Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. die Interessen des rkläruug, Pressestimmen zu der Beschießung der Dardanellen. Mel- abends 8.15 Uhr. Station W das vrl» Sonnenlchein 2 0 0 unter gan- er- er- provisorische den Vorschlag des Die Eröffnung des türkischen Parlaments. Konstantinopel, 18. April. Um 2 Uhr nachm. wurde Parlament feierlich eröffnet. Zugegen waren der lschast. :il 1911: I Aus Berlin erhalten wir telegraphisch folgende düngen: Das „Berliner Tageblatt" schreibt: Zu einem Bombardement der Hagqia Sofia darf cs keinen Umständen kommen. Der erste Schuß würde den durch Minen für alle Schiffe geschlossen ist. Diese Nachricht hat in der Stadt große Erregung hervorgerufen. An der Börse trat im ersten Augenblick eine starke Baisse ein, die aber auf die Nachricht von der Beendigung des Bombardements wieder nachließ. DaS beidjäbiflte ttalientidie Kriegsschiff. ften. emöe. ud-Anlagel : 1912: -i'tl vom 17. April Mge Lchwäiie von •l|f- Stbhdnqen’i || 80 k? Lebendgewicht 0 M; Dollfltilchiqe ^s.rx)—59.00. M, Schweine von 120 Mf., Schlachtgewicht ledersland. chl markt. Turfa fiaiii -her) 18,"0 Mk, f, «orn 14,80 Ak, te 13,50 M. vaier -10,0 < M. Vie Kriegsfadel in Ifiaroffo. Zu den Schwierigleiten, die den Franzosen im Osten von Marokko durch die aufrührerischen Stämme erwachsen sind, kommen nun plötzlich noch sehr ernste Ereignisse hinzu, die sich in den letzten Tagen in der Hauptstadt Fez abgespielt haben. Die Soldaten des Sultans, die unter dem Befehl französischer Offiziere stehen, haben wegen der langsamen Auszahlung der Löhne gemeutert und die Verbindungen der Hauptstadt abgeschnitten. Ter Sultan soll in seinem Palafte bedroht sein. Tie Unruhe, die in Paris über diese neueste Wendung herrscht, spiegelt sich in den dortigen Blättern nrieber. .^Journal des Tebats" äußert sogar die Vermutung, der Sultan selbst habe bei der Erhebung die Hand int Spiele. Wir erhalten folgende Meldungen: Paris, 18. April. Aus Fez wird von heute gemeldet: Der Kampf 'hat heute morgen in den Straßen von Fez von neuem begonnen und ist bis zur Stunde noch nicht beendet. Mehrere Franzosen wurden verwundet. Tas Telegra- phenbureau hatte einen heftigen Angriff auszuhalten, die Beamten verteidigten sich tapfer. Man rechnet daraus, daß die ersten Truppenverstärkungen schon morgen eintreffen und daß es sodann möglich sein wird, des dluistandes Herr zu werden. Eine Anzahl der Mitglieder der französischen Kolonie, sowie die Sonderberichterstatter der französischen Presse flüchteten in das französische Konsulat, in den Palast des Sultans, in das dem Gesandten Regnault zur Verfügung gestellte Haus, sowie in die Wohnung des Arztes Tr. Fametans. Die Konsuln von Deutschland und England sind mit ihren Familien in ihren Häusern geblieben. Ter französische Konsul befindet sich in der Telefunkenstation Ein Beamter der letzteren namens Revous wurde leicht verwundet und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. In Paris war heute das Gerücht verbreitet, daß General Moinier, der Oberbefehlshaber der französischen Truppen, in Fez verwundet worden sei. Tiefe Nachricht wird als falsch angesehen, da noch heute Depeschen von ihm hier eintrafen. Die m e u t ernd en Truppen hatten sogleich, so heißt cs in einer anderen Meldung, die Wälle nach der Seile von Bab- h a d i d besetzt, um den französischen Truppen der Garnison von Dadebiagh das Eindringen in die Stadl zu verhindern. Wer die Franzosen drangen in die Stadt und besetzten mehrere Stadtteile, u. a. den, in welchem der französische Gesandte wohnt, Tie Aufrührer wandten sich dann nach dem Stadtteil, in welchem die scherifrschen Telegraphenbeamten wohnen und Landes. In der gemäßigten, aber festen Politik hat die Regierung nur die Verteidigung der Rechte im ?lugc, wobei sie sorgsältigst die Rechte anderer respektieren will. Die Beziehungen zu den Großmächten und den Nachbarstaaten sind dauernd vertraulich und aufrichtig, entsprechend dem gegenseitig betonten Wunsch, in gutem Einvernehmen zu leben. Diese Beziehungen sind geeignet, sich noch weiter zu entwickeln und zu befestigen. In der persischen Grenzfrage ist ein gemischter Ausschuß eingesetzt worden, um die gegenseitigen Rechts scstzustcllen. Wir wünschen, daß ein Einverständnis erreicht wird. Wenn solches nicht zustande kommt und einige Punkte strittig bleiben, so werden diese dem Schiedsgericht im Haag unterbreitet, dessen Spruch natürlich ausgesührt würde. Die Thronrede empfiehlt Sultan, der Thronfolger, zwei Prinzen, das diplomatische Korps, die Minister und Würdenträger, ungefähr 1OO Deputierte und fast alle Senatoren. Der Großwesir verlas die Thronrede, welche außer der inneren Politik, den Vorfällen auf Kreta und an der persischen Grenze sagte: Zu Unrecht und im Gegensatz zu den Verträgen dauert der von Italien begonnene Krieg an, trotz.des allseitig geäußerten Wunsches nach Frieden. Auch wir wünschen den Frieden, aber nur der Friede beendet den Krieg, welcher unsere Souveränitätsrechte tatsächlich unversehrt aufrechterhält. Die Thronrede erinnert an die Differenzen zwischen dem letzten Parlament und der Regierung, welche die Auflösung der Kammer nötig machten. Die Wahlen seien verfassungsgemäß vor sich gegangen. Die Thronrede fordert die Abgeordneten auf, ihre Tätigkeit hauptsächlich auf Vollendung der Verfassungsrevision und auf das Studium der Gefetze, welche dem Parlament zugehen, zu richten. Die ThronrÄre setzt auseinander, daß um die Wiederbelebung von Handel, Industrie und Landwirtschaft zu verwirklichen und dem Reiche die absolute Sicherheit der Anwendung des Prinzips der Gerechtigkeit und Gleichheit zu gewährleisten, ein Sonderausschuß unter einem Minister nach Rumelien geschickt werden soll, der die lokalen Bedürfnisse fcststellen und an Ort und Stelle ohne Verzug Maßnahmen treffen soll, die geeignet sind, die Bevölkerung zufriedenzustellen. Als notwendig erkannte Reformen sind in Vorbereitung. Aehnliche Ausschüsse werden entsandt werden, um die Bedürfnisse der anderen Provinzen zu studieren. Die Thronrede spricht weiter von den Pourparlers über den Van der von der Anatolischcn Bahn geplanten Linien von Mona st ir zur griechischen Grenze und von K u m a - novo zur b u l g a r i s ch e n G r e n z e, die noch fortgesetzt werden. Das bereits geschlossene Abkommen über die Linie Uesküb — Kalkandelen — Gostivar wird dem Parlament unterbreitet werden. Tie P em en frage, die so viele Jahre Blutvergießen hervorgerufen hat, sei zum guten Ende geführt. Tank der weisen Maßnahmen und der militärischen Anordnungen des Gcneralstabschess I s s e t Pascha sei die Ordnung und Ruhe wiederhergestellt. Es sind, so heißt es weiter, gleichfalls militärische Vorkehrungen getroffen, um die Ordnung auch in A s s i r wiedcrherzuslellen. Der verbrecherische Anschlag, dem der Fürst Kopassis, ein treuer, ausgezeichneter Beamter, zum Opfer fiel, bewegte uns tief. Was Kreta anbetrifft, so versicherten England, Frankreich und Rußland, daß sie einig sind, die Sonveränitätsrechte der Türkei aufrechtzuerhalten und keine diesem zuwiderlaufende Handlung zu dulden. Tie Regierung wird sich beeilen, je nach den Ereignissen, die zur nachdrücklichsten Verteidigung unserer Rechte geeigneten Maßnahmen zu ergreifen. Die Rede behandelt die sehr befriedigenden Fortschritte im Heere und wünscht, daß das Heer die nötigen Rüstungen erhielte, um den höchsten Grad der Vollendung zu erreichen. Tie Anstrengungen hätten kein anderes Ziel als die Aufrechterhaltung und die Verteidigung der Rechte des zen Balkan in Flammen setzen. Jetzt muß cs sich bald zeigen, ob die Sehnsucht, dem Frieden zu dienen, bei allen M ä ch- t e n, die am Dienstag ihre Botschafter zu Assim Bey geschickt! hatten, ehrlich gewesen ist. Tie „V o s s i s ch e Zeitung": Die politische Lage der Mächte verläuft int Sande. Die türkische Thronrede hat die endgültige Betonung der türkischen Unversöhnlichkeit gebracht. In Tripolis und Benghasi gehen die Dinge nicht vorwärts. Auch die Aktion von Zuara Hal den erwarteten Erfolg nicht gebracht. Dazu steht das heiße Wetter in Nordafrika^ das jede Ofscnsivbewegung lähmt, vor der Tür. Ohne großen Schlag muß sich der Krieg so ins Endlose schleppen. Sind die Italiener nun endlich daran, diesen Schlag zu mögen?' Die „Tägliche Rundschau": Sobald sich die Italiener ans Land wagen, werden sie sich einem Feinde gegenüberitetten, der durch seine Tüchtigkeit, zahlenmäßige Stärke und nationale religiöse Begeisterung schier unüberwindlich ist. Somit düurste sich für die Italiener, selbst wenn sie siegreich vor der Sultanstadt ständen, die Lage gegenüber der Türkei nicht wesentlich verändern. Verschenken können die Türken zwei Provinzen nicht. Eine andere Frage ist es, ob besondere Umstände und andere Mächte einen derartigen Truck auf di' Türkei ausüben, daß sie nachgeben muß. schließlich ernstlich allen, einig zu sein und heiligen Vaterlandes über alles zu setzen. Konstantinopel, 18. April. Tie Kammer nahm unter lebhaftem Beifall nist e rra t abgehalten werden, in dem über die Ausweisung der Italiener aus Konstantinopel beraten werden soll. Es heißt, daß die Meinung der Minister geteilt ist. ♦ Die Stimmung in Konstantinopel. Wien, 18. April. Der Konstantinopeler Korrespondent der „Neuen Freien Presse" hatte heute eine Unterredung mit dem türkischen Kr i e g s m i n i st e r Mahmud Schefket Pascha, der den Angriff, der gerade am heutigen Festtage erfolgte, nicht bloß als unmenschlich, sondern als vierten, groben Fehler der Italiener verurteilte. Die einzige Folge davon ist, sagte Mahmud Schefket Pascha, daß wir oas Fahrwasser der Dardanellensofort durchSeeminen gesperrt haben. Wer weiß, auf wie lange. Den Schaden haben leider die neutrale Schiffahrt und der Handel zu tragen. Die „Vossische Zeitung" meldet aus Konstantinopel: Das Bombardement hat auf die hiesigen politischen Kreise keineswegs niederdrückend gewirkt. Die Militär s w ü n- schen einen Angriff, um die türkische Widerstandskraft zu zeigen. Man erwartet bei längerer Sperrung der Dardanellen das Eingreifen der Mächte, besonders Englands, das mehr als die Hälfte des gesamten Handels zur See hat. iö Te,n. ! n VersKn Ä-' »Ate &nbt to S St 8»-* 'S t Mnatatn ö*" Sturme von Wei? ' nA l Ebringen Va|t landen, li, ätiti " Bogehchqren aus- m dn Vernichtung «tm Brietz, bei ne Reck von s)im. die interessanir decken Sanger tur Präsidenten an, an die Kämpfer in Tripolis einen Gruß z u senden und ihnen Erfolg zu wünschen. Tie französischen und die russischen Schiff'« fahrtsgesellsckjaften haben bei der Pforte Einspruch gegen d i e Schließung der Tardanellen erhoben und verlangen eine tägliche Entschädigung von 200 Pfund. Die Teilnahme der Bevölkerung an der Eröffnung de8 Parlaments war bedeutend größer als in früheren Jahren. Eine ungeheure Menschenmenge drängte sich auf den zum Parlament führenden: Straßen. Tie hochgelegenen Plätze, die eine gute Aussicht boten, waren insbesondere von muhamcdanischcn Frauen besetzt worden. Tie türkische Schuljugend stellte sich zahlreich neben den Truppen auf und sang patriotische Lieder. Ter Sultan wurde mit anhaltendem Beifall begrüßt Als er die kaiserliche. Loge verließ, wurde er von den Abgeordneten und Senatoren lebhaft begrüßt. Nach der Verlesung der Thronrede sprachen Geistliche die üblichen Gebete, wobei sie auch für den Sieg der ottomanischen Waffen und für die vollständige Webcr- lage der Italiener beteten. Konstantinopel, 18. April. (Amtlich.) Noch nicht veröffentlichte Nachrichten der Pforte besagen, daß ein beschädigtes italienisches Kriegsschiff sich mit Hilfe anderer Schiffe bis nach Tenedos fortschleppen konnte, wo es auf seichten Grund fest geriet. Später zog sich der Haupttoil der Flotte auf Lemnos zurück, erschien dann vor Kumkale, um die Beschießung wieder aufzunehmen. Nachrichten hierüber stehen noch aus. Ein Kabel soll schnitten sein und nur ein Kabel der Regierung zur V< fügung stehen. In Kreisen der Pforte befürchtet man einen nächtlichen Angriff auf d i e Dardanellen. Morgen wird ein außerordentlicher Mi- Itl itz iiS SsSi; m jeder gewünschten 1 Sä»*“" . ioi« 17 103105 6 « [600| ft’Si» “6,7 ---M siSj-r- Sr 74 93 % 1230'3 39 760 933 1 6:6 AS- -GW- 966 1$ 83 SS» JJ 451 jsSsr-s* 070 98 3 55 ‘ÄÖsjjs Wi?: I6001 £ 989 61o26 OO: &&& 998 17j991 » . 1 - Kr. 92 Erster Blatt 162. Jahrgang greitag, 19. April 1912 Gießener Anzeiger Fernlprech. Anschlüsse: UM UM verantwortlich für den für die Redaktion 112, 2?^ < • * .. < V politischen Teil: August W General-Anzeiger für Oberhesseti LSSL ann«U »on anjei9»" Rotationsörud unö Perlag der vnihl'Ichen Univ.-Vttch- und Steindruckerei n. Lange. «edaMon. Expedition und vruckerel: Schulstrahe r. L-nd-d-n bis Dormüiag^Tubr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Cin vorstob der Italiener gegen die Dardanellen. Während in Konstantinopel das eben gewählte Parlament zusammentrat und die Thronrede verkündete, daß an Frieden auf der Basis der Abtretung von Tripolis an Italien nicht zu denken sei, haben die Italiener den längst gefürchteten Angriff auf die Dardanellen unternommen. Unmittelbaren Anstoß dazu hat wohl die Kunde von der mißglückten Friedensvermittelung gegeben. Vielleicht sollte es nut eine Demonstration fein, um die Türkei eni>- lich gefügig zu machen, denn nach ein paar Stunden des Bombardements haben die italienischen Schifte sich wieder zurückgezogen. Eines ihrer Schiffe soll durch die Türken erheblich beschädigt worden sein. Aus italienischer Quelle fehlen! zunächst alle Nachrichten. Ob die Großmächte dieses gefährliche Vorgehen Italiens, das einen Balkanbrand und weitere ernste Folgen nach sich ziehen kann, wiederum dulden werden, bleibt abzuwarten. Zunächst sind die Dardanellen für die ganze Schiffahrt durch türkische Minen gesperrt, und schon soll sich russischer und englischer Wider - spruck) dagegen regen. Ob es dabei allein bleiben kann? Die Vorgänge werden vor allem der deutschen Regierung wieder eine harte Nuß zu knacken geben! Wir erhielten gestern abend zuerst folgende Meldung: London, 18. April. Lloyds teilt ein Telegramm mit, wonach bei der Ein fah r t in die Dardanellen Kanonendonner gehört wurde. Man vermutet einen italienischen Angriff. Zuverlässige Informationen stehen noch aus. Auch aus Paris liegen Depeschen vor, wonach die italienische Flotte in Kom - Tale angekommen ist. Ein italienisches Schiff ist gesunken. Tie hier erwähnte französische Meldung ging gleichfalls alsbald ein; sie lautet: Paris, 18. April. Die Agence Havas meldet aus Konstantinopel, daß die italienische Flotte bei Kumkale s si am Eingang der Dardanellen eingetroffen sei. Ein italienisches Schiff soll gesunken sein. Auch in Konstantinopel wurde Alarm geschlagen ; von dort kam solgende Nachricht: Hier wird die Nachricht verbreitet, daß 2 7 italienische Kriegsschiffe heute früh vor dem Eingang bet Dardanellen erschienen und das Bombardement auf die Besestig-'.ngen von Kumkalessi begannen. Ein Geschoß der Festttngen soll ein italienisches Kriegsschiff getroffen haben. Wie die Agence Havas aus den Dardanellen meldet, 1) ö r t c die Beschießung des Forts durch die italieni- chen Kriegsschiffe nachmittags 31/2 Uhr auf. Das talienische Geschwader dampfte wieder in See. Die im Innern der Meerenge befindlichen schwimmenden Minen wurden losgemacht. Die Hande ls- f ch i f f a h r t ist u n t e r b r 0 ch e n. Der Agence Havas wird aus Athen über den italienischen Streifzug noch gemeldet: Zwei starke italienische Marinedivisionen, von welchen jede aus zwölf Einheiten zusammengesetzt ist, fuhren eine morgens, die andere abends vor der Insel Skyros vorbei und wandten sich bann nach Norden. Heute morgen um 8 Uhr Tarnen vor Rh 0 bus hier italienische Kreuzer an, von denen zwei bicht vor der Stabt vorbeifuhren. Ein Schift, bas zwischen Rhobus und Rumelin verkehrt, hielten sie an, durchsuchten es, ließen es aber bann unbehindert seinen Weg forftetzen. Die Beschießung des Forts Komkale. Washington, 18. April. Das Ministerium des Innern veröffentlicht eine Depesche, wonach 1 große italienische Panzerschiffe und 20 Torpedoboote und Torpedobootszer störet um 4 Uhr morgens das Feuer gegen die Festung Kumkale am Eingang der Dardanellen eröffnet haben. Ein Italien i s ch e s Schiff wurde von den Türken getroffen und verließ die Gefechtslinie. Das Feuer bauerte 3',» Stunden an, sodann zog sich die italienische Flotte zurück. Der Minister des Aeußern teilte den Diplomaten oiefe Nachricht im Parlamenlsgebäude mit unb fügte hinzu, bic Italiener hätten auch Sarnos und die Kaserne sowie die ^efeftigung von Vathi bombardiert. Tie Hafenpräfekttir habe die Schiffe wissen lassen, daß sie heute abend den Hafen nicht verlassen dürfen. Nach anderen Meldungen aus Konstantinopel begann das Bombardement von Kumkale morgens 10 V2 Uhr und dauerte bis 2 Uhr nachmittags. Die Forts erwiderten das Feuer heftig. Ein italienisches Kriegsschiff wurde schwer beschädigt. Heute früh drangen ein italienisches Kriegsschiff und ein Torpedoboot in den Hafen von M a r m a r a gegenüber der Insel Rh 0 d 0 s ein, den das Torpedoboot kurze Zeit danach wieder verließ. Ueber bas Bombardement von Samos Meldet der Wali von Smyrna: Um 5i/2 Uhr heute früh beschoß ein italienischer Kreuzer und ein Torpedoboot die Kaserne und das Munitionsdepot von Vathy. Die italienischen Kriegsschiffe sollen 180 Schüsse nbgegebeji haben, von denen einzig die Kaserne und bas Forts Serdil-Fahr beschädigt wurden. Tie Kasernen Don Oranie und Kunkale wurden auch von Geschossen erreicht, erlitten aber keinen ernstlichen Schaden. An Bord des italienischen Kriegsschiffes, das von den Projektilen des Forts Oranije schwer beschädigt wurde, brach Feuer aus. Die Schleßung der Dardanellen für alle Schiffe. Konstantinopel, 18. April. Die Pforte gibt vffi- liell bekannt, daß dre Durchfahrt durch die Dardanellen ► gegeben. Auf den fNaboti|paibüd)em muhe, daraut wie« Der Vor- Uljcnöe beioni'eis bin, Iteis Die Warnen der Besitzer geschrieben sein, Da lüiilt Die Bank Deren Einlösung nicht uorneumcn kann. 3n den Büchern, Deren zweimalige NeuauSgabe im vorigen Jahre ersalgle, bat man zwischen den einzelnen IHaitenfelöer-ceuen Inserate Der ihn* glieder mitgenommen. Zur Entwertung der ÜH art en buche r ist eine zweckentsprechende pandma'chme angeschafit worden. Tie rveldgeschaüe wurden auch m diesem Jahr von Der Mitteldeutschen Kreditbank, Filiale L. Friedberg, 18. April. (Stadtverordnetensitzung) Vor Eintritt in die Tagesordnung spricht der Bürgermeister seinen Tank aus für die Anteilnahme der Stadtverordneten und der bürgermeister Dr. Ad ick es vom Tage seines Rücktritts an ein Ruhegehalt von 16 800 Mk. erhalt. tc. Usingen, 18. Apnl. Em bei einer hiesigen Familie bedienstet gewesenes, au« Ungarn stammendes Mädchen wurde von der hiesigen Polizei verhaftet und nach Frank, tuet a. M. verbracht, weil es versucht hatte, ihre frühere Dienstherrin in Frankfurt a. M. zu vergiften, indem eS Salzsäure unter Getränke und Speisen mischte. Lisch rechtzeitig konnte def Mordanschlag entdeckt werden. w Wiesbaden, 18. April. Im Hause Jahnstraße 22 verbrannte heute vormittag das 3 Fahre alte ft mb deS lieber die V°r,slle in Fe, ist ein Telegramm bei ®e- hnbten Regnault eingetroffen, jn dem er -«*- ihrer Eifenbabnprojekte — die mit den Interessen eines großen preußischen Gebietsteiles übereinstimmen — selbständig erstrebt und es wäre nur zu wünschen, wenn die Eingabe an das preußische Eisenbahnministerium im preußischen Landatg kräftige Unterstützung finden würde. Rascher als mit der Hinterlandbahn geht es mit der Schaffung einer elektrischen Bahnverbindung mit Krofdorf. Nachdem kürzlich die Gemeindevertretung von Krofdorf-Gleiberg den -wischen Oberbürgermeister Mecum und Bürgermeister Braun deshalb getroffenen Abmachungen grundsätzlich zugestimmt hat, gab gestern auch die Gießener Stadtverordneiien- Versammlung ihr Einverständnis damit zu erkennen. Danach wird die Balm in Angriff genommen, wenn die geringen noch vorhandenen Differenzpunkte au3geglid)cn sind — woran bei dem Bäckermeisters Henneberg tn feinem Beuchen. Es hatte nut Zündhölzchen gespielt. Die taubstumme Mutter deS ftmdes, die in der ftüche weilte, hatte diesen Vorgang nicht bemerkt. to. Wiesbaden, 18. April. Der Bezirksausschuß setzte den Beginn der Jagd auf männliches Rehwild auf Den 15. Mai fest. Er beließ eS demnach bei den gesetzlichen Bestimmungen. X Kassel, 18. April. Der LandeSauSschuß hat sich in seiner letzten Sitzung auch mit der Frage der Anstellung eine» 'Beamten beschäftigt, dem die Inventarisation der Bau- und ft un st denkm äler im Regierungsbezirk Kassel übertragen werden soll. Ein hierfür eingesetzter Ausschuß soll bieie Angelegenheit weiter behandeln. Wiegen erledigt. Tie weschärie Der Bereinigung wurden erledigt in zehn Sitzungen und zivei pauptveria mm hingen An den c»e- ichä'tsbericpt sctzloß sich die Aechnungsablage, die von Dem Rechner Kaulmann Rich. Buchacker erstattet wurde Tie kafieverhaltnifie find bteriiad) gunuig. -t'ie Geichan-orDmmg wurde insoiern ge- änDeti, al» Halt Der seither enolgten'Jleuioaul sämtlicher Mitglieder des Ausschusses von jeyt ab alte Fahre nur vier Mitglieder ans- icheidcu und Der Ansjchutz seinen Borsiyenden selbst wählt. Durch iLigäiijimg Der Geschausordnimg wurden auch Beuiinmnngen uber öic Anlagen DeS tiapUQlveimögeiid getru en. Sämtliche ous- jdjciDeiiDcn 'Mitglieder des Ausichusses w.irden * ♦* Stadtverwaltung. Das Ministerium des Innern hat auf Grund der am 1. April in Kran ae.retencn neuen Städteordnung angeordnet, daß die dicnst.iche Bezeichnung der Berwaitungssie.lc der Staate über 20l00 Einwohner „Ter Oberbürgermeister" ist. Damit ist die bisherige Bezeichnung „Gropher->ogliche Burger- meisierei" lorrgejallen. Briefe an die näDtJuje Becwal- tung sind daher für die Folge zu adressieren: „An den Herrn Oberbürgermeister zu Gieren". Bei der Adreffe stadt, Mainz, Offenbach, Gießen und Worms stattfinden; unisay Hai die Bereinigung im Berhältnis zur steigenden 'Milglteder- sie wird direkt durch die Großh. Zentrale geleitet In SUgenornmen, und -war wurden im letzten Jahre für ö7 buu Alk. den übrigen Städten und Landgemeinden des Landes fuil P,Qrlen "'"gesetzt, während an RabaitbÜcher.i iür o20 Mtein- die Verkaufsart mehr den örtlichen Verhältnissen an. "elü,t ,uurt,e,u Tie Beremtgima m dem Bervanbe Teutscher Rabatt- ..„„St " .’L ST °nua>cn « - 1)6» ®n» jparvereine angeschlossen. Lieser Berbaud zahlt über 3i0 Bererne Sim ttwni AQn ? Emem Verlaus in Läden I„u ca. 62UUU WügiieOem. der Farbe Der Rabattmarken ist S3 günstige Absetzungen der Postkarten ver- „„ Kaufe des Jahres ein Wechsel einget.eien, anstelle Der grünen Ipncht. Ten einzelnen Verwaltungsbehörden wird die Art Marken werden leit Herbst vor. IS. Marlen in lila Farben aus- beö ztocatnaßigslen Verkaufs in den Gemeinden anheim- geftellt; jedoch ist anzunehmen, daß die Absetzung der Post- karten ähnlich wie bei dem im Mai v. I. staltgehabten Blumentag, inj)en meisten Gemeinden durch junge Mädchen auf der -Straße und in Häusern erfolgen rtnrb, da Die Zentrale gegen diese Verkaussart auf verschiedene Anregungen nichts einzuwenden hat. Der Untergang der Titanic. .Noch steht alle Welt unter dem niederschmetternden Ein? drucke Der ,,^itanic"-Katastrophe. Nie zuvor, so weit wir das zurückveriolgen können, ist ein so großes Schiff, ist eine so große Anzahl von Menschen in die Tiefe gegangen. Um einen Begriff ju geben, roieuiele Opfer selbst bei dem heutigen hohen Stande der ^chifistechnik Jahr um Jahr die gierige See verschlingt, - 'den wir bte Zah.en des,Jahres 1906 heran. Jn diesem Jahre rerzeM nel die Statistik 37b Datnpfschiffe (522 292 Tonnen), Die cm üociigeuüeu unO kein «etioc Dio Postlartenwoche der Großherzogin wird noch einer m ** Die Ra b a Ulip«t»e re i un g Sieben hielt om Neueren Mitteilung der Zentrale für Mutter, und Säug. «'Nwoch abend im »olel-tHeuauranl .»oiletOoi, tbie Ctbemlidje naT-nu’Ä’"“ b,CVJieiie d°- H°--sch°st» krÄne^n"Äch.-be^cht. Au«' wm !!>i"e»de- eewa°,nn nach Rußland, ui der zweiten I u niwoche — 9. bi» I dem Schluß des diesiährigen weschättSiahres beliebt Die Ver- lo. , beide Sonntage eingeschlossen, abgehalten. Sie I emigung drei Jahre; sie Hal von Jahr zu Jahr an Mitgliederzahl cknfangs allgemein geplante Verkaufsart der Postkarten I angenommen. In dem letzten Jahre sind 16 Firmen neu zugetreten in offenen Verkaufsstellen soll nur in den Städten Darm-1 obwohl das GmuriuegelD erhöht tvurDe. Auch in dem Marlen- I L-S- m; MU ä «Allen um Säuvlatz der 'Jt ).) oft, aber Men MiS von Kav B' Tic Ml u"d K,ren Gefahren an wniae Jahre burd j&tuf fern«« burd) c-rüdt. sable-Js cecirgrf, baS mit ron tzalim aus d He gefürchteten W lang verhüllen un -T.^orf, Loimn us südlich von Sabie-, -5i''brüche. * Mion auf Sable-^ liegen bort aussetzt o-iahrlichen Küste < sic-unblichm Maßna Eoldatcn eines gelt ihm Befreiung frist int vielen Jahren e Dcllitänbige Statistl oui, in benen große Was die beut •jnb innerhalb einer inchenben Zone in Ito nicht weniger gänzlichen Lei üchsten iinb die 9?o: und btt Wesermün! T M ber Eielle , fe Jahre 1909, gleit auf ber Verst von Ter Bau dieser Kol greifen weiß, geroo ö., nämlich insge am 31. Mai 1911 Ährten über den i Schisse ist für die k kbinessungen der, $9,06 Meter, zwis Ereile 28,04 Mete ^esamthöhe vom § BruUo-Raumt M... 'M einer he ^QWxDttbtäng trai damit das bi Cunard-Linie, um betrug 24600 Xi t'chotten und ein i wasierdichle Abte laufende Derks Leiter Klasse un hierzu kam eine i mnziere und Zeel Stewards, Auswüt dar 167 Meter l 'ang und 28 Mett bieten. Aun 2JW Mein vo Witt veriorgt n>ui 5 Kesseln ! » ^bracht. Sie £ 0 Einender ■rF von 6,1 bei1 ' LMsen, , ? fttntf sich -;ulbllotheraebühren Die Notwendiakeit für bie 00111 ^ccl8Qm ^cttdberg verboten worden war. langen, den Mitgliedern der Versammlung schrffilich vorlegen. Bibliothekgebuhren. Xie JlotroenDigtett, jur Die Starkenburg uiiv Rheinhessen. Auch die H interlandbahnfrage kam wieder einmal zur Vermehrung DeS BucheibeslanDes Der Unioersilatsbibliothel D arm stad t 19. April. Die Erste Kammer VerhanDlung. Nach Dem, was hierüoer gesagt wurde, kann feit» größere Rtittel bereitzusiellen, hat auch Die Großh. £efnfd)eLhh am Samstaa, 27. AprÜ, zu einer Plenarsitzung zu- fÄÄ iüt binen1^ StM^Äar Ä ^-g'-rung nunmehr veranlaßt, Blbliothekgebühren emzuführen. sammen. Der Zeitpunkt des Zusammentritts wurde ge- zu vereinigen und die Bahnfrage als gemeinsame Angelegenheit ^och sind die Sätze mit Rücksicht auf die bereits besiehenDe wählt, weil nach einer Mitteilung der ^glerung das Auszubetreiben. Auf der Wetzlarer Seite denkt man hierüoer egoisti- Belastung unserer Studierenden mit anderen staatlichen Ge- suhrungsgesetz zum Reichsviehseuchengesetz und das Gesetz scher. Man will dort zuiiächst selbst die wichtige Bahn errick-ten bühren möglichst niedrig bemessen worden. Es werden näm- über die Entschäoigung für an Maul- und Klauenseuche gründ sagt zwar für späterhin den Gießener Bestrebungen gnädigsl baS Semester 1 Rtk. oder 1,50 Rtk. erhoben, je fallen es Vieh schon am 1. Mai d. I. in Kraft treten soll- feine Förderung zu, aber in der Praxis würde sich dann wohl dw sMHb.tnripnnPlh nnih d. Mainz, 18. Aprll. Ein hiesiger Sammler er- Sache so gestalten, daß die Gießener Hinterländer Bahnwunsche nachdem Der Studierende neben dem AuditonengelD noch l ^rne prächtige, mit Steinen, Email und Fili- bis zum St. Nimmerteinstag zurückgestellt wären. Daß sich der Instituts- und Praktlkantengebuhren oder nurSemmargebuhren verzierte goldene Adler-Fibula des 11 Jahr- Kreis Wetzlar entgegen bem Sinn ber bis jetzt getroffenen Ab- zahlen hat. Ausländer haben den doppelten Betrag zu " ^rts, die große Aehnlichkeit mit der im Mainzer Mu- ÄW"aAd^ÄÄcmbEKW entrichten. Andere, der Universität mcht angehörende Benutzer befindlichen goldenen Adler-Fibula besitzt. Diese ent- ^e^Wünsche eines großen Teiles dn Kreiseingesessenen wegen n,üfien 10 Piß- füc jeden einzelnen Bund, den sie enlleitjen Lammt einem Schatz, der vor Jahren in Der Schuster- ciner aleidjjcitig zu erstrebenden Verbindung mit Gießen hinweg wollen, bezahlen oder können eine Semesterkarle für 1,50 Rik. strahl vor dem Dörterfchen Hause bei Kanalarberten auf- ben Wetzlarer Bahnwünschen zustimmte, ist schwer zu veri'tehen. lösen, bie zu beliebigem Entleihen berechtigt. Die Benutzung gedeckt wurde. Zu ihm gehörte auch die jetzt im Besitz Jedenfalls bat Wie Stadt Gießen recht, wenn sie die Förderung | öec yüd)ec im Lesesaal ist nach wie vor kostenfrei. Außer oes Freiherrn v. Hehl in Darmstadt befindliche goldene di-stn Emnndmen werden der Biblidihek von diesem E-m.st.r M-ler-Fibul- Es scheint bnh die jetzt -usgetauchte Adler, ab ein gewisser Ani.il an den Smmalriknlatibns. und Ex- ^ula cbenjalls zn dre^8e^t matrikulationsgedühren, seiner Semesierbeiiräge der Proiessor-N = fflieBer b. Qhetteu, 1J. aprtl. Nachdem erst vor und em Anteil an den PromotionSgebührcn zugute kommen.! ( Monaten ein Wohnhaus abgebrannt war, er- **DieSammlungenunseresMuseumsund tönte heute morgen um y25 Uhr schon wieder ber Schreckens- die W. Gail-Sammlung haben sich fett der letzten Feuer". Jn dem Dachstuhle des Wohnhauses Berichterstattung recht erfreulich vermehrt. HervorzuhebenBergmanns Friedrich Becker war durch unbekannte sind folgende Geschenke: Sauber und stimmungsvoll aus- Ursache Feuer ausgebrochen. Unserer Feuerwehr, die nneber geführtes Aquarell der Bade n b u r g von PH. Wal- sofort zur Stelle war, gelang es heute wieder, in kurzer, kher 1872, Setdentasche des 18. Jahrhunderts, sowie Por-1^^it das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, so allseitig vorhanden'en guten Willen nicht zu zweifeln ist -, biel^JV ! mhaan et aVä Ur Kommersen-nUC keinc Gebäude ein Raub der Flammen und Linienführung sestgeslellt und die Konzession erlangt ist. Jeden- sch°ne, ^te Ehampagnergläser Kommerztenl ^erer Schaden vermieden wurde. falls ist damit zu rechnen, daß die Bahn bis zum Herbst 1913 in E0* eT'Ä)f ^°Par^n 1 ° alten töauT-* --- leureusen (Straussfedern) in gross. Auswahl in schwarz veiss und farbig zu sehr vorteilhaften Preisen bei A.Salomon&Cie. sternhellem Himmel und unruhiger See bet Zusa m m en ft o 6 mit dem Eisberg, den die Ausgucker zu spät gern er ft batten. Rach Feststellung der Beschädigungen wurde Befehl gegeben, die R e 11 u n g s g ü r t e 1 a n z u l c g en und die Rettungsboote klar zu machen. U m 2.20 Uhr sank das Schiff. Tie abgegebenen Rotiignale wurden um Mitternacht von der „Carpathia" gehört, die um 4 Uhr auf der Unglucksftelle eintraf und sofort die in den Rettungsbooten der „Titanic" befindlichen Schiffbrüchigen aumabm und Die Un- glücksftelle mit 16 Booten gdsuckste Tie Zahl der Pasiagiere betrug in der 1. Kajüte 350, in der 2. Kajüte 3aO nnb int Zwischendeck 750, die der Mannschaften 940 Köpfe. Gerettet wurden 210 Passagiere der 1. und 125 der 2. Kajüte, 250 Zwilchen»» deckspassagiere, 39 Seeleute, 96 Stewards, 71 Hetzer und vtev Offiziere. mit Brut, vernichtet radikal Rad£niachersBoldgglst.p*^t- geaebützt Nr. 751W Geruch- u. farblos. Reinigt d. Kopfhiut v. Schuppen, beförd. d. Haarwuchs, verhüt. Zuzug v. Parasiten Wichtig für Schulkinder, faasende v. Anerkennungen. Fl. a M 1— u. 0.50 in den Drogerien und Apotheken. l i t niederi^ l)tHe all EIER garantiert feinste vollfrische Sied-Eier 10 Stück 58 Psg. Rass &. Landesmann "“’i Lindenplatz 8 flarmoniums bei weitgehender Garantie und günstigster Kauf- u. Mietbedingung. Stimmung,Reparatur Transport Ständiges Lager von 250 bis 3Ö0 Instrumenten. Bei Miete Eigentumserwerb laut besonderer Bedingung. Stets gebrauchte Instrumente zu jedem Preis. Vermietungen 2 bis 12 Mark monatlich. Vertretung von Schiedmayer & Söhne, Steinweg, Ibach. Krauss, Römhild, Dörner. Hörügel, Snaethe, Ackermann usw. 2336 August Förster Giessen und Lieh I Bahnhofstr. 65. Tel. 367. vermischtes. — Internationaler Trachompreis. Der ungarische Minister des Innern schreibt einen Preis von 1000 Kronen für das beste Werk über die Aetiologie des Trachoms uus. Als Bedingung wird gefordert, daß die selbständige Arbeit einen wertvollen Fortschritt enthält. Als Einsendungstermin ist der 31. Dezember 1912 bestimmt. (Adresse: Budapest I, Vßr, Belügy- Ministerium). Es können auch im Drucke bereits erschienene Arbeiten eingcsendet werden, wenn sie nicht vor dem Jahre 1909. veröffentlicht wurden. Die Verfasser können sich der ungarischen, deutschen, französischen oder englischen Sprache bedienen. Kleine Tageschronik. Am Dienstag früh fand auf dem Exerzierplatz von Halbert st a d t ein Duell zwischen dem Oberleutnant von P u 11 - Kammer, kommandiert als Adjutant zum Bezirkskommando Aschersleben, und dem Leutnant v. $) Geringen vom Infanterieregiment Nr. 27 in Halberstadt, statt, v. Heering en erhielt einen Schuß in den Unterleib, an dem er gestorben ist. Eine Kugel hatte die Därme zweimal zerrissen. Der Dichter Striudberg ist ernstlich erkrankt. Gestern wurde eine Bauchfellentzündung festgestellt. Es wurde sofort eine Operation vorgenommen, die glücklich verlief. Der Dichter fühlt sich sehr schwach und hat heftige Schmerzen. Ital. Hühner« Tr Zuchtgertü- u. Brut- bewährter Raffen, tragb. _Y Stalle,aQ.nubl. Gerttte AUt@e= flügelhaltung. Lehrreicher Katalog gratl*.(9eflügel- park in Auerbach 116 (Heff.). (hv4/*) Pb. Henkel Sonnen*tr. 14 empf. in größter Auswahl zu äußerst bill. N87 Preisen Tische, Stühle, Plüsch-, Rohr-, Ped- big- und Triurnvb- klavvieffel, Kontor-, Kinder- u. Kloiett- ftüble, Spiegel, Per- tikos, elur-lSarde- robeftändcr.Giöße» e Partie Wirtschafts- ftüble bill. abzugeben Ansertig.vouStüblen Flechten u. sämtliche Reparaturen bei reeller Bedienung. »er in diese Stütze Vgmeb^a0itellR ÄS Raum tüi x:, 1 *8 dienend«! Fracht ronben. Die ‘ »deudjtungstötm »em und wird an Lampen werden Ar das in 1 pw von der Stadt untatskolonne »erber Mk- und dem Lerein °ll gerichtliches lag, en Bewohnern Fries. Brunnen ungehin. n hat. e nad)mitlag 3 Uhl ungSstelle in dem Tr. Ohnacker er. Etlicher aijllicher Rat >rung der Säuglinge fimder bestimmt unb . Ter Besuch von 18. April seslgesetzte , da seine Abhaltung en war. Hessen. e irrste Kammer er Plenarsitzung zu. nentritts wurde ge* Regierung das Lus- icfcg und das Gesetz und Slauenseuche gc- Kraft treten soll, zfiger Sammler et* en, Smail und Fili, jula des 11. Jahr. >r im Mainzer Mu- i besitzt. Diese ent* i in der Schuster- ganalatbeüen auf- bxe jetzt im 8ejt$ befindliche goldene ■ ans getauchte Ldlu- gehört hat, Mitesser Pickel im Gesicht u. am Körper beseitigt rafdiunb zuverlässig Zucker’* Patent-Medi- jinul -Seife. ä St. 50 Pf. (15°- ig> und 1.50 M. (350/ptg, stärkste Form). Nack jeder Waschung mit Znckooh- Cremc, Tube 75 Pf. u. 2 M-, nachbehandeln. Frappante Wirtung. von Tausenden bestätigt. Zu baden in der Uni- versitäts-Bvotbckc, Hirsch Ilvotbcke, bei August Noll, b.Lcibel.Wilb.Kilbingcr, Otto Lchaas, E. Karn, dem Sportplätze an der Hardt die 1. Homburger Sport-Bereinr- gung verpflichtet. Die 2. Mannschaft spielt an diesem Tage m Ortenberg. Neuvork, 17. April. Die „Titanic" hat wenige Minuten ... ihrem Zusammenstoß mit dem Eisberg eine Warnung von der drohenden Gefahr erhalten. Außerdem hat die „Tourratne" am 14 Avril die „Titanic" über die Lage der Eisberge durch an drahtloses Telegramm unterrichtet und die „Titanic" hat diese Warnung beantwortet. „ , , . . _. , Neuyork, 18. April. Bis letzt sind noch keine Einzelheiten über die Katastrophe an die Mste gelangt, nur eine Liste der Zwischendeckpassagiere und einige Telegramme von Geretteten an Verwandten und Freunde, in denen mitgeteilt ftnrb, daß sie sich in Sicherheit befinden, sind bekannt. Tie „Carpathia gab noch keinen Bericht. Sie dampfte heute früh die Küste herab und wird heute abend hier erwartet. Erst dann wird über den Hergang der Einzelheiten berichtet werden können. Neuyork, 18. April. Ter Kreuzer „Chester" meldet, die „Carpathia" habe seine drahtlosen Anfragen nicht beantwortet. Mehrere drahtlose Meldungen deuten an, daß viele der Ueberlebendeu infolge der Aufregung und der Leiden erkrankt sind. Aus anderen Telegrammen von Ueberlebendeu an Angehörige geht hervor, daß viele Frauen nicht wissen, daß ihre Männer der Katastrophe der „Titanic" zum Opfer gefallen sind. Washington, 18. April. Tas Marinedepartement erhielt von dem Kreuzer „Salem" ein früh 8 Uhr aufgegebenes Funkentelegramm : Wir können k e i n e N a ch r i ch t von der „Carpathia" erhalten, obgleich sie sich im Bereich leichter funkentelegraphischer Verständigung befindet. Sie gibt zuweilen auf Anrufe zeigen, beantwortet aber die aufgegebenen Telegramme nicht. Wir können nicht glauben, daß die Mitteilungen, die wir gesandt haben, nicht verstanden wurden. Tas Schiff befindet sich innerhalb des Bereiches der Torpedostation New Port, daher wird der Kreuzer „Salem" am Nachmittag nach Bradfort unb der Narragansett-Bay weiterfahren. ,. „ Neuyork, 18. April. Von der „Carpathia" wird gemeldet, daß mindestens 250 bet Ueberlebenben schwer verletzt ober krank seien. Ein Passagier hat die Füße erfroren. Neuyork, 18. April. Die Beerdigungsfirma Campbell teilt mit, daß die Cunard-Linie ersucht habe, 2 50 Särge bei Ankunft der „Carpathia" bereitzuhalten. Brüssel, 18. April. Ta die „Titanic" 3000 Meter tief liegt, erscheinen Taucherarbeiten unmöglich Somit gelten auch die 29 Sendungen von Diamanten, Perlen und Edelsteinen für verloren. Neuyork, 18. April. Schatzamtssekretär M c V e a g h wies die Zollkutter an, das Senatskomitee, das die Ursachen der Katastrophe untersuchen soll, auf die „Carpathia" zu bringen, che diese den Hafen erreicht, oder sobald sie sich innerhalb der Jurisdiktion der Zollbehörden befindet. London, 18. April. Unter der Mannschaft der „Titanic" sind sechs Deutsche: Der Heizer Laspe ober Lappe, bie Stewards Theisinger, Pfropper, Heinen, Müller und Tietz. Wien, 18. April. Dem Abgeordnetenhaus ist ein Antrag L u k a v s k y , betr. die Schaffung eines Gesetzes zur Sicherung des mit Schiffen reisenden Publikums zugeganyen. Portland (Maine), 18. April. (W. P.) Die Liste der geretteten Zwischendeckspassagiere der „Titanic" enthält etwa 100 Namen, die meistens auf Skandinavier, Russen und Polen schließen lassen. Neuyork, 19. April. Von dem Komitee der Ueber- lebenden der Titanic ist folgender Bericht über bie Katastrophe verbreitet worden, um übertriebenen Schilderungen entgegenzutreten: Sonntag nacht 11.40 Uhr erfolgte bei Kälte, mit der Flagge ist echtes SirnonSvrot und bei gleichem Preis schwerer wie Casseler. Stets frisch nur bei 2342 tag Heute Marktplatz 21 gegenüber derEngelapothere Die Br'espost der Titan c. Auf der „Titanic" haben sich Bricfposten aus Teutschland für ganz Nord' und Mittelamerika sowie für Japan, Cuba, Curaeao, Haiti-San Domingo, Jamaica, Porto Nico, Ecuador, Peru und Bolivien (La Paz) befunden. Es handelt sich dabei im wesentlichen um die Sendungen, die zwischen den Postabgängen ab Köln am 6. April 10 45 abends (zum Dampfer „Georgs Washington" des Norddeutschen Lloyd — am 7. April aus Cherbourg) und ab Köln am 10. April 4.41 früh (zum Dampfer „Titanic") aufgekommen waren. Außerdem sind dem Dampfer „Titanic" zugegangen die Briefsendungen für Barbados, Columbien und Britisch - Guyana, die nach Postabgang ab Köln 6,13 nachmittags vom 9. April (zum Dampfer der Royal Mail ^team Packet Company, am 10. April von Southampton) Vorgelegen haben. Ob die Briefposten mit dem Dampfer „Titanic" untetz- gegangen sind, ist zurzeit noch nicht sicher, aber wahrscheinlich. Mahnahmtn bet Vereinigten Staaten. Neuyork, 17. April. Der Sena t hat ohne Widerspruch eine Bill angenommen, die eine ausgiebig e Unter s u chung des Unglücks der „Titanic" fordert. Die Senatskommiffion wird Darin ersucht, Zeugen vortzuladen und alle notwendigen schritte zu ergreifen, um ihr Erscheinen zu sichern. Washington, 18. April. Das Marinedepartement, beschloß, um die Nachrichtenübermittelung von der „Carpathia" zu erleichtern, zeitweise alle drahtlosen Stationen nördlich von Norfolk in Virginien zu schließen mit Ausnahme weniger Stationen, die durch die Tätigkeit der Privatappamte nicht gestört werden können. Letzte Nachrichten. £ Nachdem erst M abgebrannt toat, er- Meder der Schreäen- ble des Wohnhauses! oar durch unbelannie SJriA i» WP n beschranken, P ch der “4 Melle w» » iii hm fe’h Sooft », i •«tfSoW ÄU t 'jien, intt-- iu o-rgu Speisen m ,,, jjin» äc’SSh1* mb "06 gingen durch Strandung verloren. Das die geographische Verteilung dieser Unfälle । an'ieht, so gibt es Gegenden, die wahre „Friedhöfe des Meeres" genannt werden müssen. Solche Unglücksbezirke sind üie englischen Ufer des AermelkanaleS, die Umgebung der Scilly- ^nselli, die Küsten am Bristol- und St. Georgs-Kau al, die Ufer des Mersey und andere englische und schotttsche Hafeneinfahrten. Aus dac. allerschliinrnste verrufen aber sind gerade die Gegenden und Küsten um Kap Race auf Neu-Fundland, die den Zchauvlatz der „Ti-anic"-Katastrovhe gebildet haben, sowie auch bas oft, aber selten in gutem Sinne genannte Sable-Jsland südlich von Kap Brenton auf Neu-Schottland. Tie Nebel und die Eisberge sind in erster Linie die furchtbaren Gefahren der Gegend bei Kap Race. §)ehen wir nur wenige Jahre durch, so finden wir, daß 1890 vier Dampfer, 1899 zehn Dampfer durch Eisberge zum Untergange gebracht rxben sind 1907 wurde der deutsche Tamp'er „Kronprinz S1 ( ft e I m" durch Zusammenstoß mit einem Eisberge an seinen Flanken schwer beschädigt, 1909 wurden vier große Ozean- bampser durch Eisberge in höchst gefährlicher Weise -usammen- gebrüdt. Sable-Jsland ist die Flachkuppe eines unterirdischen (-'ebirge5, daS mit seinen höchsten Stellen 250 Kilometer östlich von Haliiax aus dem Ozean emporschaut. Der Umstand, daß die gefürchteten Nebel der Neufundlandbank die Inseln ost wochenlang verhüllen und daß bet Kurs ber zwischen Europa unb Neuyork, Boston usw. verkehrenden Schiffe nur 40 Seemeilen iüdlich von Sable-Jsland vorbeisührt, ist die Ursache zahlloser Zchissbrüche. Schon im Jahre 1756 ließ Thomas Hancock aus Boston auf Sable-Jsland Rinder, Pferde, Schafe, Schweine und Ziegen dort aussetzen, um für künftige Schiffbrüchige an dieser aesahrlichen Küste Sorge zu tragen, und dank dieser menschenfreundlichen Maßnahme konnten schon vier Jahre später siebzig Soldaten eines gestrandeten Transportschiffes ihr Leben bis zu ihrer Befreiung fristen. Obwohl am Ostende der Dünenkette schon feit vielen Jahren ein Leuchtturm steht, zählt doch bie keineswegs Dollftänbige Statistik im Laufe bes 19. Jahrhunderts 185 Fälle auf, in denen große Schiffe gänzlich verloren gingen. Was bie beutsche Küste angeht, so ereigneten sich an ihr unb innerhalb einer bis 20 Seemeilen von ihr mö Meer binaus- r-ichendeu Zone in bem sechsjährigen Zeiträume von 1900 bis UJ05 nickt weniger als 3320 SLilssunfälle, von benen 364 mit bem gänzlichen Verluste ber Fahrzeuge ausgingen. Am gefahr- lüften sind bie Norbseestrecken, bie bas Gebiet der Elbmünbung und der Wesermündung umfassen. Tie Einrichtung der Titanic. Mit ber Kiellegung des Riesenbampfers .,Titanic" wurde (m Jahre 1909, gleichzeitig mit der des Schwefterschiffs „Olympic", auf der Werft von Harland und Wolff in Belfast begonnen. Ter Bau dieser Kolosse erforderte, wie bie „Kieler Zeitung" mitzuteilen weiß, gewaltige Auswenbungen für Hellinge, Maschinen usw., nämlich insgesamt sieben Millionen Mark. „Titanic" lief am 31. Mai 1911 vom Stapel, währenb bie „Olympic" ihre Fahrten über ben Ozean schon ausgenommen hatte. Jebes biefer Schiffe ist für bie höchste Klasse bes britischen Lloyd erbaut. Die Abmessungen ber „Titanic" waren folgenbc: Länge über alles 269,06 Meter, zwischen den Perpendikeln 259,08 Meter, äußerste Breite 28,04 Meter, vom Kiel bis Oberdeck 19,58 Meter und Gesamthöhe vom Kiel bis zur Navigationsbrücke 31,6 Meter. Der Brutto Raumgehalt betrug 46 328 Registertonnen, netto 20 900. Bei einem größten Tiefgang von 10,9 Meter betrug die Wasserverdrängung etwa 66 OOÖ Tons. Der „Titanic" über» traf damit das bis dahin größte Schiff, die „Mauretiana" der Cunarb Linie, um volle 21000 Tons. Ihr Stavellausgewicht betrug 24 600 Tons. Das Schiff besaß 16 wasserdichte Querschotten unb ein Längsschott im Maschinenraum, so batz 18 wasserbichle Abteilungen vorhanben waren, weiter 11 burch- laufenbe Decks. An Passagieren konnten 730 in erster, 560 in zweiter Klasse unb 1200 im Zwischenbeck ausgenommen werben; hierzu kam eine Besatzung von 856 Köpfen, .barunter 63 Schiffs- offiziere unb Seeleute, 322 Mann Maschinenpersonal unb 471 Stewards, Aufwärter usw. Die Deckpromenade der ersten Klasse war 167 Meter lang, der Speisesalon dieser Ka,üte 35 Meter lang und 28 Meter breit; er konnte 532 Personen aus einmal Platz bieten. Außer Damen-, Schreib-, Rauchsalon, Bibliothek, Gesellschastsraum, Turnhalle, war noch ein Schwimmbad von 10 x 10 Meter vorhanden, bas stets mit angewärmtem See- Rudolf Richter ------- Giessen Marktstrasse 24 — 26. Strohhüte für Herren, Knaben und Mädchen Solide Ware :: Billige Pieise : Rabattmarken. deutbar grünte Auswahl in allen Preislagen Stative und Albums Platten Films r"'! lichtempfindliche J Papiere stets frische Ware, empfiehlt Central-Drogerie Emil Karn, Schulftraßc. Kultursichcl mit Beil Wieder zwei Schiffbruche. Paris, 18. April. Der „Petit Parisien" meldet aus London, der kanadische Dampfer „Earl of Grey", der den Dienst zwischen Charlotteton und Pictou verfielst, habe, funkentelegraphisch um Hilfe gebeten, da er bei Cap Bohn gescheitert sei. An Bord des Schiffe- befinden sich 200 Passagiere. St. Iohues (Neufundland), 18. April. Heute nacht ging das Gerücht, der kanadische Regierungsdampfer „Earl of Gr en" ei mit 200 Personen bei Kap Race gesunken. Die Teleunkenstation von Kap Race erklärt, keine Nachricht zu besitzen; ie hält das Gerücht für unglaubwürdig. schiffe und außerdem noch 202 Segelschiffe. Für Deutschland einnahmen, im vordersten waren vier. Auf.ieder Seite her Heiz- 'h- das aedachte Jahr verhältnismäßig glücklich ab, indem es raumschotter lagen gewalttge Ouerbunker, in denen 6000 Tons nut ben Verlust von 29 Dampfern unb 23 Segelschiffen mit' Kohlen verstaut werden konnten, von denen der Dammer im Tag ,usammcn etwa 60 000 Tonnen zu beklagen hatte. Tie Ursache 820 TonS verbrauchte. - F-------------------- neftr Verluste war in 187 Fällen Strandung, in 43 Fällen *»"** '.usammenstoß, in 11 Fällen Feuersbrunst, in 29 Fällen Kentern, während 10 Schiffe von der Mannschaft verlassen werden mußten, 15 Schiffe verschollen blieben und 81 durch Spruch der Seebehörde .ils ,schwimmende Sarge" von weiterer Fahrt ausgeschlossen wur- cn ' Aehulick liegen die Zahlenverhältnisse bei den 725 verloren gegangenen Seglern. Von ihnen mußten nickt weniger (US 18b ms ungeeignet ausgeschieden werden, 47 wurden als erschollen gemeldet, 68 auf See verlassen, 49 gingen bei Zu- ammenstößeu zugrunde, 22 verbrannten, 45 kenterten ober sanken Kirchliche Nachrichten. Kathüii|d)c Gemeinde. Samstag, den 20. April: Nachmittags um ö Uhr und abends unt 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, den 21. April, 2. Sonntag nach Ostern: Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. „ um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. , um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr Heil. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags um 2 Uhr: Chrtstenlehie; daraus sakramentalische Bruderschafts-Andacht. Amtlicher wellerberichl. WetterauSstchten in Heffen tüt Samstag, den 20. April 1912: Zeitweise wolkig, trocken, warm. wasser versorgt wurde. Die Kesselanlage war in sechs wasserdichten Räumen untergebracht, sie umfaßte 29 Zylinderkessel, davon 24 Doppel- und 5 Einender. Sie hatten 4,8 Meter Durchmeffer und eine Länge von 6,1 bezw. 3,6 Meter. Erstere besaßen 6, letztere je 3 FenerbÜchsen, so daß 159Feuervorhandeni waren Die totale Nostsläche stellte sich auf 330 Quadratmeter, die Heizfläche 11400 Quadratmeter und der Arbeitsdruck auf 15 Kilogramm je Quadratzentimeter. Die Kessel gaben ihre Abaase an drei gewaltige ^dwrnfteinc ab Diese hatten elliptffchen Querichnitt von -747 X 5 8 Met^ unb eine Höhe über bem Rost von 48,8 Meter! Ein vierter gleicher Schlot biente ber Ventilation von Maschinen- unb Passagierräumen. In ben Herzräumen waren immer fünf Kessel nebeneinander gelagert, so day ne die volle schinsbrette Central-Drogerie Ich empfehle in reicher Auswahl: Damen- und Herren-Stiefel [hvu/< Süddeutsche braun und schwarz, alle Preislagen Halbschuhe Sandalen Turnschuhe Schuhwarenhaus Willi. Herbert - Marktplatz 2, neben der neuen Engelapotheke B Allgemeine Rabattmarken Die Beeile Der Kolosseum ßiessen. Londorf Gebrüder Kahl stattsindenden 2908 Frankfurter Str. 151 Telephon 87 41 65 fernt werden. B«/« Stadt. Wohnungsnachweis Gießen, Asterweg 9. Ml. 28, 38, 52 (Zs sind zu vermieten: «”/< hvM/i Anzug, n „ bi rau, raun, blau 2 Sektion mxssen 4 Gegr. 1866 Tel. 462 . 90 Pfg. . 75 Pfg. np In schönster Lage. Gl Penslono. [D 5.—an. Zentralhz . Man verl.Protp Einzelne Zentner . . . 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Zuchtvieh markte und Viehimvorte. 8. Anträge und Mitteilungen Gießen, den 15. April 1912. Der Direktor deö Kreisrinderzuchtvereins Gießen Tel. 645. Dir.: Ktrl Ohm Heute und folgende Tage Gastspiel des Bohömo-EnsemblBS Neues Ne-ertoir. Der Liebhaber im Dori. Vaudeville - Burleske von Stiecmann. Vorher das großartige neue «sie Varielo-Programm u. a. Frl. Mitzi Bögler, die beliebte Wiener Soubrette. Biograph Plockstraße 12 03354 Blockstraße 12 v. M. 10.50 MO.— Vertikos Anturnen Sonntag, den 21. Avril 1912, Aflkyx£) nachmittags 2 Ubr. rgy Familienfeier 8° ub?6« Steins Garten. Wir bitten um ' rege Beteiligung. Der Voretand. 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 1 Wohnung von zehn Simmern, 1 Wohnung von 7 Simmern, 1 Wohnunaoon 5—7 Simmern, 1 Wohnung von 6 Simmern, 9 Wohnungen von 5 Simmern. 8 Wohnungen von 4 Simmern, 1 Wohnung von 3—4 Simmern, t> Wohnungen von drei Simmern, 2 Wohnungen von 2 Simmern, 2 Wohnungen von 1 Simmer und Kabinett, 1 Wohnung von zwei Simmern ohne Küche. 8 möblierte Simmet, 1 Simmer zum Aufbewahren von Möbeln, 2 Werkstätten, 3 Vaden 1 dreistöck. Vagerhaus mit Pferdestall und Heuboden 3n mieten gejucht: 1 Villa von 10 Simmern, 26 Wob nungen von 2—6 Simmern.__ tftädt. Arbeitsnachweis 'Siesten. Asterweg s. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schreiner, 1 Schmied, 1 Elektromonteur, 2 Schneider 3 Schuhmacher, jung. Schlosser, 1 Schlosser für autogene Schweißerei. 1 Sattler. 1 Wagner, 1 Gartenarbeiter 1 Lpulinadchen, 1 Vausrnädchen. Vehrlingc: 1 Anstreicher u. Vackierer, 1 Bäcker, eit Lchrnied, 1 Tapezier, 2 Srifeurc, 1 Wagner, 1 Kellner 1 Metzger. 2 Kaufleute. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: \ ?.Pp,c?!cr' -.chniiede, 1 Schneider, 2 Schuhmacher 3„^iafdj,n£n,d,loncr' 3 Lchreiner. 2 SaUler, 1 Bäcker Wagner, <ünd^er u. Anstreicher, 1 landw. Dienstmagd Vcbrhnnc: 1 Schreiner. Es suchen Arbeit: 1 Tlebfier, 2 Backer, Maurer, Weißbinder, Maschinen id> Ion er, 2 Hetzer und Maschinisten, 1 Schneidmüller ^a,reiner, 1 schweizer, landw. Arbeiter, Taglöhnet yauo- u.,vabrblirschen, 1 Buchhalter, 1 Kontoristin, Putz- unb Vaufrrauen, 1 jüng. Dienstmädchen. ^cbrhnoc: 1 Lvengler u. Installateur, Schloßet ■Wedjamfer. Kaufleute, Schreiber. nnb SkbaiikwirtjchastSpcrional: Kellner Aushilfskellner, Zapfer. lB*/< Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. IjkWshlkn IkrVkißtzcr siirdas kcivkrbtgmWikßkii ftür das Gewerbegericht Gießen find von den Arbeit nebern aus der Sahl der wählbaren Arbeitgeber und von den Arbeitern aus der Zahl der wählbaren Arbeiter je 12 Beisitzer aus drei Jahre zu wählen. Die Wahlberechtigten werden zur Vornahme der Wahl auf Freitag, den 17. Mar 1912, in den Stunden von mittags 12 bis abends 8 Uhr tn den Sitzungssaal des Bürgermeistereigebäudes, GartenfiraßeL berufen. . w . Wahlberechtigt sind die Arbeitgeber und Arbeiter, die zur Seit der Wahl das 25. Vebensjahr vollendet und im Gemeindebezirk der Stadt Gießen Wohnung oder Be schäftigung haben, wer zum Amt eines Schönen untahrg ist, ist nicht ivahlborechtigt. „ Als Arbeiter gelten die Gesellen, Gehilfen, Fabrikarbeiter und Vebrlinge, auf die der 7. Titel der Gewerbeordnung Anwendung findet, desgleichen Betriebsbeamte, Werkmeister und mit höheren technischen Dienstleistungen betraute Angestellte, deren Jahresarbeitsverdienst an Vobn oder Gehalt 2000 Mk. nicht übersteigt. Die der Zuständigkeit des Gewerbegerichts unterstellten Hausgewerbetreibenden find, wenn ne selbst mindestens 2 Arbeiter regelmäßig das Jahr hindurch oder zu gewissen Seiten des Jahres beschäftigen, als Arbeitgeber, andernfalls alft Arbeiter wahlberechtigt. ES wird dringend empfohlen, daß die Arbeitgeber durch Bescheinigung der Bolizeioerwaltung, die Arbeiter durch Seugnisse ihrer Arbeitgeber, der Poltzeiverwaltung ober der zuständigen Krankenkasse sich vor dem WahlauS schuß über ihre Wahlberechtigung auSweisen, da sie sonst von der Wahl zurückgewiesen werden können. Die Wahl findet nach den Grundsätzen der Verhält niöwahl statt, und ich fordere hiermit zur Einreichung vor flctrennten VorfchlagSlistcu für Arbeitgeber und Arbeiter auf. Jede Vorschlagsliste muh 12 Namen enthalten, von mindestens 20 Wahlberechtigten des betreffenden Teiles unterzeichnet und spätestens zwei Wochen vor dem Wahl- termin, also Donnerstag, den 2. Mai, abends, hierbei eingercicht sein. Die rechtzeitig eingereichten Vorschlagslisten werden nach erfolgter Prüfung spätestens 8 Tage vor der Wahl veröffentlicht. Bw/* Gießen, den 15. April 1912. Der Oberbürgermeister. _________________I. V-: Keller. ________ Aus der Stiftung der Eheleute Karl nnb Gmtlie Hensel zu Gießen ist alsbald eine lebenslängliche Pfründe im Betrage von 175 Mk. jährlich an einen würdigen Gießener, über 60 Jahre alt, ohne Unterschied der Konfession, zu vergeben. Bewerbungen sind bis 15. Mai 1912 mündlich beim Städtischen Armenamt, Asterweg 9, vorzubringen. IB*/< Es wird darauf hingewicsen, daß nach § 4 der Vokal- Polizei-Verordnung vom 6. Juli 1888 Markisen so befestigt fei» müssen, daß ihr tiefster Punkt mindestens 2,25 m über dem Niveau der Straße liegt. Markisen, welche dieser Bestimmung nicht entsprechen, müssen wieder ent- 7'4 0*5