!«e •chh Silber an allen ton lischt fabrik ■M T> Gründung 1866 Tel. 462 'enmöbel hrten erstklass. htersbacher ngutfabrik Wt preiswert i grösster, itiger Auswahl shaus «>'/« Malt! eit erfreut sich »stehende Ein- vonWäscheals t,dass zu jeder Sendend weiss r Mittelgeliefert bei genauer Beider als jede im 57"Ein Versuch ; wird gratis zu undinlängstens acht:: •• '' fer Strasse 12 162. Zahrgang Erstes Blatt General-Anzeiger für Oberhessen Nr. 91 Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 18. April 1912 shsä ffLX AM Äf **AA* A AMWK2 ” (htc n v Her ziHwiucr für di. StiMtlion 112, , ... T Politiken teil: Slumift -WS General-Anzeiger für Oberhessen LS-K- Annahme von Anzeigen Hotationsbrud und Verlag der Brühl'fchen Univ.-Buch- und Zteindruäerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftrahe 7. Lnnri-: E.Heb-Ofttr den bis vormittags" Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschaftrstelle vahnhofstratze 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Zur Zesuitensrage in Bayern. Tie Korrespondenz Hoffmann meldet: Verschiedene Presseäußerungen erwecken den Anschein, die Bundesregierungen seien über die Absicht der bayerischen Negierung, in der Jesuitenfrage, wie bekannt, vorzugehen, genau informiert, ohne ihrerseits sich zu dieser Absicht zu äußern. Diese Aeußerungen entsprechen in dieser 3orm nicht den Tatsachen. Die bayerische Regierung hat ihre Absicht, den Begriff „Ordenstätigkeit" künftighin in einschränkender Weise auszulegen, den Regierungen der größeren Bundes st aaten unter dem 2 3. Januar 19 12 mitteilen lassen. In dieser Mitteilung lag nicht das Ansinnen en Besprechung unterzogen werden. Vielleicht lvird bann Herr v. Hertling die Verwahrung gegen seinen Erlaß auch in aller Form erha in. In der Mittwoch-Sitzung der bayerischen Reichs- räte äußerte sich Frhr. v. Hertling nach einer Rede des Ärafen Toerring über den Jesuitencrlaß also: Dieser Erlaß, der zu meinem lebhaften Bedauern schon so viel Staub aufwirbelte, ist nickst nur nicht unter dem Druck der Mehr- lycit der Abgeordnetenkammer zustande gekommen, sondern ohne jede Fühlung mit irgendeinem Mitglied« der Abgeordnetenkammer. Wir fanden hier eine Erbschaft vor, mit welcher wir uns aus- cinandcrzusetzen hatten. Ich möchte mich nicht ioeiter darauf einlassen, cs handelt sich jetzt um die Rechtsfrage und die Auslcgungs- ftage: diese wird auf ordentlichem Wege zum Austrag kommen. In höckfftem Maße bedauerte ich, daß bei dieser Gelegenheit eine Störung des konfessionellen Friedens an die Wand gemalt wurde. Es besteht bei uns der heißeste und bödyfte uWnsch, daß der konfessionelle Friede gewahrt bleibe. Wir geben uns der lieber» zcugung hin, daß, wenn der Erlaß zur Ausführung kommt, von einer Störung des konfessionellen Friedens keine Rede sein wird. Wir werden jedem Versuch einer Störung des konfessionellen Friedens aufs energischste entgegentreten. Das klingt maßvoll, ober Herr v. Hertling wird wohl die jesuitischen Geister, die er rief, so leicht nicht los werden, und wir möchten wissen, wie er es anstellen würde, etwaigen Eigenmächtigkeiten von Jesuiten, denen der Erlaß Tür und Tor geöffnet hat, „aufs energischste entgegenzutreten". Der Botschaft fehlt der Glaube. Eine Anfrage im Reichstag. Die dem Reichstag zugegangene Anfrage Bassermann hat folgenden Wortlaut: 1. Erkennt der Herr Reichskanzler in dem Erlaß des bayerischen Staatsminister in ms des Innern an die königlichen Regierungen bctr. den Vollzug des Jesuitengesetzes die Verletzung des Reichsgesetzes vom 4. Juli 1872, Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 5. Juli 1872, an? 1. W e l ch c S ch r i t t e gedenkt der Reichskanzler gegenüber diesem Vorgehen der königlich bayerischen Staatsrcgierung zu tun, um das kaiserliche Recht zur lieberrtiatbung und Ausführung der Reichsgesetze zu wahren? Ter Gesawtvorstand de8 evangelischen B nde8 nahm auf feiner Ostertagung in Eisenach einstimmig folgende Kundgebung an: „Der Gesamtvorstand des Ev. Bundes zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen legt entschiedene Verwahrung ein gegen den ^Zesuitenerlaß des Ministeriums Hertling, der auf einem verfassungsmäßig unzulässigen .Wege das Rcichsgesetz über die Niederlassung der Jesuiten unwirksam macht. Er sieht darin einen neuen Beweis für die Rücksichtslosigkeit, mit der zurzeit versucht wird, ultramontane Forderungen durckyusetzen, selbst wenn sic den nationalen und konsessionellcn Frieden verhängnisvoll gefährden. Der Gesamtvorstand fordert deshalb die Vereine und Mitglieder des Evangelischen.Bundes auf, das deutsche Volk über die Tragweite der ultramontanen Vorstöße aufzuklären. Zugleich spricht er die Erwartung aus, daß Bundesrat und Reichstag weder eine Abbröckelung noch die Aufhebung des Jesuitengesetzes zulassen werden." vom italienisch-türkischen Kriegsfchauplatj. Die türkischen Zeitungen besprechen den Schritt der Mächte, deren freundschaftlichen Charakter sie anerkennen. Sie erklären übereinstimmend, daß der Friede nur auf der Grundlage der Zurückziehung des Annexionsdekretes möglich sei. „Tanin" schreibt: Die j u n g t ü r k i s ch e Partei ist aus den Wahlen als Siegerin hervorgegangen, weil sie für einen Widerstand bis zum äußersten eintritt und nie ein Kabinett unterstützen würde, das nachgeben wollte. Die Mächte sollt-n, anstatt Schritte zur Beend gung des Krieges zu tun lieber ein t Ausd hnuug des Krieges Vorbeugen. Wenn die Italiener merken, daß sic uns in keiner Weise zum Abschluß des Friedens zwingen können, werden sic, um zu vermeiden, das Land in ein unheilbares Unglück zu stürzen, den Frieden auf der Grundlage der Räumung von Tripolis verlangen. Damit es dahin komme, müssen die Italiener jede Hoffnung auf Unterstützung seitens Europa verlieren. Ein türkischer Angriff auf Terna. Die Agenzia Stesani meldet aus Der na: Die Türken, die in den letzten Tagen den italienischen Linien gegenüber Stellung nahmen, eröffneten g e st e r n mittag das Feuer mit drei oder vier Kanonen auf das Fort Lombardia, durch lebhaftes kleinkalibriges Gewehrfeuer unterstützt. Da die Besatzung des Forts V er stä r k un g e n erhielt, vermochte sie dem Angriff standzuhalten. Die türkische Artillerie, welche gut versteckt lvar, wurde von zehn italienischen Geschützen wirksam bekämpft und feuerte schwächer. Um V27 Uhr stellte "sie das Feuer ein und zog sich zurück; auch die türkische Infanterie trat unter dem Feuer der italienischen Geschütze den Rückzug an. Auf italienischer Seite wurde ein Mann getötet und einer leicht verwundet; die Verluste der Türken sollen bedeutend sein. Eine Meldung des türkischen Kommandanten von Tripolis. Konstantinopel, 17. April. Das Kriegsministerium veröffentlicht folgende Depesche des türkischen Kommandanten von Tripolis: Der Feind landete am 12. Ylpril unter Ausnutzung der vom Südwinde auf gewirbelten Sandmassen zwischen Sidi-Said und Grua östlich von Zuara. Einer Depesche vom 15. April zufolge ist ein großer Teil der an der Mündung von Sidi- Said gelandeten feindlichen Truppen an Bord der Kriegsschiffe zurückgetehrt. Augenblicklich hält der Feind nur ein Blockhaus in Buchamez mit einer Abteilung Infanterie und die Halbinsel Grua mit einer Abteilung Kavallerie besetzt. Sonst befinden sich keine feindlichen Streitkräfte auf dem Lande. Wir haben ausreichende Kräfte gegen diese Position abgesandt. Besuch beim Baiser in Korfu. Korfu, 17. April. Ter Kaiser, der griechische Marine- uniform trug, begab sich heute nachmittag mit den Prinzen und Priuzessinen nebst gefolgt im Automobil nach der Stadt ins königliche Palais, wo die Herrschaften von der Terasse aus zusammen mit der Kronprinzessin von Griechenland das Einlaufen des griechischen Kreuzers „Georg ios A w e r 0 f f" beobachteten, der den König und den K r 0 u - Prinzen von Griechenland an Bord hatte. Tie „Hohen zollcrn" und „Kolberg" hatten Flaggengala angelegt. Tie Mann schaften paradierten, die „Kolberg" salutierte und die Musik der „Hoheuzollcrn" spielte den griechischen Königsmarsch. Vereine und Schulen mit Fahnen bildeten Spalier von der Landungs stelle bis zum Palais. Tcr Kaiser und die genannten Herrschaften erschienen ebenfalls an der Landungsstelle. Der König und der Kronprinz von Griechenland gingen an Land, vom Kaiser aufs herzlichste begrüßt. Nachdem der König sodann die Huldigung der Behörden entgegengenontmeu hatte, schritten der Kaiser, der König und die anderen Fürstlichkeiten zu Fuß nach dem Palais, vom Publikum stürmisch gefeiert. Inzwischen war die königliche Jagd „Amphitrite" eingelaufen mit der Königin, Prinzessin Maria und dem Prinzen Andreas Nikolaus an Bord. Ter Kaiser und der König begaben sich wieder zur Landungsstelle. Ter Kaiser geleitete die Königin ins Palais. Tas Publikum brach andauernd in Hochrufe aus. Ter Kaiser begab sich später nach dem Achilleiou. Tas Wetter ist schön. Deutsches Neich. Der Aeltestenrat des Reichstages beriet die (&' schäftslage der kommenden Wochen. Es soll versucht werben, bis Pfingsten den Etat und die Wehr- und Deckungsvorlagen zu er ledigen. Der 4. und der 5. Mai sollen sitzungsfrei bleiben. Der verstärkte G e s ch ä f t s 0 r d u n u g s a u s s ch u ß des Reichstags stellte am Mittwoch seine Beschlüsse über die Inte r pellationsanträgc und kleinen Anfragen rcdoki • tionell fest und will versuchen, sie in der nächsten Woche im Plenum zur voraussichtlich ganz kurzen Beratung zu bringen. Der Ausschutz für d aS Rc i chs - u n b 3 t a a t -• o n g e hörigkeitsgcsetz verhandelte am Mittwoch über die 'Aufnahme Staatenloser, kam aber noch nicht zu einem Entschluß. Wie der „Schwäbische Merkur" mitteUt, hat diewürt- tembergische Regierung im Bundesrat gegen den Entwurf zur Aufhebung der Liebesgabe gestimmt, da den württembergischen Brennern keine genügende Sicherheit geboten sei. Der Ausschuß des Deutschen Handelstages beschloß, die Vollversammlung des Deutschen Handelstages zum 4. und 5. Juni nach Berlin einzuberusen. Ausland. Kaiser Franz Josef cmpsing am Mittwoch mittag Khuen H eder vary in einstündiger Audienz, in welcher der Ministerpräsident den Rücktritt der Regierung anmcldete. Tcr" Monarch nahm den Rücktritt an und verabschiedete Khucn Heber vary unter Würdigung der Gründe seines Rücktrittes, in gnädigster Weise. Eventuelle Neuberufungen werden in ein bis zwei Tagen erfolgen. Nach Meldungen aus lldschda hat die unter den Stämmen am linken Mulujaufer herrschende Gärung seit dem Gefecht von Maharidja rasch zu genommen und unter den Stämmen des mittleren Atlasgebirges und des Tales von Tazza bis nach Fez eine kriegerische Bewegung hervorgerufe». Ter französische Kundschafterdienst habe die Nachricht erhalten, baß in einer Versammlung von Stammeshäuptlingen die Bildung einer Truppe erörtert worden sei, ivelche die Franzosen am Mulujafluß angreifen solle. Die Generale Alix und Trum eiet haben sich nach Taurirt begeben, um entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen. x Telephon 48/ daß es ungeheure Mengen glül^nber Gase, besonders Wasserstoff, sind, die mit großer Geschwindigkeit in die Sonnenatmosphärc hinausschicßen. Auch Störungen magnetffcher und elektrischer Natur pflegen bei Sonnenfinsternissen sich auf der Erde einzustellen. In einigen Fällen konnte man magnet-elektrische Störungen bemerken, die denen ähnlich waren, die das Nordlicht hervorrust. Unsere erdmagnetischen Observatorien werden uns wohl bald von diesen Störungen berichten können. Auch die Meteorologie hat seither Sonnenftnstemissen große Beachtung geschenkt. Genaue Messungen ergaben eine Erniedrigung der Luft- und Erdtemperatur um saft einen Grad. Tas Sinken der Temperatur machte sich auch dann bemerkbar, wenn der Himmel mit Wolken bedeckt war, wo also die Wörme der Erde und der Lust nicht in den Weltraum ausstrahlen konnte. Wenn man bedenkt, welch große Wärmemengen in der Sekunde die Sonne zur Erde strahlt, dann wird es vielleicht erklärlich, daß eine minutenlange Unterbrechung oder doch starke Verminderung der Einstrahlung ein Sinken der Luft- und Erdtemperatur zur Folge haben muß. Auch gestern war die Erniedrigung der Tagestemperatur deutlich zu beobachten. Ebenso zeigt der Luftdruck ein ganz eigentümliches Verhalten. Sehr empfindliche Barometer — nicht die gewöhnlichen Laienbarometer — zeigen während der. Verfinsterung ein allmähliches, langsames Steigen des Luftdrucks, das mit dem Eintritt der größten Bedeckung der Sonne seinen Höhepunkt erreicht Doch betragen diese Barometerschwankungen kaum 0,2 mm Besonders interessant ist die Tatsache, daß oft einige Minuten nach dem Eintritt der Verfinsterung ein einmaliger heftiger Windstoß beobachtet wurde, was auch gestern der Fall gewesen zu sein scheint. Bedeutendere Wirkung auf unsere Wilterungsverhältnisse als die oben erwähnten haben Sonnenfinsternisse nicht, weshalb man ihnen neuerdings von meteorologischer Seite aus wenig Beachtung schenkt. Auch in diesem Jahre sind kaum irgend bedeutendere Maß- nahmen zur Erforschung der Sonnenfinsternis von meteorologischer Seite aus zu nennen, besondere Beobachtungen mit Drachen und Ballon waren in Deutschland nicht organisiert. Dafür hat Frankreich an diesem Tage eine ganze Luftflotte jufammengcftellt, die die mannigfachsten Untersuchungen anstellen soll. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse diese, mit außerordentlichen G.ld- mitteln veranstaltete „Expedition" haben wird. Sind doch seinerzeit auch die Untersuchungen beim Durchgang des Halleyschcn Kometen, die von gewisser Seite lebhaft gefördert werden, völlig ergebnislos verlaufew Für den Astronomen bedeuten allerdings mit Recht Sonnenfinfterniffe eine Erscheinung von hohem wissenschaftlichen Forschungswert. Für den Meteorologen liegen die Verhältnisse aber, wie erwähnt, wesentlich anders. Tie zurzeit bekannten Instrumente genügen nicht zur Untersuchung so subtiler mit Grauen und Furcht diesem Schauspiel zusah. Denn er fühlte instinkiiv, daß cs nur die Sonne sei, die das Leben und ihn selbst auf Erden erhalte. Daß diese Verfinsterung sich öfters wiedcrlzole, periodisch Wiederkehre und verschwinde, das konnte er nicht ahnen. Tic Erscheinung war zu selten und trat zu plötzlich ein, wenn sie sich zeigte. Erst im Laufe von Jahrtausenden, als der Mensch langsam eindrang in das Wesen der Erscheinungen um sich her, da lernte er auch die wahre Natur der Sonnenfinsternis erkennen. — Heute bedeuten Sonnenfinsternisse die höchsten Triumphe astronomischer Berechnungen, indem die Astronomie mit matlicmatischcr Sicherheit Eintritt und Dauer mit Hilfe der Gravitationsgesetze vorauszubcstimmen vermag. Was dem Auge des Beschauers bei einer Sonnenfinsternis sich aufdrängt, die eigenartigen Vorgänge an der Sonnenscheibe, das sind ihrer Entstehung nach allbekannte Erscheinungen: Wenn bei einer Konjunktion der Neumond in größerer Nähe der 'Sonne steht, so muß er sie teilweise oder völlig überdecken, er blendet» sie für unsere Augen ab. In diesem letzten Falle ist die Sonne ganz der Beobachtung entzogen; an ihrer Stelle »zeigt sich rings um die funkle Scheibe des verdunkelnden Mondes ein heller Kranz, die Sonnenkorona. Die Erscheinung der Sonnenfinsternis nennt man je nach der Größe der Verdunkelung eine partielle (teilweise) oder eine totale »völlige). Erreicht der Halbkegelschatten, den der Mond hinter sich wirft, die Erde, so erleidet diese eine partielle Finsternis, wie Deutschland am gestrigen Tage, trifft dagegen der Kegel des Kernschattens die Erde, so haben die von ihm getroffenen Gegenden totale Sonnenfinsternis. Für Südafrika und Südamerika war die gestrige Finsternis total. Da der Schatten, den der Mond wirft, einen Kegel darstellt, der mit seiner Spitze die Erde berührt, kann nie die ganze Erdhälfte, für die die Sonne über dem Horizont steht, zu gleicher Zeit totale Sonnenfinsternis erhalten. Der Erdstreifen, der in den Kernschatten fällt, beträgt etwa 220 Kilometer und nur für diesen ist die Finsternis eine völlige. Je weiter man sich von dieser Gegend entfernt, um so geringer wird das Stück, das der Mond von der Sonne verdeckt, bis er schließlich ganz von ihr roegtritt. Von jeher war die Sonnenffnstemis für die Astronomen und Physiker ein Gegenstand sorgfältigster Beobachtungen, hauptsächlich die Erscheinung der Korona, jenes hellen, kranzartigen Lichtringes, der bei vollständiger Verfinsterung die dunkle Scheibe umkränzt. Durch die Entdeckung besserer aftronomifeber Fernrohre und besonders der Svektralapparate, hat man die Korona in ihrem Wesen und ihre chemischen Bestandteile aufs genaueste zu erforschen vermocht. Auch die bekannten Protuberanzen, wölken- und flammcn- ähnliche, dunklere Gebilde, die aus der Korona ausstrahlen, sind in neuerer Zeit eifrigster erforscht worden. Man hat erkannt. JÄ W! S “ $ ,« X- «“ ' 96 603 142 * 110132 ’ - -äSS»**'* ;6si3 «*81M «e «*’ § 36116 6® $ ,9 707 10 , [4001 £®L jj 1!fl 83 T*« Ä iyjs6,i 95Vl8 93 •'S«**“. ,e Vie Sonnenfinsternis. Gießen, 18. April. Das schöne Wetter, das gestern herrschte, machte den Tag der Sonnenfinsternis in Gießen zu einem Ereignis. Mit Spannung sah man hinauf zu dem hold und mild herabsckftluenden Gestirn, zur Nachprüfung, ob die Rechnung der Astroitomen auch diesmal wieder stimmen werde. Natürlich ist solch ein Tag, wo der Beobachtung keine Hindernisse im Wege liegen, für die Jugend von besonderer Bedeutung, denn sie wird zum ersten Male auf die inter- rssante Himmelserscheinung und die Ueberlegungen, T>ie sich daran knüpfen, hingelenkt. 'Die Schulkinder bewaffneten sich mit geschwärzten Gläsern und schauten voll Erwartung und Glauben schon dm frühen Vormittag in den Weltraum. Wer genau aufpaßte, gewahrte den Beginn der Sonnenverdunkelung genau um 12 Uhr. Nach Verlauf einer Viertelstunde schien uns etwa ein Zwanzigstel des Himmelslichtes verduulelt. Daun verblaßten die Sonnenstrahlen immer mehr, und um 1 Uhr 20 Min. war für uns der „Höhepunkt" der Erscheinung erreicht: in vielen Häusern wurde Licht gemacht, und die Erwachsenen folgten ihren Kindern auf die Straße Eine Stunde später „tönte die Sonne wieder nach alter Weise in Brudersphären Wettgesang", wie es im Vorspiel zu „Faust" heißt. Es wurde ein selten schöner Nachmittag. Von der Macht des Frühlings getrieben, öffneten sich in wenigen Stunden Tausende von Blutenknospen. Die Mückenschwärme t auzten im Strahle der Sonne mutig noch am Abend, und die Lerche fd)metterte ihr Lied in den Lüften. Den kleinen Temperaturfall, den uns das Dazwischentreten des Mondes gebracht hat, wird die Sonne mit stärkeren Wunderkräften sehr bald wieder einholen. Von unserem fachmännischen Mitarbeiter gehen uns noch folgende Betrachtungen zu: Sonnen- und Mondfinsternisse waren sckwn zu allen Zeiten Pr die Bewohner der Erde Ereignisse von bedeutendem Interesse. Wenn in alten Zeiten der Mensch die Sonne sich verfinstern sah, s wurde bei heiterem Himmel die Sonnensinsternis beobachtet. Drei überfüllte Extrazüge gingen nach der Station Sacrob- janka der Äarschaubahn, wo die ringförmige Phase sichtbar war. Die Ringphasc dauerte 17 Sekunden. Zur Beobachtung der meteorologischen Erscheinungen war mittags em Ballon des kaiserlichen Aeroklubs, in dem sich drei Personen befanden, aufgestiegen. Beobachtung vom Zcppe in aa8. Frankfurt a. M., 17. April. Das Luftschiff „Prin zessin Viktoria Luise" hat heute früh um 8.40 Uh mit 21 Personen an Bord die Fahrt nach Düsseldorf angetreten. Tie Führung hat Tr. Eckener. Man erwartet, daß das Luftschiff zu seiner Fahrt enva 3»/s Stunden gebrauchen, also um y»l Uhr in Düsseldorf anlangen wird. Dort nnbet ledoch zunächst keine Landung statt, sondern die Fahrt wird zur Beobachtung der Sonnensinsternis fortgesetzt, oermuilich in der Richtung auf Elberfeld—Hagen. An Bord befinden sich auch die Astronomen Prof. Schivarzschild und Geheimrat Mueller vom Potsdamer CbferDaioriuni. Rach Beend.gung der x.k'obaajtungen kehrt das Luftschiff nach Düsseldorf zurück, um dort zu übernachten und morgen früh nach Frankfurt zurückzufahren. Düsseldorf, 17. April. Tas Luftsafisf ,,Vcktoria Luise" übenlog um 11 Uhr 45 Minuten die LuftjchiyHalle und fuhr in nördlicher Richtung weiter. Eine Stunde spater kehrte cs zurück, überflog um 12 Uhr 45 Minuten die Stadt, umkreiste einige Male den Flugplatz und landete 1 Uhr 7 Minuten bei herrlichem Wetter glatt vor der Halle. Der Untergang der Titanic. Die ameriiauijme P.e,,e oeLOncnuidjt seitenlange Berichte über angebltcye Mitteilungen von Augenzeugen mit allen Einzelheiten der Katastrophe und die europäische Sen- lalionßpreife will natürlich nicht hinter ihr zurückstehen. Demgegenüber ist femuiieLen, daß seither überhaupt noch keine längeren Berichte an Land g.geben werden konnten, da die drahtlosen Telegraphenstcttionen mit größter Anstrengung arbeiten müj.en, um wenigstens einen Teil der allerwichtigsten Nachrichten übermitteln zu tonnen. Die von ametitanischen Bureaus verbreiteten Nachrichten sind, wie auch aus den manchmal ganz unmöglichen Mitteilungen hervorgeht, zum größten Teil g.a.t erfunden und wir oeschranlen uns deshotb darauf. Die von einwand,reieu Teiegraphenbuceaus übermittelten Nachrichten zu ver- ojsentlichen. Tie in aller Kürze wohl erfchemendcn amtlichen Berichte werden enigüittgc Klarheit über die entsetzliche Katastrophe verbreiten. Ein Beamter dec Eunard-Linie erklärt, einem Telegramm, Der „otanli. Ztg." zufolge, das White Star Bureau in Neuyork inne», * be w der ft t •^znf *•* c wein, Regierungsbaumeister Wolfskehl, Stadtv. Stephan und Redakteur Knoblauch. Bon Damen Frau Geheimerat Tr. Tietz, ftrau Leibarzt Dr. Happel, Frau Ministerialrat Hölzinger, Frau Lilli WolfSkchl, Frau Regierungsbaumeister Wolfskehl und Frau Dr. Bender. — Die Stadt Darmstadt hat sich bereit erklärt, einen Jahresbeitrag von 500 Mk. zu leisten. Ferner ist dem Verein von der Familie Wolfskehl ein Geschenk von 600 Mk. überwiesen worden. — Heute vormittag sand eine Sitzung des Kreistages für den Kreis Darmstadt statt. Provinzialdirekwr Fey warf einen Rückblick auf die finanzielle und wirtschaftliche Lage deS Kreises, die durchaus günstig sei. Die Rechnung schließt mit einem verfügbaren Rest von 30361 Mk. Die allgemeinen KreiSurnlagen betrugen im letzten Rechnungsjahre 454 354 Mk., im neuen Boranschlagsjahre 1912 sollen sie 1000 Mk. weniger betragen. Dabei ist daS Berriebskapital und der Reservefonds um zusammen 6000 Mk. erhöht worden. Ferner konnte der Betrag für Kreisunterstutzungcn von 210 669 Mk. auf 222 000 Mark, alw um rund 12 000 Mk. erhöbt werden. Für 1911 wurde an Kreisumlagen ein Zuschlag von 13,42 «yo auf die Kommunalsteuerkapitalien erhoben. Für 1912 wird sich voraussichtlich ein geringerer Zuschlag berechnen, veranlaßt durch die Zunahme der Steuerkavitalien Die Kommunalsteuerkapiialien des Kreises betrugen 1910 3318578.6 Mk., 1911 3367 ,8j.4 Mk. Zur Hebung der wirtschaftlichen Lage deS Kremes wird befond^r- das Zustandekommen der hessischen Eisenbahn Aktiengesell- fchaft beitragen. Für die soziale vücsorge trat der Kreis recht lebhaft em. So hat er der Stadl Darmuadt und den Lana- gemeinben eine Reche von Berpstichtungen zur Unterhaltung ons- Einem c er8. Milt,, aas von Herrn Erscheinungen, und einer Aktion mit diesen Instrumenten, sofern sie unternommen wird, haftet viel Dilettantismus an. Es war daher völlig berechtigt, als die führenden Gelehrten in diesem Jahre eine kostspielige Beteiligung an Forschungsexpeditionen zur Luft ablehitten. Die Beobachtung in Bcrliu. Berlin, 17. April. Bei vrächttgem Wetter konnte man die Sonnenfinsternis in oen Straßen von Berlin während des ganzen Verlaufs ausgezeichnet beobachten, lieber all bildeten sich Gruppen von Menschen, die durcb farbige Gläser das interessante Phänomen verfolgten. Auch auf den Dächern zeigte sich überall eine große Anzahl von Beobachtern. I a>' *#*5*8 I (n Tel I ülitt^ Kha I ' '.C -m kvolle- ' ,l£ir geben die Lerivan -LS°ld"b° «ofttnberfl ,®etbet n>ar, f« ».et Goldenberg nfeuijori- s *v.itL Es war ar ffi L Mitteilung, GW 'L ' U 9? e u ti o r f, 17- gun" vcröiscsliaM gegangene repei^e. klären, baB die , fammenltteß, unb bat sind. 700 lleberleber ! itr „Larpathia" London, 17- ■ i Linie sein Beileid zu London, 17. ' york vom 16. April: • der Rettungsboolc d ron den Passagieren SüiDorf erklärlc, dal gesunken seien. London, 1'.. bet bekannte Schrift!' Reupork, 17. bat bei Kapitän der, In weltfern bestätigt i Ücferlebende der „T rr.b fünsle Lfsizicr i einzigen geleiteten £ Neuhork, 17. lebenden der „Titan Sabie sZsland und m A'inie sind die Einz erwarten. Die i wesentlichen die früh Rcuyork, 17. in Lashinglon sellschast mit dem Pi fer Regierung über verhandelt feit. Taf Rajjnahme auffordei drkehrs durch Dile, Neupork, 17. Pfeiler" und „Sale yim Minuten versm nnh bis heute mor< ™ keuyr W rruichen. eunoT?, 1 Merit abend unb flramme untcrb, „Larpathia" angek m orgelt j jati Dasfengton jatnen bekannt m ^der Lermullich men Namen noch I ^leibenden 440 f, Glider aus bei Kreis Schollen. = 93om V ogelsberg, 17. April. Nachdem daß Fleisch erst vor einigen Tagen aufgefchlagen ist, ist jetzt abermals eine Verteuerung emgetreten. DaS Rindfleisch kostet jetzt das Pfund 90 Pfg., daS Schweinefleisch 80 Pfg. Kreis Friedberg. ---- Friedberg, 17. April. Die Hauptversamm- ung deS Landesverbandes der hessischen Bürgermeister findet am Montag, 29. April, hier statt. Aiißer den geschäftlichen Angelegenheiten stehl ein Vortrag deS Land- tagsabg. Dr. Osann über die neue Landgemeindeordnung auf der Tagesordnung. Starkenburg und Rheinhessen. (bf) Darmstadt, 17. April. Heute vormittag fand im hiesigen Stadthause die Hauptversammlung des Vereins für Walderholungsheime statt. Auch die Protektorin Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg wohnte der Sitzung bei. Bürgermeister Dr. Mueller erstattete den Jahresbericht. Danach ist man mit den Erfolgen des abgelaufenen Geschäftsjahres durchaus zufrieden. Im Männerheim fanden 101 Personen, im Frauenheim 102 Personen Aufnahme, ferner wurden 52 Kinder verpflegt. Die Annahmen beliefen sich aus 10 458.65 Mk-, die Ausgaben auf 10 484.72 Mk. Der geringe Fehlbetrag kann aus den Beiträgen für 1912 gedeckt werden. Der Besuch wäre wohl noch stärker geivefen, wenn der vorige Sommer mit seiner großen Hitze nicht Milch- und Wassermangel gebracht hätte. Die Heime begannen ihre Tätigkeit im vorigen Jahre am 17. Mai unb schlossen am 15. September. Durch den Heimgang des langjährigen Vorsitzenden, Kommerzienrat Langenbach hat der Verein einen großen Verlust erlitten. Bürgermeister Mueller widmete dem Verstorbenen einen warmen Nachruf. — Bei dec Hessen-Nassau. n. Frankfurt a. M., 17. April. Der Zweigverein Frankfurt des Vogelsberger Höhenklubs hielt unter dem Vorsitz des Prof. Bender seine Hauptversammlung ab, die recht zahlreich besucht war. Aus dem Jahresvericyt entnehmen wir, daß der Verein im abgelau,enen Jahre von 465 auf 516 Mitglieder angewachsen i|t, trotzdem an die neugebildeten Zweigvereine Langen und Hanau Mitglieder überschrieben worden sind. Reges Leben herrschte 1911/12 auf allen Gebieten, wovon die Einzelberichte der Vorsitzenden des Lergnugungs- und Geselligteitsausjchusses, der Schneeschuhabteilung, des Bücherwarts und des Wandermeisters beredtes Zeugnis ablegten. Auch besitzt der Verein eine eigene Gesangsund Jnstrumentalabteilung. Die Rechnungsablage des Kassenwarts Fr. Schudt wies einen Ueberschuß von rund 50o Mk. auf, die im Wandergebiet des Vogelsbergs Verwendung finden sollen. Dort wurden bereits in verschiedenen Orten Volksbüchereien eingerichtet, in Dudenrod war für bedürftige Kinder eine Weihnachtsbescherung veranstaltet und außerdem einem unverschuldet in Not geratenen Landsmann eine ansehnliche Summe zur Unter- pützung überwiesen worden. Der seitherige Vorstand wurde wiedergewählt mit Ausnahme des 2. Kassenwarts W. Raabe, der nach Darmstadt verzogen ist; an feine Stelle tritt Hugo Müller. F. E. Wiesbaden, 17. April. Ein Mitglied der in den letzten Wochen vielgenannten Korb-, Schtrm- und Kesselflicker-Familie E b e n d e r, die nach Zigeunerart durch die Lande ziehen, die Ehefrau des Albert Klein, Thekla geb. Ebender von der Kröge bei Battenberg hatte heute eine Klage vor dem Bezirksausschuß angestrengt. Die Behöroe nämlich hatte der Klein einen Wander- aewerbeschein für 1912 auszustellen verweigert, weil sie wegen Bettel und Landstreicherei übel berüchtigt und bei einer Zigeunerschlacht Ende v. I. bei Elleringhausen . im Kreise Twiste im Fürstentum Waldeck im Verein mit Den Kesselflickern Gebrüder Dietrich gekämpft, wobei von Seiten der Kessel- und Schirmflicker auf die dortigen Bewohner sogar mit Revolvern gefeuert wurde. Dem Ehemann Klein, der unter Polizeiaufsicht steht, ist der Wandergewerbeschein bereits entzogen. Frau Klein bestritt entschieden, bei den Vorgängen im Wuldeckschen aktiv beteiligt gewesen zu fein. Der Gendarmerie-Wachtmeister in Arolsen hätte sie ungerechtermaßen in diese Sache hineingezogen, da er sie aus dem Zuge habe; sie sorge für iyre Familie in jeder Hinficht und gälte ihre Kinder zu regelmäßigem Schulbesuche an. Der Bezirksausschuß nahm den Beweis für nicht erbracht an, bau die Klägerin vom Bettel und oer Landstreicherei lebt, nach Zigeunerart von Ort zu Ort zieht, den Wandergewerbeschetn lediglich als Deckmantel benutzt und bei dem Kampf bei Elleringhausen tätig ge- wesen sei und erteilte ihr den Wandergewerbeschein für 1912. auSflug in Gießen studierender Philologen und Historiker zugute kommen. Ten Vorverkauf, vo.n 25. April ab, hat die Ehalliec'sche, Musikalienhandlung übernommen. Erne kurze Einführung in das luftige und feine Stück, aus berufener Feder, wird unser Blatt noch vor der Aufführung bringen. Am Vormittag deS gleichen TageS wird ein akademischer AktuS stattfinden; nach der Aufführung soll em KonunerS in Steins Garten Leiter, Mitglieder unb alle Freunde deS eemi- narS zu studentischer Feier vereinigen. Eme Geschichte deS Seminars erscheint in den Mittellungen deS oberhesilschcn GeschlchtSoerelnS. ** Die Wahlen zur Landwirtschaftskammer. Für den 11. Wahlbezirk (Büdingen —Alten- 'ladt) der Provinz Oberheffen wurde an Stelle des Krers- amtrnannes Frölich der Kreisrat Boeckmann zu Bübingen zum Wahltornmiffär ernannt *♦ Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besehende Lehrerirelle an der Gemeindefchule zu Wem- bach-Hahn. ** Bo ar Kolosseum wird uns geschrieben: Der zunehmende Besuch der Varietö-Borstellungen im Kolosseum baoeiit, daß das Programm allenthalben großen Anklang findet. Da das „Bo- hsme- Ensemble" nur aus erittlasiigen Künillermnen und Künstlern besteht, kann natürlich auch der Erfolg nicht ausblewen. Den denkbar größten Beifall findet allabendlich die tolle Operetten- Burleske „DecolletS und Eomp." Für die nachhen Tage wird eine neue Burleske Dorbcreüet. Herr Kuno Schl e g e l m l l ch, der bekannte Humorist, der allabendlich einen wahren Bomben- erfolg erntet, wird mit neuen Schlagern aufwarten, ebenso die übrigen Kunstkräfte, von denen besonders die schicke Wiener Soubrette, Frl. Witzi Kögl er, die Hauptattraktion i,t. — Die Steuerzettel über die 1912/13 zu entrichtenden Staatssteuern sind in diesen Tagen den Steuer- pflichtigen durch unsere Schutzmannschaft behändigt worden. - DaS VkaschinenhäuSchen nebst dem Schornstein im alten Schlachthof ist jetzt vorn Erdboden verschwunden. Es wäre zu wünschen, wenn die allere stallartige Schlachthofsanlage, soweit sie nicht mehr benützt wird, ebenfalls baldigst verjchivlnden würde, da diese Bauten die neuen Anlagen nach der Rodheuuer Straße hin verdecken. ** Die er ft en Schwalben find gestern jenseits der Lahn beobachtet worden. Landkreis Gießen. ---Daubringen, 18. April. Am 2. Juni dS. IS. beabsichtigt der hiesige Dtänner-Turnverein, der dem Turnecbunde .Lahn - Dünsbecg^ angehöct, das Fest der Fahnenweihe zu begehen. Die seidene gestickte Fahne, deren Lieferung der Bonner Fahnenfabrik übertragen wurde, ist zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgefallen. Kreis Alsfeld. xRuppertenrod,16. April. Das vierjährige Töchterchen eines hiesigen Einwohners wollte aus eimm oberhalb des Dorfes befindlichen W a f s e r b e ck e n, das tief und schlammig ist, einen Batt holen, der ihm beim Spielen hineingefallen war. Das Kind sank im Wasser unter und wäre unfehlbar ertrunken, wenn ihm nicht eine beherzte Frau nachgesprungen und es hervorgeholt hätte. A Aus dem Ohmtal, 17. April. In unseren Talorten finden gegenwärtig umsafjende Höhenschichten. Messungen statt. Zu diesem Zwecke waren schon im vorigen Jahre einzelne Höhevunkte gemcs.en worden und die gefundenen Höycnzahlen durch Marlierungsplatten an geeigneten Stellen fixiert. Von diesen Markierungspunk- ten aus geschieht die gegenwärtige Hohenm.ssung. Die Ergebnisse der Höhenmeisungcn werden u. cl zur Anfertigung der Generalstabskarten verwendet. Uebetftanb. 88-00 42-00 78-80 32-34 73.00-75.00 57.00—59.00 72.00—74.00 73.00-75.00 72.00—74.00 57.50—59.00 Geschäfts-Empfehlung 03333 Wodrr*et» Cwtn*tio- Modelle W B8ENNA80R F? 79 A. Kilbinger, Seltersweg Emil Karn. Schulstr. BK#' Central-Drogen meindrorrwaltung >g der Elekmziläl die herslellung des n. Gegen diesen Widerspruch und euer Regie herzu« Mk. 64-68 60—64 54-58 50-53 56.50—57.50 58.00—59.00 PrelS <ür 100 Pfd XlebeiiD- ödjla.ijt- gemicht Mk. 107-113 102-108 92—98 85-90 Einem geehrten Publikum von Giessen und Umg. mache die erg. Mitteilung, dass ich neben meinem Versandgeschätte das von seither innegehabte Zigarren Spezialgeschäft, verbunden mit Weinhandlung etc. übernommen habe. Ich führe dasselbe in der gleichen Weise weiter und werde stets bemüht sein, die mich beehrende Kundschaft durch reelle und gute Bedienung zufrieden zu stellen und bitte um güt. Unterstützung meines Unternehmens. und geringere Masllänuner . . . S d) ro e t n s. Vollsleifckige Schweine von 8C—100 k? Lebendgewicht........ VoUi.eiju ige Schweine unter 80 k? Lebendgeivicht. ........ PoUneisciuge Schweine von 100—120k? Lebendgeivicht ....... Vol.neucmge Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht........ ^reiches ®r. wverem zurück« ^Qn wurden am user und baä Straße bezogen, u tragen, sollen M'lellt iverden, 1 an der Aoritz« genommen. Bis er mit 63 Woh. it der Londes« ertrclern unserer die em schulden« erbaut und mit ldkosien belikhen HylfhäuserTechniHum Frankenhausen Ing.-w.Wertcm.-Abt.-Gr.Maich.-Lab. G.SCHULZ Magdeburg-Neustadt rxoi/zrr ref rei F-r-- Grand Prix ------- Weltausstellung Turin 1911 seitliche Tür ein. Tie Tür rtrirb selbsttätig beim Salten und Mahren geöffnet und geschlossen Während der Wagen m Bewegung ist, ist das Schloss gesickert, und |o lange die Tür ye« öffnet ist, kann der Wagen nickt fahren. Ter ganze Liegen bot eine Länge von ungefähr 12 in. An den Enden ist er abgeruirdet, so das! er etnrns torpedoartig aussieht. Er i)t für 50 c-iNnatc und 30 Stehplätze berechnet. Mit Ausnahme der Sitze besteht der ganze Wagen aus Stahl, wobei die Griffe an den Türen und dergleichen mit einer weihen Cmailscksidst überzogen find. Acht selbsttätige Ventilatoren sorgen für frische Lust, die, je nack der Anzahl der Fahrgäste, die der Wagen selbsttätig nut einer nxige- älmlicken Vorrichtung bestimmt, in gröberen oder kleineren Mengen eingelassen wird. Auster den gewöhnlichen Bremsvorrichtungen hat dieser neue Strasteiibahnwagen eine Art Lichcrljcitsbremse, die das Gefährt zum Stehen bringt, fpenn es gegen ein Hmder- nis anfährt. *EinVorzug. Sckusterlehrling (der auf einem Geschäftsgänge an den Meister telephonieren must): „Telephon ist ne schöne Sache, — da kann einen der Meister wenigstens nicht an den Ohren ziehen, wenn man 'ne unangenehme Nachricht hat! * Stimmt A.: „Jetzt habe ich ein paar tausend Mark Verlust, nur weil ich Ihren Rat befolgt habe." Bankier: „Ja, ja, guter Rat ist teuer." Märkte. Kälber, feinste Mastkälber........ • • Pillltere Plast- und beste Saugkälber .... Geringere Aiast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber......... S eb a * e. Ctallmaslfchase: Mastlämmer und jüngere Masthammel . '.Heitere Tloühaminel, gut genährte junge Schale H ochachtnngsvoll Hubert Heinz, Zigarren-Spezial-Versandgeschäft Kirchenplatz Nr. 10 Teleph. Nr. 327. Herrn Loaiis Und, hier, Kirchenplatz Nr, 10 Schellfische u. Cabliau sind i. lebenbtrifeber sst. Nordseckware eingetroffen bei i179 GeorgWallenfels Marktplatz 21 Teleion 46 gegenüber d. Engelaporhekc. Ausgabe der Vereins - Rabattmarken. topp - FMDHh mit Gummirädern v.H. 12.50 an Klappfahrstühlchen vollständig mit einem Druck zusammenlegbar v. Ä. 26.25 an le.Frankfurt a.M. Bi eb h o«- M a rkt b eri cht vom 18.April. Austrieb * 9 Rinder, darunter Ockfen 28, Büsten 8, Kühe und Färsen 68, Kälber i -3, 65 Schale, 1742 Schweine. Tendenz: Rinder geräumt, Kälber^ lebhaft im Anlang, flaute ab, fleiämut, Schafe ruhig, geräumt, Schweine sehr geruckt, bleit't [1709] „21b I er" Bekanntmachung. Betreffend: Das 4. Stipendium für arme Studierende. Aus der „Stiftung für arme Studierende" ist das 4. Stipendium mit einem Jahresbetrage von 165 Mk. vom 1. Mai 1912 an bedürftige und würdige katholische Schüler höherer Lehranstalten (auch Priestersemmar) zu Mainz oder an Studierende der Universität Gießen oder der technischen Hochschule in Darmstadt hessischer Staatsangehörigkeit neu zu vergeben. Bewerber wollen ihre Gesuche, welchen em selbstgeschriebener Lebenslauf, ortspolizeiliche Bescheinigung über Familien- und Vermögensverhältnisse, Originalsludien- zeuamsse und Erklärung, ob etwa noch andere, evtl, welche, Stipendien bezogen werden, beizufügen sind, bis spätestens 15. Mat bei der unterzeichneten Behörde einreichen. Tie Originalzeugnisse werden ohne weiteres Ersuchen nach erfolgter Vergebung alsbald zurückgesandt. Mainz, den 13. April 1912. Grostherzogliche Provinztaldirektion Rheinhessen. I. D.: von Krug. nz 17/4 Hüte, ßlousen, Schürzen, Flore, Schleier, Crepe, Krawatten, schwarze Seidenstoffe Auswahl und Muster bereitwilligst. A. Sa:omon & Cie. A18/4] Telephon 249. London, 18. April. Für die vom Lordmahor veranstaltete Sammlung für die Opfer der Titanic-Katastrophe zeichneten der König 10 000, die Königin 5000 und die Königin- Mutter 4000 Pfund. Die Titanic hatte 20 Rettungsboote, die 1200 Personen aufnehmen konnten, während sich 2200 Menschen an Bord befanden. Die Zahl der Rettungsboote war größer, als in den Vorschriften des Äandelsamtes verlangt wird, btc seit 1887 nicht ab geändert wurden. „Haben Sie offene Beine, Krampfadergeschwüre, Hautentzündungen, dann bringt Ihnen Zucker's.Saludcrma' rasch Erleichterung." Aerztl. warm empfahl. Dose 50 Vf, und 1 M. (stärkste Form» bet W.ttilbingcr,Seltersw.79a, '21. Roll, Bahnhofstr. 51 und Ernst Roll, Kaiser-Drogerie. (sll3/il sanden, so daß die Zahl von 440 dem gewöhnlichen Verhältnis entspräche. Ncuyork, 17. April. Die letzte .Hoffnung, daß die bereits veröffentlichte Liste der geretteten Passagiere erster und zweiter Kajüte unvollständig sei, ist nach der Meldung des Kreuzers „Chester", daß nur 326 Passagiere erster und zweiter Kujüle gc rettet seien, geschwunden. Tie Zahl der ucbcrlebenben, die sich an Bord der „Carpathia" befinden, wird jetzt mit 705 angegeben, einschließlich der Passagiere dritter Kajüte und etwa 100 Mann der Besatzung. Aenderuna be1 Se'weae?- Bremen, 17. April. Die Kontinentalen Schiffahrtsgesellschaften beschlossen auf Vorschlag des Norddeutschen Lloyds in Anbetracht der südlich von Neufundland befindlichen Eismassen die Kapitäne der nach Ncuyork und Baltimore fahrenden Schisse anzuweisen, dem sogenannten „Eistrack" zu folgen. _ Der Eistrack verlängert die Fahrt um nur 40 Seemeilen, führt jedoch weitere 60 Seemeilen südlich von dem bisher eingehaltenen Lrack, so dasi mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen ist, daß der Kurs zurzeit frei von Eis ist. Der eigentliche Eistrack führt vom Kanal nach einem Punkt 41 Grad nördlicher Breite und 47 Grad westlicher Länge für die westwärts bestimmten Schiffe, von da auf direktem Wege via Nantucket-Feuerschiff nach AmbroscEhannel Feuerschiff. Die ostwärts bestimmten Dampfer laufen von Ambrose-Chcmnel Feuerschiff auf direktem Wege nad) 40 Grad 10 Minuten nörblidier Breite und 47 Grad westlicher Länge und von da im Großkreis nach dem Kanal. Tie britischen Damps- schisfahrtsgesellschastcn unterbreiteten d n kontinentalen Gesellschaften den Vorschlag, um jede Kollisionsgefahr zu vermeiden, bis zum 25. April den westwärtsbestimmten Schilfen Voranschlägen, dem alten Track zu folgen bis zu jenem Punkt, in roeldjemi ber 42. Meridian den alten Track schneidet und von da den Kurs nach dem 41. Grad nördlicher Breite und 47 Grad westlicher Länge aufzunehmen. Diesem Vorschläge stimmten die kontinentalen Linien sofort zu, da durch ein internationales Vorgehen der Dampsschissahrtsgesellschaften die Sicherheit der Schiffe gewährleistet wird. Mannheim , 17. April. (Priv -Tel der Frks. Ztq.1 Tie Badische Assekurranz-Ges., A. - G , erhärt der „Neuen Bübischen Landesztg" auf Anfrage, daß ihre Beteiligung bei der Katastrophe uer „Titance' sich im allec- höchsten Falle auf 30 000 bis 40 000 Mk. belaufen könne. Die Beteiligung der Mannheimer und der Kontinentalen Versicherungs-Gesellschaft bewegt sich in normalen Verhältnissen und geht, soweit sich bis jetzt erkennen läßt, nicht über 20 000 Mk. hinaus. Die Oberrheinische 93er- sicherungs-Gesellschast ist an der Warenversicherung beteiligt. Der ihr etwa erwachsene Schaden werde sich auf einen sehr geringen Betrag beschränken. Genaue Angaben liegen bis jetzt bei keiner Gesellschaft vor. fljflan renkcilk) in feiner Mahlung empfiehlt ülcwerkichait Weißenburg, (Oarbcnteirb. Statt Panama - Sväbne und Gallseife verwenden kluge Hausfrauen schon jahrelang 1091 ÜÜ- taaiB-We zum waschen von bunten und weihen Stoffen. Nur ■siltaüenJ1^ “‘a'itüt.t iii ‘btUnnt'»ö ^OU|eID,8e " 1 bas ' 6lSung btt ' d.- Ob," 1,1,1 “*"» »ut6ln -ininen °uz Zu. ‘.Id) Ql|85lmeutfl ^gerineisler iur |n .wurdkn auch '"«W. - Um cr üteibant lm "baut und em 12üU 3)iat( vern,ischte». kf. Unfallsichere Straßenbahnwagen. Tie Neu- yorkcr Straßenbahnlinien sind im Begriffe, neue Wagen einzuführen, die als völlig unfallsicher beschrieben werden. Von allen b\& her üblichen Straßenbahnwagen unterscheiden sie sich ganz erheblich. Ter Wagenkasten liegt nach einer Beschreibung des „Standard" außerordentlich flach über dem Boden, so daß er den Anschein erweckt, nicht aus Rädern zu rollen, sondern auf den Sienen entlang zu gleiten; die Räder sind von außen nicht zu sehen, denn sie liegen in Kästen. Stufen zum Einsteigen hat der neue Straßent- bahnwagen nicht, sondern sein Boden liegt nicht wesentlich höher über dem Straßendamm, als eine gewöhnliche Treppenstufe hoch ist, wenig über 20 cm. Ter neue Straßenbahnwagen hat ferner nud) feine Plattform, sondern die Fahrgäste steigen durch eine Luftschiftahrt. I ohannis thal, 17. April. Deute morgen um 7 Uhr wollte der Moräne-Flieger Stieplo schock, nachdem er einen längeren Flug ausaeführt hatte, zur Landung schreiten. Durch die Sonne geblendet, stieß er mit dem Lustverkehrs-Doppeldecker III von Leutnant Zwickau gesteuert, der eine Dame als Passagier bei fick) hatte, in einer Döhe von 5—6 Metern zusammen. Beide Apparate wurden zertrümmert. Während Stieplosclpeck unverletzt blieb, erlitt die Dame mehrere Rippenbrüchc und der Leutnant eine Verletzung im Gesicht. habe acht Stunden, bevor die Nachricht der Oefsentlichkeit über- 1 geben wurde, gewußt, daß ein enormer Mensckenvcrlust zu beklagen « fei. Ter Vizepräsident Franklin von der White Star Lime be- ftritt dies entschieden, ebenso wie er erklärte, kein Vertreter der i Morganbank habe ihn um Zurückhaltung irgendwelcher Nack- ! rtd’tc.’ ersucht Trotzdem verdicksten sich die Gerüchte, daß eine , Großbank das Bekanntwerden aller Umstände bei der Katastrophe । verhindern wolle. . ’ Mir geben die Nachrichten in der Reihenfolge ihres Ein^ ' ganges wieder. T't Verwandte einer Gießener Familie gerettet. Einer Privatmeldung aus Ncuyork zufolge, ist Herr S. L. Goldenberg, ein Verwandter der Gießener Firma ; Goldenberg und Marcus, der ursprünglich als vermißt ' gemeldet war, samt Frau und Tochter gerettet worden. Herr Goldenberg ist ein Vetter des in Gießen wohnhaften Herrn Louis Marcus, und hat seinen Wohnsitz in Paris. Ncuyork, 17. April. Während authentische Nachrichten fehlten, haben der „Neuyork Herald" und andere Nerckorker Zeitungen sensationelle Beschreibungen von Sz neu gebracht, die sich bei dem Schiffbruch der „Titanic" abgespielt haben I o l l e n. Diese Berichte haben sich als reine Erfindungen heraus- geftellt. Es war angegeben worden, daß die Nachrichten durch drahilose Mitteilung von dem Tampser „Bruce" übermittelt nur* den seien. Dieses Schiss ist jetzt in St. Johns angekommen und sowohl der Kapitän wie der Funkentelegraphist erklären gemeinsam, daß sie keine Nachrichten, die aus die „Aitanic" Bezug hätten, erhalten haben. 2000 Menschen umvkommen. Neuyork, 17. April. „Evening World" und „Evening Cun" verösfen'licken folgende von der Marconistation in Campe r d o w n Meuschottland) beim hiesigen Marconibeamten ein» gegangene Tepcscke: „Wir stehen jetzt in Verbindung mit der , Carpathia" via Dampfer „Franconia" und können amtlich erklären, daß die „Titanic" mit einem ungeheuren Eisberg zw- sammenstieß, und daß über 2000 Personen umgekommen sind. 700 lleberlebcnbe, meistens Frauen, besinden sich an Bord her „Carpathia". London, 17. April. K ö n i g G e o r g hat der White Star- Linie sein Beileid zu dem Unglück telegraphisch ausgesprochen. London, 17. April. Die „Daily News" meldet aus Neu- york vom 16. April: Nack, hiesiger Schätzung betrug die Bemannung der Rettungsboote der „Titanic" 270 Mann. Danach werden von den Passagieren nur 598 gerettet sein. Der Postmeister in Ncvyork erklärte, daß mit der „Titanic" sieben Millionen Briefe gesunken seien. w t London, 17. April. Unter den Vermißten befindet sich der bekannte Schriftsteller Stead. Neuyork, 17. April. Nach einer Meldung aus Cap Race bat der Kapitän der „Olympia" ein drahtloses Telegramm gesandt, in weldpem bestätigt wird, daß sich nur an Bord der „Carpathia" lieberlebende der „Titanic" befinden. Der zweite, dritte, vierte und fünfte Offizier und der zweite Marconi-Telegraphift sind die einzigen geretteten Offiziere. Neuyork, 17. April. Die „Carpathia" mit den Überlebenden der „Titanic" ist heute in drahtloser Verbindung mit Gable Island und nach Mitteilung der Beamten der White Star- Linie sind die Einzelheiten ber Katastrophe bald z u erwarten. Die neuesten Angaben der Blätter bestätigen im wesentlichen die früheren Meldungen. Neuyork, 17. April. Der Korrespondent der „Herald" in Washington meldet, daß der Vertreter der Marconi^Gc- sellsckwft mit dem Präsidenten Taft und verschiedenen Mitgliedern der Regierung über die Bestimmungen für drahtlose Telegraphie verhandelt Hal. Taft wird den Kongreß zu einer gesetzgeberischen Maßnahme auffordern, die in Zukunft Störungen des drahtlosen Verkehrs durch 'Dilettanten und Privatpersonen verhindern soll. Neuyork, 17. April. Obwohl die schnellen Spähkreuzer „Chester" und „Salem" der „Carpathia" entgegeneilten und alle zehn Minuten versuchen, die drahtlose Verbindung herzustellen, sind bis heute morgen noch keine Nachrichten hierher gelangt. Der Kreuzer „Chester" hofft, die „Carpathia" in vier Stunden zu erreichn. Neuyork, 17. April. Ein elektrischer Strom hat gestern abend und heute früh die Uebermittlung drahtloser Telegramme unterbrochen, deshalb ist keine Nackrickt von der „Carpathia" angekommen. Mau nimmt an, daß der Kreuzer „Chester" morgen schon nahe genug ist, um amtliche Nachrichten nach Washington zu schicken. Von den Uebedebenben, deren Namen bekannt sind, sind 79 Männer, 233 Frauen und 16 Kinder. Vermutlich befinden sich unter den 540 Ueberlebenden, deren Namen noch nickt veröffentlicht sind, nickst mehr als 100 Seeleute, die zur Besatzung der Boote erforderlich waren. Die verbleibenden 440 sind wahrscheinlich zum größten Teil Frauen und Kinder aus dem Zwischendeck, wo sich 710 Passagiere be- . Der Zweig« •rger Höhen [.Seniler seine zahlreich bejud)t n mir, daß der ff 516 Mitglieder ten Ziveigvcreine >en worden sind, gebieten, wovon rgniMngL« und aabtextung, des leredtes Zeugnis eigene Gesangs- mungSablage des lerschuß von rund Vogelsbergs Arrests in versche- esichtet, in »üben* ihnachtsbescherung .erjchuloet rn Not Summe zur Unte> ge Lorslandwurde enwans W. Raabe, e Stelle tritt Hugo Ein Mylied der orb-, Schern- und Zigeunerart durch -rfrfcin Thekla nberg hatte Heu« chuß angeWt einen Wander nähert, wei ;el berüchtigt und ei Ellermghaulen ? im herein mu ea lI” -flßei von chen.aktw ytüljei1 nahvl ven ^ un£, .n v^Ort zu or rrt von^anttl ich tätig $ inshEp jiii ^rdeiE^-- ieit fahren anerkannt „vorzügliche Qualität Cito Schaaf, Seltersweg 39 Feinste Vogelsberger Sützrahm-Sutter ver V* Pfund: 80 u. 85 Pfg. frische Landdutter und frische Lanöeier empnehltzubilliastcnTages- preiien 501 Georg Wallenfels Marktplatz 21, Telephon 46 gegenüber d. Engelapotheke. । - Grand Prix । ■ । Weltaueetellung Turin 1811 Große Sllb Denkmünze der Deutsch.Landwlrtecharte- geeellscheft 1911 i. Preis G Idene Medaille Int. atrohpreseenkonkurreni Lonlgo 1909 D*/t — Grand Prix - - Weltaueetellung BrOeeel 1910 Kinderwagen Auswahl. Alleinverkauf der Brennabor-Kinderwagen. [2897 Fein lackierter Holztafelwagen mit Gummirädern und - Porzellan griff -- . . von Mk. 32e— an BRENNAB08 Ferner: englische Liege-Wagen mit Verdeck und Ledertuchausschlag von Mk. 15.— an n T einen US* fft Sr-'. «»'* I 4» und tt eckige 1513 Drahtgeflechte StatitljüiuiDroet Spanndraht etc. kaufen Sie billig und vorteilhaft bet Eilgar Borrmann, Giessen Eiscubandluna, Haus u. Küchengeräte. Telephon 165. Üleuftabt 11. Verzagen Sie nicht, versuch.Sie b.Kopsschm., Schiaslos., Aufreg. Dr. Berg' manne. Nerventee „BeWe" (Herb. Veron.i Pack 50 Pf. u. 1. Mk. Adler-Drogerie, Seltersw 3ll,LttoSchaaf.'^' Wäscherei iltocli Lchützenstraße 11 Lun empReblt sich in Herren- und Haushaltungswäsche. Saubere Arbeit, schonende Behandlung, billigste Preise. S ealnt=$totn und Überwinterte starke Wirfieg- und BeitzkrM- Pß-UMN, 8uf-6ildÄ«6S («ärmerei, n.d. alten Friedhof Prima Saat- und Svei'e Kartoffeln ^Industrie", per ^,tr. 4.50 Mk. Rar! Sier, Dammstr. 46, Tel. 561. 2744 Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicker Wetterdienst, Gießen. WelterauSsickten in Hessen stir Freitag, den 19. April 1912: Allmählich zunehmende Bewölkung, trocken, warm. Letzte Uadiricbtcn. Ein Aufstand in Fez. Neuyork, 18. April. Der „Herald" meldet unter Vorbehalt aus Tanger unter dem 17. April, daß in Fez ein Aufstand ausgebrochen sei. Die Truppen hätten g emeutert und ein Teil der Bevölkerung habe sich ihnen angeschlossen. , Hannover, 18. April. Im Hauptbahnhof stürzte anscheinend infolge des Bruches eines Trägers ein Malergerüst herunter. Von den 10 auf dem Gerüst befindlichen Personen wurden zwei getötet und fünf teils sehr schwer verletzt. Paris, 18. April. Ein Telegramm von Tanger bestätigt, daß in Fez ein Aufstand ausgebrochen ist. Die funkentelegrapbische Verbindung mit Fez ist unterbunden. Am Dienstag abend erhielt der Vertreter des „Malin" in Tanacr ein Telegramm, in dem bloß stand, daß der französische Gesandte Reg- nault seine Abreise wegen schlechten Welters aufgeschoben habe.__________ Foulard - Seide v 95«. — Schon verzollt! — Verlangen Sie Master! — Dn/| G. Henneberg, Zürich. A*8/« Wir empfehlens Pf g. Elektra-Nähnadeln125 6 Brief Taillenstäbe Stecknadeln säko=beöo g“™' 18 Haken u. Augen W‘S 10 °5 Steifleinen Futtergaze 25 20 pfg. pig- Pfff. Pfff. Pfg. Pfff. Pfff- Pfg. Pfg- Pfg- Pfg. Pfg. Pfff. Pfff. Pfg. Pfff. 100 cm breit 116 cm, Meter Pfg. Pfg- Pfff. Pfg. Pfg- Pfg. Pfff. Pfff. Pfff- Pfg- Stecknadeln 100 Stück Blitz-Nähnadeln (25 st.» Man soll deshalb nur in einem leistungsfähigen Geschäft kaufen. Wir stellen stets äusserst niedrige Preise. ÄMm Göggimrer N ähgarn50^’ 16 Pfg. erstklassige Qualität Brooks-Garn ZÄ 28 Heftgarn 20 Gramm, Rolle Nähseide Gtitermann Ideal 50 m Rolle Druckknöpfe “duLIT 20 15 Brief 10 Blombenbandbeste QaalitMeter Aliedergurt6 cm Sr 30 and Schneiderinnen gewähren wir Engros-Preise! A. Holterhoff Söhne SeltersweB 20 Einfass-Borden Meter 10 „nd 5 Pf.. Dutzend "*** Das Beste braucht nicht viel zu kosten Auch Gold kann man zu teuer bezahlen. Es kommt ganz darauf an, wo man einkauft und ob der Lieferant viel verdienen will. Taillenband Meter 12,10,8 Kragenstäbchen »^m,4 30,8 Schweissblätter 20 nur solide Qualität. Besenlnze Xt» 12,10 Fischbein EltriDha1‘end 35.25,18 Taillenverschlüsse 20„ 12 Nahtband Stück, 10 Meter 25 Jaconnet Farben Meter 45 Taillenköper Meter 50 und 35 Deutscher Twill Meter 70, 60 Englisch Twill Qualität 110,80 Futter-Lüfter Meter 75,65 Satin 100,85, 70 Biograph! Plockttraste IS 03328 Plorkstrake 12 ZWi Nur noch 2 Tage eine Sensation ohnegleichen! Die Bande der langen Band DaS packendste und interessanteste Detektiodrama, was je erschienen. Ein Schlager ersten Ranges. Der Film ist 880 Meter lang und umfaßt 3 tlttc Ausserdem ein Schlager-Programm! Zur Reinlichkeit gehört auch die innere DcNinfektion ! Die DarmfiiulnlN mit ihren wchädl. Folgen — Gemüt sverstimmungen, Ausschläge schlechter Teint. Schädigung des Blutes und Nervensystems (Arterienverkalkung etc.) — beseitigt häutiger Genuss von Dl Klebs Yoghurt-Tabletten (garant. lebende Reinkultur von bacill. Bulgard. welche die giftigen Darmbakterien beseitigen und Dünnstörungrn regeln. I > gr. Tabletten Mk. 2.50. Zu haben in den meisten Apotheken und Drogerien. Wo nicht erhältlich, auch portofrei direkt \ om BakterioL Laborat. x. Dr. E Kleb*., tlünchen, Goethestrasse 25. ss’ Prospekte und Proben gratis. Bill. Apfelsinen Heute 1 Waggon eintreffend 2.25 n Murcia-Apfelsinen 100 Stück Mk. 2.75 10 35 3.25 100 10 Stück 80 'Bffl. 100 Stück Mk. 7.50 100 8.50 10 Stück 40 Pffl. 100 Stück Mk. 3.75 10 50 1 ,7, tück Mk. 6.50 frischei’ Kopfsalat Billige Tagespreise. 08324 10 10 10 4.50 5.A grosse: 100 Stück Mk. 7.25 100 , grosse 100 Sl Extra 10 Stück 70 Pfg. Süsse und saftige 10 Stück 25 Pfg. 7.L 8.- 40 50 60 100 Stück 100 „ 100 „ 100 „ Extra grosse: 10 Stück Mk. 1.10 100 Stück Mk. 10.— Echte JleNsina-Zitronen Waren — dünnschalig: ---------Mk. " " dünnschalige süsse: 10 Stück 30 Pfg. ---------- Für Wiederverkäufe!* enorm billige Preise Mitte, 200 Stück, Blut Mk. 12.-. Stifte, 300 Stück, Blut Mk. 12.50. Miste, 420 Stück, Mk. 18. , 19.-, 20.—. Miste, 714 Stück (Imiflei, Mk. 25.— und 26.—. Kiste, 1064 Stück (ertrui, Mk. 28.- und 29.-. Kiste 300 Zitronen, Mf. 10.—, 11.—, 12.—. W Täglich neu cintrcffcnd: ”WX Extra grosse: 10 Stück 80 Pffl. 100 Stück Mk. 10 „ 90 „ 100 „ Spanischer Garten Vabnboistr. 48 R. Vabnbofstr. 48 Filiale: Vismarckstranc 11, (?rfe ^ndwigstrairc. Yerkaui am Samstag zum Markt a. d. Brandplatz nr- zu denselben Preisen! Blut-Apfelsinen 10 Stück 60 Pfg. 100 Stück Mk. 5.50 Grosse: 10 Stück 90 Pfg. 100 Stück Mk. 8.50 Eclite Paterno Doppi-l-Blut grobe Köpfe 10 Pfg. Extra Vuttcriaßht Koos 12 Pig. Täglich Irische Bananen und andere Früchte 10 Stück 80 Pfg. 10 „ 90 „ und empfehlen in reichhaltiger Auswahl Mr. Imheuser Marktplatz 9 —10 Der Vorstand. v-V« prische fische 3 Psnnd 40 Pfg Pral-Lchcllfischc Gebrüder Verdur H BaHnHofftr Ferd. Nennstiel Linkrusta Musterkarten auf Wunsch sofort zu Diensten Festsetzung des sportlichen Programms für 1912. G. R. V. 1885 TouncrStag.dcn IS.Auril, abends 9 Ubr pünktlich ^7IIL$ti.Är,|.9UDr Mus. M. 3m Vord. Restaurant Konzert der Wiener Tamenkav. ^Steiner". Preise der Plätze: Loge 2.50M.,Sperrntzl.50M., 1. Platz 1— M., II-Platz 0.60 Mk., Galerie 0.30M. Kolosseum Dir. : Karl Ohm. Tel. 645 Ab Dienstag, den 16. Avril 1912: WtMld.LiiWiel- knskniblcs,Sonnte' Vollständ. neu für Gießen krstkliss. ftunüfriiitt Alle 5 Tage 1 neue, stürmische Heiterkeit erzielende Operetten-Burlßske! Berber dasgroüartige Variete Programm: Man Niabelle, Erzentrik Soubrette Mar Tilzner, l.Ebarakter-Komiker Mitzi Kügler, 03326 beliebteste Wiener Soubrette Sascha Schneider, jngendl. Heldentenor Muiio Schlegelmilch, Humorist und Balladensänger Tenlbardt Duo, modernes Duett Ludwig Werner, Humorist Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: kolossaler Lacherfolg öetollele Stomp. Operetten-Burleske in 1 Akt von M. Knops. Anfang tägl. 8'/« Ubr abends. W Jiorbicr^mMiäii 25 Psg im Ausschnitt 30 Psg. Blockstrasse 7 0006 Fernsprecher 236 und die Kinder jubeln, wenn siedie einziggute Liebigs l Rote Grütze erhalten. Es gibt nichts feineres in der Welt u. jedes gute Geschäft führt nurdieseVorzugs- marke. Zu haben bei Herrn Emil Fischbach Tapeten:: Linoleum aus heutiger Zufuhr. Portioiis-Lißcllßsltzt, 1-Äg 26 Psg 27. au/4 Telephon 231 ; Hauptsache < nicht ob man einige 8. Joseph und Frau. einige > Psenmge billiger kauft , ' , und iit nicht zufrieden. > Giessen, West-Anlage 29. Ich empfehle in 58 Schwalm, Zahnarzt 100 West-Anlage 51 Telephon 238 85 Mirabellen unter Geilfus, Holzhandlung. 2850 Mirschen m. Stein SO 125 Melange 1. Männer-Turnverein Giessen Saat-Kartoffeln L; 70 95 Kaiserkrone CimbalH früheste frühe Rosa Panlnens Juli Gemischt.GemüselOO Schnittspargel von 110—180 Stangensvargel von 160—250 Wachsbobnen Junge Erbsen mittelsein dto. sein Erbien u. Carott. dto. I. Die glückliche Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an der Satzungen und Satz 4 der Ordnung für die Vorstands- und TurnratSwahlcn und bitten um zahlreiches Erscheinen. . v18/4| Ter Vorstand dcS M.-T.'B. Unsere diesjährige ordentliche Fröhjahrs-Müglißder-VersammluDg findet Samstag, den 20. Avril d. HS., abends 9 Ubr, pünktlich im Darmstädter Haus statt. Tages Qrdunng: 1. Berichte. 2. 3i'echnungSablage. 3. Vorstands- und TurnrakSionhi. 4. Gau-xZubiläumsfest. 5. Verschied. Wir verweisen aus Satz 33, Abs. 3, Qualität ist Jlagnnm bonnm IndnRirie l'p to dato Prof. Woltmann llaswia Vater Rhein u. and. Sort. zu bill. Preisen in nur prima Qualität Prima Speise- n. Saint- Kartoffeln :: H. Trechsler Steinstr. 48 (°”) Tel. 581 Eberh. Metzger Nach!. Heinrich Drieach S SclterSwcg 70. 2325 ( bester Ware . Dose ä 2 Pfd., Schnittbohnen 45 Pf. Blusenröcke