162. Zahrgana Erster Blatt e dringen. diePost ü)l?. 2.—viertel« läbrL mlSlchU Bestelle ZeilenpreiS: lotallö'üu miSivärt» 20 Vfenniq. (5 hefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz: für «Feuille- ton', .Vermischtes* und „Gcrichtssaal": K. Neu- rätst; sür «Stadt-uni Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: £>. Beck. Da hatte er nun seine Etikette weg. Er war geprägt und ge^ ftemcel? unb im Besitz bet nur persönlich geltenden Konzession, zeitlebens einaktige Lustspiele zu fchrciben. Die militärischen Beziehungen Zranirelchr und RuhlandZ. Paris, 1.3. Juli. In einem Artikel über die mitt* täriscyen Beziehungen zwischen Frankreich und Rußland ührt der „Ternps" aus, baß das Wort „iyncben mittels -es Gleichgewichts heute allen Regierungen gemern,cun ei Es wäre aber gefährlich, wenn man vergesfcn wollte, bas; bas französisch-russisch c B ün d n i S bis heute bic einzige Grundlage bes Glerch gewiAts bilde unb das) durch bic Anstrengungen der politischen Kräfte bcr a neben auf bem Kontinent gestört werben konnte, wenn nicht auch stets bie militärischen Kräfte der beiden ^opäi- scheu Gruppen sich bie Wage hielten.^ Was bas deutsch« Eommuniquü über bie Zufainmenkunst in Balti,ch-Port ausbrücke, werbe auch durch bic Anwesenheit des ru fischen Gcneralstabschefs der Armee unb Marine betont. An benr Werk arbeiteten General Schilinski unb Admiral Lieven, wenn sie mit dem französischen Gencralstabschef konferier» ten, mit beit französischen Korpskornmanbanten in ben uaaern von Mailly und ChalonS zusammentrafen, wenn sie sich von der ausgezeichneten technischen Ausrüstung und den jüngsten Fortschritten bes Flugwesens der frwi- Attischen Armee sowie ben Wert des tatkräftigen Beistandes überzeugten, den sie von der Industrie und der Armee Frankreichs erwarten könnten. Die Vereinigten Staaten, die mit einer festen Bau srmme von wenigstens 450 Millionen Dollar für den itönal und seine Befestigung rechnen, wollen selbstverständlich von diesem gewaltigen Kostenaufwand den größten Vorteil für sich. Es genügt ihnen nicht, wenn sich die smlze Umschrift des Siegels der Panamakanal-Kommiffion The Land Divibeb — The Worlb Uniteb" «Zertrennt vaS Laub — die Welt umspannt- erfüllt. Das, was hier per amerikanische Ingenieur unter 93.rroenbung der über- reichlich zufließenben Mittel bcr Union geschaffen hat, trf vor allem ihr zugute kommen. Seitdem bic Union sich auf den Philippinen festgesetzt, Spanien aus seinen letzten amerikanischen Besitzungen verdrängt hat, greift sie immer mehr in bie Weltpolitik ein und muß darauf gefaßt sein, m Kriegswirren hinem- acioaen zu werden, gegen bic die Revoluttonchen in ben publiken Mittel- unb Sübaincrilas, die Aufstande in -Mexiko bas reine Kinderspiel sind. Seit den Kämpfen nahe k-r kanadischen Grenze unb auf kanabischem Boden im ,ahre 1812 und aller Wahrscheinlichkeit nach für unab- H-hbarc Zukunft beruht bie LanbeSvertnbigung ber Bcr- ciiiiflten Staaten auf dem Schutz bcr Küsten, uno zwar auf bur Lerteibigung zweier Küsten, bereu Hauptzugangs- runfte burch eine Strecke von otiOO Kilometer auf dem Atudwege unb volle 23000 Kilometer auf bem ^cctoegc voneinander getrennt sind. Eine ersolgrcick)e Kustcnver- teibigung ausschließlich von befestigten Punkten aus, bereu Artillerie jeber feinblichen Flotte noch so stark überlegen sein mag, wirb heute allgemein für eine Unmöglichkeit er- l art So bleibt eine Heimatsflottc bcr Hauptschutz der d eimatsküste. Sind znxi Küsten zu schützen, bie einer flotte ' durch einen Weg von sechs bis acht Wochen getrennt finb, fo hat je eine Flotte eine Küste zu verteidigen. s)tyn ver- ! men bic verschiebeneu Großmächte aus jedem her beiden ti? bereinigten Staaten begrenzenden Lzeane über See- ßrcitkräfte, die an Gefechtswert unter den Kriegsflotten der weltanführendeii Staaten stehen. Der normale Sin* ZJladit-Sbanbarb schriebe daher folgerichtig der Union eine i'tarine von zwei pollwertigen, in jeder Hinsicht voneinander unabhängigen Flotten vor. s)tun hat die Union im Jahre 1310 für ihre Fwttc — unb habet tarn wesentlich bic flotte einen rDzcanS in Betracht — 137 Millionen Dollar auf- gewanbt, wahrend selbst Englands sich mit 100 Millionen ')nitar, Deutschland mit 88 und Frankreich mit 68 Millionen Dollar für bie 1910 fälligen Marineausgaben bc- anüate Wie ober sollte cs werben, wenn erst eine zweite amerikanische Flotte gebaut werden müßte. Aus diesem Dilemma von fckwcrwiegenbster Bedeutung lur die Wehrkraft bcr Vereinigten Staaten und heraus ans der Frage, nric ihr Land zu jeher Zeit an jeder Küste vollgerustet sein röuute, führt die Amerikaner nunmehr der Panamakanal, Der einst von ben Franzosen in ihren zentralamerilanischen nie Welthanbclsintcressen ins Wert gesetzte „«ucztanal 1 Der westlichen Hemisphäre". Zu seiner Bestimmung wird Z gehören, ben Se^eg bcr amerikanischen Kriegsflotte oon Küste zu Küste auf weniger als ein Viertel der bis- üTcriacn Länge zu verkürzen und bannt bie au ß c r orb c n t lichc ?uj gabelt er j ul len, auch bic pazifische^ Sccftrcitkrastc ber bereinigten Staaten dem Ein-Macht-stanbarb nahe zu tOnn®cniaer ruhig scheint das Meer beherrschende Großbritannien die Verletzung bcr zweiten Bestimmung hin- nehmen zu wollen: bie unter,chiedliche Behandlung der Schiffe. Man will das freilich in Amerika nicht ohne weiteres tun, sondern den amerikanischen Schiffen bic Panama- kanal-Gebühreu zurückzahlen, das ist eine Vorzugsbchand- [ung her amerikanischen Schiffe, bie .dem.--nunc bes mit Enakanb abgeschlossenen Vertrages zuwibcrluuft. Aber man ist in Washington anscheinend wenig geneigt, ben Einspruch den jSir Edward Grey erhoben hat, berücksichtigen zu wollen. Präsident Taft hat bereits irn Unterhause er- tlarf „ber Kanal ist kein internationaler Wasserweg. Er ist ein reiner Privatweg ber Vereinigten Staaten, von biefen unter gewaltigen Kosten efbaut. Er liegt auf einem von bcr Union auf unendliche feiten gepachteten Gebiet. International ist er nur insofern, als wir ihn für alle Jea* tioncu zu gleichen Bedingungen offen halten. Wirb man sich in London mit bieser Antwort begnügen und sich damit trösten, baß bic Union so gut wie feine Handelsflotte hat? England und der pariamalanal. Der Panamakanal, dieses wohl bebcutendste Ingenieur- werk unserer Zeit, geht seiner Vollendung entgegen. Auf ben 1. Januar 1915 hat man bie Eröffnung dieser zweiten hrofjen Weltstraße zwischen Ost unb West des Erdballs festgesetzt. Doch ber geniale Leiter biescs Riesenwerks, 5deist George Washington Goctchals, zweifelt nicht daran, daß er schon im Oktober 1913 Schiffe wirb hinburchlas,en Washington, 13. Juli. Staatssekretär Knox machte bem Senat von bem Protest Englands gegen die Panamakanalbilk in einem Brief an ben Vor- fibenoen ber Senatskommission für interozcaniscyc Kanäle, Mister Brandages, Mitteilung. Der Briet, tn dem die englischen Einwendungen auseinandergefetzt werden, und der °°u dem englrjche» G-schüftsträger Mr. Mitchell Jnnes erhobene Protest besprochen wird, wird allgemein aufgefaßt als Ausdruck bcr Entschlossenheit des Staate hepanements, hie gesamte AngekcgnHeit hem Kongreß zu Überlassen. In bem Brief erklärt Knox, aus her englischen Protestnote gehe hervor, baß es bie Ansicht d?r britischen Regierung fei, baß bie Eximierung aller amerikanischen Schiffe Don bcr Zahlung ber Kanalzölle bic Verletzung bes Hay-Pauncefotc-Vertrages bedeuten würbe, hast cs ferner arunbsätzlich leinen Unterschied ausmachen werde, ob man ben amerikanischen Schiffen Zölle aufcrlcgc, nur um sie ihnen nachher wieder zurüüzuerstatten, oder ob man f c ihnen überhaupt erlasse. Tic englische Note drucke d e Ansicht aus, daß dieses Verfahren, den Schiffen die Zolle adzunchmen, sic ihnen aber wieder zu erstatten, wenn vielleicht auch den Vertrag dem Buchstaben nach erfüllen, so aber hoch jedenfalls gegen hesscn^Gcist verstotzen wurde. Washington, 13. Juli xer ^^^deschlof), hie Panamakanalbill nach Erledigung der Tagesordnung in bcr nachstcnSitzung zur Ad stimm ungzu bringen. Dies bebcutct die Ablehnung des von England gestellten Der monarchistische putsch in Portugal. Lissabon, 13. Juli. Eoneeiro soll am 8. JuU an bcr .v> a n b verwundet worben fein. In E ha v es unb Cabcciras bc Basto werben Kriegsgerichte eingesetzt. - Die flüchtigen Monarchisten aus Gabe- Eeiras de Basto sinb bonb rciSciten n ge s chl o s s e Qn bem unweit von Lissabon gelegenen Eozimbra sind gestern Unruhen ausgebrochen, zahlreiche Personen wurdenk DCrIMabrib, 13. Juli. Es finb Telegramme von ber. Grenze eingelaufen, nach denen Eoneeiro sich an den Spitze von 700 Monarchisten in Balenca befindet. —, Der- Gouverneur bcr Provinz Eaeeros telegraphiert, die spanischen Behörden verhafteten etwa 40 Monarchisten^ die über bie Grenze zu gehen beabsichtigten, Cabcciras he Basto, 13. Juli. Die zur 23en folgung der Verschwörerin die Berge entsandten reu« blikanischen Lruppcn töteten sechs von chnen und nahmen zwei gefangen^ Die Kriegsgerichte- begrnnenk heule m 11 d c n B e r h a n d k u ,cken Erzeugnisse selbst aufißt, da mackste er bereits Vene nut Der früh entwickelten Bosheit, wie sie geborene Verbrechernatureii kennzeicksttet." Aber ber junge Fulda strebte nach ^oberem, aü- simpler Verspoet zu fern. Und so wurde er denn — #rmatd^er Lichter! Sein Dämon schrie nach einer Bühne, Nicht vergeblich schreien lassen, so blieb ihm kerne ^ahl, er mufst ,'cin eigener Theaterdirektor werden. eo war tr benn WtrcDt, Dein Wohnhause seiner Eltern für die Aufführung ^mer nsten Dramen em- ..Vb«- wnstlerijche Weihe" •«„ä*1 ® “ dies fertig brachte, hat er selbst mit folgenden Aus den Betten, die nur philistöses Vorurteil dem Schlche vo - behalten konnte, nahm ich die Leintücher, um ste»u einem Vo hang zu verarbeiten. An der Wäscheleine, die jd) ebcnialh i^rer prosaifcheren Anwendung eittzog, wurde er aufgehangt. rra g^ Haken, in die eigen dazu vorhanhenen Wändegehämmert, ver lieben ihm Halt Ta es mir ausgefchlo,,en id)un, bal> jemand noch 'wo anders Play nehmen wollte.als in meinem Zu- 'ÄT' W Ä »Ä "ar- “Äh Mutters vorbildlich geordneten schranken entlehnt, m denen ick Tichte-s war keine leichte: H'nn^r war nicht nur „Begründer und Leiter des Unternehmen», chch" Allein ausschließliche- Auwr. i-in Reg-sieur. Te°m°tu g ^ninrient und Kassierer, sondern auch sein erster schau'l-leter Sckulmonarch und scharfsinnige Kenner der Seelen" dein sich nach , Sn Fortschritten des vielversprechenden -obne^ crfunbigenbcii Vater' 3br Sohn ist begabt, aber moraliich verkommen Als „der Verkommene" über diesen Ausspruch seinen Vater i ich. gramen und seine Mutter Tränen vergiegen fah, da f^l.es „ihm wie Sckuvven von den Augen, und ein Blick in bic jchwinbelnde Tiefe Abgrundes, an dessen Rand er geraten war, vollendete seinen echten Dichter selbstverständlich ift r0 Quollen aus dieser erschütternden Kttsis „Lieber hervor, teils voll herb r Fttbstanklagen, teils voll elegischer Betrachtungen über 'eine verlorne Jugend". Später kamen dann Die ernucn inneren Kämpfe der Berufswahl, und daraus crwuajs — wie 6ulda wlbst hpfrmit__ fein erstes großes Drama, die Tragödie eines Richters . Christian Günther war sein Held, ber unglückliche l^Miche ^cker, der rettungslos hin- unb herfchwankend zwrfchen einem Berufe, den er nicht liebte und einem, den er nicht auszufullen vermochte, -imninbc aina Einen tragischeren Konflikt tonnte er uch damals mNttnen 19 Jahren nicht denken: denn in etnem abnlicheii ^mie MU marterte er feine eigene Seele. Spater icbnet.bann ryulba^ als erste größere „Gelehrten-Arbeit" „nne gründliche Ab- Ainblung über ihn und gab seine etwas verstaubten Bme mi. erstaunlichen Anmerkungen heraus/. Tic Arbeit aber, der er den Vorgeickmack der ^digteit verdankte, die der erste noch so kleine öffentliche.Griolg giot, war ein kleines Lustspiel m gereimten Berfcn: --^e-Aufrichtigen , das Ludwig Fulda gan; nebenbei als Svielwerk mutziger stunden geschrieben und das bei einer Preiskonkurrenz einc_ ^enoolle Erwähnung baDongctragen hatte. Zwar tand bas -luck ain ckb.nd der Ausführung selbst eine beifällige Aufnahme, bereichter durfte sich sogar, mehr erblassend als errötend vor lernen Muburgern ö? Ausführung fand in Frankfurt statt - verneigen aber der Wahn sollte doch nur kurz sein. Lckwn am^anderen Aorgen er- tÄie eine Hinrichmng, unb der „Kopf, ben er lief) zugunsten bei? Mit- und Nachwelt zerbrochen hatte, fiel unter bem .vcnferbcil & & mit bumofm Schall M Solen". 3m Aller vor, .)Z ^adren schrieb er bann abermals, „wahrend Iein Geist noch immer die Pläne zu historischen Trauerfpielen und. vhüoiophilchen Evovöen wälzte", ganz nebenbei cm kleines ^uitipul, betitelt. Unter äugen". Lbgletch er und feine Freund- ubeyeug . waren, daß es keinen Schuß Pulver wert iei, ging . mit Glück über alle Bühnen, erngefchloffen die )einer Baterftadt. Montag, 15. Zuli R2 yezugspret»: monatlick75Pf., vierteljährlich Mk. 8.20: durch Abholc- iu Zweigstellen monatlich 6ö Pf.: durch ----Schweren Herzens hat England unter bcm’^Ti der Ersuchens, die Bill zwecks diplamatifcher Verhandlungen höchst ungünsttgen internationalen Lage, in bcr cs sich nach aufznhal.cii.__________________ bem Bnrcnkricgc befand, alle Rechte, bie cs in Bezug aus ------------------- die Erbauung eines niittclamcrikanifchcn Kanals von früherem Vertrage her hatte, an bie Vereinigten Staaten hinl angegeben unb sich am 18. Rovernder 19UL zur llitterzeich- numj des Hah-Paunecfotc-Vertrages entschlossen, chie einzigen Bcschränkringen Norbameriras, die im Hay-paunee- fote-Vertrage noch übrig blieben, bestanden in der Ver- pflichtung, den Kanal nicht stärker zu bcfeftigcn, als aus polizeilichen Gründen notwendig wäre, sowie keinen Unterschied in bcr Behandlung der Schiffe zu machen. t lieber die erste Bestimmung haben sich bic Amerikaner bereits hinweggesetzt. Große Bcscsttguiigswertc sind ins- bcsonbcrc an ber pazifischen Kanalmunbung angelegt worden sie bienen offenbar weit mehr zur Abivehr äußerer Feinde als zur Unterdrückung totaler innerer Unruhen. Aber England hat cs stillschweigend hiiigenommen, indem es sich vielleicht sagte, daß in erster Reihe feinem Bundesgenossen Japan diese Besestigungswcrle schach bieten Lissabon, 13. Juli. Der Minister,des Aeu- st^rn Va-concellos hat mit dem englischen Gesandten H'ardinge eine lange Unterredung über das Verhalten der spanischen Behörden gegenüber den portugiesischen royalistischen Verschwörern gehabt. Tie englische Regierung wird angeblich in Madrid Vorstellungen erheben, damit die spanische Regierung den portugiesischen Roya listen den Verbleib an der spanisch-portugiesischen Grenze nicht länger gestattet. . Lissabon, 13. Juli. Eine amtliche Note stellt in Abrede, daß ein Einverständnis zwischen dem portugiesischen Gesandten in Madrid und den spanischen Behörden erzielt worden sei. Ter portugiesische Gesandte verlangte beständig Maßnahmen, die ver sprachen, aber nicht ausgeführt worden seien. Am 27. Juni schlug die spanische Regierung der portugiesischen Gesandtschaft in Madrid vor, die Einigrantes binnen 8 bis 10 Tagen in den abgelegenen Provinzen Teruel und Cuenca zu 'internieren. Ter portugiesische Gesandte nahm das Anerbieten an. Bei Ablauf der Frist habe der Einfall, den man vorausgesehen habe, stattgefunden. In der Note wird schließlich erklärt, die portugiesische Regierung habe auf die Antwort, die Spanien auf den von Portugal eingelegten Protest erteilte, sofort eine Entgegnung gesandt und der portugiesischen Gesandtschaft in Madrid telegraphische Weil' ungen erteilt. Die Lage in der Türkei. Konstantinopel. 13. Juli. Die Verhandlungen über die Ernennung des Kri e gs m i ni st ers wurden heute fortgesetzt. ,Leni Gazetta" verzeichnet das Cfcrüdjt, daß das ganze Kabinett heute zurücktrete. Der Botschafter in London, der ersucht worden ist, das Großivesirat zu übernehmen, soll noch unschlüssig sein. Die Minister traten gestern nachnnttag zwei Uhr unter Voriitz des Großwesirs zu einer Beratung über die Lage der Wahl des Kriegsministers zusammen. Nazim Pascha war nicht mehr erschienen. ein Ausgleich mit ihm wird sür unmöglich gehalten. Man glaubt, das; die Lage des Kabinetts jetzt schwierig i)t. Ter Minister des Innern, Hadji Adil, verließ den Minilterrat gegen 4 Uhr, was zu dem Gerücht Anlaß gab, daß er demissionierte. Wie versichert wird, entstammt die Idee, das Großwcsirat dem Botschafter von London anzuvertrauen, einer hohen Stelle im Palais, wo man der Entwicklimg der Dinge mit großem Interesse folgt. Konstantinopel, 14. Juli. Der zweite Karnmcrhcrr des Sultans Avian besuchte gestern im Auftrage des Sultans den früheren Großwesir Hussein Hilmi und den früheern Minister Reschid Aki Pascha, um anzufragen, ob sie in das Kabinett cintrctcn würden, daß das Land aus den gegenwärtigen Schwierigkeiten befreien solle. Beide erklärten sich bereit, in das Kabinett unter Kiamil einzutreten. Wie versichert wird, legte der Ministerrat in später Nacht die Ernennung des neuen Kriegsministers, dessen Name noch geheim gehalten ivird, dem Sultan zur Bestätigung vor. Konstantinopel, 14. Juli. In der heutigen ^Sitzung leistete Mahmud Schefket Pascha den Eid als Senator. — Der Antrag des Senators Fuad Pascha betreffend die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes, durch den den Senatoren die Zugehörigkeit zu 'einer politischen Partei untersagt wird, stieß auf lebhafte Opposition bei den Senatoren der jungtürkischen Partei. Die Fortsetzung der Debatte wurde vertagt, bis Fuad Pascha einen entsprechenden Gesetzentwurf unterbreiten wird. Konstantinopel, 13. Juli. Die hiesige Presse erörtert die Gerüchte über eine Mittelmeerententc. „Jeune Ture" erklärte: Wir können vollkommen ruhig sein. Es handelt sich im Grunde genommen nur um eine Demonstration gegen die Zusammenkunft in Baltisch-Port oder um eine politisck;e Misti- fikation, die den Zweck hat, auf uns Eindruck zu machen. Die Anerkennung der Annektion von Tripolis seitens. Englands und Frankreicl)s würde keine Bedeutung haben. Konstantinopel, 13. Juli. Die albanischen Jn- s u r g e n t e n , die nach siegreichem Kampfe der Truppen gegen Issa Boljetinatz nach Lab bei Pristina flüchteten, nahmen ihre aufrüherische Tätigkeit wieder auf. Von Mitrowitza wurden Truppen gegen sie entsandt. Konstantinopel, 14. Juli. Das Ministerium des Innern veröffentlicht Depeschen des Malis von Kossowo über die Vorfälle in Pristina, in welchen militärische Maßnahmen als notwendig bezeichnet werden, um das vor einigen Tagen durch die Rebellen in Lab eingeschlossene Bataillon zu befreien und Pristina vor .UeberfäHen der Rebellen zu sichern, die sich der Stadt bis auf eine Stunde Entfernung genähert haben. Die von Pristina und Wutschiten abgegangenen Truppen hätten gestern die Rebellen, die Kolina besetzten, zurückgeschlagen. Die Anhänger von Issa Boljetinatz hätten ein im Bau befindliches Wachthaus demoliert. — Die Einwohner von Pristina baten die Pforten telegraphisch, die militärischen Operationen unverzüglich einzustellen und die Forderungen der Aufständischen zu bewilligen. Der Minister des Innern erwiderte, die Forderungen der Rebellen seien unannehmbar. Die Regierung führe Reformen durch und sei bereit, berechtigte Wünsche zu prüfen. Aus Marokko. Paris, 13. Juli. Eine Meldung des „Matin" bestätigt, da ßdie Lage von Marakesch sehr ernst aeworden sei. Seit zwei Tagen sei die Stadt von berittenen Banden umgeben, dte einzudringen drohten, falls der Kaid Marakesch nicht verlasse. Melilla, 13.. Juli. Nach Meldungen aus dem Innern sind infolge der französischen Truppenbewegungen bei deit Nom ad en st ämmen Basbujagi und Ben- harscha Unruhen ausgebrochen. Die Scheichs der Stämme sollen die Bildung einer Harka beabsichtigen, die sich dem Vormarsch der Franzosen entgegenstellen soll. Mazagan, 13. Juli. Tie meisten Stämme aus dem Beztrk Dutkala haben sich gegen LH re Kaids erhoben. Gruppen von Ulel Fredj, Beni Allel und anderen Stämmen lmbe^ die Häuser der Kaids niedergebrannt. Die Aufständifchen beabsichtigen, trcugebliebene Stämme anzugrcisen. In dem Bezirk ist der Handelsverkehr durch die Unruhen lahmgelegt lvorden. Ter Markt, der in dem Ksur der Benn Amra abgehalten wurde, wurde geplündert, wobei zahlreiche Personen getötet worden sind. Paris, 14. Juli. Nach einer Blättermeldung aus Madrid enthält der französisch-spanische Verst ä n d i g u n g s e n t w u r f über die Eisenbahn T a n - ger —Fez folgende Bedingungen: Die beiden Regicrun- aen werden jenen Punkt bezeichnen, in welchen die Bahnlinie in ihre Zone eintreten soll. Beiden Mächten wird die Befugnis zuerkannt, die Teilstrecke ihrer Zone anzukaufen, sobald die Bahnlinie vollendet ijt. An der ^unt Bau und Betrieb der Bahn gründenden farnzöftsch- spanischen Gesellschaft wird, wie schon gemeldet, das französische Kapital mit sechzig, das spanische Kapital mit vierzig Prozent vertreten sein, doch wird dem ausländischen Kapital mit Rücksicht auf die int inernattionalen Umkreis von Tanger geplante Bahnstrecke eine Beteiligung von acht Prozent reserviert. Tie Arbeiten werden entsprechend den Grundsätzen des deutsch-französischen Abkommens im Sub- missionswegc vergeben und zwar in Bau-Losen von zwanzig bis dreißig Kilometer. Loti don, 13. Juli. Ter „Daily Telegraph" meldet aus San Seb a st i a n , daß der Sultan M u l a y Hafid seine Memoiren geschrieben habe. bestanden Lum Teil aus einem Tagebuch und reichten bis in die Zeit der Regierung des Sultans Abdul Asis. Paris, 13. Juli. Tem „Echo de Paris" wird aus Bern gemeldet, daß die deutsch-französische K o n g o - K a m e r u n - K o m m i s s i o n ihre Arbeiten heute beenden dürfte, doch werde sie noch gegen Ende dieses Monats behufs Abfassung des Protokolls zusammentreten. Tie Mitglieder der Kommission zeigen sich von ben erzielten Ergebnissen sehr befriedigt und erklären, daß von Anfang an stets ein gegenseitiger guter Wille geherrscht 'habe, um etwaige Schwterigkeiten zu beheben. Desst-ches Reich. M o l d e, 14. Juli. Tie „5) o h e n z o l l e r n" ging am 13. Juli morgens 6 Uhr nach Molde in See und trat 10 Ulfr abends nach guter Fahrt hier ein. Am Nachmittag fand beim Kaiser ein kriegsgeschichtlicher Vortrag statt. Berlin, 13. Juli. Tie in Heft 20 der in Hamburg und Berlin erscheinenden Halbmonatsschrift „Tie Zeitschrift" in einem Artikel zur Emdener Hafenfrage unter der Ueberschrift „Ter Kaiser und Hamburg gegen Preußen" ausgesprochene Behauptung, der Kaiser habe einen Teil seiner Kapitalien in Aktien der Hamburg-Amerika- Linie und des Norddeutschen Lloyd angelegt, ist der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge völlig erfunden. In dem Vermögen des Kaisers befinden sich keine Hapag- oder Norddeutsche Lloyd-Aktien. Tie aus der Ueberschrift des Artikels zu entnehmende bösartige Insinuation, als ob der Kaiser Hamburgische Interessen gegen Preußen begünstige, weist die „Nordd. Allgem. Ztg." auf das schärfste zurück. Tie „Köln. Ztg." berichtet dazu: In dem Artikel der „Zeitschrift" wird auch behauptet, daß ein Beamter des Neichsamts des Innern am letzten Tage der Rcichstags- session einem Reichstagsabgeordneten auf Anfrage nach dem Stande der Emdener Hafenfrage die Erklärung abgab, die Sache sei in bestem Gange und könne durch eine Anfrage im Parlament nur gestört werden. Daran ist nach unseren Erkundigungen nur soviel richtig, daß.dem betreffenden Abgeordneten, der sich für die baldige Entscheidung im Bundesrat interessierte, gesagt worden ist, diese Entscheidung werde jedenfalls noch vor dem in Kürze bevorstehenden Auseinandergehen des Bundesrats erfolgen, dagegen war der Beamte des Neichsamts zu der Mitteilung, in welchem Sinne die Entscheidung im Bundesräte fallen würde, wieder imstande noch befugt. Berlin, 13. Juli. Entgegen den in der Presse aufgetauchten Gerüchten über einen zu erwartenden Rücktritt des Generalstabschefs Moltke wird uns von maßgebender Stelle versichert, d-s; sich Moltke der b e^st e n G e s u n d- heit erfreut. Mithin entfällt der Grund sür den in der Presse behaupteten Rücktritt. Köln, 14. Juli. Die Torpedoboote sind heute vormittag 9 Uhr nach Bonn abgefahren. Ausland. Paris, 17. Juli. Anläßlich deS N a ti o n a l f e st e s fand heute in Longchamps Parade statt. Ter Bey von Tunis begleitete den Präsidenten, als er die Front der Truppen abschritt. Aus der offiziellen Tribüne bemerftc man u. a. die beiden Söhne El Mokris. Luftschiffe und Flugzeuge kreuzten über dem Paradefeld. Der Parade wohnte außer den ausländischen Offizieren und des diplomatischen Korps der Chef des russischen Generalstabes Sckftllinski bei. Präsident Falliöres überreichte den Lustschissertruppen die Fahne des neu geschaffenen Regiments Tür militärische Luftschiffahrt. Der Präsident führte aus: Die Fahne wird inmitten der Armee erscheinen als Symbol des französischen Genies. Sie wird von dem überlegenen, ruhigen Mut der Aviatiker zeugen. Möge sie das Andenken an Die Taten der Armee, der ich'sie anvertraue, erhalten! Die Truppen wurden beim Vorbeimarsch lebhaft begrüßt, besonders die Infanterie in den neuen Uniformen. — Eines der an der Parade teilnehmenden Luftschiffe hatte über Billancourt eine kurze Panne, wodurch es über Paris abgetrieben wurde. Es landete später glatt bei Bibigny. — Zu Ehren des Chefs des russischen Generalstabes Schill ins ki, des Admirals Fürsten Lieven und der Mitglieder der russischen Milttännission gab Präsident Fal- liöres ein Frühstück, an dem mehrere französische Minister teilnahmen. London, 17. Juli. Ein Bombenattentat wurde gestern auf den Minister des Innern M a c K e n n a vermutlich von Suffragetten versucht. Diese drohten schon feit längerer Zett, dem Minister des Innern und dem Premierminister Unannehmlichkeiten zu bereiten. M. fand gestern morgen in feinem Arbeitszimmer hinter einem Vorhang eine Bombe. Die Bombe wurde unschädlich gemacht. — Als der Schatzmeister L l o y d G,e o r g e heute das Theater zu Kennigton in London betrat, wo er in einer geschloffenen Versammlung zur Feier des Jnkraftttetens der nationalen Versicherungsakte eine Festrede halten wollte, wurde er von einem elegant gekleideten jungen Mann, einem Anhänger der Frauenrechtlerinnen, tätlich angegriffen und über den Kopf geschlagen. Der Attentäter wurde nach heftigem Widerstande in Hast genommen. Während der Rede des Schatzkanzlers darauf unterbrach ihn ein Suffragettenanfyänger nach dem anderen mtt Zwischen- rufen über das Frauenstimmrecht. Die Ruhestörer wurden jedesmal prompt an die Luft gesetzt. Moskau, 13. Jutt. Der Reichskanzler ist abgereist. Washington, 13. Juli. Die Einfuhr von Absynth in die Vereinigten Staaten wurde vom 1. Oktober ab verboten. Rom, 13. Juli. Die „Agencia Stefanie" meldet aus Me- f urata von gestern: Die Stadt nimmt allmählich ihr gewöhnliches Aussehen wieder an. Tie Araber kehren immer zahlreicher mit Tieren und Lebensmitteln in die Stadt zurück. Das einheimische Polizeikorps versieht seit gestern abend den Polizeidienst. Aus Statt und Land. Gießen, 15. Juli 1912. ' Lehrerperfonalien. Uebertragen wurde dem SchulamtSaspiranten Jak. Rittersberger aus Heppenheim a. d. B. eine Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Unter-Abtsteinach, dem Lehrer Anton Bach zu Rohrbach die Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Vadenrod und dem Schulamtsafpiranten Adolf Engel aus Friedberg eine Lehrer- stelle an der Gemeindefchule zu Ernsthofen. — Erledig find: In Offenbach 14 Schulstcllen: 6 sollen mit eoang. und 4 mit kath. Lehrern, 2 mit eoang. und 2 mit kath. Lehrerinnen besetzt werden; die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Zeilbach. '-L'iit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden; die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindefchule zu Bleidenrod. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. ’* Selbstmord. In einem hiesigen Hotel wurde gestern morgen ein Geschäftsreisender tot in seinem Bett aufgefunden. Ec hatte sich einen Schuß in selbstmörderischer "Absicht beigebracht, was aus einem von ihm hinterlaßenen Schreiben zu entnehmen war. " Im Ralurlhealer am Ludw lgsdrunncn jaftb am Samstag nach nahezu zweijähriger Pause wieder eine Aufführung statt, die den Bemühungen des Prof. Tr. B ern. deck zu danken ist. Durch die große Hitze und den etwa« zu früh angesetzten Beginn der Vorstellung war der Besuch nicht so wie man e5 hätte erwarten dürfen, aber trotzdem hatte sich eine recht stattliche Schar von Zuschauern ringe- funden. Die Darbietung die von Studenten und Schülern bestritten rourtx. waren im allgemeinen sehr anerkennenswert, und wenn auch in dem eriien und letzten Gelang des MärchenfpieleS Genoveva eine Entgleisung zu verzeichnen war, ö klappte alles übrige doch ganz famos und die Darsteller konnten sich für den sehr lebhaften Beifall des öfteren bedanken. Besondere Verdienste um die Aufführung erwarben sich Herr Ernst Hody (Siegfried), Frl. Suhl Wilson (Genoveva) und Walter Koeppc als Schmerzenreich. Zu erwähnen sind die Damen Günther, Erna Reumann, Da mb» mann, Nagel, Krausmüller und Else Neumann sowie die Herren Schäfer und VossiuS. — Besonders starken Beifall fanden die von Lehramtsreferendar Jul. Walther einstudierten Volkstänze, von denen namentlich der Schwälmer Tanz, an dem sich ein echtes Schwälmer Paar beteiligte, lebhaften Anklang fand. Außer diesem wurde noch die Kutsche, der Schuster, Freut euch des Lebens, und Ningelreibetänze vorgeführt, die alle ausgezeichnet klappten und viel Freude erregten. Kreis Alsfeld. △ 3 eil, 14. Juli. Tic im letzten Winter gegründete Schwalm -Antrift-Sängervercinigung hielt heute ihr erstes Bund es fest in Verbindung mit der Fahnenweihe des Gesangvereins „Germania" ab. Vormittags trafen die Bundesvereine aus Romrod, Bitterts^ hausen, Leusel, Ober-Breidenbach, Angenrod, Arnshain, Storndors, Hopfgarten ein, um 12 Uhr war Hauptprobe; des Massenchors durch den Bundesdirigenten Lehrer Fink- Zell. Um 1 Uhr wurde der Festzug aufgestellt. Nack) Ankunft auf hem Festplatze begrüßten der Bundespräsident Jun g- Ober-Breidenbach namens des Bundes, Lehrer Fmk- namcns des festgebenden Vereins die Vereine. Den Akt der Fahnenweihe nahm Pfarrer Bähringer-Billertshausen vor ,worauf Fräulein Kätchen Fink die Fahne an den Verein übergab. Lehrer Fink leitete dann den Massenchor, der lebhaften Beifall sand. Dann folgten die Ge- sangsvorträge der einzelnen Bundes- und Gastvereine. Die Gastvereine waren aus Eudorf, Groß-Felda, Erbenhausen/ Ehringshausen, Alsfeld, Nieder-Osleiden, Kirch-Göns, Hai- nartshausen, Angenrod und Oberkleen. Die Liedervorträge zeigten, daß der Bund bestrebt ist, dem deutschen Voltsliede eine Heimstätte zu bereiten. 0 Stornd orf, 14. Juli. Eine Frau, die in einer Wiese mit der Heuernte beschäftigt war, bekam einen Sonnenstich und mußte auf dem Wagen nach Hause ge^ bracht werden, wo sie immer noch krank darnieder liegt. D S ch w a r j, 17. Juli. Heute konnte der hiesige Krieger- v e r e i n auf sein 25jähr iges Jubiläum zurückblicken. Eür schöner Feslplatz zwischen den Straßen Schwarz—Grebenau und Schwarz—Udenhausen bildete die Grundlage der ganzen Ver- anftaltung. Ein schöner Festzug bildete die Einleitung zum Fest, aftc. Die Ueberreidjung der von dem Kaiser gcitiftcten Fahneni schleife erfolgte durch Kreisamtmann Dr. Seyfarth. /X Nieder-Ohmen, 14. Juli. Der Gelangverein „Em- tradjt" feierte unter ungemein starker Beteiligung sein goldenes Jubelfest, mit dem das 16. Bundesfeft des Ohm-Lumda-Sängerbundes verbunden war. Fa,t kein Haus war ungeschmückt, zahlreiche Ehrenpforten bciuill!ontmncic: die Festgäste. Im ganzen nahmen 35 Vereine teil. Eingeleitet ivurde das Fest durch einen Kommers am gestrigen Abend. Heut» vormittag trafen die 14 Bundesvereine ein, um unter Leitung des Lehrers Schäfer eine Probe des Massenchors abzuhalten. Mtt dem Sonderzug von Grünberg, von AlSfetd, von Homberg, von Lich her trafen mittags die Gastvereine ein. Besonders geriet die Sängertribüne, die die Jahreszahlen 1862—1912, mehrere Sängersprüche und einen goldenen Kranz mit der Zahl 50 auswieS. Um 2 Uhr wurde der Festzug ausgestellt, Festreiter und Fest- bamen eröffneten ihn; auf zwei Wagen fuhren die noch lebenden Gründer, dann folgten die Vereine mit rund 1000 Sängern. s2luf dem Festplatz fang der Verein Eintracht den Begrüßungschor^ worauf Lehrer Schäfer namens der Gemeinde die Gäste roiÜA kommen hieß und der Förderer des Volksliedes, des Kaisers und Großherzogs, gedachte. Pfarrer R e u f ch wies in feiner Feld rede auf Ursprung und Entwicklung des Volksliedes hin und scküoh mit einem Hoch auf das deutsche Lied und das deutsche Vaterland. Frl. Minna Reitz übergab namens der Jungfrauen dem Jubelverein eine blauweiße Fahnenschleife, gefertigt von der Firma Schulze-Gießen. Präsident Hofmann dankte dafür und Bundesvorsitzender G e ntm e r-Merlau überbrachte die Glückwünsche des Bundes und ermahnte die noch außenstehenden Vereine, dem Bunde beizutreten. Lehrer Schäfer überreizte dann an die Sänger: I. Schellhaas, K. Seim, Sch. Reitz XL, Adam Reitz, Hch, Jockel, K. Becker, W. Volk, H. Becker, Hofmann, Müller, K. Wagner und H. Reitz XIII. Ehrendiplome. Tann wurde das Bundeslied „Es waren zwei Königskinder" als Massenchor vorgetragen. Machtvoll erscholl dieses prächtige Volkslied aus ixnt 400 Sängerkehlen über den Festplatz. Darnach fangen die einzelnen Vereine. Abends ersttahlte der Festplatz in elektrische, Beleuchtung, die Karufseklbesitzer Viehl Nieder-Florstadt stellte Die Dttrsik führte die Kapelle Mank-Wiefeck aus. Starkenburg und Rheinhessen. (!) Mainz, 14. Juli. Von jetzt ab ist es gestattet, Ob st bäume, und zwar hauptsäckftich schattenfpendendt (Walnußbäume), in den Kasern enhofen anzupflanzen. Auch darf Spalierobst an den Kasernen gezogen werden. — Für die Folge können VolksschuHehrer, die nicht als Einjährig-Freiwillige dienen, nur noch bei der Infanterie eingestellt werden. Sind sie für diese untauglich, dann müssen sie der Ersatz-Reserve überwiesen werden. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 14. Juli. Am Samstag abend brannte es auf dem Büblingshäuser Hof. Das Feuer verbreitete sich mit solcher Macht, daß bald beide Scheuern davon ergriffen waren und auch das Wohnhaus in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es sind 40 Wagen Heu sowie die Wintergerste und der Raps verbrannt. Guts< packMr Helm war gegen den Brandschaden versichert, Erst spät kam auswärtige Hilfe. X Oberbiel, 14. Juli. Hier wurde heute unter reger Beteiligung das Verbandsfest der Kriegervereine des Kreises Wetzlar gefeiert. Unter den Klängen der Kapelle des 2. Nass. Pionierbataillons Nr. 25 aus Mainz bewegte sich gegen 3 Uhr ein stattlicher Fest/ zug durch die breite Torfstraße. Ter Verbandsvorsitzend- General Caftendyk -Braunfels hielt die Festrede. Für die Kriegervereine der Strecke Lollar-Wetzlar war am AbenL ein Sonderzug eingelegt. Heffen-Naffau. w. Wies bad en/13. Juli. Die Witwe des türy lich hier verstorbenen Rentners Wahl begeht heute ir verhältnismäßiger Rüstigkeit ihren 101. Geburtstag Um 11 Uhr begann der •“ssssr* m-choKL-nv Ci Seiden-Batist s la15/;] 1 U Prospekte zu Diensten. Neue Kartoffel 8eorg Waliellscls IZ. »eiegcn oui o äeriihicöeuä 3. 45eTidjieuenCj. • ♦ • ♦♦■^1 4899 Bi ai iS L 3 Verkanf«- stellen durch die^e* Plakat kenntlich. Fabrikant i August Jacobi« Darmstadt. pLQualität,empfiehlt billigst (Schweizer Lnckerei) wird > sh'ottof Souucustr.0 btllig_abgegeben. 1490b xbCljCl, Tcl. 88. L4üaj Fr.«schmrt^Lemelslustg^b Robespierre-Kragen nach Abbildung 95 PL Ausserdem grosse Auswahl!. modern. Stickerei- u.Spitzenkragen,Jabots, bessere Hobespierre- Kragen, Schleifen, p_ Fichus, Kuschen. 5- A. Salomon & Cie. Kolosseum Inhaber Karl Ohm Walltorotraße Telephon 645 Telcgierreniag, 2. Belegen der Platze bet HyffhäusErTechfilüum Frankenhausen., Ing.-a.Werkm.-Abt Gr.Mnch.-LiD. f. weiße Blusen, Kleider Rücke, 120 cm breit Meter M. 1.40 und 1.— Weiß.Voilc.doppelt- br., Mtr-2-25u. 1.75 Mk. A. Salomon & Cie. 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Hoflieferant Piano-Handlung und Reparaturwerkstätte. Seltersw.OL Fernspr.389 Festzug in Sachsenhausen, wo sich bic Teilnehmer mählich versammelten. Ms Ausgangspunkt war der obere Mainfai vorgesehen. Ter Zug bot an Glan;, .Pracht und bntorischer Treue der einzelnen Gruppen ein -sd'miuncl, nnc es Rlvn die verwöhnte alte Maffcrftabt noch nicht gesehen hatte. >^m lag die Idee zugrunde, die alte Schütze,'Herrlichkeit des l'attu alters und ihr Blühen und Gedeihen bi3 zum heutigen 4aac in lünsrlerischcn Bildern vorzusühren. Tie durch dte »rar. iurtcr beschichte erklärten und durch den Zweck des Leurimen Sck'ützenbunbcs gegebenenen inneren Beziehungen n'.tionaler Jri zwischen Frankfurt und dem Teutschen Schüvenbund kamen in dem Festzug in glänzender Weise zum Ausdruck. Aad, den Entwünen erster Franksurter Künstler, die sich unter der Leitung von Prm. I Erich .Körner zusammengetan hatten, waren mehr als drei,-.g Gruppen gebildet worden. Die von allegori'chen Figuren buni» I ,'tzt, höchst malerische Wirkungen hervorriesen ^pchenrettcr, Musik und die Frankfurter Jugendwehr rm ^ahrc 18b- mit Trommlern und Hornistenkorps eröisneten de,' Fesizug, der Ha, durch Zieler mit SÜKibcn und Löffeln alS schützemestzug kenn- zeick)nete. Hieran fchlosien sich Herolde der Ltadt Frankfurt a. Je., als der Stätte de) ersten deutschen Bundes,chrenenS. ES folgte dann das Deutsche Reichsbanner und hierauf die Banner der einzelnen Bundesstaaten, umgeben von Pagen, die die Reichs- I insignicn trugen. Hieran reihte sich hoch ,ui JHob die Gersmania, an die sich Hcerpauker, Fanfarenbläser und Ltandartenreiler^ an- Es folgte nunmehr der erste Fc'lwa.ien, der der etabt 1 raufiurt, aus dem auch das Bundesbanner des Dcutfchen schuvrn 1~;„v o.’ Den Wagen geleitete die alte 1 Romerwache^ und alte Ehrenjungfrauen. ES folgten nunmehr r-'—:kn. __ r-*. v-x hint< bet tohollem wird helle® / V» / 'X- 9t in eilen fällen, wo Sie von / tn 'M Io'," 5 SH _ Rheuma. Hexenschuss, Zabn- / jwU. 5* / 1 X di und Koplwcü, Rücken- und / «F VA ’S > aff? J- W Magenschmerzen geplagt sind. / Ä Amoj |st auch ein universelle« i / '?& Tollcttcmlttcl. Arno, stärkt, erquickt. ertritebt. AC Aiuol-Ver»und, Hamburg. Zu haben in allen Apotheken u. Progerien. beS^' baftcr Ovationen deS Publikums. Rach den sachsen tarnen die 'buringrr Vereine von Eisenach, Gotba. Hildburghausen. Jena, der Wai»enstadt Mehlis im Thüringer Walde und die wesNälifchen. Schützen vereine aus Bie.Jeld, Bochum, Dortmund, Hagen, Münster, C-'natriid und Soesl. Den " urttnnbcrgijd'en Land<»idul^kwer- c n dem die ttapelle des 2. WüNtcmlu rgifchen Ulanen-ReginwnlS qua Stuttgart voraufmarschierte, repräsentierten die Stuttgarter^ Schüeengude und die Stuttgarter Reue LchützengeselNcvaN, ttrner Vereine auS Freudenstadt, Eislingen, Heilbronn usw. Den bildeten die Schützen Deutsch Ceüerreichs. Mit sturtm,ck>em Jubel wurde vor allem die Kapelle der Hod>> und Deutschmeister, dte unter Vorantrui eines Offiziers bed Regime ickS erschien, begrüß. Auch die österreichischen Schü^n seldst erregten Begcmerung und großen Jubel. Nun folgte nochmals eine malerische Gruppe, emf lagdzug aus der Mtte des 18. Jahrhunderts und emer nwdernew Fuchsjagd, die von dem Frankfurter Reit- und FK^ud dar- gestellt wurde. Den Abschluß des fast bmitüningcn FestrugS biU toten die Frankfurter Vereine und .>törper,d«Nen, die sich sehr brav Hellen. — Der Gießener ^cbutzenvcretn hatte c'iten vradit vollen, mit Rosen geidniüidtcn ^lorerttin entsandt, auf dem die Vertreter des Vereins mit der neuen vschutzensahiwl zentral omuiviujui, <*ii. . au- landische Gäftc sah man bie Schweizer Schutzen, an bei ^pipt L'Arauibuse et Navigation Genf. Nunmehr folgte der große badische Vandesschützenverband, der durch die putzenvcreme ^ur, lad), zt arlsruhe, Freiburg, Heidelbergs und Mannheim vertretiu war. Tann folgten Bagern mit den -d)nbcnveremen aus Nürnberg, Ansbach, Aschaffenburg, Kitzlngen a. M„ Furth und Schwe - surt, sowie die übrigen frankochen «chuvenocrenie Die nachfte Rapelle der Cberlanblcr führte die drei großen -Lchutzenvcreiut- gungen von München und die oberbayertschen ^sußenveriine. llntcr den Algauer Schützen sah mau auch die hochgewachsenc Gestalt des lühncn Adlenagers 2c 0 Dorn aus Hmdelang, der im Dause seines Lebens 75 Adler aus den Lüften herabholte und der Leibschütze des greisen PnnzregMten Luitpold von bi ,"1« tri,-.' jteutm ,? Ul,b 6fcv !1"’ Stlang beb«/ 7-d-n ■o(i ctn)öh,h n(*nn, * l.- Nonbt? rT .nQmvar hauptpre" ",en Lehrer W estellt. Nach L Bundespräsidm ^des, Lehrer Me. Den Akt da r-Mtttshach: ■e Fahne an t- «nn den Masser. 1 folgten die & Gastvereine. % lda, Erbenhonse- Kirch-Göns, he. A. Die Liwa ist, dem deutsch: rau, die in trat >ar, bekam emr. m nach Hause gt wrnieder liegt, r hiesige Kriegt! nt zurückblickcn. & varz—Grebenau m e der ganzen $c Anleitung zum fri c gestifteten Fahm ieyfarth. Gesangverein „Ä 'iligujig jein go. sllndesfeil bf? >en war. m bewtllkommM nc teil. Gingdtüc eigen Abend. 6® um unter Lciu» senchors abzuhalw L, von Homberg, rr it Besonders gm- 862-1912, mchc der Zahl 50 Fesncitcr und ■en die noch leben): 1000 Sängern. « >en Begrübungsm mdc die Gäste ip-- JeS, des Kaisers» vies m. inner A ÄS8S le dafürund^ die Wcklminsche^ senden Berme, rreiäfte dann,an » yt Som Reib, i - 1 Dann wurde d- als Masscnchor ge«*K roadl stes* :ck aus. E» eS ge|W -e •jjS »=«* Deutschen Schützenbund. Die Sieger her von dem Prinzen Heinrich gestifteten Ehrenbecher sind folgende.f etant.fdreibcr 1. Ä SpaUer-SDIcvan, 2. StaueiiSborfler- Mannheim, 3. Cito Friedel-stöln, 4. Thnsloph Bangel.Laus, o^Kaz- nieier-dirndorf, 6. Fritz Bartels-Wiesbaden, 7. LLusterhansen-Stutt- gart, 8. Franz Götz- Suhl, 9. Cito Lang-Hab urt, 10. Cndwig Volk I.« Frankfurt a. 2)1., 11. K. Amster-Mainz, 12^. G- ^och'stiel, 13. W. Breuckina-Mnnchen, 14. H. Föger-Düsseldors. 15. Th. Vurmester., Hannover, 16. Gg. Lechner-Nürnberg, 17. Hrnö ^owar-2lmberg, 18. Gunschmann-Darinstadt, 19. Otto Höstt-Frankfurt a. 9)1., 20. W. Eb°,.°-.nnst°tt, 2. J°I°i Schmitz- Frankfurt a. 2)1., 3. S. Henn-Nürnberg, 4. Karl Bock-Frankfurt a M ö. Cito Seelig. Wiesbaden, 6. Marfchner-NegenSburg^ 7. Schnebli-Wclli-Baüen, (Schweiz', 8. Leo Rast-Darmstadt, 9 I& 2)tontz-Leipzig, 10. A. Lageder-Bozen, 11. Harstang-Koln, L-. Georg ^eelia-Weimar, 13. Hechelinann-2)lünchen, 14. Oienzel-Stuttgart, »auSn.mun.«u (Cavern), 16 Richard L-ich°--«-r° 17 $iad Weib-2)!ieSbach, 18. HanS Werle-Patenkirchen, 19. Ult» ztonig-Mühlhausen, 20. Georg Kampes-Dusseldorf. (Fortsetzung felgt.) Platz gcttommcn Ixittcn. . _ , . . Eme An abl Chi'machtsfälle un Zuge selbst und bei den Zuschauern un ganzen etwa 500), die durch die Httze verursacht waren, erwiesen sich als nicht bedenkltcher Natur. Jtn ubrtmn nahm der Zug einen durchaus barnwimchcn Verlauf, da Pu- blikum und Liii'crl'citsmannschasten glänzcnde Dtsjtdltn bewiesen. 'lls das Bundcsbonner vor der Tribüne erschien, wurde iS durch den Senatt-sekretär Dr. H a g e d o r n - Hamburg mit einer Anfprack-e überreicht, in der er u. a. aussührle, daß das Bamier, ^dcrall> wo es auigepflanzt würde, ein Sinnbild eckt deutschen und bcutidmaiionalcn BewumselnS gewesen set. DerRedner bat bann den Oberbürgermeister, das Banner bc-j ^.-eutichcn-sdmtzen- bundes nunmehr für die Stadt Frankfurt entgegenitmchmon und drückte zugleich den Wunsch auS, da» der große nationÄe Schwung der irübercit Feste auch dem 17. deutschen BundeSschießen, dem goldenen LubilLumssck'ießen hier in 5r- bansen a. H., Rostock, Schwerin, Vegeiack, Wansbca. Das ernste gemessene Wesen der blonden Friesen und der schweren -^chlewch- Holsteiner Mecklenburger und Braunschweiger verblniste zunächst das sröhiich geüimmie Publikum etwas, bald aber brad) der Sann, unb fröblidie «lüdau'_ unb Seiltitfe ‘«f □ iciicten auck) diese schützen, -sodann tolgtc bir P,"l-cr -schutzei bund mit den Schützenvereinen von ^uilttslautern, ^.anoau -.ud- wigshasen, Neustadt a. H , Speyer u. a. xen Rhemuchen ^chutz.n- bunb repräsentierten die Schutzcnvercimgungen ^n Bonn, stob- lenz, Düsseldorf Köln, M.-Gladbach und Neuwied, -.re C(büßen Ä Sachs-nS, bie Serene Dresden, Bitterleld, Halle, Naumburg, flauen, Bernburg, ^^yen- sels, Werdau, Zeitz, Zwickau, Sjalbcritabt bed a. 6. unb Tangermünde muren gicidnallv Gegentlanü lib „ Samstag, Ü w SS : Tr‘ie8« Kartoffeln Talz- u. Essiggurken Tauerkraut soeben frisch eingetvonen u. billiast bei August Wallenfels Lstarttvl. 17 Telephon 262 la. neue Kartoffel liefert billigst 14754 florl Sier, Damm'irastc 46. Televbon 561. \T. Deutsches öunvesfchietzen. Frankfurt a. M., 14. Heute früh 9 Uhr nahm das 17. Deutsche Bundes- imb Wclbciic ZubilckumS-Schießen 1912 mit der Abholung des Bundes- .>einerj durch den Frankfurter Schützenverein vom Romer feinen i niang. Auf der Tribüne am Opernhaus hatten iid) als Protektor * Festes Prinz Heinrich von Preutzen, der Or o stier zog und die Groß Herzogin von He,ien, Prinzen,n i < i e ö r i d) Karl von Hessen, der kommandierende General . 18. Armeekorps v. Eichhorn unb die -spitzen ber -stabt» Jlrbciterbcwc^umj. Puris, 14. Juli. 2!ach einer Meldung aus Dünkirchen lr die Negierung infolge des 2 o ck e r a u s ft an des der dortig en X-crjM.-lamnicr ,ür das Auslaocii der GetrcldefchiNe 4UO tool- laten zur Verfügung gestellt. . Marseille, 14. Juli. Nach einer Versammlung un Frauen der streikenden Hafenarbeiter kam cs zu ernsten ;u i"a m mc nflö üc n. ES wurde mit Revolv ern g e td)i j e n Ein Lchanklokal, wohin die Ausständigen ilucksteten, lurbe geplündert. Zehn Schiitzteutc und zwaüzig Streikende ■r.n.r verwundet ivorden, teilweise schwer. An sechzig Zerl-aftungen neben vorgeitommcn. „ .... . London, 13. Juli. Zwischen arbeitswilligen und tulftänbigcii Dockarbeitern tarn cs heute bei Tilbury inj Graus zu einem e r n st c n Z u f a mm e n ft o st, bei dem haupt- ichlich mit Steinen geworfen wurde. Einige Arbeitswillige schonen .bir oud) mit Revolvern. Die Polizei trieb bie -'.icitge aus- (inmibct erzielt am > . ksamsten u. auf dem billigsten ™ Wege eine Kräftigung des Körpers, erhöhte [3 Stoßwrcliseltätigkeitu.damiteine dauernde q Gesundung durch eine Kur mit Dr. Axel- rod'« Joghurt. In Wirkung und Wohl- Ga geschmack unerreicht, da Herstellung auf g] streng wissenschaftUcher Grundlage. Tag- .« lieh freie Zustellung ins Haus durch die Ja BanipWtai Giessen, Gehr. Grieb | Fernruf 636. Post- u. 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Juli. „Jhgoletto < *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 UbL, I H. Frankfurt a. M., 13. Juli. Heute mtttng kurz I *•4 12 Uhr wurde an der Kvnstabkerwache eine etwa . Ubrc alte Frau von einer Autodro f ch ke uver-1 . en, wobei sie am Kopfe so schwer verletzt wurde,l Xi ic t o t vom Platze getragen wurde. Die schuld liegt 1:*r st ran selbst: sie ist unvorsichtigerweite in das Auto . iiige'.aufen: kf-tcred fuhr in ganz langsanieni -empo. ■ ig - -kenbcrg, 11. Juü. Auf der I n Fürstl Domäne BuUiNghauicn, $ cr Nähe ton Wciterburg, haben eine Anzahl <>amilieu -en durch die Edertalsperre dem Untergang geweihten I »schäften Bringhausen und Bericki eine neue Heimat gc* | iEam. Das dort errichtete Torf 2k eu -B e r i ctt tst,^trotz-1 twr man alle neuzeitlichen Einrichtungen cingefuhrt hat, hlt t ilich des Baues der Wohnstätten der heimatlichen Bau- ß i angevastt und bildet ein eigenes Gemeinwesen mH U irei und Schule. Gestern fand im Beisein vieler Gaste, I It unter auch des Fürsteii von Waldeck, die Einweihung : tr neuen Dorfschaft statt. Bei der Gelegenheit wurde 1 Sl b der Grundstein zum Wiederaufbau der alten Au- ■r iner-Klostcrkirche aus der alten Heimat Berich gelegt, sc. Frankenberg, 14. Juli. ^orcHcn unb Wttßfische in großer Zähe trieben gestern abend tot H Wohra bei Gemünden hinab. Das Wasser des l ifchcns war schwärzlich, schmutzig und stank sozufagen 'chlofscn. !-r» ssä WWF F&ä ä....... gestellt werden. Die toten Fische «mrden ^QVVClt bcc verschiedenen Fcstst dte. m denen bisher denttche t !erweise am User gesammelt und sollen als Gaufe.Idu„deSschicßen nattgeiunben haben, namlid): Gotha, Bremen, ■o >, Ciitcinuttct vcnveudet werden. I Wien, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf, Münckicn, ^Cipzig, Berlin, in Eronberg, 14. Juli. Die Großherzogin Mainz, Nürnberg, Dresden und Hamburg. hl r Hessen ist Ixrutc nachmittag mit der Prinzessin Die zweite Abteilung des Festjuges zeigte die Elltwicklung kLrich Karl von Hessen vom Schützenfest in Frantsurt der Ziel- und Sch'eßwasfen und stellte eme lebende Jllnstratton L.l irucno, auf -schloß Friedrichshos ciiigctroffen bir Mstellung des Festzuges behanbelte die Geschichte I ) , i Aband fuhr die Großherzogin mit ihren --ohneu, du- ^csisiabt Frauliurt a. M. Marl bcc Große, als mutmaßlicher J 111 am ^Morgen lster elngetrossen waren, nach Darmstadt liom Konzil kommenb, eröffnete die Abteilung. Roland. ■ , I Eginharb, Alkuin unb wie seine Gctrcnen alle heißen, umgaben | • Limburg, 14. Juli. Die Mitglieder des Aus- Tann folgte der Einzug Kaiser Ludwigs des Bayern nack) ■( P c . des Lahnianalvereins veriammeln sich am seiner Wahl. Tas erste Schützensest m Frankfurt a. BL un oaa nachmittag hier zu einer Aussch ußsitzung. Jahre 136?, das Pfeiswraericht vor dem Romer, Dans Wmelfee ii.uhtiaste Puntr der Tagesordnung bildet eine Rück mit der Fahne des Eschenheimer TurmeS folgten m dieser Grupp i bA etaatw Mnfijt;Ä i r l*ai)ii oberl-alv Ems im aUgimcuicit ^chtsfahrt. I Reisige usw. vervollständigten das Bild, ^ic I iiitvrcffc. ... lagcruiig Frankfurts im Jahre 1552, bie Kaiserlronung -kazi i .>l a l d e r n, 14. Juli. Der Oberhcstilckfc Touristen mtlians II., Militär ber Freieii Großstabt utC Tierschau ist auch eine Ausstellung von landwirtschaftlichen Maschinen verbunden. Da die Veranstaltung in günstiger , iji liegt, wird eß an zahlreichem Besuche nicht fehlen. e Wallcnrod, 14. Juli. Gestern sand hier Bürger- reiftcriva 1)1 statt. Bürgermeister &abcrmc hl wurde »Lkergewähtt. Herr Habermchl bekleidet jefet fern Amt )d)on b fahre. — Tas Neueste vom Neuen in Gießen ist:I Himmel und Hölle Das größte Reiseunter. nehmen in diei'emGeure. Eintritt frei'. 'lm Sonntag, 14.Juli, | ist der nächste gtofit öffentliche WM Herrenkarten 50 Psg. inkl. Tanz, Damen frei. ab/7J Anfang 6 Uhr. MARK E HASSIA i & ä: Mein diesjähriger 10°lo und mehr anderen Artikel Rabatt Telephon 435 Schulstrasse 10 Schuh Warenhaus BERNHARDT beginnt am 16. Juli und bietet enorme Vorteile. Ich gewähre auf Dr. Diehl, Salvator, Hassia u. Radium Stiefel sowie auf grosse Posten Einzel- u. Restpaare, schwarz u. braun bis 60°° unter Preis Ausserdem gewähre ich auf sämtliche Sorten Rabattmarken Steins Garten. Donnerstag, den 18. Juli VI. und letztes Abonnements-Konzen der Kapelle des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116 unter Mitwirkung des Posaunen-Virtuosen Herrn Weschke, ÄÄJ _______________Anfang 8'/« I hr.____________ KiMalort Lichtspiele 05870 Bahnhofetr. U Nur heute Entehrt Die Geschichte eines jungen Mädchens in 2 Aktek Das nainenlose Unglück, welches elegante Mädchenjäger über so viele Familien schon gebracht haben, wird hier in dezentester Weise zum Ausdruck gebracht. Einlage: Die Falle ergreifendes Drama aus dem Leben, in 2 Akte« _______und das übrige Programm.__ Stadttheater Giessen. Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 16. Juli 1912, abends 8 Ubr: FünllesOperetten-Gastspiel des Grossh. Kurthealers Bad-Naobeia Unter Mitwirkung der Kapelle des diesigen Infanterie Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. QverettenvreiieQverettenvreiie' Abonnenten zahlen gewöhnliche Preise bei Vorweg des 4. Crmäfligunas Kupons. w Gastspiel der Hofopcrnsäugerin Mar« garetc Bcling-Lchäfer vom Großh. Hof- und Natioualthcatcr in Mannheim. Die lustige Witwe. Operette in 3 Akten von Victor Veon und Leo Stein- Musik von Franz Lehär. * * * Hanna Glawari . Margarete Bcling-Lchaier Der Vorverkaus beginnt Sonntag, 11 Uhr, ar der Tageskasse des Stadttbeaters. aty Giessen, den 15. Juli 1912. 4893 Danksagung. Für die trostreichen Worte desHermPfarrassistentenSchoriemmer, für die liebevolle Pflege der Schwestern, für die zahlreichen Blumenspenden und die allseitige herzliche Teilnahme beim Ableben unseres lieben Gatten und Vaters, des Herrn Ludwig Loth sagen wir hiermit unseren tiefgefühltesten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. IM klare «i Miliare Wälle bereitet man ohne Mahlen, Röhren, Drücken oder Pressen am besten mit Rieschels Fruchtsaftapparat Derselbe vereinigt in sich alle Ideale in Bezug auf einwandfreie Saftgewinnung u. ist daher die beste Fruchtsaftpresse der Welt Preis des kompletten Apparates nur Mk. 10.— Zuckerersparnis bei diesem System 40-50% wodurch sich der Apparat sehr schnell bezahlt macht Vorführung ohne Kaufzwang im a’% M*k Löwer & Bechstein Neustadt 4 Rabattmarken der Rabattsparvereinigung Telephon 484 Neues Grünkorn Kartoffeln! eiugctrossen. (4824 J. M. Schulhof Marktstr. 4. Tel. 119. Reue Italiener 3 Pfd. 35 Pfg. a Reue Belgier 3 Pfd. 25 Pfg. werden Hiesige.....3 Pfd. 20 Pfg. K ß Heidelbeeren 9 MK Schokoladen allcrwärts mit Vorliebe gekauft. Ein Versuch wird Siecbenmllsüber;eugen, welch einzigartigen ocin nchimtnrf diese schokoladen nufrocifcn. | VrelS v.' Vsd.-Tafel in ») i 16, 20,25,50, 40,5Ü, 60,80 Seltersweg 77. Cs.; heute frisch eintreffend. an/7 Gebrüder Berdnx Sch wem instein Fabrik, älteste, lies. biU. gutcWare. Dhil.Ciiies.Neuwied. Iiv^/^ Nicht ohne Ctirnnb Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dah unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester. Schwägerin und Tante 4913 Krau Wette Erb geb. Brm nach langem schweren Leiden im 46. Jahre sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Gietzen, Langsdorf, Großenbuseck, Merlau, Gochsheint in Bayern, den 13. Juli 1912 Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Juli nachmittags 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheidcn unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Grogmuttcr, sowie für die Blumenspenden sagen wir aufrichtigen Dank; ganz besonderen Dank für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Gutzmaun. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Scheld. Lollar, 15. Jltli 1912. 05880 17. Deutsches Bundes-und Gold Jubiläums-Schiessen Frankfurt am Main 1912. Haupt-Woche: Konzerte — Historische Ausstellung — „Alt-Frankfurt“ — Vergnügungspark. Abend-Veranstaltungen: Montag, 15. Juli: Festspiel. Fackelzug zu Ehren des Protektors. Große Schiachtenmusik. Dienstag, 16. Juli: Radsportliche Vorführungen, Japanische Nacht Konzert der .Hoch- und Deutschmeister" aus Wien. Mittwoch, 17. Juli: Konzert des Frankfurter Sängerbundes. Fackelschwingen der Frankfurter Tumerscbaft. Konzert der .Hoch- und Deutschmeister aus Wien. Donnerstag, 18. Juli: Ausflug an den Rhein. Abends: Festpiel. Konzert der .Hoch- und 'Deutschmeister" aus Wien. Freitag, 19. Juli: Balletaufführungen. Aufführungen der Frankfurter Turnerscbatt Samstag, 20. Juli: Festspiel. Großes Brillantfeuerwerk. Sonntag, 21. Juli, 4 Uhr nachmittags- Preis Verteilung an die ersten Preisträger. Aufführungen der Frankfurter Turnerschaft. Abends: Festspiel