die höchsten Altersklassen waren, waren Mk. allere 44-47 acht,». 47-50 84-« 41-00 86-00 >8.00—60.03 75.00-77.0) 57.00—58^0 73.00—75. * 59.00—61^)0 lUM-lto 74.00—76... 59.00-61.00 47—60 43-46 44-48 41-45 37-43 achtw. chlachh- Frauen 4442 2108 98 78-81 71-76 gerade umgekehrt Verhältnis 100:117 100:120 100: 140 66-60 52-55 95-1« 88-A 52-58 48-51 Männer 3816 1755 71 iint Tiefen- mann. 82-86 79-81 69-w: 95—11 87-83 81-87 (Vrig.-lelegr. des Han notierte: Rartoüe. del Wf. 10.o0-ll.00 iuz,t burtenverhältnis ist 100 : 95, und das Greifenverhältnis 100 :140. Darwinisten bleibe es überlassen, ihr Beweis- material für die „natürliche Auslese" im „Mampf ums Dasein" aus diesen Zahlen zu ergänzen. Es sei nur noch der Vollständigkeit wegen darauf verwiesen, daß die Mor- biditätsverhällnisse, die ErtraiUungszisfern, ganz ähnliche Ergebnisse zeitigen. Im „Jahrbuch deutscher Städte" heißt es wörtlich: „Hinsichtlich der Ausscheidung nach dem Geschlecht fügen wir noch bei, daß mit geringfügigen Ab- weichungen die Erkranlungshäufigkeit bei den männlichen Masscnmttgliedern, und die Zahl der auf ein Mitglied entfallenden Krankheit« tage im allgemeinen großer bleibt als bei den Frauen." Allerdings fügt das Jahrbuch hinzu: „wobei wohl das höhere Durchschnittsalter der Männer von Einfluß sein mag". Daß dies nur ein Erklärungs- versuch ist, daß wir es auch fyier wohl mit ganz anderen elementaren Ur,aci)en zu tun Haden, die auf der höheren Gesamtqualität des Leibes beruhen, dürfte Har sein. Auch hier ist der Einwand von der „härteren Berufsarbeit" des Mannes zurückzuweisen, denn Arlidgc Hat für Norih- Staffordshire (Döpfereimanusakturen' und Wollner für Fürth lSpiegelbelegereien) festgestellt, daß die Männer viel leichter an Blec uno Quecksilbervergiftungen Erkranken als die ebenso intensiv beschäftigten Frauen. Empfindlichen Männern »verden diese Ergebnisse der Geschlechierstatistik nicht erwünscht sein; aber in der öffentlichen Diskussion muß doch Recht Recht bleiben. Tas vorgeblich „starte Geschlecht" entnimmt vielleicht unserer Be- lrachtung die ernste Lehre, kräftig Hand anzulegen an die Verbesserung der eigenen Qualität, vor allem nach innen zu jener naturgemäßen Lebensioeise zurückzukehren, die dce wahre Lebenstunst bedeutet und uach außen überall auf bessere Lebensbedingungen hinzuarbeiten, die Sozialpolitik also nicht nur den anderen zu überlassen. der Totgeborenen bestätigt, dieser Lebensschwächlinge und Dascinsunsähigen. 1909 wurden in Hessen <>32 Knaben tot geboren, aber nur 532 Mädchen. Auch dies Verhältnis ist nickt etwa ein Zustrll des einen Jahres, sondern die ständige Regel. Auf 100 tot geborene Mädchen kommen in Hessen immer etwa 119 Knaben. Die natürliche Folge dieser ganz unverhältnismäßigen Ausmerzung des männlichen Geschlechts ist das numerische Uebergewicht des weiblichen. Im Mampfe um die Lebenslust bleibt es auf der ganzen Linie unbestrittener Sieger. Betrachten wir die Alterszusammensetzung der hessiscl-en Bevölkerung z. B. am Ende des Jahres 1900. Qbwohl infolge der zahlreichen Mnabcngeburten im ersten Lebensjahre 16 582 Mnaben und nur 16 026 Mädchen vorhanden oeine 2431. * leräumt, Rälbet gebtü» geräumt, ~ ßtfW — LenausSchroancngesang. Ein bisher ungedrucklcs Gedickt Nikolaus Lenaus hat Jakob Fuchs in der Handschrifren- lammlung eines nach New Hort verschlagenen SSicnet Mvokalcn ^Braumüllcr entdeckt. Das Gedicht, vom 18. November 1844 datiert, das jetzt in der Berliner Wochenschrift „Tie Aktion" ver- öfieullichr wird, ist Lenaus Schwanengesang. 2te „Fatum" überschriebenen Strophen lauten: Das ist der Fluch: Es möchten alle weibenlstammten Wesen Von sorgen frei und gotlgleich lesen In der Statur weitausgeschtag'nem Buch. Indessen treibt Des Lebens Not die einen wie die andern, Tas Haar ergraut, die jimgen Jahre wandern. Bis nur der sthnöde wehr ührig bleM. beseht: Alter 60-61 70—71 oo-r-o Kann als diese üebenö» odjlay. B** man sich einen größeren Lebensumschwung denken gewaltige Veränderung des Geschlechtsvcrhält« nisses von der Geburt bis zum Greisenaller'? Das Geölten Kulissen, die zur Zunmerdckoration herhaltcn mußten, der Eindruck nicht einheitlich, zumal die LichNmrkungen des modernen Theaters hier sehlten. Uird das enttäuschte stark. Waren doch viele hergekommen in der Hoffnung, von Liebermanns Inszenierung eine neue Acra der Theaterkunst herzuleiten. Das muß.aber zugegeben werden, daß der Künstler in Anbetracht der geringen Mittel und des ungünstigen Raumes das Wirkungsvollste geleistet Halle. Vielleicht war es nicht ungünftig, daß die Dekorationen das Stück nicht stützen konnten. So war das Werk auf sich selbst angewiesen. Gerade dadurch läßt cs sich erkennen, daß der starke Erfolg sich nur aus der Dichtung herleitet, daß wir ein neues kräftiges Bühnenstück Gerhart Hcruolmanns vor uns haben. So waren die Bedenken Hauptmanns seinem Werke gegenüber nicht gerecht- fertigt, und voraussichtlich wird nun das Drama von Lauchstcdt aus seinen Zug über die andern deutschen Bühnen antreten. Sicherlich war aber dieser Erfolg mit bedingt durch die glänzende Darstellung, die von Paul Schlenther in bewährter Weise geleitet wurde und auf die der Dichter selbst in den letzten Proben entscheidend eingewirkt hatte. Dr. H. B. Erstickt vom Schweiß Der rohen Arbeit wird der Götterfunken. .So ist aus Not, kaum erdentsproi, gesunken So mancher Blütenslor, manch edles Reiß. Das ist .der Fluch: Wir hasten, jagen, raffen und gewinnen Die unruhvollen Tage, sie zerrinnen. Und rasch bedeckt uns dann das Leichentuch. * Eine 108j ähriae Automobilistin. „Ter Automobilsport verjüngt: nach jeder Autofahrt fühle ich mich um zehn Jahre jünger", das erklärte Frau Rebekka Elark, die älteste Frau Londons, dem Vertreter eines Londoner Blattes, der sie an ihrem 108. Geburtstage besuchte. Frau Clark ist im Vollbesitze ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Als das Automobil aufkam, wurde sie feine glühende Bcwunderin. Heute fühlt sie sich nicht wohl, wenn sie nicht jede Woche einmal eine Ausfahrt unternommen hat. Daneben gibt sie als Gesundf^ltsrezepte an: frühes Ausstehen, harte Arbeit und vollständige Enthaltung von allen geistigen Getränken. — Kurze Nachrichten aus Kun st und Wissenschaft. Ter ständige Sekretär des Nobelkomitees für Lüeratur an der schwedischen Akademie Tr. Marl David af Wirsen ist im Alter von 70 Jahren in Stockholm gestorben. — In Paris ist Anatole Leroy-Beaulieu, Mitglied des Instituts, gestorben. — Bei Ausschachtungsarbeüen zu einem Neubau wurden in dem Mainzer Vororte Finthen zwei gut erhaltene römische^Stein sarge aufgefunden. Tic in ihnen ruhenden beiden Skelette waren noch gut erhalten. — Die 50jährige Doktorjubelfeier begeht an: 19. Juni der Göttinger Philosophieprosefsor Geh. Reg.-Rat Dr. phil. David Peipers. Er stammt aus Frankfurt a. M. Seit 1867 gehört er dem Lehrkörper der Göttinger Hochschule an. — In Rindern bei Kleve ist, fine man uns miiteilt, eine Gcoenkta-ei zur Erinnerung an Johanna Lebus, die Heldin der _.lcmn..u Goetheschen Ballade, enthüllt worden. 2er Teichgraf Hüskcns hat diese Ehrung angeregt. „Lchön Luschen", oer die Franzoüu schon vor hundert Jahren ein Denkmal gewidmet haben, ruht auf dem Friedhöfe zu Rinden^ UNg. . ... y $orau5S^ schcn Zuchten . Orten eines w t verb-t^ ■rr’-nuLw’: i bcnlnt ten Die au.üuk^ unö N? * ***J 8iit neues Stück von Serhatt Hauptmann. Weimar, 14. Juni. Erst nach langem Zögern hatte Gerhart Hauptmann sein JStama „Gabriel Schillings Fluckst" in der „Neuen Rundsck)au" veröffentlicht, weil er es nicht auf „den Hasardtisch einer Premiere" legen rooUte. Nun ist sein Wunsch doch in Erfüllung lypangen, den er in seinem Vorwort aussprach: Vor einem Keinen Kreise, der sich aus aufrichtigen Verehrern seiner 5Vun|t irjammensevte, ist in einem Heinen intimen Theater sein Werk jin wenigen Aufführungen zur Aufführung gelangt. Lauchstcdt! Eine Fülle von Erinnerungen an die klassische Reit erheben sich bei diesem Namen. o s'iu^tc eine Dekoration geschaffen werden, die der Phantafie spiel- kuat ließ, sich eine weite Ferne selbst zu fchanen. Zudem gehen Ipei Hauptmanns Bühnenanweisungen derartig ins einzi.lne, daß I der Anwendung stilisierter Mittel öiamentral entgcgengeietzt IKe inen. Und doch hat sich Lieberntanii damit abgesunden, ohne I 'm Dichter einen Zwang anzutun. Bei den L^enm, die am ie ere spielen, trat dem Beschauer unwülkürlich dtc irrimierung Liebermanns Radierungen vor Augen, und io roaren oicje I ilymdbildcc gerade das spezifisch Liebermann,che. ^-^un trotz Mer Atilisiemngsversuche war bei den be,chranktcn ffiindn, den Der italienifd]=türtifd)e Krieg. Ter Kampf bei Lebda. Ein rechtes und zuverlässiges Bild über den Ausgang des Kampfes bei Lubda läßt sich schwer gewinnen, da die amtlichen türkischen und italienischen Meldungen wieder einmal himmelweit auseinandergehen. Vielleicht war der italienische Sieg ein Pyrrhus-Sieg! Konstantinopel, 16. Juni. DaS Kriegsmini- fterium veröffentlicht über den Kamps bei Lebda am 12. Juni folgende Depesche: Türken und Araber griffen mit zwei Kolonnen zwei große italienische Befestigungen an. Es gelang nach sieben stündigem Kampfe, die Verteidiger zu vernichten. Dabei eroberten sie eine Fahne, eine Menge Waffen und Munition und zer- rott «*• störten zwei Kanonen. Die znwite Kolonne rückte bis an die Küste vor, griff das Lager der Italiener an und tötete zahlreiche Italiener Der Rest flüchtete in die italienischen Befestigungen Tie Streitkräfte der Italiener bei Homs und Margbeb versuchten einen Gegenangriff, wurden al'er siebenmal zu- zeschlLgen Homs, Sidibark und Maraheb n-11 den von der Flotte und der Artillerie tapfer verteidigt. Tic Türken und Araber zogen sich zurück, nack>dem sie die Lebensmittel- u n b Munitionsvorräte der Italiener verbrannt hatten. Tie Verluste der Italiener betragen 17 Offiziere und über 1 OOO M a n n tot: seitens der Tür ken und A r a b e r s i n d 1OO gefallen, darunter ein Leutnant, ungefähr 200 wurden verwundet. Tie „Agenzia Stesani" erklärt dazu: Die türkt,che Darstellung des Kampses bei Lebda ist eine Mystifikation, die den Zweck hat, Europa und die öffentliche Meinung in der Iiirfei zu täuschen. Tie erste Niederlage der Türken und der Araber wird dreist in einen Sieg um gewandelt, obwohl selbst die türkische Meldung zugeden muß, daß die Türken und Araber sich zurückziehen mußten. Was die Verluste anbetrisst, wurden belanntlich 421 Leichen der Feinde bei Lebda geborgen, und es blieben noch viele auf dem Felde liegen, während die Jotliener 31 Tote und 56 eVrwundete hatten Nene Kämpfe. Rom, 17. Juni. (Agenzia Stefani.) General Ca^ merara meldet mittels Funtfpruch aus Mersa Buseeifo vom 16. Juni: Nachdem mir um' 6 Uhr früh Marabnt und 2idi Bufceifa besetzt und Truppen gelandet hatten, besetzten wir sofort die benachbarte Safe und Höhe. Beide Stellungen liegen an der Küste etwa 12 Kilometer von der Stadt Misrata. Bei unseren Bewegungen suchten uns nicht sehr zahlreiche feindliche Abteilungen aufzuhalten, wurden aber baldigst durch Schiffsartillerie und später durch das Gewehrfeuer der Matrosen und der gelandeten Truppen unter Zurücklassung einiger Toter zerstreut Wir hatten keinerlei Verluste. Später zeigten sich diese zurück geworfenen Abteilungen, die inzwischen Ver- ftärkungen erhielten, auf der rechten Seite. Gegen Nachmittag gingen sie zu einem regelrechten Angriff vor, der von unseren Truppen abgemiefen wurde. Der Kamps dauerte bis gegen 6 Uhr. Dann wurden die An- g r e i s e r, die 50 T o t e auf dem Schlachtfelde zurück ließen, zum Rückzug gezwungen. Wir erbeuteten zahlreiche Waffen und NLunition. Unsere Verluste waren zwei Tote und neun Verwundete, darunter ein Askari tot und zwei verwundet. Benghasi, 17. Juni. (Agenzia Stefani.) Gestern früh wurde während einer Brigadeübung bei Mocca- Ga11a in der Oase G a r i u n r c eine Abteilung Kavallerie und Eingeborenentruppen von Beduinen angegriffen. Der Feind wurde mit Verlust von mehreren Toten in die Flucht geschlagen. Die Italiener hatten feine Verluste. Türkische Meldungen. Konstantinopel, 17. Juni. Der Minister des Innern teilte mit, daß gestern nachmittag ein i t a l i e n i s ch e r Torpedobootszerstörer den Hafen von M a r m a r a anlief und sich wieder entfernte, nachdem er den Hafen rekognosziert hatte. Nach einer Mitteilung des Krtegsministe- riumS stieg gestern bei Der na ein italienisck-er Flieger auf und warf in das türkische Lager Bomben, die jedoch feinen Schaden anrichteten. Der Flieger wurde von einem Schrap nell getroffen und fiel herab. Ter Sultan sprach über den neuen Sieg der Türken bei L e b d a seine Befriedigung aus Kriegssteuern in der Türkei. Konstantinopel, 17. Juni. Tie Regierung übermittelte der Kammer die Gesetzentwürfe über die Steuererhöhungen während des Krieges. Die Ge- l nickt otut. "■» 1 F- auj 7 °n ausn>än?^^ >ird dich Ls k. Das zarte Geschlecht in Hessen. Die Weltreisenden berichten einstimmig, daß das Weib frei den meisten Naturvölkern hart arbeitet, schtocre Lasten schleppt und gewöhnlich kräftiger gebaut und besser ent* TOidcU ist als der Mann. Zu Hearne sagte ein Jndianer- •DäuptHng ganz naiv: „Die Weiber sind zum Arbeiten ge- Irfiaffcn. Eines von ihnen kann so viel heben und tragen wie zwei Männer." Auch in der >kulturwelt sind bei den niedrigsten Bolksstämmen die Frauen ebenso groß und stark wie die Männer Bei den Dftruffen z. B., die noch in I gang primitiven Zuständen leben, zeigt die Körperlänge i beider Geschlechter Vicht entfernt so große Unterschiede wie beispielsweise bei der Nation der ausgeprägtesten Multur- I Verfeinerung, den Franzosen. Zu allen Zeiten und bei allen | Stämmen hat das Weib auch am Kriege teilgenonnnen. I 6ben|o sind bei vielen Natnrvölkem Männer und Frauen I oleid) gute und gleich mutige Jäger, Schwimmer und Baumkletterer. Ackerwirtschaft und Töpferei erscheinen vielsach | als rein roeiblidje Beschäftigung, während umgekehrt in I Zentralasrika die gesamte Schneiderarbeit den Männern । obliegt — auch für die schwarzen Ladies. .Die übliche Einsck-ätzung des weiblichen Geschlechts als I physisch minderwertige Personen erweist sich nicht nur mit Bezug aus die Naturvölker als irrig Sie Ijat auch bei den I Lultumationen einen argen Stoß durch die bündigen | Zahlenergebnisse erlitten, die von der modernen Bevölke- | rungsstatistik geliefert worden sind. Es handelt sich hier l nicht um zufällige Schlüsse, sondern um Folgerungen aus | großen Massenziffern Tie von Moebius bel)auptete „phy- [ iwlogische Inferiorität" des Weibes ist heule nicht mehr I zu verteidigen. Das Nachfolgende dürfte vielmehr etwas I ganz anderes beweisen. Beim Eintritt in die Welt befindet sich das weibliche U Geschlecht wie überall so auch im Großherzogin m I Hessen in der Minderheit. Im Jahre 1909 wurden neben l 19 345 Knaben nur 18 118 Mädchen geboren. Auf 100 roeib- 'M liche kamen immer 106,8 männliche Geburten. Sofort bc» | ginnt aber die Sterblichkeit einen auffallenden Vernich- I rungszug gerade gegen das männliche Geschlecht. So starben I nach der hessischen Sterbetafel von je 1OOO Lebendgeborenen 1 jedes Geschlechts nur 151 Mädchen gegen 184 Knaben. Nur iS vom 4. dis 15. Lebensjahre steht die Knäbenwelt ein wenig ,|B günstiger da, nüinentlui) zu der Zeit der weiblichen Puber- 1 tat. Aber etwa vom 15. Jahre ab übernimmt das weibliche 1 kRGeschlecht wieder die Führung, die nur noch einmal in Ddkm durch die ersten Geburten gefährdeten Alter von 25 bis ■■30 Jahren unterbrochen wird. Von 1OOOOO gleichzeitig Maeborenen Knaben und Mädchen srnd im Alter von fünfzig F Fahren noch 56 321 Frauen am Leben, aber nur 53 257 Jänner, also rund 3OOO weniger. DaS 80. Jahr erreichen || 8071 Männer, aber 8849 Frauen, und 90 Jahre alt werden 1 528 Frauen gegen 548 Männer. Tie entschiedene Lebens Zähigkeit des weiblichen Geschlechts, die aus dieser günstigen Sterblichkeit spricht, findet auch in der „mittleren Lebensdauer" beider Geschlechter einen Ausdruck. Das Weib hat weit bessere Lebensaussichten wie der Mann. Tos fünfjährige Mädck)en darf im Durchschnitt erwarten, 59,26 Jahre alt zu werden, her gleichaltrige Knabe aber nur 58,62 Jahre, ebenso die 30jährige Frau 64,76, der Mann aber nur 63,65 Jahre. Ißn anderen Staaten ist die Differenz noch viel größer. Die größere Hinfälligkeit des männlichen Geschlechts möchte man auf den ersten Blick auf die härtere und gefährlichere Berufsarbeit zurückführen, aber auch auf Alkohol, ' ‘labat und Ausschweifungen anderer Art. Aber fdjon die 1 Linder st erdlichkeit, wo von diesen Schädigungen keine Rede sein kann, deutet daraus hin, daß wir es hier -mit einer primären Veranlagung, mit einer ausgesprochenen „physiologischen Inferiorität" des männ- lidtjen Geschlechts und nicht, wie Möbius behauptet, des weiblichen zu tun haben. Das wird noch durch die Ziffern ung. 'angHöns. d abgeschlaÄet worden 6 Sroßen-Linden, örumnj: und Ludwigshoi gebil» isere Bekannmachung x * rt’ o! i 4, o, d, Jung vom 13. Mar l. > Raffung von Tieren^ Feldarbeiten mit Sm*; S«ns<®»’Ä von Aauenvich m^ SÄ.W*. 162. Wsang . Dienstag. 18. Juni 1912 erscheint täglich, aus:er JHtcSav Be,nq»prclS: Sonntags. - Beilaqc, - _ _ . ▼ mona1lich7Llü.,r>iettel. viermal roödicntlid) J Ab AA V Bä jähvhd) IHL 2.2k); Dur.. LKreS ryiXII UM jAt blatt für 51 'W'WWVW 'ZJ: für die Redaktion 112, Berantwottlcch für den General-Anzeiger für Gberhessen MÄIZ Rotatfonrdnick und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch. >nd Steindruckerei R. tauge. Redaktion, Lrpedttion und Vruckerei: Schulftraße 7. 'f,5 -Stadt und btf vormittags 9 Uhr. ____________________Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschüstzstelle vahnhofstrahe 16«. B«T zu rufen. Kreis Lauterbach. im 62. Beueri Die be. unb Der sein kinigst; und 0 von ab» Anspruch nehmen. Frankfurt, um 7.27 Uhr in 3 uni. Das Luftschiff „5d)roabcn", das os zur Rückfahrt nach Franyurt auf- das Promenadenkonzert darbictct, dürfte eigentlich keiner dessen vielen Besuchern fehlen, um so seinen Dank dafür zustatten. " StadttHeater. AuS Nauheim wird uns hiesige Turnverein wird vom 3. bis 5. August d. I. öOjährigeS Stiftungsfest feiern. Lauterbach, 17. Juni. Die Arbeiten zu der neuen Cuftfcbiffabrt. „Z III" angebrannt Friedrichshafen, 17. Ium. ®eim Entleeren der letzten Gaszelle des „Z III" entstand heute nacbmittag eine GaseM- zündung auf bisher unaufgeklärte Weise. Ein Keiner Test der Autzenhülle des Luftschiffes verbrannte an der Spitze und ein Tert der Träger wurde zerstört. Zwei Angestellte wurden leicht verletzt Die Reparaturarbeiten dürften höchstens 2—3 Tage in __Uwotm*—Main;- Iran t urt nicht unternehmen, und aurn beute ill aui sem Erscheinen kaum zu hoffen. Dagegen ist t-cute morgen alcick nach 4 Uhr Leurnant von Hiddeßen mit seiner Pouflug. maschine „Gelber .v»unb" vom großen Sande aus aufgeniegen und hat 45 kg Postslü^- mitgenommen, die er schon um 4 . Uhr der Postbehörde in Frankfurt zur Weiterbeförderung übliefern konnte. Mit dem „Golden £>unb" sind bis letzt über 201 kg Postsachen befördert worden. Die Poftkartenwoche ist übrigens bis zum 23. d. Mts. verlängert worden: auch wird an der Post noch eine neue graue Marke zu 30 Pfg. ausgegeben, die aus 'Ansichtspostkarten und die gewöhnlichen Reichspostkarte» aufgellebt werden kann. Diese Harten kommen mit der Luftpost zur Beförderung. Jede Karte erhält den Aufdruck des Flugstemv.ls. Wien, 17. Juni. Am Sonntag abend um, 7 Uhr stiegen in Paris Gras Aristide Economo und Jules Dubois mit dem Freiballon „Sonja II" zu einer Wettfahrt auf. Rach 19stünbiger Fahrt landete bei Ballon in der Nähe von Asparn in Sheber- Oesterreich. Angers, 17. Juni. Der Große Preis des Aeroklubs von Frankreich ist von G a r r 0 s in 15 Stunden 40 Min. 57 Sekunden gewonnen worden. Der große Geschwindigkeitspreis wurde ebenfalls von Garros gewonnen. Den Trostpreis über 427 Süo- meter gewann als e r st e r E s pa n e t rn 4 Stunden 4 Min. 46 Sek. mit Passagier; zweiter wurde Bobba in 4 Stunden 21 Minuten 42 Sekunden; dritter Brindefonc in 4 Stunden 32 Minuten 21 Sekunden Bei den fortgesetzten Flügen stürzte Al)and mit zwei Passagieren aus 20 Metern Höbe ab. Ein Passagier erlitt einen Beinbruch. Der Flieger Debussy stürzte in der Nahe von Chartres ab. Er zog sich innere Verletzungen, sein Passagier Beinbrüche zn Arbeiterbewegung. Der Ausstand der Londoner Hafenarbeiter. London, 17. Juni. In mehreren Hafenstädten wie Cardiff, Newports Swansea, Barry und Saiford beschlossen die Hafenarbeiter einstimmig, heute die Arbeit wieder auszunehmen. Der A usstaud bleibt also im wesentlichen aut den Hafen vonLondonbeschränkt. In einer Versammlung, die gestern am Trafalgar-Square stattfand, gab der Präsident des Transportarbeiterverbandes zu, daß der Nationalausstand ins Wasser ge- salleu sei und daß den Streikenden Geldmittel fehlen. Es heißt, daß der Vorsitzende am Samstag für Beendigung des Ausstandes üngetreten fei, aber überstimmt wurde. Allem Anschein nach geht jedoch auch der Londoner Hafenarbeiter-Ausstand seinem Ende entgegen Aus Stafct und Land. Gießen, 18. Juni 1912. ** Tageskalender für Dienstag, 18. Juni. Stadttheater: Erstes Operettengastspiel: „Eine Nacht in Venedig". "Abends 8 Uhr. V 0 r st e l l u n g des Zauberkünstlers Ben-Ali-Bey. Abends 8 Uhr in Steins Garten. Eisenbahner-Versammlung im Lenzschen Jelsen- keller. Redner Reichstagsabg. I ck l e r. Abends 61/, Uhr. " Oberbürgermeister Mecum bestätigt. Der Großherzog hat d« durch die Stabtoerordnetenversamm- hing zu Gießen auf weitere 12 Jahre erfolgte Wieberwahl des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen Heinrich Anton Mecum bestätigt. •• Titelverleihung. Der Großherzog hat den Regierungsrat Dr. Philipp Weber, Mitglied der Eisenbahn» direktion zu Essen, zum OberregiecungSrat ernannt. " Steuer Personalien. Der Gr 0 ß herz og hat den Obersleuerinspektor deö Hauptsteueramts WormS, Finanzrat Dr. Albr. Offenbächer zu WormS, in gleicher Diensteigenschaft an daS Hauptsteueramt Gießen versetzt. — Die Stelle des ObersteuermspektorS des Großh. Hauptsteueramts WormS ist erledigt. Schluß der Meldefrist: 22. Juni. " Kreisassistenzarzt. Der Großherzog hat den KreiSassistenzarzt bei den Kreisgesundheitsämtern Büdingen und Schotten zu Gedern, Dr. Fritz Schenck, zum KreiL- assistenzarzt bei dem KreiSgesundheitsamt Gießen ernannt. "Veterinärwesen. Der Großherzog hat den KreiSveterinärarzt des Kreisveterinäramts Schotten Dr. Alb. Scheidet zum KreiSveterinärarzt des Kreisveterinäramts Offenbach ernannt. "Konzert für den Jnvalidendank. Man schreibt unS: Morgen abend findet in SteinS Garten das jährliche Konzert unserer Regimentskapelle zum Besten des Invaliden- dankeS statt. Leider pflegt gerade dieses Konzert am spärlichsten besucht zu werden, und doch sollte es um dcS guten Zweckes willen daS besuchteste von allen sein. Da unsere Militärkapelle die meisten Sonntage im Jahr unentgeltlich Bade- und Schwimmanstalt, die von dem im vorigen Jahre hier gegründeten Badeverein an der Straße nach Dirlammen errichtet werden soll, sind dieser Tage in An- griff genommen worden, so daß es möglich wird, noch im nächsten Monat die Anstalt zu eröffnen. DaS Gelände i'i Freiherrlich Riedesel'scheS Eigentum und von diesen zur Verfügung gestellt worden. Das Bodebassin wird etwa 1500 qm groß werden; der schon vorhandene Weiher wird dazu benutzt außerdem ist genügender Wasserzufluß vorhanden. — Das Eisenbahnunglück in Schweden. Berlin, 17. J-uni. Bezüglich des Eisenbahnunglücks bei Linkoeping wird noch mitpeteüt, baß jetzt feststeht, daß von bent| Unglück überhaupt nur Schlafwagen, die von Kopenhagen nac, Malmoe und Karlskrona kamen, betroffen worben sind. Die deutschen Schlafwagen unb die direkten Turchgangswagen 1. bis 3. Klasse, die zwischen Berlin und Stockholm verkehren, waren nicht im Unglückszuge, da die Fähre Verspätung hatte und die deutschen Wagen, welche mit der Fähre befördert werden, dm Anschluß nicht erreichten. Linkoeping, 17. Juni. Die Rettungsarbclten wurden die ganze Nacht fortgesetzt. Gestern gelang es, die Züge in langsamer Fahrt an der Unfallstelle vorbeizuführen. Die beiden großen Lokomotiven sind tief in die Erde eingegraben. Ter Bahnkörper ist an der Stelle des Zusammenstoßes eine grobe Strecke aufgerissen. Das amtliche Verhör begann heute in' Malmslaett. An der Unfallstelle wird außer der Königin aau Prinz Karl erwartet Stockholm, 17. Juni. Die auswärts Dcrbreüete Nachrich von der Verhaftung des Stationsvorstehers in Malmslaett | unbestätigt Bisher wurde überhaupt noch niemand verhaftet gestiegen war, ist hier kurz nach 10 Uhr glatt gelandet. ! Mainz, 17. Juni. Die Flugpost am Rhein und M a i n.) Ungünstiger Witterung halber konnte gestern das Zev- pellusttzUl „Schwaben" feine Poftrunbfahrt Frankfurt—Darmstadt (BericbUfaaL ! Mainz, 18. Juni. Vor dem Landgericht Darmslack I beginnt morgen der bekannte Preßbeleidigungsprozeß Berndt- 1 Schapiro gegen Chefredakteur Hirsch. Etwa 190 Zeugen werden voraussichtlich zu vernehmen sein und 5 Rechtsanwälte find in der Sacke tätig, auf deren Ausgang man hier sehr gespannt ist. X Hanau, 16. Juni. Wegen Totschlags Versuchs wurde der 30jährige Italiener Rosario Giovanno Esposito, der als Mineur am Tunnelbau bei Schlüchtern beschäftigt war. zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Er war am Sonntag den 18. Februar d. Js. mit dem Tunnelarbeiter Angelo Thomaftxn beim Kartenspielen in ©reit geraten. Dabet ixrüdte er einen scharf geladenen Revolver auf seinen Gegner ab. Die Waffe Der sagte aber und T. blieb unverletzt. — Leivzig, 17. Juni. Das Reichsgericht hat in der Klage des Rentners Cbr. Petri gegen die Gewerbebank Gießen in der Schinall'schen Konkursangelegenheit ine Beruiung gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Darmstadt a b g e w i e s e n. Dadurch ist der Prozeß endgültig zu Gunsten der Gewerbebank entschieden. Innsbruck, 17. Juni. In der vergangenen Nacht nnirbe das Urteil in dem Prozeß gegen die Innsbrucker Posträuber, btc Geschwister Volderaucr, gefällt. Die Angeklagten verübten im Januar 1911 einen großen Postbetrug. Der Hauptange'iagi. Karl Voldcrauer ließ sich in der Uniform eines Postbeamten einen Postwagen geben uno entführte damit ÜBertbrieffcnbimgen ;n- Betrage von mehr als 17 000 Kronen. Karl Volderauer wurde zu sechs Jahren, seine Schwester Marie, eine frühere Postbeamtin, zu 3'/s Jahren und die 'Ututter zu zwei Jahren schweren jtcr!c- | verurteilt. „MM'!"'? * entsetz ' Sen Leu - •,« cyüste Ä,fanden 5? Ämi' Sjirb fortan m - Die englische Wahlrechtsreform. Im englischen Unterhaus brachte der Unterrichtsminister Pcare die Regierungsvorlage über die Wahlrechtsreform ein. Der Minister erklärte, die Vorlage schasse das Pluralwahlsystem und die Vertretung der Universitäten ab und beseitige alle Anomalien, oie in dem Wahlgesetz vorhanden sind Die einzige Bedingung für die Ausübung des Stimmrechts sei, daß der Wähler sechs Monate lang ununterbrochen seinen Wohnsitz in dem Wahlkreise gehabt und dort seinen Beruf ausgeübt habe. Die Regierung beabsichtige später eine Vorlage über eine Neueinteilung der Wahlkreise einzubringen. Es fei aber vorher notwendig, daß die Wahlvorlage Gesetz werde. Gegenwärtig besäßen etwa vier Millionen Männer kein Stimmrecht. Es sei ausgerechnet, daß unter dem neuen Gesetz etwa zwei bis zweienhalb Millionen Stimmen zu der Wählerschaft hinzukommen würden. Der Minister erwähnte, daß, wenn auch den Frauen das Stimmrecht gewährt werden würde, würden etwa 10 1/2 Millionen Frauen stimmberechtigt. Vor dem 1. Juni >1914 werde das Gesetz nicht in Kraft treten. Nur int Falle der allgemeinen Wahl tonne es vorher zur Anwendung kommen, während Nachwahlen noch nach dem alten Wahlsystem vorgenommen werden müßten. i'chlet, daß die gestrige Aufführung von r(sinc Nacht in Bene di g*, mit der auch die dortige Operettenspielzeit er» öffnet ivurde, der größte künstlerische Erfolg ift, den die Opccette bisher unter der Direktion Steingoetter verzeichnen konnte. Das volle HauL bereitete dem gefälligen Werke, den Darstellern, sowie dem Kapellmeister die wärmste Ausnahme; schon die Ouvertüre fand lebhaften Beifall, und so kann gc- ivtu auch heute hter cm genußreicher Abend mit Sicherheit verbürgt werden. ♦* Regiment sjubiläum. Das Thüringische U l a n e n - R e g i m e n t Nr. 6 begeht am 18. Februar 1913 111 Hanau die Feier seines hundertjährigen Bestellens. Alle ehemaligen aktiven und Reierve-Osfizrere, Sauitats-- Offiziere und Beantte, Unteroffiziere und Mannschaften des Regiments, die an der Feier teilnehmen wollen, werden gebeten, chre Ädrezze, UnieEof^ece und Mannschaften mü Lberbürgern 5 Zn derchchb" -xS-s «ns dem Aahicho igokomotivk •L nniabrenben & Auf dem Ba kfomotiuc und medre «tax und der Heizet ^n Äetz wurde E Ämstag auf de Ktb. Nacb Arlaw staitin verilorb iÜ über d-u Tod bc-. vom vcrMlag '■ Lis der Strecfc w Kemven überfuhr Trtau und der !hiW 3n lfrfur^ m uchtä auf der Straf setzentwürfe betreffen die 26 -prozentige Erhöhung der Grund- und Immobilien-, sowie der Gewerbe-Steuer, die dreiprozentige Abgabe von den Beamtengehältern, dre Erhöhung der Militärbefreiungslaxe von 50 auf 60 Psund für den aktiven Dienst und von 30 auf 40 Pfund für ine Reserve. Einige andere Steuern, angeblich Salz- und Spirituosensteuern, sollen eine mäßige Erhöhung erfahren. Sport. = Radsport. Der Gau 9a Sieg-Lahn des Deutschen Radfahrbundes hielt am 16. Juni seine 10 0 - Kil 0 m e ter - Preisfahrt auf der Strecke Marburg—Biedenkopf—Laasphe Frudingen und zurück ab. Dem Starter Gaufahnvart Marx Gießen stellten sich trotz des sehr windigen regnerischen Wftters 10 Fahrer, von denen folgende die ausgesetzte Prämiierung erringen konnten: Junioren 1. O. Komps („1885" Gießen) 3 Std. 36 Min, 2. E. Unverzagt (,,1885" Gießen) 3 Std. 37 Min., 3. H Dech (Radsahrerv. Wieseck) 3 Std. 39 Min., 4. K. Lenz („1885" Gietzen) 4 Std. 7 Min. Senioren II. 1. A. Höß (Germania Gteßen- 5 Std. 14 Min. — Ferner erzielte.Ernst Unverzagt, Radf.-V. 1885 Gießen, bei dem kürzlich abgehaltenen Rennen ,,Runb um Westdeutschland" 237 Kilometer in der Junior-Maye den 15. und Senior-Klasse den 2. Preis. * Der hiesige Ruderklub „Hassva" errang bex der am Sonntag in Fran kfurta. M. abgehaltenen 19. Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes die Metster- chaft im Einer und den 2. Senior-Vierer. (H. Joedt, Rohrbach, Friederich, Schüßler, Steuer Wolf). Auch die Leistun^n im 1. Vierer unb Achter, die der Rudersport-Verein Amicttia-Frankfurt a. beide nur mit .einer knappen Biertellänge vor Hasiia gewinnen konnte, boten Vorzügliches. Sämtliche Rennen wurden durch sturmartigen Südwesvvind, hohem Wellengang und immer- währendem Regen stark beeinträchtigt, aus welchem Grunde auch die Rennsttecke von 2000 auf 1700 Meter gekürzt werden mußte. Deutsches Reich. Der Reichskanzler empfing am Montag den Botschafter Freiherrn Marschall v. Bieberstein. Der Botschafter ist dann mittags nach London abgereift. Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Wie wir hören, ist für den demnächst frei werdenden Posten eines kaiserlichen Generalkonsuls in Kalkutta, der derzeittge erste Sekretär der kaiserlichen Gesandtschaft in Peking, Legationsrat Graf von L u x b u r g , für den gleichen Poften in Ofenrest der derzeitige Legationssekretär der Königs. Gesandtschaft in München, Legationsrat .Gras von Fürstenberg-Stammheim in Aussicht genommen. Aus Bamberg wird mitgeteüt: Im Anschluß an die Tagung des Vereins für die Hebung der Fluß- und Kanalschiff- sahrt in Bayern wurde am Montag der neue Prinz-Ludwig- Ha fe n in Anwesenheit des Herzogs von Coburg durch den Prinzen Ludwig feierlich eröffnet M^otter0 fe* fe.."! Schli , »chwan, B,rth Le Angabe von Dienstzeit und Eskadron bald an das Regiments-Geschäftszimmer nach Hanau zu senden. *» Ein neuer Diehmarktplatz in Gieren. Wie uns von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, ift von dem Ministerium an die Stadt die Aufforderung ergangen, einen neuen Biehmarktplatz anzulegen. Rach Lage der Gesetzgebung wird die Stadt diesem Verlangen ent- irechen müssen, wenn sie die Märkte fernerhin erhalten will. Angesichts des Umstandes, daß die hiesigen Märkte chon lange Zeit hindurch wegen der Seuchengefahr nicht abgehalten werden konnten, erscheint uns aber das weitere Verlangen der Staatsbehörde, daß bis zur Schaffung des neuen Viehmarktplatzes kein Diehmarkt stattfinden davs, als viel zu weitgehend. Denn wenn das Marktverbot noch längere Zeit hinaus bestehen bleibt, wird es schwer, wenn nicht unmöglich sein, den ehemals so bedeutenden Gießener Markt wieder in seinem früheren Umfange ins Leben vermischtes. * Ein schwerer Unfall. Aus Brandenburg (Havel) wird gemeldet: Nach Beendigung einer Schieß- Übung der 2. Batterie des 2. brmwendurgischen Ar tillerieregiments wurden aus der Chaussee die Pferde eines Wagens, auf dem Scheiben und andere Gegenständ, verladen waren, plötzlich scheu und rasten gegen eine: Chaujsecbaum. Dabei ging der Wagen in Stucke und bi. Soldaten wurden entweder heruntergeschleudert oder g>- rieten unter die Trümmer des Wagens. Ein K a n 0 n i e: ist an den Folgen der Verletzungen gestorben, in andere liegen in bedenklichem Zustande im Garnisoniazai.l. * Ein Gewitter sturm richtete am Samstag h. Mittel- und West-Missouri großen Schaden ar 26 Personen sind umgekommen, der Materialschaden - bedeutend. Die Städte Merwin, Adrian, ea10 : und Sedalia sind stark beschädigt lvorden. In 3 0 n c. oille (Ohios wurde der Glock en türm der katholii'cye:. Kirche durch den Tornado lvährend des Gottesdienstes u m geworfen. Drei Personen wurden getötet, dar-, unter der Priester, der nach dem ersten Sa-reck de" Gläubigen befahl, zu flückften, während er blieb, um bi. letzten Sakramente zu spenoen. Der materielle Verlust 1 Ohio wird auf eine Million Dollars geschätzt. -- Auch in Guanajuato (Meriko) verursachte ein Wolle, bruch den Verlust vieler Menschenleben und rid* tete großen Schaden an. Der Fluß führt viel Leichen. * D i e Ebenedes Todes. Die aus Mexiko eintrefsenoc' Berichte über das Schicksal eines Teiles vorn Rebellenheere M Generals OrSzco geben ein furchtbares Bild von dec (irnie, i> ■: der Tod in der Mapimi-Wüfte gehalten hat: wett über 600 Man: haben in diesen Tagen in jenen wüsten, wasserlosen Einöden Dur} Verschmachten ein grauenvolles Ende genommen. Äurj Dort ■ hatte eine Schlacht ftattgefunben, bei der die Rebellen von Drt Regierungstruppen in die Flucht geschlagen wurden. Sie wuti.lt versprengt: es war bestimmt, daß das Rebellenheer im 'M datnu die Regierungstruppen kein Wasser finden mochten. der eingebildäen Verfolger traf sechs Stunden später in vollH Auslösung eine zweite Äteilung Rebellen am Brunnen ein u 1 stürmte die Vasserstätte, da uMerwegs sckon vi-.'le verj 'c-' J medergesunken waren. Es tarn zu gräßliche» SzeMv» ckc ’q Kreis Friedberg. (h) Vilbel, 17. Juni. Durch unberufene Hände wurde in der Nacht vom Samstag zum Sonntag der H 0 ch b e h ä l - ter des am Weinberge belegenen Wasserwerkes ab- aelassen. Infolgedessen waren viele Häuser stunden- ang ohne Wasser. Starkenburg und Nhcinheffen. (M) Offenbach, 17. Juni. Das neuerbaute Postamt 3 in der Lillistraße mit Telegraphenbetrieb und öffentlicher Fernsprechstelle wird am 1. Juli eröffnet. ch. Bingen, 17. Juni. Der Testamentsvollstrecker des verstorbenen Rittergutsbesitzers Karl Puricelli, Herr Giers- berg, bat der Stadt Bingen die Mitteilung gemacht, daß der Verstorbene ihn beauftragt habe, im Falle seines Ablebens, der Stadt Bingen 100000 Mark aus zu zahlen. Das Geld soll für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Die Zinsen des Legales sollen für die öffentlichen Anlagen der Stadt verwandt werden. Hessen-Naffau. X. Gelnhausen, 17. Juni. Der Allgemeine deutsche Jagdschutzverein hat auf seiner in Koblenz abgehaltenen Jahresversammlung auf Antrag des Fürsten Franz Josef zu Isenburg-Birstein, der Witwe des durch die Zigeuner Ebender erschossenen Försters Ro manuS 500 Mk. beivilligi. Universitäts-Nachrichten. Hk. Marburg, 17. Juni. Der a. o. Professor der Gerichte an der hiesigen Universität Dr. Hans Glagau hat einen Ruf an die Universität Greifswald als Nachfolger von Geh. Rat Prof. Ulmann erhalten. .— Der Privatdozent und Abteilungsvorsteher am hiesigen chemischen Institut, Professor Dr. Karl Fries ist zum außerordentlichen Professor daselbft in Aussicht genommen. wandern und «eisen, Sader und Sommerfrischen. ** Ein Vogelsberger Blatt. Unter dem Titel , Frischau f", Blätter für Heimatliebe unb Wanderlust, Monatschrist des Vogelsberger Höhenklubs, erscheint auf Anregung des Zweigvereins Frankfurt mit dem 1. Juli eine neue Zeit- chrift, die außer fachgemäßen Artikeln Vereinsnachrichten des Klubs nebst Mitteilungen aus den benachbarten Wandergebieten bringen wird. Als Schriftleiter wurde Oberlehrer Weiß bart (Laubach) bestimmt. Das Matt wird jedem Müglred des Vogelsberger Höhenklubs durch feinen Zweigverein gegen Erstattung der Bestellgebühr übermittelt. m L + Bad-Salzhausen, 16. Ium. Umer Badeort hat in diesem Jahre einen viel stärkeren Besuch von Kurgästen als in der gleichen Zeit des vorigen Jahres. Die Gasthöse und Pensionshäuser sind fast völlig besetzt. Dazu kommt noch täglich ein großer Verkehr von Geschäftsleuten und Handwerkern infolge der sehr regen Bautätigkeit. Das Kaufmannserholungsheim zeigt sich letzt schon als ein sehr stattlicher Bau unb ist im Rohbau nahezu vollenbet. Einige Private lassen sich hier gegenwärtig Villen errichten ; denn neben vielen anderen Annehmlichkeiten bietet Bad- Salzhausen noch den Votteil nichtiger Gemeindesteuern und steht in dieser Hinsicht an zweiter Stelle unter allen Gemeinden des Finanzamts Nidda. Nach der Uebersicht der Gemeindeumlagen für 1012 beträgt nämlich der Zuschlag in unserer Gemeinde nur 38,661 Prozent. JubuäumMpls Seniorchef 100 000 Wir für die Uni- Im Namen der Hinterbliebenen: SussmannEdelmuth Giessen, den 18. Juni 1912. 4288 im 62. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. auswärts verbiete Mr, ' Die Beerdigung findet Donnerstag, den 20. Juni nachmittags 2 Uhr in Beuern statt. 4301 Giessen, den 17. Juni 1912. 4285 empfiehlt sich [(6095 3. 3. Kraustopf, vrnchftr. U. Kultursichrl mit Beil allen Lotteriegeschäften in B “/< Koc*- uod Twfbaa. seine hatte eben» Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserm schweren Verluste sagt innigen Dank Heute morgen verschied sanft nach längerem Leiden unser mnigstgeliebter Vater, Grossvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Kommerzienrat Küchen in Mühlheim [Ruhr) stif tete anläßlich seines 25jährigen Jubiläum der Reederei Mathias Stinnes I .Qrofborf, 16. Juni 1912. Ter Bürgermeister: Braun. Vorzügliche Fabrikate. Allseitig anerkannt. Erhältlich in den meisten Kolonialwaren;Drogenvnd Delikatessen Gesthäften. D.HG.1LN2 280848 ganze Länge 45 cm a. Ertr.-Lual. Stahl Unübertroffen zur Freistellung v. Kulturen Entfernung 0. Forstunkräutern, zu Läuter ngen, Ausputzer, v.Äagdmegen.Slck.Mk.S.70. Ern*, Steinhau*. Werdobl L W. IO/» (etzte 21 cu*b richten. Essen, 18. Juni. In einem Artikel „P a p st u n d P a v st- tum" sagt die „Essener BolkSzeitnng", die päpstliche Unfehlbarkeit lwbc mit der Gewerlschaftssragi' nichts zu tun. Ter P a v ft sei in seinen privaten .Handlungen nicht unfehlbar, sondern nur bei seinen Entsckxidungcn in Sachen des Glaubens. London, 18. Juni. Dem Unterhaus wird eine neue Kreditvorlage über 800 Millionen Mark zur Verstärkung der Mittelmeerflotte zugehen. HyffhäuserTEChnifiuiB Frankenhausen Ing.-o Werkm.-Abt GrMis'h.-U'D Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. WetteranSstchten in Hessen für Mittwoch, den 19. Juni 1912: Meist trüb, doch trocken, etwa- milder. Bekanntmachung! Komme zum Mittwochs - Markte mit einem riesigen Lager rein., lein., imit. Handklöppelspitzen. Grove Auswahl in Netten, Motiven, Ninenecken. Alles bllligtt nach Gewicht. Ein Pötten band- geklöppelter Kissenccken billigst. Stickereien und ,ämtl. Barmer Beianartikel ebenfalls sehr billig. 4299 G. Beinhardt, Benrath d. Düsseldorf. handel. **KonkurseinLefsen. lieber den Nachlaß des Christian Andrea- Jacobv und seiner Ehefrau Margaretha geborene Dußmann in Jügesheim wurde am 4. Juni das MonTurd» verfahren eröffnet. Rechtsanwalt Löb zu Seligenstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 9. Juli bei dem Amtsgericht Seligenstadt anzumelden. — lieber das Vermögen des Wilhelm Stellrecht, Militärschneider in Mainz wurde am 11. Juni das Konkursverfahren eröffnet. Bureauvorsteher Günster in Mainz wurde zum Konkursverwalter Frau und der Kutscher wurden getötet. In Erfurt wurde der oerheiratetc Maurer Schreiber nachts auf der Straße in Gegenwart seiner Ehefrau von einem Reisekotter ß&mtl. Größen u. Qualitäten in allen Preislagen amLager von 15 — Mk. an. lupee-u. Anzugkotter Reisekörbe, Reiselandtaschen u. Necessaires, Schirm- lüllen, Schwamm- beutel Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen. Nachdem Großherzogliches Kreisomi das Verbot der Sdirocrrcmärhc r''ic’’-?n wieder aufgehoben Hai. findet der nächste Schi?einemarrt Mittwoch, 19. Junr, der folgende Mittwoch, 3. Juli, statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben guten Mutter Frau Marie Herbert Wwe. sagen wir allen unseren aufrichtigen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Herbert Familie Wilhelm Horn. Ausschreibung. Die Gemeinde Launöbach hat die Verwertung von 8—10000 fibm. LabnkieS zu vergeben Reflektanten ersuche ich. stch biS spätestens 1. Juli er. an den Herrn Gemeindevorsteher in Launsbach zu wenden, der auch erbötig ist, an Crt und Stelle nähere Angaben zu machen. Tie speziellen Bedingungen werden später vereinbart. Reisekissen, Hängematten, Thermosflaschen, Aluminium- Kocher, Trinkbecher a. Flaschen. Rucksäcke in größter Auswahl Kragen- und Manschettenbeutel etc. Extra Anfertigungen in eigener Werkstatt. al. LK.v°nno Esposl° «Ät "bA «nfleü, Thomj« . Dabet drücke er ck Rgner ab. Die Baffe : ieichsgericht hm jn t• flcn die (Seroerbebc- sangelegenbeit die - Darmstadt abaewieltt Gunsten der ßerotrbtbr1 t vngrngeneu Nacht rot’ Innsbrucker Posttäubci,» Die Angeklagten teru rtrug. Der Vauptangc.'ic' >rm eines Postbcamtcn tat mit Wertbriessendungeu - . Karl Lolderaun romhc | eine frühere PostbMNin, s sei Jahren schweren Lei^ General-Debits [hv*4/, Louis Hederich Frankfurt am Hain Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ansstattnngpreiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schuisir. 7 I in Schweden. 1 des Asenbahnunglück- i jetzt feststeht, daß von , die von stopenhagen r Grossen worden find. n Durchgangswagen 1. bis! Holm verkehren, waren n: crspätung hatte und fahre befördert werden, ne Rettungsarbe^ Gestern gelang es, die Ustelle vorbeizufühien. ef 'in die Erde eingegre.-. 5 Zusammenstobes tüte gtJ Verhör begann hwn oirb außer der Sfimgm c e®~ Auch zu haben _____________ und durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen ”W1 versitätB 0 nn als Grundstock einer rheinischen Stiftung für Gesundheitsforschung. Außerdem machte er eine Stiftung von 100000 Mk. zum Bau einer Stadthalle in Mühlheim. Ä-, ---- - - —....... — Nähe von Kempen überfuhr ein Zug ein Juhrwerk. Der Besitzer, seine Bringe meine billigen Rhein- und Moselweine, sowie einen feinen deutschen Rotwein (FlaNche SO Pfg.) in empfehlendeErinnerung. Ferner empfehle alle Kolonial waren u. DelikateNMen zu billigsten Preisen, g J. Seibel " Ludwignplatx. versenden die Ferd. Schäler Dttineldorf 24 Königaallee 52 vüchtrtisch. — Unsere Wasserinsekten. Von Georg Ulmer. 165' Leiten Mit 119 Abbild und 3 Tafeln. -Naturwissenschaftliche Bibliothek.) Verlag von Quelle L Mener in Leipzig 1912. Dieses Buck führt in anschaulicher und lebendiger Darstellung in eine reiche und dabei wenig bekannte Welt. Zugleich aber ist es eine Anleitung zum Sammeln und Jungen biner interessanten (Gruppe unserer Tierwelt, tue mindestens so zur Beobachtung wert ist, wie die Tierwelt fremder Länder. Mann, der ihn mutwillig angerrmpdi batte, nach kurzem Wortwechsel erschlagen. Ta OwW d> B&s- t nchtere sgst Stelle nji" E ’ifo) öcrUl,aAen^:: Die ! ötTOB mib g -n0 dte ’gnigej ’ em R dem »JJ fIJ SxStzl »rÄS-' I Berthold Kühne Fernruf 820. . Spezialgeschäft für Reiseartikel und Lederwaren. W XächKte Woche "NH Ziehung am 26. und 27. Juni unwiderruflich! Grosse Frankfurter Lotterie zu Gunsten des Vereins für Luftschiffahrt. 4492 Gewinne Im Gesamtwerte Mk. 1OO ooo 50 OOO 1 IO ooo Frankfurter Lose 3 Mark PoJl^ou^dp^8te LAird uU k *K* Freibank Heute und morgen LchwcinefIcisch.'»0Psg.!L-/« Invachdecterarbeit Z8rRei»ilJ3i“.lleiMrlil(eli Beuern, Treis a. d. 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