Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten. IflKjt ment sie den „Parteitag der Dampfungen nennen der Beratung ber vrgcmisatwnSanderung, über deren rf wir fd)o 11 srüber bcrid>tct haben, machte fid) bu Ikraiimm and) bemerkbar. Auch materiell, infofern man £* ll sermiltigken der ^irteimitglieder doch nicht tut fo |rtCnnilo>5 erachtete, um an eine Erhöhung der MUginder lEhL-ie iKraiiAUtri'tcn Der ^rtnoonlanb erhalt tun hg 1 hn „Paneiausschuß" eine beratende Nebeninftauz, ohne .... 1 t .>! .... ««hnvfvnt inrrhen. denn der ,l nehmen. Der Kaiser im Flottenmanöver. Wilhelmshaven 20. Sept. Heute vormittag zehn Uhr hielt der Kaiser an Bord der „Hohenzollcrn" eine Besprechung des Manövers ab und nahm anschließend daran militärische Meldungen entgegen. Ausland. Der Jahrestag der Befreiung Roms wurde am Frcnag in der italienischen .pauptltabt unb in ganz Italien unter auRcrorbentlidrn patriotinhen Kundgebungen ge- feiert Zahlreiche Verbände begaben sich im Zuge nach de Porta Pia, wo Bürgermeiner Nathan eine Depesche des Königs verlas und eine Rede hielt. In Ctenua fand die feierliche Uebergabc einer Medaille an die Genueser Malroien statt, di>' an oer ,rohrt in Dcutfcbo Ucicb. Der Kaiser ist am Freitag um 3 Uhr von Wilhelmshaven tm Sonder- * zng nach Wildpark abgereist. Um 11 Uhr abends traf der Kaiser auf der Station Wildpark ein und begab sich in den Fürstensalon der Station, ivo kurz vorher die Kaiserin nut der Prinzen in Bik- toria Luise eingetrossen war. Um Ul' Uhr reisten die Majestäten mit der Prinzessin Viktoria Luise mittels SonberzugeS nach R o m i n t e n ab. Das Koalitionsrecht der bayerischen Eisen- bahnarbfeiter. Bei der Beratung des Eisenbahnvoransrl>lags in der bayerischen Kammer der Abgeordneten kam der Verkehrsminister Seid lein auch aus die Fragest gc- werkschastlichen Organisationen zu sprechen Er betonte, daß die Bayrische S-taatseifenbahnvenv.iltnng den Eisenbahn-Beamten und Arbeitern das Koalitionsrecht un Sinne der Reichsgewerbeordnung nicht zugestehen könne Um den Gefahren eine- eventuellen Ausstandes auf den Eisenbcchnen, der besonders im Kriegsfall von Nef einschneidender Bedeutung wäre, vorznbeugen muss.' die Regierung solchen Bereinigungen, roeld>c bte Llrbeitsem- stellung als zulässig erNaren, entgegentreten Sie könne nicht erst warten, dis solche Bereinigungen sich zu einem Aufstand entschließen. Eisenbalm-Beamte und Arbeiter müßten fid) Har fein, daß ihnen aus ftaatlidxu und dienst- liehen Interessen bas Recht auf Arbeitseinstellung nicht ein. oeräumt werben könne, welcher Organisation sie auch an- gehörten, seien es freie oder christliche Gewertfchaslen. 00- fange fid) die Beamten- und Arbeiterorganisationen aber auf gesetzlichem Boden bewegten, lege ihnen bte Staatsreg«. rung keine Sd>roterigleiten in ben Weg. lr sen allgemeinen Gesdfäftsbericht vortrug, ungemein •Hrl Beit und 'Itorte Einflußreidte Parteiblätter, wie bic Jh -iger Bolksztg ", hatten den Schild der Göpptnger im IKite erhoben, .^erlogene" Darstellungen, nm wieder .fei Ausdruck Bebels zu gebrauchei,. waren m Masse ver- l’inl- ivvrden. Nad) großem rednerischen »in und Her rn man wohl in Chemnitz die Ueberzeugung, daß es iidn gerade bte edelsten Parteiglieder gewesen waren, bu- Elner Sariieben Mund so voll genommeit hatten. Der n*t>rne „Hört, hört!" konnten sicherlich als Zweifel dar üvi icbcutet werden, ob denn mit den ^pargrosdn'n der t in großen Summen so fraginürdige Unternehmungen unterstützt werben müßten. Diese Zweifel drangen V<\ 11. fo lel.haster auf, als die ursprünglichen Goppiuger UkiiH-r aus dem Parteitag geradezu als rnvrali,ch un- ppmev nb qualifiziert worden sind. T«nn wurden die Chemnitzer Regisseure aber vorsich- t i rr Der ')lbgeordnete Dr. Landsberg, der bet einem ühiftibod) sich erhoben hatte, kam mit einem geltnben ytj'ir! davon Und wenn man der Chemnitzer Auseinander i Lin eine bezeichnende Stichmarke beilegen wollte, )o . ( man sie ben Parteitag der Dämpfungen" nennen besonders ausfüllt, ist die Dämpfung bed ot ret- i es zwisdien Revisionisten und Radikalen. Den Revisionisten bat die Entwi 3 von Murajefs, dem Gcneralgouverneur voii Polen als Dank für geleistete Dienste ^'ckcnlt worden war Trotz feines hohen '.'liier? verfügt der ^Keis noch über em uber- raickend bares Gedächtnis und er denkt noch lange nicht daran, fein >?auot zur ewigen Ruhe zu betten Tie übrigen Ucbcrlebenden aus dem Fahre 1812Bmd 110, 11-, 115 und 120 3abrc all, mm der (trauen 10.) und HO Fahre 'AHc bieic Phänomene der Langlebigkeit entitammen den nichtigeren Lolksklaifen. silbernen vergoldeten Pokal, Nürnberger Arbeit von hohem numis- matifdjen Wert, einen rinnen silbernen antiken Becher und neun Stück annke silberne Bocklage Der Arbeiter Hal zugegeben, datz er diese und noch andere Gegenstände bet den Aus,chochiungs- arbeiten von „Auerback^ Keller" in Leipzig gefunden und unter- schlagen bat. Leider soll er auch, nnige Llertstucke verschenkt aben. Die Vorgefundenen Gegen,tände sind dem Besitzer der Neubaues überwiesen worden. v v — tzcimaeleuchtet. Der engli,che Reverend Henrn Ward Beecher war durch feinen f(baden Witz berühmt; oft erhielt er aber auch geschriebene Proteste, die er dann seiner Gemeinde vor- las und kritisierte. Eines Sonntage Hub er also an: ,,3* muß Ihnen eine seltsame MiUeilung bekanntgeben, die ich erhalten habe, es ist cm halbes Blatt aus einem Notizbuch, auf dem nichts gc; chrieben steht außer dem Dort „Narr". Es lammt ja vor, dax ein Dric'fchreibcr seinen Namen hinzuzmeven ocrgir.t, aber oas ist das erstemal, daß einer feinen Namen schreibt und den Brie, fcxgißt Nachrichten aus Kunst und Wissen- ichaft. Ter deutsche Schillerbund wird am ;v und 6. Lkwber seine Hauptvedammlung in Dresden abhalten. Neben ben geschäftlichen 'Angelegenheiten sollen zwei Anträge behandelt werden, bie auch Tür bas nächste Jahr nationale srestiviele für die Fugend fordern. Tie Femoiele lollen eine größere Bedeutung dadurch erfahren, daß nationale freitrdmcr gemonnen werden sollen. — öauptma nn« ^rama „G a - bricl Schillings Flucht" wird Enoc Cftob-r m Berlin ;ur Aufführung gelangen. — Aus Lerv z 1 g meldet man. Die Siebenbunderliahdeier der berühmten Leipziger Thomas- schule des ältesten deutschen Gymnafiums, wirb vorn 21' bis 26 September ftottfinben. Neben geielliacn Festlichkeiten ist eine Aufführung von rroohokles „Antigone" m gne d-iicher Sprocke geplant, an der nur Sern : 1 .umieler tednehmen, bic ehemals Schuler der Thomasfchule qlf. cii/roaren. — Zu hundert,ährigen Selbständigkeit Norwegens als Llaat ,oll ir Cbriniania em Tiergarten eröffnet werden. N»ch der Umschau ' sotten in diesem ausschließlich nördliche Tierarten au.” genommen werben, um auf diese Weise einen Spezlolpark für bic nordische Fauna zu schaffen. Eine der Inseln in Chrunowa- fjorb wird dafür mit Ka'sins versehen werden, in denen Eisbären, ^alrofie, Seehunde und die Vögel des Eismeeres mitergebrocht werben^ IX'ranzutreten Der 'PiirteivorfMnd erhält künftig iaitsfdmß" eine beratenbe orebeninstanz, ohne thmnit feine B'sugnisse gebrod>e,i locrbcu, denn der (hun, bei ans Vertretern bet Bezirks- und Lanbesvor- c nctuLoci nürb, erhält nur qutaditlidx Befugnisse das Telegier.cnfystem zum, Parti-itag an angt fo Hk es offenbar, baß bie (SfauHfen, bie fönst so hansig v; 1 hlred'tssdmlerzen klagen, selber feit vielen Jahren mt' [einer N ife ibeales Berlreterfnftem Haben. Es bleibt ■nn nach um Chemnitzer Treffen beim alten; dre sW.. iagsfrattion darf, wie bisher, vollzählig am Partei- Alles in attem: Stillstand und Umfd)an scheinen im roten Lager eingetreten zu fein. DoS tut ber Sozialdemokratie denn auch sehr not Mau darf fich iedoch keinen Illufionen hingeben ber Wagen wird dort flecken bleiben, wo er festsitzt E iinb zu viel Fuhrleute voihanben» die nad, entgegengesetzten Richtungen streben -iie Biele find unklarer und' problematischer denn ,e. Gelingt eS den 'Henieningcn, die mancherlei Unzufriedenheiten im ^oltc durch besonnene Maßregeln attm-'hlich zn befemgen - wenn dabei and) einmal neue Wege befdnitten werdin muffen - fo wird die internationale Sozialdemokratie immer weniger Bewunderer finden. liBüs öie ruffijdicn Dderancn von 18(2 erzählen. Mi,, aroßcii Tage der arfit Veteranen von 1812, bte man jur rrtt t wurde, erinnerte ouJ[t.£u ich , * ^alb nacb t>cr i^fir- mich davon u tb vunchic m ch tu klettern. <3r-- °°u «l«v.-nn»to. „^ufcicn. 516er i» wurde iw» rill den LorbeiZUg. der ^ran-vb S dem ■Mr.äl) bemerkr. gefangen 5(l"onJ^tcn Mora.'ii führte man Iwu m onjfntimn teil. Um n nen ° eyi n q u a r 11 e r t __ pWi H .ilfe eines polnischen ^olmetichcr» frag — Münzfunde in ..Auerbachs^Kcller'. Bei dem Abbruai des Kaufes in der -^rmmaiimen -strafte zu X. e i P < t g , in dem ilch dis vor kurzem das altbcrübrnte önnlcdal „auertaibc Heller - deiano. find mteren'ante ,runde von P u n z e n und Ml tert ümern gemacht worden. Ter Bcs.rer dices ^runb üüA tat iie gesammelt und gforbnet und rotrb bte wer^ollen viinoe iMtcr dem ^.’hiicum übcrrocuen. Leider nnb viele kon- SttöJeawtänbe bet den Ausfckxrcktungsarbnten genotten worden. =0 tonme “n gtiiiiidxr «rb.iter nod, ger«t>e «rbaner werden alÄ er am Bahnhof einem Fremden eme ^eNLolle goldene Mun^e .... inn toTonen ;um Haut anbot. Bei der a.neck'uckung tn der *-otmma >es Arbeiters fand man noch vernviedenc .oubarc SelQ-e und Prerwi'en. darunter eine große golbene Me- batUe auibnen Revers bie Infchrti „Berdum xommt man« m ^,1-' m Gcor 1617" steht, während die Rwersieite bic “m-rtlnf?" ^acculum Lmberancum 151," trag:: ferner einm aolfcS ungarischen Dukaten vom Jahre E: einen flnncn gou-uicn UII3U Tnfrificin einen sehr alten goldenen Kmg gnlwnen. 9ttng _ nnt ^ateluan. amn i h 0Us t scharftnad,ensche radikale Standpunlt zunidgestellt und der Nürnberger Beschluß, daß bie Tagelolnt für ben 1. ->tagsabgeorbnete Chief fei, stellten so einleuchtend und offenherzig bie Absichten Englands bei seinen Abrustung.'- vorfchläaen bloß, wie es aud) von burgerlidjen Politikern nicht besser Hatte geschehen kennen: ^g^ud hat e von der Abrüstung den meisten Vorteil. Als der Rabikalist Dr. Liebknecht, der sonst so gewaltig gegen den deutschen Mili- tarismus zu wettern wußte, bekannte, da,; „cm g"vi,fer (Gegensatz" in ber Abrü^tungSfrage vorltege fiel 'hin merlwürbjaerweise nicht ein, über bic in bie,em Punkte revisionistisch angekranlxlten Mitbruder her^ufallen. Es Ilana aujfallenb gemütlich, als er meinte, man brauche sich über diese Dinae sa bic Haare nicht auszuraufen, denn es handle fid) um leinen tragischen .Konflikt: die Zelt werde die volle Einigkeit wiederherstellen. Man wurde fid), ohne die angeschnittenen ernsten Fragen in voller Konsequenz durchzugehen, nur darüber einig, daß die proletarische Tendenz der internationalen Solidarität gefordert werden müsse. Auch in der Maiseiersrage wurde schlicßlich^ber [t. 225 Erstes Blast 162. Jahrgang Samstag, 2(. September ,N2 Oletzener flaielgn Ä W mi'natlirt)75Vi,üiert* Lfc?int tdfllid), außer ▼ A ▲ ibrh* T1L 8»; burd) vjlviiv11vl 41111vlUvV bs isHastltche 5rltsrag«n a E Perantivonlick lüt den , pcech - Anschlufie: W. politischen Test: A ,an i tie Üeballion 113, Y" < • w /kt »oeg; für .Feuille- SSS? General-Anzeiger für Gberhessen WS& tzS-S5ÄS-Ä5 Ein Parteitag der Dämpfnng. Gießen, 21. September. Ts hat auf dem Chemtiitzer sozialdemokratisch'n Partei feine besonderen Ueb> rraschungen gegeben Literaten' ■r.ö iF und Allzngrundsätzlid,es Und wenn die l.tzten jablen der Sozialdemokratie trotz ber 110 Mandate kein AI aiischaunngsfiege gebracht haben, sondern von fo viele ! gj '-rn das rate Tud, nur zum Ausdruck einer äugen, jElben Derärgerung geschwungen worden ist, so lv.it des ^iommenswßes Geleucht" in Cb mnitz weniger einhellige t iterunfl entfacht als Rauchsdyvaden über die Ber- ^Knelten verbreitet. Zuerst gab es auch wirklich wieder i jfaf terhaufenarbeit. Der Göppinger Streit, den ber ahe l ,1 am Ende der Aussprache selbst als eine „ganz ekel- Gesdüchte" bezeichnete, verbreitete gleid) nad) den a. .^ßungen eineii mächtigen Redequalm. Es handelte firf) Irtimtlid) um eine Zeittingsgründung in Göppingen, wo- t nie dortigen Geiiofsen in lurzer Zeit beinahe 100 000 »«1 Schul den machten, fo daß die Parteileitung angerufen nrx nnb and) wirklich helfend eingriff. Um die Unkosten r1 ■Verringern, füllte die Herstellung des Blattes zum Teil lijter Ulmer Druckerei vollzogen werden, und bald Iriefi - i vielen der Parteiquertreiber, der Parteivürstand Ixibe xt f(bftänbige Meinung der Göpping-r zu hie bei n ge- K^t't. Um diesen Skandal zu sdUicht.-n und zn klären, k uite der Vertreter des Parteivoistandes, Genosse Ebert, biß Dardanellen tnlgcnommen hoben. Aehnkiche Feiern sanden in anderen Städten ju Ehren der aus Libyen zurückgekehrten Soldaten statt. ♦ Engländer als „Beiräte" der türkischen Regierung. \ Einer Meldung aus Konstantinopel Erfolge, hat der türkische Mini st errat beschlossen, sechs Engländer als Beiräte für das öffentliche Sichercheitswesen^ die Gendarmerie, das Post- und Telegraphenministerium, den Statistischen Dienst und noch ein anderes Departement an-ustellen. Die Konferenz der Interparlamentarischen Union, die in Genf tagt, nahm einen Antrag der niederländischen Gruppe auf Schaffung eines st ä n d i g e n Ausschusses im Zusammenhang mit den Haager Konferenzen an und wählte zu neuen Mitgliedern des interparlamentarischen Rates Professor Eickhoff und den Senator d'Estour- nelles de Constant. Der Crt der nächsten Konferenz ist Haag. Die 'Konferenz soll .zur «Zeit der Einweihung des Frie- denspalastes im Jahre 1913 startfinden. Nach Tankesmorten an den Vorsitzenden Gobat und die Stadt Genf wurde die Konferenz geschlossen. Der Auf st and im Süden von Marokko. Nach Nachrichten aus Marrakesch ist El Hiba in das Susaebiet entflohen und hat den Atlas überschritten. jn Marrakesch hat der Kalif der Boubeeker wieder die behördlichen Gewalten namens des Maghsen- übernommen. Aus Eingeborenen wird eine lokale Miliz gebildet; die Stadt wird in Verteidigungszustand gesetzt. Die Verhandlungen mit den Eingeborenen zur Wiederherstellung der scherifischen Gewalt werden fortgesetzt. Die Lage ist gegenwärtig so befriedigend wie nur möglich. Auch in Dukkala ist die Ruhe wiederhergestellt worden. * Aus Madrid wird berichtet, Canalejas habe mitgeteilt, daß der König von Spanien mit dem Präsidenten Falliöres im Laufe des Oktober in Campfranc bei der Eröffnung des internat. Tunnels der trcms- pyrenäischen Bahn eine Begegnung haben würde. Die ÄshundertjahrHeier der Ztadt Schlitz. K. N. Schlitz, 20. Sept. 1912. Heute vor 1100 Jahren, am 20. Sept. 812, wurde das von dem fuldischen Abt und Klosterbaumeister R a t - gar auf dem Schlitzberg erbaute Gotteshaus zu Ehren der hl. Margarethe von dem Erzbischof Nichols von Mainz mit großem Gepränge eingeweiht. Zum Gedächtnis dieses Tages, von dem auch die Stadt ihre Gründung herleitet, fand heute eine große, prunkvolle Feier hier statt, die im wesentlichen zwar kirchlichen Charakter trug, aber doch zugleich auch als Jubelfeier der Stadtgemeinde galt. Zu dem Feste, das mit viel Umsicht und einem bedeutenden Aufwand vorbereitet war, hatte sich außer dem Großherzogspaar auch Prinz August Wilhelm von Preußen als Vertreter des Kaisers, sowie die Spitzen der staatlichen und kirchlichen Behörden eingefunden, und auch die zahlreichen Verwandten des gräflichen Hauses waren fast vollständig erschienen. Die Stadt mit ihren fünf massigen Burgen, ihren engen, winkeligen Gassen und ihren reizvollen Fachwerkbauten, die sich hügelan um die alte Kirche scharen, hatte ein reiches, buntes Festgewand angetan. Von den altertümlichen Giebeln wehten die Reichs- und Landesflaggen, b-ier und da auch die Fahnen der Standeshcrrschast und des Johanniterordens, dessen Kommendator Graf Emil Friedrich von Schlitz ist. Bor den Fenstern blühen rote Geranien, Fuchsien und Hortensien in der milden Septembersonne, über die vielen kleinen Gärten, die voll von Astern und Dahlien sind, hat der Spätsommer seine satten Farben ausgegossen, und von den Bergen leuchtet das volle Gelb der Buchen aus dem dunklen Tannengrün. Laub- aewinde und Blumengelstinge schlingen sich an den Häusern hin und um die Fahnenschäfte, ein großer Triumphbogen weitet am Marktplatz seine wappengeschmückte Pforte, und das alte Rathaus, ein schlichter Fachwerkbau, glüht in dem natürlichen Schmuck des mUben Weines, der in tiefroten, buschigen Ranken kunstvoll um die blinkenden Fenster gezogen ist. Die ganze Stadt leuchtet von Farben, die Natur und Kunst gleichsam als Rahmen des Festes geschaffen haben. Die Feierlichkeiten, die gestern abend mit einer Beleuchtung der Kirche ein geleitet wurden^ begannen heute früh mit einem Choral der Stadtkapelle,' der vom Turm des Gotteshauses feierlich über das kleine Städtchen tönte, dessen Bewohner, soweit sie von ihrer Arbeit loskommen konnten, alle an der Jubelfeier teilnahmen. Der «'ertaotteSbienft, an dem außer den Fürstlichkeiten und den Vertretern der Behörden zahlreiche Pfarrer, sowie Einheimische und Fremde teilnahmen, begann um 1 (11, nachdem die Geistlichkeit die fürstlichen Gäste an dem Westportal begrüßt und zu ihrem OKstühl geleitet hatte Der Groß Herzog war in der Uniform seines Leibgarde-Regiments, Prinz August Wilhelm in der Unn'orm des I. Garde-Regiments zu Fuß erschienen, während der Gras von Schlitz die malerische Tracht des Johanniterordens trug. Nach dem Eingangslied und einer von dem Grafen Emil Friedlich gedichteten Hymne nach der Melodie des Lutherliedes, die wie auch die übrigen Gesänge von dem Kircheugesangverein und dem Posaunenchor sehr tonschön begleitet wurden, hielt Dekan Schmidt eine sormvollendeie, warmherzige Predigt, der die Worte aus dem 103. Psalm untergelegt waren: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiß nicht, was er dir gutes getan hat", sowie die Worte ans der Offenbarung Jolwnuis: „Halte was du Imst, daß niemand deine Mrotie nehme." Hüt kurzen, klaren Worren gab er ein sckiarf umrissenes Bild von der Geschichte der Kirche, in deren Manerwerk noch Reste des ersten Gotteshauses enthalten seien, und ermachite die Gemeinde, treu zu dem reinen, lauteren Evangelium zu stehen, das sie durch die Jahrhunderte hindurch sichtbar begnadet habe. Nach der Predigt, die einen tiefen Eindruck machte, trug der Kirchengesan gver ein eine Hymne mit Posaunen- begleiinng vor, worauf Cbcrtoitfiftorialrct Nebel eine Ansprache hielt und den Segen erteilte. Mit dem Choral „9hin danket alle Ok>tt" schloß die eindrucksvolle Feier, nach der die Menge vor der Kirche Spalier bildete und mit sichtlicher Freude .aber schweigetrd die lebhaft dankenden Fürstlichkeiten begrüßte. Um 1 Uhr fand im Schloß ein Bankett statt, zu dem 62 Gedecke aufgelegt waren TaS Festessen in der Turnhalle, an dem etwa 100 Personen teilnahmen, begann um vier Uhr und verlief bei der guten Tafelmusik der Salzschlirfer Kurkapelle sehr angeregt. Die große Zahl der Tischreden leitete Dekan Schmidt mit dem Hoch auf Kaiser und Groß Herzog ein. Es sprachen bann noch im Laufe des Mahles Geh. Justizrat Weil auf die auswärtigen Gäste, Lberkonsistorialprasident Nebel auf das Haus schlitz, Kreisrat von B e ch t o l d , der die Glückwünsche der Regierung überbrachte, auf die guten Beziehungen zwischen Staat und Kirche, Stabtpfarrer Boecknerauf die Vertreter der Behörden und Geh. Baurat Walbe, dem die Kirche wertvolle Unterstützung zu danken habe. Weiter sprachen noch: Superintendent Ruhl von Fulda auf die Gemeinde Schlitz und auf die guten Beziehungen zwischen dem preußischen und dem Darmstädtischen Hessen, Pfarrer Briegtcb (Groß-Umstadt) auf die Bürger von Schlitz, worauf die Anwesenden das Schützer Lied anstimmten, Geheimrat Walbe auf Pfarrer Knott, an dem das Schlitzerland einen unermüdlichen Forscher habe, und zum Schluß Pfarrer Knott auf die Zukunft der Stadt Schlitz. Um 8 Uhr begann das von Pfarrer Knott (Walleurod) gedichtete Festspiel Slilifa, zu dem sich Prinz August Wilhelm und das gesamte gräfliche Haus cingefunbeii hatte Das Großherzogspaar war wegen des morgen in Darmstadt beginnenden Kongresses für Säuglingssursorge bereits um 5 Uhr im Auto ab« gereift. Das Fe st spie l, das in sehr geschickter Form die Geschichte der Stadt Schlitz vor Augen führt und auf Grund der geschichtlichen Quellen die Geschicke des Landes mit packender Eindringlichkeit poetisch verklärt darbietet, brachte eine Reihe von stummen, aber bewegten Bildern, die in ein Zwiegespräch des Flußgeistes und des Berggeistes eingewoben sind. So zog in einer Reihe von prächtigen, sehr gut dargestellten Bildern von höchstem Reiz vor uns vorüber: Ein Germanenopfer im Schützer heiligen Hain, Die Weihe der Schützer Kirche, Die Zerstörung von Niederschütz, Schlitz als Stadtburg um 1350, Tie Ein führung der Reformation in Schlitz 1563, Die Rückkehr der vertriebenen ev. Pfarrer, Durchzug der Trümmer der großen Armee nach der Rückkehr aus Rußland, Auszug der Truppen 1870, Glückwunsch der Germania und Hassia zum Jubelfest. Das Festspiel, das eine Unsumme von Zeit und Arbeit erforderte und bei dem alte Mitwirkenden ihr bestes taten, fand verdientermaßen ganz außerordentlichen Beifall. Tie Sprecher des Textes: Frl. Jungblut (Slitisa), Herr Feick (Berggeist), Herr Hofmann (Flußgeist) waren ihren Ausgaben völlig gewachsen. Der Dichter wurde von dem Grafen von Schlitz, der alle Seitenwände und Hintergründe selbst gemalt hatte und sich um die gesamten Veranstaltungen lebhafte Verdienste erworben hat, durch einen Lorbeerkranz ausgezeichnet und von Prinz August Wilhelm herzlichst beglückwünscht. Nach Schluß des Festspieles, das morgen und übermorgen wiederholt wird, zogen sich die Fürstlichkeiten zurück. Prinz August fuhr sofort im Auto nach Fulda, während sich die gräfliche Familie ins Schloß begab. Den Schluß-der Feier bildete ein Konzert, das von der Salzschlirfer Kurkapelle ausgeführt wurde. Au- Stadt und Land. Gießen, 21. September 1912. ** Tageskai ende r- Kinematograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr. M i 1 i t ä r k o n z e rt auf der »LiebigShöhe* Sonntag nachmittag 4*it Uhr. Anlagemusik am Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd- Anlage (nur bei gutem Wetter'. Spielplan: 1. Ouvertüre zur Cper: „Stradella" von Flotoiv; 2. Fantasie ans MaiUarts Sver ,Tas Glöckchen des Eremiten" von Rosenkranz; 3. In lauschiger Nacht! Walzer von Ziehrer; 4. Deutsche Bundestreue, Marsch von Friedemann. . * * Ordensverleihungen. Der Großherzog hat dem Förster Friedr. Schmaus aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Forftwart der Forslwartei Einsiedel, Förster Ernst Vögtin, aus ,Än laß seiner erfolgenden Versetzung die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * * Pfarrpersonatien. Ter Synodalvikar Karl Schmidt aus Gießen ist zum Pfarrer der ev.-luth. Kirchen- gemeinde Wilsbach ernannt worden. * * Eisenbahnpersonalien. Der Groß Herzog hat dem Regierungsassessor Dr. Jak. Koehl, Mitglied der Eisenbahndirektion zu Breslau, den Charakter als Regierungsrat verliehen. • • Ausstellung „Der Menschs in Darmstadt. Der gestern angekündigte Sondcrzug von Gießen nach Darmstadt, der wesentlich ermäßigte Fahrpreise hat, fahrt am Sonntag, 6. Oktober (nicht 22. Sept.). * * Der Preis für den «elektrischen Strom wird billiger. Zu unserem geftriacn Artikel geht uns vom Oberbürgermeister, der als Ersaymitglied des Elektrizitätswerks der Provinz genau vertraut ist, folgend? Mitteilung zu: „Der Artikel ist richtig, soweit er sich auf die Stadt Gießen und die an das Gießener Werk angeschlossenen preußischen Orte bezieht. Die Ermäßigung kann aber — wie gesagt — nur dann eintreten, wenn alle preußi schen Gemeinden des Ebsdorfer Grundes bis zum 1. Ja nuar ihren Anschluß an das Gießener Werk erklären, weil chne eine so vermehrte Abgabe die Selbstkosten zu hoch bleiben, als daß der Preis ermäßigt werden könnte. Der letzte Satz des Artikels dagegen beruht auf einem Irrtum, da die Provinz einer Preisermäßigung von 45 auf 40 Psg. für die im Kreise Gießen gelegenen Gemeinden gar nicht zustimmen kann, will sie nicht den Hauptzweck des zwischen ihr und der Stadt Gießen abgeschlossenen Vertrages gegenstandslos machen. Dieser besteht — wie bekannt — darin, daß innerhalb der ganzen Provinz die Bedingungen und Preise für Abgabe von Licht mtb Kraft glcidj zu halten sind. Jetzt aber schon ben Lichtpreis von 45 auf 40 Pfg. hcrabzusetzen, ist für bie Provinz zu einem Zeitpunkt, in bent ihr Werk noch nicht einmal in Betrieb ist, unmöglich, weil sonst sämtliche für dieses Werk auf gestellten Rentabilitätsberechnungen schon vor Eintritt in den Betrieb umgeworfen würden. Es wäre hiernach $u Kongreß für Säaglingsffirforgt bs. Darmstadt, 20. St* Vom 20—22. September findet hier der 3. Deott Kongreß für Säug l i n g s f ü r so rg e Halt t\1’- *-xii Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge in , DCt- aus diesem Anlaß heute nachmtttag eine M rtg * > amm 1 ung ab, die Finanzminister Dr. B r a u n in des durch die Feier jn Schlitz verhindetten Ministers ocs >1 bedauern, wenn der Schlußsatz des gestrigen Artikels Hy den beteiligten oberhessischen Gemeinden Hofsnungen « weckt hätte, die sowohl nach dem vorgesagten, wie nach dem Inhalt her mit diesen Gemeinden abgeschlossenen Vertrüge keinerlei Aussicht auf Verwirklichung haben können.' " Die Dienststunden des Chemischen Unter, suchungSamteS für die Provinz Oberhesscn sind für d» Wintermonate (1. Oktober bis 30. April) auf die Zeit o«, 8 Uhr morgens bis 4 Uhr mittags festgesetzt worden. • • Das Bezirkskommando. Für die Bureaujiveck, deS Bezirkskommandos, das sich zurzeit an der Weft-Anlaqe befindet, ist auf die Dauer von zehn Jahren vorbehaltlich der Genehmigung deS KriegSmintsteriumS baß Haus bet DachbeckermeisttrS PH. Kröck, Landgrafenstraße, für SM. 310c JahreSmiete gemietet worben. " Tie Neseroisten unseres Regiments wurde« heute entlassen. Mit flingenbcm Spiel unb unter Liedersan, marschierten sie zwischen 7 unb 8 Uhr zum Bahnhof, überall mit bem Publikum AbfchiebSgrüße auStauschenb. Hoffe, i. * behalten sie alle neben ihrem Regiment auch ihre Garnison-, stabt Gießen in gutem Anbeuten. ** Postscheckverkehr. Zum „Verzeichnis der Konr» Inhaber bei den Postscheckämtern im Reicbs-Poügebiet" crid)eun in den nächsten Tagen der 2. Nachtrag «Stand vom 1. Sertemba, der für 40 Psg. bet allen Postanstalten käuflich ist. Tas der- zeichnis selbst Stand vom 1. Januar 1912 kostet 1,60 Ml., bi, 1. Nachtrag .Stand vom 1. Mai) 40 Pfg. Kontoinhaber erdalun Verzeichnis und Nachträge aus Verlangen von ihrem Postscheck, amt unter Lastschrift des Preises: auch können sie sich ben tegd- mäßigen Bezug des Verzeichnisses sowie der im Lause des Jahn« erscheinenden Nachträge durch einmalige Bestellung bei tbtux Postscheckamte sichern. ** Z u dem Schachabend im hiesigen Schachklub ©m uns geschrieben: Im «tanzen beteiligen sich 20 Spieler, von denn nur 6 dem lnesigen L-chachklub angehören. Die besten Spieler konnten mangels genügenden Raumes nicht imnotdri Zu Ehren des Meisters muß betont werden, daß auch tne gm Herrn Goldschmidt verlorene Pattie in bei Hauptsache auf 8^. sehen des Meisters beruhte. Landkreis Gießen. --.Steinbach, 20. Sept. Am Sonntag, 22. Levt., feiert der Verein für innere Mission im Dekans: Gießen sein Ja hiessest, in bet hiesigen Kirche, t® GotteSbienst beginnt um 2 Uhr nachmittags. Jn ihm ptrbig, Pfarrer Gerharb von Griesheim. Die um 38/4 Uhr Vb qinnenbe Nachversammlung wirb mit Rücksicht aus bk Jahreszeit ebenfalls in ber Kirche abqchnltcn. Hier ;vata Ansprachen halten Pfarrer Groth-Röbgen unb Glock von ber Epil.-^lnltalt zu Nieber-Rarnstabt an Seit deS nm Kommen verhinberten Pfarrers Weimar von k Der hiesige Gesangverein Eintracht, sowie ber fi*. gesangvcrein unb ber Posaunenchor von Laug-GSnS fjeta, ihre Mitwirkung zugesagt. -m. Hungen, 20. Sept. Wie alljährlich vor ihm Uebersiedelung nach Darmstadt bereitete auch heute «ch» mittag die Prinzessin Hermann zu Sol«». Braunfels den Schulkindern sämtlicher AMW eine große Freude Mit ihren Lehrern zogen die Klassen auf ben Galgenberg, wo jedes >rind mit chta Bretzel und anderen Gaben beschenkt wurde. Bei froh« Spielen vergnügte sich dann die Jugend noch längere AM; — Die Grummeternte ist in vollem Gange und a» auch infolge der ungünstigen kühlen Witterung MOV länger damit zu tun ist, als in anderen Jaljren, soM» doch das Grummet trocken eingebracht werden und ist ki Ertrag ein guter. Auch die Kartoffelernte MM : gönnen und liefert einen schönen Ertrag. Die 'lartofftli find in Menge vorhanden und von seltener Größe: » scheinend hat ihnen die lange Regenperiode doch nicht f» viel geschadet wie man annahm. Kreis Büdingen. — Ro hr ba ch bei Büdingen, 19. Sept. Diese Woche bett* ber hiesige Nachtwächter Kaus unb besten Nachbar Ochsenhiükt Glück, auf bem Hcuboben beS Kaus einen prächtige« Edelmarber z u fangen. DaS prachtvoll« Tier ist kn bem Amtmann unb Gutspächter Bähr hier zu sehen. — Bad Salzhausen, 21. Scpt Am Donnerslaq hier, wie alljährlick, im September, eine zwanglose sammenkuns t der Mitglieder der o be rhes sischeu äru* lichen Kreisvereine statt. Nahezu 30 '21 entc aus da verschiedensten Teilen Oberhessens waren zumeist mit ihr.*n der Einladung gefolgt. Nach dem gemeinschaftlichen Kaff« M Prof. Walther «Gießen) einen interessanten jcichnnsieniG^ lichen Vortrag. Sodann wurden die verschiedenen KurnnNel M Salzhausens besichtigt, das Badehaus mit bem neuen mit WP Scknitzlerschcn Apparaten ausgestatteten Inhalatorium, frtf dm Salzquellen, bie Lithium-, Scliweiel und Slahlquelle. tze'onMt der zurzeit in herbstlicher Färbung prangende alte Park «veM allgemeine Aufmerksamkeit und Bewunderung. Zum S- Llusftellung ,,1ct Mensctx . 'lärchmutags sand ein 3u*ruiu Jugenheim statt. cro—«* ch. Bingen, 20. Sept. Nach einer fast 18 andauernden Unterbrechung findet am 10. Ottober wieder der erste Viehmarkt statt. Alsdann alle 14 Tage ein Markt statt. t wrantnronlid) »u fühlen, und bal im wurde der MAGGI' gute, sparsame Küche' Zchm, | Die Sc Gott dem Allmächtigen hat MA Jetzt ist es leicht Doö« mit fr8.' Luxus Mk. 16.50 Luxus Mk. 16-50 (^'flÜKcl-Futter* bol> rer (5X71 Schulstr. 10 Schuhmachermeister btt; ?; FÄbrik.WehrutftednV Dom* lonjU” r das Gedeihe r sie den nnent Traierhiite. schwarze Blasen, schwarze Schürzen. A. Salomon & Co. MAGGI’ Suppen schmecken ganz vorzüglich. Verlangen Sie deshalb ausdrücklich MAGGi; Suppen ....... ... ..... ............. «—* «*. 'N* ™ - 5f nickt miBocrrid t, den Bau in jeder Beziehung vollkommen » i-ftaltcn. Ter Kliniker wünsche sick bekannllich immer mehr. - BI erstattet Tr Paul Scklivpe den 1. Iahresberuht deff Kwrfnhrimff Auck diese Anstalt hat die besten Erfolge er- « Tr Herzog Mainz, Vertrauensarzt der Ortskranken- spricht die Bitte an-?, dast, aus dem Programm der nächsten Kgm die Pflichten bekannt gegeben werden mögen, die die neue M^versicherunasordnung der Zentrale auserlegt.. Geh. Re- •13A .«rat Pistor teilt mit, dast man sich dieierhalb bereits Uten Direktor des noch nicht in Tätigkeit getretenen Reicks- runasamtes gewandt habe Dann erstatteten riniac Kreis- Kg Bericht über die Tätigkeit der in ihren Kreisen befind- iE Mütterberatungsstellen. J tim Scklufe überreichte ^manzmmutcr Dr. Braun an 2 die von der Großherzogin ausgefertigten An- tzkllungsurkunden. mitSormtagffkarrenack - '8119 Referendar, ba dem Zweikampf nur genüge Verlegungen zu g.-iuq: iJA-rdc». i omberg! leitete. sprach ferne »Vrtube über den »adlreiche» p au* un? wies auf die Bedeutung des Kongresse» bin. Hegierunqsian P istor erstattete den Bericht über das ab- eene dritte Gefchästsiahr Es bestehen letzt 45 ärztlich ge- e Vutterberarungsstellen, dazu kommen noch fünf weitere SiMW „Sauer" Sonntag, den 22. Levt. 1912. Ausflug nach der Ncdmubte Abfahrt 150Uhr nachmittags. qiamm. Ist da» absolut. Anwachsen dmeS^seder Verbrauches auch nubt w groß, io fällt dock an cddircrfrabN Seitenlicht aus den Vogelmord, wenn man d>e Verteilung dieses Zuwachses auf die einzelnen Feoersorien onhebl: bie grötzte Wetzlar. Nachzügler mi 3» Ubr. Treffvuntt m lar- Minnevurg. Sport. Süddeutscher Ruderverband. Tie letzte in rrt abgehaltene Vorstandssitzung beschlost, den diesjährigen> rtag Sonntag, 13 Oktober, in Rüsselsbeim tcn. Tic Fechen Heimer Rudergesellschast 1910 wurde nunmehr aus 15 Vereinen bestehenden Verband aufgc- Handlungsgehilfen und Lehrlinge verstckern ftd> am sünttiasten in der Tcutschnanoualen «ranken- u. Begrabnis- Maflc in Hamburg. 2le gewährt biff zu 2S Mk. wöckentl. .Qrantcngelb, 615 375 Mk. Sterbegeld, rrrankenhausvevoslegung in den höheren Klanen. ,vrciAÜfligtcit m Europa, flut, arv nei und Heilmittel v.s \u Wochen. zu mcbnaHcn Beitragssätzen. >ie ist bie Beru'cfrantenka-c der LumblungSgebilien. l^inziae unter den gröberen kaufmännischen Kassen, d»c obne arätttckc Unter inchnng aufnimmt und eine vorzügliche »amtlien Versicherung gewahrt. Ausführliche Drucksachen versendet umfonu und tret Reinhold Klemm :: Goethe*tr»**e 61 III. liefe, sogar ohne freien nut erzielt werben . u*h Allein-Verkant für Giessen: L. Bernhardt geliebtes, unvergessliches Kind Christel nach langen, schweren, mit grosser Geduld ertragenen Leiden im Alter von 5 Jahren zu sich zu rufen. (ßcrid?t»faaL Marburg, 20. Sept. Tie Stra skam rner der« ., (t c heute einen Referendar aus Hannover wegen eines am ff'ai im nahen Torfe Ockershausen ausgefocktenen 3 ro c i - Gsltwirtt- lkrankrnkalle (früher eingeschriebene HtlsStasse) Montag, den 21. Oktober 1912, nachm. 4 Uhr im Restaurant Royal, SelterSweg: Alltzeror-eitliche ßtierfllntrjuinnilnig Tagesordnung: 1. Aenderung der Statuten, § 40. 2. Auflösung der Kaste. . Ter Vorstand. Letzte naebridtten. Sasonows Besuch in London. Ter russische Minister des Aeustern Sasonow ist deute abend her eingetrossen Er wurde von den Mital ledern der russischen Botschaft und dem ständigen UntMtaalsst-kreUtr des Auswärtigen Sir Anhur R ir öl ' on als Vertreter L'r Edward ÄrevS empiangen. Alff bei Minister ben ~a(ien wv liefe stürzte ein Mensch hervor und nn: ,,Hinaus aus Lernen Rieder mit Rufeland'' 5r wurde sofort teltgcnommcn. Ler Zwisä^ensall verlief unbenverh * Limburg, 21. 3w. Tie B-sicrung im Bmndm des Bisckoss von Limburg hat a n g c b a l teit Er befindet sich aufcet Lebensgefahr und es ift seine baldige Wiederher- st c l 1 u n g zu erwarten. , . . ... Hannover, 21 Sept Bei dem Zusammenbruch der VU- deSheimcr Rohzucker Agentur <ü n 11 und Wickede belauft sick, die unterschlagene umnt e auf m t hr alS eine Million Mark Tie Unterschlagungen lind durch | Buckialschungen verschleiert loorben iteide Inhaber, d,e ba-kannt lich Selbstmord verübt haben, halten sich kurz vorbei noch ut Gebens Versicherungen aufnehmen lassen. cm r •» x - r.. t # r *; $ t Gatschina, 21. Sept. 'Ä14 baff M il t t ä r lu s t s ck»s f „Ja st red" sich aus einer Mrt in 250 Meter Höhe befand, ! begann auff unbekannter Ursache Gaff zu entströmen, -taffi-uit- schlss fiel deshalb senkrecht herab und geriet in Baume, I wobei die Otondel verbrochen und die^Hülle mehrfach zerrilftti wurde. Die Mannschaft wurde beim Sturz aus die Lrbc leicht | verletzt. Buueslc für Lebens wie für Rentenversicherungen. Vertreter in allen grüneren Plätzen. GenernlMC*■ fr Har—»ladt. ZirnB>*-ratr^^ 7. Annahme kommt nämlick au, d.e Tofibarcn ^uiHWbcrn ou Reber, Slroufe und Barab.effvogelsedern^ 1907 wuchkn von diesen 7vebt rn 111 400 Kilogramm eiiige,uhrt. und 1 äl 1 bi trug die Stnfubr 235 4(X) Miloqramm Taff ist «n Änwachien au' mehr als das Toppdfr, genau um 10a v Entsprechend der Menge ist auck der Kerl der eingcsuhrlen ^dern angkwackstn Än -teile der 36.6 Millionen ^ronfni deS Jahres 1 «>- stehenl Kii Millionen sanken tu der Liste von 1911. xw dunabme hon! 119 v -H verteilt sich auf gauohnlidK Rebern unb । icbr ungleich. Tie einsachen Federn Imbun Wert °on 11,1 Millionen aus 12,9 Millwnen geniegen. Der Menge nach 'st ihre Einiudr um 30 v H. angeivachsen, woraus hervorgeht, datz Ne letzt billiger i,nd. als vor zehn Jahren. ?'k ^uruSiedern dagegen find erhebhd) im «ktte gestiAM: an Stttle der M llionen Franken vorn Fahre 1902 unb im Fahre 1911 für 57 Millionen cingeführt worben. Taff bedeut« eine Zunahme von IW p. V Hieran lind b,e Reiherfedern mit <• 3Tan,cn bt tnligt und die Paradieffvogelfedern mit oduuuu. • Die Rudekur. Während des letzten .st-ongrestes der Aerzte von «rofe--Britannien und Irland in London, der eme aufeerordentliw zahlreiche Beteiligung sand, ivar eme alte -i «me | schwer beunrub.gt mein nidit. Tagte \\t fff all die Aerztc über sich aennnncn können ihre Patenten gu verlassen. Das soll nun aus. den armen “" 2". I L> " erwiderte ein Zyniker, „die haben nun endlich emmal ? iT? »o .» ®k «».»«« W. °'s Sic verreist waren, ist Fdr toäbdxr. in m der I tninltierlcn auffgegangen.' — "N'cfN wo^ch. *at) und ossen gesagt — sic stand ihr ausgezeichnet. Die tieftrauernden Eltern: Christian Schuler u. Frau Emilie geb. Staats. Giessen (Lieber Strasse 59), den 21. September 1912. Die Beerdigung findet Sonntag, nachm. 372 TJhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. befriedigt jeden. Reservisten-u. Rekrutenstiefel M. 6.00 und höher. Anerkannt gute Ware. Amtlicher Wetterbericht. Oesf entlicker Wetterdienst. Gieß en. DetterauSsiÄen in Hessen ’üt Lonnta , den -- ccpt. 191 Reiter, trocken, tag« »uonn, nackt« tfilU biff zu »ron. _ »»'Ja Tani€nde. 1 | Ranieri ■ jtö* enpkbl. nci3.| = rwR aarom. ua:c-| ■ dl r ChöcNil.. des-l - F bdb srir bckxicl. I = B a. acsuodeeTabeLI iE lcolrn8PfiLni<11* I 71F bcrtfimiae Tobckt I yE t«®*» gegen Oed». I Btttt cfkaiqcbcn. .-. 1 W E ocbmPiiridi Gc' I bQ t«xJhci:spfeite >ier hm reMfcgctoniye V ] Botoptc» cd« | W* taajc Pt. mOrtdiL tt. 'n-«- ' x«4».Jl«n66rr . Ce. i»na6cutc abend Singstunde. --- Sonnlag, 22. Setzt. B\ irtg oadi dem —^Stoppelten] u. Welzlar. Weinfässer friftb entleerte Iwcing^rU cinvhcblt billia't ®»n WilbNoblcrmann.KUserei ________dienitadi 12________ Brennholz Suri geschnitt. Tchwartem 33 Luxus Kiff» OOOOOOOOOOOO oooooooooooooooooooooooooooooooo oooooooooooo Vir beginnen am kommenden Montage mit der Ausheilung neuer Confecfion und laden zur Befichtigung ergebens ein. In möglich^ weitgehender Berücksichtigung des verfeinerten Gefchmackes fürDamen- Kleidung und der geseigerten Änfprüche auf Sitz fowie Ausarbeitung derfelben, haben wir unfere Sortimente zufammen- zußellen uns bemüht. :: oooooooooooo f Mode und wds in Preislage erreidibar iß. 6 o 0 Vir haben in unferer Kollektion jedes Genre befonders ausgearbeitet, sei es das der Gebrauchware, für Liebhaberei oder das für den Luxus, und glauben in jeder Hinfidit für den jeweilig gewollten Zweck das bieten zu können, oooooooooooo I 6 0 0 l o oooooooooooo Per I Löt unbi . nui Jd it,B® ' - wfrfl )i -iN'e ' iperl & KuThfiiFt S ]ntf I tft ,5 ► ■ .-'.rn Grüner w Sinti Er,i fom ■ $>■ ?2ad I : i - an i I Wv- rcic Mi einer | MÜlöplidi I I Kl eine r I fci »enter IpÄi u ■ n roi Irtud) a i j > 1 11 [in' 'Amor ■ feri’i geg ll DGtldntn, ! !• tr. lyibti IlMtgütai ner ter < 5Cr v'ö U 'lauten I Wagener & Schlöfel Goetheßra^e 9, iu Frankfurt am Main Liebigshöhe Sonntag, den 22. September IRilitär-Konzert ausgehihrt von der gesamten Kapelle des hiesigen Inf. - Regts. „Kaiser Wilhelm“. 07748 Anfang 4'/« Uhr. Eintritt 45 Pfg. ^Asfrasse^ Bahnhofstr. 51 07823 Bahnhofstr. 54 Die Rache ist mein Spannendes Sittendrama ans dem Leben einer Retoucheuse in 3 Akten, dargestellt von ersten deutschen Künstlern. w Spieldauer 1 Stunde. Nunne und sein Hund Humoristisch. tiwieriiiiiMiiBgimElißliiileD Humoristisch. Pariser Woche Aktuelle Neuigkeiten. Tanzmusik ‘S-™- 1 UHL1IIUUII1 Neustadt. r LandeSfeuerlöschocdnung und nach § 368 Ziffer 8 del Reichsstrafgesetzbuches bestraft. Gießen, 20. September 1912. Der städtische Branddirektor. Braubach._______ Mmkr-Iiirii-MiiiM Sonnabend, dcn 5. Chübet li*1 abends 9 Uhr, im Darmi..»« HauS ordentliche 3RitgIieöfr=BeriainniliM. Tagcsordnuna: 1 Beriänr r. T» laftunn des Miedmcrö für Mi. 3. Fettsevuna der WinterfeWiamm 4. Errichtung eines Turnvlapes, 5. Anträac. Um -ahlreicheö irrfcheinen bittet der 2>orftg>^_ Stadttheater. Abonnement 19121» Tie Einjcichnuugsliste liegt in der Plulikalu' Handlung von Ernst Ehallier am Neuenweg. wo auch jede Auskunft erteilt wird. Das Abonnement bietet besondere Dorten Gastspielen und bei den alljährlich im Sommer findenden Operetten-Vorstellungen. Klein-Linden Gasthaus „Zur Deutschen Eich<1 Sonntag, den 22. September - >