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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. ür den Ter Vorstand des Vereins der Fort- sordert die fort- Allleitunaen lägen aotr vor uuo uuwriun nut nou) des letzten Abschlusses. ^tuieumsdircltor Prof. Tr. Back sprach über „Ratschläge für die Behandlung bewegliche r Gegenstände im Privatbesi d". folgte eine Besprechung über Denkmäler und Gedenktafeln der Kciegerpereine, woruocr Geh. Baurat Pros. Walde berichtete, Er legte eine tunzahl üinsileiu.chec U.umürie für hölzerne bemalte Gcdenlrafeln vor, die für einige ooerhestiscye hircyen bestimmt sind ouec dort nach seinem Bor,chlag |azon ausgejühri ivurdcn. Auch teilte er seine Erfahrungen mit, die er hierbei und Lei der von ih.n des öfteren erbetenen Begutachtung von Kriegerdenkmälern zu machen Gelegenheit hatte. Als >oe,e.tlliche Boraussevung für das Geringen solcher Ausgaben bezeichnete er, Daß der vetresfenoe Verein ooer d.e oeircf^nue Gemeiuoe fich von bad zu Falt rechtzeitig einem tüchtigen, aiimannten Künstler anuerlraue. Ter Tens.italrat schlag sich die,er Aujsassung an. Aus den nun sorgenden Ausführungen des Herrn Pros. Tr. Anthes über die Tutigtcit des Temmmarchivs und den Stand der SlunilDenkmälcr-Jiw-entari,ation iit zu entnehmen, daß das Tenkmaiarchiv schon einen recht ansehntta)en Be,rano auszuroei,en hat und ihn durch Zuweisungen und miuüufe Itamxg zu ergänzen und zu vermehren sucht. Heuer das Kun,rvenrtnaierwerk r,t neu rnitzuteilen, daß zwei Kreiie, Bensheim und Bingen, vor der Vollendung stehen. 2er Band Giesten ist soweit vorbereitet, oast nach Eingang des MauuslriptS ms^md mit der Truulegung begonnen werden kann. An dem Bano ]ür Streis Mainz wird fort- wahreno gearbeitet, die Kreise veppcnheun uns Lau.ecsach sind in Bordereitung. Lno^i.) gerichteten Prof. Reed und Geh. Baurat Prof. Wickop über die im Sitzungssaal aufgehängten Ausnahmen der Wandmalereien, die kurz.ich in Mainz (Karmeliterürche), in W-mpsen (2oinithfdncnir(yC) und Vorder in Sjir.c. .,,r;i ^carmeiiterrioner- tirchei auigcbcüt und von der Hand des Malers Bette aufgetragen ivoroen waren. Tie Kosten der Mainzer Atmtah.ne hat in vttttcns- merter Weife die «tast übernommen, in Wi.iip,en und Hirschhorn erfolgte die Ausnahme aus Staatstosteil. Tie Au,nahmen gefeit auch hier wie bei anderen Bei,pieien sowohl danttnswerie Fingcr- öCige für die Geschickste der Bauwerte, die sie schinüctten als auch wertvoAe Beitrage sur die Emwialung-. ge, a-i^.e der mit.elattcr- iiä-en Malerei. y?aa) ciittt kurzen Mitteilung des Geh. Baurat Dickop über die FertigsteAung und Verwendung der Pfalziapeile in tiSimpicn Idjlou der Borsibende die Siöung. Die neue !Narincvorlage. Die „Tägliche 9iundscha u" ist angeblich aufgrund zuverlässiger Mitteilungen in der Lage, über die neue Ma- rincvorlage wichtige Einzelheiten zu berichten. Die neue Marinevorlage ist danach fcrtiggefteUt, dagegen wird die Leeresvortage, die noch nicht fertig ist, voraussichtlich erst Ende Februar den Bundesregierungen zugehen. Tie neue Marinevorlage verlangt, daß aus den acht Reserve- schifsen, die in Dienst gehalten werden sollen, ein drittes Geicywadcr gebildet wirb. Bon diesen stehen zwei Linienschi» e schon in Dienst. Es wird aljo die wettere Jnbten,t- steilung von sechs Schissen gefordert. Es tritt demnach zu den Geschwadern der Flotte ein drittes hinzu, das int Flottengcsctz schon vorgesehen ist, aber setther aus Sparsam- leitSgrunoen nicht in Dienst gestellt wurde. Die Ausgaben belaufen sich aus 2 5 bis 3 0 Millionen Mark, zu deren Deaung die Regierung aus die Ausdehnung der Erbschaftssteuer aus Deszendenten zurückgreifen dürfte, da oie Deszendentensteuer allein zuviel einbringen dürfte, um die neuen Erfordernisse zu decken. v. Radow'tz t- Berlin, 16. Ian. Ter frühere deutsche Botschafter in Madrid und Konstantinopel, v. Radowitz, ist gestern hier im 73. Lebensjahre gestorben. Ter Familie gingen zahlreiche Beilcidsdepeschen zu. Am Freitag vormittag findet in der St. Hedwigttrche eine Gedächtnisfeier statt, lieber veulmalrat füc Oas Gro^h.rzogtum hcssen. W. Darmnadt, 15. Januar 1912. Am vergangenen Mittwoch trat der Tenkmalsrai für das Grostherzogttim zu einer Tagung — der achten Bollstbung feil seinem Befichen — zusammen. Ter Bor fitzende eritattete zu- ndajit den Geschästsbertu)!, oefvrach den rwecpfel im Borfitz und bcgriiüte die neu berufenen Mitglieder, Prof. Tr. Ratzinger, Pros. Tr. Pinder, Arcyivrat T. Herrmann und Arastoüirei'tor Tr. Dieterich. Im Befolg der Verhandlungen der letzten Plenarsitzung ist im Mai LULL cm Mtninertaiausftyrettcn betr. die Erhottung uno Anlage der Fricbhofe, insbesondere den Schutz des Baumwuchscs und uer Graodcnl.näler, ergangen. Ein anderes, gleichzeitig er- lafscncs AuSfMeioen betrifft den Schutz der Allee,t uno bemerrens- luertcn Bäume, lieber das Ergebnis der Lchrrnisc am Prediger- icmiimr in Friedberg zur Einführung der Gm,Eichen in die Tenl- malpstege liegt auch |ür das Fahr lull, in dem der Kursus unter Leitung des Pros. Putzer statt fand, ein sehr ersreuttchcr Bericht der Seminardirettion vor. — Zu den Ei.ttragen in die Teut- malliiie, die Besa-werden dagegen und die h.erzu ergangenen Mi- niüeriaient,d)cioungen berichtete Baurat Magner. Bop den Einträgen in die ^cnLnalafie entfallen Zöo aui uie Provinz 's.arten- burg, 725 auf die Provinz Ober bei) en, 546 auf die Provinz Rheinhessen. — ES sorgte so dann die Ergänzung der Verjü,icocncn An-Hausse des LennnalSrätS dura) Zmoaht. lieber die Gründung und Ausgaben tleinerer Mu,een lTors- unb Crtumuiecn) beriajt.ten Prof. Tr. Back und Pros. Tr. Anthes sehr eingehend. Hieraus berichtete an Hand von Präncn und Photographien Architctt 2üinoaumci)tcr Pros. Becker über den S^and der Sicherungsarbeiten am AIainzerTom und der diesen vor- auegegongenen lau.ichen Untersuchungen, insbesondere Unt.r- gniiiDy> und Funoamcntsverhülttüs,e des Bauwerts. Tomiüpi- rular Pros. Tr. Bendix ergänzte die Ausführungen namemüch im Dinolict auf die s.nunzietten Aue vor, 92 Verzeiu-nisfe jtno noa) in Ar.ctt, die übrigen ftci/en noü) aus. G.^.u^t fuio oer.sts 125 Verzeich- niiie in lö Bogen. Man ist ferner bestrebt, auch das sonnige i.n llanoe vorhandene, Uichnche Bu.tteru.iatti.al zu e*iü)liCuen. Im Ansch.ust daran berichtete Domtapitu.ar Pros. Tr. Benoix für öie katholische Kira e, dast man oort in der tirastichen Urruitbat» bi^ege itoa.) nicht so ibeu ,ei. ^ie B.Uivur,e für oie „icgc.ung u.w — lieber das chinesische Theater lesen wir im Teze.nlwihest der „Me.t d.s Kaufmanns" foigetue ergvtz,iche Schil- oerangen: „An einer Seite der Bühne hat o,e Mu^t^anoe ihren Piatz, verhtthcitd ftthen und liegen da atlec.ei Znnrumente, ai- oa find: t. Stan sreisinniger Mann kann ihm seine Stimme geoen. Es ist Ehren, ache sür unsere Anhänger, am 22. Januar geschloßen für Herrn Landwirtfchafts- l e b r e r H e ck (Alsfeld) einyutreten und nur ihm ihre Summe zu geben. Keiner sch.e aut Wahltage. Lauterbach, 18. Jan. In einer hier abgehaltenen Sitzung des sozialdemokratischen Wahlkomitees wurde für die Stichwahl die Unterstützung des nationatliberaten Kandidaten Heck beschlossen. bs. Darmstadt, 16. Jan. Die christlich - so - ziale Partei hat sür die Stichwahl folgende P a - cole ausgegebcn: „lieber die Stichwahltaktik entscheidet die örtliche Wahlleitung in Gemeinschaft mit der Hauptgeschäftsstelle. Es werden die Wahltreisleitungen ersucht, unter leinen Umständen eine Parole ohne Zustimmung der Zentrale auszugeben. Die chrßtlich-soziale Partei steht in Erbach-Bensheim in Stichwahl gegen die Sozialdemokratie. Je nach Entscheidung der Nationalliberalen für oder wider die christlich-soziale Partei dürfte die christlich-soziale Parole in Herford, in Heidelberg und in Darmstadt ausfallen, und je nach der Entscheidung der Freisinnigen in Bensheim dürste die christlich-soziale Entscheidung in Lennep- Me11ma it n und in Frankfurt a. M. faLcn. Ebenso ist abzuwarten, ob in H e r v o r n-Dill e nb n r g sich der Fortschritt für Tr. Lohmann erttärt, er bür.te dann die Antwort in Altena-Iserlohn uno in Hagen-Schwelm srhal.en, wo der Fortschritt aus die christlich-sozialen Stimmen angewiesen ist." Ist das wirklich nationale Pol.tir, die in einet solchen Wahlparole zum Ausdruck kommt? Tie Stichwahlen der kurhrssifchen Wahlkreise. X. Fulda, 16. Jan. Vom geschäftsführenden Ausschuß der Zentrumspartei für den Regierungs- bezirtKass elist be.chtofsen woroen, bei den am 2j. d.efes Monats itattiinbeHben Sttchwahlen in den fünf tue» heffischen Wahlkreisen Marburg-Kirchhain-Franttn- berg, Riltteltt-Hosg».ismar-Moifhagen, F^itzca^-Homberg-^ie- ßenijain, Eschwegr-Schmalialden und Hünfclo-Herssetv-.^o- icnburg für die Kandioctten der deutfchfozialen Partei einzutreten. trommel, Flöten nut Fi,tel,urn.ne uno Pseisen u. a. m. Tiefe Instrumente und Teile von ihnen sind aus mannigfaltigem Mi- icrial gefertigt, es gibt solche aus Seiden, Aamousrohr, Holz, Porzellan, Tarm, Küroisschale, Stein, Eisen und anderen Metallen. Tie Melodien, die diesen höllischen Werkzeugen entströmen, sind Dem Chinesen höchst willkommen, denn er versteht das System, oas ihnen zugrunde liegt, und ist stolz aus seine Musik. Tast er aver auch ver,tändnis für europäische Musik hat, beweist der AuSsprucy eines Eetehrten, der, als er einst Beethovenmusik hörte, jagte: „Tas ist die Musik, die meine Ahnen verloren ha^en." u,r erkannte die ergreifenoe Schönheit an, aber er wollte nicht gelten laßen, daß ihr Uriprung ein anderer als seine Heimat wäre uno horte mit konser^atioem Ohre zu. Der Gong ertönt nun in einigen wuchtigen Schlagen, und in Ermangelung des' — bei uns — sich hebenden Voryangs, öffnet sich die linke Tür, die Eingangstür, die Schauivieler treten auf. Phantastisch sind lie angezogen, denn sie stellen in den meinen Stucken, die säst aue Ehiiias ruhinreicyer Bergangenyttt entleynt find, Fürsten/ Würdenträger, Generale und Soldaten bar. Vielfach tritt die Allegorie als Aushilfe zu dem Personal der Truppe. Tann trägt zum Beispiel ein wich tunt angezogener Schauipieler hinten am buiacn beseitigt zwei kleine Fahnen und (teilt aus btcie Weise cm ganzes Heer dar Tos Gesiast ist je nach der darzuftellendeir Type g/ichmmn, oft fällt ein langer lünftticher schwarzer oder roter Bart aus die Bruck herab, manchmal bedeckt eine schreckliche Maske, die den bösen Beist and.ulet, dos Gesicht. Beim Lcyminken )icljt man daraus, bau der Scy«ispieier je nach seiner Stolle gut-- müiig oder heimtüaisch, ttug oder dumm auSsehe. Die Anwen- Dung der „Kulissen" ufw. iu mehr als naio. Soll ein kaiserlicher Paiast bargcucilt meruvU, fo Laut man aus Tlfchen uno Stühlen ein Gcrü,t, behängt es mit em paar jeioenen Tüchern und das Ganze iu fertig. In der Mitte bleut ein Zwifcyenraum, der oen Eingang vorsteltt. Beim Einmarsch von Solvaten in eine eroberte Stabt dient ein einfaches Pappwr cüs Stadttor. Es ist Der Wirklichkeit cntiprcdieno mit Ziegelsarbe bemalt und groß genug, um einen einzelnen Menschen ourchzulaßen. Vorher hat iia) ein Kamps aogespiett zwßchen den Belagerern uno Ver- ieioigern, wobei etwa acht Schauspieler in Iriegerischen Kostümen und mit großen Lanzen unter lamem Geschrei auf oeiben Scüen ves „Tors" ihre panlomimiid)cn Künste zeigen. Taoei sehen mir manchmal, daß uer eine ober aiioere Scrieger ein Bern hoch- he^t, zum Zeichen, baß er zu Pstrbe steigt, ooer wir sehen ein anderes Mal, daß die Akteure ymrercino.wer ü^cc ein faimaies Brett laufen, das eine Brücke vedeu.e.1 soll. Aud) Hochzeiten lucrocn bargefteiit. Emgeh.no prüft der Bräutigam die Bcaui, indem er tyre Stirn, Augen,. Mund und Saimtern mit dem Zeigefinger bttaftet, fdjlie^ü) perfcywiiioen beiue h.mec einem Bvrhung, zum adgemi-inen Buuoium ver Zuschauer. Nach kaum einer Minute kommen sie wi.oer hervor u.io ipie.cn unter Dem ^auchzen Oes Bottes oas nu.i vaü) enoen^e Sluck iveiut- Kobnrg, 16. Jan. fchri11liehen Bolksvartei in Kodurg fordert. schrilttichen Wähler össentiich aui, in der Stichwahl s nationallibcralen Kandidaten Quarck eint.utrctcn, der gegen Den Sozialdemokr. 3 i c t f d) in Stichwahl steht. Berlin, 16. Jan. Im Wahlkreise G u m d i n n c n - I n 7 ft c r b u r g rat die naiioualliberale Partei ihren Wählern, bei der Stichwahl zwischen dem F r e is i n n i g e n Kandidawn Siehr und dem Konservativen Brandes ennurber Dahlcntdal- tung zu üoen, oder den freisinnigen Kandibaten zu wählen, unter leinen Urnftänben aber den Konservativen. . Im Herzogtum Lauenburg treten die Ratio n a lliberalen sür den Fortschrittler Tr. Heckscher ein, dc.scn Wahl gegen den So.üaloemoiraten Schauenburg damit als gcfichcrt gilt. Die Stonferöatiücn halten sick) ganz passiv. Die elsässische bcmolratischc Organisation beschloß, in bet Stid)wahl bic Un.crstützui'.g der Sozialbcmolraten Fuchs in Straßburg-Land und Peieeles in Eolmar gegen das Zentrum. Tie Parteileitung der Sozialdemokraten von Alzey- Dingen beschloß, in der Stichwahl mit aller Energie sür den Kandidaten der Fortschrittlicycn Bottspartei, Pfarrer Korell^ Die Reid;stagstoat)kn. Die Stichwahlen im Reia.e finoen sämtlich in der Zeit vom 20. bis 25. Januar statt, in Hessen sämtlich am 22. dS. Mts. In unseren benachbarten Wa^l.rtt.en Wetzlar-Attenkirchen und Atarburg-^icchhaiii-F.auicuverg füllt die Enl- fchcidung fchon am nächsten Sarnslag. Was die S t i ch w a y l p a r 0 l e anlangt, so stehen alle Parteien vor einer recht schwierigen Frag., in erster Linie ist es für den Liberattsrnus häa,ig rcc^t schwer, fich zu entscheioen. Wenn die heutige Meldung vottstandig za- leiht/ daß die Na.ionallibcroien und Die Fortschrittler 111 allen Wahlkreisen bei den Stichivah.en sich g^gen,eiiig Wahl- hilse leisten wollen, so wäre das höchst erfreu.ich. Während man in den sort,chrtttiichen Sticiicu geneigt ift, überall da, wo die SoziaiDernotrattn mit einem sianbioatcn der rechtsstehenden Parteien in Die Sttchwahk kommen, für den Soziaioemotrateii zu stimmen, wird eS im naiunallioc» Taten Lager Darüber zu ver.chiedenen Meinungen kommen. Für Die nationaliiberule Parcel ist diese Enocyeidung eben fchwerer, uno ihre oberste Leitung Hai den cinzelnen Wahl- ircijcn Daher auch keine bestimmte Weisung gegeben. Die „Stuhl. Ztg." hat Dieselbe Haltung eingenommen. Tie heffische Parttilciluug Der Na.ionalliberalen hüllt sich in Dieser Frage vorläufig in Schweigen. Es handelt jich nur um uii|Crcii Gießener Wahltrais uno den Bezirk Erbuch- Bensheim, wo nattonaliiberale Stmimc.i bei Der S.ichwayl ausfchlaggcbend sein tonnen; aber gerade hier wiro Der Partei sie Entscheidung nta)i leicht werden. In 5 Hess. Wahlkreisen find Nationalliberale felbst in der «»ttchwayl. Auslaudische Lägen. Tie amtliche „Norodeuische Allgemeine Zeitung" schreibt: Uever den Ausfall der deutschen Wahlen und die künftige Stellung der Negierung und der Parteien wirb in ber ausländischen Preße mand^cd ungereimte Zeug geschrieben. Wir wollen nur zwei Aenßcrungen herauSgreiien. Zrn „GauI 0 i s" wird erzäh.t, der Kaiser habe einem deutschen Tip.omaten gegenüber gciagt, daß die s 0 z i a l d e m o k r a t i s ä) e G e s a h r der Monarchie die Pflicyt anferiegen lonntc, die Dentfche Volksseele durcy einen Krieg wieder z u stärken. Daran ist natüräcy kein wahres Wort. Sodann spictt die „T i nt e s^ mit dem Gebauten, der Kaiser könne sich angesichts des Anwachsens der Sozialdemokratie ans Den Kaiholizl.mus in 'Teutschlaiw fcützeu und zu taffen Stärkung Gebietsteile der Habsbur glichen Dtonarchie dnncFticrcn. Tas ist der Gipfeh Tie Wahl in Gie.eN'Erur.berg-Nidda. Das amtliche Eigcb.iis Lee Rttchvlagswahl am 12. Januar in unserem Wahttreis ist: Oberlehrer Tr. Werner- Butzbach 9ib4, Svranleiitasiekvnttollcur Beckman u-Gießen 7*ju4 und Berbandsseireiar Erkelenz- Berlin 69^9 Sttin- mcn. Auf andere Personen fielen 11 Stimmen. Die von uns am Abend des Wahltages mttgettitten Zahlen stimmen mit der amtlichen Feststellung fast ganz überein. Die Stichwahl ist, wie schon früher vorgesehen war, aus Montag, 22. Januar, festgesetzt worben. Tie Stichwah Parole der liberalen Parteien. Berlin, 16. Jan. Ter geschästssührenbe Ausschuß der Nationalliberalen Partei empfiehlt nach An- Deutsches Ueich. Dem p r e u fe 11 U) c 11 *<. u a j r ujl c t c it 1} a u f e ging ein Antrag der Fortschrittspartei zu, die Stqaisregierung zu ersuchen, m Ausführung des Artikels 61 der preußischen Verfassung einen Die Verantwortlichkeit Der Al inister regelnd en Gesetzentwurf vorzulegen. Ein weiterer Antrag der Fortschrittspartei ersucht die Ätaacsregierung um Vorlegung eines Ge/ctzenlwurjs, der eine einheitliche uiu den veränderten Zeitverhättnisslni entsprechende Neuregelung des gesamten Beamtenrech.s herociführt. 'Die römische „Trlluna" erfährt, daß Derr von Kiderlen- Wächter, der sich gegenwärtig in Stuttgart auf Urlaub befindet, beabsichtige, einen Teil des Urlaubs in Norditalien zuzubringen. Wahrscheinlich werde Herr Kidenen-Wächter Lei dieser Gelegenheit eines Tages auch nach Rom kommen, um den Minister Les Aeustern San Giuliano persönlich kennen zu lernen. Die Schweizerische Depeschen-Agentur meldet: Am Samstag eröffnete der deutsche Gesandte v. Bülow dem Bundespräsidenten mündlich, der Kaiser gedenke Anfang September die Schweiz zu besuchen. Der Bundes- Präsident sprach dem Gesandten seine Freude über diese Eröffnung aus. Der Bundesrat nahm in der Sitzung vom Dienstag hiervon Kenntnis und genehmigte und- erteilte die Antwort. Ans Hessen. Eioe Beso.dungsrcform ohne Lternrerhohuuz? rb. Darmstadt, 16. Jan. Die von der Regierung Ende Januar zugefagte Vorlage über die Reform der Beamtenbesoldung wird sicherem Vernehmen nach eine mäßige Erhöhung für die Beamten aller Besoldungsstufen bringen. Zur Bestreitung der Kosten sollen neben dem rechnerischen Ueberschuß von 430 000 Mk. aus dem neuen Vorunschlag noch weitere Ueberschüsse, besonders aus den Eisenbahnerträgnissen, herangezogen werden. Es soll auf diese Weise ermöglicht werden, die Besoldungsreform ohne Stcuererhöhung durchzuführen. Tie Vere nfachung der Staat.Verwaltung. rb. Darmstadt, 13. Jan. Der parlamentarische Sonderausschuß für Vereinfachung der Staatsverwaltung hat heute nachmi.tag Li Gegenwart zahlreicher Regierungsver^rcter im Sitzungssaal der Ersten Kammer eine bis gegen 7 Uhr andauernoe Satzung abgehalten. Den Vorsitz sü^rre Staatsmi.lister Dr. Ewald. Die sehr eingehenoe Beratung drehte sich vorzugsweise um die Vorschläge der Regierung zur Reorganisation der Forst- Verwaltung, der Bauabteilung und der Bergbaubepöroe. vom türkisch-italienischen Kriegsschauplatz. Beschießung eines sranzösischen Postdampfers. Paris, 16. Jan. Nach einer Blüttermeldung aus Marseille wurde der daselbst eingetroffene Poft- dampfer „Sinai" der Messagerie Maritime am 8. Januar, kurz nach der Abfahrt von Smyrna, von mehreren türkischen Kanonenbooten beschossen, ohne jedoch getroffen zu werden. Der Kapitän des „Sinai", unter dessen Passagieren eine große Panik entstand, signalisierte den Namen seines Schiffes, woraus die türkischen Kanonenboote, lic Liren Irrtum ccfannt hatten, sich zurückzogen. Es scheint, naß die Turren den sranzösischen Dampfer in Verpacht harten, Kriegskonterbande an Bord zu haben. Der französische Botschafter in Konstantinopel, dem der Kapitän über den Vorfall Bericht erstattete, hat bei dem türkischen Minister des Aeuhern Vorstellungen erhoben. Ein beschlagnahmter französischer Tampfer. Tunis, 16. Jan. (Agenze Haras.) Es benötigt sich, daß derDampser „K a r t h a g o", der den P o st d i e n |t von ALar- feille nach Tunis versieht, aus hoher See von italinischen Torpedobooten angehalten und nach Cagliari gebracht worden ist. Die „Karthago" hatte ein Flugschiff des Fliegers Duval und Teile eines Flugschisfes des Fliegers Ovre geladen. Tie italienischen Behörden, Die Flugschiffe als Kontrebanoe betrachten, haben das Flugschisf ausgeladen. Duval und Obre, die bereits in Tunis angetommen sind, haben beim General resident en Beschwerde erhoben. Rom, 16. Jan. iDie Agcnzia Stefani meldet aus Ben- tlhasi vom 14. Januar: Ein zur Rekognoszierung ausgehendes halbes Regiment .Kavallerie hatte mit einer Gruppe Beouinen ein Scharmützel, bei dem die Italiener einen Leichtverwundeten, die Feinde fünf oder sechs Tode hatten. Innere Schwicrigseiteu in der Türkei. Konstantinopel, 16. Jan. Die Mitglieder deS Sonderausschusses des Senats, der untersuchen soll, ob - Stadtrat Sahm-Magdeburg). Im Anschluß an di:s2 St^ungf . findet int Klubsaale (Gwßener GescllschaftshauS), Sonnen- : straße 19, ein gemeinsames Essen statc — trockenes Couvert 3 Mk. (Beginn etwa 2 Uhr.) Für den Abend ist ein gemeinsamer Besuch des Sladttheaters vorgesehen; zur Aufführung gelangt „Hans Sonnenstößers Höllenfahrt", ein ■ heiteres Traumbild von Apel. ** Zur Wohltätigkeitsveranstaltung des Automobil-Club sGteßenundUmgebungA.D. A. C. sind wir gebeten, noch folgende Zeilen aufzunehmen: Tie Wohltätigkeitsveranstaltung zu Gunsten des hiesigen Säuglingsheimes hat, wie berichte:, einen sehr befriedigenden und schönen Verlauf genommen und wie man hofft, auch einen pekuniären Reinertrag in ganz stattlicher Höhe erzielt. Die genaue Aufstellung hierüber wird in einigen Tagen eingehend veröffentlicht und die Belege der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.. So wenig also ein Mißerfolg erzielt worden ist, so sicher ist es auch, daß bei einem etwas regeren Besuche — es waren etwas mehr als die Hälste der vorhandenen Plätze verlauft — bei einem Besuche, wie das Programm u;n eigentlich hätte erwarten lassen, ein bedeutend höherer Reingewinn halle erzLll werden müssen. So ist es z. B. doch lehr zu verwundern, daß aus Professoren- und Oifizierskreisen dieser Veranstaltung so gar kein Interesse gezeigt worden ist, das den durch den Klubball veranlaßten schwächeren Besuch etwas ausgeglichen hätte. Es wäre zu wünschen, daß die hofsen.- lich nunmehr überwundene S^yeu vor Veranstaltungen des Automobil-Clubs Gießen in Zulunst weniger zutage treten möge. Doppelt lobenswert muß daher Das von einigen Geschäftsleuten grzeig.e rege Interesse für die gute Sache erscheinen und anerkannt werden. Tas Blumenhaus Dietz am Seltersweg hat als Dank für die vom Automobil-Club Gießen gemachte Bestellung von sechs großen Lorbeerlränzcn die so gefällige Ausschmüctung des Theaters kostenlos übernommen. Herr Stückrath lieh Die notwendige große Anzahl von Tischen und Stühlen ebenfalls entgegencom- mendcr Weise, ohne dafür eine Rechnung zu stellen. Herr Rath, der Bescher des Lass Ernst Ludwig, — in Dem übrigens nach dem Koitzerte die veranstaltenden Vereine im Familientreise sroh vereint noch schöne Stunden verlebten — hat den während der Teepause ausgeschenllen Sekt, ca. 80 Flaschen, fast zum Eintaufspreife Überla,sen und sich und seine Angestellten der guten Sache unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Weitere Unterstützung wurde dem Auto- mobil-Elub Gießen und Umgebung H. D. A. C. zutell durck das Entgegenlommen des Herrn Eiges, Restaurant Royal, sowie der Herren Löwer unD Bechstein, Neustadt, und Der .Herren Gebrüder Datz in Firma Carl Schwaab Nachfolger. In danlenswerter Weise stellte Herr Theaterdirektor Stein« go etter die erbetenen Kostüme, Utensilien und Requi- ,iten dem Club zur Verfügung, und Herr Oberregisjeur Backoff hat mit Rat und Tat die Veranstaltung unterstützt. Besonoers lobenswert muß nocy das Entgegenkommen des Verlages Ahn und Simrock, Berlin und G. Rieordi u. Co., Leipzig hervorgehoben werden, die tantiemenfrei das Aufführungsrecht ,ür Samson und Dalila und Maskenball genehmigten und die Erlaubnis erteilten, das erforderliche 'Notenmaterial bei der Generaldirellion des Darmstädter Hoftheaters anszuleihen. Die Intendanz dieses Theaters stellte demzufolge die Noten liebenswürdiger Weise kostenlos zur Verfügung. Aus alle dem kann man ersehen, welche große Arbeit zu leisten war und daß eine große Summe selbes erspart worden ist. Zum Schlüsse fei auch hier Der Bereitwilligkeit der Damen und Herren gedacht, die während der kurzen Zeit der Teepause den stattlichen Reinverdienst von saft 300 Mark ermöglichten. Allen Besuchern der Veranstaltung unseren geziemenden Dank — auch im Namen der'er, die es angehll '"' Reichstommers der Gießener und Marburger Burschenschaft. Wie alljährlich sindet in Gemeinschaft mit den Drei Burschenschaften der Universität Marburg eine von der gesamten Dnr.chenfchast der hiesiaen Universität, veranstaltete Gründungs,eier des Deutschen Reichs statt. Dem in Steins Saatbau am Abend des 17. Januar anberaumten Kommers geht am Mittag gegen 4 Uhr ein Zug voraus, der sich von Der Bahn aus, wo Die Marburger Burschenschafter abgeholt werden, durch die Straßen der Stadt nach dem „Anores" bewegt. Den Vorsitz führt die Gießener Burschenschaft „Frankonia". ** Reichsgründungsfeier. Vom Alldeutschen Verband wird uns geschrieben: In der morgen Donnerstag stattsindenden allgemeinen Reichsgründungsfeier wird der Bauersche Gesangverein Den Isis und Osirischor aus der Zauberflöte von Mozart, die Schillerschen Drei Worte des Glaubens, vertont von Zöllner, und den deut-- chen Ehrenpreis von Methfessel zum Vortrag bringen. Fräu- etn I. Stammler wird singen „Dunkel, wie dunkel in Wald und Feld" von Brahms, „Wer in die Fremde will wandern" von Wolf, ,Leiser schwanken die Aeste" von Strauß, „Wenn die Rosen blühen" von Reichard und „An ihren bunten Liedern klettert" von Weingartner. Als pia- nistische Darbietungen hat Herr $. Hahn „Auf Flügeln des Gesanges" von MendelssohnLiszt, die Gavotte D-moll von d'Albert und den Balse brillante As-dur von Chopin ausgewählt. Auch in künstlerischer Beziehung wird aiso der Abend der Bedeutung des Tages vollauf entsprechen. ** Stadttheater. Unter den wenigen dramatischen Neuheiten der letzten Zeit, die einen ehrlichen Erfolg errungen haben, fleht „Hans Sonnen st ößers Höllenfahr t", cm hlltcres Traumspiel von Paul Apel an etiler Stelle. Von Der Urauf» ühtung am Dresdener Lvitheatet aus ist das Werk von Ersolß zu Erfolg geschritten und erst in Den letzten Tagen roieDer am vof- theater in Karlsruhe und Den Stadttheatern zu Straßburg und Dortmund mit vielem Beifall aufgefuhrt worden. Die hiesige Premiere des S.ückcs findet Dienstag, 23. Januar, statt. — In Vorbereitung für Die nächste Zeit stehen außerdem: Lolöerg, Juilus Cäsar, Lollchcns Geburtstag, Leibgardist, Bildschnitzer. ** Treue im G e s chä fls l e b e n. Dieser Tage wurde und ein altes Quittungsbuch vorgelegt, aus dem heroorgeht, daß Wirt Johs. Kehr in Treis a. d. L. seit 1845 mit der Firma I. Kann Söbne hier im ununterbrochenem geschäftlichen Verkehr steht. Während das Quillungsbuch, das auch sonst manche iinereifanttn Angaben enthält. Die Verbindung seit 1845 nach-- weist, ist auf andere Weise festzustellen, daß die geschäftlichen Beziehungen zwischen Der Firma Kann und der Familie Lchr bis zum Jahre 1832 zurückgehen. ** Be118wcch> el. xer Bankier Joseph Herz kaufte von Kratz aus Glauchau einen ca. 2000 qm großen Garten an Den Eichgärten für Mk. 8000. LanDkreiS Gießen. -r Klein-LinDen, 16. Jan. Unser Kriegerve rein hielt am Sonntag bei Kamerad Friedrich Rinn seine Jahresoer sa mm lung ab. '5>er Vorsitzende, Lehrer Keil. erstattete Den Jahresbericht. Der Verein zählte am 31. Dezember 100 uroentiieuc, 15 außerordentliche Mitglieder und zwei Ehrenmitglieder. Sechs Mitglieder traten neu bei, eins verzog nach Lützellinden. Es wurden 42 Hejsifche Kamerad und 100 Hajsiakalcnder gelesen. Der Verein hat in Gemeinschaft mit der Gemeinde eine Veteranengtoenktafel errichtet. Die die Namen von 28 Betevane» Der Artikel 35 immer vollständig befolgt worden ist, gehören zum größten Teil der jungtürkifchen Partei an, die dadurch eine rasche Auflösung der Kammer zu erreichen hofft. Es heißt, daß Hilmi Pascha, der gegen eine sofortige Auflösung der Kammer war, seine Anschauung geändert habe. Es wird behauptet, die Jungtürken hätten ihm dringend nahegelegt, unmittelbar nach der Auflösung das Großwesirak zu übernehmen. Weiter verlautet, das Dekret ,-ur Auflösung sei bereits unterzeichnet. Nach anderen Gerüchten übernimmt Hilmi Pascha vorläufig das Ministerium des Innern. Konstantinopel, 16. Jan. Der Senatsausschuß sprach sich zugunsten der Kammerauflösung aus. Heer und Flotte. Eine Skansalgc,chichte im französischen Heer. Paris, 16. Jan. Aus Dole im Departement Jura lvird den Blättern gemeldet, daß vier Korporäle des 14. Jägerregiments einen Viehhändler an einen abgelegenen Ort lockten und ihn, nachdem sie ihn durch einen Säbelhieb schwer verletzt hatten, zu berauben versuchten. Der Angegriffene wehrte sich jedoch verzweifelt und stieß laute Hilferufe aus, so daß die Soldaten fchließ- lich die Flucht ergriffen. Am anderen Morgen wurde der Viehhändler sämtlichen Korporalen des 14. Jägerregiments gegenübergestellt und erkannte sofort seine Angreifer, Die unverzüglich in Hall genommen wurden. Korporäle als Straßenränder; das gereicht dem Heere, auf- das die Franzosen sich so viel einbiioen, wahrlich nicht zur Ehre! Au» Stadt und Land. 0) i e b e n, 17. Januar 1912. ** Tageskalender für Miitrvow, 17. Januar: Stadt- ll h e a t e r: , Lolior ixlaus/ An'aug 7 Uhr. D — Reichstagswahl. In Der heutigen Nummer be- inben sich mehrere amtliche Beka nntmachu ngen wegen Der Reichstags-Stichwahl, worauf ausdrücklich hin- gewiesen sei. ** Staatsbahn-Personalien. Ernannt würbe Der Eisenbahn^Rangierfüyrer Karl D e r n in Gießen zum Eisenbahn-Rangiermllfter, Der Stalionsgehilfe Grölz unD der Eisenbahn-Aushelfer Thiemer, biroe in Gießen, zu Weichenstellern (Eisenbahn-Gehilfen). Versetzt wurde oer Baynmeifteraspirant Küllmer von .Gießen nach Höchst a. M. ♦* Die Lahnkanalisation. Der Zentralverein ür deutsche Binnenschiffahrt veranstallet am Dienstag, den 23. Januar, vormittags 10V, Uhr, in der alten Aiua der Landesuniversi.ät eine Sitzung seines Großen Aus- chusses. Auch Nichtmiiglieder des Ausschujses, nicht nur alle mittelbar durch die Zugehörigkeit zu unserem Verein dem Zentralverein Ang^sci-losfen.n, sondern auch onftige Interessenten können Daran llilnehmen. Zur Verhandlung steht folgende Tagesoronung: 1. Geschäftliche Erteilungen. 2. Das neii£ Projekt einer Kanalisierung rer Lahn für 230 Tonnen^chisfe a) nach der technischen Seite (Berichterstatter Regierungsbaumeister a. D. Arnolo- Franlsurt a. M.), b) nach der wirtschaftlichen Seite (Berichterstatter: HanDelsiammersynDiius Dr. Metfchte-Wetz- ar). 3. Ter zweckmäßige Typ eines Motorschiffes für Den Verkehr aus der Layn und Den anschließenden Wasser- traßen (Berichterftatter: Geyeimrat Prosenor Flamm- Charlottenburg). 4. Tie Koph^imer Schleuse uno Die Jn- teresien Der S^ainschi,fahrt (Berichterstatter: Handetstam- mersynDiius Dr. Trumpier-Franksurt a. All). 5. Dec neue Entwurf eines preußiscyen Was,erge|etzes (Berichterftaller: Zum Uebetfall auf Yuanschikai. Peking, 16. Jan. Drei von Den Angreifern Puanschikais sind scstgenommen worden, außerdem wurden noch drei andere RenolMionäre unter dem Verdacht der Mit- töterschaft rcrha tet. Ein Poli^eibeamter u. ein Seldat nur.cn Durch Die für Puamchiiai bestimmte Bombe ß2tötet, zwöll Soldaten und Drei Zivilisten verletzt. Auch eine Anzahl Pferde sind getötet und verletzt worden. Den Termin der Beerdigung ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Einer ber wenigen deutschen Diplomaten, die noch unter dem Fürsten Bismarck auf Den höchsten Stellungen Des auswärtigen Dienstes gestanden haben, ist mit dem in Berlin verstorbenen Botschafter v. Radowitz Dahingegangen. 1839 in Frankfurt a. M. als Sohn des bchnn.en Generals und Politikers geboren. Der unter Friedrich Wilhelm IV. eine so bedeutende Rolle spielte, studierte er Die Rechte, trat 1860 in Den Diplomatischen Dienst unD kam als Attachee zuerst nach Konstantinopel, Dann in Den Fernen Osten und wurde 1865 nach Paris versetzt, wo er vier Jahre blieb. An dem Feldzug 1866 nahm er als Ordonnanzoffizier des Prinzen Friedrich Karl teil. 1869 wurde er zum Generalkonsul in Bukarest ernannt. Nach einer kurzen Tätigkeit als Geschäftsträger in Konstantinopel wurde er 1872 in Das Auswärtige Amt berufen, um die orientalischen Angelegenheiten zu bearbeiten, wozu ihm feine Erfahrungen im Osten besonders befähigten. Obgleich Radowitz :toei Jahre später zum Gesandten in Athen ernannt wurde, blieb er doch tatsächlich mit kurzen Unterbrechungen dauernd in Berlin, bis er 1880 als Geschäftsträger nach Paris ging, um bann 1882 als Botschafter nach Konstantinopel versetzt zu werden. Hier gewann er einen außerordentlichen Einfluß beim Sultan und erfreute sich zugleich bet feinen Landsleuten wegen seines kräftigen Eintretens für ihre Interessen Der allgemeinsten Achtung und Beliebtheit, fo daß man ihn mit großem Bedauern scheiden sah, als er 1892 nach Madrid als Botschafter kam. Die Gründe dieses Wechiels braucht man, so stellt heute auch Die „Köln. Ztg." fest. Der wir Die je Angaben entnehmen, heute nicht mehr zu erörtern, sie lagen nicht in ben Leistungen Des Herrn v. Rabowitz. Nocp einmal bot sich ihm Gelegenheit zum Hervorlreten, als er 1906 am ber Konferenz von Algeciras Deutschland vertrat. Zum Zeichen der Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm der Kaiser den Schwar'en Mlerorben. Er tonnte, was leiten vorkommt, Das 25 jährige Jubiläum als Botschafter feiern. Dann trat er ball) in den Ruhestand. Von seinen Söhnen hat einer ebenfalls die diplomatische Laufbahn gewählt unD wirkt augenblicklich als Botschafter in Tokio^__ BieReg erungserfläruiig in Oer französischen itammer. Paris, 13. Jan. Die in der Kammer und im Senat verlesene ministerielle Erklärung betont, daß es die gebieterische Pflicht der Negierung sei, alle Fraktionen der republikanischen Partei zu demfelben nationalen Gefühl zu eini- Sen uno so schnell wie möglich die endgültige Ratifizierung es Vertrages zu sichern, über.den im Namen Franireichv verhandelt worden ist. Der Vertrag, so heißt es weiter, der, wie wir nicht zweifeln, bald durch ein loyales Abkommen mit Spanien ergänzt löeroeu wird, wird uns erlauben, in Diarokko ein Protellorar einzurichten, welck)es das natürliche Ergebnis unserer afrikanischen Politik ist. Er wird uns ebenfalls erlauben, zwischen einer großen benachbarten Nation unD F r a n k r e i ch aufrichtig im fricDIidjcn Geiste höfliche und freimütige Beziehungen aufrechtzuerhalten, Die zur GrunD- lage haben Die gegenseitige Achtung vor Den Interessen und Der Würde beider Länoer. Ebenso wie früher gedenken wir, unserem Bündnis und unseren Freundschaften treu zu bleiben. Wir w.rden uns bemühen, sie mit jener Beharrlichkeit und Stetigkeit zu pflegen, die bei den Geschäften ber Diplomatie das be.'te Pfand für Redlichkeit unD Billigkeit sind. Die Regierung ist entschlojstii, ihre Verantwortlichkeit zu übernehmen utu> ohne Schwache thre Autorität auszuüben. Die Regierung hat nicht nur die öffentliche Ordnung auf» rechtzuerhalten, Verbrechen und Vergehen zu unterdrücken, sie muß auch unter der Kontrolle der Kammer Die Rolle des sozialen Leiters unD Erziehers spielen. Die Regierung ttnrD Den Beamten einen bestimmten Statut geben, unD in tur^er Zeit über Die Wahlrechtsreform abi.imincn laisen, sie wird die Laienschule, welche eine die nationale Gewissensfreiheit ängstlich hütende Schule bleiben muß, gegen Die ivitematischen Angrftfc verteidigen und Den Schulzwang energisch durchführen. Weiter wird die Regierung bemüht sein, zu Dem Gesetz betreffend Die Arbeiter-Ruhegehälter zwisckren Der Kammer und Dem Senat unverzüglich eine Einigung herbeizuftih.en. Eb.nso wird die Frage Der JnvaliDilätsversicherung bei gegenseitiger Müarbeit unverzüglich geregelt toerDen. D.e Prüfung des Einkommensteuergesetzes Durch Den Senat soll beschleunigt werden, um Die Annahme ber Steuerreform sicherzustellen, Die endlich Die öffentlichen Lasten ohne drückende Maßnahmen zu einer gerechteren Verteilung bringen soll. Die Regierung wird bestrebt sein, Die Betätigung Des franzöjischen Kapitals zu fördern und es sich zur Pflicht macken, diele finanzielle Kraft, die eine so große Hilfe für Frankreich ist, mit den Land- unb Seestreitkräftcn in .Einklang zu bringen. Wie aufrichtig Frankreich auch den Frieden wünscht, so ist es nicht Herr über alle Zufälligkeiten. Es will seinen Aufgaben stets gewachsen sein: deshalb wird die Regierung der Armee und 9JZarine Aufmerksamkeit und Fürsorge aitgedeiheu lassen und in ihnen die geheiligten Stützeit der Republik und des Vaterlandes erblicken. Die das deutich-,riilzo,ija)e Avtommen betreffenden Stellen der Regierungserklärung wurden von der Stummer mit vollständibern Schweigen angehört. Die Aussprache über die Regterungserllärung nahm einen ruhigen Verlauf. Die von den Republikanern der Linken eiugcbrachte Vertrauens-Tagesordnung wurde mit 440 gegdn 6 Stimmen angenommen. Tie geeinigten Sozialisten, eine Anzahl Sozialistisch-Radikaler und die Konservativen enthielten sich der Wstimmung. stellt werde. 9. suchungsgefängnis s Deliktes mürbe aui per Stück 8 Pf. Bratheringe, Kabliau, mittel, per Tfunb 17 Pf. a" P Gesunde Nahrung werden - Ausverkauf ereilt Ktthrsalze, Hak-Extrakt usw. 4» beachten. Reformhaus, Kreuzplatz 5 0847 Flim-u. Seefische lh Altona a Reelle Preise ‘Z 2 >1 2^3^28^280121 Färbe zu Hause uf e r Reform-Butter NanitaM-ltrot GeeundheitrFett Ml hrMalz-Kaffee Bananen-Kakao Xährwalz-Kakao 2 2 2 nurmit echten Heitmann^Farben Schutzmarke: Fuchskopf im Stern. Bülkliilise, fit, 2 stüd 9 w. Als auffallend billig empfehle für Ausstattungen 2 2 2 fr* 4 2 Mein di es jähr. Hnuptka alog Aber la. sorb-nechte kelmfflh-Blomen-, Feld- und Gemüze- Samen ist Roeh. mit billigst gestellt Nettopreis, er chlenen u. steht Int.-ress. &.Verlang, kostenfr zu Dienst Helnr. Hahn Sam.-Spezi algesch. Kirchstraße 13 Telephon 403. F. M. 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AlS einziger bleibt Martin tn vast, der als xätcr in Betracht kommt, während Aleris Samatn, der -ooo fitzende der aufgetöflen Lorraine Svvr.ire und der spateren Jeu-- ncsse Lorraine, die im Lorraine Svonive-Prozeß gegen ttzn ernannten Gcfungmsstrafe von sechs Wochen anheiraten hat. Kleine itoo?$a)roniL TuS Köpenick ist eine weitere Methvlalkoholv er* i f t u n g durch die gerichtliche Leichcniektion an dem Ploblun verstorbenen Arbeiter Schulz aus Johannisthal scugeuellt worden. In einem Vorstadthotel von Paris riß sich ein Geistes kranker beide Augen auS. . In der proteitanmchen Mtrdbe in Bukarest brach tut Brand aus, der eine hölzerne (Waleri: sowie einige wertvolle Stickereien, Landarbeiten der Königin, oemiditete. Aus Cernowitz wird gemeket: In einem Gymnastum her Provinz feuerte ein Schüler der sechsten Klane wahrend der Malhematik'iitnde aus den L.hrer v i e r S ch ü s s e ab. daraus richtete er die Waffe negen sich selbst und gab unter dem Ruf: „Tas ift die Rache für un5 alle!" zwei »diuife gegen letne Schläfe ab. Gr blieb auf der Stelle tot. Der Lehrer wurde Isterbend in ein Krankenhaus gebracht. I In Dsaka lerftörtc ein Feuer 5268 Häuser. lieber 30000 c:ikl;cii fino obbadil-jj. . Itotj der etelKenden Schweinenrelwc öfter ich la-Lchweinckleinflcisch besteh. a. fleisch Rivvew Stöpf., Keinen, Schwanken uv-, garan«. tierar.Ul. unters., laub inland. 'IVare, in Säbeln u. 30 Pfd. «in, v. Pfd. mit 30 Psg. PoitkoUi euch. 9 Pfd., 3.00 Mk. Konzerten: Liil»e tzPsd. Doie Mk. 3-, do. 9 Pfd.-Toie Mk. 4^0: ttuochcusr. Lchwetncflcisch c» Pfd.-To,c Mk. 2.90, do. 9-Pid.-Toic Mk. 4.40. Alles ab hier v. Nachnahme. Ntchtgefaliend. retour. 511 b. CarstcuS, * i. 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Der langsähnge Direktor des »alogischen UniversitätS-Jnstituts, Professor Korschelt, hat tmen Rus an die Universität Freiburg erhalten. — ^m Alter 6311 72 Jahren starb der im vorigen Jahre tn den Ruhestand Betretene Professor der Rechte, Geh Justizrat Dc. lur. Justus Bernhard Westerkamp. Ter Verblichene, der tn Osnabrück beheimatet war, gehörte viele Jahre dem Lehrkörper der htcnacn Universität an. Auch im kommunalen Leben, z. B tn den stadtt- ihn Körperschaften und den gemeinnützigen Vereinen usw. be- Stnttgart, 17. Jan. Heute vormittag 6,10 Uhr lt)urbe hier cm heftiger Erdstoß bemerkt. Für Stotternde. Die ans dem Inserat in der vorliegenden Auslage eindnlid), ist Herr Tivcttor Datmcke der langjahrtge Leuer der imernaiionalen SprachheU-Anstalt tn Haniwver am teA Freiing int Hotel Prinz Carl anwesend. Der bestich dieser Svrechstunoen ist dringend au etnp- fehlen, da sich daS Darnecke sche Berfahren glanzend bewahrt hat. Auch in hiesiger Gegend haben sich nachweislich ickwn Biele durch diese UAethode selbst vom Slottern beit eit. Bersäume keiner die güniiige Gelegenheit, die Nlethode ist sehr billig und wirklich gut. 1// Q IT/'A RTFN m leder beliebigen Schriftart und Kartonsort$ k/ö//MA/UV sQw(c mil Zirkeln a[ler studenüschen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühTsdw Univ Druckenx Freibank Heute (BlTP ttuhfleifch 50 Psa. Schweinefleisch 50 Psg. Brennholz Kurz geschnitt. Schwarten- 6oh pro Zentner ÄU- 1-25 liefern frei ins Haus i4ti6 Schubecker L Beckttbold, Schiffeuberger Tal Starktnbnrg unD Rhein Hessen. Oppenheim, 15. ^an. Heute nachmittag wurde die Ehefrau des flüchttgen W.inliäudlers Schober vegen Mithilfe am Konkursverbrechen verhaftet. Am ßreitag vormittag wurde der 24jährige Reck^tsanwaltsoehrtte stakob Steffan von hier wegen Begünstigung der Flucht bchobers verhaftet lvegen Kotlujionsgeiahr ins Un er- suchung'gefängnisg.^.pMainz gebracht- Wegen des glichen Deliktes wurde auch die bei Schober angeftellte Zchahrrge lontoristin Aenni Menz aus Mainz verhaftet. M. Kann kleidete er viele Jahre leitende Acmter. — Der Firma Wilhelm Holzhauer, die heute ihr ISOjähriaes Bestehen feiert, wurde von der hiesigen Universität der Titel „Univerutäts-Jnskrumenten- Fabrik"' verliehen. 4- Weilburg, 16. Jan. Die Eisenbahnbehördc hat die Erbauung einer Straß nbrücke über die Lahn in Eisenbeton ausgeschrieben Es gingen 19 Angebote ein, von denen das billigste von Michael Zywicki, Fcaitt^.trt a. M, 3001-6 Mark, das höchste von Bomeiser in Weilburg 88-133 Mk verlangt. Interessant und für die kommende Lahnkanali- sation bedeutsam ist, daß oleichzeitig m.t dein Brücken- bau das Lahnbett auf eine Länge von 12)0 Meter um 30 bis 85 Zentimeter im Mittel, also um 55 Zentime.er, Der- tieft werden soll. Tie Berliesung des Lal)nbettes an dieser Stelle erfolgt gleichzeitig mit dem Brückenbau, damit, bei der etwaigen Kanaltsaiion des Flusses in der Nähe dieser Brücke am Flußufer nichts mehr g.ändert zu werden braucht. F. C. W i e s b a d e n, 16. Jan. Eine außerorden'lick^ M i t » gliederversammlung der „Deutsck-en Geistlischast iür Kaufmanns-Erholungsheime" sand beute hter unter bem Vorsitz des Vorsitzenden Baum-Wtcslxiden statt. Der L or-1 sitzende berichtete über den Stand b^r Gesellsst)aft im abgelauiencn | Jahr Die Ar hl der Mitglieder sei erheblich g-wachsen und wackre noch siättdig. Die (Stiftungen feien in kaum geahnter Zahl gemacht worden, so daß die Heime gänzlich aus Stiftungen und Ge- schenken erbaut werden können. Tie G sellschaft Der uge über ein Kapital von 2‘2 Millionen Mark in Stift in ten und Z ichnungen. Gerade in d r Woche des 12. Januar, in der man 'Taube, daß die bcutfd e Kaufmannswelt ihr Auge 'nur aut die Reickst.igsmahl n gerichtet, feiert wieder erhebliche S iftungen im Be rage von 23 OCO Marl auch aus dem Rheingau und aus Rheinhefien bei Geleit- schäft iunc loffen. Die wurltemberg^sche Kaufmamischast, die Zuerst bet GcstPfckxrfl fiept.fi) gegenüb. rgeftanben und in der Errichtung von Kaufmannserholungsheimert ihre eigenen W ge gehen wollte, habe sich jetzt der „Deutschen G-efellfck>aft für Kaufmanns- Erholungsheime" angefchlofsen, Prak.isckie Arbest sei geleistet worden durch die Grundsteinlegung eines Heimes in Bad Salzhausen und in Traunstein in Dberbanern. Hieraus wurden Satzungsänderungen formeller Art befchloffen und Dr. V.och- München, Kommerzienrat Pschorr-München, Kommerzienrat Cloos-Nidda und Prokurist Behrens in Firma Gebrüder Siebert in Königsberg in das Präsidium gewählt, so daß er jetzt aus 23 Mitgliedern besteht. Frische Fische!! Heute, Mittwoch und Donnerstag Is. Schellftschc zu billigsten Preisen ein- treftend. 4!« H. Heyne, K‘°5. Telephon 822. »b ■% zur Au-, eB?« d°z Et)ltnn "SP«« ■W < tin.gen e9e der U daß h.; 0*elnem Sötten hHttnbetn. dieser Veran' 2 das den M etmas E hoffen., »ngen des W treten '. von einigen lU flide Cache Inhalts Dietz utomobil^lnb -orbcerlränzcn losteulos über, oeudige große entgegencom. stellen. feeCI ö-— in dem enden Vereine Stunden ver. gehenden Cekt, lasten und sich entgeltlich zur rde dem Auto- L zuteck durch aurant Sioyah stadt, und der ab Nachfolger. rektorStein- n und Requi- Oberregistcur Mg unterfliitzt. >enkommen des Ricordi u. 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In nicht geringen Schrecken versetzt wurden gestern die Pastagiere des um 11,51 Uhr hier ein- t (ffenben Personen-uges der Strecke Fulda—Gteßen Zwilchen k-iSkirchen und GroNen-Buseck hielt der Zug plötzlich er freiem Felde. Tie Fahrgäste öffneten die Fenster und er- fUckten an dem Bahnübergang b:r die Bahn dort kreuzenben tzstral c rB Automobil, das in die geschlossene Schranke ,o ernge- semmt war, baß der vorbere Teil auf bem Geleise itanb unb ein l jährliches Hindernis für den Zug bildete. Zum Gluck G^ang 0 den dem Zug entgegeneilenden Personen, den Lowmotivführcr df die Gcfahr aufmerksam zu machen, unb es war bem Beamten |t äg(id), den Zug rechtzeitig zum Stehen zu bringen 9Jht Per- (r.ten Kräften wurde nun gearbeitet, das arg beftfjätngtc Auto- rpbil zu entfernen unb die Bahn frei zu machen. Mtt geringer ilr-erfpätung konnte der Zug die Fahrt fortietzen. Anscheinend treten bie Insassen des ÄutoS, ein Herr unb eine ‘Xante, bei dem Wpnfall nicht verletzt worden. Gti.nberg, 16. Ian. Gestern nachmittag ver- | pnügte sich eine große Anzahl Schlitischnstlömer auf dem so- I flfnannten ® erma mateid) mit Schlittschuhlaufen, obwohl tfi dein geringen Frost die Eisdecke noch fchr schtvach tuar. Plötzlich brachen ztvei 13- und 14jäbrtge Mädchen ein ? unö ivaren biS zum Halse im Wasser. Es eilten bald eine * Sjqaftl Personen hinzu, um zu helfen, brachen aber auch nod) einander ein, fo daß zuletzt fe.tö Personen emgelro.chen n»aren. Glücklichenven'e mar das Wasser nicht tief und all« konnten sich teils ielbf'l, teils mH fremder Hilfe mittelst einet fetanqe wieder heraus arbeiten. Der Vorfall mahnt zur Vor- sitzt beim 93. treten von schwachem Eise. ^JsSrinU7. fnntier beste1' rA^fl/'rh.Mbskopr. - r. Fahr(Rheinland) Kaufhaus FRITZ NOWACK Durch besonders günstige Einkäufe a17/1 Beginn des Verkaufs: Montag, den 22. Januar 9 Neustadt 56 Telephon 660 339 Horte Mü8 Ionllcrötag, 18. 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