Zweiter Blatt 224 162. Jahrgang ! scheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. HaW ! H er fei V Gebr. Tas j und utgabe re mit fabm» lenvenbung. Man kann diesen Zweck hauptsächlich ein krautar artigen Wurzeln Ammophnla arcnana gebenden" und die „toten" Tunen. mehr den Eindruck einer Streitschrist zur Rechtfertigung des Iatboprozesses als einer Urteilsbegründung gegen Traub gemacht. Aut den Vorwurf der Unwahrhaftikeit ein gehend, wird in der Beschwerdeschrist auf die Erklärung IathoS hingewiesen, wonach die Behauptungen des Cbcrfirdicnratß, Traub habe wissentlich die Unwahrheit gesagt, unwahr seien. der Punkt, wo das staatliche Interesse die Rachp Klarstellung des Sachverhalts gebieterisch fordere. _ wendet sich dann gegen die Bemerkung des Oberkirchenrats, es möge dahingestellt bleiben, ob die Zeugnisse der Pfarrer, des Pre'sb.nteriums und der WcmeinbcDcrtretung über Traubs Tatia^ auf objektiver unanfechtbarer Grundlage beruhen, und"'fahrt fjrt: „Sofern in diesen Worten der TK.iründungsichrist ein Zweifel ausgesprochen ist an der Objektivität der ofn,ieilen Bekundungen unserer Gemeindevertretung und besonders der eidlichen Aussage unseres Pfarrers, legen wir gegen eine solche durch nichts gerechtfertigte und aufs höchste kränkende Unterstellung aufs lebhafteste Verwahrung ein. Es scheine säst, als ob der Lderkirchenrat alle die erwähnten Bekundungen t irrigen Lage bradne ein entscheidender Schritt RhoonS ~ ‘ rammen rief er Bismarck ■rifler des Auswärtigen, und damit war der entscheidende Preußens Mackst und Deutschlands Große. jung. "In.zwei Tele et Es ist viel darüber gestritten worden, wieviel Tele- Khnne — Bismarck spricht nur von einem — und von irrt sie an ihn abgefandt wurden, Syxutc ist erwiesen, N ß tic beiden dringlichen Botschaften vom Kriegsminister ttontinten, der in dem I-reund allein noch Hilfe sah. Die ir r Tepefdn', die walrrscheinlick) am T^ormittag des 17. Sep- ihrrad-ExPj^ ilden. 10 Jab : Mk. $!»•'. deul^l Montag, 25. September 1912 Rotationsdruck und tkrlag der Br u dlfchen Unwersnät« - Buch- und Sie,ndnickerri. 5L Lange, Greven. De „Blehener ZamllienbläNer" werden dem .dnjeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „IrdiMatt ffir den Kreis tiefte*" zweimal pjchentlich. Die „randwirtlchaftliche» Seit» tragen" erscheinen monatlich zweimal. die bereitwillige Hingabe seines Pariser Gesandten, sein bre Sieges sicherer Zutunftsmul richteten den König, der in sunden batte, wieder ans und flößten ihm Vertrauen ein „Ich will nicht regieren," fo leitete der Monarch das Geil, rach ein, „wenn tdi es nicht fo vermag, wie idi es vor Wort, meinem Gewissen und meinen Untertanen veront n orten kann." Er zeigte Bismarck die Abdaninngsurkunde. die schon ausgestellt aus dem Tisch lag, und als er fragte, welche Bedingungen Bismarck bei der Uebernadme des Ministeriums stellen werde, erwiderte dieser lies i*rfd)üttcrl: „Mir keine Ich fühle wie ein diurbrandenburgifdier Vasall, der seinen Lehnsherrn in (Gefahr sieht; was ickt vermag, steht Eurer Ma,estät zur Bersügung." Es gelingt ihm. den König von den Addanlnngsabsichtett abznbringen und wieder aufzurichtett „Dann ist es meine Pflicht," erklärt ber :Nonard>, „mit Ihnen die Weitermhrung des Kampfes zu versuchen, Und id) abdiziere nicht" Die weiteren Befpredtungen erfolgten dann bei einem Spaziergang im Park. Der König geht mit Bismark ein von ibm entivvrfenes Rcgierungspregtomm durch, das in seiner engen Schrift acht Äoliofeiten füllt, und Bismarcks 'Sorte gipfeln in dem Bekenntnis: „In diefer Lage iv.-rde idi, selbst wenn Eure Majestät mir Dinge befehlen sollten, die id) nicht für richtig hielte, Ihnen Mar diese meine Meinung offen entwickeln, aber wenn Sie mn . beharren, lieber mit dem Könige untergehn, als Eure Majestät im Kampfe mit der Phirlainentsherrsdiaft im Sticke taffen." Tie prinzipielle Verständigung zivifckien beiden ist fo vollständig, dis; der König das Programm zerreißt „Er war >»i Begriff," ird, „die Stücke von Der Brücke in die trockene Schluckst im Park zu tverfen, als ich daran erinnerte, daß diese Papiere mit Der bekannten Handschrift in sehr unrechte Hände geraten könnten. Er sand, daß ich Recht hätte, steckte die Stücke in die Tasche, um sie dem Jener zu übergeben." Tic Ernennung zum Staatsminister und zum Vorsitzenden des Staatsministeriums und die Unterzeichnung der Urkunde erfolgte dann int Schloß noch am selben Tage. Wie durch die neuesten Forschungen erwiesen ist. Hatte Bismarck dann am 23. eine zweite Audienz beim König, in der die Probleme der auswärtigen Politik besprochen und er zu- flleid) zum Minister des Auswärtigen ernannt wurde. Tic Ernennung wurde am 24. abends veröffentlicht. Während sich die entscheidenden Verhandlungen am 22. September vollzogen, ist doch der 23 als der Tag des definitiven Eintritts ins Ministerium betrachtet worden, wie Kaiser Wilhelm in feinem warmen Dankschreiben aus Anlaß der 23. Wiederkehr des Tages betonte, das beginnt: „Sie feiern, mein lieber Kürst, am 23. September den Tag, an welchem id) Sie vor 25 Jahren in mein Staatsministerium berief." Wie Bismarcf Ministerpräsident wurde. (Eine Halbjahrhundert-Erinnerung.) „Gibt es in Berlin einen Ministerwechsel, so kommt der -rtflicbe Bismarck an die Reilie, ein Mensch, der imstande 3cn Rock aus zu ziehen und selbst auf die Barrikaden zu «rt." Dies Ereignis, das der österreicknsckte Minister lf Rxchberg 1861 als ettva fürchterliches prophezeite, 10 im Sommer des Jahres 1862 immer näher und naher rckl und nnrrbe am 23 September zur Wirklichkeit: x „schreckliche Bismarck" wurde Ministerpräsident und Rebahion, Expedition und Druckerei: k-ckul- stratze 7. Expedition unb Verlag: 5L Redak:icn:^M»112. rel.-Adr-AnzkigerVieven. iMi*: r^flriDkw. ftysffc ■öuenu.j; halten aiiL. U und li, altenRatlL-i U M- ttagS doo r title i «Ml • i ^on^L j ‘freier...' • SyLsr.^, 1U- III btt J «bei, tz, \ Noll. C ' tM c- damit, unb gegenwärtig bekämpfeti alle zivilisierten Nationen die Dünen mit dieser Methode. Es ist festgeftellt worden, daß Tönen bis zu 15 Fuß Höhe bei besonder.' starkem Wind täglich um mehr als 3 Fuß sich vorwärts bcivegen. Man kann dabei oie Beobachtung machen, wie der Sand in parallelen kleinen Wellen über die Aderige weht, um sich an den Ausläuiern als Staub zu zerstreuen. Tic Düne „raucht", sagt das Volk zu diesem Vorgang. Um der dadurch entstehenden Borwansbewegung Einhalt zu tun, ist es notwendig, diese leichten Abhänge der Tunen zu bef eiligen; das geschieht, indem man gewissermaßen einen Pflanzenteppich darauf entstehen läßt. An der Nordküste Frankreichs findet für N Us*at I Airchc und Schule. Tie Beschwerde der Gemeinde Traubs. In der Beschwerde der Dortmunder Reinoldigemeinde an das Staat s Ministerium im Falle Traub wird zunächst r nkschriit hingeniescn, bi« ; an den Oberlirchenrat von der Reinoldigeincindevertretung gerichtet worden ist. In dieser Eingabe war ans die (Gefahren aunnerkiäm gemacht worden, die für die Gemeinde durch die Losreißung ihres Pfarrers von ihr entstehen würden: Wiederabstoßuna der gerade durch den gernoßregellen Piarrer zum kirchlichen treuen Zurück geführten, dauernder und tiefgehender Zwiespalt in der Gemeinde, sowie innere Entsremdung und äußere Losjagung Tausender von der Kirch' Durch die Entscheidung des Oberkirchnrats fei eine Notlage geschaffen, die die Gemeindevertretung der Remoldi- gemeinde zwinge, beim Ministermin Säwtz unb .^ilfr'ju suchen. Aut das verfassungsmäßige Verhällnie- zwischen Staat und Kirche eingehend, sagt die Eingabe weiter, der Staat habe unzweifelhaft die Aufgabe, überall, wo er zur Rechtsvollstreckung seinen Arm leihe, über die Rechtsprechung z u wachen und zu verhüten, baß die von ihm sanktionierten Gesetze gegen ihren Geist angewendet werden Vor diese Ausgabe sehe sich die staatliche Aufsichtsbehörde namentlich dann gestellt, wenn begründete Zweifel der Unbefangenheit ber zur bihmlmareit (Ent Scheidung berufenen Behörbe beständen; was im Falle Traub zu- trch'c. Lier hätten bie Angegriffenen unb Gekränkten über den Angreifer zu (Bericht gesessen: denn den breitesten Raum in ber . Urteilsbegründung habe bie Polemik bes Angeklagten gegen das Lehrbeanstandungsgesetz unb bas Spruchversabren eingenommen. Dadurch hätten die Ausführungen des Urteils des Oberkirchenrats Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Uld-G»- ,n„. Ogz.llB k HW*' | S*! ; // ;|es*: k, ä, Die Dichter und der roieöertunftsgcöanfe. Teu meisten Mensckxm wirb aus eigener Lebensen'abrung das fe-zbarc Gei ul l bekannt sein, baß sie irgenb eine augtnblid- i.'age, einen wichtigen ober unwichtigen Vorgang in ihrem ft'in früher schon einmal ganz genau — bis ui bie kleinsten fticlhviicu hinein erlebt hätten. Diese Empfindung kommt bn aitq vor, daß man sie geradezu als „Gkmetngmbr bezeichnen fcr Tie Wissenschaft bezeichnet diese selN'ame ^mpnndung ge GrtLid) alS „Wiederkunstsgedanken", ober, mbem ,ie einen Aus- |t: *ran>i'inil)cr Forscher gebraucht, als ..Jauste reconnai'anee T< wesentlichen beruht bie „Fauste rctonnamancc' baraui, bau Bo die Wiedererkennung bekannter Nebeneindrücke tn m,s der Bt'cblufi entfiel,:, daß das flame Erlebnis uns nickt ;um n . -n'ale nn X'eben gegenüber tritt. In ber )(tönen Literatur - neuesten Sinne d .- 'Wortes hat das, Motiv der ,raune ir-i e.aifi'ance" eine bedeutende Rolle geiptelt KMrzlick' Hat. 9 bie bei Gustav Irischer in Jena erscheinens „Rainrwufen bV ' id»e Wock-enschrin" in einem trefflichen Berichte mittnlt, Sfir Ilsckxr Prag darüber eine intemmnte 'Md reickhaltige A-mmenstellung in der „Zeitschrift für angewandte Psychologie rtei'tcD“ 6>r intnno ' u •3Ä iiiflc bit'w- ' Sept in"’, i’/iflnirjent.- -churzen, V- ifcentüdjcr, ? Lerrmi.Sn? h biü- Jii • eise«. <■' —---- eisen-Fi1 . sind ii mühleu mürbe vorn Reichstag für ungültig erklärt, für den bisherigen konfervativen Abg Pauli ipablte tn ber Rachtvahl der Kreis den Liberalen Sivlvvick. Die Annahme des -rtuhifch-fndhkhifchen Votlmeeertragei durch die baytri che Kammer ist, Ivie man uns aus München sd,reibt, jetzt gefiedert Das Zentrum wird den Vertrag bei der nochmaligen Beratung im Plenum entnehmen und bereits am heutigen Montag für den Vertrag im Finanzausschuß stimmen Wie mit großer Bestimmtlteit in München verlautet, hat her Ministerpräsident in den letzten Tagen mit den Zentrumsführern im Sinne der Annahme des Vertrages verhandelt, das Zentrum !yat fick) bereit erklärt, ,etzt für die Votterie- flcmeiitfdiaft mit Preußen zu stimmen, da eine eigene bayerische X'oiterie nicht möglich erscheine Man emnirtet für diese Haltung in Banern Zugeständnisse in der Iesuttenf rag c Wie ci, ferner Heist, hat idi das Zentrum oerfpredten lassen, daß weitere Zugeständnisse an das Reick, tvie die Aufgabe der Post- und Militär reservate, nicht gemacht werden Der ^'otterievertrag durfte d-on in den nächsten Tagen im Plenum Aiinahme finden, Bauern wird alsdann der ^.'otteriegemeinschaft mit der 2. p r rni ßisch-süddeutschen Votteric bei treten. An dem ur sprünglickeii Vertrage sind rocfentlid)e Aenderungen nicht vorzunehmen. Die Sozialdemokraten ^werden gegen den Vottcrieöcrtrafl stimmen, über die Stellung der liberalen verlautet nod) nichts Bestimmtes. r rnb fand den Glauben wieder an Preußens Königtum U) Preußens Zukunft. Wie lange tvar Bismarck fdwn der -minenbc Mann" gewesen und wie lange hatte es gedauert, ?r: er an die redyte Stelle treten durfte Sckwn unter rktrich Wilhelm war 18-18 nnt> 1854 die Stanbibatur des il-Tnen Junkers" aufgetaucht unb m allen Krisen blickten in- Partmfreunde nach ihm als dem Retter. Besonders mH die Ernennung seines IiTeundes Rhoon znm »briegs- fc-i'/ler erhielt Bismarck einen tatkräftigen Vermittler, der fri s)eiiic früh erkannt hatte unb schließlich and) seine Be- J'utfl durd)gesetzt hat. Bismarck selbst wollte fid) nickst fcibsangen: er wußte ja, daß die Verhältnisse für ihn ar- Ir.tei n, unb daß bie kritische Stunbe schließlicks gebieterisch Dnn Beherrsckn'r forbern wurde. Freilich als die Sache riur mehr unb mehr hinzog, wurde er in biefem Gefühl k: lilngewißlseit unb Spanmtng allmählich mißmutig. ^Iriiic Sacknn liegen noch in Petersburg unb werden dort fcfreren", schreibt er an Rhoon ans Toulouse, „meine Imoi sind in Stettin, meine Pferde bei Berlin auf dem meine Iamilie in Pommern, ich selbst auf der Land^ pn.’ Ich gehe jetzt nad) Paris, obschon ich dort weniger »■ >»- zu tun habe, mein Urlaub ist aber um." | Unterdessen war der zwnflikt König Wilhelms mit dem it ig auf seinen Höhepunkt gestiegen Nachdem das libe- fct Ministerium in fid) zusammentzebrochen unb von Rhoon ll'girji luorben war, führte ber alte Fürst Hohenlohe nur Hir. vr ausgegeben hnirbe, hatte wohl den Wortlaut: „Die rir ist reif". Die zweite vom 18. lautete: „Periculum r-ora. DüpSchez-vous". «Gefahr in Verzug. Beeilen ft . cki Auf dieses dringende Telegramm hin eilte Bis- Br.d sofort nach Berlin. Der fdyncüftc Zug brachte ihn in fti>. 25 Stunden in die Heimat. «Hs Bismarck am 20. September in Berlin ein traf, war tt: : age vorher ein Bermittlungsverfuch des Zbrvnprinzen 'Ml,-schlagen. Bismarck wurde zuerst zu diesem beschieden Dann am 22 September in jener berülsmten Unter» '•wvn.fl, die alle Bedenken des Königs besenigte, von Wil. fc.it zu Babelsberg empfangen. Der König hatte ihn Mckaus nicht gerufen, um seine Ernennung zu vollziehen fc i oilte nur mit ihm die 2age bespreck)en, weil er es für nwubig hielt, kein Mittel unversucht zu lassen. Aber Ein derartiges Motiv ist ja z. B. in Wielands „Oberon" und in Kleists „ftäthdien von Heilbronn" verwertet worden. Auch Wagner benutzt im Volxngrin dieses Motiv, wenn er in der schönen Liebes- szene des dritten Aktes Elsa -u ihrem Gatten sprechen läßt: „Dock ick zuvor schon batte Dich gesehen, — In sel'gem Traume warst Du mir genaht". Und im ersten Akte der „Walküre" tauschen Sieglinde und Siegntund^ ihr gegenseitiges Empfinden aus, daß „sie fick sckwn sahen". Selbst in die Phiiosvpkne eines Nietzsche hat das Esefuhl der „Zausse reconnainanre" seine Welleir- kreise gezogen. Es läßt stck fast mit Sicherheit erweisen, daß Nietzsche seine Lehre von der ewigen Wiederkunft aus einer „Hausse reconnainancc" gesckwpft bat. Aus seiner Aurobrographie kennen wir nämlick die Scknlderung, wie ibm jener wunderliche Gedanke gekommen ist: „Die Grundkonzeption des Werkes, der Ewige- WiederkunitsXScckankc, die höchste Iormel der Bejahung, die überhaupt erreicht werden kann — gehört in den August des Jahres 1881: er ist aur em Blatt hingvvorien, mit der Untrndmft CüXN) Iuß jeniciti von Mensch und Zeit. Ich ging an bitcm Tage am See von Silva Plana durch die Wälder^: bei einem mächtigen, vnramidal aurgetürmten Block unweit Surlei machte ick Lalt. Da kam mir dreier Gedanke." Sicher wurde in dieser Beickieibung nock. kem Beweis liegen, daß eine ifluncreconnaifiance Peranlassunz tu der deprimierend-trübseligen Lehre von der ewigen Wiederkunft gegeben lat, aber Ottokar Iischer weist treffend daraus h,n. daß Nietzsche burd) mandyrlei ähnliche Erlebnisse gewissermaßen prädi'voniert war für die Empfindung, sein Leben schon einmal durckstebt- zu haben. ritt getan zu unheilvoll venvorrenen inneren Berhältnifse wurden txl nct: der durch eine lange Zeit des Scknvankens unb fctirclnä gebeugte König richtete sich an der stolzen Zu- tz^-cht unb Siegeshofsiiung seines ersten Dieners wieder politische Tagesschau. Ter Reichstag wieder vollzählig. Seit einigen Tagen ist das seltene Ereignis eingetreten, daß der deutsche Reichstag wieder vollzählig .ist unb 307 Mit- glichet zählt. Seit den Remoahlen int Januar mußten bereits acht Rachivahten vollzogen werben, hiervon drei nur durch bas Ableben ber Mandatsinlpader veranlaßt. Bei den acht Nad)wahlen find mit einer Ausnahme mt Hagenow wurde ein konservatives Maubat an ben Liberalismus verloren bie Paneisitze behauptet worden Dnrd) Tob waren Reuwctblen in Varel-Jever, Pfarrkirchen unb Schlettstabl not wendig getvorden, für bie oerftorbenen Abgeorbneten Träger, Bachmcher unb Will wurden gewählt Dr. Wiemer (frf. Bpt ), Bauer (dayr. Banerndunb', Dr. Haegy (elf. Zentr ). Für den im Januar in Pleß-Rybnik unb in Samter-Birnbaum gewählten Polen Grafen Miclzynski mürbe in Pleß-Rybnik der Pole Pesgiech geioählt. Durch Maiibaisniederlegung wurden frei bie Streife Sieg- kreis-Waldbröl, Saarburg-Merzig, Münfter-Eösfelb, anstelle von Becker lZentr.,-, Roeren iZentr. unb Irhr. v. Hertling Zentr.। würben gewählt die Zentrumskandidaten Trim- born, Wert, Dr. Gerl ach. Die Wahl in Hagnww-Greves- diese Pflanzen entweder aus dem Samen ziehen, oder auch bie ganzen Getvächqe emsetzen, unb zwar gefdüebt dies in Dato Helm Reihen auf den Abhängen der Dünen. Tie Arbeit >oird mcütenS von Irauen verrichtet, die für das Einsetzen von je 1000 Pflanzen etwa 1,50 Mk. bekommen: hierbei ist das Ausgraben aus ihrem ursprünglichen Standort nnt einbegriffen. Im Turchschnitt vermag cmc ^rau pro Tag 2000 bis 2500 Pflanzen auszugraben unb neu emzufexen, nxi- einen Tageroerdiemt von etwa 3—4 Mk. bedeute: Tie in solcher Weife befestigten Dünen .werden „tote Dünen" genannt, während man solche, die bei jedem Wind ihre Iorm verändern, als „lebend" br*t(bnet. Das Bepflanzen der Wanderdünen geschieht haupksäck/lich im Irühjahr unb Herbst. — Humor deS Auslandes. Es hält oft schwer, den Kindern die rechte Antwort zu geben. Neulich sagte ein Kind zu seiner Platter: .Ich möchte ^em eine neue Pupoe haben, Mama.* — .Aber deine alte Puppe ist doch noch sehr gut**, antwortete die Mutter. — »Ich bin ]a auch noch sehr gut", versetzte daS kleine Mädchen, »aber der Doktor hat dir doch ein neues Bahn gebracht."--BiggS: ,Hch möchte wohl wifien, ob T iggS viel Geld hinter stch hat." — Higgs: „Als ich ihn neulich sah, war es der Fall: ec lehnte mit dem Röcken gegen die Bank von England."--Brown: „Tu willst nur also nickt hundert Mark leihen? Nun, ick muß sagen, du hast dem Geld Dcvhrt lieb." — Ter oorsi ^nqe Freund: „Ja, und bcs ist der Unter- ichied'zwi'chen dir und mir." — Brown: „Wie meinst du das?" — Ter oorüchnge Freund: „Ich habe mein Geld heb, und du hast das Geld anderer Leute heb."--Pius IX. war nicht ohne erneu, gewißen Sinn h'ir Humor. Ernes TageS, ivährend er dem Maler Lealn zu seinem Bilde saß, kam die Rede auf einen Mönch, der aus der Kirche ausgetreten >var und geheiiatet hatte, und der Papst bemerkte nicht ohne Bosheit: Er hat seine Bestrafung selbst in die Hand genommen. Herannadcn von Wanderdünen bedeutet für die betroffenen Ortschaften bekanntlick ein nock größeres Unheil als Stürme ober llcbersckwemmungen, da rhrc Op -.r langsam aber sicher der voll- konrmeulN Vernichtung anheimfallen. Rack eener Sturmflut wird ein Torf wieder ainblübcn können, schwerlick tedock, wenn es bis zum Turm seiner Kirche im Sand begraben worb.m ist. Obwohl NUN bereits vor zwei Jahrhunderten die Bekämpinng der Wanderdünen durck den Franzosen De Rudat mit beitem Erfolg auf genommen war. ist dessen Methode unbegrmhdxrroeiie nach seinem Tode wieder in Vergess, ndoi: geraten. Tas Verfahren bestand darin, daß De Rul>-.: Kiefern au’ ben Sandbiigeln von La Teste, einer Stabt in der Gironde, p'lanzte, wodurch der trrbenbe Sand beseitigt wurde Dann und wann macht? man wobl Anstalten, der Angelegenheit wieder größeres, Interesse zujuwenden:, so war es Bremontier, der fick 1787 eingehend damit beiatue: die Revolution legte jedoch feine Bemüdungen brach, jmt im Jahre 1801 beschönigte sich bie ftan^stsche Regierung von neuem liiskum ir Zmck grauen heil untmgt. ib Auskusi •. erujeiniM- :adiDla8 U I ichniMG i:: .Mr 7=^7 ben Vorsitz im Ministerium; Bismarck M M h schon im \ ü berufen n-erben, aber allerlei Reibereien fri'(U u .iitritpten gegen ilm verhinderten bas Dod) blieb die ns Löln,' I IV" von nun an in Fluß. Immer schärfer spitzte sich ---- litärvorlage, an ber bes Königs ganz« um Lin» vn- plane Inngen, mürbe adgclehnt, und der W J3M1 V ölrifle Btvnard) trug fid> ernftiid) mit dem EKdanken, die lUlll villil - ohne - zu legen. In dieser Laufd* W schläuti- (fc? I®1 P“ VI w P Al- „bekanntestes Zitat aus der schönen Li^ratur^ wird Wc i eine Stelle auS dem 39. Kapitel des DtckenSicken „x a 3 1 E > jerf tclb" bezeichnet, die folgenbermatzen lautet: „Lieder L' >- cfield wenn Sie uns nicku an icnvnt angenehmm Aach- IX ix, den wir bei Ihnen ;u>udringen das Vergnügen Hatten, ob -Irrt hätten, daß D Ihr L'icblingsbucknabe fei , iagte SKr. St tobet, so würde ick jedenfalls glauben, es hätte .1 fein en " Wir Alle kennen ein Gefühl, das uns manchmal über- Butt, ob d(7s, was wir sagen und tun, tckon trüber vor jt'\- Zeit gesagt und getan worden wäre, als ob nnr vor uralter ch ' neselben Gesichter, Gegenstände und Berhältniue um uns Q — al» ob w:r vollkommen voraus wutzten, was letzt »'•)- werden wird, als ob wir uns dessen plötzlich erinnerten. e geheimnisvolle Emvfindung war nie ttarfer tn nur als !B i vo Mr Micalvber diese Vvrte sprach. fA - Gute ähnliche Bemerkung Itnbct lieft tn Spiel Ha gens Jun m er und ?l nt b o B", worin in ber Schilderung de- m einer (^w. ldegalerie folgende ^atze Vorkommen: ^e 6;cr: ick wandelte und schaute und ltand und bewunderte, dcito ik'^T für: die Empfindung über miet als hatte ich bi.re all« tK 2.ido schon einmal gesehen". Betanntltck t*t es ein *2« in der schönen Literatur, datz cm Ltedesvaar bet der aller »72 Begegnung das Gffühl hat, Ktn Gegenüber stellte ein Idar, wie es ihm im Traume ichon früher endnenen |cl als ausgewogen betrachtet hat durch den einen, jeder tatsächlichen (Grundlage entbehrenden Bericht des. Herrn Superintendenten Schlett in Brechten." Tie Eingabe schließt mit den Worten: „Ein hohes Staatsministerium wolle die Akten des Disziplinar- versahrcns gegen Pfarrer Traub zur Nachprüfung einfordern Und, falls es die im Vorstehenden erhöhende Beschwerde für gerechtfertigt erachtet, kraft des allgemeinen Aufsichtsrcchts Remedur schassen, damit die verwaiste Gemeinde ihren geliebten und verehrten Pfarrer wieder erhält, dem die weit überwiegende Mehrzahl ihrer Glieder nach wie vor in Treue und Vertrauen anhängt." * Limburg, 21. Sept. Tie Besserung im Befinden des erkrankten Bischofs von Limburg, Willi, hat angehalten, so daß eine Lebensgeiahr zurzeit nicht bestehl und auf die baldige Wiederherstellung gerechnet werden kann. Sozialdemokratischer Parteitag. ~ Chemnitz, 21. Sept. Tie heutige Schlußsitzung des sozialdemokratischen Parteitags wurde fast vollständig mit der Erörterung des Falles Hildebrand ausgefüllt. Dieser huldigte früher national-sozialen Anschauungen und war Redakteur der „Hilfe". Im Jahre 1903 trat er mit Dr. Maurenbrecher zur Sozialdemokratie über und hat noch bei der letzten Reichstagswahl im Solinger Wahlkreise eine große Nolle gespielt. In einer von ihm herausgegebencn Broschüre „Tie Erschütterung der Jndustricherrschaft" hat er Ansichten o er treten, die sich mit dem Parteiprogramm angeblich nicht decken. Er soll mit dem Schutzzoll sympathisieren und gesagt Haben, in T e u t s ch l a n d würde noch verhältnismäßig am besten regiert. Das Aaitationskomitee hat sich dahin ausgesprochen, daß Hildebrand versucht habe, seinen Ideen praktischen Ausdruck zu geben: seine Grundanschauungen stünden im Gegensatz zur Partei. Hildebrand wurde daraufhin durch das Schiedsgericht des Kreises Solingen aus der Partei ausgeschlossen und appellierte an den Parteitag. Der Beschwerdeausschus; hat sich lange Zett mit der Beschwerde beschäftigt und schließlich mit 5 gegen 4 Stimmen beschlossen, seine Berufung abzulehnen. Den Bericht des Beschwerdeausschusscs erstattete S ü ß h e i m (Nürnberg'. Hildebrand sei der Ansicht, daß er auch heute noch im Rahmen der sozialdemokratischen Partei Platz finde und andernfalls nicht wisse, bei welcher Partei er unterkommen könne. Es sei aber ein ehrendes Zeichen für die Solinger Genossen, daß sie sich gegenüber den Ideen Hildebrands so vollständig ablehnend verhalten haben. Hier handele es sich nicht um theoretische Erwägungen, sondern um die Grundlagen der Partei, nicht um Meinungsverschiedenheiten über Agrarfragen oder Kolonialfragen, sondern um Grundsätze. Hildebrand habe die Grundlagen der Partei verlassen und stehe nicht mehr auf ihrem Boden. Hier dürsten nicht Gefühl und Mitleid entscheiden, es handele sich um die Sicherung der Grenzlinien zwiscknm der Sozialdemokratie und ihren Gegnern. Tie Sozialdemokratie sei keine Zufluchtsstätte für politisch Obdachlose. Wir sind keine Ketzerrichter und respektieren die Meinungsfreiheit, aber Hildebrand gehört nicht mehr zu uns, sein Ausschluß sei eine bedauerliche aber zwingende Notwendigkeit. Müller (Münchens spricht im Namen der Minderheit des Beschwerdeausschusses. Die Mehrzahl der Mitglieder des Beschwerdeausschusses habe das Buch Hildebrands überhaupt nicht gelesen. Hildebrand sei nicht von dem Standpunkte des Klassenkampfes abgewichen, er proklamiere lediglich einen „gedämpften" K l a s f e n k a m p f. Er leugne die Grundsätze des Programms nicht, sondern bezweifle nur, ob die Formulierung die richtige sei. Es werde niemand bestreiten, daß man darüber verschiedener Meinung sein könne. „Ich kann mir z. B. denken, daß in einer sozialistischen Gemeinschaft verschiedene Formen des Eigentums nebeneinander bestehen können. (Hört! Hört! bei den Radikalen.) Dieser Ausspruch ist allerdings nicht von mir ausgegangen, sondern er stammtvom Genossen Kautsk y." Darauf erhält Hildebrand selb st das Wort: Die Gedanken, denen ich in meinem Buche Ausdruck gab, sind mir erst auf Grund meiner Studien für mich selbst ganz unerwartet gekommen. Sie sind für mich innerlich zu einer Katastrophe geworden. Süßheim tut so, als irre ich heimatlos umher und suche mir irgendwo ein Schwalbennest zu bauen. Ich bestreite, daß ich mich gegen die Grundsätze dev Partei ausgesprochen habe. Ich habe nur nachgewiesen, daß die Sozialisierung der vorhandenen Produktionsmittel unter Umständen nicht ausreicht, u.u die westeuropäischen Industrieländer vor schweren Schä- digunck^r zu bewahren. Mir ist es niemals um die Karriere zu tun gewesen, sondern um die Sache. Ich stehe durchaus auf dem Boden des Klassenkampfes. Mtt meinen wissenschaftlichen Grundsätzen sich zu beschästtgen, hat man sich nickst hie Mühe gegeben. Es handelt sich hier nickst um mich, sondtzü um die Mci- nungs und Forschungsfreiheit der Partei. , Reichstagsabgeordneter Di11mann (Solingen): Ich bin nicht der Ketzerrichter, als der ich hingestellt werde. Schon beim ersten Zusammenkommen mit Hildebrand hatte ich den Eindruck, daß dieser noch national sozial sei. Hildebrand hat die Parteiarbeit gestört und da gibt es keinen anderen Standpunkt als Ausschluß. Inzwischen läuft ein Antrag der Revisionisten ein, die Beschlußfassung über den Ausschluß Hildebrands bis zum nächsten Parteitage auszusetzen und diesem das gesamte Material -zu unterbreiten. Dr. Gradnauer (Dresden): Gewiß ist Hildebrands Anschauung abweichend von der umrigen, aber er hat heute das Geständnis abgelegt, daß er zur Sozialdemokratie gehöre. Bei solcher Lage der Dinge ist es nickst leicht, jetzt völlige Aufklärung zu schaffen. Unsere Ehre und unsere Würde gebieten uns, daß wir über eine solche Angelegenheit nickst entscheiden in llebcrcilung. Unter immer größerer- Erregung der beiden Flügel des Partei tages nimmt Klara Zetkin (Stuttgart) das Wort: Wtr haben nickt zu entscheiden über wissensckwstlickw Richtigkeiten oder Unrichtigkeiten in den Ansckrauungen Hildebrands, wir haben nur zu entscheiden, ob er zu uns gehört oder nicht. Wir sind hier als simple politische Vorkämpfer, um bestimmte Anschauungen zu verfechten. (Zuruf: Wir sind doch eine wissenschaftliche Partei.) Wenn wir die Sache vertagen, wird sie vielleicht nicht geklärt, sondern nur verdunkelt Die Meinungsfreiheit ist Hildebrands gutes Recht, aber der Meinung des einzelnen steht das Lebensinteresse der Partei gegenüber. Die Partei ist kein Tanzsaal, in dem lieberrswürdige und interessante Schwarmgeister sich betätigen können. Der Antrag auf Vertagung der Sache Hildebrand wird abgelehnt. Rechtsanwalt Heine (Berlin): Genossen, setzt Euch nicht dem Vornmrf aus, daß Ihr ab irato handelt, das Schiedsgericht muß nochmals verhandeln. Wir können Hildebrand nicht aus schließen, weil der Mann uns unbequem ist. Wollen mir ein Ketzergericht aufrichten? Ich lehne als Revisionist eS ab, mich in Zukunftsmusik einzulassen, ich will Gegenwarts- Politiker bleiben, unb in der Gegenwartspolitik steht er auf unserem Standpunkt. _ Wir haben den Mut gehört, mit welckrem er das Abweichende seiner Meinung ausrecht erhält. Einen solchen Mann wollt Ihr ansschließcn, Genossen? Wenn Ihr das tut, schädigt Ihr dre Patter selber. Beschreiten Sic nicht den Weg, f ciJ J ,a f 11 i dj e Forschung z u unterbinde V Beschworen eie nicht ein Ketzergericht herauf. Dieses Ketzergericht wird immer bteicnigcn, Parteigenossen treffen, die den meisten Mut haben. Erne große Vicrinillioncn Pattei muß auch Eigen probier vertragen ^können. Eine große Partei muß auch groß handeln, icr ctbaben, der heute von Dittman n uno Klara Zetkin angerrchtet wurde, ist in zehn Jahren nicht gut zu machen. Ebert (Berlin) bringt einen Schlußantrag ein, der mit großer Mehrheit angenommen wird. Nachdem Süßheim unb Hildebrand noch einmal zu Wott gekommen sind, folgen eine Reihe persönlicher Bemerkungen, worauf die Abstimmung vorgenommen wird. Die Radikalen begrüßen das Ergebnis mitlanganhaltendem Beifall und Hänbeklatschen. Tas Ergebnis ber Abstimmung ist, daß die überwiegende Mehrheit sich für die Ausschließung Hilde- b . a n b s ausspricht. Nach der Abstimmung sanden teilweise sehr erregte Szenen zwischen Radikalen unb Revisionisten statt._ Reichs tag-r-abgeorbneter Molke nbuhr berichtete sodann über den nächsten internationalen Sottalistenkongreß. TO b st b au: von Stadt Bad-Nauheim, Kurverwaltung Bad-Nauheim, Graf von Solms-Rödelheim zu Assenheim, Theodor Breidenbach-Bad-Nauheim und Frhr. v. Hagedorn-Bad-Nauheim. Herr Moogk gab eine Uelwrsicht über die Tätigkeit der Landwirtschaftstammer zur Förderung des Ackerbaus und Obstbaus, wozu auch die Veranstaltung von Ausstellungen und Schauen gehören. Er dankte ferner der Regierung für Bereitstellung von Mitteln für diese Zwecke. Seine Rede schloß mit einem .Hoch auf den Landesherrn. An zweiter Stelle sprach Oekonomierat Spieß im Namen des Oberhessischen Obstbauvereins. Er schilderte das Wirken des Obstbauvereins bei den Ausstellungen, die vom Landwirtschaftskammer-Ausschuß durchgeführt werden. Er entschuldigte das Fernbleiben des Vorsitzenden vom Obstbauverein, Zlreisrat Schliephake, und wünschte, daß die Tätigkeit des Obstbauvereins auch ferner in gemeinsamer Arbeit zum Segen des oberhessischeu Obstbaues gereichen möchte. Unter Führung der Ausstellungsleiter, Dr. .Hoffmann für Obstbau und Kr eu tz-Gießen für Ackerbau, erfolgte nun der Rundgang mit entsfftechender Erläuterung, wobei sehr zahlreiche Einzelfrageu von den beiden Ausstellungsleitern entsprechend beantwortet wurden. Als Preisrichter für Alckerbau fungierten die Herren Professor Dr. Gisev ins-Gießen und Landtagsabg. Fenchel-Ober-Hörgern; in Obstbau richtete Obstbautechniker Koch-Alsfeld, ein weiterer Preisrichter war Bähr-Rohrbach. Der Besuch der Ausstellung war bereits am Samstag recht gut, die schöne Einrichtung und Ausstattung erntete allgemeines Lob. Auch am Sonntag erfreute sich die Ausstellung eines zahlreichen Besuchs. Verschiedene Gruppen erregten besonders das Interesse der Besucher, so ein zierliches Häuschen, das Landwirt Breidenbach mit allen möglichen Feldfrüchten ausgeschmückt hatte, ferner eine Blumenauf- stellung des tfunftgärtnerg Karl Dewald. Die Gewerkschaft Weißenburg-Garbenteich hatte ihren bewährten Magnesia-Düngekalk ausgestellt. Photographische Aufnahmen zeigten den Grubenbetrieb des Werkes, seine Mahl- und Trockenanlagen, sowie die erfolgreichen Düngungsversuche. Um i/24 Uhr erfolgte durch den Vorsitzenden des Land- wirtschaftskammer-Ausschusses, Landtagsabg. Breidenbach- Dorheim, die P r e t s v e r t e i l u n g. Er dankte besonders den Organisatoren der Ausstellung, Dr. Hoffmann und M. Kreutz, für ihre Tätigkeit, sowie den Ausstellern und den Preisstiftern. Die Landwirtschaftskammer habe allein 600 Mark für Preise vorgesehen. Darauf berichtete in ausführlicher Weise der Landwirtschaftskammerbeamte Kreutz-Gießen über den Ackerbau, während Obstbautechniker K o ch - Alsfeld den Bericht über die Obstausstellung erstattete. In einem kurzen Schlußwort dankte Landtagsabg. Breidenbach auch den beiden Berichterstattern. Tie Prämiiernngsergebniffe sind: A. im Ackerbau: Klasse 1, Beste Gesamtleistung im Ackerbau in bester '2CuMtattung: Ten Ehrenpreis des Barons von Frankenstein erhielt Wilh. Breidenbach-Melbach; Klasse 2, Winterweizen: 1. Preise O. Rieß-Weckesheim unb Wilhelm Allvater Melbach, 2. Wilhelm Breidenbach-Mclbach, 3. Georg Betz-Melbacb unb Philipp Kleberger ll.-Melba cd: Klasse 3: Sommerwei^n: 2. Preis Otto Rieß-Weckesheim: Klane 4, Winterroggen: 1. Preis Wilh. Breidenbach-Melbach: Klasse 5, Gerste: 1. Preis Otto Rieß- Deckcsheim, 2. Wilhelm Altvater-Melbach, 3. Georg Betz-Melbach: Klasse 7, Hafer: 1. Wil littm Allvater-Melbach unb Wilh. Breidenbach-Melbach, 2. Otto Rieß-Weckesheim. Klasse 9, frühe Speisekarioffeln: Ehrenpreis O. Meß-Weckes beim, 2. Preis Ebr. Grüneivalb-BadNaubeim, 3. Wilhelm Breibenbach-Melbach, Diplom Wilh. Allvater-Melbach: Klasse 10, Kartoffeln mittlerer Reifezeit: Ehrenpreis Ehr. Grünewald-Bab-Naudeim, 2. Preis Wckh. Allvater Melbach, 3. Bürgermeister Walther Daucrnheim, Ehrendiplom O. Rieß-Weckes beim und Wilh Brerdenbach-Mel- bach; Klasse 11, Kartoffeln nut später Reifezeit. 1. Preis Wtth. Breidenbach-Melbach, 3. Ehr. Grünewald unb Bürgermeißer ler-Bauernheim, Ehrendiplom O. Rieß Weckeslxim, Diplom L Altvater-Melbach und Phil. Stieberger U.-Melbach: Klasse Futterrüben, 1. Preis O. Rieß-Weckcsheim, Wilhelm bach Melbach unb Ehr. Grünewalb Bad 'iKaubeim, 2. I. $ ler-Bad-Nauheim: Klasse 13, andere Rüben: Wilhelm rater Melbach, 3. Wild Breidenbach, jtyrenbiplom Klasse 14, Grünfuttergewäckie, Ehrendiplom Wi.! Brett m dc Melback: in Klasse 15 wurden feine Preise vergeben: Klone " Pflan^enzüchtung iKattoneln aus Samen gezogen . Dcwald-Bab-Nauheim: Klaffe 18, Gemüse unb "artengr^ä/ Ehrenpreis Bi na Börler-Bad-Nauheiick, jbrenbiplom Äarlltl walb-Bad-Naubeim; Hilfsmittel sür Ackerbau: Dipolm für lum mittel: Gewerkschaft Weißenburg -Garbenteich B. im C b ftb a u: Klasse 1: Den Ehrenpreis ber Kurverwaltung erhielt btt 3m Bad Nauheim: Klaffe 2: 1. Preis Heinr. Möller Fnebdero» I. P. Ehr. Schaicr Bad-Nauheim. Tlplom Th Brnbenhai. Bab Nauheim; Klasse 3: 1. Preis Eugen Föhr-Bad 2. Fr. Kucke-Bad-Nauheim, 3. Th. Beeiden bach-Bad-Nautz^ Diplome: Ehr. Grüneroald unb H. Langsdorf Bad Nau da, Klasse 4: 1. Preis Th. Brcchenbach-BadMaulx-im. 2. Vür»» meiner Waller-Bauern heim, 3. K. Aletter Bad Nauh.im, S. P. Ehr. Morler Bad-Nauheim: Klaffe 5: 1 ^rn* Breidenbach-Bab-Nauhcim, 2. K. Aletter-Bad Nau heim, 3 g Fleischhauer-Bad-Nauheim, Diplom: I. P. Ehr. Schäfer--^, Nauheim unb Ehr. Grünewald-Bad Nauheim.; Klasse Etzn». preis: Ioh. P. Ehr. Schäfer-Bad-Naubcim, 2. K. VUetter Nauheim, 3. K. Fleischhauer Bad Naubeim, Diplome: meister Waller-Bauettcheim, Ehr. Wrüneivalb Bad 'llaubeun. ' P. Ehr. Mörler , Th. BreidenbachBab Nauborn; Klass,- 7 ' Ioh. P. Ehr. Schäfer Bab Nauheim, 2. K. Fleischhauer heim, Diplome: K. Aletter >, H. Langsdorf-Vad-Aaalm, I Klaffe 8: 1. Preis K. Aletter-Bad-Naubeim, Sivlcme: ». Brechenbach, Stadt Bad-Nauheim: Klasse 9: 1. Preis Ptz. benbach-Bad-Nauhettn, 2. Ehr. Grünewalb Bad-Nauheim, 3 P. Ehr. Scktäfer Bad-Nauheim, Diplome: K. Fleisclttauer. Sri Aletter-Bad-Nauhcun; Klasse 10: Ehrenpreis ber 5mb: Nauheim Franz Kucke, 1. H. Müller-Friedberg, 2. Ehr. lvalb-Bab-Nauheim, Diplome: K. Aletter, PH. Aug Tambr.cr. Bad-Nauheim: Klasse 11: 1. Preis E. Föhr Bad Nauhnm Aletler-Bab-Naubeim, Diplom: Ehr. Gttinewalb Bab-Nauheir Klasse 12: 1. Preis I. P. Ehr. Schäfer-Bcw-Nauheim, 3 ft Grünewald - Bab - Nauheim, Diplom: Aletter-Bad Naulnr Klasse 13: 1. I. P. Ehr. Schäfer, 2. Aletter 'kxid-Nauhn»' Klasse 14: 2. Ioh. P. Ehr. Schrser-Bab-Nauheun. Lu», H. Langsdors-Bab Nauheim; Klaffe 15: 1. Ioh. P . hr Zchcfr Bab Nauheim: Klasse 16: Ehrenpreis Joy. P. Ehr. 3twß Bad-Nauheim; Klasse 17: 1. K. Fleischhauer-Bad Naudciv, ; Bürgermeister Waller Bauern heim, Diplome: Ioh. P. Chr.tzM fcr, K. Aletter-Bad-Naul>eim: Klasse 18: 1. Preis Ä. MMtz Bad-Nauheim, 2. Fr. Äuko-Bab-dkauheim, 3. Ehr vttüiMh Bad-Nauheim, Diplom: H. Möller-Friedberg; Klaffe 1|; i Fr. Kuko-ätzad-Nauhettu, Ehrendiplom: Th. Brechenbach Bchch» heim: Klasse 20: 1. Heinr. Kreuder-Friedberg, 2. Th. WM bachBad-Nauheim, 3. K. Alttter Bad-Nauheim, Twlo»: k Kuko-Bad-Nauheim; Klaffe 21: 2. Ioh. P. Ehr. SchäsaW Nauheim, Diplom /.Wilh. Friedrich^Bad-Naul)ettn, EbreidWU Scherer u. Co.-Friedberg, 2. Polizeikommissar Schilbw-icktn 80» Nauheim, Diplom: Frau Dora Mah-Staden; Klasse 22: l Polizeikomwissar Schttdwachtcr-Bad?cauheim, 2. Frau B. iua Friedberg, 3. Heinr. Möller-Friedberg; Klasse 23: EhmtM: Fräulein Mörler-Bad-Nauheim, 2. Frau Bogel-Bab-N«tz«. 3. Fräulein Sophie Mopter-Friedberg, Ehrendip-lont: Sre 6e> mes-Bad-Nauheun, Diplom: Frau Möller-Friedberg: ÄUflt 1. 'Fräulein Soplste Moxter-F-riedberg, 2. Frau Vogel-BabH»> | heim, Ehrendiplom: Fräulein Möttcr-Bad-Nauhnm, liM» j Frau Hermes-Bad-Nauheinr; Klaffe 25—26: EIrn-nbttl« I Krausch u. Mank-Bad-Nauheim, I. Baumeister Friedberg, iwnge und Weber-Bad-Nauheim, A. Siinon Bad-Naul?eim Jlu^ee wurden verliehen für Gesamt le i stungen im 0 b frbaiefl Ehrendiplom und ein Zusatz-Ehrenpreis von Föhr unb HM« 1 an Th. Breidenbach-Bab Nauheim, für bienen > üdr Leistungen ein Ehrendiplom an Lehrer Runk-OkaM. ■■ 1 '■■■* Kongreß für Säuglingsfürforgc. bs. Darm stabt, 21. Eckt Nachdem bereits gestern abend im Hotel „Zur Traubt <1 zwangloser Begrüßungsabend ftattgefunben hatte, wurde Vt vormittag 10 Uhr ber eigentliche Kongreß eröffnet, mi b» auch bie Großherzogin erschienen war. Den Vorsitz rübrj' r Kammer Herr ber Kaiserin Dr. v. Behr Pinnow, ber dic SW mit einem Hoch auf die Kaiserin unb bie Großherzogin erönac Ter Präsibent bes Reichsgesunbbettsamtes, Wirkl. ükten: Oberxegierungsrat Tr. B umm , überbrachte bie Vüajche k Reichsgesunbheitsamtes unb erstattete Bericht über bie sterblichkett Er hob besonders hervor, daß gcrabe Vriifl r beutenbe Fottschritte in bet Säuglingsfürsorge verzeichnen l» j Im Namen ber Regierung begrüßte ber Minister bet 3«« v. Hombergk ben Kongreß. Auch für bie Hessische für Säuglingsfürsorge sprach ber Minister unb machte «n Mitteilungen über ben Stanb ber Säuglingspflege m WJ- Sanitätsrat Tr. Habicht überbrachte bie Wünsche b*’? £xiiMr Acrztevereins. Ten Willkomm der Stadt Darmstadt ft- brachte Bürgermeister Müller. Nach ber Begrüßung sprach zunächst Professor Tr. L ri stein- Berlin über Säuglingspflegcrinnen Ter 9* ner führte etwa solgenbes aus: Vor allem muß bie Nolwendi<-k ber Scheibung in ber Art unb Dauer ber Ausbildung von Persönlichkeiten betont werben, bie sich ber Säuglinckskranhrrl k einschließlich ber offenen Fürsorge unb solcher, bie sichd" 1 milienpslege wibmen. Es besteht in erster Linie die Attweir f feit, einfach vorgebilbete Mäbchen zu Säugliitgspflegerinnev <» zubilben. Dafür spricht die Bebürsnisfrage unb bir laKii baß eine einheitliche Organisation ber Ausbtlbung um 10 m burchführbar sein bürste, je einfacher sie gcftaltct wirb, je genö bie Anzahl der verschiedenen Arten von Pflegerinnen tft. * J! bem bürste es barüber hinaus notwenbig fein, daß vor. einige deutfche Anstalten auch gehobene Säuglingsf l> ttnr 1 für bie Familie ausbilben, um fremblöndischen (riniliL » zuschalten. Tann sprach Professor Ibrahim- München über llngskrankenpslegerinncn". Er stellte etwa iolgenbe Lcitiä^ Tic Säuglingskrankenpslegerin bebarf einer grünblichen bung als einfache Säuglingspflegcrin unb als Kranrnitnl . Tic Ausbilbungsbauer soll sich auf zwei Jahre erftrcccn L” ben (Mng ber Ausbilbung im einzelnen lassen sich llmr y Regeln aufstellen. Ten einzelnen Anstalten wirb bei bet fetzung ihrer Anfnahmebebingungen hier freie Hand gcl. werbest müssen. Eine bringenbe unb für bie Turchfübrunt heitlicher Ausbilbung in der Säuglingskrankenpslepe unnlSf Forberung ist bie Einführung eines staatlichen Diploms lui Säuglingskrankenpflegerin. An ber sich daran anschließenben Aussprache beteiligte« eine große Anzahl fRebner. Nach einer Pause sprach Dr. Rosenhaupt - Fronffutt über: Säuglingspflege als Lchrgegenstand in ben Unterrr^ anstallen für die ivcibliche Jugend. Die notwendigen ® ber Säuglingspflege zu vermitteln, ist eine Ausgabe der Ec. j hcit, in deren Interesse die Vermeidung nutzlosen etreben* * j bauernder Minbcrwettigkeit liegt. Die Säuglingspflege mui;- in den Lehrplan des allgemeinen Schulunterrichts ou'a-nor werben, damtt der Stoff der gesamten weiblichen Jugend verr» unb schon srühzcitig ihrem Interesse näher gebracht wud # ber Volksschule sind schon jetzt Anknüpstmgspuntte n» Unterttcht vorhanben. Der theoretische Tett iu in ber $ naturwissenschafllichcn Unterttcht gehörcnbcn GesundheiwX^ bcbanbeln: der praktische läßt sich mit dem bauSWitfiaait-v Unterricht verbinden. _ Als zweiter Redner zu diesem Thema sprach ötoe Gürtler- Berlin, der etwa folgende Leitsätze antstelw näher erläuterte: Da tnc Schulpflicht vorläufig nur oc N uni MitnKlmrNi rr»l»gt U*4- b. ToONleilittl. Aeel wUtkt. cnjoIckC «rlrUcH. Xu haben in aUen Apotheken u. Drogerien« 3k L639L fiir itülninfien iieroäbrcn. Stadtverordneter Stein Main» be- eit bnfi bic TVragc bet WencralDormunbiibaft sich nicht allgemein Deutscher ICognac; Nr. Am 1 Uhr 25. Eept. vorm. M U II n 36 nächm. 1 Uhr vorm. 9 n Uhr n Uhr nachm. 2 n u Baum Nr. 1 Am nachm. 12*/, Uhr n Nächst Grünberg Ludwig Clemm. n 6194) 28. Sept. Uhr nachm. Uhr vorm. Uhr nachm. Uhr vorm. 30. Sept. 2 Klingel-, Tetept u 2 I 2 » 65 I.Okt. Celephon 487 Celephon 487 464 vom 14. bis 20. September 1912. scuche in bestehende Obst wie folgt versteigert werden: ii 12 8 9'/, 1 15 113 11 8Vi 11 8 9 42 100 35 17 Z 2 9 UV: L Oberhörg.-Kreisgrenze ■ii ^Grünberg-Röthges 43 13 42 n !• 24 15 Annahme-Stellen in Alsfeld u. Weilar. Regelmäßiger Fuhrwerksverkehr nach . . . töeßlar und Bußbadi. • • • Täglicher Polt- und Bahnveriand. Uhr n 17 19 106 34 114 76 37 9 SV, 9 91/, ttn.,- 276 65 10 11 79 w Beltershain „ d Provinzial- Siechenhaus A.d.SrciSbaumsch. Am OrtSauSgang Niederbesstngen OrtsauSg. Münst. Nächst Geilshaus. Blitzableiter Anlagen. M«-erur Leleachtiu^s - Körper 8 9V, 11 9V, 11 Vt 9 10 V, 63 30 6 9 49 44 45 Baum » Dampf=Wdiardtalt Edelweiß Sieheu • Krofdorfer Straße 12 Installatilm elektrischer Licht- u Kratt-Anlagen. Familien=Wärdie In unübertroffener eleganter Ausführung, fdirankfertig bei separater und garantiert schonender Behandlung, sauber und blendend weiß liefert die „ Sesielbach „ Londorf Am Pftngstkopf Nächst Gr.-Linden h Hungen An der unteren Ziegelhütte Nächst WeickartSh. AmBahnh.Hofgill Nächst Eberstadt „Oberhörgern An d. Kinderschulc (B’V, rjri'it lasse. Als letzter spricht Tr. Etfler-Danzig .An seinem Schlusswort wendet sich Geheimrat Taube gegen ^ich-Niederbesiingen Niedcrbessing.. Münster 'm r, . Nünster-Wetterfeld Beltershain Geilshaus. Äeilshausen-Kesielbach steffclbach-Londorf Londorf-Nordeck Nainzlar-Trcis a. Lda. Gr.-Linden-LanggönS Hungen-Langsdorf Krünberg-Mücke Pferde und andere Einhuser. . . Ochsen......... Bullen Rübe Jungrinder über drei Monate all Kälber unter drei Monate alt Schweine Schale Ziegen Hunde Saarbrücken, 21. Sept In ?Innx|e«5ctt des Tranbenten des Landwirtschaftlichen Verein» lür Nheia- preutzen. dürften »u «ied, wird morgen die « rolsnung b e r Prooiu11al - AnSltel 1 ung de» genannten Berrin» statt- finden, die di» »um 29. September bauen, 'v,rd und u. a. mü 12 Ouo von AuSstellen, herrührenden landivinfcha'U,che» 'Maschinen beschickt ist. Obstvecstelgerung Winnerod. Dienstag, den 24. lfd. Mts., vormittags gl/, Uhr, versteigere ich meine diesjährige Obsternte, bestehend auS feinen Tafel- und guten Wirtschaftsäpfeln. sowie Virneu. Zusammenkunft vor dem Hofe. Winnerod, den 19. September 1918. 2V, 8V, 9V, 1 bach Wiescck Allenbuseck Trohe Nödgen >llcin-Lindcn Dutenhof. Klein-Linden-Lützellind. Lich Ebcrstadt bis Coln- Hausen Lich Steinbach bis Wald Grünberg - Lindenstruth bis Wald Grünberg-Bcltershain Acltershain-GcilShauscn b. Abzweig n. Lumda Gieß.-Steinbach b. Wald £ ™, 2. i.» 47 29 2 200 8 aus französischen Weinen Hervorragendes Erzeugnis! der Cognac brenneret: Landauer & Macholl Heilbronn Nur echt nrit dtr Hammer • Sditrtzeiarke. Überall »Gießen-Rodheim Kirchberg-SichertShaus. Odenhaus.r Staufenberg Hungen-Inheiden ilipl)c Berstadt Climbach-Beuern Beuern Allertshausen Beuern-Allertshausen Hof Albach Steinbach Steinbach-Gieß. b. Wald Gießen Leihgestern Leihgestern-Steinberg Watzenborn Garbenteich 'Gietzen-NeiSkirchen liciskirchen-Hatlenrod 'Rciskirchen-Lindenstruth )!üddingshausen«Decken nachm. 2 Uhr twrni. 91/, Uhr „ UV, r nachm. 121/. Uhr vorm. 91/, Uhr rjj.-gen. Prof. Pclter - Solingen warnt vor einer Schadloni- i-TLDiq „Schaffen Sic nicht noch mehr Paragraphen, sonst «r ’n wir nm" den Paragraphen ein!" Tr. B i d a l" Darmstadt nicht die Tätigkeit der SxfWcfrn Zentrale. Tr. Tal bot- *11, Tr. Weiß- Wien, Tr. Gövpert - Göttingen sprechen icifalls zu diesem Thema Schwester Sri. Schubert- Darm- »I spricht über die Darmstädter Beratungsstellen, die keine Bar- An d. Turnh. Lich ft?' *-l ^StWr^j 3: l.g Jitter. t*berü, 2 r innwlt.Afi r E M M isK) Nächst Glimbad) ,. AllertShaus. „ Beuern Abzweig n. Albach OrtsauSg.Steinb. Am ÄreiSmagazin Nächst Steinberg „ Watzenborn „ Reiskirchen Prima Kognak-Verschnitt Diese Ware zeichnet sich besonders durch milden Geschmack auS, ist frei von Äetberbeimischungen, ferne», m srau;östschcr Äri verschnittenes Weindestlllat, oer Ltt.« Flasche ^'.stark 2.25. ferner empfehle ich erstklassi«en französischen ttognak. VI Eb Dort, Walltorstr. 45. II®», Mittel» und höheren Mädchenschulen ober Lvceen vor- fr cn ist, must die Säuglingspflege in diesen Anstalten gelehrt t :en. Zur Befestigung und Vertiefung des Gelernten must he 'iLglingspflege auch in die Lehrpläne der Horrbilbunas-, tzau Lungs- ober anderen Fachschulen ober Obedycecn ausgenommcn »-kn. Der Unterri(f>t*iton ist dem Alter der Mä. chcn an r cssen. Reben der Schulung der Aerzte für den besonderen I, erricht in der Säuglingspflege bad der Versuch nutzt unter j e, werden, hierfür auch die Lehrerinnen der dauswirtsktzaflllchen H *er durch theoretische und praktische Unterweisungen .u de- liircn. Bei Neubauten iür Mädchenschulen jeder Art sind überall rr vornherein nicht allein Räume für den Hauswirtschaft!,chen [rtrridrt, sondern auch für die Unterbringung von Shnber- ,2fn unb Mripren vorzusehen. Inzwischen hatte Exzellenz Lingner-Dre-den den Voditz txmommen. 3n der sich anschlietzenden Aussprache wurden viele $or- diflr zu diesem Thema gemacht. So regte eine Schwester an, kj Spiel mit Puppen in der Schule. Rach kurzen Schlustworten der beiden Rderenten schlost die nt’fle Tagung. Bekanntmachung In das Handelsregister ?(bt. A ivurde heute eingetragen: Die Firma Sigmund Jacob zu Giesten. Znhabcr Sigmund Jacob, Kaufmann zu Giesten. Der Ehefrau des Sigmund Jacob, Emilie geb. Levi jti Giesten ist Prokura erteilt. Angegebener ®e» chästszwcig: Kurz-, Weist- und Wollwaren en groS. Gießen, den 20. September 1912. ü"/s Großherzogliches Amtsgericht. OrtSausg. Wieseck „ Trohe Am Baum Nr. 1 ii m na 27.2sept. n v l>ollak. Tann tritt eine Pause ein. Nach der Pause wird tn der Tagesordnung sortgesahren. Urbcr i' „gesetzliche Regelung des Arippenwesens in Tentschland" tntit lucrft Cbrrnrjt Tr. Rott-Berlin. Er behandelt die aifabrn, Entwicklung und derzeitigen Stand des Arippenwesens. !k V. ringe Perbreikung der «rippen in Deutschland ist zum Gut- 11 mii ihre schlechten Erfolge unb die dadurch bedingte Mistis 11erunfl uiruckzusühren Die Miststände seien in dem mangdn- t Verständnis der leitenden unb maßgebenden Persönlichkeiten Landwirtschaft. Schlachtvieh- unb Fleischbeschau im deutschen Reiche. AuS der Zusainmenstellimq des .siaiserlicheu Statistischen Amte« der im 2. Viertesiahr 1912 deschauten Schlachtlierc ergibt sich, daß der Schlachtviel)- und Fleischbeschau unterzogen luiubei, im 2. Vierteljahr 'MvW: wMicvfe' MU- )vh. 1 0 - ttel i. 3. Lhr k bberg; Sui • Mato »berg, 2. iauheiin, ui, Gb: ii ßaukra, ;r iW 3ätc<»| ■laben;,)tjr j vorm. 9 .. 11 iilhrr Technisches Kureau bS. Darmstadt, 22. Sept. I Am Sonntag früh 10 Uhr wurden unter dem Vorsitz des nrmerhrrrn v Behr-Pinnow die Verhandlungen wieder auf iicm men. Wiederum war die Grostherzogin sowie die Minister tiomberflt und Braun erichienen. Zunächst sprach ^ehnmrat Tr Taube- Leipzig über „Be- - i'rmunbfcbaft, Pslegekinderaufficht iutb Mütterberatungsstelle". Menberm Schutz bebnri das uneheliche Kind. Der Einzelvormund (gl oft: die Zustände erfordern cs daher, dast eine allgemeine Kllidic Vormundschaft tHeneraloormunb, Beruisvormundi an : uriorge der Mimin- ür die lifttr uni। s» iugling^iilK. )ie 23ünfcx tobt 2ai^- ft Pwim-' egerinr^ -in muB.ij1-' ■ ?r Au-bil er Läuglias! -er Linie»! .äugli'i^’; sftage nni-, Wbildnng - 1W=V. iligj!1*;::' ne E :dland>!lp lira« einer A.;-, i(iS^ aakl'ip Kissi oer strippen und iw der chronischem Mittellosigkeit bet Krippen vereine »u suchen. Heber die „Aerztiich-bvaieni chen Fordernngen" zu dieiem Thema spricht bann Vo’rat M eier-Münck^n Al» letzter Redner bteriu spricht ‘tkqu-run^aüdi'oc Freiherr von Wtl m o w» k i - Berlin über die Turch'ührung einer behördlichen Regelung. An der flueiprarhe beteiligen sich Prof. Tr. Lang »ein Bedin, Tr. Freund-Breslau, Tr. Grosse - Leimig. ?rrau Gumps- Frankfurt a. M. und Tr. BSHm -Franl'urt Berichiebene Redner berichten über die Ansteckungsgesahren tn den »rippen. Rach den Schlustwonen der Referenten ist die Tagesordnung edchöpit »ammerberr v. Behr-Pinnow bebt hervor, dost der diesjährige itongrest den stärksten Besuch auhuroetien batte, l^biiinrat Taube Leipzig dankt dem Boditzenden für die Leitung der Verhandlungen Ter Mangrest ist damil geschlossen.___________________ Nachweisung über den Ltand der Manl- und Ulanen- Nährtunst! Obst ist sehr gesund, gelocht jedoch ist es noch weit bekömmlicher als roh. Milch ist an und für sich zu den besten Nährmitteln zu zahlen. Mondamin enthält viel Nährstoff und ergibt, mit Milch gekocht, den köstlichen und bekömmlichen Pudding oder Milchflammeri. Daher sind Mondamin- Milchspeisen mit geschmortem Obst hoch zu schätzen und somit eine gesunde, leichte Nahrung für jung und alt Beachten Sie den Rezeptbuch Zettel im Mondamin-Paket, überall erhältlich ä 60, 30 und 15 Psg. Normal-Unterzeuge für Damen und Herren. A. Salomon & Cie. 26. Sept vorm. V " Obst» Versteigerung An den SreiSstraßcn des Kreises Gießen soll das auS meist besseren Arbeitsvergebnng. Die im Orte «lcinlinden aiiSzufiihrenden Gosscnpflasterilngen im Betrage von 1452 Mk., die Zemcntrohrlieferung mit 16.80 Mk. und die Man erarbeit mit 47.64 Mt. sollen im Wege dcS schrist- lichen Angebots vergeben werden. Offerten sind bis Mittwoch, den 25. September, vormittags 11 Uhr, an Großh. Burgermeisterci Klemlinden ab- zugeben, woselbst auch der Voranschlag einznsehen ist. Gießen, den 19. September 1912. I. A.: Rohrer, KreiSstraßenmeister. b»/, Obstverfteigerung. Am Donnerstag, den 26. September, von vormittags 10 Uhr an, sollen die Acpfcl von zirka 150 Bäumen öffentlich meistbietend versteigert werden. 6350 Arbeiter-Kolonie Reu-Nlrichftein. 0 1 3 strei» Hm 14. September waren verseucht: Boni H. bis 20. Sept, lind neu verseucht : 20. Ceüt. ist die Seuche erloschen in: Darmstadt . Kranichstein — ^enßbeini . — — —• Dieburg . . — — — Erbach . . . Neustadt, Hetschbach — —- tor.-®erau . — — — tifppenhfim — —— — Cfieiibarf) . — — — Ziehen Lang-Gönü — —— AlLsild . . . Gontershausen — — Büdingen. . — Echzell Echzell Friedberg . — — Lauterdach. — — —— Schotten. . •— — — 'Mainz .. . — — — Alzey.... — — — Bingen. . . — — —— Oppenheim. — — — jVorm« . . . — — 1912 1911 38 649 28 710 129 216 133 303 115 652 113 694 421 820 419 527 225 650 211 447 1 309 106 1 306 425 4 302 «62 4 125 367 454 938 471 299 204 235 176 786 1237 929 Benennung der Straßenstrecken Zeit der Bersteigerung "5 ----- ( Zusammenkunft . und sonstige Bemerkungen Persönlicher Besuch erbeten. Broschüre Nr. 18 kostenlos. Deutsche Otophone Co. Herr Heinrich Wilke «et« Herr Heinrich Wilke vcrnr Pflichtbewusstsein erfüllt. Tätigkeit von treuestem Hause und bei allen die sich in meinem Andenken gesichert. hn kannten, das beste Giessen (Dammstrasse 37), den 23. September 191 C. Klingspor D“A ine amu Kü jid) Löwcngasse 20 Telephon 692, 6366 Dank, 6731 Gießen, den 23. September 1912. Süd-Anlage 7 6006 Süd-Anlage 7 Kein Rauch! Keine Schlacken! Kein Russ! Grosse Bitze! Langdauernde Glut! Ledcrpl Union-Briketts! ler, K Dekorationen Erhältlich in den Kohlenhandlungen! rnot Lang-Gön s. cpt. 1912. iMiie ^ioiu feine tun t*nn erji tqotyte Ul tzM itaklijche in, und K5 man W f auf« jitctiK stunde, pichein willen denen, die uns bei dem schweren Verluste unseres lieben Kindes treu zur Seite standen, sowie für die überaus zahlreichen Kranzspenden sagen wir Freunden und ^Bekannten herzlichen RoUbahnfabrik lfrankfini.il. Amt I, 1570. —■ 1 Am 21. d. Mts. verschied nach kurzem, schwerem Leiden mein Chauffeur Giessen, den 23. September 1912 Handarbeitsschule und Pensionat von Frl. Landmann, Giessen Porzellan- und Glasmalerei usw ^Yein igt, bleicht und fchoni die Wäfdie Ueberell erhSliUdi . Seifenfabrik Aug. Jacobi^r^j Dannttedl Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten, sowie Kunstarbeiten, Brandmalerei, Tiefbrand, Schnitzerei, Die Beerdigung findet Dienstag mittan 1 Uhr statt. 6353 der A > Iler i Staate llnabhc dernich für bei ju befö ein um len uali \ tussichl über da unruhig flanDltd im M I seine t ajiat die der Am Samstag, den 21. September 1912 verschied nach kurzem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden mein innigst geliebter Gatte, unser guter, treusorgender Vater, Sohn, Bruder. Schwiegersohn, Schwager und Onkel Wir bringen Ihnen das billigste und beste Heizmaterial! der Bestattnngsgenosseufchaft der freien «chreinervereinigung Gießen Kompl? Gleisanlagen zu Kauf u.Mfeie letzten Stunden seiner langjährigen Die trauernden Eiterns: Heinrich Graf und Frau Fl. 50‘Bf., tötet sicher O Kopflaus in. Brut. CttoSdiaaf, SelterswegA» Die tieftrauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Frau Emma Wilke, geb. Feusser, und Kind I Komme am Mittwoch, den 25. rkltlsrllM! zum vr- Markt nach «ieken mit grollen Ladung Blech-, Emaille- u. Zink*» und verkaufe diese zu «taunend billigen h.. Ferner einen großen Posten Blech-. Draht-, bach und Emaille waren BT 1 Stück 35 Pfg-•< Nt' 1 Ifk. -W! Bringe nur prima QnalitMt-warr • Berkaus, (erkenntlich an meinem hellblauem x*reie w mit Firma: Blech und (»maillewarenlager von r . Glober II. Witwe NUS Dieburg. im Alter von 36 Jahren, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten schmerzerfüllt anzeigen. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr von de Kapelle des neutin Friedhofs aus statt. gsoo Alle Magen- u. Darm leidende. kranke. Blutarme usw. enen, u gesunden, das S111t Ö 1t svroi echte Kasseler v verleben mit Streifband ur!.b wein-roter Sdiuömorfc. iian einen Versuch mit unserer : Stets echt und irisch »U dienen bei (5arl Eckwaab, Metzger Aachs. Deute morgen 91 /., llbr entschlief sanft nach langen, schweren, in aller Geduld getragenen beiden meine liebe Gattin, unsere treu sorgende Mutter, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Marie Ebel geb. Ebel, im 41. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm August Ebel Klavier- Stimmen Reparieren Polieren C*/i in tadellos. Ausführung. Willi. Rndolph Großh. Hess. Hoflieferant Piano-Handlung und Reparaturwerks tAtte. Seltersw.9L Ferngpr.889 Kutscherverein. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Mitglieder von dem Ableben unseres Mitgliedes y»/# Heinrich Wilke geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet am Dienstag, nachm. 3 Uhr, auf dem neuen Friedhöfe statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung, -lusammenkunsl im Vereinslokal. Der 'Vorstand. Danksagung. Für die überaus herzliche Teilnahme während der Krankheit und bei dem Hinscheiden unseres geliebten Sohnes sagen wir Allen innigsten Dank. Ferner danken wir dem Deutschnat. Handlungsgehilfen-Verband, der Bürgergesellschaft und dem Kaufmännischen Verein für ihre zahlreiche Beteiligung. Besonderen Dank den katholischen Schwestern für die treue, liebevolle Pflege. RodbevgLlub Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder vom Ableben des Mitgliedes Heinrich Wilke geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Dienstag, den 24.1. M., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 6369 Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstund. Für jeden HauSbalt “WX 07566 "L"RoggenbrotMU empfiehlt und liefert frei HauS oder Verkaufsstelle ö K in ze n bar her Hübte bei Gle**en. tvernfpr. 770. Plockstrassc 7 8014 Fernsprecher 236 BÄ Vf -• ;>> i J.,*- U Verwenden Sie kein " Wifche mofdexvd.es modernes Wafchmittel sondern nur Weildreieck-Seife!