Freie Presse" schreibt: Deutschland erlitt einen schweren Verlust. Unsere Zeit hat keinen Ueberfluß an guten Diplomaten. Wenn einer vom Schlage Marschalls dabingeht, so ist das ein Unglück, nicht für das Vaterland allein, sondern mittelbar für die ganze europäische Politik. Das „W ienerAbend- Matt" meint: „Es wird nicht leicht fein, einen Mann zu finden, bei welchem die Person so sehr das System bedeutet, wie bei Freiherrn v. Marschall. Einen Verlust erlitt nicht nur Deutschland, sondern der Friedensgedanle. Die Kraft, die der verstorbene Botschafter hatte, das Vertrauen, das er fand und die Intelligenz, die zum Stillstand gebracht wurde, wird man nur schwer ersetzen können."" In den Pariser Blättern «spiegelt sich gleichfalls der tiefe Eindruck wieder, welchen die Nachricht vom Tode des Botschafters v. Marschall hervorgerufen hat. Der „T e m p s" sagt: Die deutsche Diplomatie hat einen .großen Verlust erlitten, vielleicht den schwersten und unerwartetsten, der sie treffen konnte. — Die „Siberte" meint: Die ganze deutsche Diplomatie ist von dem Tode betroffen, der zugleich einen Mann und ein Werk hinweggerafft hat. Der „Siöele" schreibt: Trotz mancher Enttäuschungen, welche Frhrn. v. Marschall in der letzten Zeit widerfahren sind, kann man sagen, daß er seinem Vaterland unermeßliche Dienste geleistet hat, für welche der monumentale Bahnhof von Haidar-Pascha ein machtvolles Sinnbild darstellt. Aus Hessen. Aus der nationalliberalen Partei. (bs) Darmstadt, 24. Sept. Innerhalb der nationallliberalen Landespartei Hessens ist oft darüber Klage geführt worden, daß die Bestimmung in den Statuten, nach der nationalliberale Vereine mit 25 M i t- gliedern im Landesau sschusse eine Stimme haben und nur für je weitere 400 Mitglieder eine Stimme mehr beanspruchen dürfen, eine Härte in sich schließt. Die große Differenz zwischen 25 und 400 hat oft zu Unträglichkeiten insofern geführt, als die großen Vereine in den Städten von den kleinen Vereinen auf dem Lande leicht überstimmt werden können. Mit dieser Frage, die mehrfach zu Vorschlägen über Statutenänderungen führte, hatte sich der geschäftsführende Ausschuß der nationalliberalen Landespartei gestern in einer Sitzung zu befassen. Die Besprechung hat ergeben, daß man sich innerhalb des Ausschusses darüber klar ist, daß diese Bestimmung eine Ungerechtigkeit ein» schließt. In den einzelnen Vereinen soll deshalb diese Frage nochmals eingehend erörtert werden. Man hofft, durch einen solchen Meinungsaustausch eine geeignete Grundlage für eine etwaige Statutenänderung zu gewinnen. Deutsches Reich. Steuerreform in Mecklenburg. In Rostock sind am 20. September die Verhandlungen über die Steuerreform in beiden Großherzogtümern Ende geführt worden Die die „Mecklenburgischen Nachrichten'" hören, ist über die wichtigsten Differenzpunkte eine Einigung erzielt worden, so daß auf dem demnächst in Malchin stattfindenden Landtag dieses für Mecklenburg so bedeutungsvolle Gesetzgebungswerk voraussichtlich zur Verabschiedung gelangen wird. Ausschluß aus dem Bund der Landwirte. Der Vorstand des Bundes der Landwirte hat die Bundesmitglieder Kirsten und Krieger, die nach Verhandlungen mit der sozialdemokratischen Fraktion im Landtage Scywarzburg-Rudolstadt einen Sozialdemokra- ten zum ersten Landtagspräsidenten mitge- wählt haben, aus dem Bunde der Landwirte ausgeschlossen. Ausland. Die chinesische auswärtige Politik. „Daily Telearaph"" meldet aus Peking: Der neue Minister des Aeuyern Liang-Mengtuang und Präsident Puanschikai beschlossen, energische Schritte bezüg- lich der Mongolei und Tibet zu unternehmen. Tie Regierung schlägt vor: 1. in Petersburg zu ermitteln, wie hoch die der Mongolei gewährten Anleihesummen sind, 2, aufs strengste gegen den heimlichen Einmarsch der Russen in die Mongolei zu protestieren, 3. die Grenzgarnison Mandfchuria bedeutend zu verstärken und die Gouverneure der Mandschurei anzwveisen, die Zahl der in der Mundschurei befindlichen russischen Truppen genau festzu stellen, 4. alle Massen und Munition in der Mandschurei, Mongolei und Turkestan zu beschlagnahmen. Bezüglich der Grenze von Tibet und Birma schlägt die Regierung vor: 1. stärksten Protest gegen die dauernde Besetzung des strittigen Grenzbezirkes seitens der Engländer einzulegen, 2. dem Vize- könig von Indien von den vorgekommenen Verletzungen des Vertrages seitens britischer Untertanen Mitteilung zu machen, die Waffen über die indische Grenze nach Tibet geschafft haben, 3. den chinesischen Kommissar in Lhassa zu beauftragen, den chinesischen Zollbestimmungen an der tibetanischen Grenze stteug- stens Geltung zu verschaffen. Aus Stadt und Land. Gießen, 25. September 1912. LU. Landes Universität. Am 23. d. Mts. erhielt Dr. phil. Gerhard Arthur Franz, geboren zu Dresden, die venia legendi bei der philosophischen Fakultät unserer LandeSuniverfftät für das Gebiet der romanischen Philologie. Als Habilitationsschrift legt er die Abhandlung »Studien zur wallonischen Dialektsyntax"' vor. •* Hoftra uer. Der Großherzog hat wegen des Ablebens der Infantin Maria Theresia von Spanien, Prinzessin Ferdinand Maria von Bayern, eine Hoftrauer vom 23. bis 30. September angeordnet. " Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem evang. Oberpfarrer und Dekan des Dekanats Lauterbach, Fritz Schmidt zu Schlitz, das Ritterkreuz erster Klaffe deS Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. •• Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eifa. ♦♦ Finanzperfonalien. Im Namen des Deutschen Kaisers mit Ermächtigung des Großherzogs und nach Vernehmung des Ausschusses des Bundesrats für Zoll- und Steuerwefen wurde der Revifionskontrolleur Finanz- assessor Gg. Serth zu Mainz den Preußischen Hcucptzoll- ämtern Cleve, Creseld, Duisburg, Emmerich, Kaldenkirchen, Neuß und Wesel als Stationskontrolleur mit dem Wohnsitz in Crefeld beigeordnet. Der Finanzmntsgehilfe Louis Stein zu Nidda wurde zum Finanzamtsgehtlsen bei dem Finanzamt Nidda, der Schreibgehilfe Hieronymus Schnellbacher zu Höchst i. O. zum Finanzamtsgehilfen bei dem Finanzamt Höchst und der Schreibgehilfe Adam Boländer zu Worms zum Finanzamtsgehtlsen bei dem Finanzamt Homberg ernannt. ** Prüfungskommissionen. Die Prüfungskommission für die Prüfung der Aspiranten zum Staatsdienst im Medizinalfach für das Jahr 1912 besteht aus: 1. Ministerialrat Geheimerat Best zu Darmstadt als Vorsitzenden, 2. Geh. Obermedizinalrat Dr. Hauser zu Darmstadt, 3. Obermedizinalrat Dr. Balser zu Darmstadt, 4. Obermedizinalrat Prof. Dr. Heil zu Darmstadt, 5. Direktor der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Medizinalrat Dr. Bieberbach zu Heppenheim und 6. Kreisarzt Geh. Medizinalrat Dr. Lehr zu Darmstadt als Mitgliedern. — Die Prüfungskommission für die Prüfung der Aspiranten zum Staatsdienst im Veterinärfach für daS Jahr 1912 besteht aus: 1. Ministerialrat Geheimerat Best zu Darmstadt als Vorsitzenden, 2. Geh. Obcrmedizinalrat Dr. Hauser zu Darmstadt, 3. Geh. Obermedizinalrat Professor Dr. Lorenz zu Darmstadt, 4. Obermedizinalrat Prof. Dr. Heyl zu Darmstadt, 5. Schlachthofdirektor Veterinärrat Dr. Garth zu Darmstadt und 6. Kreisveterinärarzt Dr. Beiling zu Mainz, als Mitgliedern. ** Stadttheater. Die Direktion unserer Bühne hat zur Eröffnung ihrer Spielzeit stets ein Werk gewählt, das neben literarischem Wert einen gewissen festlichen Charakter trägt und zugleich neuen Mitgliedern gute Gelegenheit gibt, sich, einzufuhren. Die diesjährige Spielzeit wird als erste Vorstellung Grillparzers dramatisches Märchen „Der Traum ein Leben"" bringen. Die beiden Hauptrollen des Rustan und des Zanga werden von Herrn Walter Jensen, dem neuen jugendlichen Helden, bisher am Stadttheater Posen und Herrn Walter Dworkmvski, dein Charakterdarsteller und Oberregisseur vom Belle-Alliance-Theater in Berlin gegeben werden. In größeren Aufgaben treten weiter auf Frl. Olga Rappo vom Schauspielhaus in Leipzig, Herr Karl Kliewer vom Stadttheater in Hanau und Frl. Alice Dagny vom Stadttheater in Zürich. Daneben ist eine Reil>e bekannter Mitglieder in der Aufführung beschäftigt. Tic Regie führt Direktor Steingoetter. Die Aufführung findet als erste Dienstagabonncmentvorstellung statt. •• Dienstjubiläum. Oberposlassistent Hugo LucaS feiert morgen sein 25jährige8 Dienstjubiläum. ” Turn- und Spielkurse zur Förderung der Leibesübungen. Unter Oberleitung des Schulrats LandeS- TurninfpektorS Schmuck hat am Montag in Darmstadt der dritte der von der hessischen Regierung eingerichteten Turn- und Spielkurse zur Förderung der Leibesübungen begonnen. Es beteiligen sich daran 40 Turnmatte und Vorturner des 9. Kreises der Deutschen Turnerschaft, sowie fünf Offiziere und 30 Unteroffiziere der hessischen Division. - Die Zwangsversteigerung des Hauses Bis- marckstraße 16, Ecke Ludwigstraße, bisher Karl Volk gehörig, mit Mk. 83 000 Hypotheken belastet, erzielte ein Gebot von Ruckstuhl Erben, den Inhabern der II. mit Mk. 77 000 auslaufender Hypothek, in Höhe von Mk. 45 000. ** T c r Alkohol. Gin unter Vormundschaft stehender Arbeiter von hier erhielt gestern früh von entern Vormund .50 Mark mit dem Auftrag, die Gemeindesteuer zu entrichten Am Nachmittage schrieb er seinem Vormund einen Brief, er habe das Geld verloren und werde sich das Leben nehmen. Es wurde aber festgestellt, daß er mit dem aw । ftlty (als d c in n auf gefuBt-i wurde heute früh der verheiratete Arbeiter I. Schuh up. t ivurot Gundernhausen auf der Bahnstrecke .nach Rotzdi7 Er hatte eine schwere Kopfverletzung. «Das iffjt iit d auS zu. «ml nc -:®c m grauem Kt umfr I rine ! Kfdc u 1 gcbitbi Greifen i 4 btr Ä ngcr d Im sind Mdekn rm. Darmstadt, 24. Sept. aiuk i*rflflüung r«ris 4 Lcur ick )n d fx\ Äcrg jsnrden. «lt Leich Me sirau Bliebe 1 n?r Lpre lMOeik »rittet tr heiratet. Hessen-Nassau. # Nodheim a. d. B., 24. Sept. Höute nmrtr j Obst auf der Straße Gießen—Gladenbach, von der bis Fellingshausen, versteigert. ES hatten sich auS1’./-: und auS den Ortschaften längs der Straße zahlreiche 6ky lustige eingefunden, die einzelne gute Aepfelsotten am recht hoch bezahlten. Trotzdem war der Preis durchschri^ kein sehr hoher, der Zentner wird mit etwa 6 bifl 7 bezahlt worden fein. Die Versteigerung, die um 9 Uhr «. fliaa. den Gelde eine Bierreise unternommen habe und als er abn 1 betroffen wurde, besaß er nur noch etwa die Hälfte r ■ Geldes, das übrige hatte er mit Freunden vertrunken Kreis Büdingen. X Büdingen , 24. Sept. Ter Landesausschuß ’ Regierungsbezirks Kassel hat in feiner letzten Sitzung i mit der Hergabe eines Darlehens um die für den B.t' Betrieb der Kleinbahn H a n a u — B ü d i n q e n ui s dende Aktiengesellschaft in der Höhe eine: Drittels Bausumme einverstanden erklärt. Ta im Kleinbahnfc^ der Kasseler Bezirksverwaltung sich nur noch 300'--' >» J befinden, für den Bahnbau Hanau—Büdingen aber <-3 390000 Mark gebraucht werden, sollen die fehlenden 9. (3 Mark bei der Landesversicherunasanstalt Hessen Nassau J liehen werden, die aber jetzt 4 ober 4- 4°o Zinsen — fr.H 33,4 o — verlangen wird. Ter Landesausschuß in ’u hat daher beschlossen, das Darlehen für den Hanau—Büdingen in Höhe von 300000 Mark zu i ] herzu geb en, für den Rest von 90000 Mark jedoch 2 vjA 21/*°/o Zinsen anzusetzen. A Büdingen, 24. Sept. Große Obstmenm stehen in unserem Kreise Bübingen zum Verkauf, dem Äud Gartenbauverein wurden allein 43 036 Zentner Aepsel -r 3405 Zentner Birnen gemeldet. Hauptobstorte sind: bach mit 4000, Himbach mit 4300, Altenstadt mit 9$) Bleichenbach mit 1060, Düdelsheim mit 1000, Mittel.Grür..^ mit 1820, Ober-Mockstadt mit 1500, Wolf mit 1200, Hamch, mit 2510 und Büdingen mit 850 Zentnern Acpfcln. Birnen gibt es in Büdingen, Himbach, .Rodenbach .-J Rohrbach. Kreis Lauterbach. )( Radmühl, 24. Sept. In letzter Zeit wurde ‘v. derholt beobachtet, daß während der Nacht junge Eu. legeschweine aus benachbarten preußischen Gedia^I teilen durch den hiesigen Ort nach Hessen eingeführt xwrtrA wodurch die zurzeit bestehenden Quarantänen, schristen absichtlich umgangen werden. die strengen Sperrmaßregeln, unter denen der fühlet Teil des Kreises Lauterbach zu leiden hatte, kaum gehoben sind, werden vielfach die Vorsichtsmaßregeln jh Verhinderung der Wiedereinschleppung der Maul- m Klauenseuche nicht beachtet und so die Einschleppmiz ' Seuche gefördert. Es find bereits die nötigen r:> getan, den Bestimmungsort der nächtlichen Schweinc!ln.^. Porte aufzufpüren, damit ein Strafverfahren eingcü« werden kann. Starkenburg und Rheinhefsen. mittags begann, war erst nachmittags 3 Uhr beendet unb « etwa 1000—1200 Mk. eingebracht. — Von Händlern 2 der Gegend von Boppard werden in unserer Gegend Zi«Äi zum Preise von Mk. 3,50—4,00 in größeren Martin; ■ fammengefauft. Hessen-Nassau. h Frankfurt a. M., 24. Sept. Unter dem deS EffenbahndirektionSpräsiden R e u l e a u x (Frankfurt a. ?.• fand heule im Konferenzfaale des Hauptbahndoü; i 7 5. Sitzung deS Bezirks -Eifenbahnrater c Rach der Bekanntgabe geschäftlicher und persönlicher H» i teilungen besprach die Konferenz die neneften Aenderungtl s Personen-, Vieh- und Güterverkehr. Sic verhandelte über die vorliegenden Anträge von Dr. Marco über i Detarisierung der rohen Braunkohle, von Slmtflrat Greb Harsten und DeliuS-Bielefeld und Fahrplonänderunacn. d von EmerS-Küstelberg über Notstandstarife für Schiejewla:» gruben. Ferner wurden die neuen Fahrpläne 1912 j; 3 und Sommer 1913 bekannt gegeben. llus der Rechtsprechung der Reichzgerichk. Jnwiemeir bedarf der Ehemann, der nut seiner Gbrirai ■ gesetzlichen Güterrecht — oder in Errungenscha'tSgemcinicktt - lebt, zur Einklagung von Rechten, die zum eingebrachten ®n 1 Ehefrau gehören, deren Mitwirkung? — Entschbg. d. Sb-? * 24. V. 1911 in Bd. 77 S. 34 —. Ter Kläger, der mit seiner Ehefrau im gesetzlichen lebt, hatte im eigenen Namen — ohne Zuziehung ber i'tra- klagend gegen die Mutter seiner Frau und bem zweiten auf Feststellung des Nachlaßbestands des Vaters seiner Auskunitserteilung unb auf Herauszahlung derjenigen Le Äs welche sich als Erbteil seiner Frau ergeben würden, geklagt K dem Berufungsgericht forderte er, um dem Einwand manaMgen des Ehemamie« über da« Recht rotleaen i er muß auf Feststellung deS Rechts ju Gunsten der Ehefrau .«»Leistung an diefe klagen. BrauerSchule IVorms^Rh. (Gegr'^BT? von D'S1“-“' -fr; Beginn d-Wintcr-S# i'>e_-Urs am 16. Oktober I9H Pnaffi c/" 5' • 5- - und geringer« Masllänuner . . . L ch we ins. L-ollsieifchlge Echiveine von 81—100 kg Lebendgewicht ... VoUfteifchige Schweine unter 60 kg Lebendgewicht. VoUfleifchtge Schweins von 100 —120kg Lebendgewicht 1 oUfleiichige Lchweine von 120—150 kg Lebendgewicht . ...... Ter Eigentümer wikl bas Gas »um Betriebe landwirtschaftlicher Maschinen für den Hau?ball verwenden Ter Dampfer ..Hana u" von der Aeutick AunralischeN Tompfid}iffebriMddl'd^n ist l mer & Seitenpulver Hennings pt Hin!! 7 l ibach, dm y | hatten sich L traße zchch AepselsoMl.. er Preis te lit etwa 6 t! ig, die tr ■ i 3 Uhr tat!/; J - iserer fctjtv. gröM * chsseil. Tot fluij!< 1 liier J.Cch.A ecke,nachr. iNg. Kälber. «reinste Mastkälber «Piittlere Mast- unb beste Saugkälber .... Geringere Mast- imb gute Saugkälber . . . Schate. Etallmaslschase: Mastlümmer unb jüngere Masthcimmel . . . Vlcltere Tlahbannnd, qut genährte junge Schafe äCi Mk. Mk. mit Brut, vernichtet radikal RidemiclErsGoldoilit1'^”1' geschlitzt Nr. 75li*t Gcruch- u. farblos. Reinigtd. Kopfhaut v. Schuppen, beförd. d Haar- wucha, v erb DL Zuzug v. Para- elten. Wichtig fhr Schulkinder. Taueende v. Anerkennungen. Fl. a M 1.— u.040 in den Drogerien und Apotheken. W. Schrader. Viktoria-Drog. Iss”.! Frische Preiselbeeren zum Einkochen sind cinneiToffcn unb billigst ui haben bei •*“ GeorgWallenfels Marktplatz. nur Rr. 21, geaemiber d (5ngel Avotbeke Bekanntmachung. B e t r.: Tie Ab. allung von Schweinemärkten in Hungen. Im Rachgain zu unserer Bekmintmachung vom 13. I. THS. «str.-Bt. '?lr. 72) genehmigen wir unter btt Voraussetzung, daß kein Fall bef Maul- unb Klauenseuche in einer (rut’crnnnq von 15 km von Hungen auftritt unb unter folgenden Bedingungen die Abhaltung eines Rindvieh- unb Ziegenmarkles am 30. September baiclbft: 1. Händlervieh ist nicht zugelanen, sondern nur viep aus iinverseuchten oberheisischen Zuchten. 2. Tie Zufuhr von Lieh aus Crtcn eines Lperr- und l BeoböchrimgsgebietS ist verboten. 1 VÜchrrlisch. — Ravensteins Negev zeicknungskariefür Vogel »berg und Vetter au ist soeben als amtiicl« Sar« dc» B V C im Verlag von Ludwig Ravenstt-in im u«ahnab von 1:120000 erschienen. Tic Martr. b- in gtoßcm schönen Inid dergestellt ist. umiatü da? zw>. scheu O'i i n Alsseld. tmlba, v. hifcaukn unb i'uinffuri gelegene unb entd t neben dem ioraialtifl anege'übrten Vegenev. fämthdv 'Sr-? bfmdmunam in den Enginohaibrn Tic t^alhimgoi sind burtb grünen hrud lervorgehL'ben, so daß sich ieder Wanderer w: Lezchttgleu zurecht- finden kann Tic Höbenlimeu nid mit brauner Harbe dcrvor» geloben Zur desieren Ikbcritd ■ ist eine besonder' warte deS D bf rroo I be 5 nn Maststab von 1: 50 000 de, gegeben. Hier vermissen wir allerdings die vom Gießencr Sdxtlub anpdqjic Wmtcrmorkierung über den i^arterstein 'n« übrigen ist die Harte die ausgewogen zuni Preise von 1,50 Mk erstaunlich billig ist, sehr zu empfehlen . Unter k eaujGjrt- z Haupit:.- senbahni-! und ptr.'-i euesten Sie verhak Dr. Macc.' - von Amt»- ahrplonän^ irije für Fahrpläm b' Cuftfcbiffalyrt. Pari-, 24. Sept. Bei Bar-le Tue stürzte der Militär Irger Leutnant Thomas, der sich mit einem Flugzeug zu ff Manöver n des 19. iwrps begehen wollte, aus zehn Metern jiy ah und erlitt lebensgefährliche Verletzungen °be Ofr;i, Verlauf, >,s I 1 Mu V Jftortt \^{ ■000, $1^; lf mit 12g .bjtfn ' 7* IS: * ältgS «St, - iW. > Ei; tfletüie- ber 1'6 «W ^f4L%■’ H W». SA- *S< Wi Märkte. te. Frankfurt a.«. liebst st- 'kaekt bericht vom 25. Sept. Austrieb l'i" Rindes darunter Cdifen 51, Bullen , Kühe unb tzarfen 67, Kälber 7k, Schate Lchweine 15'0 Cctiien mckt ganz geräumt, Halber rege, geräumt, crtia1« lebhaft, geräumt,Schweme flauten ab, geräumt. Preisstlr 100Ptd. 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Au> New Bork wird gemeldet: Tret bewaiinei- Automobildandilen schlugen am bellen Tage den Produkten Händler Popper aus dem L>ege zur 41anf nieder und erbeuteten 10000 Mk Tic Poln i er öffnete auf d»e fliehenden Räuber ein lebhaftes Revolver feuer, doch gelang e-5 nicht, auch nur einen zu fassen. » Dao Verschwinden eines französischen Generals, der seit über einem halben Zahr unauffindbar ist, bcfdmhint setzt die Pariser Polizei Gs bandelt sich nm den pensionierten General der Mulonialiniantenc Dumas, der mit feiner <3rau in einer Villa in Boulogne bei Paris wohnte Am 2. Dezember deS vorigen Iabres ist General TumaS rubii von seinem Mittagessen auigestanden und fortgegangen, ohne erst letzt sich an die Polizei gewandt zu hiben. General Dumas führte ein merkwürdig unregelmäßiges Leden und hatte bereu» zu verschiedenen Malen feine Homilie für längere Zeit verlassen, tfr stand in Beziehungen zu einer in Pans lebenden AuSlLnderin, und da er bei feinem Weggang eine Summe von 60000 Franks mitnahm, so fürchtet man, daß er das Cpfer cineS Raubes geworden ist. • B e i dem Kampfe auf den Liebschützer Höben ereignete sich ein nieblidier Vorsall Als eS hieß: „Ter Maifcr ist da", strömte sung und alt dorthin, wo die Maiiedianhartc iu sehen war Ta bcsand sich auch unter den Manöverbummlern ein kleiner Mnirt seine Hosentaschen vergraben ?Uler Wabrsdieinlichkeit nach komiu er aber nichw von den Fürstlichkeiten sehen. Mit seinen Armen arbeitete er sich nun kräftig durch die Menge, war aber ganz erstaunt, als n plötzlicl n zunickgeballen wurde Da war der kleine Held ganz empört, und mit Tränen in den Augen sagte er zu seinem Bedränger in gutem sächsischen Dialekt: ,,Nu. wenn Se mich äbn nicht durchlassen, io sause ich hinten rum und sach'S Kaiser, da wär' Se schun sehen, was passiert." Die nmflebenbcn brachen in ein Gelächter aus, unb der Knabe stürmte davon. Er mußte aber aus der anderen Seite ebensowenig Gl lick gehabt haben, denn man sah ihn später bann «m Abhang recht traurig dasitzen. Kleine Cagcrchronik. Im Jahre 1914 begeht die Stadt Haiger im Westerwald die Feier ihres lOOOjahrigeii Bestehens. Arn Montag unb Dienstag erkrankten in Küln-L>ülz unb Klettenberg etwa 20 Personen an Fleischvergiftung. Ein elfjähriger K nabe ist bereits gestorben. Zn Braunschweig sinb bie beiben 17 und 21 Jahre alten Schwestern Agnes unb Alwine Gaaz tvegen Mordverdachts verhaftet worben. Beide sind Mütter von ein und zwei Monate alten ttinbrrn, die kürzlich t o t in ihren Betten ausgefunden mürben. Der „Braunschweiger Landcszeitung" zufolge soll es sich um Giftmorb handeln Zn Belgern bei Torgau wurde unter Beteiligung von Ber- tretern firdriitber unb weltlicher Behörben bie Feier des 400 jährigen Bestehens ber Bartholomäuskirche begangen. Anschließend daran imirbc ein Luther Gedenkstein eingeweiht Zn Berlin hat sich der zwölfjährige Sohn Georg des Klempners Linke erschossen. Die Kugel drang ins Herz, lieber den Grund ber Tat konnte bisher nichts ermittelt werben In Z e m nt i n in der Mark wurde vor einiger Zeit eine Gasquelle entbedt, bie von gänz bebcutenbcr Stärke ist. mit ihr, mit jltri Abgeschiedenheit und Stille, ist der Rnltestätte ihr Schönste«, jtr Historisches, ihre Würbe genommen worben. Dan die Stadt Ctierci. nach einer Nachricht ber Frks Ztg, jetzt versucht hat riplidrteit zu mildern, indem sie dem Tempel eine ihm im Mchishof gewissermaßen ifolierenth', seine Selbständigkeit kräftig Ihii1 nbe lebendige llmratinunn gab, verdient Aiierkennuug Um Ijcici ir als die gärtnerisd-e Anlage soioohl bezüglich Abmessungen fc* Raumeinteilung wie Auswahl des Pslawzenmateriale ihrer »ß-obe in wünsdienswerter Weise geredst mirb. Der in sdM'ung gezogenen Linien bie Rotunde umrahmende, durchgängn 6 kr Meier breite Sdunurtplatz ist von einem niedrigen Soest 1 ' d grauem Stein und einem schlichten idmtiebenfernen (Ht kg> r umfriedet; halbmannshobc Steinfäulen flanlieren den Km eine Kette geschlossenen Gingaug. Eine gesdmittcne Li ftfierhede umzieht bie Anlage, deren Mitte von nncr Rasen |to gebildet wirb, nach außen, breite, im Schnitt zu haltende fini*reifcn säumen den Eingang unb die ganze Fläche nach innen na- ber Sortelplatte des Tempel'?. In den Randbeeten markieri Iriiifler Buds in Augelsorm die Schnittpunste unb an bie ••Mujui sind Sd/liugrosen gesetzt worben, bie ihre Ausgabe schon ei r-ikhsten Jahre foioeit erfüllen fvetben, baß Frau Ajas Ruhe Wik wenigstens ein Teildien bessert zurückerhält, was ihr gc gilb: wurde • Verschüttet. Aus Nordhausen itrirb gemel- jkt In beni stalischacht Hehn bei Kleinfurra find Mi Bergleute durch niedergehendes Salz verschüttet iKorsieu. Rach längeren Bernützungen gelang es, beide i i!| r' eichen zu bergen. Der eine von ihnen hinterläßt Eit- Frau und vier ininderjährige Kinder. — Aus 01 r o ß- Mlssi'd c luirb gemeldet: Durch einen zu friU) loSgegangc- i it Sprengfchuß ivurden auf der Gewerkschaft Wilhelms- ! ^i-'Cclberfl zivei Bergleute sofort getötet. Ein ■diucr wurde leicht verletzt. Beide (Getöteten find ver- Mistet - Ein r ä u b c r i f d) e r Ueberfall wurde am Diens- inp nachmittag in dem Bankgeschäft von Köhler und Zoniszewskh in Matioroib verübt. Ein unbekannter n nn betrat das l^efchäftslokal mit der Bitte, ihm einen i'kronenfchein zu wechseln. Als der Kassierer Ealka Ich itnschtckie, dem Dünsche zu willfahren, wurde er durck illisi: Revolverschuß in den Kopf lebensgefährlich Blech- und GlaSftäfchchcn. Sämtliche Artikel billigst unb mit Gutscheinen! — «llcin-Bcrkauf für Gießen: - — Alois Staudt, Neuen Baue 17 Mitglied ber Rabatt»Sparvereinigung. ST Warnm wollen Sie sich noch weiter quälen? Fort mit dem gefährlichen Raiiermeiser u allen KaaierapparaitD welche krauen und nur einige Male braaeh- bar eind. Jeder raaiert eich ohne vorherige L’ebung aelbet mit dem neuen „Mulcuto" Schnell- Kaslerappvat, welcher ein Leben lang brauchbar bleibt u. glnzlich echmerzloe raM. rt. En g.-bt aplelend leicht u. macht Ver- pnügen. Verletzungen unmöglich. 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