sendet Nr. 195 Zweites Blatt 162. Jahrgang Erscheint täglich mÜ Ausnahme des ConntagS. en iic fr.'und> i Eisenach. ft. W — scmauLut 120, paar r7roM-.ve kW e sei Glänzend empfohlen. ’t X) sowie für die tr»- e zahlreichen Kinn- c i feinblid-er sei als ic. Man muß also damit rechnen, daß diese Stimmung di? lettischen Augusttage weil überdauern wird 3br Ausdruck ist freilich in den Zeiten der sHeinbaren Ruhe immer wieder prophezeit worden Dienstag, 20. August 19(2 Rotationsdruck und Verlag der Brübflchm Universität» - Buch- und Steindruckercc. R. Lange, Dietzen. Deutsche Kolonien. Tic Schuytruppe von Südwestafrika ist gemäß den im Reichstage gegebenen Versprechungen be- Aur Stadt und Land. Gießen, 20. August 1912. •• StaatSbahn-Personalnachrichten. Der Charakter als „Rechnungsrat" wurde verliehen dem Eisenbahn-Betriebs-Ingenieur Scheu in Gießen. Ernannt Tie „Oietzener FaanHenblätler" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtisblett fir den Kreis Gießen" zwennal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Leit, fragen" erscheinen monatlich zweimal. agen iftsknndijen und in im er he IV & :b- ic Stimmung in Pari» erlundctc, schreibt un er halten. iganl und mkarossierl Ifach prämiiert n. 1. r. ce v- S- te n- et li Felsen-Fahm: sind die be-’’ MW 10 Jahre j^flMk.85fra: Äs deutschen Wie dem auch sei. die Feindschaft gewn Deutschland tinfre! ae-ien toärug einen Ausdruck, der seit vielleicht ; wanzigIah - ren nicht so deitig gewesen ist. Tie Zeuen der frteblidvn Zurückhaliung. die von etwa Mitte der HIN irr Zähre an Kiibt wurde, sind iiun wieder dahin Ein Beobachter, der dieser Lage deutend reduziert tvorden, olroohl diese Maßnahme in der Kolonie mit großer Beunruhigung ausge,r.'mmen wurde. Tic Ädutztruppe zählt icyt '*1 - ssi.ziere, 2** Rrrzte, 9 Tierärzte, Beamte, ÄW Unteroffiziere und 1414 Mannschaften, ,,.>gesamt 19 o। .»köpfe. Die Reduzierung bat eine andere Gliederung und Ga r n i f o n s ve r t ei« lung notwendig gemacht Die Garnisonen sind nioglichst an die Eisenbahn gelegt worden, bannt im Halle eines Aus- standes die Mobilmachung und der Transport der Truppen natti den bedrohten Punlten schneller vor sich gehen kann. Die Truppe gliedert sich in 9 Kompagnien nut 3 Masckiu.u- gen el rzugen rund 114'> Mann , 3 Batterien (12 Geschähe) mu 3io Mann, 182 Mann Delegraphentruppen, 162 Mann Depotperfonal, 35 Mann rreruxUtungopersonal. -9 Mann beim ."lommando, 26 Mann bei den Bezii lolominondoo. 32 Manu auf detachierten LtabSoffizierposten. Die Be- borden. Depot-fr. Lazarette find auf Windhut und Äeelmanfr« hvop verteilt, das Bezirlsiominando ist in Windhuk, cs unterhält im Lande 9 Meldeämter, daS dritte Lazarett ist in Warmbad. Zeder Mann der Schutztruppe lostet bei dieser neuen Verteilung der Kräfte etwa äUOO Mk. pro Jahr und im Durchschnitt. Cb die niedrige Zahl von noch nicht 2000 Soldatei» genügen wird, um die Kolonie hinreichend bei Aufständen zu schilpen, sei dahingestellt. Mit einer Aufstandsgesahr muß immer gerechnet werden, da die .verero» und Rotten- totten, die früheren freien Viehzüchter und Zager, mit der gegenwärtigen Lage nicht zufrieden sind und Aufstands« versuche schon unterdrückt werden mußten. Aus der weißen Bevölterung lassen sich dis jetzt nur llcine Reserven auS den einmaligen Angehörigen der Lckutztmppe heraus- ziehen, nach genauen Ermittelungen kann man höchstens 1.50 Reservisten brauchen. Ein Aufstand wäre also mit _>tOO Mann zu bekämpfen, wovon 1000 Mann für den Station*« und Etappendienst gebraucht werden, das Feldheer beträgt also nur 1400 Mann. erkan"t za de. wie Ejnar MiNelsen My!iU5-Erichsen5 Papiere sand. In der Fortsetzung seiner in dem Kopenhagener Matte „Poli- tJen" erschein enden Reiseausieichnungen gibt Einar Mikkelsen auf (rtrunb seiner Tagebuchaufzeichnungen im Tanmarks Fiord eine faselnde Schilderung eines der foanptmomente seiner Reife: der Auffindung der Paniere Mnlius ErichsenS, dessen cPuren su suchen er ausgesandt war. Damals hatten Mikkelsen und Zverien 1 e sogenannte Seelands-Ebene erreicht, die sich Mnlius-Enchien c.-j ein so ergiebiges Jagdrevier erwiesen batte, und auch ihre Hoffnung war starr darauf gerichtet, hier MoschuSocknen zu nnben, denn sie hatten auf dem Inlandeise so viel Hundeprovlant verbraucht, und daS mar der schwache Punkt in,bet augenblicklichen Verfassung ihrer Erpedition. '.‘Iber keine Spur von MoichuS- *hicn ist auf ber imciiblichen Fläche weichen Schnees ;u erblicken, mb ein TageSauSflug. währenb bcß’en sie das -.ager aan; ber ^eberwachung ber Sfrunbc überlassen, hatte auch em völlig negatives Erlebnis. Sie musiten sich also entschließen, „Rottebaien' V ovseril — eS war ein ganz erschöpfter .Hunt», ber telblt nur TX)d) aui dem Schlitten hatte nutgeiührt werden^ können, und der nun seinen gierig heulenden Kameraden zum Cpier fiel. Dann setzte sich der kleine Zug wieder in Bewegung, indem vr iich immer dickt an der Küste hielt. Eitrig wahre Mikkel,en nach Zagbgel egen heil aliS: plötzlich aber hielt er bie^unbe an. '-Uid beschattete seine 2lugen gegen die starke sonne. La. wo das rjclb stark zum Strande herabfälll. da iit etwas 11 n g e w o b n - Üiches zu sehen, daS sich im Glase deutlich gegen den blauen Lümmel abzeichnet. Ein Moschusochse? Das Ding ÜcbMu ruhig, am ein Tier zu sein. Ein zufälliger Stein? Cber ein Steinmal, »on Menschenhand, von den Verunglückten errichtet? Run, der Weg führt auf daS unbekannte Ding zu, und nach einiger Jcit m sein Rätsel gelöst: es ist mirflicb ein keinmal. ^te liehen ceben ihm. sie sehen kleine Stücke von Treibholz, darum verureut, nnd an feinem Fuße liegt ein großer. 6—7 tfuß langer ^tamm. ^-as Steinmai bezeichnet daher vielleicht nur den L rt, roo lie, während Scknee den Strand bedeckte. Brenn,ton an geh au rt haben. Knb bann würde es feinen weiteren Znhalt bieten. a.och dem m, Äic ihm wolle — cs ift die erste Spur, die Mikkel,en von Mhuu-fr 1 mdrien und seinen Kameraden gefunden hat, und ivenn ,ie au - >'cht Hoffnung Haben, viel zu entdecken, |o mutz,.das Mal doch ' leoßnet werden. Sie Haben kaum ein paar -Steine entfernt, • us sie aui einem flachen Steine eine Schrotpatrone liegen ,eyen. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für CberHeffen ssg vIaad'-el'Vi,,,. «LLZ. ' IW-'1' ; wiÄfn,e|,c«s.' 5 Ubr?, Slellc'N-^.- wsto ■ miivcr^fr Teilte« 01.uac'i“';: Kkrelion^^i^ • iden Hinterbliebenen: tushaar. 06606 «iii ■ 0, die Deutschen sich int überseeischen Handel darauf berufen könnten. Zm einzelnen richten sich die Angriffe werten ber freu neben Einfuhr hauptsächlich gegen die amtlichen Stellen, die natürlich dichter zu beeinflussen sind als die Privatleute. Es drängt sich dann aber auch die Ansicht auf, daß es die in den Hintergrund gedruckten französischen Geschäftsleute sind, die Mlagen veranlassen Farbe, und freudeAahlend sprach Iversen von der Heimkehr zur Alabama und nach Kopenhagen, ohne an die Kleinigkeit ber noch 600—700 Meilen langen Reise zu denken, die dazwischen lag. Mikkelsen seinersests dächte daran, daß er einen Teil seines Reifevlanes aufgeben müsse, weil er nun aus M hl ins-ErichsenS Beruht wußte, daß der Pearh-Kanal nicht durchging, aber auch er backte froh an die Heimreise und an die schöne Entdeckung, die er mitbrachte. kt Tas neue chinesische Alphabet. Ehinck schwelgt seit ber Revolution in Reformen. Ueberall, an allen Ecken und Enden, wirb reformiert, unb ba kann es denn nicht muübernehmen, baß auch jener alle Zopf abgeschninen werden soll, ber für uns Europäer längst unfaßbar war: das chinesische Alphabet mit seinen achttausend Cchnitzeicken! Wem graute es nicht davor! Die Reformer wollen nun phonetische Lchristzeichen einführen. Leider aber bietet ihnen feine Sprache ein Alphabet, das als passend angesehen werben könnte: die chinesische Sprache hat eben Laute, wie sie keine andere kennt. So war man denn vor die Notwendigkeit geüellt, cm Konglomerat aus den verschiedensten Alptza- beten zu schaffen und neue Schriftzeichen zu erfinden. Tie Lö’ung dieser Aufgabe ist einem .Komitee geglückt, dessen hervor- lag.-noue Mitglieder der Sekretär Der cknnesischen Gesandtschaft in Rom und der Professor der chinesischen und lapanischen Sprach?, S o l o ii g he 11 o , an der orientalischen Akademie zu Neapel sind. 42 Sck ri'tzeichcn zählt das von ihnen aufgestellte Alphabet: 23 sind Pokale und 19 Konsonanten. Vier ber Vokale find bem Griechischen, vier dem istufsischen unb fünf dem Lateinischen ent- lihnr, wahrend nur ein einziger dem alten chinesischen Alphabet entnommen worden ist. Bon den Konsonanten sind vierzehn aus dem Lateinischen, drei aus dem Russischen unb zwei aus dem Griechischen übernommen worden. Mit Hilfe dieses Alpha- bets lassen >'ick alle Worte ber chinesischen Umgangssprache wieder- g..bcn. Zn ganz China ist die Nachricht von dem Zustandekommen des neui n Alphabets begeistert aufgenommen worden, und besonders cie 'üblichen Provinzen beginnen jetzt schon ernstlich, es einzuführen. — Kurze Nachrichten aus Künst und Wissenschaft. Ter Münchener G e n e r a 11 n tc n b a-n t Freiherr v. Speibel ist schwer erkrankt und wirb an Gallenstein operiert werben. Redaktion. Expedinon unb Drucker«,: Schul- ftraße 7. Expedition unb Verlag: 51. Rebaktion:«-^S11L. TeU-Stdr^ Anzeiger»,etze,u Höchst gespannt versuchen sie den Pfropfen mit einem spitzen Messer zu lockern, aber er sitzt so feit, daß Iversen erst ein Konservenmesser holen muß. Damit gelingt es ihnen nun, vorsichtig bie Patrone zu öffnen — unb wirklich, sie enthält ein test zusammengerolltes 2tüd Papier, das nun sorgfältig aus bet Hülse gezogen und geglättet wirb. Die Schrift i’t ganz beutlith, sic ist von Mylius Ericksen Er erzählt von bem vieltägigen Hunger auf bem Fjorbrise, von ihrem Versuche, Land zu erreichen, von ber darauf folgenden reidilutien Jagd auf ber Seelandsebene. Weiter macht das Blatt Mitteilung 'darüber, baß offenes Wasser von Külte zu Küste ihm unb seinen Kameraden aus ber beschwerlichen Reise bis zum Innersten des Danmarks-Fjorb Halt gebot, unb^jum Schlüsse bie hoffnungsvollen Worte: „Vir erwarten, bas schuf in 6 Wocken bei Kap Bismarck zu erreichen." „Tie Armen?", bricht Iversen aus, „so froh, so hoffnungsvoll waren sie hier, unb bann — was müssen sie ausgestanben haben, bis bas Ende kam!" Für bie beiden galt es nun, nach ferneren Spuren zu suchen. Weiter zogen iie nordwärts, untersuchten Map Kronborg ohne Erfolg, erreichten bann aber ben Sommerolau ber Eipebuwii, ber schon von weitem durch ein hohes Steinmai kennt Heb war Das Land, bas sie hier fanben, war io öbe und fo kuckt mit Scknee bedeckt, baß iic sich kaum vorstellen lonntcn. wie Mylius Ericksen und die Seinen hier Mosckusock'en ausgeivürt haben mochten, aber freilich waren sie auch bis zu fünf Meilen von ihren Zelten weit gewandert, aller schneehinbemiiie ungeachtet, um ber Tiere habhaft zu werben. Tauenben, Deine Stüde Befehlag von Ihcobolüen unb einzelne Zeugfeyen fünbeten von ber Vlnnvfenheit der Mvlrus Ericksen Erpebttion: an einer hohen, vollkommen schneefreien Stelle lag ber Herd, unb am ber Spitze einer Deinen Erhöhung war bas nack'tc Mal erruhtet. isversicherungSorbnung bie Vergabe von Mitteln zur Krankheitsverhütung gestatte unb zu dem Schluff, daß die Verhütung von Krankheiten jept die wichtigste Aufgabe ber Träger ber Versickerungen werben muß, die au, diese Weise bie gegebenen Mittelpunkte der Volksgesundheit werben. Tie Kassen brauchen setzt nickt mehr zu warten, bis bie xl cm dienen erkranken unb mit ihren Aniprückicn an die Kasse herantreten, sondern sie können ihre reichlidie» Mittel in ben Dienst bet Hygiene unb vorbcugenben Prophylaxe stellen. näd fte 11 < ma l ctraf bas B e r HLl tniS d e r >i r a n kenkassen zu de n Vieri ton Ter Geschäftsführer Brachel Köln i bedauerte, baß bie idiivebcnbe Frage durch die neuen Besdilüsse der Aerzteorganisationen eine bedeutende Versckiärfuiig erfahren habe. Alle Verträge ber Acrzte mit ben Krankenkassen u liier lägen setzt der Genehmigung durch eine Zentralstelle des Leipziger Verbandes. Dadurch gerate der Arzt in ane ganz unwürdige Abl-ängigkeit von der Koalition. Bei den Kassen berridw nncrschütteilidic Ücbereinitunmung darüber, baß bie Entsck^ribung über d höchsten höchsten -.'S Bollsteischige, auSgeiv^ höchsten Schlachtw. . . Nollfleischige, jüngere.... Färsen. Kuh». Schlachtwertes bis zu 7 Jahre» ... Wenig gut entwickelte Färsen Aeltere auSgemästete Kühe und wenig gut ent- wickelle stmgere Kühe......... 1t ä L b ec. Feinste Mastkälber AtiUlere Mast- und beste Saugkälber .... Geringere Aiast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber......... S ch a ir. Weidemastschafe' Mastlämmer und Masthammel 6 cf) io c i»e. Bollsteischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht .............. Bollsteischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht Bollsteischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht Bollsteischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... . . . W ö 3 3 a Tveiie - Karlos cblt biUiflit i 5» Weisel Tclcvdol htentbureai . • . '..US! ■) Musterschutz u tr^ichen- Irtektiv Kan knicken l.Neumarkt : überall M Ü miodicu, Ermittel 4, Alimentati -ciratS' u. Priv - hl AuSlanl '-daagen. Zuverlir Kreis Schotten. ti. Schotten^ 19. Aug. Der Bahn Versand von Waldhimbeeren aus den nahen Wäldern von unserer Station aus hat augenblicklich einen Umfang erreicht, wie er seit Bestehen der Bahn noch nicht dagewesen ist. Biela Hunderte fleißiger Lände sind augenblicklich mit dem Pflücken der Beeren beschäftigt und haben fick damit eine reiche Einnahmequelle geschaffen. Augenblicklich bezahlen die Aufkäufer im Durchschnitt 20 Psg. für das Pfund. h. Friedberg, 19. Aug. Wie der Vorstand der Zuckerfabrik „Wetterau" mitteilt, ist der Geschäftsgang im abgelausenen Jahre sehr günstig gewesen; es kamen 100 224 Mk. Reingewinn (12 Proz. Dividende) zur Verteilung. Dem Vorstand wurden 12800 Mk. Vergütung Z t C Sport. — Radsport. Ter Gau 9 a, Sieg-Lahn des deutschen Radfahrer-Bundes hielt am Sonntag den 18. August unter Leitung des Gaufahrwarts Marx-Gießen seine diesjährige Vercins- mannschaftsiahrt über 100 Kilonieter auf der Strecke Wetzlar, verhorn, Tillenburg, Mandeln und zurück, ab. Trotz des sehr hügeligen Geländes wurden von der siegenden Mannschaft hervorragende Zeiten erzielt und innerhalb des Gaues der Rekord über 100 Kilometer bedeutend verbessert. Ergebnis: 1. Rad- Klub Germania Gießen 1. Mannschaft (Hartmann, Ester, Sehrt, Reibeling, Rüdiger) in 3 Stunden 8 Minuten: 2. Rad" fahrvcrein 18 8 5 Gießen 1. Mannschaft (Schönhals, Keßler, Tietz, Kompf, Töring) in 3 Stund. 17 Min.: 3. Radsahrvercin 1885 Gießen 2. Mannschaft (Unverzagt, Steih, Euler, Balser, Zutt) in 3 Stund. 20 Min.; 4. Radklug Germania Gießen 2. Mannschaft (Hammel, Schmall, Wcinrich, Muhl) in 3 Stund. 56 Min.; 5. Radfahrverein 1885 Gießen 3. Mannschaft (Lenz, Ihm, Wagner, Ruthsatz, Biedenkopf) in 4 Stund. 18 Min. = Leichtathletik. Am 18 August veranstaltete der Gießener Ballspielklub 1904 zum Abschluß der diesjährigen Leichtathletik einen internen Sech stampf und einen 1000-Meter- Lauf. Tie Uebungen des Secl-skampfes bestanden aus 100-Meter- Mallaufen, Kugelstoßen, Tiskuswerfen, Schleuderballweitwurf, Fußballwcitstoß und 400-Meter-Mallausen. Turch die Zusammensetzung der Uebungen war es sehr schwierig, der .Höchstpunktzahl nahe zu kommen. Es errang den 1. Preis und die Klubmeisterschaft Kurt Kraushaar (49 Punkte), den 2. K. Müssing (46 Punkte), den 3. F. Tickhardt (41 Punkte), ferner errangen Preise W. Will den 4.> A. Sauer den 5., W. Kraushaar den 6., W. Heck den 7., F. Drahn den 8., E. Günther den 9. und W. Barth den 10. Den 1000-Meter-Lauf errang K. Müssing (2 Min. 45 Sek.) vor Sauer und Wenninger. X Bad-Nauheim, 18. Aug. Einen internationalen Wettlauf veranstaltete heute der hiesige Italienische Klub. Es beteiligten sich 24 Läufer. Ter zurückzulegende Weg (die Straße nach Friedberg hin und jurücf) betrug 8 Kilometer. Tiefe wurde zurückgclegt von Luigi Fiorini in 24 Minuten (1. Preis), von Walter Kümmel in 24 Min. 20 Sek. (2. Preis), von Casati Romeo in 25 Min. (3. Preis), von Luigi Narelli in 25 Min. (4. Preis), von Rodolfo Masera in 26 Min. 14 Sek. (5. Preis), von Giovanni Ncgri in 26 Min. 45 Sek. (6. Preis). Am Startplatz und der gesamten Frankfurter Straße hatte sich eine große Zuschauermenge eingefunden. Tie Preisverteilung war abends im Thalysienhof mit einem Festball verbunden. 1 n 2.9 - a (SR.) Ovenhausen, 18. Aug. Unser Krie g e rv e r e in, der in diesem Sommer eine neue Fahne angeschafst, ging mit ihr heute zum erstenmal zur Kirche. Pfarrer Bausch hielt eine dem Zwecke des Tages entivrechende Predigt. Nach dem Gottesdienste marschierte der Verein auf den Friedhof, wo an den Gräbern der drei verstorbenen Veteranen Kränze niedergelegt wurden. Ter Vorsitzende des Vereins Bahn- hossaufseher Weber widmete den Verstorbenen herzliche Worte; er gedachte des 18. August 1870, schilderte die Taten der hessischen Soldaten an diesem Tage und forderte die Jugend auf, stets treu an dem zu halten, was unsere Väter in schwerer Zeit erworben haben. Er ermahnte die jetzige Generation, die alten Veteranen zu ehren und zu achten und schloß mit den Worten, die auf dem Siegesdenkmal im Walde von La Cusse verzeichnet sind. -m. Steinheim, 19. August. Bei Vornahme von Dachdeckerarbeiten stürzte heute ein 15jähriger Lehrling von einem Dache und blieb bewußtlos liegen. Der herbeigerufene Arzt ordnete die Verbringung in das Hungener Krankenhaus an. Kress Büdingen. x SRibba, 19. Aug. Anschließend an die Gravelotte- feier hielt der Veteran en verband Nidda und Umgegend seine Generalversammlung im Gambrinus ab. Von ,0611 dem Verband angehörigen 86 aktiven Mitgliedern waren 58 erschienen. Feuerwehrinspektor Vetzberger erstattete als Vorsitzender den Rechensü)aftsbericht, nach dem im letzten Jahre 460 Mk. Unterstützungs- und Sterbegelder bezahlt wurden, im ganzen bis jetzt 1720 Mk. Der Verband besteht jetzt 20 Jahre und verfugt über ein ansehnliches Vermögen, dessen Zinsen jährlich an Witwen und Waisen von Veteranen gezahlt werden. Die Zahl der passiven Mitglieder beträgt 58; sie zahlen jährlich je 1 Mk. Beitrag. Auf ein an den Großherzog Ernst Ludwig gerichtetes Huldigungstelegramm erfolgte der Tank im Laufe des Nachmittags. — Eine auffallende Erscheinung ist das Fehlen der Kohlweißlinge, welche im vorigen Jahre so viel Schaden am Geniüse taten. Dagegen stellen sich die Wespen in ungeheurer Zahl ein und droht deiy wenigen Obst große Gefahr. Hessen-Nassau. fc. Frankfurt a. M, 19. Aug. Unerschwingliche Preise. Am heuttgen Viehmarkt, auf dem 2438 Schweine angetrieben waren, wurden für Schweine Preise erzielt wie nie zuvor. So wurden bezahlt für ein Pfund Lebendgewicht 1. Qualität 68—69 Pfg, Schlachtgewicht 87—88 Pfg., 2. Qualität 67i 2—681 . bezw. 86 bis 87 Pfg. Ws vor 10 Jahren die Flcischteuerunä einfebt- kamen die Preise bei Schlachtgewicht nie über 70 Pfg. d Pfund hinaus. So notierte der amtliche Zettel am 18. 8. 1902 56 bezw. 7Ö und 55 bezw. 68—69: am 17. 8. 1903 48 bezw. 60 und 47 bezw. 60; am 15. 8. 1904 47 bezw. 59—60 und 46 bezw. 58. Bereits in jenen Jahren wurden laute Klagen über die hohen Fleischpreise geführt. Einige Metzger erklärten: „Wir machen die Bude zu und icherlassen den Fleischverkauf den Delikatessengeschäften, zumal auch die Ware, die keine Qualitätsware ist, nicht unter 671/2 Pfg . - 7.5 = - «R sss-F« I-A £ 0-^3 6); t • - 3 = O- §9^25 -- C”-. -- c • - z:- Handel. (fc) Die Landwirtschaftliche Geschäftsste stD für Schlachtviehverkauf in Frankfurt a. M., fc. seit mehreren Jahren in Frankfurt a. M. besteht, ist vom 1. . 1911 bis 31. Mar; 1912 fast vollständig zum direkten Absatz t; < ihr überwiesenen Schlachtviehs an die Schlächter ubergegan,, und zwar hauptsächlich auf den Märkten in .yranfrurt a 5. Hanau, Gießen und Fulda. Zur besseren Fleuchvenorguug > t j Süddeutschland und zur Entlasmng der lynmnurlcr WetchaitdU' .• ist von der Zentrale für Biehvermerlung Berlin in eine neue selbständige Geschäftsstelle gegründet worden. Inn > dessen wurde ein Teil des Frankfurter GeschaNs dorthin abgrge, d Ter Verlauf des Geschäfts während des Berichtslahres war lich unregelmäßig. Tie immer noch hohen ^Kotierungen erschw^,! der Geschäftsstelle häufig den Einkauf. In der Zeit vom 1. * 1911 biA 31 März 1912 wurden verwertet: 48037 edm? gegen 38 527 in 1910 11, 174 Kälber gegen 751, 120 gegen 386, 329 Stück Großvieh gegen 29p im Geiamuoerte u| 4 688 259,86 Mark gegen 4 220 610,55 Mark m 1910/11 »I dem angelieferten Vieh stammten aus Hannover 4b8,3^«chwir.1 474 \ialber 120 Schafe, 178 >-tück Grostvich, aus Vesten Schweine, 7 Stück Großvieh, aus dem Regierungsbezirk ^*1 baden 229 Schweine, 81 Stück Gronvich, aus dem Reqicruirhl bezirk Kassel 659 Schweine, 54 Stück Großvieh, aus Pomu^l 171 Schweine, aus Bavern 9 Stück Großvieh Ten gtöi n Auftrieb hatte die Geschäftsstelle im Mai 1911 mit 9 > Schweinen, 64 Kälbern und 31 Stück Gronvieh; den gcnnrirJ Austrieb int März 1912 mit 2072 Schweinen, 21 Salbtn.] 3 Schafen und 37 Stück Großvieh. ---------------* -1-. Butzbach, 18. Aug. Heute nachmittag 1 Uhr begann auf dem Schrenzer dasvondemHassia-BezirkS- v erband Dutzbach-Bad-Nauheim veranstaltetePreiS- schießen. Der Vorsitzende deS KriegervereinS Butzbach, Medizinalrat Dr. Vogt, hatte die arbeitsreichen Vorbereitungen auf daS beste getroffen. Büchsenmacher Neumann hatte sämtliche Gewehre, die bei dem Preisschießen verwendet werben, eingeschossen. ES wurde auf drei Ständen zu 100, auf zwei Ständen zu 175 und auf einem Stand ,Ehren- scheibe^ zu 100 Meter Entfernung geschoßen. Die Beteiligung an dem Scheibenschießen war sehr stark. — In zwei Jahren wird der hiesige Kriegerverein sein 40jährigeS Jubiläum feiern. Bei der gestrigen Hauptversammlung wurde der seitherige Vorstand wieder gewählt. Da das Vorstandsmitglied Kling für eine Wiederwahl dankte, wurde an dessen Stelle Herr Herbold gewählt. Der Vorsitzende dankte namens des Vereins Herrn Kling für seine treu geleisteten Dienste als !VorstandSmitglied. Der Antrag auf Bewilligung von 50 Mk. !Beitrag zu den Kosten für Jung-Deutschland auS der Vereins- ckaffe wurde vertagt, da gegenwärtig eine Sammelliste in der ^Stadt umläuft und erst deren Ergebnis festgestellt werden jsoll. Die Rechnung für 1911 wurde verlesen und für richtig befunden. Der Vorsitzende erteilte alsdann dem Rechner Steinhäuser Entlastung. In dem vom Vorsitzenden ver- Hefenen Rechenschaftsbericht wurde dem infolge Versetzung Briefkasten der Bedaktion. E. S. Armenverein der Stadt Gießen. Verantwortlich für „Feuilleton" und „Vermischtes"; I. V.: 21 u g u ft Goetz. ’A r ä s Z.« Lnftfchiffahrt. Das crste Zeppelin-Luftschiff der Marine. Johannisthal, 19.Aug. Die kaiserlich deutsche Marine erhält am 1. Oktober ihr erstes Z e p p e l i n - L u s t s ch i s s. Dieses wird von Seiten des Reichsmariueamts in einer großen Ballonhalle auf dem Flugplatz Johannisthal stationiert. Das Schiff bleibt bis auf weiteres dort. DaS Reichsmarineamt mietete eine große Ballonhalle zu diesem Zwecke. Der Flug Paris — Berlin. Hannover, 19. Aug. Der Flieger Audemars war infolge Benzin- und Oelmangel gezwungen, hinter Hannover an der Kasseler Bahnstrecke niederzugehen. Er flieg um 1 Uhr 20 Min. wieder aus und schlug nach einer größeren Schlcifensahrt über dem Bultaelände die Richtung auf Lehrte ein. Er beabsichtigt längs der Bahnstrecke über Stendal weiter zu fliegen. Aus Berlin, wo der Flieger gut angekommen ist, wird gemeldet: Audemars hat zu seiner Fahrt Paris—Berlin rund 86 Stunden gebraucht, was bei der wenig günstigen Witterung als recht gute Leistung erscheint. Trotz der häufigen Notlandungen beschädigte er seinen Apparat nicht im geringsten. Die Orientierung in Deutschland war für ihn sehr schwierig infolge der hohen Schnelligkeit seines Apparates, mit dem er 120 bis 130 Kilometer in der Stunde fuhr. Vermischtes. * Aufhebung des Glückspiels im Ostender K u r s a a l. Im fturfaal von Ost en de wurde am Samstag durch den in Begleitung von zehn Gendarmen erschienenen Staatsanwalt von Brügge der Spielsaal ausgehoben; die Einsätze und das Material wurden beschlagnahmt. Es wurde nicht Baccarat, sondern das bekannte Rößli- spiel gespielt. Die Art und Weise, wie das Gericht vor- gcgangen ist, hat allgemeine Sensation hervorgerufen. *SeinSchrcck. Frau (singt): „O daß ich tausend Zungen hätte und einen tausendfachen Mund." — Mann: „Herr! straf mich nicht mit deinem Zorn." = 2^ WL.L-§ 2 Q.--2 .0 n*r -MM MM Er Giessen ===== M-26' Ijeise-Hnte n. seise-Bötzcn I .^Formenu.Farben Solide Ware:: 5 Billig« Preise. Rabattmarken^ JV?ondam l n - Milchflammcns mit gekochten Früchten kann niemand überdrüssig werden. Sie sind eine köstliche Speise, und es git: hierin reiche Abwechslung. Milchflammeri au verschiedene Art, Mondamin - Eierpuddinc, Sousles und Fruchtflammeris find einige 001 diesen. Jedes Mondamin-Paket enthält einen ! Zettel für ein erprobtes Rezeptbüchlein. 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Vekautttmachung. *..... w e4 J In unserem Handelsregister Abtl. .V. wurde BtcrhaUcn und einer solchen nut dunklem Vler eingetragen bei der Firma Wtlbelm Dürbeck soll vergeben werden. in Eicffeu: TaS Handelsgeschäft ist am 15. Juli 1912 Bedingungen, sowie NäffereS über die Lage der oluK Aktiva und Passiva auf den Töpfermeister Hallen liegen bei Unterzeichnetem auf. ^Ingcbok q1(bcr| Hgff in Gießen unter der Firma r6prtncv profura der Christiane Türbeck i'l erloschen. B,e/» unb Limonaden vergeben werden. Bedingungen! Gieffen, den 14. August 1912. finb bei Unterzeichnetem erhältlich. Termin zur> Groffherzvgliche ''luu-gi-rlclit.___________e ! Einreichung bei- Angebote ebenfalls bis zum 26. ds Mt». abends 6 Uhr. D‘e» Ter Wirtschafts- «usschuff: L. Althoff, Vorsitzender. sind für die Sommer-Küche unentbehrlich Binnen 20 Minuten eine wohlschmeckende, nahrhafte Suppe. Vorrätig mehr als 30 Sorten in allen besseren Kolomalwarenbandlungen. 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Wsen entscheiden, »elstand vor alle: p'.n, daß nicht al '■2 UMrechimngssä Magen wii hin liegt in de als ein Lchnidiger ärztlich zu behände entstehen und beste -ast Äerschnappt, :chnet werden! -Ziemlichen Inter äffende nicht ro< i^rade eine weite öligen gesetzliche ist bekannt png offenbar geist Hetzen, und den Me Personen 1 I ^anstatt für Ner! -lls tausend und ■inai man mehr 0 «lauien läßt. An ^Mite der allz ^Fi9L a s- et ta“ u e 3 2~ — ^SO srs§ ±L 0 o E ü 8LZ7ZUZ .2 iO I 01 , § . , 3 7sZ -r. S- 05ÖXftc ■2 e‘“ «e s 2*0 = 2--.-^5(9 ts *-•5 — c — sa Z'SD^^Hss" ns--* Z-LZ y g e . S :’3 .2 sS '»"C.2-T - |Ägsf.? E s?’^i S E - ZZI .-ZM? Z2ZI ." E J° 'at S 3cq ssh Ä E X O C-.c- X ‘-52 Ef §S » LL s2t; “ °c 3 3(9 „ LSM •£ oj ■5 uSS 1-8 _ c"3 b- E Z-Z □O =■ E 2.3.2 ■ Ä e®- an t; E'&Z'S ac D EE Z ÄÖ " ZNZSS Jq.Sa . .« 28? 5S5S®i= E5 Cä--. •-> .8? 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