Donnerstag, 18. Juli 1912 162. Jahrgang Erstes Blatt Bezugspreis: l.,viertel- mon Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten. Hiefenböume als Wetterkarte der Zahrtauiende. km Blu.et Kleide, bis Mk. l,5o in 2>l verschied. Muit i & Cie. ungefähr dieselben gewesen sein mühen, bte er aus den alteiten Kulturperioden Asiens erschlossen Halle. Um dreie Tatsache zu erhärten, bediente er sich in sinnreicher Werse unterer Rie|en- bäurne. ES setzen nämlich Bäume, die rn einem Klima mit deutlich voneinander geschiedenen Sommern und Wintern wachten, ledcs Jahr einen Ning von Holz an. Tas das in der früheren Jahreszeit sich bildet, wächst sehr raich und ist weich während das später entstehende langsam wächst und demeniiprechend hart ist. Daher bestehl jeder Jahresring aus einer Schicht von weichem, tauigem Holz, das von einer dünneren Schicht harten, gewöhnlich dunklem Holzes umgeben ist. Vie Strafreditsnoüclk von 1912. Am 5. Juli ist die sogenannte kleine Strafrecht s- Lorläufcr der umfassenden Reform des Siras- vS&arten m. 167 Iper eirtzener Hnjeigtt I; 'ccheint täglich, auöet Sonntage. - Beilagen: l|t termal wöchentlich . fhfccnerSamllienblätttr; l r eimalwöchentl.Xrelr' ' UiltsürdenllreirEietzen ! ll renstag undJreitagl; I ineimal monatl. Land« Deutsches Neich. Die deutsche Reichsregierung gestattete der Regierung der Nnionstaaten, Offiziere nach Deutsche land zu entsenden, um ein Jahr bei der Kavallerie Dienst zu tun. , ' , Am Schlüsse der Sitzungen der badischen Kammern am Mittwoch wurde eine Botschaft des Großherzogs verlesen, durch die der Landtag bis zum Herbst vertagt wird. . r Die bayrische Abgeordnetenkammer beriet neuerdings über den Gesetzentwurf betr. das Lotteriespiel sowie den Staatsvertrag vom 29. Juli 1911 zwischen Bayern, Württemberg und Baden einerseits und P reu» ßen andererseits. Tie Kammer Verlvies in ihrer Sitzung vom 14. Mai den Gesetzentwurf zur nochmaligen Beratung an den Finanzausschuß zurück, der nun neuer- diugs beantragt, das Plenum möge dem Gesetzentwurf wie dem Staatsvertrag nicht zustimmen, dagegen sei die StaatSregierung zu ersuchen, dem Landtag bald eine Vorlage über die Einführung einer bayerischen Landcstlassen- lotterie zu madjen. Abg. Beckh (Kons.) trat gemäß der Regierungsvorlage für den Beitritt Bayerns zur preußischen Klassenlotterie ein. Abg. Gerichten (Lib.) sprach ich für einen Teil feiner Partei für die Ablehnung der Lotteriegemeinschast mit Preußen aus und wünschte cuic bayrische Klassenlotterie mit der Eiuschränlung, daß Bayern ebenfalls durch einen Tiefstand. Hoch steht die Kurve wieder um 600 v. Ehr., als die Gcieä>en die Grundlagen ihrer hohen Kultur legten und die Reiche von Mesopotamien blühten. Je näher wir den durch reiche Überlieferung ausgezeichneten Zeiten kommen, desto klarer läßt sich aus den hntorisch bekannten Tatsachen die Richtigkeit der Klimakurve beweisen: die Rieseilbäume haben sich als Wetterkatte der Jahrtausende bewährt. — Ludwig Ganghosers Erkrankung. Tr. Gang- hoser leidet, dem Di. N. N. zufolge, an der sogenannten ,^agcr- gichi". Als Mittel dagegen nahm er in der letzten Zeit ein neues Medikament, das ihm zwar sehr empfohlen worden war, das aber schon beim Entnehmen von zwei halbgrammigen Tabletten Jbio- ,ynlrafie hervorrief. Nun hat Tr. Ganghofcr am Samstag abend sechs (.olchcr Tabletten eingenommen. Tarauihin zeigten sich in lurzester Zeit bei dem äußerst kräftigen Mann die Zeichen schwerer Shukope. Tr. Ganghofer halte noch die Energie, feiner Gemahlin, die am gleidjcn Tag von München nach Hubertus gereift war, zu läuten. Als feine Gemahlin ins Zimmer trat, verfiel Tr. Ganghofer in eine schwere Ohnmacht, aus oer er erir durch Einflößen von starkem schwarzen Kaffee und Kognak zum Erwachen gebracht wurde. Es wiederholten sich aber die Lhn- machtsanfälle und es zeigten sich die Folgen der Herz- und Gesätz- ncroenlägmung ^.Rötung der Arme, Auftreten von Quaddeln am ^eibc, taubes Gefühl der Hände,. Auf die Nachricht von der gefährlichen Erkrankung Tr. Ganghofers bin ritt Tr. Liebt in einem Gewalintt von Seefeld nach vubertus. Er legte die 2d Kilometer betragende Strecke auf schlechten Straßen uno bei ca. 500 Meter Steigung in l'z Stunden zurück. So konnte der Arz> noch rechtzeitig eingreifen und dem Tichter Hilfe bringen. Bet Tr. Ganghofer war Die Herztätigkeit schon sehr schwach geroeien, in den Armen war schon Blutsnl Island bemerkbar, xie (9 egen- mittel wirkten aber sicher, und io konnte Tr. Ganghofer bereits am Abend noch auf kurze Zeit das Bett verlassen, seitdem hält die Besserung in Ganghosers Befinden erfreulicherweise an. — Jugendliche Amazonen. Wie die Fran sich heute in der Arbeic immer iraftooller und Zahlreicher neben dem Mann stellt, 13 will sie auch in der Ausbildung und im Vergnügen ihm möglichst gleichgestellt werden. Mit Begeisterung widmen sich unsere jungen Mädchen dem Spott, der solange dem schöneren Geschlecht fast ganz verschlossen war. Tie Engländer, die in der Lrganuierung zur körperlichen uno militärischen Hebung den andern Nationen voraus sind, haben neben die „Boy-Scouts" zuerst cua) Die „Girl-Scouts" gestellt. Wir Tentschen sind ihnen hicrin gefolgt, und so ist der erste Schritt getan z.i einer militärischen Ausbildung der Frauen, die freilich feine Soldaten für Den Kriegsdienst, aber kräftige uno tapfere Mädchen erziehen sollen, lieber die Bedeutung dieses weiblichen „Soldatempieles' timmt, daß die Verfolgung nur auf Antrag, der sogar zurückgenommen werden kann, eintritt. _ Ter modernen Verkehrsentnnckluna folgend i|t ferner die Wahrung des Telegrapycngeheimnifscs — § 355 StGB. — auch auf die öffentlichen Fcrnsprechan lagen ausgedehnt worden. .. .. . . Endlich ist, waS kulturhistorisch uitcrqiant ist, die Kindermißchandlung geregelt worden. Bislang gab es keinen besonderen strafrechtlickxn Schutz der Kauder gegen Mißhandlung durch ihre Gewalthaber; es fanden lediglich die allgemeinen Vorschriften über die Bestrafung der Körperverletzung Anwendung. Jetzt wird von Amtswcgen (Gefängnis nicht unter zivei Monaten) gegen Eltern, Pfleger, Lehrer, Ziehmütter, Dienstboten nnd dergleichen eingeschritteii, die gegen eine noch nicht achtzehn ^zahre alte ober wegen Gebrechlichkeit oder Krankheit wehrlose Person, welche ihrer Fürsorge oder Obhut untersteht oder ihrem Hausstand angehört, eine Körperverletzung mittelst grausamer oder boshafter Behandlung begehen. Die Novelle von 1912 bedeutet, wie aus vorstehendem ersichtlich ist, einen roesentlichen Fortschritt, und man kann nur wüuscheii, daß die Reform des Strafgesetzbuches vom gleichen modernen Geist und sozialen Eharakter sowie vom elbcn Vertrauen zum deutschen Richter getragen werde. Genaue Unterfudjungen von Prof. Douglas haben nun ergeben, daß fid) aus der Dicke und Art der Jahresringe ein annäherndes Maß für Die in diesem Jahre gefallene Mutige von Regen und Schnee gewinnen läßt. Bei Den Sequoia-Ltärnmen ist nun die RingbilDmig besonders deutlich unD charakteristiich vor sich gegangen, so daß Huntington aus einer genauen Meiiung und Beobachtung zahlreicher Bauinstumpse wertvolle ^chlüne qut das Klima Der Vergangenheit ziehen konnte. In mühiamcr und langwieriger Arbeit, in der Sonnenhitze auf Den Riejen- stürnpfen auf dem 5)aud?e liegend, von sehr großen zuDruiglichen sajwarzcn Ameisen geplagt, hat er die Jahresringe von^ 200 Bäumen gezählt und registriert, von denen 40 mehr als 2000 ^ahre alt waren. Aus dem Studium bet jüngeren jöäume itellte er Die Schnelle des Wachstums bei den Sequoias seit und tanD, datz ein Baum in den ersten 10 Jahren seines Lebens ettva 2 ^olL im Durchmesser wächst; bei einem Alter von 200 Jahren sugt Der durchschnittliche Stamm nur noch 1,8 Zoll alle 10 ^aijre seinem Durchmesser zu, im Alter von 500 Jahren 1,2 Zoll, im Alter von 700 Jahren nur 0,6 Zoll. Aus dieser Regelmäßigkeit läßt sich ein Gesetz gewinnen. Dem zufolge Die ^-eststellung des Alters ein reines Recl-enerernpel wird. Die Tide und Art Der Jahresringe aber unterrichtet über Den Feuchtigkeitsgehalt eines bestimmten Zeiträume» und erlaubte es Huntington, eine Klimakurve auizustellen, in der Die Stärke Der NieDerschlage vom Jahre 1300 v. Ehr. bis zum Jahre 1900 n. Ehr. verzeichnet ist. Tiese von Der „Wetterkarte"" der Sequoia» abgelesene Kurve ergab im großen und ganzen eine völlige Uebereinftimmung mit der Kurve, die Der Gelehrte für Asien aus seinen historischen Forschungen gewonnen hatte. Um 1200 v. Ehr. -z. B. fallen beide Kurven sehr tief und zeigen eine Epoche plötzlicher und außerordentlich großer Trockenheit an. T iefe Epoche ivar nun, wie dte Geschichte weiß, eine Der großen Völkerwanderungen, eine Der chaotischsten. Die es überhaupt ge- gegeben har: fic wird um das Jahr 1000 von einer Periode grober 1Tie Hungersnot, von der die Bibel aus ver Rücktritt des türkischen Ministeriums. Trotzdem das Ministerium vor drei Tagen ein fast einstimmiges Vertrauensvotum der Kammer erhalten hatte und die partielle Ministcrkrisis behoben fdjien, war vorauszusehen, daß die Tage des jetzigen Kabinetts, das sich bedingungslos in den Händen des jungtürkisckien Komitee» befand, gezählt seien. Denn die Jungtürken beherrschen die Lage nicht mehr so ausschließlich wie seither, seitdem die Offiziere in Albanien sich von der jungturkischcn Partei losgesagt haben. (Tie Nachricht von dem Rücktritt kommt aber trotzdem im jetzigen Augenblick überraschend.) Das Dem iss io nsschr eiben desGroßwesiers hat folgenden Wortlaut: c. Sire' Obwohl Ihr Reich die Gnade Gottes und reiche Quellen des Lebens besitzt, obwohl die von gewissen Seiten aufge- tauditcn politischen Fragen nicht danach sind, Beunruhigungen em- zuflösten, ist es, wie ich bereits geftem in öffentlicher Kammer- fiiiung klar und deutlich erklärt habe, unbedingt notivcnDig, daß Die Perfänlick)keit, welche zum Kriegsnnnister ernannt werden soll, unabläßlich ihre Aufmerksamleit der Awrechterhaltung einer wirklichen Disziplin sowie der militänfd)cn Erziehung der Armee zuwendet. Unter Den drei Persönlichkeiten, welche die erwrder- lichen Ägenschasten besitzen und die für das Kriegsmmistermm in Vorschlag gebracht wurden, hatten nun aber zwei über die politischen Fragen Ansichten, die zum Teil mit jenen des gegenwärtigen Kabinetts nicht übereinftimmen, während Die Dritte Persönlichkeit aus Schwäd)e eine ablehnende Antwort gab. Ferner gab EhurschiD Pasckw seine Demission als Marinemuiister und Leiter des Kriegsministeriums. Ta es aud) unmöglid) ist, eine geeignete Persönlidckeit für Die entsprechenDe Benvaltung der «Znnanzen des Reiches zu finden und daher auch dieses Ministerium interimistisch geführt werden muß und in der Erwägung, baß die Fortdauer bet Vakanz dreier wichtiger Ministerien die Mackst- gebanmg des Kabinetts unter allen Verhältnissen, namentlich aber während des Krieges, behindert, bitte ich, mich von dem Posten eines Großwesiers zu entheben. Konstantinopel, 17. Juli. Obwohl die Demission des Kabinetts erst um 3 Uhr nachmittag» gegeben wurde, verbreitete sich das Gerücht bereit» mittags und rief in der Kammer große Ueberraschung hervor. Ter Präsident brachte der Kammer von der Dewis- ••X11 ter. •912113 J‘euennjtg C-. ion Kenntnis und hob die Sitzung aus Dte Prüf identen der Kammer und des Senats ivurden in das Palais berufen, um an der Beratung über die Lage icilzuuchmcn. Der Demission des Marineministers ging eine lange 2111- dicnz beim Sultan voraus. Racb der Demission begab ich der Großwesier zur Pforte, wo er noch mit den hei - vorragcndcn Ministern verhandelte. Die jnngtit^rki- s ch e n K reise scheinen die W i e d e r e r n c n n u n g a i d Pascha» zu wünschen. Gerüchtweise verlautet, daß der türkische Botschafter in London, T e w f ikPa f d) a , neuerdings sondiert wurde, ob er den Posten des Großwestcrs übernehmen wolle. Es ist jedoch wenig Hoffnung vorhanden, daß er den Posten aunimmt. schpfähle und & igen geeignet, t - WN aenweg 22.1 — An«age 9. ueskueb, 17. Juli. Es ist kein Zweifel, daß die Erhebung allgemein ist. Unzählige Flugschriften, die den Ausstand predigen, sind im Umlauf. A.cr ent- scheidende Schlag werde in nächster Zeit erfolgen. Albanien ist entschlossen, wenn nötig, den Marsch aus Konstantinopel anzutreten und dort der Regierung die Bedingungen zu diktieren. f Der Sultan erwiderte, indem er die von dem Großwesier und deii Ministern unter schwierigen Verhältnissen geleisteten Dieiiste würdigt und sein Bedauern über die Demission des Kabinetts aussprach Da der Großwesier darauf beharrte, nahm der Sultan die Demission an und verfügte, daß fänitlidjc Mitglieder des Kabinetts, Churchid Pascha einbegriffen, bis zur Bildung eines neuen Kabinetts die Geschäfte der Regierung tvcitcr führen. In militärischeu kreisen verlautet, daß der unmittelbare Grund der Demission des Kabinetts die Haltung der höheren Offiziere des e r st e n Armeekorps gewesen sein soll. Hätte das Ministerium heute nicht demissioniert, so wären mehrere Ijöbere Offiziere auf der Pforto erschienen, um die Demission des Kabinetts zu verlangen. Man behauptet, das Komitee stütze sich nunmehr auf die Zöglinge der Militärschule. «nzetger «tcßcn. ~ — • i "nähme von Anzeigen RofottonsärutI uüb Verlag der Vrühl'fchen Umv.-Vuch- und Stelndrnckerei H. Lange. 1 __________________________ Büdingen: zernjprech» Nr. 269 Sc!chäftsst rry Seltersweg 24 cmründit __j I rodel le als Vorläufer der umfassenden Reform des Siras- isksetzbuches nad) weckyselvollem Schicksal in k^raft getreten. tlßie bedeutet trotz ihres geringen Umfanges in recht»- liolitischer Hinsicht eine wertvolle Errungenschaft und er* !eicht daher allgemeinere Beachtung. Ein großer Teil der klagen über unsere Strafjusttz und die „Weltfremd- '!tit der Richter" hat ihren Grund in der Gebundenheit strafbrobuiiflcn unseres Strafgesetzbuches, die den lichter namentlich bei Diebstahl, Unterschlagung und Be- trtg zur Verdingung von Strafen gezwungen haben, die Den Rechtsgefühl und Volisempfinden widersprochen haben. Als daher am Ende der Session des verflossenen Reickys- -a,es die bereits am 12. März 1909 eingebrachte Novelle ■irn Strafgesetzbuch, über die die Parteien sich nicht hatten ieigen können, dem Schicksal so mancher unerledigter Gesetz- uuoürfe zu Versalien drohte, hat der Dentsckye Richterbund mi Interesse der Volkstümlichkeit der Strafjustiz um so- ioitigc Vorlage der Novelle an den neuen Reichstag petitioniert, der bann auch dankenswerterweise unter Ansschei- nnng aller politisch anfechtbaren Bestimmungen in den Heuptpuntten sich sdmell geeinigt hat. Im einzelnen ist folgendes hervorzuheben: Bislang mißten die Richter, selbst wenn z. B. eine arme Witwe aus Not im Winter Holz oder Kohlen gestohlen hatte, auf m idestens einen Tag Gefängnis und im Rückfall gar aujf mindestens drei Monate Gefängnis erkennen, und ähnlich einen Zeckypreller, der ohne einen Pfennig Geld, um ’ keinen Hunger zu stillen, im Wirtshaus fid) etwas hatte zu «essen geben lassen, besträsen. Jetzt bestimmt die Novelle, A fhern sozialen Zug der Zeit folgend, daß, wer aus Not geringwertige Gegenstände entwendet ober unter- d> lägt, oder aus gleick-ern Grunde «'inen geringfügigen ■ Betrug begeht, mit Geldstrafe bis zu 300 Mk. oder mt Gefängnis bis zu 3 Monaten beftraft werden soll. 1 .1r Berbern soll fortan die Strafverfolgung in allen diesen fallen nur auf Antrag erfolgen und die Zurücknahme des du träges zulässig sein. Auch begründen Vorstrafen toegeit olcher geringfügiger Vermögensdelikte nicht mehr die hohen tüdfallftrafeii. Aehnlich ist der Tatbestand des §370 9h:. 5 deS Strafgesetzbuck)es, wonach die Enttvendung von Nah- inn gs- oder Genuß Mitteln von unbedeutendem Sorte oder in geringer Atenge zum alsbaldigen Verbrauche als Uebertretung mit Geldstrafe oder Haft bestraft (lese jtitb) wird, auf andere Gegenstände des gewöhnlichen Verbrauches ausgedehnt. Bei einer Anzal)l Telitte ist dem Richter fortan die xiiöglichkeit gegeben, statt auf die bisher allein zulässige Freiheitsstrafe auf Geldstrafe zu erkennen. Sv bei der L>ideriechtlid)cn Nötigung zu Amtshandlungen, beim siegel- und Arrestbruch, Vereitelung der Zwangsvoll- !i edung, Verletzung von Absperrungsmaßregeln gegen an» eckende KrantHeiken und Viehseuchen sowie bei Freiheits- c aubung. Besonder» wohltuend ist weiter die Strafmilbe- tung beim Hausfriedensbruch, der von mehreren s>c»rsonen gemeinschaftlich begangen wird. Bisher mußte in solchen, manchmal doch ziemlick) harmlos liegenden Wirts- tc-udfällcn ober Hausstreitigkeiten auf Gefängnis» k r a f e von minbestens einer Woche erkannt werden. Jetzt ist Geldstrafe wahlweise zugelassen, und außerdem bc- Jn einer Höhe von 6000—7000 Fuß wachsen am Westabhange bed Sierra NevaDa-Gebirges in Kalifornien Die Riesenbäume, die teil Wissenschaft!. Namen Sequia gigantea tragen. Ter Stumps ciuies ausgewachsenen Eremplars hat einen Durchmesser von 25 bis 30 Fuß, nimmt also den 9taum eines normalen Hauses cüi; sie ragen oft bis 300 Fuß empor und der Gipfel breitet sich gegen 25 Fuß in die Luft, während Der Stamm an Dieser Stelle immer noch 10 bis 12 Fuß dick ist. Aus Dem Holze i c.n es joldten Giganten des WalDes futD 3000 Zaunpfähle gefertigt :uerben, 650 000 Schindeln, mit Denen man Die Dächer von 70 bi-5 80 Häusern decken konnte, und eS blieb Dod) immer noch eine .Ictmcngc von Holz übrig; die zahllosen Zweige^ und Der mäch- :iyc Stumps sind noch heute nicht verwenet. So gewaltig wie Ü re Größe ist ihr Alter. Ein Baum, der 500 Jahre gelebt hat, rß nod) in seiner Jugend; erst wenn tausend Sommer uno Ginter über feinen Scheitel dahingegangen sind, steht er im rafen Mannesalter, und in Die 9teil)C Der betagten Herren rückt crx- tajxienbe" zu benutzen, ist Die von überrajd'enden Resultaten ge- lrönte Idee De» bekannten amerikanischen Geographen und Ktt- 1 'n itologcn EUsworth Humiuglon gewesen, dee über |eme Ex- ecDition zu oen Riesen-Sequoias in einem Aussatz von ^arper» Äüagazine berichtet. 2er Gelehrte hat es sich zur Auigabe geueili, juir die meteorologi'cheii Veränderungen und Den Kltmaivechiet to: Vergangenheit exakte» Studienmaterial zu gewinnen, und uunächst auf Grund der geschichtlichen Quellen, Die Die Ueber- iiftferung unb Die Ausgrabungen Darbicten, das Klima De» -iita> •umiö in Palästina und Zentralasien erforscht. Tie Relultate, Die ec in seinem großen Werk über Palästina niederlegte, haben nun ei.ue merkwürdige Bestätigung Durd> Die I-v. I ^cuditialeit abgelöfL Tie Hungersnot, von der Die Bibel aus I d« Seit bc» d-richw. mattier, «ich «ui der **m jährlich Pik. 9.20; durch 'Kbhole- tu Zwei ittellen monatlich 6a Pf.; durch die Post 1*1?. 2.—viertel« jälnl. au-Kchl. Be'tellq, ZeilenpreiS: lokal IbPs^ mlSwänS 20 Mennia. lihefrebafteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: Ancnist Goetz; für .FeniUe« ton', .Vermischtes' unb ,tieiicbt8jaal*: K. Neurath; für .Stadl und La,iD-: (f.freg; für den Anzeigenteil: H. Beck. bte Lotterie nicht verpachte, sondern selbst bemalte. Abg. S p-eck erklärte namens des Zentrums, daß die Bedingun- gen Preußens und die finanziellen Garantien ungünstig seien und es aus finanziellen und politischen Gründen gegen den Lotterievertrag stimmen müsse. Er wies auf die finanziellen Erfolge einer eigenen bayrischen Lotterie hin, deren Errichtung seine Partei zustimmen werde. Abg. Kohl (Lib.) erklärte namens eines größeren Teils seiner Freunde, daß sie dem Staatsvertrag mit Preußen zustimmen würden. Die Abstimmung wurde auf Donnerstag vertagt. Ausland. Die schweizerische Bundesversammlung wählte für den verstorbenen Bundesrat Ruä-et den Regierungsrat Camille Dekoppet -Lausanne und für den verstorbenen Bundesrat Deucher den Rechtsanwalt Raimund Schult Heß-Brugg (Kanton Aargau). Beide Gewählte sind freisinnig. Schulthcß gehört seit 1905 dem eidgenössischen Ständcrat an. In Lissabon plant man Kundgebungen gegen Spanien. Offiziös wird mitgeteilt, die spanische Regierung werde nachdrücklichst Vorstellungen erheben, damit die Kundgebungen^ unterbleiben, die gegen das internationale Recht verstoßen würden. — Im Bezirke Braga kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Truppen und Monarchisten, wobei Schüsse gewechselt wurden. Zwei Monarchisten wurden getötet, mehrere sestgcnommen. Das italienische Kriegsmini fterium veröffentlichte die Liste der o t t o m anischen Kriegsgefangenen. Seit Beginn der Feindseligkeiten sind insgesamt 87 Offiziere, von denen 24 ausgeliefert wurden, 57 Unteroffiziere, 160 Korpo rale und 1436 Soldaten, davon zwei ausgelicfert, gefangen gc nommen worden. Drei Korporale und 19 Soldaten sind während der Gefangenschaft gestorben. Die Gesamtzahl der Gefangenen ausschließlich der Ausgelieferten und Gestorbenen beträgt 1741. Im amerikanischen Repräsentantenhaus brachte Moore einen Gesetzentwurf ein, durch den der Staatssekretärermächtigt wird, mit Großbritannien und anderen Mächten über die Neutralisierung des Panamakanals und die Teilung der Bau- und Erhaltungskosten des Kanals zwischen den Mächten zu verhandeln. Der Gesetzentwurf erklärt, die Neutralisierung würde die Erhaltungskosten bedeutend vermindern und dem Handel und dem Weltfrieden nützen. Nach der Statistik des brasilianischen Ackerbauministeriums sind in der ersten Hälfte des Jahres 1912 in den verschiedenen brasilianischen Häfen 86 5 5 4 Auswan dererangekommen,29 162 mehr als in "der gleichen Periode des Vorjahres und um 45 262 mehr als in der ersten Hälfte des Jahres 1910. Die Auswanderer sind hauptsächlich Portugiesen, Spanier, Russen und Italiener. Arbeiterbewegung. Dünkirchen, 17. Juli. Hier versammelten sich gestern abend an 3000 aus ständige Dockarbeiter und Seeleute vor der Arbeitsbörse, wo ein Vertreter des revolutionären allgemeinen Arbeiterverbändes eine heftige Rede gegen die Regierung und die Schiffahrtsgesellschaften hielt. Ein Polizei- ko m m i s s a r, der denr Redner Schweigen gebot, wurde m i t Steinen beworfen, worauf Gendarmerie und Dragoner mit blankem Säbel in der Hand aus die Menge einritten, die auf die Soldaten Flaschen und Pflastersteine schleuderte, jedoch nach kurzem Widerstand auseinanderstob. Acht Ausständige wurden durch Säbelhiebe verletzt, darunter zwei sehr schwer. Auch mehrere Soldaten und Polizisten erlitten Verletzungen. Nach Schluß der Versammlung in der Arbeitsbörse wollten die ausständigen Dockarbeiter und Seeleute gestern abend eine zweite Versammlung aus einem öffentlichen Platz in der Stadt abhalten, sie wurden aber von den Truppen daran gehindert. Es kam zu ernsten Ruhestörungen. Berittene Schutzmannschaft mußte schließlich mit der blanken Waffe vorgehen. Mehrere Ruhestörer gerieten unter die Hirse der Pferde andere wurden durch Säbelhiebe verletzt; auch einige Schutzleute trugen Verletzungen davon. Die Ruhe ist gegenwärtig wiederhergestellt. London, 17. Juli. Zwischen den Streiksührern und dem Vorsitzenden der Hasenbehörde von Devon Port haben weitere Besprechungen stattgesunden. Sic Ijaben bisher zu keinem Resultat geführt, werden aber heute fortgesetzt werden. * ■ — Aus Stadt uttb Land. Gießen, 18. Juli 1912. * * Tageskalender für Donnerstag, 18. Juli: Selbstes Abonnements-Konzert der Regimentsmusik in Steins Barten. Anfang 8 Uhr. * * Di e Erhöhung der B eamt e n g eh ält e r. Die Beschlüsse der beiden Ständekammern über die Bespricht sich der französische Arzt Dr. Toulouse in der die Heureuse näher aus. Die jungen Mädchen werden vor allem in größeren Märschen geübt, sie lernen eine rasche Orientierung in einem unbekannten Gelände, müssen Karten lesen unb gewöhnen sich an optische Signale mit Fahnen. Sic erhalten auch Ausbildung in der Pflege der Verwundeten und sind durch ihre militärischen Kenntnisse als Krankenpflegerinnen im Kriegsfälle gut zu verwenden. Ebenso könnten sie beim Aufklärungsdienste und z-u anderen Hilfsleistungen verwendet werden. Das Vorurteil, daß die Frau körperlich untüchtiger sein soll als der Mann, ist ja längst zerstreut worden. Besonders haben in Skandinavien Mäd- d)cn aus den besten Kreisen hervorragende Leistungen vollbracht und können sich mit den männlichen Kameraden wohl messen. Frauen haben sich in der Fechtkunst, im Boxen, im Schießen und in der Flugkunst bewährt. Die militärische Ausbildung nrirb für die jugendlichen Amazonen nicht nur von großem hygienischem Nutzen sein, sondern sie stärkt auch ihre moralischen Eigenschaften, verleiht ihnen Mut, Kaltblütigkeit und Geistesgegenwart in schwierigen Augenblicken. Und da die Frau nun einmal heute im sozialen Leben vielfach auf sich angewiesen ist, so wird die Fertigkeit, mit Waffen umzugehcn und sich selbst zu verteidigen, ihr eine größere Sicherheit verleihen und verhüten, daß sie wehrlos jedem Angriff ausgesetzt ist. — Vom lustigen Onkel Sam. Der Erfolg der guten Tat. „Wenn Sie gute Arbeit leisten, so wird Ihr Werk noch wachsen, wenn Sic schon längst dahingegangcn sind." „Tas ist in der Tat richtig. Rubcns hat nur einige 2000 Bilder hinterlassen, und jetzt haben wir hier in Amerika allein schon 10 000 in unseren Sammlungen." — Ein wirksames Mittel. Erster Kadett: „Wie haft du das nur fertig gebracht, daß Miß Passay dich für den feinsten Kerl aus Erden hält?" Zweiter Kadett: „Ganz einfach. Ich hab ihr 20 Rosen an ihrem 30. Geburtstag geschickt." — Er ist zufri eben. Henley: „Nun, wie sind Sie zufrieden mit Ihren Erfolgen bei den Zcitsclrriften? Sie schicken ihnen doch fleißig Manuskripte?" „Na, cs geht. Ich verliere wenigstens nichts — sic schicken mir immer ganz genau so viel zurück, wie ich ihnen eingesandt habe." — Der M o r alphil o s oph. „Wenn wir uns ent schließen, unseren Feinden zu vergeben, so beginnen wir in der Regel mit denen, die größer und stärker sind als wir..." — Der Politiker und der Wähler. Der Polittker: „Welches ist die nächste Frage, die wir vor das amerikanische Volk bringen müssen?" Der Wähler (cinsallend): „Fragen haben nur jetzt genug gehabt. Was wir brauchen, das sind nun ein paar Antworten?" — Der wahre Mut. „Ich höre, daß Mr. Grabwcll seine Laufbahn damit begonnen hat, daß er sich 50 Dollar pumpte. Finden Sic nicht, daß man einen Mann bewundern muß, der soviel Mut batte?" „Nein, das kann ich nicht finden," erwiderte Mr. Growck>er, „der Mann, den ich bewundere, das ist der andere, der den Mut hatte, sie ihm zu geben/' amtenbesoldungsvorlage wurden am Mittwoch dem Großherzog durch den Minister Tr. Braun vorgelegt und haben durch die landesherrliche Genehmigung ihre Gültigkeit erlangt. Da die Vorlage bis zum 1. April d. I. rückwirkend ist, wird den Beamten und Lebrern für die Sommerferien eine erfreuliche Zubuße zuteil, die voraussichtlich mit der nächsten Gehaltszahlung fällig wird. • ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Kriegsgerichtsrat Wolf wurde von der 39. zur 25. (hessischen) Division versetzt. ** Die Prüfung im Hu fb eschlag haben bestanden: Ludwig Lenz aus Heuchelheim, Kreis Gießen, und Ludwig Schmidt aus Allendorf a. d. Lda. ** Tie freie Vereinigung der Krankenkassen im Groß Herzogtum Hessen hält am Sonntag, 21. Juli, in Bad-Nauheim (Hauptstr. 102, Turnhalle) ihre 2 0. Jahresversammlung ab. Die 23er- handlungen beginnen vorm. 9 Uhr mit bem Bericht des geschäftsführenben Ausschusses. Es folgen die Berichte von Fourier-Gießen „Winle für die Kassenverwaltungen zum Invaliden- und Hinterbliebenen-Versicherungsgefetz" und vom LandeswokMlngsinspektor G r e s ch e l-Tarmstaot „Tie Praxis der Wohuungsreform". Tann wird über Wünsche und Anträge aus der Versammlung verhandelt, der Ort der nächstjährigen Tagung bestimmt und die Vor- standswahl^ vorgenommen. An ein gemeinsames Mittagessen schließt sich unter Führung der Badeverwaltung die Besichtigung der neuen Badehäuser, der Trinkkuranlage, sowie Sprudelkammer. Auf dem Johannisberg oder trn Teichbaus-Restaurant findet als Abschluß der Tagung dann noch ein gemütliches Zusammensein statt. Bei der großen Bedeutung, die diese Jahresversammlung wegen der nötig werdenden Umwandlung der Krankenkassen hat, wird erwartet, daß sie allseitig beschickt wird. •• Abonnementskonzert. Da der für das heutige letzte Abonnementskonzert als Solist vorgesehene Posaunenvirtuose Weschke aus Berlin wegen Erkrankrng absagen mußte, tritt statt seiner der Pistonvirtuose Dietzel vom Palmengartcu-Orchester in Frankfurt als Solist auf. ** Erfolgreicher Gießener Künstler. Bei einem in Saarbrücken abgehaltenen Wettbewerb für Grabdenkmäler im Preise von öl bis 150 Mk. erhielt der Kunstgewerbler Heinz Geilfus von Saarbrücken, ein geborener Gießener, den 1. Preis. ** Unfug. Von einer Zerstörungswut schienen in verflossener Nacht einige bessere Herren befallen gewesen zu sein. Die Schutzmannschaft betraf einen Herrn beim Zerstören des Wetterhäuschens in der Süd-Anlage, einen anderen beim Beschädigen des Reklamekastens am Tor haus am Neuenweger Tor und ein dritter leistete sich die Tat, an einem Laden in der S o n n e n st r a ß e eine Glasscheibe zu zertrümmern. Exenrplarische Bestrafungen wären hier am Platze. Landkreis Gießen. 'S Heuchelheim, 17. Juli. Heute morgen stü r z t e vom Schneiderschen Neubau, gegenüber der Biebertalbahn, ein D a chdeck e r g e hilf e so unglücklich ab, daß er mehrere Armbrüche und Kopfverletzungen davontrug. -^Watzenborn-Steinberg, 17. Juli. Ter vergangene Sonntag stand für uns im Zeichen der Mission. Missionar Gsell aus Frankfurt predigte im Vormittags- gottesdienst und hielt im Anschluß daran einen Missionskindergottesdienst. Wohl an 400 Kinder lauschten gespannt seinen Erzählungen aus der Heidenwelt. Der F e st g o 11 es di e n st wurde nachmittags i/23 Uhr im Freien unter den alten Linden vor der Kirche gehalten. Eine zahlreiche Festgemeinde hatte sich eingefunden, die mit großer Aufmerksamkeit und wahrer Andacht den Worten des bekannten Redners zuhörten. In der Nachversammlung wurde eine Reihe von Gegenständen aus der Heidenwelt, wie Götzen, Amuletten usw. vorgezeigt und erklärt. Das Schlußwort sprach der Ortsgeistliche Pfarrer Sommerlad. Die Gesänge wurden von dem hiesigen Frauenchor begleitet und unterstützt. Die ansehnliche Kollekte betrug 72.36 Mk.; überdies wurden für ca. 27 Mk. Missionsschriften verkauft. O Bettenhausen, 17. Juli. Unsere Gemarkung gehört zu denen in Oberhessen, die sich größerer Kirschen- Kulturen erfreuen können, wenn diese auch nicht an die Rosbacher und Ockstädter heranreichen. Die Ernte, die nicht ganz den Ertrag früherer Jahre erreicht hat, ist soweit beendet. Mehrere auswärtige Händler waren hier anwesend. Auch mürben von einheimischen Bewohnern Kirschen nach Gießen, Hungen und Lich getragen und dort verkauft. Kreis Alsfeld. (w) Alsfeld, 16. Juli. Stabtverordnctcnsitz- un g. Anwesend Bürgermeister Dr. Völsing, Beigeordneter Weitz, sowie 1^ Stadtvorstandsmitglieder. Zn Beginn der Sitzung gab der Vorsitzende eine Einladung des Kreisamts zur Schlußfcier der Kreishau shalt ungs schule am Donnerstag, 18. Juli, im Hochzeitsbausc und eine Einladung des Turnvereins Alsfeld zu dem nächpen Sonntag, 21. l. Mts., stattfindenden 50 jähr. Stiftungsfeste bekannt. Ferner wurde eine Aeußerung des Krcis- veterinäramts Alsfeld mitgeteilt bezüglich der fakultativen ^.richin en schau im städtischen Schlachthause. Es wird bedauert, daß die Alsfelder Metzger noch keinen Gebrauch davon gemacht haben. Bezüglich des von dem Spenglermeiftcr A. H. Schmidt der Stadt angcsonnenen Ankaufs seines Grundstücks in der Jahnstraße, auf dem er ursprünglich seine Milchkannenfabrik zu errichten beabsichtigte, bat eine Kommission mit dem Gesuchsteller verhandelt. Zur Feststellung des baufähigen Untergrundes war zunächst ein zwei Meter tiefes Probeloch auf dem Grundstück gemacht worden. Der Gemeinderat konnte sich jedoch nicht zum fofortigen Ankauf entschließen. Ein lveiterer Anttag, der dahin ging, dem Gefuchsteller anheim zu geben, für bas Grundstück einen passenben Käufer ausfindig zu machen, falls ein solcher nicht ermittelt werde, sollte die Stadt verpflichtet fein, nach Ablauf von drei Jahren bas Grunbstück zu erwerben ohne Ersatz für bic aufgeroenbeten Zinsen unb Kosten zum Selbstkostenpreis von 1,52 Mark für ben Cuabratmeter, wurde ebenfalls abgelehnt. Bezüglich der Verlegung der Straße durch den Junkernaar ten wird entsprechend der Anregung des Kreisamts be- fchlossen, die Querstraße zwischen Volkmarsttaßc und Wallgasse an der Kreuzung mit der Straße durch den Junkerngarten rechtwinklig anschließend zu verlegen und den Schlittscben Garten zum Preise von 4 Mark für den Quadratmeter anzukaufen Die Kosten der Erwerbung trägt die Stadt. Tas anzukaufende Grund- fttlck sott zum Austausch für den zum größten Teile in bic projektierte Straße fallenden Rickfchcn Garten Deiroenbct werden. Zu dem Gesuch des V o l k s k i n d e r g a r t c n S , der den Neubau der Kleinkindersckmle int Hofe der alten Volksschule errichten will und zu diesem Zwecke darum nachgesucht hat, ihm entweder das erforderliche Gelände abzutrtten, um das Gelände in sein Eigentum zu bekommen, damit er eine Hypothek zur Bestreitung der Baukosten aufnebmen könne, ober für eine Anleihe Bürgschaft ru. leisten, würbe cnliprechenb dem Vorschläge ber Baukommission beichlofsen, bem Volkskinbergarten für die Anleihe Bürgschaft zu leisten. Von ber Mtrctung des Bauplatzes zu Eigentum des Volkskindergariens würbe abgesehen. Einem schon lange be'- ,lebenden Bedürfnis entsprechend wurde in ttebereinstimmung mit bem Vorschläge der Baukommifsion beschlossen, das Museum dcS Geschichts- unb Mtertumsvereins der Stadt Alsfeld aus Weinbaus in das Hochzeitshaus zu verlegen, woselbst die bei^ Stockwerke zur Verfügung gestellt werden. Die zurzeit im Hot. zeitshause befindliche landwirtschafttiche Winterschule sott in tu Räume des alten Realsckulgebäudcs verlegt werden. Ter |m Umgestaltung und Instandsetzung der Schulräume im alten Real- schulgcbäude erforderlickfc ftrebit wird bewilligt. Tic landw Win ter sch ule beabsichtigt, auf ihrem Versuchsfeld an 1 Rcibertenröder Straße eine Feld scheuer zu errichten u da das Gebäude außerhalb des Ortsbauplans zu stehen kom ist Tispenserteilung eriorderlich, die . vom Gemeinderat des roortet wird unter der Bedingung, daß das Gebäude mindeste 20 Meier von der Straße zurückgeftcllt wird. Tie Turm soll, von der Firma Ed. Kdrshagc u. Söhne zu Buer, ehcmal Lieferantin, gründlich nachgcseben werden, waS nach einem Z, raum von 22 Jahren gewiß angebracht ist. — Ferner ttnq beschlossen, die neu bergcftelltc Verlängerung der Bolkmarstra zu walzen unb bas Fahren ber Walze öffentlich zu vergeben. Verschiebene Nieberschlagungen von Wassergelb werben genebmi, — Der Gerneinberatsbeschlllß vom 2. Juli l. Js. bezüglich S t u. bung ber Trottoir- und Kanalbeiträge in der Her^ felderstraße wird dahin abgeändect, daß bic Verzinsung ber 3cfnilb aufgehoben wirb. Uebrigens sott vom 1. Januar 1913 ab dir Neuanlage von Trottoirs, Kanälen usw. nur ausnahmsweise und gegen eine vom Stabtporstand jeweils festznsetzcnbe Verzinsung genehmigt werben. — Als bringlich würbe noch verbandelt dir Wasserversorgung in Alsfclb. In ben letzten heiße, Tagen war ber Wasscrv.'rbrauch ganz enorm geworben, so daß bic Bewohner bcs oberen Stabtteils ohne Wasser waren: die beiben Wasserleitungen konnten nicht genügcnb Wasser leisten. Es ist babei in Betracht zu ziehen, datz das Wasser namentlich in den Gärten verschwendet wird. Bei Wassermangel in der alten Leitung rourbc von Zeit zu Zeit die Hochdruckleitung mit ihr verbunden, was jedoch für die Dauer nicht angängig ist, durch den verstärkten Truck Rohrbrüche zu befürchten sind. Gemäß einem Vorschläge der Kulturinspcktion Gießen wurde bann beschlossen, eine Verbindung zwischen dem Endpunkt ber neu« verlegten Rohrleitung in dem Wallachschen Holzlagervlatz unb bem Niederdruckbebälter herzustellen, wodurch dem alten Reserven stets bas Ueberlaufwasscr aus ber neuen Leitung zugcsührt wird. Das Projekt ist auf etwa 450 Mark veranschlagt. x Ruppertenrod, 17. Juli. Der durch einen Teschintzschuß verletzte Landwirt Adam Kratz von hier geht seiner Wiederherstellung entgegen. Kreis Lauterbach. ~ Ilbeshausen, 17. Juli. Am Sonntag, 28. M. Mts., werden die Feuerwehren aus der Umgegend in einer Gesamtstärke von etwa 400 Mann nebst ihren (Geräten zu einer gemeinsamen Hebung und Bcsici> tignng durch die Kreisbehörde in unserem Orte zusammen' gezogen. Die in den letzten Jahren durch Blitzschaden sich mehrenden Brände machett solche gemeinsamen Hebungen zu einem dringenden Bedürfitis, da die meist kleinen Orte nur eine geringe Anzahl Feuerwehrleute zur Verfiigung haben und bei jedem Brande die Wehren verschiedener Nachbarorte zur Hilfeleistung herangezoqen werden müssen: daher ist ein gut geleitetes Zusammenwirken zur Be>väl- tigung der Brände ein großer Vorteil. Tie Gesamtübung wird von dem Kreisfenerwehrinspettor Jockel-Lauterbach geleitet. Nach ber Besichtigung findet eine Festlichkeit aus einem in der Nähe von Hochwaldhausen hergerichteten Festplatz statt. Kreis Friedberg. X Bad-Nauheim, 17. Juli. Ein Kinderfest, das sich auf der Terrasse und im Park abspielte, wurde von der Kurverwaltung heute nachmittag veranstaltet. U. a. wurden schön gelungene Spiele imb Reigen aufgeführt Während des Nachnnttagskonzertes bot das plötzliche Erscheinen des Zeppelin-Luftschifses „V i kio r i a L u i se" der Kurgästen eine Ueberrasck-ung. Äe Kurfapclle intonierte, während der Luftkreuzer über ber Terrasse schwebte, die Nationalhymne. Starkenburg uud Rheinhessen. h. Darmstadt, 17. Juli. Der Inspekteur der 2. Armeeinspektion, Erbprinz von Sachsen- Meiningen, sowie der öeneraf der Infanterie Freiherr v. Scheffer-Boichhorst, tommnnbierenber General des elften Armeekorps, sind auf einer Inspektionsreise hier eingetroffen, um die Trrtppen auf dem Truppenübungsplatz zu inspizieren. ! Riainz, 17. Juli. Der deutsch-a nrerika nischr Lehrerbund macht zurzeit eine Nh einreise. Er fahrt morgen mit zwei Sonbcrzügen von Nübcsheim nach Wiesbaden und von da am 20. nach Mannheim. Am 19. bt- sichtigi er Wiesbaden und die Umgegend. Kreis Wetzlar. △ Aßlar, 17. Juli. Auf eine 50jährige Dienstzeit als Gemeindeförster blickte in diesen Tagen unser Waldwärter Justus Peter Reinhardt zurück. Oberförster Werner überreichte dem Jubilar das Kreuz zum Allgemeinen Ehrenzeichen, und von der Gemeinde Aßlar-Klein- Altenstädten unb seinen slollegen wurde er mit Geschenken überhäuft. Luftjcbi-fcrhrt. Luftschiffwege über den Atlantischen Ozean. Fünf Luftschiffer tragen sich mit dem kühnen Plan, ben Atlantischen Ozean zu überfliegen: ber 6., ber Ingenieur Vaniman, hat burch eine tragische Katastrophe seinen Tob gefunben. 2ai wichtigste Problem bei bieser Unternehmung ist cs, ben günstigsten Weg burch bic Luft zu finben. Im Bulletin des Aero-Club von Amerika biskuticrt Raffe Emerson, ber als Ingenieur wie ali Luftschiffer in Europa unb Amerika umsassenbc Erfahrungen gesammelt hat, bie Möglichkeit eines solchen Ozcanflugcs, und bespricht bie einzelnen, babei in Betracht kommenden Wege. „Gi ist sehr wohl möglich," so lautet der stolze Auftakt feiner Erörterungen, baß ber Ozean auf bem Luftwege überwunden werdm wirb, wahrscheinlich vor 1914, vielleicht sogar schon 1912". Tic Frage, ob wir heute bereits Luftschiffe besitzen, bic bazu fäbia finb, bejaht er. Freilich würbe ein Luftschisf, baß bte ganzen 1900 ober gar 3000 englischen Meilen in einem Fluge zurücklegen wollte, geringe Aussicht haben: günftiger stellen sich bic Ehanccn, wenn bic Ucberquerung bes Ozeans in eine Reihe von kürzeren Flügen zerlegt wirb. „Auch bie ersten, die den Atlantischen Lzear. zu Schiff durchkreuzten, kamen auf der Route über Island und Grönland 500 Jahre vor Columbus, und Columbus selbst erreichte Amerika auf bem Weg über bie Azoren. Heber 300 Jalüc würd' der Atlantische Ozean auf Segelschiffen durchkreuzt, unb ns: 9 Jakwe, nachdem Dampfmaschinen als Hilfskräfte den Segeln hinzugefügt waren, vollendete ein Schiff die Uebcrfahrt über der Ozean ganz mit Tampttraft, 31 Jahre nach FultonS glückliclte: Fahrt mit bem Tampfboot von New Bott nach Albany. Te: erste Versuch einer Kabellegung über den Ozean mißlang, un. jahrelange Arbeit war vonnöten, um bie drahtlose Telegraph ür transatlantische Entfernungen nutzbar zu machen. Nun scheiic es, als wenn die drahtlose Telegraphie bic Luftschiffahrt int' abhängig Dom Wetter durclfführbar machen würbe." Beim Heber queren bes Ozcans burch bie Luft unterfcheibet Emerson jirr Mcthobcn: bic, bic sich des Winbes bebient, unb solche, bic da» nicht tun. In ber ersteren Gruppe finb folgenbe vier Pläne auf getaucht: 1. Westwärts gerabc über ben Ozean zu treiben, mi i)cn Pasfatwinden nördlich vom Aequator: 2. ostwätts in größere Höhe mit den Anttpassatwinden zu gehen: 3. einem Wirbelsmm norbchtwärts von ber Hauptbampfcrlinic zu folgen; 4. ben oft licken Lnflstrom der nördlichen gemäßigten Zone in einer Höh: dafür 100000 shattet betrachtet werden. vermischtes. hv*/, 1 Päckchen 10 Pfg. — 3 Stuck 25 Pfg. Ueberall zu haben! Selbstgekett. la. naturreinen bitnetclt. la.naturreinen 91hfp hiriti Kopfläuse | vllUvll» verschwinden unfehlbar durch Frühkartoffeln! emonehlt 059061 be, 3iobbcimcr Strotze K. l Rebe, Rvdhcimer ' Jockel-Laut^ ?inc Festlichkeit i ujen Hergericht!! Fahrgäste bet *?)orf auf der der Höhe von den Morgen» Dr. Oetker’s Backpulver I>r. Oetker’s Puddingpulver Dr. Oetker’s Vanillin-Zucker. ite zm Verfügr chren verschiede Jnspekte»!' z V0N Sau)! Infanterie Freit' t General des tir msreise hier ei' :uppenübune ch.amerikcinH jnreise. Er desheim nach -- nheiin. Am 19.: Sonntag, N \ der Umgegen!' nebst ihren 6 ung und K- 'n Crte zuscum ch Blitzschäden infamen Hebung meist kleinen v. Ein Kind erst ibspielte, wurde: veranstaltet, ll Reigen ausgefu: das Mlicbe ori'a2u.\ü". raffe schwebte, i (5vPf.)„NlM"(50Pf.) Zu hab.: .^ronen-Troaerie, Gebr. Michel, Walltontt. 29. [49G9; AbfaUholz p.Ztt.l.20Mk.,sreieAnfuhr. HolzbearbeitungS - Fabrik E. H. Muller. ? Suchen Sie? ein Backpulver, das sich seit vielen Jahren aufs beste bewährt hat? — ein Puddingpulver, das aus dem wertvollsten Rohmaterial — Reispuder — hergestellt ist? Vanillin-Zucker, von dem ein Päckchen 2 bis 3 Stangen guter Vanille ersetzt? — urlen zur. Aki, Die Gesamtütr Cbnc Reiben, ohne Irin’ ieiicn, ohne Rmenbleicbe tarnt den: uimflc eine .ymiv- tcau mübclod ihre Tcafdjc irlbit tun, wenn sie dieselbe £ modernen uitrti ,,. •. «^asch. u. Bleichmittel wiotil Stunde kocht. Nachdem diie Wäsche nuoncivült, ift nc nein und schneeweiß, ver > -.Paket 39 Psg- Anbvifnntcn Lanau^ Leiiensabr.J.Gtoth (» m. i* v. 'Jücberlone bei: i-.hr. Arnold Nnchiolger, 5icvbannrane 42, Wilbclm --Saancr, Steinstr. 4o. Da/t ^Zuckers „Saluderma" hat mich von einem schweren Hautausschlag rasch u. väll.befreit. lOOODank. E. Phvlivv-Aufseher." Aerztl. warm emvs. Dose 50 Pf^u. 1 M. lstärkste Form» bei W. ftilbingcr, Seilersweg 79a. A. Roll, Sobnbofitr. 51, Noll, Kaiser - Drogerie, L, Seibel, Frankfurter Str. .49, Ctto Schaaf, SelterSweg 69 s\°h .^lssch, ’ofelbn b?* IM * imA !r,uc^ielb j tttilL> . , ^dvunkl der i .«olzlagnpla;. alten W rugesührl t chlagt. Der durch p. ^ratz von I gegen. werk in die Lust. Die Dorbereitungen für! die bekannten Slrafvn- hätte verschlangen ba-5 Sümmchen von 3400 Mark und die Ottatis Vorstellungen m der OpSra. „Cv^ra cenniqnc OdSon und in anderen ?Heatern machten anc Ausgabe von 34 000 Mark notig. Ein schöner Brauch ist es, daß alliährltch auch der Armen und der Wohltätigkeit sanstalten an die,em ^'nage von der Barster Stadtbchörde gedacht wird. 3n diesem Jahre find bc,_ 50jährige Dieck Tagen unser Zurück. Oberst L M Ms neinde be er mit **«> * Typhuserkraitkungen in Dresden Uebcr die in den testen Tagen in Dresden vorgekommeuen T N - vh userkrankungen wird von massgebender stelle mitgeteilt: Im ganzen sind erkrankt oder krankhettsver- däclitig in Dresden ungefähr 60, in den umliegenden Lrtschaften ungefähr 20. In den beiden städtischen Krankenhäusern liegen 53 Erkrankte, darunter 9 auswärtige. Heute sind 2 Personen neu erkrankt. Nach den genauen ärztlichen Untersuchungen und Feststellungen über btc einzelnen Fälle verteilen sich diese über das ganze Gebiet der Stadt und die nächste Umgebung und stehen tn gar keiner Beziehung zu einander. Es handelt sich also keineswegs um eine Epidemie, die auf eine gemeinsame Ursache, wie etwa den Genuß von Milch oder Fleisch zuruckzusühreii wäre, sondern nur um ein vermehrtes Auftreten der besonders in Großstädten stets vorkommenden Typhuss^alle. Die Erscheinung beschränkt sich durchaus nicht aus ^res- ! den allein, sondern tritt auch in verschiedenen anderen Crten Sachsens aus. Worin der Grund sur die vermehrten Thphussälle zu suchen ist, f>at sich noch nicht feststellen lassen. ! Soviel ist aber sicher, daß ein Grund zur Beunruhigung t. 3—4 englischen Meilen zu suchen und sich von ihm in einer , owindigk.nl von 80—100 Meilen bic Stunde treiben zu if n Für die Plane, die unabhängig vom Wind bic lieber E ring versuchen, kommen die folgenben Luftwege als bic gun i tcn in Betracht: 1. von Neufundland nach Irland, etwa ? Meilen, 2 von Neufundland nach den Azoren, etroq^ 120 M iicn, 3 über Labrador, Grönland, Island und die »yaror Erin und Schottland von New Kork nach Pans, etwa 4500 S iicn (die Entfernung zu Schift und Eisenbahn betragt 3dOO ■ ’ilenV. bic längste Wasserstteckc, bie bad Ci ubmlogm werden mutz, früflt 270 Meilen. 4 E,nc äbnlidw südliche Route über Wen sti-im, Südamerika und die stapverdischen Jmeln, Afrika und en Vorräten darf dre Gefahr der ersten Lu'trcise über den Ozean als so ziemlich aus- MAhtnol Schöne Einmach- AlhMlj! Unb:2n(aigurtcn, l00St.3Mk..b.grötz.Abnabme billiger. Zu hab. bei Dlenstm. Ferber, Ecke Neun. u. Markt- itr., a.Senncridicn Schuh lad. Orangenblüten- Linden-Blüten- Feld-Blüten- H0N9G garantiert rein Reformhaus Krenr.plat« 5. 299) 2Seinnriinc irisch entleerte Weinfäsier emvstehlt billigst 4716 MH. Kohlernmu Siiterei, Neustadt 12 Organ vielleicht um einige Modulationen reicher ist. Das stolze Gefieder aber, das eine Laune der Natur dem schönen „Raden" geschenkt hat, bestimmt fast die ganze Lebensweise^ des Vogels: nur bei schöner Bitterung taucht er aus seinen Lchluviwtnkeln aui, läßt vor dem unscheinbaren, schlicht bräunlichen oder grau getöntem Balg des Delbä^ns die volle Leuchtkraft semer Federn ivielen, schlägt viauenhaft mit seinem prächtigen, in lni(btcnbm Rot oder metallischem Goldgelb gliberndem Schweif ein Rad und verkriecht sich ängstlich wieder ,m Buschwerk, wetin Bolten, Regen und Wind seinen empfindlichen Prunk zu beschädigen drohen. Doch in den Morgen- und Abendstunden begleitet den eiwamen llrwaldwanderer Ncu-Guineas von fern der seltsame Ruf der Paradisea raggiana, der wie ein rasch auseinander folgendes vot- .i)ök Hingt und vermengt sich mit den etwas zarteren, mehr flöten- ähnlichen Rusen des kleineren stönig Paradteovogels. . Semon berichtet uns in den Schilderungen feiner Ltrcttzuge durch die Urwälder Neu-Guincas, nnc schwer sie das Auge des Menschen m dem dichten lichtarmen Blätterdach zu erkennen oermag; nur ihre mitteilsame Geschäftigkeit verrät dem ?Hei|cn- den ihre Nahe ,,?lber an Säwnhelt über treffen sic ivohl atte übrig, u>se der Erde. Denn >oenn ilnun auch manche Kolibris an Buntheit und metallischem Glanz des Gefieders gleich- kommen mögen, fo haben die Paradiesvögel doch vor ihnen bic bedeutende Größe voraus, vor allem aber jenen wundervollen, phantastischen Schmuck der Öaubcnsederbüsck)cl, Mantelkragen, dir eigentümlich verlängerten und zerschlissenen Federn der Leisten gegenö, der stolzen Schwanzanhängc. Die Mannigfaltigkeit in der Anordnung, dem Bau und der Färbung die,cr Anhänge ist erstaunlich und jede neue Art ist ein Wunder. Tas herrlichste ist, daß über all dieser Fülle von Glanz, Farben und phantamichen Formen ein edler Geschmack zu thronen scheint. , Dazu kommt das froh beivcgliche und spnipatlnschc Wesen der Vogel leibst, bic sich ihrer Schönheit gleichsam treuen und stolz auf ihre Pracht »I ihre Gefieder ausbrcitcn und entfalten, keine langroterigm, ictvst- ' gefälligen Schaustücke, rote die Pfauen es sind, sondern lebens-, volle und lebensfrohe Bewohner ihrer prächtigen öcimat--’rnlbcr. Aber bic Scheu dieser prächtigen Winbet des Urwaldes von sondern" begnügen wir uns lieber mit dem letzten Platz! ♦ Was Paris der 14. Juli gekostet hat. Am 14 Juli gerät Frankreich alljährlich in einen Freudenfreiheits- taumel und selbst die größte Litze oder das schlechteste Unwetter können das luftige Völkchen nicht abhalten, ftch ausgelanener Freude über die vor so und so viel Jahren erfolgte Erfturmung der Bastille hinzugeben. Den Pariser Stabtiacfcl tostet das Pariser Nationalscst alljährlich eine beträchtliche ^umme so sind in diesem Jahre rund 180 000 Mark von den Pariser Stadtbehörden am 14. Juli ausgegeben roorben. tfur die Ausfchmuckung der Stadt dienten 80000 Mark. Tic Gasrechnung allein für diesen Tag betrug 9600 Mark' 1200 Mark wurden für farbige L-ämpchen ausgegeben und über 16 000 Mark gingen an (feucr- Men Djwy* . , - I kühnen Mg: >er Ingenieurs m.%9btitqünir< Vtzr MÄ sein« • fogur dazu ’• be'M'. aaN'-N' ine>n v'nn ghs» eine yt antii(beni . iet^ -Lr W; ""Äs-Pf: L(tonS e - iiadi E onfifliiD. S d-°s° Ä ti» pfeift ie die *7, Zciin # en Ä Einers-'^ Kt-ds°Ä! ’W Dann nehmen Sie die seit vielen Jahren bei allen Hausfrauen beliebten und wegen ihrer vorzüglichen Qualität hochgeschätzten Mark ausgegeben worden . * Schwertfisch gegen Satftf*. Die Lzeandampsers „Ealedonia", der soeben in New Reise von Glasgow angekommen ist, batten auf Nantucket ein dockst interessantes Erlebnis. In stunden verbreitete sich auf dem Sänne das Gerückt^ datz etwas Außerordentliches auf dem Meere vor sich ginge. 'les strömte an Deck, und der JftipiMn hatte die Liebenswürdigkeit, bic Fahrt zu verlangsamen Da bot stck bntn den Zu,ä»auern em über rasckender Anblick. Ein ungefähr 3 Meter langer Haifisch sprang plötzlich aus bem Wasser in einem mäcdttgen «atze, rlmi folgte .hart auf ben Fersen" ein nur um weniges kürzerer «ckwert Tifd). Als sie zusammen ins Wasser zurückficlen, bohrte diefei seine furchtbare Wrpermässe in die Seite des -vaies, und mar sah wie die beiden nriteinanber rangen. Das -^ner farvtk sich rot vom Blute des 5>aitisä>cs, und die ganze sce schien in Aufruhr geraten zu sein, so peitschten bic beiden Kämpen bic Wogen. Plötzlich beruhigte sich die öcc, unb Jd)on glaubte man. daß der Haifisch unterlegen sei und der Sieger sich lautlos aus dem Staube gemacht habe, als plötzlich nnebcrimt der Haifisch aus dem Wasser hcrausschoß, und zwar trug er in seiner Seite das Schwert des SchwcrtsisidcS. Er hatte es seinem Femd abgebrochen und war so der Sieger. « • Die besten Sonrmergetränke. Em richtiger Durst ist etwas Herrliches, wenn man ihn in geeigneter und geschmackvoller Weise löschen kann, und unter vieler Bedingung ist «e heiße Jahreszeit reich an Genüssen Schade nur, daß die Neigungen bei der Art der Durststtllung viele Leute irreführen und zu Getränken verleiten, bic gerabe Mr die heiße Jahreszeit nickt zu empfehlen sind. Wer sich selbst so gezogen hat, daß sein Geschmack mit den körperlichen Bebürhusien uberetn- ftimmt wird in der Auswahl der Getränke emen erheblichen Unter- schied ic nach der Jahreszeit macken. Im Winter kann sogar ein alkoholisches Getränk dem Körper luobltun, wahrend man int Sommer umgekehrt die leichteren Getränke bevorzugen sollte. Ein tüchtiger Wanderer lernt in den Sommermonaten immer wieder aufs neue, daß ein Trunk frischen Quellwaisers einen cd'tcn Durst besser löscht, als irgendeme andere Flüssigkeit und ihm auch eine Befriedigung gewährt, wie sie m dem Augenblick kein Glas Wein ober Bier zu geben vermag. Mer selbst der Großstadtmensch, der durch eigenes Verschulden oder durch den Zwang des Berufes bas Wandern verlernt hat ober nur Tür kurze Zeit aufnehmen kann, sollte im «oinmer d,e alkohol- ' freien Getränke bevorzugen. Ein schwereres nnb, dickes Bier kann den Naturburst nickt stillen, wie ein Glas «elters ober cuu säuerlicke Brauselimonade. Außerdem aber kommen die Getränke, deren Gesämiackswert nur durch einen Gehalt an Kohlensäure mit oder ohne Zusatz von etwas Frucktsast gesteigert wird, um o mehr in Aufnahme, je größer die Ditze ist und K mehr Flüssigkeit der Mensch infolgedessen feinem Körper zur Ergan- zimg des Verlustes durch die Dautattnung Zufuhren muß. Trauer - Hüte. A. Salomon & Cie-, Schnlstraße 4. Tel. 249. Etwas für die sparsame Hausfrau. Ter neue Kaffee-Ersatz „Perlta" ist doppelt so auSqiebig wie andere Kaffee-Ersatzmittel und doch nicht teurer als diese. Dabei schmeckt .Perlka^ überraschendkaffeeähnlich, hat keine lästigen Hülsen und Schalen und ist durchaus gesund. Kann eS da für die Hausfrau noch fraglich fein, waS sie verwenden soll? Nur „Pertka"!hv”,; Kleine Tageschroni:. Ai,ä Hagen (Westfalen) wird gemeldet: Gestern nachmittag stürzte in Driftern bas Gerüst von einer tm Bau begriffenen Eisenbahnbrücke ein. Fünf Arbeiter wurden schwer verletzt, einer davon lebensgefährlich. , _r , Bei Hamm in Wefnalen unternahmen fun f Ar dei tei eine Kahnfahrt auf der Lippe. Auf der Rückfahrt badete einer der Arbeiter. Als er den Versuch machte, wieder ,an den Kahn zu kommen, kipple dieser um. Drei bcr-^n1J’!rV„ncrthr“nrÄl1' während die übrigen sich retten konnten. Xtc Li-ichen der Ertrunkenen sind noch nickt geborgen . . _ Tie Dachpappenfabrik von Wigankow tn Berlin ist gestern abend niedergebrannt. Die Ursache des Brandes ist noch Nicht mm tlett^ a Wachsen) explodierte im Elbbahnhof ein Benzins aß infolge Selbstentzündung in W^genbttck, n!s es in einem Eisenbahnwaggon geladen werden sollte. Der Waggon stand sofort in Flammen unb das Feuer breitete lieft dann weiter auf einen großen Zollspeicher der Sächsuckwn^ Staat^bahn aus, in dem u a 1500 Zentner Oel lagerten, -ter Speicher sowie zwei weitere Eisenbahnwagen brannten vollständig ans. Gestern früh zehn Uhr stieß bei Tarascon em von Avignon kommender Personenzim mit dem Schnellzug ^^lle-Bordeaur zusammen. Zehn Rctiende und fünf Eisenbahnangesteltte 1111 b Jn^E^p i n a^ verwundete der Leutnant Eollet in einem Wlihii^ sinnsansall seine Watt in unb sein siebenjähriges Söhnchen burch zwei Revolverschüsse sehr schwer und entleibte sich darauf 5 A„s Fez wird gemeldet: Ein fcfterihftbcr Arttllerieioldat feuerte gestern auf einen eingeborenen ^nftruftiondontiier drei Revolverschüsse ab und venviindete benielbcn schwer. Es foll sich nm einen Akt persönliäier Rache handeln. WetterauSsichten in Hessen tot Freitag, den 19. Juli 1912: Wolkig, Regenschauer, mäßig ivarni. Frankfurt a. M., 17. Juli. Bei der heutigen Fahrt tT „Vittoria Luise" nach Idar ist zum ersten Male die neue ■ „r»oft in Tätigftnt getreten. Drese beittht darin, daß der Lutt- i , ülncr die Funktionen eines Voswerwalters ausubt, von den . i sßagieren Postsachen ciügcgcnninunt, bicic mit einem befon- i Luftpost stempel versieht unb sur ihr^ I vioer cne cmeu oiricr viuu)imtn ' ie tragt. In Anweiidung kommen Reu-Guinea vor den Mensckxm uno ihre Vorliebe jur abgelegene -narken. Besondere Marken roic bei der Wohltatigkeitsoeran Wfbutc 6nt 3agb aui den Paradiesvogel bisher fast ausschlicß hl; ung der Gros,Herzogin von Heften werden nidit auSgegebcn, I bcu (£-ingcborcncn überlassen: mit mehrsitzigen Pt eil en cr oick werden keine Postsachen vom Land zur Weiterbeförderung auf-1 die Papuastämme diese kostbare Beute: oder zur sfiacktzeit, tiummicn. , I wenn die Vogel fcftlafen, schleickien lautlos dunkle Gcftalten zu den Johannisthal, 17. Juli. Heute abend unternahm Leut- Lchlupswinkeln unb iverien haltig feinrnaichige über Du mt ^'icma nn vom Jnsantcri'Regiment Nr. 118 auf Lust' schlummernden Tiere. An den Haienplätzen werden sur die Para ich-crdoppeldccker einen Flugversuch. Beim Landen tvurbe ber öic.3vogelbälgc sehr ftattuckie Prn,e erzielt und.auf dem curo- üö»arat vollständig zertrümmert. Leutnant Licmann wurde her- fischen Modemarkt zahlt btc Tarne oft /"'^erte von ...arl und w KÄÄÄÄ« -«a m hm sä sä vt teilte abend kurz vor 8 Uhr mit ^lerieitt^\ viindoinücr iDeiftcn Eindringlinge nodi als rühmliche ’oclbcntat feiern, eo HeJrn. »ta» die »ultirftranbc | ift aud) l'eieii.-n auf brr Sudw nach V1 ■ die nlicgcr amgeil langsam zur Erde nieder wobei an einem | ÄuiM der linke Flügel abbrach. Tic Flieger blieben unversehrt, rtu Apparat wurde abgerüstet. Friedrichshafen, 17 Juli Der,„Z 3", der heute ,lt“ ।r .... ecin ^vobe unb Geschwindigkeitsfahrten zur Befnc n werden mH . nq „ledi.tt hat soll morgen bei Morgengrauen nach Vaden- ........ ItL.m fiberiiibrt weroen, um dort von der letzt, leerstehenden jiu.'e aus die militärischen Abnahmesabrten zu ab'olvtcren Ans fii-, Weise wird aus der Werst zu. ,->riedrickshaf^n Platz ge si) feil für den Bau des Marincluftschifses. Tic '.Hania , das (r itzsckiss für die Dclag, das ebensalls fertig ist, kol^??? • a. Sunota« in ^.«ndubaien flen.il» und °nt Mm. rol die Prolunahrten aufnefmten. ^'^eicht wird es oernt biidc der nächsten Wocko nach vambiirg ubergefuhrt, worauf ■ I’Ol' ein -weiles Lustsckn" aui Miel gele.il wird.__ Die paraMcsodqel von Neu-Suinea. । ?(hiiUacbietc5 lull Du fein Schicksal ereilt. Weit M oas erotischen Urwälder muß der Jager Vordringen p.-i» cr wirklich schöne Eremplare ber ,cltiamcn _buntf^i11ernben m"küd^mH°hrtzndnikn 1 kleiner' ■ -rhanden ift, jumaf auch alle «orsichts- alten t ben Stoss zu manchen ivunderlichen fiegenben I niaurcgeln getroffen sind, um btc weitere Verbreitung der -.-ben haben . f ÄTanffteit durch Ansteckung zu verhindern. Tu- .-ilnesorscher des Mittelalters kannten nur grob ent- . <^o zahlt man die niciftcn Steuern? In der bei- fl ütc unb von den ^lnacborencn.. ungefdndlf LjUen Kammer legte der Mgeordnete von Lüttich Hector Dems dVies rabenarligen Singvogel.-, desieiiglaiizeudcs Uleinzigartger cmc Statistik vor, in der genau berechnet war, wie sich die Steuer ecrbcum-cbi b' -Uei-ndes Gcueder heute auslasten in den verschiedenen Ländern Europas darstellen, ^a-.' p große Rolle iptelt. Tic papuaniichen ^ikow Ergebnis ist für Deutschland durchaus nicht ungünstig, Auf f- erlegten Vögeln die Beine ^s, nick da man m Europa her Bevölkerung entfallen.nämlich nach dieser Lstte. in lirmaU ein tiremplar nut Krallen oder -Beinen juJc^n öciam, 82,06 Frs., in Frankreich 78,98 Frs., in ^pHanb n"b eine naive Phantasie den Paradiesvogel zu cmem-Wunder. Oesterreich 49,05 Frs., in Italien 45,94 Frs., U »u einen. Bonei. der niemd« raWet,»d" Lt,rnge W ' 43-37 ZrS in R-rw-,on «,60 Fr«, jn h;ied Gut liebend bis zur etunbe fc‘nc^^. Täncmarf 41,70 Frs. und in Belgien 34 Frs. Holsen wir, }:■ umc fdimcbi, und lerne l end eil ordern "N Sonnenli« unfcrc StaatSschatzmeister hier nicht ihren Ehrgeiz darein labet. Jn dem Namen Paradilea apoda, ^,L,nnö dem Para „Deutschland in der Welt voran" marschieren zu lasten, L.-.nnael gab, klingt jene alte Legende noch nach. der erste ' v„ m--mit hrm tentrn Mak! ^ropäer, der' wirklich einen lebendigen ParabieSvogel sah, d r ,-lieniscke Weltreisende Pigasetta, fand gar feinen Glauben, als ... nad) der Heimkehr von seiner Weltteise behaufstete, der Vogel l^be Beine und Krallen. Nock keine 90 Jabre sind verstr,cheiu !ei.ldem Europa zum erstenmal den gan^en Körper ^nes erle^l : radiesvogels zu sehen bekam: erst 18-3 lernte Die alte ^.ur -üt eigenen Augen einen Paradiesvogel kennen. Und noch viele Ubre gingen dahin, ehe bic Forickung näheres über ^ Lebens rjrife dieses eigenartigen Tiercs erfuhr, in bem eine unvergleich Sc Schon den mit einer seltsam mißtönenden Stimme w wunder- .ich sich vermählt und bas dem Pfau den Ruf des ntelften Wesens if ifcrcd E-rdballcs streitig macht, xenn der Schrei dieses .-^lng^ -’aelö" gemahnt an die Stimme des Raben, wenn auch leiii Für Hühneraugen und Hornhaut gibt es nichts besseres wie Karns Hübner' aunentinftur und Pstaster ä 50Psg. (scntrabTroflcne Emil Karn. Sckulitr. Frühkartoffeln, Wetterauer Ware, -Perle" und .Kaiserkrone" Her Zentner 4.5vMk. versendet unter Nachnahme 4SÄ) Konrad Haub,Echtei 1. Sommer - Räumungs-Verkauf 3cfi gewähre auf Dr. Diehl», Salvator», Hassia» und Radium»Sfiefel .. HASSIA" Ausserdem gewähre ich auf sämtliche Sorten Rabattmarken. 10°|o und mehr, auf alle anderen Artikel lO“"2OC|o Rübaft sowie auf grotze Posten Einzel- und Restpaare, schwarz und braun II bis 000|o unter Preist MARKE | / ggQfl. Sdiuhwarenhaus L Bernhardt |___Schulstrasse 10 Telephon 435 » Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. Namen: Kath. Sack geb. Gorr. Heuchelheim, Giessen, 18. Juli 1912. Die Beerdigung findet Freitag, den 19. Juli, abends 6 Uhr, vom Trauerhause in Heuchelheim aus statt. 4976 Gestern verschied nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Sack IV. im 56. Lebensjahre. Danksagung Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme sowie für die überaus zahlreichen Kranz- und Vlumenspendcn bei dem Heinigange unseres lieben, unvergeßlichen Vaters, Schwiegervaters, Groß- und Urgroßvaters Um Philipp Becher II. sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Wieseck, Heuchelheim, d. 17. Juli 1912. 4017 föne Ersparnis im ■Haushalt' Immer grösserer Beliebtheit erfreut sich meine hier am Platz bestehende Einrichtung der Herrichtung von Wäsche als Nasswäsche. Nicht allein, dass zu jeder Jahreszeit die Wäsche blendend weiss ohne Anwendung scharf er Mittelgeliefert wird, ist Nasswäsche bei genauer Berechnung erheblich billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche. Ein Versuch überzeugt. Die Wäsche wird gratis zu jeder Tageszeit abgeholt und in längstens 1-2 lagen zurückgebracht :: :: :: .. $)ampf° Waschanstalt 'Sdelideiss Giessen :: Krofdorf er Strasse 12 Telephon 487 Telephon 487 __________.......___________________________________________________________ G esc ’l schaftsverein Alle aus der Bibliothek entliehenen Bücher sind spätestens am 27. Juli 1912 zurückzugeben. — Vom 1. bis 30. August bleibt die Bibliothek geschlossen. " „ •eeeeeee • eeeeeeee W g ■___an der Bergstrasse. [4973 nßfiSilfiimHausl,altungs-Pensionat M VIIVIIUIIII von Frau B. Eberwein geb. , . Guntram. Häusl.,wissenschaftl. und gesc'lschaftl. Ausbildung. Individuelle Behandlung. Prospekte durch die Vorsteherin. EdrtleluJuta Terrassenrest.. Caf6. Schönst.Lage, Bäd. Höhen-u. Nerven-Kurort Direkte Bahnverbindung mit Frankfurt a. M und Wieebaden. HBh Prospekte frei durc*1 dl« etsdt. jMmKRwb K n rverwaltnng. Bas deutsche St. Moritz heilt Nervosität, Asthma und Schlaflosigkeit. - Nachkuren- w- ■ "V •• 'M : ITfWTithT Bö f.v 1 ft Grand Notel Königstein Än Erstes u. grösstes Haus. - Herrliche Lage Hotel Bender Pension D.m. 5.—9an. Elektr.Llcht .Zentralhz . Man verl.Prosp. SanaloriumSao-RalDr. Ameiung (Ur Nerven- und Innere Krankheiten? (SS-/«) Meisezeil ZS Reisekoffer sämtl. Größen u. Qualitäten in allen Preislagen amLagcr von 15.— Mk. an. Kupee- u.Anzugkoffer Reisekörbe, Reise- handtaschen und Necessaires, Schirmhüllen, Schwamm- bentel wÄ Bertholi Fernr Spezialgeschäft für II •Z. Betarliieln Reisekissen, Hängematten, Thermosflaschen, Alnminium- Kocher, Trinkbecher u. Flaschen. Ruck- SäCXe in größter Auswahl Kragen- und Manschettenbeutel etc. Extra- Anfertigungen in eigener Werkutatt. I Kulme if 820. eiseartikcl und feine raren. (4966 Prim neue KaMln vorzüglich kochend, empfiehlt zu den billigst. Tagespreisen H. Trechsier Ttcinstr. 48 Tel. 581. Wirte und Wiedervcrkäuser Eitrapreise.4765 halhmg. Bade Duplex Dampf- Fruchfsafl Bereitung^ Ehe* Sie Ihr Geld für minderwertige . teilweise nur sogenannte Wasser- Einkoch-Apparate wegwerfen, lassen Sie sich die Vorzüge des Dampf - Einkochers :: Original :: Bade Duplex sowie der Fruchtsaft-Bereitung ohne jeden Kaufzwang erklären und urteilen Sie dann selbst. Lang s WieMein Gießen, Marktstraße 4 I Vereine Gesangverein Harmonie. Donnerstag abend Cresangstunde. Bollzäbliges Erscheinen erforderlich. V18/?Der Vorstand. Die Anmcldelistc für das Kreidturnfest in Aschaffenburg liegt bis Freitag abend in der Turnhalle zur Ein- zeichnung ofien.[v18/- V. H. C. Zweig-Verein Giessen J Morgen abend Steins Garten. D. d. Oe. 1.-L Sektion Giessen Sonntag, 21. Juli: Wanderung mit Damen Niedermeimar — Nehbrücke — Frauenberg — Marburg. Abfahrt 10** Uhr norm. [vVj Kaffee! Stets frisch gebrannt streng naturelle Röstung ohne jeglichen Zusatz Frische Fische! Heute Donnerstag 5 Uhr eintreffend: Echt Nordsee-Kabliau 1'/,—4-pfündig, kopflos, per Pfund 28 Pfg. feinste Nordsee - Schellfische 1'/,—4-pfündig, per Pfund 38 Pfg. Bratfische, Rotzungen, Heilbutt, Seehecht ohne Kops [bu/7 Heidelbeeren in 12—W-Pfund-Körben per Pfund 23 Pfg. Gebrüder Serdux Bahnhofstraße 27 Fernspr. 231. KM 1.50,1.60,1.70,1.80,2.- Melange, Psd. Mk. 1.40 roh, Psd. Mk. 1.30, 1.40, 1.50, 1.60 Echt Malzkaffce, C,8CI,C •gg“g 25 Psz. U. fiorufancc, Ä. Leeligg Sornfnöte, Wn. )akob INaternur, Kossee-Röstttti Tel. 337. — Mitglied der Rabatt Tvarverciniguna. °L7 Mundgeruch™ nitn-nact Munde u. zwischen den Zähnen und bleicht mttzfarben, Pä6nt blendend weih, ob« b. Lchmrlz zu schaden Herrlich rririiL. ftfimea.gobnernnt f. Erwachs.,. Kind., 4—6 Wochen ouvreich., 1 Mk, Prodekude 50 Pfg. In d. Inter». Hygiene'vuSstrll. Dresden allseits bewundert. Man verlange Pros» t «ratibmusler direkt v. Laboratorium efito*, Dresden 8 ob. u d. LZetd, Drog., SriP n. Varlhwerlegefchättev. Haut- Bleichcreme „thloro“ bleicki Gesicht u. Hände in kurzer Zeit rein weih. Borzugl. r» probt, unschüdl. Mittel geg. unschöne Hautfarbe, Sommerlprolitn, Ceberfkt». gelbe Flecke, Hautunrcinigkelten. Echt „Chlorocreme“ Tube i *. Wirksam unterstützt durch Chlorowclle 60 J, oom Laboratorium .Leo', Drerben 3. Erhältlich in flpotlicfcn, Tronfrirn und qinrfnmrrtre. In Giehen: Hirsch Apotheke. Adler-Trog., Otto Lchaaf. lhv**/a) fiein HimbcerLvruv rein.s^ruchtsaft erst. Pressung und Mucker, lose gewogen per Pfund 75 Pfg. ’/t '/< '/.Ltrsl. m.2.- M.1.10 60Pfg. 35Pfg. fiein Zitronen Saft '/. '/« '/A'irfi. M.1.50 WPfg. 50Pfg. 30Pfg. fiein Limetta Vi '/. '/.Ltrfi. M.1.40 80Pfg. 50Psg. 30Pfg. Ist. Büdingcr Älpselweiu '/»Literfiasche 45 Pfg. sowie diverse Sorten Mineralwasser in'/i u.'/, Fl. cmfiehlt *loe Georg Wollenfels nur Marktplatz 21, Teleph. 46 gegenüber d. Engel-Apotheke Rabattmarken-Ausgabe. Visitkarten liefert billigst Brübl'sche Univ.-Truckerei ________Kienen.__ Kolosseum Inhaber: Karl Ohm Walltorstr. z: Walltorstr, TaS Neueste voni Neue» blö/7] in Gicireu ist: Kimmel mid Hölle Das gröhtc Reiscunternehm. in diesem Wciirc. IST- Eintritt frei! "tz0 Stadttheater Giessen. Direktion: Hermann Stcingoetter. Dienstag, den 23. Juli 1912, abends 8 Ubr: Sechstes Operetten-Gastspiel des Groll Kur theaters Bad-Nauheim Unter Mitwirkung der Kapelle des biefigen Infanterie« Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Gewöhnliche Preise! Gewöhnliche Preise! Oie Fledermaus _ .. . Lperetle in 3 Akten von Johann Straun. Kagenonnung 71/, Uhr. Ansang 8 Uhr. Ende 10'/, Uhr. Ter Vorverkauf zu dieser Vorstellung begiiwt »onntag 11 Ubr an der TaaeSkafic des LtadtthcaterS.