Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 20. Juni 1912 Gietzener Anzeiger msnatkicd75 Pt, viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Abdole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post viertel- jährt aurscht Bestetta. Zeilenvrei-: lokal 15 Ps^ mi5ipärt» 20 Plenmq. 6 lresredakteur: 91 Goetz. VerautwoNllch für den politischen Teil: Slugufl Goetz; für .Femlle- lone, ,'13cnni|d)tc»* und .GerichtSsaal^: 51. Neu» rntb; tüt ,Sladt imb Land": E.Hefe; stlr den Anzetgenteil: £». BecL. Nr. 145 Ler Lietzener Nn;elger erscheint täglich, außer SonntkioS. - ^cila.icn: viermal wöchentlich tkfecncrSamflitnbkitkr rioennal ivöchentl.Nreir- blotttürbenNreiLkjehen (Dienstag und Freitag); zweimal monnil. Land- wirlschaslliche öciisragcn Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, WWWM,, General-Anzeiger für Oberhessen jur die Tagesnmmiier uomuon.oruck und Verlag der vruhl schen Univ.'vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, ikrpedltion und vruckerei: Schulftrahe 7. Ins m-nnit.ai; 9 Uhr.________________________ Büdingen: Zernfprechcr Nr. 269 Sefchäfl5ftellc Bahnhof,trahe 16a. von einer Gruppe Leuten kontrolliert werden könne, „dann ger zogen un,her und schrien sich vor |tt- aui dem Hutterkopfc und einen goldenen Mneifer auf der Nasen-1 und liefe nun einen Tunnel unter dem Broadway ato ivchc. sre wehrte ihm den Zutritt- der kleine Derr schrie aus der Warrenstrafee bis zur Murraystraße. Als der ÄU Victor Hugo in der Verbannung. den — von genommen, ve illen Besuchen aus er in vollem Halse und gevärbeie sich wie rasend; seine langen Rock- schöfee flatterten rote bei einem Besessenen in der Lust herum. Eben wurde eine Tür geöffnet: es war*Hugo, der die Summe erkannt hatte. Dor Antrag rief eine heftige Aussprache hervor von Lärmen, Zischen und Zivi scben rufen wie „Sieb c", „So kommen Sie doch heraus, Herr Lacroix." Das kleine Männchen, Ehes der jtrma iacrotj, Verboeck- Hoven u. Co., überbrachte ihm die pernagsgernäfeen dreihundert- tauienb Stanken für die „Miserables". Aber nicht einmal drei- bunberttaujenb iyranfen waren danach angetan, der biederen Mutter Sebert zu imponieren. Sie, deren kleine Einnahmen alle wieder für die Verbannten babingingen, sie konnte nie begreifen, dafe er biefe Summe für sich behielt. Sie schlug mit der Saust out den Tisch und nannte ihn einen Knitter. „Und wie viel Gelb hatte, du guter Gott! Alle Tage trug er einen kleinen Dausen die Bank." £. St. Line Untergrundbahn vor 60 Jahren. Man schreibt uns aus New Uork: Bei den Unter* „Stäuber", auf das Nationolkomitoo gemünzt, unter» brochen Dor Vorsitzende deS Nationalkomitecs erklärte den Antrag für aufeerhalb der Tagesordnung. Da der Konvent noch nicht organisiert ist, nominierte der Vorsitzende deS Nationalkomitecs N o o t einen vorläufigen Vorsitzenden. Tie Anhänger Roosevelts nominierten dagegen den Gouverneur Mac Goorn. ES folgten grofec Lärmszenen. Als Watson, der Führer der Anhängerschaft Tafts, die Aussprache schloß, wurden H a d le y ohrenbetäubende Ovationen dargebracht ^?ic RooseveltanbLn- Als Victor £>ugo nach dem Staatsstreich vorn 2. Tctcmbcr >51 ausgeroiesen wurde, zog er sich erst nach der Insel Jersey, cier nach Guernsey zurück. Einige Zeit weilte er Luch in r fessel, oaS damals viele Verbannte aus Varis aninahin. Unter* arbeiteten sie, um rlw Brot zu verdienen, abends traf man in den kleinen Gasthausern, die bald pariserischen Eharak.er iifahme». Eanulle Lemonnier, der zurzeit in der Hamburger jeüschriit" Erinnerungen veröffentlicht, sah damals auch Victor fo. Dieser allerdings war nie in den Tavernen zu finden. Zeir des Mittagsmahles im „Adler" ausgenommen, verliefe r Gou niemals seinen Olymp; er wich a i) spielte den Toten, sobald jemand an seine Tür pochte. Er lohnte zwei Heine Stuben in dem ersten eines der alten miet aui der „Grand Place". Der damalige Bürgcrmenter irles de Brouckere, ein fortschrittlich gesinnter Mann, hatte von der Märglid’fcit seines Mobiliars gerührt, cm Kanapee ir.iicn lassen; um dieses standen die drei einzigen -Stühle des Miners im .Valbfrci-:- herum, liebtigens schrieb XDugo niemals mb: auf dem Fußboden platt auf dem Bauche liegend, lieb seine gewaltigen Schrtstzeichen über das Papier hüifließcn, t bann und wann den Kopf erhebend, um von der Lurmuhr Rathauses die Zeit abzulesen. Jeden Morgen brachte ihm Bürgerin Söbert, Mrantciiroärtcrüi und Zigarrcnhandterin in tu Person — „die Proskribiertenmutter", wie ne die dankbar . der Verbannten nannte —, eine Schale Kaffee und zwei kötchen hinaus, die berühmten „Pistolets", die den Parisern riet Spaß bereiteten, dafe sie später, als sie längst wieder zuruck- l^rt waren, ihre Brüsseler Freunde, die Jic befuchcn kamen, :ett, ihnen einen Korb voll mitzubringen. Tas Land, ohne jedwede eigene Literatur und von Jiatur 5 gleichgültig gegen alle Wissenschaften, schenkte auch den Trent» : Poeten nicht die mindeste Beachtung. iyür Zeitungen und bHifuni roar £ntgo nichts anderes als einer von den ^rr- imien. Selbst die „Jndepcndance", bei der er immer gute iianbe hatte, sprach von ihm nur als von ,,X)ern &ugo . JUcin, t untersetzter Gestalt, mit ungepflegtem Ban, einen rociäxn Aut auf dem Kopfe und in einen fadeiisch^ungen Uebertoa li'llt, sah er auf der Straffe aus wie ein yanbroerfer. Zu ust: angelangt, schloß er sich ein: die Bürgerin ^ebert hielt Mzpaiitoffelii im Treppenhause Wache. Eines -tages kam ein Lltünnchen daher, mit lehmfarbenem Ziegenbart, den A-ut h. Em neues Mittel zur Erzeugung -von Nerventaubheit hat ein Londoner Ar-1, Tr. F. W. Fordes-Roß erfunden, das er selbst bereits in zahlreichen Fallen bei schweren Operationen erfolgreich erprobt hat. Tr. Fordes- Roß mattn in das Operationsgebiet unb dessen nächste Umgebung eine Einspritzung einer Lösung von Ehinm und Harnstoifchlorid. hierdurch soll völlige Empsindungslosigkeit hervorgerufen werden, die längere Zeit, 24 Stunden bis zu 6 Tage anhalt, so daß nach Beendigung der Cpcration und während der ersten Zett der Heilung der Operierte an seiner Wunde durchaus schmerzfrei ist. -purch die eingefpritzte Flüssigkeit werden dabei die Gewebe durchaus nichts geschädigt. Tr. Forbes-Rofe hat fein neues Mittel bisher in 15 Fällen angewendet, in denen es sich um größere Operationen, darunter solche am Unterleibe, handelte. Er hält es für sehr geeignet bei Quetschungen und Knochenbrächen, außerdem empfiehlt er es bei Operationen von Kindern und in allen Fällen, wo aus irgend einem Grunde kein Morphium verabreicht toerden darf. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- schast. Prinz Heinrich von Preußen ist von der philosophischen Fakultät bet Universität etiel zum Ehren-- dokt o r ernannt worden. -------------- fertig war, kam Beach von jetnem ersten Plan ab,: nicht eine gewöhnliche Pferdebahn sollte durch feinen Tunnel fahren, sondern ein mit Preßluft getriebener Zug. So wurde denn eine Truckluslanlage von 100 Pferdekrästen eingerichtet und dadurch oer kleine Zug hm- und berbeförbert. Jeder Wagen konnte 18 Personen auinehmen. Die ganze Strecke roar nur 400 Fuß lang und eigentlich mehr ein Mobell als eine bem Verkehr dienende Anlage. Wahrscheinlich wollte Beach der Stabtoerroaltnng nur vor Augen fuhren, „daß es ginge", und sie dadurch zur Ausführung größerer Pro)ekle veranlassen. Aber die Stabt roar einstweilen nicht bazu zu bringen. Man wolle erst abroarten, so hieß es, wie bie zur selben Zeit in London im Bau befindliche unterirdische Dahn ausfallen werde. Diese war für Tampfzüge berechnet. Beach liefe seine Untergrundbahn ein Jahr lang m betrieb, dann mufetc sie wegen mangelnden Verkehrs eingestellt werden. Seine Idee rour.be in New Hort erst rmeber ausgenommen, als man bie ersten elektrisch betriebenen Untergrundbahnen baute. rung fast heiser. Als eine Tante dann von.oer Galerie herab ein Bild Roosevelts schweultc, lvuchs der Tumult ins grenzenlose Die Dame wurde von einigen Delegierten in den Saal geholt und auf Schul- lern zur Rednertribüne getragen Der Lärm hielt 3/< Stunden an. Die Sitzung mußte während einer Zeit unterbrochen werden. Sobald Hadler sich wieder Gehör verschaffen konnte, beantragte er, dazz seine Entschließung dem Ausschufe zur Prüfung der Beglaubigungsschreiben der Delegaten überwiesen werden soll. Gouverneur Den een (Illinois) brachte einen Zusatz, antrag ein, dafe fein Delegat, dessen Mandat bestritten worden sei, sich an der Abstimmung beteiligen dürfe. Hierauf beantragte Watson, das Amendement Deneens unberücksichtigt zu lassen. Der Antrag Watson wurde mit 561 gegen 510 Stimmen angenommen. Tie Annahme bedcutel einen Triumph für Taft. Die Abstimmung zeigt, dafe Taft seit der gestrigen Abstimmung sechs Stimmen gewonnen hat. Die Angelegenheit der angefochtenen Mandate wurde sodann unter Beifallskundgebungen der Anhänger Tafts bem Prüfungsausschuß überwiesen und die Sitzung wurde vertagt. Chicago, 1. Juni. Roosevelt und feine hauptsächlichsten Anl-änger erklärten, sie würden die Sezession unter feinen Umständen gutfycifeen. 2lu$ IHaroffo. Paris, 19. Juni. Nach einer Blättermeldung aus Mogador wurde der Prätendent des Susgebiets Hida zum Sultan von Agadir ausgerusen. Aus Fez wird gemeldet: Das Lager der Kolonne des Generals Gouraud im Jnauentale wurde von zahlreichen Marokkanern angegriffen. Die Angreifer wurden in die Flucht geschlagen. Die Franzosen hatten acht Tote und etwa 12 Verwundete. Auch eine auf dem Marsch befindliche Abteilung der Kolonne haben wir nicht hie Herrschaft einer politischen Partei, sondern eine politische Oligarchie". Der Antrag rief eine heftige Aussprache hervor. minierunarn, bie zurzeit am Broadway zum Bau der neuen Unter- grundbahncn ausgefuhrl werben, wirb man, wie hiesige Fach- blätttr ankünden, ohne Zweifel auf einen alten Stollen, einen ocrlaifencn Tunnel stoßen, der nichts anderes ist, als bas Gehäuse einer Untcrgrunbbaim, bie vor mehr als 60 Jahren ausgeführt rourbe. Sic ist wohl bie erste bcr Welt gewesen. Ihre Ent- stchungsg. schichte ist intcrcnäm genug. A. E. Beach, ein aus- gezeichneter Ingenieur unb Herausgeber des „Seientiric Ameri- cam" schlug in einer Zeit, ba ben Nero Dörfern bie große Steigerung des Verkehrs zum ersten Male unheimlich rourbe, in seiner Zeitschrift vor, man solle unter ber Hauptgeschäftsstraße, eben unter dem Broadway, einen Tunnel durchführen mit zwei Fahr glcifcn unb zwei Fußgängersteigen. Die Wagen folhcn von Pferoen gezogen und die ganze Anlage taghell durch Gas beleuchtet werden. Drr Plan erschien bcr damaligen Stadwcrrreruna zu abenteuerhef), man fürchtete vor allem, die ui ber Nähe des Tunnels liegcnbci Häuser könnten cinftürym; dazu kam eine starke Opposition von Privatleuten, die irgendwie für ihre Interessen fürdnaen. Indes, Beach roar cnergifd), immer wieder kämpfte er in seinem Organ unb in anderen Blättern für seine Idee, die der Ocffentlichkett schließlich cinleuchien mußte. Es roar nidtt mehr möglich, dem unternehmenden Mann die BewiUigung zum Bau auf eigene Losten zu versagen, er erhielt sie anfangs der fünfziger Jahre Dom Pressetag in München. München, 19. Juni. Im Laufe des heutigen letzten Verhandlungstag«, der 20. Delegiertenversammlung des Verbandes Deutscher Journalisten- und Scksriststellcrvereine wurde ein Ausschufe eingesetzt zur fttarftellung der Frage des Urheberrechts der ro i n e m a t o g r a p h e n Vorführungen und der Festsetzung eines entsprechenden Honorarvertrages. Es wurde ein Antrag angenommen auf Schaffung einer Zentral st elle für die deutsche Presse zur Schlichtung von Streitigkeiten und zur Vertretung der Berussinteressen. Als^Vorort und Ort bcr nächsten Tagung wurde HaBiburg gewählt. Heute nachmittag beschloß eine Fahrt auf den Wendelstein die Tagung. Eine Kaiferrcöe. Der Kaiser hat, angeregt von einer schwungvollen Rede des Hamburger Bürgermeisters Dr. Bnrchard beim Diner an, Bord bcr „Viktoria Luise" wieder einmal eine poli- il|ri)c Rede gehalten. Dr. Bnrchard hatte der Heber- inigung Ausdruck gegeben, daß die deutschen Kaufleute sicher waren, unter dem Schutz bcr deutschen Flagge im fernsten Ausland eine ergiebige Tätigkeit entfalten zu lonncn. Da griff der Kaiser, ohne Marokko direkt zu rennen, doch sehr deutlich auf diese letzte Krisis und das Bemühen nach neuem Siedelungsland zurück. Die kaiser- lichen Sätze find ein rhetorisches Meisterstück, und in ihrer Allgemeinheit klingen sie richtig und überzeugend. „Die Flagge darf da nicht aufgepslanzt werden, wo man nicht b.chcr ist, sie verteidigen zu können." Da der Kaiser auf einen bcstimmlen Fall nicht hinwies, ist es müßig, etwa auf ben Marokkostreit nochmals einzugehen. Welchen Standpunkt ber Kaiser und feine Regierung in dieser Frage eingenommen haben, ist ja hinlänglich bekannt. Neu und inter- (ffant ist wohl nur nach den vorausgegangenen Sätzen die Wendung: „Sie werden es verstehen, warum ich Zu- tidljoüung geübt habe. . . ." Also war der Kaiser ur- jprünglich mit Kiderlen-Wächter bereit, in Marokko festen äufe zu fassen, und er hat nicht etwa diesen norbroeftafri- kanischen Boden für ungeeignet als deutsches Siedelungs- lono angesehen? In bcr Welt wird man nun vielleicht Niehr noch als bisher annehmeu, daß wir aus Besorgnis ror. dem englischen Tazwisct'entreten schließlich zurück- «wichen sind. Dafe da - in Ehren geschah, will der Kaiser ijeute noch einmal unterstreichen: „Bisher ist unserer Flagge choch niemand zu nahe getreten, solangeichregiere. I Der deut scheu Kaufmannschaft hat der Kaiser noch ein Äelöbnis-abgelegt, das große Zustimmung finden wird; „Da luo Sic vorgehen, ba wird meine Flagge Ihnen folgen." Darin liegt Die Betonung eines entschiedenen Willens, die lkutsche Uebersecpolitik nach Kräften fortzusetzen. I ! Wir erhalten folgenden Bericht: B r u li s b ü t t c l - K o o g , 18. Juni. Der Kaiser Ibe- fifib sich nach der Rückkehr von der Regatta um 7»/, Uhr nut dem Dampfer „Willkommen" an Bord deS Dampfers ber Hamburg-Anterika-Linie „Viktoria Luise", wo das Diner 'lattsand. Währctid bts Mahles hielt Bürgermeister Dr. bnrchard eine Ansprache. Der Kaiser antwortete mit folgendem Trinkspruch: Euere Magnifizenz wollen mir einige Worte des Dankes ge- iflaiicu für die patriotisch von Flainnien durchglühte, mit ora» ^tonschem Schwung vorgetragene Rede, bie, wie ich fest über- i-'iigt bin, alle hier Versammelten mit sich fortgerissen hat. Wir :.sahen aus der Skizze, die Eure Niagnisizen; entworsen baben, lie bod) in allen Jahrhunderten bie Geschichte unseres Reid-es Dnb Volkes, obwohl im allgemeinen eines kontinentalen, doch iwmcrljm mit dem Meere und bem Wasser in Verbindung ge- ■iinben hat und mehr oder roeniger davon beeinflußt gewesen ist. ff loü, roie I eroorgehoben, fehlte es an der Zusammensassung der . ne unb eine Z itlan i j Blüte der Hansa mufetc vergehen, weil der Rück Hali der kaiserlichen Reichs gemalt fehlte. Durch die pchöpsung des Reiches unter meinem Großvater ist es inder> geworden, und nunmehr kann der deutsche Kaus- maim nicht unter sremder, sondern unter eigener Flagge rotzig seinen Weg ziel-en. Er kann alle seine Fähigkeiten an- splnncn und iit sicher, dafe, wo es nötig ist, des Reitties Sd)ufe teiner ihin sieht. Das ist nur mögiid), wenn alle Kräfte unter un* [trer deutschen Flagge zusammeiigefaßt werden, aber, wie Sic die wissen, meine Herren, bie Flagge mufe in Ehren »shen, und es bars nicht leichtsinnig ihr Tuch in bc n Winden entfaltet werden und nicht leichtiinnig darf sie aufgepslanzt werden, ro o man »i d) t sicher i|t, jic verteidigen z u können Sie Verden es verstehen, warum ich Zurückhaltung geübt habe in der Au-breitUHg der beatfAen Flagge, ro o s i e vielleicht von manchem gewünscht unb ersehnt war. Ich habe mich von einem alten hanseatischen Grundsatz leiten lassen unb bcr steht in markigen Lettern am Rathaus zu Lül»eck: „Das Fähnlein ist lcid't an bie Stange gebunden, aber cs kostet viel, es mit Ehren wieder herunterzuholcn". Nun meine Herren, ich glaube das wohl vindizieren zu können, daß bisher ber Ehre unserer Flagge noch niemand zu nahe ge- treten ist, so lange wie ich regiere. Dafür kann ich mid) ein setzen und dafür kann ich stehen. Da wo Sie voran- gehen, da wirb meine Flagge Ihnen folgen. ।Bra- vo.) Das ist so int Grofeen nnc im K,einen. Ein jeder stindet des Morgens seine Flagge an den Stock und hofft zu siegen. Das gelingt nidtt jedem Trotzdem freuen wir uns, daß der heutige -rag der Elb-Regatta nicht nur deutsche, sondern auch viele Fahr^ icugc eines verwandten unb uns bcfrcuitoctcn Volkes herbeigeführt unb das Bild zu einem farbenreichen gemacht hat. Darum wollen wir uns freuen, und ich spreche hier wiederum von ganzem Herzen meine Hoffnung aus, daß der Segelsport und bcr Wassersport auf ber Eibe und bcr Ostsee, im Binncnlandc wie aus bem Meere blühen und gedeihen möge! Wir aber, bie wir hier versammelt sind unter bcr Flagge Hamburgs, aus dem sdsönen Sd)iff bcr Hamburg-Amerika -Linie, erheben unsere Gläser unb trinken aus auf das Wohl der Stadt Hamburg und aller Segler, bie hier versammelt sind! Die Stabt Hamburg Hurra! Hurra k Hurra! Nach bcr Tafel hielt bcr Kaiser noch längere Zeit E e r c l c unb begab sich bann auf die „Hohcnzollcrn" zurück, welche morgen früh um 6 Uhr durch den Kaiser-Wilhelm- Kanal nach Kiel gehl, wo bie Kieler Jubiläums-Woche beginnt. Kiel, 19. Juni. Die „H o h e n z o l l e r n" mit bem Kaiser an Borb ist heute mittag 12 Uhr 45 Minuten, gefolgt Dom „Slcipuer", in ben Hafen eingclaufcn. Die Kriegsschiffe, welche Toppslaggeu gesetzt hatten, feuerten Salut. Die in Parabc stcheitdeit Mannschaften begrüßten ben Kaiser mit einem dreifachen Hurra. Die im Hafen liegenden Dampfer unb Jachten haben sestlid)en Flaggen- schmuck angelegt. An ben Ufern erwartete ein zahlreiches Publikum bie Ankunft bcr „Hohenzollcrn", welche church bie Reihen bcr Kriegsschiffe bem gewohnten Liegeplatz vor ber Reventlow-Brücke zusteuerte. Russische Slottcnbauplönc. Petersburg, 19. Juni. Aus bcr heutigen Tagesordnung bcr Reichsduma stand bie Gesetzesvorlage be- treffenb bas SchissSbauprogramm. Der Berichterstatter bes Ausstt-usses für bie Lanbcsverteibigung erklärte, die geforberten 502 Millionen seien für fofgenben Bebarf notiucnbig: Für ben Bau einer .Kriegsflotte 292 Mill Rubel. Diese Flotte soll umfassen: vier Panzerkreuzer mit Gesamtkostcn von 182 Millionen, acht leichte Kreuzer, bavon vier für bas Baltische Meer, zwei für bas Schwarze Meer unb zwei für ben Stillen Ozcan, ferner 36 Torpebo- bootszerstörer für bie baltische Flotte mit einem Kosten- aufwanb von 92 Millionen, 18 Unterseeboote. '21hfeerbem feien erforberlich 16 400 000 Rubel für Hilfsschiffe, 13133000 Rubel für schwimmende Hafen- cinrichtungen, 70900 000 Rubel für den Ausbau der Hafen Reval, Kronstabt, Swcaborg, Sebastopol, Nikolajewsk und Wladiwostok. Der gesamte Hafenbau erfordert 112 Millionen unb wirb 1923 abgeschlossen fein. Der republikanische Hationalfonoent in Amerika. Chicago, 19. Juni. Der republikanische National- konvettt ist eröffnet worden. Gouverneur Hadley - Missouri beantragte nack) Eröffnung, bic vom National- romitee vorbereitete Liste zu ändern, ba bO Delegierte Tafts unehrlich gewählt worden seien. Wenn bcr Konvent $ 4331 Giess« (ßericbufaal 17. Juni. Schöffengericht. Der Dienstknechi wioaoh on bestens bekannten „Graf von Luxemburg" erfreuten sich besonders das Posaunensolo „Mein Lied!" und der Walzertraummarsch lebhaften Beifalls. " Warnung. Eine unbekannte, etwa 20 Jahre alte Frauensperson, die sich als Nichte eines hiesigen Pro» fessors auSgab, besuchte vorgestern zwei hiesige Modewaren- geschäste, probierte Blusen an und kaufte sic mit der Weisung, sie in die Wohnung des Professors zu schicken. Als diese Aufträge anSgefühct wurden, stellte cs sich heraus, daß eS Schwindel war. ES wird angenommen, daß die Person es bei der Anprobe lediglich auf Diebstahl abgesehen hatte, und sei hiermit vor Büdingen, 17. Ium. toaiopengcncnr. xtr H. W von Worms wird wegen Hausfriedensbruch zu a Wochen Gefängnis verurteilt. Wegen Bedrohung erfolgte Freisprcckiung. Die Ehefrau des W. Ä. zu Büdingen wird wegen Bedrohung TnmU' snrochen. — Der Schreiner I. D. II von Hitzkirchcii w:rd mgcitjatib- Preis schießen, das gestern abend zu Ende ging, erhielten folgende Schüßen Preise: . M ei st er sch ei b e 100^ Meter: 1 Preis Nikolaus-Gießen, 2. Finke-Kapel, 3. --tang-Mar» büra 4 Schmidt-Marburg, o. Pascoe- Gießen, 6.^ Eukcr- Marburg. — M e i st e r i ch e i b c 175 M c t c r: 1. Preis Schmidt- Marburg, 2. Pascoe-Gießen, 3. Burk-Frankfurt, 4. Pattrarb- Marburg. — M e i st e r s ch c i b e 300 Meter: 1. Preis v. Schmidt-Gießen, 2. Burk-Frankfurt,, 3. 'Nnke-Kaiiel. — Wildstand: 1. Preis Pascoe Gietzcn, 2. Nikolaus- Gießen. - Jubiläums-Eh renscheibe 175 Meter: ,nnfe- oanCr —Ebren scheiben: Köster Marburg, 100 Meter, Burk- Frankfurt, 300 Meier. - Fe st scheibe 100 Meter: 1 Preis Clobus-Marburg, 2. Briol-Marburg, 3. Klotz-Marburg, 4. N i - kol a us-Gicßen, 5. Schmidt Hanau, 6. Lauer-Marburg, 7 Noll-Gießen, 8. Lowka Marburg, 9. Keßler-Marburg, 10. Brauer-Marburg, 11. Urffll.-Marburg, 12. G Brauer» Marbura, 13. Eberts-Wetzlar, 14. Schneider-Marburg, la. Man- nesschmiot-Biedenkopf, 16. Pascoe-Gießen, 17. 2b. t'').iar- liurg, 18. Sommermann-Marburg, 19. iLtaubeland-Marburg, »0 Bepler-Marburg, 21. W. Holzhauer fun.-Marburg, 22. ^chebb- Marburg, 23. Bang iun -Marburg, 24. Pb. Ernst-Marburg, 25. Finke-Kassel. — I u b i l a um s fest sch e t b c l7o Meter: 1 Preis Schmidt-Bockenheim, 2. Stang Marburg, 3. Sctbinger- Bockenhcim, 4. P a s c o c-Gießen, 5. Klee-Marburg, 6. Gunkel- Hanau, 7. Hinkel-Bockenheim, 8 Burk Frantiurt, 9. Manncschnndt- Biedenkopf, 10. Schmidt- Gießen, 11 Homer Hanau, 12. Berich- Marburg, 13. Müller-Nauheim, 14. Lowka-Marburg, 15. Paff- raih-Marburg, 16. Woerner-Hanau, 17. Tula-Marburg, 118. I. Schneider-Marburg, 19. Nikolaus- Gießen, 20. Hamel- Frankfurt. Gouraud wurde von Marokkanern angegriffen und hatte 12 Verwundete._______________ Deutsches Reich. Aus Marburg wird uns mitgeteilt: Ter bekannte Politiker Helmut v. G e r l a ch aus Berlin, der seit beinahe 20 Jahren im Wahlkreise Marburg»Ktrch- hain-Frankenberg politisch tätig war und auch bet der vorletzten Session einmal gewählt wurde, hat letzt, nachdem ihm auch das letztemal kein glücklicher Stern geleuchtet bat, auf eine weitere Kandidatur hier verzichtet und den Verlag der Hess. Landesztg. verkauft. Aus Gotha wird gemeldet: Bei den Landtagswahlen, die am Tienstag stattenden, wurden gewählt: 6Rechtsstehende, 2 Nationalliberale, 2 Freisinnige und 9 Soztal- demokraten. ■ In der Aussprache derwürttembergischenzwei- ten Kammer zu dem sozialdemokratischen Antrag betreffend die Aufhebung der württembergischen Gesandtschaften an den Höfen deutscher Bundesstaaten hatte der sozialdemokratische Antragsteller Keil erklärt, mit der Vormachtstellung Preußens hange eine gewisse Rücksichtslosigkeit den anderen Staaten gegenüber zusammen. Ministerpräsident Dr. v. Weizäcker erwiderte, diesen Vorwurf Keils weise er entschieden zuruck. Die loyale Haltung des Reichskanzlers müsse er immer wieder anerkennen, denn er bade täglich Gelegenheit, diese Haltung zu konstatieren. Er bitte das Haus, ihm, dem Ministerpräsidenten, mehr Glauben zu schenken als den aus einem parteipolitischen Busen geschöpften Ausführungen des sozialdemokratischen Redners. Tie zweite Kammer LXit den sozialdemokratischen Antrag, die Regierung zu ersuchen, mit den in Betracht kommenden Bundesstaaten über die Frage der gemeinsamen und gleichzeitigen Aufhebung der Gesandtschaften Verhandlungen anzubahnen, mit allen gegen die sozialdemokratischen Stimmen abgelehnt. Die Kammer hat den Antrag angenommen, wonach sie sich g r un d s ä tz li ch auf den Standpunkt stellt, daß die Vo l ksschullast en auf den Staat zu übernehmen sind. Der bayris che Finanz Minister von Breu- nig hat in der Kammer der Abgeordneten einen Gesetzentwurf eingebracht über den vorläufigen Vollzug des Budgets für die Jahre 1912 und 1913. Danach soll der Finanzminister ermächtigt werden, im Bedarfsfälle für die Zwecke der Post und Telegraphie eine allgemeine S t a a t s a n l e i h e bis zum Betrage von 5 549 610 Mark und zur Deckung der Ausgaben für die Staatseisenbahnen ein Staatseisenbahnanlehen bis zum Betrage von 48 769 000 Mark aufzunehmen. ihr gewarnt. ** Unfall. Ein hiesiger Fuhrknecht kam gestern abend mit der Hcuwendcmaschme, die mit einem Pferd bespannt war, aus dem Felde. Er saß auf dem Gefährt und als aassssÄf* "E SrA-Äs =..ü™ ter Kreis Büdingen. Dann wird der Nebenkläger Berndt vernommcn,^dcr ui- H Büdingen, 18. Juni. Gemcinderatssitzung. nächst über seine Stellung in Mainz Auskunft gibt, ‘zic '?!n- Anwcsend Bürgermeister Fendt, Beigeordneter Dotter und der stcllung der Assistentin ist auf Anregung der wzialdemorrakn gesamte Gemeinderat mit Ausnahme des Gcmeinderats Schön. Fraktion der Stadtverordneienversammlung crwlgt. Frau «c'apiro Als Sachverständiger Kreisstraßenmcister Straub. Ueber die An-l sei dann auf seinen Vorschlag engagiert worden. Er habe der läge eines erhöhten Fußsteigs in der Gh mn a si u ms-! Assistentin streng die Anweisung gegeben, sich nie "i Privat- ft raste liegt ein Köstenvoranschlag im Betrage von 2000 Mark angelcgenhciten zu mischen. Der^ Zeuge gibt dann Ausrunfl vor. Er wird genehmigt und die Arbeiten der Firma Friedr. I über die Instruktionen, die der Frau >sa>apiro erteilt wurden Zipf & Söhne übertragen. — Auch die H erstell ungsar- und stellt der Nebenklägerin das beste Zeugnis aus. 4.er Zeuge beiten am Kriegerdenkmal, die 450 Mark kosten, werden l bespricht bann die Stadtverordnelenntzung, m der es zu einem der Bauleitung zur Ausführung und Uebertragung an diese Firma I Zusammenstoß zwiscl^en ihm und dem Stadtverordneten .»orch ge- : uberiviesen. Die Lieferung der Sandrandsteine erhält Steinhauer- kommen sei. Dabei habe er gesagt, daß von einer Beunruhigung meister Müller gegen eine fünfjährige Garantiezeit. — Die Ein-t der Stadt durch die Artikel Hirsd)s keine Rede [et, und daß le- I friedigung eines städtischen Grundstückes in der Pfnorrstraße wirdl diglich diejenigen beunruhigt seien, deren ^agdgrunde gestört worden nach dem vorgelegten Uostenanschlage gutgcheißen. — Durch die! seien-Irgend eine bestimmte Perion habe er damit nlwt gemeint. I Straßenherstellungsarbeiten wird die Einfriedigung eines städtischen Ter Zeuge geht dann aus die Praxis bei dem uttenpot.izei- 1 Grundstücks am Junkernhoflveg auf Grund der Polizeiverordnung I lichen Verfahren ein. Die Zwangsgestellung sei durchaus benötig Tas Grundstück >oar seither an die Wilhelm Hemming Wlvc. I redytigt, die Verwaltung stehen ui dieser Beziehung aui dem für einen sehr geringen Preis verpachtet. Die Einfriediguiig Boden des Redfts . . .. soll hergestcllt werden, doä) muß die Pächterin dre aulzuwendende Nach einer Pause fahrt der Zeuac in seinen AuSMHrungen Summe, die 400 Mark beträgt, mit 4 Proz. verzinsen und eine »fort. Aus Vorsckftag des Justizrat Schmitt habe man besthloNen, । höhere Pacht bezahlen. Die Bürgermeisterei wird mit Führung die Sack-e ruhen zu lassen. Ta Jet ber beleiöigcm>€ arntei bet Verhandlungen beauftragt — Die Einfriedigung eines Grund-I,^Lcx Berndt" erschienen, in dem er in der migebcucrluöltcnjlLetic stücks im Steinweg war, weil sie gegen die Baupolizeiverord-1 angegriffen worden sei. Der Zeuge geht bann nur. Die pochen nung verstößt, von der Bürgermeisterei beanstandet worden. Der ein, die die Artikel für ihn gehabt haben. Er ,ei aus der Strape Gcmeinderat findet vorerst nicksts gegen die Einfriedigung zu bedroht worden, man spie vor ihm aus, und auch eine ^esorgam- I erinnern. — Ueber den Betrieb der Klärbeckenanlage waren sation ber Bcamlensästift fei cingctreten. . 1 zwei Beschwerden an das Kreisamt eingercicht worden. Das Rechtsamvalt Dr. Bopp fragt, ob der Zeuge gegen cuu Krcisamt hat diese Besd)wcrden der Kulturinspekiion Friedberg Verständigung war. Ter Zeuge bejaht dies, da er dazu nach zur Begutachtung übersandt und diese hat verschiedene Umäu- dem Artikel „Lex Berndt" nicht mehr imstande ivar. derungsarbeiten vorgeschlagen, die 10 000 Mark kosten würden. Es wird dann die Frage der-Namensnennung ui ten ^re^ Ter Gemeinderat ist der Ansicht, daß die Kläranlage nach den berichten erörtert. Rechtsanwalt -tr. Pagenstechcr habe tue Prist. Plänen des Oberbaurats Schmück-Darmstadt erst vor ctiva 8—9 gebeten, die Namen der Mädchen nickst zu nenmn trotzlwm sei» Jahren erbaut und von der vorgesetzten Behörde anstandslos im „Neuesten Anzeiger die vollen Namen genannt, einige sog« abgenontmen wurde und hält die Beschwerden für unberechtigt, durch Fettdruck hervorgehoben worden Trotzdem soll von jetzt an eine öftere Reinigung der Klaranlage Kreisarzt Dr. Drescher gibt ^us^nst über die lln»- erfolgen. — Ein Geländestreifen, der innerhalb der Umzäunung inchungen, und jagt, da» die Polizeiassistentin daber nicht bewndert eines Gartens der israelit. Gemeinde liegt, soll der RcligionS- sckiarf vorgegangen sei. Dr. ^wercherg fraat.. ob Fnm nemeinbe zu einem Preise von 3 Mark für den Quadratmeter ^-chapiro ost argen eine Untcrjudning geroejm |ci, öcr jtugi w täuS^^ ü^rlata Äk - Die Zulegung eines Grabens, in stätigt dies ^Jusuzrat Bernstein verliest niwn Brief emes d der Ghmnafiumssttaße hält ber Gemeinderat, nachdem das Eiwl chens, das sich sehr über das Vorgehen der Frau ^chap fließen von Ammoniakwasser von dem Gaswerk in den Graben ab-> ärztlichen Untersucknlng beklagt. . Nrieies setzen lieb aeitcUt ist nickst mehr für nötig. — Zur Herstellung emes I Ueber die Zulasjigkeit der Verlijung des Brieses letzen stV Voraartens an der Gewerbeschule ber Austausch von Gelände der Verteidiger Bernstein und das GerE auseinander. An d^i ,wi>»cn ber Stadt mW d-r Äcwcrdrschule nölig. D-r Austausch »rief tann uur dann em AtM-q gekmM W-rbm. “ soll bnbrrieitig loftcnlos crlolgcn. - Dic 2 d) I u B r e cb n u n g leien roetbe. Der (W»Miot j .1)1 iid, ut Mn« «n3djjen* ' w°r °°n dem Ausschub gepril,,. und verich.edene zur ^-tung^ruck unb dM^d-n Dann tritt die Mittagspause ein. erhielten folgende Nachrichten: J Leipzig, 19. Juni. Heute abnib kurz nach Uhr fu» » in der Ncklhe von Gaschwitz der 7,25 Uhr bom hicugcrt baöc*j rischen Bahnhof abgegangene Personenzug 2406 einem Gulerziu» in die Flanke. Soweit bisher feftgeftellt ist, wurden fun» v I ionen getötet und zwölf bis fünfzehn verletzr. ■ Materialschaden ist bedeutend. Leipzig, 19. Juni. Wie jetzt gemeldet wird, Ut das unev« bahnunglück bei Gaschwitz dadurch veranlaßt worden, das i Zug 2406 mit dem von Dorna kommenden P^onen-ug^ das Haltesignal überfahren hatte, zusammenstteß. Unter den zm befindet sich der Zugführer des Bornaer Zuges, xxt letzten wurden in einem Krankenautomobil nach Leipzig gern > In das kiesige Krankenhaus wurden zwei Tote emgelieien, Zugführer des Bornaer Zuges Erker unb eine unbekannte on Die Zahl bet weniger oder schwer Verletzten beträgt 19. i. Von den bei dem Eisenbahnunglück 2. Verhandlungstag. Ter Leiter des Säuglingsheims Tr. Kreier sagt aus, daß Frau Schapiro ihm Kinder gebrackst habe, für deren Unterhalt sic sich persönlich aufzukommen verpflichtete. Rechtsanwalt Bernstem stellt fest, daß dem Zeugen Dörr von Bcrndt angesonnen wurde, den Namen einer Zeugin, mit bet er in Beziehung gestanden hatte, in seinem Berichte forlzulassen. Bei bieser Gelegenp.nt kommt lrtnnt ma, .es zu einem kleinen Geplänkel zwische,i ben Anwälten bet beiden im Rieaelviad Parteien. Zu einem anderen Zeugen, der Kausmann m Mamz im jiiegcipmD fQni ^rau Scf)auir0/ um sich nach dem Korno eines OMlUcrs vom Gaswerk ........ Beanstandungen an der Rechnung waren beschlosicn worden, ^en beiden Hilfsarbeitern am Gasiverk soll ihr Lohn von 3 Mark aus 3,50 Mark erhöht werden, unter der Bedingung, daß die Reinigung der ftäbt. Straßenlaternen kostenlos von ben Beiden ausgeführt wird. Der Gcmeinderat genehmigt beide Beschlüsse. — Ter Ausschuß hatte dem Gemeinderat eine andere Erhebungsart der Wasserpacht vorgeschlagen. Der Gemeinderat beschließt, es bei der seitherigen Weise fu belassen. — Die Anwaltskoften in dem Rechtsstreit Steinbruckssinhaber gegen die Stadt werden mit einem Betrage von 136,25 Mark zur Auszahlung genehmigt. — Spie. |WVUuA.t. — ------ni* Gemeinde Büdingen tritt dem Roten Kreuz mit einem lährlichcu vergehens zu einer Geldsttase von Mk. oder 16 Tagen ( . - das bo. ^jaytessest oes yess timen uji a v « d u 11 I ct Pnva.'- Hungen. Erstattung des Jal)resberichts, Anspracksen, Musik und vordem Dermin durch Vergleich erl b,g^ ^selbst Gesangsvortragc. MiMvoch, 2b. Juni, vormittags, Kinpersest- B. li von Bmb, g g ' ° Beweisausiiahm« gotteSdienst, an dem auch die Kinder der benackcharten Gemeinden wegen Beleld,gung wurde zum Zweae »Xiterer XKrons teilnehmen werden, Feftprediger: Pfarrer Becker-Fürth i. Odenwald. Ikml ^^nim litnnmt. ________— Vormittags Festgvttesoienst, Feftprediger Pfarrer Germer-Bingen. ^. "77 Ansprache des Vorsitzenden des Hessischen Hauptvereuis, Psarrer dm |d)WCrC$ ElfeNvayNUNglUkl. **• * Versammlung auf dem Ramsberg, geleitet von Pfarrer Volp- Lauback). Ansprachen von Pfarrern aus Gustav-Adolf-Gemcinden. Pfarrer Rost-Hüningen i. Elsaß: „Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart einer elsässischen Tiasporagemcinde". Pfarrer Reh- wald-Heppenheim: „Hat der Katholizismus auch sein Gutes?" Psarrassisteni Weiß-Bieber: ,T)m Kampf nach zwei Fronten". Mitwirkung des Kirchcnchors Laubach und des Posaunenchors Die seilber von Hem ! Lirockde-«jj.-Mei wohnie v'IWL'ilr.SJ ■;>f. anöenv. 3. üerm. . i'fi ‘J&erntonnQttni i I 7 Zimmei . n LHüttcm'Jleubauft •> und verl.Iu ' 'Unmkrwobnuug rtanenbeiiunfl zn ve Ahcrmann A K L 6 Zimme Nodeine 6Z,m-!l dulij -^beresTiezttr.' pL___«"d^lnlag I—6 Zimmer Ä Mmdi SSrs? WM WAS LM? WZW '*belltr k-'^erm. l -WMF; ii*r^illiob3t)afQ^CClntl ssä sSW -MU LUK Ws Nur echt mH Scbtrtunerfce „H Rinf. H,£Ss- Jul. Bach Station erbeten. ((■*•/< Be/< K. 39/12. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. 4331 Giessen, Wiesbaden, Mannheim, im Juni 1912. ImMtiM AWoßkr au vermieten. i >4LN auf sofort neiuebt. 4341 Be,e Süb Ülnlaac 23, 41361 Ig.BäctergeseNe sofort nefudit. 4338 26901 Lelterswcg 24. K. 12/12. B *1, Süd Anlage 23. 4i:48> Frankfurt a. M. SS"/. 4298 Kaplansgaffe 9< Kaufgesuche Versteigerungen Stellengesuche Verschiedenes Vermietungen Verkäufe Mietgesuche Geldverkehr Stellenangebote Visitkarten billigst Brühl'Nche Druckerei. Wetterau-sichten bi Hessen h'ir Jreilaq, den 21. Juni 1919 Ptekfach heiter nnb trocken, ronnn, Gewitter von Adolf Homniel & Co., Nasa« bestes blutbildendes, wohlschmeckendes Präparat. sete Personen gestorben, so daß die Zahl der Toten um acht betrat, zu "lemut t.,> j. . ?, w noch nicht ermittelt. Versteigerung, s jrorticbnno der Möbelder fteinernno Schnlste. 11 UL lPostj Freitag. 21. 3nnt, nachm. 2 Uhr. Beiubauer, I 2 Zimmer Mansarde, 2 Simmer n. Küche an ruhige, kinderlose Leute per sofort au vermieten Vertreter für Hessen zum 5>enriev des Manen artikclö D. R. P. 232723 gesucht. Lehr guter Verdienst. Cfferten an M. Heidel, Dortmund, Hohestr.iL. [ss^ — Schon verrollt! — Verlangen Sie Muster! — <>. ff rnnrbrrg. ____ PW „M-Ring Haematogen 10—12 ltßreist Hiihiitt au kaufen gesucht. DchriftL Angebote mit Preis mit. 4339 an den Gietz. Anzeiger erb. K. 42/12 B*/. Donnerstag, 27. 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Donnerstag, 11.Juli 1912 nachmittags 3 Ubr, wird in unserem Amtszimmer die dem Lamucl Elsoffer in Glctzcn zugeschriebene nach- ftebenb verzeichnete Parzelle versteigert: 1,562 = 247 qm Hofreite in der Jubengasie (Markt- strafte 27). Ter Zuschlag kann erteilt werden, wenn anderweite rechtliche Bedenken nicht ent- ßcflcmteben. Gieftcn. den 15. Juni 1912. Grohh. OrtSgericht (Sieben. Gros. Cuificbinnbrf. Douai, 19. Äuni^ Auf dem Flugplatz Bravelle stieben heule morgen zwei Mtlttarzwetdeckep-usammen verwickelten nch und stürtten ouS 25 Meter Höhe ab. Infanterie- leutuant Petgnwn erlitt einen S ck ä d c l b r u ch und einen Arm- bruch CT war sofort tot. Artilleriehauptmann Dubois erlitt einen Schadclbruch und Rippenbrüche. Er erlag seinen Verletzungen nach drewiertel Stunden. 51 W 250 000 1k. -WX in gröberen und kleineren Posten find zu billigstem Zins- suft lange unkündbar aus- zuleiben. Carl Herrn*. Bankce*rhäft. Magde bürg, Krouvrinzenstratzc 6. TeL Nr. 321'. u. 3355. 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Wir waren hier die ersten, denen der vtehmarkt entzogen wurde und mußten zusehen, wie sich der Bcr- lehr nach ^i^bnn, Aul.-'i, ufw. zog, an welchen Plätzen SSgSS; **£ igel'»1*™» iwf’JKi . - Tic Partiewaren ganzeWarenlag.,Lagerposten tn Manufakturwaren, flqri- sektion, Weitzwarcn, Grtnib ivprcn, Eifcnivarcn, Möbel, .ilgarren ufw. kaust geg. so- 'S^.Üipflßreuiiiaii Tel. 6X0. 88*% DK Meter: 1 8. 9. ferf, i-R-rb», z'L"- lee^arburg 6 ft anfiutt 9 ,^unl'> "'fe «•«ÄS' Doiiuerstag,18.Iulil912, nachmittags 3 Ubr, werden in unserem Amtszimmer aus Antrag der Carl Plank III. Erben in Glctzcn die nachstehend oerzeichncten Parzellen versteigert zum Zweck der Aushebung der (Mcmctn- schäft: 5,269 — 1079 qm Grabgartcn im Rodtgartcn auf d. Hohl 5/270 — 538 qm Grabgarten daselbst 7/56 = 4674 qm, neu 7/2 - 3250 qm Bauvlatz an dem Berg rechts am Aulweg 13/52 1661 qm Acker am Sandkauter Weg, links hinter den Gröben. G i e ft e n, den 5. Juni 1912. Grotzh. OrtSgericht Gictzen. M. lllumenfcld A Co.. 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Jn .Buchung gestände?. ^^enheit femm: oen AMälten der bfibtt ver Kaulmanii in dem Konto eines Offijier, macht daraut ausmerlsan:, gkett noch Zeit gesunden tnants zu lümmetn. • & SU einem kleinen Znln- ■tn Bernstein und Lause, ndt vernommen, der zu- Auskunft gibt Tie tintig der sozialdemokratisLn ung erfolgt. Frau Schavm ierl morden./ Er habe der leben, sich nie in Privat- mge gibt dann Aue-tuns: l Schapiro erteilt wurden Zeugnis aus. Der Zeugung, in der es zu cm« Stadtverordneten horch iß von einer Beunruhi eine Rede sei, und daß 1 Jagdgründe gestört rcoti jabe et damit nicht gemein raxis bei dem fittenpohi lestcllung sei durchaus dieser Beziehung aus ge in seinen Ausführung chmitt habe man beschloß - ei der beleidigende MtB bet ungehmer/tchsten » acht dann aus tue Mi k Er \tv aus der W z, und auch eine DesM> 1 ob der Zeuge gegen mt ,aht dies, da er dazu n- hr imstande war. amensnennung m dm r Pagcnstel^r habe die tbt zu nennen, trotzdem y fcnflcnmt, einigem "'Auskunft über die Uw sistentin dabet mchlbes^ [efuM leit ausge|chlos>e"' in. Schöne gr. k»-Zimmerwobn. sofort ob. spät. z. verm. 05001 pbclitr. r», Ecke Ltebtgstr. 4- ii. 5=jiiinitr=38olin(|. im Sübvicrtel zu vcrm. 12974 Näh Lieditzstr. 83 im Loben. 3- evtl. l-Mmer-M». zu vermieten. 3409 _______Lffwengafse 20 I. Maus. Wobu. sHinterh.» an 1—2 Leute ?. 1. Juli zu verm. 051571 Luvwigsvlat» 4 V. Kleines Logis Äatbarinen- gaffe 13 zu vermieten. >05158 Näh. Babnbofitraftc 26 II. bet Btcbmarkt noch monatelang abgehalten wurde V«t sollen aber auch anscheinend wieder die letzten sein, denen der Btehmartt eronnrt wttd. Vonichtsmaftregeln sind recht u»b angebracht, wenn ste erndeiklich und in allen Provinzen und Ctädten biirtbqe- '***.Tt werden, was können aber alle strengen Maßregeln hier bellen, wenn in Norddemschland umintcrbroibcu alle acht lagt -■‘“rtte abfleballen werden und uns scksttetzltch doch dieses Vieh w’r^- ®’r können dann ruhig weiter mitzusehen und baden in unabsehbarer Zeit immer noch keinen Biehmatkt, waö denJnutn vieler hiesiger Geschäftsleute bedeuten würde. Von welch «rotzer wbeurung der diesige Biedmarkt ist, möckste ich nur mit einigen Zahlen klarlegen, da die» anscheinend nicht genügend beiannt ist. Man hat sestgestellt, datz iedtr Bredmarkt 20 - 25 000 Mark nach Gietzen bringt. Ich will aber nur 15000 Mk. an nehmen, das wäre bei 24 Märkien im Jahre 24x15 000 >■ 360 000 Utan, also in zwei Jahren 720000 Mk, die her 3tabt (Huben und ben diesigen Gewerbetreibenden entgangen sind. Ich meine doch, so gut wie Kirchham, Marburg, llreuznach, Wetzlar, Julda, Trier, 4.ortmunb usw. ihre Märkte abhalten, müsse es auch hier möglich sein, daft der Viehmarkt, wenn auch ab und zu ein Dcrcuuvltcr Eeucheniall noch auftritt, endlich wieder zustande kommt, damit unserer Stadt der Berkehr und dessen Borteile wieder nach und nach für diese ^ge zugesührt wird und b\c Jreaucnz der Criaft- böfc nicht noch mehr wie um 14 000 Gäste im Jahr zurückgeht. Junges Mädchen lernt vcrs. Schneidern ohncBcrgütling. Zu erfrag, in der Gcfchäfts- stelle des Gieft. Anzeig. 1°^'^ In der Nacht von Sonntag aut Montag wurde aus meinem Bor - Garten ein Rhododendron gestohlen. Dem Wied^rbringcr, ober Demjenigen, der mir ben Tater naebroeift, 5 Mark Belohnung. 4334 Näheres Wilbelmftr. 12 v. Bindfaden u. 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