Die heutige Nummer umfaßt 20 Seiten. politische Wochenschau Vie Folgen Des Sergarbeiteraurftan-es. beä tiefen, ewigen Schnees, der in diesem Gebiet die Höhen von um Zechenbefltzern in die Hände gearbeitet haben, indem sie dtesc durch die Anzettelung des Ausstandes auch auf beut- 'Hem Boden vor der Gefahr bewahrt haben, Absatzgebiete an bte deutsche Konkurrenz zu verlieren. um etwa 500 Kilometer verschiebt und zieht daraus den Schluß daß seine Erfindung auf 24 Stunden einen Gewittersturm Voraussagen kann. formen zu bedienen, die sonst in der Gesellschaft üblich sind". Eine ähnliche Zurechtweisung hätte auch der Präsident Korell in der hessischen Kammer dem Abgeordneten Fulda schon nach seinem ersten unparlamentarifchen Sah er» teilen müssen. Das Geschästsordnungsver^ahren reicht völlig ans, wenn es nur immer prompt angewendet wird. über dreitausend Metern stets bedeckt, trotz der Schwierigkeiten, die ihm die Bewohner, die wilden und noch ganz vrimitiven Lolos, bereiteten, konnte er die Gliederung dieser unbekannten Gebirge genau aufnehmen. Zu Anfang April wandten sich dann die Reisenden der Ausgabe zu, das noch so gut wie unerforschte Tal des Flusses Yalong hinauszuziehen. Legendre widmete sich hier besonders dem Studium der Seidenraupen und der Seidenkultur, während Noiret und Dessirier eine Anzahl von Märschen unter» nabmew um den Laus des Yalong festzulegen und das furchtbare Gebirgckaos näher kennen zu lernen, zwischen dessen gewaltigen Felsmassen der Fluß sich bindurckwühlt. So lernten die Reisen den allmählich ein weites Gebiet kennen, das bis zum 30° n B führt und im Olten durch den Laus des Yalong begrenzt ist Dieses außerordentüch gebirgige Land, dessen höchste Spitzen bis 6000 Meter hoch sind, gehört den Gren^ebieten der Provinz Sze- Tschwan und von Tibet an und ist erst seit einigen Jahren durch die chinesischen Soldaten erobert, die den ursprünglichen Ein wobnern immer mehr an Boden abgewinnen. Im Herbst des Jahres wurden die Reisenden dann bei ihren weiteren Fvv schungen in diesem Gebiet durch die erste Shmbe von der aus brechenden Revolution beunruhigt; Legendre schickte Noiret mir einem^besonderen Auftrage nach Tschengtu und wandte sich selbst nach Sze-Tschwan, das er aber bereits im vollen Aufruhr vor fand. Legendre und Dessirier wurden dann am 24 Oktober von Aufständischen überfallen und entrannen nur mit knapper Not dem Tode. f., fcn, 15 Marz. Die Konferenz des Gewerkvereins christ- hcher Bergarbeiter stellte fest, daß von den Mitgliedern des Gesverkvereins lediglich einige hundert streiken, etwa 10 Prozeiit feierten unfreiwillig, was jedoch ausschließlich m den Bezirken mit einer sozialdemokratischen Uehermacht der Fall sei. Bochum, 15. März. Die Vorstände der drei Bergarbeiter- verbände haben omni Aufruf erlassen, in dem sie die Streitenden und die ganze Bevölkerung auffordern, für die Auf- 5? r Haltung der Ordniliig mitzusorgen, damit den --'ckerhettsorganen und dem Militär kein Vorwand zu blu- ligen 'Jngriiren geboten werde. Eine von den Vorständen ab- ge.ialtene Konferenz sprach die Erwartung aus, daß die Sicher» heitsorgane und das Militär besonnen bleiben. D ü s s e 1 b o r f, 15. März. Tie Regierung hat die Ortsbehör- den angewiesen, die Schulzeiten so einznrichten, daß die Kinder zur Zett des Schichtwesels in den Schulen sind Gelsenkirchen, 14 März Der „Gelsenkirchener Zeitung' zufolge.,md die von dem Gendarmen Clemens in Sevinghausen erschossenen Angreifer die Bergleute Stein- wann und S t o e tz e l. Vom fäckstschen Bergdatl. Zwickau, 15. März. Nachdem das Königliche Berg- amt in ,yretberg aus Antrag der Bergarbeiter sich zur Ber-- m 1 V19 bereit erklärt hat, hat sich die genannte Behörde auch Werke mit der Anfrage gewandt, ob sie ihrerseits eine solche Vermittlung wünschen. Tie Antwort der Bergwerksver- (Faltungen steht noch aus, doch ist die Hoffnung, dast es zu keinem streik kommt, sehr gering. Die Werke erklären, die For- derungen der Bergarbeiter nicht erfüllen zu können. Tie Be- legimaften sind an eine Kündigungsfrist nicht gebunben Ti» Kohlenpreise haben bereits stark angezogen. kf. Ein elektrischer Gewittermelder. In der Pariser Akademie der Wissenschaften bat dieser Tage Flageolet vom Observatorium in Lyon feinen „elektrischen Gewittermelder" vorlegen lassen. Flageolet bedient sich eines ^genannten Entdeckers", der die elektrischen Sckwin^ingen, die mit einem' Gewitter verbunden sind, aus der Feme wahrnimmt Der Entdecker" ist eine Art elektrischen Elementes, bei dem Blei'sulsid verwendet ist. Die Versuche mit diesem „Entdecker" sollen äunerft günstige Ergebnisse gehabt haben; in der Nacht vom 4 zum o März tobte zwischen Beauvais und Caen ein mehrstündiges öfageolet mit seiner Erfindung in Lyon etwa 460 Kilometer entfernt, autzeichnen konnte. Flageolet rechnet mm damit, datz ein barometrisches Mit^mum sich in 24 Stunden die Eisenwerke kommt demnach der Ausstand vorerst tit finanzieller Beziehung kaum in Betracht. Wenn er nicht lanaer als vier Wochen dauert, dürften die Eisenwerke groste Ausfälle nickft erleiden. Für die Kohlenzechen werben die Ausfälle in der Förderung zum großen Teil da- durä, ausgewogen, daß die Kohlen- und Kokslager, welche iw letzten Jahre wohl ausnahmslos sehr stark im Preise abgeschrieben worben sind, zum Versanb gelangen. Der hieraus sich ergebende OKwinn dürfte wenigstens einen Teil der Ausfälle wieder einbringen. lieber bie Tauerb es Ausstandes läßt sich heute noch nichts sagen. Man nimmt aber allgemein an, baß fd)oit nach 8 vis 10 Tagen ein Abflauen ber Bewegung ein treten wirb In Westfalen beziffert man bie längste Dauer des Ausstandes auf 3 bis 4 Wochen und für diese Zeit hat man sich allgemein gerüstet. H a mborn, 15. März. Nach den Austritten vom Dienstag ist die Ru h e durch die mit Unterstützung der Stadt Düsseldorf gelungene Verdoppelung ber Polizei k r a f t e s o f o r t s i ch e r g c st e l l t worben. Von ernsthaften Verletzungen von Arbeitswilligen burch bie Ausstandischen im hiesigen Bezirk ist bisher kein Fall bekannt geworden Hiernach scheinen die Berhältnisse bis jetzt im rheinischen An des AusstandSgebietes günstiger zu liegen als im westfalischen. Die wissenschaftlichen «Erfolge Ser «Expedition Legendre. Tie französische Expedition Legendre, die im September 1910 im Auftrage der französischen Regierung zur wissenschaftlichen .Erforschung unbekannter Gebiete des inneren Chinas aufbrach, ist bisher hauptsächlich durch den tragischen Zwischenfall bekannt geworden, der sie in die Wirren der dii- nesischen Revolution hineinzog und ihren Arbeiten ein jähes Ende bereitete. Welch bedeutsame wissenschaftliche Ergebnisse die Forschungsreise gezeitigt hat, wird jetzt zum ersten Mal in einem Bericht des „Tcmps" zusammengestellt. Tas Ziel der Mission, die sich aus dem Dr. Legendre, dem Kapitän Noiret und dem Leutnant Dessirier zu sammensetzte, war die Ersorschung der Provinzen Yün-Nan und Sze-Tschwan, deren geographische Gliederung wegen der Nähe des französischen Asiens Frankreich besonders interessiert. Während Legendre den geologischen, meteorologischen und ethnologischen Teil der Forschung übernahm, widmeten sich Noiret und Dessirier besonders den topographischen Erkundungen. Die Reisenden vernetzen am 5. November 1910 Yünnan-Fu und wandten sich nach Ning--Yüan-Fu, der Hauptstadt von Kientschang. Hier trcnnie nch die Expedition; Legendre und Noiret zogen weiter nach Norden, während Dessirier sich nach Osten wandte, bis Pe-Yen- Tsm und von dort über ein bisher völlig unerforschtes Gebirgs- Massiv nach Tsokio ging. Das Gebiet, das Dessirier hier durck- erwies sich als ein durch größere Bodenerhebungen durchbrochenes Hochland von etwa 2000 Metern Höhe. Tie Bodenerhebungen sind besonders marfant in der Nachbarschaft des Yang- Dse der goldhaltigen Sand mit sich führt. Die Täler und Zbbange sind mit Reisfeldern bedeckt, die Gipfel häufig von !5Uhtenwälderu bekröitt. Die Bevölkerung ist wenig dickt und lehr gemischt; man stößt vielfach auf Leute mit Kröpfen und Mif Kretins. .^ Nachdem die Mission sich in den ersten Tagen des Januar k ™n. Ning-Düan-Fu wieder vereinigt hatte, blieben Legendre Noiret bis 5um März in Tsckengtu; sie hatten zwei neue ^vege ausgekundschaftet, die durch die von den Tisons und Lolos oewohnten Länder fuhren. Dessirier unternahm bis zum April eine Forschungsreise nach einer im Südosten von Ning-Yüu Fu ti»k9es.ncn ^kgbnd, die durch die tiefen Täler des Ngan-Ning Ävo des Yanttse eine unruhig zerrissene Gestalt erhält. Trotzt Tie hessische Zweite Kammer ist in dieser Woche aus den uferlosen allgemeinen Beratungen endlich auf festen Boden gekommen indem sie einzelne Teile des Voranschlags erledigte. Zuvor aber hat es noch einen Austritt gegeben sr* Hbschichte des hessischen Parlaments wohl einzig dasteht: bie persönliche Beschimpfung eines Ministers durch einen sozialdemokratischen Abgeordneten. Man lann es zugeben, bap, die Rebewenbung des Ministers v. Hombergk, er habe wohl nicht viel v.wloren, als er bie Ausführungen bes Jbgcorbnctcn Tr. Fulba versäumte, besser unterblieben wäre Er hat damit wohl sagen wollen, mit ben üblichen sozialbemokrcttifchen Nörgeleien könne er als Minister doch nlct.t viel ansangen. Tr. ^ulba mochte sich bagegen ver wahren, zu so groben persönlichen Beschimpfungen des Ministers durfte er sich aber unter leinen Ümftänben hinreißen . H"lt er ben Minister für unfähig, so soll er ben Nachweis bafür antreten und seine Amtsführung sachlich mtijieren. Das ist freilich schwerer als Sckimähuiigen au.- zustoßen. Ihr habt allenfalls auch bas Recht, „gesittet Pfui zu fag?n", wiewohl bie beiben fortschrittlichen Reicks- ragspräsibenten in ber Tounerstagssitzung bes Reichstags auch die Pfuirufe als unzulässig bezeichneten. In ber Tat und manche Parlamenteni chen Broucke mit ber Zeit recht abgeplattet. Tie Tonleiter ber Beifalls- ober Mißfalls- unibgcbungen bewegt sich meist nur vom „Sehr richtig" bis zum rabitalcu „Psui"; bazwischeu gibt cs kaum noch einen anbern Ausdruck. Ta der Reichstag ben deutschen Parlamenten tonangebenb zu sein scheint, wäre es eine schöne Ausgabe bes liberalen Präsidiums, barauf Hinzuwirten, bafi ber gute Ton besser gepflegt werde; der Baron Knigge, ber heute im Reichstag den Wahlkreis Schlack an Flatow Dcrtrut, ist bazu nicht in ber Lage. Ter B.zepräsi deut Dove hat dem Genossen Sachse, als er sich gestern bei der Rede des Abgeordneten Behrens ben Zwischen rauf leiftctc „Quatschen Sie boch nicht so", eine ganz hübsche Belehrung erteilt, inbem er iljm sagte, er hübe „sich der Formen zu bebicnen, die sonst in d ------- Trotzdem im rheinisch-westfälischen Revier seit einigen Tagen von einer Belegschaft von 350000 Miann 50 bis 60 Prozent sich im Ausstand befinden, wodurch der tägliche Kohlenversand von 28- bis 30 000 auf 14- bis 15 000 Doppel- Wagen gefallen ist, geht alles seinen bisherigen Gang. Tie Staatsbahnen halten ben Fahrplan ein, auch bie anberen Abnehmer ber Kohlenzechen befinden sich in flottem Betriebe, weil sie sich sozusagen schon seit Jahr und Tag auf diesen Ausstand vorbereitet haben. Die Hochofenwerke Deutschlands haben große Vorräte an Koks angesammelt Auch auf den Zechen lagern außerdem ganz enorme Kokvorrate. Man schätzt sie auf 9 Millionen Tonnen, wie dem Berliner „Borsen-Eourier" von fachmännischer Seite ge- fchrieben wird, und glaubt mit ihnen bie Hochöfen ungefähr sechs Wochen versorgen zu können. Gegenwärtig finben im Kohlensynbikat Berhanblungen statt, um diese Vorräte ben Hüttenwerken zugänglich zu machen. Tas Kohlen synbikat hat außerbem rroch große Lager in Kohlen und Koks, z. B. in Krefeld, Dortmund, Düsseldorf usw unb hllft auch nach besten Kräften von biesen Plätzen aus Für s® "J1 Tn dre Reichstagsverhandlungen liest, die sich um bie Zentrumsanfrage über ben Ausstanb im Ruhrgebiet brehen, so kommt man zu bemfelben Einbruch, ben man von vornherein hegen konnte. Der Ausstanb, bem berechtigte Fiirberungen ber Arbeiter zugrunde liegen, ist künstlich beschleunigt worden. ©0 nnrb allgemein zugegeben, daß eine Unzufriedenheit der Arbeiter namentlich mit den seit 1907 gc jünfeneii Lohnen schon im vorigen Jahre bestand. Erst im Februar aber reichten bie Veröänbe ihre Forderungen an den Zechenverband ein. Der antwortete etwas ausweichend erlannte ab^: an, baß die Löhne einer Revision bedürften Schon 4 Wochen spater führte bie sozialbcmokratische Leitung nVfK ^kin Ausstand, ohne auch nur ein Ultimatum eln. xie Haltung ber Regierung richtet sich gegen bie Sozialbemokratie, bereu Niederlage ellatant werden soll Denn daß ein Bermittlungsangebot ber frieblidten Beilegung bes Streites nicht nützen, sonbern nur schaden werbe ift boch wvHk ein sehr angreifbarer Standpunkt. Gewiß war bas Vorgehen der sozialdernokrattschen Führer unverant- wch-tlich und gewissenlos, unb es ist im Grunde auch verständlich, baß man bem Anprall der roten Flut nicht einfach Weichen will. Uns bünft aber, bie Regierung würde noch besonnener handeln, wenn sie an dein gerechten wirtschaftlichen Ausgleich mitarbeiten würde, an bem alle Bergarbeiter des Ruhrgebiets gleichmäßig interessiert sind, lieber turj ober lang muß diese Misgabe doch erledigt werden- sie wäre ja auch ohne die Streikhetze wohl halb gelöst worden. Die Sozialdemokraten im Reichstage mochten sich noch so sehr in Pfuirufen gegenüber bem Redner des Zen ttums und ber Regierung überbieten, sie blieben im Unrecht und sie werben mit dieser Ausiviegelung der Bergarbeiter ihre politischen Ziele nicht fördern. Zu deutlich ift ihnen zu Gemüte geführt worden, daß sie den englischen Die Bewi-gung in England. London, 15. März. Die Der h a n b l u n g e n in ber Kohlenstreik-Konferenz haben cingeftanbenermaßen o^her keine F 0 r t s ch r i 11 e g e m a cht. Die unionisti- fchen Blatter melben aus ben Industriebezirken, baß bie Arbeiter sich gegen bie unnachgiebige Haltung ihrer Führer aufzulehnen beginnen. In zwei Gruben in Lanca, 1 h i1 0 ist die Arbeit tatsächlich wieder ausgenommen worden, wie es scheint, hauptsächlich von Nichtorganisierten Arbeitern. Auch im Revier von Sheffield wurde gestern, der Betrieb in einer kleinen Grube wieder eröffnet. — In London hat der Streik, abgesehen von den Eisenbahnen, noch zu keiner nennenswerten Arbeitseinstellung geführt' Die Zahl ber Arbeitslosen i l62‘ Samstag, 16. März 1912 Sonntags. - Beilagen: M Y » Wff Q Ocinfl«»rei4: viermal möckentlick Ä /X jrX M A J -nonattich7dP^vlertel- SietzenerZamilienbläller. B A AI Wl ■ jA A Ak AA Pbdirti -Dir. 2.20; Durdi jiueiinal iuöd)eiitl.Kreis E M fl 'W 744 Ä 'A |H M M |K ▼ ■■ IrIk B Abholk- u. Zii'eig'lellen dlattsürden Kreis Sieheu B Bj W H VfcJr H 9 8 z H ff H ■ ■ M fl B fl 'W B” bur? ff llL IglC B । ÄC, 8 J I । i|| B^ fl »Ä Vt Iw mV > für die Redaktion 112, 4fr M Lhefredakteur: A Goeh. Verlag u. Ervedikion bl Verantivortlich für den SS .., General-Anzeiger für Gberhesfen SS für die Tagesnunimer «H»atl0N§druck and Verlag der Vrühl'schen Univ -Vtltd und ^teindrnck-eol n *- '.... . _ . ^GenchlSfaatt: K. Ren- bis oormittags 9 Uhr. Mn0 dtelnöruckerei «. Lange. Redaktion, Lrpeöttion und vruckerei: Schulftraße 7. bir .Stadl und ___________________________ Buötngtn: Hr. 209 ««Ichästsft.lle 16a. Der Mordanschlag ans Honig Dittor Emanuel. Rom, 15 März. Alle Ain d er d er V o l k s s ch ul en zogen heute früh mit ihren Lehrern und Lehrerinnen nach dem Platz vor dem Quirinal, wo ftc dem Konigspaar ftur- mische Freudenkundaebunaen darbrachtem Der Platz, der ganz mit Kindern, die mit der Nationattokarde geschmückt waren anaefüllt war, bot irn Hellen Sonnenschein des herrlichen Frühlingstages ein reizendes Bild. Gleich darauf erschien auf dem Platze ein Zug von Bauarbeitern, »velche dem Königspaar eine Huldigung des Teils der Arbeiterschaft darbringen wollten, dem der -Angreifer angehörte. Ferner begaben sich die städtischen Körperschaften geführt von dem Bürgermeister Nathan, darunter einige Sozialisten, in das Palais, um den Souveränen zu huldigen. Kurz nachdem diese den Quirinal verlassen hatten, erschien der König und die Königin auf dem Balkon des Schlosses, um mit größter Herzlichkeit für die Ovationen zu danken. Die Königin sagte, sie sei besonders bewegt durch die Kundgebung der Kinder, die sie zärtlich liebe. Die Reue bet Täter». Rom, 15. März. Dalba wurde vergangene Nacht aus dem Polizeigewahrsam in das Untersuchungsgefängnis gebracht. Bei seiner Ginlieferung erklärte er dem Direktor unter Tränen, daß er seine Tat bereue. Gr verweigerte jede Nahrungsaufnahme. — Der verwundete Major Lang hat die Nacht gut verbracht. Deutsche» Reich. Einen Initiativantrag auf Annahme eines Gesetzes betreffend Aenderung des Strafgesetzbuchs hat das Zentrum im Reichstage eingebracht. Dieser Antrag will diejenigen Teile der kleinen Strasgesetz- novclle, die im alten Reichstage keine Anfechtung erfahren hatten, mit tunlichster Beschleunigung angenommen wissen. Der Antrag übernimmt aus der kleinen Strafgesetznovelle die Bestimmungen über Hausfriedensbruch, Entführung Minderjähriger, Körperverletzung an wehrlosen Personen, Diebstahl aus Not, Mundraub, Telegrammgeheimnis. Die zutage getretenen Unstimmigkeiten der augenblicklichen Rechtslage sollen durch diesen Antrag beseitigt werden. Die Bestimmungen über Preßbeleidigungcn, die die frühere Strafgesetznovelle enthielt, sind bei diesem Antrag ausgeschaltet worden. Wie der Berliner ,^Lokalanzeiger" erfährt, hat das Reichsbankdirektorium dem Deutschen HandelStag mitgeteilt, es werde in Zukunft die Hundertmarkscheine wieder im alten Format her st eilen. Airche und Schule. Das Urteil im Verfahren gegen Pfarrer Traub. Breslau, 15. März. In dem Disziplinarverfahren gegen Psatrer Lic. Traub- Dortmund wurde heute abend nach viertägiger Verhandlung das Urteil verkündet. Es lautet auf Strafversetzung. Au» Stadt und Land. Gießen, 16. März 1912. ** Tageskalender Stadttheater: Sonntag nachmittag 3l/t Uhr: ,X! u m p a c i u a g a b u n b u Se; abends 7*/, Uhr: Benefiz tue Oberregisseur Gähne: „Hamle 1". Geistliche Al u \ i t a u f \ ü t) r u n g des Evang. Kirchengesangvereins in der Cladtkirche. Sonntag nachmütag 61/, Uhr. Kolosseum: Täglich Vorstellung. Kinernntograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorilellung. Gemäldeaus st ellungdesKun st Vereins im Turmhaus am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag), von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr. Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittag 11—1 Uhr unentgeltlich, zu anderen Zeiten gegen 50 Pfg. Eintrittsgeld. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen von 11—1 Uhr und 4—ö Uhr. 21 n l a gemusst am Sonntag mittags 12 Uhr (nur bei gutem Welter) in der Süd-Anlage. Spielplan: 1. Schälers vonntagslied, von K. Kreutzer ; 2.Pilgerchor und Lied a.d. Abendstern aus der Lper „Tannhäuser* (Ter Sängerkrieg auf der Wartburg), von R. Wagner; 8. Ouvertüre zur Oper „Martha", von Fr. v. Flotow; 4. Armeemarsch Nr. 168, von E. Faust. ** Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrer Jak. Kraus zu Darmstadt die evang. Pfarr- stelle zu Wackernheim übertragen. "Erledig t sind: Eine evang. Lehrerstelle zu H e m- men. Mit ihr ist Organisten- und Borlesedienst verbunden. Dem Grafen von Schlitz genannt von Görtz steht das Präsentationsrecht zu. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Reich los. Dem Jnl)aber kann eine Ortszulage gewährt werden. ** Die Hinterland-Bahn. Aus Krofdorf wird uns geschrieben: Der Artikel in Nr. 56 des Gieß. Anz. über die Hinterland-Bahn schließt mit dem Mahnruf: .Sorgt dafür, daß die Bahn die rechte Linienführung und den Anschluß nach Gießen erhält*. Wir schließen uns diesem Mahnruf an. 3m übrigen sind wir auch der Ansicht, daß diese Bahn eine Zukunft hat. Unverständlich ist unß aber, daß in dem betreffenden Artikel nicht eine Linienführung über Kros. darf —Gleiberg gedacht wird, eines Ortes mit über 2500 Einwohnern, in dessen Nähe noch LaunSbach liegt, das auch, nochgroße Interessen an einer Linienführung über Krofdorf hätte. Da man nun von der elektrischen Bahn Gießen—Krofdorf nichts mehr hört, wäre eS gut, wenn unsere Gemeindevertretung für diese Linienführung eintreten würde. Auch haben wir zu der Stadtverwaltung von Gießen daS Vertrauen, daß sie, falls die Hinterland-Bahn Gießen__ Gladenbach zu Stande kommt, nur für eine Führung über Krofdorf wirken wird. ** Sonderzug Gießen — Traishorloff. Zu un- 0C|!n3Cn ^u'umcr unter dieser Ueberfchrisl gebrachten lurtiz wird uns von zuilandiger stelle mitgcieüt, daß Der Darin dlnlatz der Einweihung des Wasserwerks Inheiden d» |au’cni>e TNrazug. lediglich zur Beförderung der von der Provinz mit besonderen Einlaounas- ta 11 e n pcr|ebencu Ö) ü |t c nad) I»beiden und von der: wieder zurück nach ließen bestimmt ut und für die Gäste k o ft e «l o -> zur 6U0CH biete b,m,ad> n, dn »u lafen. LS berechtigt vielmehr, wie auf den verschickten Einladungen vorgedruckt ist, die Vorzeigung der Einladungskarien zum ungehlnderlen Sanieren der Bahnsteigsperren. 4- < • Jaöung»tarien gelten also als Fahrtausweis £ie AhfahrrS- u > Ruckkunitszcileii lowie die iilbfahrtSzeiten aui den Zwischcn'tatic \\ni> in der Notiz zutreiiend angegeben w H **SBainung. Ein gewisser Percy Zimmermann, der vt|t vor wenigen Monaten aus dem Gefängnis S Domingo entlassen wurde, beschäftigt sich augenblicklich bami't daß er durch Annoncen in deutschen Zeitungen junge Lei. e 111 Ausland engagiert, denen gegenüber er sich als Kaufmann und Plantagenbesitzcr anSgibt. Da seinem Treiben keine guten Ansichten zugrunde liegen, mu„ ^aoor gewarnt werden, mit Zimmermann in Verbindung zu treten. Landkreis Gießen. -- Steinbach, 15. März. Am Mittwochs feierten Landwirt Heinrich Serth und Frau von hier das ,rest ihrer silbernen Hochzeit. Abends brachte der Burgerbund Steinbach dem Jubelpaar ein Ständchen. , _ ,,, E. . , s Lollar, 15. März. Am Montag, abends 8 Uhr, findet öffentliche G em ein der at ss itz u n g mit folgender Tagesordnung statt: 1. Genehmigung der Krankenkanenrechnung Pro 1911. 2. Gesuch des Ludw. Frank III. betr. Errichtung einer Bedürfnishalle an der Bürgermeisterei. 3. Geiuch des Kurl Meister um Wirtschaftskonzession. 4. Gesuch des Ludwig Rohrbach Vll. um Verlegung eines Feldweges. 5. Einpssanzung des Hochbehälters. 6. Errichtung eines Lokals für die Freibank. r Errichtung eines Arrestlokals. 8. Bange,uch der Buöerusschen Enen- werke. 9. Naturalisierung des Schneidermcisters Gottlich. — Von den eingegangenen Offerten zum Hauptnetz der eleitrischen Licht- und Kraftanlage für hiesige Gemeinde war die §irma Hintertür-Siegen mit 9,75 Mk. pro Lampe und 47 000 Mk. Gesamtsumme Wenigsmehmende und erhielt den Zuschlag. zu Lieferung der Zähler wurde der Allgemeinen ElektriZitatsgesell- 'chaft übertragen. Der Preis beträgt ohne Montage 10 Mk. Zur Straßenbeleuchtung werden 200 kerzige Lampen verwandt. Tie Konzessionsgesuche der auf die Hausanschlüsse reflektierenden Firmen Brinkmann-Gießen, Kutscher-Lollar und Wild-Lollar wurden genehmigt. — Zum Falle Fey findet nächsten Mittwoch hier nochmals Untersuchung mit Abnahme des Tatvestandcs statt. ♦* Kleine Mitteilungen. In der Notiz über öie Gründung einer neuen Kreditgenossenschaft in Allendorf a. d. Lumda muß es Spar- und L e i h k a s s e, eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung heißen. Kreis Alsfeld. -m-. Alsfeld, 15. März. Tie Firma Th. Köster, Tabak-und Zigarrenfadrik, konnte gestern auf ihr hundert- jähriges Bestehen zurückbllcken. -u-. Billertshausen, 15. Marz. Gestern abend wurde ein löjähriger Bursche von einem hier bediensteten Knecht mit einem Revolver in den Kopf geschossen. Tie Kugel konnte bi§ jetzt noch nicht entfernt werden. Kreis Friedberg. (?) Friedb erg, 14. März. Heute abend fand auf Einladung des Voltsbildungsvereins ein Lichtbildervortrag im Saalbau statt, den Seminarlehrer G a tz e r t übernommen hatte und unter lebhaftem Beifall der sehr zahlreichen Anwesenden durchführte. Die Lichtbilder und der sie begleitende Vortrag war so lebendig und ansprechend, daß viele Phantasiebegabte zu dem Glauben kommen konnten, sie machten die schöne Fahrt an der Küste Dalmatiens bis zu den schwarzen Bergen wirklich mit. Es war ganz selbstverständlich, daß dem Vortragenden sehr lebhaft gedankt wurde. — Der Volksbildungsverein bot in diesem Winter der Allgemeinheit manche schöne Gabe. — Butzbach, 15. März. Der Butzbacher Fasel-, Zuchtvieh- und Schweinemarkt findet am Donnerstag, 21. März, statt. Zugelassen ist nur Vieh aus oberhessischen Orten, die nicht in einem Sperr- oder Beobachtungsgebiet liegen. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 15. März. In der bekannten Strafsache des Geh. Hofrats Prof. Dr. Wagner gegen den Hofrat Prof. Dr. v. Soxleth in München hat die Staatsanwaltschast den Beschluß ge- fafjt, bei der hiesigen Strafkammer den Antrag auf Einstellung des O sfizialv erfahrens gegen Dr. v. Soxleth zu stellen. Hessen-Nassau. w. Frankfurt a. M., 15. März. Heute früh wurde in einem Zimmer eines kleinen Hotels ein 45jähriges Fräulein erschossen ausgefunden. Als Mörder kommt ihr eigener <3 Jahre alter Vater namens Vögel in »Betracht, der mit ihr zusammen gewohnt hat, nach der Tat das Zimmer verschloß und flüchtig geworden ist. — Frankfurt, 15. März. Das geistliche Mu- sikfest in der Charwoche bringt am Donnerstag, 4, April, vormittags im großen Saal des Saalbaues eine Matinee der Amsterdamer Künstler (Solisten, Chor und Orchester). fo. Wiesbaden, 15. März. Der Schreinerstreik ist heute beendet und in sämtlichen Betrieben die Arbeit wieder aufgenommen auf Grund folgenden Tarifs: Der Stundenlohn beträgt von heute ab 54 Pfg., vorn 1. Juli d. Js. ab 55 Pfg., vorn 1. Januar 1913 ab 57 Pfg. und vorn 1. Januar 1914 ab 58 Pfg. Landwirtschaft. ** JVälb er ö c r m i 111 u n g. za r.andwirtschastskammer- ausschust für Ober Hessen beabsichtigt in Verbindung mit der Zucht- vermittlungsstelle eine Kälbervermittlungsstelle zu er> ruhten. .Diese Vermittlungsstelle soll weibliche Buchtkälber Ijaupt» sächlich tnt Alter von mindestens 10 Tagen aus Gegenden mit geringer Aufzucht nach Orten mit größerer Nachfrage vermitteln. Für die Verkaufsvermittlung kommen grundsätzlich nur Kälber mit ausgesprochenem Simmentaler oder Vogelsberger Rassentvvus in Betracht; nur ausnahmsweise können für Geoiete und Shirt» )ebaften mit vorherrsck-ender Milchwirtsckxsst auch reinrassige Niede- rungskälber vermittelt werden. Bestellungen und Angebote sollen in 5er iReibenfolge ihres Eingangs erledigt werden. Für größere Kälberltestrungen, sowie nach Orten, die außerhalb Lberhessens liegen, werden die LtejerungSbebingungen besonders vereinbart. Eine demnächst erscheinende Geschustsordnung wird nähere Erläuterungen über die Preise und Lieferungen erhalten. Die Ge- lchäste der Vermittlungsstelle werden durch die Tierzuchtinspekiion des Landwirlsck-aftslammerausjchusses in Gießen geführt. Gericht»jaaU R. B. Darmstadt, 15. Marz. Der große Kautions- s ch w t n d e l p r o z e ß gegen den Bensheimer Direktor Schmitt, mit dem sich das hiesige Schwurgericht volle vier Tage bis spat m die Nacht hinein zu beschäftigen hatte, ging heute zu Ende. Dte Vernehmung der llu Zeugen und Sachverständigen war erst Ktt nachmittag beendet und dann begannen die mehrstündigen Plädoyers. Der Staatsanwalt hielt die Anklage auf fortgesetzten und versuchten Betrug, sowie auf selbständigen Betrug, verbunden mit schwerer llriundensaischung, in vollem Umfang aufrecht. Das UrteU lautete auf 6 Jahre Zuchthaus und 1 u Jahre Ehrverlust, sowie dauernde Unfähigkeit zur Bekleidung eine« bürgerlichen Ehrenamtes. Berlin, 15. Acarz. Die Zeugenvernehmung in dem Spteler- prozetz gegen den Grasen Wolff-Metternich und den Ruman ert xJuieS wurde gestern, Freitag, nach eintägiger Unterbrechung fort; geicpt zu Aussagen sind für die Allgemeinheit ganz unwesentlich. 8 Berlin, io. Marz. Rach mcpriugigL. lyuitoiung wurde beule b.-v Prozeß gegen den Agenten Eugen Josef Margolin aus MstanidlGL: n Galizien zu Ende geführt Schon im oorijin Zar,re roat Margoltn wegen Betrugs uno Urkunoensalschung zu Dc<.i unbcmbalb wahren Zuchthaus und seine Geliebte, d-.e Kabareit. sängerin ^rna Frobnä, ir-.u BcihUte zu c.^eii Sti^'.aten zu . Jahren Gesang ms verurteilt worden. In dein neuen Prozeß Cer lebt our Verhandlung tarn, wurden dem Angel amen ^-ee.' uno Betrugsversuche ut drei Fällen zur Vau gelegt. Das Urte-.i lauu-te juu^icb der im vorigen Pro; i. meUcr^i0111 t aCrllU^1Ul Ljuchu-ausstrafe von 3 > fahren k *r Zuchthaus ouglcid) wurden Die bürgerlttixn ?iC Ur-U Schwurgericht auf 5 Jahre averlamu batte, noch aus wettere d Jahre aoertannt. Der Slngeflaate er» Karte, baß er das Urteil nicht annahme, 3 9 V,i|Clluui/iiünijiaU Uil Giu schweres Eisenoahnunglück, das mehrere Menschenleben forderte, ereignete sich in der Nach: auf dem Bahnhof Wittenberge. Seither liegen folgende Mitteilungen vor: Wittenberge, 15. März. Ter Postzug ist heute morgen 2.20 Uhr infolge Uebersahrens des Einfahrtsignals aus Bahnhof Wittenberge gegen den nach Lüneburg einfahrenden Kohlenzug 6994 gefahren. Ter Zugführer und ein Wagenwärter wurden getötet, vier Zugbeamte verletzt. Alle Geleise von und nach Hamburg, Lüneburg und Perleberg sind gesperrt, voraussichtlich auf 12 Stunden. Tie Personenbeförderung von Berlin nach Hamburg und Lüneburg über Stendal ist unterbrochen. Ter Materialschaden ist groß, drei Wagen des Postzuges sind verbrannt. Wittenberge, 15. März. Bei dem Eisenbahnunglück wurde der Oberschaffner Delse aus Hamburg, der üerbrannte, und der Hilfswagenwärter Ide-Altona getötet Ter Aushllfs- heizer Prätz-Husum und der Heizer Panteleit-Jnsterburg wurden schwer verletzt. Ersterer erlitt einen doppelten Schädelbruch, der zweite, der zwischen die Lokomotive und den Tender geriet, wurde an den Beinen und am Oberkörper schwer verletzt. Der Lokomotivführer Knock-Wittenberge vom Zuge 6067 und der Lokomotivführer des ausfahrenden Zuges 6994 Springer Wittenberge wurden leicht verletzt. Wie verlautet ist Prätz inzwischen seinen Verletzungen erlegen. Tie Schuldsrage ist noch nicht geklärt. — Ter Lokomotivführer Knaak hat in seiner Vernehmung ausgesagt, er habe die Bremse gezogen, diese habe aber versagt. Wie verlautet, war bei einem neuen, in Ludwigslust eingestellten Wagen die Luft- bremse nicht in Ordnung. Lust,chiffahrt. Teltow, 15. März. Heute vormittag 11 Uhr 30 Min. stürzte der Wright-Pilot Witte ab. Er war zwei Runden bet starkem böigem Winde geflogen und ivollte niedergehen. Beim Landen überschlug sich die Üstaschlne und wurde total zertrümmert. Witte war io'ort tot. Börsen-22ochenvericht. — Frankfurt a. M., 15. März. . Tie Börse hat den Ausstand der Bergarbeiter im' Ruhrrevier mit Gleichmut aufgenommen. Obwohl die Nachrichten aus dem Streikgebiete nicht erfreulich lauten, blieb die Grundstimmung vorwiegend fest, aiisgehend von der AiilivärtS- beivegnng der 'Dlontanpapicre. Vor Ausbruch des Streits sind vielfach Blankoabgaben in Kohlen- und Eisenwerten auSgessihrt ivorden, zumal man mit umfangreichen Realisationen des Privat- publikilins gerechnet hatte. Ta aber von dieser Seite fern größere- Angebot sich einstellte, die ganze Streikbewegung vielmehr recht optimistisch beurteilt wu'de, sahen sich die Blankooerkätlier zu. Deckungen und Rückkausen veranlaßt, die die Kurse in. steigende Richtung versetzten. Vor>viege>id hegt man die Zuversicht, daß eine schwere Storung des Kohlengewerbes oder der Kohlen' verbrauchenden Industrie durch den Ausfland nicht hervorgeruien werde, da die Lager stark gefüllt sind. 'Mit demselben Optimismus wie die deutsche Arbeiterbe,vegustg beurteilt man auch die. Vage des englischen Streiks, dessen Beendigung man in den nächsten Tagen erwarten zu dürfen glaubt. Bisher hat übrigens der Ausstand nn Riihrrevter nur die Wirkilng gehabt, daß die 9iad)- frage nach Kohlen ziemlich stürmisch geworben ist und da daS auf die Feststellung der Preise nicht ohne Einfluß bleiben dürfte,» werden die Werke in ihrer Renzabilität taum eine Einbuße er-: leiden. Infolge dieser Meinungen ging die Kontremme nut £echmgen , vor. Wenngleich davon der Anstoß zu einem festen Grundton Der • Börse ausging, so blieb doch das Geschäft aui anderen Gebieten sehr beschränkt. Zur Zurückhaltung mahnte die V e r st e i f u n g am Geldmärkte. Tie Rücksicht aui den diesmaligen Quartalswechsel und die Bereitstellung sehr großer Beträge für demnächst fällig werdende Tividenden- und Kuponszahlungen macht die Geldgeber reserviert. Infolgedessen nehmen Die Einreichungen bei der Reichsbank schon jetzt einen bedeutenden Umfang an, so daß an Die Ermäßigung des Diskontsatzes im laufenden Vierteljahr nicht mehr' zu denken ist. Ter Privatdiskont verfolgte eine steigende Richtung und ist jetzt nur noch % Proz. von der o'fiziellen Rate von d Proz.' entfernt. Wenn trotzdem Die Börse recht feite Haltung zeigte, so: geht mail vielleicht nicht fehl, bay die Interessen mächtiger Finanz- treife dahin drängten, einer Ermattung der Börsenteiidenz entgegen- znarbeiten. Es ist wocl kein zufälliges Zusammentreffen, ivenn jetzt, kurz vor der schweren Quartalswende und inmitten enieS- Rieseiistieiks die Wochenberichte aller Großbanken aui Den Ton Der Zuversicht gestimmt sind. Ties dürste der Börse auch weiterhin' trotz der steifen Geldsätze einen Halt verleihen. Bon Einzeliiciien im Verkehr ist wenig Bemerkenswertes zu berichten. Tie grüßten’ Aoanzen erzielten Montanpapiere, doch waren auch andere" Jndustriepapiere vieliach etwas höher. Am Banken- markt konnten sich die leitenden Werte durchweg befestigen.. Bahnen lagen ruhig und teilweise schwächer, ebenso 6 dj u f •; fahrtswerte. Heimische Fonds gaben neuerdings Bruchteile nach, auch frembe Renten stellten sich meist etwas niedriger. Märkte. ko. Frankfurt a. M., 10. Amrz. Heu- und St roh mark t., Angefahren waren 12 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 4.20—4.50 Mk., Stroh (Koriilangstroh) 0.00—u.00 Mk, Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles <ür 50 Kilo. Geschäft mäßig rege. Tie Zufuhren waren aus Oberhessen, den Kreisen Sieburg und Hanau. Vermischte». * Ein ausdauernder Schulschwänzer. Daß ein Junge vier Jahre lang die Schule schwänzt, ohne daß die Lehrer oder Eltern dahinterkommen, sollte man kaum für möglich halten. Bis^zu seinem neunten Lebensjahre besuchte der jetzt 13 Jahre alt Schüler Erich Steiner, Sohn eines Bergmannes in Dortmund, die Melanchthonschule und als seine Eltern im Jahr« 1908 in einen anderen Stadtteil übersiedelten, wurde er der Krimschule überwiesen. Durch irgend ein Versehen muß der Name des Angeklagten aber aus den Schullisten verschwunden sein und das machte sich der Junge zu nutze, indem er seil dieser Zeü die Schule schwänzte. Jären Morgen ließ er sich von jeiner Mutter sein Schulränzel packen und mit einer ordentlichen tyrüb- stücksstulle ausgerüstet, begab er sich angeblich auf den Weg zur Schule. Statt aber zur Schule zu gehen, trieb er sich aut den Wochenmärkten umher, wo er sich durch allerhand Botengänge usm. einige Groschen verdiente. Jetzl erst, nach vier Jahren, kamen die Eltern hinter dies Doppelleben ihres Sprößlings, und der Vater brachte ihn sofort zur Schule, die der Junge nun wohl etwas länger als bis zu seinem 14. Lebenswahre wird besuchen müssen- kf. BierMillionenMarkErbschaftssteuer fcabfl* die Erben des Eisenbahnkönigs E. H. Harriman soeben des» amerikanischen Schatzmeister erlegen müssen. Es ist dicS der größte Betrag an Erbschaftssteuer, der je in Amerika, wem» nicht überhaupt in der ganzen Welt, gezahlt woroen ist. Beim Tode ihres Gatten gab Die Witwe den Betrag des Vermögens aut 14 Millionen Pfund an. Aber dank ihres GeschäftsgenieS hat sie es verstanden, in der verhältnismäßig kurzen Zeit, die seinem ven'lossen ist, das Vermögen aut eine Hohe von 400 Mib» 1 tonen Mark zu bringen. In dieser Zeit hat es 80 Millionen I Mark an Zinsen gebracht. * 200 000 MarkGehaltsüreinedeutscheMetzger^ Meisterin Frau Kathi Littlch zu Ergoldsbach in Nieder- v^ern, bie vor einiger Zeit als erste Frau in Deutschland die Prüfung als Metzgermeisterin ablegte, hat sich dadurch anscheinend einen Namen in der Weltgeschichte gemacht. Ihr Ruhm Drang bis nau) Amerika, und nun Hal, wie die „Allgemeine Fleischer- Zcilung' berichtet, der Besitzer eines großen amerikanischen Hotels r.vrau Litnch das Anerbieten gemacht, chr 50 000 Dollar für ein zweiiahriges selbständiges Auftreten in seinem Hotel zu zahlen.^ Metzgermeister Littich ließ feine Gattin Die Reise über Den großen Ä amreien, nachdem die Summe in einem baperu'OT, Banlhause deponiert worden war. Kltint Tagerchronlk. In Berlin ist der frühere langjährige erste Staatsanwalt Geh. Justizrat Lademanniin Alter von 73 Jahren gestorben. In Heidelberg wurde im Walde zwischen dem Königstuhl und >tx Molkenkur ein etwa 30jähriger Mann und ein 16jähriges Mädchen, beide mit schweren Sch u st v e r l e tz u n g e n aus gefunden. Sie wurden ins Krankenhaus überführt. Es soll sich um ein Liebespaar in Ludwigshafen handeln. In Gera erschoß sich die Schauspielerin Neumann gestern abend aus unbekannter Ursache. Ter bei einem Brandunglück in den Linoleumwerken in Eberswalde verletzte Feuerwehrmann Köhler ist gestorben. 3m Sanatorium liegen zurzeit noch sieben Mann Prinzessin LursevonBelgicn erklärt, da.H hiebet bei einem Pariser Gericht noch anderswo der Antrag gestellt vurde, sie unter Kuratel zu stellen. Auf den: Wege von Amsterdam nach Paris wurde einem Diamantenhändler im Expreßzug ein Kästchen mit Juwelen im Werte von 125 000 Franks gesunden. Wie verlautet, ist der Bandensührer Strati, der im vorigen Cafrre den deutschen Ingenieur Richter entführte, in Alexandrien verhaftet worden. In Sambor entstand während einer Fnstenpredigt m der Kirche eine Panik, weil jemand den Ruf: Feuer! ausgestoßen hatte. Die Menge stürzte ohne Rücksicht auf Frauen unb Kinder nach dem Ausgang. 36 Personen wurden verletzt, darunter eine Frau tödlich. . Malchow strömte in der Wohnung der Familie Gert cke nachts infolge eine- Ofen defekt > stöhlen gase aus. Nach- varn fanden Gerickc, seine Frau, beide Kinder, das Minbtrträulein U f der Wohnung beschäftigte Schneiderin besinnungslos auf. Noch mehrstündigen Bemühungen gelang es, sie ins Leben zurückzurmen. Amtlicher weklerderichl. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. WetterauSstchten in Hessen für Sonntag, den 17. März 1912: Vorübergehend ausherternd; nur noch geringe Regenfälle, kühl. teilte Tlcicbricbten. Der Aus stand im Ruhrgebiet. Köln, 16. März. Aus ben verschiedensten Gegenden des BergwcrkgebieteS kommen Nachrichten, daß die Streikbeweg- ung ab flaut. Gestern kam es nirgends zu nennenswerten Ausschreitungen. Ter Ausstand in England. London, 16. März. In verschiedenen Bergwerksgebteien ’ macht sich ein Abflauen b c 8 Kvhlenstreiks geltend. Der Dahnverkehr wurde noch weiter eingeschränkt. ♦ Spanien und Frankreich. Madrid, 16. März. Man rechnet hier mit der Möglichkeit, daß die M a r o k k o v e r b a n b I u n g e n mit Frankreich abgebrochen werden und die gesamte auswärtige Politik Spaniens eine neue Sichtung einschlägt. • Zwei Einbrecher von einem militärischen Posten erschossen. : Köln, 16. März. Gestern abend versuchten drei übel beleumundete Burschen in die Kantine des Forts Nr. 11 bei Mühlheim einzubrechen Der Posten sch ost aus sie, als sie auf Anruf flüchteten. Zwei Einbrecher wurden getötet, während der dritte sestgenommen wurde. • Madrid, 16. Marz. Tret Berg-Ingenieure wollten sich in einem Wagen nach einem Bergwerk begeben, als eine Bombe geworfen wurde. Zwei der Ingenieure wurden schwer verletzt. Man vermutet einen Racheakt. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass am Donnerstag, nachm. 61/* Uhr, mein lieber Gatte, unser lieber, guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Johannes Philipp XIV. Bergmann nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 50 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Watzenborn, den 16. März 1912. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. März, nachm. 2Vt Uhr, in Watzenborn vom Sterbehaus Unterdorf 4 aus statt. 02175 auS statt. 2006 bügeln. 02169 17. März, nachmittags V23 Uhr. (teiet in 1557 Im Mär-s 1912 09278 ans Haus. 1228 28 n 65 < 30 30 29 22 Avrikosen Mischobst Zwclschcn Giessen Mewtodl 56 m. Svez.-Preist, zu verl. Ludwig Lazarus Asterw. 53 Fernspr. 505 Der Pfd. 36, 60, 65 „ Schwcd.Feucrzcug 28 „ ff. Bohnerwachs 1 Pid. 90 Pf. 2 Pfd. 170 » Bürsten, Schrubber, Fensterleder, Schwämme in allen Preislagen. p. Pfd. 95 Pf. „ 65 „ §ruu Ernst Sauser Wiuc. (früher Llargrast Br Weu«tadt77 p. “W Trockenes, kurzgeschnittenes Abfallholz (Scfironrten) zum Feueranmachen liefert, von 5 Ztr. an, für Mk. 1.15 pro Ztr. frei Todes-Anzeige. Heute nacht entschlief nach langem, schwerein Leiden unser lieber Vater, Bruder, Großvater und Onkel HerrMon Wser,Landwirt Kriegsveteran von 1866, 1870/71 im Alter von 67 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Schäfer und Schaum. Klein-Linden, 15. März 1912. Die Beerdigung findet statt Sonntag, Todes-Anzeige. Heute mittag 2 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber Bruder Wilhelm Albach im 20. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 15. März 1912. Die Beerdigung findet Sonntag mittag 2 Uhr vom Trauerhause Kinzenbacher Str. 1 Lina, Steup Jäcob Häuser Verlobte Katsenelnbogen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, das; es Gort dem Allmächtigen, gefallen hat, unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Katharine Arnold gestern abend IO3/« Uhr nach zweitägigem Krankenlager zu sich zu rufen. 0*2261 Um stilles Beileid bittet im Namen der trauern denHinterbliebenen: Elisabctbc Arnold. Gießen lTeufelSlustgärtchen 3l, Paris, den 16. März 1912. Die Beerdigung findet Montag, bett 18. d. M., nachmittags 2 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. taumspritzen, Bast, Spaten u.Rechen^6 Gartenlandutensilien kaufen Sie zu vorteil- ? haften Preisen bei: » Edgar Borrmann, Biete Eisenhandlang Haus- u. Küchengeräte Telephon 165 Neustadt 11 Maurer- Hämmer, Kellen. 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Mttrz, abend* 6'/, Ehr. in der Stadtkirche. Leitung: Herr Prof. G. Trunlmann. Mitwirkende: Erl. I. Müller (Sopran) aus Wetzlar, Frl. E. Reichard (Alt) aus Frankfurt a. M., Herr Joachim Breidlng (Tenor) aus Frankfurt a. M., Herr H. Reinhardt (Baß) aus Darmstadt, Herr Organist O. Görlach dahier. Orchester: Mitglieder der Kapelle des 2. he»*d*chen Inf.- Regte. Nr. 116 unter Mitwirkung geschätzter hiesiger Kräfte. Programm. Kantaten von......Job. Seb. Bach 1. Ich habe meine Zuversicht, 2. Mein liebster Jesus ist verloren, 3. Ich bin ein guter Hirt. Eintritt frei. Eintritt frei. Für die inaktiven Mitglieder sind die Plätze am Altar, im vorderen Schiff ».auf den Emporen vorbehalten. Der Eingang am Turm ist nur für Mitwirk nde und für die mit Karten versehenen Mitglieder geöffnet Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung von Angehörigen ve.rstattet werden. Texte zu 20 Pfg. sind an den Kirchentüren zu haben. Freiwillige Gaben zur Deckung der Unkosten werden in die Büchsen erbeten. (D’/3 t Ter Oberhefsische Automobilklub hat zli dem am 20. dS. MtS., abends S1/* Uhr, in der neuen Aula lattsindenden Vortrag des Herrn Oberleutnants Gractz: Im MM quer durch Ha den. Wir bitten unsere Mitglieder, dieser mg Folge zu leisten. Eintritt 2 Mk. >0 Mk., siche Bekanntmachungen. Hessischer Verein für Luftfahrt Ortsgruppe Gießen. D D«/s Ter Vorstand. TiersdmtzVerd« Giessen Zu der am Dienstag d. 26. März, abends 81 , Uhr in der Restauration Spuck — Brauerei Tennmghoff — stattfindenden ortaltieo CeDeralmammlüDg werden olle Mitglieder hierdurch freundlichst eingeladen. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. RcchnungSablage. 3. Vorstandswahl. 4. Mitteilungen. Gießen, den 16. März 1912 ntzbacherFasel-.Zncht- vieh- v. Schweinemarkt findet Donnerstag, 21. März 1912 mit Pramnerung von Faielu und Rindern statt. Das Vieh darf nur aus solchen Crten in der Provinz Lberbesten aufgetrieben werden, die nicht in einem Sverr- oder Leobachlungsgebiel liegen, liebet jedes Tier ist em amtliches Ursprungszeugnis oorzulegen. Gleichzeitig findet auch die Verlosung von ca. 14 Rindern. 25 Schweinen, 10 Stämmen 9?afie= bühnern und nützlichen Geräten für Lekonomie und Hauswesen, im ganzen ca. 300 Gewinne, statt. Lose h 1 Mk. find durch Herrn Ludw. Herbold zu beziebcu. Butzbach, 13 März 1912. Großh. Bürgermeisterei Butzbach. D1V3 Flach. Giessener Zitherklub (WobltätigkeitS-Berein) Generalversammlung am 25. März, ab. 8", ilbr, in der Nett. Reitz, Steinstr. Tagesordnung: Rechnungsablage, Borstandswabl, Berschiedenes. v'Va Ter Vorstand. ßurhintiiijDnncrti. i Bringe den geehrten Herrschaften meine seit 26 Jahren mit gutem Erfolg betriebene Gardincnivanncrei in ein pfeblenbc Erinnerung. Frau S. Bernhardt, 5ereuzpl.SH. Kartoffeln Alle Sorten Speise- u. Salatkartoffeln empfiehlt billigst 1582 J. Weisel Telephon 88 Sonnenstr. 6. Kolosseum GIESSEST Dir.: Karl Ohm Telephon 645 Walltoretrasee. Heute vollständig neues Programm! U. a. Paul Buchwald-Ensemble in ihrem Burleske- Schwank Er soll dein Herr sein und Papa’s Junge! V. m Rodeustkin ^vlovbon Virtuose Murg. Lkurzciusku und (02178 Fritz Icidjuiunn Gesangs Duett. les 3 Miriilgiesi Original Parise Mi-Sieger Neu für Giessen! | Im vord. Restaurant I Heute Eröffnung | des Blütenfestes | wozuca.lOOOOBlüten I zur Dekorierung ge-1 braucht sind! Dazu die entzückende I Musik einer italienisch Kapelle I „Stern drs sühtns" 6 Personen! Morgen, Sonntag t 2 gr. Sititrhngtu nachmittag» 4 Uhr J kleine Preise abends Sy4 Uhr I gewöhnt. Preise, t Int vord. Restaurant I 3 Konzerte vorm. 11 Uhr, nachm. | 3r/,Uhr,abdS.7i/,Uhr! ausgef von der origin. I ttaltenischen Kapelle I ,Sterndes Südens^ Auf ins Blütenfeft I BruteierÄÄ«: ■■mei liiif.Micidi^bübn. Znd. Vauicnten, oräm. Zucht, äSt APi. Ibtob.Taümcn, Wind erg bet M (Gladbach. 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März 1912, abends 8 Uhr, Steins Garten Abend-Unterhaltung. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. T”/a Der Vorstand burchgch auf Gtu feine enb Lei! sckcibcnbei bie Bundi Tie Gcscfr der neuen der Zeckt hervokgeni feine neue nehmen n> ben befnm mögens- e heraufn benfen, Reichstags nicht von i daß eine ei Vorlagen u freuet bera: bie nicht Parteien ( semeinsam eine aiineh ks konnte libiären Ci ^inzelfraatc freuet für i gangbar er Men, den «gebnis » ^iten (He. J® ®eoe M bescho lusderv Erficht, scheint u .Xiebts wt bcsörd vnngender Jafr toeitct dkrbess loirb N .. cm t Die nati, rur f W der ? DieKö |! Sir im Mgruh! .2