Vj2. Jalirgang zu en Der Wunsch des alle. a — Die Entdeckung einer gallischen Festung. römisck-en Truppen schweren Schaden zufügtcn; sie störten die Bc- lagerungsarbeiten der Römer, denn sie blaßen eine besondere 6c- schick lichtcit im Bau unterirdischer Gänge, die sie in ihren Becg- werlen erworben haben sollen. Nun bat der Forsckfer Lagan.gue in unmittelbarer Nähe des heutigen Sos die Ueoerreste groG* r Bergwerke gesunden, die schon zu Zeiten Cüsars bemcLcit worden waren. Tie sofort eingeleiteten Ausgrabungen brachten einen groben Teil der allen Festungswerke zutage, dabei römische Graduellen, eure Aidmungs.asel an die Göll-.n Tutelina und sastieylich die umfangreichen Ueberresie einer ganzen allen aqui- tamfajen und laternrsck^n Stadt. kf. Arterienverlalkungim alten Aegypten. Ti? Arterienverkalkung, so sagen die Aerzte, ist eine Kulturkranthm, die hauptsächlich auf zu gutes Leben und zu geringe körperlich Arbeit zurückzuführen ist. Trotzdem ift bie Arlerienverkalkung eine Krantheic, bie schon feit recht langer Zeit bekannt ist uni) sich bereits int alten Aegypten nicht allzu selten iand. Eia vaar englische Aerzte haben jüngst ägyptische Mumien aus dc- Zeit vom 16. bis zum 6. vorchristlichen Jahrhundert unter sucht und dabei, wie die „Presse medicale" berichtet, ganz un zweideutige Spuren von Arterienoerkalrung bei den alten Äegyv uni gciuneen. Im ganzen wurden 24 Mumien untersucht. Ti Blutgefäße — soweit solche überhaupt noch erhalten untren — wurden ab genistet und mit dem bloßen Auge sowie auch mikroskopisch untersucht. Bei sechs Mumien nur waren die Arterien gesund. Füns Mumien zeigten leicht? Svureu von Ar terienu.Haltung,. unb bet den übrigen 13 war die Verkalkung der Schlagaoern mehr oder weniger weit fortgeschritten. Eine Mumie aus Theben, wahrscheinlich die des Pharao Meneph.a, der aus der Bibel beiannt ist, waren die Anzeichen der Ar- l;icr die vorbereitenden Schritte privatim, und durch diese zeigt sich dann das Dedürsnis einer allgemeinen Einführung. Stadli'chc Hauöhallungsschulen, Kochlurse, Wanderhaushaltungsschulen und Fraucnschulcu haben bis jetzt der allgemeinen Einführung von Mädchcniortbildungsschulen tüchtig vorgcarbeitet. Wenn auch eine allgemeine, für jede Gemeinde verbindliche Einführung solcher Schulen zurzeit noch nicht möglich ist, so muß doch wenigstens so viel erreicht werden, daßderZwangsbesuchfürdieMcid- ch en zulässig ist, falls einc G emeind e sich entschließt, eine Mädchensortbildungsschule zu Erstes vlart 9 wird und wie die Aussichten sind, ob sie in wahrhaft Lbe ralem Sinn und Geist atmen und zeigen wird. Es muß hier einmal betont werden, daß es sowohl im Interesse der Schule als auch der Lehrer und zugleich der Gemeinde liegt, wenn möglichst ganze Arbeit gemacht, damit ein Volksschulgesetz entsteht, das für andere Bundesstaaten vorbildlich wirken kann, ein Gesetz, das den fortgeschrittenen pädagogischen Anschauungen unserer Zeit entfpricht. Nur damit ist der Schule und den Lehrern gedient. Cb allerdings dafür die Zusammensetzung der Zweiten Kamntcr günstig ist, d.a-.- läßt sich insofern schwer Voraussagen, als eine wahrhaft liberale Mehrheit eigentlich fehlt. Die Augen der hessischen Volksschullehrer richten sich deshalb auf die Partei, die b.i-: jetzige Schulgesetz geschaffen hat. Wahrhaft liberale Männer haben zu Anfang der 70er Jahre alle Anstürme, die auf die Vorlage der Großh. Negierung unternommen wurden und die nur den Zweck hatten, den liberalen Bestimmungen Schranken anzulegen, sieghaft zurüägewiesen. In gleichem Sinne und im gleichen Geiste sollten die Mgeordneten der Zweiten Kammer handeln, die in die Fußtavfen ihrer großen Vorfahren getreten sind. Nur dann bewahren, sie das Erbe ihrer Väter in rechter Weise und erweisen sich dann als würdige Nachfolger von Männern aus einer großen liberalen Zeit. Leider hat die na.ionalliberale Partei unseres Land tages in den letzten Jahren in Angelegenheiten der Volts- schule nicht die wünschenswerte Grnheit gezeigt, wenn es sich um weiteren Ausbau z. B. der Simultanschule handelte. Deshalb erhielt auch die Großh. Regierung nicht die Ermutigung zu einer Äenderung des Volksschulgesetzes, wi es wohl der Fall gewesen wäre, wenn sie stets mit einer nationalen, lioeralen Mehrheit hätte rechnen können. Mögen die jetzigen nationalliberalen Mitglieder der Kammer bei Beratung der Vorlage in obigem Betrefs einmütig zu sammenstehen als eine Partei, die wahrhaft liberal ist und allen rückwärtsgehenden Bestrebungen energisch entgegentritt! ar. i6 Ter Lietzener Anzelgcr erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal roäd'enilid) LietzenerZamllirnblLilrr; imtunnl ivÖd)eitll.Httl$; blallsürdenUrei,Liehen (Dienstag und Freitan); zweimal inonntl. Land- Oirlschaflliche Seitfragcn slerniprech - Anschlüye: für die Redaktion 112, Berlaq n. Expedition 51 Adresse hlr Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für dre Tagermnnmer bis vormittags 9 Uhr. terienverkalkung ganz besonders start, ja seine Schlagadern sehen zum Teile aus, roic die Lale von Tonpfeifen! Natürlich dar man h.eraus nun nicht schließen, daß uni er den alten Aezypllru 13/24 an starker Ar.crierwertalkung litten, denn be iden Mumi n handelt es sich oiiciiL-ar um die leiblichen Leberreue von An gcl;.r^,?n der höheren S.ündc. Cs in höchstwahrscheinlich, d.-.-, die tv. ,cn Len.e int alten Aegypten auch schon genug vom hundert das bis dahin im frdntijajeii Heer verwendete leichte Wurfbeil ablüft; cs i|t die einzige tauschierte Axt westgermanifa>er Herkunft aus dieser Zeit, ois aus zwei, die vor etwa einem Monat aus einem Nheinarm in HollauD ge^gert wurden. Eoenso eigenartig dem Material nauj ist eine goldene Bügel- fieb el, die auch aus dem Rheimano stammt. Sie ist gegossen und Danaa) ziseliert worden; an den der btopsplatle an,itzeuoen Knöpfa^n ist sie mit eingesetzten Granaten verziert; die "Nabel und einige Steinchen fehlen. -ti: Lunge c^ragt lu,3 Zemimeter, Die Breite 5,2 Zentimeter. Diese Bugetsie.e.it, die als Kleibcr- Ijc.ten auf den Sa,ullern getragen wurden, |ino ein unentbehrliches jtequiüt der germanischen Tracht. Die ReichrtagLwahlen. Tie Stichwahlleimme. Wie nunmehr scststeht, finden von 190 erforderlichen Stichwahlen 77 am Samstag den 20. Januar, 80 am Montag den 22. Januar und 3 4 am Donnerstag den 25. Januar statt. Tie nat.onalliberale Stichwahlparole in Hessen. Der geschäftsführende Ausschuß der nationalliberalen hessischen Landespartei hat beschlossen, für die Stichwahlen in Hessen die Wühler auf- zufordern, da: wo ein Sozialdemokrat in der engeren Wahl steht, also in Gießen und Erbach-Bensheim, für den bürgerlichen Kandidaten einzutreten. (Siehe Inserat in der heutigen Ausgabe unseres Blattes.) Aus Wnrtcmbcrg. Stuttgart, 18. Jan. N a t i o u a ll ib e r a l e und der L u n d o e r L a n d w i r t e leisten sich gegenseitig Stich- wahlyilfe in den Kreisen Heilbronn, Eßlingen und Bob • lingcn gegen die Sozialdemokratie. AuS de« Wahlkreis Kaiserslautern. Kaiserslautern, 19. Jan. Tie Fortschrittliche Volkspartei in Kaiserslautern hat, wie bestätigt wird, beschlossen, für den Sozialdemokraten gegen den Bundesvor- ..Kolosseom“ Jtorstrawe 8H Telephon 64'» ... KARL OB! eutt vollständig IW SS.» In dem nächsten Seite der von d.r Universstät Bordeaux heraus- gegebenen Revue des Etüdes anciennes wirb ocr Leiter des Museums von Agen Direttor MommLja über eine bedeutungsvolle historische Entdeckung berichten, die neues Licht auf die Einzelheiten des gähnen Krieges Wllll. A.s im, Jahre 56 b.e nm.iu.en Legionen naa- har.en Kämpfen auch in das südliche Gallien emo rangen und die kriegerischen und freiheitslieoenden yjicruänimc am Rororande der Pyreiwen der Hernschaft Roms zu unter werten such-en, bot ihnen eine Festung hartnäckig Xroj und erst nach langer Belagerung und auireüwnoen blu.igen Kampln gelang es den Legionen Eäfara, diesen letzten »ort galhiujer Fre.lx.it zu überwulngen. Die Stadt Aquitaniens, bi? den Eroberern so har.näckig trotzte, ist in den römischen Berichten über oen gallischen Krstg nicht mit ihrem Namen erwähnt, der Pro- kous.il nennt sie nur die Stadt der Sotiaten, und trotz aller Bemühungen war es der fpä.eren Forschung nie gelungen, in wclcrem Teile Südsranireict-s d.eie Fe>e gelegen war. Die Frage, die so lange die Gemü.er beschanigt hat, wirb jetzt durch wett- volle Funoe endgüistg zuguncken der kleinen Stadt Sos im Tepartemem Lotc^-Garonne e.usch.eden. Man. hat dort die alten Vcsestigungcn en.de^i, di? der römischen Belagerungskunst so lang: wib.ri.anbcn, aus mächtigen Blöcken zusammeng.se.^te Mauern Sreitag, 19. Januar 19(2 VeznqSvrei 3: monatlich 75131., viertel« jährlich Alk. 2.20; durch Adhole- u. Zweigstelleir monatlich 65 Vst; durch die Vosk Dlf.2.— viertel- jährt, anojchl. Beüellq. Zeilenoreis: lokal löPch ausivärts 20 Pieinnq. Eheiredaktenr: A (4oey. Perainwortlich für den 9 zS -r -r ** volitüchen Teil: August General-Anzeiger f«r Gbertzessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Stcindnickerei N. Lange. Redaktion. Lrpedition und Druckerei: Schulstratze 7. Lan^-^E veß^ür den Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. --Ai flöt" «(Bonn-0. errichten. TaS Aufnahmealter in die Schule ist eben das sechste Lebensjahr. Daran wird wohl auch künftig festzuhalten fein. Als unvorteilhaft hat sich aber die Bestimmung erwiesen, daß auch solche Kinder, welche die körperliche und geistige Reife besitzen und bis 30. September des Aufnahmejahres das 6. Lebensjahr vollenden, noch angenommen werden können. Tie allgemeine Erfahrung hat nämlich gezeigt, daß es schwer hält, dte El.ern davon zu überzeugen, ihre Kinder seien körperlich oder geistig den Anstrengungen des Schulunterrichts noch nicht gewachsen. Die Elternliebe macht in diesem Falle nicht blind, läßt vielmehr da Vorzüge sehen, wo keine sind. Unbestrittene Tatsache ist ferner, daß ältere Kinder auch geistig geweckter und eher in der Lage sind, dem Unterrichte zu folgen. Da bei der Aufnahme der Kinder in die Schute sich vielfach noch nicht sicher ermessen läßt, ob sie die erforderliche Reife besitzen,- geschieht eS häufig, daß solche Kinder ausgenommen werden, denen noch ein Jahr Freiheit eine Wohltat wäre, die ihnen vielleicht zeitlebens zugiUe tarne. Trotz Schularzt und trotz trästiger Unterstützung durch die vorgesetzten Behörden ist es nur selten nwglich, Schülerinnen, deren Unreife sich in den ersten Schulwoa-en crgiot, noch ein Jahr vom Schulbesuch zu befreien. Es muß deshalb eine Bestimmung erstrebt werden, wonach nur solche, Kinder Aufnahme finden dürfen,die das sechste Lebensjahr tatsächlich vollendet haben. Die allgemeine V o l k s s ch u l e ist im Prinzip festzulegen. Soviel muß erreicht toeroen, daß alle Kinder einer Gemeinde eine bestimmte Anzahl von Jahren, ungefähr vier, die Volcsschule zu besuchen haben. Tann erst ist sie das, was sie fein son, nämUch eine Schule für das Volk. Heute ist sie vielfach, namentlich in den S.ädten, eine solche ,ür die Armen. Dieser Armen,chulcharaAer mutz ihr genommen werden. Damit aber die geistige Entwiaelung und Ausbildung der normalen Safüler nLjt gehemmt wird, ist erforderlich, daß in erhöhtem Matze Sorge getragen werde für joicije Kiirder, di? nickst Douimnig, oer ote sehr verwahrlost sind. Diese sind in besonderen Unt'.rrichts- und Erziehungsanstalten unterzubringen. Zugleich dürste aber auch gesetzlich sestzulegen sein, daßdiesezwangs- weiseden betreffenden Anstaltenüberwiejen werden können. Die Tisziplinarmittel, die der Volksschule bisher zur Anwendung gegeben sind, haben sich wohl im allgemeinen bewährt. Unzureichend ijt nur der Geldbetrag, wie er bei unerlaubten Schulversäumnissen vorgesehen ist. 20, bezw. 4u P,g. sind nicht ausreia-end, einen regelmäßigeren Schulbesua) herbeizufuhren. Besonders bemerrbar hat sich dies in der Fortbildungssck)ule gemacht. Da nämlich der Fortbildungsschüler in der Zeit, während welcher er den Unterricht ver.äumi, mehr verdient als er womöglich an Strase zu zcusten hat, so wiro das ohnehin nicht sonderlich große Jnreresfe an der Fortbildungsschule durch den geringen Strafgelobelrag weder b.im Leyr- 3ur Revision der volksschulgesetzes. in. Von fachmännischer Seite wird uns ge schrieben: , .. _ , ., , r Rach dem jetzigen Schulgesetz darf die Lchulerzayl einer Klasse 80 nicht übersteigen. Es heißt aber zu gleich: Unter besonderen Umständen können einem Le.)rer bis zu 100 Kinder zum Unterricht zugewiesen werden. Tiefe Zahlen sind zu hoch, und es ist hervorzuheben, daß trotz Cicjcr Bestimmung seit Schaffung des Schulgesetzes die durchschmtt- liche klaffenstärke fortwährend abaenommen hat. Siete Tat fache ift zugleich ein Beweis dafür, daß auf den Geist, der in der Verwaltung herrscht, mindestens soviel ankommt wie auf die Gesetzesbestimmung selbst. In dem künftigen Schulgesetz können so hohe Ziffern als Durch- schnittsklassen st ärketeinen Platzfinden. Hundert Schüler zu gleicher Zeit kann ein Lehrer unmöglich unterrichten. Die Tätigkeit, die er da ausübt, sieht wohl aus wie Unterricht, ist aber in Wirklichkeit kein Unterricht, vor allen Dingen fein erziehender Unterricht. Gin Gesetz der Psychologie lehrt, daß das lebendige Wort des Lehrers nur einem bestimmten und beschränkten Kreis der Hörer erfassen und fesseln kann. Was über diesen hinausgeht, wird nicht gepackt. Außerordentliche Mittel müssen alsdann zur Anwendung kommen, und als Folge derselben finden wir Ueberschreitungen des ZüchtigungSrechies. Tie Statistik lehrt, daß solche zum weitaus größten Teil in übersetzten Klassen stattfinden. Diese pädagogische Anschauung hat bereits ihre Wirkung getan. Die Schulgesetze, die in letzterer Zeit entstanden sind, kennen Tureyschnittszahlen, wie sie in Artikel 3 unseres Gesetzes enthalten sind, nicht. Eine Abstufung dieser Zahlen nach der Zahl der Klassen ift wohl auch am Platze. Es ist ein pädagogisches Unding, einer einklassigen Schule genau so viele Schuler zuzuweisen wie z. V. in einer achtklassigen. Die Tatsache steht auch fest, daß eine zu große Klassenbesetzung nachteilig auf den Gesundheitszustand der Kinder wirkt. Aüs pädagogischen und hygienischen Gründen ist deshalb eineHerabsetzungderKAassenstürkedringend geboten. Tie Unterrichtsfächer, die eben gelehrt werden, bedürfen sowohl nach der Zahl wie nach dem Inhalt einer Äenderung. Die Bürgerkunde klopft an die Schul- türen und begehrt Einlaß. Verwehren kann man diesen nicht: nachdem unserem Volke durch das allgemeine gleiche und geheime Stimmrecht eine so wichtige Verantwortung übertragen ist, sind auch die Folgerungen zu ziehen, und Auf« klärung über die mannigfachen Einrichtungen unseres Vaterlandes muß der Jnaeno werden. Können dies vielfach auch -nur Anregungen sein, so werden hierdurch aber Keime gelegt, bie Wurzel schlagen und aufgehen. Fächer, die seither stiefmütterlich beoacht waren, wie Handarbeitsunter- richt und Turnen in Mädchenschulen, beoürfen einer Er- Weiterung. Ter Neligionsunterricht ringt nach einer Reform; Konfession und Dogma sollen weniger ausschlaggebend sein, dagegen Pädagogik und Psychologie mehr in den Vordergrund treten. Als eine ungerechte Härte erscheint es, daß Kinder von Dissidenten gezwungen werden können, an dem Religionsunterricht einer bestimmten Konfession teil» zunehmeu. Die Schulgesetze der neueren Zeit sind darin mehr liberal und lassen eS zu, daß solche Schuler überhaupt vom Religionsunterria)t befreit werden. Diese erstatten der gewiß rich.igen Erwägung Raum, daß gerade im Religionsunterricht Der Zwang vielfach das Gegenteil von dem beroirit, was erstrebt wird. Für geeignete Fortbildung ist auch gründlichste Sorge zu tragen. Die Fortbiloungsichule für die erroaajjcne männliche Jugend ift nicht ausreichend. Eine entiprechendc lielllischi II. C’abllat cbenbhiidjcrfiLÜltr e euigettoifen bei rqWallenfei M 21 Teleiov. über d. Gnfitiiw. Ausgabe ereinS-Rubalwiart! Alte fränkische Waffen. Tas Berliner Museum hat als Geschenk drei interessante Stucke fränkischer Arveit erhalten, unter Denen ein Laug- Idjroert besondere riusmerksamkcit verdient. Kostbare Stucke Dieiet Art finden sicy auS früher germanischer Zeü nur selten;J)er Grund dafür liegt in der hohen Schätzung, die gerade das Schwert bei feinem Besitzer genotz unD die es bewinre, daß die Waffe Eigentum des Geschlechts wird und sich vom Vater her aus^den.«ohn wie dessen kriegerischen Eigenschaften vererben soll. findet man in Den Grauem späterer Zen häufig Schverter einfacherer Art, aber selbst aus der prunüiebenDen Zeit der Merowinger jutD Funde kostbarer Sckyver.er außerordenilich selten. Die sränllsche Spatha, Die jetzt tn das Berliner Museum gelangt ist, hat, wie die Amtlichen Berichte aus den iöniglichen AunjtfQnimiungen mitteilen, eine Länge von 84,2^ Zentimeter; Die Klinge allein ist 70,2 Zentimeter lang und 4,5 Zenitmenr breit. Sie stammt auS dem betannten Gräberfelde von Ferc- brianges, Tepartement Marne. Tie Eifentelle haben durch Diost gelitten, und Die Parierstange fehlt. Von befonDerem Interesse ist das Diundbiech der Scheibe, Die wie gewöhnlich aus vergänglichem Material, Holz oder Leder, gefertigt war; es benetzt au5 einem 2,5 Zentimeter breiten Bande von vergoldetem ^uber uno ist an den aufnehenven 'jiänbern mit Rienoemlagen versehen. Die eme Seite ist mit aufgelöteten Zellen unb Sraoen von Goldblech verziert, die flache, aui Goldfolie li?genve Aunandine und dunkelgrüne Giäspaste cinfaiien; Die zwischen Den Zellen liegende tiefere Fläche wird durch auigelotetes GolDNtigram ve.egt. _ Der Gegensatz zwischen dem hochiiegenden faroigeit Zellenmusler mit Dem Motiv Der sich schneidenden Kreise und Der tiefer liegenden glitzernden GrunddeWrallon bringt eine eigenartige Bewegung in Diese Seite des Zierbleck-es, während Die andere ocite nur i.t der Melle einen faruigen Streifen dund tu den tiefer llegenteu Hauptsachen eine Tierovnamentll aufweist. Tie Waffe iit etwa in Die jweue Vätste Des 7. Jahrhunderts zu setzen. Derselben Zeit gehör, auch Die eiserne K.inge einer Streitaxt an, Die im Rheuilande gefnyDen sein soll; die Länge betragt 19,6 Ze.ttime.ec, Die Breite Der Schneide 10,5 Zentimeter. Kllngenvah.l, Rücken uno Helm sind mit einfachen Motiven, Ackst, Rvfelle uno W-elleu^and, in eingelegter Silberaroeit versiert, wie sie sich aus Die,er Zell überall crvf G^rtelle.chlägm, Zierscheiben usw. finden. T.e W^ue tzellt einen Typus Der Strellaxl Dar, Der etwa im 7.—ö Jahr- Schule für die Mädchen ist auch notwendig, und zwar nicht Herrn noch Lehrling besonders gefördert, nur eine solche für die erwerbenden Stände, sondern für 1,mS *'“t nie |VUl/c |ut un umvuviuvui Landcs-Le, rcrvereins und Der hessischen Lehrerschaft geht Wie es gewöhnlich zu gehen Pflegt, so erfolgen auch deshalb dahin, einen Mindestbetrag von 50 Pfg., im Wieder- ' "■ ' *■ ■■'' *“’■'* holungsfatte von 1 Mk. festgesetzt zu wissen. Zum Schlüsse möge auch noch kurz die Frage erörtert werden, wann wohl bie Novelle zum Schulgesetz erscheinen -Sb Ws*' eni»e 5 UNO Walle, Die IN ihrer Ent>eyungszell weu uoce Die llpocyci xieoeu verstanden, um es zu einer Luxuslcanlhert zu Der r^rn.sck,en Herrschaft zuraareifen und rn ihrer Bauwe.fe Den j)tinuL11/ ^ie es Die llrlerienoerkalkung in manchen Fällen se-n bisher ve^ann^ gcmorü.ni'.i l-garuck^n uird werifck.en ot.mngen cntivrechen. In seinem Beria,t über die Belagerung Der ^raDtj führt Der Prmonjul ans, oag Die Vermeiduger Der Fe.rung oenl --"* rcmdiol und Wcichbol^ ineicnnaR. ober i ewünichie Vanne ;• ct, mich brennierlic: ii.lteiertbilLL'tfflsv gen nach jeder 2klu . Egncr, Alsicld. |I9. 'm .m iiti ftf; M Utli Menden Dr. Noesicke zu stimmen. Tie National- lihtzrglen haben Stimmenthaltung beschlossen. Zn Hochsl-Homburg Mkerstützen die Nation alliberalen in der Stichwahl den Zentrumskandidaten. Tas Zentrum hat als Gegenleistung frie Unterstützung Uartlings in Wiesbaden -ugesagt. Bereinbarung-u in MestfalkN. Essen, 19. Jan. Der Vorstand der Nationallibe- ralen Partei in Westfalen beschloß, mit dem Zentrum in Verhandlungen einzutreten zum Zwecke gegenseitiger Unterstützung in den Wahlkreisen Dortmund, Bochum, yt-plsenkirchen, Essen und Duisburg-Mülheim. Die Verhandlungen werden auf der Basis geführt, daß die Nationalliberalen dem Zentrum bei der Stichwahl Wahlhilfe in Dortmund und Essen leisten unb dieses dafür die Natio- nalliberalen in Gochum-Ectsenkirchen und Duisburg-Mülheim unterstützt. — Mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse im Wahlkreise Saarbrücken, wo Bassermann auf die Sozialdemokraten angewiesen ist, wird Köln in das Wahlabkommen nicht eingeschlossen. Vereinbarungen der Retchspartei mit der natio"all>b?raftn Partei. Berlin, 18. Jan. Zwischen den Parteileitungen der Deutschen Reichspa rtci und der N a t i o n a l l i b e- ralen Partei wurden Vereinbarungen getroffen, daß sich beide Parteien in den nachstehenden Wahlkreisen gegenseitige Stichwahlhilfe leisten: in der Provinz Sachsen in Mansfeld, Bitterfeld, Sangerhausen, Neu- Haldensleben, Halberstadt und Torgau; in der Provinz Brandenburg in Frankfurt-Lebus, Guben-Lübben, Sorau-Forst, Kottbus-Spremberg, Jüterbog-Zauch^Belzig, Potsdam-Lst- havelland, Westpricgnitz. Die von dem ge,chäft'-führenden Ausschüsse der F o r t s ch r i t t l i ch e n V o l k S p a r t e i ausgegebene Wahlparole hat die Leitung der Reichsparlei veranlaßt, ihre Parteigenossen zu ersuchen, keinen in der engeren Wahl stehenden Kandidaten der Fortschrittlichen Vollspartei zu unterstützen. Deutsches Reich. Auch der Entwurf des Reichshaushaltsetats für 1912 sieht eine erhebliche B e r st ä r k u n g des Unter st ützungsfonds für Beanitcn unb Unteroffiziere vor. Wie in Preußen be steht auch im Reiche die Absicht, schon für das Rechnungsjaln 1911 den Unterstützunasfonds int Wege der Etatsüberschreitung Mittelflüssig zu machen. Allerdings kann die Auszahlung der Mehrbeträge erst erfolgen, nachdein sich die verbündeten Regierungen der Zustimmung des Reichstages vergewissert haben. Zu diesem Zwecke wird bei der Einbringung des Voranschlags im Reichstage eine entsprechende Ankündigung gemacht werden. In der Sitzung des Bundesrats aut Donnerstag wurde über die Vorlage, betreffend den Freundschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrag zwischen dem Deutschen Reiche und der Türkei, über die Berichte betreffend die Ergebnisse des Reichs- hausltalts (Haushaltsübersichtcn) für das Rechnungsjahr 1908, die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Schutzgebiete für 1907 und 1908, die Uebersichten der Einnahmen und Ausgaben des Schutzgebietes Kiautschaus für 1907, 1908 und 1909, die Rechnungen der Kasse der Königs. Preußischen Oberrechnungskammer und des Rechnungshofs des 'Deutschen Reichs für 1907, ferner über die Vorlage betreffend die Matrikularbeiträge für 1912, die Vorlage betreffend Versetzung von Orten in andere Klassen des Wohnungsgelbzuschußtarifs Beschluß gefaßt. ........- _ ...... . - Ausland. Ter spanische Kriegsmini st er brachte in der Kammer verschiedene Gesetzesvorlagetr ein, von beneit eine die Organisation des Generalstabes, eine andere die Feststellung der Effektivstärke der Armee auf 118 000 Mann im kommenden Etats- iahr betrifft. — Der Marincminister brachte eine Vorlage ein, nach der die Effektivstärke der Flottenmannschaften auf 6537, die der Marine-Infanterie auf 3000 Mann festgesetzt wird. Tas norwegische Odelsting nahm den Gesetzentwurf an, nach dem Frauen unter den gleichen Bedingungen wie Männer Staatsämtcr erhalten können, ausge- nommen Ministerposten, geistliche, diplomatische. Konsular- und militärische Aemter. Die Anträge, Frauen auch zu diesen Aemtern zuzulassen, wurden abgelehnt. Aus Port-Sudan wird gemeldet: Der König und die Königin von England trafen am Mittwoch abend an Bord der „Medina" hier ein und begaben sich nach S i n ka l, 50 Meilen landeinwärts, wo sie die einheimischen Truppen, zu denen auch 3500 Kamelreiter gehören, besichtigten. Dann kehrten sie nach Port-Sudan zurück, von wo sie abends nach Suez weiterftihren. Drei von den des Bombenanschlags auf Yuan s ch i k a i Beschuldigten sind, wie aus P.king gemeldet wird, durch den Strang hingerichtet toorbeit. Arbeiterbewegung. Bergarbeiterausstand in England. Birmingham, 18. Jan. Das Ergebnis der Abstimmung der Bergarbeiter wurde auf der Versammlung der Bergarbeitervereinigung bekannt gegeben. Für den Streik stimmten 445 801, gegen den Streik 115 921. Da nur eine Zweidrittelmehrheit für den Streit erforderlich ist, erfolgt die allgemeine "Arbeitseinstellung der Kohlenindustrie am 1. März, falls es nicht zu einem Vergleich kommt. Aus Statt und Land. Gienen, 19. Januar 1912. * * Tageskalender für Freitag, 19. Jan. Stadt» f t) e a t e r; „p a n n e l e s Himmelfahrt". Aniang 8 Uhr. Samstag nachmittag 8V2 Uhr: Kindervorstellung zu Volkspretsen: „Dornrösche n*. * '* Landes Universität. Der Großherzog hat den ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Landesuniversität, Gehetmen Justizrat Dr. Johs. Bi er mann in Gießen auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1912 ab on6 dem Staatsdienst entlassen. • • Lehrerpers onalien. Bestätigt wurde die von dem kath. Pfarrer und dem Stadtvorstand zil Bensbeim aut die zweite Lehrerinstelle an der kath. Schule zu Bensheim präsentierte SchulamlSaspirantin Elise Knies aus Offstein • • Das selbständige Neubau bureau für E r • richtung des neuen A m ts g erichts-Gedä u b es ist infolge anderweitiger Verwendung seines Vorstandes aufgehoben worden; seine Geschäfte wurden dem Großh. Hochbauamte Gießen übertragen. * • Stadttheater. Es sei barauf hingewiesen, daß die morgige Kinder-Vorstellung „Dornröschen" zu Volkspreisen slattsindet. ♦ * Die Eis ernte, die vorgestern schwach begann, Ijat gestern stark eingesetzt, lieber die städtische Wage an der Neustadt wurden bisher 90 Wagen mit Eis geführt, die den Brauereien rund 5000 Zentner zuführten. Das Quantum Eis, das über die städtische Wage an der Frankfurter Straße ging, wird etwa ebenso groß sein. "Sic hiesige M e t h o d i sl e n g e m e t u d e, die kürzlich ihr ^bjührtges Jitbiläum feiern konnte, veranstaltet, ivie man uns schreibt, am nächsten Sonntag einen G e f a n g - M o t t e s d i e n 1r. Allen, die an der Jubiläumsfeier leilnobnien, werden die schönen Stunden noch in bester Erinnerung^ sein und auch der föefaiuv lttotiesdienil verspricht oeuußieiche Stunten, zumal ansmärtiae Sänger zur - eifchöneruiig des Feiles beitiagen iverden. (e. heutige Anzeige). ** Selbstmord. Die stellenlose Kellnerin Marie S vergiftete sich in verflossener Nacht in ihrer Wohnung mit Lysol. Sie soll das Lysol in Gegenwart ihres Liebhabers getrunken haben. Als dieser die Wohnung verließ meldete er dem Hausbesitzer, die S. habe Lysol getrunken, er solle seine Pflicht tun, denn er selbst müsse mit dem Zuge fort unb tonne nichts unternehmen. ** Gewerbliche Revisionen. Im Oktober, November unb Dezember wurden in Gießen revidiert: 1. Gummiwaren- sabriken bezüglich ge< elfter Bedingungen. 2. Borstenznrickster im in bezug auf Desinfektion ausländischer Borsten und Impfung ausländischer Arbeiter unb aus Grund tec bundesratlichen Bestimmungen vom 22. Oktober 1902. 3. Tie Trödler und Pfandleiher auf Grund der Verordnung vom 2. August 1899. 4. Verschiedene Petroleumlager und Ifttroleumtanklager aut Grund der Verordnung vom 20. Mai 19)3 und der gefeiten Bedingungen. 5. Steinbrüche und Gräbereien nach der Polizeiverordnung vom 16. Dezember 1902, betr. die Unfallverhütung in diesen Betrieben uno des Art. 281 des Polizeistrasgesetzes. 6. Fellhand * lungert und Lumpensortierereien in bezug aus Umkleide- und Eß räume der Arbeiter aus Grund be§ > 120 b und d der Gewerbeordnung. 7. Die Mineralwasser'abriken in bezug auf Einrichtung unb Beschaffenheit der Gerätschaften auf Grund der Polizeiverordnung vom 22. Juli 1885. 8. Bäckereien unb die damit verbundenen Konditoreien auf Grund der Bundesratsverordnung vom 4. März 1896 und der Polizeiverordnung vom 20. Oktober 1907. 9. Tie Kleider- unb Wäschekonseltionen, sowie Putzmachereien auf Grund der Verordnungen vom 31. Mai 1897 unb 17. Februar 1934 und der Bekanntmachung vom 1. Januar 1910, Reg.-Blatt Nr. 26. 10. Karbidlager bei den Gewerbetreibenden nach der Polizeiverordnung vom 4. April 1906. 11. Geschäfte, in denen nach § 6 der Bekanntmachung vom 18. März 1910 vergällter Branntwein in Behältnisse gefüllt und verfchlosseir wird. 12. Die Verkaufsstellen, in denen der sogen. Blutwein feilgehalten wird. 13. Lumpenlager, aus Grund des Lokal-Reglements vom 8. Oktober 1884. 14. Die Steinhauereien unb Steinvrüche in bezug auf Einrichtung unb Betrieb aus Grund der bundesratlicheti Bestimmungen vom 31. Mar 1909. 15. 132 Betriebe mit mehr als 10 Arbeiterinnen und diesen gleichstehende, in denen jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen über 16 unb 21 Jahre beschäftigt werden, auf Grund der §§ 107, 135—139 der Gewerbeordnung, sowie § 163 der Ans führungsanweisung zur Gewerbeordnung. 16. Gewerbliche Nebenbeschäftigung schulpflichtiger Kinder, auf Grund des Kinder schutzgesetzes unb der Polizeiverordnung vom 22. Juni 1900. 17. Die Barbier- unb Friseurgefchäfte nach der Polizeiverord- nung vom 14. Juni 1901 unb der Bekanntmachung vom 14. März 1904, bezw. 20. Dezember 1909. 18. Färbereien in Bezug gestellter Bedingungen. 19. Sitzgelegenheit für Bedienstete in den offenen Verkaufsstellen, auf Grund der Bekanntmachung vom 28. November 1900. 20. Die Warenhäuser in Bezug auf Feuersicherheit nach den ministeriellen Bestimmungen vom 15. Juni 1905 unb den gestellten Bedingungen. 21. Verkaufsstellen, in denen mit Stearin- und Paraffinkerzen ein Kleinhandel betrieben wird, nach der Bekanntmachung vom 4. Dezember 1901. 22, Die Benzinlager nach der Verordnung vom 20. Mai 1903 unb den gestellten Bedingungen. 23. 71 Verkaufsstellen, in denen Margarine, Margarinekäse oder Kunstspeifesett gewerbsmäßig her- gestellt ober verkauft wird, auf Grund des Gesetzes vom 15. Juni 1897. 24. Verkaufsstellen und Warenhäuser in Bezug auf Lagerung und Herstellung von Zelluloidwaren. 25. 68 Milchhändler auf spezifisches Gewicht der Milch, Reinlichkeit der Gefäße und Wagen. 26. Zur Erhebung kamen 51 Nahrungs- und Genuß- mittel, darunter 27 Milchproben, und wurden dem chemischen Untersuchungsamte übergeben. 2 Milchproben wurden wegen Wässerung bezw. nicht genügendem Fettgehalt beanstandet. Straf- versahren schwebt noch. Bei weiteren 16 Proben von Verbrauchsgegenständen fand eine Beanstandung statt unb wurde Anzeige erhoben: außerdem wurde Anzeige erhoben wegen Verkaufs von Kaffee mit Leguminosensamen-Mischung (Feldfrüchte) ohne Deklaration, Landkreis Gießen. '-V Großen-Linden, 18. Jan. Dem hiesigen Pfarrhaus, dem ältesten Fachwerk'bau in Oberhessen, drohte der Abbruch. .Heute abend teilte in einer Sitzung des Oberhessischen Geschichtsvereins der Vorsitzende Geh. Hofrat Pros. Dr. Behaghel mit, daß nach einem Gemeinderatsbeschluß das Gebäude, das Jahrhunderte hindurch den Geistlichen in Großen-Linden als Heim diente, erhalten bleiben wird, daß also die Gefahr, die über dem altehrwürdigen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert schwebte, beseitigt sei. Die Versammlung beauftragte den Vorstand, den Gemeinderat in Großen-Linden in einem Schreiben zu seinem Beschluß, womit das Pfarrhaus für kommende Geschlechter erhalten bleibt, zu beglückwünschen und auszusprechen, daß der Gemeinderatsbeschluß ein Ruhmesblatt in der Geschichte Großen-Lindens bilde. Kreis Büdingen. — Bergheim. 18. Jan. Am Samstag beschloß der Gesangverein, am 7. unb 8. Juli Fahnenweihfest zu halten. Der Festplatz ist in sehr schöner Lage oberhalb Bergheims. Einladungen an verschiedene Vereine werden erfolgen. Kreis Fnedberg. -l- Butzbach, 18. Jan. Im Fahre 1911 wurden hier geboren: 78 Kinder, davon 38 Knaben und 40 Mädchen, getraut 18 Paare. Gestorben sind 39 Personen. — Nach der aufgestellten Hebliste für die Hundesteuer betrug die Zahl der Hunde 135, davon zwei steuerfrei (Schäferhunde). — Ein hiesiger M etz gerleh rling, der seinem Meister 200 Mark unterschlagen hat, ist verschwunden. Starkenburg und Rheinhessen. d. Mainz, 18. Jan. Lauser, der sich bei dem gestern gemeldeten Liebesdrama schwer verletzte, ist heute gestorben. — Frau Liebing, welche von dem Damen- ichneider Deschmann am Samstag vor Weihnachten in ihrem Laden überfallen und schwer verletzt wurde, ist soweit h e r g e st e l l t, daß sie am Samstag nachmittag aus dem Spital entlassen wird. Deschmann hatte in der Untersuchungshaft den wilden Mann gespielt, er kam jetzt in Einzelhaft. Die Untersuchung ist soweit abgeschlossen, daß, wenn Frau L i e b i n g vom Untersuchungsrichter vernommen und die Gegenüberstellung mit dem Tater statt gesund en hat, Deschmann demnächst die Anklage zugestellt wird. : JpeibeSt)eim, 18. Jan. Schwer vom Schicksal verfolgt ist der Sabemeiücr Arnold, dem innerhalb dreier Wochen zwei Töchter im Aller von 18 und 16 Jahren an Diphtherie gestorben sind. Kurz vor Weihnachien starb die älteste, gestern die andere. Dazu liegt ba§ jüngste Kind, ein zwölfjähriges Mädchen, ebenfalls an der tückischen Krank« beit darnieder. Auch im übrigen waltet über dem Hause deS geprüften Mannes em unglücklicher Stern, denn anfangs dieser Woche ist ihm auch eine wertvolle Kuh plötzlich ein« gegangen» Slrciv Wetz Q Münchholzhausen, 18. Jan. Die Gesang, vereine der Sol ms er Lande halten ihre Hauptprobe hier ab, wäbrend der Sängertag im »Jagdschlößchen* zu Dutenhofen tagen wird. Hessen-Nassau. * Marburg, 18. Jan. Mit allen akademischen Ehren wurde heu:e der dahingeschiebene Professor der Rechte, Geh. Justir- rat Dr. jur. Westerkamp, zur letzten Ruhe gebracht. An der Trauerfeier beteiligten sich außer ben Angehörigen^die Chargierten sämtlicher studentischen Korporationen mit ihren «Zahnen, bet gesamte akademische Lehrkörper, Vertreter der nädttichen und staalichen Behörden und viele Bürger. Profestor v. Rade widmete dem Verblichenen einen warmen Nachruf, während Prok. Andree und Prof. Hey mann sowie Prof. Dr. Mittet- m a u r aus Gießen Kränze niederlegten. Zweiter deutscher ZuverlässigkeitsNug. £ t r a r b n r a, 18. Jan. Der Arbestsaue-scl'uß des zweiten deutschen ftuverläsn.fteitsslua^- am Oberri,em 1912, ber vom 12. bis 26. Mai stallfmdei, bai beschlossen, bei dem diesjährigen Ile er- landklug auch einen Wettbewerb zwischen olugzeuaen und Luft- schisien emjuh'igen. Bei Handlungen bieiüber sind eirgeleiteL ** Wintermarkierungen. Mit dem von Jahr zu Jahr steigenden Wintersport hat sich auch das Bedürfnis nach besonderen Markierungen herausgebildet, da die üblichen Fatben- zeichen an den Bäumen usw. im Winter meistenteils verschneit sind und ihren Wert deshalb verlieren. Die Wintersportvereme sind deshalb dazu übergegangen, besondere Markierungen anzulegen, die auch bei Nebel unb Schneetreiben noch deutlich zu erkennen sind. Auf freiem Felde oder an Straßen bestehen diese Wegezeichen meistens aus dicht beieinander stehenden Stangern an denen ein Richtungsstab angebracht ist, im Walde gewöhnlich aus farbigen Wimpeln, die an Drähten quer über den Weg gespannt sind. Im Har;, im Schwarzwald und anderen Gebirgen kennt man diese nebelsicheren Markierungen schon lange unb im Vogelsberg haben sie nun auch ihren Einzug gehalten. Ter Schillub Wintersport Gießet! hat vor einigen Wochen die erste Strecke in Angriff genommen und eine Stangenmarkierung vom Hohcrobskopf nach dem Gackerstein und der Langen Schneise fertig gestellt. In den nächsten Tagen soll die Markierung über Rudingshain und von da nach ber Straße Michelbach—Schotten angelegt werden. Die nächste Strecke wird dann vom Gackerstein direkt nach Schotten gelegt werden und späterhin werden auch noch weitere Strecken angelegt, soweit die in Betracht kommenden Gemeinden die Erlaubnis dazu geben. Die schnelle Markierung vom Hoherodskopf nach ber Langen Schneise ist der Gemeinde Breungeshain und dem Klubwirt Stein zu danken. Gerichtssaal. sh. Chemnitz, 16. Jan. Einen seinen Vorsitzen» den hatte sich der Sparverein „Einttackü" in der Person des Putzers Meier gewäh.t, der sich w.gen schweren Diebstahls vor ber hiesigen Straftämm.r zu verantworten hatte. Der Angeklagte hatte während des verflossenen Jahres die Spargelder der Mitglieder in Empfang genommen, die kurz vor Weihnachten wieder- verteilt werden sollten. Bis zu Weihnachten hatte der Angeklagte aber bereits 300 Mark von den Spareinlagen abgehoben und für sich verbraucht. Er beschloß daher, ans Mitleid mit feinen Vereinsbrüdern, die nicht um iljr G.ld kommen sollten, eine Zwangsanleihe bei einem befreundeten Sparverein. Nachdem er in Erfahrung gebracht hatte, daß der Vorsitzende dieses Vereins das ganze im Laufe des JahreS gesammelte Vennögen bei sich zu Hause aufbewahrte, paßte er einen Augenblick ab, als ber Mann nicht zu Hause war und begab sich mit einem Schlosser nach dessen Wohnung. Diese ließ er sich unter dem Vorwande, er sei ber Wohnungsinhaber, öffnen unb stahl 1250 Mark. 'Durch das Zeugnis des Schlossers konnte halb ber Dieb verhaftet werben, bet bem auch noch das ganze Gelb in einem Versteck im Keller vor- gefunben wurde. Durch die Untersuchung kamen auch die Unterschlagungen bei seiner eigenen Kasse heraus. 'Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu insgesamt einem Jahre Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust. vermischtes. * Amtliche Mitteilung über die Massenvergiftung in Berlin. Der Polizeipräsident von Berlin richtete cm ben Verein der Fischinbustricllen Deutschland folgendes Schreiben: „Ich teile Ihnen ergebenft mit, daß nach den neuesten Ermittelungen die Erkrankungen und Todesfälle im hiesigen Asyl lür Obdachlose sämtlich oder wenigstens zum großen Teil infolge Vergiftung durch Methylallolwl herv-orgernfen worden sind." * 53 Mann ertrunken. Aus Aberdeen wird unter« 18. Januar .gemeldet: Der Dampfer „W i st o w H a l l" ist an dem nördlich von Aberdeen gelegenen Felsen ber schottischen Küste, bem sogenannten „Bullers of Buchan" gescheitert. Von ber größtenteils aus ostinbischen Laskaren bestehenben Besatzung sind 53 ertrunken. Der gestranbete Dampfer war ein Stahlschraubenfahrzeug von 3311 Registertonnen. Das Schiff ging in wenigen Minuten in Trümmer und die 57 Mann seiner Besatzung wurden in die Brandung gerissen. Augenzeugen am Ufer schildern die Szene als herzzerreißend. Ein Rettungsboot wurde flott gemacht ; es konnte aber nur vier Mann retten. Die übrigen 53 Mann ertranken vor den 9£igen ber Zuschauer am Ufer. * UeberfaH durch Räuber. Das etwa 20 Kilometer vom Dorfe Ber z en ein bei Warschau im Walde gelegene Häuschen des Forstkassiers Weiicherg wurde in »ergänzter Nacht von einer Räuberbande überfallen. Weinberg, seine Frau, sowie ein anderer Forstbeamter unb b. ssen Frau unb drei Kittber, endlich ein zu Besuch weilender Forstkassierer wurden durch Beilhiebe auf bestialische Weise ermordet und beraubt. Ein einziger Wächter wurde gefesselt halbtot aufgefunden. Die Räuber sind mit reicher Beute unerkannt entkommen. * Als dritter deutscher Bundesstaat hat Br«m- schweig soeben — wenn auch zunächst versuchsweise — die Einführung des Pollarbsystems beschlossen, nachdem Lippe-Schaun^ bürg unb Hessen bereits bamit vorangegangen waren. Nach dem Pollarbsystem wirb bekanntlich bei leichten, erstmaligen Ge- sedesübertretungsn, bie im Zustanbe ber Trunkenheit begangen werden, ein Strafaufschub gewährt, wenn der Betreffende abftinent zu leben verspricht. Tas Herzoglich Braunschweig-Lüneburgische Staatsministerium teilt ber Geschäftsführung bes Allgemeine deutschen Zentralverbandes zur Betämpfung des Alkoholismus, e. V., darüber mit, daß dieser Versuch zunächst auf bie Stabt Braunschweig beschränkt werben solle, unb „bestimmend für bie Stellungnahme war der Umstand, daß sich bie hiesigen alloholgegnerischeu Vereine zu einem Verbanbe zusammengeschlossen und ihre Unterstützung bei bem Versuch zugesagt haben, so daß zu erwarten ist, daß die Gewinnung geeigneter Fürsorger nicht auf Schwierigkeiten stößt. Kleine Taqeschrontk. Tie Elbe ist von Dresden bis Meißen zugefroreL Tas Treibeis ist bei Meißen stehen geblieben. Beim Reinigen der Kanäle ber Blechwalzwerke in Köln kamen drei Arbeiter burch giftige Gase um. Zwei weitere konnten gerettet werben. Tie Goldwarenfabrik von Köhls und Wild in Mühlhausen an der Würm ist infolge einer Gasexplosion niedergebrannt« Der Schaden wird mit 200000 Mart angegeben. Von dem Lotsenschooner Nr. 4 in Cuxhaven führ am 17. Januar früh morgens bei eisigem Oststurm ein Lotsenversetz* boot zu einem einfahrenden Dampfer unb gab einen Lotsen ab. Seitbem ist das Boot, bas mit einem Lotsen und zwei Aspiranten besetzt war, verschwunben. Alle Nachforschungen waren bischer vergeblich. In ber Hofvper in Petersburg ftürzte wahrend ber Probe von .Tristan #nb Isolhq bie Brücke äusauunen, aul 1 1 1(1) Blinddarmentzündung 2 <1) 1 Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die I Rrühl’sche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 irnng 2 4°|o ige König!. Württembsrgisclis SiaatsschulMerschitfbungen bereits von heute ab Anmeldungen entgegen. Wir nehmen 19. Januar 1912. Giessen, den und Industrie Bank für Bande Niederlassung Giessen a‘7i 540 Unser gesamtes Warenlager in 1 s M Kraft 04921 Stets frische Milch Sari ßuler, Hammstraße 5. 1 1 1 1 1(1) 1 1) 1(1) 1 1 I Kl) 1 1 (1) Kl) 1 Nierenentzündung 'Bluitiantbeit 9evem>fchioäche celbiimorö Sunneiitnbe'fulofc ?rüieiitiiberhdo|e vergeb iväd)e cdilaqfhiB ? aimcuitlenuminq Eine Erfrischung während der angestrengten geschäftlichen Tätigkeit: Mein diesjähr. 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Das Inserat, in welchem den Beamten gesagt wird, es sei chnen gestaltet, sozialdemolrqtisch zu wählen, soll nicht unwider- fninO'cl. Berli n, 18. Jan. Unter Führung der Neichsbank und der Königlichen Seehandlung (preußische Staatsbank) gebildete Konsortien übernahmen heute von den Finanzverwaltnngen 80 Millionen Marl Deutsche Reich sau leihen, Unsere Bank hat im Verein mit anderen Banken und Bankhäusern obige Anleihe übernommen und legt sie am MittWOChv den 24. «Januar 1912 zum Kurse von gk 1 gibt Karn's aromat. Eisenlikör M. u. größer. 516 Zentral Tronene Emil Karn, Schulstrahe. unkündbar bis 1921 im Nominalbetrag© von 25 Millionen Mark Karns Piirgal Tee wirdanderenAbfübrmittcln durch seine milde, promote Wirkung vorgezogeti. Pack 50 Pf. nur 517 3tnfral=$rogtrit Schulstraße Rhein- n. Mosel-Weine Bordeaux-Weine bekannteQualität. Allein. Niederlage der Continental- Bodega für Sudweine Deutschen, französ. 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Wie kann man an Kämpfe über einzelne strittige innere,Fragen denken, wenn die Sicherheit des ganzen Reiches von außen her gefährdet ist! Das England im vorigen Sommer gewünscht hat, Frankreich möge seine nie auf« gegebenen Revanchegedanken verwirklichen, ist erwiesen. sJ2uu bat aber Frankreich 1, Million ausgebildeter Soldaten mehr w c wir, England würde ihm, außer einer übermächtigen Flotte, 4 Armeekorps zuführen. Diese Gefahr besteht weiter. Frankreich verstärkt sich mehr und mehr. Tie einzige Hoffnung auf Erhaltung des Friedens liegt darin, daß wir den festen Willen zeigen, unsere Wehrkraft auf volle Höhe zu bringen und 1 Prozent der Bevölkerung wirklich ausbilden. Verlieren wir einen Krieg, so ist Jndustrie^und Handel |o gut wie vernichtet, unerhörte Kriegskosten und Steuern sind zu zahlen, der übermütige Feind bleibt im Land bis er befriedigt ist und wie hier feine schwarze Armee Hausen wird, soll sich jeder vorstellen, der seine Frau und Töchter lieb bat. Daß die Sozialdemokraten für eine wirkliche Stärkung der Wehrkraft nicht zu Haden sind, ist klar. Sie werden wie immer verneinen. Daher keine Stimme dem Sozialdemokraten, alle dem Angehörigen der staatserhaltenden Parteien. Klingelhöffer, Generalleutnant z. D. Brennholz Hart- und Weichbolz, in Raummetermaß, oder auf jede gewünschte 2änge zerkleinert. auch brenniertig geweilten, liefert bist. i. Waggon» ladungen nach jeder Station. Wild. Egner, Alsfeld. [45e 0473] Treffe Tamstaa, den 20. d. M. in Marktlaubc 17 ein und empfehle vorzügliche tarata M u. Konst. FleiMchwaren zu bist.Preis. Hochachtungsv. W. Selzer a. R uhMrchen. -„-rm Grand Prix --------- Weltausstellung Turin 1911 Große Sllb Denkmünze der Deutsch.Landwirtschaftsgesellschaft 1911 i. Preis G Idene Medaille Int. Strohpressenkonkurrenz Lonlgo 1909 D*/i - .mu—» Grand Prix -- ----- Weltausstellung Brüssel 1910 Plattduisken In’d Eenhorn VanDage,Freedag’8,abd5. Kubl mit Speck on PlnkeL [403 fcpf- u. 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Schneise ist b" rtein zu danken. vüchertisch. — Praktische-Wirtschaftsbuch für sparsame Hausfrauen, herausgegeben von der Redaktion des „Fürs voits'. 3. vecbesierte Auslage. In unseren teueren Zeiten tut mehr wie -e eine richtige Einteilung des Einkommens not, sowie eine haus- wirtschaftliche Buchführung, woraus crsidstlich, wofür man fein G^d ausgibt. In dieser Nicht leichten Aufgabe wird die Dausfrru aufs beste unterstützt durch „das Praktische Wirtschostsbuch von ,ürs Laus". Tas Buch ist zum Einträgen der täglichen Ausgaben bestimmt, die nach gewissen Gesichtspunkten gcgiiebcrt werden, so daß sich tun Schlüsse jedes Monats eine lieb erficht über oic einzelnen Ausgabe-Grupp.n ergibt. — Ein um sang reicher Teil des neuesten flO.) Destes der illustrierten Zeitschrift „Moderne Kunst" (B.rlcw von Rich. Bong, Berlin D.) ist der 200. Wiederkehr des Geburtstages Friedrichs des Großen geweiht. 'Die hier veröffentlichten Ge- mälbe mit Motiven aus dem Leben Friedrichs des Großen rühren von Arthur Kampf, H. Warthmüllcr, R. Eichstaedt und anderen Geschiclstsmalern besten Rufes. Tie beiden Aussatze „Friedrich ocr l^roße" und „Ter Philosoph von Sanssouci" und dem Boden der neuen Geschickstsforschung entsprungen und heben das Bild des *Ulonard)cn in plastische Klarheit hervor. Aus dem übrigen Inhalt des öeftes sei noch besonders der hichdramatische Schluß von Alfred Schirolauers Roman „Tic weiße Jacht" angeführt. Ebenso muß auf die Fortsetzung der fesselnden „Erinnerungen der Soubrette 3lfa Gräfin Viinskv^Pülman" lungcn lesen werden. se un>- J tJl*1 . / SO 0" ■' •te 10140% zur Zeichnung auf. — Zeichnungen mit Sperr Verpflichtung werden vorzugsweise berücksichtigt. San Hw®61?» Samos ver Flasche 85 Psg. Blulivkin per Flasche 1.10 Mk. anertonnt beste Kranken- roeine, empstehlt 21 H. Heyne leiert).322. WaUtorttr.5 nen Vorsitzen in der Person de icren Aebstahls Da te. Ter Angellass, rpargelder der Mr Weihnachten toiebe hatte der Ängekla.-. i abgehoben und eid mit seinen Sie )llten, eine Zwangt Nachdem er in b- dieses Vereins k Mögen bei sich c l ab, als der Noa Schlosser nach des« ormnde, er sei ter Mark. 'Durch de mhastet werden, V. steck im Miet Do; M auch die Unlc- Dn Äerichlslp nem Jahre tze Summa: f l 3) H 3f 2 1(1) 9£nm.: Die in Älammern aesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden .strankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Einfache bis hochelegante Damen-Wäsche W äsche, Ausstattungsgegenständen u. Betten unterstellen wir einem Saison - Ausverkauf. Nur Waren guter, bewährter Qualität zu erheblich herabgesetzten Preisen. Sämtl.Winterwaren: Crois£s, Pikees, Flanelle, woll. Kolter, Unterzeuge, Bett -Tücher, Flanellhemden etc. besonders billig. ■ Reste wesentlich unter Preis. ........ Günstige Kaufgelegenheit für Schürzen jeder Art zu herabgesetzten Preisen. 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Es scheint jetzt kein Zweifel mehr möglich, .aß es im Aermelkianal unlergegangen ist. Die Besatzung bestand aus 26 Mann. __ fung von Materialien usw. Tie öffentliche Zeichnung suchet am 29. Januar 1912 zum Kurse von 101,40 an den ubluben 5 teil eit stau. Für Stücke, die unter Sperrung bis 3 um lo. Januar 1913 ui das Reichs- oder Staatsschuldbuch eingetragen werden, beträgt der Zeichnungspreis 20 Pfg. weniger Die Spiritussenzentrale hat die Berkaufs preise um 3 Mark erhöbt. Eine entsprechende Aufbesserung des Abschlages des Preises für Brenner dürfte in der nädiltcn Woche erfolgen. Ter über Erwarten große Produllionsrückgang im lausenden Brennjahre, der burd) die amtliche Tezemberstatrstik eine neue Bestätigung erhielt, macht, so beißt cs, eine kräftige Anregung des Brennereibelriebcs notwendig. wöchenll. Uebersicht derTodersäfte i. ö.StaM Giehen. 2. Woche. Üom 7. bis 13. Januar 1912. Einwohnerzahl: angenommen zu 31,304 linkt. 1600 Rann Militär) Sterblichleusziner: 18,20 e/w nach 21bzng von 4 Ortsfremden 11,64 Slin bet Es starben an: Zufannnen: Erwachsene: im vom 1. itebensjagr: 2.—15. Jahr: !M! Mr Orskt. ued Qernbledung Modernste Ko*etn*llon Modelle fDII raJI elelechtier Kurziirohivfühmeg PROSPEKT It1 wd 101 --------- Grand Prix Weltausstellung Turin 1911 M *firl n Ur. Billige verlausstage Mar viringer *n 50 Scltcrsweg 50 Telephon 2083 Krawatten, Oberhemden, Kragen, Manschetten, Unterzenge, hüte, Mützen ic. 62g aiks näI)erc besagen meine Schaufenster. JEi Zlhanzc ol K Icclungsdiei W . ?finbeHnVc reifer und - linbe unbent Erombt cntianbte io« ?riii UI» Hn:enluöung der Mion. Ter Fe> tirhidxn. «J°rt J ui kleine tu vobei eine Batte »ergeben JJ )L*bung des "Ni fiunben. ^ie g Italiener. 4)et insolgt worden, kine andere am Dernailun i abteilungen unb »ische Patrouille schützen. Tie Bl Mer aut c der ^schütze. 1 Kann stark mar. mschen Berluste Itaxn Berluste dem Schlachtfest T ob ruf, Verlaufener N neue aus bei beschossen. Umgebung des der Lchiffsgeschi ist niemand geji Zara, Tagiura Tie 5 o n ft a n t i la mm er ist au Um 5 llhr tic Mn der mciitcn in Amvesenhrit zi Dem gemäß Irtife Auslösung der ! innerhalb dr ordneten hörten d Räumungs-Verkauf bis 29. Januar mit 00”/« Kabait 4C2 auf sämtliche Lagerwaren (ausgenommen Extraanfertigungen). Ausserdem habe ich ganz foedtuterBcS unter Preis anzubieten. Restposten in: ia. westf. 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Neue Freunde erwirbt sich die berühmte Tragödin Asta Nielsen in dem meisterhaften Spiel Der IremdeVogel Eine Liebestragödie im Sprcewald. Trama in 3 Akten. Vor Austerlitz, Kriegsdrama Sowie das übrige neue Programm. tiiilrt Mei. Der gcschästsl'ührcnde Ausschuß her nationalliberalen Partei in Hessen fordert bie nationallibcralcn Wähler hierdurch auf, in den Wahlkreisen, in welchen ein bürgerlicher Kandidat einem Sozial demokratcn in der Stichwahl gegenüberstcht, also in den Wahlkreisen Erbach—Bensh im und Gießen füv den bürgerliche n Kandidaten die Stimme abzngebcn. Der gestilsfeiie losscM der naUiMea Partei Dr. Oiann. Statt Karten. Margarethe Deibel Heinrich May Verlobte. Giessen, 19. Januar 1912. Neu-Er Öffnung! SamStag, den 20. Januar wird das altbek. historische Gasthaus z. Rappen neu eröffnet. Die Restauration liegt in guten Händen. Zur Eröffnung Nclilachtfesit mir Freikonzert Sveualität: Prima Rheingauer Wein. 0478 Der Besitzer: Jak. Löhr aus Johannisberg i. Rheingau fiflufninnnifd)cr Merrill. Morgen Samstag, den 20. d. Mts., abends 873 Uhr, im Vereinshaufe: MM»! mil Musik. _ Samstag nud Sonntag: Schi-Fahrt i* d. Vogelsberg. Abfahrt nach Scholten nachuittt. 12.34,5.04,8.47 Uhr. Die Klub iah rten werden Freitags hier ange^eigi. tv1’/1 VL sM KerWe ,.K<»lo«seunr* Walltorstrawse 36—38 Telephon 615 Dir.: KARL OHÄ. Heute vollständig neues > Programm Um zahlreiche Beteiligung bittet vlu,, _______________________Der Vorftand^ Methodiften-Gemeinde. Herzliche C'inladnng. So Gott will ffndet Sonntag, den 21. Januar 1912, uachm. 3*/2 Uhr, im unteren Saale des Cais Ebel ein Gesang-Gottesdienst unter freundlicher Mitwirkung von Herrn und Frau Schneider-Siegen statt. 0467 Soli, Quartett und Ehorgesänge. Kittfriff Redner: Jul. Strähle, Marburg, lllullll |lll. Bom 21. Januar bis 26. Januar 1912 finden jeden Abend um 81 j Uhr Evangeltiations-Veriammlungen Willielmfirafie 45, Hinterhaus, stau. ________Redner: Prediger Rüdiger, Dillenburg.________ Evangelischer Bund. Sonntag, den 21. Januar, abeuds 8'/« Uhr: Familien - Abend In Steins Garten. Vortrag des Herrn Prvseffor D. Dr. Schian-Gienen: »Tie inneren Streitigkeiten im deutschen KatholiAis mns der Gegenwart." Dla/i Musikalische Darbietungen. Alle Evangelischen herzlich willkommen. Eintritt frei Darf ein Beamter sozialdemokratisch wählen? Diese Frage wird angesichts der bevorstehenden Stichwahlen wieder auigeivorien und die Antisemiten beeilen sich, sie unter Hinweis aus den »Treueid" au verneinen. Perständige Leute wird man mit solchen Plätzchen nicht irre machen können. Natürlich dürfen Beamte sozialdemokratisch wähle«! So gut wie jeder andere Staatsbürger, wenn das feiner Ueberzeugung entspricht. Nirgendwo ist ihm das verboten und es wäre verfassungswidrig, wenn ihm dies verboten würde. In Baden haben bei den letzten ^andtagswablen die Beamten bis au den höchsten hinaus sozialdemokratisch gewählt, in Bayern werden fie es tun bei den bevorstehenden. Und Awar handeln fie damit im Interesse des Polle.- und Auflleid) des Staates. Vafie sich allo kein Beamter durch die kindischen Redereien vom „Diensteid" abhalren, feiner Ueberzeugung gemäh zu wählen. D“/i Jeder muh den Genickflug durch die Länge des Saales sehen, auSgeführt von Mih Zevhora, sowie das weitere weltstädtische Programm. Im vorderen Restaurant von abends 7 Uhr ab Konzert auögesührt vom Tamcnorchcslcr „23rcrto". G Damen 2 Herrn. Mllteler Hieb Dir.: Hermann Steingoetter. Jreitag,deu 19. Jan.1912, aoenvS fr Uhr: 15. Jreitag - Abonn - Porstell. Geivöhnliche Preise öannclcs himiiiclsahtt Traumdichtung in 2 Teil, von Gervart Hauptmann. Musik von Mar Marichalk. Ende gegen 10 Uhr. Samstag, d.20.Jan. 1912, nachmittags 3'/, Ubr: Bolkövreise. Bolksoreise. Zlinder Vorstellung Dornröschen Ein Märchen in 3 Bildern von E. A. Görner. Ende 5 Uhr. a“/1 Sonntag, 21. Jan. 1912, nachmittags 3'/, Ubr Kleine Preise. Kleine Preise. Neuheit! Neuheit! Das kleiD.Schokolade.iniädcben Lustsp. in 4 Akten von Paul Gavanlt Deutsch von G. o. Schänthan. Ende nach 6 Uhr. AbcndS Tk Ubr Kleine Preise. Unter Mitwirkung d. Kapelle deü hiesigeil Jnsant.-RegtS. Kaiser Wilhelm Nr. 116. 9t e u U c i t! 'Ji e u b e t tr löiimmflilniifntfii. Grobe Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern u. Rudolf Bernaner u. Rud. Schanker. Musik von Eonradi, Brett- schneider u. Bogumil Zepter. Ende 10/, Uhr- Tie„9?orbbi einer hiesigen i tungen übergeg tag bald noch dem Gesetz ii Wen den £trc; relmssecmaßen e ob in bem neuer schaben sinben bn üieicl)? tänzle: Mer 1910 fol dri weiteren ^Willen Straft "wendig unb R in der gg« Lelbstbesti pnircte fc5‘Ii(6cn ■M* bem 'n.--: 'ein xüeb'n^ bnn» SESÄI ,e..«ol| »ntfei ^'len, N°'t uug ZSÄ Kd