M. 62 Expedition und Druckerei: Schul- diesmal nicht Bei dem offen und l billigt Redaktion, ftrahe 7. ^602; . ^^9- Ulrich (Soz.). Tie Aussprachen haben einen stark persönlichen Charakter angenommen. Ich will nicht das Gleiche tun, sondern nur sachlich sein. Kollege Boxheimcr sprach von der volkstümlichen Politik die das Zentrum treibe, er sprach auch von der Arbeilerschudgesetzgebung usw. Er hat dabei aber Erscheint ILgstch mti Ausnahme des Sonntag». Die ^Siebener Lamtllevdlätter- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da» „Kretsblott für den Kreis Liehen" .weimat wöchentlich. Die .^midwlttschaftltchen Lett» fraget' erscheinen monatlich »wermat. hessische Zweite Kammer. bs. Darmstadt, 12. Mäi^. Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 10y4 Uhr Am Regierungstische die Minister v. Hombergk und De Braun. Fortsetzung der Laushaltsberatung, Kapitel 23, Ministerium des Innern. 'finde, AL ®r*hI>rDde| L0Sm$£ Idjneü t» ra,ic, ittitf.. yi't fitß; 5” u- Witte Vebfneinutt riÄn Cltbciid)tn Ke ^erlitten Dt ln, Wx. vi. in bei Avotdckc,-i g'n den 7iCa O.ftilbinm, >• rchaai un; Kü'S W Unterffaofafefrefor Rickier: Das aur Verfügung stehende Geld reichte für den Bericht m^I rwrfif QU§. Subventionstitel (6 090 000 Mk.) für die Unter. Haltung der Postdampferverbindungen mit Ost. - s" - nd Australien äuhert Expedition und Verlag: ey® 5L Redaktion:HL. Tel.-8ldru AnzeigerGieben. Mittwoch, s3. März 19(2 Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen UniversitätS • Blich- und Sleindructeret. R. Lange, Gießen. oB »tÄ I« “'•4* K KK Abe. v. Böhlcndorss-Kölpin (Kons.): Die Sübvcntion hat febr günstig gewirkt. Ter deutsche .sandel hat seitdem dort tfufc gefaßt und seine Erfolge können den Teut- schen nur mit Stolz und Freude erfüllen. Es wäre aber un. gerecht, roeiin man nicht ouerfennen wollte, welchen wesentlichen Anteil an diesen Erfolgen die freundliche Nachbarschaft der englischen Gouverneure gehabt babe. Ich lege Wert darauf, das festzustellen; es wäre ein Fehler, dem Nachbar gegenüber ungerecht zu werden. Tie beteiligten Schiffahrts« linien, der Norddeutsche Lloyd zum Beispiel, haben die Subvention ganz hervorragend ange'cgr und ihren Schifjahrts- betrieben eine ganz hervorragende Stellung geschaffen. Selbst die Engländer uird Amerikaner erkennen diese Leistungen voll, ständig an. . , v Hai in Oftasien dem deutschen Handel neue Gebiete zu er« offnen, muß man es recht kennen lernen, und gerade jetzt ist eS Zeit, im Innern Chinas die Vorarbeiten zu treffen, um dort passende Absatzgebiete zu finden. Später findet man alle Stuhle besetzt. Tie Beteiligten müßten sich daher recht, zeitig mit dieser Frage beschäftigen, auch die Einzelstaaten wie Preugen, weil dort vitale Interessen zu entwickeln seien. Ter jetzige Staatssekretär hat früher als preußischer Hondelemini'ter d,e>e Notwendigkeit voll'ländig anerkannt, er wirb hoffentlich alles Nötige tun. Organe haben wir genug draußen, die Zeit Haven, stch damit zu beschö'kigen. Hier kommen nicht bloß die Konsulate, sondern auch die Gesandtschaften in Betracht, und ist für diese geradezu die wichtigste Aufgabe, für die deutsche Handelspolitik zu sorgen. Sie haben die Sachverständigen dort zu hären, Absatzgebiete sind genug, nirgends findet man derartige Menschenmassen wie in China. Eben hat es mit dem Dau seiner Eisenbahnen begonnen, und seine Industrie ist eben erst im Ent- stehen. Auf diese Weise kann die deutsche Politik ganz hervor, ragende Unterlagen für unseren Handel schaffen. (Lebhafter Abg. Erzberger (Zentr.): Tie Anregungen des Herrn v. Döhlendorff sind für die deutsche Kultur im fernen Osten äußerst wichtig; ich bitte ihn sic in der Budgetkommission vorzubringen. TieUmwälzuna der Verhältnisse in Ehina ist von ungeheuerster De« deutung für uns; denken Sie an die Textilindustrie: wenn ein leder Chineie iem Hemd um einen Zentimeter länger macht ist Me ganze Weltexnte an Baumwolle ausgebraucht. (HerttHeü.) Mb. Deutscher Reichstag. 24. Sitzung, Dienstag, den 12. März. be6 Bundesrats: Delbrück, TaSpar. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Mia. Zentrum ^at foI6enbc Interpellation ein- Herr Reichskanzler bereit, über den Stand des 9 ^^"'ich'westfallschen Kohlenrevier Auskunft zu O^nit ber $,rr meiWtanjIet au tun. i m um« ?®c8 L"de dieses den deutschen Volkswohlstand schwer schädigenden Ausstandes herbeizuführen? eiI, Dr. Kaempf erklärt, daß er diese Interpellation «uf die morgige Tagesordnung setzen wird. Der fcfaf des Reldisamfs des Unnern. (Neunter Tag.> k,n ^^?"t>kletkommission beantragt eine Resolution, die um eine Novelle zum Beamten, und Offiziers« mÄÄ'1’ r durch »Wie --mtommen aus einer im Ruhestände erfolgten Privatanstellung unter bestimmten Voraussetzungen auf das Nu hege ha st angerechnet 5er^en„^nn. Abg. Graf Westarp (Kons.) berichtet über die KommifswnSverhandlungen. 016 Abg. Licschkng (23p.): Manlein 6 Enhei 1Sre , 0 luti 0 n , und wenn d!n ?iwe? GelegenheitSgeietzen ist, muß man genauer SeLrffin» s! m ?en Solution untersuchen. Trotz der Uebersulle der Resolutionen ist diese hier aber dringend not- £en?1^ weil der Fall. der sie veranlaßt hat, nicht vereinzelt ist, sondern weil die pralle sich in letzter Zeit häufen, wie auch die Re- öug'bt. Vor kurzem ist ein LegationSrat aus dem Kolo« V x f,ne ®,cfen’^aft kur Beleuchtungsavparate einpe« lin» «hS* J°cn<7 CA fudwestafrikanifcker Bezirksamtmann in eine sudwestafrikanische Kolonialgesellschaft, die wegen Per« ringerunfl ihrer Konzessionen mit der Negierung in Streit ist. Vorkommen. Es mag sein, daß die 6ctrcffenben Gesellschaften stark auf die B'ziebungeo deS Beamten zu der h;C?lr*r”® ^ciuheren und davon Vorteile erwarten, aber noch viel schlimmer ist der Verdachts daß der Beamte die Kenntnisie, b orC k - 'C'!1-Cr,a.mt^t^en Tätigkeit erworben hat, zum Teil k Sawimmffe bei Gelegenheit für Sie Gesellsickaft verwertet. F ®eh)1? vat die Regelung, die wir anstrebem Schwierigkeiten; denn .as Gehalt oes Beamten ist nickt einfach eine Lohnforderung, sondern der Staat ist verpflichtet, ihm und seiner Familie eine entsprechende Existenz zu geben, ohne Rücksicht auf feine Familien« Verhältnisse. Aber man Hann an § 84 des Beamtenvensions- fleietc? anknupfen, wonach der Verbrauch der körperlichen oder geistigen Kräfte die Voraussetzung der Pensionierung ist. Hofsent« tick wird drese Besprechung auf die Beamten einwirken. Eö ist nicht mir eine Frage des Taktes, sondern eine Frage v e r M 0 r a l. Der deutsche Beamte gilt als unbestechlicher als c ,n c’.nrm anderen Lande; will man die Tüchtigkeit "1'"bS Veamtenstandes erhalten, dann muß man derartige Auswüchse beseitigen, Abg. Grzberger (Zentr.)? 800 Millionen beträgt unser PensionSetat: 800 000 Mark gehen davon an Persönlichkeiten, die eigentlich nach dem SB ort« laut be« Gesetzes keinen Anspruch darauf haben. Ter Unwille deS deutschen Balkes ricktet sich wegen dieses halben Prozents gegen die. ganzen 200 Millionen Pensionsetat. Eine GelegenheitSreso« lunon ist eS nur für den Staatssekretär des Innern; die gleichen Crfanrunncn aber machen wir im ganzen ReichSbauSbalt. Kein Mensch wird^ etwas daran finden, wenn ein Briefträger eine Vortierstelle in einer Fabrik annimmt und feine 600 Mark Pen. Hon bezieht; aber wenn die Svitzen 10 000 Mark Pension bekommen und 80 000 Mark Gebalt bei einer Privatgesellschaft, daS regt das Volk auf. Die Privatindustrie bezahlt nur vle großen Nummern besser als das Reich oder Staat und Gemeinde; die große Masse ihrer Beamten befahlt sie im Durch, schnitt schlechter. § 34 des Reichsbeamtengesetzes, wonach nur ^er geistige Unbrauchbarkeit die Pensionierunfl her- beifuhrt, brauchte eigentlich nur ftreng gehandhabt zu werden; Meuetmt könnte die Bestimmung insoweit geändert werden, als mr die Spitzen der Behörden gewisse Ausnahmen bei der Pen- nonierung zugelassen werden. Dbss. Dr. Sudekiim (Soz.' krklärt bfe, Zustimmung feiner Freunde zu einer Revision de? r P’.,0n-Wefcc8 und führt weitere Fälle an, in denen er die flleicken Anstände erbebt. ES wirkt schon bedenklich, wenn sich Beute wie Admiral Hollmann und Admiral v. Ablefeldt in Aist« siwtSratS,stellen wählen lassen vor. Gesellschaften, die Lieferungen on den Staat haben: iinerfrä"’Ti(f> aber sind solche Fälle, wie wir ne bei Herrn v. Vodbielski erlebt hoben. Eine richtige Reoelung ia Schwierigkeiten haben: doS Wichtigste ist die Anständigkeit Der Gesinnuna der Beamten selber. Die Resolution wird angenommen. Weiter wird die Resolution der Budgetkommission an« genommen, die eins baldige Reform deS Kanzleiwesen? fordert. •n Reichszuschuß zur Forderung der Seefischerei 'st tn bleiern Etat um 25 000 Mk. auf 875 000 Mk. erhöht. STvo. v. Böhlendorf Kölvin (Kons.) begrüßt diese Erböbuug. Wir haben fckon im Vorjahre eine Re- wlution zugunsten oer Seelischer gestellt, dock ist bisher von den Behörden nichts geschehen. Tie Seefischerei mit Schleppnetzen muß m gewissen Gegenden verboten werden. Außerordentlich zu be° grüßen sind die -Bemühungen deß Seefischereivereins, etc Seefische zu einem VolkSnahiungsmittel zu macken. Abg. Dr. Struve (Vp.)k Wir können bei unseren glänzenden Finanzen für unsere ^e^ischerei rwck viel mehr tun, als mit diesem Reickszusckuß. das Prwatkopital sollte sich den Aktiengesellschaften, die ja n der Hauptsache die Seefischerei betreiben, mehr zuwenden. ES kulONCgÜI icinflusse. 1 ilitl lsM I. I.Ufn Sinita (Wm r.ärztl.verü-! Drittes Blatt 162. Zahrgtmg Gtetzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Abg. Boxheimer (BentrJ. Der Abg. Bach hat die Be- hauptmlg ausgestellt, daß das Zentrum nicht tolerant sei. Der Abg. Bach hat dem Worte Toleranz eine falsche Bedeutung gegeben. Der Abg. Grünewald hat gesagt, daß wir eine Volks- tümltche Politik machen müßten. Er würde uns verpflichten, wcnn^cr sagte, wie er sich eine volkstümliche Politik denke. ^iL fortschrittliche Volkspartei steht im Bündnis mit der Sozialdemokratie. Sie haben sich der Sozialdemokratie verschris- den. .Unruhe! Zwischenrufe!- Redner fordert die Regierung auf, endlich mit der Beamtenbesoldungsvorlage herauszurücken. Abg. Dr. Wolf- Gonsenheim Fortschr. Vp.- polemisiert gegen die Abgg. 2.r. Osann, Dr. Weber uiid Dr. Winller. Tie Parteien aus der rechten Seile des Hauses seien sehr nervös geworoen, weil die Linke sich so sehr verstärkt habe. Abg. Sch m i 11 (Zentr.) wendet sich gegen einige Ausführungen des Abg. z>t. Fulda. (Redner ist schwer, teilweise überhaupt nicht aus der Iournalistenbühne verständlich.) Es ist soviel aus iciner Rede heraus zu hören, daß er sich wieder gegen den Abg .storell-ikönignaoten wenden Er habe nicht den Herren der freisinnigen Partei den Vorwurf einer Neigung zum Kulturkampf gemacht, sondern icur der freisinnigen Presse. Ebenso wenig wolle er den Schulrat Andres angreisen. Redner sagt, daß er weder aus Hass weder aus Liebe gegen den Abg. Körell aufgetreten sei. Was er zu bekämpfen habe, seien lediglich die politischen Ziele des frei finnigen Abgeordneten. Es fei gesagt woroen, daß ein Kesseltreiben gegen den Abg. Korell veranstaltet worden sei. Ein Kesseltreiben findet aber nur. bei solchen Tieren statt, die sich durch besondere Furchtsamkeit auszeichnen. Tiefe Furchtsamkeit btfüpeji aber die Herren der freisinnigen Pattei nicht. Der Redner oerlieit dann ein Plakat, aus dem das Zentrum als „die größte Schwinolerbande der Seit" bezeichnet wird. Ihm (Redner- fei der Vorwurf gemacht worden, daß er persönlich sei. Was er in feiner Dongen Rede vorgebracht habe, hätte sich aber stets nur auf den Politiker Korell bezogen. Er sei aber jefct der Ansicht, daß es genug sei des grausamen Spiels. Ter Redner verliest zum Schluß einen auf den Abg. Korell bezüglichen Satz der „Mainzer Volkszeitung", der wie folgt lautet: „Die Politik des Abg. rtorell ist die Politik der Inkonseauenz und der Unzuverlässigkeit." Abg. Lens selber lBbd.) nimmt den in der Kammer angegnifenen Kreisrat Wallau in Schuß. Er geht bann aus die Zigeunerplage ein. Ter Redner tritt sür eine kräftige Besteuerung der oeuertvettskörper, der Auwmaten und der Iagdgesell- chaften ein, die aus dem Austande kommen. Besonders unter den Iagdgesellschasten, die aus Frankreich kämen, befänden sich viele Lvione. Auch für eine ausgedehnte Fahrräderbesteuerung spricht der Redner. ®ic-SiJ(fiCTC^QmWcr sollten mit drahtloser Telegraphie aus- .^nn sich ein Herinflsschwarm usw. geigt' nMi SritlSl »st nötig. Ter Redner macht! nadj weitere Ausführungen über wissenschafUiche Unter^uchung?n^ 9Tbg- Erzberger (Zentr.) ©eTnmffiS zu. Es bandelt sich um das Interesse bet ShSaS®? tbcn beu,1$cn Volkes. Tirekie Fischzüge nach Süd« ist^in^ be»iin °nirfü>.C 1 n^Cwerden Tie os,preußisch? Küste lassiat mnrhn» . h b’C ^uog von Fischereihäfen arg vernach. SrmnSfL"• v muh geschehen. Und erst recht für die Ä n Ä ; tC T Mendes Gewerbe ist und, wenn ihr nicht geholfen wird, zugrunde geht unter der ausländischen Konkurrenz. Subventionen für jede Tonne Heringe müssen gegeben werden. ...... Abg. Hoff 'Vp.) fraiSVnk fnÄTtILiff^a-UJ ber vn.el Hekflokand und im Kieler di- Enrichadigung der Fischer für den ihr durch die Anlagen der Kriegsmarine zugefügten Schaden. Abg. Frhr. b. Richkhofen (Natl.) de^Hlttnos^^?--b"'r"^ Zolle? auf Seesalz im Interesse oer Heringöslschere, und stimmt im übrigen den Vorschlägen der Vorredner in der Hauptsache zu. w B ec ePfeniiii!, eHaus'ra. . I I r,aus:Wolii; lu^hnsro1 | ndfOu,;^ fudiihopf^ i ibriBttyro^, OTan kennt in Deutschland die Verhältnisse in Ehina viel zu cr He'tcrkeit des Hauses noch auf jeder der Treppenstufen ein Wort gegen den ausländischen Wein. „ . Abg. Dell (Zentr.) K -°'ne weseniliHe Erhöhung des Reick>SzufchiisscS für die Zentralstelle für DolkSwohlfah r t. Tenken Sie nur an die Arbeitslosenversorgung, die Jugendfürsorge und die % nÄra?*' ^Cr Staatssekretär hat ja das Kind in die — eit gesetzt, ba mug er eS dock unterstützen. Ter Redner spricht f^.bcr Cl"x ,üci‘cr.c ^"ftabe der Zentralstelle: die Be« kamvfung der Schmutz, und Schundliteratur. Sie hat immer größere Unterstützung gefunden und auck, was ^rncVl3^-*ni]-n 60<ü den Liberalen. Da muß aber auch der Staatssekretär sein Portemonnaie etwas mehr für diese ^n?r,ra C^/mrn;Ä 11B2° F1- i't doch wirklich jämmerlich M Volksbildunflsbestrebungcn, die in den unteren Schichten ^s Volkes so freudig aufgenommen werden, müssen & bkeSlerung unterstützt werden: Lesehallen, Volks- bibliotheken, billige und gute Theater mit klassischen eignet M ein großer Teil unserer Theaterstücke sehr wenig für diese VolksbildungSbeittebungen. Die sollten wir ruhig den Franzosen überlassen. Abg. Rauch (Soz.) spricht über die Unterstützung der Familien der zu FriedeKUS' * Übungen eingezogenen Mannschaften. Sie ist unzulänglich. Nach Erledigung des Kapitels Allgemeine Fonds vertagt sich das Haus. u Mittwoch, 1 Uhr: Ruhrstreik-Inlerpellation; ReickZamt deS Innern; NachtragSrtat für die Reichsversicherungsanstalt. Schluß 534 Uhr. :ulw Gctrcidc-Wochcnbericht der Preisbericlnsikelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 4. bis 11. März 1912. Zn Übereinstimmung mit den in der Vorwoche erwähnten privaten Schätzungen hat das Ackerbaubureau in Washington am 1. März wesentlich Heinere Vorräte im Besitz der Landwirte ermittelt al» in den vorangegangenen Jahren. Die damit zusammenhängende Aunoärtsbewegung an den amerikanischen Börsen blieb nicht ohne Einfluß auf die Haltung des gesamten Weltmarktes, wobei auch der Umstand ins Gewicht fiel, daß Argentiniens Exporttätigkeil immer noch unter den Nachwirkungen des LtreikS zu leiden hat. Jnfolae der Verzögerung Der argentinischen Zufuhren und der geringen Leinungsfähigseit 'Rußlands macht sich der Mangel an Kleberweizen überall empfindlich fühlbar so daß für greifbare Ware wieder höheres Aufgeld bewilligt werden mußte Wie in Amerika, so ,st nach der von der Preisberichtsstelle des D. R L. vorgenommenen Erhebung auch in Deutschland ein gröberer Teil der Ernte abgeliefert als in den beiden Vorjahren. Die Landwirte haben infolge des trockenen Wetters gleich nach der Ernte viel ausgedroschen und flott verkauft, zumal einer- >e,ts der EmnalnneauSfall bei Rüben und Kartoffeln auszu- gleichen war andererseits die Beschaffung von Futtermitteln größere Ausgaben erforderlich machte. Zu berücksichtigen ist schließlich auch, daß diesmal viel mehr Futtergetreide und auch Roggen in der eigenen Wirtschaft verbraucht wurde als in anderen Jahren Anschluß an die erwähnte Dorratsstatistik und infolge gesteigerter Forderungen des Auslandes bei vermehrtem Interesse Englands für deutschen Weiten war die Tendenz für diesen Artikel ausgesprochen fest, so daß sich die Preile m- Lieferung gcicbä’t um 3—4 Mk höher stellten. Roggen zeigte unter dem Eindruck starker Wafserzufuhren anfangs schwache Haltung, schloß sich aber im nrcitcrtn Verlaufe der festen W<,zcntenden.z an, zu- mal infolge der beginnenden Feldbestellung eine Verminderung oes landwiN'chaitlichen Angebotes fühlbar würbe und Die schwach versorgten Müblen vereinzelt mehr Kauflust bekundeten. Im .-Datcrgctdidn bauen die bevoruehenden großen Zufuhren sie Unter itchmungslun vorläufig unter Druck, trotzdem es sich zumeist um risponienc Ware handelt. Tie Provinzsorderungen waren keines weg» nochgiLoig und für Lieferung wirkten russische und argen- den Vorfall, wie er sich soeben hier emgroet hat, nur auf das tiefste bedauern. Wenn sich Mitglieder dieses Hohen Hauses )o außerhalb der Form stellen, die in diesem Haufe jeit leher üblich sind, wie dies soeben geschehen, so ist die Aufrechterhalttmg der Ordnung und die Wahrung der Ehre deS Laufes ausgeichlos,en. Wir apvelieren an das Pflichtgefühl der Herren Abgeordneten Mit ?cr dringenden Bitte, mit uns zusammen dahin zuarbelten, baß bas Ansehen des Hauses vor ferneren derartigen (Sridjütteru tigert bewahrt weLde, die schließlich den gesamten Parlamentarismus schwer schädigen müssen." Der Präsident verlieft sodann nochmals ine Bemerkung des Ministers und erklärt, daß der Vorstand an diesen Ausführungen keinen Anlaß fände, einen^ Ordnungsruf zu erteilen. Er verliest dann das unkorriaierte Stenogramm der Rede des 9lbg. Dr Fulda und erteilt dieiem wegen des Ausdrucks „Mangel an intellMueller Aufnahmefähigkeit" den ersten Ordnungsruf. Wegen der Bemerkung, daß man hier mit edleren Organen tätig sein müsse, erhält Dr. Fulda einen zweiten Ordnungsruf. Abg. Dr. Osann erklärt namens der nationalliberalen Fraktion: „Wir bedauern die maßlosen Angriffe und schweren persönlichen Beleidigungen des Herrn Abg. Dr. Fulda gegen den Herrn Minister des Innern auf das Tiefste und verurteilen dieselben auf das Entschiedenste. Diese Aeußerungen sind umso schwerer, als sie geeignet sind, die absolut nötigen Beziehungen zu der Regierung zu erschweren. Wir verurteilen sie aber auch umso mehr, als die Würde und das Ansehen der Volksvertretung vor dem Lande auf das Erheblichste geschädigt sind." Abg Brauer gibt namens des Bauernbundes eine ähnliche Erklärung ab und kündet die Wiedereinbringung des Antrages auf Abänderung der Geschäftsordnung an. Mg. v. Brentano gib! die Erklärung der Zentrumsfraktion ab, in der gleichfalls das Verhalten des Abg. Dr. Fulda scharf gerügt wird. Abg. Grünewald gibt namens seiner Parteifreunde folgende Erklärung ab: „Die Fraktion der Fortschrittlichen Volkspartei steht auf dem Standpunkte, daß Angriffe auf die persönliche Ehre eines Ilegierungsvertreters oder eines Abgeordneten grundsätzlich zu mißbilligen sind, urrbeschadet der Unbeschränktheit der Redefreiheit, insoweit sich Rede und Gegenrede auf politische Darstellung, politische Angriffe und deren Abwehr beziehen. Der Herr Abg. Dr. Fulda hat sich nicht beschränkt auf die Kritik der Amtsführung des Ministers, er bat vielmehr dessen Person, dessen Befähigung und dessen Stellung in wohlerwogenen aus Herabwürdigung und Kränkung berechneten Worten in den Bereich seiner Angriffe gezogen, dies zwar mit dem durchaus begreiflichen und der angegriffenen Persönlichkeit von der Selbstachtung diktierten Erfolg, daß der Minister mit beji übrigen Vertretern der Regierung sich entfernte. Es soll hierbei nicht verkannt werden, daß der Abg. Dr. Fulda durch die voraufgegangene Erklärung des Herrn Ministers, an deren Abgabe derselbe von dem Präsidenten nicht gehindert worden war, in den Glauben versetzt sein kann, daß er Anlaß zu scharfer Erwiderung habe. Dies aber entfernt nicht in dem Maße, wie es ohne Einschreiten des Präsidenten von feiten des Abg. Dr. Fulda geschehen ist. Die Fraktion der Fortschrittlichen Volkspartei lehnt eine Verschärfung der Geschäftsordnung ab, sie ist der Ansicht, daß eine nach allen Seiten gerechte Geschäftsleitung des Präsidenten dann ausreicht, wenn scharf auf den Grundsatz geachtet wird, daß Angriffe auf die persönliche Ehre unzulässig, zu verhindern und evtl, durch Ordnungsrufe zu rügen sind." Abg. Ulrich (Soz.): Die Rede des Abg. Dr. Fulda stellte nur eine scharfe Abwehr dar, die der Minister herauS- gefordert habe. Die Versuche aber, das Recht der Kritik der Abgeordneten zu beeinträchttgen, müsse seine Partei energisch zurückweisen. Er wendet sich dann gegen das Verhalten des Präsidenten, der nicht den Minister auf die Ungehörigkeit seiner Bemerkung aufmerksam gemacht habe. Der Präsident K o r e l l - Angenrod erklärt, daß der Vorstand soeben festgestellt habe, daß zu einer Mae fein Anlaß gewesen sei, und daß er sich eine Kritik der Beschlüsse des Vorstandes berbitte. p Abg. Ulrich: Ich habe nicht kritisiert. Minister v. Homberg k: Ich danke zunächst dem Herrn Präsidenten und sämtlichen Rednern der bürgerlichen Parteien für ihre Reden. Der persönlich beleidigende Ton, den der Abg Dr. Fulda für gut befunden hat, mir gegenüber anzuschlagen, veranlaßt mich zu der Erklärung, daß ich jede Diskussion ihm gegenüber ablehne. Der Abg. Dr. Fulda wird demnach auf eine Antwort nickst zu warten haben. Das Haus tritt dann in die Weiterberatung der Tagesordnung ein. Abg. Korell - Königstädten (fortschr. Vp.): Der Abg Schmitt hat heute früh seinen scharfen Ton dem Abg. Bach gegenüber bedauert, mir gegenüber bat er das nicht für iwtwendig gehalten. Sylangc ich die Ehre haben werde, diesem Hause anzugehören, wehre ich mich gegen die politisck)e Brunnenvergiftung, die getrieben wird von den Herren der Rechten mit dem Worte „Gläubigkeit". Draußen und auch hier bin ich persönlich angegriffen worden. Es ist weiter ausgeführt worden, daß ich oder meine Parteifreunde sich eine Stellung anmaßen, die uns nach der Zahl nicht zukäme Ich will aber die Erklärung abgeben, daß, nachdem Kollege Schmitt seine heutige Rede nicht mehr in Lur, sondern in Moll gehalten hat, ich mich freue, wenn es uns gelange, in sachlicher Weise zusammenzuarbeiten, ohne von den Grundsätzen irgend etwas aufzugeben. Es folgen persönliche Bemerkungen der Abgg. Moltban Dr. Osann, Schmitt und Ulrich. Damit ist die Debatte über Kapitel 23 geschlossen. Der Ankrag des Ausschusses hierzu, die Bewilligung der angesetzten 5668 Mark, in Einnahme und der 295 798 Mk. in Ausgcche, wird einstimmig angenommen. Schluß der Sitzung um 2V* Uhr. Fortsetzung morgen, Mittwoch, vormittags 9 Uhr. vergessen, daß das Zentrum ia nicht stets für btefe Gesetze ge stimmt habe. Dv Arbeiterschutzgesetzgebmig, wie sie heute ist, schützt den Arbeiter nicht vor Not. Man rede nicht immer von bat Opfern der Arbeitgeber. Die groß sind sie beim? Pro Tao und Arbeiter 9 Pfg. — Der Redner verliest die Unfallstatistik Ich muß die Begeisterung für die Arbeiterschutzgeseygebung zurück schrauben. Durch das Zusammengehen der drei Parteien,. Zentrum, Bauern band und Nativiialliberale, wurde die Masse des liberalen Volkes von der Politik Dr. Osanns abgestoßen. Der Redner zitiert bann eirtc Anzahl Aussprüche Bismarcks gegen das Zentrum In diesem Haufe war daS Verhältnis so, daß zur Zeit der Herrschaft der NationaNiberalen das Zentrum mit uns zusammenging. Ich habe mit katholischen Geistlichen za f am nun gesessen, die mit mir beraten hoben? wie, wir die 9ia- tionalliberalcn am besten schlagen könnten. Wir wissen noch nicht, ob die Herren vom Zentrum nicht noch einmal herzlich ftoh sein werden, wenn wir mit ihnen zusammen für die Aushebung des Jesuitengesetzes stimmen. Es bleibt dabei, daß von lener Seite fzum 3enlrum) während des Wahlkampfes und auch wahrend der Debatten so geschimpft wurde, daß wir uns. beinahe klein vorgekommen sind. iHeiterkeit.) Redner spricht über die Vorkommnisse im Finairrausschusse, in dem gesagt fein sott, daß die Angelegenheit der Brikettfabrik dem Finanzminister den Kow kosten könne Er widerlegt eine Erklärung Dr. Osanns in den „Hessischen Volksblättern" und stellt fest, daß dieser Ausdruck tatsächlich gefallen sei. * Abg. Dr. Fulda (Spz.) bespricht nochmals die Angelegenheit des Bürgermeisters Pons und verteidigt sich gegen die Angriffe des Dr Winkler. Ter Minister des Innern habe den Bürgermeister Pons veranlaßt, gegen ihn (Redner) als Kandidat auszutreten. Der Minister habe sich auch dahin ausgesprochen, daß er nicht viel verloren hätte, daß er die vor einigen Tagen gehaltene jftebe des Abg. Fulda nicht gebärt habe. Gegen eine derartige Mißachtung eines Abg. müsse er ganz energisch Protest einlegen. Er stehe hier als Vertreter des Volkes, unp was er vortrage, geschehe im Interesse des Volkes. Der Minister habe auf seine Rede auch keine Erwiderung gehabt. Er erblicke darin einen Mangel an intellektueller Aufnahmefähigkeit. Er stehe hier kraft des Volkswillens, der Minister aber durch die Gunst und die Gnade einer einzelnen hohen Persönlichkeit. Der Herr Minister möge sich ja auf dem Parkett ganz gut ausnehmen, aber auf dem Parkett des Parlamentes mache er keine gute Figur. Auf dem Hofparkett käme es nur auf die Krümmung des Rückens an, hier aber müßten edlere Organe in Anwendung kommen. Der Minister sei außerstande, eine sachliche Erwiderung zu geben, wenn er nicht fein Konversationslexikon in Gestalt seiner Räte bei sich habe. (Große Unruhe. Der Minister verläßt mit sämtlichen Re- gierungsverttetem den Saal. Es erhebt sich ein großer Tumult. Dem Redner wird von allen Seiten „Pfui" und „Unerhört" zugerusen. Seine weiteren Worte bleiben daher auf der Tribüne unverständlich. Der erste Vizipräsident Korell-Angenrod unterbricht den Redner und fordert ihn zur Mäßigung auf. Er ist aber sonst außerstande, die Ruhe im Saale wieder herzustellen.) Abg. Dr. Osann (natl.) zur Geschäftsordnung: Die Regierung hat den Platz verlassen, weil sie sich in der Person des Herrn Ministers angegriffen sielst. Unsere Beratungen haben aber nut bann einen Zweck, wenn wir auch die verantwortliche Regierung vor uns sehen. Wir haben keine Veranlassung zu verhandeln, wenn die Herren der Regierung nicht anwesend sind. Es muß festgestellt werden, ob derartiges hier schon einmal vorgekommen ist, und was in einem solchen Halle zu geschehen habe. Es sind hier Beschuldigungen und Beleidigungen gegen den verantwortlichen Minister erhoben worden, wie nie zuvor. Abg. Grünewald (fortschr. Vp,): Bereits während der Rede des Mg. Dr. Fulda habe ich mir den Zwischeiiruf erlaubt, daß ich anstelle des Präsidenten die Ausführungen des Mg. Fulda nicht zugelassen haben wurde. Ich stehe auf dem Standpunkt, den wie ich glaube, meine Fraktion, die ich noch nicht befragen konnte, teilt, daß unbeschadet der Redefreiheit in allen politischen Ausführungen die Person des Regierungsvertreters oder der Abgeordneten nicht in den Bereich der Erörterungen gezogen werden darf. Die Kritik hat, wie ich auch letzthin in bezug auf die Ausführungen eines Abgeordneten bargelegt habe, Halt zu machen vor ber persönlichen Ehre. Diesen Grundsatz bat der Mg. Dr. Fulda verletzt, indem er die Person, die Befähigung und die Stellung des Ministers in wohlerwogenen Worten angegriffen hat. DaS darf der Präsident nicht zulassen. Der Präsident Korell-Angenrod bemerkt, daß er bereits die Ausdrücke gerügt habe, und daß er später nach dem Steno- grawm das weitere veranlassen werde. Mg. Ulrich (Soz.): Zch stehe auf dem Standpunkt, daß die Regierung den Saal nicht verlassen darf. Ich bin der Meinung, daß der Präsideitt ein Recht hat, das zu verwehren. Ich bin auch ber Meinung, baß wir uns als Kammer zu schützen haben, daß bie Regierung einem Abgeordneten gegenüber so auftrat, daß ein Minister sagt, -er habe nichts verloren, wenn er die Rede eines Abgeordneten nicht höre. Wir legen Wert darauf, daß diese Sitzung aufgehoben wird imb eine andere einberufcn und die Regierung davon in Kenntnis gesetzt werde. Abg. Schmitt (Ztt.): Auch ich bin dafür, daß diese Sitzung aufgehoben werde, aber nicht aus dem Gedanken heraus, dm der Abg. Ulrich hier vortrug. Ich kann nicht den Standpunkt des Mg. Ulrich teilen, daß das Wegael^en der Regierung eine Brüskierung der Kammer bedeute. Das ist eine merkwürdige Auf- fnffnng. Vorgänge, die hier soeben stattgefundm haben, können nickst von einem Manne ertragen werden. Ich ersehe daraus, baß baS, was wir wieberholt vorgetragen haben, richtig ist, nämlich, baß unsere Geschäftsordnung nicht ausreickst, um bem Präsidenten eine höhere Gewalt zu geben. Gerade aus diesem Mangel an Gewalt sollte den einzelnen Abgeordneten die Pflicht erwachsen, die Ordnung des Hauses nicht zu stören. Der Präsibent Morell- Angenrob stellt abermals fest, baß er daS Vorgehen bereits gerügt habe. Abg. Abe l u n g (Soz.): Die Ausführungen bes Mg. Schmitt seien eine Kritik an ben Maßnahmen bes amtierenben Präsibmtm. Man hätte aber auch bie Bemerkung bes Ministers rügen müssen. Auch er stehe aus bem Standpunkt, daß die Regierung nicht eigen- mäck'tiq den Saal verlassen dürfe. Mg. Dr. Osann (natl.): Was ich verstanden habe, war vollkonnnen ausreichend, um den Saal zu verlassen. Wir haben unS überhaupt über das Verhalten der Linken gegen uns zu beschweren, das auf die Dauer geradezu unerträglich geworden ist. Der Mg. Ulrich redet uns nicht einmal mehr mit „Herr" an, sondern svricht^ immer nur von „dem Osann". Ebenso unterdrückt er das Sie und spricht mir im Tone Ihr und Euch. ES geschieht im Interesse des ganzen Landes und dos Hauses, wenn wir gegen einen solchen Ton Verwahrung einlegen. Der Mg. Fulda hat von ber Solibarität bes Hauses gesprochen. Tie Solidarität, die er verlangt, werbe ich für meine Person aber niemals haben. Dr. Weber iBbd ): Wir haben bereits einen Antrag alii Ylenbcruttg der Gesck)äftsordnuna eingebracht und zwar auf Grund be-8 früheren Verhaltens deS Mg. Dr. Fulda. Unsere Präsidenten haben eben Jeinc Gewalt. M>g Ulrich vSo».): Mir ist es nicht eingefallen, zu sagen ber Ciann, und wenn er so etwas gehört hat, so ist es ein Irrtum. DaS ,Lhr" ist aber nicht in böser Absicht gemeint Ich verliehe nicht, wie der Herr Mg. Justizrat Tr. Osann das hier an den Haaren herbeiziedeii kann. Der Mg Tr Weber sprach wieder von seinem Hausknechtsparagraphen. Wir verwahren unS dagegen. Dr Fulda (Svz.) bittet, auch die Aeußeruna des Ministers festzuftellm. Nachdem aud> noch die Abgg. Dr. Weder und Tr Winkler sich gegen daS Verhalten der linken Parteien aussprachen. tritt eine Dause ein. Während dieser beraten die einzelnen Frabwneu über die abzugebende Erklärung Bei Wiedereröffnung der Sitzung ficht man auch den Staats Minister und den Finaiizminister am RegienrngStische. die beide vorher nid« anwesend waren. Der Prässtxnt Korell-Angenrod verliest folgende ErUä- rung des Vorstandes. „Im Interesse der Wüid»- sehens des HauscS kann ich mit meinen Herren Mttpräsidmren üb er die Qualität: - Hl Ul IUI ml der Vorwoche m (Alles für 100 Kg. Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. März Odt* 1912 Bed. Himmel Nebel 11. bis 12. Mär, 11. 12. Drvei ^Urkunden + 7,6 • C. + 2,1 9 C. des ,Giek. Kartoffeln Höchste Temperatur am Niedrigste „ , Niederschlag: 0,0 mm. ßattöel. — D i e deutsche Kraftfahrzeugindustrie beschäl« tiflte nach den vom Reichsamt des Innern veranstalteten Produktion-- ei Hebungen im Jahre 1910 in 114 Betrieben rund 22 000 Personen, die an Lohn und Gehalt 33,6 Millionen 'Mark bezogen haben. Trr Wert der verarbeiteten Rohstoffe, Halbfabrikate usw. hat 6k,3 Ultd. Mark, der Wert der erzeugten Waren 118,4 Millionen Mk betragen. Es wurden 8822 Kraftzrveiräder, 936 Kraftdreirader, 9368 Kraftwagen, 3745 Untergestelle, 288 Motorboote. 7 Motor- Luftschiffe, 73 Flugmaschinen und 2977 Motore hergeftellt. -Mk. 0 00-0.00, Gelbfleischige rote Mk. 440-0.00. 50 Kg.) fc. Frankfurt a. M., 11. März. (Orig.-Teleqr. letzten Markttag in Mark vro 1000 k? je nach Qualität, wove das Mehr ( + j tezw. Weniger (—) gegenüber t— m----f ~ Anzeigers9.) Kartoffel markt. Man notierte: in Waggons Mk. 8.26—9.00, im Kleinhandel Mk. 10.00—11.00 für je tinische Rückkäufe befestigend. Russische tfuttergcrHe Reine n8) bei kleinern Export ca. 3—4 Mk. höher, auch bie Maisfordv- rungen waren um 1—2 Mk. gesteigert. ES iieüten sich die Preise ’iir inländisches (Betreibe am Märkte. — Kartoffelmarkt-Bcricht vom 11. März 1912. Berlin Rote Davec Jüt. 8.9 >—4.4U, anbere rote Sorten Mk. 3.40-3.50, Magnum bomim 3.85—4.00, weiße runde 3.40—8.60. BreSlau: Rote Daber Mk. 3.20—3.50, andere rote Sorten 8.20 dis 3.50, Magnum bonum Mk. 3.7U—4.00, weiße runde Mk. 3.30 - 3.60. "iefluitj: Rote Daher Mk. 0.00-0.00, andere rote Sorten Mk. 8.90—0.1 >0, Magnum bomim Mk. 4.50—0.00, weiße runde Alk. 4.00—0.00 Dortmund: Magnum bonum 4.30—1.60, weiße runde Mk. 3.20 bis S’.ßO, Gelbfleischige rote 4.10-4.60. >i ö i u: Rote Taber Tlf. 0.00, andere rote Sorten O.OO-O.Oty Magnum bonum 4,20—4 30, weiße ruude Mk 0 00 — 0.00, (Selb- fleischige blaue 'Mk 4.10—0.00, (velbfleischige rote Mk. 3.91—0.00. Leipzig: Rote Daber Mk. 0.00 bis 0.00, andere rote Sorten Mk. 4.10—0.00, Magnum bonum Mk. 4.50—0.00, weiße runde 4.10—0.»'0, Gelbfleiichige blaue Mk. 0.00—0 00, rote 4 63 bis 0.00. Hagen. Role Taber 'Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten Mk. 0.00, Maguum bonum Mk. 4.20—0.00, weiße runde t“| 64,6 t:‘l 755,6 " 66 2 i.-iuiMg-- •iftmol 5-tunaW itititsM11 -,l bie »resse für hiM M fc die Tac y oormitit Jire, ob sft tab gebobi ®*e.. «talk e roinettn? $ uns I Ä fo >t"c Jn. tot mit Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 218.00 (+ ?.75); Budape'l April 198.80 (— 0.70); L'ioerpool fDlat 171.70 (4- 1.60); 1-ori« März 224.00 (- 0.40); Chicago Mai 16160 i-s- 0.76). Roggen: Berlin 'Mai 193.60 (4- 1.25) Hafer: Berlin Mai 195. 0 (- 2 6o). Fiittergerüe: cif Hamburg März 158.50 (+ 3.76) Mais: Mixed Februar -'biarz 138.00 (2.00), Odessa schwimm 130.50 (— 0.50), La Plata 'Mai-Juni 119.00 (— 1.60) Mk. bejaht uni lwng,i ■'m!1- sege 1?® Dover nä ^öttitbic . fjen natt, c H *n»’ni>fen ® 8 l .- k Nicht m I des :^künsti, 2^1« n'b Ter en verig in Uf ffjudi (bald 'strsicherunc zu Teu: j Anschlag : pb alles ist ! ttnden, die itb ihre M I toben nach i •:nb hat sich :tm 6 Millii ^SÜMilli im letzte .M Mann hae ist allei h;u, nach d :• roch die Verl ^diesem Ra ; sirb natiirli Kkergrößerun! Myahl engli Irrung nicht Mer Zeit c kch ist man/ Mt überras png, die Bol! tchastsversiche ^echtigt. Tie .Mache als i pice Magazin r^ge, ob ma -nbunb i> ptntec sofoi I^tscheZlottc lantmcrn <) beigefügt ist, wie ’olgt: Haier Weizen Roggen Königsberg 207 (- ) 179 (+ 1 > 193 (- ) Danzig 204 (- 3) 18V, <- ) > 191 (4- 2) Stettin 209 i+ 3) 184 (+ i; ) 193 (- 1) Pofen 204 (-i- 1) 181 (- ) 191 (- ) Breslau 202 (- ) 181 (— ) 191 (- ) Berlin 212 (-r 2) 188 (+ v/,: ) 208 (— ) Riagdeburg 206 (+ 1) IM (4- 1 ) 208 (- Leipzig 208 (4- 2) 188 (4- V ) 215 (- ) Dresden 211 (+ 4) 189 (+ 3 ) 211 (-H 2) Rostock 204 (4- 1) 183 (— > 193 (- 1) Hamburg 218 (- ) 193 (- ] ) 210 (- ) Hannover 204 (- ) 192 (— ] ) 212 (- ) Tusjeldori 214 (4- 2) 193 (- ] 1 204 (+ 1) Köln 217 (4- 4) 195 (+ 2) 202 (+ 4) Frankfurt a. M. 220 (4- 1) 200 (+ 1] 1 214 (+ V/,) Mannheim 225 (+21/,) 1977, t- \ ' 215 (+27.) Straßburg -25 (- ) 20d (— 27, ) 215 (- ) 'München 229 (- ) 211 (- ] 1 211 (— 1) Är k ^(0 • M Äblf ifeSs ■r^iL Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswerl --- die Brühl’scbe Univ.-Druokerei „Salem Aleikum" und „Salem Gold" (Goldmundstück) n . 4 5 6 a IO Preis 3^ s 6 a 10 ’ Pf.d. Sfck. Iß über y H 'h'W r/Wh 01 --AÜe'Zki lehehbi