Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. zwei türkische Bataillone, die zum Ersatz TuziS entsandt waren, seien von Malissoren abgesangen worden. Konstantinopel, 12. Okt Das Kriegsmiirrst e r i u m gibt bekannt, daß die türkischen Truppen nach erbittertem Kampf den Hügel Z a g z a l e, der von den Montenegrinern besetzt worden war, wieder eroberten. An der bulgarischen Grenze. Saloniki, 12. Okt. (Wien. Korr.-Bur.). Nachrichten von der bulgarischen Grenze zufolge, verlief auch der vorgestrige Tag ruhig. Eine starke bulgarische Bande feuerte auf ein türkisches Detachement bei Karatepe, wurde aber über die Grenze zurückgctrieben. Biele bulgarische Familien verließen aus Furcht vor dem Kriege die an der Grenze gelegenen Dörfer und flüchteten nach Bulgarien. Ter Bandenführer Tschernopejeff befindet sich in der Gegend von Melnik und versucht auch die dortigen Bulgaren zur Erhebung aufzureizen. Das Volk verhält sich aber ruhig. Im Walde bei Krania fand gestern ein Kampf mit einer starken griechischen Bande statt, die unter Zurücklassung von drei Toten flüchtete. Salon ik, 13. Okt. Wie von gestern aus Pa la nka gemeldet wird, sind zwischen den türkischen uird «bulgarischen Grenzwachen ernste Reibereien entstanden. Von beiden Seiten wurde längere Zeit heftig geschossen. Die Verluste sind unbekannt. Tie Aaence Havas meldet aus Konstantinopel vom Sonntag 1.30 Uhr mittags: Nach einer Meldung aus Ues- tüb haben die Bulgaren zwei Brücken zwischen Ues- (üb und Kotschana durch Bomben in die Luft ge- spren gt. Eine Proklamation des Sultans. Ter Sultan richtete an die Armee eine Prokla» mation, in der diese aufgefordert wird, gegen die Balsern Ter Eintrittspreis ist auf 50 Psg, für die Mitglieder der drei veranstaltenden Vereine sowie die des Kunltvereins auf 20 Pfennig festgesetzt worden; Schüler zahlen 10 Pfennig, Herr Vollbehr ist bereit, selbst kleine erläuternde Vorträge zu halten. Besonders rechnen wir aus den Besuch der Schuljugend und hoffen, daß er unter Führung der Lehrer klassenweise erfolgen wird. Anmeldungen sind an Derrn Zcugwart Riebet zu richten: als Zeit für die Führung der Klaßen empfiehlt sich von 9—11 oder von 4—5 Uhr. Am 25. Oktober um 5 Uhr wird die Ausstellung geschlossen, da sie nach München überführt werden wird. Professor Sievers. ♦ — Gießener Stadttheater: Rosenmontag. Otto Erich Hartlebens packende Offizierstragödie Rosen montag ging gestern abend in einer von Herrn Goll vorzüglich eingerichteten Aufführung über unsere Bühne und hinterließ dank ihrer feinfühligen bis ins kleinste wohlerwogenen Durcharbeitung einen starken Eindruck. Fräulein de Bruhn gab als Traube eine ganz hervorragende Charakterstudie des armen, in seinem bißckxrn Lcbensglück schmählich betrogenen Mädchens. Sie! war schon in ihrem ersten Aufttitt von crschütterndlter Tragik und wußte diese Wirkung durch kluges Maßhalten von Akt zu Akt, bis zu dem leidensckmstlichen, verzweifelten Ausbruch des letzten Austritts gewaltig zu steigern. In Herrn Jensen als Hans Rudorf stand ihr ein ebenbürtiger Gegenspieler zur ecitc. Jung, srisch und voller Leidenschaft spielte er den um seine Menschenrechte kämmenden Offizier und führte ihn mit sieghafter Beherrschung seiner schönen Mittel ganz ausgezeichnet durch. Von den übrigen Darstellern, die wir, soweit größere Rollen in Betracht kommen, alle schon im vergangenen Winter gesehen haben, sind Herr Goll als Harold, Volck als Peter, Grosser als Moritz zu nennen. In neuen .Rollen zeigten sich Herr Dwor- kowsky als Grobitt'ch, Brüdjam als Klewitz und Klicwer als Kommerzienrat in sehr vorteilhaster Weise. — Schade wäre cä, wenn die gut ausgeärbeitete Darstellung schon, wie das beabsichtigt ist, von der Bühne verschwände. Warum soll sie nicht durchs Abonnement laufen? — Funde in einer alten Kirche. Bei Erneuerungs- arbeüen in der berühmten Bartholomäuskirche zu Lüttich, in der bereits das vielbesprochene bronzene Taufbecken gefunden wurde, ist man gut interessante und archäologisch wertvolle Tinge gestoßen. Als der Fußboden auigerissen wurde, fand man einige Zentimeter darunter eine alte Pflasterung aus kleinen viereckigen Tonziegeln, die schwarz und gelb gefärbt waren. Unter diesem Fußboden wurde ein Gewölbe aus Ziegeln entdeckt, mit einem montenegrinische Grenze gezogen. Die „Boss. Zeitung" will dagegen aus C e t i n j e wissen: vor der Entscheidung. Wie die Antwort der Balkanstaaten auf das Einschreiten oct Mächte ausfallen wird, darüber ist man sich jetzt auch in amtlichen Kreisen ganz klar geworden, und wenn die „Norddeutsche Allgem. Ztg." in ihrer Wochenrundschau meint, „ba-s Vorgehen Montenegros lasse erkennen, m welcher Richtung die anderen Terlnehmer des Balkan-Vrer- bundes sich entsck-eiden würden", so ist das deutlich genug: es gibt Krieg. Das amtliche Blatt bringt im Anschluß an diesen bedeutsamen Vermerk so etwas toie eine Entschuldigung für den Mißerfolg der Vermittler: Die F c st st c l l u n g ist von Wert, daß bin dem Vorschlag Poincaros und der darauf beruhenden Aktion der Mächte der Ausbruch eines Krieges von Anfang an in Rechnung gezogen wurde Toa Ziel der Mäckstc ist von vornherein über eine prob- lematischeVerhütungdesBalkankriegeshinaus- gegangen. Es kam vor allem darauf an, Vorsorge zu treuen, daß die Großmächte nicht in die Verwicklung hineingezogen würden. Ihr gemeinsam kundgegebener Entschluß, keine Aen- derung des territorialen Statusquo zuzulassen, bietet dafür eine Gewähr. , „ Daß die Kriegsmöglichkeit „in Rechnung gezogen worden ist, damit wird der amtliche Stilist niemand mehr überraschen wollen. Wenn man aus dem Wortebrei einen Kern hcrausfischen will, so ist es die Behauptung, daß die Beratungen der Mächte nicht ganz vergeblich gewesen seien. Das glauben mir auch: etwas ist besser als gar nichts. Rur meinen wir, daß der Entschluß in Bezug auf den Statusquo nicht als ernstliche Bürgschaft aufgefaßt werden sollte. Tic tatsächliche Lage verschiebt sich und auch das diplomatische Wetter ist keineswegs unveränderlich. Ueber die Antwortnote Bulgariens auf die Rote der Großmächte will der „Temps" wissen, daß sie eine Ablehnung des vermittelnden Eingreifens darstell? Bulgarien wolle von der Türkei direkt verlangen, daß sie ihre Absichten über die Reformen in Mazedonien präzisiere.' Auch werde von der Pforte die sofortige Demobilisierung gefordert werden. Zu dieser düsteren Voraussage paßt auch die Meldung aus Konstantinopel, daß das tür- lische Finanzministerium Befehl erhalten habe, den türkischen Gesandten in Belgrad, Sofia und Athen sofort Gelder für die Heimreise anzuweisen. Zu allem Ueberfluß ist auf dem montenegrinischen Kriegsschauplatz bereits in Strömen Blut geflossen. Wäh rend die Montenegriner nördlich des Sees von Skutari über die Linie der genommenen türkischen Grenzblockhäuser nicht weiter vorgegangen sind, haben die Kämpfe an der Ost grenze ihnen einen kleinen Erfolg gebracht. Sie sind in die kleine Stadt Bjelopolje eingedrungen, die nur wenige Kilometer von dem Königreich in Sandschak Rowibazar liegt, etlva 25 Kilometer nördlich von Be r a n a, das sich gegen die feindlichen Angriffe gehalten hat. Bjelopolje ist eine kleine, unbedeutende Stadt von etwa 3000 Einwohnern, ein Drittel davon orthodoxe Christen serbischer Rasse. Die letzte Schwierigkeit, die sich bei den türkisch italienischen F r i e d e n s v e r h a n d l u n g e n erhebt, besteht darin, daß die Türkei wünscht, daß alle Artikel des abzuschließenden Friedensvertrags, die zu ihren Gunsten lauten, sofort in Kraft treten, daß aber die zu Gunsten Italiens lautenden Artikel erst nach ihrer Ratifikatton durch das türkische Parlament wirksam werden sollen. So will die Türkei z. B., daß die italienischen Truppen sofort von den ägäischen Inseln zurückgezogen werden, während die Koloniale Kunstausstellung. Gießen, 14. Oktober. Tie Ausstellung v o n Gemälden und kunst- gewerblichen Erzeugnissen aus den Kolonien Kamerun, Südwest- und Ostafrika sowie aus Brasilien, welche Dpm 15.—25. inicht 27. Oktober in den Räumen des Gießener Kunstver«ins am Brandplatz und dem oberen Stockwerk des Philipps-Schlößchens oder Neuen Schlosses am Landgraf-Philipp-Platz von der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, dem Frauenverein vom Roten Kreuz für die Kolonien und dem Frauenbund der Teutschen Kolonialgesiülschast veranstaltet wird, entstammt den ausgedehnten Reisen des Malers Ernst Vollbehr. Herr Vollbehr stammt aus Kiel, bereiste zunächst die Ostküste Brasiliens, sowie den Amazonenstrom, und kam dann bald nach dem schweren Kriege in Südwest in diese Kolonie, später nach Ostafrika und schließlich nach Kamerun, von wo er Anfang 1912 zurückkehrte, echte Reisen umfassen im ganzen fünf Jahre. Seine Gemälde, die mit der Zeit auf eine Anzahl von mehreren Hunderten an- gewachsen sind, wurden seinerzeit zweimal im Reichstagsgebäude in Berlin ausgestellt und erregten als erste große Sammlung farbiger Gemälde aus unseren Kolonien großes Aufsehen. Es find teils Landschaften, teils Porträts der Häuptlinge, deren ö-rauen und hervorragender Mitglieder der einzelnen Stämme von großer Lebenswahrheit und großartiger Farbenpracht: zum Teil geben sie uns auch einen Einblick in das tägliche Leben und in die Feste der Eingeborenen. Unterstützt und sehr wesentlich erläutert werden sie durch eine umfangreiche Sammlung' ethnographischer Gegenstände aus Kamerun und Ostafrika, eine Sammlung, deren Hauptwerk in der Seltenheit der einzelnen Stücke besteht. Nur dem Umstande, daß Herr Vollbehr als Maler eine ganz neue Erscheinung in der Kolonie war und den Häuptlingen wegen seiner Kunst ihr Antlitz auf die Leinwand zu werfen als Zauberer er schien, ist es züzuschreibcn, daß ihm Gegengeschenke gemacht wurden, die in vieler Hinsicht als Unika bezeichnet werden müssen, u. a Thronsessel, Tanzmasken, Waffen und einör der beiden zurzeit in Deutschland befindlichen Wattepanzer aus den nördlichen Grenz gebieten Kameruns. Daher ist es nicht übertrieben, wenn ich behaupte, daß eine solche Sammlung von Gemälden und Ethno graphiea bisher in Gießen nicht gezeigt worden ist und auch kaum je gezeigt werden wird: denn eine ganze Reihe der Gegenstände kommt, wie bemerkt, wohl nur einmal vor. Ta der^aal des Kunst Vereins nicht im Entferntesten ausreichte, die Sammlung auo zunehmen, so sind dem Maler Vollbehr fünf Säle des oberen Stockes des neuen Schlosses eingeräumt worden. Tie Sammlung wird vom 15.—25. Oktober von 11—1 und 2—4 Uhr geöffnet Tach von Schiefertafeln, in dem menschliche Gebeine, darunter drei Schöbel, lagen. Tin wohlerhaltener Grabstein aus Scknefer mit einer schönen gotischen Inschrift von 1545 enthielt die Namen der hier Begrabenen. Unter diesem Stein stieß man auf noch ein älteres Grab von 1331, unter dem sich wieder noch eine ältere Grabstätte befindet. Außerdem wurde noch ein prachtvolles Grabgewölbe aus Sandstein von künstlerischer Bedeutung freigelegt. — T i n Kinderbuch von Gerhart Hauptmann. Gerhatt Hauptmann hat fachen eine Umdichtung der Lohen grin- Sage in erzählende Prosa für die deutsche Jugend vollendet. Tas Buch, das der Tichter seinem zwölfjährigen Sohne Benvenuto gewidmet hat, wird in ungefähr vierzehn Tagen im Rahmen der Ullstein-Jugendbücher ersckjeinen. on. Mainzer S t a d t t h e a t c r. „Die Hermanns- s ch l a ch t." Eine lange, schwere Zeit ist dahingerauscht, seit Heinrich von Kleist sein großes, von Feindeshatz und Deutschen- stolz getragenes Werk vollendete, das nach des Dichters eigenen Worten einzig und allein für den Augenblick bestimmt war, das die Deutschen entflammen und zum Kampf gegen den Unterdrücker der Freiheit — Napoleon — begeistern sollte. Hinter dem düstern schleicr großer Vergangenheit zeichnet cs die damaligen Verhältnisse, die Greueltaten der französischen Krieger- Horden und das Verhalten der Nhcinbnndfürsten. Tie Hermann- schlacht ist das hohe Lied der Freiheit und Vaterlandstiebe, die in ihrem Zorn feine Olrenzen findet, deren ausgleichender Gerechtigkeit Gute und Böse ohne Wahl zum Opfer fallen müssen. So ist die Tichtung, in der sich der Schmerz eines der treuesten Teutschen spiegelt, .gerade jetzt wieder der Zeit entsprechend, da uns ein Jahrhundert von jenen Tagen trennt, wo sich Die deutschen Stämme starkvercint erhoben, um ihre verwüsteten Lande den Fängen des korsischen Adlers zu entreißen. Herrn Hofrat Behrend ist cs sehr zu danken, daß er das M."ck, trotz der ! Schwierigkeiten, die es der Aufführung entgegenbringt, in den diesjährigen Spielplan aufnahm und unter Leitung des Herrn Svringcr eine bis auf Kleinigkeiten treffliche Wiedergabe bot. Die führenden Rollen waren ausgezeichnet besetzt, doch machte sich bei der Fülle kleinerer Rollen ein Mangel an geeigneten Kräften bemerkbar. Herr Krähe spielte den tatkräftigen, diplomatischen Hermann mit warmer Frische und großer Lebenswahrheit. Barus und der junge Vcnditius fanden in. den Herren Gnauth und Menck gute Vertreter. Ebenso war der Marbod des Herrn Springer und die Thusnelda Fraulein Tandars dem Rahmen des Stückes fein eingepaßt. kanländer ihre Pflicht zu tun. Die Proklamation besagt: Die Welt kennt die Friedensliebe der Türkei. Die Ottomanen achten die Rechte aller Nattonen und wünschen, daß alle Rationen auch ihre Rechte achten. Tie Ottomanen hegen gegen keine Regierung hinter gebauten und haben beshalv bas Recht, zu verlangen, baß auch bie anberen Regierungen nicht unausrickstig: handeln. Tie Ottomanen wünschen nicht, bas Glück unb ben Fortschritt irgenb eines Volkes zu stören, 'fie können aber trotz der großen Sdyirierigfciten, denen bie Türkei beständig ausgesetzt ist, nicht zugeben, daß anbere Völker ihr Glück unb ihren Fortschritt stören. Wir führen Reformen aus, deren unser Land bedarf, nach Möglichkeit, allmählich. Dennoch wollen kleine Nachbarn, die cs auf unser Gebiet abgesehen haben unb sehen, baß unsere Fottsckwittc bie BerwirklickTung von unrechtmäßigen Zielen verhindern werden. Unsere Reformen vereiteln unb von unseren Schwierigkeiten profitieren, und setzen sich ins Einvernehmen, unsere Grenzen anzugreifen. — Die Proklamation des Sultans hebt hervor, daß Utopisten in Bulgarien, Serbien, Griechenland und Montenegro, bie Heldentaten, welche bie Türken einst in diesen vier Ländern vollbrachten, ebenso vergessen, wie die Tapferkeit der Türken in Tripolis, indem sie an die türkischen Grenzen Truppen entsandten. Wir sind aeznnmgcn zu mobilisieren und befahlen die gesamte Mobilisation der Reservisten und der Landwehrtruppen der ersten, zweiten und teilweise dritten Inspektion. Tie Proklamation sprichst meitcr in feierlichen Motten aus, die Truppen würden sich ihrer Vorfahren würdig zeigen und den heiligen Boden des Vaterlandes gegen die Feinde verteidigen, die den Ottomanen ihr väterliches Erbe entreißen und bas Glück ihrer Kinder Zerstören wollen, fordett bie Truppen auf, sich ihrer in Tripolis kämpfenden Brüder würdig zu zeigen, und drückt die Ucbcrzeugung aus, daß sie den Siegen ihrer Vorjahren neue hinzu füg en werden und wünscht ihnen den Sieg. Zurückziehung der türkischen Truppen aus Tripolis erst ■ der türkischen Kammer zur Genehmigung unterbreitet wer- , den solle. Tie Frist, die die italienische Regierung für i den Friedensabschluß gesetzt hat, und die am 12. ds. abends ablaufen sollte, ist nach einer Pariser Meldung auf Tiens- i tag abend verlängert worden. Von einem Abbruch der Verhandlungen kann man noch nicht sprechen. Italien : versucht nur in seiner amtlichen Presse, die Pforte zu weiteren Zugeständnissen kirre zu machen. Sin montenegrinischer (Erfolg. Podgoritza, 13. Okt. Die montenegrinische Nordarmee hat gestern unter General Wuko titsch die Stadt Bjelopolje in Altserbien eingenommen. Die Kämpfe dauerten bis 4 Uhr nachmittags. Als die Truppen in die Stadt einzogen, begrüßten die ser bischen Einwohner die Montenegriner mit Jubel als Be freier vom 500jährigen türkischen Joche. In der serbischen Kirche wurde sofort ein Dankgottesdienst zelebriert. Es sind provisorische montenegrinische Behörden eingesetzt worden. Die Nordarmee ist nach der Einnahme von Moikowatz gegen Berana vorgerückt. Im hiesigen Spital liegen 310 Verwundete, darunter 18 Türken. Ein neuer Trupp Kriegsgefangener von 28 Mann ist ein getroffen. Die Stadt Tuzi wurde von den Montenegrinern heute nachmittag vollständig zerniert. Jede Verbindung der Stadt mit Skutari ist unterbrochen. — Bisher machten die Montenegriner jüber 300 Kriegsgefangene, die nach Kiksie geschafft wur den. Unter den Verletzten befinden sich viele Malissoren und türkische Soldaten. Die Tochter des Königs Kenia leitet den Samariterdienst selbst. Salon ik, 13. Okt. Nach den hier vorliegenden Mel düngen gestalteten sich die Kämpfe um Berana überaus heftig. Die Montenegriner erzielten trotz wiederholter Angriffe angesichts der Todesverachtung, mit der die dürfen* unb die albanesischen Freiwilligen kämpften, Feine Erfolge, unb mußten unter schweren Verlusten wieder zurückgehen. Die Kampfzone erstreckt sich bis Bjelopolje, wo ben ganzen Tag heftige Gefechte stattfan- ben. Der Mitarbeiter bes Reuterschen Bureaus melbet vom 10. Oktober, 4.40 Uhr nachmittags: .Heute mittag haben die Montenegriner bie türkische Befestigung Rogame, in der Nähe ber Stabt Tuzi, genommen. Vom Schlacht- felbe würben viele Verwunbete hierher gebracht. D i e S p i - täler sind üb er füllt. Der König hat im Spital die Schwerverletzten und toten Soldaten besucht: er tüßte sie auf die Stirn unb bankte allen im Namen bes Vater lanbes. Der Sohn bes Königs, Prinz Mirko, trug selbst einen schwerverletzten Soldaten ins Spital. — Ein Tele gramm vom 11. Oktober, 9.20 Uhr abends, besagt: lieber 6 000 Malissoren haben sich erhoben und kämpfen hinter dem Jiücken der türkischen Armee. Einige hundert davon sind in Podgoritza eingezogen und verlangen Waffen. Kon st a n tin op el, 13. Okt. (Reuter Bureau.) Nach einer amtlichen Meldung greifen die Montenegriner Sienitza im Sandschak Novibazar an. Ko n st a n tin o p el, 13. Okt. Die Montenegriner i sollen ei ne schwere Niederlage erlitten : haben. Sämtliche Albanesen von Ipek sind gegen die Nr. 242 Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 14- ©ttob« 19)2 Der Oletzener An;et-er ® V 9 monastich^öVs^viettel- erschein, täglich, auper ’ V ▲ ▲▲ bilnlich’JIt. öurd) "SEAffe,1 ttiMAAfS'' S cssssßBllllr nie IIk I ZI 11 ik IIILi (Ticn9lagunb3reuaq); M B ■ ."•< HL H aii^v.m? 20 U-enniq. zweimal Land. W U ■ ■ W ■ W ▼ ▼ HW V bZoetz. wirtschaftlicheZeitsrapn Beran.wörtlich für den Fernsprech-Anschlüsse: politischen Lest: August General-Anzeiger für Oberhessen MDM? Annahme von Anjrigei, Hotationsdrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steinbruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftratze 7. Land-:'E.dev': stir de,' bi Do^itrngT^UbL Büdingen: Fernsprecher Rr, 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. d B-ck. Ter Sultan der Türkei ordnete die Gründung eines Hospitals für Verwundete auf seine Kosten an. Die Polizei verhaftete in einein aus Adrianop.'l kommenden Zuge 14 bulgarische Spione. Tie türkischen und rumänischen Sozialisten erließen einen Aufruf an die Völker des Balkans und Anatoliens gegen den Krieg. Tie türkische Motte. Eine Lloyds-Meldung aus Konstantinopel besagt: Tie türkischen Kriegsschiffe sind in der Richtung nach dem Schwarzen Meere abgefahren und ankern bei K a v e k im Bosporus. Ter türkische Thronfolger ist am Sonntag in W i e n eingetroffen. Er dürfte Montag nach Konstantinopel Weiterreisen. Die Vorbereitungen in Belgrad. Das „Derl. Tagebl." meldet aus Belgrad: Für die Verlegung des Regierungssitzes während der Kriegsdauer von hier ist Kracujewatz ins Auge gefaßt worden. Das Regierungsblatt veröffentlicht einen A^p p e l l an Oesterreich-Ungarn, Serbien jetzt durch Freundschaft zu verpflichten, es würde sich dann überzeugen, daß Die Serben ein dankbares Volk seien. Rach einer Meldung der „Deutschen Tageszeitung" aus Sem M ii herrscht aber in Belgrad Beunruhigung, weil feststeht, daß eine Mobilisierung Oesterreich- Ungarns unmittelbar bevorsteht, bezw. schon im Gange ist und zwar vorläufig von vier Armeekorps in Südungarn, Kroatien, Slawonien, Bosnien und Herzegowina. KönigPeter will nach Belgrader Meldungen wahrscheinlich morgen nach Risch abreisen. Sofort nach seiner Ankunft soll die Kriegserklärung erfolgen. Tie serbische Skupschtina hat die Gesetze, betreffend den außerordentlichen Kredit für die Armee im Betrage von 44800000 Dinars und Schaffung eines Moratoriums angenommen. Dann wurde die außerordentliche Session geschlossen. Der serbische Ministerpräsident Paschitsch erklärte dem Berichterstatter der „Agence Havas", die'schon bisher schwierige und kritische Lage habe sich noch dadurch verschlimmert, daß die Türkei irreguläre, aus GesindelzusammengesetzteBandenbewaffne und gegen die wehrlose, serbische Bevölkerung in ber Gegend von Kossowo loslasse, deren Waffen die türkischen Behörden seit langem eingezogen hätten. Mehr als 800 Familien hätten ihre Wohnungen im Stich gelassen, um einem Massaker zu entgehen und seien aus serbisches Gebiet geflüchtet. „Wir verlangen", erklärte Paschitsch, „für unsere unterdrückten serbischen Brüder die ethnische Autonomie für das Gebiet, das vom Sandschak Novibazar — den Sand- fefja! miteinbegriffen — im Südosten bis zum Tale der B r eg a V niza reicly, einem Rebenstuß des Vardar, das heißt ostwärts also für ganz Kos so wo und ferner für das Gebiet, das von Al ess io, dem Hasen am adrialischen Meer, längs, des rechten Users des Schwarzen Drin bis zum Ochrida-See sich hinzieht und im Süden durch die Linie O ch r i d a-S e e - K ö p r ü l ü begrenst wird. Was wir heute fordern, ist einzig und allein das, was die Großmächte in Berlin beschlossen haben, indem sie für die serbischen Wilajets der Türkei dasselbe autonome Regime wie für Kreta festgesetzt haben. Es ist den Großmächten nicht gelungen, die TureMl-rung der Reformen zu erreichen: jo haben wir es auf uns genommen, sie aus eigener .Kraft duraVusetzen. Einzig und allein ernsthafte und wirksame förmliche Garantien seitens der GroßmäckUe hätten den Ausbruch des Konflikts beschwören können. Aber sic zeigen wenig Neigung, die Verantwortung auf sich zu nehmen. In höchstens 48 Stunden werden die Balkanstaaten die Antwort auf die gsterreichisch- ungarisch-russische Rote überreichen. Wir werden zu derselben Beit den Großmächten die Bedingungen vorlegen, die wir für unbedingt notwendig halten, um die Existenz unserer Stamrnes- brüber zu sichern, worauf es uns allein ankommt. Diese Bedingungen werden gleichzeitig auch der Pforte übermittelt werden. Alles hängt jetzt von der Türkei ab." In Belgrader gutunterrichteten Kreisen ist allgemein die Ansicht verbreitet, daß die von dem' Ministerpräsidenten Paschitsch auseiuandergesetzteu Bedingungen der Pforte in Gestalt eines Ultimatums unterbreitet werden sollen. Österreichisch-russische Besprechungen. Der Londoner Korrespondent des „Temps" meldet aus angeblich bester Quelle, daß zrvischen Oesterreich-Ungarn und Rußland Besprechungen schweben, wonach die beiden Mächte, um die etwaigen Folgen eines Konfliktes zu vermeiden, und ihre Absichten genug zu kennzeichnen, geneigt wären, eine neue Rote zu veröffentlichen, in welcher erklärt würde, daß die gegenwärtige Einteilung des Sandschaks Rovibasar unter keinen Umständen abgeändert werden könnte. Der „Temps" fügt hinzu, daß er weder von französischer, noch von russischer, noch von österreichischer Seite eine Bestätigung dieser Nachricht erlangen konnte. Aus Petersburg wird gemeldet: Tie Minister Witte, Sasonow, Kokowtzow und angeblich auch der Gesandte Iswolski sind zum Zaren nach Spala zum Bericht über die Lage berufen worden. Griechenland. Athen, 12. Okt. Der Kronprinz und der Gene- r al st ad finb Tyeutc vormittag acht Uhr zur Armee nach Thessalien abgercist. Fremde Kriegsschiffe. Malta, 12. Okt. Ter Kreuzer „Bar hl am" geht heute nach Kreta ab. Das dritte Linienschiff- Geschwader geht voraussichtlich am 25. Oktober von England nach Malta. Paris, 11. Okt. Aus Algier wird gemeldet, daß der russisctye Kreuzer ,-Olex" beute morgen nach Kreta abgegangen ist. Ein Ultimatum Italiens? Die „Tribuna" erklärt in einem Artikel, daß Italien für den Frieden alles getan habe, was mit seiner nationalen Würde vereinbar sei und sagt zum Schluß: Das Ultimatum Italiens muß am Sonnabend vormittag durch unsere Vertrauensmänner in O u ch y den türkischen Vertrauensmännern mitgeteilt worden sein und wird trotz der Schwierigkeiten der telegr^hischeu lieber Mittelung jetzt auch in die Hände der türkischen Regierung gelangt fein. Man darf hoffen, daß die türkische Regie rang diese Depesche ihrem Inhalt nach verstehen und be greisen wird, daß dieses die letzte Mitteilung ist, die sie in dieser Sprache erhält. Sollte es sich zeigen, daß sie diese Sprache nicht versteht, so wird die Kano n e sprechen. t'ijm türkisch-italienischen .Kriegsschauplatz. R o m , 12. Okt. General Briccola telegraphiert aus Ben gl) am vom 11. Oktober, 5 Uhr 30 Minuten abends: Ich bin glücklich, melden zu können, daß gestern unsere ~nippen in Derna neue Erfolge hatten. Die Bri gahe Salsa, welche links von Bumf a f er unter Mitwirkung der Artillerie und der Brigade (5 a p e l l o operierte, griff den aus regulären türkischen und arabischen Truppen nebst Artillerie bestehenden Feind an und trieb ihn in die Flucht. Tie Verluste sind nicht genau festgestellt, müssen aber beträchtlich sein. Wir hatten 12 Tote und 83 Verwundete. __________________ Deutsches Reick». Der Kaiser und die Kaiserin sowie die Prinzessin Viktoria Luise, Prinz Joachim und Gefolge trafen am Samstag nachmittag 3 Uhr in Auto mobilen von (Sabinen in Marienburg ein. Vor dem Schlosse fanden sich zur Begrüßung Landrat Hagemann, sowie Gebeimrat Steinbrecht ein. Sogleich wurde eine ein gehende Besichtigung des Schlosses vorgenommen. Um fünf Uhr erfolgte die Abreise der Allerhöchsten Herrschaften im Sonderzuge nach Danzig-Lang fuhr, wo um 6 Uhr 20 Min. die Ankunft erfolgte. Am Sonntag morgen ist das Kaiserpaar auf Jagdschloß Hubertus stock eingetroffen und hat für einige Tage dort Wohnung genommen. Der Reichskanzler hat sich am Sonntag zum Vortrag beim Kaiser nach Hubertusstock begeben. ♦ Die erste Anwendung des Enteignungsgesetzes. Vier polnische Rittergüter von zusammen 7000 Morgen sollen demnächst enteignet werden, und zwar Zlotnik bei Pudwitz, das kürzlich an Herrn v. Koscielski verkauft wurde, Koldromb im Kreise Znin, Lippinken, Kreis Schwetz, das dem Abgeordneten v. Saß-Jaworski gehört, und das Frau Helene v. Pot worowska, geborenen v. Koscielski, gehörige Rittergut Bo- zejewiee im Kreise Strelno. Rach einer weiteren Meldung sind die polnischen Besitzer von der Absicht der Regierung bereits in Kenntnis gesetzt worden. ♦ Zum Abschied des deutschen Gesandten v. Bülow, der den Berner Posten mit dem preußischen Gesandtenposten am Dresdener Hofe vertauscht, bringen Berner Blätter äußerst sympathisch gehaltene Artikel. In einem Leitartikel stellt „Der Bund" fest, daß während der 14 Jahre, in denen v. Bülow das Deutsche Reich vertrat, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz sich immer offener, freundlicher und herzlicher gestalteten. * Nationalliberale Jugend. Die Tagung des ReichsverbandeS der Vereine der natio nalliberalen Jugend, die ursprünglich zu einem früheren Termin geplant war, findet am 19. und 20. Oktober zu Frankfurt a. M. statt. Ihr wird am 18. Oktober eine Sitzung des Reichsverbands-Vorstandes vorangehen. Auf der Tagesordnung der beiden öffentlichen Versammlungen am Samstag nachmittag und am Sonn ag vormittag stehen folgende Fragen: Tie politische Lage und die Forderungen der Gegenwart (Imperialismus) mit einem Bericht des VerbandSvorsitzenden Dr. R. Kauffmann aus Stuttgar, und Liberalismus und Sozialismus, Vortragender Privat dozeut Dr. Oscar S t i l l i ch -Berlin. Die österreichischen Heeres Vorlagen. Der Heeresausschuß der österreichischen Delegation hat die neuen Militärkredite angenommen. ♦ Aus Marokko. Nach bisher unbestätigten Gerüchten soll sich die Bevölkerung des Susgebiets für El Hiba erklärt haben El Glaui sandte gegen die Aufständischen eine zweite ^Ibtcilung von 800 Mann ab. Mtugi ist nach Gondafi aufgebrochen, Truppen auszuheben. Dre Nachricht hat in Marakesch eine gewisse Erregung hervorgerufen. Aus Stadt und Land. Wietzen, 14. Oktober 1912. *♦ Aus dem Staatsdienst. Der Großherzog hat den Vortragenden Rat in der Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung des Ministeriums der Finanzen, Geh. Oberfinanzrat Dr. Fuchs, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu und ersprießlich geleisteten Dienste aus dem Staatsdienste entlassen. ** Ordensverleihungen. Der Großherzog hat das Komturkreuz zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Generalmajor Herhudt v. Rohden, Inspekteur der Jnfanterieschulen, seither Oberst und Kommandeur des Infanterie-Leib-Regiments Großherzogin (3. Hessischen) Nr. 117, und dem Oberst v. Müller, Kommandeur der 34. Feldartillerie-Brigade, seither Kommandeur des Großh. Artilleriekorps, 1. Hess. Feld- artitterie-Regiments Nr. 25; das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens: dem Major v. Kropff beim Stabe des Infanterie-Regiments von der Marwitz (8. Pomm.) Nr. 61, feitber Hauptmann und Kompagniechef im Leibgarde-Jn- fanterie-Regiment (1. Hess.l Nr. 115, dem Major v. B u r s z - tini dein?Stabe des Füsilier-Regiments Königin (Schles- wig-Holstein.) Nr. 86, seither Hauptmann und Komp.-Ehef im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, und dem Major v. Pestel beim Stabe des Kulmer Jnf.-Regts. Nr. 141, seither Hauptmann und Komp.-Ehef im Inf.-Regt. Prinz Carl (4. Hess.) 9h:. 118; das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens: dem Hauptmann Frhrn. Schenck zu Schweinsberg, Komp.-Ehef im Jnf.-Regt. von Wittich s3.Kur- hess.) 9h:. 83, seither Oberleutnant im Leibgarde-Inf.-Regt. '1. Hess.) Nr. 115, dem Hauptmann v. Boeltzig beim Stabe des 4. Garde-Regts. zu Fuß, seither Oberleutnant im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, dem Hauptmann Bölke beim Stabe des 5. Lothr. Jnf.-Regts. Nr. 144, seither Oberleutnant im Ins.-Leibregt. Großherzogin (3. Hess.) Nr. 117, dem Oberleutnant Fitting, Lehrer an der Militär-Turnanstalt, seither Oberleutnant im Inf- Veibregt. Großl^erzogin (3. Hess.) Nr. 117, und dem Oberleutnant v. Grovte im 3. Ostpreuß. Feldart.-Regt. 9h: 79, seitln'r Oberleutnant im Großh. Art.-Korps, 1. Hess. Feld- art.-Ri^t. Nr. 25 verliehen. ** Justizpersonalien. Ter Großherzog hat den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I, Friedrich Conradi, zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, den Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Rheinhessen, Dr. Ernst Mayer, unter Erteilung des Charakters als Amtsgerichtsrat zum Amts- richter bei dem Amtsgericht Mainz, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach, Dr. Gust. Maurer, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I, den Amts richter bei dem Amtsgericht Lampertheim, Hch. Reitz zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Michelstadt, den Qk- richtsassessor Rud. Br ab aus Aachen zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lampertheim und den Gerichtsassessor Rob. Weitert aus Nidda zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach ernannt. * * Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Reallehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt, Heinrich Keil, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu D-armstadt. * * Ans dem Militärwochenblatt. Infolge Versetzung überwiesen: Kümmel, Oberzahlmeister, bisher beim 1. Bat. 2. Lothring. Jnf.-Regts. Nr. 131, dem 2. Bat. Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Hess. Nr. 116. * * Erledigt ist die Stelle eines Ministerial- revisors bei der Buchhaltung des Ministeriums der Finanzen. Meldeschluß 20. Otto der. * * Zu den Wahlen für die Angestelltenver- sicherung schreibt man uns: Nachdem vor einiger Zeit die dem Hauptausschuß angeschlossenen Verbände eine Wählerversammlung gehalten haben, setzen jetzt die Vertreter der „Freien Vereinigung" eine solche auf den 18. Oktober an. (Siehe Anzeige.) Als Redner ist hierzu der mit dem Gegenstand bestens vertrante Herr Koym-Frankfurt gewonnen. Es nrirb für viele Angestellte interessant sein, auch einmal die Gründe zu hören, die die Verbände ber „Freien Vereinigung" veranlaßt haben, ihre eigenen Wege in der Versichcrungs frage zu gehen. Ter Besuch der Versammlung bietet hierzu Gelegenheit ** D e r f o r t s ch r i t t 1 ich e p oli t is ch e Bi ldu ng s- o er ei n nimmt, wie er uns schreibt, in dieser Woche seine lange unterbrochene Arbeit wieder auf. Im letzten Jahr boten die zahlreichen Wahlversammlungen genug Gelegenheit, sich in politische Fragen zu vertiefen. In der stilleren Zeit gilt es nun, bas angeregte Interesse nicht einschlafen zu lassen. Ter Verein ist bestrebt, die politischen Probleme möglichst objektiv zu behandeln, um wirkliche Erkenntnis zu fördern. Deshalb wäre es zu wünschen, daß nicht nur die Mitglieder, sondern auch Gäste sich zahlreich einfänben. Lehrer Kinkel, ber am Donnerstag abend im Hotel Schütz - spricht, ist als sehr guter, temperamentvoller Redner bekannt. ** Der akademische Gesangverein wird, wie er uns schreibt, in der kommenden Konzert-Saison in Verbindung mit dem Konzert-Verein folgende Werke zur Aufführung bringen: 1. Max Reger „D i e Nonnen"; Orchester: Meininger Hofkapelle unter Leitung von Professor Max Reger. 2. Beethoven „Missa 'soLem- nis"; Orchester: Meininger Hofkapelle unter Leitung von Professor Trautmann. 3. Berlioz „Requiem"; Orchester: die verstärkte Sinfoniekapelle des Palmengartens in Frankfurt a. M. Leitung: Prof. Trautmann. 'Sie angestrebte möglichst wirkungsvolle Wiedergabe dieser Werke läßt eine Verstärkung des Chors höchst wünschenswert erscheinen. Der Vorstand des Vereins erlaubt sich daher, musikalische stimmbegabte Damen und Herren, welche diesen Chorwerken Interesse entgegenbringen, zum Eintritt einzulaben. Der Jahresbeitrag beträgt 8 Mark, wovon bei einem Abonnement auf die Aufführungen des Konzertvereins 6 Mark in Abrechnung gebracht werden. 9ieuanmcf« düngen nimmt Prof. Traut in a n n täglich (außer Mittwochs) mittags von 1 Uhr bis 2V2 Uhr in seiner Wohnung Moltkestraße 6 und in den Probeabenden in der Universitäts-Aula entgegen. •• Verein für Franenstimmrecht. Man schreibt uns: 91 m 1. Januar soll baS Gesetz, daß die Zukunft dec Privatangestellten ohne Pensionsberechtigung einigermaßen sicherstellen will, in Kraft treten. Trotz der Nähe dieses Zeitpunktes herrscht bei oiekn der Versicherungspflichtigen noch sehr große Unkenntnis über ihre Rechten und Pflichten. Schon die Frage: Wer muß sich versichern? ist nicht ganz leicht zu beantworten, weil die Grenzen einzelner Kategorien mir schwer zu ziehen sind. Planche, die nicht dem Versiche- rungSzwange unterliegen, sind sich nicht klar darüber, ob eS vorteilhaft für sie wäre, freiwillig beizntreten, außerdem gibt eS noch verschiedene Punkte, über die zuverlässige Angaben erwünscht fein würden. Die Ortsgruppe Gießen deS Vereins für Frauenstimmrecht hat deshalb in Herrn Dr. Cahn von Frankfurt einen Redner gewonnen, der durch eingehendes Studium deS Gesetzes hervorragend befähigt ist, alle noch herrschenden Unklarheiten und Mißverständnisse zu beseitigen. Es ist darum allen für die Versicherung in Betracht kommenden 'Männer und Frauen, bei denen noch Zweifel über die Bedeutung irgend einer Bestimmung deS Gesetzes herrschen, in ihrem eigensten Jnteresie zu empfehlen, den Vortrag deS Herrn Dr. Cahn zu besuchen. (S. Inserat). ** Stadttheater. In ber morgigen Aufführung von Hauptmanns „Biberpelz" wirb bie „Mutter Wolfs" von Fräulein Scholz gegeben unb ber Wehrhahn von unserm neuen Bonvivant .Herrn Brübjam, bem bamit Gelegenheit gegeben ist, sich auch einmal in einer bankbaren Rolle vorzustellen. Von anbei en neuen Mitgliebern wirb Frl. Thale vom Stabttheater in Halberstabt als Abekheid zum ersten Male Gelegenheit haben, sich in einer größeren Aufgabe zu zeigen; bie junge Künstlerin ist eine Nichte bes bekannten Schriftstellers Oskar Blumenthal. — Es wird besonbers darauf hingewiesen, baß bie größeren Pause n stets durch Fallen des Hauptvoichanges unb durch längeres Glockenzeichen bekannt gegeben werden. ** Ein Obstmarkt der Kreisstt^aßenver- waltung Gießen ist dieser Tage in den Kellern des Kreisamtsgebäudes eröffnet worden. Die Leitung des Marktes liegt in den Händen des Kreisobstbautechnikers He- berer, der die Früchte in einzelnen Abteilungen zur Schau gestellt hat. Das Obst ist in zwei'Sortierungen ausgeleseu, die erste Sorte umfaßt die am besten entwickelten Früchte, die Preise stellen sich auf 15 bis 18 Mk. für den Zentner, während 1911 der Zentner 16 bis 20 Mk. kostete. Die zweite Sorte enthält die Früchte, die in ihrem Aussehen nicht so sehr in die Augen fallen und kleiner geblieben sind, hier kostet der Zentner 9 bis 10 Mk. Die Abnehmer sind mit der Einrichtung außerordentlich zufrieden, weil man von jeder Sorte haben kann und sicher ist, daß man auch gute Früchte und nicht minderwertiges Obst für Tafelobst kauft. Von den vielen Sorten find die hauptsächlichsten: Goldparmäne, Landsberger, Bohnapsel, Kasseler, Stettiner, Bos- kopp, gelber Edelapsel und Herberts Reinette. Die Hälfte ber gesamten ObstmenHe liefert bie altbewährte, ertragreiche Wintergolbparmrme, deren Anbau sich für unsere Gegend sehr empftehlt. Die Preise für die einzelnen Sorten sind folgende: Goldparmäne 1. Sorte ber Zentner 16 Mk., 2. Sorte 9 Mk., Herberts Reinette 1. Sorte 18 Mk., 2. Sorte 10 Mk., gelber Edelapfel 1. «Sorte 18 Mk., 2. Sorte 10 Mk., nur in einer Sorte werden verkauft der Zentner Landsberger zu 16 Mk., Moldauer 12 Mk., Bohnapfel 12 Mark, Stettiner 12 Mk., Christinch en 12 Mk, jOberdicks Reinette 15 Mk., Prinzenavfel 15 Ah, Rosenapsel 12 Mk., Muskan 15 Mk., Kasseler 15 Mk, von Blenheim 16 Mk., Streifling 12 Mk., Champagner Reinette 12 Mk., gelber Richard 15 Mk., Krummstiel 12 Mk., graue französische 1 Den ^^eister Ak' jt. ii6be”2 L ,e 1 die & MA W °-Ä7H ■w letzten ^ahr 5 » wepE *!■ \jn der stillere« l)e nidyt einschlasen Kchen PÄlemc uur ^d im Hotel Schuh voller Redner be« Verein wird, wie rertZaison in Veröde Werke zur Aus. "Die Nonnen": Leitung von Pro- ,Missa 'sollem- unter Leitung von „Requiem"; fr. des Palmenaartens autmann. Die an. ergäbe dieser Werke wünschenswert er- erlaubt sich daher, >erren, welche diesen , zum Antritt ein- 8 Mark, wovon bei ingen des Konzert« werden. Neuanir.est täglich (außer Mitt« 1 in seiner Wohnung den in der Universi, echt. Man schreibt das die Zukunft dec mtyigung einiger« £ro§ btt Mhe ftcherungch'ft'chk/M hten und Pflichten, ern? ist nicht ganz einzelner Kategorien nicht dem Verficht« klar darüber, ob t3 eten, außerdem gibt zuverlässige Angaben Gießen deö Vereins enn Dr. Cahn von it durch eingehender .fähigt ist, alle noch indmsse zu beseitigen, n Betracht kommenden Zweifel über die Be« Gesetzes herrschen, m den Vortrag deS Herrn Egen «WA d di-.Mw-« Vebrhahn von unserm «r bantba® * SS—«? '^VberenPav- wb sLkÄ s*aut*17sdxu Ag-M nnlt^ m3«““’ $t P.’iey iw«« «t r-E^nichts- teitt hi« iE 86"eSrrt«n ■ft, t>?B Tnfetobft faaf- bst («'JE- * rtÄÄ.*; , Reinette- . crtrag e M'Älü'c unser- «lnbau ill? J[nen ®°r Sr die eng' gentn1 nnette - ^,2.^ l&^Lft der #j?i2 i verkEKohn«, «Ss?s| '-Ä“ä $»*?$* 1711 DVio Frau Postdirektor F. Schmitz. Unterröcke in SäÄv«3-Ä 1 SalOfflOO 4 Cie. 1918 1911 1910 1909 1627 1627 1800 1873 Schweine 6659 t044 5713 5720 6)63 Freunde zuzufübren. Bad-Wildungen, den 5. Dez. 191L Cingciandt (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen. Eine leichtsinnige Wette. In der vergangenen Woche wettete der die Arbeiten an der Stadtkirche aus- ührcndc Weißbindcrmeistcr, daß er außen am Gerüst aus den Stadtkirchturm klettern werde. Der Mann führte dieses Vorhaben auch aus und verdiente damit für eine Wirtshausgesellschaft ein Frühstück. Allzuhoch hat er demnach sein Leben nicht cm- geschätzt. Letzte Uacbricbkn« Das Ausbleiben der Antwort an die Großmächte. :/: Konstantinopel, 14. Okt. (Priv.-Tel.) In Regierungskreisen ist man infolge des Ausbleibens' der Antwortnote der Balkan st aaten auf die Rote der Großmächte der Ansicht, daß. zwischen den vier verbündeten Balkanstaaten keine vö llige Ueberein- timmung besteht. Namentlich glaubt man, daß Griechen l a n d mit den Plänen Bulgariens und Serbiens wicht ganz übereinstimmt. Die türkische Feldarmee wird in fieren selbständiger! Armeekorps unter einem gemeinschaft« lichen Oberbefehlshaber operieren.^ Die Haltung Rumäniens. :/: Bukarest, 14. Okt. (Priv.-Tel.) Die Nachricht, daß Rumänien mobil mache, ist falsch. Die rumänische Regierung will strengste Neutralität beobachten und nur dann davon äbgehen, wenn die rumänischen Interessen bedroht werden. Gericbtssaal. New York, 12. Okt. Im Prozeß gegen den Polizei- leutnanl Becker wurde heute der Spieler Rose als Zeuge, v er- nommen Er schilderte die Beziehungen Beckers zu dem «Piel« Höllenbesitzer Rosenthal und legte dar, wie der Mord geplant und der Taler gewonnen worden ist. Becker habe die Beseitigung Rosenthals immer wieder gefordert und se, schließlich, als sich die Ausführung der Tat verzögerte, wütend geworden, xie Aussage des Zeugen, der eine genaue Darstellung der Tat gab, machte auf die im ‘ Saale Anwesenden einen tiefen Eindruck. Becker saß in Schweiß gebadet auf der Anklagebank. Unter anderem jagte der Zeuge, Becker habe erklärt, er würde der Leiche Rosenthals auf der Polizeistation die Zunge ausschneiden, wenn der Tistrikts- auwalt nicht anwesend wäre. Nniversitäts-Nackrichten. Hk. Geheimer Rat Prof. Dr. Leo Ko en i g s b er g er, der bekannte Heidelberger Mathematiker, vollendet am 15. Okt. das 75. Lebensjahr. Der Gelehrte ist u. a. Tr. Phil, der Universität Christiania.__ Cuitidn im l>rt. Weshalb bürgert fick der Hannover« Grudeherd überall ein? Tic Antwort ist ganz einfach, weil in jedem Haushalt jeden Standes nur dieser Herd alles hält, was er verlvricht. So wird geschrieben: t Mil Ihrem Grudeherd bin ich ganz auizerordenllich zu« irieben wie ich'S nie für möglich gehalten hätte. Jetzt begreife ich manchmal nicht wie ich überhaupt ohne einen Grudeherd fertig geworden bin. Ich habe schon Kuchen gebacken, Gänse gebraten, alles gelingt egal vorzüglich. Sogar der große Steffel mit Wäsche kam in ganz kurzer Zeit ins Kochen. Bin Ihnen von -Herzen dankbar, daß Sie den -Hannovera Grudeherd hier eingeführt haben, und werde mir redliche iv.ühe geben, dieser wirklich guten Sache -Schlitz, 13. Okt. Ein 20jährigc6 Dienstmädchen Hütte in dem Hause ihrer Dienstherrschaft hier heimlich geboten und daS neugeborene Kind bei Seite geschafft. Durch das auffallende Benehmen des Dienstmädchens schöpfte man Verdacht und benachrichtigte die Gendarmerie. Diese fand daS Kind in der Abortgrube. Ob dasselbe nach der Geburt gelebt Hot, wird die Untersuchung ergeben. DaS Dienstmädchen wurde verhaftet. Kreis Friedberg. I^Bad - Nauheim, 13. Olt. Gestern erschienen z w ö ls französische Aerzte in unserem Badeorte; ftc besuchten unter Leitung von Beamten sämtliche hiesige Badeanstalten und sonstige Betriebe. Die Herren hielten dann eine Konferenz ab und kamen mit den hiesigen Badebeamten und Olerztcn zu einem gemütlichen Beisammensein im Kurhausc zusammen. Tie Aerzte bleiben heute noch hier. *-△ Butzbach, 13. Okt. Die Hauptversammlung desGesamltaunusklubs tagte heute unter ungemein starker Beteiligung. Unser Städtchen hatte reichen Flaggenschmuck angelegt Man schätzt die Zahl der Gäste auf mindestens 600—<00, waren doch allein aus dem Frankfurter Stammklub an 400 Personen eingetroffen. Ihr Sonderzug kam um Vr9 Uhr in Osthnm au Auch über 200 Klubmitglieder aus den übrigen Zweigveremen fanden sich hier ein. Tie Wanderung ging über Ostheim, Doch- Weisel narb dem Hausberg und dem Zipfen. Hier mar Empfang durch bie Butzbacher Klubbrüder, bereit Vorsitzender, Hauptlehrer Storch, die Ernste in l>erzlichen Worten begrüßte. L-en Wtll- kommen boten Elwre von Mädchen. Unter Vorantritt einer Musik- rnm-lle nina es bann nach Butzbach zur Hauptversammlung, die in der Turnhalle tagte. Präsident P. Ki t t el - Frankfurt der Vorsitzende des bie*igelt Verkehrs- und Wandervereins, vauptlehrer Storch und Bürgermeister Flach entboten Willkommengrüße. Namens' der Behörden sprach Kreisrat S ch l iep h a ke-Friedberg Aus den Verhandlungen, die sich sehr glatt abwickelten, ging beroor daß der Hauptveretn über 5600 Mitglieder zählt, wovon auf Frankfurt allein rund 2000 entfal^n. Tie Zahl der Zweig- vereine beträgt 48. In dem Voranschlag für 1912/13 wurden die vorgesehenen Beträge für Errichtung von Studenten- und SckKlerherbergen, für neue Wege, Wegmarkierung, Schutzhutten usm. genehmigt. Tie Hauptversammlung mr 1913 erhielt, Hofheim im Taunus. Tas Festesten fand um 3 Uhr im Heimchen Hof statt Um 5 Uhr war önentltche ireicr tm oaale des Heimchen Hofes, der die Gäste nicht alle zu fassen vermocht^ öaul)tlebrer Storch hatte ein Festspiel verfaßt, das den deutschen Wald. ver- herrlickste und von Mädchen dargestellt wurde. Tie Zusteller und der Verfasser, der bcrDorgmiren wurde, ernteten lebhasten Beisall Präsident P. Kittel-^ranksurt dankte den Butzbachem für ihre Darbietungen und brachte ein Frischauf am bie stabt aus. Unter Leitung des Pfarrers Loos besichttgten zahlreiche Taumden Fernfahrt der ,L>anfcst. Gotha, 13. Okt. Das Luftschiff „Hansa", das uM 8 Uhr 33 Min. mit 14 Personen in Hamburg aufgestiegen war, erschien um 3 Uhr 20 Min. aus nordöstlicher Richtung über der Stadt und landete nach einer 6Mitz langen Schlaf «Fahrt m mastiger Höhe um 3.45 Uhr vor dem Luftschstshafen. Das Luttschin hatte kurz vor 12 Uhr in Braunschweig eine Zwischenlandung dorgenornmen, während der sich das Herzogspaar Johann Albrecht von Mecklenburg mit Gefolge an Bord begaben, um an der weiteren Fahrt teilzunehmen. * Friedrichshafen, 13. Okt. Das M arineluftschisf „L I" ist heute vormittag 8.35 Uhr zu der großen Fahrt, die 30 bis 40 Stunden dauern soll, aufgestiegen. Die Reise wird in der Richtung nach Hamburg gehen und soll m Johannisthal enden. Die Führung des Luftschiffes hat Graf Zeppelin selbst übernommen. An Bord befindet sich, die vollständige Manne- kommission. Insgesamt trägt das Luftschiff 21 Personen Al e radiotelegraphischen Stationen des Deutschen Reiches sind beule in Tätigkeit und bleiben mit der drahtlosen Telegraphie des Luftschiffes in Verbindung. Beim Ausftieg herrschte dichter Nebel, in dem das Luftschiff alsbald verschwand Budapest, 13. Oft. Ter ungarische Flieger Alexander Takaes stürzte heute früh auf dem N a k o f e r Flugfelbe ab und >var f o f o r t tot. hilft. fiat geholfen, wird helfe» in allen Fällen, wo Sie von Rheuma. Hexenschuss, Zahn« und Koplweh, Rücken- und Magen schmerzen geplagt sind. Amol Ist auch ein universelles Tollcttcmlttel. Amol stärkt, erquickt, erfrischt, belebt! Anerkannt und empfohlen von hervorragenden Aerztcn. Preis ä Flasche __ 75 PL, 125 M„ 2 M. — Amol-Versand, Hamburg. Zu haben in allen Apotheken u. Drogerien« VÜHertlfch. — E i n Wegweiser durch die Reich-persiche- rungsordnung, herausgegebcn von,der Landesverficherun'gs- anstalt Großherzogtlim Hessen, lieber unsere soziale Veriicherimgs- gesetzgebung, ihre Einrichtungen und Hilfsmittel sind die Versicherten und vielfach auch dte Persönlichkeiten, die beruflich ober infolge freiwilliger Tätigkeit in der sozialen Fürsorge arbeiten, nickst genügeiid unterrichtet. Um den interemertrn Kreisen, vor allem auch ben Aerzten, Geistlichen und Lehrern die Kenntnis des Gesetzes zu erleichtern und damit die Wirkung der Gesetzgebung fruchtbarer zu gestalten, bat der Vorstand der Landes- Versicherungsanstalt Großh. Hessen sich ent,chlossen, einen Wegweiser durch die neu in >kraft getretene Relchsversicherungsord- nung herauszugebcn. Dieser Wegweiser, der im LtaatSverlag erschienen ist, bringt eine gedrängte Zusammenstellung der wichtigsten Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung Orranrcn-, Uiifall-, Invaliden' und Hinterbliebenen Versickerung s und schliesst daran eine Uebersicht über die von der Lanbesversicherungsanstalt geschaffenen ober von ihr unterstützten hessischen WodlsahrtS- cinrictitungcn und Woblfabrtsbestrebungen. Gerade dieser letztere Teil des Wegweisers dürste mancherlei Interesse erregen unb einem Bedürfnis entgege"kommen, denn er gibt bie Grundsätze bekannt, die die Landesi>ersicherungöanstalt bei Ucbernafanie unb Turdirübrung eines HeilverfabrenS beobachtet, er verbreitet sich über die Tuberkulosefürsorge mit ihren Einrichtungen rote Fürsorgestellen. Jnvalidenheime usw. er unterrichtet über die Bekainpfung des AlkoholiSmuS, über DobnungSnlrsorge, über Mutter- und Läuglingsfürsorge und über Mrübpelfüriorgc. Als Einlagen sind in dem Wegweiser zum Schlüsse noch abgedruckt das Tuderkulose- und das Alkoholmerkblatt des Reichsgesilndheitsamts, daSRierk- blatt des Ernst-Ltidroig-Pcreins über gutes und gesundes Wohnen, sowie 2 SäuglingsmerkblLtter, das eine beraudgegeben von der Hessischen Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge, das andere bearbeitet von der Reichs-Zentrale in Berlin. Das 104 ©eiten starke, mit einem ausführlichen Sachregister versehene Buchlem kostet im Einzelverkauf 60 Psg, bei Abnahme von mehr als 50 Stück 50 Psg. Ter Preis ist so niedrig rote möglich gehalten, und es kann somst den Versicherten wie auch den Aerzten, Geistlichen, Lehrern usw. nur empfohlen werden, den zuverlässigen belehrenden Wegweiser, der dem Laien die Uebersicht üder die umfangreiche Reichsversicherungsordnung wesentlich erleichtert, M 1 r,tCc rNaturarz t", 40. Jahrg., Nr. 10 (Auflage 160 000). Redaktion: Dr. med. Schönenberger und W Siegert. ,Exped.: Berlin SW. 11. — Aus dem Inhalt: Prof. Dr meag honat ist eine Postkutsckic von einer Meersturzwelle überrascht und fort- geschwemmt worden. Von den zwölf Personen, die sich in dem Postwagen befanden, sind zehn ertrunken. Am Samstag um 11 Uhr abends wurde in Tiflis em heftiges Erdbeben verspürt. Aus verschiedenen Orten werden Beschädigungen gemeldet. Inder in der Nähe der Stadt gelegenen Sommerfrische B o r s h o l m ist ein G a st h a u s e i n - 9 C Witter Kohlengrube bei Northsvell (Australiens sind durch einen Brand auf 230 Meter Tiefe 90 Bergleute ab- geschl offen. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Tienstag, den 15. Okt. 1912 : Vielfach trüb, stellenweise leichte Regenfälle, mild, südwestliche Winde. 1908 Wenn man die Zahlen miteinander vergleicht, so hat nach der Stückzahl der geschlachteten Tiere der Konsum an Fleisch trotz der außergewöhnlich hohen Fleischpreise nicht abgenommen, denn nms an Großvieh und Kalbern 1012 weniger geschlachtet wurde, ist an Schweinen mehr geschlachtet worden. Trotz dieser Statistik wird aber ans den ztzopf der Bevölkerung der Verbrauch tm letzten Jahre niedriger einzuschätzen sein, weil das durchschnittliche Schlachtgewicht des Großviehs und der Schweine erheblich geringer war als früher. Als Folge der vorzüglichen Futter^ ernte ist bemerkenswert, daß im September d. I. die we nrgsten Kälber innerhalb von fünf Jahren zur Schlachtung kamen. Während sonst fast stets oOO Kalber geschlachtet wurden, mit Ausnahme des September 1910 wo es nur 460 Tiere ausmachte, ist im vorigen Monat bie Zahl aus 374 heruntergegangen. Der Landwirt verkauft jetzt trotz der hohen Preise für Kälber die Tiere nicht, weil es bei dem Futtersegen lohnender ist, die Tiere für Mast- und Zuchtzwecke heranzuziehen. , . . , •• Sein 2 5j ä hrigeS Dlenstsubilaum feiert heute 2800 ca. 1OOO Angestellte. Gäste willkommen. ■ DM/i Gcoßen-Buseck, den 14. Oktober 1912. 6874 15. Oktober 1912, Die Beerdigung findet Dienstag, den nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Zeilstraße 50 anS statt. Fritz Rosenbanm Löwcugaffc 20 Telephon 692. Du musst mit Freie Aussprache. 10 Lettin. AtSgeimbcpmin. Erdöl Veui xjflr- Eintritt frei D-Vm Ortsgruppe öcö Arms für FrsmslimrE. Spazier 71/, Uhr. D*/e ^tiucrf in den Proben einsinden zu wollen. IV«/» Nähmaschinen i Der Gesamtauflage der heutigen Nummer ist ein Flugblatt über Grudekoks und Grudeofen beigelegt. D“/lfc i k Der Vorsitzende: D. Schlosser. Hinterbliebenen: Arnold Velloff Rechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentncltlicfj Rat und Auskunft inNtchtSangelegenhciten im alten RalhauSMarktplatz 14 Mittwoch nach- mittags von 6'/«—8 Uhr. und Färberei Hugo Luckner (Inh. Gebr. Rover), Leipzig ehern. Waschanstalten. Der Diriaent: Pros. G. T rautmann. Die tieftrauernden Familie Familie Gmpfcblc von heute ab ,eM1 täglich nachmitlagS^UHr frische Brötchen Wiener tircintmcferci, Willy vvelters,.>ranks.Str.27 Allg. Deutsch. Frauenverein Ortsgruppe Gienen. Älusknnftstelle für Frauenberufe. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich:Rai und Auskunst für alle Berufe imaltenAathauS, Markivlatz 14, Dienstag nachmittags von 6'/, bis Die heutige letz amditytagey wurde des früheren Unters ^"berding. H •vtriinj über die U, . ,. besonder uad fein Inhalt, i GlObUS- Putz. Extrakt der sparsame Metallpute, DM, Ifi.Ottoörr, sbcnds 9 Uhr, im Hotel LGtz Ocssenttichcr Pottrag von Herrn Dr. Cahn, Frankfurt a. M.: Die Angestellten-Versicherunq selbst zu -sehen, wie schnell meine alten spröden Stiefel in neuer Geschmeidigkeit erstrahlen nach der ersten Behandlung mit Rheumatische Schmerzen.Reissen Hexenschuss, 'n •po'hehen Flasche M 1,20.' Eine Diebskomödie in 4 Akten a"/» von Gerharr Hauptmann. Ende nach 10 Uhr. Hotel Schütz Vortrag poit Lehrer Kinkel-Langen über QiettattLiMias Montag, den 14. Oktober 1912, um 81/, Uhr, int Hotel Großherzog: Generalversammlung. Tagesordnung': 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Wahl deS Vorstandes. 4. Aussprache über die politische Lage. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird dringend gebeten. Ter Borstand. I. A.: Körte. Mi! Behr. Rover,Gi“- sbj Chea. Reinigen and Färben von Damen-, Herren- a. Kinder-Kleidern, Vorhängen, Decken, Fellen, Spitzen, Handschuhen etc. etc. PcWtlge feinste aus frischen Zufuhren 3 Ltück 20 Psg. vcr Kiste 96 Stück 2.20 Mk. Ckbrüdtr Berdur, Babnbosftrafrc 27. A“, Fernsprecher 231. Sladllhealer Cieta Direkt.: Hermann Steingoetter TicnStag, d. lS.Okt.lSl2, abends 8 Uhr: 3. Dienötag'Abonn.-Borstell. Gewöhnliche Preise. Todes-Anzeige Freunden, Verwandten imt> Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern früh 2l/2 Uhr mein innigslgeliebter, unver- geßlicher Gatte, unser lieber treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Konrad Arnold V Treschmaschincnbesitzer nach kurzen, aber schweren Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Herren mit trockenem, sprödem oder dünnem Haar, das zu Haarausfall, Juckreiz und Kopf* schuppen neigt, fei folgendes bewährte und billige Rezept zur Pflege des Haares empfohlen: Wö- chentlich2maliges gründliches Waschen mit Xncke*Htoiiv binicrtcmKrlinter-Sham- poon «Pak. 20Pf.», möglichst tägliches kräftiges Einreibcn mit Zuckcr’t» Ortginal- Kräuter - llaarwaNtter tFl. 1-251, außerdem regel- mäßiges Massieren der Kopfhaut mitZurker's Svezial- kräiiler llaarnilhrlcit tDofetiOPf.l. Großartige Wir- kung,vonTausenden bestätigt. 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A.: Lotz. Großh. Hausverwalter. BH/io Ur. 242 r;' " L für W erfdl*' Die Proben begannen nm 1. Oktober und werden jeden 1 ienStag, abends 8 Uhr, im Tlohanncssaal gehalten. Es tu in Aussicht genommen zu Weihnachten das Oratorium von Hcrzogeuberg: „Tic Geburt C* brifti“ wieder einmal zur Auffllhrung zu bringen. Dazu bedarf eS aber der kräftigen Unterstützung nicht nur seitens der bisherigen Mitglieder, sondern auch aus weiteren Sirenen der Gemeinde, und cs ergeht daher an stimmbegabte u. musikalisch gebildeteGemcitideglieder die herzliche und dringendeBittc, sich zur Mitwirkung bereit erklären und sich zu diesem ' p-li qjlitwirln’l * gn in« "°E ser Haikd der, mtb bah" fnj ■" ftiinfifl "och Rahlen smd- « Mß sih die M stelle, und von ve arbeit im auch möM über »iillionei'. Sngep vtänner Angestellten M » urqaniiatien ‘ set SaMiaus folgenden SeisiM - ib( bet Ängellellte ijatb notwench ist, qanifationen, sende! rufe an der Sertre Lhnc solche Zus ohne die Nitarbeit 1-dt der Ausbau des ,-s müßten die meij b -n Angestellte ge Verwaltungsbehörde Lchtiltrn: Me au§ Dresi nicht mehr an ein 1 i o r in. Die' Ge )cr Mehrheit der ; Deputation sind so riehr zu denke mtgcgen ihrer ursp trnfcssionellen Sd)i Üegicrung offenbar :urf) noch in anben isolgm werde,- sie y'rjdjtigen ftel/en g ciiträge der liberaler 'nndweg-obgelehnt. >_ic ^chmrngsvorlal LetickirrstaUns aus o daß hier eine Lü bei der tbcratung d .demokratischer Anti Dom llieligionsunte Sic Negierungsvor Xeucnweß 46 Eigene Rpparaturwerk- statte Zubehörteile stets auf Lager Hausfrauen! Am 14., 15., 16. Oktober, nachm. ab 4 Uhr, findet in Gießen im Hotel Einhorn Koshvortrag über die wdtberShmten KantfoVera-Grudeherde statt! Ihr Kohlen- oder Gasherd arbeitet zu teuer, lanjro nicht so gut! 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Führungen deö Herrn Vollbehr sind vorgesehen. Topncrstiig, 17. Lktobcr, uöenöö S’MUt pünktlich, in der großen UniperfiM-Anln: I. öffentlicher Vortrag Herr Dr. Ernst Fäckh, Berlin „3m tiirHbchcn Xriegs- Ugtr durch Älhamen“ Mit Lichtbildern. v,t/10 Eintrittskarten sind zu 1 Mk. abends an der Kaffe zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. Garderobe ist abzugeben, Gebühr 10 Pfg. Zu dieser Versammlung laden wir alle Prioat- angestellten, Dainen wie Herren, freundlichst ein. Der Wahl-MsiW kr „Freien Vereinigung". Gänzlicher Ausverkauf .w* nur noch einige Tage in Damen wüsche, Bettwäsche, Taschen-, Ifand- n.Tischtüchern, Stickereien.Spitzen,Gard inen Große Auswahl in Schürzen und Kragen zu Spottpreisen, Taftbänder enorm billig. 0884 Lindenplatz 7 Wallach Lindenplatz 7 nehge eise ««« fiefeut roorben ff «n Rai 'r-n das Glück htti ’A "och deutlich, “5 bochraqend im "Ä 9°ni ohne 311h '?tttoorbe" b! udauibautcn onqct «ÄSl SÄi'l । mön euien G N-Y . nnb üeb,: ?" 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