;aiN® das Gelöbnis ab-1 gesehen die Schmach nicht | halten. gesehen, und er hat sich ganz eng an die alte Ueberlieferung ae ..... Wir finden äußerliche Aehnlichkcit Ivie bei den zeitlich voneinander getrennten Sprossen einer Familie. Auch bei Marlowe beginnt die Tragödie mit dem Selbstgespräch Faustens, der im Sessel die Bücl>er von sich stößt und sich von den Fakul- buches in eine dramatische Form gegossen, und die englischen Komödianten haben dann das Stück wieder nach Deutschland gebracht, wo cs in den Vollsschauspielen und Puppenspielen sort- lebte. Dieses Hervorholcn der alten „Tragödie" aut die Bühne Die Tragödie des Doktor Zaustus. Gießen, 14. Oktober. tgten lossagt. Nur zwei Zauberbücher sind noch seine Hoffnung. „Drum hab' ich mich der Magie ergeben —", diese Gocthe- wortc sind ein ganz herzhafter Anklang an das alte Vorbild. Und so wuck)s aus diesen naiven, aber so stark im Volksempfinden wurzelnden Vorstellungen eines der größten Werke der Weltliteratur. Tie Sonne einer neuen Zeit verklärt den alten dramatischen Hausrat: sein schönes Wort: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen", hat Goethe in seiner Faustschöpfung selbst getreulich befolgt. Ter Faust, der bei Marlowe sich von den Folianten lossagt, ist ein Mensch von demselben Sehnen wie Goethes Held: er findet sich nur etwas rascher mit dem Teufel ab. Doch man kann nicht sagen, daß er es nur um materieller Genüsse willen tut. Er will gebieten, sich über die Elemente schwingen, er vermißt sich, Vernunft und Wissenschaft, sowie auch die Religion, den christlichen Goticsglauben, zu verachten, um, wie Goethes Faust, zu wissen, „was die Welt im innersten zusammenhält". Also auch Marlows Werk ist durchaus die Tragödie eines Weisen: es greift in die Tiefe der Menschenseele. Wir folgen ergriffen auch der weiteren Entwicklung, und wenn dieser Faust auch nicht sagen kann: „zu tief ist es gefühlt", so geht er doch denselben verwegenen Titanengang. Durch die Vermittlung zweier Zauberkundiger lernt er ine neuen Zeichen, beschwört den Teufel, der ihm den Mephisto schickt, und verschreibt sich dem Höllenfürsten mit seinem Blut. Mephisto wird sein Diener, der ihm 24 Hahre laug alle Wünsche erfüllen muß. Tie Fülle der dramatrschen Erscheinungen ist groß: was bei Goethe die Reflexion ist, sind hier die Erscheinungen des guten und des bösen Geistes, naive Figuren für ein Volkstheater. Tie Gretchentragödie fehlt, Mephisto bringt Fausten hur seinen ersten Wunsch ein paar Dirnen. Tann erscheint Lucifer selbst auf der Bühne — die Szene war in Frankfurt recht eindrucksvoll —, nachdem Faust in reuevoller Anwandlung Christi Hilfe angerufen hatte. Und nun werden wir in groteskem Bilde daran erinnert, was wir aus dem zweiten Teil der Goethefchen Tichtung in geistvollerer Gestaltung gesehen hatten: typische Figuren von allerlei Untugenden. Bei Marlowe sind es die sieben Todsünden,- die Lucifer auftreten läßt, um Faust zu ergötzen. Tas mußte dem späteren Puppenspiel und Marionettentheater gut gelingen. Goethe mußte freilich diese Tinge zurück- Vater, dem die Mutier auf dem Sterbebette das genommen bat, das Mädel nicht zu vertreiben, i' erträgt, wie das Mädel die alte Gewohnheit nicht lassen kann und den Bursch.-u, der bei il.v „fensterln" kommt, um Geld bittet, wie der Alte das ungeratene Kind ersticht, das ist die einfache Handlung der drei Alte. Mir den schlichtesten Mitteln einer reifen Menschengestalt rng find die wenigen Figuren hingestellt: ein starkes Symbol gelingt in der am Schluß des ersten und des dritten Aktes sich wiederholenden Szene, in der die städtisch gekleidete Dirne, uml:?ult vom Bauernpack, in die elterlick)c Stube hineingestoßen wird. Tie Darstellung war ausgezeichnet: das „Kleine T h e a t e r" hatte sich für die Titelrolle die bekannte Münchener Scl-auspielerin Centn Bre verschrieben: die eigentliche Hauptrolle, den Vater, gab Rudolf Klein-Rohden mit un- gewöhnlicker Kraft. Ter Eindruck war tief und entwickelte sich anr Schluß zu einem starken Erfolg, für den der Autor sich oft bebanfen konnte. Dr. P. L. Christoph Marlowes Fausttragödic, die, wie wir berichteten, am Mittwoch in Darmstadt aufgeführt worden ist, hat auch in der Goethestadt Frankfurtihr Publikum gefunden. Tie dortige „Gesellschaft für ästhetische Kultur" hat eine interessante Inszenierung im Neuen Theater am Samstag auch dem allgemeinen Besuch lebendig werden lassen. Der Hamburger Sckmuspicler Emanuel Stockhausen, der das Spiel der .wünstler vom neuen Theater leitete, hat zwar einige Stellen dieser eng lisckwn Fausttragödie gestrichen — soweit sic auf die spätere Gestaltung der deutschen Volksspiele und des Goetheschen Werkes ohne Einfluß geblieben sind — sonst aber unverfälscht den Geist der 90er Jahre des 16. Jahrhunderts zu uns sprechen lassen, wie er auch in dem Frankfurter Volksbuchs des unbekannten Verfassers waltete. Marlowe, der Zeitgenosse Shakespeares, und wie dieser ein Schauspieler, hat den Inhalt des deutschen Volks Ein uraltes Motiv der Weltliteratur hat der bayerische Dichter aufgcuonnneu, das er, ähnlich wie Hebbel, aber mit weniger Berechtigung, nach der Büßerin des Neuen Testamentes benannt hat: fcaA gefallene NLÜdchcn im tragischen Konflikr mit dem mengen Ehrenbegriff ihrer Umgebung, in diesem Falle mit dem Vater banse Es ist ein beliebtes Mittel des Volksitückes, die Sünderin, die aus der Stadt zurückkehrt, in die noch urwüchsig gesunde, sich von ihr mit Absckwu fortweudende Welt des Tories zu stellen, aber nie bisher ist dies in so schroffer und ehrlicher Form gc- idicljcn wie bei Thoma, nie auch in dieser Weise die äußerste Kon, seauenz des allrömischen Virginia-Stoffes gezogen worden, dast der von Säende gebeugte und aiirgenebene Vater das Pfädchen ersticht Tie Leni, die uns der Realist darstelll, hat nichts Sentimentales und uicksts Interessantes: ste ist ein dummes jjct chen voller Sinnlichkeit und ohne ;edes Ehrgeiubl — Lombrow würde sie die geborene Dirne nennen —; |ie unkt m der ^radt tiefer und tiefer und wird dem alten Vater und der sterben^krankeii Mutter auf dem Schub" durch einen Gendarmen, unter dem,.. ..... ---- . Ho^tgclächter des ganzen Dorfes, ins Haus gebracht. Wie der > hineinverwoben ist! .Goethe hat die .Puppenspiele, n a ch Marlowe, war also ein literarhistorisches Experiment von.lebcndigstem Interesse. Tas große Lebenswerk Goethes neben diesem alten Volksstück, das so seltsame Gegensätze vereinigt, da eine Possenkomödie mit I bineinverwoben ist! Goetbe bat die Puvt Berliner Theaterbries: Der neueste Thoma. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die Form des alten Dauernvolksstückes, die bald nach der Entstehung der Dorfgeschichte lins durch die Birch-Pfeiser, MoseMhal und Konsorten, verleidet worden war, will Ludwig Thoma in seinem neuesten Werk „Dk a g d a l c na" wieder zu Ehren bringen. Dieser beste Kenner von Seele und Ausdrucksart des Bauern, der beule in Deutschland lebt, bat dadurch bewiesen, was man nach seinen humorvollen Satiren und seinen das Zuständliche so trefflich schildernden Rumänen nur ahnen konnte: daß er dramatische Kraft besitzt, wenn c-3 ihm auch freilich an Größe und Reichtum der Erfindung mangelt. Jedenfalls haben wir wohl nock, nie aus der deutschen Bühne so sachlich und scksticht gefelxne, so echt redende Bauern gesehen, wie an diesem Abend. Man muß schon zu den Romanen Jeremias Gotthelss zurückgehen, um Aehnliches in unserem Schrifttum zu finden. Die Gestalten Anzengrubers erhalten jedenfalls durch diesen Kontrast etwas Geistrcick>-Theatralisck)es, was sie freilich intcrefianicr und wirksamer macht, als die monoton dumpfen Figuren Thomas. En dieser Einförmigkeit des prachrvollcn natürlichen Tones, in der absichtlichen Enge des Gesichtskreises und der puritanisch strengen Führung der Handlung liegen die Grenzen de?, sonst meisterhaften Werkes, dem zu einer wirklich klassisckien Arbeit nur eine größere Fülle der dichterischen Gestaltung, eine reichere Entfaltung dramatischen Geistes fehlt. Der Balkankrieg. Der Ausbruch der Zcindseligkciten mit Serbien ist wirklich schon erfolgt. Wie wir in einem großen Teil unserer gestrigen Auflage schon mitteilten, sollten nach einer amtlichen serbischen Meldung am Atontag früh um 5 Uhr die türkischen Truppen die serbische Grenze in der Gegend bei Ristowatz überschritten und die sorbisck>cn Truppen angegriffen haben. Aus Konstantinopel verlautet das Gegenteil: Konstantinopel, 15. Oft. Reguläre serbi» sche Truppen haben die Grenze überschritten. Es kam zu einem heftigen Gefecht. Die Serben drangen ö|or. Wie der „Lokalanz." aus Paris wissen wlll, sollen die türkischen Truppen in dein Gefecht an der serbischen Grenze bei Ri stow atz einen Vorteil errungen haben. Und aus Konstantinopel lautet eine letzte Meldung: Ten Blättern zufolge sollen die Serben, die bei Sjenitza einen Angriff versucht l-aben, mit bedeu- . enden Verlusten z u rü ck g e s ch l a g e n worden sein. Lin griechischer Ultimatum. Athen, 14. Okt. Die Regierung beauftragte ihren Gesandten in Konstantinopel, der Pforte eine Notoizu über reichen, welche die Freigabe der beschlagnahm tengricchi scheu Handelsschiffe und die E n t s ch ä- digung der Eigentümer innerhalb 24 Stunden fordert. Die bulgarische Herausforderung. Die bulgarische Regierung übermittelte der türkischen Gesandtschaft eine Note, die so übertriebene Forderungen stellt, daß sie gleichbedeutend mit der Kriegserklärung ist. Sie zählt radikaleReformen auf, Welche das elende Los der christlichen Bevölkerung wirklich bessern könnten: Autonomie und Verwaltung der Provinzen durch belgische oder schweizer General- gouv erneu re, aus Wahlen hervorgegangene Provinziallandtage, Landesgendarmerie, Milizen und freien Unterricht. Die Ausführung der Reformen sei einem höheren Rat anzuvertrauen, der aus Christen und Muselmanen in gleicher Zahl besteht und der unter Aufsicht der Botschafter der Großmächte und der Gesandten der vier Ballanstaaten in Konstantinopel steht. Die Pforte wird auf gefordert, zu erklären, daß sie die Forderungen au nimmt, indem sie sich verpflichtet, die in der Note und einer beigefügten Ergänzungsnotc enthaltenen Reformen binnen s e ch S Monaten durchzuführen. Außerdem soll die Pforte als Beweis ihrer Zustimmung ihr Mobilisationsdekret rückgängig machen. Unmittelbar nach Uebermittelung der Note übergab der Minister des Aeußern dem ö st c r rei chi s ch-u n g ar - .sch en und benr russischen Gesandten die Antwort auf ihre gemeinsame Note. In dieser Antwort drückt die bulgarische Regierung, die mit den Regierungen von Griechenland und Serbien einig ist, ihren Tank für das Interesse aus, das die Mächte zugunsten der Bevölkerung der europäischen Türkei zeigten. Die in der bulgarischen Note enthaltenen Reformforderungen lauten nach genaueren Angaben: 1. Bestätigung der ethnischen Autonomie der Volksstämme im Reiche mit allen Konseguenzen. 2. Proportionale Vertretung jedes Volksstammes im ottomanischen Parlament. 3. Zulassung der Chriitcu zu allen < öffentlichen Aemtern in den von Christen bewohnten Provinzen. ■ 4. Anerkennung der Gleichberechtigung der christlichen Gemeinde- schulen aller Grade mit den ottomanischen Schulen. 5. Verviltch- । tung der Pforte, feinen Versuch zur Aendemna oes ethuologitchen Charakters der Provinzen des ottomaniidKu Reiches durch Verpflanzung muselmanischer föcPöITming zu machen. G. Regionale Rekrutierung der Christen für den Heeresdienst mit den christ heften Kadrcs und bis zur Bildung her Kahres Aufschub der Aushebung. 7. Reorganisation der Gendarmerie nach den Wila- jets in der europäischen Türkei unter dem tatsächlichen Kommando schweizerischer oder belgischer Organiiatoren; in den auch von Christen bewohnten Wilaiers die Ernennung schweizerischer oder belgischer Walis, die von den Machten zu betätigen sind, denen von den Wahlbezirken gewählte Generalräte zur Seite stehen. 9. Einrichtung eines aus Christen und Muselmanen in gleicher Anzahl zusammengesetzten höheren Rates bei dem Großweiirat zur Ueberwachung der Anwendung dieser Reformen. Tic Bot- iebafter der Großmächte und die Gesandten der vier fSalfanftaatcn sollen die Ausgabe haben, die Tätigkeit und die Arbeiten dieses Rates zu verfolgen. Tie bulgarische Regierung spricht die Hosf- nung aus, daß die Pforte diese Reformen binnen seckts Monaten einführen und zum Zeichen ihres Einverständnisses die Mobilisierung rückgängig machen wird. Für die Demobilisie- rung i st keine Frist g est ell t. Dom montenegrinischen ttrie^schauplah wird nicht viel neues gemeldet.- - Ein paar Reklamemel düngen der Montenegriner, ihr König habe das Haupt- quarticr auf türkischen Boden verlegt, eine Belgrader No ti,z, Skutari werde zwischen zwei Feuer genommen werden, aber dem müssen andere Berichte entgegengehalten werden, die wohl ernster zu nehmen sind. Nach anfänglich Heinen Erfolgen sollen die Montenegriner von den Türken auf- gehalten und zurückgeworfen worden sein: Tas Reutersche Bureau meldet ans Podgoritza: Nach einem Telegramm des Generals Wu ko t i t s ch haben seine Truppen am 13. d. M. die Höhe Bisitor bet Guss in je besetzt. Die Türken, die heftigen Widerstand leisteten, erlitten beträchtliche Verluste. Die Montenegriner besetzten zwei weitere Stellungen der Türken. Die V e r l u st e ber Montenegriner seit dem Beginn des Krieges betragen 256 Tote und 800Verwun d et e. Saloniki, 15. Okt. Tie gegen Skutart Vordrin gendenMontenegriner wurden bei T u zi unter starken Verlusten auf geh alt en und zurück - geworfen. Auch bei dem.>tampf um die von der Grenze gegen Ipek führenden Straßen wurden die Montenegriner zu'rückgeworfen. 40 000 Albaner werden so rasch als möglich bewaffnet werden, um zur Grenze zu marschieren. Ferner meldet das „Berl. Tagebl." aus Konstantinopel: Bemühungen montenegrinischer Sendboten, das ch r i sl l i ch e Landvolk gegen die Türkei aufzureizen, blieben bisher erfolglos, obgleich Geistliche mit der Kreuzfahne dabei mitwirkten. Nach serbischen Meldungen aus Podgoritza hat König Nikolaus infolge des Vorrückens der montenegrinischen Truppen das Hauptquartier auf türkisches Gebiet verlegt. Nach einer Meldung des Berliner „Lokalanz." auS Belgrad haben die Montenegriner SkutarivonSüd- westen angegriffen. Eine andere Truppe nähert sich von Nordosten, so daß Skutari zwischen zwei Feuer kommt. Der gefangene Kommandant von Detschitsch wurde . von König Nikolaus angesprochen: Herr Major, Sie । können mein Gast sein, ich verdanke dieses Vergnügen dem i Krieg. ____________________________ Tic Antwortnote der serbischen Regierung an die Türkei und an die Großmächte bat etwa denselben Wortlaut wie die Note der bulgarischen Regierung an -die Türkei und die Großmächte. Tie serbische Note wird in politischen Kreisen allseitig gebilligt. r . Eine HavaS-Meldung aus Belgrad vom 13. d. M. bi lagt. Tas allgemeine Gefühl ist, daß der K o n 111 k t .unvermeidlich ist. llcbcrall empfindet man, daN die ictzige Lage nicht anbauern kann. Tie Llusrechterhaltimg der Truppen auf dem Kriegsfüße bedeutet ein finanzielles Opfer, das Nicht länger ohne Ziel und Ergebnis gebracht werden kann. Jter Kriegszustand kann bereits als bestehend angeichcn werben. Tie Kriegserklärung ist nur noch eine Formsache. Die Antwort der Pforte auf die Note der Mächte würbe am Montag vormittag 10 Uhl der österreichischen Botschaft überreicht. KricgsiNt in Konstantinopel. Konstantinopel, 15. Okt. Unter dein Kriegs« m i n i st e r ist großer K r i e g s r a t abgehalten worden. Ein I r a d e ermächtigt den F i n a n z m i n i st e r, für Kriegszwecke sechs Millionen Pfund auszugeben, die durch die Einnahmen aus der Kriegssteuer, der Militär- bcfreiungstaxe und anderen Hilfsmitteln gedeckt werden sollen. Tie Regierung soll wegen eines Vorschusses von 21,-. Millionen Pfund mit der Ottomanbauk verhandeln. — Zur Unterbringung der aus Bulgarien ein treffenden muselmanischen Flüchtlinge bildete sich ein Ausschuß. Die islriegSbegeiftcrung der Albanclcn. Saloniki, 12. Olt. Die Albanesen erneuern ihre Bitten, ihnen Waffen auszufolgen. Selbst alte Leute ziehen in den Krieg. AuS Prischtina wird gemeldet, daß die Albanesen Vorbereitungen treffen, um gegen die Grenze zu ziehen, wo die Serben Befestigungen aufführen. Ueberall an der serbischen Grenze sind M a ß n a h m e n für den Beginn der Feindselig, keilen getroffen. Neben Truppen bemerkt man zahl- reiche Mleilungen von Freiwilligen. In Saloniki treffen fortgesetzt Kriegsmaterial und Truppentransporte ein. Die türkischen Truppentransporte bauern rastlos an. Unter großer Begeisterung marschieren Truppen und Reservisten durch die, Straßen von Konstantinopel. Tie patriotischen Versammlungen in den Provinzen dauern an. Wie eine Lokalkorrespondenz meldet, haben bte Montenegriner die muselmanische Gemeinde Tran ja abgebrannt. ®ie Xörlen setzen ihren Marsch fort. Man erfährt aus Skutari von Kämpfen in der Umgebung von Tuzi und Tranja. ©efterreid) und der Zandschal liovibazar. In Wiener politischen Kreisen ist man, wie man der „Neuen Freien Presse" mitteilt, der Ansicht, baß bie Besetzung von Bjelopolje, zunächst auf die Haltung ber öster- reichiscl -ungarischen Monarchie keine Rückwirkung haben wird. Ter Sandschak Novibazar sei türkisches Gebiet, für dessen Erhaltung selbstverständlich in erster Reihe die Türkei zu sorgen habe Auch wenn infolge des schwachen tt'irkischen Trnppen- ausgebots im Sandschak ein weiteres Vordringen ber Montenegriner und eventuell auch der Serben dort erfolgen sollte, wäre noch immer keinAnlaßfür die Monarchie gegeben, vorzugehen. Es müsse angenommen werden, daß die Türkei durch entsprechende Truvvenvorschübe für die Erhaltung des Sandschaks sorge. Erft nach dem Abschluß der kriegerischen Ereignisse auf dem Balkan werde die österreichisch-ungarische Monarchie 1 dasür sorgen müssen, daß ihr Weg nach Süden nicht abgeschnitten werde. > Der „Temp s" erfährt aus Sofia, die serbische ■ Regierung habe in Wien und Petersburg, wenn auch ; nicht bestimmt, so doch in Form einer Erklärung, wissen lassen, daß sie soweit als möglich vermeiden Nr. 245 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 15. ©ttobet 1912 Der «letzener Anzeiger O menacklch7bP^viertel- erschein, täglich, -mver Ä Ä AA - Mrlich Äl. S.20-. durch fiÄi Alt Alt Ai* j| tilAi AAVshsb gä«ä IrllK llr I zi 11 iIl liltl M ■ ■ ■ ■ KL, ■ KL ■ < - wirtschaftliche 8e»tfragen B ÄJÄ Veramwortlich für ben Feri-ivrech-Aiischtiifse: WB polittlchen Teil: August - General-Anzeiger für Gberhessen Eäg »nnohm« oon :tnjeigen ggtationrdnick und Verlag -er vrühl'jchen Univ.-Vuchr und Sleindruäcrel ii. Lange. NedaMon, Expedition und vruckcrei: Schulftratz: 7. Uir dcr =omnüa“8nu9mut," vüdingen: 5ern!prcchcr Nr. 269 Seschästsftelle vahnhosftratze iba._________________________________ ■.u,l)e.g[nle.i: e». . und höher 1 höher 2.50 14.- 13.75 7.50 J-höher i. höher i- Obmealjchuk Sieben. löt 1913/14 rottktr «arm. 10-12 nfit td die Vorschule iorm. 10 -12 Uhr, dem Schulgebäub nen, n«/ 12. '* irehion. - Institut ileidermache«. jeden Alters erhalten Zujchueidcn und aller ‘cm. Scitbauer und farm werben, beginn der Anmeldung läftüd). Mir Wm West-Anlage. 6-'». Pensionat von i, Giessen Süd-Anlajte7 n Handarbeiten, sowie tiefbrand, Schnitzerei, asmalerei usw. 8 MstM n Weinen >p Cognacbrennerei- überall erha^/ ndentudie eib.undBettwlsdi«. ;oPfe0ni.-^ iroiten*'«die,,4er LDg- & Co. ißllklCll itnt neue 8 Heute kurzem, sc. Vater, Soh im 42. Ld Diese stille Teili Deutsches Reich. Vom badischen Landtag. Die „Karlsruher Zeitung" gibt die Einberufung der versagten badischen Ständeversammlung auf Dienstag, 22. Oktober, bekannt. Der Bundesrat hat das Gesetz über die kleinen Han - dclsberufSgenossenschaften angenommen. Deutsche Kolonien. AuS Neuguinea. Nach einem Telegramm des Bezirksamtes von Friedrich-Wil- belmshafen wurde der Paradiesvogeljäger Mikulicz in dem noch unverschlossenen Ncmu-Gebiet in Deutsch-Neuguinea von Eingeborenen ermordet. △ Aus dem Vogelsberg, 14. Okt. Auch in un* erer Gebirgsgegend sind die Behörden fortgesetzt bestrebt, S^chulyausbauten zu errichten. Zwei Schulen konnten gestern wieder eingeweiht werden, nämlich die Neubauten zu Merken fritz Kreis Büdingen, und zu Kölzenhain, Kreis Schotten. An beiden feiern nahmen die Vertreter der Kreisschulkommissionen teil. Aus Stadt und Land. Dietzen, 15. Oktober 1912. Uhr: ”• 6,ab“henl”: T'-n-'ag °b.nd ülrichsteii i. W< 4 in, DieB 4 Uhr. auf d Ms 31 ,r"«rtÄte Kolonial.GemLlde.AnS sie klung i.n Turmhaus am Braud und im oberen eaale des neuen Schlosses. Ab Tienswa täglich bi5 27. Oktober von 11—1 und 2—4 Uhr. " Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde der SchukamtSaspiranlm Sabine Hix aus Mainz eine Lehrerin- stelle an der eoang. Schule zu Alsheim. — Bestätigt wurde der von dem Herrn Grasen von Schlitz genannt von Görtz aus die Lehrecstelle an der Gemeindeschule zu Pfordt präsentierte SchulamtSaipirant Karl Repp aus Heislers — Erledigt ist eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein-Hausen stellen und vergeistigen, aber wir kennen aus so mancher Wendung seines Werkes, wie lebhaft seine Vorstellung an die allen Figuren gebannt ivar. Auch die Erscheinung der Helena har Marlowe dramatisiert. Das Zeitalter der Renaissance spiegelt sich auch in der dmnaligen Fausttragödie. Mexander wird gleich- falls aus die Bretter berufen. In bi cf rot Lichte müssen auct die Zauberstreiche 'Fausts und Mephittos beim Velersseste in Rom ange- sehen lverden. L-er Schabernack an der köstlichen Tafel, die Pruge- lung der für die bösen Plagegeister betenden Kardinale wurden dem lutherischen Volk em heiteres Bedürfnis. Die Possenkomödie, von der schon gesprochen wurde, geht aber noch mutwilliger in dem Nckenspiel der Diener und Schüler Fausts auf, die auf ihre Art auch Zauberkunst treiben. Mer am Schluffe wendet Marlowe ffch nut all seiner dramatischen Kunst wieder der eigentlichen Tragödie zu: der von Reue und furcht beseelte Faust wird zur Mltternachtsstunde von der Hölle verschlungen. Das uns fesselt und ergreift: Goethe hat der alten Tragödie viel, viel zu verdanken. Aeustere Vorgänge hat er sorgsam bewahrt und dem geistigen Inhalt aus denselben Impulsen deS alten liagicrS den höchsten Aufschwung gegeben. -t. r . Nachrichten auS Kunst und Wissen- L&vV ,xn 1? V?burg ,st der frühere Vorstand des dortigen KrecSarchilx, Reichsarstnvrat a. D. Sebastian Göbl, im Alter Professor C «0 obc ~ ^frA.(HcncraIobfrQT yretM fciAsS r.j troo * hn- voll» ilicn da- ^Ä'cversd^! .Personen ! 'iVy? rvr<"^ yrau, \ her iNd fchcnirttH^A di- Wir erhalten folgende Nachrichten: Berlin, 14. Okt. Um 2,50 Uhr nachmittags überflog das Luftschiff „L. I", von Svandau kommend, Ebarlottenburg _unb den Tiergarten. Zurzeit kreuzt eS über dem. Reichstagsgebäude und den Linden. Johannisthal, 14. Okt. Das Marineluftschiff „L. I" ist um 3,43 Uhr nachmittags auf dem Flugplatz glatt gelandet. Der Weg des Luftschiffs. Das Marineluftschiff „L. I" ist gestern vom Reichsmarineamt übernommen worden. — Kurze Zeit, nachdem es feinen Vasen in Friedrichshafen verlassen hatte, kam cs in eine dichte Nebel schicht, die jede Orientierung verhinderte und bis Würzburg anhielt, lieber der Rhön wurde cs etwas lichter und nun ging es in schneller Fahrt nach Norden über Osnabrück. In etwa 1500 Metern Höhe wurde zwischen Borkum und Norderney das Festland verlassen und die Fahrt über die Nordsee fort gefegt. Tie Blinkfeuer von Helgoland dienten als Richtpunkte. Deutlich waren die Lichter eines großen Passagierdampsers und selbst die abgeblendeten Lichter cineS Kriegsschiffes zu sehen. Bei Büsum wurde daS Festland wieder erreicht. Nachts um zwei Uhr, nachdem Kiel passiert war, wurde es von neuem verlassen. Bei Durchkreuzung der Ostsee fernen die däniscl-en Blinkfeuer in Sicht. Nachdem Graf Zeppelin Kehrt kommandiert 'hatte, mußte das Schiff heftig gegen den starken Gegenwind ankampsen. Lübeck wurde paniert und dann mit direktem Kurs nach Berlin gesegelt, lieber dem ReichSmarine- Amt und über dem Potsdamer .Platz wurden einige Schleifen ausgesührt. Tann setzte daS Schiff die Fahtt nach Johannisthä fort. Als kurz vor drei Uhr der Zeppelintreuzer von der Halle au5 gesichtet wurde, machte sich daS Militärkommando zum Empfang bereit. Gerade als die .Haltetaue ausgeworscn werden sollten, schoß plötzlich ein Eindecker heran und skog so dicht unter der vorderen Gondel hinweg, daß die Halteleine nicht auSgeworfen werden konnte. Tas Luftschiff war hierdurch gezwungen, Wicker hoch zu gehen. Es führte noch eine Schleife aus und landete uni 514 Uhr glatt, nachdem es eine Gesamt strecke von 1600 Kilometern zurückgelegt hatte. Der Verlauf der Fahrt. lieber die Fahrt teilte Kapitän Hacker einer Flugkorrespondenz mit, daß erst wenige Stunden vor Antritt der Fahrt die Route bekannt gegeben worden war, die vorn Bodensee auer durch Deutschland zur Nordsee, über Helgoland nach der Ostsee und von dort in südlicher Richtung nach Berlin führen sollte. Am Sonntag um 12,4 Uhr mittags war Crailsheim erreicht. Aus eine Anfrage in Frankfurt a. M., wie die Wetterlage über der Nordsee sei, wurde geantwortet, daß über der Nocksee ein leichter süd- und südwestlicher Wind herrsche, der dem Vorhaben nur günstig fein konnte. Am Nackmiittag überflog das Schiff Paderborn und erreichte bei Einbruch der Dunkelheit Bielefeld. Bei völliger Finsternis, so daß man sich nur nach dem Kompaß orientieren konnte, wurde Ostfriesland durchflogen und bei Norddeich die Nordsee erreicht. Tas Schiff flog über der See dahin, auf der man von Zeit zu Zeit die Lichter tief unten kyn- z testender Dampfer und Segelschiffe erkannte. Etwa gegen 12 Uhr nachts tauchten die Blinkfeuer von Helgoland auf, das nördlich liegen blieb. In Micher Fahrt ging es zu der schleswig-hol- Iteimfcfcn Küste, über Dclve und Rendsburg. „L. I" überflog Kiel beim Morgengrauen und erreiche morgens die Insel Fehmarn. In weitem Bogen ging es dann südlich von Laland über das Meer. Gegen 10 Uhr früh schwebte der Lufkkreuzer über L ü b e ck. Nach einigen Kreuzfahrten in der Nähe von Oldesloe und Bramstädt erfolgte ein Abstecher in die Umgebung von Hamburg und bann der Flug über Wittenberge nach Johannis- t a l. Auf der ganzen Fahtt gab es nicht einen einzigen Maschinen- >efekt, obwohl die Motoren in ihrer vollen Leistungsfähigkeit erprobt wurden. Tie während der BOftünbigen Fahrt durclglogene Strecke dürfte etwa 1650 bis 1700 Kilometer betragen. Mit dieser Leistung bat das Zeppelin-Luftschiff einen neuen Rekord im Weitflug ausgestellt. Lufeßchiftahrt. Der süddeutsche Flug. Mannheim, 14. Okt. Ter Süddeutsche Flug, der heute hier beginnt und der zweifellos eine der größten slug- pottlichen Veranstaltungen sein dürste, stellt an die dreizehn Teilnehmer — sieben Militär- und seckis Zivilflieger — starke Anforderungen. Tie Flieger haben eine Gesamtstrecke von über 600 Kilometer Luftlinie zu durchfahren und dabei mehrfach mit clnvicrigen Geländeverhältnissen zu redmeit, so beim Ueberfliegen der Höhen des Odenwaldes, des Spessatts und des Fränkischen und des Sckmwbischen Jura. An Geldspenden für die Flieger md über 100 000 Mark ausgesetzt. Slußerdnn erhalten die Militärflieger und deren Begleiter Ehrenprttse. Mannheim, 14. Okt. Dem großen Ueberlandfliegen in den nächsten -Lagen geht heute der militättsche Erkundungsslug nach der Pfalz voraus, an dem alle Flieger teilnehmen. Eine militärische Aufgabe ist zur Lösung gegeben. Es herrscht starker Nebel. Prinz Georg von Bayern, der Protektor des Fluges, ist kurz nach 11 Uhr heute vormittag zur Teilnalmie hier eingetroffen Mannheim, 14. Okt. Nachm. 4 Uhr. Ta das neblige Wetter sich bis 3 Uhr nachmittags nicht gebelfert hat, hat die ö-aljrtleituug von dem Erkundungsfluge in die Pfalz Mstand genommen und hat jedem Flieger sreigestellt, nach Neustadt oder Ivener zu fliegen. Um V,4 Uhr stieg Leutnant Joly mit dem Oberleutnant Niemöller auf, schlug die Richtung nach der Pfalz ein und lanbetc um 3.48 Uhr glatt in Speyer Mannheim, 14. Okt. Auch dem Zivilflieger Schlegel gelang es, mit einem Passagier gegen ' .6 Uhr Speyer zu erreichen und dort zu landen. Leutnant Joly, dessen Flugzeug einen kleinen Motordesekt davongetragen bat, wollte auf bem Luftwege wieder nach Mannheiin zurücktehren, doch war er in der Nähe von Speyer, unweit von seinem Llbslugsotte zu einer Notlandung gezwungen, wobei das Fahrgestell des Flugzeuges zerbrach. Der Flieger selbst nahm keinen Schaden Starkenburg und Rheinhessen. (!) Mainz, 14. Okt. Beim Ueberschreiten der Geleise geriet heute nachmittag im Güterbahnhof der 32jährige Güterbodenarbeiter I. De iß ztoischen die Puffer zweier Wagen. Bei dem Transport in das Krankenhaus, das er erst kürzlich nach dreivierteljähriger schwerer Krankheit verlassen hatte, starb der Schwerverletzte, der Vater von drei Kindern ist. — Der Dekan Liz. Jakob von der hiesigen Johanneskirche wurde zum ersten Pfarrer der Protest. Gemeinde in Mainz und zum Vorstand,deS Gesamte kirchenvorstandes und Pfarrkollegiums ernannt. Kreis Wetzlar. ,h. Wetzlar, 14. Okt. Tie Evang. Arbeiter- und Gefcllenvereine Butzbach, Friedberg, Gießen, Homburg v. d. H„ Marburg und Wetzlar, die sich im vottgen Jahre zu einer losen Vereinigung zusammengeschlossen haben, zu der jetzt auch der Evang. Männerverein Salzböden getreten ist, hielten am Sonntag im Saale des Gastwirts Guth in Wetzlar ihre Herbst- t a g u n g ab. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden Lber- bibliothekar Tr. Heuser- Gießen erstatteten die einzelnen Vertreter Bericht über das in den Vereinen aufgestellte Winter- vrogramm, sowie die zur Gründung von Jugendabteilungen unternommenen «chritte. Weiter wurde beschlossen, auf der im nächsten Frühjahr stattnndenden Tagung, die in Butzbach abgehalten werden soll und sich nochmals eingehend mit der Jugend- ifhge beschäftigen wird, einen Werbeausschuß zu bilden, der die Gründung neuer Vereine in die Wege leitet. An die Verhandlungen schloß sich ein gemütliches Zusammensein mit den Mitgliedern und Angehörigen des Wetzlarer Vereins, das aufs Beste verlies. Hessen-Nassau. 0 Rodheim, 14. Okt. Heute nachmittag wurde der am ivreitag morgen auf Grube „Eleonore" verunglückte und in der Gicycner KUmk verstorbene Bergarbeiter Chttstian Bender begraben. Ter Verunglückte stand im 40. Lebensjahr und war Vater von 5 Kindern. Sämtliche Bergleute, sowie die Beamten nr Grube und der Gesangverein Liederkranz nahmen an dem Begräbnis teil. — Tie Schüler der gewerblichen Fortbildungsschule unternahmen am Sonntag einen Ausflug nach Marburg. ~ )( Marburg, 14. Okt. In dar heute abgehaltenen Satzung der Stadtverordneten wurde die Abrech. nung oes Baues der elektrischen Straßenbahn zur Verlesung gebracht. Bon den bewilligten 205000 Mk. find rund 7248 Mk. übrig geblieben. — Ferner wurde eine Eingabe der Angehörigen der Beleuchtungsindustrie, bezw. >er Verbände dieser Branchen, zur Verlesuira gebracht, daß die Lieferungen und Arbeiten nicht von der Stadt erfolgen^ sondern an die Privatunternehmer vergeben werden sollen.' Tie Sri"N‘! ilittn Üb« Den «» a» di- $t«ie W SÄ* ÄA*v,n. ckuiwärlsbcivcgung cebot denn Die K, und ha ouä bi er. Seit uni) W? tcbci besteht r» ® ber W | ■teile Jlaullult uuU M bin W «a tritt Teilungen, äk fä’.aq von 3 M, da k ■• '.jung m Mlai .... fü 6M und ii i-;.m and) heute N in ien Häfen dcs -M -" ape hem amenfamic dJ'cii seit § ragen. öp'.-rgesM Hal die I limflub der Politik werde, dre lriegerrschen Operationen auf den Sandschak Novibazar auszudehnen. Oesterreichs Rüstungstredite. Ter vereinigte Heer-s- und Marineausschuß der ungarischen Delegation hat die militärischen NachtragSkrckite angenommen. Tie Kredite gelangen am 15, Oktober im Plenum zur Verhandlung. „ , .. . _ Der Vorschlag einer internationalen Konferenz? Laut einer Pariser Meldung des „Neuen Wiener Tag- blatts" hat Frankreich seine Botschafter bei den Großmächten beauftragt, die Einberufung einer Konferenz zur Ordnung der Balkanfrage anzuregen. Die $rieöen$Derl)anöIungen in öer Zchweiz. Ouchy- 14. Okt. (10.30 Uhr abends.) Tie Lage ist unverändert. Tie Fttedensunterhändler trafen heute zusammen, um untergeordnete Fragen zu erledigen. Tie Entscheidung liegt jedoch in Konstantinopel Die „Agence Davas" meßet aus Ouchy von 12.20 Uhr nachts: Heute nachmittag wird eine Besprechung der Friedensverhändler stattfinden. Es scheint eine Entspannung der Lage ein- getreten zu sein. Jedenfalls besteht mehr Hoffnung als gestern auf eine friedliche Lösung. Die .,Tribuna" erklärt: Nachdem sich die Verhandlungen sechs Wochen hingezogen hatten, hat die italienische Regierung ihren Verttauensleuten die Anweisung gegeben, den türkischen Vertrauensleuten mitzuteilen, daß sie glaube, jeder Streitpunkt sei behandelt worden und ein weiteres Verhandeln sei überflüssig. Sie glaube deshalb, daß es im Interesse des Friedens selbst nötig sei, eine Frist z u st e l l e n , .innerhalb welcher die Verhandlungen abgebrochen oder abgeschlossen werden müßten. Sie schlug daher eine Frist von acht Tagen vor, die angenommen wurde. Reschid Pascha wurde darauf sofort nach Ouchy geschickt. Man arbeitete eifrig und das Memorandum, das als Basis für den Friedensvertrag dienen sollte, wurde rebigiert, worauf Reschid Pascha abreifte, um es seiner Regierung zur endgültigen Genehmigung zu unterbreiten. Da die Bewegung auf dem Balkan die lieber- mittelung der Depeschen und die Reise Reschid Paschas verzögerte, willigte man in eine Verlängerung der Frist nm zwei Tage. Alles dies ging in diplomatischer normaler und korrekter Weise vor sich. Aber auf einmal legte die türkische Negierung andere Vorschläge vor, die das gan*,e Abkommen über den Haufen warfen. In diesem Augenblick stellte die italienische Negierung ihr erstes und einziges U l t i - m a t u m auf Annahme ober Ablehnung der Friedensbedingungen. Angesichts der unsinnigen Forderungen der Türkei, die darauf abzielten, die Ausführung eines Teils der vereinbotten Bedingungen hinauszuschieben, hätte man die Verhandlungen sofort abbrechen können. Die italienische Regierung hat aber die korrekte und wirksamere Form eines Ultimatums vorgezogen auch in der Absicht, sich in diplomatischer Hinsicht den Mächten und der internationalen öffentlichen Meinung gegenüber in eine stärkere Stellung zu bringen. Erklärungen im englischen Oberhaus. London, 14. Okt. (Oberhaus.) Auf eine Anfrage Lord Lansdownes nach den Nachrichten über die Lage auf dem Balkan erwiderte Viscounte Morley, das auswärtige Amt er- hielt heute vormittag eine Abschrift der Z ir k u l a r d e p e sch e, die die bulgarische Regierung an ihre Vertretung in London richtete und die von dem bulgarischen Gesandten mitgeteilt worden sei. Die Tepesche enthalte ziemlich genau dasjenige, was in dieser Hinsicht erwartet wurde und was auch bereits in der Presse stand. Vielleicht habe Lock Lansdowne ein Interesse, einiges über die türkisch-italienischen Verhandlungen zu erfahren. Tie englische Regierung hegte, wie sich daS Haus vollständig versichert halten möge, im allgemeinen die Hoffnung und die Erwartting, daß die Verhandlungen zum Frieden führen würden. Deshalb müsse die englische Regierung gleich den anderen Mächten die unerwartete ungünstige Wendung sehrbedauern, die die Verhandlungen in der Schweiz nahmen. Ob diese zu einem Abbruch führen, sei heute noch nicht positiv zu sagen, aber das Haus werde ein Interesse daran haben, zu erfahren, es sei bedauerlicherweise wahr, daß die gegenwärtige Aussicht ungünstig sei. lustscyrsse anco äieier 13. uns 14. une*i bitten: Denn diese Dauerfahrt ist wieder ein Meisterstück einer Zuverläs.s io keitS fahrt. Zum ersten Male befand frch an Bord eines Luftschiffes eine Fun kentelearapbenstation. Seitdem Marco ni im Jahre 1898 die elektromagnetischen Wellen für den Nachrichtendienst nutzbar gemacht hat, hat sich die Funkentelegraphie in ungeahntem Umfange entwickelt. Fair die Ozeanschiffahrt ist sie geradezu unentbehrlich ge- NTvrden. Mit dem Aufschwünge der Luftschiffahrt ergab sich daS Problem, auf welche Weise sich eine sichere Nachrick) tenübermittelung zwischen Lust und Erde Herstellen ließe. Tic Fahrt des Marineluftschiffes von Friedrichshafen rrach Berlin hat auch dieses Problem gelöst. Während der ganzan Fahrt waren alle radiotelegraphischen Stationen in Tätigkeit und mit der drahtlosen Telegraphie des Luftschiffes in Verbindung. Der Nachrichtendienst funktionierte ausgezeichnet. Werzen 180 Wie Milwaukee ge» (-f- (+ 220 (- ) 234 (4- 4) । Was nimmt man bei Husten. Heiserkeit ? Bonbons AWWW Coryfin Modes Statt Karten ERFURT GIESSEN 06663 Los-Gew.- LoS-,Gew.- Nr.! Nr. Preisen. 67 M Spurlos emvneblt (*ntil Fischbach. 110 16890 ver Nachnahme 2lbr. Locbenstein, Hauau. Gr. Direktion der medizinischen Veterinärtlinit w A- Ul' /• Mannheim ctvcßburg Los- Gew. Nr. dir. 205 205 (4- (- 191*',( + 190 • + 190 (— 188 ( + (4- (4- (+ Königsberg Tanzig Stettin Posen BreSlau Berlin Alagdeburg Halle VetPiig Dresden Nostock Hamburg Hannorer Düsseldorf 4) 0) (4- (4- (4- 2) (+ 4.75), 4. 2) 6i 4) 5) ) 2) b) ' ) 5) 9’/,) 40 21 70 47 (- ) (- ) (+ 3) 4-6) (4- 7) (+ 2) (4- 1) (+ 3) (4- 4) (4- 3) (- ) (+ 4) Los-Gew. Nr. । Nr. Roggen m'M+svj rinärklinik Frankfurter Straße 94 einzusehen. dl Gießen, den 14. Oktober 1912. 210 200 205 198 10) 10) 8) 10 K) b) 6) 2) b) 6) 12) 5) 9) ) 3) 180 180 185 209 192 204 202 205 Wetteraussichten in Hessen tüt Mittwoch, den 16. Cft. 1912 : Wechselnd bciuollt, ohne erhebliche Niederschläge, Temperatur wenig verändert. Prim -Mse-Zmkbcln haltbare Winrcrware, per Zentner Mk. 2£0 versendet Total - Ausverkauf wegen Aufgabedes Geschäfts Hüte, Samt, Seide,Flügel, Bänder usw. in bekannt I. Qualitäten i e. In der Synagoge ter für 9 Kerzen zeigt. Ter Leuchter yelweiheseskes benutzt Gesetzesrolle, die vor 'cn ivorben iit In ner mit fcbräiidti; lurbe eine Der- iberheffen \\vt den Gestern sanden ie Angehörige decke über die Teil- judiläums de- mrde zum Leit« verschwind, alle Unreinigkeit. d.ÖaulalSMitcsscr.Finncn, yiütchcit, Gcnchtsrvte rc. durch lägt. Waschen m. (Dlo/io SletkeDphrd-Tccrstbselel-Seik L St. 50 Pf. bei P. I. Möbs. 1 7 52 16 17 15 28 18 31 2 40 62 51 38 ELSE WOLF RICHARD BECKER VERLOBTE Los- Gew - 9ir. Nr. 369 891 396 405 427 456 474 482 502 523 524 529 532 533 542 Haier 1 (4-13) (— ) ) (4- 3) ' (4- ö) (+11) Da- nebenfitbenbe (Htfttt der achten Apothoker Richard Brandt’s 1. Juttertieferung für die mdizinW Zicterinärklmk in ßicßtn. Für die Zeit vom 1. November 1912 bis zum 31. Okt. 1913 soll die Lieferung von Heu, Stroh (Handdrusch), Hafer, Weizenklee, Melasse, Oelkuchen und Hundekuchen für die medizinische Veterinärklinik vergeben werden. 2. Derkauf von Dünger Der in der Zeit vom 1. November 1912 bis zum 31. Oktober 1913 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte, so wie er sich in der Grube sindet, an den Meistbietenden verkauft werden. Nesiektanten werden ersucht, ihre Angebote an die Direktion bis zum 25. Oktober d. Js. einzureichen. Die Bedingungen sind in der medizinischen Vete- 202 218 209 212 207 209 208 208 2iH 220 •215 220 182 178 178 178 183 175 180 17» 176 175 184 190 193 19 45 50 24 53 11 74 48 55 13 8 22 33 44 60 20 21 31 41 43 73 79 83 96 119 124 146 154 173 186 29 49 39 43 6 4 56 65 37 30 41 42 73 68 64 12 54 9 71 59 32 20 25 23 188 | 189 | 217 ' 249 262 273 284 294 297 298 307 325 341 346 347 851 865 892 | 919 927 i 942 960 । 963 964 972 973 976 977 H to Ml. 5.60,10-Psd.-KisteMk.9.-. M. I. Schwär;, Buczacz via Oderberg (Schlesien). Iss11/» Vormarsch der türkischen Streitkräfte burdi Gewchrieuer aufzu- halten. Die Verluste der Serben betragen 24 3: o t e und 4 Verwundete Lssizielle Lreisc drücken tbr Erstaunen über den plötzlichen Angriff aus, den sic als vrovokatoruch bin- stellen. Tic Regierung erklärt, sic werde fick' am die Teten- sive beschränken und die Offensive nur dann ergreifen, wenn der Einfall größeren Unrsang annehmc. Die Ueeergabe vo» Duzt an die Montenegriner. C e t i n j e, 15. Oft. Die Stadt Twzi fort sich der von dem Kroiwrinzcn Tanilo befehligten moittenegrinischen BelagerungL- armc*? Übergaben, nachdem der Kronprin; mit einem türkischen Parlatnentär verhandelt l)attc. Auch eine Abordnung der alt' wahner erschien vor dem Kronprinzen, -ue ivfantenegvrNer zagen mit klingendem Spiel in Tuzi ein und wurden von den dflW' lichcn Einwohnern mit großem Jubel empfangen. rf V Ziehungsliste der Ausstcllunaö-Lotterie des Zlaninchenzucht- und PslcgcvercinS Gießen. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute nachmittag 41/» TJhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Gatte, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Apotheker Fritz Roth Oberapotheker der Reserve im 42. Lebensjahre. Dieses zeigt in tiefstem Schmerz mit der Bitte um stille Teilnahme an Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Auguste Roth geb. Jockel Ulrichstein, Giessen, Worms, Dillingen a. Saar, Lübecke i. Westf., New York, den 13. Oktober 1912. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 16. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Friedhöfe in Gießen statt. 16914 Gewinne, welche bis aum 25. Oktober gegen Rückgabe des Loses nicht vom Gastwirt F r i tz N r c m e r, «<-ladl Marburg" abgcholt werden, sind Eigentum des Vereins. 6898 Tie Ausstcllungslcitung. Stal. Hübner, beste Leger, ca. 3MonatMk.l.45, größere Mk.1.75, ca. 4'/,—5 Monat bald legrerf Mk. 2.-,Namn.abhier Katalog üb.fämtLZucht- geflügelgrati*. Geilügel- park in Auerbach 116 (Hess.). (hv4/») Ia.Speisekarlonein reine magnum bonum. 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Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1L Cft., nachmittags 4' l Ubr, von der Kapelle des neuen w Friedhofes aus statt. 6905 Strickwolle und Rockwolle in allen Farben und Qualitäten zu billigsten München — . , „ _ __ Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Okt. 215.00 Tezembcr 215.25 (4-4.50), Pest Okt. 192.65 (— 1.35), Liverpool 18:.70 12.15), Chicago Dez. 114.60 (4- 3.65). Noggen: Berlin Cft. 184.50 (4- 9.50), Dez. 184 75(4- 10.00). Hafer : Berlin Okt. 191.00 (4- 5.75), Dez. 186.75 (+ 7.00). Fnttergerste: Sndrnss. frei Hamburg unverzollt fchivnn. 151 (-ft 11A) Okt. 146.25), (IU.2.>), Noo. 145.50* (+ 9.50». Mais La Plata schivim. 118.25 (-ft 5.25), Mixed Tez./Marz 119.50 ,-ft 3, Blarl. Okt. Auch in un« fortgesetzt besnebt, en. Zwei Schulen üben, uamlicb Die Büdingen, und zu beiden Feiern W .sstonen teil, ^schreiten der ahnhof der Z^jahrige krankenhaus, das er roerer Krankheit ver- ; ernannt. jESÄ iben, ru der ^ flnt -treten Wetzlar G« » eten h 3Ie MM. d mit der der die Vereid ÄÖ1 stz, i Lebens U Z^int^ WS Forderungen für das knappe Inlandsangebot wurden täglich erhöbt. .umal auch Rußland und Amerika ihre Preisansprüche steigerten. Im Liescrungsgeschäft betrug die Dertbesserung ca. 6 bis 7 Mk. In scharf steigender Richtung bewegten sich auch die Preise für russische Gerste, da die Furcht vor einer Erschwerung des Bezuges und die Änspamrung her Dampferfrachttn lebhafte Deckungen und namentlich Kauflust für schwimmende Ware veranlaßten, so daß letztere einen Preisaufschwung von 10 bis 12 Mk. erfuhr. Im Anschluß daran waren auch die Forderungen für Mais wesentlich höher gehalten, trotzdem das amerikanische Ackerbaubureau eine ungewöhnlich große Ernte in Aussicht stellt. Tie Nachrichten über die russische und rumänische Maisernte lauten nach wie vor ungünstig. Letzte Hacbrictytcen E n Zwischenfall an der bulgarischen Greine. Sofia, 14. Okt. Gestern abend griffen etwa 500 türkische Soldaten westlich von Tschuiurkoej im Bezirk Tamrasch den dort befindlichen bulgarischen Posten an. Tie wenigen bnlgarnchcn Grenzwachsoldoten zogen sich infolge der ihnen erteilten Weisung, uni jeden Zlviichcnfall zu vermeiden, ohne Verluste zurück. Ter serbisch-türkifche Grenzkampf. Belgrad 14. Olt. ,8 Uhr abends.) Die Agence Havas meldet: Ter Grenzkampf dauerte den ganzen Tag. Tie 3000 Mann starken türkischen Truppen eröffneten das Feuer gegen R i st o v a tz und besetzten serbisches G c - biet längs der Grenze in einer Ausdehnung von fast vier .Kilometer bis Gorgortogoch. Tie serbischen Grenzwachen suchten den Motoreniabrik Darmstadt ' Akt-Ges. Gas-und Benzin- Motoren d*^ Sauggas- Motoranlagen : Selbstfahrbare : Band-Sägea : zu allerbilligsten Preisen. Hüte werden garniert. M. WAGENBACH Wetzsteinstraße 38 8dm Wetzsteinstraße 38 ist It Eintragung drS Kaiserl. Patentamt» ht Berlin unter «r. 10100 gtfc^Hd) geschützt, und Nachahmungen desselben find von den flgL tanbgcrichttn Berlin, Altona usw. bestraft worden, ein Urteil wurde bereit- vom «eich»- gerlcbt bestätigt. Wir warnen deSdalb vor Nachahmung unsere- geschützten Zeichen? Schaffhausen (Schweiz). «. ®. bann, «potheker Btcharv Brandt. - ^Sv'cnerSdorf, 14. Okt. Die bei dem heutigen Unglück ■ *,40 -int 'üerfonen sind S. Wagner, Ltaufmann aus voa>- uw?, bieStau des Metzgermeisters Yreyf aus Mußbacb und .•ine Frau, deren Namen noch nrcht bekannt ift. Tie Zahl der Verletzten beträgt vier imb »roar fmb bied der zehn- ihrige Sohn des Schreiners Stich aus Neuftadt a. d. L-, der Lohn des Tünchermeisters Eisenhardt aus Neustadt a.d.tz. und der Privatier sammel ans Hochspeyer sowie Catharine z r e y aus Mußbach, die Tochter der gelöteten Frau Frey, ^as ckntiinck ift dadurch entstanden, daß die vom «riugplatz kommende >.'^nsclvnmengc sich an den ciniafynmben 3ug bcraiibranfltc, um sich so rasch als möglich emen Platz zu sichern. Aabex wurden die vordersten Personen vom Zuge iibersahren. 2!l 34 3 61 58 10 14 67 69 63 46 57 36 26 35 .... 11 am 22Ö' ■ Me, b.^9en > lä se? tatt der '10 Ün- * 5? mil ‘Sä* :LÄS ?"i!t ®«6mann 7 . "Schwund,n. ”6b r'( l'ch lin Seib 7?" ®äbd)ens «Um gestern abend 6e /'ne Fenster. 7 chenauslnus. : beleidigte anch die n/' ber ant gehaltenen Poli- Atrednle, Schäser. der hiesige Züchter paar m der Schön- , l'oivie den Ehren- ainscher-Verein. l'vald und in dessen ausgeübt werden f° sicher gemacht Liebigshöhe täglich ' gemeinsam deren Wasserhühner kann chten, wie sie vom unternehmen, blitz. irnten Stellen wieder Ein Attentat auf Noosevelt. New York, 15. Okt. Tas Gerückt von ynem Attentat auf Noosevelt bestätigt fick. Wie aus Milwaukee gemeldet wird, gab dort ein sozialistisck)cr Arbeiter einen Schuß aus ihn ab und verletzte ihn an der Brust. Ohne fick untersuchen zu lassen, ging er in die anberaumte Versammlung und hielt seine Redc. Nack einer Stunde war er durch Den Blutverlust so geschwächt, daß er ins Krantew Haus verbracht )verben mußte. Hier erholte er sich rasck und reiste um Mitternacht nach Chikago. Die Kugel konnte Bhhor hatte man die Wahl zwischen harmlosen, aber meist zwecklosen Zuckerwaren und medikamentösen Mitteln mit zwar stärkerer, aber be‘ wertv’on^Vert^sscrung auf diesem Gebiete sind die Coryfin-Bonbons, enthaltend je 0.02 g Coryfin (Aethylglycolsaure- menthylester) Sie wirken nidit nur entziindungswidrig und reizmildemd auf die katarrhalisch erregten Schleimhäute, sondern hemmen auch die Bakterienentwicklung. Diese Erfolge werden erzielt ohne die Nachteile mancher alteren Präparate. Anwendunq: Etwa zweistündlidi (nach Bedarf öfter) einen Coryfin-Bonbon langsam im Munde zergehen lassen. Erfolge : Das so lästige Kratzen und Kitzeln im Halse und der dadurch verursachte Hustenreiz lässt bald nach. Es macht sich em angenehm kühlendes Gefühl bemerkbar; etwaige Schmerzen gehen zurück, die Stimme wird wieder klar und frei. Man verlange in den Apotheken und Drogerien die Originalschachtcln zu M. 1,50 und achte auf die gesetzlich geschützte Aufschrift: Frankfurt a. M. 217'/,t . 225 (+7*/,) Gctrcivc-Wochcnbericht Die Kriegserklärung Montenegros sowie ungünstige Nach- richten über den Stand der italientich-türkischen Friedensverhandlungen riefen aus den Getrcidemärkten ernste Beunruhigung, hervor 2eit Donnerstag wurde die Haltung sehr fest, die Müup aufträge mehrten sich, dic Abgebcr wurden immer voruchtlger und die Preise gingen zunächst noch langiam, am Samstag aber sprungweise in die Höhe. Die stärtiten Kurssteigerungen hatte Roggen zu verzeichnen, der mit 175 Mk. einietzend am ^amstag den Höchststand von 187V« Mk. erreichte. Unterstützt wurde die ck.fwärtsbcwegung durch die >knappheit des mlandiichen Aw gkbol^, denn die Landwirte sind mit der .Hackfruchternte beickaf- liqt, und da auch die Bestellung drängt, so fehlt es zum Dreschen ab Zeit und Arbeitskräften. Tie Mühlen sind schwach verforgt, do bet besteht zur Grfül lung früherer Exportverkäufe Nachfrage seilens der Mste. Alles das bewirkte im Lieferungsgeschäst leb» haste Kauflust und Deckungen. Namentlich für russische Firmen, die ificr früher viel verkauft hatten, erfolgten zeitweise umfang- riiche Deckungen. Am heutigen Markte erfolgte indes em Rück icüag von 3 Mk., da Gerüchte über eine italienisch-türkilche Ver- |i nidigung im Umlauf waren. Weizen gewann im Lause der ©iiriic ca 6 Mk. und vernwchte diesen Fortschritt unter ^-chwank- iinaeu auch heute zu behaupten. Infolge der Geschäftsstockung in den .Vasen des Schwarzen Meeres wandte man sich in stärkerem "'aße dem amerikanischen Weizen zu, dessen Forderungen infolge- dessen seit 8 Tagen um 6 bis 7 Mk. angezogen haben. Jrn vasergeschäft hat die schon vorher sehr feste Situation unter dem tiuifhiü der Politik eine weitere Bersästirfung erfahren. ^ie Ein schwerer Unglück im vahnhos. In Spehersdors in der Pfalz ereignete sich am gestrigen Mon- I tag bei ber Grnsahrt eines Zuges em .ickwerer Unglucksfall, dem is setzt drei .''ten chen zum Opfer gefallen sind. Dir erhielten ' olgende Trahlnaairichten: ___ , SPcyer e d 0 rs (Pfalz), 14. Ott. Deute nachnnttag gegen Uhr ereignete sich auf dem hiesigen Bahnhof em schweres Un- ckück, bei dem drei Personen — ern Mann und zwei hauen — getötet und drei Penonen — em Mann.^em stnabe und ein Mädchen — schwer verletzt wurden. Tas Unglück soll dadurch veranlaßt worden fein, bau die vom 6mg- ulatz Lachen herbeiströmenbe Menschenmenge ben emiahrenden lug trotz Warnung besteigen wollte, nad) erncr anderen Lesart io((en die in der vorderen Reihe stehenden von den hinter ihnen I Lesindlichen auf daS Gleis gedrängt worden sem, bas ber, em- ebr-mb. 3ug benutzte. Aerztliche foilie war wgleich zur stelle, lie Berletztm wurdeii mittels Automobils in bas Krankenhaus Nr.! 543 I 562 590 605 615 632 672 722 741 746 747 758 I 806 I 826 1 noch nicht entfernt werben. London, 15. Okt. Die „Guillotine-Ent- s ch l i c ß n, n g-" über dic H 0 m e r u l e b i ll wurde im Unter* l,aus nach einer bis 3 Uhr dauernden Sitzung gegen hundert Stimmen angenommen.______ W äs soll in aNsi ch un t erwe0s auf Toure» selb st kochen' Am schnellsten stellt die verlorenen Kram-eme gute Siippe wieder her, weck flüssige Nahrung forort ins Blut über- geht und zugleich Durst -unb Lunger stillt. norr-Suppenivurfei die für 10 Psg. drei Teller kräftige Siwste geben (erhdltlich smd 40 Sorten für jeden Gescknack, )uib der beste Wander-Provrant Auch Knorr Boncklon^Würsel sollte man nntfubren, ,rmi zu Vrol im Augenblick durch Uebergießen nrit kochenbcnr Master erne aus- gezeichnete Bouillon bereiten zu können.___________________Ao Teu Sdjinel^ der Jugend Donnerstag, den 17. Oktober, abends 9 Uhr, im Saale des Hotel Großherzog von Hessen Oetfentl Versammlung mit v"/„ Vortrag des Herrn Gegner, Frankfurt über die Angestellten - Versicherung. Freie Aussprache. Freie Aussprache. Ter Wahlausschuß der HauptauSschußverbände TonnerStag, den 17. Oktober 1912, abends 8'/« Ubr, Hotel Schütz Sertteg turn Lehrer Siirkel-Lugeir über DieÄiWefctitolffliis __________________Gäste willkommen.__________________ Mittwoch, IKMober, obendo 9 Uhr, im Hotel -chiitz Ocffcntlichcr Vortrag von Herrn Dr. Cahn, Frankfurt a. M.: Die Angesiellten-Versicherunq Tfs~ Eintritt frei -Sc Dn/io ^rtsgroope des Vereins für Frauenstimmrecht. Hausfrauen! mMKiKM itannoVera-Grud eherde statt! Ihr Kohlen- oder Gasherd arbeitet zu teuer, lange nicht so gut! Opfern Sie ein Viertelstündchen, überzeugen Sie sich, daß nur dieser Herd denkbar säuberst, viel billiger kocht, bratet, backt. Eintritt, Kostproben frei! d7/10 Am 15., 16. Oktober, nachmittag* ab 1 Ehr, findet in Gießen im Hotel Einhorn Kochwortrag über die Cafe Ebel Telephon 586 Inh.: Karl Ohm Burggraben .Altbekanntes Speisehaus Prima Küche :: Diner* :: Soupers ü la Carte :: Abonnements-Preise Diverse Vereinszimmer :: 2 Stile für Versammlungen Hochzeiten, Kommerse und andere Festlichkeiten (6798 SÄ Militär-Konzert Heute jiira Icljtc« Sink das überall mit so großem Erfolg auf- genommenc ScnsatiouSdrama in 3 Akt. Das Geheimnis von Monte Carlo und der große Detcktivschlagcr n»-10 lergeheinmisvolleOiebstahl Friste Mei Mittwoch früh 9 Uhr, Donnerstag und Freitag Fernste Nordsee-Schellfische 1—4 pfundig, Pfund 38 Pfg. Frische Bratfische 3 Pfd. 55 Pfg. Echt Nordsce-Kabiiau ohne flopf im ganzen Fisch Pfd. 30 Pfg, im Ausschnitt Pfund 35 Pfg. Isländer Kablian, Pfd. 22 Pfg. Frische Fischkotclctts Pfd. 49 Pfg. Heilbutt im Ausschnitt Pfd. ?0 Pfg. Rotzunge, Schollen, Seehecht und Bismarckhcringe in Dosen ä 2 Liter 2)lf. 1.20, ä 4 Liter Mk. 2.25, ä 8 Liter Mk. 4.20 -ardinen, Vrathcringe, Hering in Eelee Gebräder Berdax Bahnhofstr. 27 a15/10 Fernsprecher 231 ^NWÄillvlMllMß (Medizinische Klinik, Klinitstraße). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend Non 5—1/27 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. d3/„ Ausgabe von Zlttesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von 9(nftecfimg. Vergebung von Kiicheiibednrfnisieii. Beim II. Bataillon Jm'.-Regiment »Kaiser Wilhelm" Nr. 116 soll die Vieicrunn der im Küchenbetriebe erforderlichen Lebensmittel für die Zeit vom 1. November 1912 biö31.Oktober 1913 tn nachstehendenLosen vergeben werden: LoS 1: Kolonialwaren Los 4: Eier „ 2: Gemüse ,, 5: Hand- u. Limburger Käse „ 3: Kartoffeln » 6: Milch. Vertragsbedingungen liegen auf dem Zablmeister-Ge- schästszimnier nennnntcit Bataillons — neue Kaserne — zur Einsicht aus. Gleichzeitig wird auch die Abfuhr des SpülichtS vergeben. Angebote sind verschlossen mit ent- svrcchendcr Aufschrift versehen vom 18.—22. Cft. 1912 der Küchenverivaltuna eiitznreichen. Die Eröffnuna derselben findet ain 23. Oktober, 10 Ubr vormittags, im Bei sein der etwa erschienenen Bieter statt. |Dlz/m Küchcnvcrwaltung dcS IB. Bataillons Jnf.-RcgtS. »Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Verdingung. Beim III. Bataillon Infanterie - Regiments „Kaiscr- Wilhelnt" Nr. 116 soll die Lieferung der im Küchenbetrieb erforderlichen Lebensmittel für die Zeit vom 1. Noo. 1912 bis 31. Oktober 1913 vergeben werden und zivar: Los I Kartoffeln, Los II Gemüse, Los 111 Kolonialwaren, Los IV Hand'äie und Limburger Käse, Los V Eier, Los VI Milch. Ebenso wird die Abnahme des SvülichtS für vorgenannte Zeit verdungen. Bertragsbcdinglmgcn vv. liegen auf dem Gescha tözimmer der Kassenverwaltung zur Einsicht auf. Angebote sind für jedes Los getrennt und verschlossen, mit entsprechender Ausschrift versehen, der Kiichenverwaltung bis zum 18. Oktober 1912. vormittags 9'/.. Uhr eiltzureichen. Die Oeffnung der eingegnngenen Offerten erfolgt um 11 Uhr vormittags im Beisein der etwa erschienenen Submittenten im Geschäslsännmer der Kassenverwaltung deS Bataillons. III. Bataillon Znsanieric-RegimentS „Kaiser Wilhelm" _________________<2. Groffb. Hess.» Nr. 116.____________D%0 Bekauntmachuttg. Mittwoch, 16. Oktober, abends* 8 Uhr, kommt auf dem Rathaus in Lang-Gvns das Pfannenschmidt'sche Haus in Lang-Göns, Amthaus- straße 40, zur nochmaligen freiw. Versteigerung. Das Anwesen eignet sich zum Alleinbewohnen und auch zlim Vermieten, da besondere Küche in zwei Stockwerken. Auch läßt sich im Dachstock leicht eine Küche einrichten. HerstcllungSwert 8500 Mk., Brandkassenwert 7350 Mk. Zur Errichtung von Stallungen und Scheune kann durch die Feldbereinigung noch weiteres Land zugeteilt werden. Wegen Besichtigung und näherer 'Auskunft wende man sich an Herrn Sparkassenrechner Wagner in Lang-Göns, Pinggasse 2. Gießen, 14. Oktober 1912. Raab, Rechtsanwalt und Konkursverwalter. Gttstav-4ldolf-Frauenverein. In diesen Tagen werden die Jahresbeiträge für unseren Verein erhoben werden. Eine Anzahl von Sammlerinnen hat sich bereit erklärt, die Erhebung der Gaben für 1912 zu übernehmen. — Im Fahre 1911 wurden für die Zwecke des Vereins, zur Linderung mannigfacher Not bei armen Glanbensgcnotten, in unserer (Gemeinde 1085 Mk. durch unsere fleißigen Sammlerinnen und das Wohlwollen der Gebenden zuiamtnengebracht und bind) Vermittlung des Berwaltungsrats m Darmstadt an 33 hilfsbedürftige Gemeinden und Anstalten verteilt An dem wir allen Gebern und Geberinnen auf diesem Weae unseren herzlichsten Dank auSfvrechen. bitten wir, auch in dieicm anltrc unsere Sammlerinnen freundlich anuebmen und durch Spendung reichlicher Gaben die gute Sache unserer evangelischen Kirche fordern zu nfollen Gienen. den 15. Oktober 1912. r>u Siir ben Vorstand des Gustav Adolf Frauenvercino »^B^vende: Der Schriftführer: Luise Wortmann. Fritz Schmoll, Oberlehrer. Ocf) litt feit 3Jahren an gelbl. Auöschlag mit furchtbarem Hautjucken Durch ein halb. St. ^uchcr-s Patent'Ilcdizinal'Ncirc habe ich das liebel völlig beseitigt. H. S-, Poliz.'Serg." ü St. 50Pf. il5u/oifl) u. 1.50 M. (35° ig, stärkste Form». Dazu Zuckooh-Creme lä 75Pf. u. 2 M.> in der UnivcrsitätS- 'Apotbeke,Hirich-Apotheke, bei Ang. Noll, (£. Seibel, 2L. 5lilbiiiticr, C. Schaaf, Emil^Karn, Ernst 9kott und W. Schrader, Drogerien. Bechtonsöleol Karl Slappel SonncnstrasteZl TcL 631 en .Nat in Nechtsfachcn.cmv- ffehll üch in Anfertigung von Gcsildiew Steuerdeklaration. Jorderungsbettreibutig, Aus- Uellung v. Bcrmögens-Berz. und Vertretung in Erb- schaf.'Sfachen vor lstericht. Sprechstunden auch Sonn tags von 9—2 Ubr. Biilowplano anerkannt erstklassiges Ja- brifat, wofür crsterltciercn zeu zu Diensten. Sehr günstige Fabrikation ° weise durch guz cingerichtcten <9rohbetrieb. Deshalb sehr billige Preise für beite Oualitäi u. iidierite Garantie. Man ocrl. MatnL Pianosorte-Fabrik Wilhelm Arnold, kgl. bayr. Hosiieier.. Aschaffenburg.16204 Seefische! 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