ktplatj e Geldverkehr N-krKr MH; ?°ch vor d Äu tö^cD»ut>erhnIC"ion rU,0on,m- cbe an bEr ’^inen wöoq em Ml >en, mit =*«6e 5'tell. LLL-!-L^H Wfteiqerunq. ^Mtanbä,; ■• 1OOOO.- an 2. Stellt neuerbaules Haus iJt» ttJM belaste! : Mk. 13000.-) sosort rot Wolltmann Paulsens Juli iSalatlotioffeh u< anbere Sorten :rt in nur tabeQoier.au. jener Ware zu billigt ,eSvreiikN I. Trecbskr ►tnffr. 48 Tel. 58b 'Proben aus Wunsch Industrie Up to date 6911 Rote Tabcrsche «aulseus Julie ■ db-Z-lMr» MM .U* ffionnen««6?* ■ms**. *v**”;^ 8 Ubk'U?. GZ? 162. Jahrgang Zweiter Blatt llr. 245 Erfcheml tSglich mit Ausnahme der Sonntag». Die „Gtetzener ZamtliendlSNer" werden bem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da« „Krtiiblatt fir den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschastlichea Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für ivberheffen Donnerstag, 17. Gttoder 1912 Rotationsdruck und Verlag der Brübl'fchen Universums • Buch- und Stemdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Trudtrtt: Schul« straße 7. Ervediuon und Verlag: jl. Redaktion:Tel.-AdruAnzeigerv>»eßeii. Deutsche Kolonien. Da8 franzosts^-deutsche Kongo-Abkommen. Tie „Norddeutsche Mlgemeine Zeitung" wendet sich gegen Aeußerungen eines Berliner Blattes über das Kongoabkommcn, weist die Behauptung zurück, die amtlich berufenen Zachverständigen in kolonialgeographischen Fragen seien nicht um ihre Meinung angegangen worden, und schreibt u. a.: Tas Reichskolonialamt ist zu Rate gezogen worden und hat insbesondere auch das Kartenmaterial geliefert, das neben anderen geographischen Hilfsmitteln bet den Verhandlungen benutzt worden ist. Bei den Besprechungen lagen den Unterhändlern Karten vor von B a r r a l i e r und T e l i n g e t t e. Diese beiden Karten sind der definitiven Ausarbeitung des Vertragstextes zu gründe gelegt. Wenn der Staatssekretär des Auswärtigen am 21. November in der Reickfstagskommission die Karte von Bar- ralier als die e i n z i g e v o r h a n d e n e authentische Karte bezeichnete, so bezog sich dies, wie sich aus dem Zusammenhang der damaligen Diskussion ergibt, lediglich daraus, das; die Einzeichnung der Grenze durch die Unterhändler nur aus dieser Karte in beglaubigter Form erfolgte. Taö geschah der besseren Handlichkeit wegen. — lieber die Streitfrage bezüglich der .Kongoinseln schreibt das Blatt, das Schicksal der Inseln hänge davon ab, ob man, wie die deutsche Regierung, den K o n go selbst ober wie die französische, dessen rechtes Ufer als Grenze betrachte. Das letzte Wort würde nötigenfalls ein Schiedsgericht zu sprechen haben. Ob die französische Regierung es dazu kommen lassen werde, sei zweifelhaft, da die Argumente, die französischerseits gegen die Hergabe der Kongoinseln geltend gemacht würden, von Deutschland mit gleichem Recht dem französischen Anspruch auf die Schariinseln entgegengesetzt werden könnten. — Es werde sich noch gar nicht übersehen lassen, ob nicht Frankreich ein größeres Interesse hat, die Schariinseln zu bekommen als die Kongoinseln zu behalten. Äschere! und Fischindustrie. Man schreibt uns: In den Jahren 1904 bis 1908 befand sich die deutsche Hoch- seefischerei in einer recht ungünstigen Lage. Die damalige wirt- schastlichc Depression übte auch auf den Absatz bet Fische und ssischkonservcn einen sehr ungünstigen Einfluß aus. Erfreulicher - tveise war der Rückgang unserer Fischerei nur ein vorübergehender. Bereits die Jahre 1909 und 1910 brachten eine merkliche Besserung. Mlerdings konnten die Fischereigesellschaften in diesen beiden Feinen zumeist keine Dividenden ausschütten: die Ueberschüsse mußten zur Deckung der Fehlbeträge der Vorjahre dienen. Das Zehr 1911 brachte für die Hochseefischerei, soweit sie sich mit dem Frischfischiange befaßt, eine weitere Verbesserung der Sage. Trotz der enormen Hitze im Sommer dieses Jalfres, die den Geschäfts gang der Fischerei nnd des Fischhandels natürlich ungünstig bc= mnlußte, l)abett die meisten Gesellscktaften geradezu glänzend ab- aeidmittcn. Das Vorjahr wird von dem laufenden Gesckfästsjahre jebod) noch weit übertroffen werden. Unsere Fischdampfer haben auf allen Fanggründen ausgezeichnete Fänge gemacht. Dazu kommt nod), baß bie Preise aller Fischarten ungewölmlich hoch . faib. Eine seltsame Erstellung sind bie außerorbentlick) großen sicakrelenfänge unserer FisciHampfer. Die Makrele ist sonst ein Fn'ch, der sich nur in ben oberen Regionen des Wassers aufhält. y?ic es kommt, baß er in biesem Jahre massenhaft in bie Grunb- vcr (BeMcntrourf über Zurück ritattung des Lingangszoller für Fleisch. Wie die „Nvrdd. Allo. Ztg." erfährt, ist dem Gesetzentwurf, wonach vom 1. Cltober 1912 bis zum 31. Marz 1911 den Gemeinden, bie aus dem Ausland frisches, mlch gefrorenes Fleisch einsühren und zu angemcsse- rtem Preise an die Verbraucher abgeben, der Eingangszoll teilweise zurück erstattet werden soll, am 10. Oktober die Zustimmung des Bundesrats erteilt worden Aus der Begründung des Entwurfs in folgendes luroorzuheben: - Die Genehmigung, ausnahmsweise Fletsch und Vieh aus be- snmmtcn Ländern einsühren zu dürfen, soll nur für große Stabte erteilt loerbcn. Es sei nidjt zu bezweifeln, daß die Älaßnabme nicht allein in den beteiligten Städten selbst, sondern aud) in einem mehr oder weniger weiten .Umkreis zu einer Preissenkung fuhren werde. Anderseits sei nid)t zu verkennen, daß die Mitwirkung iiir die Gemeinden mit Sämncrigkeiten verbunden ist. Tad'r bestehe das Bedürfnis, den beteiligten Gemeinden jene Aufgabe tunlichst zu erleidstent und ebenso auck) einem größeren Kreise nod) anderer Gemeinden die Mitarbeit zu ermög- hdicn Di die Gemeinden so int Interesse der Gesamtbevölkerung des Reidxs tahg sind, erscheine es gerechtfertigt, daß das Reich seinerseits dazu beitrage, den Gemeinden ben Bezug auslänbischen Fleisdus zu Der billigen. Ties könne, ohne baß daburch ter Zolltarif als solcher berührt werbe, burch teilweise Erstattung des für bas ein geführte Fleisch entrichteten Zolles gesckwhen. Gleichzeilig mit der Zustimmung zu dem Gesetzentwurf erklärte der Bundesrat einstweilen fern Einverständnis mit ben Grundzügcn für die Bedingungen, unter denen Mr Vergünstigung erteilt wird. Von diesen Grundzügen Mtrften folgende von besonderem Interesse sein: Das Fleisch nniß von Gemeinden für eigene Rechnung aus dem Auslände bezogen, ohne jeben Gewinn für bie iiememdekasse enhwbiT an bie Vcrbraud)er selbst ober unter ber Skbingnng unnrittelbaren Verkaufs an Verbrcmck)er zu b e st i m m - ttn Höchstpreisen abgegeben werben. Die Gemeindebel>örbe setzt die iwn ben Verbraucirrn zu zahlenden Preise unb bie ber ÜBeitcruerfäufern borjuldjrcibenben HödKpreise fest, macht bie Preise in ben Verkaufsstellen öffentlich bekannt. Tie Absicht, von der Zollerleidtterung Gebrauch zu macheii, hat die Gemeinde der zuständigen Zollbehörde unter Vorlegung enter Erklärung über Festsetzung des Verkaufspreis ; mitzuteilen. Die Zollbeträge tonnen den Gemeinden für drei Monate ohne Bestellung einer Sicherheit gestundet lverden. «usteppnetze unserer Fiscktdampfer gerät, wird die internationale Meeresforschung nod) aufzuklären Ixiben. Tie Wiedererstarkung unserer Hochseefischerei ist zunächst auf ben wirtsdwftlichen Aufsdtwung ber letzten Jahre zurückzuführen, fobann auf bie außerorbentlidw Propaganda, die in letzter Zeit für bie Hebung bes SeefisckZes gemadst würbe und sdfiießlid) auf bie allgemeine Fleisdstieuerung. Mit großer Spannung sieht man in Fi scher ei kreisen ber Wirkung einer Erfindung entgegen, bie von dem Fischkonserven- abrifanten I. L ehrma n n fflltona) gemach', mürbe. Es Iwnbelt sick) um einen Fischbratofen, der dem bisher gebrnudilidwn Bratpf annensvstem so sehr überlegen ist, baß er eine vollständige Umwälzung auf dem Gebiete der Fisdchraterei frernorrufen dürfte. Ter Fisätbratosen gewährleistet "nid>t nur eine viel idmellere unb billigere Verarbeitung ber Fische, sondern auch eine viel grobere Haltbarkeit unb Schmackhaftigkeit. Es ist daher anzunehmen, daß der Bratfisch sich auch in den breiten Schichten des gutsituierten bürgerlidwn Publikums viele Abnehmer erwer.en wird. Tie neue Erfindung wird voraussiclstlich nicht nur einen ungeahnten Aus^ sch»vung der Fischindustrie begründen, sondern sie wird auch eine Kräftigung der deutsdxm Fischerei bewirken, da neben den frifdwn Heringen, die ja vorzugsweise aus dem Auslande stammen, gerade die billigen Massemisdte unserer Fischdampferflotte sich vorzüg- lid) zum Einbraten eignen. Au» Stadt und Land. Gießen, 17. Oktober 1912. ** Lehrerpersonalien. In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Volksschule zu Mainz Jos. Nicolai auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner 50jährigen treuen Dienste, und ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. •• Medizinalkasse für staatliche und kommunale Unterbeamte. Bei der Wahl deS Ausschusses, der alle drei Jahre von den Mitgliedern der Medizinalkasie in der Zeit vom 1. bis 10. Oktober vorgenommen wird, wurden folgende Vertreter gewählt: 1. Forstwart Simon in Ehringshausen, 2. Forstwart Kolb in Bessunger-ForsthouS, 3. Kanzleidiener Schmidt in Darmstadt, 4. Gerichtöfchreider- aehilfe Gabel in Friedberg, 5. Fmanzasvirant Grull in ivtainz, 6. Gesangenauffeber Trautmann in Darmstadt, 7. Steueraufseber Weppler in Darmstadt. AIS Ersatzmänner der Vertreter wurden gewählt: 1. Forstwart Decher in tarier» beim bei Dannuadt, 2. Forstwart Rlipftetn in Böllenfalltor, 3. Steueraufseber Schneider in BenSbeim, 4. Gerichtsdienet Hoock in Lorich, 5. Finanzaspirant Bauscher in Darmstadt, 6. GertchtSschreider.iebtlfe Herzog in Darmstadt, 7. Gefangen- aufseber Stremmel in Darmstadt. •• Wandergewerbescheine. Vom 1. Januar 1913 ab muß in den Wcmdergewerbescheinen die Photographie deS JnbaberS eingeklebt werden. Die Photographie muß in Visit'Nkart niormat, unaufgezogen sein unb eine Stopf- grüße von mindestens 1,5 Zentimeter haben. Interessenten, die einen Wandergemerbeschein biS zum 1. Januar 1913 haben wollen, tun gut, schon jetzt ihre Anträge unter Vorlage der Photographie bei dem Polizeiamt zu stellen. ** Musvum für Völkerkunde. Die im Laufe des Sommeps von den Herren Professoren an der Landes- universität Geh. Hofvat Dr. A. Hansen und Dr. F. Schwall 1) aus Ceylon berw. aus den Oasen westlich des Nils mitgcbrachten wertvollen ethnographischen Sammlungen werben nur nod) bis zum Sonntag, 3. 9t ove in - ber, in der bisherigen Weise auf Tisdzcn aitsgestcllt sein; ebenso eine Sammlung des Herrn Dr. med. et phil. R. Houy nu£ Ruanda und eine solche des Herrn Gouverno- mentssekretär Heß (Leihgesterns aus Tabvra. Später werden sie in Schränke verteilt. Es sei daher auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, sic an den nächsten drei Sonntagen von 11—1 Uhr noch genauer zu befidjtigen. Eintritt frei. "Literarische Veranstaltungen. Die Ferbersche UniversitätSbuchbandlung (Inh. Hofbuchhändler C. Koch) beabsichtigt, im kommenden Winter einige literarische Abende zu veranstalten und hat bereits bedeutende Schriftsteller hierfür gewonnen. Als erster wird, wie wir bereits mitteilten, am 29. Oktober Ernst Zahn zu Worte kommen und aus eigenen Werken vortragen. Der Vortrag wird im Saale des GesellschastsvereinS ftattfinben. Es dürfte von dem Gießener Publikum wohl dankbar begrüßt werden, daß eS sich die Ferbersche Buchhandlung zur Aufgabe gemacht hat, jetzt regelmäßig derartige Vorlesungen zu veranstalten und auf diese Weise die Gießener mit den besten Schriftstellern persönlich bekannt zu machen. So darf wohl auch erwartet werben, daß der Besuch ein entsprechend zahlreicher sein wird. Der gesamte Kartenvertrieb liegt in den Händen der Ferberschen Buchhandlung, die bereitwilligst weitere Auskunft erteilt. *♦ Der Wartburgverein feierte am Sonntag sein 25. Iahresfest. Es verlief in durchaus schöner und befriedigender Weise. Im Festgottesdientz in der Stadt- kirche predigte Prof. D. Dr. Schoell-Friedberg. Nachmittags fand die akademische Feier im Gemeindehaus statt. Nach einem Ueberbttck über Geschichte und Ziele des Vereins, gegeben von dem Vorsitzenden, Pfarrer S ch w a be , sprachen nod) folgende Vertreter von Behörden und Freunde oer Sache: Beigeordneter Keller für die Stadtverwaltung, Kirch en rat Strack für das Großh. Dekanat, Kirchenrat D. Schlosser für die evang. Gemeinde, Prof. Dr. Alles für die Kreisschulinspektion, Prof. Dr. M i 11 e r nt a i e r für „Jungdeutschland", Frau Winn für den evang. Frauenverein, Redinungsrat M an ge ls d o r f für den Hessenbund, dem auch der Wartburg-Verein angehört, Gertck)tsassessor Die große St.-Michaelis-lcirche zu Hamburg. Am 19. Oktober soll die am 3. Juli 1906 abgebrannte große St. Mid)aelis-Srirck)e zu Hamburg in Gegenwart des Kaisers cingeweiht werden. Sechs lange Jahre hat es gedauert, bis Hamburg wieder sein Wahrzeichen hatte, denn das war rmd ist der „große Michel", wie der Hamburger enmutvoll seine sdfönstc ZNrche nennt. Keiner, der Hamburg e besucht hat, wird sick) dem beherrschenden Eindruck vcr- ckflossen haben, den das Stadtbild gerade durch den Turm nefer Kirche erhielt, der, losgelöst von allen Stilen kirch- icher Baukunst, seine säulengetragene Kuppel in den Himmel hebt wie eine Schale, bereit allen Segen zu empfangen. 6o kann man cs begreifen, daß in jedem Hamburger uw- terbrückflich die Gewißheit lebte, als der Turm in sich zusammen stürzte, daß er wieder aufcrstehen müsse, wie (t mar; schon acht Tage nad) dem Brand hielt die für den Wiederaufbau der Kirche gebildete Kommission ihre erste Sitzung ab. Wohl erhoben sich nicht nur in der Stadt, jondcrn aud) im weiten Deutschen Reich Stimmen, die gegen den getreuen Wiederaufbau waren, die wünschten, daß man die Gegenwart solcher Gelegenheit, ein Bauwerk ihres Geschmacks und ihrer Stilkunst zu errichten, nicht berauben solle, aber sie mußten schweigen vor dem einigen k'illen der hamburgischen Bevölkerung, die ihren Michel knederhaben wollte. Als es seststand, daß man bie stehengebliebenen Um* ^fassungsmauern wieder benutzen konnte, wurde sofort mit dem Bau begonnen. Zunächst galt es der Herstellung eines tzolzgerüstes, für das die Bürgerschaft allein 107 000 Mk. befvilligte. Die Architekten Mcerwein, Geißler und Faul- vasser, von denen der letztgenannte über die Michaelis- kirchc schon vor Jahren ein umfassendes Werk heraus- «egebcttl hatte, das nach seinen Rissen und Pläne)! den :vnninschen Ban zu reproduzieren leicht erscheinen ließ, ohne ber Ingenieur Hennicke erhielten den Austrag, einen Kostenanschlag auszuarbeiten, der in Höhe von 3113000 Mk. flatt bewilligt wurde. Der alte Turm war aus Holz gewesen, der neue sollte ms Eisen fein. Zunächst erneuerte man das Hauptgesims, das durch eingebettete Eisenstangen Festigkeit erhielt und ürebei über zwei Millionen Kilogramm Material auf die itauer gebracht wurde. Dann wurde mit der eisernen Dachkonstruktton des Kirchenschiffes begonnen und im Juni 1908 konnte schon das Dach gerichtet roerben. Das Hauptinteresse nicht nur der Bevölkerung, sondern auch der Fachleute konzentrierte sich natürlicherweise auf die Errichtung des neuen Turmes. Das Gerippe des Turmes bilden eiserne Träger unb in der Mitte ein dickes Rohr, in dem ein Fahrstuhl zur Höhe des Turmes angelegt ist, von insgesamt 572000 Kilogramm. Am 25. September 1909 wurde der Turm gerüstet, er erhielt seine goldene Fahne mit der unter ihr befindlichen charakteristischen goldenen Kugel. War mit dem Aufbau der Eisenkonstruktion der erste Teil des eigentlichen Turmbaues vollendet, so galt es jetzt, das eiserne Sparrenwerk mit Bimsbetonplatten zu belegen, um den Untergrund für den Lkupfer- beschlag zu schaffen, der später wieder dem Turm seine weit leucht ende grüne Farbe verleihen wird, so daß er ragen wird wie eine steile, unbewegte Flamme. So ging der Bau rüstig weiter, und am 3. Juli 1910, vier Jahre nach der Brandkatastrophe, läuteten zuw ersten Male wieder die Glocken der großen St.-Michaelis-Kirchc über Hamburg. Gegossen wurden die Glocken in Apolda bei Schillings. So wie das Aeußere wird auch das Innere der Kirche im wesentlichen dem früheren entsprechen. Unter ben Bewerbern für die Innendekoration fiel die Wahl für den Altar auf Prof. Varnesi, für das Gewölbe, die Kanzel und die Orgel auf Prof. Lessing. Das Altarbild stammt von dem Maler Pfannschmidt, es wird aus Mosaik her- gestellt werden. Ausgeführt wird es bei Puhl und Wagner in Berlin, die erst vor kiirzem zu einer Besichtigung des in stumpfer Mosaik ausgeführten Werkes eingeladen haben. Bei der genannten Firma ist auch das Hauptportalfenster nach einem Entwurf von Prof. Vogel h'ergestellt worden. Die ebenfalls kostbaren Sakristeifenster wurden jedock) von der Firma Gebr. Kuball in Hamburg geliefert. Das Westportal der Kirche hatte außerdem noch einen monumentalen Schmuck in einer Bronzegruppe erhalten, es zeigte den Erzengel Michael, wie er siegreich feinen mit einem Querholz zu einem Kreuz gewandelten Speer auf den Bösen niederzückt. Zwei Gruppen zeigen die Verführung zum und die Bewahrung vor dem Bösen. Die Umgebung der Kirche hat durch die Mederlegung der einen Seite der „englischen Planks, die norm Westportal laufende Straße, außerordentlich gewonnen, wie ein Spring quell rauschen die Formen harmonier! dieses einzigartigen Bauwerks aus dem Straßenplateau heraus und vereinigen sich oberhalb des Turmes in eine wundervoll verlaufende Spitze, die über der Fahne das Kreuz trägt. An der Nordfeite des Turmes finbet ein Lutherdenkmal nach dem Entwurf von Prof. Lessing Aufstellung, und nach einem Projekt des hamburgischen Bankdirektors Sck)umacher ist aud) ein Pastorenhaus mit einer Halle, in per ein Sonnin-Denkmal aufge[teilt wird, vorgesehen. So wird die große ^St.-Mid)aelis-Kirche zu Hamburg wieder emporragen, im Bilde auf den ersten Blick die Alte, in allen Einzelheiten aber ein durchaus Neues, in dem sich die Pläne eines längst gestorbenen Baumeisters mit denen der Jetztzeit glänzend vereinen. Und unvergessen wie Sonnins Name, der die alte Kirche baute, werden die Namen der Männer sein, pie nachschaffend nicht nur Hamburg, sondern Deutschland ein /Bauwerk wiederfchenkten/ dessen geniale Konstruktion von je die Bewunderung aller Architekten bildete. ♦ ff. Alleinlebende Herzen. Zivei rumänische Aerzte, Dr. Athauäffiu! mb Dr. Gradinesco in Bukarest haben jüngst eigentümliche Versudie über das Weiterleben von Herzen außerhalb des Körpers gemacht. Es ist ein bekannter Laboratoriuins- versuch, Säugetierher^en herauszupräparieren unb bann mit bem vom Fibrin befreiten Blut iveiterschlagen zu lassen. Ties geschieht besonbers zur Erforsd)ung ber Eimvirkung neuer Arzneimittel auf bas Herz, jeboch leben biese frei schlagenben Herzen nur wenige Stunben, nadibent sic herausgenommen sinb. Den beiben rumänischen Aerzten ist >es nun gehmgen, Herzen, allerbings nicht solche von Säugetieren, sondern bie von kaltblütigen Wirbeltieren, nämlid) Froschherzen, viele Tage lang außerhalb des Körpers am Leben zu erhalten. Tas Herz des Versuchstieres würbe streng aseptisch herauspräpariert, dann nnnbe mit Gummischläuchcn eine künstliche Bahn für den Kreislauf hergestellt, unb an Stelle des Blutes wurde eine Art künstlichen Blutes, eine keimfreie Nährlösung, eingefüllt. Tie Froschherzen nahmen dann ihren regelmäßigen Schlag wieder auf. Einige lebten 2 Tage, andere 5* 10 und 20, und bas zählebigste unter ihnen brachte es gar auf 33 Lebenstage. Am ersten Tage, am 8. April, schlug bieies zähe Herz zwanzigmal in der Minute, also ungefähr im gleichen Tempo, wie im lebenden Frosch. Am nächsten Tage schlug es ekwaS ge- schwinber, dann schlug cs eine ganze Woche lang ziemlich unregelmäßig und setzte zuweilen überhaupt aus, und am 20. des Monats, also am 11. Versud-stage, sank die Pulsfreauenz auf fünf Schläge in der Minute. Tie Unregehnäfiigfcit des Schlages führen die beiden Aerzte auf äußere Einflüsse, namentlich auf Temperaturschwankungen zurück. Sonst arbeitete das Herz nämlich durchaus normal, alle drei Kammern arbeiteten, als ob sie bn lebenden Tiere wären. Tas merbmningj'te an bin em Versuche ist, baß bas Herz Arbeit leistete und sich dabei aus dem künstlichen Blute ernährte. Der einzige Nahrungsswff, der ihm zur Verfügung Itanb, war nämlich Zucker, wahrend das „künstliche Blut" ben häufigsten Nährstoff, das Eiweiß, nicht enthielt. des Gerichtssaal L. Hoos- auf Ton- Wahlkom- im Wahlbezirk Lauterbach: Kommerzienrat Lauterbach. Der Wahltermin wird für sämtliche Wahlbezirke nerstag, den 14. November d. Js. festgesetzt. Aks missarc werden die nachgenannten Herren bestellt: Wer sich nid gepriesenen, min IpiIC frage seine I ächtet unc Slatzupee nachzahen, zogen die Schmuggler ihre Revolver und sprangen. Elel iilt ^CTIIBPF. 9: graphischenVorfu.hru.ngen nicht beiwohnen dürfen. Jugendliche Personen unter 16 Jahren werden nur bis S Uhr abends zu gelassen und Zwar mir zu solchen Vorstellungen, die ccks Jugendvorstellungen gekennzeichnet sind. wandern und Reisen, väder und Sommerfrischen. Zum Schluß der Sauon :n Bad-Nauheim. S Bad-Nauheim, 15. Oft. Tie offizielle Saison ist mit dem heutigen Tage zu Ende gegangen. >^urhaus und die Badehäuser 3 und 9 sind geschlossen worden, ebenso haben das Zul-alatorium und Emanatorium, sowie da° Gradierwerk am Behaus 9 heute abend den Betrieb eingestellt. Tas Tennis Emö, daS von morgen ab auch als Leseraum dient, und einige Badcbäuser bleiben vorerst noch geöffnet; auch das Zanderinstitut wird noch bis in den Dezember Innein in Betrieb sein Lawn- und Golfplätze, über die nun der..Herbst schon sein buntes Laub streut, Und ode und verlassen. Tie Kurkapelle gab, nachdem sich mn Freitag bereits ihr^Leiter, Professor Win^rftrin, mit einem Wagnerkoruerl verabscheuet batte, nrftcrn cchend ihr letztes Äoiticrl. Mil^bm verabschreoete sich zugleich ihr zweiter Dirigent Kapellmeister ^teunnann, dauernd von hier, nachdem er frier in brci oommctn -Nolgrrich gewirkt hat. Reichliche Blumenspendcn und begeisterte Belfallskundgebungen bewiesen die Sympathien dw ihm das Publikum entgegenbringt. Zn diesem letzten Konzert' gelangte nochmals der von Kapellmeister Steinmarm anläßlich des Ausenthcllts unserer Kauenn komponierte „Kaiserin-Augusta Biftoria-Huldiaringsmarsch Mr grobes Orchester und gemischten Cdor ^r Aufführung: über 100 Damen und Herren aus bach, tvriebberg und von hier wirkten dabei mit Nun ®mb«ft«n.£id*fter bmü8 nad> bcr Sten, & Wnler. nad, Lei«,g. »on m- au« norbi>ruricfxn Stehlen gaftieren wird. heutige »letzte «Log der tsaison brachte nochmals ein Musittorv- bei «rotzh. vU spielte mittags und abends lucncreguntntd Nr. bl Mainz, 15. Okt. Der vorbestrafte 22jährige Taglöhner Bernhard Lenk aus Gießen betrog int Mat einen Wirt nm 21 Mark und einen Metzger in Rhetn-Türkhcun um 4 Mk. Er fälschte bei dieser Gelegenheit eine Quittung. Am 24. Mai versuchte er den Bürgermeister von JberSheim burcb ein gefälschtes Schreiben um 30 Mk. zu betrügen. Er begab sich int Juli nach Rüsselsheim, wo er eine Familie tun 24 Mk. für Kost und Logis betrog und bei seinem Verschwinden einem Schlastollegen eine Hose stahl. Ter Angeklagte, welcher sich im Rückfall befindet, wurde von der Mainzer Strafkammer zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. -73 n de m Prozeß Felix Weingartners gegen den König von Preußen, vertreten durch die General- mleubantut der Königlichen Schauspiele, erkannte das Reichsgericht auf Zurlickiveisling der Revision des Klä.iers gegen das Urteil des mit dem Kammergericht uerbutibeiten Geheimen Justizrats vom 26. Mar;. Ter Klageaitspruch ging dahin, daß der von Weingartner mit der Generalmtendantur abgeschlossene Vergleich, ivonach er während fünf Jahren in Berlin unb innerhalb eines aewlifen Umkreises nicht öffentlich austreten dar«, als 11 n g ü l t i g anzusehen ist. «veil er gegen die guten Sitten verstoße. Leipzig, 15. Okt. Bor dem Reichsgericht begann heute Vl 0 u ag e - P r 0 z e ß gegen den früheren Brieftauben- Wärter B a n ch^e l t n, den frülreren Fortifikationssclweiber Berger und den <2tadlichreiber Chiubeaut aus Mesi. Die Angeklagten sollen versucht haben, Pläne und Zeichnungen der Be« sestigungen von Metz in die Hände einer fremden Macht zu bringen. Cbiubeaut soll das gleiche auch mit Pulverproben versucht haben. Xte Oesfentlichkett wurde für die ganze Tauer der Verhandlung ausgeschlosten. Geladen sind etwa 60 Zeugen. Chemnitz, 16. Oft. Ter 21jährige Gymnasiast Vo gelber am 30. Juli d»e Ibiährige Lehrerstochter Johanna Edel- m a n n auf ihren Wunsch durch Dolchstiche getötet hat, tvurde von der ^tvalfammcr wegen Verführung nach Paragraph 182 unb wegen Tötung nach Paragraph 216 zu drei Jahren sechs Monaten unb bret Wochen Gefängnis unb wegen verbotenen Sßanentragenö zu bret Mark Geldstrafe verurteilt. .- Oft. Das Schwurgericht verrirteilte den Drogisten Rernebed aus Gelsenkirchen wegen Vergehen- gegen die Paragraphen 13 und 14 des Nahrungsmittelgesetze.' n zwei Jabrcn Gefängnis. Sechs Monate unb zwei Wochen wurden aus die Untenuchungsbast angerechnet. Ter Angeklagte verabfolgte seinerzeit Methylalkohol zu Trinkzwecken, nach dessen Ge- nutz mehrere Perwueit infolge Vergiftung starben. eIeftfr.Bel el^r.He: I m Wahlbezirk Gießen-Stadt: W. Zurbuck: im Wahlbezirk Gießen-Land: L. Rinn: im Wahlbezirk Alsfeld: .Kommerzienrat C. Grünewald II. unb im Wahlbezirk Lauterbach: H. Türbeck. 2. F l e t s ch t e u e r u n g. Zu den Teuerungsmaßnahmen der Reichsregierung nimmt die ^Handelskammer wie folgt Stellung: , Tie Handelskammer vermag die Maßnahmen der Reichs- regierrtng zur Linderung der Fleischnot nicht als hinreichend anzuerkennen. Sie vermißt darin die von allen Seiten unb auch von ihr geforderte Aushebung oder zweckentsprechende Abänderung des 8 12 des Fleischbeschangesetzes, wodurch allein die Einfuhr von australischem und argentinischem Ge- sriersleisch sicher gestellt werden könnte. Sie vermißt ferner die Ermäßigung der Futtermittelzölle, für welche Forderung sie schon seit Jahren, als auch im Interesse der Landwirtschaft gelegen, eingetreten ist. Tie Handelskammer hält es für un bedingt notwendig, daß die Tetternngsmaßnahmen in dieser Richtung ergänzt werden und wird die Großh. Regierung bitten, für die Forderungen mit aller Entschiedenheit einzutreten. 3. Gewerbepolizeiliche Regelung des Auskunftswesens. Nach § 38 Abf. 4 GO. sind die Zentral- behorden befugt, Vorschriften darüber zu erlassen, in welcher Weise Personen, welche die Auskunftertrilung über Vermögensverl>äktnisse oder persönliche Angelegenheiten gewerbsmäßig betreiben, ihre Bücher zu sührcn unb welcher polizeilichen Kontrolle über den Nm sang und die Art ihres Geschäftsbetriebes sie sich zu unterwerfen haben. Vom Großh. Ministerium zrt einer Äert^rung darüber ausgefordert, ob und aus welchen Gründen ein Erlaß auch im Groß! erzogt um Hessen angezeigt erscheint, hat die Handelskammer berichtet, daß sie wohl eine giriere Handlfnbung der Bestimmungen der Gewerbeordnung gegenüber unlauteren Elementen sür angebracht halte, daß aber die eventuell hierüber zu erlassenden Dor- IcbriTten der Zentralbehörden unter keinen Umständen zu einer Erschwerung des Geschäftsbetriebes reeller Auskunfteien führen dürfen. 4. Verkauf von Scheckstempelmarken. Einer aus Verkehrskreisen gegebenen Anregung entsprechend wird die Handelskammer bei dem Großh. Ministerium bcr Finanzen beantragen, daß die Ortseinnehmerei in Lauterbach zum Verkaufe von Scheckstempelmarken mnäebtigt wird. 5. Frachtermäßigung für S t e i n b r u ch er z eu g- n 1 ss e. Bezugnehmend am die schriftlichen und mündlichen Verhandlungen mit dem Großh. Ministerium des Innern ist der Handelskammer vom genannten Ministerium mitgeteilt worden, daß der Landeseisenbahnrat in seiner Sitzung vom 14. Juni d. Js. Frachtermäßigungen für Erzeugnisse der Hartsteinindustrie, bestehend in 1. Aenderungen des Warenverzeichnisses unb der An- wendunqsbedingungen des Ausnalnnetarifs 5 sür Wegebaustoffe, 2. Einführung eines neuen Ausnahmetarifs 5 b für Steingrus und 3. Einführung eines neuen Ausnahmetariss 5 w für Pflaster- ftetne befürwortet hat. In Uebereinstimmung mit dem Landes- eifenbafrnrat hat der Minister der ön'entlichm Arbeiten anqc- ordnet, daß diese Tarifmaßnahmen mit Gültigkeit vvm 1. Oktober d. Js. durchgeführt werden. 6. Notstandstarif für Futter-, Streu- und Düngemittel. Eine Anfrage der Kdnigl. Eisenbahndireftion Franksurt a. M. über die volkswirtschaftliche Wirkung der mittlerweile abgelauscnen Notstandstarife für Futter-, Streu- und Tünge- imttcl, Kartoffel uno. ,st nach Anhörung der beteiligten Kreise eingehend beantwortet worden. karte war es ihm gelungen, Arbeit zu nndcn. In Büdingen wurde er in einem Streit verwickelt, wies sich der Polizei gegenüber durch die Ouittungskartc aus, unterschrieb die amtlichen Prowkolle mit dem Namen F. G. und wurde schließlich, als F. G., zu längerer Freiheitsstrafe verurteilt. Im Gefängnis hat er dann später, bevor seine Schwindeleien entdeck! worden waren, die Straftat freiwillig eingestanpen. Die erlittene Untersuchungshaft nntrbe auf die beiden Haftstrafen angerechnet. Untreue, Unterschlagung und Genu ßmittel^ entwend ung brachten die Verkäuferin T. Sch. in Marburg.auf die Anklagebank. Sie war im vergangenen Sommer in entern Äanfitürengefchäft in- Bad-Nauheim in Stellung und genoß dort derartiges Ser trauen, daß ihr, als sich ihre Arbeir>7eberin H. .auf Reisen befand, die Leitung des Geschäfts übertragen wurde. Dieses Vertrauen miß- brauchte die Angeklagte dadurch, daß sie fast tagtäglich größere und kleinere Geldbeträge aus der Kontrollkasse enntahm und auch Waren für sich entwendete. Sie will in Not gel-andelt haben, it>ei£ ihr von Frau H. ihr Gehalt, das monatlich 40—50 Mark betrug, nicht vollständig ausbezahlt worden sei. Toch wird dies von der Zeugin H^ entschieden in Abrede gestellt. Diese behauptet vielmehr, die Sch. habe verschwendorisch und über ihre Verhält' niffe gelebt. Tas Gericht erkannte nur 3 Wochen Gefängnis und wegen der Genußmittelentwoirdtlng auf 10 Mark Geldstrafe. Vielfach vorbestraft ist der Mascknnist I. B. von Plagwitz, welcher aus der Untersuchungshaft vvrgesührt wurde. Er hat in zwei Wirtschaften in Okarben Zechprellerei verübt und wurde wegen Betrugs im Rückfälle zu 3 Monaten und 1 Dock>e Gefängnis verurteilt. 1 Monat und 1 Woche gelten als durch die erlittene Unterfuchungshitsr verbüßt. Wegen Diebstahls wurde gegen den Zwangszögling P L. von Fränkisch Erum- bach, zurzeit in der Erziehungsannalr Aumühle, auf 4 Wochen Gefängnis erkrankt. Er war als Lehrling bei einem Buchbinder in Grünberg beschäftigt, brannte jedoch von dort durch, angeblich, weil er zu viel Schläge bekam, stahl ,n Großen Buseck eine Weckeruhr, die er in Gießen versetzte. Tas .Geld venvandte er zum An - Tauf der Fahrkarte nach der Erziehutrgsattstalt. Sein Geständnis- und fein jugendlickres Alter bewalden ihn vor einer strengeren: Bestrafung. Vertagung mußte erfolgen in der Sache gegen den.26mal vorbestraften Koch und Konditor W. Sch. von Ems. Sch. .hielt sich im vergangenen Sommer bei einer Schwester in Bad-Nau heim auf. Er soll dort dem Kellner R. unter betrügerifd-’n Angaben 5 Mark ab geschwindelt, ein Sparkassebuch über 250 Mark entwendet und diese Einlage abgehoben haben, indem er die Quittungen an der Kaffe mit dem Namen des R. unrcrvidjnetc. Tas Gericht erachtete die Straftat für noch nicht geklärt und ordnete die Vernehmung weiterer Zeugen und des. Gerichtsckxmiikers Tr. Popp (Frankfurtj als Sachverständigen für die Schriftverglrichung an. Wegen Vergehens gegen b i c v i c h se u che u g cs e tz- Heften Bestimmungen war der Z. F. von Büdingen vom dortigen Schöffengericht frei- gesprochen worden. Tie Strafkammer Gießen bestätigte auf die Berufung der Staatsamvaltschaft im März l. I. das schönen gerickülichc Erkenntnis. Auf Revision seitens der Staatennmalt fchaft bat das Oberlattdesgericku Darmstadt das Urteil der Straf kämm er aufgehoben und an diese zur nochmaligen Verhandlung zurückverwiesen. Im heutigen Termin erachtete das Oirrirfyt die Nachholung von Beweffen für erforderlich und beschloß die Aus fetznng der Verhandlung. Aussetzung der Verhandlung wurde ferner beschlossen in den Stranachen gegen den Handelsmann N. I. in Grebenau wegen Vergelxms gegen das Vielffeuckuen- gefetz und gegen den M. F. von Lauterbach loegm Zuwiderhandlung gegen das Dandergewerbesteuergefetz. Auch in diesen beiden Fällen sollen von der Staatsanwal tscktast noch weitere Beweiserhebungen veranstaltet loerben. Jockel für den Beirat, und ein Vertreter des Marburger Pruderve-reins. Sämtliche Redner nndmeten dem Verein Morte wärmster Anerkennung. Abends fand in Sfins Girrten unter großem Andramg die gesevige Feier des Vereins statt. Musikalische Turbichingen wechselten mit turnerische Vorführungen ab: den Höhepunkt aber bildete die Aufführung des 7 aktigen Stückes „Deutsch und Frei". Tie Mitwirkenden gaben hierbei ihr Bestes und so hinterließ denn auch das Stück einen tiefen Eindruck, was der lebhaft gespendete Beifall bewies. — Auf vielseitiges Verlangen wird das Volksbühne n st ü ck „Deutsch und F r e i" von Superintendent Dr. Johannes Lehmann in Freiberg wiederholt werden. Tas Stück zeigt in packenden Bildern die Not und Erhebung unseres Vaterlandes im Jahre 1813, sein Besuch sei alt und jung herzlichst empfohlen. (Näheres enthält der Anzeigeuteil des Blattes.) " Sonderzuq nach Darmstadt. Am Sonntag, 20. Oktober, läßt die Firma E. Leitz in Wetzlar einen Gc- scllschastS-Sonderzug von Wetzlar nach Tärntftadt und zurück fahren. Wetzlar ab 4?0 früh, Gießen an: 4^>. ab: 4£L Darmstadt an: 626, Rückfahrt: Darmstadt ab: 2£2 nachm., Frankfurt an: 2ö7 nachm., Frankfurt ab: 952 abends, Gießei- an: 1115 abends, Gießen ab: 1120 abends, Wetzlar an: 1137 abends. Es werden 500 Fahrkarten für 3.90 .Mk. ausgegeben. ** Der städtische Seefischmarkt hat, wie eine Umfrage bei den Fisch- und Tclikateschündlern ergeben hat, auch in diesen Ok:fdriften ein.' verstärkte Nachfrage nacy Seefischen zur Fo5ge gehabt, so daß die Behauptung, die Stadt mache durch die Seesischmärkte dem freien Gewerbe eine empfindliche Konkurrenz, den Tatsachen nicht entspricht. Einzelne Firmen erklärten, daß ihre .slund- schaft vor wie nach auskömmliche Preise fiir Schellfisch^' gern bezalfft, aber dafür auch beste holländische Ware verlangt, die eben nicht billig ist. Einzelne 0>esck>Lfte haben sich auch bemüht, Seefische zu denselben Preifen wie die Stadt — die nichts dabei verdienen'will — zu erl>alten. Jcäenfalls hat das Eingreifen der Stadt es fertig gebracht, daß in den letzten Wochen ein verstärkter Seefischtousum eingetreten ist. In der vorigen Woche wurden in Gießen runo 31 Zentner Fische verlauft. Es entspricht dies dem Gewicht nach etwa dem Fleischquantum von sechs schweren Stück Großvieh. ** Allgemeiner Staatseisenbahnverein Am 9. November findet im „Felsenkeller" ein Vortrag des Sanitätsrats Dr. Kaeß über „Die Bekämpfung der Tubenkulose"' statt. Im Anschluß an den Vortrag folgt eine Abendunterhaltung, bei der ein Musikquartett, die Gesangsabteilung des Vereins und ein Humorist Mitwirken werden. Landkreis Gießen. nn Birklar, 15. Okt. Im Gasthaus Aur „Krone" hier fand der B e z i r k s t a g des K r i e g e r v e r e i n s b e z i r k s L i ch statt. Bezirkspräsident Reeger-Lich eröffnete die Versammlung und die Tagesordnung wurde in üblicher Weise erledigt. Für den Sommer nächsten Jahres wurde ein gemeinsamer Ausflug auf den Hoherodskopf beschlösset!. Das nächste Bezirksfest wird in zwei Jahren nb- gehalten, der Ort hierfür ist jedoch noch unbestimmt. Kreis Büdingen. A Orten berg, 15. Okt. Nach öljähriger Dienstzeit ist unser Pfarrer ftirchenrat Dekan Ellenberger in den Nubesland getreten. Ellenberger hat sich als langjähriger Präsident be5 Bienenzüchtervereins für Oberhessen weit über die Grenzen HeffcnS einen Namen erworben. A Dudenrod, 15. Okt. Unser Gemeinderechner Johannes Schmidt und seine Ehefrau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Der Großherzog sandte sein Bild und die oberste Kirchenbehörde ein neues Testament. Herr Schmidt ist schon 30 Jahre Gemeindeeinnehmer und lange Jahre Kirchenvorsteher. Kreis Alsfeld. O R c n z e n d 0 r f, 16. Okt. Ein trauriges Mißgeschick begegnete einem hiesigen Einwohner. Der Mann war auf dem Feld mit seinen Pferden beschäftigt, als die Tiere scheuten unb durchgingen. Derselbe wurde vom Wa.gen geschleudert und eine Strecke weit unter dem Wagen geschleift. Hinzu kommende Leute hielten die Pferde auf und brachten den Jdjiucr verletzten Mann nach Hause Der Arzt stellte Quetschungen an Armen und Beinen fest. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 16. Okt. Seit 8 Tagen haben wir hier cm ständiges Kinematographentheater. Es 'st int Saale der 3 Schwerter aufgeschlagen. Die Direktion falt das Lokal auf 3 Jahre gemietet. Starkenburg nnd Rheinheffen. Darmstadt, 15. Okt. Tie ehemaligen Schüler deö 2 n d w i g - G e 0 r g 8 - G y m n a s l u m S in Darmstadt, die vor 50 Jahren (im Herbst 1862) mit dem Reifezeugnis entlaßen worden sind, gedenken sich n. d. Darm st. Ztg. am 19. d. MtS. zu einer ErinnernngSfeier hier zusammen zu finden. ES waren ihrer anfangs 23; heute weilen noch folgende 12 unter den Lebenden: Dr. A. Breidert, Geheime, rat und Provinzialdirektor in Mainz; H. Freren ft hn er, Kirchen- rat in Lindenfels; Dr. L. Hauser, Geh. Obermedrzinalrat ,n Darmstadt: A. Heini, General in Berlin; H. Nrebs, Umver- fitatsbibliotbefar in Oxford; ST. Slüdjler, LandgerichtSdirektor P- 'n Darmstadt; L. Nodnagel, Geh. Oder'chulrat in Darmstadt; 91. Reiß. Geh. Forstrat in Offenbach; K. Sauer Pfarrer m^Geiß-Nidda; E Schmeel, Geh. Iustizrat in Darm^ flabt; H. Spanier, Finanzrat in Darmstadt, und Dr. G Vierheller, praktischer Arzt in Groß.Zimmern. Ihnen werden sich voraussichtlich einige alte Slarneraben bei der (Teter zugefellen, die mit Nücksicht auf den gewählten Berns daS Gymnasium schon vor dem Herbst 1862 verlassen hatten. Z" ihnen gehören: St. von Banr, St. St. Oberst i. P. m Darmstadt; L. Brtll, Bnchdruckereibesitzer in Darmstadt; L. Frey, Geb. Baurat in Darmstadt; 51. Pistor, Bankbeamter in Darmstadt; P. Rothe, General der Artillerie in Berlin • ®. eautter. Geh. Postrat in Berlin, und E. Strackhaufen,' Stanuirerbircftor 1. P. m Seeheim. -m. Gau -Odernheim, 15. Oft Bei unserem Ort überrannte infolge dichten Nebels ein Zug eine Trat» fjne, auf der sich vier Arbeiter, der Bahnmeister und RegterungSrat <5imon.Wormö befanden. Letzterem gelana «recktzettm abzuspringen. Er trug einen komplizierten Beinbruch davon. „ Hkffen-Naffa«. X Aus Sturhessen, 16. Okt. Für den Umfana de^ IRegiemngebeetrK »affel ist ■$ ■ ne r or bn u ng erlassen, nach welcher Äiuder unter 6 Jahren kinemato- Unsere« Anzeigenkunden zur gefälligen Beachtung. Nm den größeren Anzeigen für die Samstagsnummer eine sorgfältige Satzausstctttung zu sichern, empfiehlt es sich dringend, die Aufgabe ein. bis zwei Tage vorher zu bewirken. Bei der großen Menge der Anzeigen kann nur bei rechtzeitiger Bestellung eine wirkungsvoll« Anordnung gewährleistet werden. Verlag des Sietzener Anzeigers. md toenttäftigu' v-mÄrn, Wneub nickt zu einer oexnü ..keine Keit hüen imrllich wM M Lffitzm, welche le1 »am Leben auskonr Man ist reiz! i zufrieden mit sick AerdatmngC'slönn , lüft, ohne die die immer seltener e Der aufmerfj ffine Aesundheit tx überlegt sich: tpnsum nadldifcn mu " PoslschkÄeck Mn, VttSlau, M pig und den Ärechn i:ldlose ZahtunM^ ’ 912 meiler niisgebe •vivtgung non Bam wurde, umfaftm üb( 189 Millionen Mark Berlin, 16. C 'Klgemeinen E : er Borüand über de : 911 bi« 80. Juni Dschreibungm und «ragenden Kosten d 0-Aulage). ©otlcsöicnii in oa • •>« Wetter 47-52 88-94 52-56 93-100 bi« 16. Oktober — 10,5' C. 4- 1,2’C. 16. 88-00 42-00 86-88 Warum? Weil die Nervenschwäche in der Regel mit Gebrauch sind | Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen zusammenhängi, | hafter zu ei Gebr. Imheuser Markt 9—10 Markt 9-10 10 Modernes Spezialhaus für Damenkonfektion und Kleiderstoffe V*Y der Station Sletzen. 38—42 32-37 70—78 64—74 Zürdiltcbc Nachrichten Irraelitische Heligionsgemcinbc. Ttr. 54—58 53-57 110—115 100 — 108 92—98 83-90 89—90 88-89 X 89-90 Mk. 98—101 97—103 44—49 47-51 82—90 99—98 Bew. Hinnnel Bed. 'Jlebcl Preise für 100 Ptd. Lebend- Schlachtgewicht 52-55 48-51 Herren-Hüte werden gereinigt, gebügelt und neu garniert 66-68 60—6) 55—59 50—54 86—91 80-85 baurfversammlung wird bic Verteilung einer T ioibrnbr von 14 Prozent auf 130 Millionen Mark STtien i V 14 Pro»em auf 100 MrUwnen Mars alte Aknen und 7 Prozent auf 30 Millionen Mark neue Aktien rorflcicNanm werden Attßer den nach Damen-Hüte werden umgeformt und gebügelt ^'al vorbestraften Koch m sich,m vergangene lauham aui. Zr soll । Angaben 5 Mark ab 1 Mark entwendet unb die Quittungen an ber Siete. ^5 Bericht er, t und ordnete die Ler- Äschemikers Tr. Povv Tckriftvcrgleichung an. viehjeuchengeseh. tgen gen Schössengerichl sw sieben bestätigte aus b: L I. das itböpr lens der staatsaimb t ba-3 Urteil ber Lttr fanitfifffn Wcrhanb Iur< dXete öd? (Vmtft bv lind beschlosj die Lu^- Gebrauch sind die großen Packungen als etwas vorteil- empfehlen. c*/8 nblung it gegen den Sxrnbel»- gegen das Bieliseuchm' b wegen 3umiberW' in diesen beitat noch weitere Brttas Märkte. F.C. DieSbaden. Biehb ok-Mark 1bericht rom 16. Cb. Auftrieb: Rinder 93 (Cd)fen 31, Bullen 0, Kühe 64), Kälber 212, Hutreparatur-Werkstatt Rudolf Richter, Marktstraße 24—26 (®™ aut 4 Nochen einm Achbindn ,^5 durch, angeblich, >Den-Bn,eck eint Äcder. ütmanble er zum An oem öefiänbnii n vor einer strengere Telephon- und Signal-Anlagen errichtet und sind im Besitz der Installationserlaubnis für elektrische Anlagen zum Anschluß an die Stadtanlage Giessen und die üeberlandanlage Giessen. Wir empfehlen uns zur Ausführung von UlCv, *?{*£«■ Ol ?beiter & R lntli(lk,n9£T buS er “ '°°ren, F-MWtt. ' ®en«Uitlei, WZ« Kark Geldstraft ast ^lt-er aus der Um*. 111 ilwi Airtickan^ umsten ii J!? $etru95 im Duitf. ne -Uuteriuchuugshchr Präparat genießt das.Vertrauen der meisten Aerzte /— also der maßgebenden Sachverständigen. — Welches hat sich am längsten bewährt? Welches ist am gleichmäßigst en in allen Kulturländern verbreitet? Alle diese Voraussetzungen treffen auf die Somatose zu, nnd zwar nachweisbar nur aus diese allein. Anstatt unbekannte Mittel zn probieren, wird man darum zuerst die Somatos« versuchen, die die größte Wahrscheinlichkeit des [] Kirchhain, 16. Cft. Aul bent Diebrnarkt flanben rund 120 Rübe, Rinder nnd Kälber zum Verfaul. Der sandel ding hier ebenso flott wie nuf dein ttcbrocinemflrft, ber mit etivn 700 fierfehi und Läufern befahren war. "leine Ferrel fasteten 30—50 Läufer ic nach Größe und Qualität 10—130 WIL bo< linr»iinbnrg t., P.orn 13,10 jJtfM Verfiel rnttergerfle 11,00 l'.L Vranaer:e 1 V>0 ‘liL. vatec WIL 10,00 Mk., (hb|en 0,00 Mk. ftnriofiebt 3.60 diü 4,00 Wir. 'SSt ’i’iÄ in 1 Olt den ® . ÄLÄS höchste Temperatur am 15. Niedrigste „ • 15. Liiederschlag: 1,7 mm. Neue englische Kostüm-Stoffe sind eingetroffen Mtr. Mk. 1.90, 2.50, 3.25, 4.75, 5.50 bis 9.00 Sam« taq, den 19. Cftober 1912: Vorabend: 5.15 Uhr. Morgen«: 9.00 Uhr. Nachmittag»: 3.30 Uhr. Lchriftei klärnng. SabbatauSgang: 6.1» Uhr. Israelitische Religisnsgesellschast. Gottesdienst. Gabbatfeier am 19. Cftober 1912: fireitag abend 5.00 Uhr. SaniStag vormittag 8,30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. 6abbat-‘iln8qann 6.15 Uhr. WodengotteSdien'l: Morgen» 6.30, abend« 7.00. Erfolges bittet. Tie Somatose führt dem erschöpften Organismus konzentrierte Eiweißstoffe zu, die von allem Ballast besrett sind. Sie werden deshalb leicht und restlos verdaut und geh en rasch in die Körpersäfte über. Die Somatose erspart Verdauungsarbeit. Gleichzeitig wird die Absonderung der wichtigem Ver- dauungssäste aui natürliche Weise angeregt. Eßlust und Verdauung-bessern sich und die neben der Somatose ziv- geführten Speisen werden griindlicher ausgenutzt. Die Somatose leistet Verdauungsarbeit. Diese eigenartige Wirkung als „natürliche Verdauungs- Hilfe" erklärt auch die großen Erfolge der Somatose gerade bei nervösen Personen. ja durch diese direkt verursacht wird. So wurde nouerdinaS von wissenschaftlicher Seite die interessante Tatsache fest- gestellt, daß die Magenbewegungen der Neurastheniker um das 4—5 fache von denen der gesunden Benschen differieren. Ebenso ist die VerdauungSfaftabfonderung der Nervösen in der Regel fehlerhaft. Genau an diesen Punkten setzt aber die wohltätige Wirkung der Somatose ein. Sie schafft unter allmählicher Regelung der VcrdanungStätigkeit besseres, gesünderes Blut, das Körper und Nerven auffrischt und stärkt. Die lästigen Symptome: nervöse Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Zerstreutet, Unruhe usw. verschwinden, um einer wohltuend empfundenen .Hebung des Allgemeinbefin- dens, der Lebensfreude und Arbeitslust Platz zu machen. Gegen die man daS frühere Pendeln zwischen einer matten Gesundheit und einer ernsten Erkrankung nicht mehr eintauschen möchte. Man verlange die Somatose in der nächste Apotheke oder Drogerie. Entweder die flüssige Somatose „süß" oder „herb" lOriginalflasche M 2.50) oder die geschmackfreie Somatose in Pulverform. Von dieser sind Dosen zu M 1.40, M 2.60, M 5.— und M 12.— erhältlich. Für längeren frobcMb, über einen Zaun Drei entkamen im Walde, der vierte 'iiurtc feftgenommen werden. lieber das Esperanto schreibt Margarete Siebert in der Münchener Wochenschrift „Mär-": Ein Staat Wt m . tinai 6dmlen englisch ober -rantffito ober d--mch -m, «amnb i TtTt ehre fremde 3nractr. Das hat er davon♦ Ruht nur einr iraftifdr CTlrirfrtmm.i tm Ausland, rm Verkehr mu Ausländern ändern den Anschluß an em- aanz anbevc ^uttur, alw un rnslühe Schätze für Geist und £)cr» und Gemüt. Was bekommt der er das Esperank.> des Derrn Dr. Zatnenhot aus Warschau lernt oder das )do mit der organischen Wette^nNmcklung? Er kann t ü6 auf Esperannstenkongreiien imt Gleichgennnten unterhalten. Mfcntlirf) nndet er da sehr melc bic au kennen bie viele schwere 'üctkhe des Lernens lohnte. Die Ausstcht imnkk ihm, ^weranto '«t ,a acficat — sich in allen fremden Landern ohne weiteres pr^inben in können hoffentlich ist er aus Bern, ober aus Kauna bei gLns'igen Gelübcutelverhältnissen ein Weltretsender Ä Z Ä* ja den Smtst- die göttlick^ Komödie, alle I 17rfe Goethes sonst, Shakespeare '.Molure ^olstot usw. u|ro., I chS Esperanto übersetzt haben. Mit ber ^geme hat man ja Ion anarfanaen O Barbarer? Es war ah» nrcht nur tn Rom löalicb ^damals als wilde Völker einen alten -Staat über den - häufen rannten, baft Kultur im Angesicht der lierrlrchsten Kulti.r trnfmater verkam. Es ist so mrtzlich, über diese Tmge zu reden: clles, was Man Vorbringen kann, drcht ,ich um gar w Prrmlnvc^, Inan schämt ,'kch fast, solche Abeschützewachen aus-ukramen. Wem, ,-ur nicht die Tatsachen ba^u zwangen, Tatsachen, daß so Lnb so viele Tausende in über zweitausend Vereinen wertvolle Bert, auch wertvolle Arbeitskraft und werwolle sehnmcht an so \tüa§ so gar primitives, so gar Fruchtlojes, w gar Barbariiches, ’ ci- solche Abefchübntsaä'en verschwendeten Wenn nur nicht io nd so viele sehr nnflnßreiche Behörden ftaathdrer und privater 'la kostbare Gelegenheit unb ko.tbareres Geld so bereitwillig zur Durchsetzung jo barbarischer Abesclzützcnsachen Zur Verfügung hfft, und UrbmtAcr -urücklassend, unb mit den SÄchwaffen 124 386 614 Mark fi. B 22 140 729 Mark und zwar wieder Drei entkamen im Walde, der vierte ausichließlid, aus bem tyabnfaiwn6geidiaft als O^ennnn ausge- I wiesen. Der auf den 3. Te-ember «injubennrnben orbentl unen Schwein L-ollfleischige Schweine von 80—100 lc? Lebend- ge,vicht .......- - 697,-70 Bollfieischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht 687,-69*/, Lollfleijchige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 71-72 Vollsteschige Schweiiie von 120—150 kg Lebendgewicht .......... 67-70*/, den bisherigen E^pslogenbeiten bemessenen Llbschreibungen sollen 3 Millionen Mark Mir Erhöhung der bilanzmäßigen Reserven auf 55 Millionen Mark, das ist die Dälfte des gegenn'ärtigen Griindfcwrtals, Verwendung finden. Tie faftunerten Umsätze zuzüglich der vorliegendm Aufträge wersen in den ersten ;roei Monaten des neuen Geschäftsjahres wieder eine sehr erhebliche Steigerung auf. Zur Aufrechterhaltung der bisherigen Liauiditäi wird bei der tzaupwersMumlung beantragt iverben, das.Gesell- sdtaftskapital um 25 Millionen Mark, also auf 155 Millionen Mark zu erhöhen. Die neuen Aktien sollen ab 1. Juli 1912 dividendenberechtigk sein. Berlin, 16. Okt. Nacktem das Rheinisch-westfälische Lohlensyndikat für 1913/14 eine erneute allgemeine Erböhung der.Richtpreise ungeachtet der von der swat- [id)cn Derkverwaltung erhobenen Bedenken beschlossen hat, bat der Handelsminister an der Erneuerung des für Pas laufende Jahr geltendenBer ka uf S a b fom m en mit dem Syn- dikat Abstand genommen.. Schafe 10, Schweine 373. 'Geschäft mittelmäßig. £ * f en. Vovslelschsge. auSgemästete. bSchsten Schlacht- wertes int Alter von 4—7 Jahrett . •. . . Tic noch nicht gezogen haben (ungejocht) - C'Uitoe» ßcifchige, nicht auSgemästete unO altere auSgemästete............ Aull en. rollsteifchige, auSgew^ höchsten Echlachtw. . . Vollsleischige, jüngere.......... tzä r, en, st ü h:. Dollfleischige auSgemästete Färsen höchsten Schlachtivertes Dollstetschige auSgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ... Wenig gut entioidclte Färsen....... Weitere auSgernäftete 5iühe unb wenig gut ent- widelle jüngere üühe Q)iäülg genährte Kühe und Färse» ft ä l b ec., Feinste Mastkälber. ......... mittlere Dlast- und beste Saugkälber . . . . Geringere wlast» und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber......... Scha is. Weidemastschafe: fDlafllämmev und Llasthammel . . . . . . HäusinstalUtionen - Elektr. Krattanlagen für Landwirtschaft 11. Gewerbe Beparaturen an elektr. Maschinen und Apparaten - Ankerverwickelungen ij—f und unterhalten stets Lager von D*‘ > elektr.Beleuchtungskörpem.nietandrahtlampen elektr. Heiz=u. Kochapparaten, sowie £rsahteilen.j|.f Verlangen Sie Kostenanschläge und Insenieurbesnch. te 22jäbri(ie Taqlöhnn i 'Uiat einen Wt um irtheim um 4 M. fc 0(m 24. Mm oedmtu einqeiälldjWedittib« i Juli nach RMhM inbSoüü i eine Hose stabt >; ■t ivnrde von derMmM rurteilt. einaartnersgege''. La durch die Kenm!- rfannte cr5 ,« ittm “er.x°(BLann k«" »ieitauM iS5.*«Ä Dauer der S’S'Ä’i slochrel " 1)at( nnirtj Äragrapd tng nööL; fahren 1°* 3^ «9 v*#»*** st t Uten.__ Sandel «nd Verkehr, Volk,lvirtt«hatt. • Verband reisender Kaufleute. Zum lauf- nt ä n n i f d) e n . iref t or deS Verbandes reisender Kaitfleutc 5-entschlandS in Leipzig ifl Stabto. Redakteur Georg Müller tn l.onigkberg i. Pr. gewählt toorben. . p,,„ . . . ? Julius Sichel u. Eo., A.-G. Marn», schbagt wieder eine Dividende von «i Prozent vor 4, Preiserhöhung der Ga s ko cha vpa r at c ±3ei einer Erhöhung bei- Brennspirituspreises mürbe die Zentrale end) ein schl drtes Gesdräft machen, da bei einem hohen Preis der Jtomunt nachlassen würde. Man kann sid) da mit Petroleum helfen. ** Postschedverkehr. Ter zwischen den Poslicheckamtern in Berlin, Are lau. >töln, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Leipzig und den Abrechnungsstellen ber Reichsbank bestehende bar- neidlose Zahlungsausgleich bat sid> auch im dritten Bierteliahr )912 lucitir ausgedehnt. . Die Einlieferungen, über die ohne Bcmegullg von Barnntteln von Zuli bis September abgeredmet wurde, mrnafjtc» ' über 100000 Sd>ecks im Gesamtbeträge von 989 Millionen Mark. >„« Berlin, 16. Okt. In der heutigen Aufsichtsratssitzung per Allgemeinen E l e k t r i z i t ä t S-Ge s e l l s cha s t berichtete der Vorhand über das Ergebnis des Geschäststahres vom 1. Juli 1911 bis 30. Juni 1912: Rach Älbzug der Unkosten, Stenern, Abschreibungen und ObligationSLinsen >nnd ber 1 072 4j9 Piark betragendei' stosten der h'i.tat Emission von Obligationen.werden Nervenruhe unb Rervenkräftiguntt ist der Wunsch all der Rnhelosen, ^'ervösen, Zerstreuten, bic in der Tretmühle des Alltags nicht zu einer vernümftigeu Gesundheitspflege kommen. Drc .keine Zeit haben, traut zu sein", aber sich auch nicht nnrHid) wohl fühlen. Die nur jene passive" Gesundheit besitzen, welche keine herrsche Freude an der Arbeit und am Leben auskommen läßt. Man ist reizbur, mißgestimmt, zu allem unlustig un- ipfticben mit sich selbst. Hin und wieder treten leichtere Verbainmgsslörilngen auf und die gefunbe, herzhafte Eß- lüft, ohne die die bcften Speisen nicht anschlagen, wird immer seltener empfunden. Der aufmerksame Beobachter, wie überhaupt jeder, der ■ seine Gesundheit lieb hat, beachtet diese Wartiungsfignalc. überlegt sich: Welches Mittel ist geeignet, den geschwach teil Organismus zu kräftigen, seine Widerstandsfähigkeit | gegen (yrtrnnfungen zu erhöhen? Welches vermag die frühere körperliche Frische, Lebens- unb Arbeitslust imeder- •,Ebringen? Wer sich nicht durch eines der meist übertrieben an- aepriesmen, minberroertigen Erzeugnisse schädigen lassen urtn, frage seinen Hausarzt ober erkundige sich: Welches Elektrizitäts-Gesellschaft m. b. E. Arthur Jtaann % Co. Fernspr. 917 Zweigniederlassung Gleesen Fernspr. 917 Kreneplatz 6. Unter obiger Firma haben wir ein Installationsgeschäft und Ingenieurbureau für Elektr. Licht- und Kraftanlagen Fischversteigernng. Samstag, 19. l. Mts., nadim. L*/,Ubr, werden nach Ankunfl des äugeü aus den in nächitec Nähe der Haltestelle Schincnberg gelegenen Teichen Bachforellen, Schleien und Karpfen in kleineren Mengen gegen Barzahlung versteigert. „ „ Gießen, 16. Oktober 1912. iB,7/io Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 2 rautroein. Sanjtätsrat Dr. Wegener s Tee. Dieser ans edlen Kräutern ^usammcnaefetzie Tee ist speziell zu cmvfcblcu bei ftovfidnucrAcn, Bekloinmcnhclt, Magen u. Darm- störungcn. Hebt den 2lpvciii nnd fördert die zberbauuufl. l,»,l Preis Mk. 1.50, in Apotheken äu haben. Wo nicht crhaUuch, wende man sich an Ferromanganin Gcfcllfchnft, Kronprinzen strahe 55, Frankfurt a. M. D /»• Für Erholungsbedürftige und leichtere ES&S Kranke, t wiSSPbMuSt. gW U ßrV ß -l a Kuranstalt Hofhelm I. T. H 19 FZ H W Ml, ■ ti 1,1 Stunde v. Frankfurt a.M. Prospekt. | eJ fl. V ™ a 11 durch Dr. Schulie-Kahleyei, Nerrenarit Wanne UoteneBoeJEälSffiSÄ: *■ *Ci^ Cft. 1912 Barometer auf 0° ; rebuMcrt t 1 . Temperatur;. der Lust । Absolute || Feuchtigkeit || Relative ! Feuchtigkeit |" Wind« < richUmg 1 Grad brr *BrroBT6ung tn Jrdnlel der | fichtd Htmm«l»st^ 16 | X*\ 52.4 97 7.5 83 SSW 2 9 49.8 7.2 96 SW 10 17.1 .ui •48,1 30 8,0 100 still still 10 „MAGGIS gute, sparsame Küche' 5 Würfel 20 Pfg., einzelne Würfel 5 Pfg. A 1 V < 087« mutter 6963 Nuheslätte. Gienen, den 17. Oktober 1012. Fra« Muck fitrn, geb. Lind im Alter von 68 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Asterweg 23), 17. Okt. 1912. Die Beerdigung findet SamStag, d. 19. Okt., nachm. 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. In tiefer Trauer: Familie Philipp Schneider Todes-Anzeige. Freunden und Verwandten die traurige Nachricht, daß gestern abend 10 Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Groß- ''Hi, 'er' ' * ‘ 'k Danksagung. Für die zahlreichen Beweise der Liebe und >3 Teilnahme an dem schweren Verluste unseres lieben Kindes sagen wir hierdurch allen Ver- 3 wandten, Freunden und Bekannten unseren aufrichtigsten Dank. t Insbesondere gebührt innigen Dank den H geehrten Lehrern und Lehrerinnen, sowie den H Pi itichülerinnen unseres Lieblings für die sinnigen ü Blumenspenden und die Begleitung zur letzten Danksagung. Fifr die herzliche Teilnahme an dem schmerz- lichcu Verlust meines unvergeßlichen Mannes, des Bahnbosausichers Peter Bcckermann sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sage ich allen Freunden und Bekannten, sowie dem Vorstand deö BetriebSamtes meinen innigsten Dank. 6951 Sophie Beckermann Wwe. Saasen, den 16. Oktober 1012. Gnstav Adolf Franenverein. In diesen Tagen werden die Jahresbeiträge für unseren Verein erhoben werden. Eine Anzahl von Sammlerinnen bat sich bereit erklärt, die Erhebung der Waben für 1912 zu übernehmen. — Im Jahre 1911 wurden für die Zwecke des Vereins, zur Linderung mannigfacher Not bei armen Glaubensgenossen, in unserer Gemeinde 1085 Mk. durch unsere fleißigen Sammlerinnen und das Wohlwollen der Gebenden zusammengebracht und durch Vermittlung des Verwaltungsratö In Darmstadt an 38 hilfsbedürftige Gemeinden und Anstalten verteilt. In dem wir allen Gebern und Geberinnen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aussprechen, bitten wir, auch in diesem dahre unsere Sammlerinnen freundlich annebmen und durch Spendung reichlicher Gaben die gute Sache unserer evangelischen Kirche fördern zu wollen. Gießen, den 15. Oktober 1912. Dll/io Für den Vorstand dcS Gustav Adols-FrauenvereinS : Die Vorsitzende: Der Schriftführer: "Ulfe Wortmaun. Fritz Schmoll, Oberlehrer. 1. Jutterlieferung für Mc nirdijiilischc Merinörklinil in ßicßcn. Für die Zeit vom 1. November 1912 bis zmn 31. Ort. 1913 soll die Lieferung von Heu, Stroh (Handdrusch), Hafer, Weizenllee, Melasie, Oelkuchen und Hundekuchen für die medizinische Veterinarklinik vergeben werden. 2. Dcrkauf von Dünger. Der in der Zeit vom 1. November 1912 bis jinn 31. Oktober 1913 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte, so wie er sich in der Grube findet, an den Meistbietenden verkauft werden. Nefleltauten werden ersucht, ihre Angebote an die Direktion bis zum 25. Oktober d. IS. einzureichen. Die Bedingimgen sind in der medizinischen Vete- rinärklinik Frankfurter Straße 94 einzusehen, d18/ Gießen, den 14. Oktober 1912. 6k. Direktion der medizinischen Veterinarklinik 'Wildf eile 29ir kaufen: Hafenfelle bis zu Mk. —.80 per Stück Maninsclle zu Mk. —.15 big , —30 Nehfelle , . 1.20 , , 1.40 " * Füchse, Marder, Iltis und alle sonstigen Felle zum höchsten Tagespreis! 6V38 Julins Rosenthal A Co. 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Dies trifft nicht nur bei Erwachsenen zu, sondern auch _s bei Kindern vor Schulbeginn. Die fürsorgliche Mutter reicht morgens statt Kaffee oder Tee lieber: . . fvo VunONNy Illi I 1 ' lilllf 1 lllUilHIIIIIH^ii-HHHIl J, Pfeffer-Gießen bringt seine Herren- und Damengarderoben 10 aus prima Stoffen zu sehr soliden Preisen In empfehlende Erinnerung Massanfertigung für Kupons von 10 und 20 Meter mit entsprechender Ermäßigung. C. Höhr & Co. Mitglied der Rabatt-Sparvereinigung. WH Jede Piattans^aSt braucht eine Patentpllttmaachlne von der ForBterWäseherei-Haschincnf abrik Bumsch A Hammer 7501 st Jtn Betriebe. ForstLL. 163 Offerte koatenloe IElsässer Hemdenfudie ■ bewährte Qualitäten für Leib- und Bettwäsche, per Meter 45, 50, 55, 60 Pfennig usw. PFAFF -Nähmaschinen gleich vorzüglich zum Nähen Sticken und Stopfen Niederlage bei 6761 H. Kraft, Neuenweg 46 Eigene Reparaturwerkstätte Zubehörteile stets auf Lager. 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