Standard Sil ber einzigen Ausnahme, daß das Fortfresscn des Brandes en 6903 der Reichspetroleum- srcgierung beschlossene Der alte und der neue Krieg ren, >en- Falle, wenn nämlich keine Einigung mit der l£o. zu erzielen ist, wird freilich der Vertriebsge,cll,clwst nichts weiter übrig bleiben, als sich selbst eine stattliche Flotte von Tankdampfern zu bauen, da nur auf die,e Weise das freie amerikanische Petrolum nach Deutschland zu war fast ausverkaust und zeigte sich für die künstlerischen Gaben des Mends sehr dankbar. — Tie russische Nordostdurchfahrt. Die „Heilige Anna" hat am 17./30. Juli St. Petersburg zur Reise nach der Beringstraße verlassen. Der Kapitän des Schisses, Leutnant der Flotte Georg Brussilow, ist der Führer der Expedition, die dem Weg Nordenskjölds folgen will und anderthalb Jahre unterwegs zu bleiben gedenkt. Dieser Weg ist von Russen noch nie verfolgt worden. Nach „Peterm. Mitt." stammt das Schis, aus dem Jahre 1863, ist aber noch völlig seetüchtig und für Polarreisen besonders gearbeitet. Neben dem geographischen Ziel, die Beringstraste zu erreichen, verfolgt die Expedition die Ausgabe, Verbindung mit den Scesang und Tagd treibenden Eingeborenen der nordsibirisä)cn Küste herzustellcn, deren Gewerbe bisher nur von Amerikanern ausgebeutet wird. Tie Expedition selbst wird sich mit S.ef .ng und Jagd beschäftigen, um die diesb züglichcn Verhältnisse kennen zu lernen und die Unkosten der von Privatleuten unterstützten Expedition einzubringen. Sie wird in der Mündung eines der sibirischen Ströme, wahrscheinlich des Chatanga, überwintern und hosst nächstes Jahr Wladiwostock zu erreichen. Die „Heilige Anna" führte früher den Namen ^.Pandora' und ist bekannt als Polarschiff von Sir Allen Poung auf seinen Reisen zur .Aufsuchung von Spuren von Franklin 1875/76. — Vom Kongo zum N i g e r u n d N i l ist der Titel des zweibändigen Werkes, das der Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg Mitte November bei Brockhaus erscheinen läßt. Tas Werk, in welchem der Herzog und seine Begleiter die hervorragend, teilweise abenteuerliä^en Erlebnisse seiner Zweiten Zentralafrika- Erpedition schildert, verspricht in Wort und Bild außerordentlich anziehend zu werben und dürste über die Grenzen Teutsclrlands hinaus Aursehen erregen. Den zielbewustten Forfäzern ist es gelungen, in den Urwäldern und Steppen des Stromgebiets der mächtigsten drei Flüsse Afrikas Menschenfresser und Zwerge in der letzten Stunde ilyrer wilden Ursprünglichkeit kennen zu lernen. Es glückte auch, das seltenste Wild Afrikas, zwei Okapis, vorweltlich anmutende Antilopen, mit in die Heimat zu bringen. Sobald uns das vielversprechende Werk vorliegt, werden wir eingehender darauf zurückkommen. Gieszener 5tnfcttbcatcr« Der Biberpelz. Von Gerhart Hauptmann. Gießen, 15. Okt. Welche unendlichen Fortschritte haben wir doch in den letzten zwanzig Jahren gemacht — oder ist es nur die Resignation,über etwas nun unabänderlich gewordenes, was Hauptmanns köstlich Tiebeskomödie vom Biberpelz aus dem Streit der Parteien herausgehoben bat ? Als der Dichter im Jahre 1893 mit diesem Werke herauskam, das wie seine übrigen Dickstungen im Verlag von S. Fischer in Berlin erschienen ist, da gab es bald einen tollen Kampf — die einen jubelten über die lustige Satire, andere jammerten über die beispiellose Verhöhnung der Obrigkeit, die von einem schlauen Svitzbnben an der Nase bmimgefübrt wird, und noch andere sprachen dem Dichter jede moralische Qualität ab, weil sie glaubten — und es gibt auch heute nod> solche Käuze —, daß alle Kunst auch eine Moral haben müsse. ye,n«4» retS: monatlich 75P^mettel- läbrltrt) Mk. S.20, durch Abbole- il Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post lUf. 2.—viertel- jäbrl. ausschl. Beflellq. Zeilenpreis: lokal 15Ps^ auSwätts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz, für .Feuilleton", .Vermischtes" und .GerichtSsaal": K. 'Jlen- ratb; für »Stadt und Land-: E.Hen: für den Anzeigenteil: H Beck. kommen der Tag. . Die serbische und griechische Note an die Türkei. Konstantinopel, 15. Okt. Die griechische und die s e r b i s ch c Regierung haben den Vertretern der Türkei in Athen und Belgrad gleichzeitig eine mit ber bulgarischenübereinstimmende No t e überreicht. D e r t ü r k i s ch e G e s a n d t e i n A t h e ii s o l l die Annahme der Note verweigert haben. Ter türkische Entschluß aus das griechische Ultimatum. K o n st a n t i n o p e l, 15. Okt. Der griechische Gesandte überreichte der Pforte die Note der griechischen Regierung, welche die Freigabe der griechischen Schiffe binnen 2 4 Stunden verlangt und erklärt, falls die Pforte die Schiffe nicht freigäbe, werde Griecheiiland diejenigen Ma st na h m en ergreifen, die es für gut halte, um seine Ehre zu verteidigen. Wie das Wiener Korr.-Bur. dazu aus sicherer Quelle erfährt, hat sich die Pforte entschlossen, nur diejenigen griechischen Schiffe freizugeben, die Ladung für eine fremde Macht tragen. Die Zurückberufung der tückischen Botschafter. Konstantinopel, 15. Okt. Die Pforte beschloß, ihre Gesandten in Sofia, Belgrad und Athen abzuberufen und nur einen Sekretär zur Bewachung der Archive zurückzulassen. Diese Maßnahme fiir Sofia und Belgrad wird damit gerechtfertigt, daß Bulgarien und Serbien die bekannte Note übermittelten, für Athen, daß Griechenland die kretischen Abgeordneten in der Kammer zuließ. Ter türkische Minister des Aeußern verließ auf einen Augenblick den Ministerrat, um den Gesandten zu telegraphieren, daß sie die Hauptstädte verlassen. Der griechische Minister des Aeußern telegraphierte 1 an Noradunghian und ersuchte ihn, den türkischen Gesandten in Athen anzuweisen, die zurückgewiesene Note anzunehmen. Noradunghian antwortete, Griechenland könne die Note durch den Gesandten in Konstantinopel überreichen lassen. Belgrad, 16. Okt. In später Abendsttlnde hat der türkische Gesandte ohne die Zustellung seiner Pässe abzuwarten, Belgrad verlassen. Tie Antwortnote der Pforte auf den gemeinsamen Schritt der Botfchaftcr hat folgenden Wortlaut: Ter unterzeichnete Minister des Aeußern des Sultans hat die Ehre, daran zu erinnern, daß, ivie Eure Exzellenzen selbst sest- stellen wollen, die kaiserlicl>e Regierung die Norivendigkeil, Reformen einzuführen, welche die Verwaltung der Vilajets der europäischen Türkei zuläßt, bereits anerkann t bat. SiZ bringen wäre. m Ist also anzunehmen, daß der Vorschlag der Regierung praktisch zu verwirklichen ist, so soll andererseits einer Verteuerung des Petroleums nicht durch eine, in der Praxis undurchsührbare Preisbegrenzung, sondern durch eine'Gewinnbegrenzung vorgebeugt werden. Da die Ge 'ellfchast nach dem vorgeschlageneii Systein um |o weniger Dcnaencn darf, je höher die Preise sind, und um so mehr, je niedriger sie sind, so soll gleichsam automatisch ein 'wang zu niedriger Preisstellung ausgeübt werden, wobei natürlich auch das Reich sich mit einer mäßigen Rente begnügen müßte. Ob diese Kautelen hinretcheu, ob vor allem'die Vetobefugnis der Regierung in der Praxis wirk sam zu funktionieren vermag, ob also das Jntere,,e der Verbraucher bei diesem Großhandelsrnonopol dauernd besser gewahrt sein wird als bei den jetzigen, zweifellos unhaltbaren Privatmonopolzuständen, das wird der Reichstag au der Haud der Einzelheiten des Gesetzentwurfes eingehend zu prüfen haben, wobei es nicht an der Geltend'- inachung der Bedenken fehlen dürste, daß der Appetit beim Essen wachsen und das Reichspetroleumgroßhandelsmonopol am Ende die Vorstufe zu einem Reichspetroleummonopol bilden könnte. Jedoch dürfte es zum Schluß nicht unmög lich sein, auch nach dieser Richtuiig hin in dem Gesetzentwurf die nötigen Kautelen zu schaffen. Berlin, 15. Okt. Zur Errichtung Gesellschaft, welche das von der Reiche. Pctrolcummonopol verwalten soll, bildeten«) nun m c b r ein Konsortium, dem folgende Berliner Banken und Grof;- sirmen angeboren: Deutsche Bank, Berliner Handels Gefell'chatt, Mendelssohn & (So., Bank für Handel und ^»buftrie, xclbrua, Sd;idler & (So., Mommcrv und Tiskontobank, Nattonalbank für Teutschland, Mitteldeutsche Kreditbank, Gebrüder ^chickler. Wetter sollen führende Firmen und Banken aus sämtlichen Bundesstaaten sowie aus preußnchen Provinzen zur Beteiligung an der Reiclxs Petroleumgesellschast emgeladen werden. Diese wird errichtet, sobald der von den zuständigen Rcichsämtern ausgearbcitete Gesetzentwurf vom Bundesrat und Reichstag angenommen sein wird. Ihre Mitwirkung versagten die an der Deutschen Erdöl-A.-G. interessierten Berliner Firmen, nachdem diese Gesellsä)aft einen Vertrag mit dem Tochterunter nehmen der Standard Oil Eo. scklost. Die Deutfw.' Bank ist aus der Gruppe der Deutschen Erdöl-A.-G. auSgetreteii. daß jedermann sie für eine brave, fleißige tynui hält. Und man bedauert das sä>licßlich auch gar nicht, int Gegenteil, man freut sich an ihrem Mutterwitz und an der kecken Unverfrorenheit ihres Spitzbubenhünwrs, der selbst den roid>:igrucnbcit Amtsvorsteher nicht verschont und ihn mit Grazie hinters Licht führt. Ter Amtsvorstel-er und die Wolffen sind die Angelpunkte des Stückes — und da sie bei der gestrigen Ausführung gut besetzt waren, blieb der Erfolg natürlich nicht aus. Umsoweniger, als man — wie das leider bei dem Biberpelz üblich-ist —„die Absichten des Dichters unterstrich und sich nicht ganz von possenhaften Zutaten fembielt. Fräulein Scholz spielte die Wolssen mit einem köstlichen Spitzbubeiilmmor, einer lebensvollen, stets wirk fernen Frische und Behendigkeit, nur hätte ich ihr im zweiten Aufzuge etwas mehr Zurückhaltung geivstiischl — Nicht ,o viel jungmädchenl^lft Impulsives — mehr Gelachnhnt und Rul,e: aber nickt viel, nur ein Gran. Dem letzten Endes eigentlich un ausstchliclten Arntsvorsteher gab Herr Brüdjam trotz aller an maßendem Redensarten einen liebwerten Zug guten »umors, der reckt erheiternd wirkte. Den stets erregten, immer ge laben en „Rentier und Hausbesitzer" Mrügcr gab Herr Gro , fer tatello- Zu erwähnen wären iwch die »errat Volck Motes), Norden Amtsdiener), B r u ch w i tz Julius i, K11ewer (Wul foro j und auch die Damen G a f f r c t) (Frau Motes , x a g n tj Leontine) und Thalc Lldelheid. Tie Regie führte Herr E o n r a d i mit fingern Bedacht auf eine gute Wirkung, und er Patte bei dem gutbesetzten Haus damit einen völligen Erfolg. N. Die Friedensunterhändler in Ouchy haben sich beeilt: die Türkei hat ihre Forderungen gemäßigt, und der Friede ist geschlossen worden. Die Bedingungen sind noch nicht in allen Einzelheiten bekannt, doch werden Tripolis und die Cyrenaika von der Türkei losgelöst, und nur em religiöses Oberhoheitsrecht behält der Sultan. Dazu kommt ein Schmerzensgeld für das Osmanenreich in Gestalt klingender Münze. Der Krieg ist zu Ende, aber er erhebt nun auf einem anderen Schauplatz desto teuflischer sein Haupt. Die herausfordernde und dreiste Note der Balkanmächte an die türkisckze Regierung hat diese bewogen, den folgenschweren Schritt zu tun und ihre Botschafter abzu- bcrufeu. Das Schwert wird entscheiden. Tie lange Note ber Türkei an die Mächte, die wir heute in ihrem Wortlaut veröffentlichen, verdient /sympathische Zustimmung «aller derer, die nach Menschen- und Völkerrecht gehen. Es ist unbillig, das neue Osmanenreich so unvermittelt vor alle diese Katastrophen zu stellen. Aber die großen Kulturmächte wissen nichts gegen das neue Blutvergießen zu unternehmen, ihr Spruch lautet:, „Schicksal, du bist im Zuge, nimm welchen Lauf du willst". Mit auf anderes europäisches Gebiet verhindert werden^soll. In dieser Beziehung sind die Diplomaten, an deren Spitze auch unser Herr v. Kiberlen-Wächter, voll rosiger Hoffnungen. Frankreich hat zu diesem Zwecke eine Konferenz in Konstantinopel vorgeschlagen, und auch das Reutersche Bureatl wird zur Ertlärung ermächtigt, die Großmächte verhandelten schon über die Frage, „durch welche Mitte l es möglich sei, dieOrientfraae zu losen . Wie einst vor Troja die Götter sich unter Die streitenden, mischten, so wollen heute die Vertreter der größeren und höheren Mächte das Waffengewoge nach ihrem Sinne lenken. Schon damals aber waren die Götter sehr parteilich, und heute sind sie es noch mehr. Ob man angesichts der Kvn- ferenzpläne von der heutigen europäischen Türkei wie von Priamus Reich auch wird prophezeien können: „Einst wird Jnzwisämi bat sich vieles geändert, und der Biberpelz ist sogar hoslheatersähig geworden — ohne daß der Staat darüber zugrunde ging. Stan bat allmählich eingesehen, daß Gerhart Hauptmann hier ein Lustspiel gefcharfcn bat, dem die deutsche Bühne unserer Zeit Fein ebenbürtiges zur Seite ftcllcn kann, und sogar im letzten Jahrhundert ist außer dem Zerbrochenen Krug kein besseres gescl rieben morben, es sei denn, daß cs ein junger Poet noch in seinem Schubkasten hätte. Zwar entbehrt Hauptmanns Komödie der musterhaslcn Ent Wicklung, die mir im Zerbrocl>enen Krug bewundern, und die bramatischc Spannung ist ersetzt durch die Erwartung, ob die Wolssen crwcscht wird. Dafür aber gibt uns der xidjter io wunderbare Ausschnitte aus dem Leben, io vortreffliche Zustands fchilderungen und so sorgfältig beobachtete Charak: re, daß wir Heutigen uns darüber wundern, wie man das damals mck-t fd>on allgemein herauSgesund'n hat. Aber die Moral! — Nun fa, die Moral — die ist sehr fdyn — aber gehen nid'; I-.br lnr Hunderte von Spibbubeit ftrarfrei aus, die fdstunmeres au- dem Gewissen I^bcnWarum soll nun gerade die Wol 'en hinein fallen ? Die Frau ist trickst ganz ohne Meriten, ivtc man wohl mitunter zu sagen pflegt: sie ist fleißig, sorgt gern für ihr Haus, hält streng auf gute Lebensgewohnheucn, überhort ihre jungue Ms MlW oder gegen bar Betten MetallbettttK- Mattatze ts.'tst- HolzbcttltcNc mit Matratst - Holzbcttitcllc mit Patcntmatraücu. Auflcaemotravc mitdreNe'-WoU matratre Deckbetten r-i'KLZ zrers.n^usm^ Reichspetroleumgrobhandelsmonopol, das rst em fchwte rlges Wort, und es ist ein schwieriges Problem, mit dem die Regierung jetzt vor die Oefsentlichkeit tritt und das mit Hilfe des dem Reichstag angekundtgten Gesetzentwurf s ü b e r d e n V e r k e h r m i t M r n e r a l o l en gelöst werden soll, lieber das Ziel „aufs innigste zu wunsckien" herrscht Einmütigkeit, nämlich darüber, daß cm Mittel gesunden werden muß, das unerträgliche Privatmonopol der Standard Oil Co. und ihrer Helfershelfer, die den deutschen Verbrauchern die Preise nach Belieben diktieren, zu brechen. Den Plan, den Teufel durch den Beelzebub zu vertreiben, nämlich dem Privatmonopol durch das >^taats- monopol zu begegnen, hat die Regierung angesichts des allgemeinen Widerstandes aufgegeben, und zweifellos ent fallen die dagegen geltend gemachten Bedenken im wesentlichen gegeimber der jetzt vorgeschlagenen Petroleum-Ver- triebsgesellschaft, die keine Staatsanstalt barftclle, wohl aber unter Reichsaufsicht stehen soll. Nach dem Vorschlag der Regierung soll weder die Rohölgewinnung noch die Raffinierung monopolisiert werden, was ja auch praktisch unmöglich wäre, da Deutschland weder eine hinreichende Erdölerzeuguna noch eine in Be tracht kommende Raffinerieindustrie besitzt. Vielmehr soll das Petroleum nrie bisher aus dem Auslande bezogen, aber der Vertriebsgesellschaft die alleinige Befugnis zum Groß handel verliehen werden, während der Kleinhandel in seiner jetzigen Form erhalten werden soll. T. b also, daß die Produzenten das Petroleum nur an die Vertriebsgesellschaft liefern und die Detaillisten es nur von dieser beziehen dürfen. In der Praxis dürfte sich die Sache in der Weise machen, daß die neu zu begründende Vertriebsgesellschaft die in Dciitschland tätigen Großhandelsgesellschaften übernimmt, wobei drei Unternehmen in Fraae kommen, nämlrck) die Deutsche Petroleiim-Verkaufsgesellschaft, welche das rumänische und das russische Petrolerim vertreibt, die Deutsche Erdöl-Aktiengesellschast, die vor allem das galizische Petroleum liefert, und endlich die deutsch-amerikanische Petroleum-Aktiengesellschaft, d. h. die Stmidard Oil Co. Um welche großen Objekte es sich hier handelt, geht daraus hervor, daß Deutschlands Verbrauch an Leucht öl (nur dieses kommt für das Handelsmonopol in Frage) im vergangenen Jahre 974 887 Tonnen betrug. Unsere Einfuhr an Leuch t pe tro l en m wies einen Wert von 47 141 000 Ml. auf, wovon auf die Nordamerikanische Union allein 38 399 000 Mk. entfielen, während Oesterreich- Ungarn nur mit 5 722 000, Rumänien mit 2190 000 und Rußland mit 7IG 000 Mk. beteiligt waren. Aus diesen Ziffern geht hervor, daß es nur sehr schwer möglich sein würde, olfiie die Standard Oil (So. die hinreichenden Petroleummengen zu beschaffen, und die Regierung rechnet wohl auch in erster Reihe auf eine gütliche Einigung mit der Gesellschaft, was ja in letzter Reihe deren wohlverstandenem Interesse entsprechen würde. Im Notfall aber müßte und soll eben der .stanipf aufgenommen werden, und die Regierung hofft auch in diesem Fall, das erforderliche Petroleumquantum beschaffen zu können. Die deutsche Produktion, die im letzten Jahre 142992 Tonnen betrug, kommt hierbei freilich nicht in Frage, da dies Petroleum hauptsächlich zu Schniieröl verarbeitet wird. Es wird aber darauf gerechnet, daß im Notfall aus Rumänien, Galizien, Rußland, eventuell auch noch aus Mexiko und Niedcrländisch-Jndicn, vor allem aber von den unabhängigen Produzenten in der Union, so von' der pennsvlvanischen Pure Oil Eo., das erforderliche Quantum beschafft werden kann. In diesem Dir heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. Da« NerchrpetroleningroszhanSel,- inonopol. cm §ÜtA,Mipseil "W r diiie HüP* —f rö‘ geltet»! 1 nr 244 Erstes Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 16. Oktober Der Gietzever • /*> X \ TT Silchener Anzeiger sterttsprech - Anschluife: XXjy General-Anzeiger fiir Gberhessen Mn^inVrgen BototionsöHid und Verlag der vruhl'schen Univ.-Vuch- und Steinöruderei IL Lange. Redaktion, Lrpedltton und vruderei: Schulsttahe 7. für b.e ragesnummer vüdmaen: Fernsprecher Nr. 269 Seschaftrstelle vahnhofftratze 16a. bis vormittags y ugr. -* ______——w««—»»?■«—■■■ — Tarmstädter Theaterbrief. Aus Darmstadt, 14. Okt., wird uns geschrieben: Das erste Konzert der Großherzoglichen Hofmustk in diesem Winter trat dem Gedächtnis Gustav Mahlers gewidmet. Ter Abend brachte von ihm drei Gesänge mit Orchester und seine Erike Sinfonie, 'D-dur' in vier Sätzen. Tie drei Lieder fang der Wiener Kammersänger Franz Steiner, dessen musikalische B'.ldner- fraft sich hier in wunderbarem Reichtum zeigte. In einigen Liefern von Schubert und Schumann konntt der Sänger auch feine Gesangskunst zur Geltung bringen. Das Orchester unter feinem Kapellmeister Hofrat de Haan erntete mit der Wiedergabe der Mahlerschen Sinfonie außerordentlichen Beifall. Es blieb dem Werke nichts schuldig. Besonders wirkungsvoll war nair irrena anr amt Wuu»BÜWu.uAuv.., der Schlußsatz. Eine Serenadenmusik in drei Sätzen für Orchester Tochter bei oen Schulaufgaben — unb maust mit so viel Geschick, । von Paul Juon vervollftändigte das Programm, ^-as Haus Die wir fi üblichen 'Serben verstärkten die serbischen Truppen. Gefechte endeten mit einem Erfolg der Türken. Der französische Vorschlag einer Konferenz. Die „Kölnische Zeitung"' meldet aus Berlin: Wie der kriegerischen Operationen auf 2 56 Tote und 800 Verwundete. Tie schwer Verwundeten wurden nach Cctinje gebracht. Von den Toten sielen die meisten vor den Befestigungen von Tetschitsch und Tecebesch. Tie Bewafmuna her Albaner. Saloni ki, 15. £lt Dem Drängen der Albaner nach- gebend, rvelche um Ausrüstung mit modernen Waffen nachgesucht haben, damit sie an den Kämpfen gegen die Montenegriner und Serben intensiver als bisl)er sich beteiligen tönnen, erteilte die Regierung die nötigen Amvcisungen. Wie aus Uesküb gemeldet imrd, werden weitere Alba ir er scharen sofort nach dem Eintreffen von Munition an die bedrohten Punkte der montenegrinischen Grenze ab- gchen. Podßoritza, 14. Okt. (Reuter.) Die montenegrinische Infanterie bereitete sich am Mittag unter Artilleriefeuer zum letzten Sturm auf T u z i vor, als ein türkischer Offizier mit weißer Flagge erschien. Der Kommandant, Kronprinz Danilo, empfing den Offizier und nahm die Bedingungen zur Uebergabe der Garnison an. Bald darauf erschien eine Abordnung von Bürgern im montenegrinischen Hauptquartier unb batum Gnade. In den Befestigungen fand man mehrere Geschütze, darunter drei englischen und drei deutschen Ursprungs: sie waren sämtlich durch das montenegrinische Feuer schwer beschädigt. Die Beute umfaßte ferner 8 M i t r a i l l e u s e n, 7000 Mausergewehre, viele Pferde, 800 Ferkel und Lebensmittel für zehn Tage. Die Garnison bestand air «i R i s a m b a t a i l l o n e'n; drei davon wurden des Abends nach Podgoritza gebracht. Bald darauf rückten die Montenegriner im Triumph unter Militärmusik in die Stadt ein, wo sie von der christlichen Bevölkerung und den Malissoren mit Jubel empfangen wurden. — Der österreichische und der italienische Militärattache sind vier eingetroffen. o r i ha, 15. Okt. Tie Festung Hum, die letzte Beseitigung 5mud)en Tuzi und >skutari, hat sich mit der hr,u t1 0 11 c r V-b c n' i?*c g^lhngen genommen wurde. Unter mnnKflnf11 näCnCT- bl'nnbcn ,id) Offiziere, darunter der Kom- manoanl von Luzi. Podgoritza, 15. Okt. General Wukotitsch meldet SH?li>brChH l|m er-"- "nrlj »«märfijcm SibeFfianb ö?n öiele OläDchre unh l1 a 1 c' lvobci vier Geschütze und Di.' 'Iurullon Wime »wer »rahnen erbeutet wurdöu ÜLh« "r? -Vioiiiineartncr wurden um 1500 Meter vor- - b 1 •A r-'11 f n BeHüfte der Mo n i g r i n c c beziffern sich für die ersten fünf yat die Reformen mit umsomehr Ueberyufliniq ins 2luge gefaxt, a.« sie diese außerhalb jeher fremden Einmischung an ;uwenden beabsichtigt und vvraussiebt, daß unter dielen Bedingungen ihre Ausfüllung nicht ermangeln wird, zur ^.cr. fahrt und zur wirtsdxrnlick-'n Entwicklung des Landes be-.zutragen, inbem sie im liberalen Geist der ottomamschen Benanung di (Eintracht zwischen den verschiedenartigen Elementen sichert, welch-' die Bevölkerung des Reid-s bilden. Es ist l-ervorzuheben, bau. renn die verschiedenen Ven'ucke einer Besserung der inneren Lage dieser Provinzen nicht alle Früchte getragen haben, die man von ihnen erwarten durfte, eine der hauptsächlick'ten Ursachen dieser Verzögerung unbestreitbar der Zu st and der Unruhen und Unsicherheit ist, der durch Attentate aller Art verursach wurde, die aus dem Herde der Agitation hervor gehen, deren wirklicher Zweck keinerlei Zweifel unterliegt. Tic kaiserliche Regierung weis-, nichtsdestoweniger die freundliche Ab sich der Mitteilung zu schätzen, welche die Großmächte mit Rück sich auf die gewordenen Verhältnisse an sie zu richten für an gezeigt gehalten haben. Sic schließt sich von ganzem Herzen den von ihnen gemachten Anstrengungen an, die Gefahr eines Zusammenstoßes zu beschwören, dessen Konseanenzen unvermeidlich großes Unheil nach sich ziehen wurden und die mit allen Mitteln zu verhindern, Pflicht der z i v i lisie r t em Welt ist Tic Kaiserliche Regierung hat in dieser Beziehung das Bewußtsein, im voraus alle Maßregeln ergriffen zu haben, um die humanitäre Ausgabe der Großmächte angesichts des furcht baren Problems, dessen Lösung sie gesucht haben, zu erleid) lern, ohne sich auf die Tatsache berufen zu wollen, daß mand)c Be ftimmiing des Berliner Vertrages eine Ausführung erfahren hat die weder dem Buchstaben, noch dem Geist, der sie diktiert hatte, billig entsprach, so daß die o11o m an i sch en Interessen in mehreren Fällen schwer verletzt worden sind. Ohne insbesondere unterscheiden zu wollen, bis zu welchem Punkt der Artikel 23 des genannten Vertrages in höherem Maße als dessen andere Artikel eine aktuelle Bedeutung sich hat bewahren können erklärt demgemäß die ottomanische Regierung, daß sie aus eigenem Antrieb den Entschluß gefaßt, das Gesetz von 1880 in seinem ganzen historischen Zusammenhang gleich nach der Er Öffnung der nächsten Session dem Parlament und der kaiserlichen Sanktion zu unterbreiten, entsprechend dem Grundsatz des Reiches Die Mächte können überzeugt sein, daß die kaiserlichen Behörden über die Anwendung dieses Gesetzes nad) seiner Verkün bigung sorgfältig die Hand halten werden. Es wäre im höchster Grade ungerecht, aus früheren Nachlässigkeiten, sowie den mehr ober weniger systematischen unb bem anderen Regime anhaftenden Winkelzügen zu schließen, baß bas konstitutionelle otto manische Reich von heute nicht logisdierweise entschlossen und imstande wäre, mit den Irrtümern der Vergangenheit endgültig zu brechen, und einen gewissen Zweisel an dieser Einsicht zum Anlaß zu nehmen, um andere Maßnahmen zu fudicn, als jene, die allein mit dem wohlverstandenen Interesse der Landes unb der Bevölkerung selbst vereinbar sinb. Der Sul'an besuchte am Montag das Hauptquartier unb nahm ein- Parade über die Truppen ab, deren ausg z'ichnet Haltung allgemein bewundert würbe. Der Sultan, der MarschaNsunifvrm trug, stand am Fenster des Kriegsministeriums. Er empfing den Groß wesir und die Generalstabschefs des Heeres und der Marine in Audienz Ter Parade wohnten der deutsche, der österreichisch-ungar ische und der englische Militärattache bei. Der grieöe mit Italien unterzeichnet. Rom, 15 Oft. Die »Agenzia Stefan«' meldet, um 6 Uh' abends find dte Fried enSpräliminarieu in Ouchy unterzeichnet worden. Tie türkisch-italienischen Friedensverhandlungen bestimmen: Tripolis und die Eyrenaika werden als von der Türkei unabhängig erklärt. Tie türkischen Truppen werben aus Libyen zurückgezogen Tie Türkei erläßt eine Proklamation an die Armee, von weiteren Kämpfen abzusehen. Nach Erfüllung bieser Bebingungen werden die besetzten Inseln an die Türkei zurückgegeben. Die Türkei er hält eine noch festzusetzende Geldentschädigung. Italien anerkennt die religiöse Oberhoheit bes Sultans in Libyen. Die Montenegriner wieder über die Grenze zuruckgeworsen? lieber die Vorgänge auf dem montenegrinischen Schauplatz werden immer noch widersprechende Meldungen veröffentlicht: Konstantinopel, 15. Okt. Wie amtlich bekannt- gegeben wird, haben die türkischen Truppen, in der Gegend von Gussinje, nachdem sie Verstärkungen erhalten hatten, die O f f en hi v e e r g r i f f e n und die M o n tetr egrinerüberdieGrenze zurückgeworfen. Die Verluste der Montenegriner sind beträchtlich. Am Montag abend 9 Uhr in Konstantinopel eingegangene amtliche Meldungen von türkischen Kämpfen an der montenogrinischen Grenze besagen: Die Türken e r h i e l 1 e n P e r st ä r k u n g e n. In der Gegend von Gu- signe ergriffen sie die Offensive und schlugen dieMon- tenegriner zurück. Die Montenegriner hatten große Verluste. Das Gefecht bei Berana dauert fort. Eine türkische Abteilung bei Tuzi leistete hartnäckigen Widerstand gegen zwei montenegrinische Divisionen, die durch Malissoren verstärkt wurden. Zwei türkisck>e Majore fielen. Die Schlacht bei K r a n i a endete mit einer Niederlage der Montenegriner. Ein türkischer Offizier ist gefallen. hören, bestätigt es sich, daß von Frankreich die Anregung zur Einberufung einer Konferenz nach Konst a n t i n o p e l ausgegangen ist. Wir glauben tticht, daß in dem gegenwärtigen Zeitpunkte, wo der Krieg auf dem Balkan begonnen hat imb die Ereignisse sich überstürzen, die Ausführung der Anregung möglich ist. Immerhin scheint es pns dankenswert, daß Frankreich von neuem einen Schritt unternimmt, der dazu beiträgt, die Mächte nicht nur für den Augenblick, sondern auch für künftige Möglichkeitett in ständiger Fühlung zu erhalten. Gegenüber den Gerüchten, daß Poincare den Gedanken an eine internationale Konferenz zur Lokalisierung und äußerst raschen Beendigtmg des Balkanzwistes angeregt habe, erklärt der „Temps^ „auf Grund zuverlässiger Mitteilungen", daß Poincarö einen derartigen Plan, der übrigens gegenwärtig verfrüht wäre, nicht formuliert habe. Der Meinungsaustausch zwischen den Mächten dauere fort und alle Vorschläge, die geeignet scheinen, den Balkanzwist zu lokalisieren, seien der Reihe nach ins Auge gefaßt worden, doch habe sich die französische Regierung darauf beschränkt, den Kontakt zwischen den Großmächten, an dessen Herstellung sie von Anfang an gearbeitet habe, aufrechtzuerhalten. Aur SiaSt und Land. Gießen, 16. Oktober 1912. ** Tageskalendcr für Mittwoch, 16. Oktober: Stad t« t Heater: „Viel Lärm um nichts.' Anfang 7 Uhr. Oefientl. Vortrag im Verein für Frauen- ft immrecht über die A n g e st e l l t c n - Versicherung. Redner Tr. C. a h n - Frankfurt. Abends 9 Uhr im Hotel Schütz. * ** Tic Kolonial-Kunst-Ausstellung im Turmhaus am Brand und im Neuen Schloß war am Eröffnungstag (geftern) schon sehr reg besucht. Es dürfte sich empfehlen, die Ausstellung an den Werktagen in der Zeit von 11 bis 1 Uhr und mittags von 2 bis 4 Uhr reckt ausgiebig zu beiuchen, da an dem einen Sonntag, an dem die Ausstellung geöffnet ist, ein außergewöhnlich großer Besuch von hier unb auswärts zu erwarten ist. Die Ausstellung dauert mir bis 25. b. M Die im Turmhaus gelösten Eintrittskarten gelten auch für das Neue Schloß. ** Zur Flugveranstaltung. Bis jetzt war das Interesse für alle Fragen, die mit bem Flugrvesen (Freiballon, Motorballon, Flugzeuge zusammenhängeu, in Obcrhcssen nur gering. Mainz hat schon eine Reihe von Zeppelinlandungen zu verzeichnen, es besitzt zwei Fliegerschulen unb bat schon mehrere größere Flngveranstaltnngen ins Leben gerufen. Tas Interesse der Bevölkerung an biesen Darbietungen ist groß, unb ist im Zunehmen begrinen. Fragt man sich nach ben Ursachen bieses mangelnden Interesses in Oberhessen, so muß festgestellt werden, baß in Hießen erst spät ein Luftfahrcr Verein gegründet wurde, unb daß bieser burch organisatorische Fragen bisher gehindert wurde, sich ber Propagierung ber mit bem gesamten Flugwesen ver- bunbenen Ideen zu nnbmen. Hanbelt es sich doch hier nickt nur um sportliche Interessen, sonbern barum, ber Wissenschaft zu dienen unb für ben Ernstfall Männer zu erziehen, die mit bat technischen Kenntnissen solcher Luftfahrten ausgestattet, burd) Kalt- blütigkeit und Geistesgegenwart ausgezeichnet, sich in ben Dienst bes Vaterlanbes stellen. Tie Veranstaltung vom 27. Oktober soll in erster Linie bas allgemeine Interesse haben, bann aber auch eine Probe dafür liefern, daß fid) der Trieb für ßarihunocn von JCuftfreuiem unb Flugveranstaltungen größerer Art eignet. Ist dieser Beweis erbracht, bann kann Gießen auch im Interesse ber Lanbesverteibigung als Etappe für Flugzeuge ausgebaut werden. ** Ein zeitgemäßer Lichtbildervortrag wird morgen abend durch den Kaufmännischen Verein vermittelt werden : über ben türkischen Felbzug in Albanien. Redner ist Tirektor Tr. Qfrnft Iäckh - Berlin, ber bekannte Orientpolitiker, der als einziger Nidsttürke im türkischen General- stab ben albanischen Felbzug hat rnitrnachen dürfen. Tr. Jäckh bat auch die türkische Studienkornmission nach Deutschland geführt. Gerade jetzt, wo der Balkankrieg das allgemeine Interesse auf die Türkei unb auf Albanien konzentriert, bürste ein Vortrag über den jetzigen .Kriegsschauplatz in weiten Kreisen willkommen fein. Ter Vortrag findet in ber großen Universitäts-Aula statt unb wirb burch zahlreid-e Lidstbilber veranschaulicht werben. (Siehe heutiges Inserat.) ** Ange stellten-Versicherung. Die dem Hauptausschuß für die Angestelltenversicherung angeschlossenen Verbände halten morgen abend im Hotel Großherzog einen öffentlichen Vortrag ab. Herr Geßner aus Frankfurt wird über die Angestelltenversicherung sprechen. Da es für jeden Angestellten wichtig ist, sich über dieses am 1. Januar in Kraft tretende Gesetz zu informieren, bietet gerade dieser Vortrag die beste Gelegenheit dazu. ♦* Die Rekruten sind gestern bei ihren Truppenteilen eingerückt. Beim hiesigen Infanterie-Regiment betrug ihre Zahl etwa 750. Bei dem großen Verkehr erlitten die Personenzüge teilweise recht große Verspätungen. ** Vermißt. Wie wir gestern schon gemeldet haben, so hat sich die 14 jährige Luise Gaßmann am 11. b. M. aus der Wohnung ihrer Pflegeeltern entfernt und ist seither nicht wieder zurückgekehrt. Es hat jedoch den Anschein, daß das Mädchen sich nicht ein Leid angetan hat, sondern daß es sich in der Umgebung von Gießen herumtreibt. Ein Lokomotivführer sah am Montag, abends zwischen 6 und 7 Uhr, an der Eisenbahnüberführung bei Klein-Linden einen etwa 30 jährigen Mann, in dessen Gesellschaft sich ein Mädchen befand, das nach der Beschreibung die Luise Gaßmann gewesen ist. Die Vermißte, geboren am 19. Januar 1898 zu Neuwied, ist für ihr Alter groß und kräftig, hat dunkles Haar und eine gesunde Gesichtsfarbe, bei ihrem Weggehen trug sie ein rotes Kleid und keine Kopfbedeckung. Der Pflegevater Kaufmann Eugen Dürr, Liebigstraße 61, bittet alle, die das Mädchen gesehen haben, um Benachrichtigung. Als Aufenthaltsorte kommen der südliche Teil von Gießen, Klein-Linden und Tutenhofen in Betracht. Kreis Friedberg. 1^ Friedberg, 15. Okt. Zurzeit arbeitet man sehr emsig an ber neuen Kreisstraße Fried berg —Ba b- Nauheim. Man hat auf Friedberger Gemarkung angefangen, ba hier die meisten Schwierigkeiten zu überwinden sind. Man arbeitet an einer größeren Unterführung unb hebt am Burgberg Erdmassen ab. Für die Seebach hat man provisorisch ein neues Bett gegraben. Wenn die Unterführung fertig ist, wird die Seebach wieder in ihr altes Bett geleitet. Sie fließt dann in breiten Röhren in die Ufa. Die KreiSsiraße selbst >vie auch der 2 Meter breite Streifen für die elektrische Bahn bietet wenig Schwierigkeiten. Hessen-Nassau. ) Marburg, 15. Okt. Mit allen akademischen Ehren wurde Ijcuic der am Samstag in Köln infolge eines Schlag- anlalls plötzlich dahingeschiedene ordentliche Professor an Deutscbes Reich. Der Londoner Botschafterposten. Ter Berliner „Lokalanzciger" mclbct ans Berlin: Wöh» rend des letzten Vorrrages des Reiä>skanckecs beim Kaiser in Hnbertusstock ist auch die Neubesetzung des Londoner Bott'chafter- postens cntidücbcn worden. Tie Veröffentlichung steht unmittelbar bevor. Innere Kolonisation. Tie Domäne Ummendorf, eine der größten und schönsten der Provinz Sachsen, ist von der Staatsregiernng an eine Ansiedlungsgescltsd)afr in Frankfurt a. d. Oder verkauft worden zur Errichtung einer größeren Anzahl neuer kleiner Bauernhöfe. Sozialdemokratische Weltfriedenskundge- b u n g e n. Tic Blätter melden aus Berlin: Ter Parteivorst a n d der Sozialdemokratie will im ganzen Reich am nächsten Sonntag Massenversammlungen als Munbgebung für den Weltfrieden veranstalten. In ber Reichshauptstadt werden die ersten Versammlungen am nächsten Sonntag im Treptower Park stattsindcn. Tie Fleisch Versorgung Berlins. Im Auftrage des Magistrats von Berlin sind ein Unternehmer, ein Stadtfekretär vom Finanzburcau und ein Tierarzt nach Warschau abgercist, um für städtische Rechnung Fleisch anzukaufen. Ausland. Ter türkische Ministerrat beschloß, ber Deutschen Ban! bie von bieser für eine beutsch-französisch-belgische Finanzgruppe nachgesuchte Konzession für eine Untergrundbahn in Konstantinopel zu erteilen. Aus der griechischen Kammer. Athen, 15. Okt. Ter Abgeordnete von Korfu, Zavil- Zanc, wurde mit 144 gegen 4 Stimmen zum Prä s i de n t en der Kammer gewählt. Tie Parteiführer erließen eine Er- tlarmig, in der sie ihre Parteifreunde aufforderten, fid) auf ^bic Seite ber Regierung zu stellen. Ter Prafibent verlas eine Te- pesche, in welcher der kretischen Regierung ein Gruß entboten wird. Tie Verlesung des Telegramms wurde mit lebhaftem Beifall begleitet. Tie Regierung brachte verschiedene militärische und andere Vorlagen ein, die namcntlid) betreffen: Tic Wiedereinsetzung der Prinzen mit Kommandogewalt in die Armee, die Errichtung bes Moratoriums, die Verhängung des Belagerungszustandes, die Kriegsgerichte. Die Regierung fordert weiter au ßerordentliche Kredite für den Krieg. Ter Ma- rineminifter gab Erklärungen ab über die ausgezeichnete Verfassung der Marine, die mit stürmischem Beifall entgegengenommen wurde. Konstantinopel, 15. Okt. Ter hiesige griechische Gesandte erhielt von seiner Regierung den Befehl, vorläufig in Konstantinopel z u bleiben. (ßricdiiidje Bemäntelungen. • Athen, 15. Okt. Ter genaue Inhalt der Erklärungen, die V e n i s e l o s in der griechischen K a m m e r über . ic kretische Verfassung abg geben fyat, ist folgende: Der Ministerpräsident ertlärte, er würde sich mit einer radikalen Lösung der lretischen Frage nicht in iso- ierler Stellung befinden. Indessen, um nicht neue Schwierigkeiten zu schaffen und den Bemühilngen um Erhaltung es allgemeinen Friedens nicht entbegenzuarbeiten, vorausgesetzt, daß sich die Verhältnisse nicht bis zum Kriege entwickeln sollten, würde er sich mit einer neuen vor- i berge (ne nben Lösung begnügen. Das inter- lationale Statut würde, wie es von den Mächten geschaffen st, respektiert werden. Griechenland ivürbe die Verwal- ung der Insel übernehmen und die kretischen Abgeordneten ollten zum griechischen Parlament zngctassen lverden. Aus ieser Formel, die die Kreter nicht befried gt, muß man en Wunsch ersehen, den Mächten gegenüber Entgegenkommen zu zeigen. .Kanoncndonner an der serbischc« Grenze. Die „Neue Freie Presse" meldet ans Belgrad: Heute vird die Regierung folgende Veröffentlichung erlassen: Türkische Truppen haben bie Grenze überschritten unb sich auf serbischem Gebiet verschanzt. Sie uurben im Laufe bes Nachmittags zurückgeschlagen, wobei unsere Verluste sich auf zwei Tote unb vier Verwunbete oeliesen. Die Regierung betrachtet biesen Ueberfall wohl nicht als einen Casus belli, aber als eine Provokation unb einen Beweis der feinbseligen Gesinnung ber Türkei. Die Regierung ist gleichwohl entschlossen, in korrekter Reserviertheit die Antwort auf bie gesteige Note abzuwarten. Das Wiener Korresponbenz-Bureau melbet aus Saloniki vom 14. Oktober: Eine Nachricht aus Bojanowac besagt, baß heute von ber serbischen Grenze her neuer Kanonendonner vernommen wurde, woraus man schloß, daß bie Serben bie Offensive ergriffen haben. Später stellte es sich heraus, daß eine starke serbische Banbe in ber Ortschaft Kratowo unb in ber Umgebung Bomben geworfen hatten, deren Detonation für Kanonendonner gehalten worden war. Die Türkei schob an keinem Punkte der serbischen Grenze die Truppen direkt an bie Grenze vor, fonoern hat dort- die gewöhnlichen Grenzwachen belass-en. Somit ist eine Absicht der Türken, die Serben zu provozieren, aus- gefchlossen. Nus Algier wird gemeldet, daß dort vier griechische Torpedobootszerstörer gegenwärtig Kohlen einneymen unb sich zur unverzüglichen Abreise bereit halten. Wie halbamtlich verlautet, überschritten die Serben bei Plevlje Viovibazar die Grenze. Die im Lande be- EtaatSiekretär von Kidkrlen-Wächt-r. hat bei einem Bankett der Kaufmannschaft zu Ehren der internationalen Ausstellungskonferenz am Dienstag eine Begrüßungsrede gehalten, die den Optimismus eines Friedens,reunbes atmet. Er sagte u. a.: gerade ein Zeichen für bie immer weltumspan- n enbe em ei n sam ke, t de r wi rtscha ftl ich en Int e r- elfen, daß auch noch so entfernte Störungen der Ordnung überall einen gumven Rückschlag berpomifeit. Die Folgen solcher Rück- tchlage lassen uck mit Ruhe und Besonnenheit nicht nur vermindern wudern bem t io en. co roirb auch das von Ihnen begönne Der-' whnungswerk von ben Vorgängen im südosten nicht ge- Üort werden, denn wir haben alle die feste und begründ etc lieber 5 eu gu ng, daß keiner der Staaten die beute hier vertreten sind, ' n b i r e k t e M i t l e i d e n s ch a f t g e z O gTn werden wird. Tie eingetretenen Friedensstörungen bt-baüetn n fjC-b!C bemüht ivaren, sie hin: n ^halten so m, mu^ b0£ eit geraumer Zeit mit ihrer Möglichkeit gerechnet , $l on t e - l werden. Diese Hofsmmg wird verstärkt dadur 5, daß heute abend agc seit Beginn der onebe zwischen zwei Mächten unterzeichnet worden iil warfen. Lustschiffahrt. | Sind Sie gewandt? I deren Buchstab.m BfrioWompany. PrämienablellLT., Friedeoia 1401 im 68. Lebensjahre. Giessen (Bergstrasse 17)1 den 15. Oktober 1912. 6922 Kabliau, mittelgroß Pst. 18 Pst. Merlan Habe mich an das Telephonnetz unter anschliessen lassen 26 ZmWen-Latmrg H IdWio Müller. 6917 M M Uk Z-kvd-», mricrt H. Timmann, Hannover 106 Zwiebeln Neue Maronen Visitkarten billigst Brühl'sche Druckerei. NERLBI BRUAMGH SERDNED ZIPELIG LEIK RENANVOH MEGGURBAD NOPES RATTSGUTT SENES 6930 Wir haben lOStädte- namenauöaewäbltn. Wir haben alles probiert und trinken dbf noch Nährsalz-Normal-KaSee 1 Pfand Mk. l.OO, 0.65 und 0.50 Reformhaus, Kreuzplatz 5.! Hauiväne 2,75 M., klein- gemack.Äbfallbolz 3.25 ®L vcr Karren frei ans Haus. I.Wcllhöier, Tel. 743. (6311 5 Pfd.-Eimer M. 1.30, lO-Pfd-Eimer M.2.50 5-Psd.-Topf Mk. 1.40, lO-P'd.-Tovf Mk. 2.60 Die Beerdigung findet Freitag, den 18. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Roosevelt. Chicago, 15. Okt. Der Zug mit Roosevelt ist um 2.30 Uhr hier angekommen. Wie berichtet wird, verbrachte Roosev-lt die Fahrt ruhig und zeigte keine Spur von Unbehagen. Im Namen der Hinterbliebenen: Marie Gerhard. Donnerstag frisch eintreffend: la. Brat- Letzte Nachrichten. Hesfische Kraukenschwestern im fltird)ifi’en Heerlaaer. RB. Darmstadt, 16. Okt. (Priv.-Tel.) Auf Veranlassung der Prinzessin Ludwig von Battenberg sind Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Bettenhausen ffir 1913 Rj. liegt vom 21. bis einschl. 28. d. Ak. auf unserem Geschäftszimmer zur Einsicht sämtlicher Beteiligten auf. Mährend dieser Frist können Em- Wendungen gegen seinen Inhalt bei dem Bürger- meister schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird besonders darauf hingewicsen, dasz Umlagen zur Erhebung gelangen, zu denen die Optima-Fahrräder fln* K* inAtcrtnAmt - 6 CK a-ßaMMÜML Sedan» u Krtrtf Schellfische und 5k abliau, kopflos feinste Nordseefische sind eingetrossen und billigst zu haben bei 0405 Georg Wallenfels Marktplatz »M" nur Nr. 21 gegenuberderEngelavotheke. Bekanntmachung. B etr.: Maul- und Klauenseuche in Lang-Göns. Da die Manl- und Klauenseuche in Lang-Göno erloschen ist, heben wir den durch Bekanntmachung lom 13. Juni l. I. ^reisblatt Rr. 46) gebildeten «Sperrbezirk Lang-Göus auf. . . Ter Kreis Gießen ist hiernach wreder senchcrifrer. Gl eü en, ben 16. Cftober 1912. Grostherzoglichcs Ztreisamt Giefzen. I. B.: Langermann^ Miiocta stets billig abzugeben. D J. A. Schach, Worms-Hocbheim a. Rhein. a. D Kruger auf Harlan-Eindecker mit Leutnant zur See Friedensburg um 1,33 Uhr. Leutnant Engwer erlitt kur; nach dem dluutteg einen tstur» bei Neuostheim. Sein Apparat grub sich mit dem vorderen Teil auf freiem Felde in eine neu angelegt»Straße. Ter Fl reg er erlitt leine Verletzungen Leutnant von Buttler, der aut Innern Albatros-Doppeldecker mit Leutnant Frenberg um 2,09 Uhr auf* stieg, kehrte nach einer Runde wieder auf den Flugplatz zuruck. Im Lause des Nachmittags sind weiter aufgcstiegcn: CIkf leutnant Pohl auf Guler-Dovveldccker um 3.15 Uhr, An ton Baie rlein auf Otto-Doppeldecker um 3.18 Uhr, Leutnant Bierlingauf Otto-Doppeldecker um 3.23 Uhr, ferner außer Mon kurrenz d e 59 a a l um 3.28 Uhr. Um 4.03 Uhr stiegen Lind» p a i n t c r auf Otto-Dovveldecker und um 4.10 Uhr Leutnant von Buttler auf Albatros-Doppeldecker auf. Frankfurt a M., 15. Okt. Als erster landete nm 2 Uhr 2 Minuten Lberingcnicur Öirth, glcick) darauf um 2 Uhr 3 Minuten Frin Dick, um 2 Uhr 10 Minuten gmg Leutnant Reinhardt, der unterwegs tzöhcn bis zu 1200 Meter aup gesucht hatte, in prachtvollem Gleitflug nieder, ^.cutnant Jo a 11 c r landete um 2.25 Uhr, Leutnant Kruger ebenfalls um 2.2;> Uhr, Leutnant Beistbarth um 2.42 Uhr. Baierletn landete um 4 Uhr 4 Minuten, Leutnant Btcrltng um 4 Uhr 14 Minuten, Leutnant Pohl eine Minute später auf bau Exerzierplatz Bei der Landung wurde der Apparat lctcht beschädigt und der Flieger erlitt leichte V e r l e b u n g e n tm Gesickst. Während die Frankfurter Flieger ihre schaustuge voll, führten, landete Lindpaintncr 4.48 Uhr. — Leutnant x>_o l n, )cr heute von Strastburg nach ebener geflogen war, tst um 4 Uhr in Sven er aufgestiegen und landete um 5.07 Uhr. v. Butler um 5.23 Uhr. Wie verlautet, muffte der Fltegcr de Waal bet Grotz-Gcrau eine Notlandung vornehmen gestern zwei ankenschwesberu -chuH ötutanS ab. Tiirkischerseits läßt man sich durch die er st en scheinn baren Siege der M ontenegriner nicht verblüffen, da man wolil weiß, daß sie die gewonnenen Stellungen nicht halten können. Ein Bombardement an der bulgarischen Grenze. Saloniki, 16. Okt. &ne bulgarische Bande b-t sich in K ri ewa verbarrikadiert. Ta sie sich nicht ergaben wollte, iv u r d e die Stadt nach Entfernung der grauen und Kinder von türkischen Truppen bombardiert. Griechenland und Kreta. «Athen, 16. Okt. Die griechische Regierung übermittelte der Regierung von Kreta einen längeren Auszug aus der Rede des griechischen Ministerpräsidenten und wies sie an, die Geschäfte im Namen der griechischen Regierung einstweilen^ weiterzusühren. , Der Friede zwischen Italien und der Türket. Onchv, 16. Lkl. lag. havaS.) DaS Protokoll übtt die Friedenspräliminarien setzt fest, dast zunächst der Sultan ein Stabe erlässt, in dem die Autonomie von Tripolis verkündet wird. Durch ein Dekret deS Königs von Italien wird dann eine Regierung für Tripolis auf der Grundlage der Souveränität Italiens eingesetzt. Italien erteilt ferner allen am tripolitanifdien jvelb- zug beteiligten Angehörigen von Tripolis einen umfassenden Straf- erlast. Wenn diese Mastnahinen beendigt sind, wird der endgültige Friedensvertrag unterschrieben werden. 9«al 'Samotag, ben 26. Oktober b. F., vormittags 11 Ubr an den Unterzeichneten, Landeshaus Simmer ^r. »7, em- zureickien, wofelbii die Oeffnung der Angebote in Gegenwart der erschienenen Bieter stattnndet. .'stiichlagdfrifi: 3u Tage. Wiesbaden, 12. Oktober 1912. Der Landesbaumelster: (ßcricbUfaaL 'Tranffnrtd M 15. Oft. Das Schwurgericht verurteilte den lOiahriqen Weissbinder Joses R u pp aus Sufiback ^berpmlzl wegen erschwerten Totschlags zu dreizehn Jahren Zuchthaus Rupp, ninoch ui,bestrafter Memch, hatte am Znngstmontag nachmittag .n« Dienstmädchen Frieda Bester erlwchen, als sie ihn bet einem Statt jeder besonderen Anzeige. Heute entschlief unerwartet mein lieber Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Friedrich Gerhard Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem tmS so schwer betroffenen Verluste, insbesondere für die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Bahrt und der Krankenschwester für die liebevolle Pflege sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Familie Arnold Familie Bclloff. Großcn-Buseck, 16. Oktober 19 1 2 . 6927 Neubau einer Laudesbaukstelle zu Mbenbach. Die Ausführung der Dackdeckerarbeiten (Schiefer- Dic Zeichnungen liegen während der Bureaustunden im Landesbaus, Zimmer Nr. 5& aur Sinndn am. Angcbotssormulare sind dazelbn, lonnc bet Derrn Degemciiter OchS zu Gladenbach zum Betrage von 0,50 DiL, solan.ie der Vorrat reicht, erhältlich. , Die mit entsprechender Aufschrift vertehenen »Ingebote EutoB-Bonbons Patentamtlich geschützt unter No. 115022, 116058, 116783 Aerztlich empfohlen M>»/B bleiben trotz aller Konkurrenz „DasBesie §e£enHusten u. Heiserkeit In unserer Zentrale frisch eingetroffen: lDoppelwagßon(200Zenlner) :: Fisch-Konserven :: Neue Mi* u. 9 Qljipb T) D|n Bisuiurik-Heeiuiie » öiilblt Lu llls. K'iter-Dose Mk. 2.20 Beut-Serinqe -tiick 10 Pst. 8-Liter-Dose Mk. 3.10 Neue Tmdiuen Psd. 40 Fästchen Mk. 2.10 I. M. Schulhof Telephon 119. — Pronwter Versand nach auswäris. l2 ..................umnestellt.KilnnenTie die Lösung finden? Versuchen Ste eS bitte. Wir haben etwas für Sie, waS wir.Unten senden würden,und waS eine angenelnneUeberraschung fürste fein dürfte. Sie empfangen ein wertvolles Geschenk bei derSendungvollständig kostenlos beigevackt, falls Sie uns die richtig.Städtenam^fow.Ihren Namen, Stand u.Adreffe auf einerPostkarte mit- teil. Bitte wederBriefrnarken nochGeld cinAufetib. Verschieben Sie die Sache nicht'. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst'.ScndcnSieJhrcNarte sofort an W? Apfelmost eigener Kelterei. 08424 Louis Lätcr, Gasthaus Central. Wolkenaaffe 26. bet hiesigen UntversttLt, Regierungsrat Dr Otto orü m m c l, zur lebten Ruhe gebracht, xct gesamte ata- tmnfdyc Lehrkörper, die Chargierten der s^enttichett stor. pvrattonen unb viele Bürger gaben ihm das letzte Geleits Außer dem Universitälsprediger Professor Simons, berbte Andacht hielt, widmeten Geh. Reg-Rat Iro,.^ Ztorichelt Vrivatdozent Dr. Obst und ein auswärtiger Gelehrter dem Verblichenen warme Nachrufe. w Wiesbaden, 15. Okt, Der 17 Jahre alte Sohn des Kaufmanns Butz back aus der Nlbrechrsftraste fpidte heute nachmittag in der Küche, in der sich außer ckm noch seine Mutter befand, mit einem Revolver. Plötzlich gmg br Schub los und der junge Mann brach nut durchschoßenem Kopfe tot zusammen. ____________ Want r sm 13 M ?Ä..„ i!»chs 741). 40 „ 'S-ä Süddeutscher Flug. Mannheim, 16. Cft. Der Start zur erften Strecke deS Ueberlandslugcs Mannheim—Frankfurt a. M 'war von der Lberleitung auf heute Dienstag früh1 Uljr angcsetzt worden. Tas Detter ist aber zum Fluge womöglich noch unwirscher als gestern unb zum Nebel hat sich ein feiner Sprühregen gesellt. D»e sämtlichen Flieger sind am Startplatz anwesend Vorläufig hat aber nur Dick-München erklärt, starten zu wollen. Ob die anderen Teilnehmer auch fliegen, bleibt noch zweifelhaft. Mannheim, 15. Okt. Um zwei Uahr mittags hatte der Regen nachgelassen, die Witterung war aber noch immer ungünstig. Trotzdem haben die Flieger den Flug nach Frankfurt a M^ besonnen Leutnant Re.nha rdt mit Leutnant M ü hl ich als Passagier startete mit seinem Albatros-Doppeldecker 12,48 Uhr, äritz D ick-München mit Leutnant Palmer auf Doppeldecker der sllugzeumverke „Deutschland" um 1,04 Uhr, Cberingenieur vell- irntb Dirth mit Leutnant Gr ab en stein von dem 7 Dra- loncrrcgiment Saarbrücken auf Runipleretndecker tmt 1,18 Uhr, Leutnant Beistbarth mit Leutnant Lang auf Euler-doppel- ,V(fer um 1,24 Uhr Leutnant ö aller mit Oberleutnant Schmied auf Otto-Doppeldecker 1,30 Uhr, Leutnant Engwer auf Rinnplertaube mit Leutnant Jimnier 1,32 Uhr, Leutnant Kartoffeln für den Winterbedarf Magnum bonum Industrie Up to dato 6912 Rote Taberfche trauhschaligel Royal Uidney verbesserte Magnum bonum Vlla Paulsens Julie gelbe Salatkartoffel empfiehlt in vrima Qualität au billigsten Preisen I. Weisel Tel. 88, Sonnenstraste 6. Proben stehen zu Diensten. Empfehle von heute ab tägl. nchiülttllgs 3 Uhr si'ijche Brötchen. Wiener Feinbäckerei Willv HoclterS, Frank- surtcr Ttrastc 27. (08(140 ‘«ä fen'V.S«;. MhK* on. unk * M S* :bt"8'"«b8t. hnbgtbu?n "öch. wfiW ben J erlitt §. Schade&Füllgrahe Babnbofstraste 26 1 Ludwig,traste 20 > XeieHUtti 186 Walltorttraste 24 au/t0 rnd. Klober 1912. rar |nh;®,'l,4erUtu. l9r im Hotel Schütz. Teilung im Tum. tt am Eröffnungstag ;e sich empiehlen, die von 11 bis 1 Uhi Ä, iu buchen, da Teilung geöffnet ifh und ausivötts zu 's 25. d. M. Die im auch für das Neue s jetzt war das Inter. 1 l Freiballon, Motor- ^rhessen nur ge- oeppelinlandungen zu >nd Hal schon ntehrm rufen. Tas Jnterch : groß, und ist im Zu- > den Ursachen dieses M festgestellt werden, n gegründet wurde, unö Sher gehindert wurde, mten Flugwesm bc- s sich doch hin niM irum, der Wiffenschci u er-iehen, die mit den usgeffattet, durch ffdi- et, sich in den Awi ifl foitt 27. OÜoba fc haben, bann abn 'rieb für ßanimn^dt gröberer Art eignet, m auch ün Interesse ZlugMge onsgebaL dervorirag rottb ,etein vermittelt wer- g in Albanien. Berlin, der bekaimte im türkischen General, tt dürfen. Tr. JaÄ nach Teutschland gt- ,as allgemeine Intel- mzenttieck, dürste em ltz in weiten Kreffw der großen Umvmt. Lichtbilder veranschau- ritnfl. icherung angeWfe- m Lotet Grotzherpg SeßnerausFran^ 'S’Ä.2 U informieren, bsttet anterie^egunent bj oßen Verkehr erlitten 2 Verspätungen. TÄft ZSW chKZ tag, S&s I Choren am Ä groß md rotes ^Le^ en Dürr, S"&" wegen erschwerten Totschlaqs zu 1 । ninoch unbestrafter Memck, hc daS Dienstmädchen Frieda Best Einbruch in ihre Mansarde überraschte. Leiviig, 15. Okt In der R evts10 n sv e r ha n dl ung des Methhlalkoholpro-etfcs Scharnuut, u Genossen hat das stieichsgcricht die Revision aller drei Angeklagten ver- Friedrich Magnus Schuhm achermeister Seltersweg 61 6982 Seltersweg 61 16 „ „ 20 „ 40 Preisclbkmn 10-Pfd.-Etmer Mk. 3.70 Automobilunfällc. In M a d r i d fuhr der Deutsche Karl Schleicher, Vertreter der Mercedes-Automobile, beim Erproben emes ncucn^ Wagens gegen das Geländer der sogenannten Franzoscnbruckc. ^,as Auto wurde zertrümmert, Schleick)er g e t ö t e t. Zwisck>en Schwanebeck und Lindenberg im Norden Berlins fuhr nachts ein Automobil gegen das Brtickcngelandcr, überschlug sich und stürzte in den Flutz. Ter Führer, Tircktor Rehseld von der Deutsthen Prenluft- und Werkzeug- Maschinensabrik, blieb unverletzt, wahrend bic Mutter Reh- sclds getötet und die Nichte der Getöteten schwer verletzt w urde._______ Wctteraussichten in Dessen für Donnerstag, den 17. 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(r*c bring«Jrtutb itbr Zonalen au® $od«gi {“eJ$r Stirn*) u ‘n,»* •; ein W: "8” geilen iwrt01|k" di° Tag--- - Auf 8 LtundenI !U Ws diesen Wd>° halrsaufbessemgen hi tönen. 3j® 1 iAys mörtigen 'MjW besonders howncrt LondmergüMen. der Soll- baB der Mssitzes rageg lagen erhalt m Pcrordnung vom». sind die Seomlen iii Milde" 18 un erhall der Stamtt n Auslagen im die 3 beziehen die ®nnft< 12 Mk. die Lberlan gerxbtspräsidenien, i l?berlandes-m(htsrä Direktoren der hohe, usiv., den Ätz von 8 Beamten, den Satz und den Latz von 3 Tagegelder kann der seiner auswärtigen War er nur 3 Stu' entfernt, so hat er i eine Äbwesenhei't 0 par fein Tagegeld tezw 2, öezw. 1,50 3n der Reglern dorgeschlagen, näen um etroa 151 rintt aäMndigen ' bei rinn vieMndic diesn BoyUag übt vor alltm, ob n seii erreichen mrb, mu1 wurden in den k Tagegelder herabg höher als in 'tzess icRigen Sätzen in hält der Beamte < metergelder, in h den Landweg nick Ausgaben für A mittlere Beamte b von höchstens 3,5t Turch die bca MB die Beamten 'andern nur einen ^brauch nhalter fereS Engros - Einkaufs, wenn Sie Ihren Bedarf folgenden Artikeln bei uns decken: NormalHemden per Stück 90 Psg., 1.30, 1.60, 1.85, 2.30 bis 6.00 Mk. in Seiet, MmMsalat, ÜlMovio und -ardinen in Kinsern, tlnschonisnste, -ardellcnbntter, LnMbutter, Zrabben, alles in nur besten Qualitäten zu billigsten Preisen. runden Nein'be. 5*8 die rief Zurich oft außttt Mtt-lungena L'Nigung SS? 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Oktober, abends 9 Uhr, im Saale des Hotel Grotzherzog von Hessen Oetfentl, Versammlung Hiermit laden wir unsere Mitglieder :: zum Besuch der interessanten :: D“/io Ausstellung von Kolonialgemälden des Malers Ernst Vollbehr-München im Turmhaus und im alten Schloss ein. Eintrittspreis Fisch-Konserven srisch eingctroffen. Hering, in Kelce Psnnb-?ose 60 Psg. Jonncrotag, 17. Lttobcr, abends 81s Uhr pünktlich, in der grossen Unioerfitäts-Anla: I. öffentlicher Vortrag Herr Dr. Ernst Jäckh, Berlin „Jm titlibdi« Kriegs- ■lager durch Manie«" Mit Lichtbildern. vl4/10 Eintrittskarten sind zu 1 Mk. abends an der Kasse zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. Garderobe ist abzugeben, Gebühr 10 Pfg. Elektr. Licht- und Kraftanlagen 8 Telephon- und Signal-Anlagen ■ errichtet und sind im Besitz der Installationserlaubnis für elektrische Anlagen zum Anschluß an die Stadtanlage Giessen und die Ueberlandanlage Giessen. | Wir empfehlen uns zur Ausführung von Hausinstallationen - Elektr. 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