Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. In iho i selbsttätige chmittel. i, nur waschen in band- Slllauge von 30-40*. Waschzusätze nehmen. ; ist vollkommen, das bleibt locker die Wäsche wird gleich- g desinlizierl -i u. gelobt! ilpnketen, niemals Ion CO., DÜSSELDORF, nten auch der allbeliebte tzunnaria der römischen centuria der Hundertschaft genau ebenso wie das Zahlwort Huno = Hnnoert dem lateimiüjen centum und der altdeutsche Hunno, der an der Spitze der Hundertschaft steht, dem römischen centurw in seiner nnmungtichen Stellung als Leiter der centuria entspricht. < Bereinigung für Krüppel für sorge statt. Eine stürmische Sitzung öcr baqrrischen Kammer. München, 1. 9;iai. Beim Schlüsse der heutigen Sitzung in der Kammer der Abgeordneten gab es erregte Auftritte. Als der Abg. Quid de (Hb.) um 2' > Uhr einen Antrag auf Vertagung stellte, erklärte der Vorsitzende der Zentrumsfraktion, Abg. Lcrno, das; das Zentrum die Besprechung der Iesuitenintcrpellation Heute beendigen wolle. Es entspann sich eine lange Ailssprache über die Geschäftsordnung, in deren Verlaus die Avgeordneten Timm (Soz.) und Hübsch (üb.) dem Zentrum Vcr > gcwaltigung der Minorität n n b Unanstän- digkeit vorwarfcn. Sie erhielten dafür Ordnungs rufe . Schließlich arteten die Lärmszenen derart aus, daß der Vizepräsident Frank sich genötigt sah, die Sitzung für geschlossen zu erklären Tie Linke nahm diese Erklärung mit stürmischem Beifall auf. aber überflüssig, sobald der Weltfriede dauernd garantiert wäre. Herr Bebel weiß es, daß dem nicht so ist. S-o lange aber solche Gefahren noch bestehen, ist die beste Gestaltung und Ausrüstung unserer Wehrkraft gerade genug. Einen unparteiischen Richter für das Gebiet der Welt- händel gibt es mcht. Und der Wille einer Majorität garantiert auch noch kein sittliches Reckt. Ter Wahlmodus für das Kollegium der Weltrichter wurde am Ende noch schwieriger zu finden sein als die praktisch mögliche Lösung der preußischen Wahlrechtsfrage. Die Maifeier. Zur Maifeier fanden in Groß-Berlin gegen 80 gewerkschaftliche Versammlungen statt, davon in Berlin selbst 40. Von den auf den Bauten beschäftigten Maurern ist die Mehrzahl auf den Arbeitsstätten erschienen: in den großen Metallsabriken arbeitete fast die gesamte Arbeiter- ftfjaft. . "eipzig , 1. Mai. Tic sozialdemokratische M a t- feie r, bestehend aus gemeinschaftlichem Spaziergang und Massenversammlungen, verlief bei einer Teilnahme von 20 000 Personen ohne Störung. Paris, 1. Mai. Tic Zahl der heute in Paris Feiernden ist ziemlich groß, jedoch in der Provinz, hauptsächlich in den Arsenalen sowie Bergwerkszemren des nördlichen Frankreichs sehr gering. Mehrere Umzüge und Versammlungen wurden veranstaltet, es kam jedoch zu keinem Zwischenfall. Dresden wurde in Gegenwart des Königs, des Prinzen Johann Georg, der Prinzessin Mathilde und der Spitzen der staotlschen Behörden die große K u n st a n s st e l l u n g 1912 feierlich eröffnet. — Strindbergs Befinden hat sich verschlechtert. Es ist wahrscheinlich eine neue Eperation notwendig. Der Patient wird beständig schwacher: es ist ihm unmöglich, Nahrung zu sich zu nehmen. Die Angehörigen sind am Krankenlager versammelt. — T t e erste deutsche Expedition nach Neukamerun, den von Frankreich abgetretenen Distrikten im Kongogebiet, wird von der Deutschen Mokmiaü gesellschast entsandt werden, um sowohl die wissenschaftlichen wie auch die wirtschaftlichen Verhältnisse zu untersuchen. Mit der Führung wird Major a. A, Lang Held beauftragt. — Eintvertvollerrnusilhi statisch erFund. Einen Fund, der für die musikgeschichtliche ErforschungdcrLuther- z e i t von Bedeutung ist, hat Tr. Engelke in Magdeburg gemacht. Engelke hat ein Heft kanonischer Jnstritmentalistik von Luthers gutem Freund Johann Walther (f 1570 in Torgau- aufgespürt. Das Heft stellt das erste beglaubigte Exemplar für Streich- oder Blasmusik aus jener Zeit dar und ist bedeutsam für die Beurteilung der vielen textlos überlieferten Stücke, die bisher für Bokalwerke gehalten wurden. — Allgemeine deutsche K u n st g c n o s s e n s ch a f t. Heute mittag wurde in Hannover feierlichst die große Kunstausstellung der allgemeinen deutschen Kunilgenossenschast eröffnet. Hannover sieht, wohl mit Recht, in der Veranstaltung ein für- fein Kunst- wie sein Verkehrsleben hochwichtiges Ereignis. Die Stadt hat sich einen gewissen Festschmuck geleistet, der den er warteten Fremden gilt, und im Hoftheater rüstet man zu den großen „Festspielen", die -um notwendigen Frühlingsereignis jeder Stadt werden zu wollen scheinen, die etwas auf sich hält. Was die Ausstellung selbst anbelangt, so entspricht sie durchaus den hiesigen Wünschen und Gewohnheiten: sie ist gediegen, auf künstlerischer Höhe, zumal für den Laien von bildendem Wert in ihrer Lielfeitigkeit, aber ohne die Aufregung irgend einer Sensation ohne Leckerbissen für besondere Kennerschaft. Ter Plastik ist erfreulicherweise viel Raum gewährt. Alles in allem eine Ver anstaltung ohne die Möglichkeit starker, geschlossener Eindrücke, aber doch eine solche von großer Nützlichkeit, — zumal für Hannover. — Kurze N a et) r i ch t e n aus Kunst und Wnien- schäft. In der Pfingstwoche, Mittwoch, 29. Mai, findet unter dem Vorsitze von Professor Tr. F. Lange in München im alten Rathaussaale der zweite Kongreß der Deutschen Die W.edereröffnung der Dardanellen. Konstantinopel, 1. Mai Ter Ministerrat hat beschlossen, die Durch fahrt durch die Dardanellen wieder zu öffnen, unter der Bedingung, daß die Pforte fiep das Recht vorbehält, sic wieder zu schließen, wenn es sich als notwendig Herausstellen sollte und die Schiffe streng die früheren Vorschriften über die Benutzung von Lotsen befolgen. Eine entsprechende Note wird den fremden Vertretern übermittelt werden. Ta zur Ausfischung der Minen in den Dardanellen eine gewisse Zeit erforderlich ist, dürfte die Freigabe der Schifffahrt erst nach drei Tagen etwa möglich sein. Wieder em Angriff bei Terna. Rom, 1. Mai. Die Agencia Stefani meldet aus Der na: Heute früh eröffneten einige feindliche Abtei- Die blinden Hessen. Bon Professor Tr. K. Stuhl (Würzburg). Wenn in dem untersränkischen, dem Lande der Hessen benachbarten Teile des alten Grabfeldgaues ein Kind des Volkes etwas nicht sieht, was ihm vor den Augen liegt, dann hört es ivohl aus dem Munde seiner Mutter die Worte: „Siehst du es nicht? Da liegt es ja, du blinder Hesse!" Seit geraumer Zeit beschäftigt mich, der ich als Knabe oftmals selbst ein solch „blinder Hesse" gewesen bin, die Frage nach dem Ursprünge dieser merkwürdigen Redensart. Da las ich, was Vilmar in seinem Idiotikon von >purhessen unter dem Bei- fcorte blind bemerkt hat, über diese „dem Hessenstamme zu- dewiesene Bezeichnung, welche derselbe mit_ weit größerer Be- nimmtheit trägt als der Volksstamm der Schwaben", und nun will es mich bedünken, als sei ich der Lösung des Rätsels auf die Spur gekommen. Mögen die Gelehrten des Hessenlandes die Erklärung, die ich im folgenden gebe, prüfen und entweder billigen ober durch stichhaltige Gründe widerlegen und durch eine andere, bessere ersetzen! Nach Vilmar also hießen die Hessen bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts niemals schlechtweg ,fblinbe Hessen", wie jetzt, ionbern „blinbe £> unbe" ober „blinde Hundehessen", so sagt Hans Sachs: „Tie Hessen engst (neckt) man mit den Hunden"; ein Beleg für das zweite findet sich bei Lüntze 1, bild es heimische Stiftssehde S. 36 u. a. St. iVilmar). Es kommt mithin die Blindheit eigentlich den Hunden zu, mit denen man noch zur Zeit des vans Sachs bte Hessen „ängstigte" ober foppte, eine Bezeichnung, die dann wegen ihrer scheinbaren khrenrührigkrit unterdrückt wurde und schließlich ganz in Vergessenheit geriet. Wie aber kommen die wegen ihrer Tapferkeit und Kriegstüchtig- kit schon von Tacitus vor allen anderen deutschen Volksstämmen serühmten Hessen ober Chatten zu dieser selt,amen Benennung? 3 Sfl es wirklich so, wie I. Grimm in seiner deutschen Mythologie, 6. 345, anbeutet und in seiner Geschichte der deutschen Sprache, 6. 566, weiter ausführt, daß die Bezeichnung der Hessen als bunbe, blinbe Hunde auf eine uralte mythologische Stammsage iurückzufuhren ist, nach welcher der Stammesahnherr der Hessen ritt» Schwaben entweder, der Sage von den ,Merowingern und dem Lchwanenrllter entsprechend, von einem Hunde stamme ober, hit bie spätere, gemiiebrte Sage von den Weisen 0. i. jungen Hunden überliefen, als Neugeborener für einen blinden Hund aus gegeben worden sei? Daß mit dieser Annahme der Ursprung der Bezeichnung keines- wezs erklärt ist, liegt auf der Hand. Sie geht vielmehr zurück citi eine sogenannte Volksetymologie d. i. Falschdeutung -'s Volkes, die durch das lautliche Zusammenfällen einer uralten tfinnenung der Hessen und Schivaocn mir dem Warnen des Hundes c-.ianlaßt wurde. Diese Benennung aber leitet sich her von der rsil H under tzahl, bie im Althochdeutschen und anderen gerrna-1 nisck-en Mundarten außer der gewöhnlichen zusammengesetzten Wortform auch einfach Hunt oder Hund hieß. Dieses Wort aber ist dasselbe wie das lateinische centum, griechische Katon (in He-katon — Einhundert) usw. und war von Haus aus kein Zahlwort mit einem bestimmten Zahlwerte, sondern ein dem deutschen Kind und lateinischen Wortstamme g e n t, das in der Mehrheit genti i_centi) auch in den Zusammensetzungen guin-genti usw. erscheint, sinngleicher Ausdruck mit der ursprünglichen Bedeutung Nachkommenschaft, Volk, Stamm. In der älteren Lautform tu nb liegt es in den nordgermanische n Sprachen in Zusammensetzungen wie gotisch himina- tunb(S) (vom Himmel stammend), oinakunds (weiblichen Geschlechtes) vor, in der nod) älteren Lautstufe ig u n b verbirgt es sich in dem Namen der Burgunder. Bur-gundi oder Bur-genda ogl. Burgendaland, jetzt Bornholm), auch Burgundiones (Plinius) sind die Buren- oder Bauernvölker, die Nachbarschaften. So heißen heutzutage noch bei den alemannischen Bewohnern des Schwarzwatoes die Bauernschaften Bure- Dölfli, d. i. die Bauernvölkchen. i So war nun auch eine sehr verbreitete Benennung der Bauernschaften und zwar sowohl der Bezirke oder "Marken, als auch der Bauerngeiwssenschaften selbst Hund schäft, Hond schäft, H o n n s ch a f t, H u n t a r i (d. i. wohl Hunt-hari — Hund-Heer) oder Huntare, Hundere, auch H u n n a r i a, die sich nach G. L. v. Maurer (Geschichte der Dorfverfassung in Deutschland 1. Bb., S. 106) im alten Franlenlanb, am Niederrhein, z. B. in ben Herzogrümem Geldern, Kleve, Jülich und Berg, in der Eifel, auf dem Hundsrück und in vielen kurkölnischen Aemtern bis auf unsere Tage erhellten hat. Auch in der Schweiz kommt der Name Hönni, b. h. Honne ober Honnschaft zuwellen vor und in Ale- mannien war der Ausbruck Huntari als Bezeichnung eines Gaues, Untergaues ober einer Cent, einer Hundertschaft ehemals sehr verbreitet. • Der Vorsteher einer solchen Honnschaft hieß Hunno, woraus an ber Saar unb an ber Mosel Honne ober Hunne, Hununb Hunb würbe. Als man bie wahre Bedeutung des Wortes nicht mehr verstand, ließ man in dem Hungerichte, das im Blieskasteler Amte noch im Lu. Jahryunoert genauen worben ist, ben Hun oder Gemeindevorsteher Drcimal^bcLen, als wenn er ein Hund wäre (v. Maurer, a. a. O. 2. Bb., S. 25). Was Wunber also, wenn sowohl bie bem Frankenstamme zugehörigen Hessen als aucn die aiemannijajen Lcywaoen von ben anderen Stammen geneckt oder auch geschmäht wurden als bie blinben Hunbe, blinden Hundehessen, biinben Hessen ober blinden Schwaben, bie wie bie Huiide erst am zehnten Tage sehenb würben? Lo hat sich bas scheinbare SchmähwoN im Liane der Sprachgeschichte entpuppt als eine harmlose, jedoch in bie urältesten Zellen zurüafuhrende Soenennuitg; uiuipriuji uuu/, was ireuuy y^er nur turz angebeutet werden tann, ber erwoMic Ausdruck Huntari ober ■Ri? hu dieits lnhch gönstige ld d8ck« ««ine, fim ... Wen- imituren JtidienmiM a.d.beieährtener^ Wächtersbach \ St eingut fa ff empfiehlt preW* W in A vielseitiger tittunjshu^ - rur ' wasche Interparlamentarischen Rate in seiner SitzungvomlO. Febr. dieses Jahres, die in Brüssel stattfand, zur Beratung vor. Niemals in der Tat hat die Union, solange sie besteht, bei Streitigkeiten, die zwischen ben Mächten ausbrachen, ein Urteil abgegeben ober sich gar als einen Gerichtshof betrachtet, dem die Entsck)eibung über den ausgebrochencn Konflikt zustande. Auch diesmal hat sie sich wohl gehütet, etwa einen an bie Adresse der italienifdjcn Regierung gerichteten Tadel auszusprechen: sie hat sich vielmehr nur -auf den Ausdruck des Bedauerns darüber beschränkt, daß die Grundsätze so wenig beachtet worden sind, die einst zu ihrer Gründung geführt unb bie sich dann die Haager Monierenden von 1899 unb 1907 zu eigen gemacht haben. Daß die Union, dies tat, daß sie nicht stillscktweigend an dem Ereignis vorüberging, bas die ganze Kulturwelt erregte, war nicht nur ihr gutes Recht, sondern sogar ihre Pflicht, die sie in feinem Falle hätte versäumen dürfen, wollte sie nicht ihre ganze Existenz aufs Spiel seyen: niemand, der diese Frage ruhig und objektiv beurteilt, wirb darum die Haltung des Interparlamentarischen Nates tadeln können, der sich in feiner Sitzung vom 10. Februar dieses Jahres der Auffassung seines Präsidenten einmütig aw- schloß unb zugleich fein Bebauern darüber ausdrücktc, daß die italienischen Mitglieder der Sitzung fern geblieben waren. Die Hoffnung, die ich in biefer Sitzung aussprach, daß auch unsere italienischen Freunde die Rickstigkeit dieses Standpunktes anerkennen und nicht etwa durch ihren Austritt aus der Union, den sie für den Fall der Ablehnung ihres Antrages an» gekündigt hatten, der gemeinsamen Sache einen schweren Schlag versetzen würden, hat sich leider nicht erfüllt: durch Beschluß Dom 2 3. März erklärte die italienische Gruppe mit Bebauern, s i ch solange von der Union trennen z u müssen, als nicht ihrem Verlangen nach Aenderung ber Satzungen Genüge geschehen sei, unb ihr Präsident, Marquis Cappelli, teilte diese Entschließung mit einer ausführlichen Begründung dem Jntcr- parlameiitarifchcn Rate mit, indem er der Hoffnung Ausdruck gab, daß dieser sie zu würdigen wissen werde. Nun kann ick mich sehr gut in die Seele unserer italienischen Freunde versetzen, die in Uebcreinitimmung mit ihrer ganzen Nation die Besetzung von Tripolis als eine nationale Notwendigkeit betrachten, die allein das zuungunsten Italiens verschobene Politische Gleichgewicht im Mittelmeere dauernd wiederherzustellen vermöge. Aber war dieses Ziel nicht ebenso gut ober vielleicht weit besser auf frieblichem Wege zu erreichen? Konnte Italien seine berechtigten Ansprüche von einem internationalen Kongreß nicht mit demselben Erfolge durchsetzen, wie es einst Frankreich auf dem Berliner Kongreß von 1878 mit Bezug auf Tunis getan hatte? Ist es nicht noch in diesem Augenblicke gelungen, die wahrlich schwierige und verwickelte Marokkofrage zwischen Frankreich und Deutschland zu beiderseitiger Befriedigung allein schon auf diplomatischem Wege zu löi'en? Und hat etwa der bisherige Verlauf des tripolitanischen Feldzuges den Beweis erbracht, daß die kriegerische Beilegung des Konfliktes für Italien die einzig mögliche und erfolgversprechende war? Diese Krisis in ber interparlamentarischen Union gibt viel zu denken. Wenn alle Welt sich darüber einig jein würde, daß der Friede dauernd erhalten bleiben müsse, so würde es vielleicht irgend einer ehrgeizigen Regierung einfallen, den Frieden bennoef) zu brechen. Bei Italien waren es, wie Herr Eickhoff zugesteht, vaterländische Jn- teressen der Italiener. Er ist der Ansicht, daß diese Interessen auch auf anderem Wege hätten durchgejeyt werden können. Sicher aber doch nur so, daß der schwächere Teil zum Nachgeben genötigt worden fein würde. Und wenn man die Türken über diese Friedensbestrebungen befragen würde, so würden sie wahrscheinlich mit vollem Rechte sagen: Das beste Mittel, seinem Lande den Frieden zu erhalten, ist eine ausreichende Rüstung. Selbst die Sozialdemokratie will ein Volksheer, eine Mtliz. Tie wäre Die Arbeit der Friedensfreunde. Der Budgetausschusj des Reichstags hat gestern mit allen Stimmen der bürgerlichen Parteien dem Teil der Heeresvorlage zugestimmt, wonach die gesamte Heeresmacht des Deutschen Reiches aus 25 Armeekorps, statt bisher 23, besteht. Man unterhielt sich dabei auch wieder eifrig über die Rüstungsbeschränkungen, und ein fortschrittliches Mit- glied des Ausschusses begründete einen Antrag feiner Partei auf Rüstungsbegrenzung, sofern von einer anderen Großmacht die Anregung dazu gegeben werde. Bemerkenswert ist dazu, daß das Zentrum sich geg-en den Grundsatz der Rüstungsbeschränkung erklärte, „weil wir jetzt mit einem Krieg nach drei Fronten zu rechnen hätten". Auch der nationalliberafe Redner wies den theoretisch gut gemeinten Gedanken mit ähnlichen Hinweisen zurück, und daher würde die heutige Reichstagsmehrheit Herrn von BethmanN-Hollweg nicht auf das neue, unerforschte Ge- Ibiet zu drängen suchen. Die Verhandlungen mit England, das wurde ja von der Regierung in einer früheren Aus- schußsitzuna erklärt, dauern fort. Unseres Erachtens kann es sich dabei nur um die Frage drehen, ob einBünd - n i s mit England in bestimmten Bahnen angeknüpft werden kann. Ta wir in einer Zeit leben, in der ein Wettbewerb auch in der Verschärfung der Lustkriegswaffe stattsindet, da man immer damit rechnen muß, daß ein Volk einen infolge glücklicher Erfindungen auf diesem Gebiete gewonnenen Vorsprung dazu benützen könnte, seinen Nachbar zu überfallen oder mit Krieg zu bedrohen, wird der Abrüstungsaedanke vorläufig leider wieder auf die lange Bank geschoben werden müssen. Die Erfahrungen der letzten Jahre drängen auch nicht gerade auf diesen Weg; man braucht nur die Vorgänge in China, Persien, Marokko und besonders Tripoli» zu betrachten. So ist es denn recht zeitgemäß, daß wir wieder einmal etwas davon hören, was aus dem Widerspruch Italiens gegen den bekannten Beschluß der interparlamentarischen Union geworden ist. Der frühere fortschrittliche Abgeordnete Eickhoff, Vorsitzender der deutschen Gruppe der interparlamentarischen Union, veröffentlicht im Maiheft der Zeitschrift „Nord unb Süd" einen interessanten Brief an den Herausgeber, der die vvlli'te Enttäuschung über das Verhalten der Italiener atmet. Wir geben die Haupt stellen aus dieser Veröffentlichung hier wieder: Wie Ihnen erinnerlich fein wirb, hatte der Jnterparlamenta- rifche Rat, der Gefamworstand der Jnterparlamentarn'chen Union, in seiner am 4. Oktober v. I. in Paris abgehaltenen Sitzung einmütig — allerdings unter Stimmenthaltung der beiden italienischen M i t g I i c b e r — fein Bedauern darüber ausgedrückt, daß bei dem italienisch-türkischen Konflikt, der zum tripolitanischen Feldzuge geführt hat, so wenig dem Gei st e des Friedens und der Gerechtigkeit Rechnung getragen wurde, der die beiden Haager Konferenzen beseelte, unb bie Kriegserklärung so rasch erfolgte, daß die Möglichkeit einer Vermittlung oder Verständigung ausgeschlossen war. Durch diesen Beschluß hatte sich bie italienische Gruppe ber Union verletzt gefühlt unb eine Acnbe- rung ber Satzungen ber Union bahin beantragt, baß es dieser selbst ober ihren Gruppen nicht gestattet sei, besonders im Jolle eines bewaffneten Konfliktes, die Haltung einer Regierung iu kritisieren ober zugunsten ober ungunften ber einen ober andern kriegsfährenden Macht sich zu äußern. Dieser Antrag lag bem Ur. 105 Erster Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 2. Rai (912 Der siebener Anzeiger JKSXHf M Jk wf ft Be,nq«vretS: erscheint täglich, außer ▼ Ry uZ V monatlich75'W„oiertel- SÄ' rak AM A Aull ** A AA A Aü blatt für b«n Kreis (Sieben ■ ■ H ■ ■ Mir ■ H ■ ■ M ■ labrL an«id)L (Dienstag und Freitag); M VoL ■ ■ la, W H «L ■ E E E E E, Zeilenpreis: 15Pi. monatl. Land- 'EC ■ K W E E M auswärts 20 Bfeimiq. wirtschaftlicheZeitfragen M E ■ — E Chefredakteur: A Goetz, stemwrech-Anschlüsse: W ■ WM Verautwonltch für ben für die Redaktion 112, /<▲ < •• ~~—' volitischen Tell: August tS» General-Anzeiger für Vderheffen ss'fe-S ^r"b!7^^gesnuuuuer ^otütionsörud und Verlag ber vrühl'schen Univ.-Vuch- und zieinbruckerei R. Lange. Rebattion, Lrpebition unb Druckerei: Zchulstrahe 7. Land-: C Heß:^ür den bis oormittags 9 Uhr. Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschäftrstelle vahnhofstrahe 16a. Anzeigenlell: H. Beck. >m IM6 inder 3 st^ $ inderi stück , ig 10 'lungert das Feuer in den Fkanken einer Kompanie, die die Arbeiten an dem Hei Fort Lombardia deckte und «gegen Alpenjäger, die mit oem Bau der schanze Verona beschäftigt waren. Italienische Artillerie und Maschinen- gewehre vertrieben mitihrem Feuer den ,ycinb, dessen letzte Meinung gegen zwei Uhr sich zuruckzog. Zwei Italienische Alpenjäger wurden leicht verletzt. Aurland. Die türkische Regierung beschloß, die Eisenbahn Mekka-Meding unverzüglich zu bauen. Es liegen jetzt auS 1037 von 1080 Wahlbezirken in Massachusetts die Ergebnisse der Vorwahlen zurPräsidentschastderBereinigten'Staaten vor. Danach erhielten Roosevelt 79 564, Taft 84 948 stimmen. Oeer und Flotte. General v. Alten. Am letzten Sonntag ist einer der bekanntesten deutschen Militärschriststeller, der (Generalleutnant z. D. Georg v. Alten in Berlin gestorben. 1816 geboren, hatte er al- junger Offizier im Infanterie-Regiment 70 den Feldzug von 1866 mitgemacht und war 1870 der erste preußische Offizier, der, schon am 2. August, verwundet wurde. Er erwarb sich dabei das Eiserne fireu$. Rach dem Feldzug besuchte er die Kriegsakademie und kam in den Generalstab. Ms Oberst war er Chef des Stabs des 3. Armee- torps und später Kommandeur des Kolbergschen Grenadier-Regiments, befehligte dann die 65. Infanterie-Brigade, wurde Oberguartiermeister und als Generalleutnant Kommandeur der 2. Division. Zu früh für die Armee mußte er infolge der Vorgänge bei dem Krosigkschen Mordprozeß 1901 den M schied nehmen. General v. Alten ist seitdem vielfach literarisch hervorgctrcten. In den letzten Jahren leitete er die Herausgabe des groß angelegten Handbuchs für Heer und Flotte, das sich allgemeinen Beifall erwarb. Auch am öffentlichen Leben beteiliate sich General d. Alten lebhaft, er war Vorsitzender der^Abteilung Berlin der Deutschen Kolonialgesellschaft, deS Südamerikanischen Vereins und anderer Körperschaften. * — Ä r in e e E i n t e i l u n g u n d Q u a r t i e rli st e. Soeben erschien int Belage von Karl SiegiSmund, Hofbuchhandlung, Berlin SW., die neueste Ausgabe von Stecherts Armee-Einteilung und Quartierliste des deutschen Neichsbccres und der 'Kaiserlichen Marine, nach dem Stande vom 1. Mai. Die seit 50 Jahren regelmäßig erscheinende Armecliste enthält eine übersichtliche Zusammenstellung aller Truppenteile der deutschen Armee mit namentlicher Angabe der Chefs «Inhaber), Kommandeure und Standorte, sowie kurze Uniform Beschreibungen und Abbildungen der Regi- mentS-Namenzüge, ferner die Personalien der KriegSministcricn und höheren Militärbehörden, die Genaralstäbc, Inspektionen, Gouvernements und Kommandanturen, Erziehungs- und Bildungs- wesen, Verwaltungsbehörden: ferner die Landwehr- und Terri- torial-Bezirke; ein Verzeichnis sämtlicher Truppenteile nach Waffengattung und Nummcrfolge und den alphabetischen Quartierstand. — Die Stechertsche Armee-Einteilung bringt in der neuen Ausgabe folgende neue Angaben: Tie Kommandeure der Bezirls- kommaudos: die etatsmäßigen StaabSofsizierc, Platzmajors, Adjutanten der Kgl. Prinzen und deutschen Fürsten: ferner Beschreibung der cinpctretcncn Unisormänderunaen, sowie als wichtigste Neuerung: eine Ancieunitätsliste der Generalität, der Obersien und Oberstleutnants, Majore der Kavallerie und Feldartillerie, soweit sie Regiments-Kommandeure sind. Mit diesen Neuerungen ist die Stechertsche Liste die vollständigste geworden und entspricht allen an sie zu stellenden Anforderungen. Tie Abteilung „Kaiserliche Marine" enthält die Personalien des RcichSmariue-Amts, die Ober-Kommandos und Jnjpeliionen, die Küsteu-Bezirke, Verwaltungsbehörden, Schutztruppcn für die Kolonien und eine genaue Liste der Kriegsschiffe nebst Deplacement, Pferdekräften und Besatzungs-Etat. Arbeiterbewegung. Folgen des Auhrbergarbe tcrauüitaadeS. Effen a. d. Ruhr, 1. Mai. Der alte sozialdemokratische Bergarbeiterverband verlor bei den Sicherheitsmännerwahlen im Ruhrrevier den größten Teil seiner Sitze, und zwar 250, darunter 180 an den Christlichen Gewerkoerein, 50 an die gelben Gewerkschastövereine und 30 an die Polen. Das ist eine Folge der letzten Ausstandsergebnisse! Au» Stadt und Land. w le hen, 2. Mai 1912. ** TageSkalender für Donnerstag, 3. Mai: Volks- Einfonie-Uonjerl. Abends d Uhr im Katholiichen BercinshanS. ** Ein Zeppelin-Luftschiff über Gießen. Gestern nachmittag nach 1 Uhr kam zum erstenmal ein Zeppelin-Luitschiif, die „Viktoria Luis e", nach Gießen. Das Lustschi,s fuhr auf einer seiner Rundfahrten von Frankfurt hierher und madjte eine Schleife iwer der Stadt, um bann in südwestlicher Richtung wieder zurückzusahren. Das Geräusch der Propeller vertundete daL Nahen des Lu,t- schisseS rechtzeitig, so daß viele Leute auf die Straßen eilten und das Luftschiff begrüßten. Auch die Luftpost trat in Tätigkeit. Eine Anzahl Postkarten wurde herad- geworsen, die teilweise an hiesige Einwohner gerichtet waren und sicher bei den Empfängern fiel Freude hervor- acrufen haben. — Die „Viktoria Luise" begleitete au, ihrer Fahrt hierher den von Frankfurt um 12.05 Uhr abgehenden Schnellzug, eilte chm aber etwa von Butzbach ab voraus, so daß das Lustschisf schon wieder au fder Rückfahrt begriffen war, als der Schnellzug um 1.20 Uhr hier an kam. ** Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Schloßinspektor Gg. Schon aus Anlaß seiner 40,ähr. Hosdienslzeit die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. " Lehrerpersonalien. Ter Großherzog hat dem Oberlehrer an der evangelischen Schule zu Erbach i. O. Ludw. Will au« Anlag seine» KOiähngen Tienstjublläum» den Titel »Rektor* verliehen. — Erledigt sind: Eine evang. Lehrer- stelle zu Hof heim (Rr. BenShemi); eine nut einem evang. Lehrer zu besetzende LehrerstcUe an der Gemeindeschule zu Reichenbach. •• Hessische Sch tachtungSsta tistik. Nach der amtlichen Statliuk über die Schlachtvieh- und Flelschbeschau wurden in Hesten in den Monaten Januar, Februar und Mürz 1912 geschlachtet: Ö?U (576) Pierde, 4509 (4817) Ochien, 320 (284) Bullen, 11 uü4 (10504) Kühe, 6663 (7245) Juugrmüer über 3 Monate alt. 19 250 (16 662) Nalder bi» 3 Monate all, 92854 (83 631) Schweine, 27o5 (3114) Schafe und 7687 (9851) Ziegen. * Ä d n 3 c r t D e r c i n. LaS letzte Konzert des laufen- den KonzertjabreS wird auSschließrrch geistlicher Musik gewidmet sein. ES findet am Mittwoch» 8. Mai in dem Tür solche Darbietungen einzig angemessenen und arustisch am petzen geeigneten Raume, dem lÜotteStzausc. in diesem Falke der Stadtkircke, statt. Das Außeraewöhnlichc dieser künstlerischen Deranstattung liegt darin, daß sie Don einer Tarne, Fräulein Gretchen Des soff, geleitet und von dem von ihr begründeten und ihren Namen tragenden Frauenchor ausgeführt wird. Frl. Dessoff ist die Tochter des bedeutenden Opernkapellmeisters Otto Dessoff, der die Frankfurter Over zu einer der ersten deutschen Bühnen machte. Bon ihm hat sie die Dirigentenbegabung ererbt und die Befähigung zu zielbewußter, erfolgreicher Leitung und Schulung musikalischer Bereinigungen. An die 9u hervorragend stimmbegabte, künstlerisch durchbi d t" und den besten Kreisen Frank urts angehorende Damen bilden ihren Chor, der in den fünf Jahren seines Bestehens Unter der straffen Leitung von Frl. Tessoff so rasch zu Ansehen gelangt ist, daß er bereits einen bedeutsamen Faktor im ^ranqurter Musikleben bildet. Wie seine klangttch ideal schönen Wirkungen und die subtile Art seines Vortrages auch außerhalb Frankfurts gewürdigt werden, erhellt aus seiner Mitwirkung bei dem demnächst stattfindenden zweiten Deutschen Brahmsfest in Wiesbaden und der Einladung des Richard-Wagner-Vereins zu einem Konzert in Darmstadt im Laufe nächsten Winters. "Die Ortsgruppe. Gießen des Hessischen Vereins für Luftfahrt hat sich von dem Marburger •Herein getrennt und sich unter dem Olamen: .Lustfahrer- Verein Gießen* selbständig gemacht. Der junge Verein ist dem neu gegründeten Groß her zoglich Hessischen Verbände für Flugwesen, Sitz Tarmsiadt, Mainz und ließen, unter bem Protektorat deS Großherzog« beigetreten. Tamit ist, wie wir hören, ein Wunsch unseres Großherzogs, das ganze Heffeuland zur Erfüllimg der neuen, durch den ungeahnten Aufschwung der Luftfahrt entstandenen idealen Ausgaben zusaiuiuenziisassen, aufS glücklichste ver- ivirtlicht worden. ES ist zu hoffen, daß eS dem jungen Verein gelingen möge, die ganze Provinz Cbcrheffcn unter keiner Fahne zu vereinigen und dem Großh. Verbände zu- zuführen, damit er in engstem Anschluß an die beiden Süd- Provinzen und gemeinschaftlich mit ihnen an dem großen Werke arbeiten kann. ** Stenographie. Arn kommenden Sonntag feiert der Bezirk Gießen im Hesfisch-Nassaui'chen Verband GabclSbergerscher Stenographen sein Bezirks fest, mit dem eine Vertreterversammlung und ein Wctt- schreiben verbunden ist, in Butzbach. Tie Anmttdungen zum Wettschreiben übersteigen die Zahl btt früheren Bezirksfesten schon jetzt g-nz erheblich, sie betragen bis jetzt 230 in Abteilungen von 60 bis 280 Silben. Auch die hiesigen Vereine, einschließlich der Schülervereinc am Realgymnasium, an der Oberrealschule una am Gymnasium, werden mit rund 90 Stenographen an dem Wettschreiben teitnchmen. Be»,öroen unu firmen Haven wertvolle Ehrenpreise gestiftet. ** Der Evang. Arbeiter-Verein begeht in diesem Jahre die Feier des 2 0. Stiftungsfestes. AuS diesem Anlaß findet am 11. August in 2.eins Garten ein G a r t e n f e st statt, bem am Vormittag ein Festgottes- dienst vorausgehen wird. *♦ Enthüllungen. In Steins Garten finden am Sonntag, den 5. unv Dienstag, den 7. Mai, zwei Enthüllungs-Borstellungen ves Anti-Myiliters unv Spiri- listen-Entlarvers Stuart Lancourt statt, der es sich seit Jahren zur Auigave gemacht yat, die ost raffinierten unv verpeckten Schliche unv Kniffe rücksichtslos au.zuvecken, die von gewissen ^-piritisien unv äynl.chen Gautiern fortgesetzt und mein in betrügerischer Ansicht zur Täuschung der Menschen angeroenoct werden. Alle die unbcgreifttchen, ocrblüifenbcn Experimente, die schon manchen irregeführt haben, gelangen zur Borfüyrung und sofor.igen Enthüllung; u. a. die tatsächliche Verflüchtigung (Tema.uralisatwn) unv Wiederoerdichtung (Rematerisation) Lancourts vor den Augen des Publikums. Kinder unter 16 Jahren werden auf keinen Fall zugelassen. ** Barg eldloser Zahlungsverkehr. Bon den Einrichtungen zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs wird noch nicht in dem Umfange Gebrauch gemacht, wie dies nach den Vorteilen der Einrichtungen erwartet werden kann. Besonders schcim cs nicht hinreichend bekannt zu sein, daß die Giro- und Postcheäkontcn zur Begleichung ein- und Luszuzahlender Beträge aus Postanweisungen, Zahllarten und Zahlungsanweisungen benutzt und Zahlungen an Poitkassen mittels Schecks geleistet werden können. Für die Verwendung von Postschecks bietet sich auch Gelegenheit bei Entrichtung von Fernsprechgebühren, gestundeten Portobeträgen und Telegrammgebühren, Schließsachaebühren, Zeitungsgeld der Bezieher sowie bei Einkauf von Wertzeichen im Betrage von mindestens 20 Mark. Hal die Vcrkehrsanstalt selbst ein Postscheckkonto, so kann anstatt eines Schecks auch eine lieber» Weisung in Zahlung gegeben werden, lieber die näheren Bestimmungen, die bei Zahlungen an Postkasten mittels Schecks An- Wendung sinden, geben die Ortsposlanstalten Auskunft. Hüiiöirciö Gltstrn. e. Hungen, 1. Mai. Auf der Strecke Friedberg— Hungen wurde der um 11 Uhr nachts die Strecke passierende Zug durch das Explodieren von drei Jagd- Patronen zum Halten gebracht. Tie Patronen wurden entweder aus Scherz oder aber von verbrecherischer Hand auf die Schienen gelegt. Em Unglücksfall kam nicht vor. Tie Nachforschungen nach dem Täter blieben erfolglos. KrciS Schollen. O Laub ach, 1. Mai. Graf K a r l zu S ol ms-La u- b a ch, der drittälteste Sohn des verstorbenen Grasen Friedrich, zurzeit Landrat in Lüchow, hielt heute mit seiner Gemahlin, einer geborenen Prinzessin Solm-Salm, Einzug im hiesigen Schlosse, um einige Tage hier zu verweilen. Da die Gräfin Karl den ersten Aufenthalt im Stamm- schlosse ihres Gemahles nimmt, trug unsere Stadt zum Willtomm reichen Faynenschmuck. — In diesen Tagen weilten der Oberstaatsanwalt und der Un.ecsuchungsriiyter uus Gießen hier, um wegen der Schlägerei am 3. Oster- feiertag Untersuchung Dorvuiie*,men. Ter beschuldigte Dienstinecyc G. leugnet eie Tat unv war bis jetzt nicht zu einem Geständnis zu bewegen. Ter verletzte H. de,rnvet sich auf dem Wege der Besserung. Sirns oiiiuucrg. L. Friedberg, 1. Mai. borgen beginnt wieder am hiesigen eoang. Prcdigerseminar e.n wi senschaftticher Kursus für kirchliche itan,.- und Tenmatpflege. Prof. Meißner-Darm »aot hat die Leitung Übernommen. Außer am 2^ Mai finven am 9. und 20. ö. M. Vorfrage ltatt. Im Juni wcroen Ausjluge an Orte veranstaltet, vie tiru)iiü)c Kunst unv Altertümer auiweisen. Sturkcuburg und stiycinycstktu rm. Tarrn |t aut, 1. Mai Tie heutige Eröffnung des neuen Hauptbahn Hofes r ottzog sich in den ersten Nachtstunden gegen 1 Uhr, als die ec,ren Züge von Frantiurt unv Mainz crnlic,cn, giaa unv ohne Un,att. Biele Leute hatten fta) mit Den letzten Zügen vom alten Bahnhof aus in Die Aachoarorte begehen, um oie erst« hcer cinlaufcnbc/ V’:". : Lokomotiven mit Laub geschmückt waren, benähen zu tonnen. h. Mainz, 1. Mai. Hier trat heute unter dem Vorsitze des Kirchenrats Schrimpf der Evang. Pfarrverein im Eroßherzogtum Hessen zu seiner Hauptversammlung zusammen. Tie Berhand^unaen waren sehr stark besucht. Nach der Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten wurden Vorträge gehabten von Pfarrer o l f-Rumpenhcim über „Tie Notwendigkeit des konfessionellen Religionsunterrichts", von Professor D. Schoel l - Friedberg über „Tie Stellung des P,arrerS zur modernen I u g e n d p s l e a e b e w e g u n g", von Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg „Ueber Kollekten- orbnung" und von Pfarrer Br t l l-Ober-D'.dderSlieim über „K o l p o r t a a eu n fu g". Ten Vorträgen schlossen sich längere Besprechungen an. Kreis Wetzlar. k Hörnsheim, 1. Mai. Am Sonntag, 12. Mai, wird hier der Leiter der Rechtsberatungsstelle deS Evang. Arbeitervereins Gießen einen Vortrag halten über die Jnval iden - und Hinterbliebenenversicherung sowie die Ausgaben der gemeinnützigen Rechtsauskunftsstellen. Ta viele über die am 1. Januar L I. in Krast getretenen gesetzlichen Bestimmungen im Unklaren find, dürste eine Aufklärung auf diesem Gebiete allen denen, die Beiträge zur Invalidenversicherung bezahlen, willkommen sein. Vtittn-Najjau. [] Marburg, 1. Mai. Ter heutige WalpurgiS. ’)l o 11 t brachte unserer Eta>t regen Verkehr. Zahlreiche " usikkapellen sorgten für musikalische llntcrnalluna und die Studenten waren gleichfalls eifrig bemüht, auch ihr Teil dazu beizutragen, bau cS tüchtig zu sehen und zu hören gab. So fand z. B. heute früh unter der Linde aus der sog. Hofstatt mitten in der Stadt em Frühschoppen statt, wobei die ^Originale* den .Füchsen* oorgeiteUt wurden. .ArbeitS- nmnn* Groß auS Wehrshaufen hielt eine mit großem Beifall aufgenommene Ansprache. Nachmittags veranstalteten die Burschenschafter ihren großen Maiumzug. — Tie elektrische Straßenbahn erzielte im sJlpnl eine durchschnittliche Tageseinnahme von 201 Mk., insgesamt 6029 Mk. w. Frankfurt a. M., 2. Mai. (Priv.-Tel). Der Flieger Robert Sommer ist heute vormittag auf dem Flugplatz am Rebstock aus einer Hohe von 10 Meter mit sein.m Eindecker abaestürzt. Er ertttt schwere innere Verletzungen. — Die deutsche Nähmaschinenfabrik Jos. Wertheim A.-G. ist heute nacht zum Teil abgebrannt. Tie Schleiferei, die Lackiererei und das Magazin für Einzelteile wurden vernichtet. Der Schaben ist erheblich. Universitäts-Nachrichten. hk. Darmnadt, 1. Mai. Für den aus otm Lehrkörper der Technischen Hochschule Qusgeschiedenen Prvse>sor Dr. Schwalbe ist Dr.-Jng. Emil Heuser, Eip:miter in der Paoierfabril Steyrer - mühl bei Gmunden in Oesterreich als etatsmäßiger außerordentlicher Projessor der Zelkstosschemie (Papiersabrikation) berufen worden. Tr.-^)Ng. xjlU.li" ytu uni uiU| angctiuuiuicd unv iviro voraussichtlich seine Tätigtest anfangs Juni beginnen. he. Marburg, 1. Mai. Dem Piuruwozenten Dr. med. Hans Hübner hier wurde ein Lehrauftrag für Termatologie erteilt wandern und Reisen, Bäder und rommersrischen. *^Maiwanderungeni.onGießenaus. Ter Zweig- verein Lich des V. H. C. hat das chm zusallende Stuck der vorn Wegebczeichnungs-Ausschu» des Vogelsberger Hoh.'nk.ubs genehmigten großen Strecke Bad-Nauheim — Lich — Laubach— Schlitz (biauer O) bereits markiert Ta die neue Vogelsbergkarte erst in einigen Wochen fettiggestellt werden kann, fei jetzt schon auf das in daS ArbeilSgebitt deS Licher ZweigvereinS fallendes fertiggestellte Stück der Markierung aufmerksam gemacht. Tie Markierung gehl von Münzenberg (dort später Anschluß ton Bad-Nauheim auS) nach TreiS—Münzenderg und von dort das Wettertal entlang an Bahnhof Muschenheim und der Bergermühle vorbei nach Kloster Arnsburg. Von hier verläuft der blaue O zunächst im Gottesackertal weiter, führt dann hinaus zur Hardt, wo man von dem als sog. Sedanplatz bekannten Licher Festplatz eine sehr schöne Aussicht nach dem oberen Wetterlai und dem gesamten Vogelsberg genießt. Tie Markierung folgt dann der Hauptstraße Lichs und geht darauf weiter durch tow- riflifches Neuland, dicht am ausgedehnten Licher Wiesgrund vorbei und dann durch prächtigen Wald, nach Nonnenrolh, von wo aus der Laubacher Ziveigverein für die Fortsetzung sorgt Tie von der Markierung berührten großen Laubivaldgebitte machen die Strecke zu Maiwanderunaen besonders geeignet: und eS lassen sich mit Zuhilienahme der Markierung Gießen—Lauback (gelber . Strich), sowie der vorhandenen Lokalmarkierungen, besonders von Gießen aus die schönsten Zusammenstellungen bewerkstelligen. So läßt sich z. B. der Besuch Arnsburgs von Gießen auS mit einer i etwa trstündigen, meist durch Laubwald führenden Wanderung L verbinden, indem man von Gießen auS dem gelben Strich über die | Hohe Warte, Annerod und Albach und von da durch die Meib-V doch folgt bis zum Schnittpunkt mit der Markierung Lich- I Ettingshausen (weißer Strich), die den Wanderer aus dem idol- t tischen, durch stille Waldungen führenden Ellingshäuser FuLpsad ' bald nach Lich bringt Bon Albach bis nach Lich geht man t zwei Stunden ununterbrochen durch an Schönheiten reichen Wald,» der seither für Wanderungen fast nicht bekannt war. Für Maie • Wanderungen gibt es in der weiten Umgebung kaum ein schöneres Waldgebiei, das dazu noch einen Reichtum von Maiblumen und Waldmeister birgt, wie man ihn sielten antriift Bis nach Lick ’ geht man auf dem beschriebenen Wege ungefähr 4 Stunden von Gießen auS. Ter rüstige Wanderer kann nun von Lich aus die Tour noch fortsepen, indem er entweder den blauen O biS nach Arnsburg verfolgt und von da aus dem Jägerpfad nach Stae tion Garbenteich wandert, oder indem er von Lick aus eine neue Markierung deS dortigen ZweigvereinS (weißer Strich) benutzt, die von der allen Post auSgeht und über den Höhlerbers * (mit prächtigem Fernblick nach Vogelsberg und TaunuS!) aut bem sog. allen Schisfenberger Weg in IV» Stunden direkt nach dem Schiffenberg führt — Bad-Salzhausen, 1. Mai. Die Saison ist er- öffnet; der alte schöne Park im herrlichsten Frühling-schmuck bittet in der frischen Lust auf wohlyep,legten Promcnadeweaen Vie vielseitigsten Svarziergänge, so datz der Besuch uniere- Badegerade im Frühjahr nicht genug empfohlen werden kann. Verschiedene Neuerungen sind elngericht« worden, so eine Auto- Garage im logen. Laboratorium, ein geräumiges Lesezimmer im Hauptbau deS Kurhauses, in dem neben verschiedenen Zeitungen mehrere Journale und eine Bibliothek den Badegästen zur freien Benutzung stehen; von besonverer Bedeutung ist aber die Errichtung eine» I n h a l a t i o n S r a u m e S im Badehau-, der allen sanitären Aniorderungen entspricht: dott sind 3 Hcoer- Schnitzler-Zerstäubungsapparate ausgestellt: dadurch wird unsere Bodcanstolt sür Die Zulunit um eine Indikation reicher sein, eignen sich doch unsere Solauellen und vor allem auck die Schwescl- aucllc ganz beionvers zur Teilung von Halskcankheiten. die nun mittelst der Jnhalierapparale wirtungsvoll behandelt iMtxn können. Der Gradierbau ist mit friickem Dornwerk versehen iDoroen, io daß die Verdunstung des Solwassers reckt intemw in; er wird den Erholungiuckenoen in den heitzen lagen angciubme Frische bringen. Seit Errichtung ves 1. veuljcken n auf * mannS-Erholungsheims, dessen Rohbau nun schon über d»c Baumkronen der umschließenden Kicsern ragt, beginn! hc Baulatigtcit in Bad^Salzhauien iich zu regen: in dem norbtoinl' Ua,tn zeiie deS Parks, um Die sogen, alte Sanvgrube herum, wickj Glol W lüt bi Rärz ist der 2( intrunrcnftation eingestürzt hlturmdt Aussthen erregt eint Beriuc Jrf u"d hat gerade i: M k® erreich, Nto furchtbar J: eeflfjt der drahtlosem J« er nicht möglich geroe L,h.ätte.vielleicht S etma- E5 «lbi,verständlich wär mchl Mil d" Statt | SohL' Sr-der, Sch Herr Oie t Bleidenrod, d( WW , -- ?. ^roicu, cgi ■•'k-Tr.'ir*!1? ; ’rnebJi’01 Kfeiuii-J LaSeort J‘ 'bai »"JJ tüditigcü 2 X iKti nn: -njann. Lis gestern wc >An viele Berletzungei xdortn. Unter den Erlrunkc rrulsche sind nicht Der Lomiiees im Arch Igouverneurs in MMne Sch IÄneche Makne wurde iib-c den Dampfer „toi x feilfc. Tie Unterstützung l ct:, öa bereits alle Vordere i.ffn waren. Alle ofsiziö j:iän die Schuld bei S Siiien ist die „Texas" nicht f.net Granate getroj ri größerer Entfernung eit T.‘ning5roerfen zwei blinde rnim worden seien. Der t die „Teras" ein und verui i'irli Die „Texas" war KO Tonnen und gehörte rrdscht Daud, der, um j «her Kontrolle der Behörd P'. cinwalibsteiet Fahrzeng vdn'L li: LMiilamsche Uag^ I 5. uvvrünM „QiMvia" T ^üdd^^zun ^'ttn>entzung u Li Tä frJ 6 Ium, U I««« Sn M UM d-m ..rus begonnen. ___ itruftionen wendet man vorzugsweise bei festen ationcn an welche mit sehr langen Wellen operieren. 2u4iübtIidK Prospekte üfjeibci man nach ihrer Form in Har en* und Fächeranlennen, ^cku-r ist bu In der letzten zwungen war. 42-48 88-90 88—00 69.00—73.0' 53.00—56.00 67.00—7a n 56.00 —58.00 56.00—58.00 Statt besonderer Anzeige Gießen, den 2. Mai 1912. 3243 Bleidenrod, den 1. Mai 1912. Landwirtschaft u. Gartenbau Steckzwiebel 3145 3215 : Globus- ! Putz-Extrakt xxiln 7fiSLtt4!. und Delegraphen-Beamtinnen-Verein wird sich «ach venviiUick :i, so daß noch ein zweites für die Volkswohlsahrt tetzeutsaM'S Unternehmen hier am Platze entsteht Durchs die . eclegung der Nreisasfiüenzarztstelle von Gedern nach Bad-Salz- MufiTt hat unser Badeort jetzt für alle Zukunft die sichere Gewähr, stets einen tüchtigen Arzt zu besitzen, was für die Bade- Im Namen der Hinterbliebenen: Adolf Neidhart. Kälber. ftetnOe Mastkälber........ Mittlere ‘Dlait- und belle Dangkäldec . (Geringere -Mast- imb qute Saugkälber . Geringere Saugkälber....... c di n ’s. Gtallmaftfdiafe: MaOläminer und jüngere Masthammsl . * Töllicker Zweikamps. In R a tl a 11 fand am Dienstag abenb zwischen dein Oberleutnant Sprenger vom 30. Frid- anillcrie-Regimint und dem Lberarzt Brüning ein Duell statt, in welchem der Leutnant schwer verletzt wurde, daß erjjeute seinen Verletzungen erlegen ist. Heber die Ursache des Duells konnte bisher nichts Zuverlässiges in Erfahrung gebracht werden. Kleine 4ag:$d)romL Sport. (D) Süddeutscher Ruderverband. 70.0)-7 2. X) 7o| »0—72.00 Danksagung Für bte vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir hiermit allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Hardt Bitte. limuiaier U)eueruenct)L Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. WetterauSüchten in Hessen ’ür Freitag, den 3. Mai 1913: Wechte nd bewölkt, noch meist trocken, wärmer, stellenweise Nacvl'rost. ^'.»nzcunabrung, Raupenleim, Qbttbaumkarbolinenm üiuondünger, Sämereien, Blutlauotinktur, Zinktinte, Karbolmeum, Farben, Lacke, Bast rc. rc. 3111 iima Otto Schaaf, Seltersweg 39 Täglich krischen 3061 Spargel empfiehlt au billigst. Preisen Wild. Sänket, Neuen Säue 7, Telephon 612 Märkte. k.’rranffurt n L ollslellckige Ednoeine von 8L—100 k< Lebenogeioichl........ 64.00—57.5') l-oliuetldiige Schweine unter 80 k» Vebenbqeioi.ijL........ Loltneisdiige Schweine von 100 —120k> ^ebenbgewichl ....... 9 oUfleiidnqe Schweine von 120—150 Lebendgewicht........ Scrfion ist die „Texas" nicht an eine Mine geraten, sondern von einer Granate getroffen worden. Die „Texas" folgte in größerer Entfernung einem Lotsenfahrzeuge, als von den Festungswersen zwei blinde und sodann vier scharfe Schüsse ab» gefeuert worden seien. Der vierte dieser Schüsse schlug mitten m die „Texas" ein und verursachte eine Gr plosion des großen Sessels. Tie „Texas" war ein alter Dampfer von ungefähr 500 Tonnen und gehörte dem griechisch-ottomanischen Reeder dadscht Daud, der, um sich der Entrichtung der foafengelber mb der Kontrolle der Behörden zu eittziehen, die den Dienst nicht oan; einwandfreier Fahrzeuge nickt zulassen wollten, auf dem vchiffc die amerikanische Flagge hissen und den Namen deS Dampfers, ursprünglich „Olnmpia", in „Texas" umwandeln ließ. Dompferunglüd bei 8myrna. Konstantinopel, 1. Mai. Zu der Katastrophe der I „Texas" wird ergänzend gemeldet: Die ..TexaS" halte 111 Passagiere an Bord, davon sieben erster Klasse, während | bte übrigen im Zwischendeck untergebracht waren. Von diesen f waren 50 Albanesen aus Saloniki, 25 Türken aus Mytilenc, di? anderen aus Saloniki und Dedeagalsch. Die Besatzung zählte 25 Mann Bis gestern waren 67 Personen ae rettet, von betten viele Verletzungen erlitten. 69 Personen gelten -für verloren. Unter den Ertrunkenen befindet sich der Belgier Bouearl. deutsche sind nicht verunglückt. Der Inspektor des jung- türkischen Komitees im Archipel Nessimi und der Attachee des Gouverneurs in Mtzlilene Schefket sind gerettet. Der erste Kapitän, der Grieche Makrie wurde verletzt. Der Oesterrcichische Lloyd ’aiibtc den Dampfer „Earniolia" mit Aerzten und Hilfsmitteln 1 -,u Öilfe. Die Unterstützung wurde jedoch von den Behörden abge- / lehnt, da bereits alle Vorbereitungen zur Pflege 'der Verletzten getroffen waren. Alle oft'iziöfen Nachrichten schreiben dem Kapitän die Schuld der Katastrophe zu. Nach einer anderen Ä8* J el8“"9 bet efi.Nt, m 6ew:ten "licht " b" l-t. hffea^’llun« ’r $in ti n Iwlin ar. U'Ä* $-i, ti6 ™ übet bi, i.. Letzte 21cicbricbtcn, Wieder ein Dampfer gesunken? Konstantinopel, 2. Mai Hier ist das Gerücht verbreitet, daß ein Schleppdampfer bei ber Insel Samothraki in der Nähe von Deleaghatsch durch die Explosion einer Seemine gesunken sei. Zwei Leute der Besatzung sollen tot sein. ■ und $ommeriri|d)ti Gießen aus. Ter Zav-- 1 ihm zusallende weae un0£fü^ 4n ach aus * DDCÖtt^ n(ieipiflbna4 » mdev er vo» W Lt und üv?.^us!j°^ k-ssD Auf Beschluß der Stadt Quedlinburg soll das tast taufend Jahre alte Schloß in ein M u s e u m umgewandelt werden. Auf der Schloßterrasse wird ein Denkmal für den deutschen König £) c i n r i d) I , den Gründer der Stadt, zu Heben kommen. Zn Petersdorf in Schlesien brannte nachts das vaufr des Znvaliden -A n 1 on nieder. Tie achtjährige Tochter ^-tet -xl_t‘;nnen unterj Besitzers ist um gekommen Der Brandstiftung ver- ----- ------ ----- ----- . — . , „u«,«.., wo Schwester AntonS, die als Leiche aus je nachdem parallele ober auseinandergehende Drähte bei ihnen Torfteicke aezogen wurde. benutzt werden, ferner in Sckirmanlennen, je nachdem paralleles ^er Wert der in der Tiamaiilschleif-^ei von Drevfus in Gent gestohlenen Diamanten buäuft sich nack den neuesten Feststellungen auf über 300 000 Franks Tie beteiligten Versicherungsgesellschaften haben auf die Ergreifung der Täter eine Belohnung von 100 000 Franks auSgesetzl. In St. Ingbert gestand der kürzlich verunglückte Berg arbeitrr Eisenhut im Fieber, vor ackt Jahren seinen Vater erschlagen und im Garten vergraben zu haben. Tat- auseinandergeyenoe xratjte vei innen > Sckirmanlennen, je nachdem parallele ober auseinander gehende Trähte bei ihnen benutzt werden, ferner in Schirmanteni en, Doppellegelanrennen, Trichleramennen, die bei sehr großen Stationen benutzt werden usw. Turck die Anwendung der Antennen wird der Sci.dcavparat desäh gl, große Cnergicmengen in Form von elektrischen Wellen auszustrahlen. Im Jahre 1901 war in Poldlui an der Küste von Cornwall eine Versuchsstation von 25 Kilowatt errichtet und an Slrile ■»»um ^vii.wuy, xv. -o“««, ..—--- be6 Lu^ldrohtes eine trichterförmige Antenne von großer Äa- | leyfdic Boottverfr — Eulersche Flugplatz) statliinden — die yazität benutzt worben. Von bie.er Station wurden im Te-ernber eite Regattastrecke kann wegen Brückenbauten nicht mehr benutzt jgoi hie erucn Zeichen abgegeben und auf der Gegenstalwn in ! werbm. In Limburg findet eine Regatta Sonntag. 21. Juli, unter , Neufundland aufgenommen, womit der Atlantische Ozean „be- 1 Seitung des Limb. R.-Kl. 1907 statt. Dierzu wurde vom Verband ---------- -— ein zweimal hintereinander zu gewinnender Preis gestiftet. Die dritte für Mainz - Kastel vorgesehene Reg-Uta soll Sonntag. «>tlll,iernalhinQ llnx , i>. Aug . von bem in Betracht Ionrmenden Verein ^Mainzer and, ibrlni /' t M-Kl. 1903 und Maitcler R -Kl. „Germania" , die sich dies- n und zu hnr»n / D°iu I b ,üglich ins Einvernehmen zu setzen haben, ab geb alten werden, weiterhin wurde in den Verband der Wafi'ersportverein Mainz i IM 1 ausgenommen; der Verband zählt nunmehr 13 Vereine. Tav Anrudern des Verbands findet Sonntag, 5. Mai, in stranllurt statt — Bei bem hiesigen Ruderklub „tzassia", der iÄ obigem Verband angehört, kommen in diesem Jahr 2 Senioren» ■Sieter, die zusammen den Achter bilben, 2 AtttänAer-Vierer so- ■ rote 3 Skuller, die 2 Senioren Jödt und Schüßler und ein Abonnement kann zu jeher Zeit beginne» Dratacte*lrt«£E£=s IRcirkisen= und Veranden=SfoHe Teppich' und Sardinen «Haus Emst Bloedner fiadlf. Gegründet 1883 A Telephon 172 llotionfllülirni'r Partei Vertrauens- und Mitglieder - Versammlung: Samstag, 4 Mai, 5 Uhr, im Kaiscrhof. Tagesordnung: 1. Der nationalliberale Vertretcrtag am 12. Mai. 2. Organisationsfragen. Besondere Einladungen ergehen nicht mehr. D? . Der Wahlkreievorfitzende. XnNMnacr! Achtung! XaMNanerl Tie hier und in der 'Jinbc uon (tiieücn wobn. Nassauer werb, au einer Besprechung üb. (ilriiubunn eines Vereins aus den 4. Mai 1912, abends 9 llbr, im Restaurant „Bum Pfau", Neustadl, eingeladen. tr Ueberall erhältlich. Seifenfabrik Aug. Jacobi. Darmstadt beim Waschen mit Pfeildreieck - Seife iHuiiiTiidiiiiiiu' in Manns-, Burschen- u. Knaben-Gröfien Wasch-Anzüge md Vasch-ölusen in weiß und farbig, auch echt Kieler Sommerloden-, Lüstre- und Leinen-Zappen empfiehlt in reichlicher Auswahl und zu :: :: billigsten Preisen :: :: Carl Horn Telephon 395 *’/« Während des Neubaues Rittergaffc 11 Angenehm, weich und elastischI Dauerhafter als L^der! 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Tic Dahl deS Äg neber die Dahl des errungen beschloß Abg xii Ausnahme dei leien des Hauses> fich r bitten flolonmlpohhf ge Aer-ssederilrbeiter milatbeücn. Dg. No läufig stehen Eie noch Radikalen. Eie solllen doch auc gistieht Wir Naliono hingestelit worden. Do au4 2r. Saldstcin sich Areismnigen haben jetzt wie wir. Latüber freu mit den Frcisint das neue Leutschland j Su find immer für freulid), Laß gestern < Zentrum sich in diesem iret cs noch ein Greif denselben Wunsch öußc Seite vorgeworfen, ich Eingestellt. Liese B Dr. flaempf rügt di humane Schandlung de Äullurnahon ist üerpflii dos nicht anderen Land haben großen Vorteil 61 wir ohne die hol kulanten in die Hä Denken Sie an die Geld Hineinsteden. 2Bi; dustrie Wir dürfen : fein. Ter Alkohol ist n Aolonicn. Ta kann n ?n Südwestafrika, der 1 ein höherer Beamter bei 30«) M. sährbch. Tirirn Stuten sollte ma nicht nut den 5) IWten, auch den We ,,. Abg. Dr. Wre neuen «mieten, wenn wir au ™. Jetzt erhebt a 6Qctn und nimmt die v 6,1,13 f“r sich. Das sind akle. $,15 ömmen. Ich begrüße de! |« |oDle für alle Zloloni lc3üi 2 ;"il = l-r #"Un« » "►■niuoier,/ r°nfcr M ba bet »1 um 51Wermut ^tmcn. K-Zstz ...... iS.;,* U'i^teT 9Nen V, ?* üich» ' ? f>en J’■ hin z 9to§etc °u Atter »uS3 nicht e S»i8