Freitag, 18. Gttover 19|2 162. Jahrgang Erstes Blatt Die heutige Nummer umfahl 12 Seiten. Mephisto und Margarete Conrad al-? GretchenIPflaumenbranntwein (Rakija); wenn es gut geht, ein paar Eier: en, die über alles Leben hinweg ins Ewige zeigten. | mehr ist in solcher Schenke kaum zu haben. Toch die Gäste, die ein künstlerischer Erfolg zustande, wie ihn das hier einkehren, sind anspruchslos. Besser als anderswo lernt Dialektik als Volksheldcn finden. schufen Gestalten,------------------ _ Und so kam ein künstlerischer Erfolg zustande, wie ihn das Altonaer Stadttheater noch selten erlebt hat. Kurt Küchler. Kriegserklärung an die Türkei übersandt und sie den Großmächten notifiziert. Tie Agence d'A thönes meldet: Serbien hat der Türkei zuerst den Krieg erklärt, Bulgarien folgte. Griechenland, das sich von seinen Verbündeten nicl't absondern will, hat seinen Gesandten in Konstantinopel beauftragt, der Pforte die Kriegserklärung zu übermitteln, indem es gleichzeitig den verbündeten Nationen brüderliche Grüße sendet. K o n st a n t i n o p e l, 17. Okt. Der griechischc G c - sandte besuchte den Minister des Aeußern Noradüng -- hi an und erklärte, wenn der Grund für die Nichtzustellung seiner Pässe darin liege, daß die Pforte keine griechische Note erhielt, so sehe Griechenland eine der serbischen und bulgarischen identische Note als überreicht an. Der Minister erwiderte, der Beschluß, dem bulgarischen und dem. serbischen Gesandten ihre Pässe zuzustellen, sei im gestrigen Ministerrat gefaßt worden. Ta die erwähnte Erklärung Griechenlands u a ch d e r S i tz u n g des M i n i st e r r a t s erfolgte, werde die Frage in dem — D i e größte Briefmarkenausstellung der Welt. Gegen 300000 seltene Briefmarken, die einen Werl von etwa 6 Millionen Mark darstcllen, sind auf der soeben eröffneten internationalen Ausstellung in L o n d o n zu sehen. Tiefe Ausstellung, die die großartigste Ausstellung ihrer Art ist, hat Philatelisten aus allen Weltteilen angezogen und beichaf- tigt alle Kreise Englands, vom König, der cm begeisterter Bnes- markensammler ist, bis zu den Schuljungen, die ihre Marken tauschen. Ungeheure Werte sind hier unter Glas zu schauen; die bunten Papierstückchen sind versichert, werden aus das sorgsamste bewacht und nachts in sichere Safes eingeschlossen, xer Stolz der Ausstellung ist die Platte, von der die Pennys- und Zweipennys-Mauritius-Marken gedruckt werden: ihr Wert wird auf 100 000 Mark geschätzt. Tic Marken selbst, von denen nur 27 Stück bekannt sind, kosten 70000 Mark das Paar. Zu den größten Seltenheiten gehört eine Serie von, Uruguay-Marken. Tie seltenste Briefmarke, die vorhanden ist, ist aber eine grüne chinesische Marke für Expreßbricie, die aus vier durchlocktcn Abteilungen besteht. Wer in China Eilbriefe versendet, bekommt von dieser Marke nur eine Abteilung, während die chinesische Post die übrigen drei zu^ückbehält und jeden, der sich ^n ihren Besitz setzt, mit schwerer Strafe bedroht, xcm englischen Sammler Darte-Lovelace gelang es, während der chinesischen Rcvolutwn sich in den Besitz einer vollständigen Marke SU versetzen, der einzigen, die es bisher außerhalb Chinas gibt. 40 000 Mark ist eine Zweieent-Missionarmarke von Hawai wert, die in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts von den Missionaren Hawais verwendet wurde und außerordentlich selten ist. — B o s n i s ch e G a st l i ck k e i t. Im Orient steht auf jedem wegsamen Paß ein San. Freilich ist der San in seiner ursprünglichen Einsackheit nun meist durch Gasthäuser oder gar votels verdrängt worden, aber abseits der vielbetrctenen Touristenwcgc können wir diese primitiven Stätten orientalischer Gastlichkeit noch häufig finden. Sie besteht in einer niederen, unscheinbaren Hütte, mitunter auch nur in einem Flugdach, das notdürftig von Strohwändest gehalten wird. Nie aber fehlt darin der Kauec- herd, auf dem Tag und Nacht die Kohlen glimmen. Eine Taste türkischen Kaffees, selbstverständlich mit Bodensatz; landesüblicher rotrren. Ter offizielle Friedensschlus; zwischen Italien und der Türkei wird nunmehr sehr beschleunigt. Ter Sultan und >5Vnig Viktor Emanuel haben der Bevölkerung von Tripoli- tanien und der Eyrenaika bereits die neue Wandlung der Tinge in besonderen Erlassen ,nitgeteilt. Italien will ein liberales Regime einschlagen und der einheimischen Bevölkerung Teilnalfme an den Verwaltungs ges chüften gestatten. ler vruch der Türkei mit Serbien und Bulgarien. Konstantinopel, 17. Oft. In der heute vormittag am 9 Uhr den Gesandten Serbiens und Bulgariens überreichten Note erklärt die Pforte: Die bulgarische und serbische Note ist eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei und die Mobilisierung der beiden Staaten und die täglichen Scharmützel haben den Frieden weiterhin unmöglich gemacht. Die Gesandten werden da- Ijer aufgesordert, das türkische Gebiet sofort zu verlassen. Dies wird als eine Kriegserklärung betrachtet. Konstantinopel, 17. Okt. Der Marinemini-- st er und Brigadegeneral Mahmud Mukter Pascha, welcher das Kommando der Division in K-irk Kilisse übernahm, soll unverzüglich abreisen. Der Bautenminister General Salih leitet interimistisch das Marinemim- sterium. ES scheint sich zu bestätigen, daß der frühere Sultan Abdul Hamid sofort nach dem Ausbruch des ifriegeS nach Konstantinopel üb er geführt wird. Die Ueberführung soll angeblich notwendig sein, um einem etwaigen Versuch der Albaner vorzubeugen, bei dem Passieren Salonikis nach der türkisch-griechischen Grenze Abdul Hamid zu befreien. Es verlautet, daß der frühere Sultan aus diesem Anlaß drei Millionen für die Armee in Aussicht stellte. Die Krkgscrfläruna der BoHanftoatcn. Belgrad, 17. Oft. Die Negierung hat heute nach- ttrittag dem serbischen Gesandten in Konstantinopel die monatlich 76 Ul., viertel- läbrhcb Mk. 2.20, durch 'Ibbole- il Zweigstellen monatlich 65 lredakteur: dl «Äoetz. Verautivortttch hli Den polutichen Teil August Goey. lih .Feuilleton'. .Bernnfcbtes' und .Genciusiaal^ R. Neu- ratb. iüi .Stadt und Land" E.Hes. iüx den Änzeiaenteil £> Beck Line neue ZaustSnszenierung. Aus Hamburg, 17. Oktober, wird uns geschrieben: , Ter „Faust" ist das bevorzugte Lieblingskind der modernen Regis,eure. Martersteig hat seinen Faust, Baron Berger hatte den seinen, Karl Hagemann hat sich um einen besonderen Stil für die Faust- mfjenierung bemüht, und nun hat sich auch der neue Herr der vereinigten Hamburg Altonaer Stadtthealer an einer neuen Fausteinrichtung versucht. Ter Regiegedanke, durch den Tr. Hans L o e w c n s c l d das Problem der Faustinszenierung lösen wollte, war der einer konsequenten Stilisierung. Stilisierung heißt künstlerische Vereinfachung, heißt bewußte Unterordnung des schau spielerischen Temperanients und des Tekorationswerks unter den Geist der Tichtung, heißt, den schauspielerischen und szenischen Ausdruck mit dem besonderen Stil der Dichtung in strengste Kongruenz zu bringen. Zrn Faust herrscht der Gedanke. Soll er rein und groß und ohne Hemmung zu uns kommen, so muß ihn die Buhne durch möglidft einfache und eindeutige Bilder unterstützen. Loewen- fcld baute m die erste Gaste feiner Altonaer Bühne einen cm- jachen und einfarbigen, in gotnierenben Linien gehaltenen portal- artigen Raum hinein mü Zugängen von rechts und links: eine . feststehende Borderbülme für sämtliche Szenen. Em breiter, viereckiger Ausschnitt gab dann einen Teil der zweiten Gaste frei, auf dem man einfache, aber ungemein ckmrakteristiiche und bild hafte Dekorationen aufstellte, die der junge Ewald T u l b e r g mit Meisterhand und mit feinstem omn für das Wesentliche geschaffen hatte Ter denkbar kleinste Raum, am dem lieb alle Szenen abspielten, verbot eine dekorative Ueberladimg von vornherein und so läßt siä, als Gewinn dieser neuen Inszenierung konstatieren, das; der Geist der Faustdichtung weder durch eine opernhaste Ausmachung überwuchert noch durch allzu wert getriebene Primitivität verdunkelt wurde, ^ast iedes Bild bedeutete vielmehr eine Potenzierung des dichterischen Gedankens Nur beim Osterspaziergang und auch in den Gretck>en,zencn waren Hemmimgen spürbar. Hier, wo lebendiges Wc,en uberquellend Nutet, erwies c< sich, daß nur das rein Dialogische uich Gedankliche eine weid gebenbe Stilisierung verträgt, daß sie aber Itörenb wirken mutz, iüo sich die bunten Erscheinungen sinnlichen ~ebenx> breit ent- jalten sollen. . . Mit großer Kunst fügten sich die L>ckau,vieler durch ein schönes und schlichtes Spiel, das ottem „großen Theater glücklich ans dem Weg? ging, dem Geist die,er Inszenierung em. Friedrich Traeger Ls Faust, Arthur W.ehrlin mit ,einer glanzenden tzeneral-Anzeiger für Gbechesfen Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ. Buch- und Stcinörudcrei R. Lange Redaktion, Erpeditton und D ruderet: Zchulstratze 7- Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße l6r Der Krieg aus der ganzen Linie! Tie Kriegserklärungen der Balkanstaaten sind nunmehr rrfofat, nachdem die Pforte auf die letzte gemeinsame Note mit der Abberufung ihrer Botschafter geantwortet hatte. Serbien hat die Kriegserklärung in Konstantinovcl zuerst überbringen lassen. Bulgarien folgte. Griechenland, dessen Gesandten von der Türkei noch nicht die Pa„e zu- clestellt worden waren, tzat sich zuguterletzt der bekannten herausfordernden Note der Balkanmächte angeschlosscn und hat sich auch wieder einmal auf seine kriegerische Vergangenheit besonnen. Es rühmt sich sogar, den ersten Schritt ul den Feindseligkeiten bereits getan zu haben. Zwei griechische Manoncnboote>nt> durch bi: von türkischen <>orts bewachte Meerenge von Prevesa in den Golf von Arta — geflüchtet und sollen nach dem griechischen .Hafen von Bonitsa unterwegs sein. Doch dieses Heine, ziemlich bedeutungslose Katz- und Mausspiel zur See wird sehr bald vor den Ereignissen zu Lande zurücktreten. Tie -rurten selten schon über' die bulgarische Grenze gedrungen sein und die Stadt Warna bombard-ert haben. Auch von dem montenegrinischen Kingsschauplatz werden heute Siege der Türkcii gemeldet, wonach anzunehmen ist, daß die montenegrinischen Siegesmeldungen weit übertrieben Ta8 Gefecht vor Brrana. TaS Reutersche Bureau meldet aus Podgoritza vom 16. Oktober, 9 Uhr abendS: Vor Beran a fand gestern abend ein hitziges Gefecht statt. Tie^ Monte nee griner stürmten zwei wichtige Stellungen. Sie nahmen zwei türkische Kruppgeschütze mit Munition Sie befestigten sich nachts und setzten morgens den Kmnpf fort, während General Swoiwoditsch östlich Die türkischeste!- lung durchbrach und die Stadt einschloß. Um 11 Uhr vormittags wurde die w e i ß e F a h n e sichtbar. N o ch n a ch t s batten s i ch d i e 4 0 0 0 M a n n reguläre Truppen und 3000 mohammedanische Albanesen zurückgezogen. In der Stadt verblieben 700 Nizams und 500 Redifs. Vor dem Einzug in die Stadt besuchte General Lukotitsch mit seinem Stabe zwei in der nächsten Umgebung liegende aus der alten serbischen Geschichte be- anntc serbische Klöster, wo Gottesdienste für die Gesund, heit des Königs und den Sieg des Heeres stattfanden. Der König beglückwünschte Wulotitsch telegraphisch zu dem Siege. Durchfahrt cred)ifrf)er Kanonenboote durch die Meerenge von prevesa. Athen, 17. Okt (12.15 Uhr nachm.) Das Marine- ministerium teilt mit, daß die Kanonenboote A und D heute früh um 21/, Uhr in die Meerenge von Prevesa und Altium eingedrungen und um 41/» Uhr vor Vonitza ein- getroffen seien. Es gelang den Türken trotz der zahlreich vorhandenen Sperrforts nicht, die Durchfahrt zu verhindern. Kämpfe zwischen Albaner und Serben. Konstantinopel, 17. Ott. Der Manesenführer Bolietinaz ist in Serbien eingedrungen. Belgrad, 17. Oft. Nach einer Privatmeldung sand gestern bei Prepolac ein Kampf zwischen Albanesen und serbischen Truppen statt. Die Serben eröffneten ein Geschützfeuer: sie hatten zehn Tote und 40 Verwundete. Tie Albanesen sollen 200 Tote haben. Die Zahl der Verwundeten ist unbekannt. Amtlich wird in Belgrad bestätigt, daß bei Prepolac ein Kampf stattfand, der sich gegen die Forts des Berges Kopaonik richtete. Der Angriff erfolgte von tut- kiseber Seite, während sich die Serben in der Defensive hielten. Ter türkische Vorstoß wurde durch das Artilleric- feuer der Serben zum stehen gebracht. . Der Kronprinz ist mit dem Stab nach Nr sch ab- gcreist. Deuschland an der Seite Oesterreichs. Der Berliner „Lok.-Anz." meldet aus Wien: Der Berliner Botschafter Oesterreich-Unaarns wird am 19. ds. Mts. vormittags von Kaiser ,yran5 Josef in besonderer Audienz empfangen. In ihr wird der Botschafter dem Kaiser über seine letzte Unterredung mit dem deutschen Reichskanzler Mitteilung machen. Ter Botschafter soll dem Monarchen erneut die Erklärung über- , bringen, daß Teutschland unter allen Umständen in der gegenwärtigen Krise an der Seite Oesterreichs stehen wird. , Oesterreich-Ungarn hält eine Sondergarantie wegen des Sandschaks für überflüssig, nachdem die Großmächte . sich ohnehin zur Aufrechterhaltung des Statusquo auf dem Balkan verpflichtet haben. Tas serbische Regierungsblatt fragt zu der ö st e r* reichischcn Gegnerschaft gegen eine serbische Gebietserweiterung, was es der großen. Toppelnwnarcküe vor- fcllagen würde, wenn bas schwache Serbien sich von drei auf fünf ' Millionen Einwohner vermehren und einen schmalen Zu - ' gang zur See erhalten würde. Was fÖnne„ Oesterreich bewegen, den Sandsck)ak lieber in der Hand der Türken als in der man im türkischen Hau Art und Wesen des Volkes kennen. Reber bas Leben und Treiben in einer solchen Schenke plaubert Alexanber Svaits in einem illustrierten Aufsatz des Oktoberheftes von „Westermanns Monatsheften": Ein gut Stück Weges, gewiß eine halbe Tagereise über beschwerliche Gebirgspfade hat der Bergbewohner zurückgelegt, ehe er sich im Han eine Rast gönnt. Tas schwerbeladene Tragtier bleibt draußen stehen, bas mag sich selber fein spärliches Futter auf der nächsten Wiese suchen. Mit kurzem Gruß, der je nach der Gegend verschieden lautet, tritt der Gast über die Schwelle, reicht dem Wirte die Rechte und stellt bann seine Schuhe unter die breite hölzerne Pritsche, die als Sitz- unb Schlafgelegenheit bient. Die Leute, bie sich hier treffen, sind zumeist Bekannte. Doch auch der Fremde wird mit der Frage „Kako si?" (Wie geht es dir?) begrüßt. Manchmal fragt man auch weiter: „Wie geht es deinen Kühen, deinen Kindern?" Und hat man einen ganz Intimen getroffen, so wird diese Frage mit einem „Und wie geht es noch?" beschlossen, das heißt nämlich: Wie geht es deiner Gattin?, ein Wort, das strenggläubige Moslems niemals aussprechen. Nach solchen Redensarten setzt, sich der Gast mit untergeschlagenen Beinen auf die Pritsche. Ist es eben Gebetszeit, so wäscht er sich bie Hände unb das Gesicht, breitet seinen Teppich aus unb verrichtet unbekümmert um bie übrigen seine stille Anbacht. Was uns geräuschvollen Westeuropäern vor allem auffällt, ist bie vornehme Ruhe, bie unter biefen schlichten Menschen herrscht, llnaufgeforbert hat ber Wirt bem Gaste eine Tasse Kastee gebracht, hat ihm ber Nachbar schweigsam seine Tabaksbose überlassen, doch niemanb wirb ben Ankömmling mit weiteren Fragen belästigen. Mittag- unb Abenbbrot führt ber Reisende selbst in ber Torba mit: Schafkäse unb immer nrieber Schafkäse mit einem Stück Brot. Manchmal läßt er ben Käse in einer Pfanne über bem Feuer zerrinnen unb mengt ihm etwas Hammelfett bei, was bie Speise nach unseren Begriffen freilich kaum schmackhafter macht. Messer unb Gabel finb ziemlich unbekannt, dagegen wäscht sich ber Bosniake, wie jeber Mohammedaner nach der Mahlzeit die Hände, wie er denn auch sonst auf Reinlichkeit hält. Kreist zuweilen die Rakijaflasche in der Runde, bann beginnt wohl auch ein Gesang, unb es erklingen bie schwermütigen ilavischen Lieber, in benen sich nicht selten historische Reminiszenzen aus ben Zeiten bes Ban Kulin unb anderer !lk. 246 ter Siebener Hnjelget erschein« täglich, anyer sonntags. - Beilagen viermal wöchentlich »iebenerSamilienblätter. zweimal ivöd)cntl.Ktei$> blatt für ben Kreis 6iefcen (Dienstag undreitaq). zweimal monatl Land- airt|d}aftlid)e3ellfrag enter: „Ter Traum ein Leben". Freitag abend 8 Ubr. — Samstag nachmittag V,4 Uhr: Schiiler-Porstellniig: „Stalban der Weise." C c l f e n t L Vers a m m lung der freien Vereinigung für die Pensionsversirberung der Privainiigencllten. Vortrag des Herrn K o y m - Frankmrt: Tie Wahlen zur Angeslellten-Versichcruug. Freitag abend 8>$ Uhr int Hotel Emhorn. W a r t b u r g - V e r c i n : Aussübruug des Volksbühne n- st ü ck e s „T e n t I ch und f r c i". Freitag abend 8 Uhr int Festsaale Walltotfiraße 38. fanung ist jedoch nicht richtig. Auf Vorstellungen des Deutschen Zuschneider-Verbandes hat das Direktorium der Reichsverfiche- rungsanstalt für Angestellte die aufgetauchten Zweifel behoben Nach deren Entscheidung ist die Berufsbezeichnuna ..Zuschneider" auf die Vrruckerirngsvflicht ebensowenig von Einfluß irne die Größe des Betriebes, in dem der Zuschneider bescr.äftigt ist, maßgebend ist vielmehr nur die Tätigkeit des Angestellten. Liegt dem Zuschneider Mas-nehmen, Musterentwerfen, Zuschnciden, Informieren der Schneidergesellen, Anvrobieren und teilweise auch Verkaufen ob, dann liegt eine gehobene, mehr geistige Tätigkeit vor und solche Angestellte sind dann als versicherungsvflichtig anzusehen. In der Praxis ist die gehobene Stellung dieser Zuschneider ja auch dadurch anerkannt, daß sie gegen Monatsgehalt und mindestens monatliche Kündigungsfrist angestellt sind. Es fallen demnach unter das Perficherungsgefetz für Angestellte die Zuschneider in den Maßgeschäften und die Zuschneider in der Konfektion, die selbständig Muster entwerfen, nicht aber die ebenfalls Zuschneider genannten Gcwcrbegehilfen in der Konfektion, weil ftc nach den von den Erstgenannten entworfenen Mustern den Stoff zuschnciden. Nach den angegebenen Unterscheidungsmerkmalen werden nunmehr nickt bloß die Arbeitgeber und die gewerblichen Angestellten im Sckneidergcwcrbe, sondern auch die mit der Ausgabe der Versicherungskarten betrauten Behörden sick unschwer darüber schlüssig machen können, ob im einzelnen Falle für einen Zuschneider die Versicherungspflicht zu bejahen oder zu verneinen ist. Serbiens zu wissen? Weder politische noch kommerzielle Inter - cssen könnten Oesterreich dazu bestimmen, das sein natürliches Uebergewicht dadurch gefährde, wenn es sich von Monoen leiten ließ, die den kleinen Vallanstaaten, wie auch den anderen mäckstigeren Staaten die Notwendigkeit auferlegen würde, auf das kotigste dagegen anzukämpfen. Soll dar eine Drohung sein? Oesterreich wird feine . Interessen vielleicht doch besser keunen als die Belgrader Herren. Dewtidics llcid). Ter Bundesrat überwies die Vorlage, betreffend das Wb Tom men zwischen Teuischland und Belgien über die Unfallversicl>erung den zuständigen Ausschüssen. lieber die Wahl eines Direk- toriumsrnitglieds und von höheren Beamten der Reichs- Versicherungsanstalt für Angestellte wurde Beschluß gefaßt Ter Südnwstasrikanischen Bodenkredit-Gesellschaft wurden die Rechte einer Kolonialgesellschaft verliehen. Der ReickStagSabgcordnete v. Normann ist am Donnerstag auf seinem Schloß Barkow gestorben, v. Normann, der 68 Fahre alt geworden ist, vertrat seit 1890 int Reichstage des Kreis GreifenbergKnnnnin. Er war Mitglied des Bundes der Landwirte und führte leit 1902 den Vorsitz in der dentschkoiiservaliveit Fraktion, zu deren führenden Persönliche keilen er gehörte. Mitglied deS preußifclx'n Mgeordnetenhauses war v. Normann seit 1897. Dem verstorbenen konservativen Führer widmen auch die gegnerischen Blätter warme Worte des Gedenkens, indem sie hervorbeben, daß v. Normann auch aus den Gegner shmpathtsch wirkte und daß er einer der fleißigsten Arbetter war. TicFleischzufuhr in Berlin. Dtc Berliner >2 t ad t v e r o r dn et e n v e r s a m m l u n g be- A"?gte einihniinig zur Ermöglichung der Einfuhr von friicbem Rchd und «ckwcmefteisch auS Rußland 600 000 Mark. Dir erlettckzusuhr beginnt am nächsten Sonntag. Die Wahlen zur württembergischen Zweiten K a m m e r. Laut amtlicher Bekanntmachung finden die Wahlen zur Ivurttemberflqdfen Zweiten Kammer am 16. November statt Tie LersicherunaSpflickt der Zuschneider in der *1 n 9 c 1t e 111 e ti o c r f i d) c t u n g i)t in der letzten Zett mehrsach verneint worden. Diese Auf- '** Bahnpersonal-Nachrichten. Etatsmäßige Stellen von Regierungsbaumeisteru bei der Staatscisen- bahnverwaltung wurden den hessischen Regierungsbau- meistern Ucf o in Essen (Eisenbahnbaufach) und Buschbaum in Witten (Maschinenbaufach) verliehen. ** DaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren tumbe verliehen durch Entschließung deS Groß Herzogs Johann Paul und Ludwig Hahn zu Schlitz. ** Angestellten-Versickerung. Ter Wahlausschuß des Hauptausschusses für die staatliche Pensionsversicherung, dem der Teutschnationale Handlungsgehilfenverband, ber Verband Tcutschcr Handlungsgehilfen Leipzig, der Kansmäunische Verein Gießen, der Deutsche Werkmeister-Verband, der Verband deutscher Rechtsanwalts-' und Notariatsbeamten, der Verband reisender Kaufleute, der Deutsche Gruben- und Fabrikbeamten-Verband, der Verein für Handlungskommis von 1858, der Verein für katholische Beamte und Kaufleute, der Technische Verein Gießen und der Deutsche Techniker-Verband angehören, hatte gestern abend in dem Hotel Großherzog von Hessen eine öffentlidjc Versammlung cinberusen, um über die Angestelltenversicherung Aufklärung zu geben. Vor dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal entledigte sich der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig, G e ß n e r - Frankfurt a. M. dieser Aufgabe. Er wies darauf hin, daß vor der Entstehung des Gesetzes angeregt wurde, die Angestelltenversicherung burd) Ausbau der schon bestehenden Invalidenversicherung zur Turd)führung zu bringen, daß dieser Weg aber zum Glück für die Angestellten nicht betreten worden sei. Ter Reichstag habe am 5. Dezember 1911 ein Sondergesetz über die seit einem Jahrzehnt von den Privatangestelltkn geforderte Angestelltenversickerung einstimmig angenommen, mit dem man sich jetzt einzurichten habe. Ter Redner erörtert den Zweck des Gesetzes und die beabsichtigten sozialen Leistungen für die Versicherten, die durch den Ausbau der Invaliden- und Altersversicherung nicht zu erreichen gewesen wären. .Er stellt die Leistungen an die Versickerten im Vergleich zu den gezahlten Beiträgen zusammen und erörtert die Möglich seit des Fortbestehens von Fabrik- und anderen PensionSkasseu und kommt dann zum Schluß aus die Bemühungen der Berliner Freien Vereinigung, die einen Kamps gegen den Hauvtaussckuß für. die staatliche Pensionsversicherung führt, indem sie gleichzeitig das Sondergesetz für die Privatangestcllten verwirft. Der Redner wendet sich zum Schluß seiner Darlegungen an die Wähler, die am Samstag dieser Woche die Wahl der Vertrauensmänner zur Reichsanftalt für die Angestelltcnvcrsichcrung vorzunchmen haben, und fordert ftc zur Ausübung des Wahlrechts und zur Abgabe des Stimmzettels auf, den der Wahlausschuß für Gießen im Sinne des Hauptausschusses für die staatliche Pensionsversicherung ausgestellt hat. In der Aussprache trat ein Anhänger der Berliner Freien ^Bereinigung dem Redner entgegen und erklärte, daß auch er sick) auf den Boden des Gesetzes stellen würde, doch übt er Kritik an dessen Bestimmungen. Herr Geßner bemerkte dazu, ihm sei bekannt, daß einzelne Anhänger der Freien Vereinigung den gleichen Standpunkt vertreten wie der Vorredner. Von der Zentralstelle der Vereinigung werde in Flugblättern und Versammlungen gegen den Hauptausschns; und die ihm angehörenden Verbände gehetzt, die sick auf den Boden des Rechts stellen und praktisch Mitarbeiten wollen. Daß Mängel bestehen, bestreitet niemand, aber darum das Segensreiche des Gesetzes nicht achten zu wollen, sei ein Unrecht. Darum müßten alle, die der Segnungen der Angestelltenversicherung teilhaftig werden wollen, bei der Wahl der Vertraneusmänuer am Samstag nur den Männern und Frauen ihre Stimmen geben, die sich auf den Boden des gegebenen Rechts stellen und an dessen weiterer Ausgestaltung Mitarbeiten wollen. Es handle sich nicht um einen Klassenkampi und um parteipolitische Bestrebungen, sondern um ein soziales Fürsorgegesetz, das trotz seiner Mängel einen gewaltigen Fortschritt bringt, das zwar verbesserungsfähig, aber doch für die Verhältnisse von Privatangcstellten von großem Vorteil sein werde ** Flugveranstaltung in Gießen Die Vorbereitungen für die am 27. d. Mts. stattfindende Flug Veranstaltung auf dem Trieb sind in vollem Gange. Die städtischen und staatlichen Behörden, sowie die Militärbehörde leihen dem Unternehmen weitgehende Unterstützung und eine Reihe hiesiger Vereine hat sich in den Dienst der Sache gestellt, indem sie Vertreter in die einzelnen Ausschüsse entsandten. Tie Veranstaltung ist in der Weise gedacht, daß am Sonntag nachmittag die bekannten Flieger, Fräulein Charlotte M o e h r i n g und Herr von S t o e v h a - sius, Inhaber der unter dem Protektorat des Großher. zoglich Hessischen Verbands für Flugwesen stehenden Fliegerschule in Mainz, auf dem Trieb mit zwei Eindeckern eine Reihe intereffanter Fluge ausführen, Höhenflüge Gleit Kurven- und Achterflüge Am Schlüsse soll noch unter Wahrung militärischer Gesichtspunkte ein Bombenwerfen auf eine Schützenlinie ober auf besonders errichtetes Biwak naltnnden. Unter der Voraussetzung, daß es gelingt eine genügende Zahl von Mitfahrern zu gewinnen, wird'auch das Zeppelmlustfdiifk „V i k t o r i a Lu i s e" eine Fahrt von Frankfurt nach Gießen mit Landung und Personenwechsel und Rückfahrt nad) Frankfurt unternehmen. Die Ankuiif aus dem xneb wird etiva um 2 Uhr erfolgen. Wenn audi bcw Luttfdiiu schon mehrmals unsere Stadt überflogen W 1° bieten doch Landung und Ausstieg für die meisten Bewohner unterer etabt und namentlich für die der Umaeaend cm ganz neues, noch nie gesehenes Schauspiel. Tie Halte- Kreis Schotten. X t, 17. Okt. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurden zur Erweiterung der Dienst» raume der «tadtkatte 82 000 Mk. bewilligt. Durch die Erweitert Tie englischen Wünsche. Ter „Ternps" meldet aus Wien, daß England, unzufrieden mit der bem Baltanvierbund allzu auffällig Günstigen Haltung Rußlands, jetzt willens sei, die britische Orientpolitik mit der Tendenz Oesterreich-Ungarns in Ein- llang zu bringen. Hier glaubt man, daß England al.er- dings keiner anderen Nation die dauernde Festsetzung in der Suda-Bai jjq'tatten wolle und den Besitz Kretas Griechenland nicht mißgönnen würde. : mannschaft wird von der hiesigen Feuerwehr gestellt werden. Dem Luftfahrcrverein Gießen, der die Flugveranstattung , und die Zeppelinlandung ins Leben gerufen hat, ist es ge- , hingen, für die Mitfahrer eine ganz wesentliche Preisermäßigung zu erzielen. Während sonst der Preis 200 Mark für die Person für eine einfache Fahrt von 1—U’3 Stunden beträgt, wird er für Mitglieder des Luftfahrer- Vereins wohl kaum über 100 Mk. und für Nichtmitglicder nicht über 150 Mk. betragen. Vielleicht läßt sich für letztere bei genügenden Meldungen noch eine weitere Preisermäßigung erzielen. Genauere Angaben können erst in Kürze gemacht werden. Anmeldungen müssen aber schon jetzt erfolgen und Interessenten werden gebeten, sich an den Vorstand des Luftfahrervereins, Seltersweg 56, zu wenden, wo alle näheren Einzelheiten zu erfahren sind. Um einer möglichst großen Zahl auch Minderbemittelter das interessante Schauspiel zugänglich zu machen sind die Preise für die in Aussicht genommenen Plätze niedrig gegriffen. An alle Besucher wird in ihrem eigenen Interesse die dringende Bitte gerichtet, sich die Karten möglichst im Vorverkauf zu sichern, um ein Gedränge an den Platzkassen am Tage der Veranstaltung zu vermeiden und so eine leichtere Bewältigung des Massenverkehrs zu ermöglichen. Schon bei dieser Gelegenheit muß aber den Besuchern dringend ans Herz gelegt werden, die getroffenen Absperrungsmaßregeln unter allen Umständen einzuhalten, da jedes lieber» schreiten der Absperrungsgrenzen mit Lebensgefahr verbunden ist. Bei der bisher bei derartigen Gelegenheiten bewiesenen Disziplin der hiesigen Bevölkerung ist zu erwarten, baß diesem Wunsche allseits Rechnung getragen wird, und daß die besonnenen Elemente der Bevölkerung die Veranstalter bei dem schwierigen Amte der Absperrung nach Möglichkeit .unterstützen. 9hir auf diese Weise ist ein Gelingen des Festes möglich. Es iriire erfreulich und im Interesse späterer größerer Veranstaltungen dieser Art wünschens- wert, weua in dieser Beziehung keinerlei Mißton hervor- gerufen würde. Für Erfrischungen und Militärkonzcrt ift ebenfalls Sorge getragen. Weitere Mitteilungen werden baldigst erfolgen. ** Ter Gießener Eisverein hielt gestern abend im Kaiferhof seine Generalversammlung ab. 'Ten Kassenbericht, der ein recht günstiges Ergebnis aufweist, erstattete Herr Karl Gemmecker. Bei der Vorstandswahl wurde der feitherige .Vorstand mit Herrn Amtsgerichtsrat Hirsch als Äorfitzrilden wiedergewähtt; neu hin^gewählt wurde Herr Karl Neurath. Tie weiteren Punkte der Tagesordnung, die rasch erledigt wurde, betrafen innere Vereins^ angelegenheiten, wie Herrichtung der Eisbahn, Vervollkommnung der Kontrolle usw. ** Männer-Turnverein. Wie im Frühjahr soll auch jetzt wieder gemeinsam mit befreundeten Turnvereinen der Nachbarschaft ein Kriegsspiel veranstaltet werden, um die Landvercine, die auf vaterländischem Boden Leibesübungen pflegen, in der Förderung dieser Bestrebungen zu unterstützen. Eine ganze Anzahl Vereine hat ihre Mitwirkung zugesagt. Tie eine Partei wird sich bei Garben- teich versammeln, um die dortigen Bahnanlagen zu decken, die andere in Hörnsheim an treten, um von bürt aus Garbenteich zu erreichen. Der Hauptzusammenstoß wird voraussichtlich zwischen 3 und 4 Uhr auf der Linie Steinberg—Gröningen stattfinden. Der Hauptziveck der ganzen Uebung ist der, die der Juna-Deutschlandbewegung z. Zt. noch fernstehenden Kreise für diese gute Sache zu gewinnen. (Siehe die Anzeige im Anzeigenteil.) •* Vom Elektrizitätswerk. Es sei auf die Bekanntmachung hingewiesen, nach der am Sonntag, 20. ds. Mts. das Elektrizitätswerk die Stromlieferung von mittags 12 Uhr bis nachmittags 3 Uhr unter- bricht. Die umfangreichen Erweiterungen haben Veranlassung gegeben, die alte Gleickstromtafel M erneuern und ihr einen für die.Heberficht des Betriebes günstigen Platz zu geben. Bisher sind sämtliche Umlegungsarbeiten während des Betriebes vorgenommen worden, doch muß ür die Umschaltung der Akkumulatorbatterie die Strom» icferung' auf kurze Zeit eingestellt werden. ** D e r st ä d t i s ch e S e e f i f ch rn a r k t in den Marktauben bot gestern Backfische, Nordsee-Schellfische und Ka- bliau, Seelachs, Schollen und grüne Heringe. Der Andrang an den beid.en Verkaufsständen war wieder sehr stark und >ie vorhandenen 14 Zentner Fische konnten in zwei Stun» den verwogen, verpackt und zum Verkauf gebracht werden. Die Abfertigung der Käuferinnen könnte noch schneller erfolgen, ivenn sich alle Leute der Ordnung, die bei einem olchen Menschenandrang sein muß, mehr fügen würden, denn es wird streng darauf gesehen, daß die'Abfertigung nach der Reihe, ohne Bevorzugung nach Rang und Stand geschieht. Es wäre auch gut, wenn sich die Hausfrauen ini*J?ei-n9cIb ucrMen wurden, damit sich das Wechsel- gcschäft sdjneller abwickelt. An eine Käuferin werden nicht mehr als 10 Pfund Fische.abgegeben. "Eine Ausstelluna künstlerischer Handarbeiten veranstaltet die Firma Salomon u. Cie., Schul» trage, am Sonntag von mittags 5 Uhr ab in ihren Schau- enstem und im innem Lokale. ♦* Von der Bergschule Dillenburg weilte gestern die erste Klaste, Bergleute im Alter von 20 bis 30 Jahren, in unserer Stadt. Die rund 30 Bergschüler be- ichtigten vormittags die Gruben der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke und zerstreuten sich am Nachmittag in unserer «tobt, ivv sie purch ihre Uniformierung Auk- ehen erregten. ö Ter Sultan an die Bevölkerung in Tripolis. Rom, 17. Olt. Der Erlaß, welcher den Arabern in Tripolitanien und in der Cyrenaika Straferlaß gewährt, ist gestern vom Sultan unterzeichiiet worden. Er hat folgenden Wortlaut: Ta meine Negierung einerseits sich in der Unmöglichkeit befindet, euch eine wirksame Hilfe zu geben, die erforderlich ift, um euer Land zu verteidigen, und da sie andererseits um euer gegenwärtiges und zukünftiges Wohlergehen besorgt ist und die Forlietzung des für eure Familien verhängnisvollen und für unser Reich gefährlichen Krieges vermeiden will, und die Absicht hat, in eurem Lande Frieden und Wohljahrr Wiederaufleben zu lassen, verleihe ich euch Kraft meiner Herrscherrechte die volle und ganze Autonomie. Euer Land wird nach einem neuen Gesev und besonderen Verordnungen regiert werden, an deren Ausarbeitung ihr burd) euren Ral mitwirken werdet, und damit euren Bedürfnissen und Gewohnheiten entsprochen. Ich ernenne zu meinem Vertreter bei end) meinen treuen Ticner Choinsoddin-Bcy, den ich mit dem Schutz der osmanischen Jnteocssen in eurem Lande beauftrage. Das Mandat, das ich ihm übertrage, hat eine Taner von fünf Jahren. Nad) dipser Frist behalte ich mir vor. dieses Mandat zu erneuern ober einen Nachfolger zu bestellen. , Ta eü unsere Absicht ist, daß die Besiimmiingen des Schariatsgesetzes dauernd in Kraft bleiben, fo behalten wir uns zu diesem Zweck die Ernennung des Kaids vor. der seinerstitS gemäß den Vorschriften des ScheriatS die Naibö ans den Reihen der örtlichen JlemaS ernennen wird. Tie Bezüge deS Kaids werden von uns bezahlt, die unseres Vertreters sowie deS Sd>:riat5 werden aus den örtlichen Einkünften entnommen werden. Der italienische Erlaß. Rom, 17. Okt (Amtlid).) Ter folgende Erlaß hin- sid)tlich des Gesetzes vom 25. Februar 1912§ das Tripo^ litanien und die Cyrenaika in vollem Umfange unter 'die Oberhoheit des Königreichs Italien stellt, wird zu dem Zwecke veröffentlicht, um die Pazifizierung der genannten Provinzen durchzuführen: Artikel 1: Vollständiger Straf erla ß wird den Be- wohneni Tripolitaniens und ber Cyrenaika gewahrt, die an den Feindseligkeiten tcilgenommcn und sich bei den Feindseligkeiten bloßgestellt haben, soweit es sick) nicht um gemeine Verbrecher handelt. Daher wird keine Person, lueld/cr Klasse ober welcher Lebensstellung sie angehören mag, verfolgt ober in seiner Person, seinem Eigentum ober in der Ausübung feiner Rechte gestört werden wegen der von ihm begangenen politischen oder militärischen Handlungen oder wegen während der Feindseligkeiten von ihm geäußerten Meinungen. Personen, die aus diesem Grunde fid) in Haft befinden oder deportiert worden sind, werden sofort in Freiheit gesetzt. Artikel 2: Die Einwohner Tripolitaniens und der Cyrenaika werden, wie in der Vergangenheit, and) weiterhin vollständige Freiheit in der Ausübung des muselmanischen KultuS genießen. Der Name Sr. Kaiserlichen Majestät des Sultans als Kalifen wird weiter in den öfient- lichen muselmanischen Gebeten erwähnt werden und seine Vertretung in einer von ihm ernannten Person anerkannt. Tie Einkünfte dieses Vertreters werden aus lokalen Eingängen bestritten werden. Die Reckfte der frommen Stiftungen werden, wie in der Vergangenheit, respektiert werden und die Miy'clmancn werden in keiner Weife behindert werben, in ihren Beziehungen zu ihrem religiösen Oberhaupt, dem genannten Kadi, dessen Ernennung durch den Scheich uel Islam erfolgt und zu den Naibs, die von bem Kadi ernannt und deren Einkünfte ebenfalls aus lokalen Eingängen bestritten werden. Artikel 3: Ter genannte Vertreter wird and) bei dem Sckutz der Interessen des ottomanischen Staates und ber otto- manischen Untertanen, soweit sie in den beiden Provinzen nach dem Gesetz vom 25. Februar 1912 verbleiben, anerkannt werden. Artikel 4: Durch ein anderes Dekret wird ein Ausschuß ernannt werden, an dem auch die Notabeln ber Eingeborenen teil nehmen werden, um für die beiden Provinzen zivil- und v e r w a l t n n g s r e ck t l i ch e Maßnahmen rmrznicklagen, die auf liberalen Grundsätzen beruhen und lokale Sitten und Okbräudie respektieren. Tas Tekret ist vom König vom 17. Oktober gezeichnet und von dem Ministerpräsidenten Giolitti. sowie von dem Minister des Auswärtigen und allen Ministern gegen- gezeichnet. 'ich für Todes-Anzeige 08772 Familie 6976- 696* herzlich Leihgestern statt. Eisenbahn-Hotel Meiler > Ubr ab Rühl Wahlbezirk Gießen -Laud Sectio n iberhzssoi Sehenswerte Schaufenster- und Innen -Dekorationen Union Bier * Do ? °es 9i Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. Oktober, nachmitt. 2 Uhr, Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei unserem schweren Verluste danken R Wei k rtt '» «ÄSte « ^nen n den Reiskirchen, Leihgestern, Hanau a. M. und Mainz, den 18. Oktober 1912 G. Gilbert, K. Gilbert L. Gilbert. Martini. Faber. am 18. Oktober 1912 Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. Oktober, nachmittags 'M Uhr, vom Trauerhause aus statt. Es sei auf dir der am Sonntag iie Stromliesb tags 3 Uhruntei- rungen haben $[• rmtasel zu erneuen Betriebes günstiger, e Umlegungsarbeiier i worden, doch mut Nachzügler erreichen uns mit dem Zuge 217 ab Gießen in Watzenborn. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet. Ter Borstand. toßlnti „tatiiia" General Versammlung am Samstag, 19.Okt.lS12 abends 9', Ubr, im Eer- cinslokat. Allseitiges Erscheinen erbet. 6968] Ter Vorstand. «eine hat ihre SDht- vird sich bei Garben- ahnanlagen zu decken. , um von dort ois Ptzusannnenstoß lvirt auf der Linie Stein- auchtzlveck der gavzen itanbbetoegung z. ■ Sache ja getvinna Wetter aussichten in Dessen für Samstag, den 19. Okt. 1913: Wechselnd bewölkt, einzelne Ncgenschalier, Temperatur wenig verändert ; nordneillichc Wmde. ■ turncbirfabrL Johannisthal, 17. Okt. Das Marinelustschisf „2.1" ist nach eingehender Besichtigung durch den Staatssekretär des Reichsmarineamts von der Marineverwaltung übernommen worden. Gras Zeppelin wohnte in Begleitung des Direktors Colsman der Besichtigung bei. Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Auguste Roth geb. Jockel. '.'M d" ® auf,e*?£cinbtn g reiWr Tn W*1' Morgen, Samstag abend Sonntag, den 20.Oktober: Butzbach — Kleeberg - Oberkleen-Butzbach. Abfahrt: 12° Uhr. [v*’/i Wanderzeit: 3'/-Stunden. ‘ter5®* n'vta littet, ?öen mit £; vsRl 'N toirb, u„böl'h Mit. ■ Pe ht ein Gelind hervvi, -’Jcitteüungen werbe "W gestern abend Z °b. Den lassen- 5 Wt erstattetk -rorstandswahl wnrdr mtsgerichtsrat Hirsch hlnzugewahlt toiut* unkte der ragesord- rfen innere Vereins, c Eisbahn, Vervoll- Großen Buseck. Die Listen der Wahlberechtigten liegen 10 Tage, vom 21 bis einschließlich 30. Oktober d. Js. zur Einsicht der Wahlberechtigten offen und zwar diejenigen für GießemStadt und Gießen-Land auf dem Bureau der Großherzoglichen Handelskammer, Nord-Anlage 15, während der Amtsstunden (9—12 vorm. und 3—6 nachni.) Einwendungen gegen den Inhalt der Listen sind innerhalb der erwähnten zehntägigen Frist bei der unterzeichneten Handelskammer schriftlich rorzu- bringen. Nach Ablculf der zehntägigen Frist wird die Handelskammer über die vorgebracht, n Einwendungen entscheiden und die Listen der Wahlberechtigten nach Maßgabe dieser Entscheidung, soweit nötig, berichtigen lassen. Gegen diese Entscheidung ist innerhalb zweier Wochen Beschwerde an das Großh. Ministerium des Innern zulässig. Nur diejenigen dürfen ihr Wahlrecht ausüben, welche in die festgestellten Listen aufgenonimen sind. Nach Feststellung der Wählerlisten wird die unterzeichnete Handelskammer den Tag und die für den Beginn und den Schluß der Wahl festgesetzte Stunde, sowie das Wahllokal öffentlich bekannt geben. Gießen, den 17. Oktober 1912. Die Großherzogliche Handelskammer. Der Vorsitzende: S. Heichelheim. D18/ie Visitkarten liefert billigst Brühl',che Univ.-Truckerei Gießen. Vie im Frühjahr soll ■ubeten Turnvereinen veranstaltet werben, »ischem Boden Leibes die trauernden Hinterbliebenen: Elisabetiie Wehrum Wwe. und Kinder Komme Samstag aut den Stieb mar ft iBrandplatz) mit Fluß- und Leefischen zu staunend billigen Preisen. 087591 Simon. werden. iarkt in den Mark: '-Schellfische unb b eringe. Der Andran: wieder sehr stark unb onnten in zwei Stun- :kauf gebracht werden könnte noch schnelle rdnung, die bei eine- * fü® daß bie WerhR itatf) R°ng md St°i» t ijch dir Haussra"« mit ji« d»S »E jtäuferin ivtrben M ftl-ri,ch" S'SWil ims an ^-rmchiiler bo :e llnisormierung Eutol-Bonbons Patentamtlich geschützt unter No. 115022, 11605R 116783 Aerztlich empfohlen 88«»/,e bleiben trotz aller Konkurrenz ,,Das Beste^e^en Husten u. Heiserkeit“ Bekanntnmchnng. Betreffend: Handclskammcrwahlcn. Auf Grund des Gesetzes vom 1. Juli 1908 über die Aenderung des Gesetzes vom 6. August 1902, die Handelskammern betreffend, haben am Ende dieses Jahres Ergänzungswahlen stattzufinden. Es scheiden aus im Wahlbezirk Gicßcn-Ltadt: die Herren Max Friedberger und Jakob Grünewald; außerdem hat für das verstorbene Mitglied Berg- werksdireklor Munter eine Neuwahl stattzufinden; den 20. Oktober, nachmittags von 5 Uhr an -j 0 • Schulstrasse 4 . oalomon äc Cie. Telephon 249 Männer TurnvereinGicßcn Sonntag, den 20. Oktober b. I. 1 großes Kriegsspicl. Antreten 12IS auf dem ^udwigsvlatz. lbspctt^. n den K yandel. London, 17. Cft. Die Bank von En gla-n d erhöhte den Diskont auf fünf Prozent. . Pari17. CTt. Tie Bank von Frankreich hat den Wechseldiskont von 3 auf S'/, Prozent erhöht; der Lombard- unS'uü Ivurdc auf 4 ront i'claäcu.__ Statt besonderer Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß heute früh 6 Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Christian Uhrhan, Wcißbindcrmeister, im Alter von 50 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelmine Uhrhan, geb. Keck. Kartoffeln für den Winterbcdarf Magnum bonum Industrie Up to dato 6912 Note Tabersche «rauhschalige» Royal Uidncy verbesserte Magnum bonum Ella Paulsens Julie gelbe Salatkartossel empfiehlt in vrimn Oualität au billigsten Preisen I. Weisel Tel. 88, Sonnenstraste 6. Proben stehen zu Tiensten. Letzte llacbricbtcn, Ter Balkankrieg. Konstantinopel, 18. CFt. Tie türkischen Armeen er* hielten den Befehl, gegen Serbien und Bulgarien bte Offenswe zu ergreifen, Lsenpest, 18. Okt. ^riovTel.) Es besteht die Absicht, für Kroatien hie MilitLr - Tikt atu r au«mprcchen. In erster Linie sollen die Vorgänge auf der BalkanhalbiMÄ für diese Maßnahmen bestimmend gewesen fern. V: Saloniki, 18. Cft. (Priv.-Tel.) The türkischen Truppen gingen bei Zlikaglawa nördlich von Plana über die montenegrinische Grenze Ferner ruckten die Türken nach Androwitzavor. Bern na wurde abermals angegriffen, doch wurde der Feind allenthalben zuriickge- schlagen. Tie Alontenegriner beginnen letzt mit dem Bandenkr^g. wurden schwer beschädigt. Das Unglück entstand dadurch, daß der tron Langenlonsheim kommende Zug infolge des dichten Nebels das Signal überfuhr und den entgegensahrenden Zn^ nicht bemerkt hatte. Der Materialschaden ist bedeutend. Tie Strecke ist am niedrere Stunden gesperrt. Tie Züge von Bingerbrück nach dem Nahetal werden über Gensingen geleitet. Menschenleben ,md nicht zu beklagen, auch wurde niemand verletzt. • Brennender Wagen. Aus Mirow (Mecklenburg' wird gemeldet: Infolge Scheuens der Pferde eines Bauernguts- besitzers stürzte auf der Fahrt zum derbstmarkt ein Dagen um Dabei explodierte eine brennende Lampe im Innern des Wagens und fetzte ihn in Brand. Ter Besitzer, der auf dem tfutfdxrbotf saß, konnte sich retten, seine Frau, die im Innern des Wagens eingeschlaien war, verbrannte. Kleine Gagcsthroni:. In Düsseldorf machte ein Bürger, dessen Name nicht genannt wird, eine Schenkung von 100000 Mk. zur Unterstützung armer W öchner inn en. In München ist leit einigen Tagen der Rechtsanwalt Reichenberger verschwunden. Ter Verschwundene wird mit einer Wcchselsache in Verbindung gebracht. Ter norwegische Viermaster „T a g l) i l d ist im nördlichen Eismeer beim Vorgebirge Kanin gesunken. S e ch s z e h n Mann der Schisfsbesatzung sind u m g e k o m m e n. Neun Matrosen wurden gerettet. c . Tr Eugen Oswald, der Sekretär der Londoner Go et heg es ell schäft, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Am 17. d. Mts., nachts 121/«, Uhr, entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater und Urgrossvater Herr Jobs. Gilbert, Steiger i. P. Z Kirchweih Braunfels Hotel-Rest. Böhme. Am 20. u. 21 Okl.: Kr. Kirmes- Truhel. Von 4 Uhr ab Tanzmusik. Iägcrkavclle Marburg. Ta-5?vurstllch Lolmc"Brannfels sche Rcntamt in Hungen wird vom 1. November 1912. ob aufgehoben. - Alle My- icilungcn, die Pachtverhältnisse, oclbbercimgungen forme Ab- und Zuschreibungen in den Grundbüchern betreuen, wolle man von diesem Zeilvunkie an der Fürstlichen Micnt= kammer ui Braunfels zugehen lassen. Tie Gelderbebungen finden wie bisher je nach Bedarf in den einzelnen Gemeinden statt. Braunfels, den 14. Oktober 1912 Du/l0 Fürstliche Rentkammer. Pafo l 0;h Iräher Colosseum Udiu LUiU Walitor str. 38 Sonntag, den 20. Oktober, Anfang 4 u. 8 Uhr Einmal. Gastspiel der Frankfurter Orpheina-Gesdbchaft Zur Aufführung gelangen erstklasnge SotiS, Tuctte, Schaunuurnrern und Posten. .. In beiden Borstellungen die Original Posse Aus denFlitterwochen zurück oder: Wir Niml verheiratet. Eintritt: I.Platz 80 Pfg., II. Platz 50'Um., Galerie 30 Pfg. Zu recht zahlreichem Besuche ladet freundlichst ein 08755 Die Direktion. Zwetschenmns eigener Bereitung, l**4 empfiehlt Emil Fischbach. Brnmata-Haupenleiin. Pergamentstteiien, Kordel. Adler-Drogerie, Selters- roeg39, Otto Schaaf. I** im Alter von 79 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Telephon 911 Heute zum letzten Male das mit großem | Beifall aufgenommene Drama a19/^ Liehesopfer sowie daS vorzügliche,reichhaltige Programm. Aus speziellen Wunsch nochmals gegen 9 Uhr: Kreuz und quer durch Gies sen LamStag von 3 bis 5 Uhr: Schülervorllellüng Theodor Körner mit erklärendem Tert von Direktor Bakof. Vnsterdcm daS reichhaltige Lchülervrogramm. vollständiger Ersatz für cchteo Piliener diellxFl.25Pfa., Fl. 13Psg. frei Hand. Wöchemliche ^i.-aggonbezlige. Emil Tchmall Tel.83, Frauksurtcr Ltr.7 Apfelmost eigener Kelterei. 08424 Lonio ifiiter, Gasthaus Central, Wolkengasse 26. Btt eine geräumige Aassenballe mit den erforderlichen Neben- ge?chaffm>verden. Cberbürgermnitzr Tr. Glasfing teilte n-t dan tu der nächsten Sitzung tnc Gehaltsverhältnisse ->er'Kommunal beamten in bezug auf die zu erwartende ttue Besoldungsordmtng besprochen werden ,ollen. — Am Sams- -ag, 19 d Mts., werden Bürgermnsterei und Stadtverordnete oteber einen Grenzgang veranstalten. Ter Großherzog stistct ,Ur Mittagstafel einen Hirsch „ u . rm Darm stadt, 17. Okt. Emen Mordversuch ant i gen en Ehegatten machte, wie geftern tm größten Teil bet Auflage schon kurz berichtet wurde, amchetnend in der Nacht rm 15 h« Mts gemeinsam mit dem bei ihrem Ehemann be- ?(!)äftiaten Karl Nauck aus Ohligs die 36 Jahre alte Ebetran n« '^chifssschaukelbesitzers Adam Mahr Regina geb. Weber b'8. Löckft i O In der N°chl erhielt M°di. °ls er ,n dem «rtt tdneä SBobnirogmi tolirf, mit «nem !ch"»ren Instrument inen starken Schlag auf den Kops, der ihn einige Zeit bewutzt os S »u sich tarn bemerkt- °r, d°n s-m- und der Anecht Nauck verfchwunden waren und mit inro^in Geldbetrag von 400 Mk., der in der Kommode des auia bobm roa° Bis it»t bat man frinc Tour ton ^ni^uftnthalt der beiden. Tic Staalsanwaltschait bat Steck' & nach denen di- fftau nrittelgratz ist, schwarzes und langes schmales Gesicht und Mittelstarke Figur hat. ' auck bat blortdeS Haar, das in der Mitte gescheitelt ist, trägt funen abgeschnittenrn Schnurrbart und ist 36 ^ahre alt. Mau nimmt an daß Frau Mahr den Nauck in den Wohnwagen emgelafsen' hat unb'*baß Nauck im Einverständnisse mit der Mahr Schlag ausgesührt hat^ ______ Vermischte». . Elsenbahnunglück. Am Donnerstag früh 5 Uhr stieß der von L a n g en l o n s heim abgehende und nach Kr e uz- n ach fahrende Güterzug auf einen ihm entgegenkommenden (t.üteriua bec Strecke Saarbrücken - Bingerbrück und iuhr ihm in die^Flanke Drei Wagen und die Lokomotive des ersten Zuges WS der Mandelmilch-Pflanzenbutter (vegetabile Margarine) MZ MZ \IZ G MZ yz G yz yz yz yz yz w yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz V/ yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz G yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz \iz yz G yz yz yz yz yz yz yz yz yz yz Nur echt mit dem Nementxuc des Erfinders Geh Medizinalrat Prof. Dr. Oskar Liebreich Nachahmungen weise man zurück! Alleinige Producenten: Sena Gesellschaft m. b. H., Cleve. Wgftst in Lietzen Der Luftfahrer-Verein Eietzen veranstaltet mit einer Anzahl Eietzener Vereine u. unterstützt von Zivil- u. Militärbehörden am Sonntag, den 27. Oktober aus dem Trieb ein Wg-Zest Zräul. Charlotte Msehring gllvyvl Herr Curt von Stsephasiur Vorführungen: Höhen-, Gleit-, Kurven-Gleit-, Achterflüge und Bombenwersen preise der Plätze: Startplatz 3 Mk., im Vorverkauf 2 Mk. I. Platz 1.50 Mk., im Vorverkauf 1 MK., II. Platz 50 Pfg. im Vorverkauf 30 Pfg. Bei ungünstiger Witterung wird das Flugfest verschoben. Die Karten behalten ihre Gültigkeit vorverkaussstellen in Gietzen, Wetzlar und den grötzerenPlätzenOberhessens. llasseilöffimng 1 Uhr Mit dem Flugfest soll am 27. Oktober eine Landung des ZeppeUn-Lustschisses Victoria Luise verbunden werden. Anmeldungen zur IMfahrt sind umgehend an den unterzeichneten Verein zu richten. Preise der Plätze: für Mitglieder des Luftfahrer-Vereins etwa Mark 110.-, für Nichtmitglieder etwa Mark 150.-. Dauer der Zielfahrt etwa r/2 Stunde Militärkonzert auf dem Festplah Luftfahrer-Verein Gietzen ui.246 t •** stillen yürstemvalde b,f Irschen dre ^nhvurbigen Auo g'„ f Und NLsu «Ä&^g litt llÄ^lvalde lina ^llen i ’20n Erster -LS: LS- tz rnilb<" S.-A* •^^DlLTle pol gor W' s&s srS! jabett werden. Dürft» 2t|t Die amtliche Zn der w Watz-Lothringen Erlaubnis versagt an der Seerbignni hätten. Es W Tderelmheim pon dem Gencke erCärt und im A den Am unter trift nad) Deutsch iüniißteit der el ba zu der der r ^'nüber Deser ntä denselben 0nr S c r, der wegen K Dmirteilt worden i| Abwesenheit die bei >at überhaupt fein gereicht. Daß ihm djo unwahr. T Professor Mai las stets aktuelle ' bedeutsamen Vortl Zndustrieller. Er Tic Geschichte d tnplanb immer der Wen ist. Ehedem irr englischen Läsen. Wniicn: Lolland, tut kindlichen Acht *titb Ä England alji bis Mö t)at es au qtarbnttt, weil es ! bnbert sich mit ban 3fr_ Zustcmd: neue 1S70 hat Teuhchlan r cr Redner acht d zwischen Teutschlanl «die eigentliche Rcibi »als Teutschlands ü ktinc einseitige Rii nnes hat er abaele block gegen Rutzlan guenzen gezogen: natürlich ein gefäf m diesm roirtjihait: gffi6 des Gegenioi " dS biefe n,tY Es ut vor ai ß im ’M dem Lrügn- Spannungen ein ""den nun zu (h .^ingefienb schj tjOO. zie IKolonialAusstellung bis 25. Oktober d. Js. im Kunstbaus am Brand und in den Räumen des M'jseumsfir Völkerkunde. Täglich von II-1 u. 2-4Uhr Lisfte W Lisi® ö Lssi@ O Wähler und Wählerinnen wählt Eure von den vereinigten Verbänden alifgestellte Liste. v"/.» Der KhsliMüß der HnnptEH- Perbandc. fiaufmänniitficr herein für miblichc Angcstelltk. BorsAiigslistc l der HauptliiissAß-Ärbänhc für Kailsleiitc iinii SurtauOtanitt. MrsGMc ll iitr HmtMschch-Pttbäntic für tchnisihc Angcstclltt. Mahler! Folgende Listen sind miteinander verbunden: Gießen, den 14. Oktober 1912. Grobherzogliches Amtsgericht. Empfehle von heute ab täflE ilachmittags 3 Uhr srische Brötlhen. Wikncr Feinbäckerei WillU HoclterS, Frank- iurtcr Ltranc 27. (OMM6 Bekanntmachung. a) In daS Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Friedrich Amend zu Großen - Linden eingetragen: Friedrich Amend jr. zu Großen-Linden, Wilhelm Amend daselbst und Katharine geb. Amend, Ehefrau deS Otto Wilhelm Döll in Freiensteinau sind in daS Geschäft als persönlich hastende Gesellschafter eingetrcten. Die offene Handelsgesellschaft hat an, 1. Juli 1912 begonnen. Zur Vertretung der Gesell- schäft sind nur die Gesellschafter Friedrich Amend sen. und Friedrich Amend jr., und zwar jeder für sich allein, berechtigt. b) Die richtige Schreibweise der Namen in der Bekanntmachung vom 4. Oktober 1912 ist Schuchard. Bekanntmachung. In. das Handelsregister Abt. A. wurde bezüglich der Firma Julius Hahn Nachf. zu Gießen am 20. September 1912 eingetragen: Tie Gesellschaft ist aufgelöst. Liquidator ist der Kaufmann Jean Boeck in Gießen. Gießen, den 17. Oktober 1912. a1 •/» Großherzoglrches Amtsgericht. Mltaler Biete Direkt.: Hermann Steingoetter Freitag, den 18.Cft.1912, abends h Ubr: 3. Freitag - Abonnent. - Ziorsl. Gewöhnliche Preise. Der Traum ein Leheo Dramatisches Märchen in 7 Bild. v. Franz Grillparzer. Ende geg. 107i Uhr. LamStag, d. lO.Cft. 1912, nachmittags 3V, Ubr: Schülervorstellung bei Bolkspreisen. Nathliil der WH. Ein dramatisches Gedicht in 5 Auszügen von Gotth. Evbr. Lessing. Ende 6'/. Uhr. (a% Den Eingang der Herbst-Neuheiten beehre mich ergebens! anzuzelgen. Zugleich empfehle: Dauerhafte Boxcalfstiefel mit einfacher und Doppelsohle für Damen, Herren und Kinder Tanz-u. Gesellschaftsschuhe in apartem und einfachem Geschmack. Warme Winterschuhe in .grosser Auswahl zu billigsten Preisen. SchuHhauasren" W. Herbert Marktplatz 2, neben der neuen Engelapotheke. Allgemeine ‘Rabattmarken. .»/„