Nr. 141 Erschein! tlgttch mit Ausnahme Le» Sonntag». aliener Stück Pfg. )ed: der in P^d Pig. der r. O b ft (Hamburg), Wenzel (Berlin) und Hager (Stettin) beteiligten. des . nS( de* „Ker*P*^ über bat Ozean geführt iverden soll, wird das Unterseeboot ,,Ferre" sein, das sür 'jm bestimmt ist. Tie ,Fängumh", die eine J,aiP?belleS"uv Stiiden* Lange von 93 Meter bei einer Breite von 11,93 Bieter unb einen c., i JS Tiefgang von 3,54 Meter haben wird, ist mit einer Waiiervcr % c’lialli‘L^S^X bDingung von 5540 Tons im Grunde ein regelrechtes ^dwimmbod, bei dem die Ingenieure jedoch die (Vorin eines Seeschi'ie. gegeben baden. < • 850 Pserdckräfte enavtckelt, wirb k Att»CrtllllU**r r tiefem Fahrzeug eine Durchschnittsgcsc! von 11 Knoten ceben. Am Vorderteil des „Känguruh" befindet sich ein beweg M* von der An den Vortrag schloß sich eine ausführliche Aussprache, an der sichBeruhard (Berlin), T (Berlin), Dr. Kaftan (Berlin) und Industrie nnd Technik. Ein Schiss zur Beförderung von Unterseebooten. Die französische UnterleebootS-Industric besindet sich im raschm Aufstiege, bei der Gesellschaft Schneider et Co. sind eine ganze iHcilje von Kriegsiahrzeugen unter Wasser für fremde Länder in Bau, für Griechenland, für Japan und auch für Peru. Das für Griechenland bestimmte Boot wird demnächst die Probe seiner Seetüchtigkeit oblegen: die „Delphine" soll durch eigene Kraft und mit eigenen Mitteln Griechenland crrcict)en. Schwieriger über gestaltet sich das Problem, wie die in Frankreich gebauten Unterseeboote weiter entfernte überseeische Bestimmungsländer er- Chefredakteur Dr. Mohr (München) schlug der Versammlung eine andere Entschließung vor, die folgenden Wortlaut hat: „Der Frage der journalistischen Berufsbildung muß erhöhte Aufmerksamkeit zugewcndet werden. Daher wird der Vorstand beauftragt, die geeigneten Schritte in die Wege zu leiten. Insbesondere erklärt es der Delegiertentag für wünschenswert, das; an den Hochschulen Vorlesungen und Seminare eingerichtet werden, um unter Zuziehung von Männern der Praxis die Frage des Zeitungswesens zu behandeln. Zugleich soll mit allen Mitteln danach gestrebt werden, die wilden Institute zur Vorbildung von Journalisten zu beseitigen. Ter Delegiertentag spricht den Grundsatz aus, daß der jour- nalistisclw Berus ein freier Beruf ist und nach wie vor jeder Begabung aus jedem Berufskreise offen stehen mutz." Tie Entschließung Conzen wurde abgelehnt, desgleichen die Entschließung Mohr bis auf den letzten Satz, der angenommen wurde. Darauf beschäftigte sich die Delegiertenversammlung mit der Frage der Vertretung des Reichsverbandes in dem vom Bund für ktra 4 «rohe K Sick. lv M. Ludwigs -0 hon 186 Garten Kl.19.3Mi .JCo»zert Rcichsvrrbanvttag -er -rutschen presse. + München, 17. Juni. Die T cteg i e r 11 n D: r f a mm hing des Reichsverbandes der Deutschen Presse und des Berbandcs der Journalisten- und Schriftsteller- RebnftUn, ®y>ebtHon und Druckerei: Schul- [träne T. ttywebition und Verlag: e^6L Refeahwrce^lia. Te1.-AdruAnieiger»ießen. Ten Dorlrag hierüber erstattete Dr. Conzen (Zürich), folgende Entschließung vorschlug: „Tie Delegiert cnucriammlung des Neichsverbandes ... Teutsck>en Presse, überzeugt von der Notwendigkeit, die Frage der Vorbildung der Journalisten ihrer Lösung entgegeniufülyren, beauftragt den Vorstand, mit dem Verein Deutscher Zeitungs Verleger in Verbindung zu treten, um gemeinsam mit ihm über Mittel und Wege zu beraten, wie die Vorbildungsfrage aut der Grundlage eines abgesckftossenen akademischen Fachstudiums in Verbindung mit dem Besuch von Vorlesungen über Zeitungswesen und der Teilnahme an einem lournalistischen Seminar möglichst bald geregelt werden könne." Vereine setzte heute ihre Beratungen unter dem Vorsitze Marx (Berlin) fort. Die Tagung beschäftigte sich zunächst mit Frage der Vorbildung der Journalisten. Dienstag, 18. Juni (912 lUtetionlbrucf und Verlag der vr üblichen Unwersuäts - Buch- und 6tetnbrude$tL flt Lange. Gießen. Garte« i|i.Bey . „-tonst. ,»flnbers ulIWlU w s Kompott Gine Riesenaulgabe des modernen Stadte- baueS. Die kühne Absicht der australischen Lundesregierung, in einer bisher völlig unbebauten Gegend nach einem einheitlichen. Plane emc neue moderne Riesenstadt erstehen zu lassen, die künftig die Hauptstadt des australischen Staatenbundes sein soll, ist nun um einen entscheidenden Schritt vorwärts gerückt. Die australische Negierung hatte, iuie bereits früher berichtet wurde, die Architekten aller Länder zu einem großen internationalen Wettbewerb auf- ge’orbcrt. Die Entscheidung über die eingereichten Entwürfe ist nun gefallen, die Siegespalme ist einem amerikanischen Architekten erteilt worden, die Pläne des Baumeisters Walter Burley ©riffln aus Chicago sind nunmehr genehmigt. Wohl selten ist dem modernen Städtebau eine so gewallige und einzigartige Aufgabe gestellt worden; hier war dem Baukün'tler die Möglichkeit gegeben, die Anlage einer ganzen, vollkommen neuen Stadt aus einem Flächenraume von mehr als 25 englischen Geoiertineilen mit allen Einzelheiten zu entwerfen. Der preisgekrönte Entwurf gibr die Pläne und Zeichnungen für eine Stadt, die einstweilen 75 OOU Einwohnern Raum gewährt: die Möglichkeit eines Wachstums der Stadt ist von vornherein berücksichtigt. Griifins Plan führt alle Haupt- stratzen der lunitigcn Bundeshauptstadt strahlenförmig auf ein gentium, an dem die wichtigsten Regierungsgebäude erstehen sollen, -tie Vororte bilden wiederum ähnliche kleinere Zentren, von denen die Straßen strahlenförmig ausgehen. Tie kiinftigen Anlagen von Ltravenbahnen und Dampfbahnen sind sehr geschickt in oas Proiekt verwoben. Der Entwurf umfaßt ferner die Pläne für die Regie» rungSgebäude, das Parlament, die Ministerien, die Gerichtsgebäude, Kirchen, Universitäten, für das Stadthaus, die Bahnhöfe, die T aih- hallen, kurz für alle notwendigen Bauteil. sen h.und ir> allen “’szum 25. juni lhrM billig erkauf liflÖ , .xcrv^ , Ipecbcn, die fej’’ schieden und daher nebeneinander mit verschieoener Bedeutung gebraucht werden können. Was die rein teckrnische Seite angeht, so ist der Betrieb solcher Feuer einfach und billig zugleich. Auf den schwedischen Privatbahnen sind die Blitzsignale ganz automatisch eingerichtet: am Fuße jedes Zeichens ist eine Metallflasche rmt Preßaeetylen ausgestellt, hie das nötige Brenngas liesert. Auch die Blitzlampe arbeitet ganz selbsttätig. Der Gasverbrauch ist dabei so gering, daß man sie Tag und Nacht brennen lassen kann. 1OOOOO einzelne Lichtblitze, die durchschnittlich die Arbeitsleistung eines Tages darUellen, kosten in Schweden noch nicht ganz 10 Pfg. Einzelne foldntr automatifdxii Blitzlichtzeichen haben bereits über 1 Million Mal Lichtblitze ausgesandt, ohne daß irgendwelche Unregelmäßig^ feiten vorgekommen sind. Wie es heißt, soll auch die Verwaltung der Staatsbahnen diesen Blitzlichtzeichen ihr Interesse zugewandt haben. Au» Hessen. Die BeamtenbesolduugSfrage. 63. Darmstadt, 17. Juni. Gegen die kürzlich im Finanzausschusz zutage getretene Eini gu n g in der Frage der, Schuldentilgung wird von Mitgliedern der ^Ersten Kammer eifrig Stimmung gemacht. Von der Annahme oder .Ablehnung dieses Gesetzes soll es abhängen, ob die BeanitiNtbefoldungsvorlage der Regierung durchgeht über nicht. Die „'•Reuen Hessischen Volksblätter" veröffentlichen heute einen Artikel, über dessen Herkunft man nicht lange nachzudenken braucht. Der Artikel lautet: „Wenn Die bis jetzt vorliegenden Zeitungsmeldungen richtig sind, so .hat sich im Finanzausschuß der Zweiten Kammer eine Mehrheit gefunden, die zwar nickst die geplante St euer er Höhung für 1913, aber eine wenn auch abgeschwächte Schuldentilgung in Verbindung mit der provisorischen Regelung der Beamtengehalte bewilligen will. Damit hat sich der Ausschuß auf eine sehr ge- ; fährtick-e Bahn begeben, und er bat namentlich den vor oem Vanbe ausgestellten Grundsatz: erst die Menschen, bann die Schulden, verletzt. Dam die Genehmigung des Schuldentilgungsgesetzes ist endgültig, während die Beamten mit einer vorläu- ; f i g c n und ungenügenden Erledigung ihrer Wünsche ab» gespeist werden. Damit aber schwindet zugleich die Möglichkeit einer gründlichen Reform der Besoldungs-Ordnung, Ans 5taOt und Land. Gießen, 18. Juni 1912. " Eisen bahn-Personalnachrichten. Ernannt: Die Eisenbahn-Obersekretäre Hak und Herb old zu Rechnungs-Revisoren und Eisenbahnassistent Six in Frankfurt zum Bahnhofsvorsteher; der kom. Eisenbahnassistent Kreck in Dillenburg (früher in Gießen) zum Eisenbahnassistcntcu; dec Schaffner Fühl in Friedberg zumZugführer; der Schaffner i.Pr. Nikolai in Gießen zum Schaffner; der HilsSweichenstellei Nikolai in Gießen zum Eisenbahngehilfen. ** Taubstummen'Gvttesdienst. Am 30. Juni, vormittags 11 Uhr, findet in Lauterbach Gottesdienst für Taubstumme statt. Nach dem Gottesdienst ist gemeinschaftliches Ndittagcssen, das Gedeck zu 80 Pfg. Nach einer photographischen Aufnahme wird ein gemeinsamer größerer Spaziergang gemacht. Anfragen zwecks Erlangung von Fahrpreisermäßigung, sowie Anmeldungen zum Mittagessen find möglichst bald an Oberpfarrer Müller in Lauterbach zu richten. •• Steins Garten. Heute findet die erste Vorstellung des berühmten Magiers Ben-Ali-Bey statt. Ben-Ali-Bey, der in Berlin allein zu wiederholten Malen monatelang Gastspiele gab, bereiste außer Deutschland Holland, Rußland, Schweden und Norwegen, Oesterreich, Ungarn, Serbien, Belgien, die Schweiz usw. unt kommt nun zum ersten Male nach Gießen. Die zweite und letzte Gastvorstellung findet Freitag, den 21. Juni, statt. wichen sollen. Die französischen Ingenieure haben nun in der stonftruktion eines eigenartigen neuen Schiffes diese Schwierigkeiten über- Wunden. Auf den Werften an der Gironde in Bordeaux ist dieses neue Schiff, das lediglich zur Beförderung von Unterseebooten cüigerickstet ist, gegenwärtig in Bau, und in der Narure mactst. der ftanzösisckie Fregattenkapitän Jourdan einige, fesselnde An gaben über dieses eigenartige Fahrzeug. Tas Scknff, das den Namen „Känguruh" erhalten bat, nimmt das ganze Unterseeboot in fernen Schiffsraum auf. Tas erste Boot, das auf diese Weise vom Kaiser. Hamburg, 17. Juni. Der Kaiser ist heute mittag uvökf Uhr an Bord der .Hohenzollern" zurückgekehrt. Prinzessin Vi ktoriaLnise reiste um 12,20 Uhr nach Station Wildpark ab Der Kaiser nahm um 12'/, Uhr an oem Frühstück beim Generaldirektor B a l l i n teil. Der Kaiser wird an der am 19. Oktober in Aussicht genommenen fcicrlidjen Einweihung der St. Mi- chaelskirche in Hamburg teilnehmen. Der Kaiser verlieh dem Bankier Ludwig Delbrück- Berlin den Stern zum Kronenorden 2. Klaffe. Begegnung des Kaisers mit dem Zaren. Wie jetzt bekannt gegeben wird, trifft der Kaiser mit dem Zaren in den ersten Julitagen in den Finnischen Scharen zusammen. In Begleitung des Kaisers befindet sich Reichskanzler v. Bethmann Hollweg Aus .Anlaß der Bekanntgabe dieser Tatsache schreibt, wie uns aus Berlin telegraphisch gemeldet wird, die „Boss Zeitung": Das deutsche Volk bat seine Friedensliebe jetzt über vier Jahr Lehme bewiesen Es will mit allen Nationen nicht nur in Frieden, i sondern, wenn eS angcht, üi Freundschaft leben, auch mit England ' Es wollte nicht um England willen denTrahtnachPeters bürg zerreißen, aber es ist auch gern bereit, den Draht nach London wiederherzustellen, wenn auf der Gegenseite gleich? Neigung vorhanden ist. Die deutsche Nation würdigt auch dic Gefühle der französischen Nation gerecht und Verständnis voll, obwohl cs nickst ohne Bedauern sieht, wie der Cl^auviiiismus ; jenseits der Vogesen neuerdings an Boden gewinnt. Aber es ist auf der Hut und es hat auch ganz die Meinung des Herrn, Poincaro, unsere Zukunft liege schließlich in uns selbst, und wir werden geachtet werden im Verhältnis unserer Stärke. In diesem fluten Vertrauen beobachtet der Deittscke die polilisckstn Reisen von Staatsoberhäuptern und Staatsmännern. Etwaige Cintrei kmrgsgelüfte werden eitel, etwaige Bemühungen, Rußland in den Dienit einer deutschfeindlichen Politik zu stellen, vergeblich sein. Sollten die orientalischen Ereignisse eine neue .ürff'is bringen, so wird Deutschland nickst in erster Reihe davon berührt werden, sondern um das Wort Bismarcks zu wiederholen, den । ehrlichen Makler spielen können. Mögen daher die kleinen \ Unstimmigkeiten unter den Entente-Mächten noch bestehen ober l schon beglidjen sein, mag alles das ausgezeichnet stehen, wie Herr | 'Boincare sagte, oder auch eine Steigerung der Herzlichkeit am I 10. August möglich fein, die Reise des deutschen Kaisers zum Zaren ■ wird die Deutung erfahren, daß die Völker zuversichtlich der I werbenden Arbeit nachgehen können und daß nicht zu besorgen ist, I der Krieg zwischen Italien und der Türkei tuerbc zu einem beispiellosen verheerenden Weltkrieg ausarten. SEN Marktplatz 6 -9 Pfg. ramsche SH____- -■* denn das Schuldentilgungsgesetz zeigt die Tendenz immer größere Summen für sich in Anspruch zu nehmen, so daß für die Neu rcgclung der Gehalte nur eine gewaltige 3tcuercth5buiig übrig bleibt. Daß diese im Lande erbeblickicn Widerspruch linben wird, :.i if l. Die PeNröstungen auf die Revision des Gernein'ckwftsvertrages — wobei man das Fell verkauft, ehe cn Bären bat — auf die Einführung einer Erbschaft^' für Minber und Ehegatten — während das Reich vielleicht bald diese Steuerauelle für sich in Anspruch nimmt —, der Hinweis auf die mögliche stärkere Heranziehung der großen Einkommen und Vermögen, die leider in Hessen nur in geringer Zahl vor banden sind, weroen von der Bevölkerung nicht mehc ernst gc nornmen Man weiß, daß der gewerbliche und landwirts-chait liche Mittelstand tm Großberzogtum der Hauptsteuerträger ist, rn ci b n i n i in > rstc r £ ini die Ablehnung des Tilgungsgesetzentwurfes, der scküießlich so ab geschwächt ist, daß die für die Vorlage gegebene Begründung auf diesen Rest kaum mehr anwendbar ist, hätte sich der Finanzausschuß 5a n grschassen, und den Beamt n, lieren Wohl ja in erster Linie seine Arbeit galt, Befriedigung ihrer dringlichsten und tigücn Wünsche verschaffen können, ohne daß nach mens1 sichern ( rmessen auf sie daö Odium der Stcuererhö^ing gefallen wäre. Man hätte es dann der Regierung überlassen können, ob sie für dic Durchführung ihrer SchulbcMilgungspläne eine Steuer- - stl< jun J t;i diesem Augenblick, wo in Hesseir so viele Fragen finanzieller Nattir in Sckuvebe sind, Ersparnis im Staatshmishalt, Revision der Gemeindesteuer und ihre Rückwirkung aus die StaatSsteiun: infolge der Einführung der TeUararionspslicht usw?, war ein schwerer Fehler. Vielleicht ist er im Plenum noch tu bcfei'igcn. Die schon oft aiisgesprocktene These: „Beamtenbesoldung oder Sciuildentilgung" gilt auch noch heute: beides -zusammen läßt sich nicht mack-en, die Leidtragenden aber werden die Beamten sein." JrrenrechtSresorm ins Auge gefaßten psvchiatnschcn Ausschuß. Den Vortrag hierüber erstattete Giesen Frankfurt a Die An« gelegenbeit wurde dem Vorstand zur Erledigung übenvieien 5ufammcn|d}lu6 der deutschen Nechtranwattr- und Notanatrbureaudeamten. Man schreibt uns: Crganiiation6bcftrebungcn machen sich seit einigen Jabren unter den Angestellten der Rechtsanwälte und Notare bemerkbar. Die Organisation dieser Angestellten-Kategorie war umso not wendiger, als gerade die Angehörigen dieses Berufes von der sozialen Gesetzgebung recht stiefmütterlich behandelt worden find, während ihre wirtschaftliche Lage im großen und ganzen nid i.« weniger als günstig ist. So haben diese Angestellten sckwn int Jahre 1902 einen Verband mitdemSitz in W i e o bade ii gegründet, der sich speziell die Förderung u'irtr Jutereffen, insbesondere die Verbesserung der wirischastlickren Lage seiner .i. glieder zur Ausgabe gemacht hat. Während viele Organisativneit den Prinzipalen nicht gerade sremiolich aegenülvrstehcn, ist der Verband deutscher Rechtsanwalts- und Notariatsdureauleainten bemühl, möglichst auf gütlichem Wege unter Vermeidung dcS klajicn- kampses feine Ziele zu crrcidm. Daß dies von den Rechtsanwälten anerlannt wird, zeigt sich schon darin, daß die Verbandstage stets von einem Vertreter der ReckftSanwälte beschickt werden und daß die Stellenvermittlung des Verbandes von beiden teilen lebhaft in Anspruch genommen wird. Infolge des gitten Cinverneh- mens zwischen Prinzipalen und Angestellten ist der Verband ui der Lage, auf dem Gebiete der Stellenvermittlung segensreich zu wirken. Die monatlich zweimal erscheinende Verbandszeitnng, ivcidtc den Mitgliedern kostenlos zugestellt wird, behandelt alle ,• tagen, die für Reckstsanwalts^ und R'otariatsbureauangestelltc von Wichtigkeit sind, und enthalt regelmäßig ein Verzeickpiis über die Stellen, die auf deutschen Anwaltsbureaus zu besetzen sind. Wie der Verband sür das Wohlergehen seiner Mitglieder be sorgt ist, erhellt daraus, daß er eine eigene Unterstützung» lasse eingerichtet hat, die über einen ansehnlichen Dispositionsfonds verfügt. Aus dieser Kasse zahlt der Verband feinen Mitgliedern im Falle unverschuldeter Stellenlosigkeit im Berl)ältnis zu den Mitgliedsleistungen recht hohe Beträge. Auch eine Sterbekasse hat der Verband ins Leben gerufen, bei der sich Mitglieder und deren Ehefrauen gegen sehr mäßige Prämien versichern können. Bei der Frage der Einbeziehung der Rechtsanwalts- und Notariatsbureanbeamten in die Pensions-Ber sicherung der Privatangestettten hat der Verband tatkräftig mit gearbeitet. raum, worauf das Unterseeboot einfährt und hier sofort durch Stützen befestigt wird. Dann wird aus den Wasserräumen des Vorderteils der Ballast ausgepumpt, die Tür geschlossen, der Vordersteven herabgelassen, loorauf dann auch daS Wasser aus dem mittleren Schiffsraum ausgepumpt wird, so daß das Unterseeboot vollkonrmen im Trockenen ruht. Durch Entleerung der Hinteren Wasserbehälter wird die Lage des Fahrzeuges bann reguliert, und die „Känguruh" kann ihre Reise an treten. Die Entladung erfolgt in derselben Weise. Wenn die „Känguruh" feine Unterseeboote transportiert, wird sie bei ihrem großen mittleren Schiffsraum imstande sein, Ladungen auszmiehmen, die sonst von Dampfern gern vermieden rverden: .Lokomotiven, Kessel, Turbinen und dcr- gleick-cn. Blinkfeuer als Lisenbahnzeichen. Blinkfeuer waren bisher nur als Schiffahrtszeichen üblich, während man bei der Eisenbahn ausschließlich rote, grüne, weiße Lichtzeichen verwendet. Mit diesem alten System hat man seit einiger Zeit auf schwedischen Privatbahnen gebrochen, und die ersten Versuche mit Blinklichtern, die sich über beinahe 3 Jahre erstreckt haben, sind außerordentlich befriedigend ausgefallen. Ein vortrefflicher Aufsatz in der Heine- mannschen Monatsschrift „Tbe Worlds Work" aus der Feder von James Armstrong teilt hierüber Näheres mit. Es handelt-sich nicht um Blinkfeuer im eigentlichen Sinne, wie man sie als Schiffahrtszeichen benutzt, sondern um Blttzfeuer, die sehr rasch hintereinander kurze Lichtblitze ausstrahlen. Durch- schnftilich werden 60 Lichtblitze in der Minute ausgesandt. Die ersten Versuche sind in Liljeholmen in der Nähe von Stockholm ausgeführt worden. Cs bat sich dabei herausgestellt, daß diese Blitzlichter dem gewöhnlichen stetigen Lichtzeichen überlegen sind. Besonders die Lokomotivführer, deren Urteil in dieser Frage wohl aussckftaggebend ist, haben einstimmig erklärt, daß solche Blitzfeuer nicht so leickst übersehen werden können, wie ruhige Lichter. Cs ist dies übrigens eine alte Erfahrung, daß unstetige Lichter die Au'merksamteit stärker erregen, als gleichmäßige, wie jehern von den Lichtreklamen der Großstadt geläufig ist. In erster Linie kommen solche Blitzlichter als Eisenbahnfianale für schwierige Einfahrten und Kreuzungen in Betracht. Man bat mit den verschiedensten Schnelligkeiten des Blitzlichtes Versuche gemacht, und habet hat sich ergeben, das 60 Blitze in dem oben angegebenen Tempo am besten ui sehen sind, während bei großen Geschwindigkeiten, etwa 120 ui der Minute, die Wirkung etwas aufregend ist und daher für die Praxis nicht in Frage kommt. Dagegen hat sich herausgestellt, daß zwei verschiedene solcher Blitzfeuer, mit Geschwindigkeiten von 50 und 90 in der Minute durchaus sicher unter» c88u.95w ckende Qualitäten .Verein" Ltr-irv „ | ielöl in UW ÄWk, Erdnußöl Mchmetkiid a“/» »I, Flasche 11Ü mit Glas P'S- Icebcn. "Am^Vorderteil des „Känguruh" befindet sich ein beweg ■ lieber Vordersteven. Wenn dieser Vorder.teven gehoben oder bc I ieitigt wird, öffnet er damit automatisch den Zugang zu einer Art 1 I Tunnel, der zu einem 59 Meter langen Schiffsraum fuhrt.. xiqcr * iRaum nimmt den ganzen Mittelteil des „ilänguruh“ tut nch ~ ‘ 3. An den Seitenwänden und am unteren ^chiffs- genau wie bei den Schivimmdocks Wasserraume vor die durch ein System von Schleusen und Pumpen teil I :vci)e oder ganz mit Wasserballast gefüllt oder geteert werden j 'f auen. Die Einladung des Unterseebootes vollzieht nch icha II naisack). Tie Hinteren Wasserräunie des Känguruh werden mit | iZasser ball ast gefüllt, worauf sich der Bug des cckines emporhcbi | Der Vordersteven wird gehoben und der Eingang zum -tunnel m iT-ci. Dann wird auch der Vorderteil des Känguruh geieiikt, das Saifer fließt durch den Dunne! ein und füllt den ganzen schijss^ Zweckes Blatt 162. Jahrgang Die „Siebener StmUlenblätttr“ werden bau Z 1 .Anzeiger' viermal wöchentlich be,gelegt, bal W V S U 8 Ä SL U U 1 MXrtisbIart für den Hrtii «letzen" zweimal ■ V » ▼ ▼ wöchentlich. Di« .Landwirtschaftlichen Lett» w -.V < «feinen nwnatlü^ pseünaL «0110101:21115619^ fÜt OdOkhOftON Docke Haft Verurteilt Em Monat Untersuchungshaft wurde an* gerechnet Rückfallsdiebstahl. 1472 Frauen, 498 Wannenbäder L Kl.: 256 MLmier, 93 Frauen, aft 5 Zimme rv erern sind, von der Stadt DiAZr '®Q|er ah nnUm .!■ ■ L'N-cr au P»ft- und Bahnversand. c«'/. 648 464 434 gemeldeten Unter- Schönberger von m. b. H., sind bisher Hübsche 5-Zimmer-L Ülcduersttaße 1 vai foiort ob. später au vei ('.Toemling.voinia Wasserdichte Zeltdecken au Kauf u. Miete für Feftlichkeiteu rc. offeriert sehr preiswert ** Ludwig Lazarn*, Asterweg 53, Fernsprecher 505 Junior-Achter. 1. Frankfurter auf 42000 Mk. feftgestellt, doch steht die Höhe der Unter- schlagungen noch nicht endgültig fest. Schönberger, der in Haft genommen worden ist, bezog ein Jahreseinkommen von 6000 Mk. •• Der Bienenzucht-Derein für Gießen und Umgegend hielt vorgestern nachmittag bei Wirt Kraft auf der .SelterShvhe" seine Sommer-Versammlung ab. Da der Vorsitzende verhindert und die Witterung überaus ungünstig war, mußte von der in der .Biene' angekündeten Tagesordnung abgesehen werden. Praktische Arbeiten konnten auf dem Bienenstände nicht vorgenommcn werden. Lehrer Spitz hielt deshalb einen interesianten Vortrag über r2)ie Entwicklung der Königin". Seine Ausführungen gaben Anregung zu einer lehrreichen Aussprache. Das Bienenjahr 1912 ist blS jetzt äußerst günstig. Während eS auf einzelnen Ständen viel Schwärme gegeben hat, haben andere Imker eme reiche Honigernte zu erwarten. •* Gießener Volksbad. Im Mai wurden 11711 Bäder verabreicht gegen 9146 iin April 1912 und 11972 im Mai 1911 oder im Durchschnitt täglich 378 Bäder gegen 305 im April 1912 und 385 im Mai 1911. Der Besuch verteilte sich im einzelnen wie folgt: Schwimmbad: 4587 Männer, darunter 1004 zu ermäßigten Preisen SSW M. ‘oS”S Mairamn ij'LV !uoermiete AB WZ MW Mainzer Regatta. ! Mainz, 16. Juni. Auch der zweite Tag der Regatta hatte sehr unter der Ungunst der Witterung zu leiben. Kein Sonnenstrahl lachte, schwere düstere Wolken bedeckten den Himmel und ein mächtiger Südwestfturm peitschte die Wellen des Rheines zu feifernbem Gascht, so daß an die Kraft und den Mut der Ruderer keine geringen Anforderungen gestellt wurden. Gegen 3 Uhr nachmittags begannen dann noch gemütliche Regengüsse, die auch nicht besonders zur Verschönerung des Festes beitrugen. Trotzdem war der Besuch recht gut Der Vormittag war lediglich den Borrennen gewidmet. Die Ergebnisse stellten'sich wie folgt i I. Junior-Vierer. 1. Ruderriege desEssenerTurn- und Fechtklubs 6.42, 2. Frankfurter Rudergesellschast Germania 6.43%, 3. Offenbacher Ruderverein von 1874 6.45%, und 4. Rudergesellschast Ruhrort 6.50. II. Junior-Vierer. 1. Ruderklub Rhenania Koblenz 1877/97 6.49, 2. Kölner Äub für Wassersport 6.49%, 3. Mainzer Rudergesellsck^aft von 1902 6.52. III. Junior-Vierer. 1. Kasteler Ruderaesell- schaft von 1880 6.45, 2. Ruderverein Rüsselsheim 6.50 und o. Ludtvigshafener Ruderverein 6.53. I. Einer lRheinpokal). 1. Mainzer Ruder-Ber- ei« (Hoffmann) 7.11, 2. Kasteler Rudergesellschast (Menz) 7.13, Junior-Vierer 1 KastelerRudergesellsch von 1880 7.05, 2. Ruderklub Rhenania Koblenz von 1877/97 7.07, 3. Kölner Klub für Wassersport 7.13, 4. Ruderriege des Essener Turn- und Fechtklub 7.14 und 5. Rudergesellschast Ger- von 1865 6.25, 2. Frankfurter Rudergesellschast Sachsenhausen 6.27, 3. Mainzer Ruder-Verein 6.30/, 4. Kölner Klub für Wassersport 6.34. Sachsenhausen übernimmt anfangs die Führung, dicht gefolgt von Mainz und Frankfurt, das durch einen prächtigen Endspurt mit einer Bootslänge den Sieg an sich reißt. Dritter-Vierer. 1. Mainzer Rudergesellschaft von 1902 6.55, 2. Wasskrsportverein Düsseldorf 6.59, 3. Düsseldorfer Ruderverein 7.02 und 4. Biebericher Ruderverein von 1900 7.02l/6. Vom Start ab übernehmen Bieberich und Düsseldorf abwechselnd die Führung. Nicht west vor dem Zier setzt sich Mainz an die Spitze und gewinnt mit 2 Längen. Ermunterungs-Vierer. 1. Frankfurter Rudergesellschaft Germania. 7.00, 2. Offenbacher Ruderverein von 1874 7.05, 3. Ludwigshafener Ruderverein 7.09, 4. Rudergesellschast Ruhrort von 1897 7.13 und 5. Ruderttub Nassovia, Hockst a. M. 7.17. Offenbach zieht vom Start ab dicht vor Frankfurt, wird aber kurz vor dem Ziel von der Germania überholt, die mit zwei Bootslängen siegt. Erster-Achter. 1. Mainzer Ruderverein. Geht als einziges Boot mit 6.39 über die Strecke. Kurz vor Beendigung der Rennen besserte sich das Wetter. Die Preisverteilung fand sofort auf dem Festplatz statt. Heute abend findet eine gesellige Vereinigung mit großem Militär- Konzert in sämtlichen Räumen des Bootshauses des Mainzer Ruder-Vereins statt. 3. Ruderklub Rhenania Koblenz von 1877/97 Brede) 7.30 und 4. Ruderriege des Essener Turm- und Ruderklubs (Peters) 7.34. II. Einer (Rheinvokal). 1. Frankfurter Ruder verein von 1865 (Maschmann) 7.32, 2. Kölner Klub für Wasiersporr, 1. Boot «NLningchoff) 7.35 und 3. desgleichen 2. Boot (Roßkatt- 7.36%. I. Junior-Einer. 1. Hanauer Ruder klub Has sia >Bautraver) 7.20, 2. Mainzer Rudergesellschast von 1902 l Schattka- 7.30, 3. Ruderverein „Sturmvogel" Karlsruhe, 1 Boot iBünaer» 7.49 und 4. Kitzinger Ruderverein von 1897 Febrer) 7.55. II. Junior-Einer. 1. Ruderverein „Sturmvogel', Karlsruhe, 2. Boot (Schulz) 9.20 und 2. Rudergesellschast «Trier) (Knoke 9.58. I. Junior-Achter. 1. Frankfurter Ruderverein von 1865 6.24, 2. Kölner Klub für Wassersport 6.26 und 3. Rudergesellschast Worms 6.27. II. Junior-Achter. 1. Frankfurter Rudergesellschast Sachsenhausen 6.28, 2. Mainzer Ruder-Verein 6.30 und 3. Hanauer Ruderklub Hassia 6.35. I. Dritter-Vierer. 1. Düsseldorfer Ruderverein 7.01, 2. Biebericher Ruderverein 7.01% und 3. Kasteler Rudergesellschast von 1880 7.08. II. Dritter-Vierer. 1. Mainzer Rudergesellschaft von 1902 7.00, 2. Frankfurter Rudergesellschast Sachsenhausen 7.01, 3. Wassersport-Verein Düsseldorf 7.03, 4. Rudersport-Verein Teutonia 7.09 und 5. Ruderklub Wiesbaden von 1888 7.15. I. Ermunterungs-Vierer. 1. Ludwigshafener Ruderverein 7.13, 2. Rudergesellschast Ruhrort von 1897 7.16, 3. Ruderklub Nassovia Höchst a. M. 7.18, 4. Ruderklub Rhenania Koblenz 7.19 und 5. Neuwieder Rudergesellschast 7.20. II. Ermunterungs-Vierer. 1. Frankfurter Rudergesellschaft Germania 7.11, 2. Offenbacher Ruderverein von 1874 7.16 und 3. Mainzer Rudergesellschast von 1902 7.20. Hauptrennen. Äeitu »"b, Dieser Brief ist der beste Beweis für die kräftigende « stärkende Wirkung des Biosov. Man ichrcibt uns unter« 24. Januar 1912. Seit einigen fahren bin ich nerven- und lungenleidend imb ge brauchte zur Kräftigung allerlei Mittel, leider aber itets ohne Er folg. Meine an Blutarmut leidende Schwester verwandle zur Ztor kung Ihr Bioson. 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Wegen Rück fallsbiebstahls wurde er zu 3 Monaten Gefängnis, ber geringsten | gesetzlich zulässigen Strafe, verurteilt. Herausforderung zum Zweikampf. Ter Stubent ber Zahnheilkunoe L. E. in Gießen, hatte im Dezember v. Js. im Hotel Trapp in Friedberg behaustet, dte Besucher der Gewerbeakademie daselbst bekämen von anderen Siu benten keine Satisfaktion. Dies trug ihm von den (^emtrbe afabemifem F. H. und A. H eine Herausforderung zum Zwn kämpf auf Säbel ein, die er indessen ablehnte. Aui icme Anzeige haben sich außer den Genannten noch die Generbeatadennker A. T. in Friedberg und I. B. daselbst, die als startellträger fungierten, zu verantworten. Die beiden ersten wurden nrü ie 5 Tagen Festungshast, die anderen mit je 3 Tagen Festungshast bestraft. Freisprechung erzielte ber Pächter F. H. aus Hof Hasselheck, der vom Schöffen« gericht Friedberg wegen Jagdvergehens mit 30 Mk Geldstrafe und Einziehung von Gewehr und Hund bestrast worden war. Roden Feststellungen des Schösiengertchls soll er nach einem Fasane», ber sich über benachbartem, fremdem Jagdgebiet befand, geidxmcrt haben. Die Strafkammer konnte sich von seiner Schuld nicht überzeugen und hob das erste Urteil aus. Teilweisen Erfolg mit ihren Berufungen hatten die wegen Hausfriedensbruchs be« 1 straften H. P. und W. St., beide von Schwalheim, während die De- | rufungen der Mitangeklagten H. H. und L. M. verworfen rour« ä den. Die vier Angeklagten hatten sich am Morgen des Neu« ■ jahrstages in die Wirtschaft von W. in Schwalheim begeben. ■ wo kurz vorher ber Angeklagte P. mit einem Gast in streit ■ geraten und von ihm umgeworfen worden war. Da ihr Er- V scheinen offenbar den Zweck hatte, den Streit fottMsctzeu, wurden I sie von dem Wirt zum Verlassen der Wirtschast aufgeforbert, I ohne daß sie dem jedoch entsmachen. Ihrem Anttag auf Frei- 1 sprechuna konnte somit nicht stattgegeben werden Dagegen hielt 1 es die Strafkammer für angemessen, die gegen die Angeklagten I P. und St. vom Schöffengericht ausgesprochenen Strafen herab- I zusetzen. Dampf- und Heißluflbäder, sowie Massage zusammen 122 Männer, 31 Frauen. Die Personenwage wurde von 280 Personen benutzt und das Bad von 3 Personen bestchtigk. Landkreis Gießen. u. Trais-Horloff, 17. Juni. Am Samstag abend wurde ein beim hiesigen Baggerwerk beschäftigter und in Inheiden wohnender Baggermeifter beim Nachhausegehen überfallen und mißhandelt. Es wurde sofort Anzeige erstattet und die Gendarmerie weilte am Abend noch hier zur Untersuchung. ch. Hungen, 17. Juni. Mehr und mehr kommen hier wieder die alten Holzfachwerkbauten zur Geltung. So sind in letzter Zett bei Abnahme des Verputzes schöne Fachwerke an dem Gasthaus „Zur Löw en grübe" und dem Wohnhaus von I. Sulzbach u. Sohn entdeckt und wieder in ihrem frü^ren Sttl hergerichtet worden. An letzterem Haus befinden sich an einem Vorbau prächtige Schnitzereien. Auch das Haus von Kaufmann Saal- berg, das eine schöne Holzkonstruktion mit Inschrift besitzt, wird jetzt wieder in seiner alten Schönheit hergestellt. + Stockhausen, 17. Juni. Heute vormittag trug sich im Eisensteinbergwerk Weickartshain ein Unfall zu. Ein junger Mann aus Wohnfeld, der im Bergwerk beschäftigt ist, erlitt durch herunterrutschendes Gebirg einen Arm- und Beinbruch, so daß seine svforttge Ueberführung in die Klinik nach Gießen erfolgen mußte. Kreis Schotten. --- Ulrichstein, 17. Juni. Ein Viehhändler brachte vom Markt in Altenessen eine größere Anzahl junger Schweine, bei denen die Maul- und Klauenseuche festgestellt mürbe, als sie hier schon in der Stallung waren. Es wurde sofort Grenzsperre verhängt. Der Schaden, der den Landwirten im Sperrb^irk durch die Sperre erwächst, ist ganz unberechenbar, da doch die vielen Hutweiden hier sind und da auch als Zugttere beinahe durchweg Rindvich verwendet wird. Es steht alles im FÄde so prachtvoll und nun muß dieses Unglück Fonrmcn. Man hofft, daß die Sperre vielleicht in einigen Tagen aufgehoben wird, da die eingeführten Schweine rasch geschlachtet werden sollen. Starkenburg und Rheinhessen. w WormS, 17. Juni. Der 18jährige Fabrikarbeiter Georg Wolff wurde gestern von einem 21jährigen Fabrikarbeiter A. Bähr in Herrnsheim auf der Straße er- stochen. Wolff war sofort tot. Die beiden mären in Streit geraten. Der Täter wurde verhaftet. Hessen-Nassau. s) Marburg, 17. Juni. Die Stadtverordneten bewilligten 5000 Mk. für das hier zu erbauende Krüppel- hcim. Ebenso werden auch die Straßen- und Gelände- :tv.l.lü.z.v.Mmc '-.s ■'Jlob. tonn. 5-3i rwbnuia, Nalkon, " , /Mr. Acht i ■ lohnt ob. sm Ü ’Mnboi Luftschiff crhrt. Wiener-Neustadt, 15. Juni. Der französische Flieget Mandelli von den Oesterreichisch-ungarischcn Auloplnnwermt ging heute aus 1200 Metern Höhe in jähem Gleitslin nieder. Bei ber Landung überschlug sich der Apparat urti wurde gänzlich zertrümmert. Dm Flieger blieb un- verletzt. Angers, 16. Juni Die Flugveranstaltungen leiden mdn dem schlechtem Wetter und starkem Wind. Um 9.10 Uhr ist als Erftr Garros mit einem Eindecker aufgestiegen. — Legagneux ist abgestürzt. Der Apparat wurde zertrümmert, Sieger unt Passagier sind unverletzt. Auch Bedel stürzte in ber Rali des Aufstiegplatzes ab, ist aber ebenfalls unverletzt. Angers, 16. Juni. Bei den heutigen Flugveranstaltungen um den Preis des Aeroklubs handelt es sich darum, die 150 Kilo meter lange Strecke Angers—Cholet—Saumur—Angers dreimal zurückzulegen. Morgen muß dann die Strecke noch viermal durchflogen werben. Garros legte die drei Sttecken in 7 Stunden 57 Minuten zurück, Bttndejne des Moulinais brauchte für bu beiden ersten Rundflüge 7 Stunden 25 Minuten Zwei andere Flieger haben bei der zweiten Durchfliegung der Stredte Pannen erlitten. Lt.s-Zmmch neuieithd) ausgestatlk Pad, eletir. Licht, schone freie Vase, so rem. Näh. bei H. W ^ismarckitrahe 1t. Ö-Zinuncr-Wohi; mit Lad, Gallon, M lammet unb allem foiort m vermieten. Roooitrahe' id3önc«T.r»>3immcrt sofort od.foät. z. verm. ^bklttr. 5, Ecke At mania 7.16. Kastel übernimmt sofort die Führung und gewinnt nach hartem Kampf mit einer Bootslänge. Großherzogs-Vierer. 1. Ludwigshafener Ruderverein 6.32 und 2. Mainzer Ruder-Verein 6.32%. Ludwigshafen übernimmt vom Statt ab die Führung, und siegt sehr schwer nach hartem Kampfe mit knapp einer halben Bootslänge. Einer (Rheinpokal). 1. MainzerRuder-Verein (Hoffmann) 7.13, 2. Frankfurter Ruderverein von 1867 (Masck- mann) 7.17%, 3. Kölner Klub für Wassersport (Nüninghofs) 7.26 und 4. Kasteler Rudergesellschaft von 1880 (Menz) 7.35. Masch- mann übernimmt die Führung, dicht gefolgt von Hoffmann. Bei 1000 Meter setzt Hoffmann zu prächtigem Sputt ein, zieht Masch- mann daran, trotz dessen großer Anstrengung, und gewinnt glatt mit 2i/2 Bootslängen, lebhaft von den Zuschauern bejubelt. Zweiter-Vierer. 1. Ruderriege des Essener Turn und Fechtklub 7.29, 2. Kasteler Rudergesellschaft von 1888 7.43 und 3. Rudergesellschast Trier 7.50. Essen führt glatt vorn Statt ab und gewinnt nach Belieben mit 5 Bootslängen. Kaiser-Vierer. Heidelberger Ruderklub geht allein über die Bahn, muß aber auf halber Strecke wegen eines Schadens am Boot das Rennen aufgeben. Das Boot sinkt; die fRuberer werden von Rettungsbooten ausgenommen. Junior-Einer. 1. Mainzer Rudergesellschast von 1902 (Schattka) 8.00, 2. Hanauer Ruderklub Hassia (Van- traber) 8.05, 3. Rudergesellschaft Trier (Knoke) 8.29, 4. Ruderverein „Sturmvogel", Karlsruhe (Bünge) 8.35 und 5. desgleichen (Schulz) 8.40. Schattka führt vom Statt ab, hart bedrängt von Vantraber, und gewinnt mit zwei Längen. Zweier ohne Steuermann. 1. Ludwigshafener Ruderverein 7.26 und 2. Mainzer Ruder-Verein 7.34. Lud° wigshasen übernimmt die Führung mit gut drei Längen, verbessert sie infolge Versteuerung der Mainzer auf acht bis zehn Längen, und gewinnt nach prächtigem Endsputt mit 5 Bootslängen. Universitäts-Nachrichten. — Prof. Dr. meb. Erich KalliuS, Ordinarius und Direktor des anatomischen Instituts an der Universität Greifswald hat einen Ruf in gleicher Eigenschaft nach Königsberg in Preußen als Nachfolger des in den Ruhestand tretenden Geheimen Mebizinatrats Prof. Dr. L. Stieba erhalten. Ettck Kallius ist am 3. Aug. 1867 zu Berlin geboren. Er wurde im April 1894 Professor in Gießen, übernahm am 1. Oktober 1894 eine Prv- sektur in Göttingen und habilitiette sich für das Fach ber gesamten Anatomie. Am 20. August 1895 erfolgte seine Ernennung zum a. o. Professor in Götttngen und am 18. Februar 1907 -um ordentlichen Professor und Direktor des anatomischen Instituts in Greifswald. — Wie aus München gemeldet wird, wurde Tr. meb. Alois Alzheimer, a. o. Professor und wissenschaftlicher Assistent an der psychiatrischen Ainik zum ordenttichen Profess« und Direktor der psychiattischen und Nervenktinik an der Universität Breslau als Nachfolger von Geheimrat Prof. Bonhoefikr berufen. — Die Berli ner Technische Hochschule zahlt in bicfefl Sommerhalbjahr 1981 Studierende. Dazu kommen 512 Hörer, Hospitanten, fonrmanbierte Offiziere und Maschineningenieure der Kaiserlichen Marine. In Goslar, der alten Kaiserstadt am Harze, tagte unter dem Vorsitze des Naturwissenschaftlich-Medizinischen Vereins an der Universität Seidig, der Verband Naturwissenschaftlicher und Med zinischer Vereine an deutschen Hochschulen Hictzcncr Strafkammer. Gießen, 14. Juni 1912. Schwere Körp erverletzung. Auf dem Maifest, das die Jugend von Rinderbvgen feierte, irar der Taglöhner A. R. von Rinderbügen mit dem Ta^öhner Ehr. L. daselbst aneinander geraten. R. hatte, als er eine Rede halten wollte und sich keine Ruhe verschaffen konnte, dem L. auf den Mund geschlagen, wofür sich dieser dadurch rächste, daß er ihm ein Glas Bier ins Gesicht schüttete. Da weiterer Streit drohte, wurde L. veranlaßt, heimzugehen. R. folgte ihm indesfen und griff ihn unterwegs ndt dem offenen Messer an, wobei der L. sich zur Wehr setzte und dessen Jacke aufgerifct wurde. Durch das Hinzukommen eines Fuhnoerkes wurde hier ihrem Sttett ein Ende gemacht und beide gingen neben dem Fuhrwerk her in das Dorf. Hier kam R.'s Groll von neuem zum Durchbruch. Er ftel von hinten mit dem Messer über L. her und versetzte ihm mehrere Sttche in die Schulter, so daß L. bewußtlos zu Boden sank. Die Wunden heilten zwar glatt, ohne nachteilige Folgen zu hinterlassen, straserschwerend wirtte aber, daß R. vor einiger Zeit schon einmal von dem Messer gegen L. Gebrauch gemacht hatte. Er wurde zu 6 Monaten Gefängnis und einer „ II. , 926 Brausebäder I. , 1324 „ II. _ 1363 H Bll * mmelst deren man echt bulgarischen Joghurt im Haushalt Herstellen kann. Merkwürdigerweise begegnet man vielfach der irrigen Aui- ■■ ■ mffung, dan ein natürlicher ponburp«tlA cnitiert, aus dem der Joghurt berweitern werden kann. Demgegenüber muß sestgeitelll werden, das» ■ rft HI hf °'?n überhaupt emen Jogburt Pilz uicht kennt, wohl aber Kefir-Pilz^ Tue Joghurt Bakterien, die in verschiedenen Gegenden des Oriente Ij UM infolge ihnen zusagender klimatischer Berhaltnifie 'ehr gut gedeihen, müssen in unterem Klima einer sorgfältigen Behandlung und Reinzukl'l H X II Illi damit sie einer Ueber Wucherung unserer gewöhnlichen Milch Bakterien nicht unterliegen. Die Joghurt-Gährung ist * I Idl Hill I abnüdj der »efir-Gahrung die Folge einer 2vmbio>e-Wirkung einiger Bakterien. Tie Kefir-Bakterien find aber non den JoghnnBakterien | j|| 181111 verschieden und ist vor allem beroorzubeben, dan die Jogbutt-Bildung bei hoher Temperamr ftattfindet und schon aus diesem Grunde, Uv mIU ( abgesehen von anderen Umstanden, die Herttellung des Jogburts im Hausbalt schwierig ist. <1 . äur Herstellung eines roirflicb cheraveulisch wirkungsvollen, einwandfreien Joghutt ist eine ständige bakteriologische Kontrolle unbe- dmgt erforderlich. Dr. Axelrod * Joghurt unterliegt emer solchen und nt ner zu haben durch Irnijjn DiUnl Dampfmolkerei Giessen, Gebr. Grieb 11 KIIIK I II / la I Kcrnmtf 636. — «erkanfswagen verkehren in allen Ltadtteilen. HUlllU 1 lluU I Schanzenftraße 4 — Pl»ckftraße 2 (Ecke SelterSweg) — Bismarckftraße 11 (Ecke Ludwigstraße). kosten, die auf 10000 Mk. berechnet nicht zur (Srfyebling gelangen. X Hanau, 16. Juni. Die schlagungen beS Direktors Georg ber Hanauer Seifenfabttk I. Gioth, G. 7 -rA|^ besonders f SS*} n nmiieten. 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