Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. von Der Kampf um die Dardanellen neuen isen am besten ist eine«1' fremden item 4O**50 II bezahlt nw appari Jaftgewinnung u.isic > der Vit chstei nn Telephon ■ werden, wenn der Krieg auf die internationalen Handels- Verhältnisse neuerdings störend einwirken toiirbc xic Sux» ! ei lsttt dies anscheinend eingesehen und ist ^^ch neueren Nachrichten wieder davon abgekommen, die schon beschlossene Dardanellensperrung wirklich durchzufi'ihren. Das französische Ministerium hat kurz vorder Vertagung des Parlaments noch einen Sieg davongc- traqcn, es hat die lange geplante Wahl re form m der Nt-onuner zu Ende geführt. Trotzdem dre grundlegenden Paragraphen mit sehr großer Mehrheit angenommen wurden, ist die Vorlage noch nicht über den Berg, denn der Senat hat noch ein Wort mitzusprechen. Clemenceau, der Spezialist im Ministerstürzen, hat bereits kräftig gegen die Einführung der Proportionalwahl mobil gemacht. In einer Versammlung von ungefähr 100 dem Proportionalwahlrecht feindlich gcgenübcrstehenden Senatoren, die auszer Meldungen die ursprüngliche Nachricht von etneni Kamps Anstichen den Dardanellenfor-tS und itcrlreiirschen^ Torpedobooten bestätigen, will men in Rom von diesem Vorgang so gut wie nichts nnssen. .,,, 9 Im einzelnen liegen folgende neue Nachrichten vor: K o n st a n t i n o p e l, 19. Juli. (Agenzia etcrani.) De. peschen von den Dardanellen meldeten nachts eme Kano - n a d e die bei denr Forts von uumkaleh stattfinde. Nach einem Gerücht soll es sich dabei um eine Aufstau ds- bcwegun g der türkischen Armee oder,Marine gehandelt haben. Einem anderen t^rücht zufolge waren fünf italienische Torpedoboote in vergangeiier Nacht um 1 Uhr vor Kurnkaleh erschienen. Das Fort hatte gan; vergessen, daß er nicht bei sich zu Hause, sondern m einer Wohnung war! Wenn Sie vom menschlichen Verkehr ab- geschnitlenwären. . . Mit diesem Satz beginnt eine Rundfrage, die ein russisches Buchhändlerblatt, der „Westnik Lllera- tury", an das Publikum geschickt hat, um leinen Geichmack zu Bil Bezu gavretS: monatlich 7bPs^viertel- ifibrlicb Mk. 9.20: durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Vtk. 2.— viertel« jälirL auAschl. Bestell-» Zeilenpreis: lokal IbPf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A.Doetz. VerantwoNlich Kit den politischen Teil: August Goci;; für .Feuilleton*, .Vermischtes* und „MeiictstSsaal": R. Neurath-, für .Stadt und Land": &S>cy; für den Anzeigenteil: H. Beck. — Kursus für R e l i g i o n s w i s s e n s ck a N und Re. l i g i o n s u n t e r r i ck t. Im Anschluß an die ^Jenaer Serien kurst wird vom 5.-10. August ein >iur|us lür Rel^tonSwilien- scha'l und Religionsunterricht stattstndcn, der wichtige ^wfst und Probleme aus dem Gebiete Der Religionsgeichichte und Re- ligionsphilofophic behandeln wird, lieber Die Vroph.len Israel- nnrd Professor G u n t e l - S i c st e n sprechen Er wird ihre ,geheimen Erfahrungen, ihre Politik, ihre nMichen und religioicn Gedanken ihre Schriften vom ästhetischen (yeiid-t-tninn? au^ und endliä' al«"- eine besondere Gestalt 3mmm behandeln. ^c,us von Nazareth und Jesus der Christus h.ißl das ^.heina, unter Dem Professor Bouiset aus Göttingen über Die Entstehung und Ausbildung des Ehristusglanbens in Der Urgemeinde wrechen wird. Tst Wunder im Neuen Testament behandelt Promwr Weinel- Jena indem er sowohl über die Dunderirage im allgemeinen, als über die einzelnen Wuiidergeschichten und ihre Verwertung im Unterricht sprechen wird. Lutber im Lichte der neunten Forschung ist das Thema von Prostssor K r ü g e r - G i e,tz e n, der eine kritische Ueberiidit über Die neunten Lutherda Stellungen, besonders auch die tatbolischen von Teniile undGriiar geben und unsere heutige Erkenntnis vom Leben,und der Bedeutung ^uthers darlegen wird. Endlich wird Profestor Weine! in einem iroeiten Zistlus von Vorträgen eine Auseinander,etzung über den Gottesglauben und die moderne Weltanschauung geben, in der Der B-rsuch, die Benan^. wortu na für den Schaden, den der Handel durch die Schließung der Dardanellen erleidet, auf Italien zu schieben, sei schon das erstemal mißglückt und werde noch in stärkerem Maste jetzt scheitern ..Trrbuna be- 'pricht heute die verschiedenen Hypothesen über die von den Dardanellensorts abgegebenen Schüsse. Sie halt es für möglich, daß infolge des Erscheinens einiger italienischer Torpedoboote eine Revolte oder Panik in der tur- kischen Flotte stattfand. Des längeren halt sich da» Blatt bei der Vermutung auf, daß die Türker euten Vorwand für die Schließung der Dardanellen habe schaffen wollen, die die letzte Drohung des jungtürkischen Kabinetts im Augenblick der Demission gegen die Machte sein wurde. Grornale d'Jtalia" schreibt: Wenn das Komitee für Ern- heit und Fortschritt die Dardanellen schliefst, um nachträglich seine Rache an Europa auszulassen, so handelt es sich um eine ernste Maßnahme. Aber es bleibt abzuwarten, ob die Wirkungen der neuen Drohung gegen Europa die sein wird, die das Komitee erwartet, „(viornale d ^talta hatte eine Unterredung mit einer kompetenten Persönlich, feit die erklärt hat, die italienischen >megs,chiffe hatten unmöglich versucht, die Dardanellen zu forcieren JDht üiet Torpedobooten würden die Italiener einen derartigen Versuch nicht unternehmen. Wenn die Torpedoboote vor den Dardanellen erschienen seien, um die turkifche Flotte zu überreichen und sie von den Dardanellensorts bombardiert worden wären, um die Schließung der Meerenge zu rechtfertigen, so beweise dies, daß die ^ungtürken versucht haben, die Verantwortung für den Schaden, der den neutralen Mächten aus der Sperrung erwachst, auf Italien zu wälzen. Odessa, 19. Juli. Die russische Schiffahrtsgesellschaft erfahrt aus Konstanttnopel, daß die Durchfahrt durch die Dardanellen nach Zurückweisung des Angriffs der Italiener wieder frei ist. leit' CombeS einberufen war, ist eine Studicnkofnmission zur Prüfung bcr-Bahtrciormirage ernannt robben b.e Ich habe jetzt einen poetischen Plan zu einem Allmanach, Der ein Gcdicbt von mir enthalten soll, welches nichts Anderes Üt, als ein Allmanach selbst, und zwar der Meinige, ^er gänze P an kam zwar nicht zur Ausführung, aber die tncrtrourbigllcn Zuge Darau'’’ finden sich in Den Nachtwachen des Bonaventura. Der Verleger Der ersten Ausgaben Der Nachtwachen war der Buchhändler Tienemann in Penig, zu dem Brentano um diese leit Beziehungen hatte, denn bei ihm enchien Lftern 1SU4 der erbe Mmd von Brentanos spanischen Novellen Für eine Beziehung Dienemanns zu anderen bekannten Grotzen der romantischen Zeit findet sich kein .Inhalt. _.. . Es gibt schließlich sogar eine handschriftliche Bestätigung der Verfasserschaft Brentanos, die sehr ichlagend wirkt: aui per leeren Rückseite eines Briefes von Wmkewiann an Brentano in der Varnhagenschen Sammlung in Berlin , lindes stch eme kleine Rötelzeichnung von Brentanos Hand, die die Szene, wts der dritten Nachtwache vontellt. ^Manche stellen der Nachtwachen lassen Marburg als den ^ckfauplatzderLandlung ver_ muten, und gerade Marburg war um die kritifche Zeit der Wohnsiß ~ranF)-rfKn Beweises, mit dem sich die Literarhistoriker noch zu beschäftigen haben, kann auf engem Raume nicht eingegangen werden. tären und 19 Mitgliedern der Linken besteht. Mich die der Proporttonalwahl abgeneigten Deputierten haben in diese Kommission 30 Mitglieder entsandt. Nach den «om- merferien wird also eine lebhafte Opposition gegen das Wahlgesetz sich bemerkbar machen, die dem Mimstcrium Poincarö sehr leicht ben Kopf kosten kann. Mluuchluh rüstet man sich in Frankreich für die Wahl de-.' Lrasi- denten der Republik, die um die Mitte des kommen den Januars stattftnden wird. Deshalb ist es von großer Bedeutung, wer an die Stelle von Pomcars treten wird, wenn er im Senat der Opposition gegen die Wahlreform nicht standhalten kann. Als kommender Mann im Elyscc wird auch setzt wieder an erster stelle Bourgeois genannt, der bekanntlich zurzeit dem Ministerium angehort. Weitere Kandidaten sind Ribot und D-eschanel, der neue .Kammerpräsident. Da Bourgeois stets kränklich ist und Ribot nicht genügend Anhang hat, um sich als Präsident durchzusetzen, scheint tatsächlich Poincarä die merften Chancen zu ha dem__________ Brentano — der Verfasser der „Nachtwachen der Bonaventura". Seit 100 Jahren wird gewöhnlich ans Die Rätsel frage der Literaturgeschichte, wer der Dichter der ,,Nachtwack>e!i des Bona- 7-ntura" sei, die AntwoN gegeben: schelltng. Bor drei Jahren hat Franz Schultz in Bonn ben Nachweis zu Npren perfudü, Daß S Äb vcttchollene Friedrich Gottlob Wetzel.ihr Dickster st., und ic-tzt versucht Erich Frank zu beweisen, dast kem--andettr als Elemens Briniano Die Nachtivachen des Bonaventura gr,ckUieben ■yihc Eine Fistle von Beweismaterial, das zum -teil von prost st or lluaiift Schmits stammt, bietet Erich Frank in einer über IDO Seiten langen Einleitung einer Neuausgabe der „Nachtwachen heö Bonaventura" dar. Die Die Universitätsbuchhandlung von tfarf Winter in Heidelberg demnächst erscheinen lasten wird ~ant Der Freuiidlickk.il des Verlegers können wir bereits beute au-, önefcr Einleitung ein paar der interestantesten^Beweustmtzen für hnC Verias'erschast Brentanos geben. Erich Frank wende: auf fric Bonaventura Frage, über Die es beute bereits eine ganze Literatur gibt, zum erstenmal das stilkrnifche Verfahren an. Ausfällig ist es, wie sehr die ungeordnete Rechtschreibung der ernten Ausgabe Der „Nachtwachen" Der Brentanos ähnelt, rote man sie etwa aus seinen Briesen kennt. Zei Frmtbwortern zeigt sich eine Willkür, wie man ne bet einem Klasst, chgcbudeti.il (etroa Lckielling oder Wetzel nie vorfände. Sehr aui'allig Ut ferner die umaemein bäitiiqc Anwendung der ^.ativendung c: '.> v. ... LtGe die das e tragen können, haben es auch, gerade rote bei a ibcreii Schroten Brentonas aus gleicher Zett, wahrend sich d-ese Eigentümlicksteit bei Den übrigen Schriftstttlern, am d'e man a-raten hatte, nickst vorstnbet. Unter lonittgen Aeh.st chk.tten — man kamt wohl sagen - Uebcreininmnuing des «tiL• ber Nachtwachen" mit Brentanos Schreibart in noch auf Du ruan Anwendung von Wortspielen unb Wortwitzen biiniiwet,en. Aar. b*r Verfasser einen Decknamen gewählt hat, ist wr Brentano michtä Außergewöhnliches, sondern eigentlich iogar bic .h.giL Durch Umstellung und geringe Veränderung von Brentano ergibt sj-st) wirklich der Name des Bonaventura. Aunerdem batte Breit imo in seiner Bibliothek mehrere Bücher des Mlstnkers Bona öoentura aus dem 13. Jahrhundert, und em ^s aitderen Äonaventura, eines ^cini.tcn ans dem 1b ^abrbunbert bat Brentano später ins Teutfche übertragen. , xte Jett, tu der d e Machtwachen des Bonaventura geschrieben sem mustert war wie man aus Brentanos Leben wem, mit Planen und Arbeiten er s -Alt' trotzdem ist in dieser Zeit tonst nichts Größeres von ihm eerschienen. 1803 schrieb er an seine fpatcre yrau ^ophte Aereai. iber seine Pläne folgendes: „Wahrhaftig, wenn ich alle mein poetischen Ideen reimen wollte, ich mußte Fabriken anlegcn. U 11 I* v* il * V •» V Y v. * z - -w- - . .. aramm aus ben Dardanellen will ein Tampferkapitan bei TenedoS 22 italienische ^rregSf chiffe und Transportdampfer bemerkt haben. Fünf Panzerschiffe hatten vor den Dardanellen gekreuzt. < Konstantinopel, 19. Juli. Die Nachricht von der Schließung der Dardanellen wird d e m e n l i c x t. Tie Pforte faßte noch keinen Beschluß. Man versichert. r-'.ßen Anhanges im Parlament auf lonerm n «w» k- .mrbeTincrjrit 5oit der Armee gegenüber dem »er- mrteten Palastregiment in dte Hcche »etragen und sallt , jltzlt eben falle durch die Armee, dte nmt.den Mbamsen h»d in s.ionb gellt Daß dre «rrsts f.chfo rasch loste, ist i t>t tut? Verdienst irgend einer poetischen.Stelle in der K-c(ci, sondern ein gewiß ungewollter Erfolg Italiens Währeiid sich der Krieg um TripoliS langsam hn lie-st und man \dyon von Friedensverhandlungen sprach, Mrde es vor den Dardanellen lebendig Zwar scheint in erste Nachricht, daß acht türkische Topedoboote allein ck^en Angriff auf die Darbanellenforts unternommen lei ten nicht ganz zutreffend gewesen zu sein. C» wart mehr als tollkühn gewesen, mit einer so winzigen Ltteitmckckft die stark befestigte Dardanellendurchfahrt cr- fttungen zu wollen. Aber Tatsache ist es, daß ein Kamps zfttscheu den Dardanellensorts und italieiiischen Torpeds^ lipr-ten stall gefunden hat. £b damit cincrn Wtc\^9b' br: italienischen Flotte erngelei^t norden sollte -derdie italienischen Boote sich bei d^ Dersolgiuig türkischer »Zweitkrafte zu weit vorgewagt haben, ^k ^rngewiß. Die biL jetzt vorliegenden Nachrick)ton über den Vorfall stammen sämtlich von türkischer Seite, wahrend inan i beitimmtto wissen will. Das ift allerdings kern Sctoci. dafür, daß die türkischen Angaben nicht sttmmen, denn italienische Telegraph ist von Begum des Krieges an nirr auf Siegesnachrichten eingestellt. Wenn alle Nachrich tcn der Agenzia Stefani über die Kämpfe m ^.ripoliS li^achr wären, wäre der Krieg längst beendigt, denn die Zahl deu toten Türken und Araber ist auf dem itattcmfchen Papier nachgerade so groß gclvorden, daß die Italiener o»i s afrikanischem Boden keine lebenden O^egner mehr haben kömnten, wenn eben diese Angaben nicht ftark übertrieben ttiiren So schleppt sich denn der Krieg feit vielen Monaten liin, ohne zu einer Entscheidung zu kommen und Italien istierkt es an seinen Finanzen, »vas em Uebersee-peldzug lalltet. Unter diesen Umständen ist die Vermutung nicht von den Hand zu lveiscn, daß der Angriff nur erfolgte, um die Türken wieder zur Sperrung ter Dardanellen zu veranlasfen. Ditrch die damit dc rbundcne Störung des internationalen Handels werden nämlich vor allem die Großmächte getroffcn, die bw fetzt ntPd) keine rechte Neigung hatten, zwischen den beiden I triegfül eenden Staaten zu vermitteln x\c ^eigung zu fintcr Vermittelung würde natnrheb bebcultiib lilyafiii die brennenben Fragen unserer gegenwärtigen religwsen Krisis behanbelt werben sollen. Jeder Kursus untsafst 6 stunden. tj Poinearös Gedächtnis. Henry Poincarö, der eben gestorbene große sranzösischc Mathematiker, hatte, wie einmal Jyreberic Masson in einer Akademierede erzählt hat, cm ganz erstaunliches Gedächtnis. Dieses Gedächtnis gehörte, was bei einem Mathematiker reckst merkwürdig ist, nicht dem öquellen Typus, sondern dem akustischen an. Alles, was Potncaro im Laufe eines Tages hörte, grub sich unverlöfchlich in fein Gedächtnis ein. Machte er beispielswttse eine Eisenbahnfahrt, ,o konnte er am Abend des Tages die Namen aller .valtestcllcn nennen, die er hatte ausrufen hören. Noch viel merkwürdiger war es, daß sein Gedächtnis auch alles, was Pomcars fah, in Gehörseindrücke umarbeitete. Poincarö war auch imstande, am Abend eines Tages die Nummem aller Droichken, denen er begegnet ivar, aufzuzählen. Er hatte sie, gesehen, aber foglctch in (^ehörseindrücke nmqiarbeitet. Nichtsbeftoweniger war -toincare, so gut auch sein Gedächtnis war, so zerstteut, wie es stch lur einen echten Gelehrten geziemt, wobei zmtteut natürlich gerade das Gegenteil bedeutet: in irgend einen Gedankenvorgang vertieft. Als er eines Tages seinen Gang durch Paris machte, entdeckte er plötzlich zu seinem Erstaunen, daß er in einer vand einen Horb trug, einen richtigen Kord aus Weidengeflechl. Woher mochte Der Korb wohl kommen? Er war funkelnagelneu und leer. Alles Nachsinnen half nichts, und so fah stch Pmneartz genötigt, denselben Weg, den er bisher, gemacht hatte, ö"ruck- iugehen, bi« er schließlich an die Stratzenauslage eines Korbmachers gelangte, dem er, ohne cs selbst zu merken, den Korb lucggenommen hatte. Das hübscheste Beiwiel von Ponicares Gelehrtenzerstreutheit ist wohl folgendes: ehe ^omeare Mitglied der Akademie wurde, machte er dte üblichen .stmididatenbeiuche, um Die Akademiker für seine Wahl geneigt zu machen. Bei ein^n von ihnen verwickelte er sich in .ein lehr kni mürbe spät und später, ohne dast Pomcar« ..ctene machte, den Besuch abzubrechcn. Der Akademiker wurde natürlich.unruhig unb ließ in bas Gespräch ein paar Bemerkungen emckieven, w'e beschäftigt er sei, aber Poincarv rückte und rührte nch mcA auf seinem Stuhl Ter Akademiker ranb feinen .anderen Ausweg, als Poincarö zu erklären, es tät ihm kiD, baß er das feßelnL Gespräch abbrechen müsse, aber er habe keine Zeit mehr. Worauf Poincarö erwiderte: „Dann will ick ^ie Nicht langer zuruck- hniren. denn ich bin selbst sehr befchästigt!' Poincare Halle also politische Wochenschau. Gießen, 20. Juli. Die Geschwindigkeit, mit der in dieser Woche die poli- * 1)1 rtud der Türkei einander folgten, lfstl crbrochl. "baf; da, 2-nd des tzoldmondsrnd. _ ।j _ cr Grausamkeit. Ties sind nicht isolierte Fälle, sondern der Teil eines Systems." Diese Angaben sind durch den Inhalt des Blaubuches leider vollinhaltlich bestätigt worden. Ms Urheber der Grausamkeiten kommen durchweg Peruaner in Betracht. Gerichtssaal. Toulon, 19. Juli. Das Zuchtpolizeigericht verur- teitte den in der Artilleriedirektion besänftigten Arbeiter Z i m m e r l e, der in M c n t v n e verhaftet wurde, als er für die nationale Verteidigung wichtige Schriftstücke aus* liefern .tvvllte, zu zwei Jahren Gefängnis und 100 Frank Geldbuße. Seine Geliebte, die Italienerin Jcardi, wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Aus Stadt und Land. Gießen, 20. Juli 1912. ** Ta geskalender Kin ein ato grap h: Täglich Vorstellung. Biograpb-Lichtspiele: Täglich Vorstellung. Museum des oberhessischcn Geschick) tsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr. G e m ä l d e a u s ste l l u n gdesKunstvereinsim Turmhaus am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag), doii 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr. Ausland. Paris, 19. Juli. Der Bericht des Senators Reymond, dc§ Obmanns des Ausschusses für die nationale Flng- spcnde, hebt hervor, daß die Sammlung für das Militärflugwesen in Wirklichkeit nur 2 660 000 Frs. ergeben l»abe, während die von einigen Blättern veröffentlichten Zeichnungslisten 3 669 000 Franks ausgewiesen hätten. Dies sei damit zu erklären, daß diese Blätter, um den patriotischen Eifer anzu stacheln, auch die lediglich versprochenen Summen in das Sanrmlungsergebnis ausgenommen hätten. . , ~ Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- klassischer Malerei FrankreiM im 19. Jahrhundert in »z-rankfurl a. M. Kunstverein, Junghof- neflcrn eröffnet. Ar Ausstellung umfaßt aeqen Scrfc' der führenden französischen Meister ist mit kf. ^ie Rck la m c - E n t e. Diese Ente ist keine Sommcr- und «aure^Gurken-Ente, sondern eine richtige, mit zwei Beinen &DCl . 'Vhiflcln versehene Schnatterente. Ein Juwelier in -os Angeles hatte für seinen Sohn eine Ente gekauft, die sich al.' sehr gelehrig erwies. Sie lernte rasch unangcbunden hinter m£L5,CinCn. ?rUrnrClt Erlaufen und macht jetzt auch im dichtesten Menschengewühls keine Fluchtver)uck>e, sondern bleibt ganz ruhig Nun hat der Juwelier für die Ente eine Art Rock Herstellen k-T11 'yu‘ma in Stickerei zu lesen ist. Der Junge mit dieser Ncklameentc durch die belebtesten Straßen bt-r Stobt, natürlich starrt alles das Wunder an, und die Folge ist daß das Gcsckfast großen Zuspruch bekommt. erfahren. „Wenn Sie vom menschlichen Verkehr abgeschnitten wären, — welche fünf Bücher wären Ihnen da unentbehrlich?" Im ganzen haben 3273 Leute geantwortet, und zwar fowohl einfache Arbeiter wie Gelehrte. Die höchste Zahl von Stimmen l>at — das Konversationslexikon erreicht: 2902. Nicht viel weniger, nämlich 2886, entfielen auf die Bibel, die damit in die zweite Stelle rückt. Dann müßte, so sollte man glauben, das Werk eines der großen rnssisckfen Dichter kommen, aber gefehlt: an dritter und vierter Stelle stehen Homers Ilias mit 2416 und Dantes Göttliche Komödie mit 2325 Stimmen. Brehms Tier- lebcn wurde als „fünftes unentbehrliches Buch" 1314 mal genannt. Mcht mehr zu den fünf unentbehrlichsten Büchern werden von den, Durchschnittsleser offenbar Puschkins Werke gehalten — 1027 Stimmen trafen auf sie, — dann folgen Tolstois Anthologie „Der Lesekreis" (1690). Goethe wurde 147 mal genannt, Shakespeare 158 mal: einer der Abstiurmenden erklärte allerdings, er brauche keine fünf Bücher: drei Bände Shakespeares genügten ihnr vollständig. kf. Eine Witwe mit 1500 Bewerbern. Jüngst ging durch die Zeitungen der östlichen Staaten Nordamerikas ein Niescninserat, in den eine junge, lustige und sehr reiche Witwe mit dem Namen Clara Brown aus KKnsas City in Missouri einen Begleiter für den Rest ihres Lebens suchte, der aber weder westamerikanischer Erde entstammen noch Bauer sein dürfte. Tie männliche Jugend in Ostamerika schwelgte in den schönsten Hoff nungen, und feder sah sich schon an der Seite der sckiönen Witwe zmn Mtare treten. Da aber kam plötzlich ein furchtbarer Schlag! In einer Unterredung äußerte die Witwe, daß sie keinem der 1500, die inn sie angehalten, ihre Hand znm Lebensbnnde reichen würde, weil „sie alle nichts taugten". Auch war sie so freundlich, dem Zeitungsmanne eine Statistik ihrer Bewerber zu übermitteln 150 waren Adlige, deren „Zunge, wie die schöne Witwe sagte, vor lanter Gelddurst sckwn weil zmn Halse heraushing!" Vielleicht war das aus den Photographien ersichtlich.) 6«! waren Akademiker der Harvard-Universität, 30 hatten in Pale studiert, und 13 hallen ehemals in Oxford die Bänke gedrückt. 200 der Bewerber per Deutsches Reich. B a l e st r a n d , 19. Juli. Tie zunehmende warme Witterung erlaubt dem Kaiser, Spaziergänge zu machen. Znr Frühstückstafel waren heute außer dem Staatssekretär des Reichsschatzamts Kühn die Familien der Professoren Dahl und Unger geladen. An Bord ist alles wohl. Der Kaiser besuchte heute nachmittag die englische Jacht „Rasvenska". Kiel, 19. Juli. Das Torpedoboot „G 110" kam gestern abend beim Nachtangriff vor den Bug S. M. Schiff „H esse n" und wurde in der Höhe des hinteren Turmes g e rammt. Leider sind bei diesem Unglücksfall drei Mann der Bootsbesatzung ums Leben gekommen. Das Torpedoboot „G 110" ist heute abend 6V2 Uhr, von drei Torpedobooten geschleppt, hier eingetroffen. Voraus fuhr das Torpedoboot „G 112" mit den drei Opfern des Unglücks. Die Flaggen der Boote wehten auf Halbstock. Karlsruhe, 19. Juli. Die „Karlsruher Zeitung" bezeichnet das aus einem Berliner Blatte in badische Zeitungen übergegangene Gerücht von einer M i n i st e r k r i s i s als jeder tatsächlichen Begründung entbehrend. Die Mitglieder des Staatsministeriums erfreuen sich ohne Ausnahme des vollen Vertrauens des Landesherrn. Weder jetzt noch zur Zeit des Landtagsschlusses ist das Ausscheiden einzelner Minister zu er- warken. R u d o l st a d t, 19. Juli. Die fürstliche Staatsregierung verfügte die Ueberweisung einer Teuerungszulage in Höhe von 8Prozent des Gehaltes an sämtliche Staatsbeamte und Volksschullehrer des Landes für das lausende Jahr. Dies erfordert eine Ausgabe von rund 130 000 Mark, wofür die nachträgliche Genehmigung des Landtags erforderlich ist. * Die landw. Winter schulen beginnen ihren Unterricht im kommenden Winterhalbjahr am Montag, 4. November. ** Ausstellung von Bildern aus Gießens Umgebung. Im Kollegiengebäude der Universität ist wieder wie im vorigen Jahre eine Sammlung von Bildern und Photographien ausgestellt, die von Studierenden und anderen Angehörigen der Hochschule au ein Preisausschreiben des akademischen Ausschusses für Leibesübungen eingesandt wurden. Es sind hübsche Sachen aus der Umgebung Gießens, die den Freund unserer Heimat wohl befriedigen können, und die manche Anregung bieten. Ein Besuch erscheint daher wohl der Mühe wert. Tie Sammlung ist vormittags von 10—1 Uhr, Sonntags von V2I2—i/2l Uhr bis Anfang August jedermann zugänglich. ” Der Sängerkranz veranstaltet morgen nachmittag einen Ausflug in das Biebertal, der sehr schön zu werden verspricht. Falls das Wetter den Ausflug unmöglich machen sollte, treffen sich die Mitglieder mit ihren Familien nachmittags auf der Liebigshöhe. (S. Inserat). ** An dem diesjährigen Jugendfefte werden sich etwa 4300 Kinder aus allen Schulen der Stadt beteiligen. Der Festzug stellt sich gegen 2 Uhr nachmittags in der Ost- und Süd-Anlage auf, und der Abmarsch erfolgt pünktlich 2y4 Uhr. Bei Ankunft auf dem Festplatz marschieren die zwei unteren Jahrgänge der Mädchen und der unterste der Knaben auf den Bretzelptatz, erhalten hier Geschenke und werden dann an ihre Angehörigen entlassen Die Kiiaben des 2., 3., 4. und 5. Jahrganges und die Mädchen des 3., 4. und 5. Jahrganges begeben sich im Walde sofort auf ihre Spielplätze. Die übrigen Züge nehmen Aufstellung vor der Rednerbühne. Für die Eltern der Kleinen und namentlich für hie E l t e r n v 0 n s ch w ä ch - lichen Kindern empfiehlt es sich, stets in der Nähe des Zuges und der Spielplätze zu bleiben, um sich nötigen- fügten über Einkommen zwischen 40 000 und 200 000 Mk.; Geist . liche gab es 18. 29 der Bewerber waren von ihren Frauen ge trennt und hofften, daß die Witwe ihnen das Geld vorschießen würde, die Scheidung zu erlangen Und zuletzt kamen 208 Witwer in allen Lebensaltern. Wer nicht alle Briefe, die die schöne Witwe auf ihr Inserat hin erhielt, enthielten Anträge, und man vermutet, dal; gerade diese den größten Eindruck auf sie gemacht hal»en. Der Bürgermeister von New Bork, W. I Gavnor, erlaubt, fi* ÜK den Rat zu erteilen, daß sie auf der Glückssuche den falschen Weg eingeschlagen habe. „Wenn Sie wirklich glücklich sein wollen." so schreibt er, „dann utachen Sie andere glücklich, und vergessen sie sich selbst!" Ein anderer Bürgermeister cs war der von Boston (Massachusetts) - sandte eine vollständige l ausnlcsenen Schöpfungen" vcüreten.' Liste aller Junggesellen seiner Gemeinde ein, und hinter jedem Namen standen die Eigenschaften, deren sich der mehr oder weniger vlr91^1 ann -er^reu.tc c^rau Clara Brown ist leider auch so in- HM en, einige der Bewerbungsschreiben zu veröfsent.- licheu. Wahrend natürlich die meisten von Eigenlob und Sclbfh "Arhebung strotzen, schreibt ein New Yorker Chauffeur, wie folgt- „Gehrte Fran! ^ch bin gewillt, jede Frau — mag sie schwarz^ weiß, roh grün, blau oder gelb sein — zu heiraten: denn ich arbeitslos. Aber wem: ich Arbeit hätte, dann würde ich selbst die beste #rau auf Erden nicht nehmen." . . k,!- Küssen verboten! Bei uns ist sehr viel „ver- boten . Neuerdings scheint es aber, als wollten uns die Pariser .2ic’cm Punkte Konkurrenz machen, wie folgender Vorfall be- weist, der sich lungst auf einer Pariser Untergrundbahn abgespielt hat. Ein lunger Mann und eine junge Dame bestiegen zusammen einen Untergrundbahnwagen, der von Paris nach Pantiu fährt, und da sie die ernzigen Fahrgäste dieses Wagens waren, benutzten sie die günwge Gelegenheit, „ch nach Herzenslust zu küssen. Plötzlich ertönen jeood) cm Kontrolleur, der ihnen mit sauertöpfischer Miene und in nicht allzu höflichen Worten diesen harmlosen Zeitvertreib verbieten wollte, indem er dem jungen Manne sagte, „er solle doch Verpichen, nch anständig zu betragen". Ter junge Mann ließ sich . natürlich nicht ohne weiteres gefallen, sondern verteidigte sich indem er sagte: „Ich küsse meine Braut! Das inacht mir Ver- ^L?,,,und ist nicht nur mein Vorrecht, sondern auch meine Pflicht! Der Kowrolleur war jedoch anderer Ansicht, besonders, als er das Wort Pflicht horte. Die jungen Leute mußten ihm in Pantin zum L a hu Hofsvorsteher folgen, und als hier da^ lunge Mädchen sagte, sie hätten sich doch nur geküßt, was kein Gesetz verböte, meinte der harte Mann, es sei gegen die Dienst betnmmungen der Untergrundbahn, und dabei blieb es' falls der Kinder sofort annehmen zu können. Es wird beten, verirrte Kinder zur Musiktribüne neben devr Festausschußzelt zu bringen, bomit sie dort von den Eltern i!i Empfang genommen werden können. In einem Zrmin.r 'er Harnickelschen Wirtschaft wird eine Sanitätswache eingerichtet, damit nötigenfalls sofort Hilfe zur Hand ist Ter Rückmarsch wird um 7'.. Uhr angetreten; er wird 'urci) ein um 7i 4 Uhr an verschiedenen Stellen des Fest. Platzes abgegebenes Trompetensignal angezeigt und erfolg: :it derselben Reihenfolge wie der Ausmaiffcki. Im Interests der Jugend ist es sehr erwünscht, wenn die Eltern dafür sorgen, daß die Kinder auch beim Rückmärsche am Zuge teilnehmen und nicht noch länger im Walde zurückbieibe^ Tenn ein Fest, das der Jugend gewidmet ist, muß mu Anbruch der Nacht beendet sein. Im Interesse eines ord. nungsmäßigen Verlaufs des Festes wird das Publikum ctffucht, den Weisungen der Festordner zu folgen und sich nicht in den Zug zu drängen, nicht die Spielplätze zu falteten oder sich gar in die Spiele einzumischen. ** I n den G e s e l l e n au s s chu ß der Handwerkskammer wurde als Mitglied gewählt Schneifax Wilh. Huthmann, besck)äftiat bei Schneidermeister h. ^eib in Gießen; Ersatzmann ist Schneider Alfred Krischer, der bei Schneidermeister Leib u. Sohn in Gießen befdiä^ ngt ist. * * Das Krusesche Musikinstitut veranstalte; am Sonntag, 28. Juli, ein Schülerkonzert im Konzert. Haus des katholischen Bereinshauses. * * Silberne Hochzeit feiern am Montag Schnei- bermeifter Heinrich Loos und dessen Ehefrau. * * Ter Bier verbrauch betrug in Gießen 1911 nach dem dafür eingenommenen Oktroi 48 753 Hektoliter gegen 46 667 Hektoliter im Vorjahr. An obergärigem Wer (Weißbier, Lichtenheiner usw.) wurden 406 Hektoliter gegen 207 Hektoliter im Vorjahr getrunken. Der Bierkonsum fai sich, wenn man das obcrgarige Bier außer Betracht läßt, im abgelaufenen Jahr um rund 2100 Hektoliter erhöht, stellt sich der Verbrauck) bei 32000 Einwohnern für das Jahr und den Kopf der Bevölkerung auf 152> 3 Liter, gegen 1453/i Liter im Jahre zuvor, eine immerhin sehr mäßig» Zunahme, wenn man die lang anhalteirden Glutwellen des abgelaufenen Jahres berücksichtigt, die großen Durs: verursacht haben. "Gelegenheit nr a ch t Diebe. Durch ein offen- stehendes Fenster einer Wirtschaft in der Mar bürget Strafe stiegen in verflossener Nacht Diebe ein und et- brachen Sammelbüchsen und sonstige Behältmffe, wobei ihnen etwa 20 Mk. Bargeld in die Hände fielen. Außerdem toten sic sich an Speisen und Getränken gütlich und ließen aucb :.och Zigarren und Zigaretten für den späteren Gebraut mitgehen. Landkreis Gießen. = Klein-Linden, 19. Juli. Die Leiche, die aus der Lahn geländet wurde, wurde von einem fischenden Bahnbeamten entdeckt, als sie an dem Ufer antrieb, und alsbM mit Hilfe einiger Knaben geborgen. Kreis Friedberg. L. F r i e d b e r g, 19. Juli. Seit N/z Jahpen wurde hstk kein Viehmarkt abgehalten, da die Maul- und Klauen- seuck)e im hiesigen Krerse herrschte. Jetzt scheint sie am Erlöschen zu sein; aber vor einigen Tagen ist im Stabt teil Fauerbach die Seuche wieder ausgebrochen. Damit ist die Abhaltung der Märkte für die nächste Zeit wieder nnmöflfci geworden. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Erbach i. O., 19. Juli. Eine hier abgehaltcnt Versammlung betr. den Bahnbau Würzburg- Heppenheim—Worms beschloß nach lebhafter Ansprache folgende Entschließung: „Das über 50 Jahre bo tehende Bestreben der Erbauung einer Eisenbahn ÜBürv )urg—Mildenberg (Erbach—Michelstadt) — Fürth—Heppen- )eim-Worms—Kaiserslautern zur Verbiitdung mit den Reichslanden soll in der Folge mit größter Energie geordert werden. Die Notwendigkeit der Herstellung der gedachten Bahn wurde allseitig als eine unbedingte anerkannt, dieselbe bedeutet für die beteiligten Gebirgstecke, Städte, Orte und deren Bewohner eine Lebensfrage." Tic Entschließung soll mit entsprechenden Erläuterungen bev mit einer Denkschrift den beteiligten Regierungen, Abgeordneten und sonstigen maßgebenden Organen vorgelegt werden. (!) Mainz, 19. Juli. Schwere Gewitter, von wolkenbruchartigem Regen begleitet, tobten gestern abend über unserer Stadt und Umgegend. Der Regen staute fick in vielen Teilen der Stadt und hielt die ganze Nackst über an. — lieber 300 Kinder aus den Volksschulen reiften heute in Begleitung ihrer Lehrer bezw. Lehrerinnen in die im Odenwald und Taunus gelegenen Ferien- Kolonien ab, wo sie drei Wochen verbleiben. Hessen-Nassau. = Fronhausen a. d. Lahn, 19. Juli. Am Sonntag >em 28 und Montag, dem 29. Juli begeht unser Turnverein das Fest der Einweihung seines von der Gemeinde zu- gewiesenen Turn-, Spiel- und Fe st Platzes auf dem wegen seiner schönen Aussicht ins Lahntal und den Ebsdorjer Grund bekannten Stollberg. Bei einigermaßen gutem Wetter duck' ten sich wohl viele junge Leute aus den nahegelegenen Dörsenr hier einfinden: und der seit 6 Jahren bestehende Turnoenin wird die Wohnungen seiner Mitglieder mit Fahnen kennzeichnen und den Festplatz schmücken. London, 19. Juli. Die Luftschifferliga von Großbritannien erließ einen Aufruf für die Sammlung von einer Million Schilling, die dazu beitragen foll, das Flugwesen Großbritanniens mit dem Auslande auf gleiche Höhe zu bringen. London, 19. Juli. Tie K a b in e 11 s m i t g l i e d e r, die sich und ihre Angehörigen ständig von den Suffragette^ bedroht sehen, haben ihre Kaltblütigkeit verloren. Meb rere stehen vor dem nervösen Zusammenbruch, besonders Premierminister Afguith, dessen Befinden seit einiger Zeit nicht befriedigend ist und bei dem sich die Aufregungen unangenehm füh - bar machen. Ein Heer von Polizisten begleiten die Minister jetzt auf ihren Ausgängen Die Presse fordert energische Maßregeln gegen diesen unhaltbaren Zustand. Tublin, 19. Juli. Während der Premierminister, der gestern abend hier eintraf, von der Menge freudig begrüßt, durch die Straßen fuhr, warf eine Frau ein Beil gegen den Wagen. Nach einem Bericht verfehlte das Beil den Weg, nad) einem anderen wurde Mr Redmond über dem Auge verletzt. Am Schlüsse einer Vorstellung im Variet e'! caler, indem Premierminister Asguith heute sprechen will, warf eine Frau aus einer Loge einen brennenden, mit Oel getränkten Stuhl ins Orchester, der den Vorhang der Loge in Brand setzte. Tie Frau entkam aber. Das Feuer wurde gelöscht, ehe eine ernste Panik entstand. Tie Polizei verhaftete acht Anhängerinnen des Frauenstimmrechts, die an den Vorfällen beteiligt waren In ihren Wobmmgen fand man Schießpulver, Petroleum und andere entzündliche Stosse. Petersburg, 19. Juli. Prinz Waldemar von Preußen ist bei der Kaiserjacht „Standart" eingetroffen und wurde vom Kaiservaar empfangen. New Bork, 19. Juli. Ter Negergeneral Petro I v 0 n c t auf Kuba wurde heute bei dem Vega von Ballaoo von Regierungstruppen getötet. Dadurch ist der kubanische Auf stand tatsäckflich beendet. Das Marineamt ordnete bereite- die Zurückziehung zweier Kompagnien Marinetrupven aus .Kuba an. Die Zurückziehung aller amerikanisd-en Truppen steht un mittelbar bevor. perlen. Perlen sind seit altersher Symbole der Schörtheit und btt Tränen, und wirklich stehen in der Welt, deren leuckstenden Mittcl- punkt sie hüben, Luxus und Elend, Glanz und Trauer gar eng nebeneinander Die Dame, die sich das herrlick)e Kollier um der Hals legt, ahnt nichts von den Mühen und Enttäuschungen, den Aufregungen und Gefahren, mit denen das köstliche Kleinod dem Schoß des Meeres entrissen wurde. In einem Aussatz über den Perlenhandel in der Revue er* zählt Leonard Rosenthal von der traurigen Lage der Peckm* ischer im Persischen Golf. Die Perlenbänke befinden sich etwa 15,0 bis 200 Meilen von der arabischen Küste, die eine einzige große Wüste darstellt. Etwa 60 000 bis 80 000 Eingeborene bt> d)äftigen sich mit der Perlenfischerei: einer von den 10 oder 15 reichen Arabern, in deren Händen das ganze Land ist, gibt rhnm etwas Reis, Datteln und Kaffee zur Nahrung. Dafür müssen sie ihm das Vorkaufsrecht der Perlen unter den günstigsten Bedingungen zugestehen. „Die Art der Fischerei ist auberoübifltf*i i uch prwntlv: die einzigen Instrumente, deren sie sich bedienen, bann meint so mandxr, ba-? H an die Wethe Tommt Herne Kneikrange auS Knochen, mit der sie Hdj bu dann dem wo es am Brindisi in Italien. trümmcrt. BadewttNche. A. Salomon & Cie-, Schulstrasse 1 —> ^euz sterö C*/7 „MAGGIs gute, sparsame Küche“. Inmitten FÄ finb bi^r 2 1 . @rtranTunOcn T»Pdr.s und acht Todesi iN.e angemeldet Sme grofee die Leiche, bi* nem fischenden & Jetzt scheint fit agen ist im 3toi ochen. Damit ii dt lieber unmö Amtlicher wettrrvericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 21. Juli 1912* Wechselnd bewölkt, noch leichte Gewitterregen, etwas wanner. Letzte Nachrichten. Paris, 20. Juli. Gestern übend kam es in Havre zu einem Zusammenstoß Mischen 400 streikenden Seeleuten und der Polizei. Dabei wurde eine^rnu ins 'Wasser geworfen; sie toimte sich jedoch retten. Mehrere -Schutzleute wurden verletzt. SprodHdc Des Allgemeinen Deutschen Sprachvereinr. — ^cr rocher de bronze. Wie oft taucht dieses Kuverts mit Zirma s Srühl'jchr Umverfitätr-Druckerei. R. Lange, Gieße!! , z | V“ Ä*! ^cfait9nl;J ^5 \wg8S: IaM uA Kollier «J einer i *»■ ine hier adM au Würzlnn.' nach lebhafte i Z über 50 Jahn ter Eisenbahn L it) - Fürth-hv,'' Perbindung mn ■ größter Energie der Herstellung eine unbedingte eiligten Gebirgen ne Lebensfrage."' i Erläuterungen. egierungen, W Organen borgt ce Gewitter, r tobten gestern ® Ter Regen Mte die ganze Nam: den Lolksi^ ter »ei»' s*^ gelesenen e»'- en icrbleM q 3uti. « $eiH>la'e8 (£- w"tÄÄ» "en. (f: ^üne nJ^, .^n einem ^nitatN ,,l!= iu b IWunJ W; 3m £ )met iü w? Ilb das v., öu folgens ’ u& der h, ' >x«vählt - Mred KrisL ln ließen bei*, ftitut öerant im "ontag L; . Ehesrau. Z Wen Ri» o3 hestoliter v .KKigem s iy6 Hektoliter» Der Aerkünstm '"der Betracht1 ektoliter erhöht rmvohnern fin - ;i 152i/j Liter, r merhin sehr yS rltenden Glntv - die großen L !. Durch ein r i der Marbui; Diebe ein uni hältnisse, wobei i. en. Außerdem r ich und ließen ! n späteren Gehn Eingesandt. l^ür ftorm und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber kemerlcr Verantwortung.) qfeht, wo alle Pflanzen im schönsten Flor stehen, ist es besonders betrüblich, tvcnn man zusehen muß, w M) Kmder an dieser Hier vergreifen und nicht nur einzelne Blumen, sondern aanze Zweige abr^ßen, um sie nach kurzer Zett tmetxn weg Fronden Da es sich dabei meistens um junge „Stiebe handelt, st auch der Schaden nicht unbedeutend. Es wäre drmgendzu wünschen, daß die Eltern und Lehrer die Kinder vor dieser Unart warnten, damit sich jeder recht lanpc an ^§^nen -schmuck erfreuen kann und die Besitzer vor Schaden bewahrt werden. Alämmc hrroor.chikften mufttc. Es. wutbffl au* Bitte Bälle »oit Beräinberten Sranbfh tunjen >nttqetedt. r P ein Fall, bei dem eine brennende Kerze in ein ®ewB "J Sdticrouloct geteilt war, unter eine Treppe, d"en «eümber m t Paratin getränkten Lappen qtN'mt-kekt war. Ein nach »an e fornntenbei Arbeiter blies die ttew «us. '^ter aber erwachte sein Betdacht Er.ging «urnck, bo te bie Lot nnb bte . nt 0 dao Run der Franzose und der Kenner des FranOnidv« denn der Franzose idireibt bronze wtc der Jtaliener bronzo. nur im Spanischen beW es bron.ee. Nun ist es lagan- >ictt, wenn man zuweilen auw einmal tpamfch kommt, aber bedt nur, Platze ist DaS Wort wird von den einen aus bim -taimn brun braun" erklärt, von ondem aus aes Brun d£X d. h. fcrj aus der Stadt Brundttium, dcm heuUger MAGGI' Suppen ------------ sind einzig in Qualität! Allein echt mit dem Hamen MAGGI und der Schutzmarke + Kreuzstern. wwbrr ^bir Obnflääe banal! i. i r Aussehen jammervoll, die meisten schnappen.mühsam nack. Mi Biele unter ihnen sind taub und der schiftskatzttän 9« E; nur. daß sie selten langer als 5 Fahre ardetten tonnen n Äscher, die ich sah, stiegen 20 Meter in die Tiefe, d^tzlich h'r-ftc ich eine ungewohnte Bewegung aut der einen Sette des Km wi brr rasch «W 10 Nfchn »« atoättr. 3«t. tauchen Q Eapitan sagte mir ganz ruhig: Fischer gibt kein Zeichen E,r „dt seiner Leine, er ist wahnchemlich von einem B Cr hat eine Lhnmacht" Endlich sah ich einen Fttcher Lianch^, ber fernen teblofen unb btutb-brckrrn Kanirr-ch-n mab- It heranschlcppie. Man sagte imr, ein Fisch, den sie den r.. :rl>< nennen, habe ihm das Blut auSgeiaugt . . . f Hi wird dann die Beute besehen : aber ste ift selten gut. Frndet L eine besonders schöne Perle, dann Herr cht Freude nn Filcher- , Alles strömt herbei, um sie zu besehen, und wahre Lob- HL än der blumenreichen Sprache des Cncnt» werden m Ehren tieirinnM anaestimmt, das der Araber noch mehr verehrt als lintt T-r Mischer verkauft dann seine Ernte dem reichen I l'^brr^n Ä «n »erinaes, unb biefer Met nun . viuvtvcrlenmarkl des L n ntr. naw Born ^Tan roodKnlanflrt Feilschen beginnt Perlen von bc- i«rer Scbonhe i der F-orm und Reinheit des Glanzes werben | hoher bezahlt als die gewöhnlichen barocfen Erlern Man .-,Ann fmer «rotzen unichonen Perle, die 20 000 Frs. Rä bw» SarSün? eine tlnne, Ichöne Perle gewonnen, k 250000 Frs. wert war. Ler aröfuc Teil der Perlenernte, etwa für 40 bis 60 Millionen c, kE vom Persischen Golf: die anderen Fis^re.en von .fral^n Mafsaua, Tahiti. Panamn. Kalisornven, den hollan- (’i twm Inseln, die alle ungefähr auf demselben Meridian liegen, mätm geholfen, die der Crimt an alten Perlen besitzt, halte die flamobe von indischen Raja Hs und aus chinemchen ^rabern herb - cün icht Aber die Sckinhe sind nun erschöpft, der Augenblick ii nahe, wo die alten hecrliäien Perlen völlig aus dem Orient ff iihiuunbcn sein werden, um die Nacken unserer Damen zu Itnücken Tann werben f)ie Perlenfischereien, die mel LA wenig itrfrm allein genügen müssen, und die Prelle werden ins -^ar )i K ftrigen S wie bie Sehnsucht nach biefen ftrablenben jtrnbern btS Meeres. . < . Märkte. «Heften, 20. Juli. Marktbericht. ?fuf beutigew Wochen, markte loflete: Butter das Pfund l,20-l.30Mk^ Ln'thi'creier 1 Stuc' 7—8 Pfg 2 Stuck 00 Psg., Enteneier I Stück 10—0 Pfg., Ganseeier 1 St. 20 Pf., Nase das Stück 6-8 Pfa^ Kasematte 2 Stuck b—» Psg. Tauben vc Pr. 0,80—1,00 TU, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen vr" Stück 0,80-1,80 TU., Enten pr. Et. 1,80-2,20 Mk.. Gänse das Pfd. 00-00 Oehsensleisch pr. ^. 92-100 ' 'g., lliindsteisch pr. Pfund 90—94 Pfg., lluhsteisch 80 Psg» ehweine» steisch vr. Pfund 80—96 Pfg^ Ltalbsleisch pr. Pfd. 92—96 Pfg., HaniNielsleisch pr. Pfd. 70-90 Psg., Sladoffeln vr. 100 Hfl. 10.00 bis 10^»0 Pik., Weißkraut das Stück 20 bis 30 Psg^ 3ivlebclii ver atr 10,00—12,00 SHf, Piilch daS t'itec 22 PlL, Nusie 100 Atück 50—00 Pfg^ per Ztr. 0—09 Mk., Kirschen das Pfund 30-35 <ßfa Gurken 100 Stück 3—4 Mk Marktzeft von 7—1 Uhr. fe. Frankfurt a. M., 19. Juli. Heu- und vt ro b markt. 9(m heutigen Piarkte war weder Heu noch Uroi) angefahrcn. — Auf unsere Frage, die wir an einen Händler richteten, ivaruik beute der Markt nicht befahren, kurz nach der veuernte. bedeutete dieser uns, das; die Frauen der Heulieferauten m bef Wetterau und dem Vogelsberg, der Dieburger und Hanauer Gegen! diese, so lange das Schützenfest währe, nicht nach Frank,urt a. M. ließeii, „denn", so schlost unser Gewährsmann, ,sie dhate doch kaan st nopp haam bringe Veriniscbtes. \\ . Der erfindungsreiche P o st d i r e k t o r. Eine Ge- liilhle uon her Verlegenheit eines $öftbkettor«, ber baburdb bei i,. iinarkenlammleri, eine unerwartete irrende machte, erzayit ei i ^l^irbelter de> GauloiS^, der soeben aus dlieoragua zuriickgekehrt I »e« n EndeFebruar' dieses Jahres stellte der Hreltorber von Niearagua lest, das; sem Plarkenoorrat volln^> Kr, und er muhte nun aus Tüttel stunen, «m irgend efti-n Ersatz 44 •mben, bi-3 t\c neuen Marken anlangten. Zunächst.de ah I antrieb, unb alä i !<ä, damit, Registraturmarken zu verwenden, d,e durch e 4c Uttt tu aroher enge gelie'ert worden waren. Ende Äprtt aoer VIN- auch dieser Vorrat erschöpft und nun war guter Rat teuer. . J luiclien acht Tage lang die Signetten der Eisenbalmverwallung, I t/b Jahrenwuidü DCd)Cr abgestemvelt waren, die Rolle der ^iesmarken. ^'er e Maul-Mb LK Mt-rdessen rächte sich der allzu starke Verbrauch der löi oeöffn?. ä fonnt? so nicht weiter gehen Ter ersmdungS- 'Uoftbireltoi liest den Gummi von den Marken wcgwafchen,! . Ä^den weiten Stempel aus die Rücksett« und gummierte die inV'Tc £cüc. '.'114 auch dies nichts mehr hals, griff er zum ätzten >It- weg die Marken durften nun auch halb auigeklebt werden. ,»Ud,laugten im Juni bie neuen Marken an unb nm. war b.e üiifobe nur noch für bte SHar enfammfer non fJntereüe. • -r;. Bergkrankheit in Siidamerir a. .^apreiu Ä ftUSSÄ’«mä' te ä ä ifÄ1 g7bt. aüftritt, als an äderen S ellen, die in derselben Höbe liegen; allein bic baxonwU . k. > Druckverhältnisse rufen die strankhcu hervor, von der leder .^n-chen"wird wenn die Höhengrenze von 4002 rn überschritten ist. 1 C' e Bergkrankheit tritt auch am, wenn man jede Anstrengung ver-1 iZMMGNHMM toste Aehnlichkeit mit der Seekrankheit aufweist. .«ng.-Ä 3Ä uirreii ntuitle iich nun zunächst non bet rtmtioitid.cn labaferegie Äffen Wien, mit dem.et MM Dttevot der in- ^ettefstcuen. geben muSte. Sietmtt butrte et .am »abnbof । ■ h.r giistabsertigungsftelle erscheinen, wo man ihn höflich LL m?b «n Örnfter 8 S'ÄÄ ti^utÄ^^terÄ ä tdteX'utu” wo ihm ete toaubnid zmn Besuch dos Lagern, Der öigarrrnmunn iuhuh 1 « ,, ... t, 3iaarren sondern einen TrlaubNiSichem. den Smsuhrzoll »ubo • anim Am Schalter 11, der Zahlstelle, wurde ihm "U^ktettt, b?e Abgabe betrüge 37,50 ^. jedoch «Me nn-w^en da» Doppelte dieser Summe, alw i.> Frs., blnterleg'M. bezahlten 37 50 Frs. bekäme er wieder, sobald er nachgewrewn bade, dost die Zigarren für seinen eigenen gebrauch bkNimntt seien. Natürlich bezahlte her Unglucksmann, bet um!9 Ubrmn Bahnhof angekommen und dort sckwn mehrere stunden venroveil batte, mit Vamm:qebulb die 75 (jr* unb ^°ubte. »un c Kleine CagesthroniL er endlich feine Zigarren bekommen 3tbod) fr I ®aif erin besuchte am Freitag nachmittag in W »l SS Sj’St’ÄK” b" Wtsttsttast unb da« Rott XKU öirnen btn-t ct indnMn btt »tatet £ d. "mLiwnt unb .... 3tetbeftu.br bet direktm vbaaben seines Bezirkes einen ^rbetn b1» ' , I .. •• Preichen sand am königlichen tzoi in der I bic neuzeitlichen Errimqenfchatten her G^,c “nLk* ’nUtiC In Sitten (9hibr) find bisher 215 ^rk^nkunaen ihren schweren und aurrcibt-nben Berus in weitestem Maste zunutze 1 § und acht Todesfälle angemelde. Eme grast gemacht haben, ist allgemein bekannt. Waswundes bast ^„.zbreitung genmnn die Epidemie erst, Ql »b aQk ^0" bei Molle,Kn von der Drandmftung hinter dm anderen Eigentums- zahlreiche Pennen infinerte.Milch genossm Hattw Verbrechern nicht zurücknehen wollen? Auch sie haben,.ch mtt oer cinc5 Konzertes un kbanie eingehend beschäftigt unb zur Äoi^truftion Hnnrei«Kr I 1 . । ■ / . vii _. ..s. i-«wt« Ar»»i 1 iph rnnnrn 1*111111* I kniiriimcntc Die lciu)t einen . kalische Kenntnisse in reichstem Maße ^ich ver- Kongrest der Branddirektoren englstcher Städte wurden ^h^cr fd)iebene dieser Tricks zur Sprache gebrack- I produzierte einen kunstvollen Mechanismn , eine» «umvu« im Schlotzgarten zu Münster uno zur Mumuuuivy ...... . hrc; Damen von einem Blitzschlag getrosten, tfnxi ®ner der"Lwr'en Löninger, Sohn des Polizeirats Lömnger rn Kassel, er- produzierte einen rumroomn a/umum^muv, ber in | ^H^cr in deutschen Tnrnerkreisen hoch geschützte kangjüchnge Iidien Röhre bestand, womit es gelingen sollte, eineni ^fenb b Qciter der Königlichen Turnlehrer'Anstalt, Lrofcsior ü)ctnnd) ,ua in Flammen zu setzen ®in anderer zeigte einen 1inne I Stuttgart, ist 84,ahrig, gestorben sorgfältig konstruierten Trichter durch dm ' Dropsen aus Tropfen, Nckern konnte, um die zu verdKNiienoe mi( 33 gcgcn , Stimmen den Bau eines zwertrn Materie allmählich vorzuberciten^ Eine Kanne nut Svirttu ~impIontunncld in eigener Regie aE'Nibren^ Die wurde gefunden, bie rings mit ^tenahen umgeben war Internationale Konfercn.z jur «cmiion bef U^jrroitomnta^ubCT denen mit tödlicher Sicherheit nach einer .^^rmmten Zett e e Eisenbahnfrachtverkehr wurde heute in der ^kustsitzung zu ...... "■ ro"r-,n SÖÄljK '‘“V^^Ä'b^&anftuft in »ritenm.tm I Frl Maud van 5) c e l e ans Cambridge in die hochgehende dienz . unb v"e rsankin den Weilen, ebe Rettung gebracht werben oj'iitr I Der Chef des Wiener Lwu,es Rothschild hat sich in , London mit einer Enkelin des bekannten Philantropeii Monte- ging ^osf irre und einzigen Tochter des grosten londoner Bankier ÄStleÄT &TSn7inMfÄ»e ® »en Studenten teenbet« ibttn °»t i'iä iUm Oeller das garne Treppenhaus mit d^rann getränkt. . Aufenthalt in Berlin und setzten ihre Reite nach Fn einem outieren Falle hatten die Brandstifter flüssigesfort. Dort werden sie Gäste des Prorektors seiniUid am niak angewandt, um die Feuerwehrleute vom Betreten des bren^ einer Freilichtaufführung von „Wallensteins ^ager bei iftnbte6®im'“«nen‘”Äfn "U’t Btand pofi,tllich °us wohnen^ 58IättermeIbungcn auä Mont Doto (TeWttoneift $ub- seine Ursache untersucht wird, bie Brande ganz- bettendzurück- ^^ome) ist der Schnellzug Pans—Beziers bn Le Itr a . acacnacn sind In Singapore waren von allen Dranden /5 i j Mehrere Restende seien getötet worden. Innaeleot mtt Schiestpulver. Petroleum und allen aderen Mitteln, I Infolge Versagens der Bremse fuhr bei Ex i n das Auto ! die irgendwie dazu geeignet waren, gutversicherte Gebäude schnell bc_. Hauptmanns der Landwehr Flemmingin einer. ÄMÄ uSÄI'S Mutb‘n^ic Ä5SÄÄ bet BÄÄSfeÄ« F«- "Ütdcn „tatet Bette. -tontob» wutbe .. pÄÄÄ&JÄgÄ inäf laen Abständen, verknüpfte die gleich langen Enden der Zünd schnüre miteinander, zündete sich eine Zigarette an unb fJJlÄnr Äfiti« auf b.e feinSfid)« Stellung los. Dann I-ht-.-r, dicht not einem Graben anaetommeu, mit der Zigarette,A“nb® J“1' Brand, nahm einen Anlauf hip fich ihm entaegenstrecklen. Ehe noch die ptntzen ihre ^ajoiiene i a>,s der Reiche des Japaners herausziehen konnten, gab eine fürchterliche Erplosion. Der japanische Leutnant und die (Sruppc ber russischen Soldaten, hi die er gesprungen war, ^^en veisch'vnn- |. k 11 Spfinn i nfinite ein Hagel von zerfetzten menschlichen LerLle7herLr L alle ukd?r Nabe Rängen mit Wut überschüttete. Kurze Zeit spater wurde die lapanische Sonnenfahne *Ä**’^< V-triot. Madame Heft in der Zeitung die Subslriptionslsttt- tur bte Natwnaltlug- wVc in ^r?n^eid): „Anonvm 5 Frs. Westft Du, wir werden s^ ben Nachbarn den Glauben erwecken, die hatten wir geznä>- n, " dkÜL" ruft entlmfiadmicrt der Gemahl, -„bann tchon fieber bied rer: anonmn 100 Frs." „C, das Ware zu ».et. Weikt du nichts ist mir zu viel, wenn es sich um mein Lland 'handelt.^ - LandschaNsschutz tm Sorort I Die Borortsbewohner unb au,s Uefste entrüstet. , ,"Wic Die nrnüen Reklameschilder an unterem Grundstück sollen b^eitigt w7rd^? Ja wo sollen wir denn in unserem Garten Schatten I tinben__ Raffiniert. Empört sagt der sparsame (566= «tmtn • Quinti Personen sirm Diner! Du bist wohl wahnsinnig'gewÄd/n'" .Man könnte ja schliehlich noch»einen Drn- 1 ÖnÄ ^würde vielleicht f^miert werdet Wäh^nd der Assistent das BetLubungsmitte! vorbeÄtet^ieht der Pastertt seine sehr umfangreiche »pcita* £ bitte sagt vornelM abweisenddcr Zahnavzt, Aa^, 'n ° ü klr Pheration" „S, ich will auch sitzt nicht Ix- ^hlcn^er^iden der ftlienl, „aber L«.Sic mich belauben wollen, S i'rf. „ß einmal nachzählen, wieviel ich bei nnr habe — B /r fehlte ^?h a ndlung. ,^d) garantie^ Ihnen, sagt ber Mlünftkr; „bei meiner elektromechanstchen Behandlung wer- P“ binnen acht Tagen die Muskeln einer 40jafrngen. Frau den Sie binnen aro■ „ widert empört die Patientin, । W&L erst 39 " wü?di g. „Mein Mann hat mtt 'n nSrJi nciaat bat allein für die Herstellung der elsen- ^che?ne Klach^rtasten jährlich -5000 Elefanten gebraucht wer- <.n .• 9?ein es ist doch merkwürdig, daft man so und Bluinte "Zn- iU ÄeSta i-in°. unb Werten Arb-zt ab- I rickten kann." Permanente THöbeUHusftcilung es 100 ‘ing,rid"”n ®ol)nrä‘m,n öarbinen • Dekorationen • Teppiche • Linoleum Carl Stückratb - Mdeifabrik feinste Referenzen Besichtigung erbeten Neubau Nsterrveg 47 franko Lieferung Allgemeim Verein für Amen- und Krankenuflege. Ordentliche Haupt-Versammlung Montag, den 29. Juli, abends 6V? Uhr im Schwesternhaus, Jobannesstraße 7. TageSordn-ung: 1. Jahresbericht. 2. Prüfung der Rechnung. 3. Ersatzwahl. Die Mitglieder werden nur Grund der §§ 4, 5 und 7 der Satzungen crgebenst eingeladen. Ter Vorstand: D. Schlosser. D19/7 Sängerkranz Sonntag, den 21. Juli 1912 Ausflug mit Husik in das Biebertal Abfahrt l50 Uhr. Die Fahrkarten zum Preise von 35 Pfg. für Hin- und Rückfahrt werden am Zuge ausgegeben. Für 2 Kinder unter 10 Jahren genügt eine Fahrkarte. Für gute Unterkunft in Bieber ist bestens gesorgt. Bei Regenwetter nachmittag? 5 Uhr Zusammenkunft auf der Liebigshohe. Um zahlreiche Beteiligung bittet v20/r Der Vorstand. itahnhofstr. 54 05989 Bahnhofstr. 54 r^iMJT^JW.wrsisiwj— 9 tflÄh. Gelsternacht ein sensationelles Drama in 2 Akten ::: aus dem Spiritistenleben ::: Der Rivale im Koller humoristisch, gespielt von Max Linder. 1 fiaumontwoche s interessante Wochenschau. ASs Einlage: Grafensohn und Artistin Fortsetzung der „Vier Teufel". Große SensationS-AusstattungS-Tragödie a. d. Artisten" leben in 3 Abteilungen. Gesamtspielzeit 2 Stunden- Auf nach Mausen (Lahn) zum Tqtt-MeH des Turnvereins am 28. und 29. Juli. Festplatz auf dem Stollberg. Schöne Aussicht ins Lahntal. 5034 Es ladet ergebenst ein Der Vorstand. Für gute Speisen und Getränke wird seitens des FestwirteS H. Heuser, R.-Walgern gesorgt. Tanzmusik Morgen, Sott «tag Gastwirt Bä ulke Kaiser Allee 05988 Kruse'sches Musik-Institut bm/7 Für die Reise - offen. D!% Die Kirchenrechnungcn der vier evang. Einzel- gemcinden liegen von Montag, dem 22. Juli an, acht Tage lang, jedeSmal von 9 bis 11 Uhr, zur Einsicht der Gemeindeglieder indemPfarrhause jeder Gemeinde Gießen, den 20. Juli 1912. D. Schlosser. Schwabe. BechtolSheimer. A u 8 f e l d. Der Vorverkauf dauert am Festtage nur bis '/,12 Uhr vormittags. Wer von dem guten M iasbeslealkoholfreie Erfrischungsgetränk vertreiben will, wende sich um Lieferung des dazu erforderlichen Grundstoffes an IDto/7 H. Hartmann, Hofl., Lage b. Detmold. find zu haben in den Geschäften der Herren Bourgeois, Kirchenplatz, Balser. Mstusburg. Klee, Marktstrahe. Fuhr, Sonnenstrane, Franz, Plockstraße, Kühn, Seltersweg. Tadellos sitzende Oberhemden im Sommer-Ausverkauf enorm billig l Stück 4.25, 5.10, 6.-, 6.50 j ^Fr. LevermannA ^^^^^Seltcrsweg 81 Schüler-Konzert am 28. Juli, nachm. 5 Uhr, im neuen Konzertsaal des Kathol. Vereinshauses, Eingang von der Liebigstrasse. Programme a40Pfg. berechtigen z. freien Eintritt und sind von den Schülern, sowie derKonzert-Restaurationu.Musik- lehrer C. Kruse, Weserstr. 16 zu haben Freunde und Interessenten ladet ergebenst ein C. Kruse. 5013 An der Kasse Programm 50 Pfennig Bauerscher Gesangverein. Sonntag, den 21. Juli 1912, abends 8 Ihr: KONZERT im Kurhaus zu Bad-Nauheim. Abfahrt: 2.17 oder 5.04 Uhr. Treffpunkt: Hotel- Restaurant Burk. Nach dem Konzert findet gemütliche Zusammenkunft mit Bad-Nauheimer Sängern in der Turnhalle des Turnvereins statt. |vM/7 Keine Sonntagskarte lösen. Der Vorstand. Jugendfest am 25. Juli 1912. Eintrittskarten im Vorverkauf zu 25 Pfg. Schiitzen-Verein „Gut Ziel“. Morgen Sonntag, den 21. Juli, nachmittags 3 Uhr Grosses Somme fest auf der „Schönen Aussicht" verbunden mit ZV" Preisschiessen -------- Tanz -------- Karussell :: Volksbelustigungen aller Art. 60027__________________________Der Vorstand. Am Sonntag, den 21. Juli: Mmenkiilift ggnunrrldi)*!! GesaliMcine bei Gastwirt Wagner, Großen-Buseck. Volkstümliche Unterhaltung in Gesangsvorträgen, Konzert und Tanz. 05092 Es ladet ergebenst ein Wilh. Wagner, Gastwirt. Anfang Sonntags 3 Uhr Anfang wochentags 5 Uhr Heute nur Schlager! Ab heute, Samstag, bringen wir einen großen, mit riesenhaften Unkosten hergestellten Kriegssilm, der sich jedoch nicht allein mit Waffenraten befahl, wie gewöhnlich alle dem verehrlichen Publikum bisher gezeigten Films dieses Genres, sondern mit einem spannenden, schicksalsschweren Liebesroman eines jungen Fähnrichs und dessen heroischer Braut Madeleine aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 — in 3 Akten. Ort der Handlung das französische Dorf Bendeuil. Ferner: i Säue Prinzessin und der Uw Drama in 2 Akten. Dieses Bild ist eine wunderbare Darstellung aus „Tausend und eine Nacht" und spielt in der herrlichen, feenhaften Umgebung Algeriens, jenes Landes des ewigen Sonnenscheins. Deutsche Offiziere beim Reitsport herrliche Sportaufnahme. Pathe Journal das Neueste aus aller Welt. 06040 Außerdem Sf der übrige Spielplan! ein solches reichhaltiges, erstklassiges Programm ist den verehrten Einwohnern noch nie gezeigt. Kauimännirdier Verein Samstag, de» 20. dss. Monats, abends 8 Uhr Sommer=M (Konzert, Tanz, Feuerwerk re.) auf der Liebigshöhc Wir laden unsere Mitglieder nebst werten Angehörigen hierniit ein und bitten um zahlreiche Beteiligung. vi»/7 Der Vorstand. PrisOnznnlßrricli! erteilt zu jeder Tageszeit Tb. Väulke, Tanzlehrer, Wolsstraßc 9. 104404 Kauf m. Verein Die Arbeitgeber, welche dem Orlökrankenkassen-Bor- stand angeboren, werden gebeten, bei der morgen in Bad-Nanlieim stattfindend. Jahresversammlung nicht zu fehlen. «Siebe Gieß. Anz. vom Donnerstag.)v**/7 Kolosseum Inhaber: Karl Ohm Walltorstr. ::: Walltorstr. Das Neueste vom Neuen bl,i/7] in (Ziehen ist: Himmel und Hölle Das größte Reiseunternehm. in diesem Genre. TR- Eintritt frei’ ~WX Gesangverein „Heiterkeit". Sonntag, den 21. Juli: Ausflug insHardtwäldchen Abmarsch um 3 Uhr von der Labnbrücke. Bei ungünstiger Witterung Zusammenkunft im großer Saale der Hardt. Freunde und Gönner des Beremc sind willkommen. (v*/, Ter Vorstand. Zagdschlöhchen Dutenhofen Telephon 423 [4030] Inh.: Gg. Peil. ===== Beliebter Ausflugsort. === Schöner, schattiger Garten, großer Saal, Terrasse. Gute Nüdje, Helle und dunkle Biere, Weine ersterFirmen Stadttheater Giessen. Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 23. Juli 1912, abends 8 Ubr: Sechstes Dperetten-Gastspiel des IM. Wealers Bad-Mehl Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterie- Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. anl- Gewöhnliche Preise! Gewöhnliche Preise Die Fledermaus Operette in 3 Akten von Johann Strauß. Kassenöffnung 7'/, Uhr. Anfang 8 Uhr. Ende 10'/, Uhr. Der Vorverkauf zu dieser Vorstellung beginm Sonntag 11 Ubr an der TageSkaffc des StadttbeaterS-