Erstes Blatt Donnerstag, 12- Dezember W2 162. Jahrgang a§chen Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. fassung geltend. Wien, Sabatier-Toulvu.se und Grignard-Nancy. Gerhart dauptmann totb feilte Gemahlin nmri>en tränt schivedi sehen Autoren-- Wien. fand in Schön. ml-Hemden 230,1.60,1.- Mk. Kragen alle Arten j Stück 95 Psg- ssenträger 25 Mk. 95, 75 Pjg. ort-Mntze t. 95,75, 60 Psg. er Mützen 5 Mk.. 95 M. tägHd) von mehreren Seiten behauptet Wir erhalten folgende Meldungen: Eine Ministcrbcsprcchung in Moderne ren-Weste sehr billig. sntz-Hemden »asjcn-Auswahl 3-, bis M. 1.25 der Finanzminister teilnahmen. Die „Neue Freie Presse" erfährt, daß die Beratung der Minister aus kein neues beunruhigendes Moment in der auswärtigen Krisis zurückzusühren ist, sie hatte hauptsächlich den Zweck, dem Kaiser die Information über die mit der gegenwärtigen auswärtigen Krise zusammenhängenden Fragen zu er- leichtern. Der gemeinsame Empfang der Minister wurde gewählt, damit der Kaiser nicht genötigt ist, jeden Minister einzeln zu empfangen. Informationen der Blätter stellen übereinstimmend fest, das; die auswärtige Lage stationär ist. Indessen mache sich sowohl in Wien als auch in Osenpest eine zuversichtlichere.Aus- W. 295 Der riehener Anzeiger erschein, täglich, außer Sonntags. — Beringen: öterma ( roixticntlich (Dienstag und Freitag); zweimal monntl. Land- »irlfchaftliche Zeitfragen Yeruiprech • Anschlüsse: für die Redaktion 112, .„lend hähy olle I«* verein am Abend zium Fest im „Grand Hotel Royal" erngeladcn. Das Fest lmchm einen glanzenden Verlauf. Der zweite Vorsitzende, Didring, hielt eine Ansprache, in der er Hauptmann als ungekrönten Diewerkönig Deutschlands bezeichnete. Es war das erstemal, bat; der Verein den Literaturpreisträger feierte. Jlt" ", 25 — Ein unbekannter oftafrikantscher Volks- slamm. Aus Marburg, 10. Dez., wird uns gcWiebcn: Ein funger, hiesiger Gelehrter, Herr Privatiwzent Dr. Obst, der als Leiter der Ostafrika-Expedition der vamburger Geo- sraphischen Gesellschaft etwa 1-/2 Jahre lang dleSttppcn-Hvch ebene dt>s nordöstlick)en Teiles von Deutsch-Oltasrika bereute, um hort ethnvarophische Studien zu machen, hielt geltem abend am Leranlassung des Kolonial- und des Flvttenvereins tnt großen Echch^aale einen Vortrag über seine Reise, Er schilderte Land Der neue Prinzregent. Prinzregent Ludwig, der neue Verweser der Krone Bayerns, vollendet am 7. Januar sein 68. Lebensjahr. Er trat sehr früh in den Militärdienst, machte den Feldzug vom Jahre 66 mit und wurde im Gefecht von Helmstedt am 25. Juli schwer verwundet. Er muhte deshalb den aktiven Dienst ausgeben, beschäftigte sich^ber dennoch sehr rege mit der militärischen Entwickelung Bayerns und wurde 1904 bayerischer Generaloberst der Infanterie mit dem Range eines Gcneralfeldmarschalls. Besonders verdient machte sich Prinzregent Ludwig um die Landwirtschaft und um die Hebung der deutschen Flust- und Kanal-Schiffahrt. In den Reichsratskammern und bei anderen Gelegenheiten hat er sich häufig als Redner hervorgetan. Am bekanntesten ist wohl sein mit Rücksicht auf eine vorher gefallene Aeußerung seinerzeit getaner Ausspruch: „Tie deutschen Fürsten sind nicht das Gefolge, nicht die Vasallen, sondern Verbündete des Deutschen Kaisers." — Er ist u. a. auch Ehrenmitglied der bayerischen Akademie der Wissenschaften. rormal- 'tctjrttfeu ), 1.10 M, 95 W Danew in Wien. 11. Dez. Der Sobranjeprästdent Danerv 'en-Tchützer 23 M Mk, 20 Pjg, ^rhcinden 45, 25 Psg und Leute der bereisten Länberstrecken, in denen eine blühende Viehzuch-t herrscht und schilderte besonders eingelyenb die Entdeckung des sagenhaften Volkes der Wakindika, die man als die letzten Reste der airikamschen Ureinwohner betrachtet. Diese Naturkinder, die noch in den primitivsten Hütten wohnen und völlig unbekleidet gehen, beten die Sonne an. Sie ernähren sich von Früchten und von Wild, das sie mit ihren vergifteten Pfeilen (Eiset: ist ihnen noch völlig unbekannt) erlegen. Eine wesent- liclte Ergänzung fand der Vortrag durch zahlreiche Lichtbilder und den Sprechavparat, der die seltsamen Lieder dieser Wilden, die Musik und Tanz über alles lieben, naturgetreu wiedergab. — König Niki, der Dramatiker. Aus Tilsit wird uns gef drei eben: Das Tilsiter Stadttheater brachte als erste deutsche Bühne das Schauspiel des Königs Nikolaus von Montenegro „Die Kaiserin des Balkens" heraus, das Heinrich Stümcke ins Deutsche übertragen hat. ^.as Schauspiel, dessen größter Vorzug die nationale Begeiftermig ist, erzielte eine rein äußere Wirkung. Im Mittelpunkt der kampf- und tumultreichen Handlung, das König Niki schon im Jahre 1878, nach dem Siege über die Türkei, gedichtet hat, steht der montenegrinische Prinz Stanko, der iim 15. Jahrhundert sein Vaterland verrät und sich an die Spitzt dec türkischen Truppen stellt, um später einmal Kaiser des Balkans zu werden. Der Prinz liebt eine montenegrinisch^ Prinzessin, die von einem christlichen Balkanbund (wie er jetzt ja verwirklicht ist) schwärmt. Als die Prinzessin von Stankos Verrat erfährt, wendet sie sich von ihm ab, kann ihn aber nicht vergessen und geht schließlich ins Wasser. — Eineneue Operette. Ter Kölner Tonkünstler Benno Sternberg hat seinem „Leutnantsliebchen" nun die Operette „Die schöne Exzellenz" folgen lassen, die bei ihrer Ur- auttührung im anspruchsvollen Kölner Opernhaus mit stürmischem Beifall ausgenommen wurde. Ter Text rührt von dem Regisseur des Metrovvlkheatesr I. Siener. Tas Libretto hat den Vorzug, nicht nur einen sehr guten zweiten, sondern auch einen vortresslicken Schlußakt zu besitzen. Sternbergs Musik ist nicht originell, aber von unwiderstehlichem, melodischem Reiz: sehr geschmackvoll ist die Instrumentation. Für die hiesige Aus- ftlhrung hatte sich Direktor Remond selbst eingesetzt, wie unlängst für die „Ariadne", sie ist einfach meisterhaft, das sonst die seriöse Aufgaben gewölmte Opernpersonal wie umgewandelt. Bon den Mittvirkenden sind besonders die Damen B a r t r 0 no und Wolter, die Herren Tachauer, Clemens und Vanoni zu nennen. Gespannte Erwartungen. Die Lage schwankt und ändert sich mit jedem Tage. Der Handschuhe - alle Arten >k. 180 bis 35 ist auf der Reise nach London heute mittag hier eingetroffen. Er wird heute nachmittag von Graf Berchtold empfangen. Serbien beharrt auf feiner Forderung. Paris, 11. Dez. Der erste serbische Dele« gierte zur Londoner Friedenskonferenz, N 0 - wako witsch, welcher heute nachmittag von Poin- c ar e empfangen wurde, erklärte einem Redakteur des „Temps": Ich habe aus meiner Unterredung mit Poinearä den Eindruck empfangen, daß er eine sehr weitgehende Kenntnis der orientalischen Frage besitzt. Ich habe gleichzeitig die lieber- Beugung gewonnen, dast die Mächte der Triple-Entente die gerechten Forderungen Serbiens wirksam unterstützen werden. Was Serbien anlangt, so geht sein Beschlust dahin, die durch seine Siege errungenen Erfolge mit Festigkeit zu verteidigen, ohne Europa herauszufordern oder zu verletzen. Wir sind entschlossen, auf dem Besitz eines Adria-Hafens zu bestehen. Wir betrachten dies« Forderung um eine Pflicht, denn es handelt sich nicht um eine Eroberung, sondern um die Wiedererlangung dessen, was im 14. und 15. Jahrhundert uns gehört hat. Die rätselhafte und noch immer beunruhigende Haltung Oesterreicht' überrascht uns, wir könne:: sie uns nicht erklären, aber die serbische Regierung bat die feste Hoffnung, dast 'sich ihre gerechte Forderung von selbst durchsetzen werde. des verflossenen Jahrhunderts abgefdiafft; bis dabin hatte jeder Prinz die Pflichten eines gemeinen bayerischen Soldaten wenigstens einige Wochen fang zu erfüllen. An seinem 24. Geburtstag erhielt der Prinz das .Hauptmannspatent, 1839 wurde er Inhaber des ersten bayerischen Artillerie-Regiments, vier Jahre darauf Generalmajor und Kommandeur der 1. Infanterie-Brigade, 1848 Generalleutnant und Artilleric-Korps-Kommandant. Am 4. August 1856 erhielt er das Kommando der 1. Division, und hierauf erstieg er die höchsten Stufen in der bayerischen Armee: er wurde nacheinander (Yeneral-Feldzeugmeister und Generalinspektor der bayerischen Armee. Im Jahre 1866 führte Prinz Luitpold eine der vier bayerischen Felddivisionen gexten Preußen und machte an ihrer Spitze das Gefecht bei Helmstedt in Unterfranken mit, in dem sein ältester Sohn, Prinz Ludwig, der jetzige Thronfolger, an seiner Seite schwer verwundet wurde. Die politische Abneigung gegen das durch Bismarcks Eroberergestalt furchtbar gewordene Preußen, die der Prinz mit vielen durchaus nicht kurzsichtigen Politikern der Südstaaten teilte, hinderte indes nicht, daß er schon längst die gemeinsame große deutsche Idee erkannte und so finden wir ihn denn vom August 1870 bis zum 8. März 1871 im Hauptquartier des Wnigs Wilhelm. Mit diesem hat er Gravelotte, Sedan und den großen Tag von Versailles erlebt; er war noch Zeuge der Kaiser- Proklamation. Was den Regenten bis ins hohe Alter hinein rüstig erhielt, war seine gesunde Lebensweise und seine Vorliebe namentlich für die Jagd. Sehr gerne suchte er zur Jagd das Berchtesgadener Land und den Spessart auf, wobei er mit seinen Begleitern, auch den einfachem Bauern und Treibern, sich ganz zwanglos gab. Auch bei den Münckiener Künstlern, die er oft an den Stätten ihres Schaffens besuchte, war er wegen seiner Leutseligkeit sehr beliebt. München, 12. Dez. lieber daS Befinden Sr Kgl. Hoheit des Prinzregenten ist gestern abend folgender Bericht ausgegeben worden: Jin Befinden Sr. Kgl. Holdeit des Prinzregenten ist im Laufe des Tages eine Aenderung nicht eingetteten. Der Re- gent hat am Nachmittag einige Stunden geruht. — Im Laufe des Abends ist der Prinzrcgcnt mit den Sterbesakramenten versehen worden. Daß der Prinzregent an Herzwasscrftlcht litt, war wenigen bekannt. Der Thronfolger Prinz Ludwig trifft morgen von Ungarn hier ein. ♦ Die Ehrung der Nobelpreisträger. Stockholm, 10. Dez. Bei dem' Bankett zu Ehren der | Nobelpreisträger, an dem 175 Geladene, unter ihnen der Herzig ifltb die Herzogin von WestgotlaNd, teilnalstnm:, führte Prinz Wilhelm Fran Haupttnam: Mr Tafel. Nach den: von den: 1 ILniversitätskanzler Graf Nachtmeister ausgebrachten Hoch auf den i König, gedachte Prinz Wilhelm deS groben Stifters des Preises, bet ein Wohltäter der Menschheit geworden sei. Ter Präsident ' ter Akademie der Wissenschaften, Professor Soelderbaum brachte einen Trinkspruch auf alle Preisträger gemeinsam ans, die darauf einzeln antworteten. Ms Erster erklärte Gerhart Houpt- nimm unter anderem, er iutb seine Nation verständen vollkommen die Ehre zu schätzen, die ihm heute widerfahre,: sei. Ter Nobellag sei für die gany Erde eine Kulturangelegenheit geworden. Er wolle seinen Tribut an Ehrfurcht teils dem großen Stifter, teils der ganzen schwedischen Nation nnbmen, die diesen Man,: i tzervorgebracht bäbe und getreu sein humanes Testament verwalte. Drei der Preisträger hielten in der Akademie der Wissen- ■ schäften den in den Satzungen verlangten Vortrag, C a r r c l - New £ Dort sprach über die Verpflanzung von Organen, später sprachen Prinzregent Luitpold von Bayern München, 12. Dez. Der Prinzreqeot von Bayern ist heute früh 4 Uhr 50 Min. sanft entschlafen. Die Meldung kommt nicht ganz überraschend. Schon gestern abend hatte die amtliche Korrespondenz Hoffmann gemeldet, das Befinden des greifen Herrn sei durch das Auftreten eines Bronchialkatarrhs und einer gichtischen Affektton der rechten Hand verschlimmert worden, und die Herztätigkeit sei bisweilen untätig. Dieser, von zwei Aerzten des Prinzregenten unterzeichnete Krankheitsbericht mußte schlimme Erwartungen Hervorrufen. Und diesmal ist leider wirklich das Schlimmste eingetreten, nachdem in bet letzten Zeit die kräfttge Natttr des Fürsten sich immer wieder durch mancherlei Beschwerlichkeiten hindurchgerungen hatte. Im ganzen Reiche wird man an Bayerns Trauer von Herzen teilnehmen. Der verstorbene Prinzregent war nicht nur ein treuer Hüter des Reichsgedankens, sondern auch eine sympathische schlichte Persönlichkeit, die vorurteilslos und ausgleichend mancherlei Gegensätze, die sich in der bayerischen Politik ergaben, ausglich. Er trat nicht laut hervor, hat aber im stillen den wohltätigsten Einfluß aus- : geübt. In bester Erinnerimg ist noch die Feier des 90. Geburtstages des Prinzregenten, am 12. März 1911, die in einer imposanten Huldigung im Thronsaale der bayerischen i Residenz gipfelte, wobei der Prinzregent auf die Glück- ’ wunschrede des Fürsten Lölvenstein eine Ansprache hielt, die fein schlichtes und vaterländisches Tenken charakterisierte. Er pries dabei den Aufschwung seines Landes, wobei er nicht vergaß, festzustellen: „Die Kunst, die schönste Blüte, die Gesittung und Wohlstand hervorbringen könnten, habe sich erfreulich entfaltet." Im Wter von 65 Jahren ist Prinz Luitpold zur- Regie- ntng berufen worden, unter traurigen Verhältnissen. Ludwig II. war als geisteskrank erklärt, und des Königs jüngster » Stuber, Otto, war wegen derselben unheilvollen Krank- k (eit regierungsunfähig: So mußte Prinz Luitpold, der » Onkel der beiden Prinzen, als der nächste Agnat, die Re- gentschaft antreten. Prinz LuitpvD "mar der dritte Sohu des genialen Kö- I nigs Ludwigs I. und seiner Gattin, der Prinzessin von I Sachsen-Hildburghausen. Seine beiden älteren Brüder I waren Prinz Maximilian, der spätere Max II. von Bayern, I und Prinz Otto, der 1833 im Triumph nach Griechenland | zog, um dort König zu fein, allerdings nur für kurze 1 Zeit, denn der mehr auf romantischen Ideen als auf poli- ■ tischen Realitäten errichtete Thron fttirzte gar bald zu- 1 jammen. Im Gegensatz zu seinen beiden Brüdern blieb I Prinz Luitpold bis zu seinem Alter, als eben die Ereignisse 1 ihn dazu beriefen, der Politik im großen imb ganzen ■ fern. Er wählte schon in früher Jugend das Waffenband- ■rocrT, und zwar als spezielle Waffengattung die Artillerie. MNajch gut bayerischer Sitte hatte er dabei, obwohl er könig- M licher Prinz und bereits majorenn war, noch im Alter von I 18 Jahren (im Jahre 1839) drei Wochen als gemeiner Ar- | Hfl er i ft zu bienen; er war Bombardier und Feuerwerker I wie jeder andere Soldat auch. Tiefe demokratisch anmu- I tende Sitte, die noch aus der Zeit des Absolutismus st stammte, wurde übrigens erst in den achtziger Jahren — Reinhardt-Licht s piel e in der C 0 ve ntGardew Oper. Aus London wird berichtet: Soeben ist der Vertrag unterzeichnet worden, der die CoveM Garden-Oper, das „Royal Opera House" Großbritanniens endgültig auf längere Zeil im Zeichen Max Reinhardts zum Kinematographentheater umwandelt. Am 21. Dezember wird hier die große Uraufführung stattfinden, bei der Humperdinck selbst seine Musik dirigiert: auf der Bühne aber wird man in kinematogravhischer Form eine naturgetreue, genaue Wiedergabe der ganzen Reinhardtschen Aufführung des Miracles zu sehen bekommen. Bei der Aufnahme wirken mit Ausnahme einer Rolle dieselben Schauspieler mit, die unter Reinhardts Regie in London und bann auch in der Wiener Rotunde das Mirakel spielten, in ihrer Mftte Frau Earmi- Bollmoeller. Es soll nur mit gotfjer Mühe gelungen fein, die kinematographische Aufnahme des Mysteriums durchzuft'ihren, denn es handelt sich um eine Freilichtaufnahme. In der Tat sind die Hauptszenen in der bekannten alten österreichischen Burg .Kreuzen- ftem und in der schönen alten gotischen Kirche von PerckNolds- dorf gemacht worden: der Eigentümer der Burg Graf Wftozek und der Bischof der Diözese haben Schloß und Kirche bereitwilligst für die Aufnahme zur Verfügung gestellt. Der Film hat nach' der Angabe des englisck«m Impresarios Walter Hyman eine Länge von 7000 Fuß und die Herstellung verursachte über 300 000 Mark Kosten. — Hohe Preise für Erstausgaben. Aus Patts wird berichtet: Eine Sammlung von Ottginalausgaben von Werken, die vorwiegend der Epoche der sranzösisck)en Romantik angeboren und jetzt im Hotel Drouot versteigert mürben, erzielte zum Teil ganz überraschend hohe Prttse. Für ein broschiertes Exemplar der ersten Ausgaben von Vistvr Hugos „Notte-Dame de Paris" wurden mcht weniger als 5200 Franks bezahlt. Die beiden Bände von Thöophile Gautiers „Mademoiselle de Mwipin" (1835/36) wurden mit 5300 Franks bezahlt, Victor Hugos „Orientales" erzielten 1450 Franks, Lamartines poetische und religiös« Harmonien 705 Franks, Merftnöes „Eolomba" 420, die drei Bände von Mussets „Schauspiel :n einem Sessel" 1010 Franks, Saint-Beuves „Volupte 785, Stendhal« „Katthause von Parma" "2000 Franks, „Rot und Schwarz" 1520, und für Alfred de Vig- nees „Servittche et granbeur militaires" legte ein Liebhaber für das broschierte Exemplar nicht weniger als 2700 Frank? an. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der berühmte Asttvtwm Geheim erat Professor Dr. Wi lh. Förster, der langjährige ftüheve Direktor der berliner Sternwatte, feiert am 16. Dezember feinen 80. Geburtstag. Kietze» erZamilien blätter, MDttmal roödientLKrtis: hlatt sir de« Kreis Siehe« tenHerre'stU nflbcttW 9 Z> Alf 9 GichenerAMger AV Vcrainivorttich für bei: m f „ . .. . • -r _ m3* politischen Teil: Auanst SB Geneml-Anzeiger für Sberyefsen föt** tgc*numiucr RolatjonsdfilS und Verlag der vrüßl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei B. Lange. Redattion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Land'^ :^E.HE^r den bis vormittags !) llhr. Büdingen: Zernsprecher Nr. 269 Hefchäftspelle vahntzofstrahe 16a. Änzeigenteü: H. Beck. Wien, 11. Dez. Heute vormittag . brunn unter dem Vorsitze des Kaisers eine Mini ster- besprechung statt, an der Erzherzog Franz Fer- dinand, der Minister des Aeußern, der Finanzminister, der Ministerpräsident, der LanLesverteidigungsminister und -tehumlegc rne, reguläre Form 2 Stück 95 M- »ben-Mütze» gestrickte rnmpflappen 40 bis 95 W englische Staatssekretär Sir Edlvard Grey hat int englischer: llnterlfaus nicht gerade einen unbedinLten Opttmis- mus zum Ausdruck aebracht. Er ^entizeichnete vielmehr die wechselnde Lage, die Befürchtungen und bcqin wieder Hoffnungen hervor kehre. In Paris empfing Herr Poincarö einen serbischen Delogierten, der, nach seinen Mitteilungen an die Presse, voller Hoffnungen für die Haltimg der Triple- Alliance ist. Serbien will, so erklärte er, bei seiner Forderung eines Hafens beharren. Bon der russisck)en Politik erfahrt man, daß sie sich nicht nur täglich, sondern an jedem Tag zweimal ändert. Natürlich haben die letzten Wiener Ereignisse in Petersburg einigen Eindruck gemacht Gestern ist in Wien wieder ein Ministerrat abgehalten worden, über dessen Ergebnis aber wieder Stillschweigen beobachtet wird. Daß über den Fall Prohaska immer noch keine amtliche AufNärung erscheint, wird immer verwunderlicher. Wie soll man da 'glaubet:, daß zwischen Oesterreich und Serbien eine Entspannung eingetteten fei, wie jetzt wird? N'schettcn adl Paar. 48 $fg Uer-Wln 1.75 Mk. Ernste Stimvruug in Petersburg. Das ,berliner Taacblat^ meldet aus Petersburg: Im Ministerium 6es Aeußern wird die Lage als ernst, aber nicht hoffnungslos betrachtet. Rußland sei friedliebend, fürchte fedoch keinen Krieg. Seine Friedensliebe habe bestimmte Grenzen. Ein hochstehender russischer Diplc- rnat erklärte, die letzten Wiener Vorgänge wurden hier als ein demonstrativer Druck aufgefaßt, den Oesterreich auf Rußland ausüben will. Die L>afenfrage könne unter keinen Umständen als Grund für einen europäischen Krieg gelten. Es s ei ein äußerst schwacher Vorwand, durch den Oesterreichs höchste Stellen den Plan maskieren. Der Berliner „Lokalanzeiger" meldet dagegen aus Petersburg: Bon diplomatischer Seite wird bestätigt, daß indem österreichisch-serbischen Konflikt eine sichtbare Entspannung eingetreten sei. Rußland warnte Serbien neuerdings wieder, sich in gewagte Abenteuer einzulassen, da es aufRußlands.Hilfe absolut nicht bauen könne. Der "Zar wie die Regierung seien friedliebend gesinnt. Line Rede Sir Greys im englischen Unterhaus. London, 11. Dez. Im Unterhaus gab Sir Grey in einer kurzen Erklärung einen Ueberblicküber die Lage und teilte mit, daß die Großmächte zustimmten, daß die Botschafter in London zum Meinungsaustausch zusammentreten sollten. Die Besprechungen würden beginnen, sobald die Botschafter von den Regierungen Instruktionen erhielten. Sie werden keine Konferenz bilden und im Zusammenhang hiermit möchte ich daran erinnern, daß die erste Anregung zu einer förmlichen KonferenzvonPoincare kam. Daher wird voraussichtlich Paris der erste in Betracht kommende Ort sein, falls eine förmliche Konferenz opportun oder notwendig befunden werden sollte. Ich glaube nicht, daß ich im gegenwärtigen Augenblick längere Ausführungen über die europäische Lage machen kann. Die Hoffnungen und Befürchtungen wechselten von Tag zu Tag und können fernerhin für einige Zeit miteinander abwechseln. Es ist schwer, etwas zu sagen, ohne unangebrachten Pessimismus zu erregen oder Hoffnungen zu erwecken, die in der Folgezeit getäuscht werden könnten. Der Fall Prohaska. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Wien: Konsul Edl wird von Prizrend am Freitag oder Sonnabend in Wien erwartet. Der Bericht über den Fall Prohaska wird einige Tage sväter veröffentlicht werden. Im Auswärtigen Amte bewahrt man über die ganze Angelegenheit Nl^ch das strengste Stillschweigen. Der russische Besuch in Bukarest. Bukarest, 11. Dez. Heute vormittag fand im kgl. Palais die Überreichung des r u s si s ch e n Marschallstabes an den König durch den Großfürsten Nikolaus Michails witsch statt. Der Zeremonie wohnten die Königin und die Prinzen Ferdinand und Carol bei. Nach dem Tedeum in der Metropolitankirche aus Anlaß des Jahrestages der Einnahme von Plewna nahmen der König und der Großfürst den Vorbeimarsch der Truppen entgegen. Bei der Überreichung des Feldmarschallstabes händigte Großfürst Nikolaus Michailowitsch dem König ein Handschreiben des Kaisers von Rußland ein. Der König hielt folgende Ansprache: Ich bin tief gerührt von der gnädigen Aufmerksamkeit des Kaisers, der Eure Kaiserliche Hoheit zu beauftragen geruht, mir den Feldmarschallstab seiner tapferen Armee anläßlich des 35- jährigen Gedenktages des Falles von Plewna zu überreichen. Der Wert dieser hohen Auszeichnung wird noch erhöht durch die Anwesenheit Eurer Kaiserlichen Hoheit und zahlreicher Delegationen von Offizieren, deren Namen in mir Erinnerungen des Kampfes von 1877 wachgerufen, in welchem ihr viegeliebter Vater einen so glänzenden Anteil nahm. Obgleich seitdem viele Jahre verflossen sind, habe ich nicht die Hurrarufe vergessen, mit denen mich die russische,t und rumänischen Truppen bei meinem Zusammentreffen mit O s m a n Pascha in der Nähe der Brücke von Vid begrüßten. Nachdem ich diese glorreiche Vergangenheit angerufen habe, die unsere Waffenbrüderschast besiegelte, ist cs eine große Befriedigung für mein Herz, meinen Gefühlen herzlicher Liebe für Ihren erhabenen Herrscher Ausdruck geben zu können, welche Eure Hoheit den Ausdruck meiner tiefsten Dankbarkeit für meine Ernennung zum Fcldmarschall seiner Armee übermitteln und ihm versichern mögen, wie stolz ich bin auf diese Auszeichnung, an der meine Armee ihren reichen Anteil hat. Am Nachmittag gab der Gesandte Schebeko einen Tee, an dem der Großfürst mit Gefolge, Prinz Carol, Prinzessin Elisabeth, der Tlchonfolger, die Minister, das diplomatische Korps, die Spitzen der Militärbehörden und eine große Anzahl von Personen der hohen Gesellschaft teilnahmen. Gräueltaten bulgarischer Kommrtatschis. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Konstantinopel: Nach zuverlässigen Nachrichten aus Dedeagatsch wurden dort am Freitag bis Sonnabend von Kommitatschis 100 Mohammedaner masakriert. Die schlechte Lage der Montenegriner. Der „Berliner Lotalanzeiger" meldet aus Mailand: Nach Berichten aus Dirbasar gestaltet sich die Lage der Montenegriner vor Skutari täglich schwieriger wegen der zunehmenden Begeisterung der albanischen Stämme für die albanische Unabhängigkeit. 2!us Hessen. Die Handelskammer Gietzen, Alsfeld und Lauterbach und das ReichSpetrolenmmonopol. Die Handelskammer Gießen, Alsfeld und Lauterbach hat folgende Erklärung gefaßt: Die Handelskammer erkennt ein Eingreifen des Staates zum Schutze der durch die Standard Oil Company schwer bedrohten Interessen auf dem deutschen Petroleummarkte als eine Notwendigkeit an. Sie kann jedoch den von der Reichsregierung zur Erreickmng dieses Zieles v o r - geschlagenen Weg nicht als den richtigen ansehen. Denn der vorliegende Gesetzentwurf bietet einmal nicht die wünschenswerte Sicherheit für eine ausreichende und dauernde Versorgung des heimischen Marktes mit Leuchtöl, er gibt ferner keine Gewähr für das unbedingtnotwendigeFe st halten an dem normierten Einheitspreis von 20 Pfg. per Liter. Es muß deshalb allen Ernstes bezweifelt werden, ob in Zukunft eine Besserung der Verhältnisse gegenüber dem seitherigen Zustande eintreten wird. Außerdem enthält der Gesetzentwurf noch eine ganze Reihe von Bestimmungen, welche in der vorliegenden Fassung von den beteiligten Kreisen als unannehmbar bezeichnet werden und batyer der Abänderung bedürfen. Angesichts aller dieser Bedenken und Zweifel sollte nicht allein im Interesse des Handels und des Konsums, sondern auch im Interesse des Reichs selbst ernstlich die Frage ertoogen werden, ob das erreichen sein würde. 't eine besondere Sitzung ab. berg eröffnet für den Verkehr auf der sogenannten Bäder- und äußerm Politik". schwer verletzte Heizer Friedrich Klein aus Kaisers- Xcile auS parfümiertem Stärkesyrup bestand, als „edjtefl verkauft. Das Schöffengericht erkannte W Die neue Besoldungsreform und die Lehrer. Wir werden um Aufnahme folgender Notiz gebeten: Winter ist somit gewählt, die Gegenpartei nrift jedoch wiederum Protest einlegen. w. WormS, 11. Dez. Ter bei dem Eisenbahnunglück lautern ist seinen schweren Verletzungen im Wormscr Krankenhaus erlegen. Hessen-Nassau. Oberhess. GeschiclitSoerein: Vortrag von Dr. Buscb , au§ Marburg: Bismarck und Kurheften, der Ursprung des AnnexionS- Blenenhonig gedankens. Abends 8‘/, Uhr im Cafö Ebel. 200 Mk. Geldstrafe. "Tas-skal-nd-r kür Tonn-rstaa. IS. D-z. Stadt- d-n-n neuen Ort N-i>B-rich. theater: Lustiger Abend von Marccll Salzer. Anfang 8 Uhr. X. Hanau, 11. Dez. Die Händlerin Sophie Stet» Frauenbund der K o l o n i a l - G e s e l l s ch a , l: Dortraö von hier hatte auf dem Wochenmarkte ein au8 einer Fabrik oi°kU ^U befont Wochen 0 eellg . AoSUsti] ^iech g m, Im Lafb ^svrcis: vorgesteckte Ziel nicht besser durch vertragliche Ab- DemonürationSabend von Alfons Simon. Abends machungen mit den Hauptpetroleumsgesellschaften, in 8 Uhr m Sterns Garten. welchen die bestehenden Mißstände beseitigt wenden, M 1 7 Uhr tu der alten Klinik. 2lus Stadt und Land. Gieße n, 12. Dezember 1912. sein, wie er jetzt über Frankfurt ist. Vielleicht wird man sich Etwas über Jugcndschriften. auch eines Tages entschließen, direkte Wagen Meßen ober BuchhEu^ L.« SÄÄMÄ?» EäS® W^ihnatchsgeschenke für unsere Knaben und Mädchen in Ausgestaltung nicht Nsahren durste. Betracht kommen. Viel gibts da zu sehen; fast allzuviel! ® 7 6/S 6 m ""X °bC Kecke Reiseschilderungen und zarte Märchen, Kriegsschilde- ^en Dorfschule m der Elenientarklasse zu. Der Lehrer rungen und Pensionsgeschichten, Tierbilder und Buschiaden, i^rieb einem Schuler, der feine Sache gut gemacht hatte, Ernstes und Heiteres in allen Gattungen. O, wie schön aus die leere Tafel seinen Namen, um ihm eine Freude zu buntfarbig die Titelbilder leuchten. Vor diesen Schau- machen. Als der Lehrer wieder an dem Platze vorbei kam, Fragen der inneren (jlirg na (6 Wiesbaden sichern und auch in umgekehrter ________________ Richtung das Möglichste tun, um eine kürzere Verbindung, als sie jetzt besteht, zwischen Wiesbaden und Oberhessen zu schaffen. Die Strecke wird kürzer und der Fahrpreis billiger H?,'? in unseren Revieren Hirsche vor. Dem hiesigen Förster ge- austreten. Warum denn? Läßt man das Kind nicht auch ‘QnS c? kürzlich, zwei Hirsche zu schießen, wovon der eine em mit seinesgleichen spielen,. mit seinesgleichen plaudern? Sechzehnenoer. Dem Hörster wurde eine Schußprämie von Auch der erwachsenen „Helden", wenn sie nicht Abenteuer 25 begehen, wird ein Kind bald herzlich satt. Lassen wir x Sellnrod, 11. Dez. Einem sechsjährigen hiesigen doch auch in der Literatur hin und Meder das Kind dem Knaben fuhr auf der Dorsstraße ein anderer mit feinem Kinde! — Dann wird von der einen Seite behauptet, die Schlitten so stark wider die Beine, daß er ein Bein brach, Jugend müsse im Buche nicht nur Vergnügen, sondern — Einem Holzmacher schlug ein Zweig mit solcher Wucht auch Belehrung, ftnden während von der anderen Seite in das Auge, baß es schwer verletzt wurde; er muhte gefordert wird, jebe (nicht einmal moralisierende) Belehrung bie m;nif * (s;e^en auffuchen v sei dort zu vermeiden, wo sie nicht unbedingt umgangen D,C MUmr *u ^,c^en : werden kann. So wurde es möglich, daß ein bekannter Kreis Friedberg. Jugendschriftsteller von einem Blatt getadelt wurde, er L- Friedberg, 11. Dez. Heute hat man hier mit beut habe viel zu wenig auf das Kindergemüt erziehlich ein- Aufstellen der Masten für die elektrische Leitung b«- gewirkt, während er von einem anderen Rezensenten den gönnen. .. _ . . Tadel einstecken mußte, er habe in seinem Gliche zu sehr ns5.!9‘i7% M“«»' ^°usgcsteckt. Wer ist im Recht? - Dann dürstk?ngl-ich di- Einweihung d-s ne!erbau"°> mochten viele unserer Pädagogen neuerdings alle Bucher Stadtarchivs, Stadtmuseums und der städtischen Bibliothek vei- ausmerzen, die m dem Genre von „Max und Moritz" ge- bunden werden. halten sind, wahrscheinlich um die klassische Langeweile h. Ober-Erlenbach, 11. Dez. Eine verwegene Eir- der Jugendliteratur noch zru vermehren. — Von anderer brecherbande macht hier seit zehn Tagen das Dors unsicher. Zu- Seite wird wieder versucht, Märchen und Wahrheit in den nächst brachen die Diebe bei einem Bäckermeister ein und et» .Kindergeschichten haarscharf zu trennen, um nur ja dem beuteten eine größere Geldsumme Gestern versuchten sie beim kindlichen Geiste, der sich doch entwickeln soll, die Mühe $ofti^cnt?T Seibald t m N i e d er- E s ch b ach einzubrecher., ru nehmen über bie Grcmre hnn n„b OMAfamX wurden aber müten m der Arbeit gestört. In der oergangenen Dichbuna Nacht drangen sie ins Gasthaus von Nuppel ein und ftatfai jelbst zu entscheiden. Auf keinem Gebiete der Literatur sind größere Mengen Eßvorräte. Alle Nachforschungen Verliesen bS so entgegengesetzte Ansichten zu finden als auf dem der jetzt ergebnislos. Jugendliteratur. Der gesunde Menschenverstand des Käu- ^tnr^uhnrn „nh wh-inh-Np- fers und der des Buchhändlers wird noch am besten be- rrci?^u 1? un~ Rhemheffen. stimmen können, welches Buch für dies und jenes Kind ,. u ®m r etm' 11; ?c3'- 11 e 6 c n t enm al toart-e geeiqnct ist. Ein Bnch soll nicht nur aut, eg soll auch blc Dürg-rmclst-rwahl untcr zahlr-uher Sc interessant sein. Ein Buch dars aber auch nicht nur oder tnt,9un9 ü^9e"°™mC7T' Zentrums?andidat Sinter in jedem Falle „spannen", es muß auch andere Werte vereinigte 823 Stimmen auf sich wahrend der von her geben. Versuche, Werke unserer Klassiker der Jugend mund- Sfäiatbemofratic unterstützte Kandidat, der Fortschrittoi recht M mazi)cn, bleiben immer eine gewagte Spekulation ^ru^fr/ Stimmen erreichte Eine Stimme wer Dies möchten sich besonders jene Jugendwart-n und ungültig. Winter ist somit gewählt, die Gegenpartn ,^Zugendschriftenausschüsse" gesagt sein lassen, die allem tol^ leöix9 wiederum Protest einlegen. Bunten, Frischen, naiv Fröhlichen unserer Jugendliteratur feindlich gegenüberstehen und es nicht einfehen können, daß nun einmal die gesunde, sinnesfrohe Jugend auch gern mal nach einer bunten Mischung greift. Nur das tatsächliche „Gift" (das noch lange nicht in jeder Leder- 'strumpferZahlung verborgen liegt) sowie die Langeweile ^15 Wir werden um Ausnahme folgender Notiz gebeten: •• Eine nicht wie derkehrende Datumsangabe Die langerselMe Besoldungsrefvrm, die auf Mre hiimus auf ^oftfen bunqen gibt eS heute. nämliBdcr 12,12 v> die Gehalts, und P«tsionsverhältni se der höfischen Be- .. 3n Audienz empfangen wurden am Mittwoü amteii und Lehrer festlegen ,oll, ist nun endlich an die trom Gitoßherz-og n- Kirchenrechner Wächters. Zweite Zimmer von der Regierung abg^eben wordem Häuser von Ober-Eschback', Pfarrer Heuser von Nieder Manche ^anitenklasse, die fet^on lange . Gemünden, Rechnuivgsrat Don ges von Friedberg und QV?, ihrer Borbtldung und ihrer -Deutung nach günstiger en- ^bindevvrsteher Spier von Bruchenbrücken. rangiert, den Wunsch der Lehrer auf Gleichstelluna "Ordensverleihung. TXw König von Preußet mit ben mittleren #inanzbeamten, bet i hat den Roten Adler-Orden 4. Klasse dem Hauptmann a D von der Zweiten Kammer im Mai d J- als berechtigt Naumann zu Loschwitz bei Dresden, bisher im Jnf.-Rea: anerkannt wurde, liey mau unberücksichtigt, ^a, die Der- %arI (4 H^ss.) Nr. 118, verliel)en. * haltnisse werden durch die neue Vorlage jogar noch ver- Gerichtspersonalien. Der Großberro. schlechtcwt, da z. B der seitl>erige Unterschied zwijcheii. dcu Amtsrichter bei dem Anrtsgericht Ortenberg Amt-' pensionsfahigen Endgehalten der Lehrer und der gleich- qcrid)t5rat Dr. Karl Pusch zum Oberamtsrichter bä dieseiV zurechneuden mittleren Beamten ganz bedeutend vergrößert Gericht ernannt wird Um zu der Vorlage Stellung zu ivehrneu uiid die *♦ Direkte Qr, rrp nötigen Schritte zu beraten, ^ilt der Vorstand d^ Landes- Kastel-Gieß en. Die^kürzlick erfolgte Jnbetriebnahmc Lehrervereins am Sonntag, ben Io. Dezember, zu Darm- be5 Seiten Geleises auf der Strecke Friedrichsdorf-Fried. fenstern mag manches Kinderauge leuchten und manches sprang der Kleine auf und sagte zum Lehrer: ,$)u host'k Kinderherz seine Wünsche schmieden. Ein Buch lockt mehr öcoff aeschrewwe, Du mußt's aach auSroefdie*. als das andere. Bald ist's der Titel, bald das Bild, das heimliche Begeisterung weckt. Nur wissen die Kinder selten, _ „ rr ^uinervach. daß der Weg vom Wunsche bis zum Besitze oft noch weiter O Wallenrod, 11. Tez. Einige Manner gruben ist als der vom Titel und Titelbild Mm Inhalt. Ein nach Quellen zu einer Wasserleitung und bald riefelte schöner Titel und ein reizvolles Titelbild besagen wenig in das Wasser im Graben. Leiber konnte man sich mit bem bezug auf den Reiz und auf den Wert des Buches, der Besitzer der Quellen wegen beS Kaufpreises nicht einigen, erfahren läßt, ob auch die Wahl recht war. In den letzten Man suchte andere Quellen und fand abermals Wasser genug Jahren ist übermäßig viel über den Wert und Unwert eines Sämtliche praktisch- Arbeiten werden von Odecmroohnm guten Buches für das Kind orakelt worden. Und so Herz- auS(lctof)rt. Die Leitung soll ganz billig h-rq-st°llt werden, sich man der Bestrebung, der Jugend nur das Beste bieten r;Ä ; zu wollen, erfreut sein kann, so kann man doch oft nicht Die Wasserleitung ist soweit gediehen, daß man sie tm nächsten umhin, über manche breitgetretene pädagogische Phrase, tfcu9Iat)rc emweihen kann. die mit möglichster Gespreiztheit vorgetragen wird, den Kreis «chotten.- Kopf zu schütteln. Nirgends herrscht eine größere Mei- x Altenhain, 11. Dez. Ein hier nicht alltägliches nungsverschiedeuheit als darin, welche Darbietungen unserer Wild wurde in unseren Waldungen gesehen: ein stattlichei Jugendliteratiir für die Jugend geeignet seien. Geradezu lächerlich ist die Behauptung 1 ' sonders vieler Jugenoschriftenwarten, für Kinder seien nur Bücher geeignet, in denen erwachsene Personen handelnd ff. vtavU ' fr wÄk Sw« | SfldiS ml M bimmel des | ^-bringe babm I «trtd bat solche > H L. gMhcffat L Äe beste r^rhgm^ tri einer jqdafitn wird, h dünnen bilden |i MasßemA^ iitiintelt tu die L pa teil aus M Die Asch« ?irbelbewegMg lai ^ff.GifkiseL Mrist Englands fitai Miststand Ifti WiWte giftig sind, sittel, aber bei der i ihnen mthalten siften. Was sind oi? bntmen sie dor 'urm des Nitrats, z i sitle behandelt wer! MMtnen wird. A priveilen tnpische E Ta Mgehalt der ein Achthundertstel, daß zwischen diesem dang besteht. ff. Die Sch Meicht Steine Pyt di Gemütsruhe y toar ein Pariser ä einem Sacke in zchlichfeit brachte c Ter ehrliche Finde selbstmrständlich chi Der Sack fand ser Mrme ließ die R< M schreibt den Schreck t dn Sack ftch ju rt WMiche, eine Äbä bat Sack t iW dn Kovi M Tür hncmsst -lapserm das Wer säbrlichen Schlang ausliefern? Aber lang ohne Nahrun dacAen an die Fei {te Schlange am f a: Mersehen iwrdm ff1 „schleuderte" bi noch bie T- als der fernem Kanin Vermischter nach Zerret hat solche von m In den Räumen der alten Klinik Der Vorstand. 8002 Die Ausstellungsleitung. D*'n L ITRAIERHÜTE ^MlAJjalomonÄCie, Unter Forderung der Stadtverwaltung u. des Kunst-Vereins 5. Turnus. beschäftigt und können ein gutes Gewin n r esu l t a t er» nxirten. Dieses wird noch durch die Effektivgewinne aus dem Verkauf unserer Bcyenburger Aktien erhöht. Dagegen lösten wir alle aus den Fabrikations- und Jnstollationsbe trieben der H a s s i a herrührenden Verbindlichkeiten und wan^ beiten die Hassia in eine Betriebsgcscllschaft um, die nur mit der Verwaltung und Nutzbarmachung unserer Beleuchtungswerke sich zu beschäftgien hat. Dadurch sind B e r I u ft e entstanden, welche einen Teil der Gewinne absorbieren. Außerdem sind wir bemüht, für die Bilanzwerte her unter der Verwaltung der Hassia stehenden Werke sichere Unterlagen zu schaffen. Wir werden bei Marie Reitz Wwe. Bleichstrasse 8, pt. Damenhtite, Straussfedern, Pleureusen, Flügel u. Phan- taslesachen, Hut- und Ball- Blumen. 3 s'ch in einer oberfaule 'klasse zu. Der SeteE 5)c gut gemacht fast | ni ihm eine Freude s I dem Platze vorbei fc-.| |um Lehrer: ,Du facr:‘:| luLwejche'. ach. Einige Männer grukl tung und bald riefc-l onnte man sich mit iauspreiseS nicht einignl > abermals Wasser gamL en oon OrtSeinroohneÄ billig hergeilellt roetbtrf bah man sie im nächste Neuheiten vom billigsten bis hochfeinsten Genre. 7954 Weihnachts-Verkauf zu niedersten Vorzugspreisen en.> im hier nicht alltögliS l n gesehen: cm slattlitft jetzt nicht gelungen, kl als Wildschweine fomr.nl Dem hiesigen Förster q eßen, wovon der eine« ie eine Schuhprämie M Khriflbäume find cingctroffen. [010078 Adolf Bett, Plockfrr. L Handel. Ans der Federstahlindustrie. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen <ür Freitag, den 18. Dez. 1812: Wechselnd deivölkt, meist trocken, kühler. CterblichkeitSzisser: 18,0 °/w, Abzug von 21 Ortsfremden: 10,0 SU nder Letzte 21ncbrid>fett» Aus her Hessischen Zweiten Kammer. bs. Darmstadt, 12. Dez. Präsident Köhler die Sitzung mit einem Naclnnf für den Prinzvegenten Luitpold, den das Haus stehend anhört. Ferner teilt der Präsides mit, daß Mg. Grünewald auS dem 3. Aussckmß ausgeschieden sei. Die Regierungsvorlage über den Bau der Bahn Rüdes- heim — Sarmsheim wird nach einiger Besprechung einstim- inig angenommen. Von fortschrittlicher Seite wurde dabei die Revision des hessisch-preußischen Eisenbahnve«- träges verlangt. Auch die Vorlage über die Abänderung des £>oitbeHHeiin- mergesetzes wird einstimmig genehmigt. Profcffor Pfarr f. rm. Darmstadt, 12. DeA. Heute nacht ist HochstyvL- Professor Geh. Bmrrat A. Pfarr im 61. Lebens^cchr Kost orb en. A u m.: Tic in Klammern geletzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts «ach Gießen gebrachte Kranke kommen. Akademischer Wartburgbund Freitag, dea 13.68. M., abends %9 Uhr in „Steins Garten" Vortrag des Herrn Pfarrer Schilbach, Berlin, Generalsekretär des evangel. Bundes, über: „PntkßMWe ffitltoniäaming, deutsche Kultur nah modernes studcutcutum". Jedermann, besonders die Herren Studenten, herzlich willkommen. Eintritt 80 Psg., MitgUeder frei. SHDamapnr ÄÄ"; sicheres Mittel «reg. Kopf* Mchuppen und Haaru» fall, ä M. 1.— i. d.Central* Drogerie Emil Kara. [D*/,.! ntter ganz erstaunliche Größen. Professor . 500 Metern Durchmesser beobachtet. Was ihre Entstehrrng und die Beständigkeit ihrer Form anoeht, so ist große ASHnlichkeil mit den bekannteren Arten der Rauchringe vorhanden. Sie befteben natürlich nicht aus Rauch, da im Vulkan ^ric^tsfaaL Darmstadt, 11. De, Der Sitte«skandal in Offen- Vach-Bürgel, der heute vor der hiesweu Strafkammer gegen S Angeklagte wegen Deraehens gegen § 176 III Rstr. G. B. unter LuSschluß der Oefsentlichkett verhandelt wurde, endete mit der Verurteilung sämtlicher 9 /Personen zu Gefängnisstrafen vr-n 6 Monaten bis zu 2 Jahren 3 Monaten. Die niedrigste Strafe er- htelt der 19iährige Arbeiter Margraf, ine höchste Strafe der älteste Angeklagte, der 71jährige Händler Heinrich Hartwig, dem auch die bürgerlichen Ehrenrechte auß 5 Jahre ab gesprochen wurden. Die Angeklagten hatten sich die sittlichen Verjehlungen in der Badeanstalt an 12- und 13 jährigen Mädchen in Gegenwan des Schuldieners Martin Blank zu schulden kommen lassen, der ftd) an den Vergehen beteiligte und dafür mit 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis bestraft wurde. ja nichts verbrennt, sondern aus staubfreier Asche, die einer „ex- plosionsartigen Entspannung" ihre Entstehung verdankt. Wenn aus einer rauchgefüllten Höhlung an einer Stelle der Inhalt abgelassen wird, so bann sich ein Rauchring bilden. Bei den Vulkanen bilden sich in der flüssigen Lavamenge Gasblasen, die unter großem Drucke stehen. Sobald sic Gelegenheit haben, ihren GaSitihalt in die Luft »u entladen, bildet sich ein Rauchring, der »um Teil aus Gas, zum Teil aus staubfreiem Asck^mmaterial besteht. Die Asche wirbelt in dem Gas herum, und da diese Wirbelbewegung lange anhätt, hält sich auch der Ring ost längere Zeit. kf. GistigeHüte. Die .Lancet", die führende medizinische Zeitschrist Englands, weist fast in jeder Nummer auf einen öffentlichen Mißstand hin. Jüngst ist sie darauf gekommen, daß — Filzhüte giftig sind. Natürlich dienen "Filzhüte nicht als Nahrungsmittel, aber bei der Berührung mit dem Kopfe und der Art der in ihnen enthaltenen Gifte können sie vielleickst doch schädlich wirken. Was sind es für Gifte, die die Filzhüte enthalten, und wie lammen sie dorthin? Es harrdelt sich um das Quecksilber in sform des Nitrats, zuweilen auch um Arsen, mit dem die Kaninchenfelle behandelt werden, aus denen der Hanptrohstosf für Hutsil- gewonnen wird. Arbeiter, die mit diesem Hntsilz arbeiten, (oller zuweilen tppische Erscheinungm der Quecksilbervergiftung zeigen Der Giftgehalt der Filzhüte beträgt nach der „Lancet" ungefäfy ein Achthundertstel. Die Zeitschrift ftigt für Aengstliche Hinz, daß zwischen diesem Gift und der KaUköpfigkeit kein Zusammen Hang besteht. ' tf. Die Schlangeit im Wartesaal. ,Haben vielleicht ‘meine Pythonschlangen gesehen?" Es gehört schon mehr als Gemütsruhe zu einer solchen Frage. Der, der sie stellte, war ein Pariser Schaubudenbesitzer. Er hatte seine Schlangen in einem Sacke in der Untergrundbahn „vergessen". Diese Vergeßlichkeit brachte einen ganzen Pariser Stadtteil in Aufregung. Der ehrliche Finder trug den Sack zum nächsten Polizeibureau, selbstmrstündlich -olme eint Ahnung von feinem Inhalte zu haben. Der Sack sand seinen Platz in der Nähe des OfenS, und die Wärme ließ die Reptilien zu neuem Leben erwachen Wer beschreibt den Schreck her tapferen Hüter des Gesetzes, als auf einmal der Sack sich zu regen anfängt! Angstvoll stieren sie auf das Nnfaßliche, bis einer schließlich sich ein Herz faßt und mit seinem Säbel den Sack vorsichttg aufschneidet. O Grauen? Heraus schießt der Kops eines Reptils? Die Beine auf den Buckel nehmen, zur Tür herausschießen unb diese fest verriegeln, ist bei den Tapferen das Werk eines AugenbliW. Wenigstens waren die ge- fährlichen Schlangen gefangen. Sollte man sie dem Hungertode ausliefern? Mer einer erinnerte sich, daß eine Schlange wochenlang ohne Nahrung leben könne Guter Rat war teuer! Manche dachten an die Feuerwehr. Da kam einer auf den Gedanken, daß die Schlange am friedfertigsten ist, wenn sie gestessen hat. Flugs holte man ein paar Äanindtcn und öffnete vorsichtig die Tür. Der Herzhafteste aus der Schar der Poli^eigewaltigen war dazu auderleben worden. Er tat es unter Aufbietung all seines Mutes und „schleuderte" die unseligen Karnickel hinein. Mer eines fand, bevor noch die Tür geschlossen werdeir konnte, den Rückweg. Gerade als der herzhafte Polizist zum zweiteir Male den Un- geheuern ein Kaninchen zur Berspeisung „vorsetzen" wollte, kam SSjfc I ,On?rtiehK H". 1 uns tv 1 ÄNfc,. U nvi bauhtm. I ^ Mischen Mjjf Nb, S ^stungsL U^> die dainu y -bändigt sind, 5 ber Aderbahn N, Vvn ©iefeens. ^schluß übet tu in umgeittx “ kürzere Vechmdtz Jen und Oberhessel .^Echt wird man 'te Dagen Meßen t müzusuhven, hxifart den her über homdi n bestehenden Men - zunächst eine Wei« öS gibibflt/ Stiwwe. S* iw A e-f « in jeder beliebigen Schriftart u. Karton- ViSllRffFlCll Sorte, sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen liefert zu mässigen Preisen die Brühl'sehe üntversüäis • Druckerei, Schulstr. 7. Kinder husten nicht mehr, nach Karn'S echtem Fenchelhonig. Flasche 50 Pfennig nur Central Drogerie Emil Karn. Schulstraße. (TÄ1j Tel. 561 et»“*« S-Uu" *' 'taM d<- IW*"' Kassel, 11. Dez. In der Aufsichtsratssitzung der Aktien- gefelÜdjaft der Federstahlindustrie wurde zu den jüngsten Erörterungen in der Presse über die Lage der Gesellschaft Stellung genommen. Es wurde beschlossen, folgende Kund- achung zu veröffentlichen: Wir waren während des ganzen Jahves in allen Betrieben re UN" , 6'. . Soph^ i - Ausstellung deutscher Maler aus Worpswede und Niedersacta Aossteller: Heinr. Vogeler-Worpswede. Otto Modersohn-Worpswede, Fritz Overbeck-Worpswede, Rich. Hartmann-Worpswede, Professor Brehling-Fischerhude, W. Bertelsmann-Worps- wede. 8. Wencke-Worpswede, Wilh. Bartsch, Worpswede, F.Holsoe-KopenhaRen, C.Weinert Godeshom, A. Lyongrün-Wilsede, E. Meyer- Worpswede, Udo Peters-Worpswede, Joh.Holst, Finkenwärder. G. Bor^inann-Lübeck. Professor Müller-Kaempff-Ahrensh oop, Karl Knunmacher Worpswede, BL Köster-Worpswede. a) WorpswederKunstgewerbeausstellung b) 18 Kollektionen, ca. 240 Original-Oel- gemälde. Die Gemälde sind Eigentum der Künstler, teilweise jedoch schon im Privatbesitz. c) Meisterradierungen der Galerie Com- meter DoonphP70ib Donnerstag, 12. Dezember, DüoJLlidZulii (anch Sonntag:«) bis 22. De». von 10 bis 7 Uhr. Dauerkarte (nicht übertragbar) 1— Mk. Mitglieder des Kunstvereins 75 Pfff. Stu dierende 50 Pfff. Vereine und Schulen haben Ermäßiffunff nach Uebereinkunft ff. Rat»«bringe aus Vulkanen. Die Rauchringe, die her Raucher kunstvoll mit dem Munde formt, kennt ein jeder: weniger.häufig sieht man Ringe mis Rauch, die aus Lokomotio- fdwmtftenicn entweichen, und vulkanische Rauchringe zu beobachten hoben wohl die wenigsten Gelegenheit gehabt Professor Perret oeröffentluht nun im „American Journal of Science" eine Reihe wohlgelungencr p^)tographischer Aufttohmen solcher Rauchringc auS Vulkanen. Er hat solche Ringe, wie er berichtet, am Vesuv und am Stromboli häufig beobachtet, jedoch ist es ihm vor dem Jahre 1910 nie gelungen, sie auf die pkwtographische Platte zu bannen, wert die Ringe meistens zart sind und sich auf dem Bilde vom Himmel deswegen gewöhnlich nicht gut abheben. Diese Rauchringe haben mitunter ganz erstaunliche Größen. Professor Neue Kampfe in Marokko. Paris, 12. Detz. Aus Mazagan wird unternt 10. Dezember gemeldet: Die Truppeit des Kaid el Glaui belagert die Stadt Tarudant. Der Kaid Larbi Derdrui sammelt «Streit’ kräfte, um Glaui zu bekämpfen. Pest in Asten. Wehrewe-Udinsk (Transbaikalanien), 12. Ddz. Hier wurden durch bakteriologische Untersuchung drei Todesfälle a n P e st festgestellt. Greueltaten in Saloniki. Athen, 12. Dez. Nach einer Reutermeldung aus Saloniki wird betätigt, daß bulgarische Banden in der Umgegend große Metzeleien verübt und Plünderungen vorgenommen haben. '• ai|8 Tiv Giessener Konzert-Verein Erster Kammermusik-Abend Sonntag, den 15. Dezember 1912, 5V« Uhr abends, in der neuen Aula Ausfährende: Frl. Else Pfaff, (Alt) aus Köln Herr ADOLF REBNER (Violine und Bratsche) Herr JOHANNES HEGAR (Violoncell) Herr Prof: G. TRAÜTMANN (Klavier) Programm: Th. Dubois, Trio in E. L. van Beethoven. Trio in Es (op. 70 Nr. 2). R. Schumann. Märchenbilder f. Bratsche m. Pfte. Gesänge von J. Brahma und Hugo Wolf. Eintrittskarten : L Platz Mk. 3.—, die weiteren Mk. 2 —, Stehplatz Mk. 1Ä), ■ Studentenkarten Mk. L—. Kleine Partitur-Ausgaben sind in der Musikalien Handlung von ERNST CHALUER (Rudolphs Nacht), TeL 071, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. v»/,, Snndpr-Ahnnnpmpnt kür die 3 Kammermusik-Abende oonuer wponnemeni Ä Platz (nach Wahl) . . . Mk. 6.-. — Oeffnnng den Saales nachm. 41/, Uhr = = nem sechsjährigen W\ ein anderer mit fanij daß er ein Sein btej .Iweig mit solcher M ersetzt wmde; er me: der Schaubudenbesitzer und stellte die eingangs erwähnte naive Frage, ob seine Pythonschlangen grfunben wordm seien. Biel hätte nicht gefehlt, und der Mann wäre einer ftrrchtbaren Lynch- jufth zum Opfer gefallen. Man begnügte sich aber, von ihm Bezahlung des einen Kaninchens zu verlangen. Tann durfte er eintreten und seine Schlangen an sich nehmen. Für ihn eine leichte Ausgabe? * Vom lustigen Onkel Sam. Das Lebensalter des Porzellans. Mrs. Totcme: „Wie lange haben Sie diese hübsche Porzellanschale hier, meine Siebe?" Mrs. Subbubs: „Lassen Sie doch sehen: die höbe ich jetzt gerade 4 Dienstmädchen und ein halbes." — Teilnehmend. Aeltliche Tante: „Mein Liebling, eben habe ich dir in meinem Testament 10 000 Dollar ausgesetzt." Nichte: „Ach, Tantchen, wie soll ich dir dafür danken? . . . Wie fühlst du dick beute?" — Das Wichtigste. Der Neugebackene Millionär gibt seine erste Prunkgrsellschaft, die Tischordnung ist gemacht und alles bereit. Er wendet sich an seinen Haushofmeister und ftagt streng: „Sie haben sich doch hoffentlich auch überzeugt, daß Feine Reporter irgendwie Zutritt erhalten." ,^ch habe mich überzeugt." Kleine Pause. Dann sagt der Hausherr: „Dami sehen Sie zu, das; ein paar herbei- geschafft werden." — Pech. „Herrgott, ich habe kein Geld bei mir, ich habe mein Portenwnnaie richtig unter meinem Kopfkissen liegen lassen." „Na, rm, Ihr Dienstmädckren ist dock ehrlich, wie?" „Aber Mensch, das ists ja gerade: Sie wird es meiner Frau geben." — Der Bankier als Landwirt. Der großstädtische Bankier muß infolge des finanziellen Zusammenbruches eines Gutsbesitzers das Gut einstweilen weiterführen kaffen. Im Frühjahr kommt ein Telegramm des eingesetzten Verwalters: „Lammen beginnt nächsten Monat. Mutterschafe wohl, aber wenn Trockenheit fortbauert, Fehlschlag lieber." Als entschlossener Fmanzmann gibt der Bankier sofort telegraphisch feine Weisungen. ,.Vertagen Sie Lammen bis auf weitere Nachricht." — D i e Katastrophe. Das Unglück ist geschehen: der Zug ist ent- gleist. Aufgeregt stürzt der Beamte einer Nachbarstation zu fernem Kollegen: „Haben Sie schnn gehört, das ist ja entsetzlich." „Ach Gott, es ist ja nicht gar so schlimm, nur 5 Tote und 2 davon Heizer." „Aber Mensckv um Gottes Willen, wissen Sie denn nicht, daß wir im Gepäckwagen .Hungleo" transportierten, den berühmten dressierten Mensck>enaffen für 200 000 Dollars? Der ist wahnsinnig geworden und der Besitzer wird um Schadenersatz ttagen . . ." Kleine Tageschronik. Die elektrische Ueberlandzentrale Achern, der Rheinischen Schuckert--GeseNschäft gehörig, ist infolge Heißlaufens eines Lagers am Mittwoch abend niedergebrannt. Der Schaden ist bedeutend. Die große Leitung von Offenburg bis Rastatt und nach der Pfalz ist auf ein halb äs Jahr stromlos. In Salzburg ist die Mapesche Buchhandlung ausgebrannt. Eine große Zahl Bilder hervorragender Meister sind verbrannt oder beschädigt. In einem Variete in Brüssel verfehlte der Kunst- schütze Robert sein Ziel und tötete seinen Gehilfen. In dem Depot der Standard Oil Company in Brock- lyn fand eine Explosion statt. 40000 Gallonen Petroleum wurden vernichtet. Bisher wurde ein Toter testgestellt. lieber einen Eisenbahnraub in San Franzi s ko >ird gemeldet: Der Zug führte 100 000 Mark Gold mit sich. Auf der Station Bakersfield, wo der Zug seine Geschwindigkeit verminderte, sprangen vier Männer auf und schlugen den Postbeamten nieder. Dann forenaten sie den Gcldschrank mit Dvnamit. Aus der nächstetl Station fprangen die Räuber ab und verschwanden im Walde. In Dover (Newjersy) wurden drei Männer verhaftet. Sie sind beschuldigt, einen erpresserischen Brief an den zukünftigen Präsidenten Wilson gerichtet zu haben, in dem sie unter Todesandrohung 5000 Dollars fordern. Freitag, den 13. Dezember von 3 Ubr ab Schüler-Vorstellung mit dazu befand, zufammengest. Programm. Wochenrevue au In O selig: ein Kind zu sein Augustin als Uhrmacher Frisch gestrichen Im Luftschiff über Paris Eintrittspreis: 2.Platz 20Pf. 1.Platz 30Pf. Von */j5 Ubr ab das vorzügliche Tagesprogramm. BäkofsKammer-Lichfspiele draSelfersWe^ der '^rrtigfteffimp der Bilanz träfe Werte nwfinttr® geeäi nactorufen, um unsere Gesellschaft auch für die Zukunft in jeder möglichen Weise zu konsolidieren. Deshalb früh wir heute noch nicfo in der Lage, eine Schätzung Unserer diesjährige» Duldende vorzunehmen. _________________________________ vücherlisch. — Zweisprachige Tempel-Klassiker Bekanntlich hat der Tempel-Verlag eine Abteilung zweisprachiger Ausgabe» von Werken der Writliteratur eröffnet, in der das zweisprachige Nibelungenlied schon vorliegt. Mit den beiden Bänden Hamlet und Romeo und Julia tritt nun eine zweisprachige englisch- deutsche Sbakesvearr^?lusgabe ans Licht, die zu erhalten schon lange ent Wunsch der über die ganze Welt ausgebreiteten Sdvke- speart^Remeinde war. Die Bünde dieser Abteilung müssen für leben Literaturfreund von der größten AnzielningSkraft sein, denn hier vereint sich mit der gewohnten Qualität der Tempel-Klassiker in künstlerischer wie textlicher Hinsicht die ungemein interessante Neuerung der Zweisprachigl>eil, mittels welcher Shakespeare um serem Volke endgültig einverleibt sein dürfte. — Die Schiller- Ausgabe hat nun mit dem Ergmrzungsband, derBivgraphie von Dr. Fritz Strich ihren notwendigen und gelungenen Abschluß erhalten. Seme Ausgabe, die dichterische und philosophische Entwicklung Schillers mit seinem Leben zu verschinel-en, hat Dr. Strich trefflich gelöst. moiiatl. llcbcrsich« der Todersälle in öer Stadt Stehen. Monat November. Einwohnerzahl: anqenomine'* in 31 800 OnfL 1600 Mann Militär). ES flarben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Wochenfieber 1(1) 1. Lebensjahr: KD — 2.—16. Jahr: Tuberkulose 8 <ß) 4(1) 8(5) — Lungenentzündung 2 1 1(1) anderen Vnngcn- franfhcilen 2 2 — Herzleiden 3(1) 3(1) — — ctblaaflub 5 5 — — Tarinkrankheiten 4(3) 4 (3) —— — Nierenentzündung 1 1 — — Bösartiaen ' enbtlbungen 8(6) 8(6) — —— Lelbümord 2 1 — tödlicher Körperverletzung KD KD — — anderen Krairkheiten 8 (3) 30 8(1) 2(1) Summa: 47 (21) 39 (18) 4(1) 6 -2) iLLLLL Wfagener*Schlötel Goetheßrape ty'it, Mw J H anr(?i Bll u Z zu erheblich herabgesetzten Preisen Engi. Charakter, Marine, schwarz Mk 12.— 17.— 23.- 29.- etc. 1 H lk I u FTil n I OE FEN neu und gebraucht, vertäust stets billigst Cfcn- und Hcrdsetzerci Philipp Hof. («„5 Löbertzbot 8, Neubau. Üf.2g5 eW»1* >ir' X ii06<” Besonders vorteilhaftes Angebot gehoben. Gießen, 6. Dez. 1912. Grotzh. Amtsgericht. KonkllMrfllhrtll. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Zlarl Zimmermann in Lollar wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch auf- ^Donncrstag, 19. Dezbr. 1912, nachmittags 3 llbr, werden in unserem Amtszimmer die den Erben August Nöding in (fliehen zugeschriebenen, nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert und zwar freiwillig zum Zweck der Auseinander- fcüung: Flur 5/121 ----- 121 qm Grab- garlen am unterit. Riegel- psad zwischen den Wegen, Flur 5/12L2 — 239 qm Grabgarten daselbst, Flur 5fl21/> = 514 qm Hof- raite daselbst (zu Am Riegelvsad Nr. 20), Flur 5/122 ----- 324 qm Hof- raite daselbst lAm Riegelvsad Nr. 20). Die Bersteigerungsbeding- ungen können vormittags von 9—12 Ubr auf Gr. Orts- gerichl Gießen eingeseben werden. (B!l/U Gießen, den 16. Novbr. 1912. Grotzh. Ortsgericht Gießen. Gros. BrietakßD-Sammlßr sucht auf seiner Durchreise in Deutschland kür ca.l00,000Mt. seltene Briefmarken u. ganze Sammlungen anzukausen. Vermittler erhalten hohe Provision. 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