D.r((cid)t mit sich handeln lassen, wenn der Ministerpräsi- I bdit sich einem nachträglichen Indernnitätsgesuch cnt- | «ließen tonnte; das aber fyat Graf Lukacs erst dieser Tage Unbtueg abgelehnt. mui versaßt. An den Ufern der Donau geivahren wir Liraitteil seiner Zigeuner den Häuptling ui Nachdenken. Jede -acht verläßt seine Tochter Fleana das Lager. Tic stunden . . „ . . r, die Regierung zu c u w a h l c n zu zwingen, von denen die Zusth, Apponyi vib Kojsuth sich angesichts der Stimmung im Lande Erfolg i r rsprcchen. 2 er Ministerpräsident Lukacs und Graf Tisza luikberum, die beide im Einverständnis mit der nationalen So zeigt sich fürs erste fein Ausweg aus diesen Wirren, die ganz den Eindruck machen, als ob der ungarische Parla- Tie Polizei im Hau e. Um 11 Uhr betrat Pawlik, gefolgt von mehr als 100 Wachleuten Den Saal nnb zog einen Kordon zwischen den Mitgliedern der Arbeiterpartei und dcn Mitgliedern der Opposition. Jetzt verließ die Opposition unter höhnischen Rusen auf die Regierungspartei den Saal und begab sich in den Klub der Kossuthpartei, um dort eine Konsercn- abzuhalten. Um ll^Uhr 20 Minuten eröffnete Präsident Grat Tisza wieder die Sitzung. Ec rechtfertigte zunächst kur; sein Borgehen und beantragte sodann, daß 38 Abgeordnete an den Zrttmumtäls- aus schuß verwiesen werden Ties sind meist dieselben Abgcord- neten, die gestern an den Znrmunitälsausf'chuß verwiesen wurden. Sodann ergriff HanbelSminister Beoethy das Wort unter lebhaftem Beifall der Arbeitspartei. Ein Abgeordneter, der wahrend des heutigen Tumults Ohrfeigen erhielt, hat zwei Abgeordnete zum Duell gefordert. Ter üandelsminisier führte aus: Ich bedauere überaus, daß ich mich durch die Beschimpfung seitens der Oppositionellen dazu habe hinreißen lassen, die bedauerliche Raufszene zu veranlassen. Er verweise jedoch auf seine hochgradige Erregung, die es ihm unmöglich machte, die höhnischen Zuruse länger zu ertragen. Präsident Gras Tisza erklärte, man müsse die Ausführungen des HanbelSminister» zur KemumS nehmen imb über die Angelegenbr.t rur Tagesordnung übergeben. Sowohl die Er- fiarunti des Minister» als die des (Braten Tisza wurden mit stürmischen Bertall-ru'en au'genommen Sodann wurde über den Berndt de» ZmmuilitatSausfauffee -.'erhandelt. Rach dem Bericht werden 30 Abgeordnete für die nädiucn 30 2i»ung#tage ausgeschlossen, 10 Abgeordnete für die nächsten 16. hieraus wurden die Wahlen der Telegations Mitglieder vorgenommen. E-.- wurden 4<> ordentliche Telegatious- mitgiiebcr und 10 Ersatzmänner gewählt: sie gehören lamtluti der nationalen Regierungspartei an. tfünf s.nd Kroaten, die jedoch auch der Regierungspartei angeboren, hieraus stellte der Präsident den Antrag, das Haus bis aus weitere» zu vertagen und während der Tagung der Delegationen (ein« Sitzungen abzuhalten Tie Oppositionellen beschlossen, gegen die Wahl der Delegationen keinen Protest einzulegen, sondern sie al» vollendet» Tatsache hinzunehmen Hieraus wurde die Sipung unter begeisterten Elienrufcn aus den Präsidenten um 12* t Uhr geschlossen. Leoncavallor neue ©per. London, 16. Sept. Die Uraufführung von Leoncavallos neuer Oper „Tie | i 31 g c tt n c r" war mit großer Spannung erwartet worden: ttaestro hatte erklärt, sie überträfe an Schönheit und dra- natischer Wirkung die „Bajazzi". Rach der heutigen Auf- ^thrung können wir uns vorläufig dieser Ansicht taum unschließen. ES mag fein, daß die enorme "Ausdehnung VariötShmtseS die Klangschönheiten und die gesamte musikalische Wirkung arg beeinträchtigte und daß die Oper Innrer der selbst für eine Londoner Vtusikhalle krassen Hand- ;üug leidet. Eine ausgesprochene Eigenart ist den „Zigeunern", selbst 1knn man sie unrcr so ungünstigen Umständen zu hören H’Jnb schauen bekommt, jedoch nicht abzuftreiten. Ter Hom» Monist hat Rumänien zum Schauplatz auserkoren, durch- ttzt daS Ganze mit der sonderbaren chromatischen Skala, Hilf denen sich die rumänischen Volksweisen aufbauen, die ■er benutzt, denen er jedoch einen stark italienischen Charakter Du prägt. Leoncavallo ist mit diesem Werl direkt zur Ä.'i'ummern-Oper" zurückgekehrt. Tas Tenorsolo, das den •< 1 atmen „Blaue Augen" führt, dürfte mit der Zeit große Popularität erlangen und vielleicht „Lache, Bajazzo!" Kon- änrenz machen. Tie musikalische Erfindungskraft wirkt ;ib»od) nicht überwältigend. Die neue Oper zerfällt in zwei Szenen. Tie erste spielt üfi in einem Zigeunerlager, die zweite auf einer Ebene Aümäniens ab. Die lyrischen Einlagen stammen von Enrico , Lctoazchioli, die eigentliche Handlung hat Guglielmo Ema- — Tie Ausgrabungen am Römerkastell von Haltern. Tie Ältermmskommission für Westfalen hat jetzt die Arbeiten zur Fortsetzung ber Ausgrabungen bei Haltern wieder ausgenommen. Ter Borsitzende, Tr. Koepp aus Munster, teilet die Untersuchungen, die an drei verschiedenen Stellen, auf dem Annaberge, im Großen Lager unD am Lwveuser ausgesührt werden sollen. Auf dem Annaberge hofft man hauptsächlich keramische Funde zu machen, um durch die Vergleichung mit den bisherigen eine genaue Zeitbestimmung für die Lagcrgründung Zu ermöglichen. Zm Großen Lager ist das bisher wenig durchforschte Gelände zwischen dem Pratorium und Dem nordwestlichen Lagereingang als Unterfuchungsgebict in Aussicht genommen. Am Liv prüfet jn der Rühe des Bahnho's, wo man vor einigen Fahren beim Sanoau-Heben Ueberreftc eines mächtigen Bohlen- weges zu entdecken glaubte, will man durch weitere Untersuchungen Ausschluß Darüber gewinn n, ob es sich hier um den so viel gesuchten t'ipwübcrgang zur Römerzeit handelt oder nicht. — 5 i n neuer Hom et. Obschon der Rechnung gewiß auch für das Fahr 1912 mehrere Homeien zu erwarten waren, hatten dic Obfcroatorien hu dem Verschwinden Der vom Kometen iahr 19i 1 überkommenen Haarsterne wenig Glück. Nun aber liegt die Nachriwt vor, daß von Gale in zehnen Australien ein neuer ya-Tritern, Homer 1912a wie er vorläufig k.ißr, entdeckt r.utbc Am 8. September, dem Tage Der Entdeckung, braiu) 'ich das Gestirn in Rektaszension 13 h 37 m und XeUinaiion —363 31'. Ter scheinbare Turchmeh'er des gegenwärtig roch 'Lwetflosen und teleslopifchen Amrefen fand sich ;u zwei Bogen- mmuien; die Helligkeit i|t, roie es scheint, wechselnd. Tas Gestirn kann mit freiem Auge nitbt ^efe&cn werden, da der Komet von der Sonne in seiner Rektafzeniwn nicht eben viel o er schieden ist. Für uns Bewohner der nördlichen Erdhalbkuget ist außerdem die tiefe Teklination des Gestirns sehr mißlich. Zwar steigt der Morn et nordwestlich rasch empor und kommt so in immer bessere Sichtbarkeitsverl.ältnisie, bevor er aber den „Centauren" nicht verläßt, ist wenig Hoffnung für Amateure, ihn zu finden. -- Münchener Musikbrief. Tie reiche Münchener Musiksestzeit liegt hinter uns. Ter 3. Zyklus der Wagner- fest spiele im Prinzregententhcater schloß am Sonntag mit einer in jeher Beziehung würdigen Meistersinger-Aufführung unter Hofkapellmciftcr Röhrs Führung. Am Abend zuvor fand das letzte der zehn Festkonzerte de» Konzert- oereins München mit Beethovens Neunter statt Diese Konzerte unter der Leitung des Diener Tirigenten Ferdinand Löwe nehmen heute neben den Münchener Bühnenfeftspielekt einen ebenbürtigen Rang ein und erfreuen sich al eich jenen bereit» eines internationalen Rufes. Auf welche Höhe Löwes Erziehungs« lunst und beherrschender Einfluß die Kaimsaalkon^ne gehoben hat, dafür erbrachte diefe letzte Serie von Musikaufführungen glanzende Beweise. Außer Den hervorragendsten Meisterwerken der symphonischen Schöpfung kamen Die verschiedenen neuesten Richtungen Der Tonkunst durch charakteristische Beispiele zu Gehör. — Ter Zentralverband Deutscher Tonkünstler und Tonkunstler-Bereine hielt feine 9. Tagung am 14. und 15. September in Erfurt ab. Nach Erledigung geschäftlicher Ange» legenbeüen hielt Assessor Tr. .Jacobi einen Vortrag über Die Privatversicherung. Tie Aussprache schloß mu Der Annahme einer 'Petition an Den Reichstag, Die eine Zusammenfassung Der für Den Privatlehrer besonders schweren Mißstände enthalten roiro. AuSj oen Verhandlungen des 2. Tages, dessen Tagesordnung sich mif einer größeren Anzahl Anträge be''chaftiLte, ist ber Antrag 6 c» earius-Sieber- Düsseldorf bemerkenswert, Der nach längerer Aussprache angenommen wird: Ter Verband soll sich an Den Vorstand des Rnchsvereins Der Deutschen Preise wenden/ Damit öfsentuche Konzerte, in Denen T'.ienanten Mitwirken, nicht kritisiert werden. Tie Kahl ergab Wiederwahl des bisherigen Lorstandcs. # — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissend schäft. Ter Augenarzt, Universitätsprofessor Tr. me). Zakob Stillrng in Straßburg i. G ■ feiert am '2. September iemen <0. Geburtstag. Er ist zu Kassel als Sohn des berühmten Anatomen und Ehirurgen.Geh- Sanitätsrat Dr. Benedikt Stil- ling geboren. lnigehen ihr unier Küssen und Herzen mit Radu, einem -c!>ömlcuernoen Prinzen, der vorn Hof geflohen ist Radu htni) Fleana werden überrascht und gebunden ins Lager i xcÄrachr. Als die beiden Liebenden ihr Geheimnis dem 1 Zuli angenommenen Gesetze und die Aufhebung vrr Verschärfung der Hausordnung. Tas; die Rückgängigmachung der für beide Teile der Eionarchie bereits in straft getretenen Gesetze ein Ding tr Unmöglichkeit ist, darüber können nun freilich die Führer tr Opposition kaum im unklaren sein, und sie würden Zitier eröffnen, segtict und traut er sie. Aber auch Tamar, itF Zigeunerpoet, liebt dic alles bezaubernde Fleana in- ttuinstig. Sie erteilt jedoch dem liebekranken Dichter einen ci;b. Die zloeite Szene spielt auf der von hellem?Nönd» lichr übergossenen Ebene. Fleana hat ungeachtet der heißen Liebe des Prinzen nun doch ihr Herz an den Sänger verloren. Wäbrend Radu schläft, verbringt sie in TamarS Hütte die Nacht. Radu erwacht und hört die Liebenden. Er uvcrgießr die Hütte mit einer Flasche Petroleum, zündet sie an und laßt sein Weib mit dem Dichter verkohlen. Tann zieht er mit seinem Racheschrei in die Nacht hinaus. Aus dieser kurzen Analyse erkennt man das Krasse der Handlung, dic am Ende auf die Nerven fällt, ohne sich irgendwie durch echte Schönheit auszuzeichnen. Naturgemäß leider die Komposition darunter. Ter Schluß mag lehr wirksam für em Varislö der Weltstadt sein, aber in Text und Musik vermißt man das Treffsichere, Logische, Zwingende. Die neue Sifoung im ungarischen Abgeordnetenhaus. Auch gestern wiederholten sich im ungarischen Abgeordnetenhaus Die blamabelsten Szenen, die je ein Parlament diskreditiert haben. Sogar ein Minister ließ sich, wie er entschuldigend später sich ausdrücktc, „vom Zorn über- mannen" und veranlaßte eine offene Prügele,. Als der »ackere Pavlik wieder mit einer großen Anzahl Schutzleute «schien, war die Opposition diesmal so einsichtsvoll, das Leid aus freien Stücken zu räumen. Was soll nun werden? An Vorschlägen zur Anlehnung einer Einigung zwischen der nationalen Arbeite purtci und der vereinigten Opposition hat cs nicht gefehlt, über sie sind bisher auf taube Ohren gestoßen. Ter Minister- Präsident Lukacs hat in einer Unterredung als Grundlage einer solchen Verständigung folgende vier von ilpn cuizubringende Gesetzentwürfe bezeichnet: 1. Ein neues Lmmunilatsgesetz zur Verstärkung des Schutzes der Ab ^ordneten; 2. Neubegrenzung des Wirkungskreises des 'l arlamentspräsidenten und Schaffung einer Parlamenls- nachc; 3. Reform der Hausordnung mit genauer Umschreibung der parlamentarischen Mehrheits- und MinderheilS- i?chte; 4. Wahlreform auf demokratischer fortfchrilt- t ionelle Abgeordnete mit Tisza zusammen. Der sich ebenfalls nach dem ersten Stockwerk begeben wollte Ter Abg K o v a c s z verließ nut den Dorten „mit Schurken sitze ich nicht unter einem Dache ' Den Lift. Zinn folgten Die anderen Oppositionellen, woran, Tisza allein im Lut btnauffubv In den WanDclaängen konferierien dic Abgeordneten Franz Kof'utb und Graf Andrasty. Hierauf traten die Führer Der Opposition zu einer Konferenz zusammen Nach Beendigung erklärte Graf Apponyi, Die Opposition solle sich von Den Dele- gatlonswahlen fern halten. Diese Mitteilung rief zunächst große UnzusneDenheil hervor. Da man annahm. Die Cppo- imon lollc heute Überhaupt in Der Sitzung nicht erscheinen: Avronyi legre aber seine Worte Dahin aus, die Abgeordnnen follten. beim Namensausrui erklären. Daß ue sich an oen Delegations- Wahlen nicht beteiligten. Da sie Diese für ungesetzlich hielten. Wiederum Lärm und Prügelei. Hierauf wurde die Parole ausgegeben, die Ovvosiiion solle sofort ihre Platze einnehmcn. Dies geschah, so Daß vor Eröffnung Der Sitzung Die Bänke dicht besetzt waren. Zn den Reihen der £ uoutionellcn wurde eine Sammlung z u» gunsten Des Polizisten veranstaltet, ber gestern den Gehorsam verweigert hat. Znzmischen war auch der Zmmunitütsansschuß zusammenge- tretm, uni über die gestern an ihn überwiesenen Abgeordneten abzuurteilen. Bicrundvierzig Abgeordnete wurden zur Ausschließung auf 30 Sitzungstage und vier zur A h b»11 e l e i st u il g verurteilt. Um 10* t Uhr kamen auch die Mitglieder der Arbettspartei in Den Saal. Sofort begannen Die Oppositionellen roieDcr einen Höllenlärm. Einige uberbäuften die Mitglieder Der Rechten mit Schmähungen. AnwescnD waren auch Die Minister Gras Sercnyi unD Stanislaus Beoethy, Dic ebenfalls mit Den heftigsten Schimpf- Worten überhaupt wurden. In diesem fXugcnblicf fah man, wie Der Minister Beoethy von feinem Platze auf sprang unD mit erhobenen Fäusten auf Dic Oppositionellen losslürzte. Mehrere Oppositionelle warfen sich gleichfalls auf Den Minister unD versetzten ihm Schläge aus Den stopf. Es entstand nn unbeschreiblicher Tumult. Von allen Seiten stürzten Abgeordnete auf den Schauplatz Des Kampfes unD schlugen mit Den Fäusten aur e i n a n D e r. Einige Besonnene trennten die Raufenden. Dock) Dauerte e» lange, bis Dies gelang. Um 10.40 Uhr betrat Grai Tisza die Präfidententribünc. Es entstand wieder ein £) o 11 e n (d r m auf Der Seite Der Opposition, währcnD die Regierungspartei dem PräsiDenten lebhafte Ovationen brad^c. Graf Tisza schrieb Die Namen Der Lärmenden auf und unterbrach um 10.45 Uhr die Sitzung, um sich mit Dem Polizciobcrtnspektor Pawlik zu be sprechen. Während Der Paufc blieben Die meisten Abgeordneten auf ihren Plätzen. Met Grundlage. Tiefe Zugeständnisse werden von der Cjpofition als unannehmbar bezeichnet, denn diese erklärt, » daß sie sich aus Verhandlungen überhaupt erst cinlaffcn l| ü«lle, nachdem Lukacs 'und Tisza zurückgetreten seien. || IScttcu aber sordert sie nichts mehr und nichts weniger »als die sogenannte restitutio in integrum, das heißt die ||Uglgültigkeitserklärung aller nach dem Tie Kundgkbungen in der Stadt. Lsenpcst, 18. Scpt. Ter Polizeichef verösscnk- licht eine Kundgebung, in ber die joztalistischcn Sttaßenauszüge verboten und die Sperrung der Haustore für 8 Uhr abends angcordnct werden. Polizei und bewaffnete Macht wurden mit größter Entschiedenheit Auftreten und nach einem ermahnenden Hornsignal, tvodurch die Menge aufgeforbert werde, fich zu zerstreuen, gegebenenfalls von der Schutz was sc Gebrauch zu machen Bis 8 Uhr abends waren in ber Stadt nur ganz unerhebliche Zufammenslötze zwischen Aufrührern und ber Polizei vorgekomincn. Einige Gruppen wurden von der Pvliz« ausgelöst und in dic Flucht getrieben. Um 8 Uhr wurde auf Anordnung der Behörde der Stratzenbahnverkehr auf der Ringslratzc eingestellt. Gegen 8 Uhr abends rottete sich eine große Gruppe an der Kreuzung Der Racusistraße und der Ringstraße unter lärmenden Kundgebungen zusammen. Sic schlugen Fenstcrscheiben ein, zertrümmerten 6ad- lamp e n und griffen bie Straßenbahnwagen an. Polizei und Gendarmerie fah sich daher zum Einschrei.« ten genötigt und trieb bie Menge auseinander. 9tunmehr verübten kleinere Trupps in den Nebengassen allerlei Ausschreitungen. Auch einige Revolverschüsse wurden ab- gefeuert. Wahrend ber Zusammenstößc mit ber Polizei wurden mehrere Ruhestörer verletzt- Bei dem Polizeiamt. des 7. Bezirks wurden etwa 100 Personen cingeliefert. Die Relkungsgesellfchaft wurde iw 60 Fällen in Anspruch genommen. 28 Verletzte wurden tzcn ztrankenhäusern zugefühn, darunter zwei Polizeibeamte Gegen 11 Uhr trat allmählich wieder Ruhe ein. '^kach den amtlichen Feststellungen sind bei den StraßenauSschrei». tungeii etwa 80 Personen sestgcnommen worden, von denen 37 in Haft behalten wurden. Verletzungen sind zahlreich vorgekommen. 2 4 Personen wurden schwer verletzt. Die Eihllog deS Maguatenhause». Os en pest, 18. Sept. Das Magnatenhaus versammelte sich zur Wahl der Telegatwnsmitglledcr Der Opposiiionelle Graf Hadik richtete einen heftigen Angriff gegen den Ministerpräsidenten und forderte ihn auf, seinen Platz zu verlassen, um die Wieder Herstellung des parlamew- tarischen Friedens zu ermöglichen. Ter Ministerpräsident erwidertem Tie Regierung wird ihren Platz verlassen, wenn ber König ober bie Majorität ihr bas Vertrauen entzieht, aber feine Regierung pflegt zurückzutreten, weil bie Minorität ihr kein Vertrauen entgegenbringt. Von jeber persönlichen Beziehung abgesehen, wurde ein Rück- .A ehrheilspartci die an sich unvermeidliche W a h l r e f o r m nud) Möglichkeit hinausschieben und abschwächen wollen, füben feine Neigung, die jetzige große Mehrheit durch Neu- tsahlcn aufs Spiel zu setzen, und sie fühlen sich stark genug, nriit der Opposition fertig zu werden, die ihrerfcits bei btc Fortbauer ber parlamentarischen Wirren auf einen Truck von Wien aus zu Gunsten ber Auflösung des Ab- jtordnetenhauses zu rechnen scheint. Das dürfte aber eine a Ische Rechnung sein, beim man wirb in ber Hofburg schwer- iut) Neigung haben, ben Herren Lukacs und Tisza einen .'Ichen „Tank vom Haus Oesterreich" abzustalten. So eigt sich bisher auf keiner Seite die Möglichkeit eines luswegs aus dieser parlamentarischen Krisis, die in Wahr- eit eine StaatskrisiS darstellt. Ofcnpcst, 18. Sept. Tie oppositionellen Abgeordneten Innen halb nach 9 Ityr, nachdem sie vorher eine Versammlung iLycfcaUcn hatttn, natu bm Parlamem gezogen. Tcr Platz vor liefern war von Neugierigen bicht beicht und em fkärkeres Wach- tuigcbot war aufgcftcllt. Beim List trafen mehrere opposi- Ur. 221 Lift« Blatt (62. Jahrgang Oonuetstag, 19. September 19(2 GleiienerAn^eMr Jlenilprerfi - Jnld)(une: eL Ab l>eraiitroottlid) für Drn für d,e Redaktion 112, W' politüchä, Teil' Anauü -LML-' General-Anzeiger für Sberhefsen LK4L ?innah'ne2»M^»nKigeR Rofafionsörut! uvd Verlag der vrühl'schen Univ.-Vllch' und Stcinörudertl R. Lange. Redaktion, Erpedition und vruckerei: Schulftrahe 7. wr i-it voniiittags S Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Stschüftrstelle vahnhofftraße (6a. AnzeigenteilH. Beck. I mentarismuS sich im Todeskarnpfe befistde. "Das Ziel der f^positivn geht unverkennbar dahin^ jhn f : -.jP'W w. Alsfeld> 18. Sept. Wie jetzt feststeht, wird mit den 23 au ar bei t en zur Nebenbahn Alsfeld — Nieder-Aula in der Gemarkung Alsfeld am 1. März 1913 begonnen. In einer von der Bürgermeisterei an die beteiligten Grundbesitzer ergangenen Bekanntmachung wer- itritt ans diesem Grunde allen parlamentarischen Gepflogen- !heiten widersprachen. Der Ministerpräsident sagte ferner: Die Vorgänge in der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses waren beschämend, nicht weil das Präsidium geeignete Vorkehrungen zur Si durfte i- tag der Freiheit in ben Beratungen traf, sondern weil Abgeordnete, statt ihre ernste Aufgabe zu erfüllen, durch Skandalfzenen verhinderien, daß der Präsident zu Worte kam. ___ Deutsches Neich. Der Kaiser ist ant Mittwoch vormittag nach 11 Uhr an Bord j)e£ „Sleipner" von hoher See nach Wilhelmshaven zu- rückgekehrt. Er besichtigte nach dem Besuch der füMidjen Hafenerweiterung den neuen Torpedobootshafen, fuhr im Automobil nach der Kaiserlichen Werft und kehrte nach Besichtigung des Linienschiffsneubaues „S" kurz vor 1 Uhr an Bord der in der Hafeneinfahrt liegenden „Hohenzollern" zurück. Bei der Besichtigung begleiteten den Kaiser die Großadmirale v. Tirpitz und v. Köster, sowie Admiral v. Müller. Die Manöver werden fortgesetzt. ein und geht über den Schlffenberg, Forichaus oochivon, Kloster ArnSburg nach Münzenberg, von wo um 6 Uhr nachmittags die Rückfahrt erfolgt. "TieGestellungsbefehlefür die jungen Leute, die im Oktober zum Heer eingezogen werden, können von nun an auf dem Bezirkskvmmando abgeholt werden. — Landw. Kreis sch au. Die Firma H. Mettenheimer, Inhaber E. Hosch und C. Kerber, hat in der Gruppe X, Bienenzucht, ein Diplom für Honigglaser erhalten, in der Gruppe Obstverwertung hat sie außer Konkurrenz ausgestellt. Bei der ObstauSslellung hat Fr. Jöckel in Grün- berg in Klasie 22 (reichtragende Apfclsorte von Pyramiden) einen 2. Preis bekommen. Kreis Alsfeld. fi'chrungen milnehmen, die keine Jugendvorstellungen sind; ebenso Personen, die blinder unter 6 Jahren in Kinos mitnehmen, also in diesem Falle auch die Eltern. Hessen-Nassau. Frankfurt a. M., 18. Sept. Die Wahl des Oberbürgermeisters Voigt zu Barmen zum Oberbürgermeister von Frankfurt a. M. ist vom König bestätigt worden. w. Frankfurt a. 9)L, 18. Sept. Der Friseur Jose Wien,er versuchte heute abend gegen 6 Uhr eine Prostituierte in ihrer Wohnung zu erschießen. Er brachte ihr sehr- schwere Verletzungen an der linken Schläfe bei, so daß diese in sehr bedenklichem Zustande nach dem Heiliggeist- hospital gebracht werden mußte. Der Täter wurde verhaftet. sj Bauerbach, 17. Sept. Von sämtlichen Gemeinden । be8 Kreises steht Bauerbach seit Jahren bezüglich des Erlöses für verkauftes Gemeindeobst an der Spitze. So war cd auch diesmal wieder, denn eS wurden rund 2674 Mk. eingenommen gegen 1620 Mk. im Vorjahre. Infolge der gegen Fröste geschützten Lage gerät hier daS Obst in jedem Jahre. X Fulda, 18. Cept. Ein von Schlüchtern kommendes ^Automobil. das von einem Neger gelenkt wurde, mußte rVärr von I M l. -_yrW. V 1'« J/W werden. * Steuerpersonalien. Der Großherzog hat den Hauptsteueramtskontrolleur bei dem Hauptsleueramt Bingen, Peter Karn zu Bingen, zum Niederlageverwalter bei dem Hauptsteucramt Mainz ernannt. •• Keine Schwurgerichtssitzungen. Das für den 23. d. MtS. in Aussicht genommene Schwurgericht fällt a u S, da keine Anklage wegen eines Verbrechens vorliegt, daS zur Aburteilung vor das Schwurgericht gehört hätte. Die auSgelostcn Geschworenen werden zu der ausgefallenen Tagung leine Ladungen erhalten. ES ist erfreulich, daß sich die Kriminalität in unserer Provinz so gebcsiert hat. "In der Goethe st raße zwischen Seltersweg und! Süd-Anlage werden die alten Baracken nun bald verschwinden. Bisher hinderten die komplizierten Besitzverhältnisse die Entwicklung dieses Straßenteiles, obgleich seine Lage im Mittelpunkt des Verkehrs zur Errichtung moderner Wohnhäuser geradezu herauSforderte. Die Jntercffentcn, Gold- acbcitcr Noll und Metzgermcister Meister haben jetzt einen Besitzaustausch vorgenommen, so daß für die ganze Strecke die Aebauungömöglichkelt geschaffen ist. •• Der Wiesbadener Rhein- und Taunusklub wird am nächsten Sonntag seine 9. Wanderung in unserer Gegend unternehme,,. Er trifft um 801, bezw. 806 Uhr hier | d,Bne' neu tlutmi ver | ___Re i \ Listen! l :le Mar ■ : u. Sinne Vergleichsversuche mit der israelitisd>cn Religionsgemeinde unternommen werden. — Die Angelegenheit der Einführung einer F i l i a l st c u e r wurde der Finanztommission zur, eingehenden Prüfung überwiesen. — Gegen die von Otto Rudolf beabsichtigte Herstellung einer Einfriedigung hat der Stadtvorstand auf Grund der vorgelegten Pläne nichts cinzuwenden. — Zu der von Fabrikant A. H. Schmidt beabsichtigten Einfriedigung seines Fabrik- grundstücks erklärt sich der Stadtvorstand einverstanden. _ Von Festlegung einer Baufluchtlinie soll mangels eines Bedürfnisses abgesehen werden. — Zu einem Wirtschaftskonzessionsgesuch wurde die Bedürsnissrage bejaht, da es sich um den Uebcrgang einer bereits bestehenden Konzession handelt. — Ein Gesuch wegen Fassadenänderung wird zurückgewiesen und die Vorlage genauerer Pläne verlangt. — Zu einem weiteren Gesuch um Errichtung eines Holzstalles wird die nachgesuchte Dispens versagt. — Nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt erfolgte noch imtcr Anerkennung der Dringlichkeit die Vergebung der Lieferung und das Aufhängen der Vorhänge in der neuen Volksschule. Der Zuschlag für die Lieferung wurde erteilt der Firma Gebr. Bücking, für das Aufhängen dem Sattler Bernhard Duchardt II. — In nichtöffentlicher Sitzung wurde die Funktionszulage für die Haupt- lchrer der Volksschule mit Rücksicht auf die in der neuen Schule und deren Einrichtungen erntretenden Mehrarbeit von 400 Mk. I auf 500 Mk. erhöht und zwar mit dem Zeitpunkt der Eröffnung , I der neuen Volksschule. — Dem Schreibgehilfen Ide wurde seine Dem „Eclair" wird aus Brest gemeldet, in dortigen Vergütung um 5 Mk. im Monat erhöht und zwar vorn 1. Sep- Marinekreisen werde behauptet, daß Delcasfö die Ent- tember ab. sendung des dritten Gesd>waders nack) dem Kreis Friedberg. Mittelmeer bis Ende Dezember auf schieb en werde. h. Ober-RoSbach, 18. Sept. Ein Automobil aus Der Grund dieses Beschlusses sei der, daß sich bedeutende Bad-Nauheim überfuhr gestern ein dreijähriges Kind. Ausbesserungen mehrerer Schiffe als notwendig heraus- DaS Kind erlitt einen schweren Oberschenkelbruch und mußte gestellt haben. bem Friedberger Hospitale zugeführt werden. Der russische.Minister dee- Auswärtigen, Sasanow, " Nieder-Wölllstadt 18 Sevt Beim Ab- ist in Begleitung des Direktors seiner Kanzlei, Baron s C U f t x 5 tu 6. Schilling, nach England abgereist. brennen von selb,tg-sertigt-n Pulnersröschen erlitt em Die Beerdigung Nogis und seiner Frau hat am Schul,unge infolge vorzeitiger Explosion an den Händen Mittwoch unter .militärischen Ehren stattgefunden, und im Gesicht erhebliche Verletzungen. l «—— -----------1 . Starkenburg und Rheinheffen. v s-l & * ;, i n n1 Lin neuer italremsch-türrrscher Gesechl. Die „A^enzra Stefani" veröffentlicht auö Benghasi dom 18. September folgende Depesche des Generals Rer- soli aus Der na: (Heftern früh näherten fick) die Türken sehr geschickt den Stellungen, welche die Italiener am 14. September besetzt hatten, und richteten einen Angriff auf Easa Aronne und noch nachhaltiger gegen Csa- relleben und den Eingang des Tales Buryes. Der Angriff wurde durch Artillerie, die rechts und links von Wadi Derna gedeckt aufgestellt war, unterstützt. Der Smgrirf .. auf Casa Aronne wurde bald zum Stehen gebracht und ent- den sie ausgefordert, die nochmalige Bebauung, der binotig- schieden zurückgewiesen. Auch der Angriff in der Richtung ten Flachen zu unterlassen, da das erforderliche Gelände auf Esarellebw und gegen das Tal Buryes konnte trotz der bis zum genannten Zeitpunkt von der Eifenbahnverwaltung Hartnäckigkeit der Türken infolge der wunderbaren Kalt- in Anspruch genommen wurde. Gelände zu den bMtigkeit und Tapferlcit der Italiener zurückgewiesen wer- Brücken usw. an der Grunberger Straße wird schon am den. Die Italiener gingen unter Hurra alsbald zum Gegen- 1. Oktober benötigt. _ .. angriff gegen die Hohen von Erruassat und Ezonni über, w Alsseld, 17 Sept, tota b t vor stand ZI itz u n g.) wmiÄvvipUMi »hie nroüe Anrabl Türken vernichteten sie Anwesend: Bürgermeister Volung, al» Vorutzender, Bei- umziNgelten eme groye Lnzayt gurren, oerniemelen px qcorbnctcr Weitz, sowie 11 Stadtvvrstandsrnitglieder. Zu Beginn teils und nahmen die anderen gesai^m. Gegm Uhr be- 5ifunq tciIt bcr Vorsitzende mit, daß die altdeutsche Weberei sanden sich die Türken in vollem Ruckzuge, wnksam von 5erb Stein zu Alsfeld eine prachtvolle ältdeutsche. Decke rür Der italienischen Artillerie bescksossen, welche ine Artillerie Tisch des Standesamtsz-irnmers des Rathauses gestiftet habe, der Türken verfolgte. Weiter wurde eine Eingabe, in der darum nachgefucht war, für Unterdessen sammelten sich, wie bemerkt wurde, zahl- den Verbrauch von elekttischer Energie zu Beleuchtungszwecken reiche Gruppen türkischer Soldaten unter Deckung im Osten einen höheren Rabatt als seither zu gewähren, bekannt gegeben und von Casa Armine. Sie wurden durcks einen Sturm- nach eingehender Aussprache an die ElektrizitätswerkskommMion a n g r i f des linken italienischen Flügels verjagt und Unter überwiesen. Die _Zr°elitische Rellmon^em^e AlEld hatte iriifhrptriefrAi Die Italiener legen den Voranschlag der etabt Alsfeld für das ^apr 1J12 betrachtlid?en ^lustm zuruckgetrieben. t a l r e n r erhoben, weil die Kosten des Friedhofs, der Kirche, hatten 61 -tote un bl 13 S er n>it Pfarrhauses und des Turmes auf die Allgemeinheit aufgc= zählten Toten auf türkischer S e 11 e betragen w o h r seien, anstatt diese allein der evangelischen Gemeinde als 800: zählt man diejenigen hinzu, die dte Türken aufzuerlegen. Der Vorsitzende erinnert hierbei an den ähnlichen fortgeschafft haben, und die in den Tälern zerstreut umher Fall zwischen der katholischen und evangelischen Gemeinde Äerb- liegen, so wird der Gesamtverlust der Türken über tausend stein und legt dar, das; es sich um einen schwierigen Punkt Mann betragen. Auch die Zahl der Verivundeten ist ent- handele. Tas Kreisamt hat angeregt, die Angelegenheit auf gut- sprechend hoch. 41 Türken wurden gefangen genommen, "chem Wege zu regeln. Die. mnanzkommisiton hat^nach ein> k.-ifvrp.r gehender Prusung dem Gememderat vorgesd/lagen, die Kosten darunter ein ct-;.s»Mahflrf.nMhrMnrtl.n der Unterhaltung des Pfarrgebäudes, Zm'chutz zur Dekanatskasse, Eine türkische Erklärung über die Frikdensvcrhandluugen. a(^0 rcinc Kultuskosten auf die evangelische Gemeinde auszu- Der „Berl. Lok.-Anz. meldet aus Konstantinopel, dagegen die Kosten für Friedhof, Turm usw. auf die ge- Der Minister des Aeußern erNarte zu den 3'r i ed ens u nt er - famte politische Gemeinde auszuschlagen. Der Stadtvorstand nahm Handlungen in einer Unterredung, alle Gerüchte, die bi§l)cr bic)-cn Beschluß einstimmig an und es sollen in vorstehendem über die Friedensverhandlungen in der Presse umgehen, nnb1 - ~ • - - - ' • •- ...... falsch. Sie sind ebenso falsch, wie die Nachricht, daß die Präliminarien bereits unterzeichnet, daß die Verhandlungen abgebrochen oder unterbrochen wurden. Richtig ist, daß es außerordentlich schwer ist, eine Basis zu finden. Denn wenn es sich für Italien um die Frage des Presttges handelt, so bedeutet es für uns nichts weniger als unsere ganze Existenz. Ki< ;cri 1 2 vermischter. * Ein deut scher Gymnnsialprosessor! Italien verschwunden. Der aus Friedri > thal im Bezirk Saarbrücken stammende Direktorr dortigen Realgymnasiums, Professor Strammwitz ' wie das „B. T." meldet, feit dem 26. August in Cberüau wahrscheinlich in Florenz, spurlos verschwunden, um o- Bemühungen seiner Heimatoehörde, irgendwelche Aaa^ ten über seinen Verbleib zu erhalten, sind bisher ergebm»»' gewesen. Professor Sttammwitz verbrachte feine in der Schweiz und begab sich dann nach Lderitalien v Florenz aus schrieb der etwa 50 Jahre alte, intPCTpaf r Mann am 26. August an feine Haushälterin in thal, daß er fünf bis sechs Tage in Florenz bleiben da das Wetter sehr schön sei. Er bat, daß man chw 1 eiligen Briefsachen nach Florenz in sein Hotel narnic solle. Diesen Wunsch hat die Haushälterin j sie wartet noch heitte vergeblich auf die Rückkehr ip Herrn. In ihrer Besorgnis tvandte sie sich scstlicsstich ar 1 Bürgermeister von Fnedrichstchal, der sofort die ino Schritte unternahm, um den Verbleib des Proselsor • ermitteln. Er telegraphierte an das Hotel, hat aber 1 gleick) die Rückantwort bezahlt war, keinerlei Auskuns i halten. Schließlich wandte er sich brieflich an das Konsulat in Florenz, aber auch von dort ist bis letzt >1 keine Nachricht eingetrofjea. in der tnbemS ‘ heria mir bcr miet) 'JicnUot uiijieiiöcn iJanönraBt einem eiuycyt«> kommenden Wagen atisiveichen. Da beide Gefährte an e\;< abschüssigen Stelle zusammentrafen, konnte der Chauffeur Automobil nicht mehr bcmeiflcm und verlor die Gewalt üd • das Auto, so daß eS gegen einen Baum stieß. Infolge b< Anpralles stürzten die Jnsaffen, ein Wiesbadener Itaufn.u» Gerber, seine Frau und sein Töchterchen, heraus. 'Hat: und Tochter wurden leicht verletzt, die Mutter erlitt c:n r ton den drei letzten Manövertagen bei, um sich Über die Leiitui.« der Reserve-Jnianteric-Brigade zu unterrichten. 's? Aw w^.ftubau Ljf iio* nt L d. Ncn- Myfrm»n l#tiee,6: jMir, Wa« wy’ |0f. Ob. [~5 Zin ilitiiiwi 11C höbet 5- t 8qö u. 3' kl «ubitnti., ikvlaos, 2il iiittraiic L |Qtc,53lnt~1 tip-lCh1?! ________4t b'No 8< IröMt 1. CI iueatnä53 •dor uinern .nlafli GeriehtssaaU Das Urteil gegen Tr. Snell. ^-Dresden, 18. Sept. In dem Prozeß gegen den gerichtsrat Tr. Snell, der sich feit vier Tagen vor der tvtvi ftraffammer wegen Betrugs, begangen durch KreDilschwinbel'» zu verantworten hatte, wurde heute nach zweieinhalbstündiger 5 ratung folgendes Urteil gesprochen: Ter Angeklagte Tr. Walter Snell wird wegen gesetzten Betrugs zu einem I a h r sechs M onat.cn • ’ fängnis verurteilt, wovon sechs Monate als PcrbüBi 1 ( Tic Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter wirb < Angeklagten auf die Tauer von drei Jahren abgesprowm In der Begründung des Uttells wird ausgeführt: ras» gebnis der Beweisaufnahme habe das Gericht überzeugt, daNv Angeklagte in allen Fällen der Anklage des Betrugs schuldig! Tas Gericht hat dabei angenommen, daß der An geklag t' t dauernde Schädigung seiner Gläubiger beabsichtigte. Er 1 aber Rücksichr auf feinen Stand nehmen müssen. ia « ' nicht tat, sei ihm die Fähigkeit der Belleidung öffentlicher - auf die Tauer von drei Jahren abgesprochen worden. — 1 Angeklagte nahm das Urteil sehr ruhig entgegen. em Bab. formt! uni fpfori »u ix Nähere» N 5 Jimmi 11 C fiobcr van en» u. 1'2'____Va kiulltz foiv« ober I jiijoernu** r * z. LtllkkM Ktl.Cfiobc I AU t eit Zubehör |c oerm. k f*** 2*dm ♦ rmmerrool crtiill - klimm L Kaiser- r 3 zi, in un panunftra 11 cuember dinier . ?; "oggja n ,r riurcau 3 i wninmiitt Ans staöt «nd LanH. m. Offenbach, 18. Scpt. Das Kreisamt hat eine (Sieben, 19. September 1912. Polizeiverordnung -erlassen, die den Besuch von jugend- ** (vy „, . . liehe n Perso neu in den Kin em atog rap hen- ? V a nCUcn Theatern regelt. Nach dieser Verordnung dirrfen Kinder Romans, der in der heutigen Nummer der ter 6 cvai)rcn überhaupt nicht zugelassen tuerden. Fugend- Familienblatter beginnt. Wir sind der Ueber^eu- Pnsonen unter 15 Jahren dürfen nur zu solchen Vor- aung, daß wir unseren Lesern mit dieser l>ochst pannenden, füürunncn ohne Aufsick^versonen ^uaelassen werden die febl>ait geschobene« Geschichte einen interessanten. Paeten- ^srcht.^r^ Untcrhaitung an den Z tangen L.anterabcnden beitragen totrb. nuc Spielplänc zur Durchsithrung gelangen, die von der , ■ * *" ~ . __ r Polizeibehörde für solche Vorstelluiugen genehmigt sind. In ^ehrerpersonalien. Ernannt wurde der Neal- nUe anderen Vorführungen dürfen .Mnder von 6 bis kehrer an der Oberrealschule am Stadthaus in Offenbach i/z Jal)ren nur in Bogleitturg ihrer Eltern, Vormünder, Martin Quirin zum Neallehrer an der Oberrealschule am Pfleger ober anderer Personen, denen ein Aufsichtsrecht Friedrichöplatz in Offenbach unter Belastung in der Kategorie über Jugendlick)e zusteht, und zwar nur bis 10 Uhr abends, der Volksschullehrer. — Erledigt ist eine Lehrerstelle zu Bemerkt sei nock), daß wegen'Uebertrettina der Polizeivor- Radmühl. Dem Inhaber kann eine Ortszulage gewährt l^rift nicht nur die Unternehmer und Leiter der Kinos 1 > bestraft werben, sondern auch Personen, die fein Auflichtsrecht über Jugendliche haben und trotzdem Kinder in Vor- bester Schuhputz vernntz am 31. 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Haarausfall zu kämpfen bat, fei folgendes glänzend bewährte u. billige Rezept zur Pflege des Haares empfohlen: Wöchentlich einmaliges Waschen des Haares niitZuckcr'Nfombiniettcm Kriinter - Shampoon (Pak. 20 Ps.l, daneben regel- inähiges kräftiges Einreiben des Haarbodenö mit Zuk- kcr> Criginal-Kräutcr- HaarwaNNer(?fl. 1.25) nnd Zucker"« Tvezial-Iirttu- ter-Haarnlfclirfett (Dose 60 Pf.). Grohartige Wirkung, von Tausenden bestätigt. Echt bei Bug. Noll, Ernst 'Noll, Carl Seibel u. Otto Schaaf. ________IsTO_______ Donnerstag, den 10. Oktober 1912, vorm. 11 Uhr bei obigem Neubaubureau einzurcichen. Versand von Zeichnungen ZuschlaSgfrist 4 Wochen. Pon -er Siegt bis zu jeinem hcldntai: in 3 Akten nur noch heute und morgen nnchnrnlsMNorBrm Stadttheater. Abonnement 1912/13 Tic Ein Zeichnung-: liste liegt in der Mustka.it - Handlung von Ernst Ehallier am Neuenweg, < wo auch jede Auskunft erteilt wird. 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September HlHitär-Konzert ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Inf. - Regts. „Kaiser Wilhelm“ unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löber. (Z77,S Bessere Zeiten lür KapilaliM' sind angebrochen. Sowohl an deutschen als an fremden Werten waren in letzter Zeit namhafte Gewinne zu erzielen. Sachlich und nachweislich mit Erfolg informierte darüber das ..Mene« Finanz- und VerlooNungNblalt“ von A. Dann, Stuttgart. 46.Jahrg. PreisMk. 2. vierteh.—Speziell nannte es rechtzeitig Phoenix Bochumer Bgb., Geisweider Eisen, Automobil Benz, Adlerfahrradwerke Klever, Steel common, Amalgamatcd Copper. Debeers. Geduld. Modderfonteinu.a. Probenummemgratis. Mmr-rm-Vmin ßitßtn 1. Die Turnstunden in allen Abteilungen haben wieder begonnen. 2. Samstag, den 21. September, abends 9 Ubr: Sieges-Feier in der Rcstaur. Spurt, Nord-Anl. Um zahlreiche Beteiligung ersucht vig/t»__________ Der Vorstand. mein Geschält bleibt von Freitag abend 6 Uhr bis Samstag abend 7 Uhr :: geschlossen :: Gelegenheitskaus - Haus “V. K- 'S: E ■ &&&££