Nr. 89 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 16. April 1912 General-Anzeiger für Oberhessen Ter Silehener Anzeiger JMV ä /k wT* Q Bezugspreis: erscheint täglich, mißet /StW ▼ ▼ monatlich75Ps^oiertel- SonntagS. - Beilagen: A kJ A ▲ A, ▲▲ A A jährlich iblk. 2.20, durch viermal wöchentlich Ä 'CIO eß HM ^WW Abhole- u. Zweigstellen Siebener,^amlliendlätter Ä MO W Mi B B M AM VH H B B M ^M ▼ monatlich 65 Ps.: durch Zweimalwöchentl.Areis- H E Wfi W Q Jr SA H^r ■ ■ HR Jr H H B B ffl,Z B B B ■ diePostMk.2.—viertel- blattfürdenAreisSiehen M W B Mf jg wk ■Br B ■ Hr B H B B Mr B H B BK B jährl. ausschl. Bestellq. (Dienstag und Freitag); M B Wk_ B H wk B M ES B B M Bk, B ». B Bk _ B Zeilenpreis: lokal IbPj., zweimal Land- W# EL Q M Ä* WM B Hr H W W W@k auswärts 20 Pfennig, wirtschaftliche Aeitsragen M B ÄB Chefredakteur: A Goetz. Ferniprech- Anschlüsse: hIB MM Verantwortlich für den für die Redaktion 112, - - * ee —r ** ' politischen Teil: August SS General-Anzeiger für Oberhesfen LLsL Rotationsörutf und Verlag der vröhl'schen Unio.-Vuch- und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Grpcöition und Druderei: Schulftratze 7. Ö.;l@.6'c®,olc‘r bis vormittag? 9 Uhr. Büdingen: zernsprecher Nr. 269 SeschSstrpelle vahnhosftrahe |6a. Att,ei,'-Nt'-U: H. B-ck. Vie wehroorlagen im Reichstag. Dem Reichstage, der am heutigen Dienstag wieder seine Sitzungen ausgenommen hat, gingen die neuen Wehrvorlagen, sowie 4m Zusammenhang damit die Ergänzung des Etatsentwurfs für 1912 mit einer Denkschrift über die Deckung der Kosten und endlich ein Gesetzentwurf über die Beseitigung des Branntlvcinkontingents zu. Viel Neues, was bisher noch nicht bekannt war, ist in der Vorlage nicht enthalten. Die Deckung der insgesamt auf 879,7 Millionen Mark zu veranschlagenden Kosten wird tatsächlich zum größten Teile auf jetzige und künftige Ueberschüsse aufgebaut. Nur der Gesetzentwurf über die Aufhebung der Liebesgabe soll neue Einnahmen sichern. Im übrigen wird dem Reichstag'sparsame Wirtschaft versprochen, doch aber in der Denkschrift auch schon die Möglichkeit schüchtern an geb eiltet, daß bei neuen Mehrausgaben Mittel zur Deckung gefunden werden müßten. In der Hauptsache enthalt die Militärvorlage die Neueinstellung von 17 Bataillonen Infanterie, sechs Es ka- drons, 41 Feldartilleriebatterien, 6 Bataillonen Pioniere, Verkehrstruppen und Train, 106Maschinengewehrkompagnie n, ferner Etatserhöhunben an die Mannschaften bei Infanterie, Feldartillerie und Verkehrs truppen urfb endlich eine Anzahl neuer'Kommandobehörden, unter denen besonders zwei Generalkommandos hervorzuheben sind. Die Friedens-Präsenzstärke steigt Dadurch um rund 29 000 Mann. Die Kosten betragen in den Jahren 1912 bis 1917: 79,5, 101, 78, 58, 62 und 82 Millionen, von denen einmalige sind: 66, 52, und 19 minus 1, 4, und 4 Millionen. Die Novelle zum Flotte uge setz sieht zur Beseitigung organisatorischer Mißstände die allmähliche Bil- oung eines dritten aktiven Geschwaders vor und zivar durch den Verzicht auf das Reserveflottenflaggschiff und die zurzeit vorhandene Materialreserve sowie durch den Bau von drei Linienschiffen und zwei kleinen Kreuzern. Weiter verlangt sie Personalvermehrung, die Beschaffung einiger Luftschiffe und die Vermehrung der Unterseeboote. Betrag: 15, 29, 39, 40, 44 und 43 Mill. Mark, von denen auf einmalige Ausgaben entfallen 12,4, 22, 29, 25, 24 und 18 Milt'. Mark. Zur Deckung der Mehrkosten stehen zunächst für 1912 eine Reihe Mehreinnahmen zur Verfügung, die bei der Aufstellung des Etats im Frühherbst noch nicht zu erwarten 1 Daren, auf die aber jetzt gerechnet werden kann, namentlich 45 Mill. Mark an Zöllen und Steuern, sowie rund 15 Mill. Mark an Ueberschüfsen der Eisenbahn- und Postverwaltung, einschl. des Ausgleichungsbeitrages. Bei Der Verzinsung der in den letzten Jahren durch Tilgung verminderten Reichsschuld lassen sich 10 und durch die ohne Ermäßigung der Kosten für den Nordostseekanal infolge des langsamen Voranschreitens des Banes gleichfalls 10 Mill. Mark sparen, so daß insgesamt 80 Mill. Mark mehr zur Verfügung stehen als bei der Vorlage des Etats angenommen wurde. Den fehlenden Rest bringt die Aufhebung des Branntwein kontingents, das 1912 14,5 Millionen, in jedem folgenden Jahre 36 Mill. Mark Mehreinnahmen ergeben soll. Das Kontingent wird außer für Bayern in Württemberg und Baden aufgehoben und in diesen Staaten für gewerbliche Brennereien auf 5, für andere Brennereien aus 7.50 Mark herabgesetzt. Für die Keinen Obstbrennereien sowie kleinere landwirtschaftliche Brennereien bleiben besondere Schutzvorrichtungen bestehen. Damit verbinden sich einige Verbesserungen des übrigen Branntweinsteuergesetzes sowie ein Verbot zur Anwendung des Methylalkohols zu Nahrungs- und Genußmitteln usw. Die Verwendung der Ueberschüsse aus dem Jahre 1911 sowie der 1912 etwa zu er- zielenoen Ueberschüsse bleibt der Bestimmung der nächstjährigen Etatsgesetze überlassen. Die dem Ergänzunbsetat beigefügte Denkschrift berechnet die voraussichtliche Entwickelung der Ausgaben und Einnahmen in den nächsten Jahren unter Berücksichtigung des Umstandes, daß die Zuckersteuer am 1. April 1914 und die Grundwechselabgäbe am 1. Juli 1914 ermäßigt werden soll und kommt zu dem Ergebnis, daß die Kosten der Wehrvorlagen ohne wesentliche Beeinträchtigung der von den verbündeten Regierungen im Einverständnis mit dem Reichstag geplanten Gestaltung des Extraordinariums und der Schuldentilgung bestritten werden können, unter den Voraussetzungen, daß die Grundsätze sparsamer Wirtscksafts- führung ebenso gewahrt bleiben, wie in den letzten Jahren, daß sich die gegenwärtige wirtschaftliche Lage nicht fühlbar verschlechtert und keine besonderen neuen Anforderungen an das Reich herantreten; andernfalls würde sich die Notwendigkeit ergeben, neue Ein nahm equellen zu erschließen oder die Ermäßigung einzelner Steuern ganz oder zum Teil für einige Jahre hinauszuschieben. Den Ausführungen der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" über die Wehrvorlage ist zu entnehmen, daß durch die Erhöhung der Friedenspräsenzstärke von 515 321 auf 544 211 Mann das preußische Kontingent von 399 026 auf 420 939, das bayerische von 57133 auf 60 351, das sächsische von 38911 auf 41625 und das württembergische von 20 251 auf 21296 gebracht wird. Nach Prozenten der Bevölkerunaszahl unter Zugrundelegung der Ergebnisse der Volkszählung von 1910 berechnet, ergibt sich eine bisher unwesentliche Mehrbelastung Bayerns, Sachsens und Württembergs, die ihren Ausgleich findet in der naturgemäß stärkeren Heranziehung der Bevölkerung des unter preußischer Verwaltung stehenden Kontingentsbereichs zum Dienste der Marine. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt weiter über die Wehrvorlage: Es ist in Aussicht genommen in jedem Jahre sechs Unterseeboote anzufordern. Tas ergibt bei zwölfjähriger Lebensdauer einen Sollbestand von 7 2 Booten, für 54 dieser Boote sind aktive Besatzungen veranschlagt, 18 bilden die Materialreserve ohne Besatzung. In der Begründung der Deckungsfrage heißt es: Das Sonderrecht der süddeutschen Staaten wird durch die geplante Beseitigung des Kontingents nicht beeinträchtigt. Die Vorschriften in den Paragraphen 26 und 154 des Bra»rntlveinst euergesetzes und in Papagrstphertz 5 Abs 3, Art. 1 des Ge- fi'tzes betreffend die AenoerungeN i>.l Finanzweien, durch die das Sonderrecht geregelt wird, werden in keiner Weise geändert, denn das Sonderrecht erstreckt sich nur auf das Vorhandensein eines niedrigeren und höheren Berbrauchsabgabensatzes, nicht aber auf die Höhe der Spannung, wie wiederholt vom Reichstag feftgestellt worden ist. Mithin genügt es zur Aufrechterhaltung des Sonderrechts, wenn die KontingeMe der süddeutschen Staaten uMer den bisherigen Bedingungen, wenngleich unter 'Herabsetzung des Unterschieds zwischen den Abgabensätzen, aufrecht erhalten werden. In dem Entwurf des Gesetzes über den Zwischenhandel des Reichs mit Branntwein war als Ausgleich für das Sonderrecht der süddeutschen Staaten eine Entschädigung won 7 Mark für den Hektoliter Alkohol vorgesehen, ohne daß dabei zwischen landwirtschafe- lichen und gewerblichen Brennereien unterschieden wurde. Dieser Betrag entspricht auch gegenwärtig noch ungefähr dem Verhältnis. Tie Brennereien in ben Sonderrechtsstaaten sind vermöge ihrer höheren Kontingentswcrte in ihrer Gesamtheit durchschnittlich besser gestellt als die Brennereien Norddeutschlands. Wirtschaftlich wird diese Bevorzugung durch) die ungünstigeren Bedingungen gerechtfertigt, unter denen die süddeutschen Brennereien arbeiten. Dies gilt vorwiegend für landwirtschaftliche Brennereien, namentlich für landwirtschaftliche Kartoffelbrennereien, die in den Sonderrechtsstaaten int Durchschnitt mit höheren Rohswffpreisen und daher mit den größten Erzeugunaskosten zu rechnen haben als die Brennereien Derselben Art in Norddeutschland, macht sich aber auch bei den übrigen Brennereigruppen geltend. Die Zubilligung eines um mehr als 5 Mark für den Hektoliter Alkohol ermäßigten Satzes von den gewerblichen Brennereien würde den in ähnlicher Lage arbeitenden norddeutschen Betrieben den Wettbewerb er- sckpveren. Für die landwirtschaftlichen Brennereien rechtfertigt sich eine auf 7,50 Mark erhöhte Spanne. Dasselbe gilt für Q b st - brennereien. Diese Regelung des Sonderrechts der süddeutschen Staaten paßt sich m jeder Beziehung dem gegenwärtigen Zustand an, so daß die Gesamtlage der süd- deutscknn Brennereien im Verhältnis zu der Lage des norddeutschen Brennereigewerbes dadurch nicht geändert wird. Der niedrigere Abgabensatz der landwirtschaftlichen Brennereien und der Obstbrennereien in den Sonderrechtsstaaten wird in gleicher Weise den kleinen Brennereien derselben Art und in bestimmten (Grenzen auch den mittleren landwirtschaftlichen Brennereien in den übrigen Bundesstaaten zugebilligt. Der den süddeutschen Staaten auf Grund des Sonderrecksts bleibende Vorteil würde sich voraussiclst- lich auf etwa 1,6 Millionen Mark im Jahre stellen. Eine Entschließung des Alldeutschen Verbandes. Hannover, 15. April. Der Gesamtvorstand des Alldeutschen Verbandes, der gestern hier unter Vorsitz des Rechtsanwalts Claas eine Sitzung abhielt, nahm nach einem Vortrag des Generals Keim eine Entschließung an, in der die angekündigten Wehrvorlagen auf Grund eingehender sachlicher und fachmännischer Darlegungen für unzureichend erklärt werden: Ter Vorstand des Alldeutschen Verbandes hält es deshalb, so schließt die Erklärung, für seine vaterländische Pflicht, auf die öffentliche Meinung einzuwirken, damit eine Erweiterung beider Wehrvorlagen aus dem Volke heraus verlangt wird. Politische oder parlamentarische Rüch'ichten dürften die Regierung nicht verhindern, einem solchen Verlangen nachzukommen. Tas deutsche Volk wird ohne Zweifel bereit sein, bei dem Ernste der Weltlage entsprechende Aufwendungen für die Größe und Sicherheit des Vaterlandes zu machen. Reichsleitung und bayrrische Regierung. Die „Korrespondenz Hoffmann" meldet: In der Presse werden verschiedene Gerüchte über angebliche tiefe Ver st immun gen zwischen der Reich sl'ettung und der bayerischen Regierung verbreitet. Terarttge Gerüchte übersehen den Umstand, daß bezüglich des bayerischen sogenannten Jesuitenerlasses es sich lediglich um eine »gtp schieden« Rechtsauslegung des Bundesratsbeschlusses vom 5. Juli 18 7 2 handelt, wozu die bayerische Regierung int Rahmen der ihr zustehenden Vollzugsbefugnis die Entschließung erließ, die sich mit der in der „Norddeutschen. Allgemeinen Zeitung" veröffentlichten Auffassung der preußischen Kultusverwaltung nicht decft. Mit dem in Frage stehenden Begriff „Ordenstätigkeit" und dessen Interpretation ist die Reichs- leitung noch nicht befaßt worden, so daß von einer Verschiebend heft der Rechtsauffassung zwischen ihr und der bayerischen Regierung nicht die Rede sein kann. Mit dieser Feststellung entfallen alle weiteren Kombinationen. Die Schlußfolgerung im letzten Satz ist durchaus hinfällig. Wenn Herr v. Bethmatrn-Hollweg als preußischer Minister verschnupft gegen die bayerische Regierung ist, wird er, in derselben hochwichtigen Frage, dem Frhrn., v. Hertling keine Verbeugungen machen. Natürlich muß da die Reichsleitung eingreifen. Tie Frage ist nur, ob der Reichskanzler hinter den Kulissen schon einen ernsthaften Schritt in dieser Sache unternommen hat. Die bayerische Regierung hat durch ihre eigenartige Kundgebung in der „Korrespondenz Hoffmamt" der Verständigung in ber Jesuitensrage keinen besonderen Dienst geleistet. Das Homerule-Gcsetz im englischen Unterhaus. London, 15. April. Im Unterhaus wurde die Aussprache über das Homerule^Gesetz durch Balfour weitergeführt, der über die Sicherheiten der Bestimmungen ber1 Vorlage für die Suprematie der Reichsregierung spottete. Asquith habe die Bill als Beginn des allgemeinen Bundessystems bezeichnet. Der Gesetzentwurf sei vom förderalisti- schen Standpunkt unsymetrisch und der britischen Politik durchaus unwürdig. Balfour tadelte die Regelung der Line Gefahr für die Augen bei der Sonnenfinsternis. An eine den Augen bei Sonnenftnsternissen drohende Gefahr erinnert der Professor für Augenheilkunde an der Universftät Atontpellier Dr. H. Villard, der sich mit dieser Frage eingehend beschäftigt hat und befürchtet, daß es Unfälle, wie sie sich bei den Sonnensinsternissen von 1900 und 1905 ereignet haben, mi 17. März sich wieixrholen könnten. Daß die unmittelbare Beobachtung der Sonne den Augen schädlich sei, war ja bereits den Alten bekannt und daß langes und häuftges Sehen in die Sonne zur Blindheit führen tarnt, ist schon mehrfach beobachtec worden. In neuester Zeit hat sich Villard eingehend mit den dadurch hervorgerufenen Erkrankungen beschäftigt und seine Er- «ebniftc bereits 1906 der französischen Gesellschaft für Ophtalmo- logie vorgelegt. Die Erscheinungen bestehen in einer Verminderung der Sehkraft ütnb besonders in der Wahrnehmung eines mehr oder weniger undurchsichtigen Flecks, der die Mitte des fixierten Gegenstandes einzunehmen scheint, eine Erscheinung, die der Ophtalmologie unter Lern Namen des zentralen Skotoms bekannt ist. Dieser störende Fleck macht das Lesen fast unmöglich und kann zu schlimmeren Sehstörungcn führen: oft verschwindet er wieder nach einigen Wochen oder Monaten, aber in einigen Fällen.hat man eine mehrjährige Dauer beobachtet. Diese dunklen Stellen im Gesichtsfelde des Auges werden durch eine Art chemischer Verbrennung der rrittferen Gegend der Netzhaut, des sogenannten „gelben Flecks", ßerDorgerufen, der ja von allen Punkten dec Netzhaut die größke Empfindlichkeit für Lichteindrücke besitzt. Der Augenspieael ermöglicht fast immer, das Vorhandensein eines kleinen Blurftusses cm dieser Stelle zu erkennen. Die notwendige Folgerung dieser Tatsache ist, daß es unter allen Umständen sehr gefährlich ist, die Sonne mit bloßen Augen zu fixieren. Das aber tun oder versuchen doch wenigstens alle die zahllosen Beobachter, die der Sonnenfinsternis am 17. April ihre Aufmerksamkeit zuwenden. Um sich gegen Erkrankungen zu schützen, empfiehlt Villard, die Augen mit blau gefärbten Urangläfern zu bedecken, wie man sie Sei den Optikern findet. Das Uran beseitigt die schädliche Wirkung &er chemischen Strahlen und die blaue Färbung dieser Lichtstrahlen. Man Tann auch andere Schutzbrillen verwenden, wie sie vielfach Hergeftellt worden sind, jedenfalls ist aber ein .Schutz der Augen notwe-.tdig, damit in diesem Jahre die Unfälle vermieden werden, die sich in früheren Fällen ziemlich zahlreich eingestellt haben. — Sonnen fin st ernis. Daß man in früherer Zeit eine Sonnenfinsternis für schädlich hielt, beweist folgende Stelle einer alten Aufzeichnung: „Den 22. Mai 1724, nachmittags um 6 Uhr, war eine sichtbare Sonnenfinsternis, welche schädlich sein soll. Deswegen war von der gnädigsten Herrschaft zu Hanau der Befehl ins ganze Land ergangen, daß an diesem Tage noch vor Anfang der Sonnenfinsternis alles Vieh sollte nach Hause getrieben werden und nicht eher wieder auf die Weide gehen, bis zum 24. Mai." Diesem Befehl wurde strengstens nachgelebt. — Eine seltsame Lichterscheinung im Indischen Ozean. Ueber eine merkwürdige, wissenschaftlich einstweilen unerklärliche Lichterscheinung, die der Kapitän Gabe in der Malakka-Straße beobachtet hat, berichtet der vom dänischen meteorologischen,Institut herausgegebene Nautisch-Meteorologische Almanach. Auf dem Meere wurde ein eigenartiges Leuchten wahrgenommen, das sich in bestimmten Formen kreisförmig bewegte. Man sah eine Art langgestreckter leuchtender Strahlen auf der Wasserftäche: die Strahlen schienen von einem bestimmten en:f rn^cn Mittelpunkt auszugehen und um diesen in ruhiger notiger Bewegung zu kreisen. Dabei war die konkave Seite der leichtgekrümmten Strahlen der Bewegungsrichtung zugewandt. Das System der leuchtenden Strahlen zeigte sich vollkommen regelmäßig: die Breite der einzelnen Strahlen wurde auf zwei Meter geschätzt, die der Zwischenräume auf vier. Das Phänomen war dabei von einem phosphoreszierenden Meeresleuchten begleitet, das jeweils in dem Augenblick, in dem die Sttahlen über die phosphoreszierenden Meeresteile hinglitten, stärker aufleuchtete. Es gelang Kapitän Gabe, einige gute photographische Aufnahmen der rätselhaften Erscheinung zu machen. Schon früher sind derartige Beobachtungen gemeldet worden, aber es war bisher unmöglich, die Ursache und die Entstehung dieser rätfelbaften Lichterscheinung zu erklären. Man nimmt einstweilen an, daß die Phosphoreszenz gewisser Organismen bei dem Zustandekommen eine Rolle spielt, aber die Art der Einflüsse, unter denen dieses über die Meeresoberfläche hinkreisende Sttahlenbündcl entsteht, ist einstweilen ein Rätsel. — Eine Maschine, die den Herzschlag regelt. Im Londoner MidÄesex-Krankenhanse macht man gegenwärtig Versuche mit einer elektrischen Maschine, die in der Behandlung Herzkranker kostspielige Kuren in Bädern ersetzen soll. Der elektrische Apparat ist eine Verbindung einer kräftigen Batterie, einer Induktionsspule und eines Metrorwrns. Er wird mit verschiedenen Muskelgruppen an den Gliedmaßen des Patienten verbunden. An dem Pendel ist nach einer Beschreibung der ,/Daily Mail" eine Metallspitze angebracht, die bei jeder Schwingung in eine Schale Quecfiilber taucht. Ter Strom regt bann verschiedene Muskelgruppen an, und deren plötzliche, rhythmische Konttaktur wirft auf die in ihnen liegenden Vehnenstömme so, daß sie gewissermaßen als „Nebenherzen" arbeiten. Im gleichen Rhythmus, wie das Metronom pendelt, wird nämlich das venöse Blut zum Herzen gepreßt, und da das Metronom etwa 8 bis 10 Schläge in der Minute weniger ausführt als das Herz des Kranken, soll sich der Herzschlag der Geschwindigkeit des Metronoms anpassen. Wie es heißt, sollen die ersten Versuche sehr befriebigenb ausgefallen sein. kf. Häuser aus Baumwolle. Di^ Häuser aus armiertem Zement finb schon längst übertroffen: Baumwollhäuser haben ihren Platz als mobernfte Bauten eingenommen, unb sie haben beit Vorteil, baß ihr Preis sich auf ben dritten Teil ber Summe belauft, die ein Haus, bas auf ’bic gewöhnliche Art unb Weise errichtet wird, kostet. Gewöhnlich benutzt man die grüne aegyptische Baumwolle, unb zwar keineswegs bie beste Qualität. Alles bas, was bisher gewöhnlich als Abfall weggeworfen würbe — selbst die verstreuten Reste auf ben Feldern, werben jetzt forgfältig gesammelt unb zu einer Masse verarbeitet, bie bie Härte des Gesteins erhält. Um diese Veränderung zu verstehen, braucht man nur an die Härte der Gegenstände aus Papier mache zu denken, die eine ganz erstaunliche ist und der des Eisens kaum nachsteht. Tie Bau-Baumwollmasse wird in Platten geformt, die gegen Feuer imprägniert unb außerdem mit einer unburdr- dringlichen Schicht überzogen werben. Die angestellten Versuche haben ergeben, daß diese Häuser aus Baumwolle in jeder Hinsicht fest und sicher sind, so daß ihnen zweifellos eine große Zukunft bevorsteht. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Erwägung der augenblicklichen politischen Sage Italiens hat der Ausschuß des 10. Internationalen Geogra - phen-Kongresses beschlossen, die Tagung in R o m in diesem Frühjahr nicht stattsinden zu lassen, sondern auf die Zeit vom 27. März bis 14. April 1913 zu verschieben. (424 Mk.), Gießen 31,291 Proz. (24UOO Mk.), Großen- 1 71, Ter Grobherzog hat nahe den GrandbanlS angetroffen. nisterium der Finanzen zugleich Ministerium deS Innern ernannt. irnzlar und Dauortngen cö,ool joi-ci» a d. Lumda 24,428 Proz. (207 Mk.), Beuern 24,3276 Proz. (180 Mk.), Reiskirchen 23,469 Proz. (110 Mk.), Ltch 16,891 Prozent (400 Mk.). ' Silberne Hochzeit feiert heute zugleich nut seinem 50. Geburtstage Uhrmachermeister Otto Schmidt und dessen _________ werden, daß das Lustschifs in acht bis vierzehn Tagen wieder jahrbereil ist. — Wie wir noch hören, Hal £>crr Kommerzienrat Röchling den Monteuren und Schlößern, die an der Fahrt teügenommen haben, 1000 Marl gespendet. Ehefrau. ** Druckfehler. Im gestrigen Bericht über den Kongreß für Familienforschung muß es unter dem Titel „die Familie von Schillers Mutter", Zeile 34, statt Vererbungsmaven, Vererbungsmassen heißen, ferner unter dem Titel „Renaissance und Regeneration", Zeile 8, statt lebende, hochstehende Menschen, in Zeile 21 statt verrückt, versucht. Kreis Lauterbach. w. Wetzlar, 15. April. *ie Hauptversammlung des Geschichtsvereins war recht zahlrerch besucht. Der Mitgliederbestaktt» beträgt 162. Der Kassen- besland ergab mit 959,43 Mk. Einnahmen und 733,38 Mk. | Ausgaben einen Ueberschuß von 2,6,98 Mk. Aus der An- sichtstartenlasfe wurde eine Einnahme von 90,43 Mk. erzielt. Archiorat Dr. Hoogeweg berichtete über die Ent- gehung des Staatsarchivs zu Wetzlar. Hessen-Nassau. X Hanau, 14. April. Gestern morgen ist auf dem Wege I von Alzenau nach Kälberau der 58 Jahre alte Färber Wilhelm Vorwerk, gebürtig aus Mochbern bei Breslau, erfroren aujgejuuden worden. Man nimmt an, daß er vorher dem Deutsches Reich. Der Kaiser wird nach den bisherigen Dispositionen am 13. und 14. in Straßburg und am 15. Mai m Meß ver- Büdingen versetzt. •• Landwirtschaftskammer. Bei den in ganz Hessen vorgenommenen Vertrauensmännermahlen zur Land- winschaftskammec wurden in 45 Wahlbezirken zusammen 675 Vertrauensmänner, und zwar in den meinen Fällen die bisherigen, gewählt. Die Hauptivahl findet am 28. April statt. ** Staatsbahn-Personalnachrichten. Ernannt wurden der Techn. Bureaudiätar Brühl in Gießen zum Techn. Bureauastistenten, die t'ommissari,ch^n Sekretäre und Vorsteher Scholz, bisher in Gießen, und Neuhaus, bisher in Bad-Nauheim, beide jetzt in Frankfurt a. M., P l o ch und Groth, bisher in Gießen, jetzt in Darmstadt, zu Eisenbahn-Lberietretären; der Bahnhofs- Vorsteher Rosenkranz in Wetzlar wurde zum Ober- BahnhofSvorsteher befördert und zum Vorstand des Staatsbahnhofs Wetzlar ernannt. Ferner wurden die kommissarischen Assistenten Stationsdiätare Scholz und Wahl in Bad-Nauheim und Rangiermeister Krieger in Friedberg zu Eisenbahn-Assistenten ernannt, sowie die Rangicrsuhrer Georg Müller, Konrad S ch o m b e r und Phil. Volk in Meßen zu Rangiermeistern, die Packm.ister i^"a,honfl?[nqr ;.r Arbeilszeit, iu öent Sei i-rS« ,.-rilhe int duWnt ... teil* ’S noch mehr bfii s btutifben duthai ’ Grjolg Ivunschc ' Finanzpersonalien. den BezirkSkaisier der Bezirkskasse Wöllstein, Ntoritz Seitz zu Wöllstein, in gleicher Dienslelgenfchaft an die Bezirkskasse UM . Man bringt auch die gegenwärtige Katastrophe mu Dimensionen der „Titanic" und der hierdurch Indrugungskraft in Zusammenhang. Die Blätter berichten aus Neu- änanziellen Fragen durch den Entwurf und die Vollmachten, die der irischen Regierung über die Zolle Sieben werden sollen. Das würde spater zu Zollgrenzen zwischen England und Irland führen. Er glaube-nicht, daß das Haus irgendwelche Anregungen, künftig durch Errichtung von Zollgrenzen das forderalistische System zu durchbrechen, unterstützen werde. Generalpostmeister Samuel verterdigte das Gesetz in seinen Einzelheiten und leugnete, daß es eine Politik der Auflösung darstelle. Er wies darauf Hin, daß bei den Nationen die Tendenz bestehe, den Staaten die Selbstverwaltung zu verleihen, wenn die Umswnde dies erlabten Er erwähne in diesem Zusammenhang die elsaß- lothringische Verfassung. Die Erfahrung der letzten 150 Jahre beweise, daß gerade die Versagung und nicht die Gewährung der Autonomie zu separatifnschen Bestrebungen führte. Die Autonomie der Kolonien sei wesentlich für die Einheit des britischen Reiches. Die Verhandlung dauert noch fort. ^V-aße AtzL'Ä , y 'J'Hltnprh. SnMtaTgegenüber g^cäuBert haben: „Wenn ich ein (0140,007 Proz. (14=0 MI.), OtEinbam ö»,uo^ ^oj. yv intelligentes und patriotisches Volk wie das ^Uten-Buseck 35,356 Proz. (134 Mk.), Wies eck 3o,111 Proz. italienische hätte, würde ich die Hälfte Europas erobern. (424 Mk.), Gießen 31,291 Proz. (24000 Mk.), Grofzen- Da diese Nachricht bedauerlicherweise auch in,die deutfche Presft . 29,572 Proz. (92 Mk.), Lollar mit Ruttershausen, übergegangen ist, sind wir ermächtigt, festzustellen, daß es stch Mainzlar und Daubringen 26,581 Proz. (150 Mk.), Treis lediglich um eine böswillige Erfindung handelt. MV 3. . ------ ö «-----oa 90^ lieber einen Gesetzentwurf zur Verhinderung des Mißbrauchs narkotischer Arzneimittel sind, so wird uns aus Berlin geschrieben, int Reichsamt des Innern Beratungen gepflogen worden, letzter Zeit ist häufig darüber Klage geführt worden, daß narkotische Arzneimittel ohne größere Schwierigkeiten im Großhandel ferlgebote werden und so in die Hande unbefugter Personen gelangen und hierdurch den Morphinismus, Cooainismus sowie ähnlichen schwer kranchaften Erscheinungen zu einer höchst verderblichen Verbreitung verhelfen. Es ist erwogen worden, mit welchen gesetzlichen Mitteln diesen Mißständen entgegengetreten weroen könne. Tie Beratungen sind jedoch noch nicht zum Abschluß gelangt. Der 3. deutscheJugendgerichtstag wird vom 10. bis 12. Ottober 1912 in Frankfurt a. M. stattfinden. Das H auptthema Her «Tagesordnung toirb sein: „Notwendigkeit und Dringlichkeit gesetzgeberischer Maßnahmen gegenüber der anwachsenden Kriminalität der Jugendlichen". Die Einzelthemata, deren Behandlung je einen Tag umfassen wird, lauten: 1. Strafe und Erziehung. Sühne und Besserung. 2. Strafe und Erziehungsmittel im einzelnen. wurde aeitern früh em 57jähriger Hausierer erfroren risian" ausgenommen worden sind. aufgefunden. Neuyork, 15. April. Die W hite S t ar L in e gibt nun- = Worms, 15. April. Wie nachträglich bekannt wurde, mehr zu, daß von den 2 200 P a s s a g i er e n und der M a n n- ist am Abend des 31. v. Mts. jeweils der Straßenbrücke ein schäft des gesunkenen Dampfers „Titanic" wahr- 23 Jahre altes Dienstmädchen aus Gotha von drei bis- ( nur675 gerettet fint>. Diese find, wie der Dampfer sigen gerichtsbekannten verheirateten Taglöhnern verge- '“L; 7 ,, „s ßitl(..r waltigt worden. Tas Mädchen hatte sich nach 10 Uhr allem „Olympu meldet, meist Frauen und Kind . auf die Straßenbrücke begeben, um, wie es später angab, aus Zu dem Unglück der „Titanic wird der.„Voss. Ztg. ans verschiedenen Gründen den Tod im Rheine zu suchen. Als sie ^0 n d 0 n gemeldet: Der Riesendampser trnt seme verhängnisvolle kaum dort am Geländer stand, um den Sprung in den Rhein Jungfernfahrt vergangenen Mittwoch von Southampton an. «schon »u wagen, kamen drei ihr unbekannte Männer aus sie zu, die I bei der Aussahrt aus dem Hasen ereignete ,ich ein eigentümlicher sich ihr gegenüber als Brückemvärter ausgaben. Nachdem die Vorfall. Die „Titamc' zog mit solcher Starke das Wasser an Frauensperson diesen ihr Leid geklagt, wurde sie eingeladen, sich, .daß die sieben Ankertrossen des m ^ Acche verankerten mit über bie Brücke zu gehen, um dort m einem Hause in dem Tampwrs „Neuyork" brachen. . Xie ,'Neuyor^ wurde durch man noch Licht beobachtete, zum Uebernachten untergebracht zu die Waj Halifax eingetrofienes Funkentele Polizei vorgestern von dem Vor,all Kenntnis erhiett, ermittelt g r a m m meldet, sbafc alle Passagiere der „Titamc ge »Nb Nk-rbaitet rettet worden scmn. ä . .. und verhaltet. Wctllar Neuyork, 1Ä. April. Der Dampfer „Tttamc war am - - I letzten Mittwoch vost-. Southampton nach Neuyork abgefahren. Nach einem Telegramm von Cap Race erhielten die Dampfer Baltic", „Virginian" \ und „Olympic" telegraphische Aufforderungen, der „Titanic" L>ilse zu leisten. Die Dampfer beeilten sich, der Aufforderung nachzukommen. Der „Virginias befand sich um Mitternacht 170 Meilen westlich der „Titanic"; et hoffte, sie um 10 Uhr mordens zu erreichen. .,Baltic' war 200 Meilen entfernt. Die letzten Signale von der „titamc erreichten den „Virginian" um U? Uhr 27 Mm. morgens; JK waren verstümmelt und brachen plötzlich ab. Auch die hier ein- getrosfenen Dampfer „Carmania" uk7d „Niagara" waren Eis-, feldern begegnet. „Carmania" bahnte'^ sich unter großer Gefahr einen Weg. „Niagara" bekam zwei Löctz'er am Boden unb einige Platten wurden eingedrückt. Das Eis wu'rde auf der Westroute 5d)iine in 2 2todfflcrlen W i'ianartliiWjL- MbauriiMlase- ’.nnneötirÄe, Hl ber ;-s 3imn. 11 cniidjiiilubitüttniö1 wn x wr 1.9uh at Ärlbitckt Nie 7 Zimme »Wirtel! r**J^rcfltie5nei.| MW In der Nähe von Kap Race, an ber Südost-Spitze von 'Neufundland, ist der erst kürzlich in Dienst gestellte englische Dampfer „Titanie", das größte Schiff, das wohl .englische Dampfer „Titanic", das gröpte Schiff, das wohl ro Lauterbach, 15. April. Der hiesige Skadtvor- gestoßen und nach mehrstündigen, vergeblichen Rettungsstand hat beschlossen, wie in früheren Jahren, mit dem am versuchen untergegangen. Die ersten Nachrichten über das 12. Juni stattfindenden Prämienmarkt eine Verlosung grauenvolle Unglück lauteten sehr widersprechend, nach den von Vieh, landwirtschaftlichen Geräten und Haushaltungs- neuesten Meldungen ist als sicher anzunehmen, daß von gegenständen zu verbinden. Das Ministerium hat die Er- ben 2200 Menschen, die an Bord waren, nur 67o ge- laubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung gegeben unter rettet werden konnten. Wir geben die einzelnen Nachrich- ver Bedingung, daß bis 8000 Lose ä 60 P,g. zum Vertrieb ^n in der Reihenfolge ihres Einganges wieder: ausgegeben werden dürfen und mindestens 55 Proz. des $ap Race, 15. April. Der Dampfer „Titanic" der Vefferung. 4. öh,u|c uhu . mxattoerlöses aus dem Verkauf der Lose zum Ankauf von White-Rica-Linie ist am Sonntag abend m i t einem Eisbe r g Ihre Anwendung und Organisatiom 3. Me Notwendigkeit ^pwinnaegenständen zu verwenden sind. Der Vertrieb der zusam menge stoß en. Er bat nm &üfe Eine halbe Stunde eines besonderen Jugendyerichtsgefetzes mit Hmeinarbei-b Provinz Oberhessen gestattet. nach dem Zusammenstoß begann das Schiff zu srnken. Du. hing der Grundzüge eines Reichs-Fürsorgeerziehungs- m Frieoverg. weiblichen Passagiere konnten m Rettungsbooten Ü^i^bs. >< Ba d-Nau heim,^lö. April. Die Kurkapellel ^^^lnme^ werden.^ Die Dampfer ,,Olympi c" und' -----------------nimmt morgen ihre Tätigkeit wieder auf. Vorerst gibt sie „Virginian" antworteten auf die drahtlosen Hilferufe des Veut^cye Liotonten» täglich nur ein dtachmitlags- und ein Abendkonzert auf der „Titanic" daß sie schleunigst Beistand leisten wurden. Eouv--u-ur m Togo ober in. ftonjertiaal, je noch d°- WM-rung. $onbe!U K7Ä die eoang^farrueUe zu Ulrichstein notariell vollzogen. Nachmittags fand ein gemein.mues Essen Dw zT^ ist um 2 Uhr 20 Mm. nachts gesunken übertragen, sowie den von den Freiherren Löw von und zu im Saalbau statt, anfbein dieNtimller Braun und v. Homberg , l ^buyork, 15. Aprck. Wie bie White ©tat Sine bez ©teinfurt auf bie evang. Pfarrstelle zu Dtieber-Florstadl Geheimerat Becker ,die-Ltadtoerordneten und zahlreiche Beamte fannt g^t, meldete ber Dampfer „Olimpic", bie „Titanic" sei präsentierten Pfarrassistenten Leonhard Heber er zu Ntamz teilnahmen. Oberbürgermeister Dr. Glassing brachte dabei ef unten, nachdem .alle Passagiere und w 11 1 J V ö em Hoch auf die Provinz Starkenburg aus, Minister Dr. Braun der „Virginian" ausgenommen worden seien. Die „Carpathia "AuS dem Ministerium. Der Gr vßher zog hat feierte bie neue Gesellschaft, Kommerzienrat Sünne S bie brmge r^ 15^ Äpnl.'^EinO na ^y^ @tar ^we ein- ben Ministerialrat im Nttnlsterium der Finanzen Dr. Herrn. Stadt Darmstadt und Provinzialdirektor rzey die bei dem> Ber-1 ^offenes Telegramm besagt, daß die Passagiere der „Tttamc" Kratz unter Belassung in feiner jetzigen Stellung tm M». tragSabjchluß beteiligten Beamten. — Im benachbarten Walde Luin Teck von ber „Carpathia". zum anbern Teck von ber „Pa- zum Nimtlterialrat im I toitibeiitaiic 3 ein? elegame ?-8-Zi Innung mit allen 01 itkiitn: Zemalh u. eleltr. Mn L'obnöiele, Bügelz iSab, iluiwfl eia ver i'bet Iväler zu uertnii E. H. Hüller schillkrilrahe 2 (rdc Vabtoifl: unb i srdie 7 Rimmer, I. nrr I. Juli cutL mth IMI Blcltilra unleremNeubauk fcruBcö finb per töt iimmerwobuung ' '"enheijung zu ve Ahermann e ^im man bedenkt, daß bereits am 15. Marz mit der Füllung Neuen Bäue 22. 16. Des gl. des Georg Schrimpf tm ^ufe begonnen worden ist, das erste Gas also vier Wock-en alt war. Goethestiaße 54. Außerordentlich beachtenswert ist, daß das Luftschist nach dem **DieisraelitischenReligionsgerneinben Auiprall in nicht ganz vier Minuten eine Höhe.von l/oO Meter X'"W 5 ?Ä®‘Ä«ÄÜ'iBea . ®i=. G°sdMl° ift intatt geblieben, heim und Wohnbach 94,022 Proz. (725 Mk.), Allenborf! dan erwartet, we a d. Lumda 67,0185 Proz. (800 Mk.), Großen-Buseck »en. Der verband wendet " BiMar Ä?™I'L^^7M Mk./ Lnngİns 4^,387 U». (33 <011), .ch, Rüdoingshaujen und Geilshausen (Ein neues Kalijaljlager. Aus Karlsruhe wird unterm ko. Aprck gemeldet: Die „Karlsruher Zeitung" schreibt: Auf Grund der ihm vom Groß- herzoglichen Alinisterium der Finanzen am 15. Dezember 1910 erteilten Konzesswn zur Aufsuclstmg und Gewinnung von Kalisalzen hat Dr. Eltzbacher-Berlin zuerst eine Tiefbohrung auf der Gemartung Hartheim, Amtsbezirk Staufen, bann eine 2. Bohrung auf der Gemarkung Buggingen, Amtsbezirk Atütlheim, vorgenommen. Die erste Bohrung wurde emgeii-elU, da sie keine Ergebnisse zeitigte. Sie zweite Bohrung war von Erfolg begleitet. Nachdem in höheren Lagen mehrfach Lager von Steinsalz durchbohrt waren, wurde in 708 Metern Tiefe ein vier Meter starkes Kalisalzlager vorgefunden. Die Bohrungen werden fortgesetzt. Lin grauenvolles vampjerunglück — 1500 Menschen eitrnnlen! , Bernies Lebr-lnstilnT Handelsschule J 0771 (500 menfetjen Bleichstraße 26. abzuqeben. 2759 sofort gesucht. (2836 Möbelfabrik. (2802 sofori gesucht. 2756 Pittdcstllü zu Dcrmictcn. 2088 Lvalltorttraße 48. sofort gesucht 2844 Steinmetz', Stacker-, Versteigerungen Vermietungen Verkäufe Empfehlungen Mietgesuche Amtliches Stellengesuche Kaufgesuche Stellenangebote Verschiedenes 25441 Gut möbl. Wohn u. Schlafzimmer zu verm. Ecke West-Anl.,Scltersweg 701. Maschinen schreiben Korrespondenz Kanfm. Rechnen etc Anmeld. aBeginn tägl. G. 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Mai, vormittags 11 Uhr, stattfindenden EröffnungStermin einzu- senden. Zuschlagsfrist 3 Wochen. GroHH. Eisenbahn-Betriebs- omt 1 Grehen. Kleine Tageschronik. Die Stadtverordnetenversammlung bon Breslau bewilligte zweieinhalbMillionenMark für die Jahrhundertfeier der Befreiungskriege in Breslau. Bei Reichenbeuren in Oberbayern überfielen Zigeuner einen Landwirt, richteten ihn mit Messern und Prügeln übel zu und ließen ihn bewußtlos auf der Landstraße liegen. Die Gendarmerie unternimmt Streifen aus die Zigeunerbande, die sich tagsüber in den Wäldern des Tölzergebiets aufhält. In gant Oberschlesien wurde gestern nachmittag um 4 Uhr 35 Minuten eine ziemlich starke Erderschütterung wahrgenommen. Die Gegenstände in den Zimmern wankten. Geheimer Kommerzienrat Karl Funke ist heute morgen in Bad Ems an den Folgen einer Operation gestorben. Weserstratze 6 -Zmrmerwolmung mit Zu- , betör sofort oder später zu an der Südost-Spitze ch in Dienst gestellte ötzle Schiss, das wobl öbte Schiss, das woyl ergeblichen Rettung-- , Nachrichten über ba? dersprechend, nach den inzimehmen, daß Don waren, nur 675 ge- Die einzelnen Nachricht nges toieder: impfet „Titanic" bet mit einem Eisberg ßine W Stunde hlff tu [inten. Die i Rettungsbooten, tritt juö’ Stichen LÄewfe des ib leisten würden. Mkntelegramm W. » in Si»°°d°!^ Z I Schleppe. Em M «*“ * Hermes Lehr-Institut Handelsschule für Damen und Herren 0SK8 Gießen, Bahnhofstraße 39 8<“ Unterricht inaüen HandelNfttchern. Anmeldungen und Eintritt kann täglich erfolgen. TageS- und Abendkurse. Letzte llacbrichten. Tokio, 16. April. Das Expeditionsschiff her japanischen Südpolarexpedition, die Kainam Maru, ist auf der Rückreise aus der Antarktis in Wellington auf Neu-Seeland einyetroffen, und man n-ar sich im Ungewissen, welche Erfolge die von Leutnant Schirase geleitete Expedition errungen hatte. In Tokio ist jetzt ein Telegramm eingetroffen, das von Schirase stammt und lakonisch meldet: „Wellington einaetrofsen, alles wohl, Expedition jedoch gescheitert." Zugleich soll Leutnant Schirase an die' japanische Regierung telegraphiert und um 40000 Mk. gebeten haben, um Die Unkosten zu decken. In Wissenschaft- Mittwoch, den 17. Avril ds. Fs., nachmittags 2 Uhr, werden im Saale, Bahnhofstraße^, versteigert: Möbel aller Arten, ein vollständiges Beil, Hüte, Mützen, Blumen, Pflanzen u. a. m. 03247 Geißler, Gerichtsvollzieher. Lerhck. 1)1 m Rffcfe Stelle als Bureaudiener, Kaffenbote od. sonnige Ber- lrauensnelle Er kann auch eiwas schriftl. Arbeii übernehmen. Zeugnisse u. Reser ftehen zu Diensten. Schriftl. 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