Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten, ben un ;emeiftrrri: c. ilisfion. >er Gemeinde t netes Holz m: n; friahcr Wrrschungsrxpeditürnen die (begraben durchzogen, in denen kLTirtnicn feine „weißen Eskimos" anfgefunben hat, ja einige kf. Die Pariser Nationalbibliothek mit ihren drei Millionen Bänden wetteifert mit der Bibliothek des British Museum in London um den Ruhm, die reichste Büchersammlung der Well zu sein. Diesen Ruhm mag sie wohl auch verdienen, aber wenn man hinter die Kuliisen der berühmten Pariser Bibliothek schaut, so bieten sich doch allerlei merkwürdige lieber* raschungen. Tie ungeheure Zahl der in der Nationalbibliothek ausbewahrten Bücher sinkt nämlich wesentlich herab, wenn man sich den dort altüberlieferten Brauch vergegenwärtigt, Neuauflagen und Neudrucke derselben Werke in unbegrenzter Zahl in die Büchersächer aufzunehmen und dort auszubewahren. So ist B. der Roman „Tie Million" von Jules Claretie in nicht .reuiger als 36 verschideneu Auflagen vorhanden. Boileau tritt mit 1000 Werken an, und die Ausgaben der Werke Balzacs stellen eine Bibliothek von 1500 Bänden dar. Es gibt eigenartige Spezialwerke, die kaum jemals verlangt werden, z. B. einen Dictionaire de la Gendarmerie: dies Werk hat seinerzeit zwölf Ausgaben und achtzehn Neudrucke erlebt und nimmt daher in der Nationalbibliothek einen erheblichen Raum ein. Tie Zahl dieser Fälle ist aber groß, und die Bückreranhäufung ist schließlich >'o planlos geworden, daß eine Reorganisation unvermeidlich (Ein unbekannter pokarvolk. Das Naturgescknchtliche Museum in Network hatte in der nten Hälfte des Jahves 1910 unter der Leitung B. Stefa n n- in s eine Forschungsreise in das Polargebiet Kanadas aus ftudet. Stelannsen behauptet, bei dieser Reise ein unbekanntes dlawolk entdeckt zu haben, und zwar Eskimos, die dem eure stchen Meuschensckstaqe auffallend ähneln und ihm besonders wh ihre Helle Hautfarbe nahe komm en. Einige Mitglieder brr ^.glichen geographischen Gesellschaft Englands, unter ihnen j-emo T. Wei Dill, haben sich nun mit Stesannsen in Ber it>ung setzen lönnen und sind daher, wie der „Standard" an k, in der Lage, nähere Mitteilungen über dieses unbekannte ferung. Kleinbäuserberg» versteigen: ück mit 25 tzstm. i heiler und -luvk. GaNenvivsten on 30, ftieiern 11. ftu ’fetn 50. Reift .0, Lärchen 40, RtH ), Sieiern und (}tH iana an der firtig rmtllagS 9Vi Uft I währt, traf diesen bereits in Agonie. Nur kurze Zeit, etwa von 1907 bis 1909, hat der Ruhm des österreichischen Bismarck, wie Aehrenthal, der bei Wo legenheit des Annexionsdekrets in den Grafenstand erbe ben wurde, seine Anhänger nannten, unangefochten dage standen. Tann fing der Erzl-orzog-Thronsolger und die Militärpartei, auf die sich Aehrenthal bei der Annexionskrise stützte, an, ihm ihre Gunst zu entziehen, weil er, der die Politik Oestcrreich-üingarns als überzeugter Dreibund anhänger führte, nicht dajur zu haben war, durch eine Ber Itärtung der Grenzgarnisonen Italien vor den Kopf zu stoßen. Das führte schließlich zu der bekannten General- stabskrise (Konrad v. Hötzendorff) um die Wende dieses Jahres, in der Aehrenthal noch einmal Sieger blieb. Bis fn die Zeit seiner Krankheit, ja, sogar noch auf dem Sterbelager selbst, Haden seine Gegner den Grafen Aehrenthal mit ihren giftigen Pfeilen verfolgt. Sie machten ihm, unter dem der Dreibund bis zum Jahre 1916 erneuert wurde, zum Vorwurf, daß er die Beziehungen zwi- l'dycn Lesterreich-Ungarn und Deutschland nicht genügend pflege. Das stimmt ja insofern, als Graf Aehrenthal — ein kühler Rechner — Deutschland gegenüber jeden warmen Herzenston vermissen ließ, wie er z. B. dem Fürsten Bülow Oesterreich-Ungarn gegenüber stets zu Gebote stand. Das stimmt auch insoweit, als er während der Maroilokrise vor den Delegationen das Desinteressement Lesterreich-Ungarns an einem deutsch-enalisch-franzchischen Kriege erklärte. Aber darum kann man den Grasen Aelxrenthal nicht der Unfreundlichkeit gegen Deutschland zeihen. Er wußte, daß, wenn der easus foederis wirklich gegeben, Deutschland also noch von Rußland angegriffen worden wäre, die beiden zlaisermächte sich auch ohne überschwengliche Aeußerungen aufeinander verlassen konnten. Deshalb lag ihm mehr daran, Italien beim Dreibunde festzuhalten. Und das ist ihm auch, als wegen der italienischen Schiffe in der Adria in Oesterreich-Ungarn die Wogen der Entrüstung hoch gingen, gelungen. Seine Gegner machen ihm aber weiter die schlechten Beziehungen zu Rußland zum Vorwurf. Ja, sind diese nicht ganz naturgemäß aus der Annexionskrise herzuleiten, und .Zur lommtrJ ebQw 1 famiiifr | Saatwarei •pUQl- roie&tJfl äs« " voneilhaii^M -amcnivtjia^ I le«nr. Hab ■; flitiftraSt u I Tclevbon M'W lonoetLtüuittfJ lalog gratis gelebt, so z. B. annähernd 400 europäische Seeleute, die der Expedition Sir John Franklin angehörten. Daß sich hierbei Weiße mit den Eskimos verrnisckt haben, ist durchaus möglich. Dagegen spricht nur, daß die Ueberliefetung der „weißen Eskimos" von Europäern durchaus nichts weiß, und ebenso ist es kaum denkbar, daß die europäischen Kenntnisse verloren gegangen sein sollen, die die Europäer doch zweifellos mitgebracht haben, Mel- rill hat mit Sicherheft festgestellt, daß die „weißen Eskimos" als inzige Waffen Pfeil, Bogen und Spieße keimen, wobei als Spitzen zehärnrnertes, nicht geschmiedetes Kupfer verwendet wird, daß auch sonst zu Werkzeugen bient. Alle Kleidungsstücke der „tocifeen Eskimos" werden aus Rentier- und Seehundfell hergestellt, das Haushaltsgerät beliebt aus Holz, Horn des Moschusochsens und weichen Steinarten. Um dieses Rätsel der „weißen Eskimos" zu ergründm, ist gegenwärtig I. Hornby, ebenfalls ein Mitglied der König!. Geographischen Gesellschaft in Kanada, ber sich vielleicht mit Stesannsen oder dem französischen Eskimomissionar Lvuvier zu gemeinsamer Tätigkeit verbunden hat, bemüht. largarlt. r aus fit. RobmnI itfeftoftbar - relikatef,?^ « - Prima ;a 1 - Colonia 6,H * K 6.M rfb. in ^olttoDiaii; lägt frisch froidiH hme Adolf Um obbandl, Jleufii» MFesWL ,35 FsM. se-4-iFsm. rn. 12^3 SN- 23,91 Fsw. 43,43 ZN- :ett. 2,79 FN- 5,11 FN- 2,66 FM 4,89 FN" ment wtb (tattfiltW "■ ,nt und KlaN 5. Febr. < ■ei Daubring^ r. — Ter Dichterwettstreit am Hofe des Mikado. Der große Wettstreit in Neujahrsdichtungen, ber alljährlich am japanischen Kaiserhofe abgehalten wird, hat nun stattgefunden. Ter Mikado bestimmt jedesmal das Thema eines Gedichts und jedem japanischen Untenan steht es frei, sich bann zu versuchen. In diesem Jahre wählte der Kaiser als Thema „Ein Kranich auf einer Kiefer" und das Richterkollegium, das die einlaufenden Dichtungen prüft und sondert, hat ein stattliches Werk hinter sich, denn nicht weniger als 29 353 Gedichte über den Kranich aus dem Kieierbaume wurden eingereicht. 58 davon kamen in die engere Wahl und 21 wurden schließlich feierlich im Kaiserschlosse verlesen. Doch außer diesen 21 Variationen über das gleiche Thema wurden auch die Gedichte der Hofdickter, die des Großkanzlers und ber hohen Staatsbeamten und die Verse von Mitgliedern der kaiserlichen Familie rezitiert. Ter feierliche Akt schloß mit der Verlesung des (sKdichtes der Kaiserin, das dreimal Borg (tragen wurde und mit dem des Mikado. Tie Verse des Mikado wurden von ben Hofrezitatoren fünfmal verlesen, während die prächtige Versammlung achtungsvoll mit gesenkten Häuptern lauscht. Auch aus dem AuSlande waren zahlreiche Tötungen eingetroffen, sowohl aus Europa wie aus fast allen Ländern des fernen Ostens. Zur Siegerin in dem Wettbewerb wurde schließlich die Baronin Sono erklärt, die crjtc Hofdame der Kaiserin. Tie Wahl des Themas hat übrigens bei japanischen Naturforschern Anlaß zu mannigfachen Erörterungen gegeben, denn die Zoologen machen geltend, daß der Kranich sich niemals auf einer Kiefer niederzulassen pflegt. kf. Englische Frauen, die gegen amerika - nischen Tabak eingetauscht werden. Eine englische Wochenschrift hat einen Brief vom 12. August 1621 ausgegraben, den ein englisches Schiff nach Der Neuen Welt beförderte. Dieser Briet enthält folgende Worte „Anbei erhalten Sie eine Witwe und 11 Jungfrauen als Frauen tüt die Bevölkerung von Virginien. Bei ihrer Auswahl ist besondere Sorgfalt angewendet worden, denn sie sind alle nur auf Grund von Empfehlungen zugelassen nwrden: außerdem sind noch beinahe 50 vorhanden, die auch bereit sind zu fahren. Als Gegcmleistung für diese Beförderung wird verlangt,, daß jeder Mann, der eine von ihnen heiratet, 100 Pfund besten Tabak schickt. „Wie man hieraus entnehmen kann, handelt es sich nicht um wirklichen Menschenhandel, fonbern nur um eine etwas merkwürdige Form von Heiratsvermittlung, wie sie ja auch z. T. in unserem Kolonialleben nicht fremb ist. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Bonn ist der Hygieniker Professor Finkler im Alter von 59 Jahren gestorben. ’ö°ttflbeiDi.S W^olk zu machen. I Tie „weißen Eskimos" stehen durchaus ntdyt rm Zusammen Arge mit den eigentlichen Eskimovölkern, die ethnologisch reck'. «U bekannt sind. Stefannfen hat sie zwischen dem großen TNrcnfcc und dem Coppermine River autgchinben und sie bahr. *1 ooppermme-River-Eskimos bezeichnet. Stefannsen selbst frn tr einen Stamm solcher weißen Eskimos mft europäischen G< ifsyiqcn kennen gelernt, aber von diesen gehört, daß weiter ,|p6b ganz ähnliche Eskimos zu finden seien. Nach ihrer ■ tad-e, ihren Waffen und Werkzeugen, ihren sttten und G >■ tecitcn, selbst nach ihren Sagen und Ueberliefeniugen, unter !; wen sie sich von den anderen Eskimovölkern nickst. Für b:c - niologcn ist es nun vorläufig ein ungelöstes Rätsel, wie dieser Wüjnlidje Menschenschlag, der viel von den Eskimos, aber auch von europäischen Volkern an sich hat, zu erklären fet o1 Melvil feststellen konnte, batten diese „weißen Eskrmos ir davoir gehört, baß im Alden „weiße Menschen" lebten, bu ätzen Eskrmos" jedoch), mit denen Melvill selbst zusammen i )mincn ist. haben dies immer für ein Märchen gehaltert. Melvill i streikst die weißen Eskimos fast genau so, wie Stesannsen fic ! her geschildert hat: sie haben straffes Mongolenhaar, aber V Vi Helle Gesichtsfarbe, ja die Gesichtsfarbe soll so hell sein die Eskimobiener der Stefannssck'.n Forschungsexpedilion i< k verschlagene europäische Walsischiäger hielten, ald sie ihrer "T ansichtig wurden. BielleicÄ fonrmt diese Erklärung der • Arbeit ziemlich nahe. Melvill selbst glaubt nickt, baß die >nßen Eskinws" wie einige Ethnologen wollen, die Nachkommen £ §!onvegerkolonie auf Grönland seien, die in ber Mitte des f Jahrhunderts unterging, sondern er hält es für wahr schein pm, daß es sich um ein Misckwolk handelt, und hierfür laß: V manches Beweismaterial beibringen: In der Mitte des neun das umso mehr, als Graf Aehrenthal den damaligen ruf ft dfen Minister des Auswärtigen, Jswolsli, bei einer Zu ammenlunft auf dem Schlosse von Buchlau so hereingeleg hatte, baß Rußland die Annexion Bosniens und der Herzegowina durch Oesterreich-Ungarn um den Preis der Lei' nung der Dardanellen zugesiand. Dadurch kam Rutzlau in eine recht üble Lage gegenüber den Balkanslaoen und erlitt so eine diplomatische schlapp.' Oesterreich Ungarn uni Graf Aehrenthal dagegen triumphierten. Denn mag auc. Rußland in letzter Linie durch die Erklärung des deutsche: Botschasters in Petersburg, Grafen Pourtalös (März 1901 davon abgehalten worden sein, sein Schwert für die Ser ontenegriner in die Wagschale zu werfen: Oester reich-Ungarn war in eine aktive Lrientpolitik eingctreicn die mit dem Gewinn zweier neuer Provinzen und mit eine Vergrößerung seines Ansehens unter den Mächten endete Das ist die Großtat im Leben des jetzt im 57. Lebensjahre verstorbenen Ministers des Auswärtigen, die ihm trotz der hohen Kosten, die sie Oesterreick)-Ungarn ausbür bete, sein Meifer bis zur letzten stunde gebankt hat, in- bem er erklärte, sich von ihm als Minister niemals trennen zu wollen. Unb so ist es auch gekommen. Denn bas Hand schreiben Kaiser Jranz Josephs, in dem er bem Grafen Aehrenthal feinen Rücktritt unter höchster Auszeichnung ge nbelte man dem Grafen Aehrenthal nicht zu, alö er Tner- •ei Rußland in einer Weise düpiert', die ihresgleichen suchte, und alS Gewinn Bosnien und die Herzegowina heimbrachte? lud jetzt? Es ist noch die Arbeit A.hrenthals, wenn die slerreick isch-russischen Beziehungen sich in letzter Zeit merk- ich gebessert haben und ein rujsischer Großfürst vor kurzem m der Wiener Ho bürg als Gast wellen konnte. AehrenlhalS Voraussicht, daß Rußland schließlich doch eine Anlehnung an Oesterreich-Ungarn suchen mürbe^ hat jedenfalls gestimmt, aiib es berührt geradezu tragisch, baß er nun nicht mehr )ie Fäden dieser Annäherung weitexjpinnen kann. Tie Aufrechterhaltung des Dreibundes und die Wieder- l ersteilung eines guten Verhältnisses zu Rußland sind das lolittsche Testament des Grafen Aehrenthal, dessen Aus- ührung durch seinen Nachfolger, den Grafen B e r ch t h o l d, i-m^so gesicherter ist, als der alte Kaiser es als fcineit Willen bezeichnet hat, baß die Aehrenlkfalsche Politik fortgesetzt Derbe. Soweit bas die Verständigung mit Rußland an» »etrifft, ist wohl dazu feiner geeigneter, als Graf Berchlhold, >er von 1900 bis März 1911 in Petersburg Botschafter uar, dann sich auf seine Güter in Ungarn und Mähren ^urückzog, vom Grasen Aehrenthal aber in letzter Zeit wiederholt zu geheimnisvollen Reisen nach Petersburg benutzt wurde. Graf Bkrchthold Hal also die Annäherung zwischen Wien und Petersburg vorbereiten helfen und ist deshalb trotz seines relativ jugendlichen Alters von 49 Jahren der berufene Mann, die österreichisch-russische Verstäw bigung auch zu Ende zu führen. Der Kaifcr und das Rcichstagspräsidium. Die „Kölnische Zeitung" meldet: „Der Kaiser hat es abgelehnt, das Reichstagspräsidium zu empfangen. Der Präsident und der zwette Vizepräsident hatten um diesen Empfang nackfgesucht. Der Kaiser hat aber den Empfang dieses unvollständigen Präsidiums abgelehnt. Die Angelegenheit ist als eine persönliche Sache des Kaisers aufzufassen, was schon daraus hervorgeht, baß der Bescheid durch das Oberhofmarschallamt ergangen ist" Die Frage der Wahl eines Sozialdemokraten ins Reichs- tagspräsldiurn war bisher nicht akut geworden, da die so- Kaldemorratiscke Partei, die zwar gemäß ihrer Stärke oft genug Anspruch auf eine Vertretung im Präsidium gehabt hätte, diese aus doktrinären Gründen immer ablehnte. Es handelt sich dabei um die sogenannten höfischen Verpflichtungen, also vor allem um die persönliche Anzeige im kaiserlichen Schloß, daß der Reichstag sich konstituiert habe, und um die Teilnahme an gewissen Hoffestlichkeiten. Von diesen Repräsentationspslichten ist zwar in der Reichsver- fassung nicht die Rede: es handelt sich hier nur um die Ausübung eines durch eine 40jährige Tradition geheiligten Brauches. Und wenn die Sozialdemokratie auf die Vertretung im Präsidium verzichtete, weil sie in diesen Repräsentationspflichten die Anerteirnung der Monarchie sah, so war das eben ein Doktrinarismus, eine agitatorische Kinderei. Aber die Zeiten ändern sich. Wie es in Süddeutschland, z. B. im Landtagspräsidium von Elsaß-Lothrinaen, Baden usw., schon jetzt Sozialdemokraten gibt, die auch „zu Hofe gehen", so brachte es die Lage bei den letzten Reichstagswahlen mit sich, baß die Sl^ialdemokratie auch im Rerche auf eine Vertretung im Präsibium des Parlamentes drang. Gras Aehrenthal f. Wien, 17. Febr. Der Minister des Aeußern, Gras -Mn Aehrenthal, ist heute abend 9 Uhr 45 Minuten g c Horben. An dem Sterbelager anwesend waren die bei in Brüder, mehrere Verwandte, ferner die Sektionsck>efs H Ministers des Aeußern und andere Herren des Mzni Rrriums. [ Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht nachstehendes Handschreiben: j „Lieber Graf Achrcnthal! In Würdigung des Umstandes, gtai :Mcksich1en auf Ihren Gesundheitszustand Sie zu meinem Mdcstesten Bedauern veranlassen, die Enthebung vorn Amte des ■Knittert meines Hauses und des Aeußeren zu erbitten, ge Kbmige ich in Gnaden die von Ihnen erbetene Enthchtmg. Bei Krem Anlasse finde ich mich bestimmt. Sie meines ungesckfmälerten ■rrtrauene nick t nur in Ihre Person, sondern auck in die Politik K versichern, l Verhältnissen mit um r Initiative verfolgten und die Ihnen eine bleiben . Mrcnde Erinnerung fidicrt. Zugleich spreche ich Ihnen für Ihre Keuen ausgezeichneten Dienste, die Sie mir, meinem Hause und i Irt Monarchie in aufopferirder Weise geleistet haben, meine volle Bhctfcnnunn und meinen wärmsten Dank aus. Zum Zeick>en inner fortdauernden Gewogenheit verleihe ick) Ihnen die Bril ° knien zum Großkreuz meines St. Stepl-ansordens Wien, 17. Febr. Der neue Minister des Aeußern, •raf Berchtold, wird am Montag vormittag vom Kaiser fcdbiflt. i Was man lange befürchtete, ist nun eingetreten. Graf Hßebrenthal, der Leiter der auswärtigen österreichisch-un Mtischen Politik, ist seinem schweren Leiden (Scufacmir Wegen, das ihn schon anfangs dieses Jahres zwang, einen Htlbjährigen >irankl)eitsurlaub nachzusuchen. Mau mag Wer die Persönlichkeit des Grafen Alois Lexa von Aehrcn Wal. der einer ursprünglich israelitischen Familie entstammt, buten, wie man will, an bem Politiker hat Oesterreich Inqorn gerabc jetzt, wo sich eine Annäherung an Ruß land vorbereitet, vielleicht viel verloren. Denn mit Par fett des Petersburger Hoflebcns aus seiner bortigen Bor schafrerreit (1899—1906) auss engste vertrant, war er es, «st dessen Hilfe der damalige Minister des Auswärtigen, traf Goluckfowski, bas Mürzstegcr Abkommen über Maze Knien (1903 )mit Rußland abschließen konnte. Auch machte Äaron Aehrenthal, als er auf Empfehlung deA Thronfolgers, tncherzogS Franz Ferdinand, im Oktober 1906 in das Wiinsterium des Auswärtigen am Ballhausplatz überfie- ■te, keinen Hehl daraus, daß er dieses Mkommen zu einer Kitcnte erweitern, ja, vielleicht das alte Dreikaiserbündnis litu erstehen lassen wolle. Aber daraus wurde nichts. Denn Rußland hatte sich dem Liebeswerben König Eduards VII. nicht verschließen tonnen und bei der Begegnung von Reval ein Ententever- Mlinis mit England über Zentralasien eingeleitet, über bi- die österreichisch-russische Freundschaft in Rücksicht auf die gegen Deutsckstand damals betriebene Einkreisungspolitik ii die Brüche gehen mußte. Aehrenthal sah ein, daß er d:: Schwergewicht Oesterreich-Ungarns anders zur Gelting bringen mußte, als durch eine Annäherung an Ruß- Iinb, unb unternahm burch das Projekt der Sandschakbahn en ii Vorstoß in die Balkanwirrnis. Das führte zum end- altigen Bruch zwischen Oesterreich und Rußland und mußte geworden ist. Diese Reorganisation ist jetzt beschlossene Sache: ... ___________________o—. __________ man wftl in die Bücherbeitände etwas Logik hineinbringen und innen Jahrhunderts haben eine ganze Anzahl größerer euro iie auch durchforsten, um Ueberflüniges loszuwerden. Was den —-—<■■*. - ■ — 1 J--- -*• k—n i akalog der Pariser Nationalbibliothek angeht, so ist sein Ab- : | diluß, wenn die Zahl der Mftarbefter daran nicht vervielfältigt ihnen haben mehrere Winter hindurch zwischen ben Eskimos' wird, nicht vor dem Jahre 2000 zu erwarten! Montag, 19. Zebniar 1912 Erster Blatt 162. Jahrgang Vtznq«vrel»: monnllicbTj VUoiertel- jährlid) Dkt. 2.20. durch ’lbbole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Bost Pft.2.— vierlcl- iäbrt. auSschü BeifeUa. Zeilenoreis: lokal IbPi^ ausivan- 20 BKnmq. 6 lieiredakteur: A Goetz. Peranlivorftich für den politftcheu Teil: August Goeg; für .Jeutlle- lon'. .Peninschles' und ,Genckus>aai": R. 9leu- ratlr. iilt »Stabt und Land": E.Hes; <üt den Auzetgenteck: H. Beck. VI. 42 ,r «letzener »nzelger ( jpeml taglick. außer tenntane. - Beilagen: iprmnl wöcheuittch (ltrnr«ramilifnb!l ver »tinnlmöd)fntl.Krofe zu gehen, wenn der erste Präsident verhindert sei, und daß er auch in diesem Falle das Kaiserhoch inr Reichstage ausbringen wolle. Das deutet auf eine Häutung der Sozialdemokratie in dieser Frage hin, und wenn Bebel dann noch hinzufügt, er könne feine bindenden Versprechungen dahin abgeben, daß die sozialdemokratischen Abgeordneten nicht auch jetzt vor der Ausbringung des Karserhochs den Sitzungssaal fluchtartig verlassen würden, da man die einzelnen doch nicht dazu bewegen könnte, so .zeigt das zum mindesten, daß auch diese Frage, deren Beantwortung bisher für die Sozialdemokratie bei ihrem Haß /gegen die Monarchie selbstverständlich war, jetzt im sozialdemokratischen Lager zur Debatte steht. Für die bürgerlichen nationalen Parteien ist es natürlich keineswegs angenehn«, einen Vertreter der roten Internationale im Reichstagspräsidium zu wissen. Wäre Dr. Spahn Präsident und Dr Paasche zweiter Vizepräsident »geblieben, so wäre das Präsidium so in der Wolle gefärbt gewesen, daß von Rot wenig zum Vorschein kam. Jetzt, wo der Fortschritt die Präsidentenstelle mit dem Abgeordneten der Fortschritt die Präsidentenstelle mit dem Abg. Kämpf und die ziveite Vizepräsidentenstelle mit dem Abg. Dove besetzt hat, ist bei der numerischen Schwäche der Fortschrittlichen Voltspartei gegenüber der Sozialdemokratie das Reichstagspräsidium ein rotes und dürfte den Reichstag kaum bis zur definitiven Präsidiumswahl nach etwa drei Wochen arbeitsfähig erhalten. Und dazu tritt leider noch die Tatsache, daß der erste Vizepräsident, der Sozialdemokrat Scheidemann, dem Hause Hoyenzollem gegenüber vor mehreren Jahren Beschuldigungen erhoben hat, die in der Verallgemeinerung, in der er sie vorbrachte, keineswegs zu- tresfen. Das jetzige Präsidium wird damit nicht nur zu einem roten, sondern bedeutet direkt eine Brüskierung unseres Kaiserhauses. Die sozialdemokratische Parteileitung -hätte — und das berührt angenehm, wofern es zutrifft — Herrn Scheidemann nicht für die Wahl zum ersten Vizepräsidenten aufgestellt, wenn sie an seine Aeußerung vom Jahre 1905 (Bei den Hohenzollern ist der Wortbruch eine geheiligte Tradition) gedacht hätte, sondern hätte vielmehr an der Kandidatur Dietz festgehalten. Trotz der Bereitwilligkeit der Sozialdemokratie, die Repräsentationspflichten zu übernehmen, trotz dieser Entschuldigung und trotz der Erklärung des sozialdemokratischen "Abgeordneten Frank, die Arbeitsfähigkeit des Reichstags bis zur definitiven Präsidiumswahl sicherzustellen, kann man es Kaiser Wilhelm nicht verdenken, wenn er den Empfang des jetzigen Reichstagspräsidiums im Schlosse abgelehnt hat. Daß dabei die Persönlichkeit des Abgeordneten Kämpf als Reichstagspräsident, der dem Kaiser die Konstituierung des Reichstags allein anzeigen könnte, eine Rolle spielt, halten wir für ausgeschlossen. Soll sich doch Kaiser Wilhelm für die Wahl Kämpss im Schloßbezirk persönlich eingesetzt haben. Vielmehr wird man, wenn man die Verherrlichung berücksichtigt, die der Kaiser seinen Ahnen zuteil werden läßt, in der Zugehörigkeit Scheidemanns zum Präsidium 'den ersten und in oer Tatsache, daß dieses Präsidium nach brei Wochen wahrscheinlich einem anderen weichen wird, den zweiten Grund für die kaiserliche Ablehnung zu erblicken haben. Der Stapellauf Des Linienschiffes Ersatz Odin. Kiel, 17. Febr. Heute mittag 12 Uhr ist auf der /Gerrnaniawerfl in Gegenwart des Kaisers, des Prinzen Ludwig und der Prinzessin Therese von B a v e r n das Linienschiff „Enatz jübtn" glücklich von Stapel gelaufen. Tie Taufrebe be8 Prinzen Lubwig. Prinz Ludwig von Bayern hielt folgende Taufrede: Euere jöoiserliche und Königliche Majestät! 'Es ist heute >daS dritte Mal, daß cs nur, der gütigen Einladung Euerer Majestät folgend, vergönnt ist, dem Stapellaus eines Euerer Maje- Ität Schiffe beizuwohnen. Das erstemal toar es in Stettin beim Stapellan« des Kreuzers, nunmehrigen Schufschisfes Hertha, das zwcitcmal in Bremen beim Stapel laufe des Kreuzers München und das drittemal ist es hier in dem aus einem selten guten Naturhafen durch die Mühewaltung der Kaiserlichen Marine iu einen erstklassigen umgewandellen Kriegshosen Kiel, beim Stapellaufe eines Linienschiffes. Was dem heutigen Feste iseine besondere Weihe verleiht, ist, daß es Euere Majestät,durch Höchst ihre persönliche Gegenwatt verherr lichen und daß Euere i Majestät bestimmt haben, das; das Schiff einen Namen führe, «der jedem Bayern, ia jedem Deutsckren teuer ist: den Namen „Prinz Regent Luitpold". Euere Majestät erweisen dadurch meinem hohen Vater eine seltene Ehre, mir aber — das darf ich wohl bi hau lüg en eine große Freude. Mein hoher Vater gedenkt dieser Stunde mit seinen Segenstvüuschen für das Schiff, für die ganze Kaiserliche Marine und ganz besvrcherö für deren obersten Kriegsherrn, Euere Majestät. Er nimmt innigsten Anteil an dem Erstarken der Kaiserlichen Marine und dem Aufblühen der deutschen Interessen über See, welche letztere zu schützen und zu fördern auch eine Ausgabe der ersteren ist. Se K. H. der Prinzregent twn Bai>ern, der, ungebeugt durch sein hohes Atter, Rücksckrau hält aus die vier Jahrzehnte des neuen Teutschen Reiches ist einer der wenigen unter uns, die in der Recke des Mannesalters den großen Ereignissen nabe- gestanden, die. diesen neuen Abschnitt in der Geschichte des deutschen Volkes eingtieitet haben Sein Herz, das in Wärme für alles schlägt, Ium.' die Grüße und die Wohlfahrt des Reiches betrifft, tft voll Glauben uub Lossen für des Reiches 3 u -* Fünft, die das Zusammenwirken der in Treue verbündeten deutschen Fürsten und Staaten verbürgt. Du stolzes Schiff wirst dick, wohin immer von dem« in Kaiserlichen ft ernt uim -Lckuitze deutscher Ehre und »iuii Schirme deutscher Interessen u-whien — Ki es un Frieden, den uns Gott recht lange erhalten möge, sei es tm Kriege, den wir nicht fürchten — deines hoben Paten, dessen Namen bu trägst, stets würdig erweisen. Deine Besatzung wird immer eingedenk sein des Wahtspruches des PrinzregeiUen, der auch der des ersten bäuerischen Ordens, des Hubettusordens, ist und den jeder bayerische Soldat als. Helmschmuck trägt, des Wahl- spruches: In Treue fest! Im Anschluß oaran taufte Prinzessin Therese von Bayern das Linienschift auf den Namen „Prinz-Regent Luitpold". Kiel, 17. Febr Ter Kaiser ergriff' bei der heutigen Frühstückstafel im Königlichen Schloß das Dort und trank auf das Wohl des Prinzregenten Luitpold, indem er diesem seinen wärmsten Tank für die Entsendung eines nahen Anverwandten zur Taufe des Linienschiffes aussprach. Die Devise auf dem bayerischen Wappen am Bug des Schiffes „in Treue fest" werde der Besatzung des Schiffes stets als Richtschnur ihres Handelns dienen; sie sei aber auch ein Wahrzeichen der deutschen Fürsten und Stämme, welche im Teutsck-en Reiche in fester Treue vereint feien. Prinz Ludwig dankte sogleich und trank auf das Wohl des .Kaisers. Abends sand an Bord des Flaggschiffes „Deutschland" Abendtafel bei dem Kaiser statt an welcher Prinz Ludwig teilnahm. Der Kaiser verlieh dem Prinzen Ludwig die Kette zum Schwarzen Adlerorden, der Prinzessin Therese den Luisenorden mit der Jahreszahl 1813/14. Die Revolution in China. Eharbin, 17. Febr. In der angrenzenden chinesischen Stadt Fudsjadjan drangen heute morgen 6 00 bewaffnete Revolutionäre in das Regierungsgebäude, erklärten, die Behörden feien vom Volke zu wählen, verhafteten den Bezirkschef, verlangten die Auslieferung der Kasse, der Dokumente und aller Akten. Tie Wache und die Pvlizeitruppen, hegen 600 Mann, leisteten Widerstand. Der in Eharbin wohnende Taotai suchte mit den Revolutionäreti zu verhandeln, um Unruhen zu verhindern, die durch die Freilassung der Sträflinge entstehen könnten. Mukden, 17. Febr. Nach 27stündigem, heftigem Kampf besetzten die Revolutionäre nachmittags die Stadt Tel ine. vom italienisch türkischen Kriegsschauplatz. London, 17. Febr. Ein Kriegsschiff beschoß heute früh die türkis chen Forts in der Nähe von Perim zwei Stunden. Es dampfte dann in nördlicher Richtung ab. Trip o lis, 17. Febr. (Agenzia Stefani.) Die allgemeine Sage ist unverändert. Es kommen noch immer zahlreiche Flüchtlinge aus Azizia und Benghasi an, die bestätigen, daß im türkischen Lager Krankheiten herrschen. Konstantinopel, 19. Febr. Jrn hies. Auswärtigen Amt wird von offizieller Seite versichert, die Pfotte habe Informationen erhalten, wonach Oesterreich-Ungarn und Rußland gewillt seien, keinerlei Veränderungen des Statusquo aus dem Balkan oder Komplikationen in diesem Gebiete zu dulden. Sie würden, wenn nötig, selbst mit den Waffen, diese Forderung aufrechterhalten. Deutsche Kolonie«. Daressalam, 18. Febr. Gestern wurde das Urteil des Kaiserlichen Obergerichtes in der Berufungssache des F r e i h e r r n v. Wächter, dem früheren Referenten des Gouverneurs, verkündet, v. Wächter war wegen Meineides angeklagt und in der ersten Instanz zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er wurde gestern freigcsprochen und die Kosten der Staatskasse auserlcgt. Qcer und Flotte. Außer dem Kaisermanövcr, das sich an der mittleren Mulde zwischen Merseburg und Torgau abspiclen dürfte, werden in diesem Jahre noch im Osten und Süden des Reiches große Truppenübungen abgehalten werden und zwar sollen voraussichtlich im Netzedistrikt das 2. Pommerschc Armeekorps gegen das 1. Westpreußischc Armeekorps unter der Oberleitung des Gencralfeldmarschalls von der Goltz sowie zwei bayerische Armeekorps vor dem Armeeinspektor Prinz Leopold von Bayern je an zwei Tagen gegeiinnander fechten. Deutsches Neich. In Berlin ivurde am Samstaa in einer Versammlung von Mitgliedeim der deutschen Bank-, Industrie- und Handelswelt der deutsch-brasilianische Handelsverband gegründet. Tie anwesenden Herren erster deutscher Firmen erklärten sich einstimmig für die Errichtung eines derartigen Verbandes, dessen Bestehen durch Entgegenkommen der deutschen Reichsbehörden und eines Vertreters der brasilianischen Regierung in Berlin unterstützt wird. Zu Mitgliedern des Vorstandes wurden gewählt u .a. Exzellenz General v. Alten, der Vorsitzende der Deutjch-Süd- amerikanischen Gesellschaft; ferner Maschke, der in Brasilien seit langem wirtschaftlich betätigt ist, Georgius, Vertreter der deutschen Exportfirma Theodor Wille, Konsul Heinz. Arn heutigen Montag beginnen in Berl in die Ve r s a m m » hingen der großen landwirt schaftlichen Organisationen, des Bundes der Landwirte, der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, der ^Bereinigung der Steuer- und Wirtschaftsreformer und der zahlreichen Reichs- und Landesverbände für die verschiedensten Berufszweige. Das Wolffsche Bureau schreibt: Geleitet von dem Wunsche, im Interesse des heimischen Gewerbefleißes eine engere Verbindung zwisckfen dem deutschen Handelstag und der ständischen Ausstelkung'skommrs- iion für die deutsche Industrie auf dem Gebiete des Ausstellungswesens herbeizüführen, ist zwischen beiden Körperschaften eine Vereinbarung getroffen worden, der- Aufolge der deutsche Handelstag in die Kommission zwei ständige Vertreter entsendet, und zivar den Präsidcntenl Kämpf und den Generalsekretär Dr. Soetbeer. Der Zusammentritt einer Sachverständigenkommission zur Schaffung einer deutschen Einheitskurzschrift, der bereits im vorigen Jahre in Aussicht genommen worden war, wird endlich am 11. und 12. März erfolgen. An dieser Konferenz werden 23 Sachverständige teilnehmen. Wie verlautet, besteht keine große Aussicht auf eine Bereinigung der bestehenden Systeme. Tie Gründe sind mannigfaltiger Art. Es scheint, daß keines der bekannteren Systeme hinter den anderen zurückgestellt zu werden wünscht. Ausland In Teheran erhält sich das Gerücht, daß der Ex schah nicht bereit sei, die Apanage von 50 000 Ternans anzunehmen unb unter Verzicht auf seine Thronrechte Persien zu verlassen. Weitere Meldungen besagen, er soll ein großes Heer sammeln, um im Frühjahr gegen Teheran zu ziehen. Tie Regierung beabsichtigt nun, ein neues Parlament einzuberusen, um eine Anleihe zu ermöglichen. KurncDal in Gietzen. Gießen, 16. Februar. Am Samstag nachmittag wurde unter starker Beteiligung der ganzen Bevölkerung, soiocit sie etwas für Humor übrig hat, der Prinz Karneval in leine neue Residenz Hießen geleitet. Um der *' In Audienz empfangen wurde am Sam-lL vom Großherzog u. a. Pros. Dr. von Fronqu« Direktor der Universitäts-Frauenklinik in Gießen. •• Stadttheater. Die Spieldauer der Mittwoch-Vo:'' stellung von .Julius Gä fa r* ist im letzten Wochen-spie plan durch einen Druckfehler falsch angegeben wordcn. To» 7in Betrac Zander Aunig ver ur N'triebin S leit Aef Werdenden I;nb s MM LMZ dem prinzlichen Gefolge einberi Prinzengarde - Feldattillerie und u* ..nliliwe den - > - tugi" * w« i* ms garde-Jnfanterie (Männer Turnverein), woraus der pr Karl Stückrath gestiftete von der Firma des Prinzen mit Es folgte die 3 Uhr 30 Min. wurd? die Tollttät und ihr Gefolge im Late Kühne von seinem Stadtkommandanten, den Vorsitzenden de- Geschäftsführenden dlusschusses und der Zugkommiision empfangen" und hielt dann in goldener Karosse seinen Umzug durch die 3taht um dann in seinem Palais, dem Hotel Großherzog von bch-, abzusteigen. Eine stunde später hielten die Rekruten ibrtn ümju. in der Beste Gießen und leisteten vor der 2tabt[ommai:>j tm' den Treueid. Am Abend fand dann ein Fackelzug statt, btr i f: nach dem Palais des Pttnzen und der Wohnung des Präs wenn, des Geschäftssührenden Ausschuiies bewegte. Nach der Tafel br suchte der Prinz die - Veranstaltungen einiger Vereine. Am Sonntag früh hat der Prinz mit seinem Gefolge vor b-:n Theater die Parade der (Warben abgenommen und im Anschl»i daran wurden die verschiedenen Ernennungen und Auszeichnung t vollzogen. Darnach fand kleine Hof täfel statt, woran sich Aussadtt zum Karnevalzug anschloß. Mit der üblichen Verspätung setzte sich nach i »3 Uhr br Karnevalzug von Oswalds Garten aus in Bewegung 'tü die kurze Zeit der Vorbereitung, die dem Zugausschuß zur ttr fügung gestanden hatte, ist der Zug recht gut ausgefallen trug vor allem die Mithilfe der zahlreichen Vereine und Ein.n Personen bei, die sich an dem seit vielen Jahren hier ritt- mehr gewesenen öffentlichen Karnevalstreiben beteiligten. Maiup glückliche Idee allgemeiner oder lokaler Natur war in dem dargestellt, fast zu viel des Guten, so daß vielleicht mehr gewesen wäre. Bei wenigen Gruppen wäre vielleichi bv Durcharbeitung der einzelnen dargestellten Vorgänge besser my sinnfälliger möglich gewesen und wenn auf einzelnen bie Zahl der Personen nicht so groß gewesen wäre, hätte bet behandelte Gegenstand bei der raschen Dorübertahtt besser gesehen werde können. Aber von diesen kleinen Ausstellungen ab gesehen, kann gesagt werden, daß der Zug wohl gelungen war unwohl allen Zuschauern viel Freude bereitet hat. Und Zuschuß waren in Menge da. Ganz Gießm war auf den Beinen wu> aus der Umgegend waren tausende hierhergeströmt, um sich an br- in Aussicht gestellten Herrlichkeiten zu erfreuen. Nun zu den Einzelheiten. Zunächst machten zwei maschinen dem Geist der dtarrheit saubre Bahn, worauf Lat anzünder die Gaslatemen nicht anzündeten, denn die hier s und recht sunttionierende Fernzündung ist noch nickst für I valistische Veranstaltungen eingerichtet. Dem stolz zu Roß herziehenden Zugmarschall folgten Fanfarenbläser und Hc Die Wallensteiner halten ihre Atusik abgeordnet, worauf die nungsvolle Gießener Jugend als luftige Kleppergarde hinter ibr-n auf einem Schaukelpferd reitenden Major einherzog. Ein pra^ tiger Wagen der Zugkommission eröffnete dann eine ganze Aechr teils humoristischer, teils prächtiger Wagen. Zunächst tarn nt lieber alter Bekannter, ein Omnibus, der angeblich in 111 Jaur eine Reise um die Erde machte. Dann kain der Wagen „flotirr Deutscher", worauf hinter einer .Matrosenkapelle auf einem tneth tigen Wagen Rhein, Main, Mosel und Donau der Lahn cl? dem jüngsten Strom im Karnevalreich huldigten. Die Darftdium eines Lügentisches folgte, worauf auf drei Wagen Anfang, (huv und Moral der Maul- und Klauenseuche in äußerst brajhidxr Form zeigte. Tann kamen die vier vom Bund deutsckfer Karneval vereine gestellten recht hübschen Wagen Fttihling, Sommer, Wertet und Winter, die von anderen Gruppen unterbrochen waren, (fu origineller oberhessisckjer Hochzcitszug war das Werk des schen Gesangvereins, während ein Wagen dem G..... geist gewidmet war. Ein sehr hübsch?r Wagen Kinder Fl verdanste der Firma Dietz sein Entstehen. Es folgte eine risttsche Darstellung des Säuglingsh. ims (Verein für Bewegn spiele), ein weiterer schön ausgeschmückter Wagen der Zugko mission, ein Gambrinuswagen und eine Wirtszunit aus 1 (beide von den Brauereien und der Wirtsinnung Gießen', die „Jmpfzwanggegner" ließen es sich nicht nehmen, für i Ideen Stimmung zu madicn. Sehr originell war die Grupp« Jünger Gutenbergs in Tätigkeil" (Verein Typographia'. schönen Wagen schritt das Alphabeth voraus und Extrabl die verteilt wurden, zeigten die Leistungsfähigkeit der hiesigen drucker. Tann huldigte die Philwpsgemeinde dem wieder denen Karneval. Ein geheizter Wintergarten und eine stellung im Kolosseum zogen in rascher Folge vorüber, fcarmon spielbuben ließen ihre Weisen ertönen, woraus ein gebeimmt voller Eselprozeß (Freie Turnerschast) gezeigt wurde zukünftiges Kamevalprinzeßchen zog in goldener Karosse vo dem der Viererzug des Stadtkommandanten «Biindesvräsidn Hcideckcr) folgte. In schmucker Uniform marschierte die Pri gardemusik, der Generalstab der Prinzengarden, und tue Pn' IM Luftschisferabteilung (Turnverein), die ehemalige Bür (Freie Turnerschast), Munitionswagen, Feldpost und Feldapot ein Wagen für Nörgler und unnütze Kritiker, der bezeichnenden leer einhersuhr. Ter Zug bewegte sich von Lswaldsgarten die Neustadt, Bahnhofstraße, Alieestraße, Frankfurter Str Seltersweg, Kreuzvlatz, Sonnenstraße, Kanzleiberg, Brandt Landgras-Philipp-Platz, Brandplatz, Marktlauben, Walltors Ost-Anlage, Süd-Anlage, Frankfurter Straße, Alieestraße, Lu straße, Gartenstraße, Neuen-Bäue, Schulstraße, Marktplatz^ straße, Neustadt wieder nach OswaldSgarten, wo er aufgclölt._ Am Wend fand in der sesttich geschmückten Turnhalle Oßwalds Gatten eine große Fremden sitzung statt, bi« eines sehr guten Besuches zu erfreuen hatte unb bei den zahlrei Närrinnen und Narren großen Beifall fand. Nachdem das rische Ministerium seinen Einzug gehalten hatte, hielt Präsi Hornberger die Begrüßungsansprache, worauf das Protokoll lesen wurde. Botträge und Lieder wechselten in bunter und gaben den Anwesenden viel Stoff znm Lachen. Ten Ick Haftesten Beifall fand verr M. Mundo, der mit seinen Voi trägen wie stets die Stimmung auf den Höhepuntt brachte, den sonstigen Borttagenden erwähnen wir irych die Herren Dn Kaufmann, Berlin, A. Dickor4, Rüdiger, ein Ouai tett vom Bauerschen Gesangverein u. a., die alle großen Berul sanden. Die Lieder waren verfaßt von den Herren Hasenkrug Weidig, K. Neurath, K. Kaufmann, Dickorö.Ltt Neurath, Schwalm und Heidecker. beginnt am Freüag, 23. Februar, ein Gastspiel von dr7 Wochen Dauer. Alle Freude eines herzerquickenden, "r verfälschten Humorö werden diese Ziachncht gewiß nut Freite begrüßen, denn Prang ist den Gießenern kein Fremder hifbr seine früheren überaus erfolgreichen Gastspiele werden ttot in Aller Erinnerung sein. Zur Aufführung gelangen nr auSprobierte zugkräftige Kölner Schioänke. Aus eine gediegen Ausstattung ist der größte Wert gelegt. "Die für den öligem. Staats eisenbabn verein am SamStag abend vom Stadttheater vet- an|ialtete Sondervorstel.ung war sehr gut bejucht. | < Li-ü, lb IJr lOO Jal j einmal D J MB das' • anW SorgaJi Jb btt Torsb 2sit heule mc ütxiig heimlich fcRcllmdfm unb dauti gtiunben k o obere aus trtt aus her ? 0 in ihre Roll , z.irmditer, g|lüften Pi «über unb gefl <0 Äarlha m das miftale r; Ms Lchür ei gaben die l W mit pfissic iu bet echte, c tgiite, die bem llnknschieb Seiler bet ltteln unb vic einmal ai △ Grün tferbevers Mi »reisen Gi arq wohnen, Lim" seine A itan-Mnberi bge bei Lerei "ck Mitglieder, 1911 die sind 23 -rital. Rach vhmen 18525 crfchutz boi lerveionds au' <138.76 Mk. ft Eintrittsgeld Zinsen 148 Slammen aus _ Mche Bch ie Prämie b ‘iere$, das E ^ödiguna nri Mezahlt. < M seitdem f «ichäste des f^dorfer Gr e abgele samtes i -nnnlung gefl sUrens" toiri ^-'gericht ^chiedsri, Ludtoi ^"berg unb L « Bad-' Fe]°nomie pnen ist für 1 lßLtle«! iL^^Iunp Irrungen d V05 ir M Stück spielt bei der Wiederholung stark 3 Stunden unb wM also in der Schüler-Vorstellung am Mittwoch nach 61/, UF zu Enüe sein. •• Vom Kolosseum wird uns geschrieben: herrscht im Kolosseum eitel Heiterkeit und Frohsinn. Pran Au» Stadt und Land. Gießen, 19. Februar 1912. ** Tageskalen der für Montag, IS. Febr. Ma«k Dr. Gießener Karnevalgesellschaft 1911 in CtemS ©arten. Weideusastel tri ich -u haben Rr Gleisanlagen ZU Kauf u.Miefe . 1/ 5tonte heim. beheimatet sein soll, gestorben. (ficricbtsfaal. lumpten'. Der kürzlich in Berlin verstorbene Tr. Sd^ief^hihen der *) Anfcma. wenn nickt anders bemerkt, abends um 7 Uhr. [hrV Das allein echte Simonsbrot bei: Gewg Adami. Karl Schwaab. fleUfer Xachf. Optima Fahrräder C G. Kleinhenn Sel.6610**) Babnbofstr. 59 aus der Kaaaeler LimonSbrot fabrif, verleben mit €trtifbanb nnb ickwar» weih-roter Schutzmarke, ist das befre Brot für Gesunde u. Kranke. Man verlange in den Niederlagen AuiklärungSschristen. Allein echt und Amtlicher Wetterbericht. Oeffevtticker Wetterdienst. Gießen. Detterausstchten indessen fürTienStag, den 20. jebruar 1912: Trüb, geringe Regen, mild, südwestliche Winde. Kreis Friedberg. m Bad-Nauheim, 18. Febr. Das Sprengelsche Delonoinicgut „Luise" zwischen den beiden Gradier- «werken ist für 180000 Mk. in den Besitz des hesstsd)en totaates MMen-KGm in groß. 2luöw. verleibt 'Ix Z»h. Mlnd 21 Jebrüar:°^Der Rosenkavalier.' Tonnerötag. den 22. Februar: .Die Zauberflöte.' Freitag, den 23. Februar, abends 7'/, Uhr: König für einen Tag.' Samstag, den 21. Februar: .Ter Postillon von Lonjumeau.' Sonntag den 25. Februar, nachmittags 3'/. Uhr: Mignon' Abends 7 Uhr: .Boccaccio.' Montag, den 26. Februar. abends 7'/, Uhr: .Martha.' TienStag. den 27. Februar: Tiefland.' Mittwoch, den 28. Februar, abends 7'/, Uhr: ,,rraulem Teufet.' Donnerstag, den 29. Februar: „Dte verschenkte Frau.' J beteiligt,*'« >vai m C* ;» w* • 'S,1“?' ««.<' Ergänze v. QUJ ein^lnti C »eien im,,..1* ^gelungen > ,bat. Unö.^ „Favorite” das neue Album ist eingetroffen! •** Hessen-Nassau. [] Marburg, 18. Febr. Tie Traubcnopotheke. oic vor einigen Jahren Qu6 dem Eigentum deS Apothekers <)e6 in das deS Apothekers SartoriuS überging, wurde von diesem an den Apotheker Schaum in Biedenkopf verkauft. — In der Nähe deS HauptbahnhofeS warf sich gestern früh der Jäger RooS von der 4. Kompagnie vor die Lokomotive deS von LaaSphe kommenden ZngeS. Der Lebensmüde wurde entsetzlich verstümmelt, aber noch lebend in die Klinik gebracht. Gestern abend ist der junge Mann, dec in Montabaur inn- Arbeiter an, der eine wurde sofort zu Boden geworfen und zerfleischt, während der andere fiel) int letzten Augen blick fdinxT verwundet noch auf einen Baum retten ronnte, wo er später von einem Trupp Bauern erlöst wurde Unir renb seines Aufenthaltes in den Arsten musste der verwundete mitansehen, wie die Wölfe den Körper seines U.gtnM.LtsW vlütenwcißes Fleisch, tafcl- itrtig. irisch eingetroffen bei 2 na-h vA . I s in < J M3* ut ouäjjj. IC I. „«S Ä' soll noch im Laufe deS Jähres begonnen werden. Für unser Don ist boi Unternehmen nur von großem Vorteil, es wurde die schwache tot tu erfrort vermehren und unsere fall nur auS Arbeitern bestehende Einwohnerschaft würde in nächster Nähe genügende Beschäftigung finden. , , m . Mi Steinfurth, 18 Febr. Durch den Neubau der Bahnhöfe Bad-Nauheim und Friedberg ul der Güterverkehr auf der Wettertalbahn so gestiegen, daß täglich mehrere Materialrüge von Griedel und Rockenberg ge'obren werden müssen, die das Lteinmaterial und den Sand nach den Arbeitsstellen au^- den dortigen Brüchen und Landlagern bringen. Auch der Per. sonenverkehr hebt sick mehr und mehr. . m. Nieder-Mörlen, 18. Febr Untere Gemeinde, so- wie das benoMarte Obcr-Mörlen erhalten im Laufe dieses Jahres Ä a s s e r l e i t u ii g aus der staaU uhen Gruvvenwasserver- sorgung Lauter Beide Gemeinden hatten sich auch ent- schlossen, elektrisches Lickt von der Zentrale Wolfersheim einzu- rubren Die Arbeiten sind bereits ausgeschrieben Die st r o n r_c n- sckwester-Sta tion ist für unsere Gemeinde gesichert 4.cm Verein für Krankenpflege sind sämtliche Familien nut einem wöchenUichen Beiträge beigetreten. Starkenburg und Rheinhessen. 9)1. Dffenbad), 19. Febr. (Priv.-Trt.). Ter Dttita >rohmann,der, wie gemeldet, die Drtskrankenkasse durch Fälschung von Rezepten um mehrere tausend ..lart flo schädigt hat. hat sich heute vormittag in Darmstadt der x Lich, 18. Febr. Der Verein für Volksbildung , ttxanftaltctc gestern abend einen Kl ei st-Ab end und Hali da- dutck mit an der Schuld ab$utragen, die unsere Väter auf sich luden. I als sic jenen Dramen- und Menschenbildner Heinrich von Klcisi | ‘ 1fy vor 100 Jahren unbeachtet in Not verkommen ließen. Alle; ixe sich gestern an seinem trefslichen „Zerbrochenen Krug" erfreuten Unb sich einmal herzlich darüber auslachten, mögen doch nidjt Der Offen, daß das Grab des Dichters erst vor wenigen Jahren bei Mim ausgesunden und erst jetzt einen würdigen Schmuck erhalten bii. Die Vorgänge auf der Bühne, einst vor hundert Jahren dem Lehen der Dorfbevölkerung abgelauscht, sind so wirklich so eckt, ,baß sie heute noch reinigend wirken können, wo liederliche Lebens- mhrung heimlich mit der Würde des Amtes zugedeckt werden soll. Vir wollen es für uns als ein gutes Zeichen hinnehmen, daß Kleists und Bauerngestalten aus unserer Mitte so vorzügliche Dar- | ftdlet gesunden haben. Kam doch der eine aus der Studierstube, I bet andere aus dem Kaufladen, der aus der Werkstatt, andere wieder aus der Arbeit in Küche und Haus. Aber alle hatten sick cmt in ihre Rollen hineingearbeitel: der -erschundene Liebhaber, V i,;t Dorfrichter, mit dem verräterischen Humpelbcin und seiner i 7-runglückten Perücke, ferner der immer dienernde frerr Rats seiber und gestrenge öerr Gerichtsrat Walter. Trefflich fpieltc Uran Martha mit Zorn und Aerger über den zerbrochenen Krug und das mißratene Töchterchen, das natürlich immer zu Tränen i bereit das Schürzcken zerknitterte. Wahre Muster für die heutige ; jät gaben die beiden Mägde ab, die trotz Schelte und Donner Miet mit pfiffigem Lachen noch ein Knixchen zu mad)en wussten. 2 a zu der echte, ehrliche junge Bauer Ruprecht und die geschwätzige L ^ngittc, die dem alten Sünder auf die Spur kommt. Alle Spielei ebne Unterschied verdienen Tank und Anerkennung unb besonders bä Leiter der Sache, Herr Vorsteher Lorenz. Mit cimachen 1 Mitteln und viel gutem Willen war piel erreicht: Wir haben lieber einmal an unfern Kleist gedacht. △ Grünberg, 18. Febr. Der Grunbergcr Pferd eversicherungsverein, dessen Mitglieder in ben Kreisen Gießen, Büdingen, Alsfeld, Schotten und Mar burg wohnen, hielt heute nachmittag in der Wirtschaft zur „Pinn" seine Mitgliederversammlung ab. Direktor Etein-Grünberg erstattete den Bericht über die Geschäfts läge des Vereins. Mit Beginn des Jahres 1911 waren es 7:54 Mitglieder, es schieden aus 33 und traten bei 71, so daß vnde 1911 die Mitqltederzahl auf 792 gestiegen war. Vcr snhert sind 2363 Pferde mit 1182320 Mk. Versicherungs- tnpital. Nach der Jahresrechnung 1911 betragen die Ein nrinnen 18 525.87, die Ausgaben 18361.40 Mk., so daß ein Ueberschuß von 164.39 Mk. verbleibt; dieser wird dem Re- servesonds zugeführt, so daß dieser von 5974.37 Mk. auf ' 6138 76 Mk. steigt. An Prämien wurden 17 734.80 Mk., an Z-Eintrittsgeld 441.10 Mk. bezahlt, an Pich 201 Mk. erzielt. Man Zinsen 148 Mk. eingenommen. Die Ausgaben setzen sich Zusammen aus 15 020 Mk. für.Entschädigungen 53.50 Mk. für l 'ärztliche Behandlung und 1073.40 Mk. Verwaltungskosten. Ktbic Prämie beträgst 3 v. <ö. des Wertes des zu versichernden Mines, das Eintrittsgeld 1 v. H. des Wertes. 18ei der-Ent r sckädigung wird die eingesetzte Summe ohne jeden Abzug tz«usbezahlt Der Verein besteht seit 1877, also 35 Jahre liunb seitdem führt Altbürgeimeister Zimmer-Grünberg die i jKcschäste des Rechners. Der Antrag der Mitglieder des I Osdorfer Grundes um Erlaß der Besidstigungsgebuhren V'ivurde abgelehnt. Die „Entscheidung des Reichsversiche» krungsamtes über den in der vorjährigen Mitgliedern er- ■ iainnüuim gestellten Antrag betr. Ausschluß des Prozeyver M fahrens" wird butgeheißen. handelt sich um em MHänedSgericht zwischen Verein und Mitglied bei Ansprüchen. M Äls Schiedsrichter wurden geivählt: Karl Volsma-Rupper- L temob, Ludwig Schillmger^Dueckborn, Herm. Schäfer II- H lArünberg und Theodor Schlag-Hausen. i 18. Febr. Die kürzlich mitgetettt nmrde wurde dem hiesigen Gouvernement von dem hefsischen Pttnisterium xfc Innern die Erlaubnis zur Anlage einer ivelbbabn mit tluio- inobubctricb innerhalb Verschiener Gemarkungen in der l.mgegend von Mainz gegeben. ES bandelt sich habet, um polizeiliche Abnahme der von der Finna Leipziger u. Ea in Franmtt gebauten und gelieferten AiunüwnstranSportbahn 2Bci| cnau- Cbcr4- mäckttaes lick, die ausgehungerten Bestien in die Flucht zu treiben. iTarbeücn Zwei Stunden später aber griffen die Wolfe zwei andere XX. Lchivindel heretnstelen. „ ... .. . kf. Lhinefitche 6 p t i efi ro o r t e r m e»S () e 11. Mit der Umwandlung EhiuaS aus einem Raiferrcia)c in eine Republik fdiemt ein neuer Weift im Reiche der Mitte eingezogen zn seui, ober das tu obre Wesen dcS Ehineünvolkes ändert sich nickt von beute aut morgen. Für die Wesensart eines Volkes besonder bezeichnend ist die Svrache, unb dies gilt von den 6 l)ine|en erst recht, bereu Sprache mit Sprichwörtern und stehenden^ Redewendungen außerordentlich reich durchsetzt ist. »Nach bem etuiiuc ist gut Btriten au'sammeln' ist z. B. eine ost gehörte cbmeiihbe Redewendung, die legt besonders zeitgemäß erscheint. Die Weiübeit mancher chinesischer Sprichwörter klingt für den Abendländer nbei rasckend, während andere -H Wergarbe hiin-W oinhnzog. tzii W ^aun eine N- Zunächst ‘ II ngeblich in 111 '■ m da Wagen M welle auf einen Donau der Hajl igta Tie DanM Wagen Anfan; D in äußerst tefl und deutscher RaJI ihling, 2ommc?™ lerbrochen nxirn das Werk de- r«W dem G K 2 Wagen ftinlm Es folgte eist! Verein für Bmept I : Wagen der zZ« Wirtszunit M- Irl innung Gieben. i | richt nehmen, fr eil mar die Örn» n Typagraphic. raus und isttrL »gleit der hiesige:: inde dem miete: :ten und eine A ge vorüber. Ham worauf ein gtbn euigt wurde, üt ildener Karosse t* antcn (Bunden mrschiertc die in irden, und die i" woraus der p: t h gestiftete r Gefolge eistdc bartillmc unh ehemalige W eldpost und -ltuc er, der bezeichnt on Lolvaldsgarin ?, Franksuilu c äanzleibng. dro rttlauben,.Sall!; a«e, «IkeiMBt» raste, WarW n,w°eraE' chmülkten Xim» isitzung W ' ;e und beiden M and. Nackdein^ en hatte, hie" ‘J »rauf das Sw*. zum Lach"- ' o, der m ü höheMnb bW iir noch,dte - ____ tank , 19. n V 2)( von v '«Sw* muec der Vlittivoch .tbe .Die Ahnengallerie* und das amüsante Stück fand l kl Beifall. •• Hamburyer Eisenbahnspcrre. Um eine tncchgreifende Abhrlfe der durch die Witterung und dem raßen Lcrkehrsandrang hervorgerufenen Betriebs st ö !rng auf den Zusahrtslinien nach Hamburg zu schaffen Heb oon heute früh ab die Annahme von Frachtgut und -Igenladungen nach den Hamburger, Altonaer und Har jtger Ladeplätzen bis auf weiteres im ganzen Bereich der reußisch-heffifchen, mecklenburgischen und olden ^raischcn Staatsbahn und der angrenzenden Privat ahnen gesperrt. Die Eisenbahn schätzt die Tauer z« Sperre auf zwei bis drei Tage. — Zugzusammenßoß. 9lm SamStag abend gegen g uhr fuhr der V-Zug Köln—Gießen—Frankfurt im Bahn- ihof Betzborf auf einen Leerzug. Eine Maschine und zwe tsagen wurden beschädigt; die Reisenben blieben unverletzt. 1 ec O-Zug konnte mit etwa einer halben Stunde Verspätung t e Fahrt nach Frankfutt fottsetzen. Ter Führer deS V-Zugcs fcü das Signal ,Halt' übersehen haben. »» Silberne Hochzeit feierten gestern der Tag lohner Hch Hartmann und Frau Katharina, geb. Kratz, rommstraße 4. Landkreis Gießen. München, 17. Febr. Der Flieger Rcntzel von den Flugmasdnnenwcr-ken Gustav Otto in München stellte, dcn „Munch. ---------------/ ' l Neuesten Nachrichten" yutolgc, am Freitag nachmittag m Ober» iibergeaangeu. Mit mehreren lmlregenden Grundbesitzern t mit einem Otto-Zwnd«ker eri^n neuen Pa,mgierrekord hebt die Äadedirettivn zwecks Ankaufs des Gelände^ tu rrw.’fntn+m’mid-t 359 Kiloarammi auf, indem er Metfrmbhma, doch ist eine Eintgung wogen der hohen Forderungen der Eigentümer noch nicht zustande gekommen Das in Betracht kommende Gelände hent rm Quellenaebtei an der Zanderstraße und der Staat wM anschernend beffcv Bebauung verhindern, um erforderlichenfalls Bohrun^n vornehmen und Neubauten errrchten zu können. — Der Badebetrieb in den staatlichen Badehausern nnrd zum ersten Male seit Bestehen des Bades beretts mifangs Marz eröffnet werden, da sich die Novvendtakert he raus gestellt hat, ben Leidenden immer mehr Gelegenhett zu geben, im Spätherbst und Vorfrühjahr die ^bstgen Hader zu benutzen. R ö d g e n b. Bad-Nauheim, 18 Febr. Emer rhemrdch-meftsäli- schen Gesellschaft ist die Mutung, für Et s en st e in-Berg w. - T v ;1T hieiioer Gemarkung auf den „Erlen (nahe bei „cetvam S,n U SeSinT e?teüt iT-oröcn. T-° Getz« umm« «rfc 300 Mfiidx Morgm unb hat nach ben angeücltten Schnnungen öS nNt Schächl Kies als yv.ntc Oder, bem em machi.g-s b«*n Abbau- und irördcrungsarbetten Marburg, 17. Febr. Das Landgericht bcrurtctüc heute den 17 Jahre alten Bäckergehilfen Heinrich Martrn aus Burgholz, der beim NeujahrSschies.eu in Kirchham das glcrchfalls aus Burgholz stammende Dicnftmähdxn Paulus durch einen Schuß m den Kopf fairläf figctrocifc testete, Mi 4 Monaten Außerdem wegen Führung einer tockmtzwasse zu 30 Mk. Geldsttafc. 8 Marburg, 18. Febr Zwei Inhaber eines Sägewerks in Battenberg, in deren Betrieb der Zimmermann Brandenburger aus Wollmar dadurch zu Tode kam, daß ihm ein totua Holz an den Kopf flog, hatten sich beim hiesigen -and^ericht wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten, »verl fte die Schutzvorricktuitg hatten fehlen lassen. Beide wurden zu einem Monat Gefängnis verurteilt. X. fcanau, 17. Febr Bor dem Schwurgericht ha e sich heute der 46 Jahre, schon 27 Jahre rm Postdicnst stehende Oberpostassistent Karl in der Au aus Fulda zu verantworttn Die Anklage legte ihm zur 3200 Mk., die er m amtlicher Kleine Taaerchronik. Eigenschaft vom 6. Oktober bis lo. Dezember 1911 cmWanflcn füntid) in Berlin verstorbene Dr S(l)lies-Guben vei hatte, unterschlagen und m Beziehung am diese I Vaterstadt eine Million Mark für wohltätige Zwecke die zur Eintragung der Einnahmen bestimmten Bücher unr ch gI am Wayne iJndiana, Vereinigte Staaten) wird geführt zu haben. Ebe Ä5-Elüdeckuny der V^eÜulrgen erfolgte, 1^^^^ Btt einem^ Zusammenstoß zwischen ttnem Zug der Ä M* » ’OTÖ M^g-,ch4d^t Tft, -Bcnnfotoamabafm unb einem GLtequg. würben -.er Leute ,'ftch^'LL.e^ eA" Als Grunb getö.e^, 1L verletz,._____________________________ seiner Verfehlungen bezeichnete er Krankheitsfälle in der Familie, l Märkte ÄZU °D-s Urteil lautete u sechs Mvnatc n^t^.ete^Butt» v^.^l^-1^ Mt. H.chner«« 1 SU Gefängnis. .. ^.nibcii^pr Pr. 0,80—1,00 A!k., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., . . Bahnen pr. Stück 0,80-1,80 Aik, Enten pr. GL 1,80-2,20 Mk., Luft^cbissahrt. Ganse das Psd 75-80 Vfg., Ochs en fleisch pr. Pfd. 86-94 Hg. Viktoria Luife" I !3indsteisch pr. Pfund 84—86 Psg^ Kuhfleisch 70 Psg^ Schweine- Friedrichshafen. b/- ^^nAeisch'vr. T Ä'Ä Grasen Zeppettn vvrgeiwmmcn mürben. Das «Äs 8tr. 15 bis 20 OTL, Nüsse 100 Stück 50—00 Psg., per Ztr. 0—00 t"irtt‘CSt's UnL tf^bi^et. bet «.men ba- Mund 20-25 lie. Marttz-a von b-2 Ufr. ’Sb&cÄ StÄÄ’Xw- Spielplan der vereinigten Stanffurter Stadttheater. ,tlCSt i<6«ftaten , 17. Febr. Die heutige Probttahtt TienStag, den 20. Fe^nar'!. '.Boccaccio.- Mittwoch, den des Luftschiffes „Vikwtta Luise", die um 2 Uhr begann, wurde um 21 9ebniar: ,Ter Rosenkavalier.' Donnerstag, den 22. Februar: 31» Uhr mit einer glatten Landung beendet. Dre Fahrt dwntc - o.z nr... wiederum der Erprobung b:x neuen Steuerung Probefahrten sollen nächste Wock)c Är lieh auck noch vor der Uebcrmhrung des Luftschiffes nach Frankfurt a. M. einige Passagierfalrten anschließen. Schauspielhaus. Dienstag, den 20. Jebcuar'): »Prirnerosett Alittwoch, dcn wicsenseld mit einem L.-no-aro-.iucuci vuuut I ^1 Februar: „Primerose.' Toimerstaa, den 22. Februar, abcnbS mit fünf Personen (Gesamtgewicht 359 Kilogramm) auf, uwem er - , Madame Sans-Gene.' Freilag, den 23. Februar: Ein- einen Flug von 9.08 Minuten Dauer erledigte. Der bisherige Gastspiel von Alexander M o i s s i vom Teulscheu Theater Rekord betrug 7 Minuten. t .-. in Berlin : .Ton Carlos." Eamslag, den 24. Febriiar: Remien.' London, 17. Fcbr. Der Flieger Graham-Gilmeur 1UI ~onnlafl ben >5. Februar, nachmittags 3^ Uhr: ,4-ic Ler- aui dem Fluge nach Rickmond abgestürzt. Er war sofort tot. ^ise." Abends 7 Uhr: Primerose.' Montag, den - ---------------- ----- g6 H^ebruar : .Nach mir!...' Dienstag, den 27. Februar: Vermischter. »Iphigenie ans Tauris.' 21 ittwoch, den 28. Februar: .Der Kaus- * Wölfe in Spanien. Den Stürmen unb lieber-1maun von Venedig.' fdirocmmungen ist in Spanien jetzt eine Kälteperiode defolgt, in den nördlichen Landstrichen sind große tochneefalle zu verzeicchnen und damit ist über die ländliche Bevölkerung eine neue Heimsuchung hereingebrochen: eine w ah re Wolfsplage. In der Nähe von Ferrol wurden am Mittwoch bei der Heimkehr vom Markte eine Anzahl Sinnt- —- y-7 . / arbeitet im Freien von den Wölfen anaefallen, es gab __________________________ Das Gebiet unnatzt zirka . ^stcn Kampf, aber es gelang ben Männern schließ- n n||nM Ar* lie,erl m Jeder gewünschten « (^urtunaen ..... < • - treiben. DrUnkSäCien aller API Ausstattung stilrein u.preiswert andere U V - die Brühl’scheUniv.-Druckerei rhrucksachen aller Art liefert in jeder gewüftschteo Ausstattung preiswert die Brühl’sehe Universitits-Dnrckerei, Sduilstr.7 Statt Karten. 01309 Giessen Empfanestatre am 2. u. 3. März 1912*. Frische Fi* 1258 Heute erste Sendung eintreffcnd: Die Beerdigung findet Mittwoch, dcn21.Febr., nachm. L^Uhr statt. Kabliau Fastnachts-Dienstag Lcngfische 1211 Flutzhechte, Zander Schollen Knurrhähne Gebrüder Bardux Anfang 11 Nhr. Fritz Rosenbaum Löwcugasse 20. 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