<6 CD CO <6 CD a Die heutige Nummer umsaht 14 Seiten. 9 re * U 4 E !Ö C/) 0) I HO • < J8B! w e duff« 010) CD I v CD 8 ä CO o n g Jff ? a S g -S d ü -S v 9 ' e > . a Z ö ti e> s s o -S K 8 -2 ,ß :« s 5 - verständnisloser KathcDcrheiligcr ab, Die jic als Dummheit ober Schlechtigkeit brandmarken". Ter Meister der modernen Ballade, Bö r ries v. Münchhausen, dichtete schon als Schüler eine ganze Reihe vchi trefflichen Gedichten, ohne hast einer der Männer, mit denen er doch täglich und stundenlang zusammen war, das starke dichterische Talent bemerkte. Münchhausen verlebte überbauet eine qualvolle Schulzeit, denn er litt auch unter den Mist- Handlungen und Plackereien seiner Mitschüler, weil er nicht zu einer „der konzessionierten Verbindungen gehörte, die mit Lausen und Kommentpauken in halb lächerlicher, halb trauriger Weise ihre Universilälsjahre vorwegnehmen". Einen unauslöschlichen •vaü Hot der Lichter Heinrich Lilienfein gegen einen seiner Lehrer bewahrt. „Mit Abscheu erinnere ich mich an einen Mathe- maiitproicssor, dec mir durch subalterne Pedanterie, durch Bosheit und quälerische Beschränktheit nicht nur die lebten Schuljahre vergällte, sondern iür lange Zeit alle Lust an der mit Recht berühmten Wissenschaft an sich verdarb Wenn ehemalige Schuler in relscren fahren ihre Lehrer zur Verantwortung ziehen Dürften, ich wurde noch heute der leidenschaftlichste Ankläger dieses sinnlosen ZugenDschäoiings sein". LS L7 Tn der Kriegsminister zeigte daraufhin ein Heines Entgegenkommen. T-as Zentrum bleibt aber mit seinen „wohlwollenden" Hinweisen abgefertigt, denn die ininister»ellen Worte können doch von der Tafel der Geschichte nicht iwq- l cwischt werden: München, 23. Aug. Zn der heutigen weiteren Speziol- beratuiig des Voranschlags des Kiiegsmiiiisteiiuins »n der Kammer führte Äbg. Freiherr v. F r a n ck e n u e i n aus, der Kriegs- minisler habe »hin gestern Verdächtigung des Lfsijierkorps vor- geworfen, als habe er mit der Warnung vor der Smip.izissitnus luliur seine Köitigstreuc und Loyalität in Zweifel gezogen. Er habe nur die Kriegsverwaltung vor der Gesahr des Eindringens jenes Simplizisfimusgeines m das Lfnzierkorrs warnen wollen, ende Gesinnung sei in mm. grrssen, so baß die Gefahr, hast auch das Lffizierkorps beiiinlußl werde, keineswegs ausgeschlossen sei. Richt er, sondern der Ab- geordnete Eassclmann Habe behauptet, es sei Liszipliiilong- fcii im Leere vorhanden Er habe dieser Behauptung gegenüber lediglich die absolute Rotwendigleil der nuliiarndKU Disziplin t dem .vri .gSmlNtnei Ium un . Vertretung der Verjasuingobeslimmung-tt vorgcworfen. Kür den KriegSminister habe allo kein Anlah Vorgelegen, icuic wohlwollenden Aeusterungcn in so schroffer Korm zurückzuweisen. Kriegsminister Kreiherr K r eß v on K r e s s e n stei n erklärte, nach Euislck lnahrne des Stenogramms müsse er zugeben, da st der Abg. v. Kranckenslein die Tcsziplln der Armee nicht angezweijelt habe. Aus seinen AuSsührungen über die Simpltztjjimuskullur des Lffizierkorps habe er, der Kriegsminister, entnehmen müssen, daß sich v. Kranckenslein die Anschauung angeeignet habe, dag darüber manck-erorts und zwar mit Recht gctiajt werde. „Diese Anschauung mutzte ich", fuhr der Kriegsminiiter fort, „da sie iur das Lftizierkorps tränkend war, zuruckweijen und zwar mit aller Scharfe, an der es o. Krancketiitetn nur gegenüber auch nicht fehlen liest. Wo immer diese Ansi werde ich das Lliizierkorps dagegen in Schul gestern einen Ai t« Absicku bei- gclcgt wurde, die ich nicht haue, jo erkläre ich, da st es mir i e r n l a g, an der l o y a l e n A b i i ch t d e S A b g v. K r a n d c n- stein zu zweifeln." Zum Kapitel der amtlichen Unbegreiflichkeiten gehört auch wieder einmal ent preußisches Zensurverbot Der verstorbene sozialdemokratische Abgeordnete Rosenow hatte ein Draina „Die int Schalten leben gedichtet. Ter Verein „Krcie Volksbühne" in Berlin wollte es ausführen lassen, erhielt aber ein Verbot des überpräsidenicn, der im ein- jelucn darlegte, das Stück schildere willkürlich und falsch das Los der Bergarbeiter und müsse, als ausreizend gegen bc- äs« £d <•» u o ‘v 2 eo ll iS s. i: dd «Lj —H = x>~~ was die Schule uns gab. Eine der brennendsten Kragen der Gegenwart ist die schule and ihre Reform. Ein neuer Geist ist in unsere Lehrer und in unsere Schüler eingezogen, und man darf hoffen, datz die heutigen Kinder sck>önere Ertniierungen aus ihrer Schulzeit mit ins Leben nehmen, als es die Mensck)cn der vorhergehenden Generationen taten. Wie bedeutende Vertreter dieser jüngsten Vergangenheit der Schule über ihre Lernzeit denken, darüber hat Alfred Gras ein umfangreiches Material von weil über hundert Aeutzcrungen gesammelt und Direktor Rosbuiid zieht in einer Arden Der Leutchen Literaturzeitung ein interessantes Ergebnis aus bieien Ur- Uebcr die „greueivoilc" Disziplin der Mathematik wird überhaupt viel geklagt. Kür den späteren Reichskanzler Fürsten Bülow war es ein schöner Augenblick, als er nach abgelegtem Abiturientenezamen die Logarilhmentaiel in den Lsen schob m.t bem Bewußtsein, sie nie wieder zu erblicken. conn gehört Bülow ■,u den Lobrednern des Gymnasiums: er hat sich aut her ^ajule m Krantiurt a. M., Neustrelitz und Lalle glücklich und zufrieden gejühll. Auch sonst finden sich noch manch dankbare Erinnerungen verzeichnet. Mit Krcuden aber wendet sich der Blick so mancher, Cie eutn am der Schulbank geseufzt und gestöhnt ,n die Gegenwart, wo es doch besser geworden ist. Richt mehr braucht dec Schüler, wie das Wilhelm Schaer von sich cr^ihlt, „Stunden, um von der Wandtafel Die Kerienamgaben ins 5?ert zu schreiben, uiit mehr iühlt er sich um icme teure Spielzeit betrogen, so rci cs bei kleinen und kleinsten Verstoßen hieß: 2d Verse Lomer auswendig!" „Gottlob, das ist heule in den Lchulen doch anders a.worde'.i,' schließt zukanttSireudig Der Maler Lanns Kechuer. „Ein iriicher, junger Wind vertreibt Staub und Motten. Er bringt unserer Schuliugend MunDc von der Leimat, er treibt jic ins Krerc hinaus, auf daß ihre Adern sich wieder nut roami pulsierende in Blute t allen. Wir wollen jetzt Zmigen amwachfen sehen denen in der äbauptuntertichtsstunde gelehrt imro, ihre . Erst, wenn um?rc Knaben o:» 11? V-7 g) sf jd = 2 n Ul 4? A 01 01 __ E 5 'ß 2 6 5 c K . *a2;’ ®«2. S S € p€« I äj 5 &■ 9 Ksk- « ’äS tr .-2 '' Z M -i । .#1 •” 2 ««•• « d-T - - ^2^2a53 - 3 s öS il I? “•2 a - 2=2 1 SX ■ ■o <0 Burschen eine Schar von fraititroßenocn, blühenden Menschenkindern hinter den Lehrbüchern sitzt, erst dann wird und erst bann kann ihnen das rechte Verständnis tur jene Völker aufgel-en, Deren Sprachen sie studieren, deren geistige Linterlassenschaft su kennen lernen sollen." — Altertumsfund. In den Weserbergen bei der Porta ist unlängst eine Stein iigut entdeckt worden, über deren Bedeutung sich der Assistent des westfälischen Lanoesmuscums, Tr. Meier, jetzt dup,ctL Tie Kigur ist in Kelsen eingehauen, Mch Der „Umschau" hanDelt es sich um ein eigenartiges und hochinteressantes Gebilde, wie es in einer derartigen Umgebung bisher noch nicht bekannt war. Tas Bildnis stellt eine männliche Kigur in enganliegendem Rock und breitem Gürtel dar. Tic langen, bis zur Kinnhöhe hcrabiallendcn Laare, die in Lockenringel enden, weisen auf die zweite Lälfte des 13. Jahrhunderts hin, was auch em Vergleich mit anderen Denkmälern, z. B. dem des Grasen Gottfried v. Cappenberg in Kloster Cappenberg ergibt. Kür diese Zcrt spricht ferner die verhältnismäßig sehr freie Armlialtung, rote auch die abgespreizten Ellenbogen. Die Laltung der Lande scheint so gedacht zu sein, daß sich der Mann auf einen Schill) stützt. Amcheinend ist das Ganze eine unvollendete Arbeit, denn Die'unteren Gliedmaßen fehlen. Vielleicht besteht ein Zusammenhang nut dem aus dem 12. Jahrhundert stammenden Grabstein Wittekinds in Enger bei Lenard. Dafür scheint die Nähe der uralten und bekannten Wittekuidskapelle zu sprechen. — A m Bismarckdenkmal auf Dem Königsplatz zu Berlin war nach bem „Börsen-Eourier" am Dienstag rin großes Plakat mit Den Versen angebracht worden. „Lieber Bismarck, neig hernieder, — Und regiere uns dann wieder: — Lag bei diesen schweren Zeiten — Lieber Bethrnann Lollweg reiten." — Ein frommer Wunsch, den die Polizei bald den 2lugen der Berliner entzog. , . _, ,, — Kurze Nachrichten aus Kunst und SEnfcn* schäft. Die deutsche j r ül i u- c Studienreise nach Nordamerika beginnt am i September in Hamburg. — Zn Den Berliner medizinisckKn Kreisen erhalt sich das Ge- rücht, daß der Geheime Medizmalrat Prof. Tr. Leubner, Tirekwr Der Klinik und Poliklinik für Klnoerkrankhelten an der Kriedrich-Wilhe.ms-Unioer'ität, mit Ablauf des nächsten Winter- femesters von feinem Lehramt zurückireten »verde. tzeubner steht im 70. Lebensjahre. — Ter langjährige Leiter Der Krankfurter Theater, Zniencant Emil Claar, tritt am 1. September nach 33jähnger Wirksamkeit in den Ruhestand. — Ter Kieler Zmer- nift. Geh. Medlzinalrat Pros. Dr. meb. Heinrich Cuindc itierf am 26. August seinen 70. Geburtstag. 8 - Q ä« * 'S H E cs 'S"- 5 u 5 AN aff' ® . ZL - LS? Der Vorschlag -Oes Grasen verchtold. In den französischen Presseorganen tritt heute im Gegensatz zu den vorhergehenden Tagen eine gewisse Abneigung gegen die Vorschläge deS Grafen Berchtold zur Beruhigung des Balkans hervor. So schreibt „Echo de Paris": Man beginnt ein wenig Daran zu zweifeln, daß die Berchiold- schen Vorschläge ein praktisches Resultat haben können. Rußland mißtraut Oesterreichs Plänen, welche es für dunkel untz für wenig freundschaftlich in Bezug auf Die Balkanilawen erachtet. Was England anbetrifft, so liegt ihm vor allem daran. Die türkische Regierung nicht zu verstimmen. Wie man weiß, ist diese dem Vorschläge des Grafen Berchtold feind- l i ch, und England wird sich daher nicht sehr beeilen, üyn zu begünstigen Krankend schließlich zeigt sich zwar im Prinzip Dem österreichischen Vorschläge nicht ungünstig, wartet aber genaue Angaben ab, um sich Darüber auszusprechen Uebrigens wird es nichts tun, ohne sich vorher mit Rußland und England ins Einvernehmen gesetzt zu haben. Tas Blatt „Lc Journal" stehl in den Berchtokd- schen Plänen das Wiedererwachen der Nationalitätenfrage, in welcher sich das ganze orientalische Problem konzentriert. Wie, «ragt das Blatt, wird Graf Berchtold die Appetite bet Nationalitäten, welche er entfesselt, wieder zügeln? Tas ist die erste Krage, welche die Mächte stellen werden. Ze nach der Antwott, welche sie bekommen werden, wird es dann Zeit sein, sich eine andere, vielleicht indiskretere Krage vorzulcgen. Welchen Zweck verfolgt eigentlich Lesterreich, indem es den Grundsatz der Status- quo. Der bisher seit 34 Zähren die Rettung des Kriedens im Orient gewesen in, abändern will. ■14° l i WM., & * Kleine llnbegreifticbfeiten. Gießen, 24. August. So laut das Balkankriegsgefchrci in dieser Woche einmal gewesen ist, so still ist es l-eute wieder davon, und wir sind auch über das Schicksal des österreichischen Eintgungsvor- lchlags ganz auf leere Prophezeiungen angewieien. Auch bei dieser Balkanfrage wird Oeftcrrctck) den bcutfdjen Bundesgenossen wieder neben sich herführcn. Tenn Herr von vethntann Holltveg ist eine treue Seele und nun einmal |um Kuhrer nicht geboren. Sein schiveigen iiunnit ihm in diesem Kalle niemand übel: man gönnt der Regierung die «c-ommernilye, die sie im vorigen Zahre nach der Agadir- hatte entbehren müssen. Wenn aber über ollen Wipfeln Rui) lserrfcht, dann hört man alle kleinen (Geräusche vernehmlick-er, und wenn das Rcgierungsorgan irgend eine Verkündung entsendet, so ist sie des schärfsten Interesses sicher. Tie ,,'Jiorobeut)d)e Mgem. Ztg." hat dem kürzlich auf der Straße — wie man sagte, aus Hungersnot — gestorbenen Veteranen Trux einen ungewöhnlichen Nachruf, ohne Ehrensalven, geividinet. Er sei ein Säufer, Bettler und Landftreicl>er gewesen und habe kein Mitleid verdient. Auch habe er sich bei seinem Tode „in einem guten Ernährungszustände befunden". Es wäre interessant, zu ersahren, auf welch höheren Befehl diese amtliche ßundgebung erlassen wurde und was man sich dabei gedacht hat. Bei Dem traurigen Ende des Trux hatten etliche Zeitungen sich des Uinstaudes erinnert, daß es dem ^eicyStag mangels der nötigen Kostendeckung, auf der Herr Wermuth beharrlich bestanden hatte, nicht gelungen war, die allgemein gewünschte Kürsorge für die Veteranen durch- juführen. Man sollte meinen. Die Regicruna würde mit Freuden jeden Anlaß benutzen, um gleichfalls für diese I Ehrenpflicht des Reichs, die selbst Sozialdemokraten anerkannt haben, Stimmung zu mckcheu Ader nein, der ! Lsfiziosns glaubte sich an seinen Keoern gerupft und meinte, feine Fittiche schützend über die bestehenden Zustände aus- [ breiten zu müssen. Nkußte in diesem Kalle überhaupt \ Die amtliche Glocke läuten? Wäre es nicht besser gewesen, man Ijättc die traurige Lebenschronik des verstorbenen | Veteranen unauffällig, und nicht im Pl>arisäertone, an tute nahestehende Zeitung weitergegeben und zugleich die j Notwendigkeit iiochmals betont, daß der kleinen S. iüneS gamen Lebens, Die einzige. Die er um leinen Preis nom einmal erleben möchte; er laiui sich der heftigsten iirbitieiung ficht erwehren, wenn er an „jene tückischen, von Reid geauaUca, 'haDensrohen Zdioten denkt. Die man Lehrer nennt . BeionDc-rs sbleckst kommen Die Lehrer weg. Es war kein Bertrauensoer.^.t »iS da, man behandelte uns wie Sklaven, wie Zuchthäusler, ,o leibt es des öfteren. Ter ausgezeichnete Lehrer der Berliner technischen Loä.wule, Geheimrae A. Mi et he, der überhaupt p incni Pct»oaiiicr Ei-mnaiium nick.ts Gutes uachzuruhmcn iv^itz, trennt seinen Tirektor „ein Urbild zynnch zur geua.Mier ingercchtigkett, kriechend vor Den Söhnen einflußreicher 2hcrn ‘»Der kindisch ausgeblafen gegen andere" und seine Lehrer „sana- ifche Temokraten oder glatte Katzbuckler . -tie Klag., dag da- SE jwää SySSSlsarsss sw.................. ■PK S“3'ISiiÄ £.... L. .. iw-»«.-"- •"*». summte Stände und Gesellschaftsgruppen, untersagt tvcrden. Tas denktvürdige Aktenstück lautet nach der „Krkf. Ztg." im Auszuge wörtlich wie folgt: Lbwobl bas Stück offenbar in Der Gegenwart spielt, wirb es so bargestellt, als ob der Werksinvalibe Scknuermann, bie Witwe des bereits früher im Bergwerk verunglückten Lückel unb bie Witwe bes verunglückten Bergmanns Biggen mit ihren unmündigen Kindern einzig 'auf Die willkürlich einziehbaren Wohltaten der Werkverwaltung angewiesen und ohne Diese Der bittersten Not preisgegeben seien. Rach Der SchilDerung Des Dramas ist aber zweifellos, Daß Die Witwe Lückel als Wnioe eines beim Betriebe verunglückten Bergmannes und Die Witwe Biagen in gleicher Cigenschast mit ihren KinDern nach 8 6 DeS Unfallversicherungs. gesetzes vom 6. Zul» 1887 oDer 8 6 g Der Fassung vom 30. Juni 1900 öinterbliebenenrcitte beanspruchen können, welche für Krau Biggen und ihre KmDer zusammen 60 vom 100 des Arbeitslohnes barstellt. Abge,ehen von Dein Unfall des Ernährers, kämen Die rechtlich verfolgbaren Amprüche aus 8 171 Des Allgemeinen Berggesetzes vom 24. Zum 1865 m Frage, nach Denen auch Der Znvalibe Schniermann Kiiappichaftszinien beziehen würbe. Wenn hiernach Der herrschenbe ReckitszustanD zu Unrecht so Dargestellt wird, als ob Der Arbeiter und seine Angehörigen keine gesetzlichen Rechte hätten, sondern lediglich auf jederzeit entziehbare Wohltaten an- gewiesen seien, so muß das ausreizenb und erbitternd wirken. Ter Staat kann tnt Interesse Der öffentlichen CrDnung nicht Dulden, daß der von ihm zur Förderung des sozialen Friedens geschassene Rcchtszustand in öffentlichen Aufführungen verletzt und hiermit zu Unrecht eine Entrüstung über Die herrschenden Rechtszustände hervorgcrusen wird. Dieser gegen den Staat unb seine hochmögenden Verwalter aufreizende Standpunkt könnte ja die schönsten Konsequenzen haben, wenn er von den anderen Behörden geteilt würde, was wir aber bezweifeln. In dem Urteil vereinigen sich literarisches Banauientum unD staatsmännische Kurzsichtigkeit. Auf Grund der Anordnung^ daß auch in den Dichtungen die Gesetzestunde obligatorisch sei, mußte ein großer Teil unserer dramatischen Literatur ansgctilgt wer- den. Tenn es gibt so vielerlei Aufreizendes unD so vieles, was man dennoch duldsam zu ertragen hat. Manche Tinge richten sich selbst — und dazu gepört vermutlich die stiosenowsche „Tickftung" — denn sattische Verdrehungeti haben auch im runstlerischen Gewände kurze Beine. Die Gefahren, die den Staat bedroheti, darf man nicht überschätzen, und die Mittel des Äollserziehers bestehen dock) nicht nur in Verboten und Strafen Der „Vorwärts" hat gestern ein Kriegsgerichtsurterl glossiert, wo es sich um einen Feldwebel handelte, der seine übermäßige Ererzfer'Li'.älerei einem Rekruten gegenüber in der Verhandlung mir dein Ausspruch zu rechtfertigen suchte: „Wenn eben ein -Lvldat schlecht exerziert, muß nachgeholfen werden". Man wird dabei ein wenig an die zensierende Tätigkeit des erwähnten Lberpräsidentcn erinnert. Solche Fälle diskreditixren das Lrdnungssyftem, das wir alle fördern wollen. Wie aber — zum guten Teil infolge öffentlicher Hinweise — die Soldatenplagereien nach der vor einigen Tagen veröffentlichten Statistil immer mehr zurückgegangen sind, so, hoffen wir, werden auch Die bureaulratischen Fehlgriffe mit der Zeit weniger werden. Man soll sie nicht tendenziös übertreiben, man dar sie aber auch nicht unbeachtet geschehen lassen. Die 2lusföl)nung in Oer bayerischen Kammer. Die Betrachtungen darüber, wie nach dem Zusammenstoß des bai)erisck)en Kriegsministers mit dem Zentrumsabg. v. Franckenstcin das »veitere Zusammenarbeiten und Die „Homogenität" des Kabinetts v. Hertling sich gestalten werde, können l-eute schon eingestellt werden. Die Herren werden sich wieder vertragen, v. Franckenstein gab seinen früheren Ausführungen gestern eine andere Auslegung, und Nk. 199 Erster Blatt 162. Jahrgang Samstag, 24. August 1912 Der «letzener »«zeige, 'S" W tzM /v MM Ne,«q»vre»»r nscheini täglich, autier JUBk u| monailuhviertel- IwIlVIIwjL 4411 |V(UvV »irtschaftllche.Zeltsraacn ■ B B B B heftebatteur: ?!. iioetz. ««Iisvrech-Anschküfle: MM C <9 veranlioortlich für den für die Redaktion 112, W-*' politischen Teil: Auanst »«t Seneral-Anzeiger für Oberhessen £»££ Hotafiortstnid und Verlag der vriihl'lchrn Univ..vach. enö Steinömderti R. taugt. HeöaHion, «rptöition and Ürudtreh Schalftraht 7. bl« vormittags v Uhr. vüdingen: Zenlsprecher Nr. 269 Sefchäftrstelle vahnhofflrahe 16a. Anzeigenteil: L- Beck. Ter „Petit Parisi en" überschreibt seinen heutigen Artikel: „Tas Projekt Berchtolds erweckt Mißtrauen!" und führt folgendes aus: Rußland verbirgt sein Mißtrauen nickt. Es fragt sich, ob der österreichisch-ungarische Vorschlag wirklich uneigennützig ist und ob Serbien und Montenegro nicht Gefahr l a u s en , bei der von Oesterreich befürworteten Dezentralisation geschädigt zu werden. Aber ernsthafte Befürchtungen geben sich vor allem zur gegenwärtigen Stunde in Rom kund. Oesterreick-Ungarn möchte in erster Linie die Autonomie für die Albanesen, aber Italien fürchtet, das; das Wiener Kabinett sich in Albanien eine Art von moralischem Protektorat schassen könnte, welches Italien ebenso verletzen würde, wie es Rußland verletzen würde. Ter „Figar o" bespricht heute die Möglichkeit des Friedensschlusses zwischen Italien und der Türkei und erklärt dabei, daß Italien heute nicht mehr aus der Anerkennung der Annexion von Tripolita- nien und Benghasi seitens der Türkei bestehe, tvenigstens verlange Italien nicht mehr eine solche Anerkennung de jure, sondern würde sich mit der Anerkennung der vollzogenen Tatsache begnügen. Auch in Bezug auf eine Entschädigung scheint nach Andeutung des „Figaro" Italien der Türkei nicht mehr prinzipiellen Widerstand entgegenzusetzen, macht aber allerdings in Bezug auf die Höhe oer Entschädigung geltend, daß es durch den Krieg enorme Ausgaben gehabt habe. Auch die Frage der Inseln scheint sich, wie der „Figaro" meint, dadurch regulieren zu lassen, daß Italien von der Türkei Garantien für eine bessere Behandlung der Bevölkerung der Inseln verlangen to erde. Line außerordentliche Sitzung der japanischen Landtags. Tokio, 23. Aug. Ter Landtag trat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Ter Kaiser wohnte der Sitzung nickt bei. Ter Ministerpräsident verlas ein kaiserliches Reskript, in dem es heißt: Ich habe den Thron.meiner kaiserlichen Ahnen bestiegen. Ich gedenke den Wegen meines verewigten Vaters zu folgen, gehorsam den Vorschriften der Vorfahren. Hierauf wurde von der Kammer ein Kredit von. 1500 000 Yen für die Beerdigungsfeierlichkeiten ausgeworfen. Tie Ausgaben für die Beerdigungsfeierlichkeiten belaufen sich auf mehr als zwei Millionen, wovon ein Teil vom Kaiserhaus bezahlt wird.________________________________________ Deutsche» Reich. Tie Königin von England ist am Freitag nackmittag, von Neustrelitz kommend, aus dem Stettiner Bahnhof in Berlin angekommen. Sie begab sich zunächst nach dem Hohenzollern- Museum und besuchte dann die Englische Botschaft. Der „Reict)sanzeiger" veröffentlicht das Gesetz über dicLand- w i r t s ch a f t l i ch e ll n f a l l v e r s i ch e r u n g vom 23. Juli 1912. Der bayerische Kammerausschuß des Reichsrats nahm den L o t t e r i e v e r t r a g mit Preußen mit allen gegen eine Stimme nach dem Anträge des Berichterstatters Grafen Crailsheim an. Ausland. Ter österreichische Minister des Aeußern ist in Begleitung seiner Gemahlin und des Legationsrates Graf Hoyos einer Einladung des Königsvaares von Rumänien folgend, nach Sinaia abgereist. Graf und Gräfin Berchtold sowie Graf Hoyos wohnen als Gäste im Königsschlosse Pelesch. Das Abschiedsgesuch des norwegischen Arbeitsmini st e r s Bräune ist genehmigt worden. Sein Nachfolger ist Ingenieur Hovdenak. Der New Porter Polizeiskandal zieht weitere Kreise. Dem mit der Angelegenheit Rosenthal betrauten Staatsanwalt Whitman ging ein Paket zu, das mehrere Gifttabletten enthielt. Whitman aß nicht davon. Mehrere Beamte erhielten Drohbriefe. Der Detektiv Burns ist seit einigen Tagen an Vergiftungserscheinungen erkrankt. Deutsche Kolonien. Marmor aus Deuts ch-Südweftafrika. Mit dem Dampfer- „Winfried" ist nunmehr die erste größere Ladung Marmor aus Deutsch-Südwestafrika in Hamburg angekommen. Ein Teil wurde sofort verkauft. Es handelt sich durchweg um Blöcke von sehr großen Dimensionen bunten Steines bis zum Einzel- gmncht von 11 000 Kilo. In einigen Wochen wird eine weitere größere Sendung cingctroffcn. Au» Stadt und Land. Gießen, 24. August 1912. Landwirtschaftliche Kreisschau zu Gießen. Für die gelegentlich der diesjährigen landw. Kreisschau in Gießen am 16. September nachmittags 3 Uhr an der Bicklerscken Hardt stattfindenden Reit- und Fachrkonkur renzen stehen außer Geldpreisen in namhafter Höhe bei nahe zwanzig Ehrenpreise zur Verfügung. Tie Ehrenpreise sind von Freunden des Reit- rind Fahrsportes gestiftet worden. Obwohl der Meldeschluß erst auf den 1. September abends 7 Uhr festgesetzt worden ist, ist dock schon eine ganze Anzahl von Anmeldungen eingetroffen, rind da auch die Herren des Wetterauer und Gießener Reiter-Vereins ihre Mitwirkung bereits zugesagt haben, so ist auf eine gute Beteiligung und auf interessante sportliche Kämpfe mit Be- stimmtlieit zu rechnen. Tas Preisreiten, die Springkonkur- renz, das Vorfahren der Aroeitsgespanne, sowie das landw. Trab- und Galoppreiten finden in dem inneren Ring der Radrennbahn statt. Tort werden auch die zum Schaufahren genreldeteir Gespanne gezeigt, während das zum Schluß der Veranstaltung ausgeschriebene Jagdrennen (2000 Meter mit einem Auslauf von etwa 300 Meter) in ausgeflaggtem Oteiänbe geritten wird Wir wollen noch darauf aufmerksam machen, daß eine frühzeitige Meldung im Interesse eines jeden Bewerbers ist, da die Start • und Programmnummer fortlaufend nach bnn Eingang der Meldungen festgesetzt werben. Meldeformulare find bei Herrn August Schwan, Gießen, Scltersweg 64, zu haben, wohin auch die Meldungen zrr richten sind. ** TageSkalender Kinematograph: Täglich Vor- fieUuihi., Biograph: Täglick Vorstellung. Museum des ob erhessi scheu Geschickt svereins. Geöffnet Sonntaa vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. * Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11 — 1 Uhr. Verband reifender Kaufleute Deutschlands. Vortragsabend in Steins Garten. Direktor Hermann Pilz-Leipzig über: .Die Zukunft des deulicheu Ausfuhrhandels und bie 'jluigaben 0. W«idlg über: ,Tic Tätigkeit unserer BerkehrLlommilüonerck. Rad- N c u n b a I) n an der Hardt: 8 Fliegerrennen — Motorienuen Anlage m u s i ( am Sonntag mittag 12 Uhr in der Sud- ?lnlage (nur bei günnigeni Wetter Spielplan: 1. Hvmne und Trtumphmaisck aus der Cvev .Aida" von 6. Verdi: 2. Cuvcrlnre zur Oper „Alessandro Stradella* von F. v. Flotow; 3. .Lahntal- klänge'. Walzer von H. Metz, Gießen; 4. Einig und stark*, Marsch von L*.iebemann. . ** Ordenswesen. Der Großherzog hat dem Kurdirektor v. Frankenberg zu Had-Nauheim die Ertaub nis zur Annahme und &um Tragen des ihm vom Grvßherzog von Mecklenburg verliehenen Komturkreuzes des Großh. Mecklenburgischen Greifen-Ordens erteilt. *♦ Pfarrwesen. Ter Großherzog hat die neu errichtete evangelische PfarrsteUe zu Deckenbach, Dekanat Grünberg, dem Psarrverwalter Hermann Steiner da elbst übertragen. ♦♦ Erledigt sind die mit einem evang. Mehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Münzenberg, Kreis Friedberg, und eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gerncinde- 'chule zu Ober--L-ais, Kreis Schotten. ** Geheimerat Emmerling ß. In der chirurgischen Klinik ist der Geheimerat Ferdinand Emmerling, Ministerialrat i. P., verschieden Ter Verstorbene stand tm 81. Lebensjahre und war von einer für sein Lebensalter eltenen geistigen und körperlichen Frische. Erst in der allerletzten Zeit wurde er von einem Leiden erfaßt, dessen Beseitigung durch eine Operation versucht worden war. Bereits wieder auf dem Wege der Rekonvaleszenz verschied er infolge einer Lungen-Embolie. Geheimerat Emmerling war am 25. "Dezember 1831 als Sohn des Generalstaats- Prokurators Emmerling in Darmstadt geboren. Nach Absolvierung seiner juristischen Prüfungen trat er in den hessi- chen Staatsdienst ein, nachdem er inzwischen auch in der Landwirtschaft praktisch tätig gewesen war. Als erste Stelle wurde ihm die eines Kreisassessors in Dieburg übertragen. Einige Jahre später wurde er zum Lberdomänenrat und Drei Jahre darauf zum juristischen Mitglied und Vortragenden Rat in den Abteilungen des Ministeriums der Finanzen mit dem Charakter als Oberfinanzrat und später als Geheimer Oberfinanzrat ernannt. Im Jahre 1888 erfolgte alsdann seine Ernennung zum Ministerialrat im Mini- terium des Innern, dessen Abteilung für öffentliche Ge undheitspflege er Jahr und Tag mit großer Umsicht und Tatkraft leitete. Daneben hatte er auch das Referat für )en Großh. Staatsverlag. Seine Verdienste um den hessi- chen Staat wurden unter anderem durch die Verleihung des Komturkreuzes erster Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone belohnt, während er schon im Jahre 1895 den Charakter als Geheimerat verliehen bekam, illm 16. Oktober 1902 trat Geheimerat Emmering in den Ruhestand. Aber schon im September 1904 wurde er mit den Funktionen eines Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofes betraut, ein Amt, das er erst vor kurzem niederlegte, als diese Stelle in eine solche im Hauptamt umgewandelt wurde. " Ja g d p ach t sie in pe l. Das hessische Regierungsblatt gibt eine am 1. Juli d. IS. in Kraft getretene Steinpelsteuernovelle bekannt, wonach für die Zukunft die Pächter von Domanial- und Gemeindejagden jährlich 6 Proz. der Jahrespachtsummen als Stenipelsteuer an die Staatskasse zu entrichten haben. Für die Genehmigung der Bildung von Jagdgenosienschaften ist ein Stempel von 10 Diack zu bezahlen. "Gai,fahrt des Gaues 9a Sieg-Lahn des D. R.-B. Am 1. September d. IS. findet die dritte dies- jährige Gaufahrt statt rind zwar wird fie die Gaumitglieder nach Alsfeld führen. Dec Alsfelder Bnndeßverein hat für diesen Tag ein schönes Programm zusammengestellt. Der hiesige Radfohrerverein von 1885 (E. D.) nnd der Radklub „Germania* beteiligen sich mit einer großen Anzahl Fahrer an dieser Fahrt. ** Turnverein von 1846. Auf dem Rhönberg turnest, das am vergangenen Sonntag stattfand, erhielten folgende jüngere Turner Preise: R. Schmidt den 17. Preis mit 58 uns Franz Sauer den 29. Preis mit 48 Punkten, ferner in der Jugendgrupve Wilh. Blum den 2. Preis mit 591/2 Punkten. Aus Anlaß der diesjährigen Erfolge findet heute abeud eine Siegesfeier statt. — Durch die Erneuerung der Turnhalle muß der Verein den Turnunterricht einige Abende aussallen lassen, dafür sind einige Abendturngänge vorgesehen, die im Gießener Anzeiger bekannt gegeben werden. " Jugendwehr. Mit Rücksicht auf die Ungunst der Witterung mußte die für heilte angesehte Hebung abgesagt werden. Sie findet erst nächsten SamStag, den 31. August, statt. Die Meldungen bleiben in Kraft, falls keine gegenteilige Nachricht an den Führer kommt. ** Bahnhofserweiterung. Die Erdarbeiten zur Erweiterung des Ragierbahnhofs Klein-Linden sind beendet. Durch die Erweiterung wird der Bahnhof etwa 500 Meter nach Großen-Linden zil hinausgeschoben und erhält eine Breite von 8 Meter. Sämtlickw Erdarbeiten wurden mit Löffelbaggern ausgeführt. Tie gewonnenen Erdmassen wurden nach Fronhausen gebracht und dienten zur Ausfüllung eines sumpfigen Geländes. "Ein Riese unter Zwergen wurde gestern für Ernst Ludwig Sack im Schlachthause geschlachtet. ES war ein l1/,iäl)rigc§ Mutterschwein, das der Viehhändler Born angeliefert hatte und daS nicht weniger als 580 Pfund wog. Tabei hatte das Tier einen Rückenfpeck von 18—22 Zentimeter Stärke. Daß Durchschnittsgewicht der schwersten Schweine, welche zurzeit im Schlachthofc geschlachtet werden, beträgt nur 120—160 Pfund Schlachtgewicht. ** Ein schneidiger Beamter. In einer unserer preußischen Nachbargemeinden hielt der Krieg erverein au seinem vor Jahren angelegten Scheibenftande ein Preisschießen ab, an dem sick auch ein dazukommender Gendarni beteiligte. Ta er sich nickt mehr recht in der Hebung befand, oder weil der Ächießstand nichts taugte, errang er nur den letzten Preis. Nachdem das Schießen vorüber war, erklärte er, daß der Schi eß st and nicht sicher genug angelegt und daß zudem auch keine Gebühr entrichtet worden sei. Pünktlich ging denn auch ein Strafbefehl ein, gegen den der Verein sich beschweren wirb — So wird uns mitgeteilt Wenn sich die Angeleaenl>eit wirklich so verhält, dann ist wohl anzunehmen, datz der Beschwerde stattgegeben wird. Ob der schneidige Gendarm eine besondere Auszeichnung erhält, scheint uns sehr zweifelhaft. ** i n musikalisches Stelldichein Einen nied lieben Scherz, bei dem er selbst einer der (Gefoppten war, teilt un» ein Leser unseres Blattes mit: Vor etlichen Tagen kam mir tut lieblich duftendes Brieschen, von zarter Hand geschrieben, ins Haus aerlogen. Als ick dasselbe öffnete, las ich folgende Zeilen „Werter Herr! Schon lange versuchte ich mit Ihnen bekannt zu inctbcn, um Ihnen etwas sehr Wichtiges mitteilen zu können, dock blieb mein Versuch bisher erfolglos Deshalb wollen Sie mir bitte nicht zürnen, wenn ich Sie durch dieses Schreiben zu einem Stelldichein beordere, denn das Wichtige, was ich Ihnen mitzuteilen habe, kann ich jetzt nicht länger atm etlichen, da Sie sonst Gefahr laufen, envas zu tun, wovor ich Sie bewahren will. Bäder wurden bis zum neuen Erfolg ---- Buhbach, 24. Aug. Einen Vein-Ltnden, den 2 Gerichts Beleidigung eines Rechtsanwalts. Tage noch 6526 anwesend waren. 22. Aug. 397 356 abgegeben. D( • gut Affäre bei Rektor Bock in rt.'At Beneblungen an «erteilt ist und diese ar -,-Mümlickeres L n ftngclegenheit verbw tjÄrt'.-iWe Korrcsyondeu 2- -'nem wurde noch e «rillig nachgeprüfte uti iirtfgt wurde, daß Rek tkdngen, in sämmlose nnt» von der 40. l !altsckoft die Verfolgvn- der Sorbe übernommen hatte, von dem Schöffengericht Gießer zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt worden. Die cJtaatsanwolt schatt und der Angeklagte verfolgten Berufung. Beide tlknrfuMr wurden verworfen, nachdem die vom Angeklagten beantragte Ver nehmung eines Zeugen deshalb als unwesentlich adgelehnl morbri war, und weil bereits, besonders auch aus dem Inhalt der nntc Anklage stehenden Aeußerimgen, als erwiesen anuifcbt’u sei, do Der Angeklagte nicht die Absicht gehabt habe, feine Drohunge alsbald in die Tat umzusetzcu und den Beleidigten auch zu fmlagn Das Gericht berücksichtigte die Erregbarkeit und Erregung bc Angeklagten und sah baher von einer Erhöhung Der Strafe ob, san aber auck keinen Anlaß, sie herabzufeyen, weil Durch die schwer Beleidigung eines Anwalts, der als Paneivertreter lediglich sein' Pflicht getan hatte, das Rechtsgefüdl nicht nur der unmittelbar beteiligten, sondern sämtlicher anwesenden Personen verletzt vor den ist. Degen Jagdvergehens waren der Landwirt W. M. II. und der Schlosser H Schm. I* von H., der erste auch wegen liebettretung der Jagdwesenpotz ücrorbnung, vom hiesigen ÄböN'eugericht verurteilt nwrden. Wegei des Jagdvergehens war auf 25 Mark Geldstrafe gegen beide, vegc Dan ßtir bie Mti zahlreichen Blümer vcimgegannenen zi unseren tiesemvjui 1 ank Herrn Psatn rächen Worte am schweiter für ihre 1 ietzenerF ni’en für siint -garten beginn hat die hiesige, durch ihre Spezialfabrikale von Drillmaschinen und Schrotmühlen bekannte Firma A. I. Tröster bei der jüngsten, von der Delitschen ßanbroirt« chaftSgefellschaft veranstalteten Dauerprüfung von Hack« Maschinen errungen. TaS Ergebnis der Prüfung wurde mit sehr gut bezeichnet. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach, 23. Aug. Durch die Verlegung einer Mafchinengcwchrabtcilung noch Offenbach macht sich dct Bau einer neuen Kaserne erforderlich, die auf städtischem Gelände am Biebererbcrg errichtet werden soll. Es Han- beit sich insgesamt um eine Fläche von ->00 ) Quadrvtmctenl. Tie Straßenfluchtlange beträgt 60 bis 80 Meter. I Mainz, 23. Aug. Die neue Synagoge bet Israelitischen Hauptgemeinde wird am 3. k. MtS. eingeroeiht werden. TaS originelle Bauwerk wird eine besondere Sehenswürdigkeit von Reu-Mainz sein. — Heute fand die Sprengung der letzten Bogen des Binger ToreS statt. Gegen 4 Uhr nachmittag? wurde bei einer solchen ein schwerer Stein auf daS Glasdach der Bahnsteighalle geschleudert, das er durch- chlug. Er stürzte auf einen besetzten Personenwagen, dessen Trittbrett er zerschmetterte. Zwei Knaben, die an der Trcft-^ stelle aus dem Fenster des Wagens sahen, konnten noch reck zeitig die Köpfe zurückziehen und kamen mit dem Schreck davon. Auch die am Personenbahnhof gelegene Gepäckha des Postamtes wurde mehrfach von kleineren Steinen getroffen, die mehrere Fensterscheiben einfchlugen. Kreis Wetzlar. fc. Wetzlar, 23. Aug. Die ihrer Vollendung ent- gegengehende Dahn Grävennnesbach—Albshauseu Wf'!2 Line Dog Maurern taa. Siebung m wegen ^^ängnis.mri gebildet wird, SeniaV Biehse M gast, und Landm iannNu^MgdesK : . aud) an dem mit der ÄuAl ach. hat, namb '«ArgmneistererM Miöitd, sondern « V» abadixnten ^al 1 W des bosramnes 1 MBfil. Ws er von. Innlitkn .Anordnung Sm das Enorderüche. ■ Stneüunfl bet «e ■je nut auf lo Mari 1 v°rteilha Röh der Rab Soldaten und Makro Ter Kommandeur des Aus Koblenz meldet man: 23, 2. Rheinischen Feldartillerie-Regiments N r. Verantwortlich für „AuS Stadt und Land" i. V.: K. N e u r a l h. 25. Aug. 1912, nur für dringende Fälle sicher anzutreffen : Dr. Piech, Asterwcg 34. — Dr. Stnhl, Söd-AnUee 7. (07015 Klein-Linden, den 24. August 1912. Tas beste Burkhardsfelden iirjrpt 1 ....s ct laustndt Briiktl aller Art, dtn vir orafls und franko vtrunden. fiebr. Bell, Cräfralhl37li. Soliag --■ mrlk-Utnudliu. --- WUtbekanntes Fabnkat ersten Ringes SolidePreue In Glessen bei August Förste; Bahnhofstrasse 65. „Nagut“ ..tieflflgel-t'uttcr“ wodurch ununterbroch. viele Eier den ganzen Sommer hindurch, sogar ohne freien Auslauf erzielt werden, sowie D®/7 Reform-Hnndeknchen emvnehlt Aug. Wallenfels,Drogerie Gienen. Marktvlap 17. c tonnnanbjer^y «MM $olc 9 zsZ rch Mleüh ewen An schwülen Augusttagen, wenn der Appetit nachlätzt, ist ein natürlicher Fruchtflammeri gelocht mit Jhondamin zu den Mahlzeiten sicher stets willkommen. Nun denken Sie mal einen Augenblick nach — einfach: „Man nimmt den Saft von frischen gelochten Früchten mit Zucker durchgeseiht und düNN Äkondamin, Nichts weiter! Dies zusammen 3 Minuten dnrchge- kocht und dann abkühlen lasien, gibt eine erfrischende Zwischenspeise". 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I. in Betriebs. wird sicher ernt ve! 1 Grubenseldern f Meter nut 28 m* I. in Kraft tret» 'cubaustrecke beruan -ück vor, die die -chfahren. jpWJJ dastsolm/. wrgsolms-LvernM^ Ü'SiS* Gießener Fröbcl-Seminar staatlich konzessioniert. Ausbildung von Miubcr.uirtncrinncn für .rammen, um Leiterinnen für ilindergarten und Sorten und von lldndervstegennnen. Im Wintersemester: Etnsührung in Ec Fröbclichen ,ldccn und Beschastigungen für Mutter tzovchcntlich 3 Stunden!, sowie ein Kursus für solche Die Ec Kindercrziebung nicht als Berus, sondern zur etgeuen llii»btlt>unn erlernen wollen «wöchentlich H stunden». Beginn sämtlicher Slurfe Anfang Cttober. Iker Kindergarten beginnt am 4. -evtember. Neu ein- Itrctenbc Kinder werden iederzett angenommen. Bon Lttober Itn ioll außer dem Sennnarkindergarten noch em Kmber Irrten eingerichtet werben, in dem Mmbcr auch für die Jiacö- Itiutagsftunden Aufnahme finden können. "140 BnmeIbnnocn (Harteiftr. 30 v ®'^mbe verlier. ■ innige Partei t*\ gung aller Lideu- gebetzt worden ÄcBor Bock Ul em Ehrenmann" Dieser Sihcrtuf befandet sich bei den Akten der Staatsanwaltschaft. Ti. Die gesäten HeringSeier Anekdoten von Alphonse Starr find augenblicklich billig und eine ganze Reibe geben von idm um Eine wcntg bekannte, die er selbst au» guten Okünbai wohl niemals ertäblt haben mag, wird im ..eSaulots" berichtet. Alphonse starr wollte sich eine» Lage» einen Scher» mit mnem Gärtner erlauben. Er übergab ihm einen Hausen kleiner Hörner mit der Venung, sie im (Marten zu säen und bann ihm von der weiteren (Jnrroidhmg Bericht zu erstatten. Der gute Gärtner nahm die Stömtben. bejah sie sich, schüttelte den stopi und ging »ur Dür hinaus Draußen besah er sic stch nodi^ einmal, und einem kundigen Auge entging es nicht, daß die S-aatkörner — letrodnete Heringseier waren. Ader, er tat, wie ihm geheißen Einige Monate später berichtet er seinem Herrn, daß die Saat außerordentlich gut angegangen sei Dieser sieht tim zuerst er- taunt an, bann aber lächelt er pfiffig und geht mit idm zum Garten, um sich persönlich zu überzeugen. Dort aber bietet iirfi ihm ein seltsamer Anblick: Aus den Samenkörnern sind Heine 'J'cuniib-n entstanden, an denen saure Heringe baumeln. Alphonse «/, # in jeder Mit biper» Schriftart u.KtU>*. UlSUrtarl€Tl sorte. sowie mit Zirkeln aller studentische» Vereinigungen liefert zu mässigen Preisen du Bruhl’sche Unwersitäts-Druckerei, Schulstr. 7. omittag, Den 25. u. Montag, den 26. August: Mietet Großen-Buseck ES labet ergebenft ein 06959 Wilhelm Wagner, „Zur Germanin". yj)JLG.M.]tL280848 ■ - ganze Länge 45 cm a-Ertr. L>ual. Stahl. Unübertroffen zur Freistellung v. Shdturen Entfernung v. •VorftttHfrämern, zu Läuterungen, Aubvutzcn vÄaadstiegen.Stck.Mk.r.70. F.rnet Sleinhaoe, Werdobl i. W. IO/. BrauerSchule Worms Rh f Gegr' 1872 vtn D'Schteiderj Beginn d.WinUr-8emeaten am i •>. Oktober 1811 PrtgAt CDtrkh Btwr Atedein/e Abfallholz v.Ztr.l.20Mk.,sreieAnfuhr. HolzbearbeilungS - J-abrik E. H. Muller. $ Kuliurfichel mit Beil k StetS frisch ge lY flF 0 01 f,rrÄTHe s£,r05$ 1.50,1.60,1.70,1.80,2.- Melange, Psd. Mk. 1.40 cm tob, Pst>. Mk. 1.30, 1.40, 1.50, 1.60 tz-cht Malzkaffec, ciac”c ?5 W stsi. SlotRtantt, Ä -ttlizs Amhftt, Ä. Fakob Malernuz, Kafstt-Rößtrei ?cl. 337. - Mitglied der Rabatt Svarveretntgung. . . Übertretung auf 60 Mark Geldstrafe mtb 4 Mark Stempel l Huna gegen M erkannt worden Die Berufung der Ängehatncn, . - che fretg-fprochen sein wollen, wurde verworfen, da die tat- ; etlichen .'eftitelfungen und die 5trafau»mnfnng de» schSffen- , tiÄcluixii Urteils nicht au beanstanden sind Wegen Viehseuchenvergehens fcitt£ sstb der Schweinehändler in st zu verantworten Er hat jri in Calbach gekaufte Schwemc von dort verbracht, ohne ' t das von dem streisamt Tübingen in der Bekanntmachung vom W Mat 1912 vorgefchrtebenen Uriprunq»Aeuqni» zu verschaffen ift null geglaubt haben, daß er für die beiden Schweine, die er litt zmn Weiterverkauf, sondern zum SesbstaufAiehen gekaun t\«, eines solchen Zeugnisses nicht bedürfe. Da für diesen Fall . Bekanntmachung des -treisamt- keine Ausnahme Donxcbt, pir er yt bestrafen Strafe: 25 Mark. Eine Dogelslinte und Geld ^tzze sich der Schuhmacher fi*. N. II. in Sch in solqeuder Weife verschaffen. Er fälschte einen vorgedruckten und von idm (giggefülltni Bestellschein einer Breslauer Firma auf den Namen rr» mit ihm im selben Haus wohnenden gewissen I. H. A., i n er noch dazu unzutreffenderweise als Maurermetster bezeichnete: V» Firma sandte die bestellte Flinte mit Munition im Werte von V, Mark an den „Maurermeister I. H. A." ab. Als die Sendung kt Ä- ankam, nahm der Angeklagte sie in Empfang. Als die! £ima iadlung forderte, kam die Sache heraus Wegen der Ur« ndenfalschung in Verbindung mit Betrug erhält der Angeklagte U Wochen Gefängnis, und, da er die Flinte inzwischen, obwohl nÄ bic Firma das Eigentum Vorbehalten hatte, für 15 Mark lliterverkauft hat, wegen der hierin liegenden Unterfchlagung h i Tage Gefängnis, woraus eine Gesamtstrafe von 7 Wochen lSefängnis gebildet wird. Ebenfalls wegen Biehseuchenvergehens fist der Gast- und Landwirt Z. Sch. I. in D. an geklagt Nach f't Bekanntmachung des Kreisamts Friedberg vom 21. Mai 1912 tft u. a. auch an dem Haupteinaang eines verseuchten Gehöftes ' nie Tafel mit der Aufschrift „Maul- und Klauenseuche" anzu« bringen. Sch. bat, nachdem ihm auf seine Seuchenanzeige bin auf der Bürgermeisterei nur eine solche Tafel ausgehändigt worden j rar, auch nur diese Tafel angebracht, aber nicht am Haupteingang inne» Gehöftes, sondern an dem Zugang zu dem aus Vlnlab der ' ^.-uche abgeiperrten Teil feines Gehöftes. Auch hat er die Des« ufektisn des Hof raumes und der Straße nicht ausreichend vor- Kimen. Aks er von dem Gendarm anqchaltcn wurde, der mtlichen Einordnung richtig nachzukommen, veranlaßte er olibalb das Erforderliche Ta er auch vorher schon bemüht war, Mt Verbreitung der Seuche von seinem Gehöft aus zu verhindern, putbc nur auf 15 Mark (Mbftrafc erkannt. -- vermischte». • Zur Affäre deS Rektor Bock. Die Affäre des ehe- ‘ raligen Rektor Bock in Berlin, der bekanntlich wegen an» z-bucher Verfehlungen an Schülerinnen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt ist und diese auch verbüßt hat, gewinnt ein immer eigentümlicheres AuSseh en. In der Voruntersuchung kr 9lngclcgenbeit verbreitete eine dem Kgl. Polizei-Präfidium «abcstehende Korrespondenz folgende Nachricht über den Fall Bock: (frft gestern wurde noch ein junge» Mädchen ermittelt, durch dessen itfältig nachgeprüfte und über jeden Zweifel erhabene Aussage ..„gelegt nnirbc, daß Rektor Bock sich an ihr, der damals Vier- ßajährigen, in schamloser Weise vergangen bat Es war gelegen!« eines von der 40 Gemeindeschule in einem Restaurant m der Hasenheide gefeierten Schulfestes, als das schon damals lörperlich ziemlich stark entwickelte Stäbchen das Unglück hatte, af dem ziemlich engen Gange zur Toilette dem Rektor hu begegnen, ba sich dann an dem Mädchen verging " Tie Zeugin, die eine solche ßkschuldigung erhoben hatte, war die unverehelichte H. Von er Zeugin liegt setzt folgender eidesstattlicher Widerruf vor: ermit nehme ich die gegen Herrn Rektor Bock erhobenen Be jbiqiingtm als unwahr zurück Ich bin von der Polizei ain- s ch e r und R o v m a n n wieder zu Stadträten Tie Regierung dürfte die Stetten nunmehr kommissarisch besetzen Bremen, 24. Aug. Das 26 lährrge Dienstmädchen D re feier gab auf innen Bräutigam, der die Verbindung lösen wollte, einen Revolver schuß ab, der fehl ging. Während bvr Mann iuh auf das Dach des Hauses fluchtete, tötete iub da» Mädchen durch einen Schuß in die «chlaie. Reisvreßfntter Hoffmanns Reisfchlcmoei, bilL Re-und ouelle i.Handtcr, beSaLlfiat- futt.«ra u.Erbien Mehlmelf. Ä. Emmrich, Paderborn. Mit btt Kaffeemühle als Schotzmarre. Wie oas Gewürm rur Suppe, so gehört Aedjt $ranck zunuKaffee! 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Besuche der Veranstaltung höflichst ein. Gießen, Wiesbaden, den 24. August 1912. ein hochkünstlerisch und vornehm gehaltenes Theaterstück, welches in den Kreisen der Aristokratie spielt Vormittags 8 Uhr: Oeffnung der Ausstellung. Vormittags 9 Uhr: Richten der Sammlungen in der Rotviehausstellung. Vormittags 11 Uhr: Frühschoppenkonzert in der Festhalle. Nachmittags */Ä2 Uhr: Oeffentliche Versammlung mit Berichterstattung über die Ausstellung. Nachmittags 2-5 Uhr: Konzert auf dem Festplatze. Nachmittags l/24 Uhr: Vorführung des prämiierten Viehes. Nachmittags von 5 Uhr ab: Geselliges Zusammensein, Tanzbelustigung, Konzert in der Festhalle. Montag, den 16. September: Vormittags 8 Uhr: Oeffnung der Ausstellung. Vormittags 10 Uhr: Auszahlung der zuerkannten Preise und Frühschoppenkonzert. Nachmittags 3 Uhr: preisreiten, Schaufahren, landwirtschaftlicher Nennen mit Konzert auf dem Zestplatze. Nachmittags 6 Uhr: Schluß der Ausstellung. Anmerkung: Die Ausstellungsräume und Ställe sind abends von 7Uhr ab geschlossen. Eintrittspreise: Tageskarte für Freitag 30 Pfg., Samstag 50 Pfg., Sonntag 50 Pfg., Montag 40 Pfg. Abendkarte von 5 Uhr nachmittags 30 Pfg. Dauerkarten an der Nasse 1,20 Mark, im Vorverkauf 1,00 Mark. Tribünenkarten für die Vorführungen 50 Pfg., für das Rennen l,00MK. Kinder unter 14 Jahren in Begleitung ihrer Angehörigen sind frei. Vorverkaufsstellen für Dauer- und Lribünenkarten find: Germania- Drogerie Seibel, Frankfurter Str.; L. Kalkhof Nachf., West-Anlage,- Jakob Häuser, Kaufmann, Ludwigstr. 36; R. Buchacker, Zigarrenhandl-, Neuen Bäue; Iohs. Köhler, Schulstr 1; Moritz Semmler, Kaufmann, Walltorstr.: Gebr. Michel, Walltorstr.,- Ehr. Bieker, Kaufmann, Neustadt,- Heinr. Noll, Papierhandl-, Mäusburg; Wilh. Semmler, Zigarrenhand- lung, Seltersweg 25; Julius Hoos, Papierhandlung, Bahnhofstr.; Buchhandlung Ernst Balser, Mäusburg; Friseur Runkel, Seltersweg 62. Wir laden alle Landwirte und Freunde der Landwirtschaft zum Carl Stückratl) - Möbelfabrik Heubau Rftenrec 47 RMki an der Hardt Vereine Klein-Linden Gasthaus zur Deutschen Eiche Sonntag, den 25. und Montag, den 26. August Kirchweihfest Sonntag, den 25. und Montag, den 26. August Kircliweihleslinllleöiloridila. Gasthaus „Zur Linde“ Sonntag, den 25. it. Montag, den 26. August U Kirchweih-Fest roo.iu ergcbenst einladet ***** Mil heim Geller. Unsere W- ... Ammersahrp SB« « intCte"' gckt- • 5SS®,? S'iSäT« -tffflOO K-lo -Syn fonne die 'Lw.-Adrenam Um d-r tü* Talen beträgt, tft fcbi Mt Mil der em 16 Minuten 'von-A ?, nunmehr den btshcr ^jmidxn Zug v 39 au E nn Neines überhol! v? Nometerslundeil ve ~ ^nannten baticniatfi MrgcirfHvinbiflfctl »^Äigknlrrekord mtn tr; rnnegehabt. Die 11 nrbibrene Streife der »! Kilometer lange Stt Üreat Bestem R , nur aus Wett! Kriegen™ Gießen. MmtsMWINlW Montan, den 26. I. MtS., abendo !»Uhr, im Vercirw lokal (Zum Löwen). Jnnc? ürbnung: 1) Berichtüberd.IubiläumS- scier des Jns.-Regt. Nr. 116 und Entgegennahme von Anmeldungen. 2) Sedanseier und PreiS- schienen. 3) Bersklnedenes. vM/»Ter Vorstand. Sämtliche Mitwirkendcn sind Mitglieder dcS Königl. Theaters Kopenhagen. Wie immer, so bringen wir auch heute, Samstag, und morgen, Sonntag, nur 2 Tage, das Neueste und Jnteresianteste: Das große Grubenunglück in Bochum Seine Majestät Kaiser Wilhelm II., Prinz Heinrich und deren Gefolge auf dem Unglücksplatz. Ferner nur 2 Tage: pas grosse Sängerfest in Nürnberg «* fit Mi K y* “ ie Jt» ftH‘B Aus allen größeren Städten kommen die SiegeS-Nachrichten, das Bild der großen, 2-aktigen Tragödie Morgen Sonntag, den 25. August 1912, nachm. 4Uhr starten Weltmeisler Otto Meyer Weltmeister Christi, flöhe Me“hrer Jul. WlMf Kradolfer, Zürich Jos. Belle, Köln Brückmann, Frankfurt-M. Simmermacher, Darmstadt Würtz, Mainz Barth, Kosthelm Ernst, Wien Köllner, Frankfurt a. M. Schweinsberg, „ Mesch, Obermann, Zürich Hartmann, Giessen Schönhals, „ Rödding, Frankfurt a. M. Ester, Kirchhain Fröhlich, Würzburg Boller, Giessen Patzer. Frankfurt a. M. Garbe, „ Sehrt, Giessen etc. etc. 070« ***6rw, i ^"tags BtttoiiilMerte Jahresversammlung Tonntag, den 25. ^lngust, nachmittags 23/4 ttfjr, in der Kirche zu Langsdorf. Redner: Missionsinspcktor Tipper aus Basel, MissionarPömcl, Missionar Gscll und decVorsttzende. Alle Missionsfreunde lädt herzlich ein DW, Ter Vorstand: D. Schlosser. Liederkranz Heute abend: (vN/e Auftttstiner. Bauer scher (Gesangverein. Ter für Sonntag, den 85. d. MtS. bciiinunte Au<< stua nart) der Weltersburg in wegen der ungünüigen Witterung bis auf weiterem verlegt. v*/e Dicn*tasr. den 27. Aug. ^ttsannnenkunst bei MugliedEulcr, Hovland gaste. Der Vorstand. Landwirtschaftliche Kreisschau zu Gießen in Verbindung mit der Rotvieh-Ausstellung des Verbandes mitteldeutscher Rotviehzüchter vom 13.-16. September 1912 Programm. Freitag, den 13. September: Don vorm. 10 Uhr ab: Prämiierung in den Abteilungen: Geflügel, Erzeugnisse des Pflanzen- und Obstbaues, landwirtschaftliche Maschinen, Geräte und Hilfsstoffe, milchwirtschaftliche Erzeugnisse und des Vogelsberger Rindviehes. Abends 8 Uhr: Begrüßungsabend in der Festhalle mit Konzert. Samstag, den 14. September: Vormittags 8 Uhr: Oeffnung der Ausstellung, Beginn der Prämiierung in der Rotoiehausstellung. Vormittags 9 Uhr: Beginn der Prämiierung für die Kreisschau in den Gruppen: Pferde, Simmentaler Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe. Mittags 12 Uhr: Eröffnung der Ausstellung mit anschließendem Rundgang. “li: Anzahl bet i (jtidjen Strecken * Int dem Vorjahre in ilftit sind fünf Sw rrftn der vorjährigen iutbei u. a. um folge rg ii. oben), Bcrl i und 78,2 Kilomett l «tilometcr Entsermi meidcmühl—Berlin n der Stunde. Ter b Ijag l) 7/8) Berlin- gt von Schneidemü !er ■ Stunden bis Be zeit 169 Minuten, ionnt Astrin—Neus irdttlKbtüden, solo k di? iZahrgrschk ir tn am V» uilometer- <1 " der ctabtitredc 15 LiiMeter-Stnn ferner gehört hin ibrotnemünbe-iö itf' im Juli und Aug lr ■ r lange Strecke i 1 !"? Berlin- »tiometer lange 'n der Stunde. Ter Zu r l ditlom. in dei Kilometer a •»ntutni weniger. Sc •1:1 le. h.OOi mit 88 Iw« Enlsenmng). . Unzweifelhaft ael Ik^mldeutschc -taa «ttzugliche Leistunget und gegenüber ivohl MlchsahreneSwecken ijJ JnemL Jahrzehnt bie bayerische (= ira/b. ?rbl.e Äahrhun Mub fünf 5flI öcr fur einen JWnen Strecke Mi । ^,obct andere 7 höhere Fahrtlei r ,rn,* Reche an i ^lttanssetznn. P-rbü Wta, und es j. der Umgc leihen M genüge •••••••• • HMWM Kinematograpli Hahnhofetr. 54 06973 Rahnhofetr. 5. Eine Sensation I. Ranges! Oer Kanzlei genannt DerschwarzePanther Einzig dastehendes Kino-Drama in 3 Akten. Gronartiq im Spiel und glänzend in der Szenert . Spieldauer 1 Stunde. **^G Polidor (früher Tontolini) will Selbstmord begehen Humoristisch. Kinos Revue bringt dag Neueste im Bilde. Die Manie der Desinfektion Humoristisch. Heute noch: ».Plttz ZllPs., 3. PI-^SP. Detektiv Kann Saarbrücken l,9ieiimarktl0, arbeitet überall in allen (ttcbcimsacbcn. Ermitteln., Ebeaffäreu. Alitnentatjoit itilu. HciratS- u. Privat Auokünstc. Ausland,?- j j Verbindungen. Zuverlaiiia |l und diskret. 15441