Dienstag, 20. $ebmar M2 Erstes Blatt 162. Jahrgang Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. ursichel M *"n,Äx, en ...5 «fr»,1 sich auch im Temen Osten, in Japan, wo es seit 21 Jahren im Gebrauch ist, allmählich die Stellung eines unentbehrlichen Verkehrsmittels erworben. Es ist heute nicht nur in den großen Städten des Mikadoreiche-s, sondern auch in kleineren Ortschaften vielfach eingemhrt. Tie Regierung hat für die Anlagen 30 Millionen ?)cn (60 Millionen Mark- ausgegeben und beabsichtigt für 1912 weitere große Telephonanlagen, für die die bedeutende Summe von 18 Millionen Pen ausgesetzt worden ist. Das bisherige Telephonnetz erftredt sich über einen Umkreis von 470 Kilometern. Damit kann Japan freilich mit den Telephonverkehr von Europa und Amerika nicht wetteifern, aber es ist ein großer Aufschwung in der Benutzung des Telephons noch $u erwarten, da die Preise außerordentlich erniedrigt worden sind. Die Anlage des Telephons kostet jetzt etwa 30 Mk., das Jahresabonnement 80 bis 120 Mk., während man früher 1600 Mk. und dann 400 Mk. für die jährliche Benutzung des Telephons zahlte. w ”u‘, iet sich voriif» •ertignng von M idem, für A* ein vorzüglicher ■ Crdpe de chine tet 50 cm breit n ^-Handlun,^' ’*raturweS- irsw.91 Ferns-,» dem Museum überwiesen. — Tas Telephon in Japan. Das Telephon hat — 400MillionenfürdieKulturdesNildeltas. Lord Kittbener, der neue Gouverneur Aegpptens, beginnt seine Amtstätigkeit mit einem großzügigen Projekte, das darauT abzielt, die Bewässerungsfrage in dem 'JZilbelta endgültig zu regeln und ;u lösen. Tie Besprechungen Kitcheners mit dem englischen «tireftor der Suezkanal-Gesell schäft, Sir William E. Garstin, und Mr. Artur L. Webb gipfeln in einem großartigen Entwürfe, der die künstliche Bewässerung des ganzen Nüdetas vorsieht und einen Kostenaufwand von rund 400 Millionen Mark erfordert. Das Hauptziel des Projektes ist die Verbesserung der ägyptischen Baumwolle. kk. Einevogelfres sende „Gottesanbeteri n". In die Schar der Infekten, zu deren Beuteltieren Heine Vögel gehören. ist nach einer ganz neuen Beobachtung eine nordafrikanische Mantisan, eine „Gottesanbeterin" einzureihen. Ter französische Militärarzt Millet-Horsin hat nämlich, wie „La Nature" berichtet dem naturgeschichtlichen Museum in Paris mitgeteilt. tarier, p 11)1’nen poheren ■dellos. Ausfji- n besichtiget fenster Kaffee Tee Kakao sowie sämtliche Kolonialwarci stets frisch bei w w Hoflieferant ' K« E-Tiens^ Schlinge gefangen zu haben schien. Zuerst glaubte der ?lrzt, es sei eine Schlinge, die irgend ein Diener im Garten ausgehängt habe, aber nach einiger Zeit sah er, wie die vermeintliche schlinge den Vogel losließ und dieser tot zu Boden siel. Jetzt erst konnte der Arzt erkennen, daß die „Schlinge" der Fuß eines großen Mantis war, deren Körper unter dem Laub verborgen lag. Die nähere Betrachtung des toten Vogels zeigte, daß der Jnsektenfuß tief in den Hals eingedrungen war: der Vogel war an Blutverlust oder Erstickung gestorben, und die Blätter des Strauches wie der Boden loaren mit Blut besudelt. Tr. Millet-Horsin hat beide Tiere an sich genommen und Die Eamapäpitin. I Was in Europa längst durch die Geschichte widerlegt jft, fclidi daß auf dem Heiligen Stuhle eine Päpstin gesessm Er ist in der asiatischen Kulturwelt eine allerdings wenig Ernte, aber unbestreitbare Tatsache Außer seinen zwei Päpsten V Papst int Sinne des lateinischen Wortes papa d. h. Da et: — L der zahlreichen Gegen Papste besitzt der Lamaismus C eine Päpstin, deren Residenz das Kloster von -amding ist. | Tic Lamapäpstiu ist die Verkörperung der Göttin Bad- Aorahi: sie trägt im Tibetanischen den uns etwas eigen* Elich anmutenden Namen des „Ttamanten^chwetnes«. In km äußerst interessanten, soeben in Paris brschetnenden Buche, kielt „Les Ronauntes des Netges , weiß dn aus ^’betz.u- Ksnkehtle Forschungsreisende Charle^Eues ^onin von dieser Eschen Gottheit allerlei WiNenswerles >u berichten. Ihre Re !*nä liegt aus einem einige hundert Meter hohen Berge, der d , z, Umgegend beherrscht und eine wahre §mung dar stellt, ^ort « niet sich die Totenkammer der zahlreichen Verkörperungen, » die Tordjre-Pagrne d. h. das „Tiarnantemchwein tm.Laufe t Zeit auf Erden gehabt bat. Keinem men,chl>ck>en Wesen ist 1 gestattet, diese geheimnisvolle Lotengrust ö" buretrn, und m der jeweiligen Nachfolgerin des „Dlatmintschwemes ist _ einmal in ihrem Leben erlaubt, einen Blick in btaic m 4» fce Kammer mit ihren zahlreichen vermoderten Leichnamen zu T, zu denen auch der ihrige kommen wird, ^anwtng ist em „g Echtes Kloster", d. b. feine Insassen sind teils männlichen, Es weiblichen Geschlechtes, etwa 200 an der Zahl- du. göttliche Rpfiiit herrscht über sie nach den geheiligten Buchern, die da» Zierliche Leben — insbesondere der Frauen auf das ge= Was ist nun eigentlich das „Tiamantenschwein"? Tie zahl- pbtn Gottheiten, die der Pantheismus der Warnas ausweift, ■tb im Grunde genommen niästs anderes als Verkörperungen verschiedenen Erscheinungen, in denen sich eine beschranne Ft:M'l von göttlichen Wesen kundtut. So ist denn auch das ,7i«inantenschwein" nur die Verkörperung einer Eigenschaft einer Fieren Gottheit; wir haben von dieser Gottheit noch die Bei- Iknutn „Tie Glänzende", die „Göttin der Morgenröte', die .'iö rigin des Himmels" u. a. Gewöhnlich tritt eine Gottheit in hü Formen auf, die den drei verschiedenen Zuständen der Ruhe, '^Zornes und der Raserei Ides höllischen entsprechen. ^.ie . «nlicl>e Morgenröte" wird nun in der Ruhe als „Tianianicn- i in" bezeichnet: das Schwein ist dem tibetanischen Glauben das Symbol der Kraft des Frühlings und 2üimant he- Vezng»prel»: monatlich vierteljährlich 'DH. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen n'.onatlich üb Vf.; durch diePoslü'ck.2.—vienel- jäbrl. auflfdjL Benellg. Zeilenpreis: lofallb'BU auswärts 20 Pfennig. E heiredakteur: Goetz. Vcrautivortlich für den politischen Teil: August iSociz; für .FeuiUe- tou', .Vermischtes' und „GeilchtSfaal": R. Ren- ratb; für .Stadt und 2and": E.^eß; für den Aiizelgenteil: H. Beck. 9„$% Bund der Landwirte tritt in ungebrochener Kraft für den gleichmäßigen Schutz jeder nationalen Arbeit ein. Er erachtet es gerade jetzt für besonders wichtig, das deutsche Volk in seiner Versorgung mit Fleisch und Brot vom Ausland immer unabhängiger zu machen und zu erhalten. Für die Erreichung dieses Zieles ist aber die Erhaltung des bisherigen Systems des Schutzes der landwirtschaftlichen Produktion unbedingt geboten und zwar einschliesslich der Erzeugnisse des deutsckien Futtervaus und der deutschen Gärtnerei. Der Bund der Landwirte sieht eine besonders wichtige Aufgabe der gegenwärtigen Zeit in der sozialen und toirb , —, —- - ■ • - . ■_ . . schaftlichen Fürsorge für den gewerblichen und kaufmännische^ und' hier wohl sachverständig sein mag, hebt selbst hervor, das; die kKStL bürgerlichen Mittelstand, der in einer von Jahr zu Jahr gefährlicher werdenden Weise durch großkapitalistisclw Unternehmungen, gewerkschaftliche Zusammenschlüsse, Koniiinwereinsbestte- bungen usw in seiner Existenz bedroht wird. Tiefe Fürsorge muß sich in gleicher Weise auf unseren immer zahlreicher werdenden Beamten st and ausdehnen. Der Bund der Landwirte hält es für unbedingt geboten, den Zusammenschluß der (briftlidjen und nationalen Arbeiterschaft zu unterstützen und hierbei die Arbeitswilligen vor der Vergewaltigung durch sozialdemokratischen Terrorismus unbedingt zu schützen. Die stetig fteigenben Anforderungen für Heer und Flotte verlangen nach der Ankündigung der Regierung wiederum die Einführung neuer Steuern. Ter Bund der Landwirte erwartet, daß hierbei unsere Steuerpolitik nach dem Grundsätze sozialer Gerechtigkeit geregelt wird. Angesichts der Tatsache, daß die -.'tttsgaben für die Erhaltung und Verbesserung des gegenwärtigen Kulturstyndes in Deutschland den einzelnen Staaten, Provinzen und Kommunen obliegen und Überwiegend durch direkte Steuern aufgebracht werden, die in erster Linie zweifellos den Mittelstand belasten, bedeutet es einen gerechten Msgleich, wenn sich demgegenüber an den Aufwendungen für unsere nativ nöle Verteidigung und für die Erweiterung unserer politischen und wirtschaflliästni Weltmachtstellung auch diejenigen Bevölke- rungskrrise in gerechtem Maße beteiligen, denen die -Segnungen dieser Aufwendungen in besonderem Maße zugute kommen. Tas kann aber nur unter Beibehaltung indirekter Steuern und bei gleichzeitigem Ausbau einer besonderen Besteuerung des mobilen Großkapitals geschehen, nicht aber durch eine ebenso unsoziale und ungerechte, wie in ihren Erträgen weit überschätzte Ausdehnung der Erbschaftssteuer auf Kinder unb Ehegatten, bereit Wiedereinbringung nur dazu dienen würde, die Zerrissenheit der bürgerlichen Parteien von neuem zu vermehren, lieber alle wirtschaftlichen Fragen jedoch stellt der Bund der Landwirte die Sorge um Kaiser und Reich. Für des Reiches Macht und Stätte, für die unverminderte Erhaltung der Machtsülle der Monarchie werden wir in unerschütterlicher Treue zu Kaiser und Reich mit allen Kräften eintreten." Der Bundesvorsitzende Dr. Roesicke leitete die Verhandlungen mit folgender Rede ein: Ich eröffne die 19. Generalversammlung des Bundes der Landwirte und danke Ihnen für Ihren freundlichen Empfang. Ich glaube aber annehmen zu können, daß ein solcher Empfang bei uns nie ibet Person, sondern stets der Sache gilt, für die wir eintreten unb für die wir unser ganzes Sein einsetzen. (Bravo!) „Tie Waf'en ruhen, des Sttieges Stürme schweigen, auf blutige Schlachten folgt Gesang -ind Tanz." Das sollte eigentlich das rechte Wort sein nach einem so schweren Wahlkampf, wie wir ihn durchzufechten hatten. Unb doch auch heute müssen wir genau so wie bamalö», als im Jahre 1902 dieser Spruch Schillers einmal in unserer Bundesversammlung gesprochen wurde, sagen, daß die letzten Worte für uns nicht anwendbar sind. Nur ein Teil derer, die im Wahlkampfe standen, können Gesänge unb Tänze aufführen, das ist die Sozialdemokratie, der die Liberalen einen in diesem Umfange nie erwarteten Sieg gebracht haben. (Stürmische Pfuirufes Für uns ist immer und stets die Losung: Weiter und unermüdlich — Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissenschaft. Seinen 80. Geburtstag feiert am 21. Februar der um die Entwicklung der deutschen Landwirtfchaft verdiente ehemalige Lehrer an der Lanbwirtsckwftlichen Hochschule, Geh. Regierungsrat Prof. Schotte. — Ter Geheime yorrat Professor Franz Krcuter, Ordinarius der Jngenieurwissenschaften an der Technischen Hochschule zu München begeht am 21. d. Mts. seinen 70. Geburtstag. — InBonn ist der emerit. Professor der Hygiene an der dortigen Universität Geh. Med.-Rat Tr. Tittrnar Finkler im Alter von 59 Jahren gestorben. — Tie belgische Akademie für Medizin ernannte die Professoren Hermann- Königsberg und K o s s e l - Heidelberg zu Ehrenmitgliedern. Zum Tode AehrenttM. Ter Tod des Grafen von Aehrenthat hat erniae wich- tiae Feststellungen und Kundgebungen hervorgerufen, die Umentlid) die Erhaltung der Dreibund Politik in dein bis Aliiqen Geiste betreffen Wien, 19. Febr. Der Generaladjutant des Kaisers, Wru Paar, überbrachte persönlich der Gräfin Aehrenthal tzas in wärmsten Worten abgefaßte Handschreiben des Kai- sfranz Josef. Vom deutschen Kaiser ist ein in Adr herzlichen Worten gehaltenes Telegramm eingetroffen jili Befehl des Kaisers wird die Leichenfeier mit ganz be Knbercm Gepränge stattfinden. Dem Ministerium des Michern und der Familie Aehrenthal sind von fast allen Wiialsoberhäuptern und Regierungen Beileidskundgebun- zugegangen. Tie italienische Presse. Nom, 19. Febr. Sämtliche italienischen Blätter widmen Bkbrentbal lange Artikel unb drücken die Erwattung aus, daß MiafBerchtolddieselbe Politik befolgen werde. „T r i - ■una" sagt: Das kaiserliche Handschreiben an den sterbenden Minister bildet den Beiveis der vollsten Billigung der Politik Mcbrnthalo und gleichzeitig das Programm für die Zukunft „iribuna" widmet den zweiten Artikel dem Grafen Ber cht ol d erflärt, man könne fickier sein, daß feine Politik ebenso wie M iiehrenthald wesentlich friedlich sei von der Art, daß die wieder Kira.tten Sympathien, die in österreichisch-ungarischen Kreisen fit Italien herrkben, noch zunehmen würden. „Giornale |i'3talia" schreibt: Aehrenthal verstand uns, nköge auch sein -i«f)'olger die Italiener verstehen, bas sind die Wünsche, die ran im Interesse der beiden Verbündeten hegen muß. Rücktritt des FinanzMinisters. D i e n, 19. Febr. Der gemeinsame Finanzmini st er Durian erbat von dem Monarchen die Enthebung von 'Hinein Amt. Das alleinige Motiv ist der Umstand, Miß infolge der Ernennung Berchtolds, der nngari Mer Staatsangehöriger ist, zum Minister des kaiserlichen inb königlichen Hauses und des Acußern im Falle des »eiteren Verbleibens Burians im Amte entgegen der bisher jittt eingehaltenen Gepflogenheit n u n mehr zwei Ungarn i ii b e ui g e ni eins a m e n M i n i st e r i u m wären ter Kaiser hat über das RiicktrittSgesuch noch keine Entschei- .junß getroffen. Er vereidigte am Vormittag den Minister Vi Leus;ern Berchtold. Ein Tklegrammwkchfrl zwischen Wien und Rom. Rom, 19. Febr. Der Minister des Aeußern M a r ,uiS di San Giuliano bat von dem ueuernannteu Merreichisckf-'ungarischen Minister des Aeußern, Grafen Lcrchtold, folgendes Telegramm erhalten: Ticfbeivegt von dem kostbaren Beweis dcS Mitgefühls Wurer Exzellenz bitte ich Sic, den Ausdruck der lebhaf. Utesten Dankbarkeit der Kaiserlichen und Königlichen Re W gnrung zu genehmigen für die warmen Worte, die dae ■ hinscheiden des Grasen Aehrenthal Ihnen eingegeben hat. ■ Dem Grasen Aehrenthal hat es besonders am Herzen geil legen, die innigen Beziehungen zwischen unseren ■beiden befreundeten und verbündeten Ländern immer I enger zu gestalten. Die persönlichen Beziehungen, btc ■ mit Eurer Exzellenz zu pflegen ihm vergönnt war, nichi ■ feuriger wie die politische Uebereinstimniung der Ansick ■ teil die • zwischen Ihnen und sich beste.,end wußte, haben Maußerordeullich zu dem vollen Erfolg seiner auf dtesee [iel gerichteten Bemühungen beigetragen. Von dem e l b e n G e f ü h l b e s e e 1 t, habe ich mir vorgenommen, cm Wege zu folgen, den er vorgezerchnet hat und Wbin sicher, so dem Vertrauen Eurer Exzellenz zu be '•UlLfttfi,: w VönsufS ellungv.SulwnM v. yoriiunhnsl uler ngen, tiuhj rnst Steinhiii, s Werdohl i, I M l'ul. Hüb Züchte LM «el u Bn ? ^ycier ber._- T Ställe.cjJ ’w Geräte 5.. | hahung. vebnn : aloRßratis.(-r: m Auerbach 116 1 thx'1/1) ncucSBflrthflcoti: truwwelh )em Barle iebt h zu kleben, ohne u. ohne Bartbinde tz 11 v.b.T. Wunde. ei., Nürnberg, au 1! M p.Fl. bei i8.b er, Irogerie, 0icf:. (D,/1I gegnen, dem Vertrauen, das Sie niemals ausgel)ört, dem Hervorragenden Staatsmamt zu bezeugen, dessen Verlust tvir alle beklagen." Marquis di San Giuliano antwortete: „Die Gefühle, die Eure Exzellenz mir die Güte haben, zum Ausdruck zu bringen und die ich in jeder Hinsicht teile, werden in Italien ein sympathisches Echo finden. Ich bin tief davon überzeugt, daß meine Beziehungen zu Eurer Exzellenz, gegründet auf dem selben gegenseitigen Vertrauen und derselben Einstim» mingkeit der Ansichten, die mich mit den: ausgezeichneten Staatsmann vereinigten, dessen Verlust wir alle so leb haft beklagen, dazu beitragen werden, die Innigkeit der Beziehungen zwischen unseren beiden befreundeten und verbündeten Ländern immer zu verstärken." Eine Aeuherung des deutschen Regierungkblattes. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Mit tiefem Bedauern wurde in Dcutschlarrd die Kunde von dem Ableben des Grafen Aehrenthals ausgenommen. Bis zur letzten Stunde auf oaS unerschütterliche Vertrauen des el-rwürdigen Herrschers der Habsburgischen Monarchie gestützt, konnte Graf Aehrenthal in fünfjähriger Wirksamkeit als »Leiter der iauswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns eine bedeutsame Tätrgleit entfalten und die Erwartungen vollauf rechtfertigen, die an seine Berufung nach Wien geknüpft worden waren. Jetzt liegt der unbestreitbar geschichtliche Beweis vor, daß die ihm schon damals nachgesagten hervorragenden staatsmännischen Eigenschaften in hohem Maße eigen waren. Seine Tätigkeit in leitender Stellung zeigte darüber hinaus, daß Gras Aelxrenthal bei der Verfolgung klar erkannter und bestimmt ins Auge gefaßter Ziele auch über Entschlußkraft, Festigkeit und Zähigkeit verfügte. Der Standort, von dem aus er die österreichisch-ungarische Staatskunst orientierte, war und blieb der Dreibund- ged an ke. In den Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn, die währerrd der Annektionskrisis die Belasttingsprobe glänzend bestanden hatten, gab es auch im letzten Jahrfünft kein Moment, dessen Behandlung hätte Schwierigkeilen bereiten können. Ein hohes Verdienst des Grafen Aehrenthal ist, daß er die Bemühungen der italienischen Regierung, die öffentliche Meinung des Landes mit den großen wirklichen Interessen des Königreichs im Einklang zu halten durch behutsame Pflege der Beziehungen zu der südlichen Nachbarmacht unter» stützte. Oie Hauptversammlung des 'Bundes der Landwirte. ~ Berlin, 19. Februar. Unter Beteiligung von über 8000 Landwirten aus allen Teilen des Reickn's trat heute mittag im Sportpalast in der Potsdamer Straße der Bund der Landwirte zu seiner diesjährigen Haupt Versammlung zusammen. Zu Beginn wurde folgende Erklärung an die Arbeit. Im letzten Wahlkampfe war das völlige Faltchfplelen unserer Gegner das Gegebene und Charakteristische. Das waren nicht nur eine Hand voll Noten, die unter den Tisch fielen, sondern ganze Musikstücke, und statt dessen brachten unsere Gegi,er Vorführungen, die nach Art der Führer unserer Gegner mit orientalischem Gepränge auSgestattet, äußerlich gleißend, innerlich hohl und faul, die Köpfe verwirrten. Und was war schließlich das Ergebnis dieses Wahlkampfes, der von unseren Gegnern mit vergifteten Waffen geführt wurde? Die Herrschaft der Parteien, deren Einfluß zu brechen man oorgab. Gegen nichts zog der Hansabund so sehr ins Feld als gegen den Einfluß der Zentrumspartei. Daneben behauptete er schämig und verschleiert, man wolle auch die Sozialdemokratie bekämpfen. Jetzt aber ist das Ergebnis seiner Tätigkeit, baß ohne eine der beiden Parteien im Reichstage kein Gesetz gemacht werden kann. Die Liberalen aber, die der Hansabund zu großer Macht führen wollte, sind geschwächt und eine Traban- tentruppe der Sozialdemokraten geworden. (Lebhafte Zustimmung.) s Tie Vertteter von Handel und Gewerbe sollten vermehrt werden, doch Herr Kämpf, der derzeitige Präsident des Reichstages, der h * mnh( i'nrhhfritrtnhia irin maa. hebt selbst hervor, daß die . «Itbtntr Anzeiger Q TT O Eichener Anzeiger : r.mncch-Anfchlusfe: II tJ die Redaktion 112, < V »» Sä' General-Anzeiger für Gberheffen 1 r ^”*2mie5nununec Rotation5bruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. vormittags 9 Uhr. vüdingen: Zernfprecher Rr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. beutet hier so viel als das kostbarste Juwel, das Gesck-enk des I baß er vor einiger Zeit in Tunis in einem Garten einen Himmels. Tie Göttin wirb dargestellt als ein Wesen mit drei Laubsäger, Fitisvogel (Phyttoscovus trochilus) in einem Busche Stöpien; der linke ist ein Schweinskopf. Hierin fußt eine alte j bemerkte, der heftig mit den Flügeln schlug und pch in einer tibetanische Legende, die auf historischen Tatsachen beruht, ob- " wohl sie von den verschiedensten Ereignissen berichtet wird. So soll z. B., als im Jahre 1716 mongolische Horden in Tibet einbrachen, der Führer bei seinem srevlerischen Eintritte in das Heiligtum des Klosters statt irgend welcher Insassen nur eine Herde Schweine vorgefunden haben, die, teils männlichen, teils weiblichen Geschlechtes, von einer großen Muttersau angeführt wurden. Bestürzt wollte er sich entfernen, als sich plötzlich die 24 Schweine in ehrwürdige Mönche und Nonnen verwandelten, die von der hochlfeiligen Tvrdjre-Pagmo selbst angeführt wurden. Tas Lebeii der Päpstin verläuft in den finstersten unb eintönigsten Bahnen: trotz ihrer Gottheit und ihrer überirbischen Kraft muß sie sieh äußerst strengen Regeln unterwerfen. So darf sie niemals in einem Bette ruhen: nur während des Tages ist es ihr gestattet, eine kurze Zeit in einem noch dazu höchft unbequemen Stuhle zu schlafen: die Nacht jedoch hat sie in religiösen Betrachtungen unb im Gebete zu verbringen. Von bet hohen Achtung, bie sie genießt, zeugt ihr Vorrecht, wie bie Großlamas im 'Tragstuhl zu reifen, ein Beförderungsmittel, denen sich sonst niemand in Tibet bedienen darf. Tas finstere unb jeder Weltfremde abholde Leben der Päpstin ist um so befremdender, als die „roten Lamas", zu denen sie gehört, im allgemeinen in ihren religiösen Anschauungen sehr lax sind. Vertreter von Handel und Jnoustric im sorgen Rcrchslag um 16»o geringer ytnb, als die früheren. Hört, hört!) Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser und die deutschen Bundesfürsten. Ser folgere Redner mar der Burckessührer Freiherr v. Wangenheim. Sein Thema Maren die Reickstagswahleu. Er führte a. u. aus: Ser Bund oer Landmirte hat sich seit seinem Bestehen der liebevollen Fürsorge der deutschen Demokratie zu erfreuen gehabt. Mit Püffen und .Kniffen Hal man ibn empfangen. Ein Strom schmutzigster Gewässer aus den Kloaken der Großstadt, mit Haß durchsetzt und nicht reinlicher geworden durch den Zustrom des Goldes, den man ihm zuführtc, ist über uns dahingebraust. Und was war die Folge? Allerdings haben wir in den Stichwahlen eine Reihe von Dtandatsverlusten erlitten, aber mehr auch nicht. -Und wir geben ihnen die Versicherung, diese 93erlüfte wieder ein» Erbringen, wie wir die Verluste von Lyck-Eletzko und Usedom- Wollin wieder eingebracht haben. Stürmischer Beifall.) Wir verschließen uns kernen Augenblick der Erkenntnis, daß kein geringer Teil der Schuld an diesen Verlusten auch uns trifft, aber nur deshalb, weil wir nicht rechtzeitig die, Gefahr erkannten, die in einer Ueberschätzung der nationalen Instinkte des Liberalismus lag, von dem wir nun einmal nicht glauben wollten, daß er bei der letzten Reichstagswahl in dieser Weise mit der Sozialdemokratie zusammengehen würde. Sehr richtig und Pfuirufe.) Als der Liberalismus zeigte, daß er selbst nickt auch Evfer bringen, sondern in allmählicher Arbeit uns dahin bringen wollte, daß die Finanzreform uns wirtschaftlich ruinierte und gleichzeitig die preußische Wahlrechtsreform politisch, da haben wir erklärt, daß hier die Grenze sei, die wir nicht überschreiten könnten. Und so mußte es zum Krack) im Block kommen und trotzdem haben wir es auf urrs genommen, als der Liberalismus damals versagte, die Reform mit Hilfe der festgebliebenen Parteien dennoch zustande zu bringen. Uni) auch hier: Welch ein Erfolg! Die finanzielle Lage des Reiches erscheint gesichert und was das heißen will zu Seiten großer politischer Gefahren, brauche ich hier nicht weiter auszumalen. (Sehr richtig unb lebhafter Beifall.) Kein Starck hat unter der Finanzreform gelitten, die Blüte des Reiches ist geblieben, sein Aufschwung hat sich nock) verstärkt. Alte Anzeichen lasser: darauf schließen, daß der Satz, den ich in einer großen Versammlung ausgesprochen habe, schon bald Wahrheit werden wird, nämlich daß Herr Basscrmann der Totengräber der alten nationalen Partei sein wird. Er hat es inzwischen bewiesen. (Beifall. > Und nod) etwas anderes ist durch diese Konstellation heraufbrschworen, das Wiederer toa cken d es Antisemitismus. Stürmischer Beifall.) Wir erkennen dankbar an, das. es ruck im Judentum gute und große Manner gibt. (Zuruf: Aber sehr vereinzelt! Heiterkeit.) Aber in diesem Kampfe der letzten Zeit lyat das Judentum durch das Vordringen jüdischen Geistes nick Kapitals in Presse und Versammlungen eine so verhetzende und .'ersetzende Tätigkeit auSgelöst, daß linr vor dem Wiederaufleben eines.viel schärferen Antisemitismus stehen, als ilpi der bekannte Führer der säckftischen Antisemiten Theodor Fritsch in Leipzig uns predigt. Ich hoffe nicht, daß das Wort Friedrich Wilhelm IV. zur Wahrheit wird: Katholiken und Protestanten schneiden sich die -Halse ab unb der Itcke macht die Musik dazu! (Große Heiterkeit.), Darum begrüßen mir cs auch mit um so größerer Freude, daß sich inzwischen Katholiken Und Protestanteit näher zusammen gefunden haben. (Großer Beifall.) Wir hoffen, daß die Ansätze, die seit der letzten Wahl sich auf diesem Gebiete gezeigt haben, bauernb'bleiben und segensreiche Anregungen für das Volksleben mit sich bringen werden. (Lebhafter Verfall.) Wir werden stets beweisen, daß wir gewillt sind, für das deutsche Vaterland jedes Epfcr zu bringen. 9fber die eine Bitte haben wir: die Lasten in sozial gerechter Weise zu verteilen unb die besitzenden Stände entsprechend zu belasten, aber die Opfer zu fordern von ©en Lebeicken und nicht von den Toten. (Stürm. Beifall.) Hierauf erstattete mit turnen Worten Kammerherr v. B l ö d a u (Ehrenberg) den Kassenbericht. (SS folgte Dr. Dieder ich Hahn als Redner. Er fordertc u. a. dazu auf, seine Feststellungen mit aller Energie ins Land hineinzuttagen, damit bei den Neuwahlen, die intterUmständen sehr bald kommen können, -Zurufe: Hofserttlich recht bald!) ja sie können über Nacht kommen, die Gegner nicht mehr damit operieren können. 'Beifall.) Noch niemals ist es dagewesen, daß die Regierung .uns ohne jede Unterstützung ließ, daß man die Partei, die mit 500 Millionen die Finanzen des Reiches aufgebessert hat, so vollständig im Stiche ließ. Das war noch niemals in der Geschichte da und wird auch nicht wieder Vorkommen, denn es erträgt kein anderer, das erträgt nur der selbstlose Patriotismus, der nur im Deutschen lebt unb nirgends sonst in der Welt. (Stürmischer Beifall.) In jedem anderen Lande würde man als Entgelt auch die entsprechenden Rechte verlangen und die zu ihnen gehörende Macht Das haben mir nicht getan, sondern nur Unseren Buckel hingehalten und uns verhauen lassen für 500 Millionten Mark, mit denen wir die Finanzen des Reiches in Ordnung gebracht haben und den.Respekt vor unserem Vaterlande zu erneuern. Wir werden auch für die Zukunft gerne auf die Hilfe der Regierung, die man uns für frühere Wahlen wohl nachgesagt hat, verzichten. (Stürm. Beifall.) v. Oldenburg-Jnuschau führte u. a. aus: Am 21. Januar ist ‘in Berlin der Wehrverein gegründet worden. Zu den Vorstand dieses Vereins ist Dr. Paasche als Vertreter der Landwirtschaft gewählt worden (Pfui- Rufe: Hört! Hört! Mir ist soeben ein Eilbrief aus Westpreußen zugegangen, in welchem es beiftt: 1 Wir müssen uns dagegen energisch verwahren, daß uns ein. derartiger Vertreter der deutschen Landwirtschaft aufgedrängt wird. (Lebh. Bravo.) 2. Dr. Paasche hat dafür geredet, daß die Juden Offiziere werden können. (Pfui- Rufe.) 3. Dr. Paascke ist Mit sozialdemokratischer Hilfe in den Reichstag eingezogen. ,^Jck glaube, wir find darin einig, daß der Dr. Paasche allerdings nicht in erster Reihe als ein Vertreter der deutschen Landwirtschaft bezeichnet werden kann. (Sehr wahr!) Ein altes Sprichwort sagt: „Wer vom Juden ißt, der stirbt daran." Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wir können wohl hinzufügen: „Und wer vom Sozialdemokraten ißt, der stirbt daran erst recht." Stürmisches Bravo.) Der Liberalismus hat von beiden gegessen und darum wird er sterben. (Langanhaltender stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Es unterliegt keinem Zweifel, daß der letzte Wahlkampf der Kampf des internationalen Judentums gegen den ckristlich-monarchischerl Staat loar. (Lebhafte Zurufe und Sehr richtig!) Es sprach rwch Landtagsabgeordn. Pfarrer D. Äeckenroth, worauf eine längere Aussprache stattfand. Tr. Roesicke sprach das Schlußwort. Deutscher Reich. Der geschästsführeickc Ausschuß der nativnallibe- ralen Partei Württembergs hat folgenbcn Beschluß gefaßt: Der Ausschuß begrüßt die Ä) i e d e r w a h l B a s s ermann s zum Vorsitzenden der Reichstagsfraktion. Er steht einstimmig auf dein Standpunkt der Ablehnung der Großblockpolitik und hofft, es werde bei der end- ilültigen Wahl des Reichstagspräsidiums gelingen, ein Ge- chäftsprasidium zu bilden, in dem neben dem Liberalismus •ie stärksten Fraktionen des Reichstags vertreten sind. Sollte aber das Zentrum bei seiner ablehnenden Haltung beharren, so wird der Ausschuß den Eintritt eines Nationalliberalcn in ein mit der Linken zu bildendes Präsidium nicht beanstande. In Stettin hielt am Montag der Reichstagsabgeordnete Bassermann in einer start besuchten Versammlung von Vertrauensmännern einen Vortragüber „Nativ- Lalli berate ^Quertreibereien". Ter Partei- Tufyrcr tadelte scharf, daß zahlreiche Parteigenossen im Reich Durch aufgeregte Telegramme oder übereilte Entschließungen Die Unstimmigkeiten vermehren. Bassermann erklärte, die Mativnätkbcralen könnten sich ebensowenig an ein reines Großblockpräsidium wie an einem rein schwarz-blauen Prä sidium beteiligen. Tie Sozialdemokratie müßte zur praktischen Mitarbeit herangezogen werden. Das den Abgeordneten Scheide mann betreffe, so hätten die National- liberalen nichts gewußt von dessen früherer Aeußerung über das preußische Königshaus. Es sei offenbar Absicht des Zentrums und der Konservativen gewesen, die Nationalliberalen in den Großblock hineinzuzwängen. Ueber den Ausgang der nächsten Präs idente n w a h l sei man ganz im ungewissen Tie Rede Bassermanns wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen und ihm in einer Entschließung das vollste und einmütigste Vertrauen ausgesprochen. Der Prinzregent von Bayern berief den Landtag auf den 27. Februar ein. Tas LandgerichtMünchen I verurteilte nach achttägiger Verhandlung den sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Auer-München wegen Beleidigung der Zentrumsabgeordneten Frank und Cadau, sowie des Bahnverwalters Rupprecht zu einem Monat Gefängnis. Auer hatte den drei Beamten in einer Eisenbahnversammlung vorgeworfen, sie hätten ihr Amt zugunsten einer der Zentrumspartei nahestehenden Baugenossenschaft mißbraucht. Ausland. Tas Oberste Gericht der Vereinigten Staaten von Nordamerika hat entschieden, daß der Norddeutsche Lloyd die Einwanderungsgesetze verletzt habe, indem er die Auswanderer gezwungen habe, im Falle ihrer Ausschließung von der Landung die Rückreise selbst zu bezahlen . Aus Stadt und Land. Gießen, 20. Februar 1912. Tas Gebühreneintommcn der Bürgermeister. Mit der am 1. April in Kraft tretenden neuen Landgemeinde-Ordnung treten auch in den Bezügen der Bür - germeister der Landgemeinden insofern Aende- rungen ehi,öl£ sie statt ihrer seitherigen, von dem Gemeinderat festgesetzten Bureautosten eine VergütungfürZeit- a u f w a n d erhalten, deren Höhe der Gemeinderat im Einvernehmen mit dem Bürgermeister auf Vorschlag des Kreisrats unter Berücksichtigung der in der Gemeinde vorkommenden, dem Bürgermeister obliegenden Geschäfte festzusetzen hat. Ferner hat er Anspruch auf Ersatz der von ihm im Interesse der Gemeinde bestrittenen notwendigen Auslagen, besonders für Bureaubedürfnisse und für die Vergütungen des von ihm angenommenen Bureaupersonals. Bei Bemessung der Dienstbezüge ist darauf Rücksicht zu nehmen, daß nach Artikel 84, Abf. 3 der L.-G.-O. die von Großh. Ministerium des Innern noch festzusetzenden Vergütungen für solche Amtsgeschäfte, die dem Bürgermeister vorwiegend im Interesse Privater obliegen, künftig in die Gemeindekasse zu fließen haben, daß mithin das Gebühreneinkommen der Bürgermeister eine nicht unwesentliche Schmälerung erfahren wird. Bei Meinungsverschiedenheiten über die Höhe der Vergütung für Zeitaufwand ist eine Entscheidung des Kreisausschusses herbeizuführen. * ** Tageskalender für Dienstag, 20. Februar: Stadttheater: .Pension Schüller" und Karnevalistisches Zwischenspiel. Anfang 8'/, Uhr. . •• Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger ist aus Urlaub zurückgekehrt und hat gestern die Dienst- geschäfte wieder ausgenommen. ** Lehramtspersonalien. Der Großherzog hat den Lehramtsassessor Dr. Karl Völzing zum Oberlehrer an der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß-Umstadt, den Lehramtsassessor Theodor Heuß zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Worms und den Lehramtsassessoo Aug. Keller zum Oberlehrer an dem Wolfgang Ernst- Gymnasium zu Büdingen ernannt. ** Landwirtschaftslehrer. Der Großherzog hat dem Lehrer für Naturwissenschaften an der Wein- und Obstbauschule zu Oppenheim Dr. Franz Muth den Charakter als Professor erteilt. ** Landesheilan st alten. Der Großherzog hat den Assistenzarzt Tr. Wilh. Schmeel aus Darmstadt zum Oberarzt der Landesirrenanstalt bei Alzey ernannt. Landkreis Gießen. = Lollar, 19. Febr. Der Gesangverein Liedertafel feierte am 17. Febr. seinen Fastnachts- ball. Humoristische Vorführungen und Tanz hielten die in großer Zahl erschienenen Festbesucher bis in die frühen Morgenstunden beisammen. Am Sonntag fand die Jahresversammlung des Vereins statt. Alle aus dem Vorstand ausscheidenden Mitglieder wurden wiedergewählt. Der Rechnungsabschluß brachte im Verhältnis zu früheren Jahren einen größeren Ueberschuß. Der Verein, der sehr rege und arbeitsfreudig ist, zählt heute einen Mitgliederbestand von nahezu 130 Mann. Beschlossen wurde u. a., in diesem Jahre keinen Wettstreit zu besuchen, sondern die Brudervereine in den Nachbargemeinden durch Festbesuch zu unterstützen. s Lollar, 19. Febr. Am SamStag abend hielt der Männergesangverein Germania im Gasthaus zur Traube seine Hauptversammlung ab. Der Schriftführer L. Geißler erstattete einen Bericht über die Tätigkeit des Vereins int verstossenen Jahre. Die Vorstandswahl ergab folgendes: 1. Vorsitzender P. Freudenberger, 2. Vorsitz. Hr. Espnch, Rechner Hr. Kood, 1. Schriftf. L. Geißler, 2. Schriftf. 63. Wlßemann, 4 Beisitzer A. Kreuter, Hr. Kaietsch, Hr. Henkelmann und L. Hofmann. U. a. wurde beschlossen, dieses Jahr von dem Besuch eines Wettstreites Abstand zu nehmen und dafür einen gemeinsamen Ausflug nach Kossel.WilhelmS- höhe zu machen. Die Zahl der aktiven und passiven Mitglieder beträgt zur Zeit etwa 200. — Besitzwechsel. DaS dem Braucreibesitzer Hr. Göbel in Niedershausen gehörige GasthauS zur Linde in Lollar ging heute durch Kauf m den Besitz deS seitherigen Pächters Hr. Hofmann über. Ter Kaufpreis beträgt 60 000 Mk. — Großen-Linden, 19. Febr Am Sonntag fand hier in der Wirtschaft zum '2htfcr die Hauptversammlung des Turnvereins statt, die reckt zahlreich besucht war. Der langjährige 1. Turmvart Gg. Klingel Höfer wurde zum Ehren- turmvart mit Sitz- und Stirnrnrcckt in dem Vorstand ernannt »nd ihm im Namen des Turnvereins vom 1. Vorsitzenden eine Ehrentafel überreicht. Von dem 1. Vorsitzenden wurde über die Tätigkeit des Vereins Berickt erstattet, dann folgte die Reck- itungsablage, woraus dem Rechner Degen Emlastung erteilt wurde. In den Voritand wurde I. Steinagel als 1., Bürgermeister Leun alS 2 Vorsitzender aut 2 Jabre. sowie die sayungsgemäß aus- fdicibcnben Vorstandsmitglieder Apotheker Schlich, I. Volk I., PH. Sckaum und L. Lang wiedergcwählt. Als 1. Turn wart wurde W. Vock gewählt. Ferner wurde bqchbossen, das Jubttckonsgau- fest in Gießen mit Musterriege zu beidudcn und den Bciuch d.z ..s den Mitgliedern dringend ui emviehlen. Da- Süjähnge Stiftungsfest des Turnvereins Gros.'n-Linden soll am 25. August festlich begangen werden. = Reiskirchen, 18. Febr. Gestern und heute abenb hielt unser Turnverein sein Wimervergnügen im Saale des Herd Guntrum ab. War der gestrige Abetck nur für Mitglieder c - Vereins und bereit Angehörige, so galt der heutige auch sonstige Gästen. Der erste Sprecher des Vereins Becker leitete fr Feier mit einer Ansprache ein, in der er mit Recht hervor hob, bet der Verein trotz seines kurzen Bestehens uck^ schon eine stan'icb. Anzahl Preise und Diplome geholt habe. Seine Rede hang einem ,,Gut Heil" aus. Darnach folgten Pyramiden mit Thea:ki stücken Von letzteren Tauben ,cker verwunschene Prinz' uno „das fidele Gefängnis" reichen ^Beifall. Am meisten gefiel aber der von 8 Turnerinnen und 8 Turnern aufgeführte Reigen, ruf: endemvollender Beifall belohnte die Darsteller. /X Langsdorf, 18. Febr In der Nähe der Bahn strecke wird seit Oktober an der Erbohrung einer Quelle zur Wasserleitung gearbeitet: bis jetzt ist es noch nicht gelungen, den Felsen zu durchschlagen. Mög lief) daß man jetzt wieder auf den Plan des Abg. ftöbler zurückkommt, der schon vor Jahren den Anschluß an da: Gruppenwasserwerk Bad-Nauheim-Lauter empfahl. Kreis Schotten. A Lardenbach, 19. Febr. Tie Mitglieder btt Kriegervereine Klein-Eichen und Lardenbach hatten fick gestern nachmittag in stattlicher Zahl bei Kanterad Diehl ein. gefunden. Noch EröffnungSmorten deS 2. Vorsitzenden, Lehr. Schmidt, hielt Lehrer Keil-Klein-Linden einen hockinteresianln. Vortrag über das sehr zeitgemäße Thema: .Wissenswertes über Marokko, Neukameriin und Tripolis*. Drei Landkarte werden- und zahlreiche Abbildungen von Land und Leuten erläuterten den Vortrag. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 19. Febr. Arn Samstag abend fand in hiesigen Saalbau der A b s ck i e d s k o m m e r s der ©eminarütei der Klasse Ib des hiesigen Lehrerseminars statt. Ter Saal ncr überfüllt von den Angehörigen der Abgehenden, den Klassenbrüde?? aus la, die am 27. Januar abgingen, und vielen Damen uni Herren Friedbergs. Abiturient Muller aus Gießen hielt du Begrüßungsrede unb leitete den Kommers. Seminardirektor Tr. Schäfer sprach herzliche Worte des Abschieds an seine ehemalige» Schüler und machte die Namen derer bekannt, welche mit PrälM» bedacht wurden. Gemeinsame Lieder, Chorgesänge der 5d)cibenbei wechselten mit humoristischen Vorträgen, Klaviersolos und Solo», ausgeführt von Musikern der Gießener Regimentskapelft Zwn Theaterstücke wurden noch gespielt. Um 12 Uhr nachts fand ein Ball statt. Friedberg, 19. Febr. Hier wurde Ludwig Gäfgen. geb. am 8. April 1868 zu Simmern im Hunsrück, ivohnhaft in Nied a. M . festgenommen. Er besuchte die Geistticken der Stak — bei katholischen Geistlichen war er katholisch, bei evangelisch» evangelisch —, und gab an, er wäre auf vier Wochen probewaß als Bahnbeamter von Limburg hierher versetzt worden und sei iO Verlegenheit mit Geld wegen Auslösung seiner Möbel. W» Anfrage bei der Bahnbehörde stellte sich die Sache als Schtoindcl heraus. Tie hiervon verständigte Polizei verfolgte nun den Betrüger und erwischte ihn noch in dem Vorort Fauerbach wo bei dem dortigen Pfarrer ohne Erfolg dasselbe Manöver Dtd suchte. Ms Ausweis besaß er eine gerichtliche Vorladung. L. Friedberg, 17. Febr. Heute vormittag sand im Gebäude der Augustinerschule dahier unter dem Vorsitze des GW Oberschulrats Nodnagel von Darmstadt die mündliche Ma tun- tätsprüsung der Abiturienten des Gymnasiums ftai- Von den 24 Primanern wurden 11 von der mündlichen Prüfun, befreit. Von den Ab geh end en werden zwei zur Marine gehen Das Mschiedsbällchen findet nächsten Samstag, 24. d. Mt. statt. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach, 19. Febr. Mit der Frage der Beist aatlichung des Offenbacher Polizei wesen-, zu der von dem Finanzausschuß der Zweiten Hessifcket Ständekammer die hierzu erforderlichen Mittel bewilligt wurden, wird sich u. a. die nächsten Donnerstag stattfindends Stadtverordnctensitzung beschäftigen. Vom Stadtverordr- ten Bruhns (Soz.) und Genossen ist hierzu folgend.'! Antrag ein gebracht worden: „Die Stadtverordnetenversammlung zu Offenbach legt Verwahrung ein gegen die Al- sicht der Staatsregierung, der Stadt Offenbach die bisbe: von dieser ausgeübte Leitung der Polizeiverwaltung zi nehmen unb sie staatlich angestellten Leitern zu Übertrager Eine solche, in keiner Weise gerechtfertigte Maßnahme de StaatSregieruna würde zu einer loefcntlidjcn Beschränkun der gemeindlichen Selbstverwaltung führen. Die Stad:- Verordnetenversammlung bittet daher die Zweite Kammr der Hessischen Landstände, der von der Staatsregieruw beantragten Einstellung von Mitteln in den Etat zweck Besoldung staatlicher Leiter der Offenbacher Polizeiverwa hing die Zustimmung zu versagen." Kreis Wetzlar. § Krofdorf, 20. Februar. Von gut unterrichtet^ Seite wird mitgeteilt, daß die Autoverbindung zwischen st rost dorf und Gießen nicht zustande fomnien wird. Da gegen wärtig noch Verhandlungen schweben wegen der Elektrische- Bahn, soll vorerst noch keine andere Verbindung angeknüp Gerichtssaal. Schwindeleien eines falschen Grafen. ^Dresden, 19. Febr. Unter der Anklage der Hockstaoe!« hatte sich der Gummiarbeiler Ernst Winkler und sein Bruder Cr zu verantworten. Nach eingehenden Studien gingen sie als ,®r. Henckel von Donnersmarck, Rittmeister o. D. und Kammerdiener auf Reisen. Ueberall wurde derselbe Schwindel versucht. T< „(traf' bestellte telegraphisch für sich zwei Ziminer in den, b- treffenden Ort und trat sehr nobel auf. Bald nach seiner Anknw sandte er seinen .Kammerdiener' zu einer Bank mit dem Ersuche ihm aut einem Wechsel 10 000 Mk. zu leihen. Die Banken roe Ludwig Gä'M Öunsrüd, ivobriä : Geistlichen btt 1 rlisch, bei evanM ncr Wochen pr:« setzt worben unfifl I feinet Möbel I e Lache als LW verfolgte turn dal rott Fauerbach » wsselbe Manöva i chtliche VorladM lormittag sand ra( dem Vorsitze btil : mündliche Mal» Symnasiumkil er mündlichen N >ei zur Mattnc:: amstag, 24. d. i Rosa "Wiestner Wilhelm Müller Verlobte. 4Celbilber (alter Meister), 1 Sekretär, 1 Fahrrad, 1 Eichenstamm, Grabeins., Grab>ockcl,2VHübneru.a.M II. 24 SiUbütc, 15 Kunst blätter. _ , Bersreigerung -u U be stimmt. 1249 Geihler, Gerichtsvollzieher strafte 57 versteigert: ofa, Kommoden Sltei« Verftkilicmll. Mittwoch, dcn 21. flrebc. 1012, nachmittags 2 ltbr, werden im Saale Bahnhof- zu lassen. e Tanger, 20. fiebr. Beamte de- Magien suchten die Ein« schi 1 iu n g von 15 '0 Tlnvoflüncrn zu verhmdern, die aus einem Ipamicbeii Damp'er nach Melilla gebiacht werden sollen, um dort üt die ivanische Polizei emzutrete". US gelang, den Lndersland zu überwinden unb die Entfcknssung biird'jiihihren. Tie Arbeiten zum Abbruch de» Stellwerks II ntif Babn- bosBad-Naubeimcinfchl. Ankauf der Altmaterialien sollen vergeben werden .'jeich nungen und AngebolSmuster liegen im (McschästSgebände der Bauabteilung I zur Einsicht aus, letztere können, solange der Borrat reicht, gegen portofreie Einsendung von 50 Psg. (nicht in Briefmarken» bezogen werden Die Angebote werden am 29. ftebruar 1912, vormittags te NESTLE / Altbewährte Nahrpnd r fürKindeh und Krahne 21mtlidicr mtMcrbtrid)L IlletteranSüchten in kosten iür Mtllwoch, den 21. «.zevruar 191.: Wolkig. meist trocken, etwa» kälter It Calidad 2 feine vollmundige Sumatra mit Habana 15 Pfennig Treppen, Acnster, Säulen, Plattziegel, Stall u. 3tm; mcrtüren, Abbruchbolz, 1 stein. Torpsciler, kleinere u. gröstere Parti en Brenn bolz, 1 eis. 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Als das Grnndüuck sivangSver'ieigerung kam, muhte er es, nm nicht «-.n-znlallen. ' ./neüinen. Ties ärgerte ihn Io, dah et belchloh, das Grundstück - tiranb zu flecken, um bie höhere Versicherungssumme zu be- >■ "men. Rach dem Wahrspruch der Geschworenen verurteilte btr I ttchtshol bell Angeklagten zu zwei Jahren und zwei Monaten I sjngniS. 3i' 0 Mark Geldstrafe und sprach ihm außerdem die x icrlidicu Ehrenrechte aul die Tauer von hin* Jahren ab. GEORG TODT, Zigarren-Versand, Plockstr. 11 — Filiale Markt 1 45 li-Sji.Ätr a. verkauf- ttarl Euler, yaminftr. 5.0,S4u Bon gut Umbindung zwW" mnien wirb. wegen ber W $erbinbung E Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Gatten, unseren treubesorgten Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Friedrich Schlapp nach längerem Leiden zu sich zu nehmen. In tiefer Trauer: Elisabetha Schlapp geb. Erdmann Familie Seipp. Feinster vegetabiler Butter-Ersatz Sanella kN. £*« ] N und iwS* UKheiit tl. 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Unter den Be iabern des Gotteshauses brach eine Panik aus. Am Sonntag nachmittag wurde in Erfurt am nord- js,sichen Fimmel ein Meteor von unaewöhnlicher Licht- title beobachtet, das mit großer Geschwindigkeit nieder- 1 cing. Tret Minuten darauf vernahm man ein starkes, tmnerartiges Rotten, so daß viele Leute, die das Meteor tuH gesellen hatten, glaubten, einen Erdstoß verspürt zu mA Die Stadtverordneten in Hallea d. Saale beschlossen nit allen Stimmen, auch der der Konservativen, iit- Errichtung eines Krematoriums . 3n der vergangenen Rächt wurde ein Teil der Bretagne- fcttft in Rantis durch eine Feuersbrunst eingeäschert, krt Schaden wird auf 5Ö0 000 Franks geschätzt. Der Blitzzug Mailand—Turin stieß beim Einfah- htn in die (Station Bercclli mit einem Güterzugc zu- Allen Pcrroanbtcn, Freunden unb Bekannten die schmerzt. Mitteilung, dast meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Tochter, Tante u. Schwägerin All«« Wal, istb. Tchiichaliit am 19. &cbr. morg. 3 Ubr im 32. Lebensjahre nach langer, schwerer Krankheit sanft verschieden ist. Tic trauernden Hinterbliebenen. Giehen iKatharinengasie 9), den 20. Febr. 1912. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21 .Februar, mittags 3 Ubr, von der Kapelle des neuen Friedhofs auS statt. 013K, liebigshöhe.s Donnerttac 1 bi» &Wm< Kaffeekonzert ^rieat-^ädikt.nmmtb.c geioiffenb. miditl ‘Jicumdiuna von Gmudltüdcn bei mätzig. Honorar, sdirihl. Angebote erbeten unter 01321 an den Glefieiier Anzeiger.________ Verlor, eine blonb. Tarnen» perücket.h 'Jiadjtv.Doitnero taga. Aren. Geg.gnt Bel. ab zua. Wilbelmstr. 3 III. |0l3ti Gold, (diivtcliiabc!1 . vange mit Knovl« Sonntag per loren. (tzeg. Belobmnia ab zngeb. Babnbofstr. 37 II.1** Auf d. internationalen Kochkunst-Ausstellung 1911 Frankfurt a. Main mit dem grossen Preis ausgezeichnet. Bedeutende Biel, Ber sichcrunge Geicllichaft mit vorzügl- Einrichtungen inttot tnditigcu Sufpehor mit bödmen Bezügen f. beide .tzesien. Schrntl. Angebote u. 1257 an den Giefi. 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März 1912 vormittags 10 Uhr in unserem Bankgcbäudc, Neue Mainzerstraßc 32 dahier, stattfindenden siebenundfünfzigsten ordentlichen Generalversammlung eingeladen. Gegenstände der Verhandlung sind: 1. Vorlage deS Berichts des Vorstands für 1911 mit den Bemerkungen des Aufsichtsrats; Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustcechnung per 31. Dezember 1911 und über die Verwendung des Reingewinns; 2. Entlastung des Vorstandes; 3. Entlastung deS Aufsichtsrats; 4. Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats. Die Aktionäre, welche an der Beschlußfasiung in der Generalversammlung teilnehmen wollen, haben ihre Aktien spätestens am 15. März 1912 bei einer der nachstehend verzeichneten Stellen oder bei einem deutschen Notar zu hinterlegen: m Frankfurt a. M. bei der Mitteldeutschen Creditbank, in Berlin beider Mitteldeutschen Creditbank oder bei der Bant des Berliner Dassen-Vereins, m Nürnberg, Fürth, Wiesbaden, Vließen, Essen-Ruhr und Hanau bei den Filialen der Mitteldeutschen Creditbank, in München bei der Niederlassung der Mitteldeutschen Creditbank, ioiuie bei den an anderen Plätzen befindlichen Wechselstuben und Nicderlassnngcn der Mitteldeutschen Creditbank, in Baden-Baden bet der Bantcommanditc Baden-Baden Meyer & Tiß, in Hamburg bet der Firma M. M. Warburg & Co., in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Crcdit- Anstalt (Abteilung Becker & Co.), ui Mainz bet der Firma Weis, Herz & Co., in Meiningen bei der Bant sür Thüringen, vormals B. M. Strnpp, Aktiengesellschaft, in Stuttgart bu der tfirinn Tocrtcnbach & Cie., G. m. b. H., in Tübingen und Hechingen bei der Bantcommanditc Siegmund Weil. Bei diesen Stellen sind auch die Eintrittskarten in Empfang zu nehmen. In, | Uebrigen wird auf die §§ 28 bis 30 des Statuts Bezug genommen. 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