überall erhlHfioh. Auergesellschaft Berün 0.17 , 162. Jahrgang Zweites Blatt Ur. 17 Eckcheinl lL-Nch mti Ausnahni, bei Sonntag». er bei allen fttofr cter Eirt- mMst '"“ä denken: 1. Nur ein Stärke müssen cnds an der ments sich am öufterftcn westlichen Ende der Oase sammelten, um bort den Angriff abzuwarten. Gegen diese Stellung rückte der Feind wiederholt bom Westen und Süden vor rückge wiesen, so daß um 1 -1 Uhr nachmittags die Araber und Türken in vollem Rückzüge gegen Fonduk-cl-Teger begriffen waren, immer verfolgt von dem Feuer der italieni- icteit Geschütze, das ihnen sichtlich bedeutende Verluste zu- Samstag, 20. Januar 1912 Rotanonit'rud imb Snlap bn vr üblich« Unroetluat® - B ich- unb Stembrudetti» R Lange, Ließen. Deutsches Ucicb. Der Kaiser hat dem Deutschen Museum in München zwei Stipendien bewilligt, aus deren Zinserträgen alljährlich zwei zu Hochschulen übergehenden Studierenden der Besuch der Sammlung des Tcnischen Museums ermöglicht wird. Die Stipendien sollen den Zögling n des Friebricl)-Gymnasiums zu Kassel und d.'s §a ser-Wilhelm-Realgrrnnasiums in B rlin zu- guie kommen. Auch der Reichskanzler und br Staats- ckrctär des Innern haben dem Deutschen Museum Stipendien zur Verfügung gestellt, um ihrerseits dazu beizutragen, daß die werwollen .Sammlungen dies'r vaterländischen Anstalt auch unbemittelten Studierenden in steigendem Maße zugänglich gemacht werden. Die Einberufung des Reichstags wird, wie wir aus Regierungskreisen h )ren, am Dienstag den 6. Februar erfolgen. Ter neue Reichsvoranschlag wird dem Reichstage an diesem Tage gugehen. Tic „Neue freie Presse" meldet, daß Erzherzog Franz Ferdinand bei der Taufe des jüngsten Sohnes des deutschen Kronprinzen Pathe stehen wird. Der Erz- hcrmg werde wahrsche nlich am ,27. Januar in Berlin eintreßen und am 29. wieder von dort abreisen. per in München Iler Rebafften fcpebtHon unb Truderett ftratzk 7. »rpeötnon unb Verlag 6L Rebaftwrce^Älia. ret.-Adr^AnzergerLietze» Stan-esamtKnncbrichten. (Nachträglich eingegangen.) Schotten. Aufgebote: Januar 13. Karl Theodor Gottfried Weil, Postgebilse in Gernsheim, mit Sophie Wedel in Heidesheim. — 16. Karl Fritz, Maurergehilfe, mit Ottilie Körber, beide in Schotten Geborene: Ianuai 9. Dem Zimmermeister Wilhelm Neumann eine Tochter, Toni. — Dem Weißbindcrgesellen Karl Weber ein Sohn, Karl. ,u jeder Tagcszeil ,51111t, Im* gegen das Meer ein zu schließen. ihm italienische Artillerie Stellung auf einer Die „♦Iraner ^enUllenblätter* werden bem „ttnieifler* otermal wöchentlich deig-legt. bal „Kreisblati für ben Kreis Hietzeu'' zweimal wöchentlich. Tie „LandwirtichaNlichen dett» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Lüde louy bend ^uenAnii Nm starkes Reich hat Hoffnung auf Frieden. Diese wir erhalten. Man sägt nicht den Ast ab, auf Gießener Anzeiger Eencral-Anzeigcr für Gberhesjen ” übemoBniKi S; s«hnmait ‘fit2ner, Weii " Me;v, dem man sitzt. . 2. Das gegnerische Ausland hofft bei einem Kriege gegen Deutschland aus die Unterstützung durch die Sozialdemokratie vermittels Generalstreik oder dergleichen. Die sicherste Friedcns- bürgschaft ist daher eine schwache Sozialdemokratie sowie eilt starkes, schlagfertiges Heer und eine starke Flotte. 3. Wer den Schaden verursacht, muß ihn zahlen? Im Fall eines unglücklichen Krieges müßten daher alle diejenigen für die Kriegskosten, die Kontributionen und die erhöhten Steuern aufkommen, welche durch Unterstützung der Staatsseinde oder durch Verweigerung der notwendigen Mittel sowie auf sonstige Werse das Reich bewußt geschwächt oder schwach erhalten haben. Jedenfalls hätten sie die volle moralische Verantwortung zu tragen. Zu diesen würden die Sozialdemokraten und die Förderer der Sozialdemokratie gehören. Wenn man es nicht gedruckt vor sich sähe, würde man es nicht glauben, daß nach den Erfahrungen, des letzten Sommers, in dem das friedliebende Deutschland überfallen werden sollte, der sozialdemokratische Wahlaufruf schließt: „Er (der sozialdemokratische Kandidat) ist gegen den Rüstungs- Wahnsinn und tritt dafür ein, daß das Geld für innere Kolonisation und bessere Schulen verwendet würde. Das ist auch die beste Vaterlandsverteidigung". Nein, das ist ein Schwacherhalten Deutschlands! Um dem Einwand zu begegnen, wir seien für Instandhaltung unserer Rüstung nicht wohlhabend genug, bemerke ich noch, daß 1906 bei gleichem Volksverinögen (5000 bis 6000 Mark pro Kvpf) Deutschland nur 16 Mark, Frankreich 20 Mark aui'den Kopf der Bevölkerung für Wehrzwecke auswendete. England gab 29 Mark pro Kopf aus. Dabei wächst unser Volksvermögen zweifellos schneller als das französische (im Jahr 4 bis 5 Milliarden Mark). Klingelhöffer, Generalleutnant z. D, Die Umwälzung in China. China wird tatsächlich eine Reptchlick werden. Die „Times" iMldet aus P eking vom 18. Januar: _ Gestern fand int Palast eine Konferenz von 8 Mongolenfürsten der engeren Mongolei und den Prinzen der kaiserlichenFamilie statt, um das Verfahrender Ab- Staatssekretär v. Kiderlcn-Wächter wird am h'utigen Samstag vom König von Italien empfangen und zur Hos- lafcl gezogen werden. Am Sonntag gibt br Minister des Aeußern San Giuliano zu Ehren Herrn v. Kiderlens ein Frühstück. Aus Petersburg wird gemeldet: Der Kaiser und die Kaiserin-Witwe wohitten am Freitag der Wasserweihe bei. iiilii W Hermann $-** öW in 4 »e»W ’g&‘ pMr iiwWSS HW k von knmnii.^ Ä» oankungzu erörtern. Mit einer einzigen Ausnahme waren alle Anwesenden mit d m vorgelegten Programm einverstanden, liebet dieses Programm ist zwifchen den Parteien ein Einverständnis erzielt worden. Es sollen zwei Edikte erlaßen werden: In dem ersten Edikt oll Juanschikai Vollmacht erhalten, eine republikanische Regierung zu errichteir. Juanschikai wird an- nehmen. Die Konserenz der Delegierten aus 17 Provinzen, die jetzt in Nanking versammelt ist, wird ihn zum Präsidenten wählen, während Tr. S u n j a t s e n z u r ü a t r i 11. Juansck'.kai wird die Präsidentschaft annehmen, und ban,'5 wird der Thron in einem zweiten Edikt abdan id) der Abdankung wird S u n j a t s e n nack) Peking gel>en, um mit juanschikai über die Bildung einer neuen Regierung zu beraten, xic republikani- cken Führer sind bereit, dem Kaiser nacki seiner Abdankung den Titel eines Mandschu Kaisers, aber nickst den Titel des Kaisers von China zu lassen. Juanschikai hat an dieser Konferenz nicht teilgenommen und wird auch bei der morgen itatlfindenden Kon- erenz nicht anwesend sein. Juanschikai beantragt, dem Hoi Pen- I i o n e n in einer Gesamtsumme von 5 Millionen Tacls jährlich zu gewähren. Besondere Ehren sollen der Kaiserin-Witwe bezeugt werden, weil sie die Witwe Kwanghsues ist, des ersten Re- ormers unter den chinesischen Kaisern. Peking, 19. Jan Heute morgen wurde im Palast eine längere Beratung über die Abdankung des Thrones abgchalten. Sie mußte jedoch vertagt werden, ohne ein Ergebnis gezeitigt zu haben. Die führenden Prinzen sprachen sich für be- dingungslose Abdankung aus, drei jüngere Prinzen und der ehemalige Tartarcngeneral Tilliang von Nanking erfinrten sich nickst einverstanden, daß sich der Hof nach Jokol zurückziehen sollte. Es ist sehr schwer, hie Einzelheiten der Abdankung zu beitimmen. Schulsttaße. Privat- z-ÜDterrichl ; zu jeder Tageszeit ichniidtJanzW Seeiielngasle 31. 0 Inzwischen wurden gegen das kleine F 0 r t 8 zwei weitere Reservebataillone entsandt, ein vom 11. Bersaglieri. ba5 andere vom 82. Infanterie-Regiment. Die Leitung der Eperation übernahm General Fara. Der Feind verzichtete auf jedes weitere Vorgehen und zog sick Schritt für Schritt zurück. Gegen 5 Uhr schossen nur nock wenige Araber aus großer Entfernung lvirkungslos, wäh renb das Gros immer mehr infolge der ernsten Verluste in völliger Unordnung zurückwich. Auf italienischer Seite sind die Verluste leicht. Gegen abend hörte das Gc- rDebrfeuer auf, und die Pionierkompagnie konnte sich den Besestigungswerken mit der nötigen Ruhe widmen. Der ^orpskvmmandant befahl dem General Fara, die Truppen welche an dem Kampf teil genommen hatten, in ihre Quar räere zurückkehren zu lassen. Rom, 18. Jan. Wie die „Agenzia Stefani" meldet, ift der französische Dampfer „M a n u b a", der von dem .Lalienischen Kreuzer ^,Agordas" angehalten und nach Cagliari ickrachi worden war, nach Auslieferung der an ^Bord befind- lrchen türkischen Offiziere und Soldaten wieder in Frecheit gesetzt morden. Tripolis, 19. Jan. (Agenzia Stefani.) Ta das EberTommanbo dieErrichtungzweierSchanzen an- grarfmet hat, deren jede geräumig genug ist, um zwei Kompagnien zum Schutze der Steinbrüche von Gargaresch auf» zu ne hm en, woher die für die Hafenarbeiten in Tripolis nötigen Steine genommen werden sollen, ging gestern früh 7 Uhr eine Truppenabteilung Donl dem kleinen Fort B ab, um mit beu Arbeiten zu beginnen. Die Abteilung war von tberst Amari des 2. Infanterieregiments befehligt und scpte sich aus drei Bataillonen des genannten Regiments und einem Bataillon der 1. Grenadiere, einer Batterie Ge- birgsgeschütze, einer Gruppe Artillerie Nr. 75, einer Kompagnie Pioniere und anderer technischer Truppen sowie aus puei Schwadronen Kavallerie zusammen, die der Kolonne zur Erkundung voranmarschierten. Die Kavallerie, die gegen 9 Uhr an der Grenze der Oase bei Gargaresch an tarn, wurde oen in der Oase verborgenen arabischen und türkischen Trupps mit Feuer empfangen. So- I fort säuberte die Kavallerie das Vorgelände, ein Grena- dierbataillon rückte vor und bezog einen Kilometer westlich i der Cafe Stellung mit Kavallerie, die sich zu seiner Linken lisommelte und einem Bataillon des 52 Regiments als . Unterstützung. Die anderen Truppen bildeten die Reserve w bei dem Turm von Gargaresch. Nachdem die zum Schutz * der Arbeiten bestimmten Truppen verteilt waren, ging eine Pionierkompagnie an das Ab st ecken der Richtungstinte der v beiden Scksttnzen. Inzwischen kehrte der Feind, der sich berechnet, daß die Kosten, die er verursacht, wöchentlich übet 7 Millionen Mark betragen würden. Die Genossenschaft der Kohlcnarbeitcr umfaßt zurzeit wohl nickt viel wmtger alo etne Million Mitglieder, und der von ihr angehäutte Kriegs,tt>atz belief sich bereits vor einigen Jahren auf etwa 38 lUtllionat Mark Das eigcnckickst Hauvtquarncr der kriegslustigen Gewerk- sckafl ist Süd-Wales, das „schwarze Land', wo ste über lölHW Mitglieder zählt Das andere Hauptquartier der Kohlen.eutc bildet der Bezirk von Durham. Auf Grund der hier angegebenen Zahlen nimmt man an, daß ein Ällgcmcinausttand der eng- lisckstn Kohlenarbeiter sich etwa vier bts sechs Wockfen wurde d u r chffi h r en lasse m_________ GcrichtssaaU Leipzig, 19. Jan. Vor dem vereinigten zweiten unh dritten Strafsenat des R c i ch s g e r ich t S ist heute der Svionageprozeß gegen den Kaufmann H o l st^ck>w. nn begonnen worden, der des versucksten Verrats militärischer Geheim- nisse beschuldigt wird. , Es, sind neun Zeugen geladen. Die Oesfcnllichkeit ist ausgeschlossen. Freude werden die jevt in hiesigen Kolonialwarengeschäften stattfindenden Gratis-Ausschänke von echtem Kathreiners M a l z k a s f e e jeder sorgenden Hausfrau bereiten. Ist ihr dock dort Gelegenheit geboten, ein wohlschmeckendes, gesundes uni billiges Familienaetränk kennen w lernen, gewiß Veranlassung genug, den Besuch der unverbindlichen, durch Plakate kenntlichen Veranstaltungen nicht zu versäumen. hv2% Ittlllll# ruate oer yetno luteocrnon uum xoiiihi unu c-uuui wi flßolfU9- 1°1WI Alle Angriffe wurden durch das italienische Jnfanterie- -—| feuer und namentlich durch das Feuer der Artillerie u - *eppel täalidj frild) brirfer Stiebt. Sol Nljuödurg 12 —---- vom türlisch-italienischen Uriegzschcuplatz. Ein Bomdard'ment von Zuara. Rom, 19. Jan. Tie Agenzia Stefani meldet aus Tripolis: Um die Einwohner und die Besatzung Zull ras, die die kleinen italienischen Schiffe auf einer Kreuz- ahrt in der Nacht vorn! 16. zum 17. Januar mit Gewehr- *uer empfingen, zu bestrafen, fuhren gestern die ita- lenischen Krregsschiffe „Carlo Alberto", „Jride Fulmine" und „Cigtw Canope" von Tripolis ab, um Zuara euer-» «isch zu bombardieren Tas Feuer nnirbe gegen acht phr morgens aus einer Entfernung von 150 Meter gegen ^ruppeit von Arabern und Türken-eröffnet und hatte einen guten Erfolg. Das Land selbst wurde ebenfalls mit ausgezeichnetem Erfolg beschossen. Dttrch das Bombardement wurde die Kaserne und die Residenz des Kaima« ton zerstört. Gruppen von Arabern zu Fuß undzuPferde, sowie reiterlose Pferde stürmten in sinnlosem Schrecken nach allen Seiten und fielen unter den italienischen Granaten . Das F-euer, das kurze Zeil mittags unterbrochen wurde, wurde gegen ein Uhr nachdrücklich wieder aufgenommen und gegen die Schanz- g c ä b e u gerichtet, die aus einer Entfernung von annähernd pebenhundert Metern von dem Artillerie- und Gewehrfeuer der kleinen italienischen Sckfifse getroffen wurden. Auf italienischer Seite sind keine Verluste zu verzeichnen. Ein Angriff der Türken und Araber bei Tripolis. I1/, Uhr ‘halten Arbeiterbewegung. Eine gropf Aussperrung ui Böhmen. Prag, 19. Jan. Neber 20 der größten Maschinen- ' fabrikcn Böhmens haben beschlossen, sämtliche Arbeiter auszu sperren, weil sie die neue Arbeitsordnung I nicht anerkannt haben. Von der Atissperrung, die am Dienstag in 1 Kraft tritt, werden über 10 000 Arbeiter betroffen. Was Cer ©eneralausftanö öer Hafenarbeiter für England be euten würd'. Die Entscheidung, ob die Kohlenarbeiter Englands in den Generalausstand eintreten, ist für das ganze Leben in Großbritannien von unabsehbarer Tragweite. Wenn je das Wort eine Richtigkeit gehabt hat, daß „Zahlen beweisen", so trifft cs in diesem Falle zu. Die Eisenbahngesellschaften des Vereinigten Königreichs verbrauchten nach einer Statistik des Jahres 1907 zur Heizung ihrer Lokomotiven nicht weniger als 12 922 8-8 Tonnen Kohlen. 21 Millionen Tonnen braucht England zur Erzeugung von Roheisen, über 15 Millionen Tonnen zur Erzeugung von Gas. Das Gas erlisckst, die Lokomotiven müssen stillstehen, das Roheisen kann nicht erzeugt werden, wenn die Arbeit in den Kohlengruben stockt. Bis in das letzte Haus Englands würde dieser Ausstand sich fühlbar machen, denn der Jahresverbrauch an Kohlen beträgt auf den Kops jedes Bewohners des Vereinigten Königreichs 4,14 Tonnen. Allein London empfing auf dem Wege der Eisenbahnen, der Kanäle und auf dem Seewege durch Kü'tenschiffe int Jahre 1907 die Riesenmasse von 16',2 Millionen Kohlen — wenn man London als den Bezirk rechnet, der 15 engl.sche Meilen rund um Charing Croß l egt. Tie Gesamtförderung an Kohlen int Vereinigten Königreiche belief sich 1907 aus beinahe 268 Millionen Tonnen. Diese Ricsenerzcugung erklärt es, daß der Allgemeinausstand der englischen Kohlenarbeiter sich nicht nur in England, sondern auch in anderen Ländern sehr fühlbar machen würde, da ein großer Teil der englischen Kohlenförderung ins Ausland geht. Wir Deutschen zwar könnten dem Riesenausstande ziemlich kühl Zusehen, obwohl wir 1908 auch beinahe 10 Millionen Tonnen von dort empfangen haben. Viel schlimmer steht es um Jtal en, das nahezu 95 Proz. seines gan en K hieuv rbrauches aus England bezieht, ober um Schweden, das sich zu mehr als 80 Proz. .seines Kohlenverbrauches auf England angewiesen sieht. Diese wenigen Anrührungen mögen eine Vorstellung davon geben, was der Generalstreik, wenn er wirklich ausbricht, für England und auch für manches andere Land zu bedeuten hätte. Nun aber die andere Seite der Sache, die Kosten dieses wirtschaftlichen Krieges. Schon bei dem schottischen Ausstande, bei dem die englischen Kohlenleute ffnanzielle Bundesgenossenschaft leisteten, wurden an Unterstützungsgeldern nicht weniger als IV» Millionen Mark ausge ahlt. Das Budget dieses Riesen- streiks aber würde in viele Millionen gehen, und zwar hat man i !°»r dem Feuer der Deckungstruppen zurückgezogen halte, Hul'WVUglm j mit beträchtlichen Streitkräften zurück, machte 1 einen Angriff auf die Grenadiere, die von Fandukaltoger I Dorgingen, und begann gleichzeitig eine Vor | ivärtsbewegung, um den rcchten Flügel der »Italiener« Sofort nahm italienische Artillerie Stellung i 1 20 Meter hohen Anhöhe und eröffnete auf 500 M | i'emung vom Turm von Gargaresch das Feuer auf die ingreifenben Kolonnen des Feindes, der zum , Angriff und der Einschließung der Italiener vorrückte, wäh- , t-enb die Grenadiere und ein Bataillon des 52. Regi- Kleine dagcschrontL In Berlin ist nach schwerem Leiden der Kammergerichtsrat Hartog gestorben. — Der Augenarzt Gehcimrat H o r st - mann ist im Alter von 64 Jahren gcstorbem — Nack kurzer Krankheit ist der Leipziger Schrtftstckler und Dichter Paul Kun ad in Berlin, wo er zu Besuch weilte, im Alter von 48 Jahren gestorben. In Schöneberg versuchte die 25jährige Ehefrau eines Bildhauers ihr 1 Jahre altes SVinb zu vergiften Ms die Mutter den Knab^m, mit dem sie gemeinsam auS dem Leben fäKibcn wollte, sich unter der Einwirkung des Giftes in ent' settlick>en Schmerzen winden sah, wurde sie irrf innig. Ste warf sich am den Körper des Kindes unb stieß gellende obrere aus. Einige Personen drangen in die Wohnung. , Nur nnt Muhe konnte die Kranke von ilfrcm Kinde fort (Triften werden. Eine Bewohnerin des Hauses nahm sich des Kindes an, dem ein hmzu- gerusener Arzt Hilfe angedeihen ließ. Es bc^teht Hoffnung, den Kleinen am Leben zu erhalten. Die Mutter wurde einer Heilanstalt zugeführt. Die Stadtverordneten in Jena beschlossen die Einführung der völligen Sonntagsruhe int Handelsgeiverbe. Ein Fabrikbesitzer aus O st r i tz fuhr gestern mit seinem Automobil bei Glatteis gegen einm Baum. Er wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und erlitt lebensgefährliche Verletzungeii. Durch das Niedergehen einer Sckuttmasse von 200 000 Kubikmeter wurde bei Innsbruck die Sohle eines Tales verlegt und der Bach, der durch das Tal stießt, so gestaut, baß sich ein See bis zu 8 Meter Tiefe bildete. Lingesaudt. (Für Form und Inhalt aller utüer dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum .gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, den 19. Januar. Der heute nachmittag in meinem Briefkasten vorgefundene Wahlaufruf der sozialdemokratischen Partei veranlaßt mich, im Anschluß an meine Zeilen von heute früh die Herren Wähler zu bitten, bei der demnächstigen Stichwahl noch folgendes zu be- -■ e _ Unser bester Glühkörper nm Aufschrift JDegea^ ^9 - ' 1361 Steinstraße 31 3-ZiiWcriooh». zu ucrm Kirchstraße2. 531 Vermietungen K-Ziuimr-Wossu. m. all. Komfort der 9leuAett, eleftr. Vtdjt, GaS u. all. Zubeh. verleben f. sof. ob. so. z. verm. 1181 Nah. Nord-Anlage 11. ?=, 3=, V- ii. 5=3i.nmcriu. au vermieten. 481 Näh Baugefchäft Webrum Creimerstrahe 50. Suöwiflffroiit'ifi 2§jbnfl. m. Zubeh., Gartenant. M.700 zum 1. Avril zu verm. ,308 Wegzugsh. ist die erste (£toßc rneinesHauses, 6Zimmerm. all. Bub., sof. ob. spät. z. verm. Frau Sanitätsrat Hauyt, Astermeg 29. <227 Wohnung bestehend aus 4-Zimmern Bletcholav, im Parterresrock Löbcrstraße l, ist v. 1. Avril 1912 ab au vermieten. Näh. 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Mat 1908. | Die Bestimmungen deS bezeichneten GelebeS gelten auch für wciblickc Handwerker. Doch 'ind tur die Uever- gangozeit (biJ 1. Cftobcr 1913) tolocnbe tiußimbtne- beirtinmunnen genebnugt: 1 Weibliche Handwciker werden A»»r Gesellen- und Meiltervr hum auch dann umclnfien, wenn sie die vor- gelchiiebene Vebv» und Gekettelt reit ober die Ablegung der Gclellenpnisi-ng nicht nachweisen könne». 2. 2Vcr (ale< weiblicher Handwerker) beim ^nkrakt- treten le? Geietzeo. d. i am 1. Cftobcr >908, kein bktucri c bereits 5 Satire iclbüdnbitl auSgcnbt bat oder cbeniolang als Direktrice oder in ähnlicher Stellung tätig gewesen in und au jenem Zeitvimkt 24 Jahre alt mar, eihali auf Antrag die weitere BctugntS zum Anleitcn von Lebrlingcu verliehen. i Die weiblichen Handwerker, die hiernach um die iveitexe Befugnis au n» Anteilen von Vehr linnen entkommen muffen, wollen ihre Anträge, unter Benubung des bei uns - Zimmer Nr. 2 - erhältlichen Bvrbrucks arttwr einreichen. ü Gietzen, den 17. Januar 1912. Grotzherzogliche Bürge»mcisterei Gietzen. Mell e r. Hermes Lehr-Inslilul Handcl**chn!e f. Damen imd Herren. I01*1 Glessen, Bahnhofstraße39 Gute u. gewissenh. Ausbild, in eiufach., dopp. iL amerik. H u c h f ü Ii i n n g Sienojaphie. Hasebioeosebreibeü, allo Baad1 Islieher unter Garantie ein. sicher. Erfolges. Anmeldungen u. Beginn täglich Beförderungen von Gil- unb flraditgütttn nach u von der Bahn werden vromvt ausgeführt durch Christo Beiz, ÄÄ. löwengasse 11 i"--' Tel. iÄ I^mvf. mich un Anferr. von Herren- u. Tfltnrndtlarbc- rode i.u.aun d.Haus. Schneid. Hübner, Gietzen, L andg.11 v. versteigen: Tifhift 19 und 24 GaulSkopf: Ftd)len-Slä>n>»ie, 99 65 jflin,, , Stangen, 1. Kl, ff n 2 Kl., . » s. Kl., Dtsirifi 2b Burgberg: Gichen-Ctäutnie, 2,98 Fstm., Rin. Euchen-Niiüfcbcit und -Knüvvel, 2 Mtr. lang. Distrikt 5, 7, 8 und 12 Markrvalb: Cichen-Stgunue, 2 65 Fstm., Fichten-Stämme, 7,86 Fstm., darunter ein Stamm von 2,50 Fstm. Tiiirikl 9 verrenwaldr Jichten-Stämme, 12,65 Fstm» „ Staugeu, 1. und 2. Kl. Difirift 14 Ombcubrrg: Cichen-Siämme, 22 62 Fstm., Fichien-Stämme, 53 29 Füm., Ktcferu-Stämme, 111,30 Fstm., Rm. Eicheli-Nuhlnmwel. Tisliift 38b MotzrSwald: 6id)cn-Stäuune, 18,57 Fstm. Distrikt 40 Tlobrsroalb: Fichien-Stämme, 5,31 Fum., । Rm. Eichen Ruyknüppel, 2.40 Mir. lang, । Fichten-Stangen, 5. und 6 Kll Distrikt 28 KtUmnner: i Eichen-Stamme, 15,60 Füm., I Ftchteii-Stauaen. 1.—6. Kl. Distrikt 33a und b Altenwald: , Fichten-Stämme, 29,83 Füm. 00 Rezepten erhellen Sie gratis in uni em Verkaufsstellen od. direkt v. Dr. ■elllnehoff dt Co.. BOckebarg. Verlangen Sie auadr. Hr. Meilinghofri Essenzen: weüen -nind-rw " r»-hck. In Gießen zu haben bei: FLmll Fiechbach, W. Kll< hinget. C. Müller. Gerhardt Xachfl., Otto Schaaf, Carl Seidel, Gg. Wallenfele, Drog. hvu/u 1080 St., Fichte 2412 St. Stöcke: Rm. Buche 1,4, Kiefern 22,7, Fichte 36. Vermerkt wird, dasi Rutztzolz am Donnerstag and Brenntzolz am Freitag zum AuSgedot kommt Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr auf der Straße Oppenrod, Rlbach. Oppenrod, am 18. Januar 1912. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. ^olzversteigernng. Areitag, den 26. Januar l. 3-, werden au» ver» schiedcnen Distrikten der iXorfiroartn Merlau versteigert: Stamme. Eicke: 6 5t 1. StL — 6 !>iw, 6 Dt. 3. 81. = 4^6 Fuw 28 St. 4. Kl. - 16 Fm. 72 St 5. u. 6. 8l. - 20 Fm. 16 Bucken 2.-5. ML - 13 tzm- fl eiern: 10 Dt 3. ML (30-39 enn - 8 Ain., V St 4. 81. “ 18 Fut, 95 Siuck 5. ML - 41 öm-, 9 Vardicii 3. ML —7 Hm. dickten: 11 St 3. ML - 16 Fm., 20 St 4. 8L = 21 Öm, 119 2t 5. 8L - 66 Aut Da- Hol^ laaert 3 film, von Badnstation Mücke. 3uiainiiiciifunft vormntagS 9*/s Uhr auf der 8rei6* ftrafic l»hide—Ohiuuevtcntob am sog. Ruovertenroder iVcit Tiurtki lLlelskovs. Gründetg, 19. Januar 1912. Grohh. Cbcriörfteiei Ricber-Obmen. Schneider. B*/« Bismarckstr. 161 2 Brandplatz 1 II 4 Bismarckstr. 32 p. I 5 Frankf. Str. 27 III 5 Frankf. Str. 76II 7 Gutenbergstr. 14 j 4 Süd-Anlage 23II 2 üinöttlltiltr u. Mädchen a. o. getr.Sacken werden bitt., _ angeier'.. Dcklotzg.SM.l^' |() ®j|B. Z'^tirrtN y IIrf)l)n11C V nläöfiAmn darum 8-l0-Vtg.-ZlgarreM Rachtra'ten von ’&wt SchnftL Angebote unter 0lkx< «ndet be iiuuit statt, an den (Siebener An^eig^erb. I y)jx^n, am 20. Januar 1912. Sojificn unb Bigcln Seivel, GeiichtSvollzieber ti'tnt nutflc Schwi7i-kr sowie etnMantel au verkauf. 0530,______WoUitratze Wirtschaft mit Sahen. Oiünftiac «eleaendeit »um Betriebe einer Metzgerei au verkauf Sckr. Arn. tt Oä36 an den^ Än tzener AnA- erb. 100 Meter flebrancktes Sclbbabimeleite, 60 cm unrroeite. foivie 2 Leiten- kiover steben »u verkaufen bei Ludwig SiÖhr, 667________R a nltadt. ^WeaAUgSbalber ein Sofa tot 25 lltart au verkauien 0Ü0, Ooctbcurokc 31 IIL Lin falt neuer ^>erd it eine gute Räbmafcktne billig au verk. ^udwigsplatz 1411 Lesen u. 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Rcrophein J 14 Eschen und 212 Fichten-Derbstanqen. Leidinetcd Lolz versteigert werden. n Rm.Elchc N.chscheit lr.md), b Rm.Eich' Nutzkmippei. Eichcn.Slänmic Don 18—55 cm Mittendurchm. heiten, Husten ist für Kinder Zusammenklinst IM DlUrik Langenseis bet Brenn- 3—1b m Länge — 53,37 Fstm. CinohK^tran *>oI8 Nr. 1 an. S.d)crt«Däuier Weg. 563 6 zrjesern-SlLmme von 17-35 cm Mittendurchm. LanllöCII o Eisen-LcUul II dH Allendorf a. d. Lumda, den 19. Januar 1912. 3—14 m Länge ---- 2,76 Fstm. Zusatz der “iltanX I Oto&l). Bürgermeisterei All-ndors a. d. Lumda. 57 Fichten Stämme von 12-25 cm Mittendurchm. u.beliebt.Lebertran Leicht I Nein. I 11 —17 m Länge — 12,73 Fstm. zpUr?Ä.S.?ö»60n: ------ftnlttoeirtciacrnim----- 4 LärchemS.ämm- von 15-34 cm nittaburtm. Weis. Sie Nachahm. zurück. OlJU11 t Ußv I. 14IIß 6—12 m Länge — 1,40 Fstm. Alleiniger Fabrikant Apot-1 in ber furitlidjcn Cbcriöritcrci tfun. 4 Eichen-Derbstanaen — 0,16 Fstm., 60 Fichten^ hekerWIlh.Lahnscnin Montag, den 29. Januar, vorn». 9'/, Ubr ‘ r>ricdl>erg-^7 un8™J5äH«lül J. ^nL0U $reflt^ 1 büerbe&rilone5# fts' gebrau^ W Hitctb. " n.x-S-5 lKrie'Xi> ler”Säküej de»' S-eiflC^ w it u,lt% rH°l 1 1 ^HillU® ?ir ’iSilft1 IShei Mt etcDß ?,?°derHauöbalie^ me aeiührt ha^ | fiil ne 3eiifln„ halb 2ii auödiilterin. U nb. an A Cr-dban. .adch., 'Bupfr. u. 4>au-; stelln. OJeiüerbömo'. ’nuermitlunfl Iffl itcTitlier.'JicuttabiS «gesMädchü ibe sucht i. bell. RamL tbolL nnb Umgangs nett. (i"8 rolrb roi’iii: >vn,alS a. gute Belm 'n. Lchr. Ang. u. (6 'N Giegcncr Anr. c. ebciibri*' *!*' ®-. II ülnnoi ,4,VQu|ll «he S'L™" - M 'L Qnqebo’e unt w titele gefudir 'Ltnncn outm. Vebrucüc int- ß’ Sr Äbrtkgcl^ 4 l^iehenerjnj^ Fräulein tilge Verkäufer. urz-,Weih-u. Mnu: Idjäft lucht per L iiff. ung. £ö. an A. M intro o.b.V.ClifübfLr ell.Zeugn.!teb.j.dL' VersteiijeniiHjen Empfehlungen \ Kaufgesuche Verkäufe. Verschiedenes Sonntag, den 21. Januar 1912, nachmittags 3 Uhr, im großen Saale des Kolosseums Kandidatur Tages-Ordnung: Redner: Herr H. Wcinschild, Berlin und Herr Stadtverordneter Ed. Krninm, Gießen. Zu dieser Dersammlunq hat jedermann Zutritt und ist freundlichst eingeladen. Freie Aussprache! v'7, Der Einberufcr: H Noll, Kicken Habt Ihr das Wort Ohne Gefahr für seine Existenz kann fein taitcr oder Llooisorbeiter soziolSemolratM ivöhlku! Die ncncntetünc Behauvtuna des anonvmcn Inserenten in Nr. 15 dies. Zeng. kann ick nicht unividersorochen lassen, obwohl ich kein ausacsprochcner „Slntiicuiit" bin. K in Beamter od. Staatsarbeieer darf die Partei der Kaiser- und schon vergessen, das Euch im Jahre 1907 Dr. Werner an den Kopf schleuderte? Wollt Ihr ihn trotzdem wiederwählen? 0511 (Sin Liberaler. Reichstagswähler Uonsumente» Genossenschafter! Seit Jahren treten die Abgeordneten verschiedener Parteien in den Parlamenten in Rücksicht aus bestimmte kleinhändlcriichc Wäblcrkrcise für eine ausnahmc- acscpliche Behcmdluna der Genossenschaften, insbesondere der Konsumvereine, ein. Zur Abwehr dieser ausnalnnc- gcfctzlichcn Bestrebungen sah sich die unterzeichnete Ab- webrkommission veranlaßt, sämtliche Kandidaten über ihre Stellung zu diesen Bestrebungen zu befragen. Die Beantwortung der gestellten Fragen verpflichtete keineswegs sich zu einer Förderung des Genossenschaftswesens zu bekennen. Es sollte damit vielmehr lediglich die Bercit- lvilligkcit des Kandidaten, eine ausnabmegcfcvliche Behandlung der 2ti00 Konsumvereine Deutschlands mit nahezu 2 Millionen Mitgliedern abznlehncn, ausgesprochen werden. Herr Dr. Ferd. Werner hat die gestellten Fragen ablehnend beantwortet; er ist also als Anhänger der Bestrebungen, die Gcnosscnschastsbcwcgung, insbesondere die Konsum- genossenschastsbewegung durch Ausnahmegesetze zu erdrosseln, zu betrachten. Wir fordern alle gerechtdenkenden Wähler, insbesondere alle Llonfumvereinsmitglieder und Anhänger des Genossenschaftswesens auf, bei der Stichwahl obigem Kandidaten keine Stimme zu gehen 3it Mmhlkmssion für Mn nnd Schn-NaPi I. A.: Joses Bauer, Geschäftsführer, Mainz. D^/1 Pad ein Beamter sozialdemokratisch wählen? Diese Frage wird angesichts der bevorstehenden Stichwahlen wieder aufgeworfen und die Antisemiten beeilen sich, s'.e unter Hinweis auf den „Treueid" zu verneinen. Verständige Leute wird man mit solchen Mätzchen nicht irre machen können. Natürlich dürfen Beamte sozialdemokratisch wählen! So gut wie jeder andere Staatsbürger, wenn das seiner lleberzeugung entivricht. Nirgendwo ist ihm das verboten und es wäre verfassungswidrig, wenn ihm dies verboten mürbe. On Baden haben bei den letzten Landtagswahlen die Beamten bis zu den höchsten hinauf sozialdemokratisch gewählt, in Bayern werden sie eö tun bei den bevorstehenden. Und zwar handeln sie damit im Ontcrefie des Volkes und zugleich des Staates. Lasse sich also kein Beamter durch die kindischen Redereien uom „Diensteid" abbatten, seiner lleberzeugung gemäß zu wählen. D1- , Reichsseinde unterstützen, sei es durch einen sozialdemokratischen Stimmzettel oder durch Wahlenthaltung! Durch das anonyme Inserat ist nur bezweckt, ilnwificnben Land in die Angcn zn strencn, besonders durch den völlig unzutreffenden Vergleich mit Baden und Bayern. [0499 von Bültzingsloewen, Postinspektor. Achtung Liberale! Wie die Antisemiten über die Liberalen denken, denen sie jetzt in ihren Stichwahlnöten den Bart streicheln, sagen sie in den Aufklärungsschriften des Reichsverbandes der deutsch-sozialen Partei, z. B. in Nr. 1 vom Januar 1912: „Noch bei keiner Wahl ist von den liberalen in so gemeingefährlicher Weise das deutsche Bolt mit Lügen überschwemmt worden, als es diesmal der Fall ist. Die unglaublichsten und tollsten Dinge über alle, die nicht zum Pülowblock gehören, werden zutage ge° fördert. Es ist ja viel Dummheit dabei im Spiele aber leider sehr viel noch schlimmeres, denn den meisten Wahllttgen sieht man es an, dast sie wi der besseres Wissen aufge- stcllt werden. "An Rohheit und Verworfenheit, übersteigt die liberale Wühicrc» weit die berühmte Skrupellosigkeit der Sozialdemokratie usw. Und an anderer Stelle des Blattes: „Wie sic schwindel«, nämlich die liberale Aussichtsratspartei" usw. — „Zwischen Nau-- mann und Basscrmann ist bei ihrer unverantwortlichen Demagogie kein Unterschied, um schäbiger Parteivorteile halber Hetzen sie Reich und Staat aus Rand und Band." So sieht die Partei des ordnungsparteilichen Dr. Werner die Liberalen an. Jede» Liberale, der noch einen Funken von Ehrgefühl hat, wird sich bedanken, diese Schimpsbrüder zu wählen. d’% Das sozialdemkratische IGe'egenheitskaiifhaiis 14 Bahnhofstr. 14 Ecke Tiefenweg Grosser Saison- Räumung - Ausverkauf Aufskhcnerregcnd billige Preise. Bitte Flugblatt und Schaufenster zu beachten. 0347 Der Wahlausschuß. D»/i Unsere Freunde versammeln sich am Wahltagabeud im W* Lenz scheu Felsenkeller in Giesten zur Entgegennahme des Wahlergebnisses. Aufforderung 111 alle lilirailru Win In Uebereinfttrnrnung mit der von der Jentralleitung unserer Partei und dem hessischen Landesansschns; ausgegebenen Parole bitten wir die Wähler des Wahlkreises Gießen- Erünberg-Nidda dringend, auch in der Stichwahl das Ziel vor Augen zu halten, um welches der Wahlkampf geführt wurde, und zu verhindern, daß wieder ein Vertreter der Reaktion, ein Mitglied des antisemitischen Vündlertums als Abgeordneter unseres Wahlkreises in den Reichstag gewählt wird. Wir fordern daher alle unsere Mitkämpfer in der Hauptwahl, inbesondere unsere Parteigenossen und Freunde auf, Mann für Mann ihre Stimme dem Kandidaten der sozialdemokratischen Partei, Herrn Krankcnkassckontrolleur Georg Bethau in Gießen zu geben. Eießen, 19. Januar 1912. ilit MliiMMiiMl Orr FslWittliiM MksMlki.