N tiibels uni nermitM iebiete bet sine Stimme Stimmt, di« m Diretot Sie vorz. A 'age 15 statt ein. I eintreffe«d: . 22 W MMd ** M bleu mr- e Sdhf 7 * 61616J£ ..JU.»«“** „ 4 SU« qn 1.8° iett $*■ )«**•* r«8<24 Nr. 269 Der »ietzener Msplfet rricbfmf taqltd, außer Sonntags. - Beilagen: rtfrmnl wöchenilich HietzenerZamllirndlätter ziveiinal roörtieiul.Kreis- blotlftirbtn Krtis6it|jen (Ttenetnq und >renna); zivennal moiintl Land- wiNschaftlicheAeitsragen Fericiprech - Anschlüsse: iüi die Redaktion 112, Verlcw u, Expedition 51 Adresse füi Depeschen: Anzeiger «testen. Annahme van Anzeigen für die Tagesnummer h,S oormiliaflS 9 Uhr. Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 14. November 1912 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oderhessen Rotationsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Zteindruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulflrahe 7. vndinyen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstrasse 16a. Be,ag4i re» > monntiidiTSlM^ oiertel- tiihrhcti Alk. 2.20 durch ’lbbole- il Zweigstellen monatlich 65 Bf., durch die Pott m:.2.- viertel- lährl audd)L Veitellq. 3eilcnurcid: lokal 15Ps, auswäri» 20 Pienmq. Chefredakteur: 21 Goetz. Berautivortltch für den politischen teil August Goel;. für .^entQe- •011', .Vermischtes' und .Gerichissaal- R. Neurath, für ,Stabt und Band": E.Heg. für den Anzeigenteil £). Beck. feit, ihre Widerstandskraft fange aber an, j u erlahmen. Ein Albanese meldet der „Reichspost" aus Alesia, daß die Montenegriner bis Alesia vorgedrungcn seien, die Stadt aber nicht einnehmen lonnken und durch das Eingreifen der Miriditen eine schwere Schlappe erlitten. Sie mußten Cacaric und Ku Ni räumen. Ein einwöchiger Waffenstillstand? Der „Bert. Lok. An;." meldet aus Konstantinopel: In später Abendstunde vom Mittwoch verlautet, die Pforte hätte mit Bulgarien einen einwöchig en W a f fen sti l l st a nd abgeschlossen. Eine Bestätigung dieses Gerüchts war nicht zu erhalten. Es wird eilt leeres Gerücht sein. Laut „Moniteure Oriental" sei der Abschluß des Waffenstillstandes bis Montag zu erwarten. Konstantinopel, 13. Nov. Wie versichert wird, soll der Minifterrat beschlossen haben, den M ä ch t c n zu antworten, daß nicht die Türkei, sondern d i e vier Balkan st aaten die Bedingungen für d i e^E i n - stellung der Feindseligkeiten und den Friedensschluß z u formulieren hätten. Die Neber- Mittelung des Beschlusses an die Mächte wird heute durch die Botschafter der Türkei erfolgen. Prinz Sabal) Eddiu richtete an den Sultan einen 0 ffcnen Bries, der in den Straßen Stambuls als Broschüre 0 er - kauft wird, u n d bittet darin den Sultan, s ich mit dem ganzen kaiserlichen Hause an die Spitze der Truppen z u ft eilen, w i e e s die früheren Sultane getan hätten. In dem Briefe wird erklärt, die Urfadfe des Unglücks der Türkei sei in der Zentralisation zu suchen. Wenn die Türkei eine Politik der Eintracht mit den Nachbarn verfolgt hätte, so würde der Balkanbund jetzt unter der Führung des Sultans stehen. Ein türkisches Torpedoboot beschoß zwischen Siliwri und Ks 0 ster 0 s eine Abteilung bulgarischer Kavallerie mit Erfolg. Die türkischen Flüchtlinge in Konstantinopel. Konstantinopel, 13. Nov. Zahlreiche mohammedanische Familien aus den Dörfern der Gegend von E 0 rlu sind hier angekommen, im ganzen etwa 6000. Tie Flüchtlinge werden nach Sin0 pe geschickt. Die Zahl der noch hierverbleibenden Flüchtlinge wird au f 70000 geschätzt. — Nach einer amtlichen Mitteilung sind in den letzten 24 Stunden 15 Cholera fälle aufgetreten, darunter drei unter der Bevölkerung der Stadt. Drei Fälle waren tödlich. Ein neuer Ausfall aus Adrianopel. Sofia, 13. Nov. Tas Blatt „Mir" berichtet, daß die Türken gestern einen neuen Ausfall aus Adrianopel verflicht hätten, jedoch zurückgeschlagen worden seien. Hier sind zwei neue russische Sanitätsmissionen eingetroffen. Ein Geschühnnfall bei den Bulgaren. Sofia, 13. Nov. Durch die jetzt eingehenden näheren Berichte wird nachträglich bekannt, daß sich bei den Kämpfen bei K 0 tschana ein schwerer Geschützunfall au bulgarischer Seite ereignete. Die bulgarischen Reserve- fori'tationcn, denen vom Oberkommando neue Schnellfeuergeschütze nach dem System Schneider zugeteilt waren, trafen Vorbereitungen für ein in Aussicht stehendes Gefecht. Als eines der Geschütze geladen iverden sollte, erfolgte bei der Handhabung des Schranbeuverschlusses eine Explosion, durch ivelche zehn Soldaten getötet und zehn verwundet wurden. Tic Zukunft von Konstantinopel In einem Interview mit dem Sofioter Sonderberichterstatter der Wiener „Neuen Freien Presse" versicherte der frühere Minister Natschawitsch, die bulgarische Regierung befreundete s ich bi s jetzt mit der Idee eines Eininarstbes in Konstantinopel nicht. Bulgarien wünsche, daß aus Konstantinopel und Saloniki Freistädte gemacht würden Die Bulgaren würden vor Konstantinopel Halt machen und die (beschicke dieser Stadt der Entscheidung Europas überlassen. Der ersolerciche türtifte widerstand in Sfutari. Rjeka, 13. Nov Eine gestern im Hauptquartier ein* getroffene Meldung besagt: Beunruhigt durch die gestrige starke Beschießung erhob die christliche und mohammedanische Bevölkerung Skutaris durch Abgesandte beim Kommandanten Hassan Risa Bey Vorstellungen, weil Die Gebäude beschädigt, der Verkehr gestört und die persönliche Sicherheit gefährdet werde. Entweder solle die lieber* gäbe erfolgen ober die Offensive ergriffen werden, um weitere Nachteile für die Stadt zu verhüten. Risa Bey soll erklärt haben, es fei seine Pflicht, solange als möglich auszuharren Die Offensive sei jedoch untunlich, weil die Türken sich in L^erteidi- gungsstellung befänden. Von der Uebergabc Skutaris könne vorläufig leine Rede sein. — Seit Mitternacht herrscht Sturm u'n d Regen, wodurch die Operations* tätigfeit der Montenegriner ftarf bcein- t r ä d) t i g t und die Mannschaften an der Erfüllung ihrer Aufgaben behindert werden Woher das montenegrinische Hauptquartier die Einzelheiten über die Stimmung der Einwohner Skutaris wissen will, erscheint rätselhaft. Jedenfalls aber steht fest, daß die Türken gut auf dem Posten sind Tic Kämpfe vor Monaftir. dürften fick), so meldet das „Bert Tagebl." aus Belgrad», für Serbien schwieriger gestalten, als anfangs anzunehmen war. Monaftir wird von 40 000 Mann und 50 Kanonen gehalten. Rußland dämpft in Belgrad. Das „Neue Wiener Tagblatt" meldet aus P e ters - bürg vom 13. Nov. 1 Uhr morgens: Der Minister des Aeußern verständigte den ferbifd)en Gesandten, Ruß* land werdezur Hafenfrage keinediretteStel- lung nehmen, sondern die Austragung lediglich den österreichisch-serbischen Verhandlungen überlassen, wobei Rußland bereitwillig freundschaftliche Unterstützung gewähren werde, jedoch unter Vermeidung jeglicher Zuspitzung der österreichisch-serbischen Beziehungen. Eine serbische Beschwerde über einen österreichischen Konsul. Die „Voss. Ztg." meldet aus Belgrad: Der serbische Gesandte in Wien erhob im Wiener Auswärtigen Amt Klage, daß der österreichisch-ungarische Konsul in Prizrend, Prochasko mit seinen Kawaff en und dem Konsulats- personal vom Dache des Konsulats auf die einziehenden, serbischen Truppen geschossen habe. Tie Abberufung des Konsuls wurde verlangt. Im Auswärtigen Amt wurde strenge Untersuchung zugesagt, zugleich aber erklärt, daß, im Falle der Unwahrheit der Beschuldigungen, "Simitsch persönlich zur Verantwortung gezogen werden würde. Lcsterrcichifche Truppenbewegungen. Wien, 13. 9Lov. Infolge der größeren Anzahl von Rekruten, welche mit dem Inkrafttreten des n e u e n W e hr- Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. Vie Entscheidung bei Tschataldscha. Heute meldet der Berichterstatter der Wiener „Reichs- post", warum der Angriff auf die Hauptstellungen der Türken bei Tschataldscha sich so lange verzögert habe: Regengüsse erschwerten den Vormarsch, und aus Adrianopel konnten keine Verstärkungen herangezogen werden. Tamit wird also die Vermutung, die wir gestern ausdrückten, bestätigt. Soeben ist aber eine weitere Mel düng desselben Berichterstatters eingelaufen, wonach die Hauptschlacht jetzt wir kl ick; im Otonge ist. Wenn man die Briefe und Nachrichten betrachtet, die in den letzten Tagen aus Konstantinopel kamen, konnte man auf den Widerstand der türkischen Soldaten keine allzi^roße Hoffnungen setzen In Konstantinopel herrschte Mutlosigkeit und Wirrwarr. Daß in diesen kritischen Zeiten, unmittelbar vor dem Beginn der Entscheidungsschlacht, Gerüchte von einem Waffenstillstand in der Hauptstadt verbreitet werden dürften, ist ein schlechtes Zeichen Der Ministerrat soll beschlossen haben, die Balkanmächte sollten ihre Friedensbedingungen formulieren. Dergleichen Verlautbarungen sprechen nicht für ein entschlossenes Handeln. Ter Prinz Sabah be rettet dem Sultan eine gelinde Blamage mit der Aufforderung, das kaiserliche Haus möchte sich an die Spitze der Truppen setzen, denn — cd ist $u spät, die Schlacht ist ja schon im Gange. Mohammed V. ist kein Kriegsheld: bas kann ihm niemand übel nehmen, aber er hat auch sonst noch keine Zeichen der Entschlossenheit gegeben. Trotz all dieser Umstände wird nun berichtet, daß die Türken heldenhaft ihre Stellungen zu halten suchten und daß die Schlacht „äußerst blutig" verlaufe. Ihr Widerstand fange aber an zu erlahmen, heißt es zum Schluß Man wird ein Fragezeichen dahinter machen bür fen, denn die „Reichspost" darf natürlidi auch nur melden, was den Bulgaren gut und dienlich dünkt. Die heutigen Meldungen lauten: Der Kriegsberichterstatter der Wiener ^Reichspost" meldet aus dem Hauptquartier der bulgarischen O starinee vom 12. November: Der Haupt- angriff gegen das Zentrum der türkischen Stellung von Tschataldscha sowie der Vorstoß von Norden her find im gü n stigon Vorwärts schreiten. In d ep letzten Tagen wurden die Türken aus allen Lorpositionen geworfen. Der Beginn des Hauptangriffs verzögerte sich jedoch um zwei Tage. Die Ursachen waren die infolge des mehrtägigen Regens ein getretenen Schwierigkeiten beim Munitionsnachschub und bei der Heranziehung von Verstärkung^ n von Adrianopel und der schweren Artillerie. Ter Kampf ist äußerst heftig. Wien, 14. Nov. Der Korrespondent der „Reichspost" im bulgarischen Hauptquartier meldet unterm 18. Nov., daß der Kampf um d i e türkische Hauptstellnng im Gange sei und äußerst blutig verlaufe Die erste Armee kämpfe nördlich des Sees Tschek- madsche bis nach Naktasksoy und die dritte Armee äüs der Linie Delijumus-Derkos. Tie Türken ver t eid i g - ten ihre Stellung mit großer Hartnäckig- Die neueste Oper von Lugen d'Alberi. Wien, 12. Nov. ES ist eine seltsame Tatsache, daß Komvonisten, die sich mit einem enrzelnen Werte plötzlich in den Mittelpunkt des Interesses gerückt Laben, dann ihrem ersten guten Erfolg keinen ähnlichen mehr zur Seite stellen tonnen. Wie Maseagni und Leoneavallo bat nun auch 'Eugen d'Albert diese Lehre ziehen müssen Er wiro fernerhin nur der Komponist des „Tiefland" bleiben, wenn er auch jedes Jahr mit einer neuen £wr herausrückt. Der schritt aus das Gebiet der dreialtigen komischen Oper ist mit der „Ver- sch.cn lten Frau" volllommen mißglückt, und nun dachte dIAlbert mit einer Wiederholung des „Tiejland"-Sujets auch eine Wieder holung des großen Erwlges zu erreick-en. Es war vergeblich. Seine neue Oper ,Liedeske11e n", die beute an der Wiener Volksoper ihre Uraufführung erlebte, hat wieder Rudolf Lothar zum Verfasser Wieder ist der Stoff einem Dickster aus dem glutvollen Süden entlehnt, wenn auch die „Filla del Mar" von Angel Guimera an der bretonischen Küste spielt, wieder steht eine Tran im Mittelpuntte der Handlung, wieder ergeben die Gegen fä[;c heißer crottscl r Instinkte den Konflikt, wieder endet die Angelegenheit mit Mord und Totschlag Alles stimmt Ins auf eines: Rudolf Lothar hat diesmal vollständig die SVraft versagt, die Handlung dramatisch, geschickt zu disponieren, die Vorgang.- an sich sind nicht originell genug, um für die Dauer eines ganzen Äreaterabends >u interessieren, man ivirb bald tccknahmslos und da auch der Komponist uns nichts Wesentliches zu sagen l>at, iit der Rest Langeweil.', der schlimmste Feind des Erfolges, ,-rer Schluß gar, die Lösung des Konfliktes mit einer Holz backe, steht bart an der .'•rcitxe des Komischen. Wir bedauern vielleicht das Schicksal der weiblichen Hauptfigur, wie mir etwa bei der Zeitungslektüre von Mitleid für eine uns ganz fremde Person erlaßt werden, es geht uns aber dramatisch nicht nahe, ebensowenig wie der Schmerz des „Helden". In der Musik trifft man nickst nur gut bekannte Wendungen aus „Tiefland", sondern auch eine ganze Menge musikalischer Floskeln, die an einem kurzen Theaterabend eine bequeme hi sw rifdK' Ucbcriid't über di? Opern des 19. Jahrhunderts gestatten. Diese Schöpfung d'Alberts bleibt immer blutleer und inhaltslos, Kapellmeistermusik mit allen Fehlern, ohne die Vorzüge einer solckien. Die Ausführung des Werkes in der Volksoper stand aus respektabler Höhe. Ter starke Erfolg des Abends galt mehr dem persönlich anwesenden Autor, als seinem Werk. Tr. Iohannes Brandt. 1 — Reinhardts „Venetianische Nacht" in London. Nachdem es dem Lord Chamberlain gefallen hatte, aus ganz unbegreiflichen Gründen die Reinhardt-Aufführung eine volle Woche hinauszuschieben, bis er. endlich dem dringenden Ersuchen nachgab, sich in höchst eigener Person eine Probe anzusehen und dann die „Venetian Night" freilich, ging heute Voll- mvel lers neue Pantomime unter rauschendem Beifall für alle Darsteller und Reinhardt selbst am Palace Variete in Szene. Von vornherein sei festgestellt, daß selbst sür die Prüdesten gegen die Vorstellung absolut nichts einzuwenden war, da in allen Teilen die denkbar feinste künstlerische Reserve aufgeboten wurde. Das Werk, das im ?lusdruck des Erotischen weit hinter „Sumurun" znrücksteht, kann schlechthin als eine Stomöbie der Irrungen bezeichnet werden. Mit großem Geschick haben der Dickster, der Komponist B ermann und die wundervolle Regie kn nst Reinhardts 65 verstanden, Traum und Wirklichkeit ineinander zu weben, und der besondere Reiz der „Venetian Night" liegt in diesem seltsamen OSemisch von Wirklichkeit und Phantasie. Dieses Gemisch wird so bunt und kaleidoskopisch, daß wir uns manchmal gänzlich darin zu verlieren scheinen, doch gelingt es den Darstellern bald, uns klar zu machen, wo wir uns befinden, lieber den Inhalt des Stückes haben wir kürzlich schon eingehend berichtet, sodaß uns beute nur übrig bleibt, den großen Erfolg sestzustellen. — Luther, eine mpthologifcke Figur. Der Geburtstag des Reformators rief einen geistvollen Scher; des bekannten Germanisten v. d. Hagen ins Gedächtnis. Dieser „bewies" nämlick in einer später im Drucke erschienenen Rede, daß Luther nie gelebt habe, sondern eine mythologische Figur sei. Er handhabt dabei den üblichen kritisch m Apparat der Philo logen und Kulturhistoriker, um deren Tätigkeit zu persiflieren, mit so großer Fertigkeit, daß er überraschende Wirkungen erzielt. Schon die'Rückbeziehung auf Hsts h» i. Gans, ist verdächtig, und die liegt, abgesehen von der post feftum fabrizierten Prophezeiung vom Wittenberger Sclivan, darin, daß man Luther am Martins- l a ge geboren sein läßt. Eisleben , das als Geburtsort angegeben wird, bezeichnet durch seinen Namen den Uebergang von der Erstarrung der Kirche zum Glaubensleben, und daß sein Vater ein Bergmann fein soll, deutet darauf hin, daß er die Schatze ber reinen Lehre wieder ans Lickst gebracht hat. Die Er'^hlung von seiner Bekehrung durch einen Lickststrahl ist offensichtlich eine Nachbildung des Berickstes über die Bekehrung Pauli Apostelgefch. 9, 3, 4), wie dieser überhaupt bei der Konstruktion von Luthers Leben als Vorbild gedient hat. In Wittenberg läßt man ibn gegen Papst und Klerus auftreten, einfach, weil bei der Gründung der Universität der Gedanke ausgesprochen worden war, von hier aus würden einst alle Völkr Weisheit empfangen. Uebrigens ist auch hier wieder die Rückbeziehung auf Hus: Prag liegt am Weißen Berge (Wittenberg). Tie wichtigsten Stationen seines Lebens sind Orte, an denen die deutsche Sage ihr Wesen treibt. In Augsburg rettete ihn, wie erzählt wird, der Weber Langmantel, offenbar der Teufel mit Fausts Zaubermantel, in Worms tritt er Kaiser und Reich -entgegen, loie einst Siegfried den Recken, und schließlich wird er \auf die sagenumwobene Wartburg entführt, und nickst umsonst heißt er chier Irurker Georg. Er soll an dem Trachentöter und Jungfrauenbefreier erinnern. Daraus entstand dann wieder die Sage von feiner Befreiung der Katharina von Bora und der »Verheiratung mit ihr. Es symbolisiert das nur die Verbindung der neuen Lehre mit der der Katharer. Schließlich läßt man ihn ^wieder in Eisleben sterben, dessen Namen seinen Tod und sein -Leben in sich schließt Luther ist „also" eine Figur des Mythus. — Eine nachahmenswerte Bekann tmachun^ haben die bayerischen Behörden ertasten. Sie lautet: ,In Hotels, Gaslhöten und Pensionen kommt es vor, daß den Gästen hauptsächlich zum Frühstück nicht unmer natürlicher Bienenhonig, sondern Kunsthonig oder ein Gemisch von solchem mit echtem Honig verabreicht wird. Wenn die Gäste in dem Glauben gelassen werden, daß es sich in solchen Fällen um natürlichen Bienenhonig handelt, so macken sich die Gescka'tsinhaber eines Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz schuldig und wäre demnach die Rahrungs» mittelpolizei veranlaßt, mit Strafanzeigen vorzugehen. Tie Fnter- essenten werden daher daraus ausmerksam gemacht, daß die Verabreichung von Kunsthonig oder anderen Honigerlahmitteln nur dann unbeanstandet bleiben kann, wenn sie auf den den Gästen vorgesetzten Gefäßen in deutlich wahrnehmbarer Weite ausdrücklich als Kunst Produkt deklariert werden. In gleicher Weise muß verfahren werden, wenn anstatt Butter ein Kunstvrodukt verabreicht iverden soll * — Abgesehen von dein schönen königlich bayerischen Amtsstil würde sich der Erlaß einer solchen Verordnung auch in anderen Bundesstaaten sehr empsehlen. — Kurz e Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der Internationale Medizinische Kongreß wird seine nächste Tagung vom 6. bis 12. August 1913 in London ab halten. Entsprechend den durch den ständigen Ausschuß der Internationalen Medizinischen Kongresse gebilligten Beschlüssen hat sich auch diesmal ein Deutsches Reichs-Ko m 11 e e gebildet, das sich die Aufgabe gestellt hat, die Interessen der deutschen Teilnehmer nach allen Richtungen hin wahrzunehmen. Durch seine Vermittlung können die Kollegen Rat und Auskunft in allen den ftonnren betreffenden Angelegenheiten erhalten. unter den Lin französisches Gelbbuch über IHarotfo. In der Mittwoch» Sitzung der franzöfischen Kammer gelangte ein G e l b b u ch über Marokko zur Verteilung. Dieses enthält 5dirütftüde, die sich aus die Ereignisse vom November 1910 bis November 1911 beziehen und gibt eine Zusammenstellung der Zwischenfälle, die sich in Marokko während dieser Zeit ereigneten. Weiler enthält das Gelbbuch die Besprechungen, die mit der spanischen Negierung aus Anlas; der Intervention Spaniens in der Gegend von Larrasch und Elksair eingeleitkt worden waren und endlich die Verband lungcn, die mit dem deutschen Neid) infolge der Ent send un g des „Panther"' nach Agadir geführt wurden, die bekanntlich mit dem deutsch-französischen Marokkoabkommen vom 4. November abgeschlossen worden sind. Einige Tage vor der Entsendung des „Panther"'beauftragte die franzüsesche Regierung in der Voraussicht, das; der Einzug der Franzosen in Fez eine neue Phase ut der marokkanischen Frage herbeisühren werde, ihren Botschafter in Berlin, mit bet kaiserlichen Regierung über die neuen Eventualitäten Iden- Zeller: Reisen in Nordoüsibirien und Tschukischen. "Abends 8‘/t Uhr in der Neuen Aula. A k a d. B i s m a r ck - B n »r d. Vortrag des Oralen Tätliche Angriffe ans die Minist-r. Als Asquith unb bic anderen Minister das Unterhaus verließen, brachten ihnen ihre Parteifreunde lebl>afte Huldigungen dar. Tie Oppositionellen dagegen heulten und schrien: „Abzug", „Keine Hommerule!" Ein U n i o n ist warf ein Buch nach den Ministern, das Churchill am Kren traf. Nach Asquith wurde mit Papier geworfen, doch mürbe der Premierminister nicht getroffen. Nach den Würfen auf die Minister wäre es beinahe zu einer Schlägerei aekommen; denn die Ministeriellen machten Miene, sich auf die Angreifer zu stürzen. Ta sich aber mehrere Reihen Bänke dazwischen befanden, so machte sich der Zorn der Ministeriellen nur in heftigen Rufen Luft, die von der Gegenseite ebenso heftig erwidert mürben. Seit Jahren hat sich in dem Hause nicht eine so erregte Szene zugetragen wie dieses Mal. «Eine stürmische Sitzung im englischen Unterhaus. ■ London, 13. Nov. 1 Das Haus war M Beginn der Sitzung dicht besetzt. Ehe Premierminister Asquith den Antrag auf Wieder erwä- gung des vorgestern gefaßten Beschlusses einbrachte, erklärte der Sprecher in Erwiderung auf eine Bemerkung Bonar Laws, es sei zwar kein Prctzedcnzfall vorchandeu, daß das Haus im Verlauf der Verl^ndlungen der Bill den Beschluß zurlicknähme, iZustimmung bei der Opposition.) der Antrag des Premtermim- sters sei aber ordnungsgemäß. (Beifall bei den Ministeriellen.) Asauith, der von den Ministeriellen mit lauten Anrufen be grüßt wurde, hob die Bedeutung des Amendements Banburns hervor, meinte aber, daß die Annahme des Amendements nicht die wirkliche Ansicht des Hauses darstelle, da die Regierung in den letzten 15 Tagen während der Aussprache über die Bill Mchrheiten timt durchsämittlich 106 Stimmen gehabt habe. Unter diesen Umständen glaube die Regierung, das Haus müsse Gelegenheit erhalten, zu entscheiden, ob es bei der Annahme von Ban- burhs Amendement bleiben wolle ober nirA- Asquith schloß: Tie Lage ist e r n st. Wenn das Haus seinen Beschluß nicht rückgängig macht, kann die Regierung nicht länger bleiben. Im Lause der erhitzten Besprechung, die auf AsqurtW Rede folgte, nannte der Unionist Sir William Bull den Premierminister einen Verräter. Er wurde zur Ordnung gerufen und, als er sich weigerte, diesen «Ausdruck zurückzunehmen, von dem Sprecher aus dem Hause g e wiesen. Bull leistete der Aufforderung Folge und verließ das Haus. Zu erregten Zwischenfällen kam es, als die Opposition den Generalstaatsanwalt dadurch daß sie ihn niederschrie, am Sprechen unmöglich mackste. Nachdem der Lärm eilte Zeitlang angedauert batte, vertagte der Sprecher mit Rücksicht auf die schwere Unordnung unter lautem Beifall der Opposition die Sitzung um eine Stunde. Als das Haus sich wieder versammelt hatte, zeigte sich daß die Opposition beabsickstigte. die Taktik der Unruhen so r t- zusetzen. Sobald der Generalstaatsanwalt sich wieder erhob, um zu sprechen, brach der Lärm vön neuem los. Ter Generalstaatsanwalt nahm seinen Platz wieder ein. Nun wollt? der Unionist Halmslep das Wort ergreifen, doch die Ovvosition schrie fortgesetzt: Vertagen! Schließlich vertagte der Sprecher unter großem Bestall der Linken das Haus auf morgen. v. Hoensbroech: JesuitismuS, Jesuitenorden, Jefuilengeßr. Abends 81/, Uhr in Steins Garten. •• Erledigt ist die Stelle eine? Ne allehrerS an bem j Realgymnasium zu Mainz. Der Stelleninhaber muß den» Gesangunterricht erteilen, einen größeren Schülerchor und ge»l egentlich auch ein Schülerorchester leiten können. Erwünscht ■ ist, daß er den Zeichen- und Turnunterricht in den unter,n Klaffen übernehmen kann. Meldungen sind bis 30. Nov. bei der Ministerialabteilung für Schulangelegenheiten einzu« reichen. Landwirtschaftskammer. Am 12. November and in Darmstadt eine Sitzung des Vorstandes bei j Landwirtschaft 8 kammer unter Leitung des £>ftni i GeheimeratS HaaS statt. Es wurden in der Hauptsache j innere Verwaltungsangelegenheiten erledigt. Außerdem wurde j der Stundenplan zu dem landwirtschaftlichen VortragSkurfü? I in Mainz genehmigt. Der Kursus findet in der zweit» Januarwoche 1913 statt. Alß Vortragende find bis jetzi ck gewonnen Geh. Hofrat Professor Dr Wagner-DarmstaLl j Geh. Landesökonomierat Müller-Darmstadt, RegierungSiL I Dr. Attinger-München, Syndikus Dr. Kittel-Würzburz Proseffor Remy-Bonn, Profeffor Dr. Krämer-Hohenhem, Profeffor Dr. Kröner-Geisenheim und Dr. L. Müllet- Darmstadt. ** Gießener Stabttheater. Goldfische.. lt gestrige Vorstellung gab Herrn Golk Gelegenheit, sich a einer seinen besonderen Fähigketten unb seinem feine .Humor gut angepaßten Rolle als alternder Schwerenöter namhaft hervorzutun. Er spielte ben liebenswürbiger Lebemann Wolf von Pöchlar-Bensberg mit schön atxe töntem Humor unb vollenbeter Galanterie. Die hübsche Frau Josephine gab Fraulein Olga Rappo mit hey- licher Schelmerei. Eine liebe kleine Emmy war Jräule« be Bruyn. Herr Br üb j am spielte ben Oberleutnar Erich, aber wie er mit seiner Sprache umgeht, mack: seine Leistung zu keinem Genuß. Sein hastiges, fast irnmc in der Fistel schnnmmenbes Organ kann auf bie Davs» nicht angenehm wirken. Sehr hübsch war Herr Großes als schüchterner Liebhaber, und auch Herr Bruchwitzc.- gemütlickier Agrarier gefiel recht gut Von den übrijfl । Darstellern find Herr Bolck als Martin Winter, Fräusta Brehm als Mathilbe und Herr Cliewer als Obeck besonders zu erwähnen. Eine recht unglückliche (Jigt I spiele Hertr Westphal als Leutnant. Die Regie fühn.' [ Herr Go ll. ** Fahrt zur Ausstellung „Der Mens5 Wie aus dem Anzeigenteil unseres heutiben Blattes et- sichtlich, geht der Sonderzug der Universität et Samstag um 9.05 Uhr von Gießen ab. Die Rückfahrt « Darmstadt 4.30 Uhr. Weitere Anmeldungen find nod) c- wünscht. — Deutscher Sprachverein (Zweigverein Giegn Im unteren Saale des Easä Ebel hielt gestern abends hiesige Ortsgruppe des Allgemeinen „Deutschen Sbra.i Vereins" eine Sitzung ab, in her Prof. Dr. Behaqbel fanden auch rasch unllige Ad» " nehmer, zumal die Preise entsprechend waren unb überall I )erausgcgeben wurde. Besonders gute Geschäfte machte 1 >er Stand mit Handarbeiten, der gegen 9 Uhr ausver- kauft hatte, aber auch die Büfetts, die Settbude und ber j Ziaarreustanb machten glänzende Geschäfte. Tic unter l haltenden Veranstaltungen waren ebenfalls auf deu kolonialen Ton eingestellt. Zunächst gab es einen sehr origi» netten Reigentanz, der von sechs weißen Damen und ; ebensoviel rotbefrackten schloarzen Männern sehr hübio getanzt wurde unb so gefiel, baß er im Laufe des Abends ! noch einmal wiederholt werben mußte. Das danach zur I Aufführung gelangende Theaterstück „Der zündende I Funke" von Paillorou wurde recht wirkungsvoll gc» I pielt, trotzdem die drei Mitwirkenden Mühe hatten, bei i >em im Saale herrschenden Geräusch mit ihren Stiw men. durchzudringen. Allerliebst war die Wachtparabe Funvon Pailleron wurde recht wirkungsvoll ge- j elf kleinen Negertein Lxerzierten und dazu ihr Liedlem | fangen, baß es eine Lust nxir. Auch biese Aufführung mußte zur Freude der jugendlichen Mitwirkenben und be: Zuschauer wieberholt werden. Ein humoristisches Tanz» duett „Malongo vom slongo und seine Frau", bei der auch Anspielungen auf die heimischen Verhältnisse nick, fehlten, schloß die Reihe der besonderen Vorführungcr ab. Zwischendurch ließ bie Kapelle unseres Infanterie. Regiments ihre Weisen ertönen unb nach Abwickelung d. Programms kam die tanzlustige Jugend zu ibxcni Rechte. Ter finanzielle Ertrag der Veranstaltung, der zu Wobl- tätigkcitszwecken in unseren Slolonien bestimmt ist, ist jedenfalls nicht unbedeutend. — Sehr geklagt wurde über die ungenügenden Garderobeverhältnisse. Wenn and) mub Sage ber Verl>ältnisse räumlich keine Verbesserung zu er« zielen ist, könnte doch durcki eine Vermehrung des Per- sonals eine räfcherc Absertignng 'des Publikums ermöglicht werden. **Tageskalenber für Donnerstag, 14. Nov.: Geseft» schalt für Erd- it n b Völkerkunde: Vortrag von Oskar zu sprechen. Gelbbuch gibt bic Berichte des BotlchafterS Cambon über seine Unterredgungen mit dem Reichskanzler und dem Staatssekretär v. Kiderlen-W achter wieder. Aus den tierönentlidHen Urkunden gehl hervor, day die sran- zösische Regierung, die bei jeder Maßnahme, wo es ihre weienr- lichcn Interessen erlaubten, die versöhnlichste Haltung bewies, in enger Uebereinftimmung mit d er btt tischen und russischen Regierung blieb. Da die kaiserliche Regierung zu verstehen gab, daß die Grundlagen eines Vergleick>s un Ko ng o gefunden werden könnten und da die franzömchc Regierung aut den Hinweis einging, fand eine Besprechung über Die .ttechle statt, die Frankreich von Deutschland in Marokko zuerkannt werden sollten und über die Ausdehnung der territorialen Konzessionen. welche Frankreich ihm zum Ausgleich un Kongo gewähren sollte. Aus den 690 Schriftstücken, die das einm Band von 700 Seiten bildende französische Marokko-Gelbbuch enthält, wüte u. a. noch ein Bericht des französischen Botschafters in Berlin Zules Cambon vom 10. Juli 1911 über eine Unterredung mit dem Staatssekretär v. Kiderlen hervorzuheben. Cambon schreibt: Ich sand den Staatssekretär zuerst reserviett und auf feiner Hut. Als ich ihn fragte, ob er mir etwas jujagen habe, antwortete er: Nein! Er stellte mir die gleiche fyrage, roorain im gleichsalls erwiderte: Nein! Wir blieben einige Augenblicke schweigsam, und endlich brachen wir das Stilllchweigen. Herr v. isch-ungarisck>e Minister bes Aeußern sagte nur: Herr de Selves hat unserem Geschäftsträger iy Paris erflärt, daß er bie Mäßigung und Loyalität unserer Haltung in der Marollo- Angelegenheit würdige. Ich will die Angelegenheit benutzen, um nochmals genau die Haltung ber österreichisch-ungarischen Regierung hariiilcgcn. Wir haben nur wirtschaftliche Interessen in Marokko. Tic einzige Sache, auf bic wir Wett legen, ist die o ffen e T ü r. Wir haben indes noch ein anderes Interesse an dieser Frage, und ick glaube, dies schon wiederholt gesagt und auch schon Beweise dafür gegeben zu haben: Wir haben ein Interesse daran, daß cs wegen dieser Frage nicht etwa zu einem Kriege kommt, der eine gefährlickw Spannung hervorrusen und auf die allgemeine Ruhe Europas eine Rückwirkung auS- üben würde. Ich wünsche, daß bic gegenseitigen Schwierigkeiten glücklich und schnell zum Vorteil beider Teile unb bemzufolge zum Vorteil ganz Europas gelöst werden. Tas Gelbbuck enthält weiter den Entwurf folgenden Schreibens des Staatssekretärs v. Kiderlen-Wächter an Jules Cambon g e s e tz >e s einrücken, i tnh bie Ausbildungsverhält- nifse schlpierig e r geworben. Tie HeeresverwalNtng sah sich daher Veranlaßfi bie Rekruten für die im Bereiche von Bosnien, der Herzegowina und Dalmatien detachierten Bataillone von nun an zuerst vier Wochen hindurch in ihren K a d r e sta t io n e n ausbilben zu Paffen unb sie bann er st nach ihren Trupp e n- albteilungcn zu senben. Diese vier Wochen finb nunmehr abgelaufen unb es beginnen «m 14. November bie Abtransporte aus bem ganzen Gebiet ber Monarchie. Bei biefer (Gelegenheit wirb nicht überflüffig fein, bie Leffentlichkeit angesichts der u n g e w o h n t e n T r u p p e n- bewegungen auszullären, daß es sich um keinerlei außergewöhnliche Maßnahmen handelt, sondern daß die Militärzüge, die man an manchen Orten sehen wirb, nichts als Rckrutentransporte sinb, welche bie jährliche Mannschaftsergänzung für bie Truppen des 15. unb 16. Korps nach dem Süden fiihren. Tie Meldungen eines Berliner Blattes über bie M o - bilisierung ber österreichischen Kriegsmarine unb ber Tonauflottille finb gänzlich haltlos unb aus ber Luft gegriffen. . . Der König Georg in Lalonrtr. Athen, 13. Nov. Gestern vormittag kamen der König, Prinz Georg und Prinzessin Alice im Sonderzug in Saloniki an, wo sie auf dem Bahnhofe von dem Thronfolger, den übrigen Prinzeii unb bem Metropoliten empfangen würben. Der König umarmte den Thronfolger und die anberen Prinzen unb begrüßte bie Höheren Offiziere. Darauf begaben sich der König unb bic Prinzen in bie Stabt, begrüßt von bent Jubel einer taufenbköpfigen Menge, bic trotz bes Regens zugegen war. Die Häuser waren mit Flaggen in ben Nationalfarben unb benen ber Berbünbeten geschmückt. Die Begeisterung erreichte ihren Höhepunkt, als der .König am Kai ankam. Eine große Menschenmenge folgte dem Zuge des Königs unter anhaltenden Kundgebungen bis zum Haufe Habu Lazaros, wo der König abstieg. Bis zur Nacht untren bic Straßen von einer freudig erregten Menge erfüllt, die den Tag feierlich beging. ™ < Nachträglich wirb aus Uesküb gemelbet: Bei ber Einnahmevon Saloniki waren auch bie serbische unb bie bulgarische Armee bind) Truppe nabte i- lungen vertreten. Der beschlagnahmte deutsche Dampfer. Hamburg, 13. Nov. Die Deutsche Levante- linie teilt mit, sie habe vom Piräus eine Depesche erhalten, in ber bie Hoffnung ausgesprochen wirb, bie griechische Regierung werde den Dampfer „T c n e b o s" wieber freigeben. m lllsscl UW Srn WUi Zeit M kur) ng-, .Wt bat, scbr 1 2) feine genaue v Stadtvocki ü .holt MM ^n^Cnthmn EtbeS Wno »totbererfmung ..^»ockeineAiii üa bic von der rinem an■ «' -J' inert, das in die CuMatmetri" w abzutr Wübigmig voi von 6o00i ,^aiiis von de xMustuß für 1D icboth h Änalvslege en l «brig äugen teüniiteiium js-vulcitungrkt v Hge habet ■Äonen, eine E Wen Aiüettn Zrtneffe der T< an Jntereffe der msqefamt 31 OCX betragen. — I) von städtischen si öebaltdorbm.itg W) Alvabcn fei iMtagti dcijen ü llmvnfität ie irmriidKn unb cii in feinen v< Zrß cdiaufs ivürdize Matim Leben, feine vo routylnbe und' Xaö vom Bca Ötnn" leitete Wattdfchc M Mitglied der dc tayes durch eic dantzman n tür Uhlandiche Eine faff,,, [/a: Voii4 \ • Publikums erd. »Nd. ' ,aus. »w 5?! riouj >. *lt|- 9.efw Shi*iC‘ '"den ab, 'M rcarei V' I e Geschäft, ^5 ' 9"'9» 5 ■^töube und» hafte. Tie ?? '°lls aui bttt^ ^nen sehr * C . >nnern |ehr J' J ^lse des ^Das danach ''^?r zünden, j ZAnasvoll b| ’ mit ihren -J tr Lacht-cu> L ^rkungsvvll J .dazu ihr Lied« h diese Aussub^M llwirkenden und klt moristisches TarM ^ne Frm", bei 1 Verhältnisse tj | >eren Vorsührur^ I auseres Insanie?. ! mch Abwickelung; kl zu ihrem >9, U. 91oü.: deiti. '■ Dortrag oonilf: lirien und unitr »t. en Aula. ortrag bti Gic;- lenorben, tyfiitagtfe1 ieallehttrS an brr cKeninfeitr mutz deÄ n Schülnhvr *n können, rin den ? sind bis 30." . wtzeiegenheiien r.. « Am 12. Wontt! t§ Vorstandc! : Leitung des i'n in der hau^ digt. Außerdem östlichen Vocka-K' sindet in der r- mgende sind db 1 ü Wagner-Torins rnistadt, RegiemB Dr. Kittel-MM )r Krämer-Hokendr .Md $r. «■ » t. S-ldfUche - K ®eteg*t - „„b feinem »; ^lemi>tr ! dm li*"^ y* $»i TÄ«£ n faml J; ®t«' G&*fi - A Ä •*' uns -'®It" "K-E1 »I ä# *!*,•“ isf&lrt* Ä-tzK ÄLS-i LKSÄ er «" schrittlichen Bolkspattei statt. Dermifd?M. an Otto Schaarn 7 «en 7511 Leihgestern, den 14. November 1912. Syrer $ Hl Finna ^GebFvr d « r 15er Mietgesuche liefert billigst die Brühl scbe Unlveraltäts-.Bucb- end Stein- druckerei, Gießen, Schuistr. 7. Wer Bedarf bat Schön möbl. Wobu unb Schlafzimmer in gut. Lage von ruhigem Herrn für viele Monaie zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote um. O9W4 an den Gieß. Auz. erbeten. andere Iungttirken sestzunehmen. Das Neutersche Bureau meldet ans Konstantinopel: 88 wird bestätigt, daß die Regierung beschloß, mit Bulgarien direkt über den Waffenstillstand ,u ver- sagen wir unseren herzlichsten Dank. Otto Der» Familie Faber Familie Waldschmidt Georg Langsdorf V. worden. Die Gewerkschaft? Enftklika. :/: Köln, 14. Nov. (Pttv.-Tcl.) Ter Vorstand der christlichen Gewerkschaften hielt gestern eine den gongen Tag in Anspruch nehmende Sitzung ab, in der über die Gewerkschaft^« Enzyklika beraten wurde. Es wurde beschlossen, am nächsten Donnerstag eine Ausschnßsitzuirg des Gesanitverbandes der christlichen Gewerkschaften Deutschlands abzulwlten. Die Neubildung des spanischen Kabinetts. Madrid, 14. Nov. Moret hat die Uebernahnttz der Kabinettsbildung abgelehnt. Der Köniy reift heute erneut versuchen, Moret zur Uebernahme der Miinstr» Präsidentschaft zu veranlassen. Der Kreuzer „FleuruS" aufgefnnden. Paris, 13. Nov. Aus Rochefort wird gemeldet, daß der in die offene See hinausgetriebenc abgetakelte Kreuzer „Fleurus" heute morgen etwa 10 Meilen nördlich vom Leuchtturm Chassiraud aufgefunden wurde. Das Schiff, dessen Bemannung wohlbehalten ist, wurde nach Rochefort geschleppt. tages durch eigene Feiern. Die Freie Bühne wählte sich Konrad Haußmann als Redner, befreit fernem leinen Verständnis für Uhlandsche Art die eigene Stellung des Dichters vräzrster^. Eine fast zu starte Fülle von Dichtungen Uhlands trug der badische Hofschauspieler W a s s e r m a n n vor. Allgemein im ^anbe ge» dentt die Volkspartei des Dichters, der auch ihr Vorkämpfer war. 3u Ulin, t’ihiiinfn und anderen Orten finden besondere Ver- gerlichen Kollegien zu einer Teierlidbcn Sitzung zusammen. In dieser beschloß nmn die Errichtung einer Badeanstalt, die den Namen Ulftand-Dad erhalten und 250 OOO Mark kosten soll, sowie eine Lubwia-Uhland Gebächttns Stiftung mit einem Kapital von aOOO Mark, aus dessen .linsen Uhland- oder andtwer vaterländischer Dichter Werke beschaut und jeiverls an des Dichters Todestag an Volksschüler oder irto* büchereien verteilt werden sollen. Die beiden Vorlagen sanden einsnmmwe Annahme Nach der Sitzung begaben sich die Kollegien zum Uhland Denkmal, reo nach dem Vortrag de« EhorS Oberbürgermeister Hausier einen Kranz mederlegte. Nach dem Vortrag zweier Chore mit Uhland-Torten legten noch Pro> Vol- bach 'namens des Gesangvereins „Uhlandbund New Bork" und Prof Wörr im Auftrage des „Mannergesangvereins Wien", dessen Ehrenmitglied Uhland gewesen war, Kran pro bot nieder. Um 11 Uhr begann die akademische Feier. In ihrem Mittel- piinkto stand emc glänzende Festrede des Professors v. Mischer, des Inhabers des einst von Uhland innegehabten Lchtttuhles. Rach der Festsitzung ging die Eröffnung derUhlaud Ausltcllnng im Germanischen Hause vor sich. An der Feier nahmen der F 3 zuiolge auch verschiedene Verwandte Uhlands teil, in deren Namen Prof. Tr. Maver ^Stuttgart), eut Otroßneffe Uhlands, dankte Heute abend findet noch eine große Volksfeier der Fort- Handel. ♦* Der Reich sban kdiskont ist auf 6 P r oz. erhöht worden. Der LombardzLnSfuß ist auf 7 Proz. festgesetzt worden. Achtung: Es gibt ganz wertlose Nachahmungen in täuschend ähnlicher Verpackung! Man verlange ausdrücklich Forman.' ^autfeunScW MAINZ Aelfesfes Jnstitut! Ein Posten [7510 Kohlen-Füller mit kl. Beschädigungen in der Lackierung verkausl billigst L. Kröll, PlEuße Haus-u.Küchenart.-Spezialg. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme während der langen Krankheit und bei dem Tode meines lieben Vaters, unseres Schwiegersohnes, Schwagers und Onkels Herrn Georg Der« IX ^S^'ö/e/fenvermil Frankfurt a. M., 13. Nov. In der historischen Pauls- kirchc fand heute in Gegenwart einer überaus großen Festgemeinde eine 11 Hland-Gedächtnisfeier statt, mit der zugleich die Enthüllung einer Erinnerungstafel für den Dichter verknüpft war Im Mittelpuntte der ltimmungsvollen Feier standen die Ansprachen von Pfarrer I. Werner und Direktor Tr. Bo- jung a über Uhlands nationale und ltterarischc Bedeutung. Der Sängerchor des Lehrervereins trug mehrere Lieder des Dichters vor, und Schüler verschiedener Lehranstalten sprachen Uhlandiche Dichtungen Die Erinnerungstafel fand dort Platz, wo Ulstand seinen Ätz während des Frankfitrter Parlamentes 1848—1849 inne hatte: sie trägt die Inschrift: „Für unser Volk ein Herz." An der Feier nahmen auch ein Großneffe des Dichters, Prof. Noser (Wiesbaden, und eine Großnichte, Frau Professor Dr. Reinhardt (Frankfurt), teil. handeln. Ra-i« Pascha erhielt den Befehl, mii den bulgarischen Generalen in Lerbindung ju treten, (hn Parlamentär wurde bereits zu diesem Zwecke in da» bnl- i arische Hauptquartier geschickt. Konstantinopel, 13. Nov Ter Post- unb Telegraphenminister Mufurus B e y ist nadi Paris ab gereist. Es heißt, er sei mit einer besonderen m uin.i..i> ichndÄailfli t*- Unger itablwiren btnellt lolert in eigctei Interease unirrtn Renpttl- taicg über laiutnd« Briiktl *11«' Rrt, den wir giatii und frank* »er»enden. Gebr. Bell, Grälraiklä? b. Soling ---• Tabr>k-Ue»->edli«e«. ■— Mission betraut. Eine Rede PoinrarLS. Paris, 13. Nov In einer Rede über den Balkan streit ührte Ministerpräsident Poiucares aus: Weit aitfcrnt übngcnS davon, daß die B a l k a n v e r h a n d l u n g e n unterbrochen oder verlangsamt worden wären, werden sie heute mit größerem Der- trauen und idi darf sagen, inü größerer (Hemcinidxift fortgesetzt. Tie Mächte glauben, daß sie, um sicherer ine Femdseligkeilen tzn lokalisieren und möglichst bald den 3d)treten des tfrteg^ ein Ende zu machen, siw im not aus- auf eine Mediation vorbe- reiten mußten Aber die glänzenden Erfolge der Verbündeten und die schweren Opfer, die sie sich auserlegten, gaben ihnen täglich neue Rechte, die ihnen niemand mehr umlig zu machen gedachte Dar es nicht richtig, daß Europa keine Ansprüche auf die Früchte der Liege machte, damit im gegebenen .Dto* ment eine Mediation mehr Aussichten hatte, bei ihnen tu genügen? Wenn nickt überstürzte M a ßr e gcI n u n a us l ö b a te Meinungsverschiedenheiten schaffen, werden stch btt Imeresieng ege n sätze ohne Zweifel in M komm en l ösen, unter denen weder die Balkanvölker, noch irgend eine der europäitckcn Gtvtz- mächte zu leiden haben wird. Es ist derselbe Wunsch, den in diesen Tagen der englische Premierminister in einer bestimmten, lichtvollen Rede formuliert hat und es erscheint unmöglich, daß sein Appell ungehört bleibt. Wenn aus so viel Willensanstrengungen, die aufrichtig auf die Erhaltung des Friedens Verwender, worden sind, der schrecklichste Krieg hervorgehen», könnte, der über Europa semals hereingebrocken reä r e, das wäre ein Schlag gegen den gesunden Mensck-enverstand der Welt und gegen die Gesittung der Menschlickkeil Die Probleme, die die Umgestaltung der Karte im Orient stellt, sind mannigfaltig und voller Schwierigkeiten. Die Regierung wird das Studium dieser Probleme mii jener patriotischen Einmütigkeit fortsetzen, die sich nicht einen Augenblick verleugnete. Sobald mit der offenen Beratung begonnen werden Tann, wird die Regierung vor dem Parlament Erstärungen abgeben Wageumaugei in Westdeutschland. :/: Köln, 14. Nov. -Priv.-Tel.) Die westdeutschen Sisen- babnbirrfttonen bieten alles auf, um die B e r k c h r s st ö r u u g e n zu beseitigen. Auf der Strecke Köln —Gießen Per- kehren täglich 1 2 Güter»üge mehr als sonst, wodurch die Person enzü ge große Vcrspä t an gen erleiden. Zahlreiches Zug- und Masckrnenpersonol aus Ostdeutschland ist zur Aushilfe nach dem Westen geschickt worden. Mch Lokomotiven sind aus Ostdeutt'Äarid nach Westdeutschland gebracht Zwiebeln trockene,gesunde Winterware 50 Kilo Mk. 2.75, größere Posten bedeutend billiger, versendet Ludwig Erb, Echzell in der Wetterau. Teleohon-Anschluß. (G444 Verwandten. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unter innigstgelieb- tes, unvergeßliches Söhnchen, Brüderchen und Enkelchen Ernstchen im Alter von vier Jahren gestern mittag nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Familie ftarl Schäfer Familie Krett'chmar Familie ftart Schäfer Familie Heinrich Schnabel Wieseck, Annerod, 14. November 1912. Tie Beerdigung findet in Wieseck, Freitag, 15. November, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbe- Hanfe, Gießener-Straße Nr. 138, aus statt. 10 Pfg. Panama-Fleckstift beseitigt, ohne die Stoffe anzngreifen, Flecken aü.Art. Wltt^rwrit, ft* »u ktner Wiederwahl der drofinoren Be b . - ^rttting der Lektortn an der UnwernUtt, dcr »ondjautpidenn " Ein Feuer verhütet. Stn> Wacker de-^ ^„n^bttst-Icnikc Am Mittwoch früh wurden dann an dem reachungs InstttutS Neu; bemerkte heule nacht bet feinem bfr ^taot aeschmackvoll hergerichteten Grade des Dichters Dienftflanfl gegen 1 Uhr in einem Ladenge,chaftc in Der ^räntf n^rgetegt durch die Stadtgemeinde und die Burschen- Marktstraste hier eine Flamme. Der Inhaber wurde so- „Germania", bereu Band Uhland getragen hat. Nachdem fort aeweckt und es stellte sich heraus, daß die elektrische ön. Umhüllung einer Gedenktafel an dem vaufe Hasengam Nr. 3, Lmttina Eurzschlus, gab. Die Leitung wurde abgestellt und wo Uhlands Eltern von 1787 bis 1825 gewohnt hotten, babunn ein Brandunalück verhütet lvor iick gegangen war, traten um V t Ubr tue bur-- baoura) ein o y(.fr(b Igerlijen Kollegien -u _nncr teierltcken Sitzung Sunlicht Seife greift nichfo an, nur den Schmutz , den aber gründlich! Das wissen alle Putz-und Waschfrauen, welche diese Seife aller Seifen einmal versuchten und nun immer wieder verwenden 1 — Beweis:Stetig wachsender Ab^adz! w Alsfeld, 12. Nov. sStadtPvrstandssi-ung.) Anwesend Mrgermeister Dr. Völsing als Dorsitzroder, die Be, aeordnetro Wcitz unb Reh. sowie 12 L>tadworstanPönntgliedcr x€r untcrm 28. Cftobcr gnoäblte und von dem >treisamt Alsscld imterm 7. November bestätigte neue Beigeordnete Iusttzrat Reh. wird eidlich verpflichtet unb in sein Amt emgefülnt. — Bahu- hofserWeiterung Alsfeld, hier Schaffung einer iusuhrstraße. Der Gemeinderat hatte in ferner letzten nichtöffentlichen Sitzung am 2. November, in der Pertreter der Eisen bahnverwaltrmq anwesrod waren, beschlossen, der Schonung einer Zusuhrsttaßc von der Alicestraste nach dein zu errichtenden Emp sangsgebaudc näljcr KU treten, wenn die ltosten für tue Stadt aimehmbar sein würden. Der Bauaussckuß war damit bcauitragt worben, em Projekt auszuarbeiten. Es waren zwei solcher in Aussicht genommro wordeu, eins Idttekr pnrck das alte Braifi)aus, das andere zwischen der Möbeliabrik und dror Anwesen der jvirma Beckett u. Co Es hatten bereits Verhandlungen mit den Grundbesitzern stattgesundro, jedoch war, wie der Vorsitzende mitteilt, die Zeit zu kur; bemessen, um die Angelegenheit bis beute vor legen zu können Da beide Projekte, wie man säum jetzt seit gestellt hat, sehr kostspielig sind, auch von der Stirobahnbireftun noch keine genauen Pläne und Kostenanschläge vorliegen, kommt der Stadtvorstand cntsprcclzend dem Vorschlag des Vorsitzenden zu dem Beschluß, die Angelegenheit zu vertagen bis zum Em- treffen des Entwurfs der Efienbalm bezüglich Stellung mid vöhen- lage des Empfaugsgebäudes und bis zur Vorlage einer genauen stvstenberechmuna beider Projekte. (In nichtöfferttltcker Sitzung fand noch eine Aussprache über die ganze Sache, wie auch bcionders! über die von der Firma L. Wallach gestellte Forderung statt.)! Nach einem an die Bürgermeisterei gerichteten Schreiben der Als- iflber Möbelmbrtt ist brefc nicht in der Lage, Alande zur Ver- qrößeruug des Balm Hofs Platzes abiu treten, nfiärt sich hingegen bereit das in die Straße fallende Gelände mit 10 Mark Tür den Quadratmeter oorbehältliä der Genehmigung der Generalversammlung abzutreten Die Firma L. Wallach verlangt eine Entschädigung von 70 000 Mark, die Firma Beckert u. Eo. eine solche von 65 000 Mark. — Weiter nimmt der Stadtvorstand Kenntnis von den Verfügungen des Ministeriums, wonach der Staatszuschuß für das Rathaus 12000 Mark betragen soll, hierbei find jedoch die Bauleitungskosten, die durch bte Arbeiten der Denkmalpflege entstanden sind, nach Ansicht der Stadtverwaltung zu niedrig angenommen Man glaubt deshalb, das Ettuckro an **Großseuer. In W a l d a l g e she im bei Bingen brach das Ministerium richten zu sollen, ob nickt eine höbete Berechnung Dienstag in der Sckrune des GastwitteS Fisch Fencr aus, der Ballleittmgskostcn, die auch eine Erhöhung des ^taatszu,chu||es burch den Sturm rasck auf Stallung und Tanziaal ausge- wr Folge haben würde, gerechtfertigt wäre und eS wird be- breitet wurde und särnllichc Gebäulichleiten einäscherte. Ter Ar- schlossen, eine Eingabe an das 'Diinilterium ui richten, die ge- ^^^r Sckeidweiler, ein siebziMähriger Mann, verbrannte. Seme samten Bauleiluimskostcn im Betrage von 7841 Mark als im gänzlich verkohlte Leicke wurde später hervvrgebracht. Tas Feuer Znteresse der Ten final pflege erfolgt, anzunehmen. Die gesamten l^^ bedeutenden Schaden angerichtet. nn Interesse dcr TenFmalpffc« geleisteten Arbeiten reurbro bann'--- insgesamt 31 O(X) + 78-11 38 841 Mark ober rund 39 000 Mark betragen. In nichtöffentlicher Sitzung wurde noch über drei vvn städtischen Beamten und Bediensteten gegen bte neu erlassene Gehaltsordnung erhobenen Einsprüche oerltandett. Uhlandfeiein in Württemberg. Amtlicher Wetterbericht. Schwaben feiert seinen Uhlanb. Die Schulen gebenfen des I NetterauSsichten in Dessen für Freitag, den 15. Nov. 1912: Todestages dessen, der ben Kindern und der Schule so viel gibt, | ggolftg, vorwiegend trocken, kälter, stellenweise Nachtfrost. die Uniwriität feiert ihn, die leuchtendste Zter der Hochschule, bte I______ ■■------■■ ' '---tj J— literarischen und »t irbcreu Vereine, bte ^Heater unb ^^bartn, Letzte NackrichteN. die in seinen volitischro Ideen wurzelt, ehren lern öcbäcbtniy. • 1 S ch auspielhaus in Stuttgart veranstaltete eine Friedensverharidlungcn ivürbige Mat ine., in ber Prof. Dr. ©er ft mann des Dichters London, 14. Nov. Die „Daily News" melden aus Kon- ^eben fein • Politische Betütigung und vor allem feine im Volk stantinovel vom 13. Nov., der Kommandant d es t ft r<= wurzelnde und vom Volke anfgenmnmenc Dichtung charakterisierte, fischen Transportwesens hätte erklärt, daß zwtschro ben tü.-; vom Vearntensingchor oorgetragenc „Tas ist ber Tag bes I Türken unb Bulgaren über bie Einstellung ber Feindseligkeiten Ücrrn" leitete ’.ur Rezitation Nhlandscher Balladen über. Der verhandelt werden. Ein anderer Beamter habe mitgeteilt, daß il hlanbf r'ae Rlännerchor und ber Lieberkranz, dessen erstes Ehren-1 b i e Feinseligkeiten heute abend eingestellt wür- mitalicb ber damals .‘i8 jährige Uhland war, gedachten des ^.odes- den. m . x-.-a. .......... Bühne mahlte lieh KonradI Gestern abend sollte Dschawrd Pascha verhaftet werden, doch war er bereits verschwunden, dagegen gelang es, mehrere Handelskammerwahl. Die im „Gießener Anzeiger" gestern versuchten Aufklärungen in obiger Sache möchten wir hiermit auf ihre Wirklichkeit hm richtig stellen. Zunächst haben wohl, gleich uns, die Leser den Eindruck, als stammen beide Inserate aus ein und demselben literarischen Winkel, obwohl das eine mtt „Viele Wähler , das andere dagegen mit „Mehrere Detaillistcn" unterzeichnet ist. Das ist ein bekannter Trick bei politischen Wahlen, für Kaufleute, die zur Handelskammer wählen, verfängt es nicht, hier entscheidet lediglich der gesunde Menschenverstand. ... . . , Was die Einschätzung der wahlberechtigten 3 Gruppen betreffs ihrer stimmberechtigten Mitglieder betrifft, so irrt sich der Herr etatqtuer hierin gewaltig, obwohl er vorsichtigerweise das Wörtchen „zirka" anfügt. Die Zahlen am Wahltag werden ergeben, daß unsere Verbände stärker sind als er annimmt. . Der Kaufmännische Verein hat sich allerdings für die Wiederwahl des Herrn Grünewald erklärt, doch lag die Entscheidung hierüber m der Hand von etwa 33 Mitgliedern, wovon sich etwa 6 Herren vor der Abstimmung entfernten, 5 andere weiße Zettel ablieferten, und etwa 22 Mitglieder den Lamen „Grünewald" abgaben. Das ist das kleine Resultat der große» Behauptung. _ . Die Lebensmittel-Branche ist teilweise durch Herrn August Noll vertreten, mehr jedoch diejenige der Drogen. Herr Rowack wurde also sehr erwünscht sein, um der Kammer als Mitglied weitere Dienste zu leisten, auch hinsichtlich der Vertretung des Großhandels hierin, den in dieser Art wed?r Herr Friedberger noch Herr Zurbuch vertreten. Der Vorsitzende der Handelskammer ist versiert in der Bankbranche. Die Beherrichung der Materie durch ihn ist allseitig bekannt, obwohl Herr Grünewald sich hierüber sehr unvorsichtig äußerte, was man seiner gegenwärtigen, leicht begreiflichen Aufregung zuschreiben kann. . ... Wenn Herr Grünewald während der kurzen Zeit seiner Zugehörigkeit zur Handelskammer seine Schuldigkeit getan hat, so ist das freudig zu begrüßen — es war übrigens seine Pflicht. Wir sind überzeugt, daß der unbefangene Wähler seine Stimme abgibt für unsere Kandidaten 211 ar Friedberger, Stadtverordneter Rudolf llowacf, Kaufmann paitl Menner, Bergwerksdirektor. Gießen, 14. November 1912. Hochachtungsvoll Der verein der vetaillisten. Verband deutscher Großhändler. Bergmännischer verein Gießen. (Ortsgruppe Gienen) P. 8. Der, für Gießen-Land aufgestellte Herr Direktor O. Weber-Lollar, kann natürlich in Gießen selbst nicht gewählt werden. D“/,» Giessener Konzert-Verein | Sonntag, IT.November 1912, nachin. 4V2 Uhr pünktlichst, mit einer Hauptprobe vorn). 11 Uhr im neuen Stadttheater Zweites Konzert Erster Orchester-Abend foctte zwar keine Öfen Leitung: Herr Professor G. Trautman» Solist: Herr Opernsänger Robert Hutt Frankfurt a.M. (Tenor) Orchester: Das verstärkte Konzert - Orchester des Palmengartens zu Frankfurt a. M. verkaufe aber einen Gele- gcnh'-ilsposten moderne Amerikaner und Irische Dauerbrand-Oefen mit 5O°/o Programm: Werke für Orchester: Ouv. zur Zauberflöte von W. A. Mozart, Faust. Ouv. von Rich. Wagner, Symphonie A dur von L. van Beethoven, Gee&nge mit Orchester: Arie des Tamino a. d. Zauberflöte v. W. A.Mozart. Am stillen Herd, Preislied a. d. Meistersinger von Rich. Wagner. FintritRkflrtPn • I- Platz Mk. 5.—, 11. Platz Mk. 4.—, III. Platz Mk. 3—, IV. Platz cmniu&nai ich , Mk 2 50i Studentenkarten Mk. 1.-, Kl. Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung von ERNST CHALL1ER IRudolphs NachfJ, Tel. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. Zur Hauptprobe Mk. 1.50 (für Mitglieder Mk. 1.—), für Studierende Mk. 0.75, Schülerkarten Mk. 0.50. Ferner werden Arbeiterkarten, auch für Angehörige gütig, zur Haupt- jM-obe, für den 2. Rang, der zu diesem Zweck ausschliesslich reserviert ist ä 30 Pfg., aoer nur im Vorverkauf bei Ernnt Challier, ausgegeben. C9/11 ______________Oeffhung den Thealerit l bezw. l0 L'hr.______________ FreieTurnerschaftGiesseri Samstag, 16. November, abends 8 Uhr, im Cafe Leib 7,98 10. Stiftungs-Fest Konzert Turnerische Aufführungen Lebende Bilder Humoristische Vorträge Pantomimen Theater Ball Eintritt: Mitglieder und deren Angehörige frei, Mitglieder von Brudervereinen 20 Pfg. ■ ' ~ ~ (I Dame frei), Nichtmitglieder 50 Pfg. (I Dame frei), Damenkarte 30 Pfg. Zu dieser Veranstaltung ladet höflichst ein DER VORSTAND. evtl, mehr 7276 Rabatt ----- Listen auf Wunsch. ----- J.B.Häuser Neustadt 56. Tel. 660. Spezial-Millq Rodheimer Strasse 42. Leistungsfähigstes Herd- und Ofengeschäft. Abfallholz p.Ztr. 1.20Mk., freieAnsuhr. HolzbearbcitungS - Fabrik E. H. Müller. 0 PGOGSGGS • GOOGGSGG qreitag, htii 15. Sion., abkiids 8% Uhr jiinttlirfi, im Saale dcs Hotel liintjorn: ILöffsntlicherVortrag die neue Gemeindesteuer - Gesetzgebung! Sdmet: Herr Mtöonwolt Uausmann, ßkjjtn CintrittLkartcn für Nichtntitglieder sind zu 50 Pfg. abends am Saaleingang zu haben. vn/n Kansmiiny. Verti«. Lflsgtivttbtvtreill. OOOOGVVO • ••»••••• Museum lös Völkerkunde I,nndgraf-Phllipp-Plate. Geöffnet Sonntags von 11 — 1 I hr. — Sonntags von 4—6 L’hr nachin. völkerkundliche Vorträge u. Führungen im Museum. Eintritt frei. D1’/11 öd erd. Gwtfcttstoeii Mlitliche Mitglieder - ^erMuilmig TonnerStag, den 21. November, abends 8'/, Ubr, im unteren Saale des EasH Ebel. Tages-Ordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorsitzenden: 2. Kassenbericht des Rechners; 3. Beschlußfassung über die Satzungen für „Oberhessisches Museum und Gail sche Sammlungen G. m. b. L Vertrag Lcagold non Ranke. Gäste sind willkommen. Im Lauftz des Winters werden noch folgende Vorträge gehalten werden: Am 12. Dezember Bros. Dr. Pusch «Marburg»: „Bismarck und Kurhessen, der Ursprung des AnnerionsgedankenS"; am 13. Januar 1913 Prof. Dr. Rauch: „Die Kaiserpfalz Karls des Groben zu Ingelheim a. Rh.,- am 13. Februar Prof. Dr. Bogt: „Hessen und die Wieder aufrichtung des Reichs". [v*l/n Männer - Turnverein Giessen. Zu dem LamStag, 16. Nov. 1912, abends 9 Ubr, in SteinS Garten stattfindenden Wintertest laden wir unsere Mitglieder frdl. ein. DonncrStag, 21.Rov. 1912, abdS. /« llbr, findet in innerem neuen Bereinsl.Hot.Köbler,West-Anl.eine mißtrordcntlichkMitglirdkk-Lcrsammlnng ^LalL. TageSordnnng: (yvrirbtnno eines Turn- und Spielplatzes. — Wegen Wlchligkelt der Tagesordnung bitten wir um zahlreiche Beteittgung^ v- „ Der Vorhand. Sctell-Ftt JSchmücket Nachf. Marktstrasse 8 6pe " für a Herren und Knaben in B hervorragender ■ Auswahl su ■ billigsten Preisen a auf EiS in la. feinster lcbcndsriichcr Ware soeben eingetr. u. billigst bei Äug. 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