Die heutige Nummer umsotzt 10 Seiten. ältere 45-55 41-00 86-0) Lebend« 3uni 1912: Uhr, abend-T^VNr. in 20. Juni: 16* K der Station SW tc ffitüet S Eine neue Deutung öes Rübezahl. j otnennui Rübezahl 6 1 8 03—59 62-58 46-51 48-51 43-4? 89-98 <9-83 85-9! 64-66 69-62 62-57 47-51 68-77 62-7» 107-111 98-101 87-96 ?8—8j lebend. Lebend- 2 2 2 68-58'/, 74-7i 667,-58 72-74 59-597, 74-75 gönnend Klarer^ gönnend Der Kfli’cr in Kiel Kiel, 20. Juni. Der Kaiser härte heute Dormittag den Vortrag bco Staatssekretärs v Tirpitz. Gr licfidp tigtc dann in Begleitung des Reichskanzlers und der Herren des Olefolges die kaiserliche Werst und sah dabei auch S. M. S. „Mutier". Später machte der Kaiser wiederum in Begleitung des Reichskanzlers und der Herren des Ge- folge» auf einer Anzahl ausländischer Jachten Besuckje. Ilm 12.15 IUjt kehrte der Malier an Bord der „Hohen- zollern" zurück, wo er militärische Meldungen entgegennahm. kf. Gin Denkmal für Mylius-Erichsen. My- lius-Grichsen, dem kühnen, im Grönlandeise umgclommcnen For- scvungsreisenden, beabsichtigen seine dänischen Landsleute ein Denkmal au errtchlen, das sich tn seiner Bateruadl Ringköbing erheben soll. Das Modell zu diesem Denkmal hat der Bildhauer Kristen Skiktild soeben sertiggestellt. Tas Tcnfmal ist in Bronze gedacht und soll sich aus einem Granitsockel erheben. Es stellt Mylius-Erichsen in derber Reisckleidung dar, wie er, auf einen Stab gestützt, auf vorspringender Klippe steht und von dort aus mit scharfem Blicke nach seinem weiteren Wege späht. Dem Bildhauer ist es gelungen, in seinem Modelle eine lebendige Haltung und Charakteristik zu erzielen. kf. Tie Tempelrpinen von Philaein New Bork. Tic herrlichen Tempelruinen von Philae in Aegypten, an denen die Wasser des Nils unaufhörlich nagen, sollen dauernd gerettet und nach New y o r f gebracht werden: diese erstaunliche Neuigkeit wein der „New ?)ork American" mitzuteilen. Mein anderer als Piervont Morgan, soll eS sein, der dies Riesenwerk auszuführen beabsichtigt. Morgan hat sich in diesem Winter längere Zeit' in Aegypten ausgehalten und vielleicht schon Unterhandlungen mit der ägyptischen Regierung angeknüpft, die natürlich ihre Zustimmung geben mutz. Vorausgesetzt, das; der „New Bork American" mit seiner Angabe Recht hat, so werden alle Archäologen erfreut aufalmen, wenn die bedrohten, überaus wertvollen Rumen gerettet werden. Allein, wie diese Riesenarbeit zu bewältigen ist, ist ein? andere Frage. Nach einer ganz rohen Schätzung wäre eine Summe von 8 Millionen Dollars, 32 Millionen Mark, erforderlich, um die Temveltrümmer freizulegen und aus Aegypten nach New Bork zu bringen. Tast irgend eine Regierung diese Summe auswendel, ist nicht wahrscheinlich, und im'ofeni wäre Morgans Plan freudig zu begrüßen. Jedoch ist es noch fraglich, ob der Plan überhaupt durchführbar ist. Als im Jahre 1878 die „Nadel der Kleopatra die jetzt im Zentral-Park von New Bork steht, aufgehoben, eingatfci’ft und wieder ausgestellt wurde, waren die Schwierigkeiten unendlich groß. Mittlerweile sind die technischen Methoden vervollkommnet, und es flingt nun gar nicht mehr so unmöglich, daß man den Nil bei Philae abdämml, die Ruinen sreilegt, zerlegt, zu Schiff nach New Bork bringt, und wieder aufbaut. Der „New Bork American" will sogar wissen, daß die Ruinen von Philae tm New Borker Zemralpark wieder auigebaul werden sollen. — Die Beisetzung der Stimmen. Zn den Kellern der „Pariser Nationalakademie für Musik", in den Mk. 92-itt »Hi 83-92 80-84 71-78 angriff ausgesührt, waren jedoch nicht imstande, den 3tinb zu zerstreuen, da dieser in einer starken Uebermacht war. Ter Kamps dauert fort. Die Franzosen ballen 16 Tote und 27 Verletzte. Der Feind, der sich zwar in die Berge zurückgezogen hat, setzt von dort das Feuern fort. Der italieiiifd?türfijd)e Krieg. Ztaliknilche Borstöste. Nom, 20. Juni. Die Agenzia Stefani meldet aus Beug- hasi: Am 19. Juni früh führte die Brigade Buonint eine Rekognoszierung in der Oase S u a n t bcn OSman auS. Die Italiener blieben, nachdem sie die Beduinen, welche in guten Stellungen heftigen Widerstand leisteten, zurückgetrieben ballen, drei Stunden in der Oase und kehrten nach einem vor- berigen Plan nach Benghasi zurück Die Verluste des Feinde- sind beträchtlich. Auf Seiten der Italiener wurden ein Mamclrcitct und ein eingeborener Aokari getötet, cif verwundet, darunter ein Unteroffizier aus Grythria, cm Kamelreiter und zwei ASkariS aus Benghasi. Aus Der na wird gemeldet: Am Morgen des 19. Juni gab das Korps P iemont e sehr wirksame Schüsse ab und zer- lircute feindliche Hausen, welche die Arbeiten auf oem Wege nach Fcteia störten. Der Feind wurde zwischen zwei Feuer genommen und zog sich nach beträchtlichen Verlusten zurück. Die Arbeiten gehen ungestört weiter. Die Reichstagsneuwah! in Hagcnow-Grcvermühlen. Hagenow, 20. 3um. Bei Der heutigen Reichstags» Neuwahl un 1. mecklenburgifchen Wahlkreise Hagenow- Gre oeSmü h l en wurden abgegeben für Pauli (fonf) 613U, für Seniinar-Öbcrlehier Slvkowich (sorlschr.) 6580 und für Ä ober (Soz.) 4065 Stimmen. Eine kleine Zahl Ortschaften steht noch auS. Danach ist Stichwahl zwischen Pauli und Stvkowich erforderlich. Bei den letzten Wahlen hatte Pauli zuerst 7063 Stimmen, der sozialdemokratische Kandidat 6161, der freisinnige Kandidat 6140 Stimmen erhalten. In der Stichwahl siegte sodann Paul, mit 9865 Stimmen über den Sozialdemokraten, der 8766 Stimmen erhielt. Diesmal ist die Wahl bcS Fortschrittlers sicher. . . . 56'/,-58 71-71 Yruchtmarkt. Turd- i” «nassauischer) 18,60 X 18,10 Ml, Jlotn 14,85 X uigerfte 00,00 Ml,, öde 0,60-7,00 'Mk. wiederum eine veischlimmerung der Lage in IHarotfo. Aus Tanger meldet die „Post" vom 20. Juni: Gestern hatte das Bataillon des Obersten Gerald im Norden von Fez einen Kamps mit einer Mauren-Ableilung, die sich in kleinen Trupps zurückzog, sich nachts jedoch von neuem zusarnrncnscharte. Aus allen um Fez Herumliegenden Gebietsteilen lausen wieder sehr beunruhigende Nachrichten ein, besonders in der Nähe des Lagers von General G o u r a u d, der bei T u k H e i I a kampiert, haben sich wieder zahlreiche sein bliche Streitkräste gesammelt. Wahrend der ganzen Nacht und des Vormittags hörte mau eine Kanonade. Verschiedene zur Erkundung aus- geschickte Kompagnien kamen unverrichteter Sackte zurück und konnten nur berichten, daß der Ausruhr unter den Stämmen überall im Wachsen begrissen ist. Tie Stadt S e s r u ist am 15. Juni von den Sibi Raha angegriffen worden. Die französischen Truppen haben einen (Segen- Ausland. Die deutsche Gesellschaft in Täbris begann aus dem dort erworbenen Grundstück den Bau einer Teppich- fabrik. Die in Deutschland getauften Maschinen treffen bald ein. Gleichzeitig werden in Ehoi große Wollenvorräte ein» gekauft. Spezialarbeiter treffen ebenfalls ein. Mehrere radikale Deputierte in Frankreich beschlossen, zum Budgetgcietz einen Zusatzantrag einjubrütgen, wonach zur Bekämpfung der Bevölkerungsabnahme jedes Familienoberhaupt, das mehr als drei Kinder unter 13 Jahren Gewölben der großen Oper, versammelte sich am Donnerstag eine auserlesene Gesellschaft, die gekommen mar, um in Gegenwart des Unterstaatssekretärs der schönen Künste einer ungewöhnlichen Zeremonie beizuwohnen: der Beisetzung der Stimmen. Aber die Feierlichkeit trug keinerlei düsteren Charakter, ja sie wurde mehrfach durch lauten Beisall unterbrochen: was man hier bcisetzte, waren neue Schatze des „Museums der Stimme", Grammophon» platten, die dazu bestimmt sind, der späteren Nachwelt Kunde zu geben von den Leistungen der Gesangskunst und der Musik im 20. Jahrhundert. Tie Platten waren durch glasartige Gehäuse sorgsam gegeneinander isoliert, in Pergament verpackt und wie wirkliche Mumien mit Bändern umschnurt. So setzte man sie in den dafür bestimmten Urnen feierlich bei, m denen sie ruhen sollen, bis spätere Geschlechter jic einst wieder zu Klang und Leben erwecken. Tie beigesetzten Platten enthielten phonographische Ausnahmen von Garuso, Amato, dem Tenor Franz, dem Baß Ehaliapine, von Geraldine Farrar, der Sembrich, der Tetrazzini und zahlreichen anderen bekannten Sängern und Sängerinnen. Schon einmal, im Jahre 1907,^ sind auf diese Weise in den „Katakomben" der Großen Oper Stimmen bcigeictzt worden, worunter sich damals Platten von Scotti, Batti'iini, bet Patti, oer Melba, der Schumann-Heink, von Selma Kur;, Gmma Galt)6 und auch Ausnahmen vom Violinenspiel Kubeliks befanden. — Noch einmal die Hesfennummer der Illustrierten Zeitung. Aus den in unserem Blatte vom 4. Juni veröffentlichten Artikel über die Hessennummer der Leipziger Illustrierten Zeitung, in dem wir scststellten, daß der Verlag dcS Blattes die in der hessischen Presse erschienenen abfälligen Ur» teile einem Buchhändler gegenüber auf unlautere Motive zurückzuführen versuchte, haben rotr nun endlich eine Antwort erhalten. Die Grwiderung weist aber nur darauf hm, daß bie in dem Schlußsatz unserer Auslassung beiläufig erwähnte Schwabennummer nicht in dem Verlag der Jllusttiertcn Zeitung, sondern von „Ueber Land und Meer" erschienen sei. Ueber die Hauptsache, nämlich über die von uns festgestellte Tatsache, daß es der Verlag der Illustrierten Zeitung trotz zweimaliger Aufforderung unterlassen habe, sich über die dem Buchhändler gemachten Aeußerungen zu erklären, geht die Redaktion des Blattes auch diesmal mit Stillschweigen hinweg. Wir müssen also annehmen, uno wir he^n das keinen Augenblick bezweifelt, daß die Illustrierte Zeitung ihre Beschuldigung frei erfunden hat, und ängstlich bemüht in, allen Weiterungen aus dem Weg zu gehen. e (Sstd-AnlagH uni 1912: Deutsches Ne ich. Tie Bürgerschaft in Bremen lehnte den Antrag auf Einführung des allgemeinen Wa hlrechts zur Bürgerschaft in namentlicher Abstimmung ab. In der Sitzung des Bundesrats am Donnerstag wurden angenommen: die Vorlage betreffend Aenderuna und Grgänzuiigcn der Anleitung für die Zollabfertigung, die Vorlage betreifeni) nachträgliche Acnderungen und Ergänzungen des Warenverzeichnisses zum Zolltarif aus Anlaß des Handels» und Schifffahrtsvertrages mit Japan, bie Vorlage betreffend die Herabsetzung des Kontingents der Zündwarensabriken für das Betricbs- iahr 1912/13, der Entwurf der Bekanntmachung betreffend die Ucbcrgangöbeftimmungen zur Reichsversicherungsordnung, der Entwurf des Postscheckgesetzes. Der „Täglichen Rundschau" wird aus Petersburg gedrahtet: Tie von hier stammende und hierher zurücktclegraphieric Meldung, daß Herr v. K id er 1 en - W ä ch t c r gedenke, in der nächsten Zeit in Petersburg einen Besuch abzustatten, wird von zuverlässiger Seile als salsch bezeichnet. Wir können hinzufügen, das; nach unseren Erkundigungen auch an Berliner maßgebender Stelle nichts von einem Besuch des Staatssekretärs in Petersburg bekannt ist. tf1*. * d»be0 • 43-45 • ■ 44-48 ent- . . 37-42 . . 31-86 2dtdeckee II _ Vie Lehre zweier Lisenbahntataftrophen. Die beiden letzten schweren Eisenbahnkatastrophen, die von Malmslätt Hjtb die bei Leipzig sind wieder einmal daran.f ^urückzuführen, daß die Haltesignale überfahren wurden. Tas Signal der schwedischen Station Malmslätt stand tatsächlich auf Halt, ebenso das der sächsischen Station GaschwiH, das der Lokomotivführer des von Borna kotnmendcn Zuges überfuhr. Die persönliche Schuldfrage soll hier nicht untersucht werden. Das Wesentliche und Meder schmetternde ist, das; die Technik immer noch nicht den Irrtum des einzelnen Menschen und damit den Lauf des Verhängnisses aufhalten kann. Hierüber schreibt uns ein Fachmann des Eisenbahnwesens: Die Verständigung zwischen den Bahnstationen und den Lokomotivführern erfolgt heute bekanntlich bei den meisten Bahnverwaltungen durch sichtbare Signale und zwar in Deutschland durch Flügelsignale. Ein Flügel ist an einem Mast drehbar befestigt, steht er wagerecht, so bedeutet dies Halt. Ist er schräg nach oben gerichtet, so bcbcutct dies Freie Fahrt. Bei Nacht oder auf Tunnelstrecken werden die Flügelsignale durch farbige Lichter ersetzt ; ein rotes Licht bedeutet Hall, ein grünes Licht dagegen Freie Fahrt. Bei sehr rasch fahrenden Zügen muß die Bremse ost 500 Meter und mehr vor dem Signal betätigt werden. Erkennt nun der Führer das Signal, z. B. bei unsichtigem Wetter oder infolge von Unaufmerksamkeit, zu spät, so ist es ihm nicht möglich, den Zug richtigen Platz auzuhatten. Man juchte sich nun dadurch zu helfen, das; man ui größerer Gmjeniung vor dem cigcm- lichen Hauptsigual eine Art Nachahmungssigual (Bor- Eignal) auf stell le. An feiner Stellung kann der Lokomotiv- sthrcr crlenncu, ob das Hauptsignal Freie Fahrt oder >alt gebietet. Das Vorsignal besteht in Deutschland in der Regel aus einer runden Scheibe, die an einem Mast drehbar befestigt ist. Stehl das Hauptsignal auf Halt, so zeigt das Vorsignal die volle Scheibe ^nachts zwei gelbe Lichter); steht das Hauptsignal auf Fahrt, so ist die Scheibe umgclcgt (nachts zwei grüne Lichter). Bisher sind in Deutschland noch nicht auf allen Stationen die Auöfahrsignale mit Vorsignalen ausgerüstet! Tie Signaloronuugcii der deutschen Bahnverwaltungen weichen zum «icU voneinander erheblich ab! So verwenden z. B. die bayerischen Bahnen, für welck)« die sog. deutsche Signalordnung nicht gilt, als Zeichen für Freie Fahrt weist es Licht. Außerdem zeigen die Ausfahrsignalc in Ruhelage einen Ijcrabljängcuben Flügel (blaues Licht). Das Vorsignal zeigt bei Warnstellung volle Scheibe, bei Freistellung fiucn kleinen Flügel in schräger Lage. Für Rangierst ii r t e n gibt es auf deutschen Bay neu im allgemeinen leine Fahrsranale! Nur in einzelnen Fällen verbietet num Rangierfahrten, die eine Zugfahrt auf einem Hauptgllis gefährden würden, durch Rangierverbotsignale, l jciijo ist es tu der Schweiz und Oesterreich. In andern Ländern dagegen, so in Holland, Belgien, Frankreich, England finden auch Rangicrfahrten aus Bahnhöfen auf Signal hin statt. Lurch die Anwendung besonderer Rangiersignale wird in gewisser Weise die Sicherheit des Verschubdienstes und Fahrdienstes erhöht, auch kann man eventuell ohne Weicheusiguale auskontmen. Es treten dafür aber anderseits verschiedene llcbelstände auf, vor allein eine bedenkliche Häufung der Mastsignale, wodurch die Führer der fahrplanmäßigen Züge leicht irre geführt werden können. - LZK Wiede 1.°« WtyctC’55*'- * «SEM*S ■ , Rübezahl, der Geist der schlesischen Berge, hat mit seinem Namen den Gelehrten schon viel Kopfzerbrechen bereitet, bis man | (ich schließlich aus die tcurung Rübezahl = Rübenzagcl (Rüben- I schwänz, geeinigt hat. Aber es ist nicht glaublich, daß dieses I Schimpsivort die ursprüngliche Benennung des die unterirdischen | Naturichätze hütenden Dämons war, der ja nicht ursprünglicy im I Äicfengcbirgc heimisch ist, sondern zunächst tm Harz gehäuft hat. Eine neue Deutung des Rübezahl, der in feinem Wechsel von t Güte uni) Bosheit, in seinem Auftreten bald als Segen spendender und bald als Verheerung bringender Geist ein Symbol des Berg- mannsschicksals darftelli, gibt nun Earl Niebuhrm den Grcnz- j boten. Die deutsche Kolonisation des Riesengebirges und Glatzer j SchncegebirgeS cnoigtc seit bem 13. Jahrhundert von Thüringen unb Sachsen her. Nun hat sich zwar im Scbnccgebirgc kein Bcrg- ; bau emwickelt und es gibt dort auch keinen Rübezahl, aber die WBevölkerung benennt eine Pflanze, nämlich den buschigen »Schachtelhalm, mit diesem Namen, nennt )ie tm amlett W ^,Rubazehl". Die Ursache der Benennung für bicieo meist zwi'chen I Rüben und Flachs vorkommeuben Unkrauts ist klar: ber junge I Schachtelhalm ficht so aus, wie ber Busch ber Rübe, und cnttauicht k clio beim He raus zieh en. Da Geister vielfach von PslanLcn ihre Benennung erhalten, so barj man wohl ben Schachtelhalm zu bem Rübezahl in Beziehung setzen. Der Fcberbusch, ber nch an allen 1^ Frsttrachten ber Bergknappen finbet mch früher ein notwcnblges Schutzabzcichen für die Hauer gewesen sein mag, mnnert »üben Schachtclhalmbusch, unb so kamt beim ber „Rübezahl ein co in bei bet Berginamisarbeit gewesen fein, ba? bann aut den dcrggem übertragen wurde. Wie kam aber nun der ^chttlhahnbmch bei den Bergleuten in Aufnahme ? Die Rolle der V'lanzen beim - Auffinden des verborgenen Bergsegcns ift wohl bekannt, so t>nTüt Viola cclaminaria Zinkerzlager, besonders Galm«-scknchten, Lou nilvulus achaeoibes ben Phosphorit, unb in Amerika gibt. «jn» '■(fiiebcnc anerkannte Leitpflanzen tur Blciglanzabern, io Gurnmi- eäume. Im Märckren zeigen seltene Pttanzen ben Lr an, .nan ben Zugang zu Schatzhöhlen finbet, und |o vihachlclhalm als Hinweis aut Schatze ber Grbe ba^- Dasur, daß der Berggeist unb sein Pftanzcnmmbol ri.'insam gefaßt worden sind, zeugt der Gcift -.bilebe nus: aud) auf Otte uie Rübenacb unweit ^blcn,> Rubcnau (Erzgebirge) unb den Neuftadter Rübenbcrg tm x.011^1^x1 dxn iÖEt sich in Zusammenhang mit dem Rübezahl hinwepen. 19. 19. < ö w S-E gB$S egg® M Durch das Ucbcrfahrcn der sichtbaren Signale werden die meisten Unfälle hcrbeiacführt. Man bat daher schon lange versucht, die Wirksamkeit der Signale noch zu erhöhen, z. B. durch besondere, feste Zeickwn mit grellem Anstrich, der von weitem aufia[len soll. Diese Mittel versagen aber bei Nebel und Dunkelheit In Belgien führte man auf der Strecke Brüffel—Antwerpen sog. Nebellichtsignale ein. Einzelne Bahnverwaltungen versuchten mit den sichtbaren Signalen b 0 r b a r e zu verbinden (elektrische Hupen oder Muall- palroncn). Tiefe Einrichtungen belästigen die Anwohner der Dabn und geben bei zwei- ober mehrgleisigen Bahnen leicht zu Mißverständnissen Anlaß. Die (Erhübet gingen weilet und ließen die Einrichtung außerdem noch auf die Bremse des Zuaes einwirken, so das; also bei Haltstellung eines Signals die Bremse automatisch in Tätigkeit tritt. Die allgemeine Einführung dieser Erfindungen bietet aber auf den Hauptbahnen große Schwierigkeiten, da die Einrichtung doch bei Zügen aller Art, bei Schnellzügen von 1OO Kilometer Stundengcschwindigkeit wie bei langsam fahrenden Güterzügen und einzelnen Lokomotiven wirksam sein soll. Alle die neueren einschlägigen Erfindungen haben sich leider praktisch noch nicht voll bewährt. Bewährt hat sich, d. h. gehalten bat, was sie versprach, nur die bekannt, in ganz Deutschland auf zweigleisigen Strecken benutzte Blockeinrichtung von Siemens u. Halske. Aber auch jie gibt dein menschlichen Irrtum als einer Quelle namenlosen Unglücks immer noch Spielraum, und man kann nur die Hoffnung und Zuversicht aussprechen, das; es der Technik in der nächsten Zeit doch gelingt, der individuellen Unvoll- kornmenheit in höherem Grade als bisher Herr zu werden. * * _____Erster Blatt [62. Jahrgang Freitag, 21. Juni 19(2 Der Siebener Anzeiger Ä __ __ __ v « , ?. ääs:INf Ar II bi jAi^bAr a»wl|cnvllvl ZlllivlUvl kür die Redaktion 113, UM ^erantroodlKb für den MM..... General-Anzeiger für Gberhesten MW für die Tagesniimiuer Rofationsörud und Verlag der vrühl'schen Unfv.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Vruckerei: Zchuistrahe 7. f>e?.taiür Sm big vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Rr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. sein Rezept met 3**1^ id)b®9«‘ISa ■■ itrti jj, nuten ?l^en' zu versorgen pat, für jedes weitere ftinb eine monatliche Unterstützung von >echs Franks erhalten soll. Nach einer in London eingegangenen Privatnachricht aus Petersburger Hofkreisen haben die Aerzte bei dem achtjährigen russischen Thron folger Alexis Knochen-Tuberkulose am rechten Knie festgestellt. Er kann schon nicht mehr gehen. Auch besteht begründete Befürchtung, oaß das Uebel nie ganz beseitigt werden kann. Die russische Duma hat die Flottenvorlage in der Fassung des Budgetausschusses, also mit Streichung von 71 Millionen für den Ausbau von Hä'en, angenommen. Ferner wurde der Antrag des LktobristenführerS Gutschkow angenommen, der die Regierung aujfordert, unverzüglich den Stand der Reichswehr zu Lande und die Bedürfnisse der Armee zu prüfen und die nötigen Kredite zu fordern, um auch diesen wichtigen Teil der Reichswehr auf die nötige Höhe zu bringen. Vie Lage des Arbeitsmarties im Mai 1912. Der Streik und die Aussperrung der Metallarbeiter in Frankfurt und Umgegend sind beigelegt worden. Tie Arbeitszeit wurde auf wöchentlich 56 Stunden gegen 57 Stunden und mehr heruntergesetzt, außerdem wurde sämtlichen Arbeitern, die bis zu 45 Pfg. Stundcnlohn hatten, eine Zulage von 2 Pfg. gewährt, für die handwerksmäßig ausgebildeten Lohnarbeiter wird diese von 2 Pfg. bis zu einem Lohnsätze von 50 Pfg. pro Stunde gewährt. Die Frankfurter Arbeitsvermittlungsstelle teilt mit, daß zum ersten Male ein Rückgang der offenen und besetzten Stellen gegenüber dem Vorjahre zu beobachten war. Auch das Arbeitsamt Mainz berichtet über ein geringes Nachlassen von Angebot und Nachfrage in der Metallbeacbeiiung und Masch nenindustrie. Der Arbeitsnachweis in Offenbach teilt mit, daß die Kämpfe in der Metallindustrie mit die Vermittlungstätigkeit ungünstig eingewirkt haben, da die meisten Zirmen den städtischen Arbeilsnachiveis benutzen. Nach dem Bericht der Arbeitsvermittlungsstelle Worms ist die Geschäftslage seit etwa 3 Monaten unverändert geblieben. Bauschlosser fanden meistens Beschäftigung, für Dreher und Maschinenschlosser war wenig Arbeit vorhanden, dagegen waren Schmiede und Wagner sehr gesucht. Ein Bericht von Offenbach bezeichnet die Beschäftigung in der P o r t ef eu i l l e i n du st r i e als ziemlich lebhaft. Für Sattler und Tapezierer auf Kundschaftarbeit war, wie Frankfurt meldet, reichlich Arbeitsgelegenheit vorhanden. Das gleiche wird aus Mainz und Worms berichtet. Der Arbeitsnachweis Worms macht noch darauf aufmerksam, daß ein großer Teil der Stellen nicht besetzt werden konnte, da die Leute ost nicht auf das Land wollten. Nach dem Bericht von Offenbach a. M. ist in einer Militäresfektensabrik wegen Tarifstreitigkeiten ein Streik ausgebrochen. In der Industrie derHolz-undSchnitzstoffe war ebenfalls der Besck)äftigungsgrad nach den vorliegenden Berichten überall gut. Aus Frankfurt wird gemeldet, daß Möbelschreiner viel verlangt wurden. Der Holzarbeiterverband Darmstadt teilt mit, daß der Beschäftigungsgrad auf Möbel andauernd gut sei, daß für Bauschreiner durch die Fertigstellung des Bahnhofes ein kleiner Rückgang eingetreten sei. Da Ladenumbauten vollzo-.fen würden, sei Aussicht vorhanden, daß die Arbeitslosigkeit der Bauschreiner nur beschränkt fei. Unterstützung wurde nur an einen Bauschreiner bezahlt. Der Bildhauerverein Mainz berichtet von einem besseren Geschäftsgang. Nach Möbelschreinern war starke Nachfrage in Worms, die offenen Stellen konnten nur zum Teil besetzt werden. Auch an Holzküfern mangelte es. Aus der Industrie der Nährungs-undGenußmittel wird von Kassel mitgeteilt, daß im Fleischergewerbe ein großer Ueberfluß an Arbeitskräften vorhanden gewesen sei, so daß viele von auswärts zugereiste Gesellen vergeblich um Arbeit zusvrachen. Der Tabakarbeiterverband in Gießen berichtet, daß die Konjunktur sich etwas gehoben, aber den normalen Stand noch nicht erreicht habe, es sei aber eine weitere Besserung der Konjunktur zu erwarten. Im Bekleidungs- und Reini- gungsgewerbe war der Besck>iftigungsgrad für Schnhmack)er und Sckmeider nach bni vorliegenden Berichten gut. Es herrsdste Mangel an Sdychrnachern. Nur die Arbeitsvermittlungsstelle in Frankfurt teilt mit, daß der Beschäftigungsgrad in der zweiten Hälfte nachgelassen habe. Die Nachfrage nach erstklassigen Arbeitern blieb sehr lebhaft und konnte nur teilweise befriedigt werden. Aus Offenbach wird mitgeteilt, daß die Besckfästigung bei den Schuhfabriken mangelhaft gewesen und eine Verschlechterring eingetreten sei. Die Aufträge für die Frühjahrssaison seien fertig und Nackchestellungen liefen sehr wenig ein. Die Arbeitszeit nuißte in einzelnen Fabriken auf 7 Stunden verkürzt werden. Im Schneidergewerbe war der Geschäftsgang der gleiche wie im vorigen Monat; es fehlte wieder an jungen zugereisten Gehilfen. Tie Nachrichten über das Baugewerbe lauten wieder wie im Vormonat verschieden. Kassel berichtet, daß die Bautätigkeit immer noch sehr mäßig sei. Tic Baupolizei-Abteilung in Darmstadt teilt mit, daß die Bautätigkeit sehr rege sei. Die Bau summe aller im Mai genehmigten Bauten betrug rund 360 000 Mk Vom Baupolizei-Amt Ncainz wird mitgeteilt, daß die private Bautätigkeit noch sehr gering sei. Es seien nur drei größere Wohnhiuser angefangen, 5 seien nahezu fertig. Außerdem seien 7 Villen kleineren Umfanges im inneren Ausbau begriffen und eine weitere Villa angefangen. Privatbauten dürften für dieses Jahr kaum mehr zu erwarten sein. Dagegen stehe die Ausfüllung umsang- r ei eher Militärbauten und Bauten des neuen ftäbtifdxn Krankenhauses, sowie der Neubau des Realghmnasiums bevor. Franksurt teilt mit, daß für Bauschreiner und Zimmerer weniger Arbeitsgelegenheit vorhanden gewesen sei, da die Bauten noch nicht so weit gediehen seien, daß Zimmerer usw. Arbeit finden konnten. Sehr fdnoer hält eS, die zugereisten Arbeiter nach auswärts zu vermitteln, da die Leute mit Vorliebe in Großstädten arbeiten wollen, in denen die Arbeits und WohnungSverhältnifse besser geregelt seien. Auch der Kost- und Logiszwang auf dem Lande wache häufig Schwierigkeiten Die gleiche Beobachtung wird auch von dem Kreisarbeitsnachweis Wetzlar bestätigt, der mitt ei (t, daß die Leute nicht mehr gern in Kost und Logis bei dem Meister gingen. In einer Reihe von kleineren Städten war die Bautätigkeit ansdlinend gilt, wie z. B. in Bad Wildungen und Wetzlar. In Wildlingen befanden sich einige Privathäuser im Ban In Wetzlar ist namentlich infolge der Planierungen und durch das Grundansheben für die Nnteroffiziersdnile Arbeitsgelegenheit geboten. Bei der Talsperre in Hemfurth bei Wildungen arbeiten zurzeit über 1000 Mann. Zimmerleute ivnrbcn an kleinen Orten, wie in Wildlingen, vergeblich gesucht. Worms berichtet, daß nach Maurern und Tünchern sehr große Nachfrage geherrscht habe, die mir teilweise befriedigt werd « konnte. Bei den Zimmerleuten habe sich Angebot und Nachfrage »icmlid) ausgeglichen. Dam sd,reiner sanden meistens Besdwfligung Der Kreisarbeitsnachtveis Debra bezeichnet die Bautätigkeit als gering, ferner wird von dort von einem Streik der Maurer und Zimmerleute berichtet. Im graphischen Gewerbe hat sich nach dem Bericht der Darifgcmeinfdxift der Budrdruckrr in Frankfurt a M die Arbeitsgelegenheit für Buchdrucker verschlechten, roäbrenb der gute Geschäftsgang in den Schriftgießereien anhielt. Im Gast- und Schon kwirtschaftSgewerbe war dec Gesdraftsgang na di dem Bericht der Arbeitsvermittlungs- I teile zu Frankfurt günstig. 'MonberS stark war die Nachfrage nach Saalkellnern, jungen Hausdienern und Köchen, so daß nicht alle Aufträge erledigt werden konnten. Am Ende des MonatS machte fid) ein Mangel an besserem Personal aller Art bemerkbar, zugleid» aber auch ein Zuzug von .Wellnern. Aushilfsarbeiten waren reichlich vorhanden, immerhin konnte ein Teil der Nachsuchenden nidü berücf)id>tigt werben Kassel meldet einen Mangel von 15—18 jährigen Burschen für das Gastnnrtsgen'erbe und für häuslid»« Dienste. Für ungelernte Arbeiter bat sich der Geschäftsgang nach bem Bericht der Arbeitsvermittlungsstelle Frankfurt gehoben. AnSdüfSarb eiten von geringer Dauer werben fast gar Nicht mehr angeboten, da die Radlerinstitute diese fast ganz an sich gezogen haben. Das Arbeitsamt Mainz teilt mit, daß der Beschäftigungsgrad für ungelernte Leute verhältnismäßig günstig gewesen sei. Bon Worms wird das Gegenteil beriditet; ebenso war dort für Fabrikarbeiter wenig Besduiftigung vor Hauben. Eine interessante Mitteilung macht der KrciSarbeüs-1 nackweis Wetzlar, berjufolge der Berufswechsel außerordentlich stark ist. Der Ucbergang von gelernten zu ungelernten Berufen sei sehr häufig, besonders da zuweilen der ungelernte Arbeiter mehr Lohn erhalte als der gelernte Arbeiter. In der Landwirtschaft war nach dem Bericht der Arbeitsvermittlungsstelle Frankfurt der Beschäftigungsgrad nicht so günstig wie im gleichen Monat des Vorjahres. Es wird das zurückgeführt auf die Trockenheit, durch die die Feldfrüdrte in ihrer Entwicklung zum Teil zurückgeblieben seien. Arbeit'uchende waren 400 gci: *bct, während nur 182 offene Stellen vorhanden waren. Noch immer macht sich die geringe Nachfrage nackt Schwei zern geltend. Das wird darauf zurückgeführt, daß infolge der schlechten Futterverhältnissc der Viehstand verringert worden sei. Auch glaubt die Arbeitsvermittlungsstelle die Beobachtung gemacht zu haben, daß die Milchwirtschaft immer mehr von den Reuten Gütern auf die großen Güter übergehe, da diese anscheinend nur für die letzteren rentabel sei. Der Krcisarbeirsnachweis Dieburg berichtet von einem Mangel an jungen landwirtschaftlichen Knechten Auch das Arbeitsamt Mainz teilt mit, daß die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Landwirtsckmft sich verringert habe. Rach dem Bericht aus Worms fehlte es hauptsächlich an Knechten und jüngeren Arbeitern: rm übrigen sei das Vermittlungsergebnis im abgelaufenen Monat günstig gewesen. Bei der weiblichen Vermittlung wird wie immer über Dienstbotenmangel geklagt In der Abteilung für Lehrstellenvermittlung hat die Nachfrage nach Lehrstellen nach dem Bericht des Arbeitsamtes Mainz fast ganz nachgelassen. Au» Statt Mitt Land. ,s ie' r n , 21. Juni 1912. ** Tageskalender für Freitag, 21. Juni: Vorstellung von Ben-Ali-Bey. Abends 8 Uhr in Steins Garten. e ** Landesuniversität. Zu der am 1. Juli 1912 vormittags 111/4 Uhr in der neuen Aula statt findenden Feier des Jahresfestes der Universität ist folgende Festordnung aufgestellt: 1. Htfmne und Triumphmarsch aus der Over „Aida" von G. Verbi. 2. „Mit Jubelton erschall' der Lobgesang" aus der Kantate: Alexanders Fest von G. F. Händel. 3. Festrede des Rektors. 4. „Vom Himmel kam Eäcilia" aus der Kantate: Alexanders Fest von G. F. Händel. 5. Sinfonischer Festmarsch von W. Löber. ” Orücntzverlei düng. Der Großherzog hat bem Vortragenden Rat im Ministerium des Innern, Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege, Geh. Obermedizinalrat Pros. Tr. Lorenz zu Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Adler-Ordens 3. Klasse erteilt. "'Fachschulwesen. Der Großherzog hat den Bildhauer Alb. Bu r g h a r d t zum Hauptlehrer und Dirigenten der Fachschule für Elsenbemschnitzerei und verwandte Gewerbe zu Erbach ernannt ** Kreisamtspersonalien. Ter Kreisamts- gehilse Nikolaus Fabian in Heppenheim wurde zum Lureauvorsteher beim Kreisamt Schotten ernannt, der Kreisamtsgchilfe Jakob Eisenhauer in Gießen wurde nach Heppenheim versetzt und der Bureaugehilse Mam Getrost in Friedberg wurde zum KreisLmtsgehilfen beim Kreisamt Gießen ernannt. " Die Historische Kommission für Hessen wird ihre diesjährige Tagung am 29. Juni unter dem Vorsitz beS Ministers v. Hombergk in Alsfeld halten. Ter Stadtvorstand hat ihr dazu den prächtigen Saal des neu hergerichteten Rathauses zur Verfügung gestellt. "" Die Flugpost ist bis Sonntag, 23. Juni, verlängert. Alle Luftpostkarten, die bis Samstag abend 12 Uhr in den Briefkasten kommen, werden in der nächsten Woche, voraus- sichtlich am Montag, durch die Luft befördert und als Luft- Postkarten gestempelt. " Die Anlagemusik am Sonntag, 23. Juni, fällt au8. ** Ein Milchzug nach Frankfurt. Nach jahrelangem Muhen ist es gelungen, die Einlegung eines besonderen Milchzuges von Gießen nach Frankfurt zu erreichen. Der Zug, der früh 5.12 Uhr Gießen verläßt, hält auf jeder Station, erreicht Frankfurt vormittags 8.47 Uhr und beginnt seine Fahrten bereits am 1. Juli. Landkreis Gießen. 8. Lolla r, 21. Juni. Der Radfa hrerverein Lollar 1895 feiert nächsten Sonntag fein 17jährigeS Bestehen durch ein Sommerfest. Festplatz ist die Schöne Aussicht. Morgens ist innerhalb des Vereins ein kleines Mannschaftsfahren geplant mit darauffolgendem Frühkonzert. Das Nachmittags- Programm bietet Abwechslung durch den Festzug, sowie Radfahrer» und Turnerreigen, GesangSvortrüge und Radfahrer- Pyramiden. Kreis Alsfeld. = Homberg a. d. Ohm, 20. Juni. In Schweinsberg auf dem Stanrmsitz der Freiherr v. Schencksck>cn Fa- mitte sind dieser Tage Pretiosen gestohlen worden, die einen großen Wert repräsentieren. Tas Hauptschmuck- stück ist ein Perlenhalsband, bestehend aus drei Reihen Perlenschnüren (etwa 165 Perlen), an dessen Enden sich je zwei Brillanten befinden, das allein einen Wert von mindestens 60 000 Mark hat. Weiter wurde gestohlen eine antike Schnupftabaksdose mit drei Teckeln. Jeder Deckel ist mit Perlen eingefaßt. Sind die drei Deckel geöffnet, befindet sich links eine kleine Uhr, rechts eine durch Uhrwerk getriebene kleine Schmiede. Der Wert dieses Objekts wird auf 10 000 M.rrk geschätzt Ein anderes Stück stellt einen goldenen Fisch dar. Die Angen bestehen aus Mhibinctt, der Kopf läßt sich öffnen. Im Innern des Fisches befanden sich ein goldener Zahnstocher und goldener Ohrlöffel. Ferner sind gestohlen: ein „Ticktaler" vom Jahre 1540, auf der einen Seite das v. Schencksche Wappen (ge- streckter Löwe, darunter 4 Karos) imb das Fuldaer Kreuz, mehrere Orden, und zwar Johanniter-Ofden, Ludwigs- kreuz, Militär-Sanitätskreuz. die von einer Ordensschnalle abgerissen wurden, 18 silberne Fisckcheftecke ohne Zeichnung, ein goldener Ring mit blauem Stein, gez. 24. 2. 76, ein Trauring, gez. A. v. S., eine Heine chinesische Brosche aus Silber, chinesische Buchstaben darstellend, ein Kaiser Friedrich-Zehnmarkstück, ein Fünf- und ein Zweimarkstück mit dem Bildnis Philipps des Großmütigen, ein Breslauer Jubiläums-Dreimarkstück und zwei KrönungZweimarkstücke, ein altes Kästckwn mit Glasplatte und geatztem Bilde, vermutlich den Turm von Pisa darstellend, zwei vergoldete Schlüssel, hessische Kammerherrn- und Wammer jun (er. Alussel, ein silberner Fingerhut und ein kleines schtrarzes Medaillon aus EmaiNe. Für die Herbeisckjaffung der gestohlenen Sachen ist eine Belohnung von 2000 Mk. ausgesetzt. Kreis Lauterbach. ** Ein Stauwe iher im hohen Vogelsberg? Man schreibt uns aus dem Kreis Lauterbach Im Herzen des Oberwaldes sind in den letzten acht Tagen wiederum gemaltigc Wassermassen niedergegangen, die insonderheit das weite Auffallgebiet des Sc^varzbachö berührten. Dieser ist mächtig angeschwollen und fährt rau. 'chend und brausend zu Tal. Ter rasche Ablauf der Wasser- mengen erklärt sich einesteils aus der tonigen, undurchlässigen Beschaffenheit des Untergrundes (Bafaltverwitte- rung i, teils aus dem Umstande, daß bei der heutigen runst-Forstkultur überall Ablausgräben angelegt werden, die dem Verweilen des Wassers entgegenwirken: es ver- ufert nicht mehr auf den weiten Flächen, sondern schießt hindernisfrei in die Tiefe, dem Bache zu. Der Schreiber dieser Zeilen las kürzlich von schleusenartigen Abzugsgräben, in denen ein Teil des Wassers verblieb, das damit Gelegenheit zur Versickerung fand. Dies ist m. A. be- wird er s dort wertvoll, wo Cu eilen zutage treten, ihr Lauf wird durch die Schleusengräben wesentlich verlangsamt, zum Nutzen einer weiten Umgebung, sofern diese nicht aus Sumpfland besteht. Kürzlich lhieß es, in Lauterbach würden behördlicherseits Berechnungen angestellt über die mögliche Anlage eines Stauweihers im Hochtal des Schwarzbachs. Es unterliegt keinem Zweisel, daß diese Anlaae reichen Segen bringen könnte. Zunächst würde der Grunv- ivasferstand im Talgebiet des Schwarzbachs, der spateren Altefell, bis nach Salzschlirf günstig beeinflußt, dazu träte eine Regulierung des Ablaufs, der den Mühlen talwärts zu allen Jahreszeiten das volle Betriebswasser sicherte, Ucberflutuligeu und ihren Schäden würde vorgebeugt Der Stauweiher selbst böte ausgezeichnete Erträge mittelst Fo- rellenzucht, die sich am besten bezahlt, auch Angel- und Rudersport bringen Einnahmen, und im Winter könnte der Eissport seine Keste feiern, in vielen Jahren wäre Eis- aewinnung mit Nutzen verknüpft. Zu alledem träte noch die Erhöhung laitdschaftlick^er Schönheit, ein Hochgebirgs- bild ließe sich schaffen, das Bewutrderung auslöste. Endlich wäre die Nutzung der gestauten Wasserkraft für die Erzeugung elektrischer Kraft von Bedeutung auch in finait» zieller Beziehung! Kreis Schotten. — N e u - U l r i ch st ei n, 20. Juni. Bericht des Ersten Aus- sdnisses-der Zweiten Kammer über den Verkauf des fiskalischen Ho'fautes Neu-Ulrichstein an den Verein zur Beschäftigung Arbeitsloser für das Großherzogtum Hessen unb die Provinz Hessen Nassau, lautet in der Hauptsack>e: Der Verein hat auf bem fiskalischen Hosgut Neu-Ulrichstein als Päck/ter Ge- bäube-, llntcrfunfts- unb Verpflegungsräume im Werte von über 100 000 Mark auf eigene Kosten errichtet. Er hat ebenfalls auS eigenen Mitteln den größten Teil der Grundstücke drainiert unb das Gut auf einen vorzüglichen Kullurzustanb gcbrackü Ter Wunsch, dieses Gut käuflich zu erwerben, wird in erster Linie durch das Fehlen einer Wasserleitung zu einem berechtigten. Die hohe Lage der Wirtschaftsgebäude machte einen Anschluß an die Gemeinde- roafferlcihing in Dannenrod, die im Jahre 1911 gebaut wurde, unmöglich. Es mußte deshalb im vorigen Jahre mehrere Monate täglid) Wasser herbeigefahren werden. Auch zur Erlangung des jetzt fehlenden Feuerschutzes ist eine Wasserleitung dringend er- lorderlich, die nur durch Pumvanlage und infolgedessen mit einem größeren Kostenaufwande hergestellt werben kann. Trotzdem nun durch die Erbauung der Wasserleitung und Uebernahmc der Steuern und Abgaben sich der Verein als Eigentümer gegen den seitherigen Zustand finanziell verschlechtert, muß der Kaufpreis von 115 000 Mark als niedrig bezeichnet werben, der sich nur durch die soziale der ößentlichen Wohlfahrtspflege zugute Fonnneifbe Tätigkeit deS Vereins rechtfertigt. Bekanntlidr erhält et jäbrlidi zur Unterstützung SOI 0 Mark aus Stiatsmittcln. Im Ausschüsse nmrbe von verschiedenen Seiten die Befürd)tting ausgesprochen, daß, wenn der Verein im Falle der Beräußening durch Parzellierung des Gutes einen höheren Kaufpreis erzielen könne, vielleicht dasselbe seiner jetzigen sozialen genieinnützigen Wirksamkeit entzogen werden würbe. Zur Verhütung einer eventuellen Weüerveräußerung würbe die Einfügung einer Beschränkung in ben Kaufvertrag etwa in ber Richtung empfohlen, daß der Staat als Erstkäufer zu gelten habe. Tic Mehrheit des Ausschusses teilte diese Bedenken nicht unb beantragt Zustimmung zu bem Verkauf des Hofgutetz Neu- Ulrichstein. Kreis Friedberg. — Friedberg, 20. Juni. Ein Antrag deS Abg. Damm erstrebt die Einreihung der Stadt Friedberg in Klasse I deS WohnunqSgeldtarifL mit der Begründung, daß die in dem Entwurf der Regierung angegebenen Summen, die die Beamten Friedbergs für ihre Wohnungen aufzuwenden hätten, nicht den tatsächlichen Verhältniflen ent« sprechen. h. Friedberg, 20. Juni. Unter dem Vorsitz deS Schlossermeisters K n i p p - Bud-Nauheim hielt der Verband der Gewerbevereine des Kreises Friedberg hier eine gut beschickte Versammlung ab. Im Mittelpunkte der Beratungen stand ein Vortrag des DerbandS- revisors M a h r - Darmstadt über „Das Verdingungswesen". Dem Vortrage schloß sich ein mehrstündiger Meinungsaustausch an, an dem sich außer dem Vorsitzenden Knipp beteiligten: D o f f m an n-Bad-Nvu- heim, Füller-Friedberg. Becker-Rodheim, Grauer- Butzbach, Morsche l-Obcrmörlen, K u l l m a n n - Vilbel itnd Pauli-Heldenbergen. Man beschloß die Einsetzung besonderer Ausschüsse für jeden Gewerbe- verein, die das Verdi ngungs wesen überwach eri sollen und jeden Verstoß der Zentralstelle anzu- zeiaen haben. Schließlich fand folgende Entschlie^rng Än- nahine: „Der Bezirksverband Friedberg erachtet die vom 5>auptverbande aufgestellten Bedingungen für die Vergebung von Leistungen und Lieferungen als eine gute Grundlage für das Verdingungswesen und richtet an alte Staats- und Gemeindeverwaltungen und Privatunternehmungen das Ersuchen, diese Bestimmungen ihren Dcraebun- ßcn zugrunde zu legen, weil dieselben geeignet sind, den Klagen des Handwerker- und Osetverbestandes über MH- stände im Verdingungswesen Abhilfe zu schaffen." L. Friedberg, 20. Juni. Die älteste Frau unserer ^tabt, die 91jahrige Frau Frick, ist g estorben. x Bad-Nauheim, 20. Juni. Die erste italienische Nacht in dieser Saison sollte bereits vergangene Woche stattfinden, mußte aber der schlechten Witterung wegen noch abgesagt werden. Heule abend konnte sie nun bei prächtigem Wetter veranstaltet werden. Der ganze Park, Kurhaus, Terrasse und Sprudel uxnren in den verschiedensten Farben beleuchtet und machten einen bezaubernden Eindruck. Eine tausendköpfige Menge hatte sich auf der Terrasse und im Park angesammelt. = Nieder-Weisel, 20. Juni. Arn 29. Juni findet durch den Kreis-Ziegenzuchtverein Friedberg in unserem Orte eine Ziegenprümiterung statt, an die fid) ent Zicgenmarkt anschließt. Don dem Kreisamt ist bereits die Genehmigung erteilt und der Abhaltung des ersten Oberl/essischen Kreisziegenfestes steht am Sonntag,30. Juni, nichts mehr entgegen. Hessen-Nassau. h. Frankfurt a. M., 20. Juni. Die Staatsanwaltschaft zu Darntstadt hat auf die Aburteilung des Tochtermörders Ä och aus Bergen nunmehr Verzicht geleistet und die Angelegenheit der .Hanauer Staatsanwalt- schäft, die für Beraen zuständig ist, üoerwiesen. Koch wird noch in dieser Woche nach Hanau überführt. Die gestern 6io*umee I (in Spionage! Leipzig, 20. £ kjt vormittag der ).ufr Anton Ni lüi 1911 versucht z v aut einen Teil bf lai&men, um sie ei !tmg des Rechtsanl der Verhandln rttag5 wurde das X. Btgai versuchten Ver > fahren Zucht! Beurteilt. Sechs «tchnet. Nicolas heran, um für ddschasten. Ein So mb verschaffte ihm 1 idi (m) Osfenba |tium eines Kni jffenbacher Schöffe »ende Ehefrau Tb Qerntd venchiedene ange men und belehrende, 5. um einen Ar * -Beil". Sie Sa lammet zur Verhandl F"'ry ■Li*r Antrag», f? ^gen das Urteil Seit der in. in ober im übrig ’m Stan* m der Kol Jmvert L^^.des Artike Q'>e anderen 14 M burd ■J. et(lärten shr» .,iE(nlunfi und dkl wä * ®‘": /«rftinfil».”'*! s. döchli malertzche '.-‘«Hber werden d> 5. :1Kite Tk>l wird I^.chlichen Feuerw öandseueri Mu vor Augen fu ... Zrankiurls Der w:en dem deutscher t'Mitt sein- ■uch düi Emil Karn. Scbulstrastc. Schweihcremc tft bn6 Beste für ciiipfindltche ftüfec und überniähigc Schroeihabson- bcrunn bet? Körpers. Tube ä 3ü unb (Ki Psg. [42,'j3 Rollhahnfahrik kFfukfarta.IL ist t. 157O.__ -wj [Ce(]tralDrogerjie|KjmM rillllllXl äckI IgyTTniTOiffln Drei -s' w/? Z>- "a Tropfen Kaol Lto babn bot fönna U c b er Karns,Desor* gebaute Neustadt 6L B «/. zureichen. B”/, Stöbt. Wohnungsnachwei» Gießen, Afterweg 9. dieser ntiortelk» Haart alter. 1 üriobnung von 1 3immcr unb fiabinett, 1 He* Sehwarrteef. G.*. Bertie N TT. ,Jch war am Leibe mit einer LjQllliül vH behaltet,wclrvemickdurch! AA v4 xAi A V A A , , Siirffu 2. an und JiC Hach- unh Tiefbau. ; kunmer zur Verhandlung, wobei der Angeschuldigte srcigesprochen ,'mrde. Der Antragsteller und Nebenkläger Jmpertro legte Nevi | jirn gegen das Urteil ein. Der Redakteur verteidigte sich damit, haft er zur Heil der Ausnahme deS Artikels in Urlaub gewesen k sei, sei aber im übrigen der festen Ueberzcugung, daß Jmpertro [ Lin Anrecht auf den Artikel habe. Wie er sich erinnere, habe Her Artikel in der Koblenzer Zeitung gestanden, und müsse wahr j f(frinlid) von Jmpertro umgearbeitet worden sein, Nach dem * C-rscheinen des Artikels sei Jmpertro gekommen und habe sich »ihn wie alle anderen Artikel bezahlen lassen. Jmpertro gab zu. Wer Bedarf hat voll unb streichen S' nacher alle« wieder au« bii auf Schweinebraten, fläf' und Butter, damit d' Stadtleut' sehn, was ma' nS beut’ ,Aw" Gleisanlagen zu Kauf u.Miete egen unerlaubten Nachdrucks. Ferner beantragte er die Gin* rijung und Vernichtung von ZeitungSnummern und Platten, Ceffent(irf)cr Impftermin nächsten Mittwoch, nachmittags 5—6 ULr, im Schul* in Langen erfolgte Sezierung bet Leiche der Anna Koch hat ergeben, das; eine Schioangerschaft nicht vvrlag Unmittelbar nach der Sektion fand ein Verhör bc* Mörders statt, in dem dieser aussagte, daß ihn lediglich Gewissensbisse zu der Tat veranlaßt falten und nicht die Furcht vor etwaigen Folgen des sträflichen Verkehrs. = Frankfurt, 20. Ium. Der Festzug deö Jubiläums-Bundes-SchtebenS om 14 3^ roirb cm großzügig angelegte« festliches Ereignis werden. Gr wird sich in Sachsenhausen an der Cbermatnbriide entwickeln und seinen Weg durch die Mittelstadt nach dem Feftplatz an der Hohenzollern.Allee nehmen. Die durch Frankfurts Ge- schichte erklärten und durch den Zweck des „Deutschen Schützenbunds' gegebenen inneren Beziehungen nationaler Art zwischen Jestort und Cchützcnbund werden im Festzuge in glanzender Weise zum Ausdruck kommen, insofern sich die Grundidee der Veranstaltung .Verherrlichung deutscher Schützenkunst und deutscher Machtenlfaltung« wie ein goldener Foden durch die Gruppenkette zieht. Nach Entwürfen Frank, rader Künstler werden mehr als 30 Gruppen gebildet werden, die höchst malerische Wirkungen Hervorrufen. Tie einleitenden Bilder werden die Art deS Festes, das Deutschtu.n, die -lemaligen Feststädte unb den JudiläumSort charakterisieren. Ler zweite Teil wird die von den ältesten Zeiten bis heute gebräuchlichen Feuerwaffen: Wurf, und Zielgeräte, Schleuder, maschln.n, Handfeuerwaffen und Geschütze in geschichtlicher [folge vor Augen führen. Der dritte Teil wird die Blicke ouf Franksuris Vergangenheit lenken. Zwei Abteilungen werden dem deutschen Schützenwesen und dem Iagdleben ge- widmet sein. Tie für die Erweiterung deö Elektrizitätswerke- er- sorderlicbcn Weistbinbcr, Rabitz-, Glaser-, Schreiner« und Lchlosserarberten sollen LWstsz, ötn iü.juni ö.j., oorwittG 1l> Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Unterlagen liegen auf dem städtischen Hochbauamt wir Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin dorthin ein- Sine vernünftige Haarpflege in ehftuc;. sei uhetldtedtn Sehnet, Siahiitaiee bcutiic »eion m cigtete Imtrtitc ua» fl'iket 20 PL ? Pakete M 126). wh >»« leer- oder TUmlUea-Zeeau JT^HPL. 7 Pakete M. 1 SO) in alte Apotheken. Dragenen im enormer Auswahl £ frische Sendungen a eingetroffen Schuhhaus W. Herbert 2 Marktplatz 2 re cen der neuen Engelapotheke AJDigemeine Rabattmarken. »•"■Sm fclirfA (§« sind zu vermieten: Bn/e 1 Wobnuug von 10—11 Zimmern, 1 Wohmma von sieben Zimmern, ll Wohnungen von 0 Zimmern, 10Wohnungen von 5 Zimmern. 7 Wohnungen von 4 Zimmern. 4 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern, vüchertisch. — „Mit Gott für König und Vaterland." Ge- denkbuch an die Zeit der Befreiungskriege 1813—1815 von Theodor Rehtwisch Mit 42 Llbbitdungen nach zeitgenössi- fdien Vorlagen l’eiWff, Verlag von Qkorg Wigand. — Das große dreibändige Werk des Vcrsaffers über die Freiheitskriege ist in über 10Ö0 Eremplaren dein Preußisckren Kultusminister für die Bibliotheken höherer Schulen zur Verfügung gestellt roor- den. Möge auch dieses treffliche Gedenkbuch feinen Weg in Zehn- tausende von Käufern finden und dort in seiner schichten, das Vaicrlandsgcsühl lebendig weckenden Weise seine Aufgabe erfüllen. — Griebcns Reiseführer Band 138: ,„Die Bah- rische Nheinpfalz". 2. Auflage. Veriagsliuchhandlung Al- bert GoldsclMidt, Berlin W. 35. Die Rheinpfalz mit ihren frucht- baren Talern, stolzen Burgen und herzlichen Waldungen tft neben Schwarz- und Odenwald eines der .befWriten Sommers rischen- gebiete Süddeutschlands geworden. Das beweist hie Tatsache, / daß der rülnigc Verlag der Griebenschen Reiseführer sich ver- anlastt sah, bereits eine zweite Auflage des Bandes „Bayrische, Rheinpfalz" heranszubringeu. Diese Ausgabe zeichnet sich nicht, mir durch größte tiauniigfeit und Sachlichkeit in der Bearbeitun-, aus, sondern vor allem auch durch den gegenüber der ersten Auslass um mehr als 60 Seiten verstör kl en Text. GroßeseGewicht rour»e auf die Ausgestaltung des ptaftiftfan Jeils, d. h. die Angaben üf/er Hotel- und Berkehrsverl)öltnisse, Wegmarkierungen usw. geh/ftt. WD Wage ttL"1.1 k | •'l°ietn biA 3**. I in SJaut rS | M daß fr1 I 3 I r den $übL 7 ,tlau I 9etti'Sl et I M mittelst AI 2U liebem träte nn* I Mt, ein fcoteÄl A ^rkrast für tie I Deutung amh tn jü^ I en. ^A"icht des Ersten en Verlaus der f I feit an den «etein « I ^ovherzogtum Hessen 5 Mtsachr: Tn Vnm I Ulrich,lein cis Pnchi„ I sräume im Acne von ihr-1 Wet Er hak ebenfalls atz I r Isrundskükke drainiert ufl I ustand gebracht. Tn ViM I in erster Linie durch bei betecbtißien. Die hohe Anschlus! an die C^meaitt- -oahre 1911 gebaut nmtlx, I igen Jahre mehrere Monu I ■ Auch zur Erlangung dü I Wasserleitung dringend c I und insolgedch'en mit eines I wrben kaim. Trotzdem rai: I unb Uebetnahme der Sienen 1 ntümer gegen den seilherigal der SaiiiDrei» von 1150dl der sich nur durch die ioiinkl inte fonnneittx' Täligkeit bdl halt er jährlich zur Unttvl n. Im Wschusr nrarbt cxl ausgesprochen,idaß, wenn den nch Parzellierung des Suldl inc, vielleicht dasselbe fdg] -nto entwcii nxrör eilcrveräukerMtz iwaV M< n Kccusvnttag etwa«I» I [i Ersffauser zu gelte* I diese Bedenken nicht M °e-I erkauf des SosM . -obnung von 2 Zimmern ohne Mücte, 5 möblierte Zimmer, ein Zluimer zum Aufbewobren von Möbeln. 2 Werkstätten, 3 Aben, 1 dreistöckiges Lagerhaus mit Pferdestall und «Mu»*.,—w mich durch das ewige Jucken Tagend Nacht peinigte In 14 ragen bat Zncker’N Pateni-ncdi- final-^cite das liebel be- feitigt. Dtefc Seite tft nicht Lr)0M-, sondern^M-wert. Serg.M.- ä St. □O'Vu.ir^ja' unb 1.50 M. (35%t(V stärkste s>orm '. Dazu < reme <ä /•> >k! u5lö in der Univerntats 2lvo tbeke, Oiricki-Avotbeke, bet Bug. Noll, «arl ß«bcl, qu Miibmgcr, C. Smaat, (ymil Zorn, Crnft Noll und W. Schrader, Drogerien. Amtliche Bekanntmachungen der Ttadt Gictzen. Unter Be»uanabme auf die im Kretsblatt Nr. 25 abgedruckte Verordnung, betr. den Arbciter- idiuu unb die UnraUuerbütung bei Hoch unb Tief bauten, vom 15. Tvebruar 1912 wird daraus aufmerksam gemacht, bah nach ( 12 die Unterncbmer den Taa, an dem mit der Sauouc-üibrung ober der Ausstellung eines größeren Gerüfteo begonnen werden fall, spätestens drei 4.ane zuvor «christlich ober zu Protokoll dem stäbnkchen Hochbauamt anzuzetgen haben unb verpflichtet sind, auch von weiteren Bauabschnitten Anzeige zu erstatten, «oweil dies von uns angeorbnet roirb. Bei geringfügigen Bauausführungen, roie kleineren Schuooen. Buden, Anlage von kleineren Abort-und Sammelgruben. Grenz- maueni, Einfriedigungen. Zäunen und dergleichen bedarf es einer Anzeige vor Baubeginn nicht. Tie in Gesetzen und Polizetverordnungen unb Bau bescheiden vorgeschriebene Senehmigungs- ober An.zeigevütchi roirb hierdurch nicht auogeschloüen. Der Untemebmer hat dafür zu sorgen, das? mindestens ein Abdruck dieser Perordnung au« jeder Baustelle auc-ßebangt ist und bay icber neu etntTCtenbe Arbeiter auf diesen Aushang besonders hin- gewiesen roirb. Bn/S ü f fi a Zigarrrnreisender: » Darf ich FlMen denn etne Mille von dieser Marke notieren?" — Derr '. „Um Gotleswille» nicht: eS kommen so viele Zigarrenrcisenbe zu nur, baii ich schon genug zu tun habe, wenn »ch nur die Proben aur rauchen will." i • verschiedene angeblich von ifyni verfaßte Artikel Wissenschaft . Ich en und belehrenden Inhalts enthielten. Hauptsächlich bandelte ' cö sich um einen Artikel mit der Uebersckrift „Weinhandel der | alten Zeit". Die Sackie stand schon einmal vor der ersten Straf Amtlicher wettrrdericht. / Oeffentlicher Wetterdienst, Gietzen. ' WetterauSstchten in Hessen für SamStag, den 22. Fünf 1912: Wolkig, doch trocken, warm. vermischte». — (Fine unbekannte Cvifode a u 5 der Schlecht von Waterloo Eine fesselnde Erimieruttg an die Scdlacht von Waterloo veröffentlicht T r W H. P i t cl, e t t in der erschienenen Nummer des Eornbill Magazine. Auf Grund einet Reihe von Briefen, die der bervorragende englische Arzt Si' Charles Bell Dom Schlachtfelde aus geschrieben bat, wird nach gewiesen, wo Napoleon sich während des Kampfes aufgehalten bat Der Zufall fügte es, das, sich auf dem .Kamvfgelande ein seht hobeS Brettergerüst befand, das wenige Monate vorder von dem holländischen Landvermessungsdienst errichtet worden war. Da» Gerüst bestand nur aus wenigen Dalken, die zu der stattlichen Höhe von nahezu 25 Meter emporgeführl waren Sie trugen oben nur ein einfaches Querbrett, eine Art Plattform. Nur ein unerschrockener und völlig schwindelfreier Menich konnte sich in so groster Höbe auf diesem kleinen Brettchen aufhalten: hier oben nahm Napoleon während des Kampfes Stellung. Wie er hinaufgekommen ist, ist in den Einzelheiten nicht bekannt, eine Leiter mag ihßn ein Stück weit empor geholfen haben, aber bann war die kleine Plattform nur durch eine schwierige unb gefährliche Kletlerpartic zu erreichen. Sir Charles Bell, der seiner Zeit bei der Pflege der Verwundeten bet Waterloo auf bem Schlacht selbe sich große Verbienste erwarb, bat wenige Tage nach dem Kampfe diese Stelle besucht unb schilbert sie in einem Briefe: „Ich versuchte, an einem der Balken emporzuklettern, als gälte cd, Vogelnester auszuheben, aber ich kam nickst weit. Aus einem benachbarten Gehöft holten wir bann eine Leiter, die ziemlich weit binaufretmte Ich kletterte und kletterte, keiner der Änderen wollte das Wagnis unternehmen, und ich komme mir daher recht jugendlich vor. Ich kam aber nicht ganz hinauf. Es ist eine gewaltige Höhe. Tte Aussicht ist prachtvoll. Dort oben aber stand Bonaparte und verfolgte den Gang der Schlacht." Tas Gerüst war beweglich und konnte mit Vorsicht über die Strasten fortgerollt werden, denn Bell berichtet: „Die Maschine stand an der Seite der Straste, unb Napoleon befahl, sic vorwärts zu rollen. Dieser Befehl, das schwanke Gerüst fortzubewegen, während er sich darauf befand^ ist ein Zeugnis von der Entschlossenheit, dem Mute und bem Selbstvertrauen bieses Mannes. Ich konnte nicht anders, ich mustte den Menschen bewundern, der in solcher Holst auf einem kleinen Brette stand und sein Schicksal lenkte." Tas Gerüst bat übrigens auch Str Walter Scott noch gesehen, als er im August 1815 das Schlachtfeld besuchte. * Der Löwe beim Zahnziehen. Ein donnerndes Löwengebrüll dröhnte vor einigen Tagen durch die Londoner „Weiße Stadt", dem bekannten Vergnügungsplatz, in dem das „Bostock-Inngle" die Herrlichkeiten und Wunder Indiens aufbaut. Die Besucher hoben erschreckt die Stopfe, aber wer beim Löwenzwinger anfragte, erhielt die beruhigende Antwort: der junge Brutus sei beim Zahnziehen. Brutus ist ein gewaltiger junger Löwe, der sich nrit Ausbietung aller seiner Kräfte sträubte, als man ihm Friste und Nacken mit Seilen band. Man wollte bei der Operation kein Betäubungsmittel verwenden; aber sein gewaltiges Rasen erschreckte doch selbst die Wärter so, dast sie bereuten, ihn nicht durch Lachgas unschädlich gemacht zu haben. Endlich war er bewältigt und lag nun fauchend und zitternd und furchtbar brüllend da. Nun öffnete sich die Tür des Zwingers und herein schritt Dr. Watt, ein bekannter Tierarzt des Westens, der eine Riesenzange mitgebracht hatte. Der Arzt kniete nieder, deut mächtigen Tiere wurden die Kinnbacken gewaltsam ausgerissen, rasch fuhr die Zange auf einen Zahn im unteren Kiefer los, ein gewaltiger Ruck, und das wochenlange Weh des armen Brutus war im Nu beendet. Der Arzt fprang zurück, ohne seinem Patienten ein Glas warmes Wasser zum Mundausspülen zu offerieren. BrutuS wurde losgebunden und kroch vergnügt und friedlich in seinen Käsig zurück. Augenscheinlich waren ihm die Vor- bereitungen zur Operation viel unangenehmer gewesen, als die Nachwirkung. * T i e schlaue Wirtin. „Frau Wirtin, heut' kommen zu uns jedenfalls viel' Stadtleut' 'raus, weil 's Wetter so schön ist, und wir haben nix als Schweinsbratert. Käs' und Butter!" — „Tas mackst nix* schreiben S' nur die ganz Speis kart'n dast der Artikel zuerst in einer anderen Zeitung gestanden unb Von rhm „verarbeitet" und „geformt" worden wäre Er stehe aber auf bem Standpunkt, dast seine Arbeit trotzdem eine willen- irfwitlidK Ausarbeitung bete beenden Inhalts und gefetzftch ge schützt sei. Ten Antrag jur Bestrafung des Redakteurs Koepgen habe er gestellt, weil das Journal über etne abnltdx Gerichts Verhandlung berichtet und darin gegen ibn Stellung genommen habe Tas Gericht war der Ansicht, daß der Angefchuldmte nach dem Urheberrecht die Verantwortung nicktz zu tragen bade. Der angefla w Redakteur roärc bei Aufnahme des Artikels nicht an- weiend gewesen, scheide deshalb von der Berantwartung au- Eine (finuebung und Vernichtung der Zeitung unb Platten könne nicht ausgesprochen werden, da der NcbenNäger durch Annahme des Honorar- sein Reckn .:ui den B zahlenden habe überaeben lassen. Koepgen wurde sreigefprochen und der NedenNäger mit den Kosten belastet. Bochum, 21. Juni. Eine jung verheiratete Frau, die anstelle ihrer zu einer Woche Gefängnis verurteilten kränkelnden Mutter die Strafe angetreten hatte, wurde unter Zubilligung mildernder Umstände zu 5 Mark Geldstra je oerurtedt. Kleine Lagerchronik. Der in den letzten Tagen am £ beerbe in einaetretene Wettersturz bat in den Weinbergen graste Verheerungen angcrirtuet. „ , In Elberfeld sind über sünfztgP enonen an Vermftungs- erschcinungrn nach dem Genust von Pferdefleisch erkrankt- Bet einzelnen ist Lebensgefahr nicht ausgeschlossen. In Nürnberg wurden zwei langitriudue oaccharrnschmugg- ler aus Zürich sestgenommen. US sind dieselben Schnruggler, die bei U i m einen aurspnngenden S diujman n vom Automobil beruntergestosten hatten. ES wurden 600 thio Saccharin int Automobil vorgeiunden. . Einen eigenartigen Grund zum Selbstmord gibt ein Mann an, ber in der Iung'ernheide an einem Baume hängend alis Leiche aufgefunden wurde. Cn batte auf einen Zettel geirtirwben, er wolle unbekannt bleiben. Er nehme sich das LLben, well er 62 Mark Steuer bezahlen müßte und keine Arbeit Lade. Aus r ifliS wird gemeldet: Infolge von Regengüssen haben mehrere Dörfer des Gunibbczirks (rroRcn Lciiaden gelitten. Tie Saaten sind zum Teil vernichtet. Ein angeschwol- lencr Bergbach hat 6 Frauen mit sich gerissen. Auch viel Vieh ist ertrunken. In einem Dorfe ut daS Dach einer Hütte eingestürzt unb bat vier Frauen erschlagen. Tas an der Straße von Lausanne nach Martin» ün Lae de Mayen in 1800 Meter Höhe liegende Grand H.otel geriet in Brand. Wahrscheinlich ist es ganz verloren. AuS Madrid roirb gemeldet: Infolge Versagens der B r e m f e auf einem steilen Abhänge entgleisten itoei Straßen ■ batnroagen und fuhren in ein Schaufenster. Dabei wurden 2 Personen getötet und 9 schwer verletzt. ?Iuf dem Dampfer „Königin Elisabeth" der Ungarischen Flust- und Seeschisiabrts aft entstand beiCernavodaFeuer. Tas Oberdeck brannte teilweise ab. Zwei SchiftsangeHellte tarnen um Außerdem fehlen etwa zwanzig Personal, die sich möglicherweise durch Schrvimmen retteten. Ztvei junge 'JJtäbdjeii aus der englischen Ortschaft WedneS- burn hatten sich mehrere Tage auf dem Jahrmarkt Herumgetrieben. AIS sie von ihren Angehörigen aufgefmiben tmirbcn und mit ihnen nach Hause zurückkehrtcu, sprangen die Mädchen, als sie sich dem Kanal nähert en, nach einer Art Wettlauf in den Kanal und ertranken vor den Augen ihrer Verwandten. (BeridyufaaL Ein SVionageprozeß vor dem Reichsgericht. Leipzig, 20. Juni Vor bem Reichsgericht begann heute vormittag der Spionageprozeß gegen den Bildhauer Anton Nieolaö aus Metz, der angeklagt ist, im Juli 1911 versucht zu haben, Schriften und Zeichnungen, die sich auf einen Teil ber Befestignngswerke Metz beziehen, sich zu verschaffen, um sie einer fremden Regierung auszultesern. Auf Antrag des Rechtsanwalts ist die Oeffentlichkeit für die ganze lauer der Verhandlung ausgeschlossen. — Gegen 5 Uhr nachmittags wurde daS Urteil verkündet Der Angeklagte wurde wegen versuckften Verbrechens nach 8 3 des SpionagegesetzeS zu 5 Jahren Zuchthaus und 1U Jahren Ehrverlust verurteilt. Sechs Monate der Untersuchungshaft wurden an- gerechnet. Nicolas mad)tc sich seit Jahren an Soldaten in Metz heran, um für Frankreich militärische Gelxnmnisse auszu kundschaften. Ein Soldat ging scheinbar auf das Ansinnen ein und verschaffte ihm einen Plan, der keinerlei Geheimnisse enthielt. Letzte Uacbricbten» Paris, 21. Juni. Die Ta ra ordnu ng, gegen di-e Deutschland, Oesterreich-Ungarn, die Schwei-, England usw. Vocstellunaen erhoben haben, ist so abgeändert worden, daß die V5llnsche des Einfuhrhandels jetzt zuftiedengestellt sein dürsten. Grenoble, 21. Juni. Tie deutschen Studenten scholl und Kern sind von einem Aufstieg auf den .(Swft d q u c de Neren nicht -urückgekehrt. Cherbourg, 21. Juni. In dem hiesigen Arsenal ist ein Schwimmdock untergegangen. Der dahurch entstandene Schaden beträgt 300 000 Mark. Heuboden. Zn mieten gesucht: 22 Wohnungen von 2—7 Zimmern. tftädt. rfrbeitenacfiiieis giessen. Afterweg S. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Buchbinder, 1 Küfer, 2 Schreiner, 7 Schlosser, 2 Schuhmacher, 1 längerer Hauebursche, Zimmerleute. Lehrlinge: 1 Installateur, 1 Stukkateur, 1 Friseur, 1 Schlosser, 1 Kaufmann. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 jüngerer Bäcker, 6 Schreiner, 1 jüngerer Arihbinder, 3 Sven gier, 1 Zimmermann, 1 Schmied, 1 Schuhmacher, 2 Pferdeknechte. Gast unb Schankwirtfchastsverionnl: 1 jüngerer RestauralionSkellner. ES suchen Arbeit: 1 : llaichinenschlosser, 1 Bäcker, 1 Sattler, 2 Anstreicher, 2 ' staichimsten 1 HilfSmonteur, 1 Bau schlaffer, etn Zigarrenkistenmacher, 1 Schreibgehilfe. landwirtschaftliche Arbeiter, Taalöhner, Haus- und irahrburschen, Putz-, Wasch- und tiaufiiauen. Halt' unb SchankwirtfchgstsverfoNnl: Kellner Aushilfskellner, Zapfer. L»/ -rcuc Matjes-Hcringc Reue Kartoffeln Reue Zwiebeln ünb eitiflctrorfcn unb billigst au haben bei 37® Georg Wallenfels Marktplatz 21 Tel. 46 gegenüber berEngelavotbckc Rabatimarken-Ausgabe. KytthüQSEr TechniKitni h Frankenhausen S Ein Antrag de? Sk der Stadt Friedberg rif§ mit deröcgrünbur.i t Regierung angegeben« ,ern§ für ihre Wohnung sächlichen Verhältnissen er: Unter dem Vorsitz^ Nauheim M der $ ■ edesKreisesisriu esammlung üa ein * rJ* Ä# -'HW W*® Ä «in! 5 jiefennrgen afi ngen ®l'r ni. 3Ste Ä- stehte (m) Offenbach a. W., 19. Juni. Das Marty- ItHum eines Kiiab en spielte sich am Dienstaa vor dem [ Offenbacher Scl)üffengericht ab. Die aus Seligenstadt stammende Ehefrau Margarethe Nölle in Westhofen, die mit dem 45-jährigen Tagelöhner Jakob Rölle in zweiter Ehe lebt, hatte fortgesetzt ihren vierjäfai^en Stieffohn Jakob in grausamster Weise mißhandelt So kam es denn, daß der Kleine am gan^rrt Körper blutunterlaufene Stellen lwtte und außerdem zahlreiche Kratzwunden aufnnes. Dem lMartnrium des K^indc^s wurde erst ein Ende bereitet, als \ bei seinen Großeltern untergebracht war und sein 17- I jähriger Bruder die Mißhandlungen zur Anzeige gebracht I 1 atte. Das Gerickst vcrurteikte die Angeklagte zu zwei Monaten Gefängnis. Mains, .19. Juni. Preßpro-eß. Der Journalist Mich Jmpertro in Laubenheim hatte gegen den Redakteur des lf-lainzer Journals, Franz zkoepgen von hier Klage erhoben Briefmarken -Verkauf. AilS meiner Sammlung gebe ich alle Rar röten an zahlungsfähigen Käufer ab (Katalogwert zirka 100000 TL). Gefl. Adressen erbeten unter S. 1016 Ann.,Exp. Max Sprotte, Berlin W. 9. C’*/6 Dc kcilinliokttrcihe 22 (/> Carl Frensdorf • Sieben « (/> K Theodore König geb. Weidig Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Marie Cellarins geb. König 4364 Schotten, den 21. Juni 1912. Die Beerdigung findet Sonntag, den 23 Juni, nachm. Uhr statt. Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. Juni, mittags 1 Uhr, vom Sterbe- hause, Giessener Strasse 33, ans statt. 05178 05184 (Sewöbuliche Vreiie! Kewöbnliche Preise! *■' v"V' *4 . 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