Zweites Blatt 207 162. Jahrgang 8scheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag». loff rück. Valtlif’ urück. rnen Hothi Leben. >ie. 'fei Wei tv-i 1 zurik vald und H 32 Die Gpelwerke und ihre Geschichte. lieier cker & liöenberjtt v Dienstag, 5. September 1912 gtotatwntfrnicf und vertag der drübffchen Unwersuäl« - Such- und ettmbrudcrcL R. Lange, Lieden. 2,e ..»letzeucr Seellknblitttr" werden dem ttnzrigcr' viermal wöchentlich beigelegt, bat Krtisblott flr tcn Kreis Siehe»" zweimal wöchentlich. Die „raudwinfchaftllchen Seit- tragen" ericheinen monatlich zweimal. flUS16— >e von 6«it 11 itiitiiik wr- Uhr. DerToS» Redaktion. Expedition und Druckerei: Scknk- strahe 7. Expedition und Verlag: 51. StebafLome^llS. rel.-Adr>Airze,ger Lieven. ilting- tij‘ ginbtt. Allgemeiner Richlertag. ~ Wien. 2. September. politische Tagesschau. Gegen verschiedene Lücken im Warenzeichenqeskh et sich mit Sd)ärfc die „Süddeutsche labafjcitun^"; bat sie kürzlich darauf hirwewiesen, das; durch (hn« Zungen von kombinierten SBoriv'idim, in tzsncn eine Lbezeichnung vorkommt, für Firmen, welche nicht in t betreffenden Ort wohnen, wie z. B. die durch das serliche Patentamt erfolgte Eintragung von „Alt Ham- rp" für eine inländische farma, eine Täuschung des pblikums hervorgernsen werden kann und daß daher fr Eintragung eigentlich nach 8 4 Ziffer 3 des Waren eng es etzes nicht zulässig ist. Soeben ist nun wiederum $ ^ähnliches Wortzeichen und zwar „Hamburger U n v tefität" für Masse 38 < Tabakindustrie einer we st - älischcn Zigarrenfabrik gcselncht worden Im Interesse jn wesamttabakbranäre fühlt sich genanntes Fachblatt Der- loht, nochmals gegerr derartige Eintragungen vorstellig werden. Wcrnbc Hamburger Zigarren seien im Volks rb als Spezialität bekannt Es fei deshalb ein unerkl ir- es Berl>altcn, wenn das Patentamt, das sonst auf die ehrsanschauungen die weitgehendste Rücksicht zu nch- 1 pflegt, derartigen Anmeldungen stattgibt Auch hinsichtlich der Zurückerstattung der Gebühr für idn eingetragene Warenzeichen ist das Warenzeichengeseh r lückenhaft. Die „Süddeutsche Tabakzeitung" sagt hier- nicht mit Unrecht: nken heriL it u. Frj i 5tanbc*an(idcgcnbcitcii in moderner großzügiger Weiie aus- ;ubauen. — T,e Berlreter der AuslandSvereine banhen^in ihren I Antworten für die ircunbltdx Begrünung - eVür den^Tcattdirnl fRuhtcrbimb dankte dessen Vorsitzender L'anbgeridjternt xr. Vceb '.Tj'oburg , der an der Spitze von etwa 80 beul'wen Richtern > erschienen war Unter ihnen befanden sich brr Abgeordnete Land I des Preus:« dj« n Rchterverenis und Land; ricl ispräsident wthiimerl Cbcrr.ifiiuat Tr vagen Gera,. LandgericktSral Tr Lc.b roie-51 vorübergehendes Ereignis bilden dürfe, sondern sich wiederholen I müsse: er nab der Hoffnung Ausdruck, daß, wie bet anderen I Bereinigungen so audi hier, die Bildung eine« internationalen 1 Rickterbureaus als Mittelpunkt und Sammelstelle für die gemein I iame Stanbcsarbeu uis Leben gerufen werbe. Tie eigentlichen Verhandlungen deS Kongresses begannen I heute vormittag tm Fein aale der Wiener UniDcriuat Hierzu I batten lief» als Vertreter des österreichischen Iutti,)Ministeriun:sl der Minister Tr. v. Höchen burger, der Ehe, des Wiener Gcrichtsiprengels Oberlcmbcsgerichtspräsibent xr v. B 11 o^re11 i. ai-3 Vertreter der Universität der Tekan der jurntnrtrn Hal ul tat Prosessor Tr Freiherr v. Schtvind, al- Vertreter der me- meinte Wien der Bürgermeister Tr. v. Neumaner und schnei; lid) Tclegicrtc der Adookaten' und Notariatskammer eingcfunbcn, die auf die Ansprache des Vorsitzenden der CcitcrrcidnidKn "iiditerDerciniguna ihrem Danke und dem Wunsche nach einem fruchtbringenden Verlaufe der Tagung Ausdruck gaben. _ 1 Hierauf wurde in die Tagesordtiung eingetreten, xer erfte Verhandlungsgegenstand betraf die Frage Geschworenen- ober Schöffengericht e. Ter Vortragende zu diesem Thema war Lande :erichtsrat Tr. alt mann Wien Er stellte folgende Leitsätze auf: 1 Tie Laiengerichtc sind geeignet. das Vertrauen in die Rechtsprechung zu heben; sie bieten ein storrgegen Nabmetts und reuigen den Berufssuristen zur Anspannung aller Kiner Kräfte, wodurch sie zur Erhöhung seines Bildungsniveaus bet- tragen. . . . c 2 Aus diesen (Gründen behalten die modernen Geietzentwurfe die Laien,,eriel tsbarkcit in Strafsachen bei. zumal die 3nftitution noch zu langen Tatuni? ist, um uon den Parlamenten deren Beseitigung erwarten zu dürfen. . Tic im Schwurgerichtsveriahren ;u Lage getretenen M äugel sind feine Folien dieses ^nititutd, icmbcrn suid auf Mängel int materiellen Rechte amb auf die Art der Zusammensetzung der Geschworenengerichte zurückzuführcn. 4 Tic Erweiterung der Mitwirkung von Laren an der Strasrechtsp siege von Schöffengerichten bezw. der teilweise Ersatz der Schwurgerichte durch solche ist nicht zu befürworten: sie verlangsamen und verzögern die ^usttz, ohne BD-Ql: rtenß,.* en“ Nachdem in den 80er Jahren das „Pelocipcd" auch in Teutsch- land bekannt wurde, war es Adam Opel, der a«s emer der eriten die Bedeutung des Fahrrades erkannte und leine t cm tt ii sfähigeS Zcidien zur Anmeldung bringt, anstandslos auswerden konnte. . ,__M Teil Leitern des Hauses Opel konnte bei ihrer sportlichen w- sinnung und bei ihrem glühenden Ehrgeiz, auch selbst Fortschritte zu macken, bic ruhige Entwicklung der Mhmasdnnen- und Fahr- rad-Industtie auf bic Tauer nidit zu sagen Aus Reisen hatte man bereits von einer automobilen Fortbewegung etwas gesehen, allein die Ansänge, bic allerorts vorhanden waren, waren eben nur Anfänge. Im Jahre 1898 waren in Teutfdjianb nur zwei namhafte Fabriken, die Automobile herftellten und zwar b,e Firma Benz in Mannheim und die F-irma Tarmker in Eannstatt bei Stuttgart, später in Untcrtürkhcim. In den FusttatLen der ersten Firma marschierte rin Ingenieur Lutzmann in Tessau, der feil 1892 daselbst eine Heine Fabrik betrieb bet Motorwagen herstellte. Aus dem El>aos ber .Uonstruk- tionen galt es nun mit kritischem Auge das Richtige zu finden, und da man nid)t lange suchen wollte, so cntfdHof; man sich kurzerhand und kaufte die Firma Lutzmann in Tessau mit ihrer ganzen Fibrikation und allen ihren Patenten und Erfindungen auf und verlegte beren Betrieb im Winter 1898/99 von Tessau icach , Rüsselsheim. Taburd) war man in die Lage versetzt, von heute aus morgen Motorwagen berausrnbringen, und im Fruchahr 1899 kam bereits der erste in Rüsselsheim fabrizierte ateiit^Motor- nagen, Snstem Lutzmann, auf den Itlarft. Die Nachfrage nach Btotorwagen wurde nach und nach in Deutschland so bedeutend, dost man bei den erheblichen Schwierigkeiten, bic bic Fabrikatton non Motorwagen verursachte unb verursachen mustte, nicht damit redmen konnte, für die nächste Zeit allat Anforderungen gerecht zu werden, und darum entschied man sich noch die Vertretung enter bctcutcnben sraniösisdien Motorwagensabr,k zu übernehmen, um dadurch Zeit für die eigene Entwicklung zu geunnnen. Mit der Firma Louis Renault in Paris wurden Verträge geschlossen, be- i'onders wurde aber mit der Firma A. Tarracq in Suresnes 11ir has Jahr 1902 ein Abkommen getroffen, wonach das Haus Spei die Alleinvertretung für Teutschland und Oesterreich-Ungarn für die Erzeugnisse der Finna Tarracq erhielt. Mit den Fortschritten der Autonwhiltcchmk hielt die Firma Opel gleichen Schritt, und die Erfolge ihrer Fabrikate haben den Lpclwerken einen Weltruf verschafft, wie er zu den Sriten- hcitcn gehören dürfte. Der Name Opel ist in der Automobilisten- I n eli t ockgechrt. Bei den Herkomer-FahNcn 1905, 1900 und 1907 finden wir Opel Wagen an der Spitze. Bei der »neuen Prinz-Hemrick-Fahrt im Jahre 1909 trugen die Opri-Werke einen emzig dastehenden Erfolg davon. Nicht nur, dast Wilhelm Opel Ihn Sieg errang, sondern auch der dritte, fünfte, sechste und -zehnte Platz wurde von Opel-Wagen belegt. Auch in ber Fahrt von 1910 war ein Opel Wagen der schnellste von allen. Ebenso i)t ta* Jahr 1911 reich an Erfolgen gewesen, denn bei der Prmz- | Heinrich Fahrt 1911, jener bekannten GesellschaftSfahrt nach England. war es roiei-cr ein Opel Wagen, der den eriten Preis für den schönsten deutschen Sagen erhielt und dadurch den.,von der nonig-.ii von England gefristeten Preis errang. D^r Sauer sowie der Grostherzog von Hessen-Darmstadt benutzen Opel-Wagen. Auch viele andere Fürsten vertrauen sich dem Opri-Auto ihrung eine Tatkraft entwickelt h-stte. wie fic >vohl selten ;u beobachten ist, der mit trleiB und ttzciducklichkeit, gepaart mit ben reellsten E'-esdLstsprinzipicn. seine kleine Fabnk zu einem Weltgesd-äft emporhob. Er kränkelte sdwn längere 3ästsrriscn nach Belgien und Holland zugezogen hatte. Am 10. September trug man ihn hmons zur ewigen Ruhe. t Ter Verstorbene batfc seine Frau unb ferne fum ju Erben eingesetzt Tas HauS Opel wurde als offene - schäft mit den eingetragenen (Gesellschaftern Sophie Opel Wwe., Ear! und Wilhelm Opel weitergeführt. Troy des allgemeinen AmfchwungeS, bat die (Vobrrno- Industrie nahm, sollten aber auch schlechtere Zeiten kommen. 'In den Jahren 1898—1900 erfolgte nun eine Falwrad-^riistS, bic im Hause Opel zwar auch gespürt wurde, aber doch.verschmerzt sie zu verbessern. Landgerichtsrat Tr. Wehli (Wien) sprach hieraus über die Stellung des Richters im Zivilprozcst. Ter Redner führte aus: Tic 1898 angeführte neue öfter rcicknfcke Zlviivrozcstvrdittmq brachte eine wesentlich. Beschleunigung des Recktsgangcs. Tic Ursache hicnür liegt m der von (Mrunb aus geänderten Stellung, welche der Mitd)tcr_ m bicicm I Proze'i'c emnunnit. Tcm Richter obliegt die »lelbcivuntc Leitung bcc Prozesses, d h. er sorgt einerseits in der Verhandlung durch tätiges Eingreifen dafür, dast die Erörterung des Rechtsmlles eine und ii.i' a if die für die vnt|d ; Punkte beschränkt Turd) passende, an die Parteien gerichtete Fragen trägt der Richter wefciitlich zur .Stiärung des ^fltöDtrhali.- bei. Andererseits sorgt der Richter schon vor der Vahcnidlimg dafür, dast alles notwendige Material bei der Verhandlung zur Stelle fei, damit Veitagungcn möglichst vermieden werden, xabei hat der öHcrrcidtifdK Prozctz keineswegs inquifitorifdxn Eharakter, I wenn er auck den Parteien die Verpflidstung auserlegt, die Tat- iacken der Wahrheit cntt'pred>ciid anzugeben. — Tic Vorschriften über die Prozcstleittmg sind im österreichischen Efcfetzc nirf/t roefenri lid) verschieden von jenen, die auch in der deutschen Zivilprozctz I Ordnung bestehen. Diese Vorschriften bedürfen aber, um ihre Wirksamkeit voll entfalten zu können, eines Venabrens, welches d> n Richter fobalb als möglich in unmittelbaren Kontakt mit den Parteien und Beweismitteln ,'cyt und diesen Kontakt bis zum Schlüsse aufrecht hält. Nur bann kommt der Richter in bic Vage, durch rechtzeitige entiprechende Verfügungen die Erörterung der Parteien und die Beweisaufnahme auf das Notwendige zu befchränken. Tic stets vorhandene llrtcilöbfrcitfd.cit des Geridns bedeutet einen wesentlichen Vorzug des wahrhaft unmittelbaren Verfahrens. Eine stonseguenz des auf die Ermittelung des wahren lies 1.11^1. r ,i Streb ns d i oft | Crbninig ist cs, dast sie bic Institution des Parteiencibes, vermöge welcki-r eine Partei burdi Abfchwören einer im vorhinein wörtlich icitgcicetcn F-ormcl den Prozeß zu ihren Gunsten zur Entscheibung brockte, obgefchasft unb burch bic „Vernehmung ber Parteien" erjetu hat, bei welcher bic Parteien ausführlich vernommen werden dem Richter und der Gegenpartei Rede stehen inun'en und wobei nur bann, wenn bic unbceibctc Vernehmung nicht ausrcicbt, um den Richter voll zu überzeugen, nod) bic eine ober anberc Partei unter Eib vernommen wird. Ein weiterer Vorzug des wirklich unmittelbaren Verfahrens liegt bann, bas; ber Richter, wenn es fidi nm einen Fall handelt, der im Gcctze nickt ent id-,(eben ist, unter bem Einbruckc ber unmittelbaren Verhandlung iid) eher für tenc Anfickt cntidieibcn wird, welch? den Bcdurinnicn des Lebens gereckt wird Ein Verfahren, welches mit den Forde- rungen ber Mündlichkeit unb Unmittelbarkeit ernst macht ist aber nur bann möglich, wenn bic Parteien Nicht bas Recht haben, beliebige Vertagungen ber Verhonblungcn berbcijuTuhrcn, lobalö fic hierüber einverstanben find. Tic erfahrung bat gelehrt, bast übc’-all wo bic Parteien die unbeidmmüe Vertagungs- beiugnis besitzen, Verschleppungen unvermeidlich sind. Beonbers^ : wickttg ist bic Frage in ben großen Städten, roo bic Konzentration bcA Verkehrs eine Anhäufung von Prozeßen bei nur wenigen Gc- - richten zur Folge hat. Tic unbedingte Vcrtagungsbcfugnis be- 1 beutet bic Proiesxmarchic von Geictzes wegen. Ihre burch den österreichischen Prozeß erfolgti Beseitigung war daher tut die Entwickelung des modernen Prozenes von groner Bedeutung, weil erst hierdurch bic '3abn ircigemacfat wurde Tur erne r'elbewutztc Leitung des Prozesses burch den Richter unb für bic rdwifung eines mündlichen unmittelbaren Verfahrend. Letzteres kann allen bings nur bann aufrecht erhalten werben, wenn Die Richter fick ber ihnen durch das Gesetz cingträumtcn Stellung im Prozeftc bewußt bleiben Eingabe der evangelischen Pfarrer BaqcrnS. In Bcwern stehl ehre Eingabe sämtlicher Kirchen- »o rstä n d e d e r pr o t e st a n 1 i schen L a n d c s ki r ch c n Li das Kirchenregimeitt bevor, in der folgcndermasten ge- |en jede Ans Hebung oder Abschwächung des Izcfuitengesetzes protestiert wird: ‘ Die katholischen Bischösc Bayerns Haber an den Bundes Ifct eine Eingabe gerichtet um 'Jbnhcbung des Jesiutcngcsctzcs. 8tittwlischt Dekanate haben in Resolutionen das bringende Ver Knacn nach Ruckberusung der Jesuiten zun, Ausbrnck gebracht «je Gefahr, dast ber Orbcn, ber unserer cDangcludKii Kirche bic «-steil Wunden geschlagen hat, der über bic Bekenner bcs cvan LIndien Glaubens in der Gegenreformation blutiges unvergettenes l[c!' gebracht bat, in Deutschland wieder Einlaß findet, ruckt »aber Wir halten cS darum für unsere Pflicht, nickt a u s F u r d> t , B auS Liebe zu unserem ganzen Volke, das ben lonicnumclku den braucht, einmütig Protest zu erheben gegen bic brtc '2üifl)cbung des ^csuitcngcsetzes. • l Ter Orden der Gesellschaft Jesu i|t, der er war, und bleibt, t T er tvar. Mit Gewaltmitteln wird er wohl tm 20 x>ahr | inbert die cDatigcliidtc Kirche nicht niederschlagen wollen wie b es eltedem versucht hat, aber er wird andere 'Mittel jur [ nwendung bringen, um der Mirdje des Evangeliums das Leben schevung. den die Fadrradindustrie am Ende des vonaen Iahr- bundeiiS genommen batte, kam natürlich auch in entrr ?^c.ne ben Cpv! werten zugute, deren Inhaber uinadm vor allem bic iporthde Bedeutung des Rades berücfficbti.itc, da der voiimien eine mehr piafnid.e Ausnutzung noch nickt gestattete Auf den Rennbabneu wurden im Jahre 1888 auf Otxl Rädern tnelc grofze Er-olae eirungen. und nd»cn der Meistenchan. von Cdterrndi ;m Jahre 1889 sogar in London die Mcisteridratt der Welt von Auguü Lehr Tie Opel-Räder brock:en es in diesem Jahre aus 040 Siege Al-' aber mit der Erfindung des PneumattkS das F-olrrad auch al» Verk.-brStmttel Bedeuttint gewann, Ihcg der Umiatz ber Fahrräder so gewaltig, dast unausgesetzt an^tcT Er- Weiterung der Fabnkanlagen gearbeitet werden mußte Xie Iport* hdicn Eriolgc der Opekrader sind tedem brfaniit, der ndi auch nur ober Lidl ich um den Radreunsport bekümmerte So tetx-n wir denn m ganz Tcutfdlanb bei allen sportlichen sinnst al tun gen d.n Namen Opel in aller Munde, mett nur durch bas Fabrikat, das von vielen Herrenfahrern benutzt wurde, sondeiu und) durch das .mronirrenbe Auftreten der Söhne Adam Opels als <;porlt>lfutc, tue durd. ihre vielen Inumphe der Rekbune ivirfuiigonollHt ötort bmen Der älteste feiltet Sohne Earl arwann in den Jahren 1889—1892 Erka - 0 erste Preise, darunter die Mnftcrfdxist I von Hcficn: der zweite Sohn Wilhelm ungriäbr um dieselbe Zeit 70 Preise, darunter ebenfalls bic Meisterschaft von Hessen und Lernet bic Meisteridxtst von Mähren: Hcinnck Opel, ^er dritte ,:n Bunde, errang in den Ialtreu 1892—1896 jirka 150 Lnnst, s 1 runter neben der Meisterschaft von Hessen, die ein Erbstück ui der Familie Opel darstcllt, ungefähr 10 weitere McisterfdmNcn. Ter nächste der Söhne, Fritz, trat am häufigsten auf der Remt- bahn auf und muh, ebemo wie fein älterer Bruder Hiunrtch. tmt ui den bedeutendsten und brftDcranlagteftcn tRabrcnmabrmi aller Zeiten gcjälrft werden Auch er gewann neben ber SRnftcnduft von Dessen zirka 180 Preise, darunter viele MutterschaftenalS bedeutendster ?riolg ist fein Sieg im Jahre 1894 bei her *crn- I fahrt Basel -Eleve über G20 Kilometer zu nennen, welche Strecke I er in 27 Stunden 50 Minuten zurücklegte Unter twndxrbcnm anderen Preisen war der von S. M. dem Kaiser gestiftete Echicti- I prei - eine fdwnc Anerkennung für diese grobartuw, emug dastehende spottlid/e Leistung. Audi der jüngste Nllturstaatcii allgemein berührende ,tragen des Richter «ndeS, so das Verhältnis des Richters,zum -laat. zum Bolk iaienridnertum), und zum Geietz zu erörtern und Narzustcllew ..geregt durch den Vorsitzenden des Teuticken Rlcht.rbunde- ho. e Vereinigung der österreichischen Richter für dttseAuigabc.. c Richter und Staatsanwälte Mittel-Europas nach der xonav seidenz ringelnden und zahlreich inb bic Mitglieder dernock ungen Richterverbände dem Rute, bic (^runblagen b.S modernen . nchteriums in gemeinsamer Arbeit scstzustellen, gew gtt Vc -c'cn sind: Tic Bereinigung ber oucrrcidmdxn R'^cr, d.r le-stsche Ricktcrbund mit seinen lb «c" ümJL ! Briefkasten -er Redaktion Im Grosthcrzogtunt Hessen haben wir folgende R _ teilung: Worms 45, Oppenheim 55, Mäin»44, Al-ey 53, ©ii 49, Bensheim 57, Gernsheim 53, Felsberg RI, Groß-G^au Langen 57, Darmstadt 61, Beerfelden 80, Michelstadt 69, Umstadt 69, Offenbach 49, Schotten 66, Bad-Salz Hausen Grünberg 65, Lich 58, Bad-Nauheim 50, Friedberg 50, S>eti Hain 82, Gedern 82, Büdingen 57, Vilbel 43, Hamberg a £ Gießen 52, Grebenhain 70, Herbstein 63, Alsfeld 62 Milli Bei allen Stationen ist ein deutlicher Rückgang gegen die höhe des August zu beobachten. Tic mittlere Zahl der Taae Niederschlag beträgt in unserem Gebiet 11—12. In den gebirgen kann ausnahmsweise schon Schnee fallen. Im haben aber auch die Gebirge erst im November den ersten § all. Bezüglich derBewölkung gilt der September als Monat: ettva die Hälfte des Himmels weist im Mittel Bewö aus. Schon der Oktober hat erheblich größere Bewölkung: trübste Monat ist bekanntlich der Dezember. Einen sehr bnh September brachte das Jahr 1886, einen unverhältnismäßig trüt Monat das Jahr 1897. Hessen-Nassau. 0 Marburg, 1. Sept. Der Kreisziegenzuchtverein Marburg veranstaltet am 7. und 8. Sept, in Cölbe seine erste Ziegen- und Ziegenmolkerei-Ansstellung. A Ziegenberg, 1. Sept. Sein 30jtthrigeb Stiftungsfest beging heute der Kriegerverein in unserer Doppelgcmeinde Langeuhain-Ziegenberg. Nach der Kirchenparade bewegte sich ein Festzug nach unserem Orte; auch die Schuljugend, der Gesangverein und Nadfahrerverein beteiligten sich am Feste, mit dem eine Sedanfeier verbunden war. b. Biedenkopf, 1. Sept. Der Gesangverein Lieder kranz feiert Ende Juli 1913 sein 50 jähriges Jubiläum, mit dem ein Gesangswettstreit verbunden ist. h. Homburg v. d. H., 30. Aug. CI.. w otreit ist hier zwischen dem Magistrat und dem Stadtverordnetenkollegium einerseits und dem .Wasicrflut.' Tas käme ganz auf den Umfang an. ab und beschloß einstimmig, Beschwerde beim 2Rini|'teriitn des Innern einzulegen. F.C. Wiesbaden, 1. Sept. Die städtische Berw«.-- tung ist der Frage der Eingemeindung der Vororte nct t getreten. Diese Untersuchung erstreckt sich zunächst aus Vororte Biebrich, Schierstein, Sonnenberg und Bierste.dk. bekannt: Tas serbische Volksnfirtschaftsminisrerium läßt keine Untersuchungen von Gärten, botanischen Anlagen und Pflcmzschulen auf das Vorhandensein der Reblaus mehr vornehmen. Infolgedessen ist das seinerzeit von der serbischen Regierung übermittelte Verzeichnis der in Serbien gelegenen, regelmäßigen Untersuchungen unterlieg en ben Gartenbauanlagen fortan als ungültig zu betrachten und es kann die in der „Deklaration zur Internationalen Reb- tauskonvention vom 15. April 1889" (R.G.-Bl. S. 203) vorgesehene Vergünstigung auf die aus Serbien eingehenden Pflanzensendungen nicht mehr angemendet werden. In Zukunft bedarf es deshalb bei der Einfuhr aller nicht zur Kategorie der Rebe gehörigen Pflänzlinge, Sträucher usw., die aus ferbischen Pflanzschulen, Gärten oder Ge- ivächshäusern stammen, der im Ms. 2 des Mtikel 3 der Reblauskonvention vorgesehenen Bescheinigung. •* Jubiläum. In der Firma H. Mettenheimer, Inhaber C. Hosch und C. Kerber hier, feierte gestern der Packer Ph. Schön von Hausen sein 25jähriges ArbcitS- jubiläum. Der Jubilar wurde von den beiden Inhabern, deren Angestellten und Arbeitskollegen beglückwünscht und ihm schöne Geschenke überreicht. Nachmittags fand eine allgemeine Feier statt, die in schönster Weise verlief. ** Hofs ag den. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, kommen am 1. und 3. Okrober d. Js. schöne Hvfjagd- reviere (Damm-- und Rehwild, Hasen, nebenbei Fasanen, Enten, Hühner, Schnepfen) mit meist guter Unterkunftsmöglichkeit in der Gegend von Darmstadt und von Alsfeld für längere Zeit zu öffentlicher Verpachtung an weid- geredjtc Jäger. " Ausbildung von Haushaltungslehrerinnen. Am 1. Oktober 1912 beginnt an der Aliceschule ein neuer Kursus zur Ausbildung von Haushaltungslehrerinnen. Der Kursus bauert 1 Jahr. Die Meldungen sind spätestens am 15. September 1912 bei dem Vorstand des Aliceschulvereins einzureichen unter Anschluß: 1. eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes, 2. eines Geburtszeugnisses, 3. des letzten Schulzeugnisses, 4. eines amtlichen FührungSzeugnisies, 5. eines Zeugnisses über die seitherige Tätigkeit, 6. eines kreisärztlichen GesimdheitSzeugnisseS. Landkreis Gießen. — Leihgestern, 2. Sept. Der Turnverein „Frisch Auf" hielt gestern sein diesjähriges Abturnen ab, das in schönster Weise verlief. Alle Mitglieder bis zu den ältesten waren erschienen und schlossen sich dem Festzuge an, der sich durch die Ortsstraßen nach dem Turnplätze bewegte. Hier wurden zunächst mehrere Gruppen Freiübungen vorgenommen, woran sich Kür- und ein Schauturnen anschloß. Die Musterriege fand viel Anklang. Unter den Zöglingen fand ein Wetturnen statt. Nach dem Turnen fand die Fortsetzung deS Festes in dem Turnsaale statt, weil ein leichter Regen eingetreten war. Der zweite Vorsitzende K. Luh gedachte des zweiten Turuwarts K. Schmidt, der seit zehn Jahren sein Amt ununterbrochen mit gleichem Interesse geführt hat, und überreichte ihm ein von den Turnern gestiftetes Geschenk. Turnwart Schmidt dankte und schloß mit einem „Gut Heil" auf die deutsche Turnkunst. Nachdem den Zöglingen ihre Diplome überreicht waren, fand ein Ball statt, der die Teilnehmer noch lange zusammenhielt — Der hiesige Kriegerverein Leihgestern hielt gestern sein Scheiben- schießen ab. Es wurde außer auf eine Anzahl Ehrenscheiben noch auf einen von einem Mitglied gestifteten Wanderpreis geschossen, der dem Präsidenten Will;. Häuser zusiel. Kreis Büdingen. D Stockheim, 1. Sept. Gegenwärtig werden auf der Glauburg von zwei Darmstädter Herren Grabungen vorgenommen, die dieser Tage von Erfolg begleitet waren. Man ^egte nämlich eine Mauer bloß, 2 Meter hoch, Spuren vom Tore und vorhandenem Brunnen sind sichtbar. Die Steine der Mauer sind Basalt und sogenannte Lungsteine, ein poröser Kalkstein. Mörtel ist nicht verwendet, sondern Lehm. Sonstige Funde wurden noch nicht gemacht. „Die Glauburg", zwischen den Dörfern Glauberg, Stockheim und Düdelsheim gelegen, ist eine Basaltsteinkuppe von mäßiger Höhe. Der Sage nach soll auf der Bergeshöhe eine Burg gestanden haben, Spuren sind nicht mehr vorhanden, nur befand sich auf der Höhe ein kleiner Weiher. A Dübelsheim, 1. Sept. Unser Ort hat dieser Tage elektrische Beleuchtung erhalten. Die Hofmühle liefert den (Strom. Kreis Wetzlar. = $0^1 ar, 2. Sept. Die Gemeinbc Dorlar ist schon vergeblich auf ber Suche nach einer ergiebigen Wasterquelle; bas Dorf ist bekanntlich nur zur Hälfte mit gutem Brunnenwasfer versorgt. Nachbem nach einem geologischen Gutachten bic unweit Grube Morgenstern bereits angetäufte Quelle nicht mehr in Frage kommen kann, sollen abermals Schürfungen innerhalb ber Gemarkung vorgenommen werben. Jenseits ber Bahn „im Grunb" hofft man Trinkwasser zu finden. Es soll vom „Kuhberg" w geleitet werben. 0 Das normale Wetter im September. __ Kühle Nächte unb häufige Morgennebel, bic sich besonders r Tallagen bilden, zeugen vom beginnenden Herbst. Nach metkor» logischer Rechnung läßt man den Herbst mit dem 1. Seprena« seinen Anfang nehmen. Die Temperaturen sinken ivähnmd t ganzen Monats stetig und stark. Während vom 1.—31. Air^ der Temperalurrückgang im langjährigen Büttel nur 2 beträgt, sinkt im September die Temperatur von etwa 17 am 1. ds. Mts. auf 13 Grab am 30., demnach um rund 4 den doppelten Betrag als im August. Tie mittlere Nachmi wärme erniedrigt sich in dem entsprechenden Zeitraum von 22 auf 19 Grab, die mittlere Nachtwärme von 12 Grad äuf 9 Zn der ersten Monatsbälftc ist cs noch öfters vvrgekommen, , Tropcntage mit über 30 Grab Wärme verzeichnet werden könnt so im Jahre 1911 und auch 1903. Im letzteren Jahre wurden 2. September 32 Grab erreicht. Dom 14. September an seit 1857 Därmegrabe von 30 Grad nicht mehr erreicht Sommcrtage mit einem_ Temperaturrnaxunum von über 25 Vilegcn im normalen September 4 beobadtfet zu werden, ityj wurden 15 Sommcrtage registriert, ähnlich rote im vorjährig sehr warmen September. Tie Nadsttempcralurett können i sdwn bei klarem Himmel unter beit Gefrierpunkt sinken, ae Erscheinung, ,bie besonders im Jahre 1877 wieder holt beobacht wurde. Diese ersten Herbstftöste treten nur in ganz ruh™« Nächten ein, wenn der Himmel völlig frei von Wolken, den hohen Federroolken ist, so baß die Erde ungehindert ihre in den kalten Weltraum ausstrahlen kann. Die Höhen dl von diesen Frösten meist verschont, weil die bort meist vorka___ Luftbewegung für Entfernung ber erkalteten Lust durch Zuiw wärmerer Luftmassen sorgt. Nur ba, wo die durch Bobenstrahl abgekühlten Luftmassen nicht entfernt robben können, in Täl und sich langsam senkenden Ebenen, vermag bic Tempnatur den Gefrierpunkt zu sinken. Wälder bieten gegen diese s Strahlungsfröste des Herbstes guten Schutz. Während der Jahre 1901—1910 wurde für das Oftoßherzogw» teilen folgende mittlere Wärmeverteilung berechnet. Nachmittags' temperatur: Darmstadt 17,6 Grad, Gießen 17,2 Grad, Nauheim 17 5 Grad, Mainz 18,2 Grad, Offenbach 18,2 Oha) Michelstadt 17,5 Grgd, Schotten 16,9 Grab, Worms 18,6 Ohm' Alzey 17,0 Grab. Mittlere Monatstemperaturen in entsprechens« Reihenfolge: 13,8, 13,1, 13,1, 14,7, 13,8, 12,3, 12,8, u 13,2 Grab. Die günstigen Wärrncvcrhältnisse der Rhein- Matnebene sprechen sich in den Zahlen deutlich aus. Gieße» tm Durchschnitt um 0,7 Grad kälter als Darmstadt, und „ 1,6 Grad kälter als Mainz. Schotten und Mid>elstadt sind: unserer Zusammenstellung die kühlsten Stationen. Auf die normalerweise cintrelenden Sommerregen folgt in meisten Gegenden Mittel- und Süddeutschlands im ~ eine trockene Zeit, die man als kleine Trockenzeit anschen fcirait. xsm Frühjahr pflegt eine zweite, noch deutlicher äußern ic Trockenzeit einzusetzen. Wähvend in Frankfurt a. M. der AuauL noch rund 60 Millimeter Regen bringt, hat der September nn 47 Millimeter aufzuweisen. Im Oktober steigt die Regenmer wieder um 57 Millimeter. Im allgemeinen ist bic Messung m Nieder,chlags recht unsicher, ba bic örtliche Lage der Slang, eme zu große Bedeutung hat. Daher weichen die fReaenmcni, bcnad)barter Stationen häufig stark voneinander ab. Ein auirn ordentlich regenreicher September war im Jahre 1899 zu . wo vielfach über 100 Millimeter Niederschlag gemessen Sehr trocken roar derselbe Monat 1865 und 1890 mit 1 Millimeter. Die heut Vie A Dortmui rtt: Das ' „risjiplmärv Shilling aus Cnn persönl rrf äußerte das Urte Dermaßen: raßSottst ivcrde, Jh jeder sei K1 rs von Ausl zerfahren g vktvuptung, d Vertrauen' ptien habe, r , solchen Fällt «rauf schließe- xi -kstrafunc Pension un Dc Behörden [jj.td) vor das xm bei feiw itnet Seite ro nrjlchert, als H t -irchenbeh uhnt sie den Itnhe. Das - Fnerben. N ’■ Ilstchlinarver »nilassung T Igjnidifollegüi Mtm Pfarrer xxt Orthodox Der Leid Krudiahr 191 «lische Äonfi Mklage gege W& „Chris itrcn bei be 1 Me rächens y -- M jetzt cnbgiil lrriahrens. J'0,K Lands tcs iwnsist Kkwiescn. 1 vnsistoriut l(m 16. L kt «Importen. 1 ßttichtljchen els Vertrete [crperldjajt 'vnsistorialp htte. Diese ihren ein i tollstem Rech 'm Urteilsß Der vergangene August hat endlich den normalen Gommr» tYV Mitteleuropas wieder hergestellt und fast burdxni • füM. regnerische Witterung gebracht. Tie vom Frühjahr 1911 bU Ende Juli 1912 anhaltende Trockenperiode hatte, ivic schon östcM ausgeführt wurde, ilyre Urfadjc in einer zu nördlichen Lage d« tändigen Hochdruckgebietes in der Gegend der Azoren AuS (toi»! >cn, bic ber Wissenschaft heute noch unbekannt sind, tag fiq dreses Hoch bereits im Laufe des Juli langsam südwätts iinüi wahrend die Zyklonen des Ozeans östlich vordrangen. Nur t* criten Augusttage brachten vorübergehend noch meist ttockenc un warme Witterung. Vom 7. August an, als selbst über dem mitte europäischen Festlande tiefer Truck lagerte, war ganz Deunc> land im Bercid>e kühler, regenbringender Südwestwinde. 8u»j bic höheren Luftschicksten erfuhren eine sehr starke Abkühlung. den Beobachtungen des König!. Preuß. Aeronautischen Cbi^1 vatonurns Lindenberg herrschte öfters in Alpetihöhe (3000 Mete- g—7 ^rab Kälte, in gleicher Höl^e, wo im vorigen August no: 3—4 Grad Wärme gemessen wurden. Diese starke Abkühlur» whcrer Luftschichten mußte zur Bildung gewaltiger Wolken Niveau' uhren, die starke Niederschläge, in den Alpen Schnee, lieferte: Vielfach stürmische Luftbewcgung brackste am 27. '.'luguft nr tiefe Zyklone, die von England ostnxitts über Nordroeüdcutsck land zog. Vom 1.—30. August fielen insgesamt nadiiolgack Regenmengen: Hamburg 62, Memel 102, Aachen 116, 9krhn 7< Breslau 127, Metz 121, Frankfurt a. M. 95, Lorlsruhe U- München 126, Holyhead ^Englandl 125, Vliffingen 146, 'Udert bürg ca. 45, Wien 48, Paris 80, Rom ca. 10 Millimeter. Rcgenfalle liegen in West- und Mitteleuropa über dem lau« lahrigen Durchschnitt, zumteil um den doppelten Bettag. Lüdcuropa war auch im August sehr trocken. 25. Derbanöstag deutscher Gerbirg? und wandervereine zu Büdingen. Tie Hauptversammlung im Rathaussaal eröffnet der Ver- bandsvorsitzende M ö ck el - Leipzig, indem er die zahlreich Erschienenen, insbesondere den Ehrenvorsitzenden des Verbandstages, Den Fürsten Wolfgang zu Menburg und Büdingen, die Vertreter ber Großherzoglichen Regierung und bet Stadt Büdingen begrüßte. Herr Möckcl überbrachte die besten Wünsche zur erfolgreichen Tagung, Schulrat Scherer unb Forstmeister Bücking für das Mi niflcrtum, 5ereisamtmann Fröhlich für die (vroßh. Verwaltungsbehörde und den Kreisausschuß von Büdingen, Bürgermeister Fendt für die Stadt Büdingen und Kitisrat Doeckmann für den Gesamtverein des V. H. C. und des Festausschusses. Dem Jahresberichte des Hauptausschusses ist zu entnehmen, baß drei neue Vereine eingetreten sind, so baß der Verband zurzeit aus 71 Vereinen mit insgesamt 2400 Zweigvereinen und 246 000 Mitgliedern. besteht. Vertreten waren Müglieder aus 38 Bcr- -banbsvereinen. Ter Bericht über bas Iu g endw an d c r n wurde sehr beifällig ausgenommen. Die Zahl der Schüler- unb Studenten- herbergen hat sich erfreulich vermehrt unb beträgt in Deutsck- ■4anb jetzt über 300, soweit sie an Hohenelbe angeschlossen sind. Bei ber zweiten Frage, „Lchrlingsherbergen", wurde berichtet, baß die Zahl ber Wanderlustigen sehr gering sei, doch sei dies izmwTeil dadurch zu erklären, daß es an ber nötigen freien Zeit Bei ^Allgemeine Jugendpflege" wurde empfohlen, mit Hilfe ber Presse an die Oefscntlichkeit zu treten und vor allem auch die Gemeinde möglichst heranzuziehen. Hier ist ein großer Fortschritt festzustellen: 22 Verbände haben regelmäßige Jugend« -toanberungcit eftigesührt. In ber Fragecher Fahrpreisermäßigung bringen die Beschlüsse des Eisenbahnrats nad) allgemeiner Meinung wenig Fortsck)ritte. «Der Verband will vor allem dagegen Stellung nehmen, daß ein Verein nur zwölsmal im Jahr Anspruch auf Fahrpreisermäßigung hat. lieber das „Feueranzünden im Wald" gab es eine längere .Besprechung. Das Entgegenkommen der hessischen Forstbehörde düurbe allseitig anerkannt. Die weitere Erledigung wurde dem sPorstanb überlassen. Dem Anträge des Eifelvereins auf Hinzuziehung von Ver- itretern des Verbandes zu den Bezirks-Äscnbahnräten wurde einstimmig «ls vollberechtigt zugestimmt. Auf Antrag von Geheimerat Professor Tr. Eonwentz-Berlin mnh'Geheimerat Walbe-Tarmstadt wurde besdzlossen, daß bic Ver- «bandsvercine erneut ihre Aufmerksamkeft den Naturschutzbestre- chungen zuwenden sollten insbesondere durch Aufklärung der rveitesten Kreife. Infolge des starken Automobilverkehrs sollen chesondere-'Fußwegc-abseits ber Landstraßen, besonders in Wäldern, langestrebt werden. Als Sitz für den näcystjährigen Verbandstag «wurde K o b u r g gewählt. Nachdem hiermit ber geschäftliche Teil erledigt war, konnten 1idr*bie Teilnehmer um 81/2 Uhr abends zu dem von ber Stadt iBübingen gegebenen Festkommers einfinden, bei dem die Kapelle 'des 116. Jnf.-Regts. spielte. Ter Kommers, der durch eine ) große Anzahl von Reden gewürzt war, nahm einen sehr an- ' regenden Verlauf. 1911 gerade sollte die Herstellung der millionsten N^maschine gefeiert werben; neben wenigen noch unfertigen Nähmaschinen roar dieses Exemplar das einzige, das vom Brand verschont blieb, unb bas als Erinnerung an die Nähmaschinen-Abteilung eine denkwürdige Bedeutung hat. Die Firma Opel hat von den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln reichlich viel für bas Wohl ihrer Arbeiterschaft aufgc wendet. Die Festschrift weist lange Listen von Beamten unb Arbeitern auf, die mehr als 25 Jahre im Dienste ber Firma stehen. Durch bic Errichtung von Beamten- unb Arbeirerwohn- häusern sowie einer großen Babeanstall unb bes Hotels „Rüsselsheimer Hof" mit Arbeiterspeisesaal hat die Firma gezeigt, daß sie bestrebt ist, den Arbeitern auch außerhalb der Fabrik ihren Beistand zu gewähren. , tie Rono Mgt folgend, L "Unser Go pnen nicht dc w achibare (j rvegc so chm ent wisse hiesig b ^'teoerf ,7, eine ui ü lu’Vple fl6lpieg tol >hn hei hl”9 Halle i n>tnr ! '• ‘ ix Fib?9emeiie N'.chl v hi|Clnen L2nterhe ! -Kunden IHilden ■ .«nde, •t:rx ’SP'lt, ' r 'i 3 K hau I i ci Mjigi I ‘ .. win I '°n k ** 6°t r^edak»on u11 faptbth I 0iet ,xld8*>n3n: ^nn'.l-ags y Deutscher Zchriftstellerverbandstag. Wiesbaden, 1. September. Der deutsche Schriftstellerverband, ber vom 30. August bis 3. September in Wiesbaden feine Hauptversammlung abhält, eröffnete am Samstag seine Tagung mit der ersten geschäftlichen jSitzung, nachdem Oberbürgermeister Tr. v. Jbell in Anwesenheit sder städtischen Behörden die Versammlung begrüßt hatte. Ter iVorsitzende, Viktor Dlüthgen-Berliu, dankte für die Begrüßung. AuS dem von ihm erstatteten Tätigkeitsbericht geht hervor, daß die Finanzlage des »Demminhotts", die seither sehr schwierig gewesen, lsich allmählich zu bessern beginnt, daß die Lösung der Frage des 'VerbaudSorgans „Geistiges Eigentum" durch Schließung eines rkompromisses gelungen, sowie an der Bildung eines Kartells sämt- lieber Schriststcllervereinigungeii rüstig gearbeitet worden ist. Tie Jahresrechnung mit 6427 Mk. in Einnahmen unb fast ebensoviel in Ausgaben wurde gutgeheißen, ebenso der Voranschlag mit 3762 Mark. Gegen 1 Uhr wurde die Verhandlung auf Sonntag vormittag 9 Uhr vertagt. 'Am Samstag nachmittag besuchten die Teilnehmer, einer Einladung der Firma Kupferberg folgend, deren berühmte Sektkellerei in Mainz. Am Abend leisteten die Verbandsmitglieder einer Einladimg der Stadt Wiesbaden zu einem Festessen im Kurhaus Folge. Am Sonntag vormittag wurden die Verhandlungen fortgesetzt und besonders die Finanzlage des Verbandes eingehend erörtert. Schriftsteller Hans Feller-Karlsbad berichtete sodann über das zu errichtende Heim für Schriftsteller in Jena, zu dem im Jahre 1898 Direktor Simon Schröder das Grundstück geschenkt, auf dem das Heim errichtet werden soll. Die erforderlichen Baukosten sind in Höhe von 130 000 Alk. auf der Sparkasse in Jena sichergestellt. Ein Festakt im großen Saale des Kurhauses, eine Besichtigung des „DemminhoriS" am Nachmittag, sowie eine Festvorslellung im Königlichen Theater füllten den Sonntag aus. — Morgen, Älontag, vormittag werden die Verhandlungen zu Ende geführt und auf Einladung der Regierung eine Besichtigung des weltberühmten domänenfiskalischen Steinbergs und der Abtei Eberbach vorgenommen. An» Stadt nnd Land. Gießen, 3. September 1912. *♦ Staatsbahnpersonalien. Versetzt: Re- gierungsbaumeister Aust von Berlin nach Bebra als Vorstand ber Bauabteilung für die dortige Umgehungsbahn >Die Bahnhofsvorstelwr Hoppe von Bebra nach Hochheim, Kirsch von Frankfurt a. M. nach Posen, Schnell von Oberroben -nach Gießen, Fiedler von Gießen nach Lissa lPosen), Schl ar b von Frankfurt ä. M. nach Gloaau, Großmann von Frankfurt a. M. nach Bebra, Güter- Vorsteher Gans von Wächtersbach nach Hersfeld, Hildebrand von Bebra.nach Frantfui r a. M.; Kassenvorsteher S chulz von Hersfeld nach Frankfitrt a. M.: Eisenbahn- .assistent Hvmb-urger von Bad-?rauheim nach Frankfurt a. M., Paulenz von Frankfurt a. M. nach Bab-9taulieim Hosenfeld von Frankfurt a. M. nach Wächtere-bach' Herwig vvn Homlmrg v. d. H. nach Oberroden, Pocher rwn Mederichausen nach Wahren (Bezirk Halle): Lokomotiv- fiihrer Becker von Gießen nach Limburg: Oberfchasfner Marder von Gladenbach nach Altenkirchen: Schaffner ^cbäfer von Gießen nach Gladenbach, Voofen von Sclilitz nach Herborn; Lademeister Fernekorn von Fran! surl a. M. nach Sebra; Lokomotivheizer Hepp von Frank- surt a M nach Hombu^ t». b. H. Pensioniert: Bahn .hvfsaufseher unke in Kinzenbach, Sch.isfner Schabe ui Bedra, Bahmvärter Vu 11ce in Dortelweil. Die Imternationale Reblauskonvention. Das Großl-erzogliche Ministerium des Innern gibt Vermiscbte». * Ein vorbildliches Verfahren schlägt die Länderei | kt,c Verwaltung des Göppinger Sauerbrunnens während be i Sommermonate ein. Sie benützt zur Slbfüllung ihres Bedarf, ausschließlich bic Nachtzeit von abends 9 Uhr bis morgens 5 UKt Ein interessanter I !tn.b überlaßt den Brunnen den ganzen Tag über der Allgemcii« IlTTit zu konenlonr Benützung. Tas dankbare Publikum brönd sich denn auch, besonders in den Frühstunden und nad) Gcschäum j^luß, herzu, um seine Fläschchen zu füllen. Tiefes ideale aebrodim Die ^eftfettuna tw>r' sy u“^| ^brcn/ann als vorbildlick) be^ichncc ivctbcn für alle berartigr 1910 konnte J ÜOH Verwaltungen. Tast es möglich ist, zeigt ber Vorgang der £'anbfrr- tnrinm ">erdr.n^da das ihira. I idxn Verwaltung des Gvvvmgcr 3aucrbrunncnd, der durch die torium hm Nwigert, die Akten über die