k Nr. H5 Donnerstag, 20. Zuni 19(2 6it Unt=r Preis Ter 1500 000 Mk. 4.5V 4. Prim« lichcr Berufe schon reichlich vorhanden sind und noch ver bewilligt werden. auf zuwenden. 1. Artikel 3. und der Volksschitllchre- Die Gehalte der Volksschullehrer 2. 3. iterkleider Ich Bewährte Qualitäten. •' Schulze ! 2. Ich Ich 3. Ich । «—nu. uu9 m uicyii ii ii vjuuviu»'1 ........- • . Q. tiutcn IcDkcu Ullvcrgeßlichen Eindruck von der wunocriamen zrer- der die 277 000 16 000 I I I I I I I I I Boltsjchullchrern, sowie von ‘2.00 000 Mark aus- tcrdliebcnen von Staatsbeamten und der Staatsdienstanwärter den Betrag l-alten ec- politik, i. Frauen, . dürfen Üochen Putzen Balten ohne da v Ucbergriffe a u s Ar- \n braudxn, Vie der Mann seil un> vor jesl- 580 670 Mk. 50 000 „ 998 960 „ 25 000 „ 335100 „ 188 000 „ n Vorteil der All- Staatsocrwal- A c in t e r müssen wie an Mk. und warm, zu burdyoateii die Sümpfe, zerrissene Pantalons aus. dem Manne die kräftigen Suppen, den Kindern die niedlichen Puppen . var durch?» beherrsch: t iichlerlio. . en werden. Berechnung: Regierungsvorlage t und ohne Einsatz Jacken Ivon 50 Pf. an und Herren nations mehrt werden können beitsgebiete statt: bcnflidKn Zeiten — 11 gemeinhcit — ausschi tung, geistliche bisher bem Manne l Damit bat wo! heirateten Frauen einstcllcn mu ;?i:: 806 470 „ Rest 1 998 760 Mk. n 1.25 Meter Mk. 2.50 Zustimmung zu: dem Wohnungsgelbgesetz finanzieller Effekte Pensionstähigkeit desselben Gehalte der Staatsbeamten Anzeigen des Pensionselals Gehalte der Bolksjchullchrer Hierzu Erhöhung der Gehalte um 4% Dagegen Ablel/nung der Belastung der Landgemeinden Ansteigen des Pensionsetats der Lehrer Aenderung des Witwen- und Waisengeldes der Lehrer Zivilliste Staatsdienstanwärter Pensionen beantrage: Erhöhung der Lehrergehalte u » 15% vom reinen Gehalt. beantrage: Ablehnung der Belastung der Land-Gemeinden. Artikel 5. Insoweit der Mehrbedarf nach Artikel 1 bis 4 nicht durch die Mehreimiahmen aus dem Gesetz über die Aenderung des Urkundenstempels und über die Erhebung von Zuschlägen zur ' Reichserbschaftssteuer und durch sonstige Mehreinnahnien oder Ausgabeersparnisse gedeckt lverden kann, ist er aus dem Bar- Überschuß der Red-nung des ZahreS 1910 ! Kapitel 1 des Haupt - Voranschlags für 1912) und aus den Etatüberschüssen zu ent* nehmen, die unter Kapitel 116 b der Hauptvoranschläge der Staatseinnahmen und -Ausgaben für die Rcchuungs)al-re 1911 und 1912 zur Verfügung der gesetzgebenden Faktoren gestellt worden sind. Artikel 1. Die Staatsbeamten erhalten für daS Etatsjahr 1912 Zulagen, wie sie sich aus der Regierungsvorlage Drucks. Nr. 155, den Wohnungsgeldzuschuv und die Gehalle der Staatsbeamten betr., ergeben. Tie Inhaber von Tienstwohnnngen erhalten für daS Jahr 1912 eine weitere Zulage in Hohe der von ihnen jür den gleichen Zeitraum zu zahlenden Wohnungsmiele. Während dieses Provisoriums iinb bei Pensionierungen und Todesfällen die Pensionen wie die Witwen- und Waisengelder nad) Maßgabe vorstehender Erhöhungen der Bezüge zu bered)«en. Artikel 2. Unsere Regierung ist ermächtigt, für das Rechnungsiahr 1912 zur Aufbesserung der Bezüge der am 1. April 1912 111 RuHeiland befindlichen Staatsbeamten und Vollsschullehrer, der Hin- । 3. u ßt wert :n sollen, das; die der* einem Male ihre Berufstätigkeit Jiadjbruif liegt wo anders. Wir verständige Tendenz in der Sozial- :,l zu verhindern, das; verheiratete tlichen Not gehord)end, in einem Eine Lehrerversammlung. Gießen, 19. Juni. Im Saale des Hotel Schütz versammelten sich heute nachmittag über 300 Lehrer aus allen Teilen Oberhessens, um Stellung zu nehmen zur B e s^> l d u n g s v 0 r l a g e. Die Referenten waren Koch-Friedberg und L i n k-Rudingshain. Tie Regierungsvorlage habe eine gute Seile für die Beamten, eine schlechte für die Lehrer, sie sehe in Wirklichkeit für die Lehrer nur 9,7 Prozent Aufbesserung vor, da ihnen die Wohnung nicht Rotationsdruck und Verlag der Vrübl'fchen UniversuätS - Buch- und StembrudercL R. Lange, Dießen. Ersparnis 277 ö-d Mk. Zu Artikel 9 Abs 2: Betrag von 1'/, Mill, ist zu erhöhen 2030000Mk. unu in. 1 Wirtfuja sönlichkeit, die in Schiller auf Erden gewandelt; es ist aber auch zugleich ein gutes Beispiel für die treuliche Kunst seines Malers. In den sicheren Linien der Zeichnung, in den luftig-lockeren Farben- iönen offenbart Friedrich August Tischbein hier eine leichte Kühnheit und Beherrschung der Mittel, wie sie wenige Meister seiner Zeit besaßen. Ter Maler, der 1750 zu Maastricht geboren wurde, war ein Sohn des zweiten Bruders des großen Tisd-öcin, Johann Valentin, und wie sau alle Söhne dieser kinderreichen Familie, ein Schüler seines berühmten Onkel Johann Heinrich. Ein anmutiger (fkift und eine liebenswürdige Natur, fühlte er sich nach Frankreich hingezogen und empfing, nadwem der Onkel ihn das Handwerk gelebrt, seine entscheidenden Einflüsse von Grenze und der Mmc. Bcge-Lebrun, wandte sich dann später auch klassizistischen Einflüssen zu, wie sic ihm fein Freund, der Maler David vermittelte. Bel David wohnte er auch in Rom, wedle dann in Neapel und verkehrte viel mit seinem Vetter Johann Heinrich Wilhelm, dem Freunde Goethes. Nach Teutschtand zurückgekehrt, war er zuerst als Hofmaler seines Gönners, des Prinzen von Waldeck, und bann des Fürsten von Anhalt-Dessau tätig, bis ihn 1800 der Kurfürst von Sachsen zum Direktor der Akademie in Leipzig ernannte. Nächst dem Bilde Schillers ist das Wielands heute am belanmcfien, das den Dichter fitzend zeigt inmitten eines Parks mit einer Vupe in der Hand. Tischbeins Bildnisse zeigen den feinen, tedmifd) so glänzenden Rokoko-Stil der französischen Malerei in einer etwas unpersönlichen Form, mit leisen genrehaften oder klassizistischen Anklängen. Sie zeugen heute im Leipziger, Weimarer, Braunidnveiger, Frankfurter Museum und wo sie noch die Zierde aller Schlösser bilden von oem sicheren Geschmack, der feinen Auffasiungsgabe und der liebenswürdigen Grazie ihres Schöpfers: ftUnicrftutjimfl b.Xätidr beryarn ynb'Jbctcntmr ne mit beitem Grf; Blasen- u. Xieren-L Ibol.uy.ur.l bei Stein m> Grieöbilduna. M 1 j iMWNrt'gX 3S?i Redaktion, Expedition und Druckerei: bchul- straße 7. Expedition und Verlag: fc^51. Redaktion:«E112. TeL-Adru AnzeigerDießen. beantrage: zu dem Schuldentilgungsgesetz Artikel 1, Abs. 2 Pos. 2: Herabsetzung von l°o auf ’ Berechnung: Friedrich Lischdei.', der Maier 5chiller§. (Zu seinem 100. Todestage, 21. Juni.) Unter den Künstlersamilien, die im 18. Jahrlmndcrt in zu decken aus den Reserven. beantrage, den Zusatz: Tas Mantclgesetz hat nur Gültigkeit bis 1. April 1913. Bei Pensionierung und Todesfällen sind die Pensionen wie Witiveti- und Waisengelder nad) Maßgabe der in diesem Gesetz vorgesehenen Gehaltserhöhung zu berechnen. Hierauf aufzurechnen wie in der Regierungsvorlage gehalten hat. * Goethe und dar Zohanimseuer von Jena. Im Juni 1804 war Goethe am Tage vor Johanni von Weimar nach Jena gefahren, wo er erst nach eingebrochener Dunkelheit cintraf und über die aus den Anhöhen der Universitätsstadt in überreicher Zahl ongezündetcn Sonnenwendfeuer nicht wenig entzückt war. Besonders lenkte sich feine Aufmerksamkeit auf em aber teuer ist uns der Name dieses Friedrich August Fischbein hauptsächlich deswegen, weil er uns Schillers Bild kür; seinem Ende so trefflich treu und dabei so idealisch groß Der Ausgleichsfonds wurde durch Beschluß des Ausschusses „. 8 000 000 Mk. festgesetzt. Ferner wurden vom Vorsitzenden folgende AenderungSvortchlage zur Besoldungsordnung etngebracht, die die Zustimmung des Ausidmst'es fanden: bei 1 */e Schuldentilgung von 64 381 8O> Mk. = 643 818 Mk. bei •/»•/• 386 .90 , rinnen werden für das Rechnungsjahr 1912 um fünfzehn Hundertteile der von ihnen jeweils bezogenen bisherigen Gehaltssätze jeder Stelle erhöht. Hinsichtlid- der PensionSfährgkeit dieser Zulage finden die Bestimmungen des Artikel 1, Absatz 3 Anwendung. Artikel 4. Tie „Gletzener FamiliendlStter" werden dem ,91iyeifler* viermal wöchentlich beigelegt, da» „Kreisblau für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlick-. Tie „randwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlick- zweimal. Ebret die Frauen, sie stricken die Strümpfe. Wollig - Panther * W Pfund Mk. 2.90. Jakob niaternns u. Srmlkf^. Antisual unfehlbares Mittel uichtung der BLUTLAUS bei Emil Flwhbach. mit mäßigem Wochengeld Haus. In dem Wortgut des Programms bei neu gegründeten Bereinigung und der von uns veröffentlichten letzten Zuschrift ftel l aber nichts davon, daß der Frauenbewegung „schematische Gleichstellung voti Mann und Frau" vorge- l-alten werde. Was die weibliche Berufstätigkeit anlangt, so heißt es in dem von uns aufbewahrten Wortlaut des Programms: Wir wissen, daß die ledigen Frauen Erwerbsgelegenheiten haben müssen, find aber der Ansicht, daß solche in Gestalt weib- deulsct-cn Kunstnbnng eine große Rolle gespielt haben, stehen Tischbeins an erster Stelle. Richt weniger als 24 Mitglieder dieser Familien waren in der zweiten Halste des 18. Jahrhunderts cis Ma-er lilig und die meisten von ihnen besaßen einen großen Ruf. Der erste, der diesen Warnen zu Ehren brachte, war der Mander Akademiedirektor Johann Heinrich der Aellcre, dessen füm Brüder ebenfalls Maler waren. Ein Sobn des ältesten dieser Brüder iit Iol-ann Heinrich Wilhelm Ttschbein, der Be rühntieste der Familie, der Freilnd Goethes, der ihm in Rom Itabeirnt und dessen Bildnis des Dld-ters inmitten der Eampagna 6U den berühmtesten Goethe Darstellungen gehört. Aber es gibt nod) einen anderen Tischbein, denen Namen inan wohl ebenso eng mit dem Schillers verknüpsen kann: das ist Johann Friedrid) August Tischbein, den uns die Wiederkehr seines ICO. Todestages in die Erinnerung rüst. Bon ihm ,rammt lenes berühmte Schüler Porträt, das den Dichter in scharlach toter Toga über brauner Tunika als römischen Philosovl-en dar stellt, mic einer Papierrotle in der Hand. Trotz dieser idealen Apoiheose, die den Einfluß des Älassizisten David aus den Maler b errät, ist der Kopf mit so starker realistischer Kratt gegeben, daß dies Werk zu den naiurgetrcucitcn Darstellungen Schillers g chört. Eine besondere Bedelitung gewinnt es nod) dadurch, daß es im Todesjahre Schillers nach der Natur begonnen und im wesentlicl-en vollendet wurde. So steht Schillers Gestalt hier vor uns, schon verklärt in der Hoheit einer beperen Welt, aber Zügen und Haltung ganz realistisch amgefagt, das beste, natu: 9 iireucüc Bud des Tell-Sd-oviers in seiner bochucn Reise, -ttc ö llnkelroteii Haare sind an der mäa-tig auiiteigenöen1 etirn liark 9 clichtet, die blassen Wangen faltig trotz des leisen Ansatzes zum Doppelkinn: eine tiefe Furche durchschneidet bic k.-angen Mui Kinn hinunter und aud) sonst hat das auatoolle forpcrlid>e IS.-iben deuiliche Spuren in dies Gesicht angcföinirtcH. Aber die Äuge erglühen unter der toeißcn feinen HaiU m einem inunber» 0 ollen seelischen Feuer. Wie gütig, ist der Blick der leuchtenden iliugen, wie beredt und liebensrvürbra der Ausdruck dc^ .Runde--, KXc stolz und großartig die ganze Haltung des Kopses xie» t-'ili). das in mehreren Exemplaren vorl-anden ist, mietet uns jei Schlangenbad.. JOH Start gL®’’ $ian gier im Glas. |? mcütuiK___— Wonnen :nd ct'orbÄoriid^ Der Kampf um die Frauenbewegung. Der neue „Deutsche Bund zur Belämp ting der Frauen- emanzipation" hat in der Frauenwelt, und mehr nodi in den politischen Parteien, wirklich wie ein Schlachtruf gewirkt. Einige der Gründer stcidcn denn auch sä-on be- dauert, das; dem Bund der kriegerische Name beigelegt warben ist. Auch der erste Vorsitzende. Pros. Dr. Sicgismund in Weimar, veröffentlichte gestern im „Tag" einen Artikel, in dem er darauf hinweist, das; die „Benennung des neugeborenen Kindes größere Schwierigkeiten gemacht" habe. Nack; dem uitbestritlenen Erfolg, den vor ein paar Monaten der deutsche Frauentag in Berlin gehabt hat, mußte der Anschein, als solle gegen eine maßvolle Frauenbewegung vorgegangen werden, vielfach verstimmend wirken. Wir halten die Entfachung von Parteistreitigkeiten in der Frauenwelt unter mlen Umständen ,ur schädlich, weil unser öffentliches Leben gerade genug au Partei- gegcnsätzen leidet. Ja, lvir sind sogar zu bem Bebenfell gekommen, bas; die Gründung des neuen politischen Verbandes, für die sich Frauen als Mitkämpferinnen melden sollen, ihren eigenen Ladungen widerspricht, in denen cS dock; heißt, das; Die Politisierung der Frau verhindert lverden soll. In dem Aufruf steht, daß die Gründer und Mitglieder „von ihrem Gewissen gedrungen" feien, „diesen Kampf auszunehmeu", und wenn hmzugefügt wird, daß die neue Bereinigung keiner Partei bienstvar sein solle, so ist boch eben unbestreitbar eine neue Partei damit aus dem Plane erschienen. Tie Grundgedanten des neuen iBundes sind aber unserer Meinung nach nicht schlecht; wir haben sie veröffentlicht, es hat aber keineswegs ui unserem Sinne gelegen, damit zu dein sich entiuidclnocn -rania der fcindlia-en Schwestern etwas beizutragen. Tie str.itdare Gegenpartei in Gießen schickt uns jedoch bereits eine mit Hornern und Zahnen versehene „Entgegnung", von der wir unter Ablehnung einiger Hiebe „gegen oas Philisterium", die für die Sache belanglos sind, das Folgende Mitteilen: Wenn unter anderem das Programm der Frauenbewegung vorwirst, jie erstrebe „s che m a l 11 cy e Gleichstellung von Mann und Frau, Oie der 'Jiaiur Gewalt antun", so zeigen die Gründer des neuen Bundes, daß sie noch nicht einmal die Grundsorderungen unb die Ziele der Bestrebungen ihres Gegners kennen. Denn ein Blick am Die Satzungen des Bundes Dcutsd-er Fraueilvereine hätte die Herrsa-aiten belehren müssen, daß gerade am die Verschiedenheit der Geschlechter in Ihrem Wesen und in ihren Aufgaben die Ansprüd>e der heutigen dein sd-vn Frauenbewegung sich gründen: Durch gemeinsame Arbeit von Niann und Frau, an her Lösung aller sozialen Probleme will sie jedes der beiden Gcsd-lechier ans eine höhere Stufe freier Menschlichkeit führen und die gesamte Kultur reicher und har- monifdx* gestalten. Ferner will der „Bund gegen die Frauenemanzipation" die weibliche Berufstätigkeit auf ledige Frauen in den sog. wcib- Lidxn (?) Bcruscn beschränken. Diese Fordcrmig wird durch die einfache Tatsadx widerlegt, daß in Teiitsdstand nahezu 3 Millionen verheiratete Frauen in Hauptberufen tätig find und fein müffelt. Sv grell das Licht and) ist, welches diese Zahl auf die soziale Lage wirst, zu den Augen der Gründer des neuen Bundes scheint noch kein Strahl davon gelangt zu sein Vielleicht aber versenden sic, die dod- so sehr für „Hebung des Fraucnlebens und für soziale Fürsorgetätigkeit" schivarmen, einen zweiten .üriegs- uuf und sammeln durch dessen Berkaus soviel Gelo, daß die Familien dieser 3 000 000 Frauen aud) ohne die berusliche Tälig- teit ihrer Mütter leben können. Löblichcrweise bekämpft der Bund auch „alle Bestrebungen die geeignet find, die Ehe zu lockern, die FamUee zu sd)ädigen, die Begriffe von Zucht und Sitte zu verwirren und die Beziehungen der beiden Gesdstcchler auf rein ,'inn- lidn? Triele zu gründen". In diesem Punkt kann der Bund der Unterstützung! durch die Frauenbewegung ganz sid-cr sein. Denn für die Reinheit der Ehe und des sexuellen Ledens kämpft die 'Frauenbewegung unablässig. Sie erblickt auch — wie ihr neuer Gegner — „im Manne nicht den Nebenbuhler, sondern den unentbehrlichen Gefährten und Mitarbeiter der Frau". Aber sie tritt tatkräftig Dafür ein, daß die Frau auch luirtlid) als ernster Mitarbeiter des Mannes auf allen Lebensgebieten gesd-ätzt und nicht etwa nad) dem bcfaimtcii Rezept gewürdigt wird: an der Spitze des Hausberges aufslammendes Feuer, von dem aus sich in zwei auscinanderstrebenden Linien über den Berghang zum Tal hinab Reihen von Feuern sortpflanzten, die ui der Mittleren Höhe des Berges burd) eine ivagrechte Feuerrcihe verbunden waren, so daß deutlich die Gestalt eines flammenden lateinischen A sichtbar wurde, das unzweifelhaft als Anfangsbuchstabe des Namens der Großherzogin-Mutter Amalie gedacht war. »üoethe, der darin eine Huldigung der Studcnlensd-ast vermutete, war nicht wenig erstaunt, aus seine Erkundigung zu vernehmen, daß die Url-cber der prachtigeii '-öergilhiminanon die „Jenenser Mohren" seien, von denen der in allen Angelegenheiten des Großherzogtums so ausgezeichnet Unterrichtete noch nie etwas gehört hatte. Aus weiteres Fragen erhielt er die Auskunft, daß man darunter die Jungen armer Familien verstehe, die sich durch mancher Id kleine Dienste in wohlhabenderen Haushaltungen und durch Botengänge für Studenten kleine Trinkgelder zu verdienen sudsten unb im Volksmunde Mohren hießen, weil sie durch stetes Herumtreiben auf den Gassen von Wind und Wetter braun gebraten und dem Gebrauch von Seife und Handtuch nicht sonderlich hold waren. In besonderer Gunst bei den weiblichen 2icnftbotcn stehend, denen sie auch ohne Geldentlohnung gegen ein Stuck Brot oder sonst etwas Eßbares manche kleine Besorgung abnahmen, genossen sic seil altersher das Gewohnhcilsvorrcdst, daß ihnen von jenen sämtliche Rmenbesen aufgehoben wurden, die sich in den Haushaltungen im Lauie eines Jahres abgenutzt hallen: diese benutzten sie dann am Vorabend des Johannistages zu der Beleuchtung des Hausberges. Goethe hal das JohanniS'euer einer eingehenden Erwähnung für wert gehalten und erzählt unter anderem Darüber: „Diese lebhafte Erscheinung, bei einem heileren Abendgclage von versammelten Freunden gewährt und bewundert, eignete iich auf alle Fälle, einigen Enthusiasmus zu erregen. Man stieg auf das Wohl der verehrten Fürstin an, und, da schon seit einiger Zeit eine immer ernstere Polizei dergleichen feurige Lustbarkeiten zu verbieten Anitaltcn machte, so bebauerte man, daß eine solche Seelenfreude künftig nicht mehr genofien werden sollre, uno äußerte den Wunsch für die Tauer einer solchen Gewohnheit in oem heiteren Toast: Johannisseuer seh unverwehrt. Die Freude nie verloren! Besen werden immer stumpf gekehrt .Und Jungens immer geboren." Unsere Regierung ist ermack-tigt, für das Rechnungsjahr 1912. die Vergütungssätze der Schulverwalter lBerwalterimien) den Volksschul- und den höheren Bürgerschulen aus 1000 vor bestandener Schlußprüfung und 1100 Mk. nach bestan bener «.chlußprüsung sest-useyen. zugegeben von der Regierung 250 000 , hierzu obige Ersparnis 277 528 . Sa. ?u27 Ö2S Mk. abgerundet aus: 2 030 000 Mk. Zu Artikel 9 Abs. 3. Belastung des Ausglcichs- unb Tcilungsfonbs aus 6 Millionen Mark. Eventual-Antrag. Ich beantrage eventuell daß WohnungSgclb und Gchaltserböhnng in der von der Regierung vorgeschlagenen Summe ohne Unterscheidung zwischen den beiden Bezügen bewilligt werden, also in Höhe von 1 579 630 Mk. 25 000 „ 1 604 630 Mk. „Hauptbcius" tätig juto. Denn das geschieht doch meist auf Grund einer Vernachlässigung des Familienlcbcns. Wir Ijtben diese Punkte hervor, um zu vermeiden, baß sich weiter bie Fäuste zum Kampfe ballen. Eine Llnigung in der hessischen vesoldungssrage. bs. Darmstadt, 19. Juni. Im Gegensatz zu der gestrigen Sitzung des Finanzausschusses scheint man zu der Ansicht gekommen zu sein, daß sich doch Mittel nnb Wege finden lasten müssen um wenigstens zu einer vorläufigen Einigung zu kommeii. Ter Vorsitzende des Finanz, ausschllst'es Tr. Osann hat 4 Anträge dem Ausschutz überreicht. Tiese Anträge lauten: Zum Mantelgesetz Ich beantrage: Zweites Blatt 162. Fahrgang Erscheint ISglfch mit Ausnahme deS Sonntags. P Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen 4 500 „ 75 000 „ 130 000 „ 125 000 „ 2 805 230 Mk. Morell."!' giesse" w d-s »,'Ä Geschält langsam. Die heutige Mk. 46-61 83-92 48-51 80-84 43-47 71-78 45-55 89-98 81-86 41-00 86—00 74-75 71-73 Gerste: outtcrgerftc 00,00 Mk., Braugerste 00,00 Mk», Hafer lu,50 flJlf. ürbjen 0,00 11HL, ttartoffeln 6,60—7,00 'JJlt, Meteorologische vcodachtilngen der Station Sietzen. li toi Niederschlag: 1,7 mm. ähnlichkeit ist verblüffend. i t Uebernll zu haben! 9,5 Diese Nachahmungen weise man aber zurück und fordere ausdrücklich die echten Fabrikate mit dem Namen lht*/J 43—45 44—48 107-111 98 — 103 87—96 78—85 92—103 91—102 79-83 85—92 58-58'/, 667,-58 59-597, 567,-58 74—75 72—74 Mk. 53—59 52-58 <_ l „Dr. Oetker’s“ Preis füt 100 Psd. Redend- Schlachtgewicht Wasserdichte Zeltdecken »u Kaus u. Miete für QFcftlirbfcitcn rc. offeriert sehr preiswert *•* Ludwig Lazarus, Astcrweg 53, Fernsprecher 505 68—77 62—72 64—66 59—62 52—57 47—51 Märkte. F.C. Wiesbaden. Biehh oi-M a r k tb e ri ch t vom 19. Juni. Auftrieb: Rinder 65 (Ochsen $1, Bullen H Kühe 34), Kälber 302, Schake 22, Schweine 494. Müller'fche vadeanstalt. Wasser wärme der Lahn am 20. Juni: 16 • R. Limburg a. d. Lahu, 19. Juni, frucht markt. Turdi« schnittspreis vro Platter. Roter Wetzen suassauischer) 18,60 Tlf., ivciüer Weizen (nnqcbaute Fremdiorten) 18,10 Ihf, Korn 14,85 W, Universitäts-Nachrichten. — T t e Universttät Göllingen zählt im lautenden Semester 2724 Studierende gegen 2476 un Sommersemester 1911 und 2399 im Wintersemester 1911/12. Dazu kommen 99 Hörer. 1 Päckchen 10 Pfg. 3 Stück 25 Pfg. Ein guter Koch kennt sein Rezept! Für wenig Geld ein gutes Kaffeegetränk herzustellen, ist jeder Hausfrau möglich, wenn sie den neuen Kaffee-Ersatz „Perlka" verwendet. Bei richtiger sparsamer Zubereitung schmeckt ,Pcrlka* ausgezeichnet und stellt sich billiger als alle« andere. Man nehme von „Perlka^ nur etwa halb soviel wie von sonstigen Kaffee-Ersatzmitteln, überbrühe ihn mit kochendem Waffer und taffe ihn einige Minuten ziehen. Die Kaffee- Ochsen. TeüflefftMne, ouSgemästete, sechsten Schlacht- wene-5 un Alter von 4-7 Jahren . - . Tie noch nicht gezogen haben tunqejocht) . . Junge, sleisclüge, nicht auSzemäuete und ältere auLge mästete............ Bull en. Vollfleischige, jüngere ... Mäßig genährte junge und gut genährte ältere . I ä rs e n. St ü h u Vollsletschige auSgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes T ollpeischlge auSgemästete Kühe höchsten Schtachtwertes öiS zu 7 Jahren ... Wenig gut ciifiuidclte Färsen iieltere attSgemäslete Kühe und wenig gut ent- nudelte lungere Kühe ÜJiabig genährte Kühe und Färseir Käl u ec. Feinste Diaslkälber Mittlere Man- uns beste Saugkälber . . . . Gerutgere Plast- und gute Saugkälber . . . Germgerc «Laugkalber......... Qcha * *. Weidemastschafe: Masllämmer und Maslhanunel & ci) id e i n e. Vollsteischige Schweine von 80—100 k" Lebend- gewtchl Bollstetschige Schweins unter 30 kx Lebendgewicht Bollfteischige Schweine von 100—120 kg Lebend- geiotcht Lollfletjchige Schtoeiue von 120—150 kg Lebend- gewtchl.......... . . . kirchliche Nachrichten. J$raeüiOä)c lidigionsgemcinOe. Gottesdienst in Oer sitmiqoqe (Sud-Anlageh SamStag, ben 22. 3 uni 1912: Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Predigt. NachmitagS: 4.00 Uhr. Sabbatausgau g: 9.40 Uhr. Israelitische tteliaionsgesellschast. Gotte,dienst. Sabbatteier am 22. Juni 1912: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Eabbat-ÄuSgang 9.40 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Nbr. 8m Dr.Oetker’8 Backpulver Interesse Dr.Oetker’5Puddingpulver achte man stets darauf, dass man das erhält, ° was man haben will! Es gibt viele Nach- Rp Oei-|-|zQn’s \/ .... , ahmungen in ähnlichen Packungen von Vanillin-Zucker Dterauf ging das Mädchen ein, hob ein Svarkassenguthaben über 220 Mark ab und überredete eine gleichalterige Freundin, mit zu entstiehen. Alle drei landeten dann zuerst in Frankfurt a. M, woselbst der männliche Begleiter sich wenig ritterlich benahm. Er bewog die Mädchen, nachdem er ihre Barmittel an sich ge- bracht hatte, nach Hanau zu fahren, wo er wieder mit ihnen zu- lammen treffen werde, doch ist er direkt nach Hamburg gereist. SftflU" koNNtE- ff5cf)Cn gS^^S S§tagu nboJeJ ."Lt wn W ^-5°S"7r p4)ntllua9 . $ine nei ^"bezahl, der flj ex-in,. 4 ® aus die hi Rctun-hit o ursv Iv.. ." ?te hütenden heimisch lütt ui‘n ^OltUl bald &in ym oarftcl -In- 5i.e deutsche j ;C6- 7 effolgt *und e- benennt ’n llMv". ^ie p> •ft»* Ä , nhen ji.« v. 1 u» ■ e-n löUtb? KMi 6!;«5S.3> s'äS» ^lair.inei berechnet werde. „Als die Lehrer an die Reihe kamen, da war das Geld verteilt, deshalb wälzte man es aus die Gemeinde. Aber diese sind nicht so gestellt, daß sie derartige Lasten tragen. Es ist ungerecht, die Gemeinde so stark zu belasten. Wir sordern nach wie vor unser Geld aus der Staatskasse." Tie Redner wurden wiederholt von brausendem Beisall unterbrochen. Der Zweiten Kammer wurde Dank und Anerkennung für ihr einmütiges Gintreten für die berechtigten, jahrelangen Forderungen der Lehrer ausgesprochen, ebenso dem Vorstand des Landeslehrervereins für leine Arbeit in ben letzten Wochen. Dern - Neu-Isenburg hebt die Einmütigkeit im hessischen Lehrerstand hervor. Haupttehrcr Storch-Butzbach weist auf mehrere Zeitungsartikel der letzten Tage hin, die das Volk gegen die Lehrer aufwiegeln sollen. Wiederholt habe die Regierung die berechtigten Wünsche der Lehrer anerkannt. Schließlich gelangte folgende Entschließung einstimmig zur Annahme: „1. Tie am 19. Juni 1912 in Gießen versammelte Lehrerschaft der Provinz Oberhessen hält nach wie vor an der grundsätzlichen Forderung einer Gleichstellung im Gehalte rntt den mittleren Finanzbeamten fest. 2. Bei der jetzigen provisorischen Besoldungsvorlage erwartet sie jedoch — unter Hinweis auf das in der Eingabe der beiden Lehrervereine vom 15. April d. I. gestellte Verlangen einer 15prozentigen Aufbesserung des pen- sionssähigen Gehaltes nebst einer Heraufsetzung der bei der Pensionierung für die Dienstwohnung in Anrechnung gebrachten 400 Mk. auf 500 Mk. — aufs bestimmteste, daß dieser Mindestforderung Rechnung getragen wird. 3. Sie hofft, daß die vorhandenen Mittel in gerechter Weise unter Beamte und Lehrer verteilt werden, damit wenigstens keine Vergrößerung der vorhandenen Spannung zwischen den in Vergleich gezogenen Gehaltssätzen eintritt. 4. Sie darf aber auch von einer gerechten Regierung verlangen, daß sie dieser von der Zweiten Kammer einmütig unterstützten Bitte nicht kühl gegenübersteht, wie dqs die letzte Regierungsäußerung beweist, sondern sie ebenso warm befürwortet, wie sie dieses bei der Vorlage für die Beamten getan hat." Die ruhig und würdig verlaufene Versammlung wurde nach Nveistündiger Verhandlung von Lehrer Wagner geschlossen. liche Mitwirkung bei der Veranstaltung des Kurses, ferner dem Kursleiter, Diplom-Ingenieur Trabert, sowie den bei der Leitung und der Unterrichtserteilung beteiligten, Hauptlehrer Höhn und Gewerbelehrer Endres und Vitt für ihre erfolgreiche Betätigung: den Kursteilnehmern zollte er für den von ihnen bewiesenen Fleiß uneingeschränktes Lob. Ueber den erteilten Fachunterricht verbreitete sich sodann Diplom-Ingenieur Trabert, wobei derselbe besonders auf die schwierigen Verhältnisse, unter denen der Kurs zustande kam, hinwies. Die Jnstallationsarbeiten seien in kleinen Gruppen unter Anleitung eines Elektromonteurs in fünf Gebäuden ausgeführt worden. Hcruptlehrer höhn dankte als Vorsitzender des Verbandes der Gewerbevereine des Bezirks Büdingen-Schotten, der die Abhaltung eines elektrotechnischen Fachkurses angeregt und eifrig betrieben hatte, den Behörden, dem Aufsichtsrat der Schule und allen mit der Unterrichtserteilung befaßten Herren. Ueber die den Kursteilnehmern nach (Erfüllung der in § 15a der Installations-Vorschriften zu erteilende Konzession zur Ausführung selbständiger Installationen, sowie über die schon mehrfach hervorgetretene, irrtümliche Auffassung des Begriffes „Installateur" äußerte sich Oberingenieur von Stadler. Er machte hierbei darauf aufmerksam, daß ftreng nach den Jnstallationsvorschriften verfahren werde. An das Leitungsnetz würden nur solche Installationen angeschlossen, die von Firmen oder Handwerksmeistern ausgefuhrt seien, die die Konzession von der Provinz vorher erhalten hätten. Tie Prüfung bestand aus einer Fragestellung an den von den Kursteilnehmern ausgeführten Installationen, außerdem war ein Jnstallationsplan anzufertigen. Rach Beurteilung der nachgewiesenen Leistungen ward eine Bescheinigung über den erfolgreichen Besuch des Kurses von dem Vertreter der Zentralstelle den Kursteilnehmern ausgehändigt und an diese die Aufforderung gerichtet, sich weiterhin an elektrischen Installationen eifrig zu beteiligen, damit ihnen die Konzession zu selbständiger Ausführung bald übertragen werden könne. — Mit Dankesworten eines Kursteilnehmers fand die Feier chren Abschluß. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 19. Juni. Gestern nachmittag sand in der Turnhalle die Schluß Prüfung der wandernden Kreis- Haushaltungs- und Koch sch ule, deren Kursus nach der Osterwoche begonnen hatte und von 24 Schülerinnen besucht war, durch den Großh. Kreisamtmann Tr. Heß hier statt. Die Prüfung, der eine Anzahl geladener Damen beiwohnte, ergab in den Leistungen der Kochkunst und in der Ausstellung der von den Scluilern während be-5 Kursus angeferrigten Handarbeiten ein gutes Bild. Ebenso gut verlies die Prüfung der durch Kreisarzt Dr. Heinrich in einigen Unterrichtsstunden gelehrten Anweisung in der ersten Hilfeleistung bei Unglückssällen. Rach Schluß der Prüfung wurden die Anwesenden mit Kaffee und selbstzubereitetem Gebäck bewirtet. Am Abend folgte ein Tanzkränzchen in der Turnhalle. Wegen Beginn der Erntearbeiten wird die Schule voraussichtlich bis Anfang Oktober geschlossen. Kreis Friedberg. L Friedberg, 19. Juni. Seit gestern verkehren auf der Strecke Friedberg — Hungen elektrische Triebwagen. h Bad-Nauheim, 19. Juni. Nunmehr hat das Fernsprechamt ein neues Heim erhalten, da die bisherigen Raume den sich ständig steigernden Ansprüchen schon lange nicht mehr genügten. Die Zahl der hiesigen Fernsprechteilnehmer beträgt jetzt rund 600. # Bad-Nauheim, 19. Juni. Dem Vorsitzenden deS Kur- und Verschönerungs-Vereins, Lehrer August Wagner, ist auS Livadia ein Da nkschreiben von dem Kaiser von Rußland für die Uebersendung deS Jahresberichts zugegangen, außerdem liefen Dankschreiben von dem Chef der Kanzlei des Ministeriums deS russischen HofeS, General- Leutnant Moffeloff und von dem Minister des Kaiserlichen HofeS, dem General-Adjutanten Baron FrederickSz, ein. Starkenburg und Rheinhessen. ! Mainz, 19. Juni. Im Terrassensaal der Stadt ha Ile war heute nacht auf noch nicht aufgeklärte Weise ein Brand anSgebrochen, der glücklicherweise von Vorübergehenden bemerkt und von der durch sie herbei gerufenen Feuerwehr gelöscht wurde, bevor das Feuer einen größeren Umfang annehmen konnte. Kreis Wetzlar. x Krofdorf, 20. Juni. Heute beginnen für sämtliche Landschulen des Kreises Wetzlar die 14tägigen Heu - ferien. Ihre Verlegung auf eine andere Zeit kann nur mit Genehmigung der Schulvorstände geschehen. O Dutenhofen, 19. Juni. Die Gemeinde Dutenhofen besitzt große Wiesenflächen zu beiden Seiten der Lahn. Die geftrige Grasversteigerung war stark besucht und ,bie Durchschnittspreise waren höher als in früheren Jahren. Trockene Wiesen zeigen einen dichten Stand, während auf feuchten.StÄlen der Frost das junge Gras gedrückt hat. Hessen-Nassau. 0 M arburg, 19. Juni. Wie aus dem Jahresbericht über das 7. Betriebsjahr der Marburger Kreisbahn in den Ebsdorser Grund ersichtlich ist, würben ins- gesamt 139 995 Personen befördert, wofür 43 638,83 Mark einkamen. Für 37 350 Tonnen Gütermengen wurden 35 529,80 Mark und unter Hinzurechnung sonstiger Einnahmen insgesamt 83 088,50 Mark eingenommen. Nach 2lb- rechnung der Ausgaben, die zusammen 67 388,50 Mark betragen, bleibt zur Verwendung für die Zinsendeckung usw. ein Ueberschuß von 13 374,68 Mark. [] Frankenberg, 19. Juni. Ter Landmesser Kaiser hier siel in seinem Hause so unglücklich die Treppe herunter, daß er alsbald starb. (Xi Hanau, 19. Mai. Heute vormittag sind auf dem West- bahnhofc zwei 15-jährige Mädchen aus Augsburg, Zöglinge des dortigen Englischen Instituts, aufgegriffen worben, die ein CbcrrcalfduUer aus Augsburg entführt hatte. Das eine der Mädchen unterhielt mit ihm ein Liebesverhältnis und bekam darüber Vorwürfe. Der Schüler überredete nun bas Mäd dien, mit ihm zu fliehen und in Norderney Stellung zu nehmen. Die Lehre Tie beiden let wnn MlNslatt U Li Uy fahren wurden. Wßtt stand t scheu Station Gas« tw kommende Lchuldfraye M Ist licke und Webet]d, noch nicht den. 4 damit den Laus b über schreibt uns vesens: Die Lerstandi den Lokomotivfühi misten Bahnveriv und zwar in Deut ift an einem Mast so bedeutet dies H bedeutet dies Frei «trecken werden bi( letzt: ein rotes Li gegen Freie Fahri Vie Bremse ost 50 tätigt werden. Er bei unsichtigem $ leit, zu spät, so rickligen Platz anz Helsen, daß man i nchen Hauptsignc iiflnali aufftellte. sichrer crlennen, halt gebietet. T der Regel aus ei drehbar befestigt leigt bas Porsigt Lichter ; steht bas ümgelcgt nachts Deutschland noch fu'.’idj)i/ignaie r. t’igiiak'ronungeii vetchen zum Teil t d Ä. die bayerisch Si-nachrdnnn- n veched Licht. Äutz *?ß- einen hcrabhi >'Ml stigt bei L keinen Flr pprten gibt es Aus Stadt und Land. Gießen, 20. Juni 1912. **KirchengemeindeundJugendpflege. Die allgemeine Pfarrkonferenz der oberhessischen evang. Geistlichen wurde gestern vormittag lO^ Uhr nach einem von Dekan Röschen- Freienseen gesprochenen Gebet und einem gemeinsamen Gesang durch den Superintendenten D. Petersen eröffnet. Er gedachte zuerst der im letzten Jahre verstorbenen Geistlichen, Büchner-Selters, Mosen-Wohnbach und Dekan Fisck>er-Eichelsdorf, deren Andenken von der Versammlung in der üblichen Weise geehrt wurde. Hierauf berichtete Professor D. SchoeH- Friedberg in freier, tiefgründiger Rede über „Dre Kirchen- gemeinben und die Iugen d". Es ist sittliche Notwendigkeit, so führte der Redner aus, daß die Kirchengemeinde ihrer Jugend nachgeht, um sie vor religiöser Verarmung und sittlicher Verwilderung zu bewahren und im christlichen Denken und Leben zu fördern. Dies können humane, staatliche oder freie religiöse Jugendvereine nicht, auch genügt nicht die Empfehlung des Gemeindegottesdienstes für die Jugeird, oder die bestehende Katechismus- lehre. Kirchliche Jugendfeste finden dagegen vielen Anklang bei den jungen Leuten; nötig ist in jeder Gemeinde ein Gemeindejugendverein, dessen Mitglieder sich gegenseitig erziehen. Der Leiter muß in größeren Vereinen ein berufsmäßiger Arbeiter und in kleineren wird es der Ortspfarrer sein. Nötig bierzu ist ein kirchliches Gemeindehaus, das sowikffo eine bringende Notwendigkeit für das Gemeindeleben ist. Eine schwierige Frage ist dann die Stellung zu anderen Jugendorganisationen, Turnvereinen, Sportvereinen usw. Hierbei ist Arbeitsteilung und Verständigung oder Ausbau eines selbständigen Jugendvereins zu empfehlen. Was soll nun in den Vereinen getrieben werden? Da die Erfal-rung der Jünglingsvereine beweist, daß die Jugend religiöses Interesse hat, muß die religiöse Erkenntnis und religiöses Leben gepflegt werden durch Andacht, Gebet, Lied, Körperpflege, Bildungspflege, Wohlfahrtspflege. Aber alles muß so getrieben werden, daß das jugendliche Seelenleben berücksichtigt wird, z. B. der Selb- ständigkeitsdranb und Selbstverwaltungsdrang. Es muß mit großem Optimismus an die Jugendarbeit herangetreten werden. Sie hat eine große Zutunft. Die an dem Vortrag sich anschließende Aussprache mar sehr eingehend. Dabei wurde auch aus neuere Bestrebungen auf dem Gebiete der Jugendpflege hingewiesen, die durch ihre Veranstaltungen an den Sonntagvormittagen auf kirchliches und religiöses Leben zerstörend wirken. Landkreis Gießen. -b. Hungen, 19. Juni. Eine rege Tätigkeit hat sich hier zur Vorbereitung des am 29. und 30. Juni und 1. Juli statt- lindenden 29. L a h n t a l - S ä n g e r b u n d c s s e st c s entfaltet, mit dein das 75-jährige Bestehen des Gesangvereins „(Eintracht" verbunden wird. Zwei große Sängertribünen werden auf dem Festplatz errichtet und ein 27 Meter hoher Fahnenmast hat bereits Aufstellung gesunden, der weithin sichtbar ist. Ter Platz liegt aus dem sog. Galgenberg, von wo man Aussicht auf die Stadt und ihre Umgebung bis auf die Höhen des Vogelsbergs genießt. Ein HauS um das andere an der Hauptstraße büllt sich tn ein neues Gewand, um unserm Städtcknm einen guten Eindruck bei den Festgästen zu sichern. 16 Bundesvereine werden sich an dem Fest beteiligen und 21 Gastvereine haben ihr Erscheinen zugesagt. Ueber 600 Sänger werden Massenchöre mit Lrchester- bcglcitung vortragen. Kreis Büdingen. — Nidda, 18. Juni. Der im April und Mai l. I. hier abgchaltene elektrotechnische Fachkurs für Handwerksmeister fand am letzten Sonntag feinen Abschluß durch eine mit einer Schlußprüfung verbundene Feier. Diese leitete als Vertreter der Zentralstelle für die Gewerbe Regierungsrat Reuter mit einer Ansprache ein. Er dankte vor allem der Provinzialdirektion Gichen, als deren Vertreter Oberingenieur von Stadler erschienen war, dem Aufsichtsrat der Gewerbeschule, den Vertretern der Elektrizitätsaltiengesellschaft vorm. Herrn. Pöge, Ober- ingenieur Hampe und Ingenieur Heßler, für ihre ersprieß» II ■ ■ ■ r* liefert billigst die BrübricH Kuverts mit Firma äsjksbs ;.l’lne Faörsic 'ktlt Nun Kangi Pöuptglu* gesähri ••t cs in h iiKern dagegen,; imöen auchR i;i |:alL Lurch Di l;üJn g^oisser L oahrdieilstes , ■tl5i;,iignale aus! ‘Jltyeoene Hebels der Mastsi leie S E «o 2. Barometer auf 0° reduziert Temperatur der £uft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke (Br ab brr BtwvNmng tn gthniel brr Pchld. Htmmelrfl. Wetter 19 2 ”|| :48,6 25 7 120 49 SW 2 6 Sonnenschein 19 l“|| '<46,3 20,9 16,3 89 SSW 2 1 LlarerHimmel 20. '" <46,6 18,0 12,8 83 SW 2 8 Soirnenschein Höchste T empera tue a n 18. bi« 19 Jl mt — + 26,5 * C.