Mittwoch, 2(. August 1912 Erster Blatt 162. Jahrgang Nr. 196 sr >L e OiOo§ Z CI« CI s e 85 C5 ök- «piX '-9 2 co S Q c, X E Q «5155 O'ö a 51 § E l3l i E T Ä E E c £ 3 Q -L •tpij ’ß 6 s eJ; 5 3 S,c •et t€- cc" Je3' 1=| 8F L s s f K, j*e. pp dy JOCOb?, c> ko Posnet), da gibt es von Dulberg das wundervolle» und in mancher Szene so eruptive „Korallenkettlein", beit letzten Reinhardt^rfolg: Nansens „Glückliche Ehe'", da gibt es einen Brieux (Metten , einen Bourget (Barikade^ die selbstverständliche Menge französischer Schwänke und Vaudevilles und für das volkstümliche Lpielgenie der Niese eine Molnarsche Bolkslegende ,^!iliorn", ein Stück von Alexander Engel und — „Große Rosinen". Als Auftakt aller dieser Herrlichkeiten erwarten wir die große, überraschende Sensation Vollmöllers „Mirakel" in der Rotunde, mit Reinhardts Szenenkunst unb Löfflers Szenenbildern T-as Gelingen der Wiener Musikfestwoche hat ein bischen Mut gemacht, und wir dürfen hoffen — vor den Enttäuschungen... Dr. H. W. K hi ■ v y S d i u °2:5 Z "i c-'S''. v ip s £5? — Drei interessante Uraufführungen zeigt, wie uns aus Leipzig geschrieben wird, das Leipziger Schauspielhaus für den kommenden Winter an, nämlich die stomobie „Narren- ianz" von Leo Biri ns ki, das Lustipicl „Alte Sünder" von Bernhard Len; und „Bubi", Lümmel von Roda Roda und G u st a v Meyrink; besonders dem letztgenannten der beiden Kämpen des „Simplizissimus" fiehi man mit großem Interesse entgegen. Seine Uraufführung Tür Deutschland wird am leipziger Schauspiethause auch das seinerzeit vielgenannte dänische Derk „Hmter Mauern", Schauspiel von Henri ist al bansen erleben. Von Strindberg ist bas Passions- iviel „Litern" angeieyt, ebenso Ernst Hardts vor acht Jahren erfolgreicher „Stampf ums Rosenrote" — Eine Amundsen-Feier in Christ iania. Ter König und die Königin von Norwegen gaben am Dienstag abend im Reiidenzschloß zu Ehnstiania ein Festmahl zu (ihren Roald Amundsens und seiner Begleiter auf der Süd- polarsahrt. Wahrend Oes Mahles hielt der König eine Rede auf Amundsen, woraus dieser dankend erwiderte. Tie am Südpol gehißte seidene Fuhne wurde dem König von Amundien als Geschenk überreicht. Ter Äönig nahm das Geschenk dankeno an und erklärte, daß die Fahne einen Ehrenplatz im Schloß erhalten solle. Amund'en sonne die übrigen Teilnehmer der Tudvolarfahrt trugen bei dieser Gelegenheit die neue Fram Medaille in Gold mit dem Bilde des Königs aus der einen und einer Ansicht der südlichen Halbkugel aus Der anderen Seite. S.®" 0 ;'f"5 Z E y ^A^aw Wvv 2 Der Vorschlag der Grasen verchtoid. Die „N 0 w 0 j c W r e m j a" meldet, daß die r u s s i s ch c Regierung dem österreichischen Botschafter ihre sympathische Aufnahme des Vorschlages des Grafen Bcrchtold mitteilte, ferner, daß der Verweser des Ministeriums des Aeußern Neratow dem bulgarischen Gesandten gegenüber die Hofsirung aussprach, daß die Frie- densbestrebungen des Königs und seiner Regierung von Erfolg gekrönt sein möchten. Dem serbischen (Gesandten riet Neratow, daß (Serbien in der gegenwärtigen Ktisis jegliche Verwicklung vermeiden möge. Tas Organ des österreichiscl^en Ministers des Auswärtigen, die „Wteuer Allgemeine Leitung", veröffentlicht einen infpirier ten Artikel zu dem Vorschlag des Grasen Berchtold. Die Anregung hat folgenden Ztveck: . 1. Tas gegenwärtige Regime in der Türkei und da durch die Türkei selbst zu stärken . 2. Die Anregung des Graten Berchtold will nicht eine Rückkehr zur Zwischenspruck-spolitik bedeuten. Im Gegenteil, sie will vermeiden, einen Truck auf die türkische Regierung auszuuben Vielmehr soll die türkische Regierung so gestärkt werden, datz sie weiierschreitet aus dein von ihr bereits eingeschlagenen Wege, und sie soll die Unterstützung der Mäck>te finden, damit sie nicht eventuell doch vor einem Widerstand ihrer politischen Gegner zurückweicht. . _ _, 3. Berchtold gedenkt nicht, vor bie Machte mit einem ausgearbeiteten Programm zu treten, sondern die Ratschläge, die der Türkei erteilt werden sollen, sollen in einer zwanglosen Beratung festgesetzt werden. 4. Es ist nichi beabsichtigt, datz aus die,er Beratung em europäischer Kongreß oder eine europäische. Konferenz hervorgeht. 5 Durch die Besprechung der RLächte wird es der bulgarischen Re gierung leichter gemacht werden, den trugen* Wiener Sdiaufpielpraludien. Aus Wien, 18. August, wiro uns geschrieben: Ein neues Theater und drei neue Männer. Von diesen ist viel zu hoffen, für jenes vorderhand nur zu furchten, denn das „Wiener Schauspielhaus",^das Stefan Großmalin und Artur Rundt mit spiclzellanfang auf dem Hamerlingplatz austun wollten, ist baupolizeilich beanstandet worden, und man tanii es nicht entscheiden, ob diese vorbeugende Maßregel das Publikum mehr vor der Feuersgefahr oder der radikalen Gesinnung Großmanns schützen will. Der Mann Hal eine Revolution un Wiener Kunstgeschmack vor, nichts weniger und nichts mehr, und a wäre um das Kitschniveau, um die gute alte Theater- zeit der letzten zehn und zwanzig Jahre für immer geschehen, wenn sein aufrüyrerisch-auirultelnder Plan, Eulen- berg, Schmidt-Bonn und Freksa zu spielen, Wirklichkeit würde. Dichter sein, heißt unzufrieden sein, und die tragt* jchen Möglichkeiten des Lebens, wie es ist, in die Kata- strophe einer besseren Zukunft zu stürzen, und man wird begreifen, daß die Bau- und Kunstpolizei solch eine Be- drohlichkcit schikanös verzögern muß. Indessen, auch in einem anderen Schauspielhaus hat sich hinterrücks eine dem Schlendrian gefährliche Persönlichkeit eingeschlichen; die „Neue Wiener Bühne , die seü dem Avgang des ingeniösen Regiekünstlers Adolf Ltei- nert ein wenig an Interesse eingevüßl hat, erhalt wiederum aus reichsdeutschen Landen — in Emil Geye r einen Leiter, der den Kredit künstlerischer Kultur und geschickter Direttionshände mitbringt Ob nicht sein deliziöser Geschmack, der gleich nut dem Hautgout einer irischen -Lichtung - „Der Held des Westerlands" von synge — will, für den Wiener Rindsleischgaumen zu apart ist. Vielleicht gewinnen ihm seine Scyauspieleraosichten, was seine Schauspielpläne nicht erringen werden, denn neben einem unmer sensationell aufgenommenen Gastspielzyklu-.- A 10 er t Bass er manns hat Emil Geyer em fünfmonatliche^ Wirken Kay tzlers und seiner Frau, vom 1. Dezember 1912 angesangen, vorgesehen. Und das Burgtheater? Direktor Berger be- ginnt sich aus jein O.esterreichertum gU besinnen^ langt zu schcn Strömungen in einem Teile der öfscntllchen Meinung Bulgariens Widerstand zu leisten. G. Ebenso wird durch ein sokckeS Vorgebcn Europas eine Eindämmung der albane fischen Bewegung erzielt werken 7. Man muß sich aber immer vor Augen ballen, baß der Vorschlag des v'rafeii Berchtold an dem Grundsatz der Erhaltung des T t a t u s q u 0 in der Türkei 'cübäli und keineswegs darauf hinauslaust, daß aus dem Balkan neue Slaatengediloe entstehen . . . Laut der Wiener „Neuen Freien Presse" wird der Vom Grafen Berchtold angeregte Meinung »a ustaus ch der Großmächte in den verschiedenen Hauptstädten gleichzeitig geführt werden. Graf Berchtold wird in Wien mit den fremden Botschaftern verhandeln, während die österreichisch-ungarischen Botschafter int Auslande mit den betreffenden Kabinetten in Verbindung treten werben. Ein neuer Angriff ans die Tardanellen k P a r i s, 21. Aug. Tic Abcnbbla.tcr melden auS Konstantinopel, daß man dort amtlich bestätigt, daß italienische K riegsschifse wieder vor den Dardanellen erschienen, weslwlb ein neuer Angriss befürchtet wird. Auch am Eingang des Golfs von Smyrna hoben sich iialienischc Kriegsschiffe gezeigt. m ... v . Nach einer Meldung deS Mailander „Secolo" auS Tripo- l i s wirb in dortigen Militärkreisen angenommen, baß General E a n e v a nicht mehr von seinem Urlaub auf seinen Posten zurück- kehren, sondern durch General Pollio, Ches des General st abeS, ersetzt werben wirb. < begreifen an, daß zu einem österreichischen Theater schließlich auch heimische Dichter gehören, von denen man außerhalb der Kanzlei auf dem Franzensring bereits einiges gehört hat. Das kommende Jahr wird vor seinen Vorgängern wenigstens das voraushaben, daß es ein individuelles Profil zeigen wird, ein österreichisches Gesicht. Man wird von Stefan Zweig „Das Haus am Meeresehen, in dem der Enoch Ardensche Wiederkehrsgedantc von ferne anklingt, eine Tragödie der Heimat, der Erde, des Muttersohns. Dann von Siegfried Trebitsch den Muttersohn" und von dem wundervoll feinen, melancholisch nachdenkenden Thaddens Rittner die Komödie Sommer". Einen älteren Schnitzler selbstverständlich, vielleicht den „Einsamen Weg", diese wienerisch müde Philosophie vom Altern, und es wird — trotz einigen anderen und trotz Eulenberg und „Alles um Gold" — ein Wiener Jahr fein. ein Wiener Jahr auch nach dem wenigen, was man bisher vorn Deutschen Volks^heaier" gehört Hai, da-, wie man weiß, an jedem Samstag feine Neuheit spielt, 30, 40 mal im Jahre. Es hat soeben mit „Unsere Augenb" von Eapus den Prernivrenreigen eröffnet, dann ?olqt ein Komödiantenspiel des „Iugend"-Dichters: M a r Halbes „Ring des Gauklers". Dann aber eine Menge L esterreicher. Ein ganz Junger, Paul Eziener, mit feinem einaktigen Sevauspielerorama, das eine izenenwir.- iame Hand verraten soll, wie ja auch Großmann einen ganz lungen ungewöhnlich markigen Wiener, Hugo Wolf, mit einem modernen Gesellschaftsspiel symbolisch farbiger -truk- tur, im Spielplan hat. Das Lolkslheater frischt das Erinnern an einen Halbvergessenen auf, dessen „Familie Nawroch" einst eine Grenze des realistischen Arme-Leut- Jammers bedeutet hat, und der nun, ohne Decknamen, al* Ferdinand Bronner mit einem Schauspiel aus Tirols Heldenzeit „Vaterland" wiederkehrl. Andere Zellen. Mehr als das Voltstheater verspricht Jarno. Da gibt es neben einer Serie von Str in db e r g-Spiel en , Die bereits zur charakteristischen Spezialität dieser Buhne aeworden sind, einen Abend von Shaw (tiie sie ihren '»Rann betrog, Schlachtenlenker und den phantastischen Blan- ZÄ * =» c «01'4 _ C y C ä . c _ 5chutz vor (Seiftesfranfen. Die Nachforschungen nach dem geheimnisvollen Messerstecher, der den Anschlag im Nauener Vorort ,ua verübt hat, sind bisher leider erfolglos geblieben, aber e geht jedenfalls mit zweifelloser Gewißheit fest, daß es fickt im bie Tat eines Geisteskranken handelt und zwar offenbar um einen solchen, der an Verfolgungswahnsinn idet. Sehr bemerkenswert ist es, daß die Polizeibehörden -1 ihren Nachforschungen auj eine ganze Anzahl verdächtiger gestoßen sind, von denen man noch nicht neiß, ob sie für das Verbrechen in Frage kommen, bei denen iber sämtlich der Verdacht einer mehr ober minder großen ^emeingefährlichkeit vorliegt, was nicht gehindert hat, daß man sie frei Herumlaufen ließ. Wurde doch unter anderem als vermeintlicher Täter ein Mann aufgegriffen, der einen Tag vor der Bluttat im Nauener Krankenhause um Auf- lalymc mit der Begründung gebeten hatte, er stehe unter nem Zwang, dem er nicht au widerstehen vermöge und ,cr ihn zur Begehung eines Verbrechens treibe, was nicht phindert hat, daß man diesen Mann, der übrigens für dies verbrechen nicht in Frage kommt, tags drauf wieder aus der Anstalt entließ. Man überlege: Jemand denunziert sich selbst als gemeingefährlich, wird aber tags drauf zur etwaigen gc- •olligen Begehung gemeingefährlicher Handlungen auf die Menschheit losgelassen, worauf dann später bei der gericht- ichen Aburteilung der etwaigen Untat die Sachverständigen bie Unzurechnungsfähigkeit des Inkulpaten feststellen und 0 seine Freisprechung erfolgt — ein Freibrief für weitere .Intalen, bis dann endlich die Gemeingefährlichkeit so well Gerichts- und polizeinotorisch ist, daß die Behörden sich ntscyließen, den nichlschuldigen Schuldigen in einer Anstalt ui internieren. .üİ5EÜ‘5'*=li 1 I - res .1 = I I I 0 I S SQNN NN8L 1 I aus dem Irrenhause, weil der Geisteskranke angeblich ge heilt oder wenigstens gebessert ist Es ift bekannt, daß, 0 merkwürdig das auch Ringen mag. Geisteskranke oft Besserung simulieren, und des weiteren spielt hierbei auch die Ucbcrfüllung der Irrenanstalten eine Nolle, die dazu veranlaßt, Platz für Neuanlöminliuge zu schaffen. Dem ersten Mißstand, nämlich den mangelnden Handhaben zur Unterbringung von gemeingefährlichen Geisteskranken in Irrenanstalten, sucht der Vorentwurs zum neuen Strafgesetzbuch im Paragraphen 6» fru begegnen, wonach das Gericht bei Freisprechung ober Außer verjolgiingsetzung wegen geistiger Mangel sofort die Verwahrung in einer öffentlichen Heil oder Pflegeanstalt an- juorbneii hat, wenn es die öffentliche Sicherheit erfordert. Tie Landespolizeibehörbe hat diese Unterbringung ausin nhren und auch über die Dauer der Verwahrung und über üc Entlassung zu befinden: gegen ihre Bestimmung ist die gerichtliche Entscheidung zillafsig. Leider können noch 7 oder b Jahre vergehen, bis die Strafrechtsreform in (rafttreten kann, und bis dahin könnten noch recht viele Geisteskranke auf die Menschheit lvsgelassen werden, wenn nicht wirksamere Vorkehrungen gegen das freie Umherlaufen solcher gemeingefährlichen Menschen und nicht zuletzt auch gegen ihre vorzeitige Entlassung aus dem Irren- Hause getroffen werden. Es ist dringend notwendig, dag hier auf dem Verwaltungswege bessere und um- faffcnbcrc Fürsorgemaßnahmen veranlaßt werden, bis uns die Reform der gesetzlichen Bestimmuiigen wirk- saniere Handhaben zum Sckfutz der Gesellschaft vor gemeingefährlichen Geisteslranken bieten wird. Berlin, 20. Aug. Der im Zusammenhang mit dem lieber- fall im N auener Vorortzug gefudtte geisteskranke Bauarbeiter Sarnau stellte sich heute vormittag b e r P 0 1 i z e i. Er kommt als Tater mit größter Wahrscheinlid»- keit nicht in Betracht. ■ v&AAt ■ Zwisck>en Psychiatern und Richtern hat sich vor einiger i feit ein Streit entspannen, bei dem diese jenen den Vorkurs machten, daß sie allzusehr geneigt seien, Angeklagte, I bei denen sich der eine ober andere nicht ganz normale I ,ug fände, für nicht zurechnungsfähig zu erklären und sie i 0 dem Strafrichter zu entzielfen. Von den psychiatrischen I Sachverständigen ist jedoch mit Recht erwidert worden, daß : ;a bie Gerichte durckfaus nicht unbedingt an bie Gutachten gebunden sind, sondern auf Grund deren nach freiem Er- 1*1)en entscheiden, und daß im übrigen der vielbeklagte Utbcliianb vor allem in ben Instittllionen liege, nämlich I >arin, daß nicht alsbald für bie Unschädlichmachung der 1 als unzurechnungsfähig und als gemeingefährlich Erkannten sW 1 Sorge getragen wird. Hier liegt in der Tat der springende Punkt. £b jemanb als ein Schuldiger zu bestrafen oder als ein Unglücklicher ärztlich zu behandeln ist, darüber werden oft genug Zweifel entstehen und bestehen, denn die Grenze, wo des Menschen Witz uberschnappt, wird so leicht nicht mit Sicher hell bezeichnet werden können. In jedem Falle sollte aber im öffentlichen Interesse dafür gesorgt werden, daß der Be- ircf enbe nickst weiteres Unglück ftiftet. Hier klafft nun gerade eine weite und höchst bedenkliche Lücke in unseren -einigen gesetzlichen Bestimmungen. Es ist bekannt, wie schwierig es oft ist, die Unterbringung offenbar geisteskranker Personen in eine Anstalt durch- zusetzen, und den hie und da beklagten Fällen, in denen gesunde Personen rechtswidrig ins Irrenhaus oder in eine Heilanstalt für Nervenkranke gebracht wurden, stehen jedenfalls taufend und mehr mal so viel Fälle gegenüber, in Denen man mehr ober minber Gemeingefährliche frei umherlaufen läßt. An bie|'en einen Mißstanb reiht sich dann Der zweite der allzu oft vorzeitig erfolgenden Entlasfung S »2r: > e. -Z, = Vi.- 2 CDÖJaj w ? £ E Der Kaiser In Urenberg. Cron berg, 20. Aug. Der Kaiser machte gestern abend eine Ausfahrt in den Taunus und stattete der Freifrau W i 11 y v. R 0 t h s ch i l d auf ihrer Villa in König - stein einen kurzen Besuch ab. Zur Abendtafel waren geladen Landrat Ritter 0. Marx nevst Gemahlin, Cbcrbürger- m eist er Adickes und Bankier Eduard v. Grunelius aus Frankfurt a. M. Der Kaiser besuchte heute vormittag die Burg Kronberg, bie mit feiner Unterstützung zu einem historischen Museum hergerichtet nmrbe. Den Anfang zur. Wiederherstellung der Burg hatte Kaiserin Friedrich im Jahre 1896 gemacht. Prinz Friedrich Karl von Hessen, setzte die Wiederherstellung fort. Der Kaiser gedenkt sich morgen nach Mainz zu be-, geben. Im Gefolge befinden sich (Generalabjutant Generaloberst v. Plessen, Generaladjutant General der Infanterie Frhr. v. Lyncker, Cbcrftallmeifter Frhr. v. Reischach, Vertreter des Auswärttgen Amtes Gesandter Frhr. v. Iemsch, Hofmarschall Graf v. Platen-Hallermund, Flügeladjutant CbcrfWeutnant v. Mutens, Flügeladjutant Major v. Eaprivi, Leibarzt Lberstabsarzt Dr. Nietner, Rittmeister Gras von Westfalen und Hauptmann Zeyß.______________________ lieber bie Hinrichtung öe$ chinesischen Generals Zchangtseng berichtet noch eine Pekinger Drahtung folgende be- merkenswerte Einzelheiten: Alle siebzig Leitungen von Peking enthalten seit gestern nichts anbereo, als Einzelheiten über die miUiärischen Hinrich- lungen. Es enveift sich, daß besonders.die Art und Weise, wie General Eckrangtseng, das Hauptopfer, behandelt wurde, geradezu teuflisch war. Ter General Huanschikuei, der von Iuan- schikal mit der Verhaftung und der Hinrichtung beauftragt war,, a ß zuerst mit seinem Opfer in einem europäischen Hotel und brachte während des EsfenS mehrere Toaste auf sein Opfer aus. Als das Essen beendet war, fuhr der General mit dem hinzurichtenden Kollegen in zwei Wagen fon. Unterwegs streckte Huanschikuei den Kopf aus,dem Fenster und blies auf einer Polizeipfeife. Sofort ersäßen en Soldaten, umgaben FGietzenerAWiger Kr " eolititoen Zeit: General-Anzeiger für Oberhessen DsM 8^7^"7Nummer llotationr-ruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vnch. und Stcinbrudcrd R. Lange. Nedaktson. Erpedition und vruderel: 5chulf1raße Vr den General Schanstseng und schleppten ibn in ein Gebäude, wo bereits ein militärisches Gericht tagte. Tie Offiziere dieies Ge- richtshofes verkündeten sofort, daß der Tod des Verhasteten beschlossen sei. General Schangtseng wurde dann an einen Pfei- lergcbundenundeineSalvegegen,ihnabgefeuert Die Soldaten trafen schlecht. Tas Opfer schrie mehrere Male: „Himmel! Was habe ich denn für eine Sünde begangen?!" xte Salven wurden wiederholt, bis der General getötet war. Ermordung SunyatsenS? San Francisco, 20. Ang. Im hiesigen Chinesenviertel wurde gestern durch Maueranschlage die angebliche Ermordung Snnyatsens in Peking be- tanntgegeben. Tie Nachricht fand im chinesischen Konsulat und in den chinesischen Zeitungen keinen Glauben. Bei den hier lebenden Töchtern Sunyatsens ist keine Bestätigung der Meldung eingegangen. Heer und Flotte. Ein Regimentsjubilaum. Saarlouis, 20. Aug. Ter gestrige Haupttag der Iahr- bundertfeier des Infanterie-Regiments Graf Werder, 4. Rheinisches Nr. 30, wurde durch Choralblasen, Glockengeläute und großes Wecken eingeleitet. Kurz nach 8 Uhr erschien der Zeppelinkreuzer Nr. 3 über der Stadt, führte mehrere Schleifen aus und warf aus einem roten Briefsack ein Begrüßungsschreiben zur Erde. Um ll1/» Uhr sand Parade auf dem Marktplatz statt, an der sich neben den Aktiven auch alle Ehemaligen beteiligten. Hierbei hielt Oberst Schmidt v. Knobelsdorf eine kurze Ansprache, in der er das Kaiser- telegramm zur Verlesung brachte und die er mit einem Kaiserhoch schloß. Ter in Vertretung des Kaisers anwesende Kommandierende General des 8. Armeekorps Exzellenz von P l o e tz gab die von dem Kaiser verliehenen Auszeichnungen bekannt, worauf der Vorbeimarsch erfolgte, der über eine Stunde dauerte. Die aktiven und ehemaligen Mannschaften wurden darauf auf dem Festplatz bewirtet, während für die Offiziere im Offizierskasino ein Festessen statffand, bei welchem Exzellenz von Ploetz das Kaiserhoch ausbrachte. Am Nachmittag fanden auf dem Festplatz von 30ern ausgeführte turnerische Uebungen statt und Volksbelustigungen aller Art wurden veranstaltet._____________> Deutsche Kolonien. Die Reife des Staatssekretärs Dr. Solf. Tabora, 20. Aug. Von der Reise Dr. Solfs ist während der letzten Woche zusammenfassend zu berichten: Ter Staatssekretär, der am 8. August Mozambique verließ, traf am 10. August in Lindi ein und hatte dort mit den Farmern des Bezirks eine Besprechung wegen der Förderung der Baumwollkultur, die dort eine überraschend günstige Aussicht bietet. Tie Ansiedler klagen nur über Transportschwierigkeiten und wünschen die Erbauung einer Eisenbahn. Am 11. August war Tr. Solf in Sansibar, wo er verschiedene Pflanzungen besuchte. Er traf, vom Gouverneur und der Bevölkerung begrüßt, am 12. August in Dar-es-salam ein. Bis zum 15. August wurden die städtischen Einrichtungen besichtigt und die Missionen besucht. Auch fanden eingehende Verhandlungen mit den wirtschaftlichen Verbänden statt. Am 16. August reiste der Staatssekretär auf der Zentralbahn ins Innere .und traf gestern in Tabora ein. Ausland. Der russische Admiral Skcydlow äußerte zu einem österreichischen Journalisten, es sei die Bildung eines länger dienenden Unteroffizierkorps in der russischen Marine in Angriff genommen worden, wodurch dem Eindringen revolutionärer Ideen in Zukunft ein Riegel vorgeschoben werde. Aus Sofia meldet man: Beide Söhne des Königs von Bulgarien begeben sich auf Einladung Kaiser Wilhelms zu den Manövern nach Deutschland. Xus Stadt und Land. Gießen, 21. August 1912. " Ordensverleihung. Der Gro ßherzog hat dem Ressortchef der Reparaturwerkstätten der Firma Friedrich Krupp in Esten, Otto Riedenthal, das Ritterkreuz 2. Klasse deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. "Erledigt ist die bisher unbesetzt gebliebene zweite Gerichtsvollzieherstelle bei dem Amtsgericht Fried berg, dieselbe soll wieder besetzt werden. Meldungen um diese Stelle sind bei dem Großh. Ministerium der Justiz einzureichen. "Staatsminister Dr. Ewald hat sich in der Rekonvaleszenz am 19. lfd. MtS. nach der Schweiz begeben. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Frhr. von Harstall, Major beim Stabe des Jäger-Bats. von Neumann (1. Schl es.) Nr. 5, wurde unter Versetzung in das Inf.-Regt. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118 zum Bataillonskommandeur ernannt. Die Leutnants v. Zangen, Lambert im Jnf.- Leibregt. Großherzogin (3. Hess.) Nr. 117, Schultze im 5. Hess. Ins.-Regt. Nr. 168 mürben zu Oberleutnants befördert, von Schaum berg, Lt. im 4. Lothring. Jnf.-Regt. Nr. 136, vom 1. September 1912 ab auf ein Jahr zur Dienstleistung beim Großh. Art.-Korps, 1. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 25 kommandiert Die Leutnants v. Wernebu r g im Garde-Trag.-Regt. (1. Hess.) Nr. 23, v. Ebmeyer im Leib-Trag.-Regt. (2. Hess.) Nr. 24, Frhr. v. Lersner in demselben Regt., kommandiert zur Dienst leistung bei der Reitanstalt der Kriegsakademie, Riedesel Frhr. zu Eisen ba ch im Thüring. Ulan.-Regt. Nr. 6 wurden zu Oberleutnants befördert. — Gin Patent ihres Dienstgrades verliehen wurde den LtS.: Prinz v. Löwenstein-Wertheim Freudenberg im Leib-Trag -Regt. (2. Hess.) Nr. 24, Prinz v L ö wenst ei n - W e r t h e i m - F r e u b e n b e r g im Königs- Ulan.-Regt. (1. Hannov.) Nr. 13. — Vom 1. Oktober 1912 ab würbe zum Telcgr.-Bat. Nr. 4 aus ein Jahr zur Dienstleistung kommandiert: Taub, Lt. im Jnf.-Regt. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118. — 2t. Wer beim im Hess. Train Bat Nr. 18 wurde zum Oberleutnant beförbert. — Dom 1. Oktober 1912 ab wurde zur Gewehrsabrik in Spandau aus ein Jahr zur Dienstleistung kommandiert: Sch aefer, Lt. im Jnf.-Regt. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118, unter Beförderung zum Cberlt. mit Patent vom heutigen Tage. — Kommandiert aus ein Jahr wurden Daniel, Cberlt. im 2. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 61, zur Gesandtschaft in Santiago und P a b st v. Chain, Hauptm. und Adjutant der 86. Jns.-Brig, zur Gesandtschaft in Buenos-Aires, unter gleichzeitiger Versetzung ttt das Leibgarde-Jnf.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115. Tie Fähnriche Gl ar, v. Specht, Hümmerich im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, v. Sengen in demselben Regt, dieser unter Versetzung in das 9. Rhein. Jnf.-Regt. Nr. 160, Utende- b a di im Jnf.-Leibregiment Großherzogin (3. Hess.) Nr 117, v. Zangen in demselben Regt., dieser unter Versetzung in das 9. Rhein. Jnf.-Regt. Nr. 160, Scheuermann im Inf Regt Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118, Stertei in demselben Regt, dieser unter Versetzung in das Jnf.-Regt. Hessen-Homburg Nr. 166, Jäger im 5. Hess. Jnf.-Regt. Nr 168 wurden zu Leutnants mit Patent vom 23. Aug. 1910 befördert. Fähnrich Proske im Jnf.-Regt. Prinz Carl (4. Hess.) Nr 118 wurde zum Leutnant befördert. Unteroffizier v. Crbardt im Ins Regt. Kaiser Wilhelm >2. Hess.) Nr. 116 wurde cum Fähnrich befördert. — Ter Abschied mit der gesetzlichen Pension bewilligt: Pfaff, Cberftlt. beim Stabe des Jns.-Regts Vogel v. Falckenstein (7. Westfäl Nr. 56, unter Verleihung be« Charakters als Oberst, nut der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Jnf.-Regts. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118, Bühler, Major und Bats Kommandeur im Jnf.-Regt. Prinz Carl 4 He" Nr 118, mit der Erlaubnis zum Tragen der Regts. Unfform, bic Unterärzte 2 ingner beim Leibgarde-Jnf.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115, Tr. Hoene beim Int.» Leibregt. Großherzoain (3. Hess.) Nr. 117 wurden zu AffMenz- ärzten befördert. Die Affistenzärzte d. Res. Tr. B e r n o u l l i I Darmstadt) und Dr. Kramer (Erbach) wurden zu Oberärzten und der Unterarzt d Res. Tr. Hinselmann (Gießen'» wurde zum Assistenzarzt befördert. " Vorfchriften der Hess. Handwerkskammer über den Lehrvertrag. Auf den Beschluß der Hesi. Handwerkskammer von 1911, dem immer noch nicht die nötige Beachtung geschenkt wird, wollen wir nochmals Hinweisen. Nach der neuen Vorschrift sind alle Lehrvertrage im Handwerk dreifach (nicht wie bisher nur doppelt) auszufertigen. Das dritte ©jemplar ist, ohne hierzu eine Auf- forderung abzuwarten, mit der Anmeldung an die Handwerkskammer einzureichen und verbleibt bei den Akten. (Bisher war der Lehrherr zur Einreichung seiner Lehrverträge nur dann gehalten, wenn die Handwerkskammer ihn ausdrücklich hierzu aufforderte.) Durch diese neue Maßnahme wird eine bessere Kontrolle über die inhaltliche Richtigkeit der Lehrverträge bezweckt. " Rhön bergfest. Beim Turnfest auf der Wasser- uppe am 18. bs. errangen im Vierkampf Mitglieder be5 ;iesigen Männer-TurnvereinS folgende Preise: HanS Thöt >en 13. mit 64 Punkten, Karl Bernha r d den 14. mit 63, Wilh. Gerhard den 23. mit 54, Karl Thöt den 24. mit 53, Gust. Weiße den 26. mit 51, Heinr. Mootz den 28. mit 49. In der Jugendgruppe erzielten Gust. Geiße mit 57 Punkten den 4. Sieg, Ludwig Döll mit 44 den 16. " Ihr fünfzigjähriges Stiftungsfest begeht in liefen Tagen die Reisegesellschaft .Wartbur gia". AuS diesem Anlaß fährt die fröhliche Wanderschar morgen nach der Wartburg, unt an der Stätte, wo einst die Gründung der Gesellschaft stattfand und deren Namen sic auch trägt, die Feier durch einen Kommers festlich zu begehen. Vom folgenden Tage an findet dann noch eine mehrtägige Jubiläumswanderung durch den Thüringer Wald statt. Ten zweiten Teil des Festes bildet ein Familienabend in Steins Garten, damit auch die Damen zu ihrem Rechte kommen. "Ein neuartiges Unternehmen hat ein Gießener, Dr. H. Docter, in Hamburg gegründet, nämlich ein Tierk rankenhau S. DaS Institut, das erste in seiner Art, ist dazu bestimmt, erkrankte Haustiere aufzunehmen. Die beiden unteren Stockwerke des stattlichen, besonders für seine Bestimmung errichteten Gebäudes enthalten Räume für die Aufnahme von Pferden, während die beiden oberen Stockwerke für kleinere Haustiere bestimmt sind. Operationsräume, oroie die Wohnungen für die Aerzte und Wärter befinben ich ebenfalls in dem Haufe. Das ganze Institut ist nach dem neuesten Stande der Wisienfchast eingerichtet, selbst Röntgenkabinett und Lichtbäder fehlen nicht. Die Hamburger Zeitungen bringen ausführliche Beschreibungen deS Unternehmens. Landkreis Gießen. = Leihgestern, 20. Aug. Im Gasthause von G. Dern VII. findet am SarnStag abend ein Vortrag über die Frage statt: „QSte hat sich der Landwirt während und nach der Uebergabc der Ersatzgrundstücke zu verhalten?" Redner ist Rechtsanwalt Sandrnann-Hungen. h. Lich, 20. Aug. Ter am 1. Oktober in den Ruho stand tretende Generalsuperintendent von Kurhessen D. Ludwig Werner hat zu der hessischen Landeskirche von jeher in engster Beziehung gestanden. Nach Beendigung seiner Studien in Marburg wnrde er zum Hauslehrer der Fürstlich Solmsschen Prinzessinnen zu Lich, unserer jetzigen Großherzogin und der Land-gräfin Chlodwig von Hessen-Philippsthal, ernannt, in welcher Stellung er fünf Jahre verblieb. Später bekleidete D. Werner die Stelle eines Hausgeistlichen am hessischen Diakv- nissen-Mutterhause in Darmstadt, einer Stätte, an der er 15 Jahre, von 1874—1889, segensreich wirkte. < Grünberg, 18. Aug. Der hiesige Turnverein hielt heute vormittag auf dem Turnplatz bei der Turnhalle sein diesjähriges VereinS-Wetturnen ab. Nachmittags fand daselbst Schauturnen und Konzert in der Turnhalle statt. Abends war in der Turnhalle Turnerball, der die Teilnehmer bis zum frühen Morgen festhielt. DaS Ergebnis deS VereinS- WetturnenS war folgendes: In der Oberstufe erhielten: den 1. Preis Karl Meyer, 2. Hch. Weber, 8. Hch. Listmann, 4. Hch. Schildwächter, 5. Arthur Rheinländer, 6. Christoph Ritter, 7. Aug. Schlosser, 8. Ldg. Heidt. In der Unterstufe erhielten: 1. Preis Karl Wenzkau, 2. Karl Ruhl, 3. Otto Stein, 4. Ernst Kauß, 6. Ludw. Wagner, 6. Aug. Sauer, 7. Hch. Mootz, 8. Karl Funk, 9. Hch. Rau, 10. Rud. Hahn, 11. Hch. Walter, 12. Ernst Berk. Kreis Büdingen. = Büdingen, 21. Aug. Der Großherzog hat bestimmt, daß der Amtssitz des Kreisveterinäramts Nidda nach Büdingen verlegt wird und künftig die Bezeichnung „Kreisveterrnäramt Büdingen" erhält: gleichzeitig tvurde bestimmt, daß in 9didda ein weiterer beamteter Veterinärarzt angestellt wird. Kreis Lauterbach. n. Schlitz, 20. Aug. Gutem Vernehmen nach wird der Kaiser anläßlich der elfhundertjährigen Jubiläumsfeier des Bestehens der Schützer Kirche durch den Prinzen August Wilhelm von Preußen vertreten werden. — Das offizielle Festesten gelegentlich jener Feier wird in der Turn- halle stattfinden. Dkr WtrtfchaftSbelrieb wurde dem hiesigen Gastwirt Reinhardt übertragen. — Am vergangenen Sonntag gaben sich auf dem Eisen berg die Ortsgruppen des Lauterbacher, Fuldaer und Schützer V. H. C. ein gut besuchtes, fröhlich verlaufenes Stelldichein. Kreis Schotten. O Schotten, 20. Slug. Während des Juli war das nahe gelegene ,Lehrerheim Vogelsberg' vollständig beseht und eS konnte eine Reihe von Anmeldungen keine Berück- sichtigung finden. Von den Erholungsuchenden weilte eine ganze Anzahl wiederholt in dem Heim. AlS ganz besonders wohltuend wurde eS empfunden, daß die vor wenigen Jahren gebaute zweite Wasserleitung selbst bei der größten Trockenheit ihr Ouellwaster spendet. O Stornd orf, 20. Aug. Sonntag, 25. August, wird auf der sogenannten .Berf höhe' im Walde zwischen Wind» Hansen und Lber-Breidenbach das schon über 60 Jahre bestehende Berstest abgehalten. ES ist keine« der allzu zahlreichen VereinSfeste, sondern eine freie Veranstaltung für Schüler umliegender Gemeinden. Auch Eltern und An- gehörige der Jugend haben immer ihre Freude an dem Schülerfest gehabt. Hauptsächlich kommen die Schüler au5 . ver 8e > «ew york, 20. KtUtnant Becke Wrmorbung Weile, BK und der Bar äqur*1“ $U w Ua< IJj der 'ML: ji vei V-°^cP° '.#■ bat »em m Äfe «f(tf ■ Tii-ticrfct »eil Ldrenbm hg-rS- Ws" Ws k.tal tj Aufwand erbaut i-.'.'.’lPfrbanb des Ul durch den zu en L irbbastrn Touriste ettbtmct§ üb« $tt ftanzösiiche Ln au?gtlv>ochen: Ü habe mich erst Min enlschlosicn ^kcsmcn aehemiqeh td) blamiert; oa ^i küb,eilig genug I 4 nut lagen, dab er I et wenig vom We I,«ndung in Bocl I trbit schwierig -n uwa 100 Meter i I f. Landung schrcilei I .;,phenleitung I wflit, wurde ich duo I chrotdenllich beeng lt# halte ich eigen I Fitlin ,u stiegen. T In Hannover zu leer Diese glatt Di Inter Aussicht und g lüe bekannte tu besuc Ujhrend meiner Slbw ■rparaten untersucht ■keine Personalien tt limd) unbebeUigt. Ru f datz ich r twm \o lltintn Do Menn und schütt vouügtich tst, »u er I ich dort mit Ihren ! täglich« Ausnahme, leis eine angenehn i all ein Training Vokal, um den > Strecke Paris-B Hannover mich bei tldmond Audema \W also im 30. Lebe i-cht im Radrennen I ^lemschland errang l»^rnenrieder Park In'ich mit grobem Erst I:me nahm er a» za! ü'bezug aus r” Aerus Techniker i IjTOBtn erfolge m Sich Stornborf, Vadenrod, Windhausen, Groß-Felda, Ober- m- I Nieder-Breidenbach in Betracht. --- Gedern, 19. Aug. Seit einiger Zeit hat sich h. I eine „Einkaufsvereinigung" gegründet, die t» I Mitgliedern einen billigeren Bezug aller BedarfSarti. I ermöglichen soll. Bis jetzt zählt der Verein etwa 130 Da: I glieder und hat bis jetzt einen schönen Umsatz crziett. -I Gestern fand im Saale zum „Löwen" hier der Bezirk» I tag der Kriegervereine des Bezirks C rten«| berg statt. Um 4 Uhr eröffnete der Bczirksvorfitzett^I Söhnche zu Ortenberg die Versammlung mit einem . I auf Kaiser und Großherzog. 2llle Vereine hatten ihre & .1 treter entsandt mit Ausnahme von Effolterbach. Ter effI Vorsitzende erstattete Bericht über den Hassiatag zu NiedtD Olm. Ter zweite Vorsitzende Lehrer Keller- ^ber-Seetr^M ermunterte -ie Warner ab en zum Bezug des „Hessischen .Han J rab". Die Reck)nung ergab keine Beanftanbung und schlirrrl mit einem Vermögen von 421.14 Mk. ab. Der Ätiepi-«] verein Ranstadt ersuchte die Versammlung, aus dem BeziM ausscheiden zu dürfen, damit er sich dem Bezirk Nidda i>| schließen könne, da die Bahnverbindung dorthin eine befiel sei und Ranstadt feit einiger Zeit dem Amtsgericht angehöre. Tem Wunsche wurde entsprochen. Ter fe t.1 herige Vorstand wurde einstimmig wiedergcwählt und hj| seine rege Tätigkeit Anerkennung aezollt. Es wurde barjl den Vertretern aufgegeben, in ihren Vereinen Fühlu.7-I zu nehmen, wie man sich zu einem jährlich statt findens! Scheibenschießen stelle, damit am kommenden Bezirke: darüber entschieden werden könnte. Als 1. Bezirkstag I 1913 wurde Ober-Seemen vorgesehen, da man geplant bx.1 an diesem Tage das dortige Kriegerdenkmal einzuwechul Der 2. Bezirkstag soll in ^chnnckartshQusen ftattfinben, I dieser Verein die Kaiserschleise erhalten wird und außerdcrl eine Gedenktafel für die Kriegsteilnehmer von 1870 71 ei».| weihen will. Während des gemütlichen Teils konzertteucl die Kapelle des hrefiaen Kriegervereins. Kreis Fnedberg. L. Friedberg, 20. Aug. Am ElektrizitätSwrc I Wölfersheim wird zurzeit emsig gearbeitet. Die ®ebä_5 sind in Angriff genommen, die Leitung nach unserer Gk:: ist schon gelegt. Die Direktion wird vorerst hier bleiben. I BiS zum 1. Februar 1913 hofft man hier elektrisches Lchl zu haben. △ Vilbel, 20. Aug. Tie Hauptversammlung ObcrhessischcnBiencnzüchtervercins tagte beule u | der Gastwirtschaft zum Taunus. Begrüßungsansprachen hielial der Vorsitzende Buß-Leihgestern für den Hauptverein, $oH Verwalter Lotz für den Ziveigverein Vilbel und Bürgermei«:! Muhlschwein für die Stadt. Aus dem Jahresbericht sei n-I wähnt, daß der Haupwerein 24 Zweigvereine mit 1200 Mitglittal zählt. Anstelle des erkrankten Rechners Hotz erstattete Ikbm I Mcrgott die Jahresrechnung. Tie Gesamteinnahmen betrugt 3063,56 Mk., die Mitglieder zahlten 1692 ,Mk. Jahresbeitr:-e I Tie Gesamtausgaben beliefen sich aus 2896 Mk.,^Versandt u»| Truck der Biene erforderten 1278 Mk., der Jmkerkursus kos»'I 291 Mk., zur Hebung der Bienenzucht ^wurden ferner 454,50 I ausgegeben Tas Gesamtvermögen des Hauptvereins beläuft na I auf 2000 Mk. Bei Beratung des Voransäüags für 1912 iruu-* I auf Antrag deS Hauptlebrers Roth-Lich beichtossen, den Jatnu- beitrag ab 1. Januar 1913 von 1,50 Mk. auf 2 Mk. zu r.. I Höhen. Ter Vorsitzende teilt mit, daß jeder Imker aegen sckxünigung des Bürgermeisters für jedes Volk 5 Kilo Zucker nr:l Sand gemischt, steuerfrei erhalten kann. Lehrer Buß teilt öell Ergebnis der Prämiierung mit. Es konnten alle steiler prämiiert werden Für Honig. Wachs und Völkel erhielten: LelTnhardt-Niedcr-Erlenbach 40 Mk., Spitznagcl heim 35 Mk, Hübner-Nidda 30 Mk., Runk-Okarben 30 i'lj Werkmeister Pseiffer-Launsbach 30 Mk., Ztveigverern Vilbel 25 Keck-Gedern 25 Mk., Seifried-Heldenbergen 15 Mk., Wilh. RieiW Assenheim 15 Mk., Köhler-Pohl Göns 15 Mk., Aug. Stahl 15 Mk., dlppel-Oberlais 10 Mk., Strack-OrleShäufcn 10 ®L| Schönhals-Lindbeim 10 Mk, Kittel-Frankfutt a. M. 10 Ö!1 Landgerichtsdirektor BückingGießen wurde mit der Oesterreichs»'cinl Tenkmünze ausgezeichnet. Weitere Preise erhielt der Zion;-! verein Vilbel für Honig und sur die Bienenweide. In der Äd-I teilung Geräte erhietten Preise: Schmink-Sachsenbar 1 10 Mk., Hübner-Nidda 8 Mk., Kock-Gedern 8 Mk., Perron I 6 Mk., Necs-Frankfurt a. M. 5 Mk., Schmidt Großen- 5 Mk. Tie 52. Wanderversammlung mit Ausstellung mürbe fori Zweigvercin Hungen »ugeteilt, der damit sein 30. Stiftung-ei verbindet. Sehr lehrreich mar der Vortrag des Lehrers Ferget-V Höchst a. d. Nidder über „D ie.wirtschaftliche Bcdcutuim der Bienenzucht". Er betont, daß Hessens Honigcnrß 187 360 Mk., TrutschlandS Ernte 24 Millionen Mk. wen e.1 während man die Welternte auf 240 Millionen Mk sckästZ Tie Bienenvölker Teutschlands präsentteren einen Wert hör W Millionen Mk. Eine bedeutende Industrie lebt von der zücht Unberechenbaren Wert hat die Biene als Beiruchieo« der Kulturpslanzerl. besonders der Obstarten. Ohne die HvNifI biene würde der Obstbau nicht rentieren. Tie rationelle LmD wirtschaft, die mit Recht alle Unkräuter ausrottet, hat die WM die Bienenweide zu verbessern. Mit kurzen Dankesworten f£4| der Vorsitzende die Versammlung Aus dem Marktplätze rel prächtig erhaltene Wandmalereien aus der Mittel 14. Jahrhunderts entdeckt. Sie stellen die Marter der 3* tausend vom Berge Ararat dar An der Hand ber auf H i Fresken vorhandenen Wappenbilder konnten die ZLL netto erkl. Flalchcn, ferner leibst bergchcUten Otto Schaars Saflzylvaseline ist von aufjetorb. Heilkraft bei aurflcrifLStppen. oufgerifi. Haut. all. Kerw und.Quetsch.. Entzünde Krandwund .Auk- icbläa. rc. Borzügl. bewährt aeg. Fust'chweist. wundgelau' Füstc Macht den »yuh weich und elastisch Unentbehrlich für Touristen Ms. U n. Colbaten. Vl|. S Adler-Drogerie. Selter« weg 39. ^jährlich ftattffi wmmendtn iw, ba man aeplcr 'gerdenkmal cüuwt' "-tshansen statten alten wirb unb au^. Schützengarten Wetzlar. Grösstes n. schönstes Saal- u. 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CHöbet 1912 ab | nl auf weiteres einen jährlichen Betrag von 1000 Mark l;r Aussicht gestellt. h. Dieburg, 20. Aug. Heute feierte der 94jährige trpuzinerpater Zn genuin sein 70jähr. Prtester- ibiläum Zu der seltenen Feier war Bischof Dr rkir- x^iu auS Mainz erschienen, der im Verein mit der ganzen Äjeten Ehrenbürger dec Greis schon seit Jahren ist, bilar Iwrzliche Ehrungen bereitete und ihm in dec l*rtfirrfb' ein Fcstaml veranstaltete. Später brachten Amtliche Vereine der Stadt dem Iubelprtester eine betj- W Huldigung dar. Pater Inaenuin, ein geborner Tiroler, iprift bereit« seit 47 Jahren im hiesigen Kloster und ist, oweit festzustellen war, der älteste Priester der römisch- , lochvtifchcn Kirche. Turch direkten Bezug ohne jeden -Zwischenhandel bin ich m d. Lage zu offerieren: 96" reinen Sviritns bei 1 Ltr. 3 Vtr. 5 Vtr 10 Llr. An schwülen Augusttagen, wenn der Appetit nachläht, ist ein natürlicher Fruchtflammeri gekocht mit Thondamin zu den Mahlzeiten sicher stets willkommen. Nun denken Sie mal einen Augenblick nach — einfach: „Man nimmt den East von frischen gekochten Früchten mit Zucker durchgeseiht und daNN ÄlONdaMlN, TÜcfjtS weiter! Dies zusammen 3 Minuten durchgekocht und dann abkühlen lassen, gibt eine erfrischende Zwischenspeise". Ausführliche Rezepte gratis u. franko o.Mondamin.Kontor. Berliner. Verlangen Cie das B-Buchleln. . Bei ratenserkl 3 I Li eit >nls der ■ Sie harter M Mer ^bain.rf.4 :nCTV°nhaU|2 i^1' 1 Ehrtng»hE' 1 von •Süötfl ,ü£®S| „6tn®W* 1 V g San» Sezuge '• ihr-" *°fi w». I - rteis-i Der New Yorker Polizeiskandal. (n,m Pfg. Georg Wallenfel« nur 'UlarkiolaU 21 Tel. 46 gegenüber b. Engelavotheke. Tie Wrope nach den für hier empfedlen-werterr Gemüse- uiw. Kulturen möchte ich als geborener Gießener, ^"ckrn- besider und pralnidxt Ganenfreund. dabrn beantworten, bau n eittgk. ■£'. 2... Voliv3erg/' ä 2t. 50 Vf. <15' .igi u. U» M. W.'oifl, stärkste Form». Taut Zuckooh-Crcme iä 75‘Bf. u. 2 M ) in der UniversttätS Avotbeke,<»irsch Avotbcke. bei Aug. Noll, E Seibel, W. Uildinger, C. 2chaai, Emil Karn, Ernst Roll und W. Tchrader, Drogerien. Mainz, 21. Aua. Der Kaiser traf mit bem * ivL/JiÄarl von $*dfm geaen 7 ilhr im Cronbera auf dem großen eanb ein und wurde dort vorn Großberzogspaar von Hessen empfangen. Der Kaiser trug die Uniform sAes hessischen Regiments, der Großber»og die des 1. bess. Garde- Traavner-Regiments, die Fürstinnen die ihrer Rearmemer. Zunächst fand ein Exerzieren deS 2 hessischen Dra. aoncr-9xraimcnt8 start und daran anschließend rtne we- f echt Äübuna, an der die 41. und 42. Jnfanteriebrtgade, bas Thüring. Ulanenregiment Rr. 6, sowie 2 Vartertmi des । Artillericregiments Nr. 27 teilnahrncn. DaS Wetter ist eretns. erg. 9101 J J ßearbeitet Tie 1 ’^ng nach unfettt - j wird vonrst hitrb J man hier elektriichgW auptversammlvl'M er herein« tagte fc | Mükungsansprochai vl ür den hauptvercii. I t Vilbel und ArgeaW us dem Zahresbmch! -1 Meine mit 1200 Wert bad erslattüe . -j, e Gesamteinnahmen brJ n 1692 Ml. )ahir^i^M uj 2896 ®f.. Saiant J Ml., der Imkttkuch: l l ht iiuutben ferner 45j;< fl des hailptvereins Mer | Voranschlags für 1912 S -Lüh beschlossm, den.'jE 1,50 Mk. auf 2 Ml 71 daß jeder Jmkn een 5| jedes Volk 5 Silo MW ann. Lehrer Butz I mit. Es konnten all .1 tia, Wachs ur? ?< ■ f) 40 M. i ' W„ 9hmM?hirbm v Zweigoer an Vilbel M Mgen io Ml. V is 15 Ml., W W;1 Snack-OrieShauien 10 J el-Frankfurt a. ?V 1 wurde mit der vesterrn^ 1 e Preise erhell der *| ie Bienenweide 3n tr Lreise: Wnr^c*?! -Gedern 8 Ml., Perror • | Mk, Schmidt-Grohen'N ff « mit er damit sein 30. etatn 1 Zottrag.desAhrnsoen j tschaftlicheBedei-..R nt das; 2essens^ Le'- 24 Millionen 240 ^Millionen M «I isentiemi anen West M ÄT^td fit kurzen Dankcswv^ n HeÄWSwä schön. :I: Köln, 21. «ug. (Priv-Tel) DieStrafkammer sprach den Studenten Kurt Knilling von Bonn frei, der beim Karneval nach einer durchzechten Rächt zwei Frauenspersonen, in deren Woynung er eingedrungen war, durch Messerstiche erheblich verletzt hatte. Die Lrcv- sprechuna erfolgte auf Grund eines Gutachtens von Prof. düchler^Bonn, daß der Angeklagte erblich belastet sei unb infolge übermäßigen Mkoholgenusses beim Begehen der l Tat in seinem Willen beeinflußt loar ± London, 21. «ug. Priv-Tel.) Der Premter- nnnifter von Canada raft Ende dieser Woche von hier ab. Man ist in den RegierungSkreisen von dem Ergebnis seines Be'fuches nicht befriedigt, da Bourton den Standpunkt einnahm, feine Zusagen zu machen, bevor nicht das kanadische Ministerium und das Parlament davon Kenntnis ge- igunntcn Hütten. Wellerflug, daß ich nut noch über 16 Liter Benzin ver'uqre. einem fo^kleinen Vorrat Berlin au überstiegen, mochte ich nicht j riskieren unb schritt deshalb auf bem Fl.iavlah, der übrigen» Dor*üflhd) ist, au einer Zwischenlandung. D,e 20 Minuten, die ich dort mit Ihren Flieaerolsizieren verplauderte, und die vorzügliche Aufnahme, die sie mir zuteil werden liehen, werden nur hei« eine angenehme Erinnerung sein. Ich betrachte diesen Flug als ein Training für den Wettbewerb um den Vom m erp- Pc' kal, um beit ich vermutlich in der nächsten Woche auf der «trecke PanS —Berlin mit Zwischenlandungen in Bonn unb 0Oe?XV?"i*emTs^r«"ej. wmbet 1882 In ®'n' fleht also im 30. Lebensjahr, totme ersten bporterfolge erzielte er ffll hn 9lnbrmn.li unb Ipätcr auf 'fflotorrabtonturrmjm «u* Ii, Deutschland errang er verschiedene Siege, so u. a-bem Rennen nn ftotftenrieber Park bei München, »seit dem 3ahre IVOS widmete er fj* mit großem Erfolg der Fluglahrt; als »khespilot der Blsnot- n»eckc nahm er an zahlreichen Flügen teil. ^°.^sEMfchen P,egern fleht ihm in beuig auf Leistungen ptrth am nächsten. Beide flnd Ä Ä’nL und erziLen nicht »u^tzt ans diesem «runde ihre großen ('riolge aus den, Gebiete des Flugsports. __ Rartoffei^nfanFgeTd). «fr S'- « df.. töwt Nchcr ell in der Weitcrau, O c Äovstaus m. Brut- -w bbowAuschluß W । Ctto «*aai, LclterswegÄ. unter den Füßen verloren. [ m „ x „, 91 «1 Der Führer der Heilsarmee, General Boo t b, I am Tirnstag abend in London gestorben. — William Ä ' vronb war am 10 April 1829 als ^obn e.ncs kleinen Vauunternebmers luwnwbil von l rono in Nottingham geboren. Mit dreizehn Jahren schloß er sich derl Charttsten-Bewegung an, doch gab von Anfang an das religiöse Interesse seinem Wesen daS entscheidende Gemage Von der Staatskirche zu den Methodisten über getreten, bult er bereit« mit fünfzehn Jahren religiöse versammlungett un Freien aK Im Jahre 1865 nahm Booth mit feinen Angehongen unter hen schwierigsten Verhältnissen seine sozialechisch-reltgiöse Wirksam, teil im Ostend von London auf., Fünf Jahre später gab er den mittlerweile geschaffenen Einrichtungen unter dem Namen „Christliche Mission ein festes Gepräge, von den Umständen zu einer Art Tiktatorstellung unter den Seinen empor gehoben, organisierte er sein.- Anliänger 1878 als „Heilsarmee ': er,,war dadn I von der Erwägung geleitet, daß eine solche dein MUUariSNM4 abgesehene Form seine Gründung davor bewahren werde, den Charakter einer Sekte anzunehmen. In Insterburg wurde der stuhmelker K r u tz k i, der am 24. August 1911 seine Frau in Niederwitz ermordete, am Dienstaa morgen Hingerichtete . , I InNeapel ereignete sich am Montag ein Straß en b ah n- nnfall infolge eines BremsenbrucheS. DierPersonen wurden getötet, 29 schwer verletzt. Dor bem Polizeigericht in London erschien ein Mcnrn namens Thomas Pritcharb, ber ein Veranstalter von Bor kämpfen ist unb unter ber Beschulbigung, als Dehler den Reisesack ber Prinzessin Frrebrich Karl in Besitz gehabt zu haben, verhaftet worben war. Die Polizei stellte fest, b a ß b e r K 0 f f e r v e r b r a n n t würbe unb befürchtet, baß auch ber Inhalt bes Koffers Weite gebracht worben ist. Pritcharb würbe in Haft behalten. Dohmmoen zu besorgen und in der Zeit von 1 l—l Uhr jn kochen haben. Ta rau* rrfUrt auch ixe Verödung des Marktes um bidt 4rit 3e berücksichtigen ist auch die bei Andrang schu'ienge irr- metibarfeit der zremlich voneinander entlegenen 9Q't.j.ungrn, ich meine der Eemüse- mid Obst- von der ^^r- und Liermne. - Die oft sprunghaft ungeremUe Divergenz der Brrne zwilchen verschiedenen Markttagen derselben Woche hängt neb«, ben Schwankungen des Bedarfs, B n von ber Anwesenheit oder dem Ferten dc^i^drrmer. Momda^r, Sicher ufw vändler und der rätrgke.t ber Vmein erstere häufig Märkte mit längeren Verkaufszeiten, ,me den Darmstädter aufsuchen Tte Frage nach den ,ür dr märtte. fc Frankfurt a.M. Echweinemarktbericht vom 2 1. Aug. «lufgetneben waren 1808 Schweine. Vollfleischige Schweine von mich rinbehellrät. stürz vor D ö b c r i tz bemerkte ich auf meiiiem j ^ ^bendgew'cht t'mter „g k„ Lebendgewicht idt mir nochüberldS.terB^z^oeringte. | ^86-7^00 E-noMÜischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 68.00—69.00. JJiL, Schlachtgewicht 87-38.00 Mk.-. vollfleisZige Schweine von 120 " kg Lebendgewicht 66.00-69.00 Mk^ Schlachtgewicht Mk. Geschalt mittelmäßig, bleibt Ueberstand. mit Brut, rernichtet ndikil Rzil£Eazt-&nGcldöBlrt.p^2t' (Mchittrt Nr. 75196. Geniab- a. txrbloe. Eelnigi d. Kopfhset v. Schuppen, b-förd, d. Hn*r- wach*, verhtt Zmu« ▼. Pin- eiten.Wk*tig für Schulkinder. VerHältniffe ausfcherden Zum Schlüsse will ich noch bemerken, daß die «erbältnirie auf demnächslige Errichnmg einer Markthalle hiniudrangcn idKinai. n. Bindewat 0. Verantwortlich für „Feuilleton" unb .vermischtes" t ______I B.: August Goetz. Amtlicher Wetterbericht. vesfentlicher Wetterdienst. Wetteraussichtcu in Dessen für Donnerstag, den 32.Augi>st 1912. Dorüdergkhend aufheiternd, vereinzelt Regenschauer, mätzig warm. Modelle jeder Art unb Größe in inubcriter AuSsührung unb billigster Berechnung liefert prompt i*>451 Ph. Muller. Mainzlar, Modelliabrik in. firaitbetrieb Neue Kartoffeln! u n^Ah dem ersten Verso oh b-reeuen, nkht sobem trtber nun KaffeesasaU „Kaiser-Otto'' rn etin wie jene Tanaende von Haasfraneo. die bereits vor Jahren in . Kaiser- Otto" den wohl- Btibmeckendsten, aromatiaohsten and kn Gebraoob sparsamsten erkannten. — Hloht nur dem Bohnenkaffee sondern aueb Getreidekaffeee sollte man ■■■ Mer-Otto“ hlnzusetzen! ^Ich^l'^c^mich "erst vor einigen Tagen zu dem Nua nach Berlin entschlosseii und wohlweislich in $art8 mfine Absicht vollkom.ncn geheimgehalte.,. Tenn wäre der Flug m.tzgtuck., war ich blamiert; ba er aber gelungen ist, werde,, eS die Pariser l*on frübAtttig genug erfahren, lieber memen Flug sE kann nur sagen, das; er mit AnSnahme der ersten 80 RHometcv |ebr wenig vom Wette, begünstigt war. Die Zwischen. anbun g in B 0 ch u m, Übci die Eie ,a schon berichteten !«»r die s ch w i e r i g st e meines Le b en 6. Auf -in-mPlah von etwa 100 Meter im Quadrat mußte ,ch mitten in der^Stadt sur Landung schreiten unb wurde dazu noch durch eine T e l r irapbenleitung gehindert. Als ich wieder aus,teigen wollte, wurde ich durch bie Menschenmenge, bie nurf) umbrangte, außerordentlich beengt Aber e« ging alle» noch glatt ab. feilte früh hatte ich eigentlich die Absicht, von Wanne direkt nach Berlin au fliegen. Ta mir aber da« Benzin auSging, mußte td in Hannover zu einer Zwifchenlanduna schreiten, die au einet Wiese glatt oonftatten ging. Ich ließ memen Apparat unter Aufsicht unb ging in die Stadt, mn BenAin zu kaufen und eite Bekannte zu besuchen. AIS ,ch Auruckkehrte, hatte die Po lisei mährend meiner Abwesenheit mein Mngzeug nach rtotwavWd en Ipparatcn untersucht, aber nichts Verdächtige? gefunden. Nur meme Peisonalien wurden noch aufgenommen, sonst sieß man nnb,h,nml. Kun vor Döber.y bemerkte ich auf meinem Aus bem bem Staatsanwalt unterbreiteten »eweismaterial gebt I hervor, baß Becker in einem Zeitraum von 8 Monaten 90000 Dollars I bei 12 Banken Unterlegt bat I Kinne aogc$d?ronil. Brand eine« Strandholel-. In einem Seitenflügel des Strand Hotel- inl Glücksburg brach am DienStag abend 8 Uhr ein Brandl aus, der sich rasch über daS ganze Gebäude ausdebnte undl es bis auf die Grundmauern ;erstSrtc Za hl reichet Badegäste konnten sich zum Teil nur mit Mühe retten unter Zurücklassung ihrer Sachen. Von der Marincstation M u rw i ck waren auf Pinassen mehrere Dom-1 mandos eingetroffen, die sich an den Rettungsarbeiten be-1 teiliflten. Um 11 Ubr abend» bildete das Ganze einen einzigen Trümmerhaufen. Au« Dui Iburg wird gemeldet: «ul ber 8erbe Neumühl I unb II ereignete sich Dienstag nachmittag eine 6 ch l a g - wetter-Explosion, wodurch drei Beraieute getötet unb zwei verletzt wurden. Weitere Arbeiter sind nicht gefährdet. Zwischen Paderborn und Adorf praNte de» Automobil ■incr Jagdgesellschaft gegen einen Baum. Bier Personen wurden lebensgefährlich verletzt. Ter einzige neunjährige Sohn des Ireiherrn Alerant^r von B e r n u 9 auf Stift Neuburg bei Heidelberg, wurde am Ttontag nachmittag al» Leiche an einer Tüjf (bIin fe bfingenb aufgrfunben. Ta» stind hatte sich beim - enden mit dem Taschen- tud) an her hoben stlinke einer Stalltür geknüpft und den Boden HksseN'Nasfau. Kassel, 20. Aug. Die elf Kilometer lange Echwcbe- 4-ahn, die von staffel über Bettenhausen da» fruchtbare t; S h r et al erschließt und staffel mit dem Gebirgszug der I ijt)te in unmittelbare Berührung bringt, ist n. d. Frkf. Ztg. nite landespolizeilich abgenommen worden. Die Bahn ist ,cn der Söhrebahn-Aktiengesellschast mit rund V/e Million pfltf Aufwand erbaut worden. Zu diesen stosteu haben der SezirkSverband deS Regierungsbezirks staffel sowie die von, Lahndau berührten Gemeinden Zuschüße gewährt. Die Bahn | dürfte durch den zu erwartenden ziemlich starten Güter« wie i.ch lebhaften Touristenverkehr rentieren. Luftschifsahrt. «udemarS über feinen Klug Pari»—Berlin. Der französische Flieger hat sich über seinen Flug folgender- clterswcg 73. 14994 Tic Lieferung von etron 000 lfd. Metern [6640 5442 zu pcrmictcn. von Jahren von ICH- sucht (06870 Willi. Euler, Asterwcg 54. 06902 3-Zimmerw. m.Zubeh im Borderh. an ruh. Leute zu !rh. an ruh. Leute zu mit anstohenden grob. Räum- Ludwige>platz 4 p. kltdjfeiten sind ver bald oder verm. (Zigarrengcschästs. 15504 Aschaffenburg 5625 Konditorei. 106890 rtc, die der katholischen zu vermieten. 5277 Näheres daselbst Parterre. Mein Lagerhaus Kaplan^ Lose ä M. 13 affe 9, «ob- abgeschl. Raum i. mass. Vordery., überdacht. gaffe 9, in. Wäscht riimÄigelllang-^ Riegelvrad 26 pari. [O6.».l Q tleblent? 5587 Soniienstraße 6. 9 6 4 o 3 2 Pfalz: Firma Micha 1. Ankauf von weg 2 vart. [4618 ler den 0690s Bajoii OMu 1 sichtigt werden. 5283 Wilh. DUrbcck Xachf. 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