jV.l k * \i Dienstag, 16. Zamiar M2 162. Zahrgang Erstes Blatt General-Anzeiger für Oberheffen Äuzetger Gictzcn. d ’ * ’’ . w Xnnadme von A.izeizea Hoiafionsbnid und Verlag der vruhl'fchen Univ.-Vucks. und Zleindruckerei R. Lange. Redaktion. Lrpeditton und Druckerei: Zchmflraße 7 bis üönmnaflsnyuiu” Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschästsslclle vahnhosstratze 16a. Be^nqSvrei 3: monot(idi75"BfM viertel« jährtiff) Mk. 2.20: durch .'ibbolc- il Zweigstelleir monatlid) 6ö '!?{.; Durch die Post Mk.2.— viertel- jährt. au«id)L BeileUg. 3cileni>rei5: lokal lö'UU ausivärtS 20 Ptenniq. Chefredakteur: A Goetz. Veraulwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton'. .Vernnschtes' imb .Gerichtsiaal-: St. Neurath; für .Stadt und Land": (L^cb; für den Anzeigenteil: H. Beck. llr. 15 Ter Siebener Nnzel-er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: luermot wöchentlich HicbciterZamttleriblLUer, r,i>ciiiinlivod)ciitl.Kiti$: blollfür bcn Kreis Siefjct: iTieustagund^reitaas; zweimal nionoil. Land wirtschaftliche Seitfragcn rast am Sonntag naajmihag der (Siebener Archäologe Professor li. Watzinger einen Lichibilderoortrag über die deutschen Forschungen in Palästina. Es waren insonderheit die Ausgrabungen der Deutschen Orientge.ellfckaft, denen der Vortragende als archäologischer Augenzeuge beigewohnt hatte, die der noch jugendliche Gelehrte in den Kreis seiner Betrachtungen zog. Professor Wavinger erzählte zunächst von den Forschungen im Berglande Galiläa, wo die ^deutsche Expedition eine hochinteressante Synagogenruine in Telhu freilegte. T.ese Stadt ist das alle Eapernaum am See Genezareth, und in der aufgelegten Synagoge haben wir die Stätte zu sehen, an der Jstus als Jüngling weilte. Tics Gotteshaus zeigte den für seine Eni- siehullgüperiode, die Ztomerzeil, charatteristischen Grundriß der dreiteiligen Basilika. Die Außenfront der Synagoge ist noch in ziemlich guter Weise erhallen; sie . zeigt reichen figürlichen Schmuck, der, späteren Satzungen entsprechend, wieder abge.nechelt zu sein scheint. In Galiläa hat bie CrientgeieLfa^ft noch veis'cl>i ebene andere alstüdische Tempelruinen entoedt. Von größerer Bedeutung aber waren die Funde in der Totenstadt von Petra, unweit der Hedschasbahn, wo man besonders ein wunderbares Grabdenkmal aus rotem Sandstein, das sog. „Schavhaus des Pharao" erforschte. Zum Schluß ging der Gelehrte auf die Grabungen der D. O. G. ein, die 1908/03 unter Professor Sellin an der Stelle des alten Jerichow unternommen wurden. Er zeigte hier eingehend und deutlich die Spuren einer dreimaligen Besiedelung der S.adk, die einst die stänite Feste Der Jtanaanuer war. Am deutlichsten nachweisbar sind hier die Spuren der Wicdcre.bauung des unter Josua zerstörten Jerichow, von der im Buoje der Könige berühr, wird, daß sie de.n Eroauer, einer alten Satzung gemäß, „den ältesten wie den jüngitn seiner Söhne gekostet" habe. Nach dem Vortrag zog der Kaiser, der die Uniform der 1. Garde-Tragoner trug, Professor Watzing er in ein_ längeres Gespräch und unterhielt sich in sichtbar fröhlicher Stimmung längere Zeit mit ihm sowie den Herren vom Vorstand der Deui- schen Lrientgesellsegaft. Die p.eugische Thronrede. Man schreibt uns aus Berlin: Zwischen Rcichstagshaupl- und Reichstagsstichwahlen wurde am Montag der preußische Landtag eröffnet. Es würde eine Act Anerkenntnis der Suprcmatte des Reiches mit seinem allgemeinen, gleichen und direkten Stimmrecht über den Bundesstaat Preußen mit seinem TreMasscmvahl- rcd)t bedeuten, das; sich die,er Staatsakt angc.ich.s der im Reiche durch die Wahlen gegebenen Lage in den nüchternsten Formen vollzog, uno der König ihm fernblieb. Aber man wird wohl sein Fernbleiben darauf zurücksühren müssen, das, auch in der heutigen Thronrede, die der Ministerpräsident ziemlich tonlos vorlas, eine preußische Wahl- r e f o r m nicht angelündigt wird, obwohl König Wilhelm II. schon im Ltlober 1908 sie „als eine der wichtigsten Ausgaben der Gegenwart" bezeichnet hatte; das muß sogar oen König von Preußen genieren, und deshalb Die ReiäMgewahlen. Ueberall, too der 12. Januar noch keine Entscheidung gcbraajt hat, rüsten sich die Parteien zur Eutsibeidungs- ,chlacht. So haben die Fortschrittliche Voltspartei und die Nationalliberalen ihre Vertrauensmänner so,ort nach Vertin einberu.en, die yauptiinien ihrer Strategie scflzulegen. Der Vorstand der Sozialdemo- c r a t i, ch e il Partei ist mit seinem Krieg..plan bereits fertig; er veröffentlicht an der Spitze seines Beniner Zentralorgans die Jenaer Stichwahlbedingungen, welche oer Parteitag im vergangenen Ja.-re beschlossen hat. Nach diesem Beschluß „dür,en die Eeno.sen nur denjenigen Kandidaten i.^re S.imme zuwenden, die sich vor Zeugen oder schriftlich verpflichten: 250000 Mk., zur Beschaffung von EinrichtpngSlagerung und Bekleidungsaegenständen für das neue Amtsaerichts- und Gefängnis g wände in N i e d e r l a'h n st e i n 9600 Mk, und für Erweiterung der Geschäftsräume der Gerichtsbe- Hörden in Frankfurt a. M. 25000 Mk.. Für Kreuznach sieht der Kultusetat für den Erweiterungsbau des Gymnasillms in Kreuznach eine erste Ra.e von 60 000 Mark vor. — Eine neue erfolgreiche Operette. Man schreibt uns aus Wiesbaden: Im Walhalta-Operetten-Theater fano die Urauf,ührung der Operette „z. e r Lockvogel" des Wiener Kompomnen Lev Ascher, Text von Alexander Engel und Julius Vorst, statt. Das graziöse Werku-en gefiel ungemein, und der anwesenoe Komponist, der seine Operette seloft mit Umsicht und Liebe dirigierte, mußte naaj jedem Atte w.e^er und wieder vor die Rampe trctciL Was der begabte Komponist zu bieten hatte, waren eajte Wiener Walter, sütz uno einschmeichelnd, originell und meloDDs. Jeoe Nummer e.wies sich a.s Sastager uno mußte wieoeryolt werden. Die Handlung iit natürlich ope- ret.enhatt uno un^laubwaro g, aber sie i i so lebens würdig uno luftig, von so guten neuen Witzen durchsetzt, trag ma.i ue willig mit in Kauf nimmt. Eme fesche lleine Frau, der d.e Männerwelt zu Füßen liegt, läßt sich gerne dazu herbei, den Loclvogel zu spielen und ihren Schwerem uno Kusinen Die Männer zuzufuhren. Doch als die vier Mädchen glüdlia) versorgt sind, hat sich- der arme Lockvogel bei dem Spiel die Finget verbrannt uno fitzt einsam daneben. Ta erobert sie ihr Mann, den sie bis Dahm verachtete uno der sich mit öilfe oes Buches „Wie werde ich energisch" vom Waschlappen zum energischen Mann burylern:. Alcxanorine Reinhardt, nie ausgezeichnet Wiener Soubrtt.e, gab den Lockvogel mit dem ihr eigenen Charme. Direktor Paul Westermeier war als energifch ge.ooro.nec Chemann^bewnders gut und holte sich durch seine schlagende Komik einen Soiw.r-Erfolg. — Die dramatisierte Ilias. Aus Be.st.i io.ro u>.s geschrieben: Wer Die Gndviälung der schönen und narren Begabung, die Wilhelm Schrnidrboiin sein eigen nennt, mit hostender Anteilnahme verfolgt, verl.eß am Samstag, nach der Uraufführung des neuen Tramas „D er Zorn des Ach 11 les mit einem Gefühl schmerzlicher Enttäuschung das Teutiche Theater. Denn nvr die ersten Szenen dieser Dramatinertcn Episode aus der Ilias ließ einen Lauch echten Dramatischen Lebens spüren. Man gLaabt anfangs, Dag schmidtoonno B-- arbettung Der Tragödie des starrsinnigen Jndioidualifteu zu- firebt. Dock der Ttchter hat sich diesen Vorwurf bald entgleiten lassen und beraubt seinen Velden ieoen Gegenspiels, indem er Die Gnechenfürstcn zu heimtückischen kleinen intriganten crn.ejrigt. oo bl..b. eine Art gr:eu;i|ujCi Kohihaas, rc.e iiaj überhaupt v.e.e Anklange an Kleiit uno namen.li-) an dessen Peitttztt'.lm aufdrängen. Die vrächstge tstavpe schlagkräftige Bühnempraaie Schmidibonns, in der nur hm und wieder einige salopp nuoerne Wendngenu ftören, vermag über Den Wrangel im g ütigen Ge üge des ganzen Werkes nicht hinwegzutäuschen, «starten Beifall fanden Berlin, 15. Jan. Im Abgeordne tenhaus ging ein Antrag Schiffer- Magdeburg, T. Laaenverg uno Genvs.e.» eai. Das Vans Der Abgeoromteu walte befchliegeu, t-c.ii Ennvurf des Gesetzes über die Befreiung Der Dchwenun-Kinder vorn R e - tigionsunter richt Die versassun^smävige Zuistniwu.-g zu erteilen. Ferner ist ein Antrag a.x. Schröder-Kassel uno Genossen cmgcgQiigcn, Die tonch.iche StaaGrcgiernng zu ersuu-cn, vei Den oer^undctrn Regierungen Dahin zu wirten, oag deut bttichstag ein Gesetzentwurf, vetref.end bie bi c g e i u n g des Subutissions- iu e j c n « im Teut>ch«n Reiche vorge.egt werde. Lern A^georo- uetei.hause ist ferner fü.genoe Anfrage Der Aogg. Schn, ei er (^-öhcn- martej, Tönnies uno Görck (Natl.) zugegangen. „Was ged.nit Die Staatsregierung zu tun, um in Zukunft D.n sckpveten Schaden hintanzuhettrn, roeiü/e bei der Bclui.lpiung Der sJJl a u l * und Klauenseuche für die LanDwirtw-r.fi und den vondel an Der Westttifie Sasteswig-Lwlsieins.aus den ucr Vieh,eu^.-enge,etzgevung ungeoronctcn Verwattuiigsmas.r.g.lu ergeben t“ Wetter i,t ein Antrag v. Campe und Genossen (Natl.) eingegangen. Die Smats- regicrung zu ersuchen, im Jntereste des Votts,chulwc,ens Einrillungen zu treffen, durch welche den V o i t'S s ch u 11 e h r e r n und Lehrerinnen eine bessere Mogiich.ett zu einer wissen- Ichaf11icheu Vorbereitung auf d.n Dieup an den Mitte-,- Ichulen, seruer in der Leitung Der Vottssck/ulem, in Der Lehrerbildung uno der Schulau,sicht gewährt werden. 93 e r l in , 15. Jan. Tas verrenhaus trat heute zu feiner cr^en Sitzung Äuiamme.i und w^h.te ven Grafen Webet- Priesdorf zum Präsidenten, Den CbcrLÜrgermeiuer a. T. jo eai er zum er.ien uno ucn Freiherrn von Lanosverg zum zweiten Vizepräsidenten. In den „Mittelungen" des Hansabundes ist zu lesen: Auf Grund der jetzt vorliegenden Zi.fern ist die Leitung des H a n f a - D u n d e s von dem Wahlergebnis befriedigt, da von den Mitgliedern des Han,a-Bundes sich ' - Stichwayl befinden 3 4 National- Illiberale, 51 Fortschrittler, 1 Freito n^er- gegen' jede v a t i v e r. Dazu kommen von den Nationaltiberalen, Fortschrittlern und FreEoniervativen noch 30 Kandidaten, die auf dem Boden der Richt.inien des Hansa-Bundes stehen. Bei Dieser Za^l von Kandidaten bestehl die Hof.nung, daß die Bestrebungen des Han,a-Bundes im tün,tigen Reichstage eine sachgemäße Bertre.ung finden werden. Jetzt gilt es, für alle Mitg.ieder und Freunde des ^ansa-Bunoes zur Durch,etzung dieses Zieles vou neuem mit aller Kraft die ersten beiden Alte trotz ein.r etwas bewußten Herausarbettung der erottschen Momente in Der Freundsryaft zwischen "Achill und Patroklus. Wegener als Achilles bot eine prachtoolle schaufptele- risa,e Leistung, Der nur eines fehlte: Die Elementarkraft des Zontes. Tamlt verlor der Titel des Werkes seinen beiten Suw, uno auS uCiit jjom ve» tvuiu: nur ein -vrotz d.s Aafttlis. rff.) W i e Liszt und Wagner sich a u s s ö h n t e n^ Dec runiiche Munter Alexander Siloti, ein stoüler tfron; Liszts, erzählt in seinen Lebenserinnernngen, die jüngit ms Englische üocrirageit worden fino, die Geichichte der Auslöhnung zwilchen Wagner und Liszt, Die er aus Liizts eigenem Munde gehört haben will. NaQ)dem 3iitoarD Wagner Liifts Tochtcr Cosima geheiratet hatte, hatte sich Lozt von Wagner ganz zurück gezogen. „Ich lehnte alle Vorichläge Coicmas,, mich mit Wagm- zu versöhneit, unzweideutig ab," soll Liszt zu Siloti getagt haben. ,Eines Tages aber erhielt ich vou Wagner einen Zettel, Den er hu. Wirtshause zum Eie,amen geschrieben hatte. Er schrieb, er sei gerade mit feiner Frau in Weimar angetommen und wolle einen lehren Venöhnungsverfuch machen. Er bat mich zu kommen und mit ihm Frieden zu sa;ließcn und sagte, er wurde warten bis ia) käme. Da er es nicht wagte zu mir zu tomnien. yjieme Achtung vor ihm schien miu) dazu zu treioen, und schließlich entschloß ich mich denn auch Hinzugeyen. Ms ich dort anlangte, hielt Wagner mir eine Nedc, Die etwa 20 Muiuten lang Dauerte. Es war eine Rede, Die ich nie vergessen toerde. Ich war davon so g.rührt, daß uh alles an ihm, ausgenommen seine guten Seiten, vergaß, und scylie,stich — schmauuen und zechttn wir bi6 6 Ahr morgens. Tann wurde ich nach Vause gebracht, beinahe bewußtlos von all Dem -lognak, Den ich getrumen hatte." — Ein serft örter Muri11 o. Ein Meinenoerk van Murillo, Die „Unbefleckte Empfängnis" im Mv'tui.i von S e - rilta ist, wie das Athenäum berichtet, in folg ein* r fahrlässigen Reinigung, zum Teil jeritört woroen. Bewuons sind die Ztei.ck tone oer Eherubinm, Die mit Dünnen Laiuren gemalt |ino, Durch Den Spiritus, Den Der bienaurator Virgilio Matoni angewandt hat, vollnändig aufgelöit und vernichtet w.'roen. Ter uitge- |U;iate Künstler ist verhaftet woroen nnc e.war.et jetzt feinen Prozeß wegen Verlegung oes .\.es, das in Spanien jeoti mann vermutet, oie bieuauration eines Bittes in einer ö»eni licken Ca.eAe ohne oie ausdrückliche Ermächtigung durch Die Akademie Der Künste vorzunehmeu. — Ter neue e a ui p a n 11 e in Venedig, der bekanntlich genau nach Dem Modell und an der -Melle des a'.teu etngeitürmten Glockenturmes errichtet worden ist, geht nun seiner Vollendung zu arbeiten. Tie Stichwahlparoie in Hessen. bs. TarmstadL, 15. ^ait. Ueoer die Stellungnahme der Fortschri pichen Volkspartei bei den S.irch blieb er fern. Wir müssen gestehen, daß wir von der Thronrede auch keine Neuauflage oer vor zwei Jahren verunglückten Wahl- resorm erwartet haben. Denn selbst wenn eine solche in neuer Gestalt dem Landtage zugehen touroe, auf Annahme hätte sie bei seiner Zusammensetzung nicht zu rechnen. WaS die Thronrede wirtlich bringt, tst nicht weiter aufregend. Es ist ja freilich hocher, reulich, wenn anfangs gesagt wird, daß die Finanzlage des S.aates sich günstig entwickele und der ja schon beiannte Voranschlag für 1012 einen weiteren Fortschritt zu dem Ziel, das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben herzustellen, bedeute. Aber bei dem mäßigen Fehlbetrag (19 Millionen) begreift man nicht, weshalb man ihn nicht von den geplanten höheren Rücklagen für den Ausglcichsfonds der Eisenbahnen Don vornherein abgezogen hat, sondern ihn auf Anleihe entnehmen will. Und dann begreift man auch nicht, weshalb 2r. Leiitze trotz der sich immer günjttger entwickelnden Finanzlage Preußens in einer Novelle zum Einlommen- und Ergänzungssteuergesetz die vor drei Jahren vom Lauo- tage nur auf Zeit bewilligten Zuschläge verewigen will, zumal sie auch die Kommunalsteuern automatisch in die Höhe schnellen lassen. Gegen die Erweiterung des Staatseii'enbahnnetzes, die Förderung des Kleinbahnwesens, sowie die Elet'trisierung des Groß-Berliner totalen Eisenbahnverket/rs iii nichts zu sagen und ebensowenig gegen das Wasserge,etz und das noa) ausstehende Fischereigesetz. Verlangen die,e beioen Gesetzesentwürfe schon ein eingehendes Studium, so ist das nämliche der Fall bei den angekündigten Vorlagen über den Zwang der Arbeitsscheuen zur Arbeit, über die Jugendpflege und über den in der vorigen Session gescheiterten, jetzt wieder aufs neue vorzulegenden Gesetzentwurf hin,ichtlich der ländlichen Forlbiloungsschulen. Umstrittene Punkte der Thronrede sind ihr Eingehen auf die Leoensmittelteuerung und auf die Lstmarkenstolitik. Tort verschanzt man sich dahinter, daß alles mögliche zur Linderung geschehen sei, und hier spricht man wohl von einer Förderung des Tentsch- tums, schweigt sich aber — in Rücksicht auf das polen- sreulidliche Zentrum- — klüglich darüber aus, ob die im Lchrante ruyende Enteignungsvorlage enb.iaj angeroenbct werden soll oder nicht.. Ter Voranschlag der Juslizverwal.ung 1912 enthält für den Neubau des amttgerichtlichen Geschüf.S- uno GZ^ngnis- gebäitdes in R ü d e s y e i m die erste Ra.e mit 1UU uOJ kitt'., für den Neubau des amtsgerichtlichen Geschäftsgebäudes x,- - r . ... und eines Gefängnisses in H ö ch st a. M. die erste Rate mit Presse sieht man den Stichwahlen opttmtftisch entgegen. Und die Aussichten sind in der Tat nicht schleckst. Die „Nationallib. Korresp." schreibt: Tic Stichivahlaussichten Der beiden liberalen Parttien lassen sich, je eingehender man die Lage in den eiinclnen Kreisen Prüf'», um so günstiger an. Freilich beklagen die Nattonallibcralcll den Verlust einer großen Reihe ausgezeichneter Kräfte: fo vor allen die des bisherigen Abgeordneten Tr. Strcsernann, de,sen großes Wifien auf sozial- und Han delsvolitiscyein Gebieic ihn im Verein mit seiner glänzenden RcOnergabe als eines der bcdculclidstcn Mitglieder des ReichStags crschcmeii ließ. Tie nationalliberale Fratiio»^ muß Meiler auf Die unermüdliche Arbeiisiratt des Geheimrats Vorn R.uß, der namentlich bei Der Durchocratung der R. '-8. C. hervortrat, einst Metten coenso verzichen wie auf die vortrefflick-e Mitarbeit von Männer.», »o.e Vergyauptmann Vogel, Lic. Eoerting, L.nu, Niumr. Lagcmann, Atzülter-LiuDotstaDt, Kochan, Wommelsdorf, Vaas, lut end, Görck unb Görcke. Aber einmal besteht für Die Aus - geschieoeneii Die Möglichicit, sich im Falte von Er.atzwahlen den dteichsiagsiitz noch naasträglich zu erobern, und dann dürften Der Parte» aus ihren 64 -Stichwahlen neue und hervorragende Ersatz.rüste zuwachttn. Das „Beniner Tagcbl." geht noch feinem alten Traum von einem Großblock per Linien nach und sieht sehr rosa- rostg in die Zumitst, inoem es schreibt: Nauman n tommt nicht wieder, Gyßling kehrt nicht zurüa, Stettin, Bremen, Tstsau sind verlöre.», und das ist geiuif» must enrcuiid) uno tut uns asten sehr leid. Aber niemand, der mit Den Veihattniffen betraut war, yak ettvas anderes erwartet, mcmanD hat etwas anderes geglaubt, und statt der verlorenen Kreise lu.roai v^r.imtsta) Karl-rahe und Freiburg gewonnen wer- oen, Züttichou-Krofic.», Guinomnen, Mlnaiin-Waren,^Dithmar- >a-e.l, KpuigSberg-Land und einige aridere Sitze mehr. Tie vürgcr- timen Link^-li^cralen ro.rDen am Schluffe des ganzen Kampfes lujtuerau) fehr viel schwua^r dasteheti als vor der schlackst, unb 11 e werden enorm, ivetD.n meyr ms sicys in lurzen Worten lagen labt, anpolitischer Aiacht gewonnen hauen, ivciut lie Dann Den rechten Flügel einer P a r l a^m e n t s m e h r- Ijeit biloen werden, dessen linken Flügel die Soziaideutotratie bCi.it. sticht die Sozialoernckratie wird das Terrain beherrschen, uno wäre ne noch fo start, fonoern Der Lioeralismus allein. Der das vie.zitierte „Züngtem an oer Wage" iviro, uno zum ersten yjta.e »Diro in allen grOsten Fragen des Reiches das Wort des Liveralismus enlfcheidend fein. Das alles wird geschehen, wenn in den cLmmalj.cn jeccr Liveratc Den schwarzolauen Bwck äutüübrangcn Iji.it uno Die Parteien der Linien starn, und wenn er, bei der Frage: schwarz mau oder rot, entschioiien für Die Sozialdemvlraten stimmt, ohne Deren Vermehrung es eine Liulsmajorität nicht givt. Erfaßt der liberale Bürger klaren XjstckS Die Situaston, Dann werden »vir einer Aera des Liveralts- mus entgegengehen. Tann wird B a s s e r m a n n Der „u n gekrönte Slöiiig" werden, und Ziemer G^neralielt»« m a r f dj a 11. Tas Wahlergebnis unb der Haulabnnd. Reichstag; 2. gegen eine Beschränkung des Vereins- uno Per-, imtSreicber lungs- und des Koalitionsrechts; 3. gegen eine Verichärfung! , -, Der sogenann.en politischen Paragraphen des Strafrechts; ^iltverate, o i gegen ein wie immer gear.etes Aus.uih.negesetz; o. l „ Ciyt,ljung oder Neueinfuhrung von Zöllen auf die VerorauchS- ariiEel der großen Atasse; 6. gegen jede Neue.nführung ooer Erhöhung inoiref.er Steuern auf Verorauchsartttel Der großen Masse cinzu.reten und zu stimmen. Stehe.» in d.r engeren Wayl zwei Kandidaten, Die beide bereit suw. Die aufge..eilten Bedingungen zu erfüllen, so ist Der Leoerale dem btichttibera.en vorzuziehen. In jedem anderen Falte ist strikte Sum.ne..e.ii- IjaLung zu proklamieren. Danach unb unter Würdigung Der Pcrsonlichtcit Der in Frage kommenden Kanoidaten ist im Em- Wahlen in Hessen, die für Friedberg-Büdingen und Darmstndt-Groß-Gerau für die nationulliberal Partei von großer Bedeutung ist, liegen irgendwelche Gmt- fcheidungen noch nicht vor. Am letzten Sonntag hielt bei Parteivorstand der Fortschrittlichen Volkepcnt.i für Hessen in Frankfurt eine geheime Sitzung ab, die aber zu feinem Beschluß führte. Tie Parteileitung hat sich daher an ihrc Berliner Zentralleitung gewandt, um von dor. Richtlinien für die Stichwahlen .zu empfangen. In Wiesbaden werden die Fortschrittler für den Nationalliberalen Bartling gegen den Sozialdemokraten Lehmann stim men. Die Annahme, daß den hessischen Fortschrittlern von Berlin aus Stimmenfreigabe für ihre Wähler emp fohlen werden wird, gewinnt sehr an Wahrscheinlichfeit Die Wahlen in Baden. In keinem anderen Bundesstaat hat sich der Liberalismus so erfolgreich durchzi'setzen vermocht, wie in Baden wo er jetzt einig und geschlossen gegen das Zentrum und du Konservativen vorging. Statt der sieben Mandate, wi'. bisher, hat das Zentrum nur noch vier in der Hauptwahl zu behaupten vermocht, und es ist in fünf Wahlkreisen, nämlich Konstanz, Donaueschingen, Lörrach. Freiburg und Offenburg — also in gutkatholischen Gegenben — in aussichtlose Stichwahlen mit den Liberalen gedrängt worden, die hier mit sozialdemokratischer Wahlhilfe dem Zentrum die Mandate abnehmen bezw ihren Sitz in Konstanz und Lörrach behaupten werden. Pforzheim haben die Liberalen allerdings mit Hilfe des Zentrums den Sozialdemokraten abgenommen. Das Zentrum wird weiterhin in Karlsruhe den Liberalen das Mandat zuwenden helfen Die Sozialdemokraten werden dann in Baden nur das eine Mannheimer Mandat besitzen. Die Liberalen stehen außerdem in dem leicht von ihnen zu behauptenden Heidelberg, und zwar mit viertausend Stimmen Vorsprung in der Stichwahl gegen die Sozialdemokraten Sie werden voraussichtlich zu dem bereits gewonnenen Pforzheim noch sieben Mandate aus den Stichwahlen herausholen. Die Stichwahlparole der Konservativen. Berlin, 16. Jan. In der „Kreuzzeitung" erklärt das Mitglied des Herrenhauses, v. Puttkamer, daß die Konservativen in der Stichwahl nur nach dem Grundsatz: do, ut des! handeln dürften. Deshalb müßte von der konservativen Zentralleitung, oder von den Parteileitungen der betreffenden Bezirke den Liberalen ein volles Bündnis angetragen werden, falls sie sich zu einer unbedingten und durch öffentliche Kundgebung zu befestigenden Gegenleistung verpflichten. Gehe hierauf binnen einer möglichst kurz zu bestimmenden Frist eine zweifelhafte, eine abändernde ober überhaupt keine Antwort ein, so sollten sich bie Konservativen bet Abstimmung enthalten und bie Liberalen ihrem Schicksal überlassen. Tann würbe die Sache, wenn auch bas Zentrum die gleiche Taktik verfolgen sollte, mit der völligen Vernichtung der Linksliberalen enden. Es sind nicht zwei sondern vier Mitglieder der Wirtschaftlichen Vereinigung gewählt; ein fünfter, bereits gewäylter Avgeoroneter luiro sich, )o schreibt man uns, ihr voraussichtlich anschließen. Die Gewählten sind: Gebhart, Vogt, Mumm, B a ch m e i e r. In bie Stichwahl kommen: Dr. Werner, Binbewald, Raab, Knapp, Henningsen, Rippel, Vietmeyer, Schauer, Rupp Behrens, 'Burckharbt, Herzog, Vogt; bazu brei Reformer Tie Stichwahlparole des Zentrums. Berlin, 16. Jan. Nach der „Germania" versammelte sich gestern abend bie Zentrumsfraktion bes Abgeord- netenhauses zu einem gemeinschaftlichen Abenbessen in' ben Restauralionsräumen des Abgeordnetenhauses. Ter Vorsitzende der Fraktion, Dr. Per sch, hielt während der Tafel eine längere Ansprache, wobei er auch die Neichstagswahlen berührte. Er äußerte, daß schon in der Hauptwahl das Zentrum sich wieder als der feste Turm bewährt habe. Aus feinen Ausführungen über das Verhalten der Zen- Irumspartei bei den Stichwahlen gebt hervor, daß die oberste Leitung der Zentrumspartei keine allgemeine Stichwahlparole ausgeben wird. Ihrer bis- bertgen Stellungnahme entsprechend wird sie dagegen tunlichst Unterstützung der rechtsstehenden Parteien wünschen. Mit der Sozialdemokratie dagegen soll keine Wahl- abmachung getroffen werden. Ein Glückwunschtelegramm des Reichkkinzlers. Nach Bekanntwerben bes Wahlergebnisses im Wahlkreise Anklam-Demmin richtete der Reichskanzler an den Präsidenten des früheren Reichstages Grafen von Schwerin-Löwitz, folgendes Telegramm: Hocherfreut über Ihren Sieg spreche ich Eurer Exzellenz meine herzlichen Glückwünsche aus. Ich erblicke in Ihrer Wieber- entgeqen, und die feierliche Eröffnung ist auf ben 25. April festgesetzt worben. Venedig wirb bann also sein altes Wahrzeichen wieder haben, ohne baß man sich bie Silhouette der Stadt nicht denken konnte. — Vorläufiger Abschluß b er Tendaguru-Ex- pedition. Nach fast breijähriger Tätigkeit ist bie Tendaguru- Expebition unter Leitung von Dr. W. Janen sch, bie im südlichen Teutsch-Ostafrika, im HiMerlanb von Lindi und Kilwa, Ausgrabungen versteinerter Dinovsaurier der Kreidezeit mit unerwartet großem Erfolg vorgenommen bat, zu einem vorläufigen Abschluß gekommen: ob bie Ausgrabungen bereits im nächsten Jahre wieber in Angriff genommen werben können, ist eine Frage der zu diesem Zwecke beiautreilxmben Mittel. Wie „Peterin Mitteilungen" einem Berichte von Dr. E. Hennig, ber wahrend her ganzen Zeit an ben Ausgrabungen beteiligt war, entnehmen, ist bas gesammelte gewaltige Material im Berliner Museum für Naturkunde zum Teil bereits aus gepackt und dem Publikum zugänglich gemacht. Die Bearbeitung wirb viele Jahre in Anspruch nehmen, bie wissenschaftlichen Ergebnisse werden in der Zeitschrift für Biontologie ber Berliner Bereinigung Naturforschender Freunde veröffentlicht werden. Im letzten halben Jahre hat auch Tr. v. Stapfsan den Ausgrabungen teilgmommen. Tie Kosten ber dreijährigen Ausgrabungen beliefen sich auf etwa 180 000 Mk.; ihr Ergebnis waren etwa 4500 Trägerlasten, die, in 800 Kisten mit einem Gewicht von 150 000 Kg. verpackt, nach Berlin gelangten. Sie sind besonders durch ihre ungeheuerliche Größe bemerkenswert und übertreffen bei weitem ben Umfang des ameri- tanischen Tiplobocus. — Kurze Nachrichten au3 Kunst und Wissen- schäft. Der seit Oktober v. I. in Jena im Ruhestand lebende Professor ber Philosophie, Otto Liebmann ist gestorben. — Der noch kürzlich anläßlich seiires 80. Geburistages zum Hof- rot ernannte Sänskritologe bei Heidelberger Universität, Prof. Dr. Lefmann, iü in ber Nacht vom 14. zum 15. Januar an einer Lungenentzündung gestorben. — Für bas nächste Studien- iahr ist Geheimer HofrSt Professor Dr. Lilienthal zum Prorektor der Universität Heidclbekg ernannt worben. wähl ein gutes Omen für bie Zukunft. Mögen nun bei ben Stichwahlen bie bürgerlichen Parteien zur Besinnung komme». Tie Wahlaied rlage 91anmann?. Stuttgart, 16. Jan. Dem in ber Hauptwahl im Kreise Heilbronn ausgefallenen bisherigen Abgeordneten Dr. Naumann finb zwei Wahlkreise im Reiche a n - geboten worden, in benen ber liberale Kandidat in i icherer Stichwahl steht und ber zugunsteneinerNach- wahl für Naumann zurücktreten will Naumann hat je» Dod) bieses Anerbieten abgelehnt. Er wirb in der nächsten Zeit eine Reise nach Aegypten unternehmen. Tie Freude der Sozialdemokraten. Der „Vorwärts" veröffentlicht eine ganze Spalte von Glückwünschen ber internationalen Sozialdemokra- tie. Sie hofft, baß bie So'ialbemokraten ihren Sieg bei ben Stichwahlen noch vervollständigen. Ter Sieg bes Sozialismus in Deutschland sei auch ein Sieg ber internationalen Soäalberno- iralic. Tiefe Glückwünsche zeigen mit aller Deutlichkeit die Kluft .wiscben Den nationalen Parteien und ben Sozialisten. Der Deutsche Reichstag ist bie Vertretung bes beutscben Volkes: bie Sozialdemokratie aber macht ihn zum Tummelvlatz ihrer incer- natronalen Interessen. Welcher bürgerliche Wähler will ihr babei behilflich fein? Die Stimmenzahl der Parte en. Bei ber Reichstagswcchl würben, bem Reichs anzeig er zufolge, nachstehende Stimmen abgegeben: Konservative 1 149 916 (i. I. 1907: 1060209), Reichsvartei 365087 (471 863), Dt > ch. Reformpartei 42 882, Deutsch-Soziale 47 287, Christlich-Soziale 85 371, diese drei Parteien zusammen 175 540 (gegen 261000 L I. 1907), B b. b. Landwirte 61412 (95 000), sonstige Parteien 123171 (105 000) Bayr. Bauernbund 48 7<5 (72 000), Zentrum 2012990 (2 179 743), Polen 438807 (453 858), Nationalliberale 1 671297 (1637048), Dtsch. Bauernbund 28 535 (0), Fortschr. Volkspartei 1556 549 (1233 935), Demokraten 28557 (0>, Sorial- demokraten 4238919 (3 259 020), El s ä s s e r 84 113, Lothringer 36 390, Welfen 76 922, Sittauer 6228, Dänen 17 295, Wilde 12376, unbestimmt 38252, zersplittert 13206. Die Zahl der Wahlberechtigten betrug 14 236 722 (z. T. ge- chätzt), 1907: 13 350 698. Gültige Stimmen wurden abgegeben 12 188 337 (1907: 11262 775). Demnach betrug bie Wahlbeteiligung 85,6 Proz. gegenüber 84,7 Proz. bei ber Wahl 1907. Schrcckenrnachnchien aus China. Peking, 15. Jan. Eine Rettungsabteilung mit 19 eng- lischen unb 13 schwebischen Missionaren ist aus S i a n f u, ber Hauptstabt Schensis, in Henanfu eingetroffen. Tie P ro- vinz Schensi beffnbet sich in vollstänbigem Aufruhr. Viele S t ä b t e finb geplünbert unb von ben Einwohnern verlassen worben. Die Niebermetzelung von 10 000 Ma nbschus bestätigt sich. Aus Schanghai finb Telegramme eingetroffen, nach denen 3 Kreuzer unb 3 Transportschiffe mit 3 Bataillonen republikanischer Infanterie unb 11 Geschützen heute von Schanghai nach Tschifu abgegangen finb. Weitere Truppen sollen cm Laufe ber Woche folgen. Nach weiteren Berichten befinbet sich 70 Meilen süblich von Zutschaufu an ber Bahn Tientsin—Nanking eine starke revolutionäre Truppenmacht.________________________ Deutsches Ueich. T-aS neue preußische Eisenbahnanleihegesetz wirb bie Summe von 190 Millionen Mark verlangen. Unter anderem werben größere Summen verlangt werben für bie Einrichtung elektrischer Zugförberung auf ben Berliner Stabt-, Ring- unb Vorortbahnen, für bie Herstellung weiterer Geleise auf be- 'tehenben Bahnen, für bie Herstellung einer Verbindungsbahn bei Bebra zur Abkürzung der Strecke Berlin — Frankfurt a. M. Ferner werben verlangt 112 Millionen Mark für bie außerorbentliche Beschaffung von Fahrzeugen für bie be- tehenbe Staatsbahn.___________________________________________ Aus Stadt und Land. Gienen, 16. Januar 1912. * * Tageskalenber für Tienstag, 16. Jan. Stadt- theater: Tie Hochzeit von Ment Anfang 8 Uhr. * * Lehrerpersonalien. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Weisenau. ♦ * Lebensretter. Der Großherzog bat die Ret- nngsmedaille dem Musketier Ludw. Beutel, im 5. Hess. Infanterie-Regiment Nr. 168 verliehen. •• Geburten und S ter.be falle 1911. Im ab-: gelaufenen Kalenderjahr wurden in unserer Stabt geboren, 1116 Kinder, nämlich 565 Knaben unb 551 Mäbcben (gegen über bem Vorjahre mit 1083 Geburten, 566 Knaben und 517 Mädchen. Von diesen Geburten faden auf eheliche 793 und zwar 391 Knaben unb 402 Mäbchen (788, 414, 370) • »meheliche 323. unb zwar 174 Knaben unb 149 Mädchc" (295, 148, 147). Auf bie einheimische Bevölkerung entfaden von ben Geburten 606, und zwar 291 Knaben unb 315 Mädchen (622, 333. 289). Auf ortsfremde Mütter entfaden an in Kliniken unb Anstalten vorgekommenen Geburten 510, und zwar 274 Knaben unb 236 Mädchen. Von ben 323 unehelich geborenen Kmbern entfaden 54 auf bie Gießener Bevölkerung, wöhrenb 269 vou Müttern herrühren. bie von außerhalb gekommen, nm in ben Kliniken ihreNleberkunst abzuwarten. — Tie Zahl bet Todesfälle betrug in Gießen im obgelansenen Jahre 623, barunter 326 männliche unb 297 weibliche Personen (624, 305, 319). Auf die einheimische Bevölkerung entfaden davon 327 (309), auf Ortsfremde, bie in Kliniken unb Anstalten verstorben, 296 (315). Im ersten Lebensjahre starben 104 Kinber (76), von benen 64 ehelich (59) unb 40 unehelich (12) geboren waren. ES entfaden von ihnen 68 auf (Siebener und 36 auf bie ortsfremde Bevölkerung. Totgeburten waren 59 zu verzeichnen (52). ür Gießen allein 19, auf ortsfremde Mütter 40. Der lieber» chuß an Geburten beträgt, außer Achtlassung ber Orts- remben, 279 (313) ober runb 46 Proz. (50 Proz). Trotz res Heinen Rückgangs im Ueberschuß ber Geburten gegen bas Vorjahr ist das Ergebnis doch sehr zufriedenstellend. Verglichen mit dem Durchschnitt im Deutschen Reich 1909 stellen sich die Geburten uiit) Sterbesälke unter Berücksichtigung der Ergebnisse bei der einheimischen Bevölkerung für 1911 bei rund 31 000 Seelen wie folgt: Es entfallen toieyen Teuiiches Reich (Beburlen.......19,5 81,91 , , eterbefäne.......10,5 18.1}innn Ueberlcbuß ber (Seburlen . . 9,0 13,8,1000 ^l"wohner Dieser Vergleich zeigt, daß die Sterbeziffer weit unter dem Tuichichmtt zrirückbleibt, daß ober auch bie Zahl der (Schulten und deren Ueberschuß ben Durchschnitt um etwa nicht erreicht. *-• Tie Handelskammer Gießen wählte in ihrer gestrigen ersten Sitzung in diesem Jahr den Geh. Kommerzienrat Heichelheim wieder zum Vorfreuden. Auch die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Zlommerzten- rat Schirmer-Gießen und Kommerzienrat Grünern al d - Alsfeld wurden wiedergewählt; ebenso der Rechner Kaufmann Röhr hier. ** Das Wohltätigkeitsfest deS Automobilklubs Gießen und Umgebung im neuen Stadttheater hat für unser Säuglingsheim nach einem vorläufigen lleber- schlag einen Betrag von 12J0 bis 1500 Mk. eingetragen. ** Stadttheater. Zur Festvorstellung an Kaisers Geburtstag ist Paul Heyses bekanntes und wirkungsvolles historisches Schauspiel „Colberg" gewählt worden. Die Vorstellung findet Samstag den 21. d. M., abends V28 Uhr, statt und zwar außer Abonnement, doch haben Gutschein Gültigkeit. ** Ter Eisverein veranstaltet am Freitag nachmittag auf seiner Eisbahn, die sich in vorzüglichem Zustande be sind et, große Wettläufe, zu denen eine große An zahl von wertvollen Preisen ausgesetzt sind. ** Tie elektrische Straßenbeleuchtung vom Bahnhof über Liebigstraße—Frankfurter Straße bis zum Selterstor ist seit Samstag abend in Wirksamkeit getreten Recht armselig gegenüber der Helligkeit an der Bahnhofstraße nimmt ffch bie Beleuchtung des Platzes an den Balm- Höfen aus. Die eine Bogenlampe auf diesem Pcatz, ine die Bahn dort angebracht ha-, genügt nicht. ** Auf der Rodelbahwam Schiffenberg kam es am Sonntag zu einigen leichten Unfällen, die wohl darauf zuruckzuführen find, daß die Bahn wenig^Schnee hatte und bei ihrer leichten'Neigung auf der einen Seice der festgefrorene Sturzacker den Fahrenden gefährlich wurde. Aus diesem Grunde wurde die Benutzung ber Bahn einstweilen eingestellt. Sie wirb wieber zum Robeln freigegeben wer« ben, wenn geuüaenber Schneefall ein tritt, ba die Bahn dann ungefährlich ist. "'Silberne Hochzeit feiern morgen die Eheleute Konrad BonariuS unb Frau, geb. 5B1 ßanbL Landkreis (Siehrn. r. Londorf, 15. Jan. Am Sonntag abend hielt der Turnverein im Bögerjcben Saale sein Wintervergnügen ab. 'Der Besuch war sehr gut. Die Darbietungen ließen nichts zu wünschen übrig. Die turnerischen Hebungen wurden sehr exakt ausgcführt unb auch ber theatralische Teil würbe unter großem Beifall ber Erschienenen flott und sicher vorgeführt. Kreis Schotten. § Michelbach bei Schotten, 15. Jan. Am 2. Juni begeht ber hiesige Kriegerverein, ber vor zrvei Jahren gcaründet wurde, seine Fahnenweihe. Zuglei chverbindet ber Bezirks- kriegerverband „Vogelsberg" damit sein Jahr cs fest. Die Lieferung ber Fahne, die auf etwa 400 Mark zu stehen kommt, würbe Der Firma Hisgen-Lich übertragen. Als Festplatz ist ber sog. „Lugrain" hinter bem Torfe gewählt. Kreis Friedderg. L. F rieb berg, 15. Jan. Heute begann im (Schaube der Augustinerschule bie schriftliche Maturitätsprüfung ber Oberprima unseres Gymnasiums. 25 Abiturienten unterziehen sich ihr. — Mehrmals haben wir in bleiern Winter Rohrenbrüche ber Gasleitung gehabt. Diese Rohre aus ber östlichen Seite ber Kaiserstraße vom Hog bis zur Burg liegen schon seit bem Jähre 1863. Auf Weihnachten 1863 würbe zum ersten Male bie Stadt mit Gas beleuchtet. Tie westliche Seite ber Kaiserstraße, wie die Neustadt, Burg »sw., hat eine neue Röhrenleitung erhalten. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 15. Jan. Unter Leitung des Herrn Freybe-Weilourg wird für die Lehrer des Kreises Wetz»> lar ein Wetterkursus abgehalten. Die Teilnehmerzahl darf 30 nicht übersteigen. Sollte die Teilnehmerzahl größer sein, wird ein zweiter Kursus eingerichtet. — Hochelheim, 15. Jan. Nackchcm hier die Maul» und Klauenseuche erloschen ist, scheidet Hock-elheim aus bem Sperrbezirk aus unb ist bem Beobachtungsbezirk zugeteilt. Hessen-Nassau. n Marburg, 15. Jan. Tie Fabrik chirurgischer Instrumente von Wilhelm Holzhauer blickt morgen auf ihr 150 jäbriges Bestehen zurück. Ter Inhaber der Firma, Herr Jakob Holzhauer, begeht zugleich sein 25 jähriges Jubiläum ber uebernahme ber Fabrik unb seine silberne Hochzeit. — Tie Stobt» üerorbnrtcn bewilligten zum Stäbtebund-Theater Marburg- Gießen-Nauheim außer bem seitherigen Zuschuß von jährlich 1500 Mark noch weitere 1000 Mark. Marburg, 15. Jan. Für bie hiesige U n töer f t töt sieht ber preußische Kultushausyalt für ben Neubau oerpsychiatrischenAufnahmestationber Poliklinik einschließlich ber Außenanlagen unb ber Inneneinrichtung die erste Rate von 50 000 Mk., für bauliche Aendcrungen und Berbesse- rungen in der medizinischen Klinik bie erste Rate von 100 000 Mk. vor. Für ben Neubau bes physikalischen Instituts beträgt bie erste Rate 200 000 Mk. unter Verwendung der durch das Extraordinarium vom Jahre 1905 zum Umbau desselben Institutes bereit gestellten 102 500 Mark. Wandern unö Ucifcn« ** Alpenvereinssektion Oberhessen. Am Sonn tag unternahm die Sektton Oberhessen des Alvenvereins ihre erste diesjährige Wanderung. Um 1 Uhr fand sich eine stattliche Zahl von Mitgliedern auf ber Lahnbrücke ein- vom schönsten $3etter begünstigt, ging es zunächst nach den sieben Hügeln bei Krof- borf, wo ein wunberschöner Ausblick auf ben Vogelsberg genossen würbe. Hoherobsvopf und Bielstein waren deutlich sichtbar. Darauf gings bergab unb wieber bergauf meist yuerselbein über Krof- borf nach bem Gleiberg, wo Kaffeerast gehalten würbe: nach einhalbstünbigem Aufenthalt ginas weiter nach bem Vetzberg und von da nach Robheim: beim Abstieg nach letzterem Orte würbe bie prächtige Färbung bes Mendhimmcls gebührend gewürdigt. Um 7 Uhr war man wieder in Gießen. Im Februar beabsichtiat bie Sektion einen alpinen Abend zu veranstalten. Die nächste Wanderung geht am 11. Februar von Bieber über den Dünsbcrg, Hohensolms und Bubenrod nach Bieber zurück. Am 24. März gehts von Trais a. b. Horloff über das Wasserwerk Inheiden, Steinheim, Glaubzahl, Salzhausen nach Nidda: am 21. April von Alsfeld über Willingshausen nach Neustadt; am 12. Mai von Buchenau über den Rimberg nach Marburg: am 16. Juni von Büdingen über Tiergarten nach Gelnhausen, am 7. JÄi von ber Hohen Mark über den Altkönig, am Frldbcrg, nach Königstein, Falkenstein, Cronberg: am 11. August von Wetzlar über bas Kirschenwälbchen unb Honigmühle nach Braunfels. Am 14. unb 15. Sept, gehts vorn Laubacher Walb nach bem HoherobS- köpf: hier wirb uoernachtet, von ba nach Herbstein unb Lauterbach: am 20. Oktober von Butzbach über Kleeberg—Oberkleen nach Butzbach zurück; am 10. Nov. von Reiskirchen über Winnerod, Reinharbshain, Bellershain nach Grünberg: am 8. Ta. endlich beichließt eine Frauenberg-Wanderung, wie üblich, bte Reihe. Außerdem finden noch zwei Ausflüge mit Tarnen statt, am 2. Juni nach Braunfels und am 29. Sept von Garbentrich nach Arnsburg uitd Lich.______________ vermischtes. * Beachte des Kindes Talent Das Sprichwort sagt: „Früh übt sich, was ein Meister werden will". Daher beobachte auch das in jedem Kinde aufkrimende Talent, das sich beim Spielen, beim Wandern oder beim Erzählen Eunbgibt Merke auf u» Dir. Prof Schmidt Wählen Sie mm 551 1171 417 ^GarlSchwaab 266 eniDuebt Holz Bersteigcrnug der Gemeinde amt DOtAubrinaen. Bu/i D*'i von 6'/«—8 Uhr. Rm. [B18/1 Se tersweg 23 Fernruf 27. Mt. 8.1 <1—8.20, Mt. 8. 0 — 8.50 gemischte gemischte 2 24 48.3 5,50 3,70 41,20 8 102,2 2 105 bei Ihren Einkäufen das Schuhhaus Wolff, Gießen, Seltersweg 19 und Sie werden sicher zufrieden sein .. Frucht-Zicker wie Honig auf Brot au essen ä Pfund SO Pfa. Der Anfang und die Zusammenkunft ist beide Tage vormittags um 10 Uhr m der Eiinbach auf abend hielt der aterveranü- bietungen ließen irikt Totalität 4. VII./VUL 0 Rm. dec Krcisstratzc Steinbach-Oppenrod. Steinbach, am 11. Januar 1912. Großh. Bürgermeisterei Steinbach K r ä ni e r. Kondito re 1 H eitler. Nechtsschutzstelle Frauen und Mädchen erhallen unentgeltlich Rat und Auskunft in Rechts angelegeuheiten im alten Rathaus Markt lilat» 14 Mnnvoch nachmilt. AnuUcher WcncrbencDL Oeffentlicher Wetterdienst, Gieften. WeUerauSsictiten m Neffen am Mitlivoch, den 17. Januar 1912' Bewölkung zunehiuend, trocken, kalt. Garbenheim. Am Freitag, dem 19. d. Mts., uachm. von 1 llbr at kommen bei Wirt Lütke in Garbeimeim zum Verkauf: Distrikt KcUerSbach 2. XII XIV. 4 Elckenstämme mit 13L9 Fstm. Inhalt, 6 Rm. Eichenscheite, 5 Rm. Eichen- tiAiipvel, 65 Rm. Reiserwellen. Distrikt KellcrSbach 4. VI. 2 Rm. Eichennutzknuppel, I Geschäft s-Eröfihnng u. Emphhlimg Meiner werten Nachbarschat, einem hiesigen, sowie ftiswih-tigen Publikum, die ergebene Mitteilung, daß ich mit dem neutiuen Tage die c;a*twirtschaft zum ..SchifTcnbcrger Tal übernommen habe. Zum Ausschank gelangen die beliebten Biere der Unionbranerei G i<*ßen. sowie das wegen seines großen Nährgehalt''6 beliebte alkoholfreie | Kraf hier in Flaschen. Empfehle gleichzeitig einen ruien bürgerlichen Jlitiac- und Abend-TI-cb. Meiner werten Kundschaft für das mir seither in so reichem Maße entgegenge.br 'chte ohlwollen bestens iauk. n l. bitte ich, mir dasselbe auch ferner zu bewahren. Es wird mein aufriclr igstes Be-treben sein, meine werten Gäste stets zufrieden zu stellen. 10119 Mit aller Hochachtung Heinrich Huhn,SchiffenbergerWeg63. Mftjn CrroÜRegeachaft betreibe ich außerdemjyoiter. Grösste Auswahl in Kakes und Pralinees für Gesellschaften 472 in einfacher u feinster Füllung empf.i i allen Preislagen Ämüvvel, 75 Rm. gemischte Reiser. Distrikt ftellcrsbach 2. XIV. jt-nüwiel, 1020 Rm. gemilchte Rrtser. Srofborf, den 15. Januar 1912. Der Bürgermeister ma des Hem 3 Kreises We^ »ie Teilnehmer« TeilnehmerM ngerichlel. er die' Maul' unb aus dem Spcrt teilt. bis 8.00, Tlagniim bonuin Mk. 3.20—3.n0, iveiüe runde '1)11 2.90 8.10. L i e g u.i tz: Rote Taber Mf. 3.20- 0.00, nufrere rote Lotten '1)1001111111 bonuin Mk. 3.30—3 80, weifte raubt Tort m und: Maannm bontuii 3.70—3.00, Holzverfteigernng. Im Steinbacher » Gemciude - Wald Distr. Todenzipfen und Embach, Ameisekopf und Henghuck sollen nachverzeichnete Holzsorttmente versteigert werden. n) Brennholz. Mittivoch, den 17ten Januar 1912. Bekanntmachung. Nachdem Großh. Mintsterium des Innern die Auflösung der Wassergenossenschaft .Röthfeldqenossen- schait" geneftmtgt bat, tritt dieselbe in Liquidation. Zu Liquidatoren sind ernannt: 1. Nicklas, Großh. Bürgermeister, 2. Ludwig Rotb tind 3. Georg Friedrich Hofmann. Gläubiger wollen sich bei einem der genannten Liquidatoren melden. Forderungen an die Genossenschaft, welche weder vor der Bekannt- machung beg AuflösungSbeschlusseg aktenmößig geltend gemacht worden sind, noch nach derselben binnen Jahresfrist, vom Tage der Bekanntinachung deS ')tuflüsunggbeschlnsscg an gerechnet, angemeldet werden, bleiben bet der Verteilung unberücksichtigt. eteinbeim, den 13 Januar 1912. Die Wassirqcnossen'chaft „Röihfeld' m Liquidation. NicklaS, Genossenschaftsvorflcber. 471 Kleine dageschronif. Zahlreiche UiifäHe auf Rodel- und Eisbahnen haben sich in Berlin zugetragen. Auch auS München, Dresden und anderen Orten liegen Nachrichten über mehr oder weniger schwere Unfälle vor. , Ter Magistrat von Rix dorr hat bcschlonen, dem Antrag des für die Namensänderung Riidors eingesetzten Ausschusses stattzugeben und den Namen Rudorf in Neu-Cölln um- zuwandeln. . Unter Hinterlassung von 400 000 Mark Schulden verschwand aus Magdeburg ein Kaufmann. Es sollen Wechselsälschungen in L>öhe von 300000 Mark vorliegen. , . m Tic Gothaer Feuerversicherungsbank auf Gegenseitigkeit wird ihren Versicherten für 1911 an Ueberschuft 70 Proz. der eingczahlten Prämien »urückgewähren Gellern nachmittag wurde das Fabrikgebäude der Lederfabrik von O. A. Winter in Buxtehude zum größten Teil ein Raub einer verheerenden Feuersbrunst, die im Dachstuhl des Wohnhauses ausgebrochen war. . Zwischen Klaus Hof und der Pappenrother Hohe bei Bad Kisfingen ist der seit dem 19. Juli v. I. vermißte Landgerichts- direktor a. D. Fweiherr v. Harsdorf aus Nürnberg von einem Holzarbeiter an einem Baume erhängt ausgefunden worden. Sämtliche Wertgegenstände fand man in den Kleidern. Bei Tarmietzel ,Reg -Bez. Frankfurt a. d. Oder) wurde der herrsckwftliche Kutsdrer Knospe, der mit einem Schlitten in einen Graben gestürzt war, mit den Pferden erfroren am gesunden. In Glatz tauchte gestern mit grober Bestimmthert das Gerücht auf, daß der in bet bärtigen Festung untergebrachte eng- lische Spion Kapitän French einen Selbstmordversuch unternommen habe Di? Fes u igsb h rde perneuert zwar darüber jede Auskunft, doch ist bereits in die Oeffcntlichkett gedrungen, daft French tatsächlich Selbstmord durch E t h an g en verüben wollte, bei seinem Vorhaben jedoch überrascht wurde. Er besmdet sich nach einer amtlick>en Auskunft wie)er wohlauf. Als die Schauspielerin Lecrauche auf ihren Wunsch mit einem Domteur in Rouen einen Löwenkäsig betrat, wurde ste von den Bestien angefallen und zerfleischt. Die Verletzungen waren so furchtbar, daß sie bald darauf ft a r b. Einer der Löwen mußte erschossen werden, bevor es gelang, bie Unglückliche zu befreien. . In Tours wurde ein reicher Privatmann, der öffentlmje Ehrenstellen bekleidete, verhaftet. Er hat seit einem Jahr- dehnt im Departement Loire zahlreiche Diebstähle, wobei ihm Dunderttausende in die Hande fielen, verübt. Et behauptet, aus den Diebstählen einen Sport gemacht zu haben. Eines der bedeutendsten Holzlager Norwegens in Frede- rickstadt brannte nieder. Zwei Menschen sind verunglückt. Der Materialschaden beträgt eine Million. Eisverkaus. Die Benutzung des Lchweincmarktvlatzcs und einiger anderer Plätze Atir Förderung dcs in der Lahn gewonnenen Eiics ioQ für den laufenden Winter Mittwoch, den 17. Januar 1912, vormittags 11 Ubr, an Ort und Stelle versteigert werden. Zusammenkunft auf der Labnbrü^» ß16/1 &■ W 10 d-r Sty lieber, «nfletrogo, V MS Itorbtn. $i cn ®“tlä fe“8 na6 ju, ne 8W fc 6»m bis Veit Llr.ten den Bai,. Platz, die bie Enberakam b2e W da- Schnee hatte L>eiie der fest, y wurde Aus hu einstweilen gegeben wer- da die Bahn 1 die Eheleute bl Kreppei täglich frisch bei Hofbacker Fricdr. N"ll Mäusiurg 12 Nutz und Brenttholzversteigeruug Aöuigl. Oberförfterei ftrofdors. Mittwoch, den 24. Fauuar, voim. 10 Ubr kommen im Freund fcken Saale in ftroibori au in Berkans: Schutztzcz. Krofdorf. Ti -r. 2, Forst: Eichen -9Rm. SchichtnutzbolA, 5 Rm. Scheit u- Kmivvel, 2iH Rm. Reisig. Oteicrn = 1 Rm. StnüpocL 35 Rm. Reisig. Fichten = 187 Stg. 1L, 230 Stg. III. 70 Stg. IV. StL, 2 Rm. Scheit. Distr. 13, 14, 15, ftrcuzsckläge: Eichen — 2Rm. Scheit, o jjfni. Reista Buchen — 267 Rm. Scheit. 15 Rm. SnüpveL 461 Rm. Reing. Tistr. 21, Kuubett: Elchen — 4 Rm. SchichtnutzhotA, 5 Rm. Scheit, 45 Rm. Knüvvel, 6(0 Rm. .Reisig- Buchen = 42 Rm. Scheit, 34 Rm. Knüvoel. 350Rm. Reisig. Fichien — 21 Stg. L, 50U Stg. II., 810 Stg. III., 100 St. IV. KI-, 4 Rm. Scheit u. Kniiovel. Erlen, 1 Sta. =■ 0,4 Fm , 2 Rm. Schichtnutzbolz, 1 Rm. RnfipoeL Distr. 26 Trciivitz: Eichen = 8 Rm. Schichtnutzholz, 5 Rm. Scheir, 38 Rm. Ännpoel, 270 Rm. Reisig. Buchen — 17 Rm. Scheii, 31 Rm. Knüvoel. 370 Rm. Reing. Kiefern — 14 Rm. Schichtnutzbolz 3 Rm. Knuvoeb Sichten = 40 Stg. L. 150 Stg. II., 142 Stg. IIL, 24 Stg. IV. »L, 9 Rm. Schert und Knüppel. Deutsche und französische Kognaks In-u. ausländische Liköre Rom, Arrak, Punsche empfiehlt ,u in allen Preislagen u. reicher Auswahl Carl Schnli Hoflieferant Haupt-Niedert der Fabrikate liols u. des Bönddlctine. Prinz Friedrich Wilhelm" (bei bei Fahrt am 20 Febntar an Premen) sind Schnelldampfer oder solche, die für eine bcitimmtr Zeit vor dem ?Ibgange die schnellste Besörd.rungsgelegenheit buten CS empfiehlt sich, die Briefe mit einem Leirvermerk wie ..direttei Weg" oder „über Bremen oder Hamburg" ui versehen. Die Portoermäßigulig erstreckt sich nur aus Briefe, nicht auch auf Post [arten, Drucksackrcn usw und gilt nur für Briete nach den Ber einigten Staaten von Amerika, nickst auch nach anberen Gebietet Amerikas, z. B. Canada. R B Darmstadt, 15. Fan Zn Sacken Mont u r s e s deL Spar - und Kreditvereins 9t teder -Modau fand heute vormittag die erste Glänbigerversammluilg statt, die sehr stark besucht war. In der Peisaminlung erstattete der gerichtlich bestellte Konkursverwalter, Rechtsanwalt Tr. HofNiianit l! Port hier, einen Bericht über den ganjcn Stand ber Sache. Dar „ach und nad) lebhaften Aussprachen beschloß die Persamlnlung einstimmig, Tr. Hosimann auch zukünslig weiter als Konkurs Verwalter beizubehalten und wählte zur Weiterführung ber S a nierungsarbeiten einen aus sieben Mitgliedern zusammen gesetzieit Gläubigeraiisschuß iKarhe. — Karlosselmarkt-Bcricht vom 15. Fomiar 1912. Berlin: Rote Tobet k 4.3«>. andere rote Sorten Mk. 3.40—8.70, Magnnni bonmn "Mk. 8.70—1.10, weiße runde Mk 3 50-8.70. r t e I n u: Rote Tober Mk. 2.80-30, andere rote Sorten 3.< jlintliiic 2?(fjniitinatf)ungcn öcr «lullt ßitßciL Alle im Jahre 1802 geborenen Militä'vflichtigcu, sowie diejenigen, welche dieses Aller bereiis überschrilleo, aber sich zur Musterung noch nickst gestellt haben, oder bei der Dtuiieiuiifl in 1911 zurückge lellt worden stnd, und eniroeber in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder sich als Studierende, Sckstiler von Lehranstalten. r>ans- und Wirlschafisbeamle, Dienstboten, HandlungS' diener, Lehrlinge ie au halten, werden hiermit auf- gefordert, nch behnIS Einiragung ihrer Namen in die Nckrutierungsitammrolle in der Zeit vom 15. Januar bis i. Jcbruar d. Js. auf dem Standesamt im Rat bans, am Marktplatz, au melden, und dabei, wenn sie dahier nicht geboten sind, ihren Geburtsschein, oder wenn ste bereits an einer Musterung teilgenommen haben, ihren Loinngss Hein vorrulegen. Wer die Anmeldun.i unterlasst, wird mit einer Geld" strafe bis au 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen bestraft, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen und etwaiger Ansprüche auf Zurückstellung rc. für verlustig erklärt. Bezüglich der zurzeit der Meldefrist vorübergehend abiuefenöen Militärpflichtigen find deren Eltern, Bormünder, Lehr-, Lro>- ober Fabrikherren zur Anmel düng verostichtet. Gesuche um Zlirückstelluug von Mill täroflichtigen auf Grund ß 32. Bos. 2, Vit. a, b, c. d, e, f unö g der Wehrordnung und rechtzeitig aus dem Standes iveiöe rimde Mk 3.<><) bis 8.20, ßVlbfleikhige rote .70 - 4.>>0. Plaidt: Rote Daher Mk. 0.00-0.00, nufere rote Sorten Mk. 4.20. Magnum boiinm 1UL 3.40-0.00, Gelhsleischige rote Mk. 0.00. Veivzig: Role Tober'Mk. 0.0 0, andere rote Sorten 8 80 - 0.0ne4 'lindes Denkvermögen und Hili es TÖrbent Somit wrrden ae gnstchen Gaben geweckt und daS Kt.nd kann sich UW« x-anbUben durch die fürsorgliche Untentutzut^ si^ner Eltern hierdurch wirb es 'ich auch von selbst zeigen, 'Äcye Talente in de hetanroadiicnbcn Kinde schlummern. Diese Talente lollten von irr Eltern Hcrangcbildet werden, wodurch eine Boroerntung für £ ttnftigen LeM-nslaus der Kinder gegeben wird.. . Dann wird c'ch die Zukunft des späteren Jünglings schon in lernen Kinder- labrenbegründet, eine wichtige Bedingrmg für d»e^merbung einer icieren Eristenz im späteren LebenÄkampse. In ledern Kinde cdlmnmert ein Talent. Es bedarf bloß der Erweckung. 2unte rö eine schönere Ausgabe für die Eltern geben ? tf Alte Fritzen-Weisheit. Einen hübschen Beitrag mm 200 Geburtstag Friedrichs des Großen §eueN Paul K u n- »it mit: Nur sehr selten wisien bie Menfchen gerade zur rechten jmt nachzugeben. DaS ist dem Gstste des Menichen eigen, daß Beispiele niemand bessern: die Toibeiien der Baker sind für ihre -imder verloren, und ,edeS G.'schlecht muß ,eine eigmen begehen. — Es gibt eine Kinderklapper für ic.5?« Wter: bte Ltcbc für die Hinglinge, die Ehrbegierde für daS reife Alter, die politische fHediai- hinft für bie Greise. — Es kostet weniger, Tmte als Blut zu ver- aießen: aber Beschimpfungen sinb ich.immer als W^uben.^ hn unseren Zeiten veranlaßt die Ununlienheit weit mehr Ber- Mhungcn, als bie Bosheit. — Wenn Personen gewiliem Slange nur bie Hälfte einer Laufbahn zurucklegen, 10 e.ienat man ihnen schon ben Preis ju, t*n andere erst nach der ganzlicken Dol- knbung erhalten. — Ter Mensch ist zur Tätigk.it und ni^t jum spekulieren geschaffen. — Die Eide her Minister und der Liebenden sind beinahe von gleichem Wert, — .ürjen ftimmen schneller tn Umlauf, als Wahrlieiten. — Nur das ist wrihrer Reichtum, waS bie Erde hervorbringt. — Der Pöbel ist nicht wert, daß er tuis- geklärt wird. — Die Fortschritte der menich.ichen Vernunft gehen viel langsamer, als man glaubt. — Jeder nrirb mit einem gewissen Talent geboren. — Man Tann ein guter Patriot sein, ohne suh durch Vorurteile für sein Vaterland verblenden zu lassen. — Ter Mensch ist zur Arbeit geboren, und der Müßiggang macht ihn nicht nur unglücklich, sondern oft auch lasterhaft. — 4ne Wisien- schaften müssen als ein Mittel anges hm werden, wodurch wir mehr Fähigkeit zur Ersüllung unserer Pflichten bekommen. — Die guten Bücher werden so selten, daß taum eins in einem Jahrhundert erscheint. — Daß ich lebe, ist nicht notwendig, wohl aber, daß ich tätig bin. — lieber seine eigene Tätigkeit hat Friedrich das folgende resignierte Wort gesprochen, das den Beichlug dleier Jus» inchl bilden möge: „Ich bin mit der Beit ein gutes Postpferd geworden, lege meine Station zurück, und bcfümniere mich Nicht um die Bullenbeißer, die auf der Landstraße bellen." — Frauenberufe. „Tie Frau bleibe im Saus" hört man immer wieder sagen. Es wird aber dabei nicht bedacht., daß per viele, die mit Freuden im Haus und in der Familie blie.en, tu rd) die soziale Lage lstnaiis und zur Brotarbeit gedrängt werden. Tnbei sind gerade die am schlechlesten ausgerüstet, be nm längsten ,ün Haus^ bleiben sonilten. Sie haben vielerlei gelernt und - Nicht bloß Ueberflüf iges, wie eS früher oft der Fall war. Aber 11 nc eigentliches Examen, bhne tvirflttfje Berntsbildung, wie es Ii.irzutage fast für jede Anstellung verlangt wird, ist es die,en Frauen besonders schwer, einen geeigneten Broterwerb ju ftnden. Srlweden Hot tut« mit der Anstellung von Mädchen als Hotel- poitiers eine neue Erwerbs Möglichkeit eröffnet. Der Besuch ist zu vollkommener Zufriedenheit ausgefallen, und man erwartet, daß er bald in den schweizer Hotels Nach hinung finben nnrb Es wird vor allem außergeivohnlich große Sprnch.'enntiiis, (VkiimnbtlKit, höfliches Benehmen und praLtisch? Klugheit e. fordert, Gigcnfdxutcn, welche gerade die Frau durch Natur und Erziehung in besonders hohem Grade besitzt. V M. P. humoristisches. * Na ja! „Aber Oskar, laß doch diese Skatspielerei. 'Du weißt doch, wie man heutzutage rechnen muß." — „Liebes Frauchen. laß mir doch meinen Skat, das ist noch das Einzige, was nicht teurer geworden ist." * Der Eg 0 i st. „Drei Nächte habe ich nicht fd^afen können, weil meine Frau so schrecklich hustet!" — „Wollen öie denn nicht mal einen Arzt zu Rate ziehen?" — ,^Jetzt Hots fernen Zweck mehr — heute verreise ich!^ Freibank. Heute u. morgen: B,8/i ttuhfleisch »0 Pfa. Schweinefleisch 50 Pfg. Keinen Hu»ten mehr bei Gebrauch von Hahn s Svitzlveiieiich ° Brust - Bonbons, vielfach anerkannt, Begutachtet v. He rrn Dr.Zeitler. Engroß-Niederlage ft Hügel« böser & Tilacs, Gienen, Nord-Anlage 7._______hvlb/i Brenn stolz Hart« und Wcichbolz, in Raummetermaft, ober auf jede gewünschte Länge zer- kleinert, auch brenniertin ge» svatien, liefert bitt. L Wagaon- labnnnen nach jeder Station. Wilb. Eaner, AlSield. Letzte 21ad)ricbtcn. Duisburg, 15. Iqn. Auf Zeche Phönix ist in der vergangenen Nacht der Hochofen Nr. 7 geplatzt. Acht Mann wurden getötet, zwei schwer und zwei leicht verletzt. Peking, 15. Jan. Als Juan Schikai von einem Besuche aus dem Kaiserpalast zurückkehrte, wurde eine Bombe nach ihm geschleudert. Er selbst blieb unverletzt, dagegen wurden zwei Polizcibeamte und zwei Soldaten getötet, zwei andere verletzt. Bei der gegenwärtige« Teuerung "SstÄ Ausnahme Naumann s „ftauftruia" Lanolinseise, denn bei unuer- luinbcner Gllie tobet nach wie vor das Stück nur 20 Bsg. 5 St. 95 Pig. En gros: Tribus L Sunvheim, Gießen. > — Thüringisches '■ — _ ,. ■ . E ektro- und Masel Inen- Technikum JImenau tekÄÄS?. CyauOeL ** Schiffslist efürbilligeBriesenachdenBer- einigten Staaten von Amerika (1U Psg. für je 20 g): „Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 20. Januar: ,,Kaiserin Auguste Viktoria" ab Hamburg 21. Januar: „Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 30. Januar: „President Grant" ab Hamburg 3 Februar: „George Washinaton" ab Bremen 10. Februar: „Amerika" ab Hamburg 17. Februar: „Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 20. Februar. (Postschluß nach Ankunft der Frühzüge.) Alle diese Schisse außer „President Grant" und ' chirurgis-u j bliit nrotgen mti r her fjinna, S)tn ; «s Jubiläum ber eit - 'Die stabt- | ter Marburg' Zuschuß t»n iaht- | Universität | für den tote I der Poliklm' cv" j nrichwng die aß i fSÄoÄÄ I Umbau desielda ■ Holzversteigernng in der fürstlichen Obeisörsterei Lich. Montag, ben 22. Januar, vormittags 10 Ubr, im Distrikt Ricbwald: Scheiter, Rm.: 105 Buchen, 9 Eickien,- Knüvpel, Rm.: 50 Buchen. 22 Eickien, 3Weick>laub, 24 Radel; Stockholz, 9tin.: 37 Buchen, 17 Eichen, 123 9label; ReisholA. Rm.: 45 Buchen, 307 Eicken, 128 Radel. - Zusammenkiunt nut dem ftiihufab von Hattenrod nack Ettingohauien beim Eingang in den Wald «Psafsenickneiftei. TicnStag, den 23. Januar, vormittags 9*/« Ubr, in de» Diitii ten »zranteinviese. Sckmerbüite, ftolnhäusei- kovs und völcr : Scheiter, Rm.: 188 Bucken, 6 Eicken irnnö), 3 Nadel (rnnb ; SlnüDuel, Nm: 92 Bucken, 78 Eicken, 8 Eilen. 12 Radel: Stockholz, Nm.: 98 Buchen, 35 Elchen, 12Nadel: Neu-Holz. Nm.: 208 Buchen, 2 Fstin. «40—53 cm Tuvdjm.1; 25 Eicken- BanholA = 10,00 Fttm. (23-33 cm Durchm.l: 151 Eichen- Wagnerholz — 18,12 Fstin. (dabei 60 Gartenvfosteni: 9Eicken- Terbimn.ien=0/)l FitmuDeickfeln, Van UDicbcni; 21 Bucken- Abschnuie - 19,54 9ftm. (41-66 cm Durckm.l: 1 ftieferiv Tiamin - 1,71 yitm. (34 cm Durckm.l: 81 ^iditenuämme -- 32,05 Fstin.: 79 FickleinDerbstaiigen — 4,19 Fftm. (viele wickne Svarrenl: 76 Fichten-Reis mngen = 0.78 Film. I ('1)1 hnenünngem. — Das Eicken- und Bitckenschnitiholz kommt nick't vor IV, Ubr Aiun Ansgebot. Die Zusammen fünft ist vormittags 9'/, Ubr auf der Sirave Llch-Butzbach beim Forschaus Fasanerie. 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Januar 1912, vormittags IO1/, Uhr, auf dem alten Friedhöfe am Bahnhof in Worms, die Einäscherung um 3 Uhr im Krematorium in Mannheim. — Von Kondolenzbesuchen beliebe man abzuseheu. Die trauernden HinterbliebenenT Anna Lorbach, geb. Gieser Hedy Langermann, geb. Lorbach Madeleine Lorbach Rudolf Lang ermann, Regierungsrat. Der Genickflug durch die :: Länge des Saales :: ausgeführt von Miss Zcphora. Luise Happel Wwe- und Söhne. Giessen, 16. Januar 1912. LeytonnParlner Humpsty Bumpsty Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilh. Wilke. Kathi Lendofsky Vortrags-Soubrette ßerren-Uagdweffen von mk. 3.50 bis mk. 14.80 Blazer Duo VerwandJungs -Tnnz-Duett mit tanzenden Hunden Die beiden Heinerlt Duett W alntlMC Haselnüsse Paranüsse Maronen Ananas Weintrauben Apfelsinen Tafel-Mandeln Tafel-Hos inen F'elgcnu.Datteln lo§eu inPackungen Kandierte Früchte empfiehlt in bester Qualität Carl Schwaab Hoflieferant 3I< Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verlust sagen wir allen hiermit unseren herzlichsten Dank. Generaldebit J.Schwelckert, Stuttgart Paul Straube Humorist Mil* Hei Dir.: Hermann Stelngoetter. Ticnc-tan.d. ,« Ran. 1012 abends 8 llbr. 13.TienxMan,Vlbünrt.‘j'orftc(L Ofemöhnliche Greife. Sic Aoifiitit von Mui Schausviel in 4 Akten von V. Wannboferu.UL 'Brucinet Ende denen 11 Uhr. Mittwoch.dl7.Ian. 1912, abends 7 Ubr: 13. MiUivoch- Abonn.»Borst, (^eivöhnliche 'M reife Doktor Klaus Lufifvlel in 5 Akten von Adolf V’Shionge. Ende 9*/, Uhr. a*y la. Noggeubrot liefert frei ins Haus Kinzenbach. Mühle bei G.cßen, Xclcpb. 770, ferner au naben in den Konium- •bcrcincnjoro.C« tfcViubcit Vinn n. yinbenftroRc. 136 Liebigshähe.s Donnerst ag 1 bis 6 Chr Kaffeekonzert Kaufm. Verein weiblich. Angestellter IedenMittwoch 8-10Ubr Dee - Abend Plotkftrafic 5 III. [37 Kolosseum 0407 Walltorstr. 36—38 Telephon 615 Dir.: Karl Ohm L e Kelna grauen Kaare m hr Nigrin Kein Färben. Garantie Flasche Mk. 3.— 34) A. Welz. 4 SiEbersterne 3 Damen 1 Herr die besten Ringturner der Gegenwart Unterwelten lür Militär ’ leicht und doch warm Metzger-selten von mk. 3.25 an Kiotippli. Vahuhosstratze 54. u40i Bahnhosstraße 54. Meue Freunde erwirbt sich die berühmte Tragödin sta Nielsen in dem meisterhaften Spiel n । i 11 11 liefert In jeder gewünschten Innki aller Arl ssäs 6012 Geldgewinne Mk. 12SS00D 1. Hauptgewinn ML 50000 2 Hauptgewinne ML 2D000 109 Gewinne ML Eine Liebestragödie im Sprccwald. Drama in 3 Akten. Spielzeit 1 Stunde. Sowie das übrige neue Programm. Obcrh. Händler- und SdimifhlhtUertiii Ortsgruppe Glessen Sonntag, den 21. Januar von abcudS 8 Ubr ab allgemeiner Maskenball in sämtlich. Räumen d.Restaurants zumPfau.Neultadt (Eintritt » Perion 30 Pfg. — Harten im Vorverkauf find au baden im ^inaneiinefdmft Vocb, Babnbof 'r.. bet Kaufmann (OruncioalD, Balnchoinr., den Seinen Y.giitcr, Wolkengasje und Schcriuulv, Aum Pfau, 'JicuftabL <0410 Um zahlreiche Beteiligung biuet Das narr. Komitee. JfJterie/ 11 000; lu»’ Iffl$ J 5000 Gewinne ML §S/L5000- Biograph Plockstrafre 12 IM13 Plorkstrafte 12 Nur noch heute Eitbe und totocMI Theaterdrama in 2 Akten von ersten Berliner Schanspielern hervorragend gespielt. Der gros;artige Film war auch hier ein Wm ein kleines Heilen raMI ist voll köstlichen Humors. Ein Lichtstrahl großartiges Trania. Ein Schlager ersten Ranges! ■ ■ - __J____ Gelfricktß ßerrenwelfen ohne Herme! < In neuen farbigen Delfins < oer Bestattungsgenofsenschaft der freien Schretnervereiuignng Gießen 3 ml teüst Porto u. Liste 30 Pfg. Zu beziehen „ durch alle Verbaufsitettea und 7» fbod» 47