Nr. 2 Der Stet fiter Hnjetgti erscheint täglich, anher Sonntag?. - Beilagen: viermal wöchentlich Giehener^amilienl'Iätter, zweimal loöcfjentl.KreiSi blatt färben Kreis (Sieben (Dienstag und Freitag); zweimal inonatl. £anb> wirtschaftliche Seitfrage« Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag n. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger «ichen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnnnnncr bii vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 5. Januar 1912 GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Rotationsbru Ps>; durch die Post Mk.2.— vlertel- jährl. ansschU Besiella. ZeilenvreuS: lokal löPst, auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. lÄoetz. BerantivortUch für den politlfchen Teil: August Goetz; für .Feuilleton", „Vermischtes* und .Gerichtsfaal": 51. Neurath; für „Stadt und Land": E.Heh; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfafjt 10 Seiten. Der höfische hauptooranschlag und die Sparsamkeit Wir erhalten folgende Zuschrift: Als man nach dein allgemeinen Niedergang des Wirtschaftslebens mit dem denkwürdigen Hauptvoranschlag für 1910 überrascht wurde, der dem hessischen Steuerzahler eine ZOprozentige Erhöhung der Einkommensteuer und eine 46prozentige Erhöhung der Vermögenssteuer zumutete, waren die Volksvertreter mit der Regierung über dieses finanzielle Ergebnis der Staatsrechnung sehr erstaunt, und schuldbewußt schlug man sich an die Brust mit dem Gelöbnis, in Zukunft mit den Staatsgeldern unter allen Umständen sparsamer umzugehen. Das lobenswerte Bestreben der Abgeordneten verschiedener Parteien, alles irgendwie Entbehrliche aus dem tzauptvoranschlag zu entfernen, fand insbesondere in dem „Streichorchester der Zweiten Kammer" seinen Ausdruck. Man mag darüber auch vielleicht hier und da gespöttelt haben, jedenfalls ist es ein ernstes und vom besten Willen beseeltes Streben gewesen. Nimmt man den Voranschlag für 1912 zur Hand, und erinnert sich des Gelöbnisses der für die endgültige Fertigstellung des Etats maßgebenden Stellen, Regierung und Landstände, so möchte man in Versuchung kommen, zu glauben, daß damals einig Nörgler mit ihren Bedenken, ob die Sparsamkeits- und Vereinfachungsbestrebungen wohl nachhaltigen Einfluß haben werden, Recht behalten werden. Die Einnahmen aus der Eisenbahn^emeinschaft, die gegenüber dem bis jetzt im Voranschlag für 1907 höchst eingestellten Betrag von 15 Millionen diesmal noch um die stattliche Summe von V/t Millionen überflügelt werden, und die sonstigen gestiegenen Einnahmen, insbesondere an Steuererlassen wieder Wünsche zum Vorschein kommen, die man sich höchstens in Zeiten des Geldüberflusses denken kann; namentlich treten dabei das Report des Ministeriums des Innern und in diesem wieder die eigentliche Verwaltung hervor. Im Bereich des Finanz Ministeriums finden sich wesen-tiche N e u an f o r d er u n g en sür B e am t e u i ch t; selbst die Steuerbehörden, bei denen man infolge der Ber abschiedung des Gemeindesteucrgesetzes und die hierdurch notwendig gewordenen Vorbereitungen für die Neuveranlagungen eine erhebliche Arbeitssteigerung erwarten muß, haben eine Vermehrung ihrer Arbeitskräfte nicht erfahren. Im Ressort des Ministeriums der Justiz sind die seit Jahren zurückgestellten Wünsche auf Vermehrung der Stellen ebenfalls nicht berücksichtigt worden. Anders beim Ministerium des Innern. Hier stützt man sich zunächst auf die Arbeitsvermehrung, die die neue Reichsversicherungsordnung den Verwaltungsbehörden bringen wird und fordert btc nur auf den Inhaber bewilligten drei Kreis- amtmänner wiederum als definitiv an; weiterhin erfordert das zu errichtende Oberver- sichernngsamt drei Stellen, die mit Gehältern von 7200 und 7000 Mk. und die dritte mit einem Gehalt von 2800—6000 Mk. bedacht ist. Es muß demgegenüber festgestellt werden, daß zurzeit an jedem der Kreisämter der Provinzialhauptstädte ein Schiedsgericht für Arbeiter errichtet ist, an dessen. Spitze ein Kreisamtmann steht. Die Geschäfte dieses Schiedsgerichts nehmen die ganze Arbeitskraft dieses Beamten in Anspruch. Sollten die Vorschläge der Negierung die Billigung der Volksvertretung finden, so wäre die Verwaltung vermehrt nicht nur um die brci auf den Inhaber bewilligten Kreisamtmänner,.sondern auch um die Kreisamtmänner, die bisher im Dienst der Schiedsgerichte tätig waren. Bei einem Beamtenstand von 29 Kreisamtmämtern muß diese Personalvermehrung doch als eine ganz bedeutende angesehen werden. Neben diesen Mehranforderungen bringt für die Verwaltung der nach dem Gesetz über die Venvaltungsrechts- pflege zu errichtende Posten eines Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofs eine mei ere Stelle. Im Bereich des Ministeriums selbst wird ein siebenter Ministc- rialrevisor angeforbert; ob das in Zeiten her Beschränkung auf allen Gebieten der Staatsverwaltung notwendig ist, erscheint zweifelhaft, ebenso die Anforderung eines dril t e n Hofbibliothekars, ber eine Anwartschaft auf Anstellung noch nicht besitzt. Außerhalb der Besoldungsordnung ist nun auch im gegenwärtigen Hauptvoranschlag beantra jt worden, die G c- h älter der Kreisärzte und der K r e i s a s s i st e n z - ärzte neu zu regeln und in Verbindung hiermit in Zulun, t die Imp; geb stören zur Stea si ffst zu vereinnahmen. Es ist kein Zweifel, daß die Verhältnisse dieser Beamten dringend einer Verbesserung bedürfen und es soll auch nicht verkannt werden, daß diese Regel unabhängig von der Verbesserung der Gehälter der übrigen Beamten erfolgen iänn. Unangebracht dürfte es jedoch f-tin, den Kreisärzten, die gegenüber allen übrigen Beamten unoerbiente Mehreinnahmen hatten, in biefem Augenblick biefe Mehreinnahme statutarisch seftzulegen. Wenn in Zukunft bie Ernennung als Kreisassistenzarzt für die Festsetzung des Gehalts als Kreisarzt angerechnct werden soll, so erscheint 5>ies durchaus angebracht und es ist de geforderte Mehrbetrag von>10 000 Ml. begründet; nicht veranlaßt aber erscheint der weitere Vorschlag, den Kreisärzten bei dieser Gelegenheit für den Ausfall an Jmpfgebühren eine Entschädigung zu gewähren, deren Gesamtsumme im Voranschlag auf 15 000>Mk. bez'sfert ist. Entweder das eine oder das andere Zugeständnis durste den in 'Betracht kommenden Beamten zu machen sein; keinesfalls aber erscheint es gerechtfertigt, dafür die Summe von 25 000 Mark aufzuwenden. Die Ausgab'', .di." zum erstenmal für die Jugendpflege vorgesehen ist, wird zweifellos auf Bewilligung der Kammer zu rechnen haben; ob jedoch ber willkürlich gegriffene Betrag von 15 000 Mark nicht zu hoch angenommen ist, dürfte fraglich fein. Erfreulich ist die Beschränkung ber Anforderungen ber Unterrichtsverwaltung, insbesondere bei ben Weniger-Anforderungen von Oberlehrerstellen, bie dankbar anerkannt werden muß. Andererseits aber hätte man wohl erwarten dürfen, daß bie an verschiedenen Stellen ange- forderten Beträge für Nebenstellen, z. B. als Direktor des Landesmuseums, als Vorsitzender der Zentralstelle für Gewerbe, als Vorsitzender des Landes-Jmpfinstituts, als Landesgestütsarzt, die zum erstenmal angeforderte Summe für einen Vorstand der Eichungsinspektion usw. aus dem Voranschlag verschwinden würden, nachdem schon im vorigen Jahr mit anderen Nebenstellen aufgeräumt und beantragt worden war, alle diese Anforderungen zu beseitigen. Man muß auch daran denken, daß die vielfach im Hauptvoranschlag als Nebenstellen bezeichneten Posten eines Rechners, wie z. B. bei den höheren Lehranstalten, beim Arbeitshaus Die- -urg, Den tanbiDiil|d>a|tlid)en Schulen, den Taubstummen- und Blindenanstalten, der landwirtschaftlichen Versuchsstation usw. beseitigt werden, indem die staatlichen .Kassen, Die Hauptstaatskasse ober die Bezirkskassen jeweils die Funktionen der Rechnungsführung übernahmen. Nach dem Beschlüsse des Ausschusses zur Vereinfachung der Staatsverwaltung sollen in Zukunft neun Ober- förftereten eiligeben; im Hauptvoranschlag 1912 werden daher auch bereits drei Stellen, die in der Zwischenzeit erledigt wurden, weniger angeforbert. Der vorstehenbe Streifzug durch einige Kapitel des neuen Hauptvaranschlags wird die Behauptung bestätigen, daß von einer wesentlichen Einschränkung der Ansprüche auf allen Gebieten, wie man sie vor zwei Jahren zum festen Vorsatz nahm, bisher noch wenig zu verspüren ist. Es wird Aufgabe der Ständekam- mern sein, die neuen Vorschläge der Regierung eingehend zu prüfen und die Verwaltungsorganisation immer mehr zu vereinfachen. Line englische Stimme über bas deutsch-englische Verhältnis. »Daily Telegraph", in dem bekanntlich baS berühmt aeroorbene Interview unseres Kaisers im Jahre 1908 veröffentlicht worden ist, schreibt: Soweit wir bie Tendenzen der öffentlichen Meinung interpretieren können, leh-nt sich bie Mehrheit der Engländer mehr und mehr dagegen aus, irgendwelche weitere ernste Unterbrechung unserer-richtigen und normalen Beziehungen zu Deutschland zuzulassen. Tas ist eine neue Note der internationalen Politik, bie mit unverkennbarer Deutlichkeit ertönt. Die Entdeckung, die wir kürzlich machten, daß wir im letzten Herbst am Rande eines Krieges standen, hat den kriegerischen Geistern unter uns einen nützlichen Shock gegeben. Das Blatt wendet sich gegen einen Artikel beS Professors Zorn in ber „Kölnischen Zeitung*, und bezeichnet die kürzlicka Aeußerung be§ Professors Delbrück, England habe im Sommer beabsichtigt, ohne formelle Kriegserklärung über Deutschlanb herzufallen, als reine Legenbe und fährt bann fort: Wenn so zwei Nationen grundlose Erdichtungen übereinander erfinben können, muß etwas geschehen, um die Atmosphäre zu reinigen, die so mit den Elementen gefährlichen Mißtrauens geladen ist. Das ist die unserer Diplomatie in den nächsten Monaten wartende Ausgabe. Es ist absurd, anzunehmen, daß England und Deutschland immer nebenein* ander leben sollen, ohne durch gegenseitige Vereinbarungen die natürlichen Interessen ber beiden Länder zu sichern. Der italienisch-türtische Krieg. Tas neue Kabinett Satd. Konstantinopel, 2. Ian. (Agcnce Havas.) DaS neue Ministerium ist gebildet worden. Großwesir wird Said Pascha, Scheich uel Islam Nessib Efsendi, Minister des Innern Talaat, Ackerbauminister Senator Aristi, Unterrichtsminister Emrullah, Arbeitsminister Dinapiam. Das! Ministerium der Posten ist vorläufig nicht besetzt. Die Gicszerier Stadttheater. Hanneles Himmelfahrt. Tramndichtung von Gerhart Hauptmann. Gießen, 3. Jan. Hanneles Himmelfahrt hat heute schon für bie Geschichte unserer deutschen Literatur eine wesentlich größere Bedeutung als für die Literatur selbst, denn mit ihr hat sich Gerhart Hauptmann nach der Rieinung vieler energisch von dem damals unter seiner Führung herrschenden Naturalismus abgewendet — wenn auch nicht endgültig — aber als reines Kunstwerk ber Bühne kommt ihr nicht' dieselbe Bedeutung zu. Sie ist gewiß eine Dichtung von nicht gewöhnlichen Wirkungen und mit wahrhafter Kunst ist sie geformt und gebildet, aber was das Drama erst macht, die Entwickelung eines Charakters und einer Handlung, bas ist hier völlig außer Acht gelassen. Die Traumgeschichte eines armen, sterbenden Kindes, die zum Teil nur dadurch möglich wird, daß die Diakonissin in dem Augenblick völlig unbegründet verschwindet, wo sic am nötigsten wäre, die Fieber- Vhantasien des gemarterten Mädchens vertreten die Handlung, bie an sich schon fesselnd und rührend genug ist, aber das ist wohl gerade das bedeutendste an dem Werk, daß es der Dichter gewagt hat, diesen Stoff zu gestalten. Das war eine Tat, die mehr gervirft bat als hunderte von Vorträgen über soziale Not, und wenn Hannele auch ein hysterisches Kind ist, so ist das gerade der TypuS der Proletarierkinder. Hanneles Phantasien sind deshalb auch nicht unnatürlich, ihre Ausdrucksweise und ihr Gehaben nicht gesucht und geschraubt, sondern wahrhafteste Natur, wenn auchZ'ranke, kümmerliche. In der Seele des Mädchens ist alles im Treiben; religiöse und erotische Motive tauchen auf, Märchenerinnerungen und Lebenserfahrungen mischen sich mit ihnen; das Bild des geliebten Lehrers geht sacht in das „des Herrn Jesu" über, und Hannele selbst sieht sich — wie Schneewittchen — in einem gläsernen Sarg, an dem der Heiland lichtvoll herantritt und es auffteben heißt. Einzelne Ausdrücke allerdings gehen wohl weil über das Verständnis des vierzehnjährigen Bauernkindes lstnaus; selbst ältere Stadtkinder werden sich von dem „m a l a ch i t n e n Grün des Estrichs" keinen rechten Begriff machen können. Aber solcherlei Kleinigkeiten spielen keine Rolle gegenüber dem Ganzen. Ein bedeutendes Kunstwerk ist Hanneles Himmelstchrt jedenfalls, und wenn ihm Bulthaupt jeglichen^ Weil abspricht, so ist das einer seiner vielen Irrtümer. Tie gestrige Ausführung mürbe unter Herrn Gühnes Leitung den hohen Anforderungen des Wertes gerecht, wenn auch einige Heute Fehler bei der ^Beleuchtung und bet der Verwandlung etwas störten. Für die Hauptrolle hat unsere Bühne in Fräulein Frieda de Bruyn eine ausgezeichnete Vertreterin. Mit feinem Gefühl fand sie den richtigen Ton und unter den erschwerten Umständen einer int Bette liegenden Kranken auch das künstlerische Maß einer fingen, überzeugenden Darstellung, ohne durch allzu natürliche Jammerlaute das ästhetische Empfinden zu beeinträchtigen. Recht schön war Herr Kaiser als Lehrer und Heiland. (Ta es in Preußen verboten ist, Christus auf die Bühne zu bringen, hat Hauptmann ihn als ein Fremder benannt.) Bei seinem Auftreten als Christus war allerdings der kurze schwarze lieber» wurf nicht ganz am Platze. Fräulein Gafsrey war eine würdige Diakonissin, aber ihre Tracht war die einer kath. Barmherzigen Schwester. Herr Norden als Pleschke schuf in feiner kleinen Rolle ein schönes Charakterbild, auch die Damen Scholz (Tulpe) und Jüngling (Hedwig) gaben in knappen Umrissen treffende Charakteristiken. Herr Hilbert war ein tüchtiger Waldarbeiter, Herr B o l ck ein liebevoller Arzt, Herr Goll, der nur wenige Worte zu foreeben halte, fiel durch eine sehr glückliche Maske auf. Von den Gestalten des Traumes sind noch Fräulein de la Cha- pclle als Hanneles verstorbene Mutter und Diakonissin, Herr Großer als Schneider sowie die Damen Schmidt, Mühl- pforth und Weber als Engel zu erwähnen. N. » Bummclstudenten. Große Posse mit Gesang von Bcrnaner und Schanz er. Vor einem Jahre brachte das „Berliner Theater" in Berlin eine neue Posse unter dem Namen „Bummelstudenten" heraus, die so starken Erfolg hatte, daß sie an dieser Bühne seitdem über 300 mal gegeben werden konnte. Bald fand sie auch den Weg in das übrige Deutschland und jetzt ist sie wohl an fast allen deutschen Bühnen zur Aufführung gelangt, überall mit dem gleichen Erfolg. Bei näherer Betrachtung erweist sich die neue Posse als geschickte Bearbeitung der altbeliebten Posse „Auf eigenen Fußen", und auch im übrigen ist vieles bekannten Bühnenwerken entlehnt. So ist bei den neuen Operetten 'Lustige Witwe, Tvllarprinzessin, Fideler Bauer usw.) eine starke musikalische Anleihe gemacht. Aber zu der alten Musik hat Bogumil Zevler so viel Neues und Originelles lnuzugefügt, daß die neue Posse ein sehr reizvolles musikalisches Gewand bekommen hat. Tritt dazu noch eine so luftige Handlung, die wie bei ber Erstaufführung am Neujahrs- tage, von gutem «viel getragen wird, dann darf man wohl Der Posse eine große Zahl von Wiederholungen auch in Gießen Voraussagen. Von ben Mitwirkenben seien vor allem bie beiden Bummel studeuten der Herren Rappeport und Groner genannt, denen als dritter Hwr Goll in köstlicher Maske kräftig assistierte. Sodann die fesche Kellnerin Liese des Frl. Scholz, die namentlich als blasse Luise in der neuen Operette „Kabale und Liebe" stürmische Heiterkeit hervorrief, ferner die Berliner Philister Glattbein und Pinkert der Herren Norden und Hilbert, und ber Verwanblungs- künstler Maroni bes Herrn Gähne. Auch der Justizrat Lobetanz bes Herrn Volk mit feinefn stereotypen „Js ja Unfinn" erregte viel Heiterkeit. Auf bem Höhepunkt aber war die Stimmung des sehr gut besuchten Hauses bei der Darstellung ber neuen Operette „Kabale und Liebe" und am Schluß des vierten Bildes, als die beiden Bummelstudenten den letzten Vers ihres hübschen „chen-Tuetts" auf dem Souffleurkasten fangen und das gesamte Haus ben Refrain in der vorgeschriebenen Weise im Takt mit Händeklatschen begleitete. ♦ Ick. Die Lieblingsgerichte der Könige. Ein Mitarbeiter eines Pariser Mittagblattes scheint das Vertrauen der Hof- köche aller europäischen Herrscher erworben au haben; denn er ist in ber Lage, authentische Mitteilungen - wie er sagt - über die Lieblingsgerichte der Könige zu geben. Nikolaus II. leibet nach ferner Angabe an Apveiitmangel und er benutzt zur Anregung ein provencalffches Stockstschgericht — die Brendade de morue —, das mit Pfeffer, Del und Knoblauch zubereitet wird, Kaviar sott er völlig verachten. Ter Kaiser von Oesterreich zeigt eine Vorliebe für Wiener Kotelettes. Aber diesen soll er ein österreichisches Nationalgericht vorziehen: Kalbslunge mit Notweintunke. Ter König von Italien hebt Süßigkeiten und auf feiner Tafel fehlen nie Schokoladen-, Kaffee- oder Teecrsme, die er noch dazu arg versüßt. Alphons XIII. hat denselben Geschmack und er soll wahre 'Berge von Schokolade mit Schlagfahne vertilgen. Unter dem Einfluß ferner aus England stammenden Gemah.in, der Königin Enn, hat er sich aber dazu verstanden, seinen Geschmack etwas zu anglisieren und die auf seiner Tasel erscheinenden Braten sind daher auf englische Art zubereitet. Einen ausgezeichneten Apoelit soll die hübsche Königin der Niederlande haben. Auch sie neigt zur englischen Küche und bevorzugt Lammkeule und Roastbeef. Zu ihrem größten Bedauern nimmt |te andauernd zu, aber trotz des Nates ihrer Aerzte unb ihres sehnlichen Wunsches, schlank zu werden, kann sie sich nicht dazu entschheßcn, sich im Essen mehr Zurückhaltunz auf- juerlegen. Von unserem Kaiser berichtet der attwiffcnde Berichterstatter, daß er Geflügel bevorzuge, „Wenn er vier Krammels- oögel hat, bie ihm sein Öo'koch sehr schmackhaft zuznbereiten ver- sieht, verlangt er nach nichts anderem und hält sich für ben glück, liebsten Menschen.' Zum Schluffe lobt er ben französischen Präsidenten Fälliges, rühmt seine Sparsamteit und hebt hervor, baß er mit allem zufrieden sei, wenn es nur mit Knoblauch, aber mit recht viel Knoblauch gubereuet sei. immlung ab. Ten Vorsitz führte rsitzenden Oberlehrer Berger Pfarrer 7 Uhr. ♦ ein tapferes, braves .Mabel, das das Leben mtetfdjri packt uni> si'ch trotz aller Hindernisse einen eigenen W eg bahnt. Der Geldwert der Marken beträgt: Organistendienst verbunden crlhelm-Rojenberg und dem Fürsten und Grafen zu (scbod). in der 1. Lohntlasse II. IV. Tie mit einem eoang an der Gemcindeschul für 1 Woche 16 Pfg. 24 , 32 , 40 „ für 2 Wochen 82 Pfg. 4b „ 64 , 80 , er Invalidität, luittungskarten " Pfarrpersonalien. Ter Großherzog hat den von dem Grasen zu Erdach-Erbach auf die 1. eoang. Pfarr- stelle zu Erbach ptäfcntiertcn 2. Pfarrer Rad Sell daselbst, Den von dem Grafen zu Erbach-Erbach auf die 2. eoang. Pfarrstelle zu Reichelsheim i. C. präsentierten Psarrverwalter Rad Weber daselbst und den von dem Frhrn. Karl Schenck zu SchweinSberg-Rälsenrod als Senior der Patronatsherren auf tue eoang. Pfarrstelle zu Ober-Breidenbach präsentierten Psarrverwalter Albrecht Rabenau zu Londorf bestätigt. Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Wilhelm Höhn zu Usenborn eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bleichenbach, dem SchulamtSaspiranten Adolf Edelmann aus Fauerbach bei Nidda eine Lehrer- stelle an der Gemclnbcfchine zu Storndorf. Erledigt sind: Au» Statt und Cant« (dienen, 3. Januar 1912. ** Tageskalender für Mittwoch, 3. Jan. Stadttheater: »Das 11 e i n e Schokoladen Mädchen". Anfang Deutscher Reich. Der K r o n p r i n z hat sich am Dienstag mit dem Nacht- schncllzug von Danzig nach Berlin begeben. Der „Reichsanzeiger" verosfentlrcht den Wortlaut des Schiffahrtsabgaben-Gesetzes. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes wird durch kaiserliche Verord- Starkenburg und Rheinhessen. d. Mainz, 2. Jan. Ter Dresseur Wilhelm Bo dem wollte gestern im Hintergebäude deö Hauses Rheinallee 85 mit mehreren Wölfen Dressuren vornehmen, bubet wurde er von zwei Tieren, die er am Tage vorher gepeitscht hatte, überfallen und durch Bisse an den Beinen, rinnen und im Rücken erheblich verletzt. Zum Glück tarnen dem Dresseur Tierwärter zu Hilfe und befreiten ihn von den Wölfen. Die Sanitätswache brachte den Verletzten ins Hospital. Hessen-Nassau. n Aus dem Kreise Marburg, 2. Jan. Der Dienstmagd Christine Bötn in Niederwalgern, bte dort 40 Jahre ununterbrochen bei der Familie Lauer in Stelle ist, wurde das goldene Ehrentreuz vergehen. — In Caldern kams gestern zu einer gehörigen Schlä g er ei. Ein Schwerverletzter wurde in die Marburger Sdinn gebracht. = Kirchhain, 2. Jan. Zu der Neujahrs- schieß er ei, bie ein so großes Unglück zeitigte, 11 zu melden: Die 20 Jahre alte Tienstmagd Paulus, die zu Hause in Burgholz nur noch eine Mutter hat, stand mit noch anderen Mädchen auf der Straße, um in der ^ilvc.er- nacht das neue Jahr zu begrüßen. Plötzlich fiel aus einem Trupp vorbeiziehender junger Leute em Schuß und das junge Mädchen sank in den Kops getroffen zu Boden. Nach Anlegung eines Notverbandes brachte man das Mädchen so'ort nach Marburg in die Klinik, wo es nm anderen Morgen starb. Der Täter ist ein 18 Jahre alter Baaer- eefeile namens Martin, der gleichfalls in Burgholz zu Hanfe ist. Zelltet zu besetzende erste Lehrerstelle übrigen Minister bleiben auf ihren Posten. Das Kabinett setzt sich vollständig aus Mitglredern berFort- schrittlichen Union zusammen. Tripolis, 2. Jan. iAgenzia Stefani.) Gestern, wurden die Konsuln, bie städtischen Behörden, an ijterSW Aanuna- Bafrfm »emer die Scheichs der stamme L-ahel und Mcmcha, dne Abordnimg der Israeliten, die Notabeln der Stadt, loroic nie Militär- und Zivilb Hörden von General C^aneva emv- ianaen, dem sie ihre Glückwünsche fsadtuchen Behörden sandten dem K ö n i g s v a ar ein Glückwunschtelegramm, in dem sic ihrer Ergebenheit Ausdruck geben. ** Glückslasten ist der Titel unseres neuen Romanes, der heute in den Gießener Familienblattern zu erscheinen beginnt. Wie seüher, waren wir auch diesmal bemüht, linieren Lesern einen Roman zu bieten, der sowohl künstlerischen Wert Hal, als auch i'pannenb und unterhaltend geschrieben ist. H a n n i von Zobeltitz, der Bruder des Dichters Fcdor von Zobeltitz, dessen Roman Tas nette Mädel jüngst so großen Beifall gesunden hat, hat in seinem Werk die Geichickste emer tfamilic geschildert, die aus kümmerlichen Verhältnisseii heraus plötzlich zu großem Reichtum gelangt und habet ihr ganzes Lebensgliuk nach und nach opfern muß. Tie Gestalt des alten Maiors, dem das Geld die Herzen seiner Kinder langsam entfremdet, ist mit großer Liebe gezeichnet, und neben bet hochmütigen, schönen Signe ist der allerliebste Sprudekops Dorothee, der tue Zuneigung unserer Leser gewinnen wird. Tas junge, warmherzige Geschöpf, das sich energisch gegen die Glückslasten wehrt, ist .-in tnhiPT^. braves Madel, das das Leben unerschrocken an- für 13 Wochen 2 Mk. b Mg. 3 „ 12 , 4 , 16 , ö , 20 „ ^Tie ,Mordd. Mlgem. Ztg." teilt mit: In den Preßberichten über die -Verhandlungen in der frcmzostschen Se- natstommission wurde behauptet, -der Staatssekretär des Auswärtigen habe in Gesprächen mit dem französischen Botschafter in Berlin, -Cambon, die Besetzung von Mo g ador gefordert. Wir sind -zu der Feststelluna ermächtigt, daß eine solche Forderung niemals gestellt wurde. Am heutigen Mittwoch kommt die P r i v a t k l a g e des Hauptmanns a. D. (Heinen, des Herausgebers der Grenzboten", gegen den Verantwortlichen Redakteur der 'Post", Dr. Mueller, wegen eines beleidigenden Artikels der „Postz' in der M ar o k k o a f sär e vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte zur Verhandlung. Wie das „Berl. Tageblatt" hierzu erfahrt, beabsichtigt der Angeklagte den Beweis der Wahrheit anzulreten. Es soll unter Beweis gestellt werden, daß der Staatssekretär des Auswärtigen -Amtes v. Kid er len-Wächter zu dem Abg. Erzberger, zu dem Vorsitzenden des Alldeutschen Verbandes, Rechtsanwalt Clars, und zu dem Chefredakteur Rippler gesagt labe, er werde nicht eher aus Marokko gehen, vis Westafrika deutsch sei. Werter soll die Entschließung, die seinerzeit der Alldeutsche Verband nt der Marokkoaffäre gefaßt hat, und in der verlangt wurde, daß Westmarokko deutsch werden müsse und die gegen Frankreich scharf macht, Herrn v. Kiderlen-Wächter vorgelegt und von diesem ausdrücklich-genehmigt worden fein. Schließlich soll Beweis dafür angetreten werden, daß die „Grenzboten" das offizielle Organ des Herrn v. Kiderlen-Wächter seien und daß auch der fragliche Artikel dem Staatssekretär vor der Drucklegung vorgelegen hat. Voraussichtlich wird auch au das Zeugnis des -Herrn v. Kiderlen-Wächter Bezug genommen, also möglicherweise -der Staatssekretär als Zeuge vernommen werden. Tie -Verhandlung verspricht daher sehr interessant zu werden. - geben. 5. Geltendmachung der Rentenanfpruche. Anträge auf Bewilligung von Invaliden- und Altersrenten ober auf Gewährung von Hinterbliebenenfürforge ind auch vom 1. Januar 1912 an wie bisher vorerst noch bei den zuständigen Bürgermeistereien zu stellen, bis an deren Stelle die neuen „Versicherungsämter" treten, deren Errichtung im Laufe des Jahres 1912 zu erwarten ist. Rirche und Schule. Freie laudeSkirchliche Vereinigung für Hessen. <= Frankfurt a. M., 2. Jan. Unter starrer Beteiligung aus allen Teilen des Landes, namentlich aus Gießen, hielt heute die „Freie landestirchliche Vereinigung für das Groß herzag tum Hessen" ihre H a u p t v e r s a m m l u n g ab ^cn Vor,itz führte anstelle des verhinderten Vorsitzenden Oberlehrer Berger Pfarrer Zaubitz (Bensheim). Zunächst wurden zahlreiche gefchaftliche Angelegenheiten erledigt, worunter die Beitragserhöhung und das BereinSorgan den breitesten Raum einnafimeiu Tie aus, chc wenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Hieran ichlvv liaj eine öffentliche Versammlung, in der Psarrer Lrc. O. Bur- hellen (Frankfurt) über die religiöse Krrsis in der evangelischen Kirche sprach. In gei,wollen Ausführungen schilderte der Redner die weit in die Vergangenheit ziiruckreichenden Ansänge der religiösen Krisis; diese setzte em, als Wissenschaft und Religion begannen, sich zu emanzipieren, xrefe Spannung hat sich bis heule fortgesetzt. Für weile Kreise bedeutet reltgioie Krisis fälschlicherweise nur die Auflösung der Wbelautoritcll, der Erbschilldtheorie usw. An der Hand einer Fülle von phllow- phischen Belegen und Aeußerungen der Gegenwart zeigte er bann Die gegenwärtig sich bekundende und die Genütter tier. bewegende religiöse Krisis und gab als Mittel zu deren Uebernnntmng an, Der Wissenschaft nicht mit Mißtrauen zu begegnen und ihr alles, was Wirklichkeit bedeutet, zu überlassen, ^enn eure gläubige Wissenschaft ist ein Unding, ein Ting von vorgestern, Bortrage, der mit großem Beisalle entgegengenommen wurde, folgte eine lebhafte Aussprache, an der sich Lic. Fuchs (Rufielvheun), Prof Eck (Gießen), Direktor Spiest (^ricdbergfi Kckrchenrat D Schlosser (Gießen), Fd. Dr. Epstein - p-ranfturt, Psarrer Happel (Vilbel), Heller (Darmstadl), Oberlehrer Becker -Mainz), Pfarrer Zaubitz (Bensheim) und der Vortragende beteiligten. Neustadt. Mit der stelle ist Dem Fürsten zu Lö.venstein- der obersten Posrbehörben die Postanstalten brei_e Marken noch bis zum 30. Juni 1912 einschließlich verlausen. Vom 1. Full 1912 ab sind alte Marken nur noch von den Versicherungsanstalten zu beziehen. ....... <• Bis zum 31. Dezember 1913 eiuschtrestlich können die alten Marken bei den Markenverkaussstellen gegen neue Marken unter Berücksichtigung des veränderten Geldwerte Schönberg steht das Präsentationsrecht zu; bte mit einem eoang. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an ber ©cmcmbc- schule zu Ha in stabt. Dem Fürsten zu Löwenstem-Wed- leirn-Rosenberg und dem Fürsten und Grasen zu Erbach- Schönberg steht das Präsentationsrecht zu. ** Dic „Fröscke" beSArisrophancs i m Gieße n c r Stabtthcarcr Zu ber nun bestimmt nachmn Tijutta Den 8 d M. ilattnnbenben Aufführung der Ariswphanisckien „oroltbc mit den DarmsläDter Honckau.pielcrri Burgas, .Lehrmami und Hacker, der aud) die Vorstellung leitet, als Gäste, macht X'crr Regisseur Sacker auf einen nidu_ allgemein _bcfannten 3ner Der .Herzogin Amalia von Sachsen aufmerbam. nf gcrUrciche. .ulicr des nachmaligen Großher^ogs Karl August ia;rcibt am 4 ,sa- nuar 1784 an Knebel: „ . . . Dicem Winter studiere idi^boi Ariswvhanes. Ich finde an ihm ,ehr riet Vergnügen, ^ent beißender Witz iit uncrsckövilick und nut allein dent bat er U viel Grazie, daß man ihm alles gern verzcilg. x)d) habe nut den Fröschen den Anfang gemacht, Die ,o gut aur uni er c Zeit passen, daß, wenn Aristophanes iioch lebte, er nid! benet: über sic sprechen könnte." Dieses Urteil triTTt auch beute nod- ou. Demi geradezu verblüffend zcitgevtaß wirkt heute wieder daS Werk, von dem Trovien mit Recht in der Einleitung zu |einer Ueber- sctzung sagt, daß es eine der kunstvollsten, gelstreickisicn und interessantesten Komödien sei, die jemals geschrieben wurden. •• Fröbelseminar. Man schreibt uns: Nächsten Montag, 8. Januar, beginnt wieder der Unterricht im Fröbelseminar und dem Kindergarten der Fräulein Niöser, Gartenstraße 30. Den Abschluß hatte das vergangene Jahr durch ein reizendes Kinderfest tn Steins Gaden, verbunden mit einer Ausstellung der Arbeiten der Seminaristinnen und der Kinder, gefunden. Die zahlreich erschienenen Gäste hatten ihre Helle Freude an den Reigen, Gesängen und Spielen der Kleinen, und konnten den ausgestellten Arbeiten nur volle Bewunderung zollen. Die Fürstin zu SolmS-HohensolmS-Lich mit drei Prinzefsinnen und die Gräfin Willielm zu SolmS- Laubach hatten baS Fest mit ihrer Gegenwart beehrt und sich in höchst anerkennender Weise über die ganze Veranstaltung ausgesprochen. Dem Unternehmen der Fräulein Möser darf sicher eine steigende Entwicklung und die beste Zukunft in Aussicht gestellt werden. (S. Inserat., ♦* Z n der Messer st echerei zunächst der Bahnhofstraße sei noch ergänzend mitgetellv, daß dem Exzeß kern streit DorauSgegangetn ist. Tie beiden Messerstecher fte hüben derbe gestochen — belästigten die beiden Frauen, woraus deren Manner ihnen zu Hilfe kamen. Es kann daher weder von einem vorausgegangenen Streit noch von Notwehr die Rede sein. Es ljanbclt sich um einen durch nichts gerechtfertigten Uebersall, und c S wäre zu wünschen, daß durch eine exemplaniche Beitraning ber beiden Messerhelden gleichartige Elemente gehörig abgeichie^t würden. Schließlich sei noch dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß bei ber Sache zwar sehr viel Neugierige aber wenig Helser zu schon waren. Es sind uns auch Klagen zugegangen, daß bte Polizei nickt rasch genug unb nicht genügenb am Platze war, wir find aber nicht in ber Lage, bie Berechtigung btefer Klage prüfen umactauscht werben. . m , ' Vom 1. Januar 1912 an werben von jeder Verstchc- rungSanstalt Z u s a f. m a r f c ausgegeben. Ter Geldwert der Zusatzmarke beträgt 1 Mk. Die Farbe der Zusatz- marfen ist violett. Alle Versicherungspflicktigen und alle Versicherunasberechtigten formen zu jeder Zeit und m beliebiger Zahl Zusatzmarken einer beliebigen Versicherungsanstalt in bte Quittungskarte ein kleben. Sie erwerben da- burch Anspruch auf Zusatzrente für den Fall, daß sie invalide werden. Die du r ch Zusatz marken erworbene Anwartschaft erlischt nicht. Für jede Zusatzmarke, bie ber Versicherte eingefTebt hat, erhält er als jährliche Zusatzrente sovielmal 2 Psg., als beim Eintritt ber Invalidität Jahre seit Verwendung ber Zusatzmarke vergangen sind. Tie Zusatzrente wirb gezahlt, solange die Invalidität dauert. Hat also z. B. mn Versicherter, ber 1894 geboren ist, im Jahre 1912 -- 20, im Jahre 1914=15, 1915=15, 1919 = 12, 19-0 -- 10, 1930 = 10. und 1940 = 10 Zusatzmarken ä 1 Mk. geklebt, unb wirb er im Jahre 1950 invalibe, so erhält er nach ber Bestimmung bes oorstehenben Absatzes neben ber ihm gesetzlich zusteheubeu Juvalibenrente außerbem noch eine jährliche Zusatzrente von zusammen 5o.94 Mk. während der Dauer r" 3. Vom 1. Januar 1912 an werb... ... neuen Musters ausgegeben. Die Quiltungskarten sind für die Pflichtversicherung tn gelber, unb für bte Selbst- verficherung in grauer Farbe hergeftellt. Quittungskarten alten Musters sinb naü) bem 31. Dezember 1911 nicht mehr auszugeben. Tie bis zu biefem Tage ausgestellten Quittungskarteu dürfen innerhalb zweier Jahre nach dem Ausstellungstag unb, wenn ihre Gültigkeitsbauer burch Abstempelung verlängert ist, bis zu bem letzteren Zeitpunkt weiter verwenbet werben. Vom 1. Januar 1912 an bursen Verlängerungsvermerke in ben Quittungskarten nicht mehr angebracht werben. 1 „ , r, = Bei ber Aufrechnung der Quittungskarlen alten Musters ist bie Zahl der etwa verwendeten Zufatzmarken anzu- zu können. ** Betrüger. Am verflossenen Samstag wurden von einem Unbekannten telephonisch aus einem hiesigen Geschäft zwei vernickelte -Kaffeeserviee zur Auswahl nach einer Wirtschaft bestellt. - Ter Unbekannte wußte ben Hausburschen, ber bie-Service überbrachte, zu bereu Ueberlassuna ru veranlassen und werfchwanb bann mit ber Ware auf Nimmerwiebersehcn. Landkreis Gießen. = Daubringen, 2. Jan. Ter Turnverein Dau- bringen, gegründet 1895, veranstaltete, sein W i n t e r v^e r - gnügen im Bercinslokal von Crnil Schäfer Ter große «aal war bis auf den letzten Platz besetzt, etwa 2o0 Besticher waren erschienen. Durch eine Begrüßungsansprache des ersten «prechers W Jahres lvurde die Feier cröfsnel, unb bankte un Namen Des Vereins Lehrer Jünael für seine Einübung sowie den warnen und Turnern für ihre Hingabe und Mllwirtcn zur Verichönerung des Abends im Theaterstücke. Konzertstücke und gemeinem gesungene Lieder füllten Die Pause. Die gut gespielten Theater- stücke ernteten von den Zuschauern großen Benall Nack Beendigung der Theaterstücke hielt em flotter Tanz die Gaste M zur frühen Morgenstunde zusammen. Kreis Lauterbach. t Schlitz, 2. Jan. Wie schon bekannt, ist am vergangenen Freitag Erbgraf KarlvonSchlitz am Tage nach seinem 34. Geburtstag einem schweren Herzleiden er- legen Die Leiche wird in bie Heimat überfuhrt unb trifft voraussichtlich am Donnerstag hier ein, wo sie zuuackst auf Schloß Hallenburg aufgebahrt wirb. Von hier erfolgt bie Uebersührung in bie Kirche, woselbst ein Trauergottesi bienst stattfinbet, unb sobann die Beisetzung im Graslicken Erbbegräbnis, das sich auf dem Friedhof ber evangelischen Gemeinbe befindet. Die Tellnahme der Bevölkerung ist allgemein. Da ber Ehe des Erbarasen mit einer geb. Fürstin von Thum und Taxis nur Töchter entsprossen sind, so geht die Erbfolge auf den anderen Sohn des Grafen von Görtz, auf den Grafen Wilhelm über. Er ist verheiratet mit einer Freifrau von Riedesel zu Eisenbach. Das Paar hat drei ftinber, zwei -Töchter und einen Sohn. — Infolge des Ablebens des Erbgrafen sind für sämtliche Ortschaften der ehemaligen Grafschaft Schlitz alle öffentlichen Lustbarkeiten während einer Trauerzeit von 14 Tagen untersagt worben. politische Lagesschau. Die Einfuhr von Futtermitteln unb Kartoffeln aus dem Auslande ist in diesem Jahre^bebeutend größer als im Jahre 1910. An ber Spitze steht ^uttergerste, deren Einfuhr sich von 2 421237 t in den.ersten elf Monaten 1910 auf 3153589 t gleichzeitig 1911 vermehrt hat. Was bie übrigen ö" ll p f lrchtrgenKttermittel au- (angt, so ist bie Einfuhr von Mars von 497 996 auf 689 007 t, von Futterbohnen von 18 768 aus 20 584 t,. von Hafer von 404 860 auf 593 747 t gestiegen. Zollfreie fetter mittel, nämlich Kleie, Oelkuchen, Reisabfälle, Malzkeime^ Schlempe, Grünfutter, .Heu, Futterrüben, wurden 2 41o000 t einge- führt gegen 2 076 000 t im Vorjahr, darunter 1928300 t ,1650100 t) Kleie unb Oelkuchen. Eine sehr ,tarke Zunahme zeigt bie Einfuhr von Kartoffeln, biefe hat, ,oweit sie zollfrei ist, 607 214 t (gegen 193 516 t im Vorjahr), soweit sie zollpflichtig ist, 104 048 t (gegen 95 267 t) betragen. Die vorgänae in China. Hankau, 2. Jan. Tic Kaiserlichen haben Nanu- jang geräumt, die Batterien mit sich genommen unb nnd nit ber Bahn nach Noroeu gcf-ckren. Liyuanheng hat bem Konimandeur der kaiserlichen die Veruchernng ^gebm, daß er cii- nc räum teil Stellungen nicht beietzen werde. —cr 5. / ü1 " ft il^ stand wird nunmehr beobachtet. Das letzte .Gefecht trug Än”' 7 00 Soldaten, die dns Arsenal •in Lanchom bewachleii, haben heute 6 ern eu ter t. Der Kornrnam oeur ist nach K'aiping geflohen, von wo er an die Eilenbahn- bchördcn in Tientsin telegraphierte, bic Meuterer hatten bie >lbsicht, ben Eisenbahnverkehr zu hindern. Die neuen Veftimmungen der Reichrverstcherungs- ordnung über die Invalidenversicherung, die am 1. Januar M2 in «rast treten. 4. Beitragsentrichtung, Marken, Quittungskarlen. 1. Die von ben Arbeitgebern unb ben Versicherten für iebe Woche ber versicherungspslichtigen Beschäftigung iBeitragswoche) zu gleichen Teilen zu enkrichtenben Bei- > rage sinb erhöht worben. Die Wockjenbeiträge zur Invaliden- unb Hinterbliebenenversicherung betragen vom 1. Januar 1912 an: m Der Jahresarbeitsverdienst Beitrag I. Lohuklasse bis 8öU Atk. 16 Pfg. (früher 14 Pfg.) II. , 350 , 560 , 24 , , 20 , HI. „ 6b0 , 850 , 82 , , 24 , IV. 850 „ 1160 „ 40 , , 30 , V. „ über 1150 „ 48 , „ 36 w Die bisher möglich geivefcne Rückerstattung d e Hälfte ber Beiträge bei der Verheiratung wer bcbcL1 Versicherter, beim Tode von Versicherten oder in tem Falle, baß Versicherte burch einen Unfall bauernd er- iv cvsiinsähig geworden sind (§ 42 bis 44 Jnvalidenver- jicherungsgcfetz), fällt vom 1. Januar 1912 an weg. ütiuatge Anträge auf Rückerstattung von Beiträgen können - tal)cr (mit Erfolg) nur noch bis zum 31. Dezember 1911 einschließlich gestellt werben. 2. Vom 1. Januar 1912 ab werben in jeber ber oben c.wähnten fünf Lohnllassen Marken, für eine Woche, für v:i Wochen unb für dreizehn Wochen ausgegeben. ' 48 , 96 r 6 , 24 „ Für die Zeit nach dem 1. Januar 1912 sind ausschließlich die neuen Marken zu verwenden. Dagegen sind zum Zwecke der nachträglichen Bei- tragsteistung für die vor bem 1. Januar 1912 liegenden feiten bic alten, auf Grund des z 130 des Jnvalidenvcr- fichcrungsgejetzes ausgegebenen .-arten zn verivenden. Mit Nückficht hierauf werben entsprechend. m Anordnungen Motoren Dv Sauggas- Motoranlagen Salbstfahrbare Band-Sägen ; NW ’-ir ■ Mm FABRiK-DriRhStadt ^DW Die fremden Spione auf der Seftung. Die Verurteilung des französischen Spions Hauptmann Lux zu einer sechsjährigen Festungshaft wurde seinerzeit sehr Dcricbicbcn beurteilt Einerseits wurde betont, daß der französische Cmsier A.t aus gewinnsüchtiger Absicht gehandelt habe, sondern aus roten Gründen, um seinem Vaterlande einen Dienst zu erweisen, andererseits wurde daraus hingewiesen, daß dies für uns^glcich- gültig sein könnte. Tie Spionage füge uns so schweren schaden zu, daß sie mit den schwersten Strafen belegt werden, müsse, gleichgültig von wem sie begangen sei. Schließlich sei Tür den Cfiiiicr die Aussicht auf Beförderung, Ordensauszeichnung uiro. dasselbe, was für einen anderen Geld und materielle Vorteile bedeuten. Ist doch Ehrgeiz in vielen Fällen die stärkste Trieb- ’ebec für die Handlungen der Menschen. Es wurde sogar gefordert, oaß die Spionage-Gesetzgebung verschärft werden sollte. Das Reichsgericht hatte sich aber damals auf den Standpunkt gestellt, daß frauptmann Lux nicht aus gemeinen Beweggründen .jclfanbeü habe und verurteilte ihn nur zur Festungshaft, zu einer custodia honesta, die nichts Entehrendes und Schimpfliches an 'ich trägt. Sie wird angeweiwet bei politischen Vergehen, Preß- vergehen, Duellen und ähnlichen Vergehen. Der Offizier, der mit ihr belegt wird, kann in seiner Stellung bleiben, frat er icnic Strafe verbüßt, so tritt er seinen Dienst wieder an. Aus . Hebern folgt, daß die Strafverbüßung auch eine viel mildere :,i als in einem gewöhnlichen Gefängnisse oder gar in einem Zuchthause. So erhalten z. B. die Offiziere mehrmals tn der Woche Urlaub in die Stadt zur Besorgung von Geschäften, Baden usw., sie tonnen täglich mehrere Stunden auf den Wällen ber Festung spazieren gehen, wobei die zu derselben Abteilung • ^hörenden miteinander sprechen und verkehren können. Dte Art und der Umfang der Erleichterungen sind verschieden und hängen von dem Ermessen des Kommandanten ab, der darin einen ziemlich freien Spielraum hat. Auch die Vorsichtsmaßregeln, die gegen ein Entweichen getroffen sind, sind bei den deutschen Offizieren usw. verhältnismäßig gering. Man vertagt sich daran', daß sie die Innehaltung der ihnen gestellten Grenzen als eine Ehrensache anseben werden. Wird doch auch bei dem Stubenarrest von einer Bewachung, ganz abgesehen. Anders liegen natürlich die _Verhältnifse bei einem wegen Spionage verurteilten fremden Offizier, löier fallen alle die Vergünltigungen fort, die den anderen zuteil werden. Auch muß die Bewachung eine viel schärfere fein, da man immer mit der '.'Möglichkeit des Entweichens rechnen muß. Bei dem fremdländischen Offizier bedeutet eint glückliche Flucht die Rückkehr ui sein Vaterland, unter allen Umständen eine Verbesserung seiner Lage. Es ist lein Zweifel, daß frauptmann Lux sehr bald wieder in der französischen Armee angestellt werden wird, ivomöglich wird ihm noch eine besondere Beförderung, oder gar das Kreuz der Ehrenlegion zuteü. Für uns liegt noch der Nachteil vor, daß er die durch die Spionage erzielten Kenntnisse oer deutschen Armee und Befestigungen sofort zu unserem Schaden verwerten kann. Mit einer Flucht mußte deshalb bei einem fremden Spion unter allen Umständen gerechnet werden. Es war Sache der . .ontmanbantiir, dagegen die notivenbigen Maßregeln zu treffen, ".'ach der Leichtigkeit, wie die Flucht vor sich gegangen ist, scheint über die Behörde dies ziemlich sorglos betrieben zu haben. Sie hat sich dabei wohl zu sehr darauf verlassen, daß der französische Offizier die ihm cingernumten Freiheiten nicht mißbrauchen würde. Wie man sieht, mit Unrecht. Die Erinnerung an das Verhalten so vieler französischer Offiziere im Jahre 1870 und 1871 hätte die Kommandantur schon darauf Hinweisen können. Dies mußte ein deutlicher Fingerzeig sein, wessen man sich oon ben französischen Offizieren zu versehen hatte, es forderte zu einer strengen Bewachung des frauptmann» L ux heraus. Aber ichon die Wahl von Glatz, kaum eine halbe Stunde von der Grenze entfernt, scheint wenig zweckmäßig gewesen zu sein. Eine mehr im Innern gelegene Festung hätte die Ausführung ber Flucht erschwert. Jedenfalls werden die hier gemachten Erfahrungen nicht gerade dazu beitragen, in zukünftigen Fällen eine ähnliche Milde walten zu lassen. Sehr. Hauptmann Lux. In militärischen Kreisen von Paris werden über die Einzelheiten der Fiucht des franutmaitns L ux Stillschweigen beobachtet. Lux begnügte sich einem Berichterstatter gegenüber mit ber Versicherung, das', er ohne icke Mitwirkung eines Deutschen entnommen sei. Sehr entschieden wies er die Behauptung zurück, daß er Gefangener auf Ehrenwort gewesen sei. Einzeln" Blätter wissen gleichwohl sehr ausführlich zu erzählen, wie Lux seine Flucht bewerkstelligt habe. Sic sei von d.n Kameraden des frauvtmanuc. Lux vorbereif ei worden. Lux sei durch Briefe, die zum Teil mit stzrn pathetischer Tinte geschrieben waren, von den zur Begünstigung seiner Flucht getroffenen Maßnahmen verständigt worden. Regelmäßig seien an Lux mit dicken Schnüren umwickelte Zcitungs-- pafcte gesandt worden: diese Schnüre habe Lux sorgfältig gesammelt und daraus allmählig eine Strickleiter leer gestellt. Ferner habe man Lux Bücher gesandt, in deren Tecieln sich Baukn st.-u und Feilen befanden. Er habe zwei Türen gesprengt, einen Gitterstab durchsägt und sich mittels einer Strickleiter von einer fünf Meter hohen Mauer feer abgetanen und über ein säst frei Meter hohes Gitter steigen müssen, bas von einer Schilbwache bewacht wurde. Eine Viertelstunde später sei er tn einem Auto über die österreichische Grenze gebracht worden. Lux, der in den Listen als Deserteur gerührt wurde, werbe, wie der Matin schreibt, der Form wegen vor ein Kriegsgericht gestellt werben, das ihn natürlich freifpredfcn werde. Mehrere Blätter haben eine Sammlung eingcleitct, um Lux zur Erinnerung an seine Flucht ein Kunstwerk zu üb erreichen. Ter Temps tadelt lebhaft Empfang des frauptmanns Lux durch den Kriegsminister und den Generalstabschef T u b a i l. Tiefes Vorgehen sei tom diplomatischen und internationalen Ge- sichtspunlte schwer verständlich. frauptmann Lux hätte sich lediglich bei seinen Vorgesetzten in Belfort zu melden gehabt. Der „Berliner Lolalanzciger^ meldet aus Paris: Tie Ver- fügung des Ministerpräsidenten, daß Kapitän Lux an den geplanten Ehrungen nicht icuueoni.n bar;, iit int vollen Einvecuänonis mit dem Kriegsminister eriolgt und wirb cou feiten weiter Kreise ber Bourgeoisie mit großer Befriebigung ausgenommen. Im morgigen 'JJtiniftcrrat wird über die Angelegenheit Lux vom Kriegsrninistcr Vortrag gehalten werden. Aus Glatz wird zu der Flucht deS frauptmann^ Lux gemeldet: Sämtliche an Lux gerichteten Zeftungssevdungen wurden geöffnet und Lux ohne Verpackuiig überreicht, ebenso wurden die Enibäiü>e ber ihm übergebenen Bücher ausgeschnitten, um zu kontrollieren, ob zwischen den Papierscheiben sich irgendwelche Gegenstände befänden. Es wird jetzt darauf aufmerksam gemacht, daß sich im De- zmiber 1911 ein franzoinchec öprao'Ldjter müberliefe, ber zusammen mit einem Engländer Unterricht erteilen wollte. Er wohnte in demselben frolei, aus dem dem frauptmann Lux die Speisen geliefert wurden. Er ist auffallender Weise kürzlich aus Glatz verschwunden. Gerichtssaal. Leipzig, 2. Jan. Das Schwurgericht in Beuthen verurteilte am 3. November den frilfsmonteur Max Walerus wegen dreifachen Mordes dreimal zum Tode, wegen acht versuchter Morde, drei Fällen versuchten Totschlages, wegen Ein- bruchdiebstahls und Sachbeschädigung zu einer Gesamtstrafe von 15 Jahren Zuchthaus und Ehrverlust. Auf die Revision des Angeklagten bat das Reichsgericht das Todesurteil in einem Falle aufgehoben, weil bei Stellung der Schuld- frage an die Geschworenen irrtümlicherweise das Wort „vorsätzlich" fortgelassen worden war. Im übrigen wurde auf Verwerfung der Revision erkannt. Arbeiterbewegung. Essen, 2. Fan. Tie Verhandlungen uoet eine eventuelle Beendigung der Aussperrung in der westfalischen Tabakindustrie, die nun schon 11 Wochen dauern und durch die 11000 Arbeiter und Arbeiterinnen betroffen werben, sinb ergebnislos verlaufen. Ter Kampf bauert also fort. Lustsehiffahrt. Eine geräuschlose.Flugmaschine. Lonbon, 2. Jam-ar. freute würben in Albershot mehrere Probeflüge mit einem geräuschlosen MUitürfluazeug gemacht, wobei eine Stundengeschüruibigkeit von 60 Meilen erreicht würbe. Ein schwaches Geräusch bes Motors ist Nur bann zu hören, wenn sich bas Flugzeug ganz nahe über dem Boden befinbet. Kleine Tagegchronik. » Der Direktor b°r Kunsteew.'tb ffa ule in Pforzheim, Alfreds Waag, ist in Eßlingen g c ft o r b e n. Die Wüstenieidsche Zuckerfabrik zu Oberscheben bei Münden ist durch eine Feuersbrun st vollständig zerstört worden. In Kassel zündete die zwölfjährige Tochter eines Majors, als sie abends in der Kinderstube allein gelassen worden war, das Weihnachtsbäumchen ihrer Puppenstube an. frierbei fingen ihre leichten Kleider Feuer. Tas Kind erlitt schwere Brandwunden, daß es kurz darauf verstarb. In Düsseldorf tarn cs in der Ncujahrsnacist zwinNen ber Polizei und einer tausendkövsiacu Menge zu schweren Zusammenstößen. Tie angegriffenen Beamten wurden mit Stöcken, Steinen und Eisenteilen bombardiert. Fünf Schutzleute wurden infolge ihrer Verlegungen d i e n st u n s ä h i g. lieber 30 frduettäter wurden verhaftet. Lei dem Einsturz der Klippenküstc zu Abbotfhira sind mehr als 300 000 Tonnen Gesteinsmasseii ins Meer gestürzt. Lingcjandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dein Publikum gegenüber kein.Fei Verantwortung.) Vriiningen. Als die Maul- und K l a u e n s e u cb e anfangs Auguft d. I. bei uns saft gleichzeitig in zwei Stallungen ausbrach, was jedensalls durch Uebertragungen aus frolzheirn seinen Ursprung hatte, konnten luit schon im September ^Tank der fraltung ber Betroffenen unb ber Vorsicht ber Bürgcnckia i freigegeben werben. Es ging alles gut, bis Mitte Novembe als bie sremben franbelsleute hereinkamen unb kauften. Das fette Febervieh muibe von einem fränbler aus Dorf-Güll, wo bie Seuche zur Zeit war, gekauft, hier geschlachtet unb geturnt, daburch wurde sie wieder hergebracht. Sie brach in einem Gehöfte in dem Oberdorf und vier Wochen später in einem Gehöft mitten im Dorf aus, aber nunmehr tarn eine mehr gleichgültige Behandlung bei einem Teile unserer Bürgerschaft. Es melbeien sich zu Weihnachten zwei Wirte um Erlaubnis zu Tanzunterh.il Lung. .Unser Bürgermeister lehnte die Gesuche wegen der bauet verbundenen Ansteckungsgefahr ab, sagte aber, zu Ostern, wenn die Verhältnisse günstiger seien, sei nichts gegen die Veranstaltung einzuwenden. Ter eine Wirt gab sich zufrieden. Aber d diesen Sommer neugcgrüiibcte Jugenbverein beharrte aus sein, i Beschlüsse unb holte sich einfach durch seinen V -rftanb Genehmigung zum Tanz usw. in Gießen bei der Behörde. Am letzten Freitag meldete schon der dritte Besitzer, dessen zwei Mädchen mit den Mädchen des zuletzt verseuchten Gchöfis Theater gespielt haben, die Seuche an. Jetzt haben wir die Seuche in drei Gassen, wachsame vorsichtige Leute müssen die Zeche mitbezahlen und haben den Schaden. Das Vieh.darf nicht rindern und das Schlachtvieh steht da zum Schaden der Besitzer. Ter fr anbei stockt, ba müßte es en weder heißen: „Wir sind der Ansicht, daß der Bürgermeister als Kenner ber örtlichen Verhältnisse von ben Bürgern nicht umgangen werden sollte, wenn er alles mögliche aufbietet, nm einer Verbreitung der Seuche entgegenzutreten, während die Vorstände, die hier Gesuche bei der Behörde einreichen, gar kein Interesse an der Sache haben, da sie keinen Viehstand besitzen." Wetteraussichten tn Heilen am Donnerstag, ocit 4. Januar 1912: Meist trüb, geringe Niederschläge (im Gebirge Schnee), etwas kühler. Letzte Nachrichten. rm. Darmstadt, 3. Jan. (Priv.-Tel.) Gestern abend 7 Uhr fand im Residenzschloß N e u j a hrs t a fe l statt, zu der 92 Einladungen Vorlagen. Anwesend waren bie hier beglaubigten Diplomaten, die Minister, Provinzialtireftoren, städtischen Bürgermeister, bie Eisenbahnpräsidenteu von Mainz unb Frankfurt usw. Berlin, 3. Zan. In den letzten 36 Stunden ist na Asyl für Obdachlose kein neuer Vergistuugsfall vorgekommcn. Brüssel, 3. Jan. Fm Kohlenrevier von Voreilige sprachen sich die Bergwerkearbeiter in ihrer Mehrheit für ben Streik aus. Milch > Zentrifu- Dickwurzmühlen Reelle Preise Kataloge gratis unb franko. Vertreter gesucht. Schrotmühlen Haterquetschen Futterdämpfer Kesselöfen Kartoffelquetschen Kartoffelsortier- ßesichtigung erbeten gen ueust. verb. Konstrukt, von 11k. 48— an Büllennistliiaen Milchkannen Milchkühler Putzmühlen Trieure Möbel haus Ossmann Seltersweg 89 Jauchepumpen maschinen Jauchefässer Dezimalwagen Strohschneider Vieh- und Fuhr- Füllersdiuddiuasfäiaeiij werkswagen usw. Permanente Ausstellung aller I Geräte für die Landwirtscbait. || M. Hosanthal Liebigstrasse 13 c% Fernsprecher 77 9iepnraturen an Maschinen jeder Art werben in meiner Werkuälle fachgemäß und billigst ausgefühn. Sie nnsten menr! und werden krank. Die ges. geschützt. Apotheker Easpary'ö Pee-Cee-Hostenbonbons belfen sicher d. all. Erkältungen. Glänzende Gutacht, von Konigl. Sängern rc. Leut.ari0u.40Psg. Hauvl- nieberlag.: Univ.-Apotheke, Pclikan-Apotd.,Q.Lchaaf, Seidel, A. Noll, Bahnhof- straffe, Kaiierdrogerre E. Noll, Kaiier-'LUee, toebt. Michel, Karn. — EngroS: Avorheker Caepary. Ber- lin-Friedenaa. [L>/i W- Nö LeMe kaufen Sie in anerkannt beiter Cualität bei 129 C. G. Kleiuheun Bahubofttr.59 Televb.66 Große Sendung eingetroffen. DT* Presse billigst. *"W1 Holzverfteigerung i" oer fursrl. Lberförsterei Lich. Montag, den 8. Januar soll im Distrikt Niedwald wagendes Nutzholz versieigert werden: b Eichen, Bauholz, “ y» tvllm. (2b unb 27 (£tm. Durchm, 4,4-8,4 Mtr. Länge', = ^08 Sinn. (16-37 Elm. Durchm, 2,b- >,(> Mir. Lange), 13 Eichen, Gartenpfosten, -- 0,73 Fftm, sichten, Bauholz, von 18-24 Ctm Durchm.- = 4^1 Filin, fr-ö’^ten, Bauholz, von 11—17 Enn. Durchm = 15,01 Fstm, ltzteu-Terbilangen von 9-12 Ctm. Durchm ~ o3,06 Öftntv 2426 Fichten-Derbstangen oon 5—8 (Jtm. Durwm. 88,/5 Ium, 243 Fichten-Retssiangen -143 Firm. x Tic öuiammenfunrt ift vormittags 10 Uhr aus dem .veldfvcg oon Hattenrod nach Ettingshausen nm Kreuzer- l'i' ^ciiinrknngsgrenze). - l ch (Oberhesten), ben 29. Dezember 1911 fürstliche Cberförfteret. Dr. Dieffenbach. §tiilk 6 Psg. Bücklinge Kiste ML 1.50 10 Stück 76 Psg., 100 Stück 700 Pfg. , 5 Zwetschenmus.10 , 5 Marmelade 10 Pfd.-Eimer 250 Pf. 150 250 , 150 , Frische Fische Donnerstag früh cintreffcud: W Nordsee-Schellfische per Pfb. 36 Pf. ■ HW Nordsee-Kabliau per Pfd. 28 Pf. H Nordsce-Bratschellfische p.Psd.ISPf. H Hch.Kalbfleisch!! Selterswcg 12. -070) Tclövbon 285.1 2 2. 2 2 2 2 \ 2 I. M. Schul l Telephon 119. — Promos Versand nach auSwäri--. । ßaushaltungswäFche als Rollwafche behandelt wird kalt fdirank« kertig geliefert. Sauber gewafchen und blendend weift Ift diele Hrt Ausführung nur in meinem Betrieb möglich und deshalb konkurrenzlos. Belidiflgung meiner groftlfädtlfdien Anlage ilt jedem meiner werten Kunden gerne geltattet. amcnbinöeu d.Dtzd.o.70Pfg.an. Lcibbindcii L empfiehlt \VÄ C. Pattberg, Sellerswes 60, 2 2 2 2 2 2 >7 Drucksachen aller AK liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 2 Dampf wafdianitalt Lclslwslh Siehsn - Krofdorfer Strafte 12 2 Celephon 487 29 celephon 487 Liebhaber eines zart, reinen ßefufitts mit rosigem jugendsrischen Haifeüea und blendend schönem LelM gebrauchen nur die echte Steckenpferd-Lllienmllch-Selfe d. Bergmann 4 Co., Radebeul Preis LSklUk bO Psg., ferner macht der Lilieamilch > (Lream Tada roreu-IprödeHautsnelncrifalpiweiL und sammeiweich. Tube SV Pfg. bei: B. I. Möbs, Carl Sclbcl, CmilKarn. 2u Büdingen: Paul Hofstetter. DV1 5 Margarine | nur aus fü. Rohmaterir i Marke Lloitbar 8.00'.V: . ,, Delikates; 7.5<> „ Prima 7.25 „ , . Colonia 6.50 „ , . E 6.00 „ Verfd. in Postkolli v. 9 P>r *: an tägl. frisch franko 9in-j - nähme Adolf Lur>%<. ■ Großhandl., Neuß a. :/■;! Flusf-u.SecM Wir liefern nicht nur Wende PFLÜGE D*/J sondern auch Universal, Mehrschar, Hack und Häufler, Wechselkörper jeder Art, Kultivatoren, Laak’es Patent-Eggen ^7verlange Katalog Pflugfabrik Union, G. m. b. H., Homburg (Pfalz) Zur Enthebung nun Ncnjnhrs-klnitVllnsihen gingen noch weitere Gaben für die Kleinkinder-Lewahr anstatt von folgenden Familien ein: 121. Hauvtlehrer Knaufe,- 122. L-uiS Fuhr, 123. Privatier H. HaaS. Herzlichen Dank! Gießen, den 2. Januar 1912. Ter Vorstand der Kleinkinder Bewahranstalt. D. Schlosser. Privat-Lehr-Institut für Schnittzeichnen und Kleidermachen. Beginn derVor-andNachmittagsstunden am 8.und 15. Januar. — Es werden Kurse verschiedener Art und Zeitdauer gegeben. — Kurse im Zeichnen verbünd, mit praktischer Schneiderei. Kurse f(ir nur direktem Zeichnen. Kurse für Schneiderei allein. Nähere Auskunft. Prospekte und Anmeldungen täglich. ■■ ■ -■ --- Pension für Damen von auswärts. -7----— Marie Sack, akad. ausgeb.Lehrerin. Schanzenstrasse 22 p. — Ecke West-Anlage. Darmstadt t Akt.-Ges. 3es. Gas-und Benzin- AMI. WHIniiersmmiNg. Freitag, den 5» Januar, abends 8x/2 Uhr spricht der seitherige Reichstagsabgeordnete I>r. Wernes* (Giessen) im großen Saale des Kolosseums über v»? Die kommende Ncichstagswahl W * Der Walilousschnh. Bahnbofstrahe 5-L. 060 Babnhosstrahc 54. Nur 3 Tage. Gdlkrlicta Betopaqrf zwei« fräsen Drama in 4 &kt©n 8200 m lang. Borführungsdauer über 1 Stunde. 1, Ein grandioses Schauspiel. 2. Sensationell in der Handlung. 3. Brillant in den Szenen, 4. Hervorragend in der Dramatik. Alleiniges AnWrnWrcht fiir Gießen Nur im Ainematograph zu sehen. Biograph Plockstratze 12 063 Plockstraße 12 Jeder Film ein Schlager! !@ur 3 Tage das hervorragende überall mit größter Spannung erwartete und aufgenommene Sensa^icnsdrama Nen! Ne«! Mi Ir. II Drama aus dem Leben eines Irren in 2 Akten Nicht zu verwechseln mit Films, die ähnlichen Titel hatten, an Spiel und Inhalt jedoch weit zurückslandeu. Ferner Moritzens Ungeschicklichkeit Die beste und grünte Moritz-Humoreske. Tochter eines Öiebes spannendes Drama ans dem Leben. Winterfreuden zeitgemäße, bochintereffante Naturaufnahme. h'iuits Siitiana ans Dct volle erstklassige Pariser Komödie. Liu guter Fang, humoristischer Schlager. N UM LA.- MÄM UM M Niederlage: [l36 W. Kilbin^er Löwen-Drogerie, Gießen. Seltersweg. /• VOLL VRAFT 'V--V . ; . . Donnerstag frisch eintreffend la. Brat U N • ?'.. lMeMgrsdel M Babnbosstr. 26 (aB,n) Televbon 1 SG | Sühe spanische Orangen per Liiick 4 Pfg. flroNc fruchte Stück 5 und 6 Psg. Schell-Fischel ggs Pfund 13 Pfg. --- Kablian Pfund 16 Psg. g Feinste irische 8 Bücklinge Stück 5 Pfg. $ Rollmops, große Stück 6 '?'fn 9 4-Liter-Dose 195 Pfg., 2-Liter-Dose 105Psg' fi Bismarck-Heringe 3 Stück 20 Pfg', y l-Liter-Dose 195 Psg., 2-Litcr°Dose 105 Psg. 9 Sardinen Psd. 35 Psg., lO-Psd.-F-ah 180Psg S Brat-Heringe per Stück 9 Psg. 4-Liter-Dosc 140 Pfg. Ä Boll-Heringe, grohe 2 Stück 11 Psg. fi Heringe in Gelee '/• Pfund 10 Psg. 2 Liter-Dose 120 Psg. Gießener Fröbel-Seminar. Der Unterricht in: Seminar und Seminar Kindergarten besinnt Montag, den 8. Januar und werden Anmeldungen Garienürage 30 entacgengcnommen. Der neue .fkursus für Seminaristinnen besinn! im April. (55 L. Hoener. Ihre Verlobung beehren sich ergebenst anzuzelgeti Elisabeth, .Arnold "Wiegand Gnau Gießen, den 3 Januar 1912. Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut an Lehrer H. Goerz und Frau. Gieß6n, 3. Januar 1912. 075 | Frische Fische | ö| heute uud morgen früh cintreffcnd: ffl Jütland. Angel-Schellfische I 1—3 vfündig, per Pfund 40 Pfg. Nordsee Kabliau, ohne fiopf, M per Pfund 25 Pfg., im Ausschnitt 30 Pfg M B Bratsische ptt Pst. 15 Pst. S 3s£ Koteletts Pid. 40 Pfg.. Schollen Psd. 40 Psg., M Stcinbutt Pfund 100 Psg. Grüne Heringe 3Psd. 35 Psg. 6g Rheinperle best. Butter-Ersatz, feinste Süßrahm-Margarine, nach dem Fest bergen per Psund 3)tt 1.00. Kaffee $ I heute geröstet, garant. reinschmeckend per Psd. PL 1.60, 1.80, 2.00, 2.10 GebrüderBerdux Bahnhofstr. 27. Fernfpr. 231. | Als auffallend billig empfehle für Ausstattungen einen grossen Posten Damenwäsche Damaste Chiffons und Tischwäsche sowie einige tausend Meter echt Schweizer Stickereien gegenüber der ]\4 TZnriri gegenüber der Stadtkirche. 1VI. IXdllll Stadtkirche. Zwangsversteigerung. Das nachstehend bezeichnete Grundstück, das zur Zeit der Eintragung des Vcrstcigcrungsvermerks auf den Namen des Martin Torr und dcffen Ehefrau Elisabeth geb. Ostwald als Gesamtgut der Errungenschaftsgemeinschaft im Grundbuch eingetragen war, soll Freitag, den 23. Februar 1912, vorm. 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht auf dem GeschäitS- zimmer deS Grosth. OrtSgerichtS Wiescck versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege dec Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 16. Dez. 1911 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung deS VersteigerungSvermerkS aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im VersteigerungS- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der i Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche i des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgcsctzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung ent» gegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung deS Verfahrens hcrbei- zuführen, widrigenfalls für das Recht der 93er» ueigerungSerlöS an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 21. Dezember 1911. Großherzogliches Amtsgericht. (B’A Bezeichnung des Grundstücks. Grundbuch für Wiescck, Band II Blatt 134: Flur II Rr. 84 — 425 qm GraSgarten, die Erlen- gärten. 800 Mk. Günstige Gelegenheit in mehr oder weniger , gebrauchten PIANOS unter entsprechender 1 Garantie zum Preise j von Mk. SO. 350.450.500 j etc. Liefere, auch ohne ! Kaufpflicht in Miete m. ' vertrau!. Anrechnung. ! Auf Wunsch bequeme Teilzahlung Baldur Hof- Pianoforte - Fabrik Frankfurt a. 1. Leipziger Straße 53 Coblenz, Schlossstr. 9 Kataloge gratis Apfelsinen tn Kisten von 420, 714 und 1064 Stück. Zitronen grobe gelbe tn Kisten von 300 Stück. Pariser Kopfsalat täglich frisch. Kartoffeln gelbsleischig und gut kochend empfehlen zu billigstenTageS preisen geg. Bahnnachnahmi SüdfruchLverfand hauS Raiß & 6o., 8. m.b.^ Frankfurt a. H. DöngcSgasse 5. iss1/1 Man verlange Preisliste. iknwapIjnPBtrtiii Stolze - Schrey. Donnerstag. d. 4. Januar Uebungsabend DicnStag, den 9. Januar, Äutarill. Hauptversammlung Tagesordnung: Satzungoanderungen. Gruvvcneimeilung für dis Detlsd)reiben.Bci fchicdeneS, v3/1 Der Vorstand. Morgen xrf Donnerstag t abends 9 Mr Monat>- Versammlang im Hotel Grostbcräog. (v8/1 Liebigshöhe.s Donncrslag 4 bl» 6 rhi» Kaffeekonzert IIIWMII Mil* kickt Dir.: Hermann Steingoetter, Mittwoch,dcn3.Jan. 1912, abends 7 llbr: 11. Mittwoch Abonn. - Vorst. Olewübnliche Preise Das klein.SchokoiadeniDädcben 2ustsp. lN 4 Akten von Paul Gavault Deutsch von iss. v. Schöntban. Ende 97. Uhr. (a8/, Freitag, den 5. (Ian. 1012, abendS 8 llbr: 13. Freitag Abonn.-Vorftellg. Gewöhnliche Preise. Doktor Klaus Lustspiel in 5 Akten vor Adolf L'Arronge. Ende 10l/; Ubr. Voranzeige. Sonntag,dcn7.Jau. 1912, abends 7';, llbr auui erstenmalc loiederbolt: BMnitl|Menteil. Große Posse in 5 Bildern von Bernauer u. Schanker. Montag, den 8. Han. 1912, abends 8 Ubr Gewöhnliche Preise. Anher Abonnement. — Abonnenten geniehcn Ermähigung. Die Frösche. Ein Lustspiel deö Aristo» vhaues.