‘Sim 9lr. 112 16S. Jahrgang Montag, 13. Mai 1912 trfcfcetnf tiflltd) mN Hugnobme btl Sonnftigi. a • a <> a a AA RolottonSbrud unfc vertag bei Br üdllchra “ i Ä y. >' - a /V f j jS^ Ä>Ü LU AW Unwersitäi« - Buch- unb Ctembnicfecti. £»e ..Siebener LamllienbläNer- rocrbcn dem E Bf S 8^ J 8 Bf g / S Eft 6 ä B Bf* H St. Lang«, «leben. ,einjctflCTe viermal wöchentlich beiqelegt. bal B &, Bu, jjL B 'X £ «LÄ -------- „Kreiiblat? ffir den Kreis Stetzen" zweimal MU Redaktion, Cypebllton unb Druckerei: Schul» wöchentlich. Die „Lonbwtrtschaflltchev 6ttt- <— ■ *< • />♦ 5 <_ ee UraBe 7. (fcipebihon unb Verlag: e^bL ttagen" «icheuieu monatlich zweimal. ©CltCrOl5Anzerger sur GveryMn Redaktion: e^SIIL. LeU-Adr^ AitzetgerlLicbew kert itrasse' T=kpho„W 3018 mit dem VolkSbcer im besten Sinne des Wortes. ES wurde Kann er sich nicht einverstanden er- verschärft, nur mild Pf. Pf. 3 MtuGrl mili den rt. I sehr eM. iöopolto’ W •' jeijtö® ie sei en int M rt rm" a,s/5 17, und spricht über den Fall der Oschatzer Ulanen bei vorjährigen sächsischen Manövern. Kriegsminister Frhr. v. Heeringeo Hinsichtlich der Kricgervereinc kann ich meine gestrigen An- leule zu Saal, und Erntezeiten nicht zu Hebungen eingezogen werden. Dieselben Forderungen stellt eine Resolution T r. De r- n e r (Gießen, Wirtsch. Vgg.). Sie tritt ferner dafür ein, daß Manöver- und Quartierlasten gleichmäßiger verteilt werden. Abg. Dr. Trendel (Zentr.): fordert unter Hinweis auf die schärferen Bestimmungen im Auslande strengere Strafen gegen die Spionage. Die Festungshaft ist zu milde. Bei der Abschätzung der Flurschäden und auf den Truppenübungsplätzen ist das Aufgebot der Offiziere zu groß. Abg. Held (Natl.) imen"Garderobei ltle Sten Sitz, 1903 eine Rufammenftcüunfl von 11 Standorten veranstaltet. ES bandelte sich um 321 Offiziere, von denen nur 36 Offiziere 15 und mehr Jabre in den kleinen Garnisonen waren, während alle erheb- lich kürzere Zeit, 97 sogar nur 5 und weniger Fabre. Lllzuvicle Versetzungen können wir aber auch nicht eintretcn lassen, sonst werfen wir die Lfiziere zu sehr durcheinander und schassen dienstliche Schwierigkeiten. F teien ll.laubs reisen ste t der Rric j Minister sehr wohlwollendeir Herzen» gegenüber. Auch w,r sehen durchaus ein, daß der Zusammenhang mit der Heimat aufrecht erhalten werden muß. Aber das ist eine Finanz- frage, und zwar eine recht teure. Wenn wir den Mann auch nur einmal im Jahre reisen lassen, so lostet daö 8 Millionen. D i e RechtSbeständigkert b : r Ehrengerichte ist in frühe- ren Jahren von Herrn Müller-Meiningen und Gröber und früher auch Bachem ausdrücklich anerkannt worden. Daran kann nicht gerüttelt werden. Nickt das Militärkalünett entscheidet hier nach Willkür, sondern der Allerhöchste Kriegsherr selbst. Die Ossizierkorp» sind die Maßgebenden dabei, und anck sie entscheiden nicht nach Willkür, sondern auf Grund langjähriger befeftigter Tradition Der Spruch des Ehrengerichts muß vom Kaiser Bc- ftätiflunq finden, und niemals kommt es vor, daß der Kaiser ihn Soldalenschinder eingreifen, so könnte dem wohl ein Ende gemacht werden. Der Redner bringt Fälle vor, in denen ec Mißhandlungen behauptet, u. a. im Sächsischen Ulanenregiment Rr. *--- ---- spricht-über die Kriegervereine. Die Stellungnahme de» Abg. Sckulenburg bei der Präsidentenwahl ist in einem Vereine einer abfälligen Kritik unterzogen worden. Die RcickStagSabgeorb- neten wissen selbst, was sie zu tun haben. Ter Kriegsminister muß den Äriegervereinen einmal den Standpunkt klar macken. Es darf keine Bevorzugung der adligen Herren in der Weise stattfin- den, daß sie die besten Garnisonen bekommen; da» verträgt sich nicht mit dem BolkSheer im besten Sinne des Wortes. Es wurde über die häufige Versetzung der Offiziere geklagt; ich habe die ent- gegengesetzten Erfahrungen gemacht Bekannte von mir, die als -junge Leutnants nach dem Elsaß gekommen sind, sind heute als Majore noch dort. - Hier muß ein gerechter Ausgleich stattfinden. Portoerleichterungen sollten den Soldaten gewährt werden. Bei den großen Entfernungen, die vielfach zwischen Garnison und Heimat bestehen, müfler die Soldaten mindestens einmal im 3 aJj r e freie Fahrt in die Heimat haben. Tic Offiziere müsien auch Urlaub in der Garnison bekommen können; jetzt ist cS ihnen nur gestattet, den Urlaub außerhalb ihrer Garnison zu verbringen. Tie Einmütigkeit, mit der gestern die Wchrvorlagen von sämtlichen bürgerlichen Parteien mit Ausnahme der Polen und Welfen angenommen worden sind, legen ein erfreuliches Zeugnis für die Stärke des nationalen Bewußtseins ab. (Beifall.) Abg. v. Kröcher (Kons.): Meiner Aiisichl nach gehören die Kriegervereine gar nickt zum Ressort deS Kriegüminiilers. Im übrigen sind sic ebenso flut Herr im Hause, wie jeder andere. Wenn sic jemand nickt bei sich dulden wollen, so brauchen sie das nicht. (Sehr richtig! rechts, Widerspruch links.) Sie haben das Recht, zu tun und zu lassen, was sie wellen, ebenso gut wie jeder andere in seinem Hause und jeder Verein. Sic wählen ihren Vor- sitzenden ober setzen ihn ab. sic behalten ihre Letite ober sie entfernen sie. Ich bin auch nickt der Ansicht, daß das falsch gewesen sein soll, was die Kriegervereine gegenüber den Herren getan haben, die für einen Sozialdemokraten a l s Präsidenten gestimmt haben. Ich halte das für ein ausgezeichnetes Benehmen unb hoffe, daß alle Krieger vereine im ganzen Deutschen Reiche sich borkommendcn falls cbettso benehmen werden. (Lebhafter Beifall rechts, heftiger Widerspruch links.) Bayerischer Generalmajor Wenninger fordert den Abg. Tr. Trendel ans, falls er bei seiner Beschwerde über die zu große Zahl von Offizieren auf den Truppenübungsplätzen den Truppenübungsplatz H a m m e I b u r g gemeint habe, sich an daS hierfür zuständige Forum zu wenden. Abg. Schocpslin (Soz.): Die Militärverwaltung hat kein Recht, Soldaten den Besuch von Versammlungen unb Wirtschaften zu Verbieten. Sic kann das Verbat auch gor nickt durchführen. Tic Kricgecvcrcinc sind politische Vereine. ES kommen noch immer viehische Schindereien und Mißhandlungen vor. Würde man rücksichtslos gegen die f Beste Bitte»1 sind dicv-mAE sehr elait., j),R, G.M. ganze W 4 llnüberlrA * Freistellung fernung v. cforiiun -u «äutei".ngeny^. .< ehe rg “ iotel sturm- •v. Lage iirant osP-frei Gastav L»>t; wT* 6ra"d Prii. ®ro®9 Srlb. oH. ^erDeutsch. e«‘«!lichin Wr. - • Prell Goldene M.-, 1 M’ 8,rohpre»tnk6n^ Unlgcuo, >, 6r»nd Prl,^ "•ItauMtlllunQ Bruiu . I naJHlT Werf Ml ------- Grand Prix —1 Weltausstellung Turin H isch. USD sehe- aleriseb nehmen -arage. ;phon29- MM 's O| S 1 i-vaeitaik- Wori«' otel voE , («tlltc"' tl- gaben nur wiederholen. Ich bin, ob ich mit Len gemachten Vorschlägen einverstanden bin ober nicht, gar nicht in der Lage, gegen sie vorzugehen, sie gehören eben zu einem anderen Ressort. » Soweit die BczirkskornmandoS mit den Äriegervereinen zu tun haben und liier in irgend einer Weise zu weit gehen, wird Remedur eintretcn. In dcm angeführten Fall von Liegnitz wird, wenn er sich bestätigt, das Erforderliche veranlaßt werden. Aus diese Weise darf Politik in die Armee nicht h i n e i n getragen werden. Im Falle Kraatz habe ich ausdrücklich von kirchenpolitischen Vorträgen vor der Militärgemeinde, vor unseren Soldaten gesprochen. Ich kann aber auf die Sacke nickt näher eingehcn, da sie, wie gesagt, dem ReickSmilitärgerickt vorliegt. Bezüglich der dienstlichen Führung zum GottesLienit stehe ich auf einem anderen Standpunkt und bedauere, ihn nicht ändern zu können. Was die OsfizierSasviraten angeht, so stehe ich, wie ich schon :m vorigen Jahre auöfübrte, durchaus auf dem Boden der Verfassung und werde einschrciten, wenn unrecht verfahren wird. Ick kann deshalb nur bitten, die Resolution, die eine Beförderung nach der Tüchtigkeit verlangt, abzulehnen. (Unruhe links.) Ja, meine Herren, das wäre ja d , c sck ä r f st e Kritik die Sie an die Armee richten könnten. Es würde heißen, daß bisher nach anderen Prinzipien verfahren wurde. Wir steten auf dcm Standpunkte, Laß eS.ganz gleichgültig ist, ob der Offizier adelig ober bürgerlich ist. (Unruhe unb Lacken links.) Er muß nur tüchtig sein. Eine Bevorzugung be8 GardekorvS gibt cs tatsächlich nickt (Sehr richtig! rechte-. Lachen links.) Es ist gesagt worden, daß sich nichtadlmc Offiziere dort nicht wohlfühlcn. Tas nt nicht der Fall. Ich könnte gerade das Gegenteil beweisen. Tas wären ja merkwürdige Verhältnisse in unserem Offizierkorps unb würden es in ein trauriges Lickt stellen. Ick kann mich ja h:er mir die Ausführungen ves Abg. Held berufen. Aber mit Schnelligkeit unb Gewalt iäßt sick in solchen Tingen nicktS au-: richten. Sic mürben bic G c - s ch l o s s c n l' c 11 und E in h ertlickkcit des Offizier- korps zerbrechen, und da« kann andere schwere Folgen haben. Wenn ick den Samen Lieber genannt habe, sc geschah cs, weil ick glaubte, der Abg. Gothein hab? es vorher getan. Er bat allerdings nur von einem Arthur L gesprochen. Sonst habe ick lediglich gesagt, daß wir die Aspiranten aus allen Gesellschaftskreisen nehmen, ohne Rücksicht auf Religion und Parte- (Unruhe unb Widerspruch links), aber doch nur aus solchen Klaffen, die dcn Vcrböltniffcn des Offizierkorvs entsprechen. Und darüber müssen wir uns ein Urteil Vorbehalten. Tic Grenzgarnisonen schaffen schwierige Verhältnisse für die Armee unb cS wäre ein öfterer Wechsel der Offiziere wünschenswert. Aber das geschieht auch schon. Ich Hab- StemW ^jnl kc SS- gjlagbebuto^ klären, so gib» er dcn Spruch zurück, und ein anderes Ehrengericht lliuß sprechen. DaS ist aber eine so große Ausnahme, nur bei ganz absolut großen Verstoßen, daß man sagen kann, cS ist kaum vorhan- den. Auch wahrend des cdrcngerichtlicken Verfahrens steht c8 jet-em frei, auf seine Uniform zu verzichten, aber nur wenn er reine Wäsche Hal, genehmigt eS der Kaiser. Die B u r s ch e n g e st e l l u n g ist gewiß eine Schwierigkeit für die Armee. Wünschenswert märe eS, wenn wir den kommandierten Leutnants usw. überhaupt keinen Burschen nut geben könnten, aber das ist in erster Linie eine Geldfrage. Ohne Bedienung können wir sie nickt lassen. Man hat daran gedacht, die Burschen zu kasernieren, Gcldentschädigung zu geben, aber alles da? hat ein derartiges Aber hinter sick. daß wir davon abstchcn mußten. Trotzdem wird dauernd daran gearbeitet, eine solche Möglichkeit z» finden. DaS Turnen — da bin ich mit Herrn Müllcr-Mciningeii einverstanden und habe mich auch persönlich mit ihm darüber ausgesprochen — ist eine wichtige militärische Sache, eine Vorbildung für die Erfüllung der Pflichten, die dcm Mann innerhalb der aktiven Tienstzcit zukommeu, aber dock nicht so ganz ausschließlich. ES ist dock nickt jeder Turner ein geborener Vorgesetzter, ein ausgezeichneter Schutze; bal er Anwartschaft, gut, so wird er sick selbst durchsetzen. Tiefer Leute aber, die sich in der Truppe besondere aiiSzeickncn. bedürfen wir dock als Lehrer, als Anwärter, als Unteroffiziere. Wir lÖnnen Sie deshalb nicht nach Hause schicken. Daher bebaute ich aus militärischen Gründen eine Er« leichter u n g hinsichtlich der Dienstzeit nickt in Aussicht stellen zu können; ich will überlegen, ob vielleicht hinsichtlich der A u s w a h l b e r ® a r n i f o u c n sich clwaS macken läßt, aber auch bas hat Schwierigkeiten, denn bic Freiwilligen geben ja zu ben Truppenteilen, zu denen sic Bezichungen haben, ber Vater bringt seinen Sohn in sein altcö Regiment, lind diesen Zusammenhang gibt es hier nicht. ES ist nicht richtig, daß die Dien st tauglich Teil der Mannschaften abgenommen bat. Augenblicklich entlassen wir -1,1 Prozent von den Eingestellten als dienstuntauglich, darin stecken aber Unlerl- >l>S- brüche, Ohrenkrankheiten usw., bei denen ohnedies Untaugllchkcit vorhanden wäre, die also zugunsten der Turnerei nicht m Frage kommen. Was daS Verbot der Säle anlangt, fo sind die gleichen Gesichtspunkte, die ben Sächsischen KricgSminister bestimmt haben, zu seinem Erlaß an bic kommandierenden Generäle, auch zu einem Erlaß an die preußischen Kommando? maßgebend gcwcscii. Tie Ausführung dieser Sache aber haben die kommandierenden Generäle bezw. die Garnisonältesten selbst in der Hand, denn sie sind verantwortlich für bic Disziplin ihrer Truppe. Tie Sol- bat enmifebau Ölungen haben erfreulicherweise auch im vergangenen Jahr mieber ab genommen; es sinb 0,30 Pro- ?ent der Offiziere unb Unteroffiziere bestraft worden, bas ist ein Tritlel von bem Prozentsatz von 1896. Tas gebt von Fahr zu Jahr herunter. Ich habe schon im vorigen Fahr gesagt, wie wir die Kontrolle handhaben. Ter Kaiser schreitet energisch bei jeder Mißhandlung ein. Unb übrigens: Unser R e k r u l e n m a t e - rial i st wahrhaftig nicht besser geworden (Hort' Hört!), und wir bekommen unsere Rekruten reckt auf gehetzt (Lärm b. d. Soz., Hört! Hört!). Unb unter ein gewisses Minimum geht es nichl; denn die Vorgesetzten sind eben keine Engel, sondern sic sind temperamentvolle Männer von energischem Charakter, unb daß da auch Ausschreitungen vor- kcmmcn, ist natürlich (Unruhe b. b. Soz.). Wogegen ick nur kämpfe, das ist das, daß man solche Fälle immer vcr- allgemeiner! (Sehr wahr), daß man daraus auf die Armee schließt. Ich habe Ihnen vor einigen Jahren schon gesagt, wie unsere Leute draußen auSgehaltcn haben, als mit in den afrikanischen Kämpfen beweisen konnten, daß der alte Geist noch in uns st eckt. (Lebhaft.'r Beifall.) Im Frieden ist es sehr schwer, einen derartigen Beweis zu liefern. Gegenüber den dunklen Punkten muß man auch an die Lichtpunkte erinnern. Fragen Sie doch in Oberfchlesien, in Oppeln usw.. wie man dort von den braven Dreiundsechzigern d.'nkl, ate die im, vorigen .Fahre aus ter Wassernot geholfen haben. DaS Kommando, die Unteroffiziere voran, unb bic Maniistlxiftcn, haben Tag und Nackt im Wasser gestanden — fragen Sic dock, wie das Vertrauen zwischen Unteroffizier und Mann gciocfcn ist; fragen Sie dock in Mecklenburg, wie da die Feldartillerie geholfen Hal, Mann unb Vorgesetzter! Fck erwähne das nur. Laß man nicht au? einzelnen dunklen Punkten derartige allgemeine Folgerungen zieht. (Unruhe bei den Soz.) Nicht nur in Teutsckstanb selbst, sondern auch j e n s e i t S d e r G t e n z e. Ta Hai man merkwürdige, komische Vorstellungen von den Verhält- niffen zwischen Mann und Vorgesetzten bei uns. (Sehr richtig!) Ter Teutsckv weiß, was er von feiner Armee zu erwarten hat; aber jenseits der Grenze, wo sie das nicht i'o übersehen, kommen sic auf merkwürdige Ideen als ob die Schlagfertigkeit unserer Armee in Frage steht. TaS ist die bitterernste Folge von dieser Sch m u tz i ge n - W ä sch c - R c i n i g u n g vor aller Welt (Lebhafte Zustimmung^, die wahrhaftig dem Wohle Deutschlands nichl bient. (LebHcntcr Beifall.) 3ä(fn. Militarbevollmächtigter Generalmajor v. Veistdors gibt Aufklärung über den Unfall der sächsischen Ukancnpatrouille. Irgend ein Verschulden der Pairouillenführer lag nicht vor. Abg. Tr. Struve (Dp.): Bedauerlich ist cs, daß der stricgsminist.-r die Beförderung allein nach Ler Tüchtigkeit ablehnt. Wir alle gaben ein Fntcr- esse, daß durch den politischen Streit m den Äriegervereinen nicht irtill alität Ik. 2.25 [746 rstr. 45. hast zur 04126 Mb. Deutscher Reichstag. 60 Sitzun g, Sonnabend, den 11. Mai. Am Tische des BunbeS'-atS: v. Hceringen. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 12 Uhr. Der nHIlfäretat. • (Zweiter Tag.) Rach debatteloser Erledigung des Gebührentarifs zum Kaiser Wilhelmkanal in dritter Lesung wird die allgemeine Besprcchung bcB Militäretals beim Titel .Gehalt deS KriegSmmisterS" fortgesetzt. Abg. Dr. Müller Meiningen (23t).): Die gestrige Verhandlung mußte den Eindruck einer großen Aktion vor dem Ausland machen. (Abg. Sebebour : Hört! Hort!) Ja, nachdem die tcchnifckcn Einzelheiten der Kom- Mission geklärt waren, hatten wir aus diesem Grunde die Vorlage ohne Erörterung anzunehmen. (Unruhe b. d. Soz.) Tie Mängel, die wir an unserem Militärwcsen zu konstatieren haben, konnten wir bei dieser Beratung besprechen. Ich komme auf einige Worte des Kriegsministers zurück. Die Äriegervercinc sollen und dürfen keine politische Stellung einnehmen, in der Tat aber sind sie vollkommen einseitig. DaS BczirkSkommando in Liegnitz hat einen Fragebogen verschickt, in dem eS heißt: Versuchen die Oppositionsparteien Einfluß auf ben Verein zu bekommen? Was in Liegnip unter Oppositionsparteien z,: verstehen ist, wissen wir; es sind die Liberalen. Es kommen da ganz tolle Sacken vor. Ich will gar nicht einmal van der zwangSioeisen Uebcrtünchung eines WirtS- hauSschildeS »Znm alten Zielen", die in einem märkischen Ort angeordnet wurde, sprechen. Der Kriegsminister sagt ja daß bic Äriegerbcreinc a-ck den preußischen Minister des Innern angehen. Zum Fall Kraatz meinte er, kirchenpolitische Vorträge gehörten nicht auf die Kanzel, Hal er etwa bic Predigt gelesen'-' Ick muß baS bezweifeln. DaS ist überhaupt nickt Sacke der Militär- Verwaltung, eine Prebigl zu beurteilen. Es ist doch eine tolle Ge- schichte, daß ber jüngste Leutnant ber preußischen Armee sich als Zensor eines jede- Geistlichen unb selbst eines Hosprcbigerö auf- spielen kann. DaS zeigt die Omnivotenz ber Ä o in ■ manbogewalt in gerad >» zu lächerlicher Form. (Sehr richtig links.) Der ganze Kirchenzwang ist überhaupt ein Unfug. ES ist eine unwürdige Farce, die Leute auf diese Weise in die Kirche zu kommandieren. (Sehr wahr! links.) Diese schablonenhaften und mechanischen Komandicrunacn liegen nicht im Interesse ber Kirche unb sind bedauerlich. Die Gewissensfreiheit muß auch für die Armee. Offiziere und Mannschaften bestehen. Nachgerade heißt eS schon, ein guter Christ kann überhaupt kaum mehr ein deutscher Offizier sein. Wir wollen, daß weder religiöse noch gesellschaftliche Vorrechte bestehen sollen. Aber ein Blick auf die Rangliste erweist das Gegenteil. Ich habe wieder von aktiven Offizieren Material erhalten, daß im GardekorPS im letzten Jahr die Bevorzugung der Adligen eher zugenommen hat. (Hort! Hort! links.) Es gibt hervorragende Stellen, die jetzt ausschließlich von Garde- Offizieren besetzt werden. Wir haben eine Konzession darin erhalten, daß jetzt ein bürgerlicher Offizier in bic Garderegimenter eingestellt werbe. Entweder ein Hauptmann ober ein Major, bic natürlich eine sehr unangenehme Stellung haben. Man müßte da sehr viel früher anfangen bei den Fähnrichen und Fahnenjunkern. (Sehr richtig! links.) Selbst Herr v. Putlitz wird mir baS zugeben. Die bürgerlichen Offiziere sind doch wirklich nicht so töricht, daß sie sich immer die allerschlechtesten Regimenter aussuchen. SCber in die bevorzugten Regimenter kommen sie gar nicht hinein, viel beschämender noch als die Zurückstellung auS Standesrück- sichten ist bie aus religiösen Gründen. Ich mochte vom Fall Siebert in Straßburg sprechen. Den Namen hat ja der Herr Kriegsminister genannt und ben Fall allerdings ungemein ge- heimniSvoll erörtert. Der Herr Liebert hat ja einen dunklen Punkt: ob ber in den alten Eiern besteht ober in dem alten Eisen, habe ich nicht recht begriffen. (Heiterkeit.) ES ist dock egal, ob einer mit Heringen ober mit Eiern handelt. (Große -Heiterkeit.) Und für seine Tante kann doch der arme Neffe nichts. Wenn jeder für alle Handlungen seines Neffen eintretcn sollte, so kämen noch viel höhere Leute, sogar Botschafter, in die größte Bedrängnis. Man darf solche ausgezeichneten Offiziers- aspiranien aus rein konfessionellen ober religiösen Gründen nicht atroeifen. Der Abg. Gothein wird noch einige Bemerkungen über bic Eiertcmte machen. Der .^triegSMinister ist böse herein- gefallen mit dieser Tante. (Große Heiterkeit.) Eine Reform der EhrengericktSordnung ist eine der brin- ?cndsten Forderungen, ihre Ablehnung ist geradezu eine V e r - ohnung ber Wünsche b e 3 Parlaments. Die Kom manbogewalt des Kaisers auf dem Gebiete der Ehrengerichte macht bie Bestimmungen des Strafgesetzbuchs vollkommen illu- fori(ch. Die „Ehrengerichte" sind keine „Gerickte", sie lind nur gutachtliche Behörden. In der Frage der Ehrengerichte liegt die Mäglickkeit eines schweren Konfliktes mit bem Par- lammt. An Beweglichkeit sind die französischen Soldatsn ben deiitscken überlegen. Hier muß bie Erziehung helfend eingreifen. Im Interesse der Gesundheit, ber Gerechtigkeit unb bct Wehrkraft unserer Armee bitten wir um Annahme unserer Resolution. Inzwischen ist eine Reihe von Resolutionen eingegangen. Eine Resolution Dr. Müller-Meiningen (6p.) forbert ben Reichskanzler auf. dafür zu sorgen, daß in allen beut- scheu Bundesstaaten die Wehrfähigke-it der Jugend durch eine bessere körperliche Ausbildung gehoben wird. Tie Verbände, die sich der körperlichen AusbilLung der Jugend widmen, sollen in dem Bestreben unterstützt werden.^ durck spuemaliscke körperliche Pflege und Hebung bie schulentlanene Jugend erfolgreich für den Heeresdienst vorzubereiten. Eine Resolution Dr. Ablaß (Vp.> verlangt, baß bei Bc-etzung militärischer Stellen allein bic persönliche Tüchtigkeit entscheiden soll. Eine weitere Resolution Tr. Ablaß fordert eine Reform des acfnmtcn Militär-StrafrecktS Les Bc'ckwcrderechtS, des ehrengerichtlichen Verfahrens gegen Offiziere usw. Die Soziardernokraten ersuchen den Reichskanzler, dahin zu wirken, daß kein Angehöriger des Heeres wegen feiner religiösen ober seiner politischen Ucbcrzcugun g irgend welche Zurücksetzung erfährt. Auch sic verlangen weiter, ba^ die Jugend durch eine bessere geistige und körperliche ’nuebubrnig in Volksschulen und Fortbildungsschulen, aber unter An ^,ckl u^ jeder politischen Beeinflussung, zur Wehrhanigkeii erzogen wird. ~ Die Polen verlangen einmal jährlich freie Fahrt für bic beurlaubten Soldaten. Weiter sollen Reservisten und Landwehr- die Zkn.eradi-NafttMe'k Tn Set Armee mifetgtdfen tofrf. Dl- Worts des Herrn von Kroccher stehen im Widerstreit Mit der Wahrheit. Wie oft haben die konservativen nicht schon Sozialdemokraten gewählt! Ter Erlaß, der die Zeug, und Feuerwerks, osfiziere zu einem Mittelding zwischen Offizieren und Unter« offizieren macht, sollte noch einmal geprüft werden. Generalmajor Wandel: Bon einer Degradation dieser Offiziere kann keine Rede sein; es handelt sich nicht um eine militarwiffenschastliche taktische üus- bilduna bei ihnen. Dasselbe Verhältnis besteht seit 20 Jahren bei der Marine, auch dort wird der technische Offizier nicht der Vorgesetzte des Seeoffiziers. Abg. v. Meding (Welfe) k An die Kriegervereine meines Heimatlandes haben die 2ibe« Tölen die Politik hineingebracht. Der Redner erklärt, daß die Welfen der Militärvorlage gestern zugestimmt haben, die Mar,ne- Vorlage würden sie ablehnen, mit Rücksicht auf den Grundsatz. Keine Ausgabe ohne Deckung. Abg. Mumm (Wirtsch. Vgg-7? Der Fall .Kraah ist hier wiederholt angeschnitten worden. Pfarrer Kraah hat sich in herabsetzender Weise über das Urteil des Spruchgerichts im Fall Jatho geäußert. In freier Dersamm. lung wäre das zulässig gewesen; aber auf der Kanzel durste er nicht in dieser Weise seine Obrigkeit, seine vorgesetzte Behörde angreifen. (Zurufe bei den Soz.) Wenn ein sozialdemokratiicher Räakteur das Parteiprogramm nicht anerkennt, w,rd er doch auch entfernt. Ich erinnere nur an den Fall H'sdebranb. In überaus schwerer Stunde hat der Kriegsminister die Ent. schlußfähigkeit gefunden, beim Falle Kraah die richtige Entschei. düng zu treffen. (Unruhe links. Rufe bei den Soz.: Sie haben auch eine schwere Stunde!)' Der Forderung auf An« stellung jüdischer Offiziere gegenüber mochte ich betonen, daß die große Mehrheit deS deutschen Volkes damit nicht einverstanden sein kann. (Wenn sie aber getauft sind?) ES kommt darauf an, ob sie dadurch innerlich anders geworden sind. Ich halte es da mit Goethe, der in Wilhelm Meister sagte: dulden wir keine Juden unter uns! (Beifall rechts. = Unruhe links.) Abg. Heyn (Vp.)I> Das Urteil bcS Vorredners über das Verhalten 8er Offiziere im Falle Kraah kann ich nicht unwidersprochen hingehen lasten. Ich möchte wissen, wie der Protestantismus hätte entstchen und aufblichen können, wenn einer seiner ersten Begründer, Martin Luther, sich an die Norm gehalten hatte, daß man eine vorgesetzte Behörde nicht angreifen darf. (Sehr gut! links.) TaS Verhalten der Offiziere im Falle Kraah trägt zweifellos alle Merkmale für die Störung des Gottesdienstes. Ich möchte dringend wünschen, daß daS höchste Gericht schleunigst hier zu einer Entscheidung kommt, die leicht genug zu treffen ist. Wir werden jedenfalls die Angelegenheit nicht im Sande verlaufen lasten. Die von dem Vorredner unt1 seinen Freunden an der Predigt des Pfarrers Kraah geübte Kritik entfernt sich von den Grundsätzen der evangelischen Kirche. Der Redner verliest Stellen aus Kraah' Predigt. — Das ist doch keine aufhetzende, verletzende Sprache, sondern die Sprache eines ernsten Mannes, der daS Wohl seiner Kirche will. Wenn man die G e w i s se n S f r e r - heit der Geistlichen immer mehr, einschränkt, dann wird der Zudrang zum Beruf der Geistlichen immer geringer werden, denn junge, strebsame, weitblickende Leute fürchten, daß sig durch ein kaudinischeS Joch hindurch gehen müßten. Man kann an die Bekenntnisschriften der evangelischen Kirche von Herzen glauben, aber braucht doch nicht jeden Satz von Anfang bis zu Ende als absolute Wahrheit anzunehmen. (Großer Lärm und Pfuirufe rechts; Vizepräsident Dove rügt die Pfuirufe.) Ich verwahre mich ganz entschieden dagegen, daß man alles gleichstellt. So ist auch der S t a n d p u n k t I a t h o s, und dieser hat wieder nichts als den Standpunkt der evangelischen Kirche betont. (Lärm rrckts.) Kraah soll einen kirchenpolitischen Vortrag gehalten haben — da können Sie in mancher Rede des HofpredigerS Dryander dasselbe finden. (Lachen und Lärm rechts, Heiterkeit links; Vizepräsident Dove: Be, Predigten Dr. DryanderS ist doch keine Störung eingetreten, wir haben also keinen Anlaß, uns damit zu beschäftigen. Heiterkeit.) Kraah hat nun dargestellt, wie die moderne Welt unsere Geistlichen gelehrt hat. Sie können nicht verlangen, daß wir wie stumme Hunde, gleichgültig und mit verbundenen Augen daran vorübergehen, was in der Welt geschieht. Der Kriegsminister und die Offiziere sind im Irrtum, wenn sie glauben, dadurch, daß sie die Mannschaften hinausführen, sie vor diesen Reden zu schützen. Die Soldaten lesen die Zeitungen, nicht bloß sozialdemokratische, sondern auch bürgerliche. Deshalb möge der Kriegsminister hier Klarheit schaffen. Wir wollen Gerechtigkeit. Hie Autorität wollen wir schützen auch im Heere (Lachen rechts), aber die Disziplin ruht nicht bloß auf den Kommandos, sondern sic beruht zuletzt doch auf der Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit. (Lebhafter Beifall links. Unruhe rechts.)^ Abg. Zürn (Rp.)r Ich protestiere gegen das Wort: text dürfen nicht stumm- Hunde fein. Auf die Kanzel gehört allein das Evangelium (Sehr richtig! rechts), aber keine Kritik staatlicher Einrichtungen und des Spruchkollegiums. Was gelehrt werden soll, ist Gottes Wort, der Weg zur Seligkeit, keine Polemik. (Große Unruhe links, Beifall rechts.) Es ist bedauerlich, daß ein Geistlicher, der an der dem Gedächtnis des großen Kaisers gewidmeten Kirche wirkt, den Mut hat, derartiges zu sagen. (Große Unruhe links.) Ein evangelischer Pfarrer muß sich klar und entschieden aussprechen. (Abg. Lcdcbour: Wir sind als Abgeordnete hier! Lärm.) Wir unsererseits billigen daS Verhalten der Offiziere durchaus. CßebB. Beifall rechts, Lärm und Unruhe links.) Abg. Schöpflin (Söz.)b Wir wollen unsere Armee nicht diskreditierest, sonderrl Li- Mißstände äbstellen. Das ist auch Bebels langjähriger Kritik gelungen. (Lachen rechts.) Kriegsminister v. Heeringen: Die Mißhandlungen haben nicht aufgchört wegen 8er Kritik der Sozialdenrokratcn, sondern weaen des EinflusteS der Vorgesetzten. Damit schließt die allgemiktne Aussprache Abg. Hehn (Vp.) (persönlich)': Herr Zürn bedauert, daß ich an Hit Kaiser Wil« helmS-Gedächtniökirche angestellt bin. Seine S)ieinuna ist mir vollkommen gleichgültig. Ueber die Resolutionen wird am Schluß der Beratung des Militär-Etats abgestimmt werden. In der Einzelberatung führt Abg. Qucsscl (Soz.) Beschwerde über die Verwendung von Krümperwag?» zu Privat» zwecken in Darmstadt und die Verwendung von Soldaten zu gewerblichen Zwecken. Generalmajor Wandel ersucht Die Beschwerde an die richtige Stelle zu bringen, dann wurde Abhilfe geschaffen werden. Abg. Dr. Weill-Metz (Soz.) erklärt, er werde dem Kriegsminister ein große- Sünkenregister zuseuden über Mißstände, die sich feit dem Abgänge des Grafen Haefeler m Metz herau-gebildet haben. Abg. Gothcin (Vp.): Wo sind die jüdischen Reserveoffiziere? Der Redner spricht wieder über den gestern erörterten Straßburger Fall Ter Aspirant soll in der Eisenbandluuo feine» Vaters einmal Kunden bedient haben. Wenn du noch einen Vater haft, Und der hat einen offenen Laden, * So muß, gehst du einmal hinein Dir daö in der Karriere schaden. ixe Kriegsminister überwiesen, ein großer Teil durch Uebergarrg zur Tagesordnung erledigt. Für die Eingabe des Bundes deutscher Militäranwärter um Schaffung etatmäßiger Stellen bei militärtechnischen Instituten für Verwaltungsschreiber sprechen ein konservativer und ein fortschrittlicher Abgeordneter und befürworten Ueberroeifung zur Berücksichtigung. Der Berrreter des Kriegsministers sagt Berücksichtigung im nächsten Jahr zu. Ueber die Eingabe der Büchsenmacher gegen bu Konkurrenz, die dem Gewerbe durch die Militärbüchsenmacher entsteht, entspinnt sich eine längere Aussprache, desgl. über die ent- * ' ' ' "" * ' Der Vertreter bei Landerversammlung der Bundes der Landwirte sür Hessen. Darmstadt, 12. Mai. befolge. Die Abstimmung ergab die Annahme sowohl der Zentrumsentschließung wie der weiter- g eh enden Entschließung der Bolkspartei. Der zweite Teil der Zentrumsentschließung wurde einstimmig angenommen, der erste gegen die Konservativen, ebenso stimmten die Konservativen gegen die vollsparteiliche Entschließung. Die Entschließung der Sozialdemokraten wurde abgelehnt. Sodann erledigte der Ausschuß die Bittschriften zum M i l i t ä r e t a t. Sie werden zum Teil als Material an den Abg. Albrecht (Soz.) spricht gegen daS System der Oekonomiehandwerker und Arbeiter. Abg. Chrysant (Zentr.) begründet einige Resolutionen auf Berücksichtigung der Handwerkergenossenschaften, Heimarbeiterorganisationen u,w. bei Vergebung von Lieferungen. Montag 1% Uhr: Weiterberatung und Duell-Resolution. Schluß 7% Uhr. Arrz zu erteilen. Der Wortführer der Nationalliberalen erklärt, die Vorlage habe keinen politischen und aggressiven Charakter, sondern nur einen marinetechnischen. Sie sei sehr maßvoll gehalten und fülle nur Lücken aus, die im letzten Sommer erkennbar geworden seien. Die Vorgänge des letzten Jahres haben gezeigt, daß wir im Ernstfälle nicht warten können, bis die Flotte gefechtsbereit durch Einziehung der Reserven gemacht worden ift Daher müssen wir die Vermehrung vornehmen. Der fort- i ch r i t t l i ch e Redner erkennt an, daß jeden Herbst ein Moment der Schwäche bei der deutschen Flotte eintritt, und daß andere Nationen in dieser Beziehung unter wesentlich günstigeren Bedingungen arbeiten. Er erkennt an, daß es sich in der Vorlage weniger um eine Vermehrung der Flotte, sondern um eine Ver stärkung des Mannschaftsbestandes handele. Auch nach seiner Ansicht hat die Vorlage keinen politischen aggressiven Charakter Er erbittet Auskunft über die politisch-militärischen Ereignisse des vergangenen Sommers. Seine Fraktion habe sich nach starken Bedenken unter Berücksichtigung der nun einmal vorhandenen Verhältnisse entschlossen, tür die Vorlage zu stimmen. Staatssekretär v. Tirpitz führt aus, aus die allgemeine politische Lage sei der Reichskanzler und der Staatssekretär deS Auswärtigen so weit gegangen, wie von chneii für erforderlüv gehalten werde. Er rnülse es sich versagen, dem etwas hin-u zusetzen. .Was die Kriegsgefahr int Sommer 1911 anbetreffe, so habe der englische Ministerpräsident Herr Asquith erllärt, daß die Absicht eines Ucberfalles nie bestanden habe Von einer solchen Erllärung müßte Akt genommen werden, und das sei amtz durch ihn mit besonderer Genugtuung geschehe. Die Tatsache, daß durch die militärischen Befehlshaber — vielleicht auf beiden Seiten — Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden seien, sei unbestreitbar, beweise aber feine bestimmten Absichten der politischen _ o-—w- aber, baß bie Vorredner den defensiven und friedenserhaltenden Charakter £' bauvtversammlu yft heute unter guter H -iu Lobende, Provinz Krittle die Bersammlur k:: bann 8 e r b e r öo: Ten Rechensch im Lereinsjahr 1 ■'fe- Mer-Gießen. L vMuh den Männerge anebtln. Am 9. Zi „Lieder! ™ der Dirigenten r iMderchormeister llliMkütag eine unli -Dirigenten vurde. Tas Dorje JL em rechtes B Mlied nur der Tert . ? daraus zu legen, da taÄJte ^rlon ?erbandsch I E^'Mwtsberid IJf J.ut Erreichung ru?8 und < I -^ümlich, ^.uchttgung der Lehrer Geller iuiammengeftel Urenvorsibende Ä3aS be'tchen ^°hre ne 1 W“- S°r tfca ucc Ul jeh Haben ,e” in Lchuh 7«) "Nd -»'im ' ni > 4Ä - 5 ’s ito1. und 1 Unt) Dol»ä.^um Sjfgs vtiqc n 6ei nützt uns die Familie Rothschild, wenn deren Mitglieder in Paris, Wien, London usw.ffesten Fuß fassen? Wir braudjen ein nationales Großkapital im Dienste der deutschen Allgemeinheit. Dabei verkennen wir aber auch nicht, daß das Großkapital feine internationalen Verbindungen haben muß. Wir haben zurzeit einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, der nicht allein auf die Reichsfinanzreform zurückzuführen sei. Im Jahre 1911 haben unsere Emissionsbanken über eine halbe Milliarde aus dem Lande gegeben, die wir aber im Lande selbst bitter nölig gehabt hätten. Es müsse daher eine Uebcrwachung der internationalen Tätigkeit unserer Banken durchgesuhrt werden. Im Jahre 1896 habe man versucht, etwas derartiges durchzudrücken, bas sei aber nicht gelungen. Aus ben wirtschaftlichen Kräften des Landes zöge das Groß-Kapital den größten Nutzen, deshalb könne man verlangen, daß es mehr Rücksicht auf das nationale Bedürfnis nehme. Nicht die Sparkassen müßten veranlaßt werden, ihre Kapitalien in Staatspapieren anzulegen, sondern die Reserven der Aktiengesellschaften müßte man dazu heranziehen. Mehr als bisher müsse sich auch das Großkapital an den internationalen Lasten beteiligen. Auch der Bund sei Anhänger einer Weltpolitik, die auf Kosten der nationalen Politik getrieben werde. Wer den Vorteil von der Weltpolitik hat, dem solle man auch die Kosten dafür auferlegen. Aus der wirtschaftlichen Macht TeuischlandS zöge der Grotzkapitalismus Gewinn. Hätten wir nicht das starke Heer, so würbe bet Großkapitalismus nicht imstande sein, bet* einige Gesckzäfte zu machen. Es müsse gesagt werben, daß das Großkapital weniger Steuer trage, als der Mittelstand. Die Landwirtschaft beanspruche keine besondere Fürsorge, sic wolle nur geschützt sein gegen unlauteren Wettbewerb. Tas Großkapital habe verlangt, daß dis Diplomatie sich in seinen Dienst stelle, deutsche Kriegsschiffe sollten sich hinter das Großkapual stellen, weshalb müsse man unter allen Umständen verlangen können, daß das Großkapital national sei. Gerade jetzt müsse der Groß- kavitalist einsehen, daß die Landwirtjchajl Geld brauche. Aber mit Hilfe der Sozialdemokratie glaubt der Großkapitalismus sich sck>ützen zu müssen vor den ungerechten Forderungen des Bundes der Landwirte. Es heiße immer, daß der Bund der Landwirte gegen die Konsumemen sei. Ter Bund der Landwirte habe im 3abre 1902 aber nicht einen einzigen Zollbeschluß gefaßt Der L und wolle, daß man der Industrie zubiüige, was sic zur Existenz | braud’c, füi jid) fclbu beanspruch. .; aber das Gleiche Wcun 'der deufichc Mittelstand unsere Polin! kennen Mrdc^ müßten iptr Leitung. Der Staatssekretär weist den Vorwurf ab, daß in der deutschen Marine der Prozentsatz bet Offiziere besonbets hoch [« Die Novelle wert« bas Avancement nicht verbessern. Aus allgemeine Frage, ob wir überhaupt eine starke Flotte brauchten könne er jetzt nicht mehr eingehen. Et begrüße eS Van dem Landesvorstand des Bundes der Landwirte, dem Landtagsabgeordneten Korell-Angenrod, war für heute eine Landesversammlung in Darmstadt.(«vaal der Turngemeindci ein- berufen worden, zu der aus dem ganzen Lande die Mitglieder des Buiides in großer Zahl sich emgefunben hatten An,teile des verhinberten Einberufers begrüßte Oekonomierat Lucke aus Frankfurt a. M. bie Erschienenen. Et besprach kurz bie Eteigniiie bet letzten Zeit, die wenig Erfreuliches gebracht habe^^Wenn die fortschrittliche Bolkspartei sich nunmehr auch zum Lchu^oll durchgerungen habe, so beweist das die Notwendigkeit eines lolchen. Selbst in unserem Hessenlande hätten wir einen Fortschrittler, der sich zum Schutzzoll bekenne. Der Redner brachte bann bas Hoch auf den Kaiser und den Landesherrn aus. ... Herr Jacob Siefert-Fronhos besprach die Vorgänge bei | sprechende' Petition der Z fb i l m u i i f c r. ben letzten Reichötagswahlen. Die Lints- unb Jungliber al en Militärverwaltung betont, daß ein unlauterer Wettbewerb unm seien bie TrabaMentruppe der Sozialdemoktatie gelvorben. Ebenso allen Umstänben umerdrückt werden soll. Mißstände wie beim habe die nationalliberale Parteileitung in .Erbach-Bensheim der Reklamewesen, die übrigens nicht den Musikkapellen, sondern den Sozialdemokralie Vorspanndienste geleistet. Die iiationalliberale Wirten zur Schuld sielen, würden nach Möglichkeit umerdrucki. Partei sei daraus angewiesen, wieder Fühlung mit dem Bunde I Damit ist der Militärvoranichlag erledigt. Es folgt die Ve> der Landwirte zu nehmen, nur dann Tonne sie ihre frühere I bet Wehrvorlage für die Marine. Größe wieder erlangen. Der Redner bespricht dann die be- kannten wirtschaftlichen Forderungen des Bundes und hebt hervor, I neue Flotteugesetz. daß es durchaus ungerecht sei, wenn immer behauptet nLrde, I Berichterstatter Frhr. v. Thünefelb (Ztr.) begründet die Landwirte beanspruchten mehr, als )te zu fordern berechtigt I Botlage und befürwortet die Annahme des ersten Artikel? seien. Der Bauernstand sei der Jungbrunnen des Staates. -Sie I Fassung der Regietungsvorschläge. Ein s oz iald emo- Landwirtschaft habe die Kultur geschafsen, und ,ie werde fte auch Ixratisches Mitglied vertritt den Standpunkt, daß cs sich bei erhalten. Tas deutsche Volk könne nur lolangc^ em Volk Marinevorlage nicht nur um eine rein militärtechnüche Bor- Waffen bleiben, solange es ein Bauernvolc ,ei. Jtad)t oes ^QgC tza^bele, sondern es vor allem auch auf die politische Kapitals werde zerschellen an den ewig jungen straften des deut- > eite an komme. Der englische Handelsschiisverkehr, bu schen Bauernstandes. I Handelsmarine sei viermal so stark wie die deutsche, und wenn Der nächste Redner ist der Direktor des Bundes, der preußische matt hiernach ginge, so müßte die englische Kriegsmarine ja aucl Landtagsabgeordnete Dr. Hahn. Sein Vortrag heißt: viermal so stark fein als die deutsche, und das fei ja nicht bet „T er Siegeszug bes Großkapitalismus I Fall. Die Gefahr eines Ueberfalle fei unbegrünbet. unb feine Gefahren für bie ^"hwirtschäft und Mittelstanb." I Staatssekretär v. Tirpitz erwibert auf bie sozialbemokratifche Dr. Hahn gab zunächst ein Bild der hiswrifchen Emwicklung I nur ganz kurz, baß er das für die Begründung der Novelle des Kapitalismus, der nach dem Feudalismus die Herrichast über Erforderliche im Reichstag bereits gesagt bade. Er sei aber bie Masse sich angeeignet habe. Mit ben Romern |ei bereits gern bereit, auf Anfrage über einzelne Punkte nähere Auskuni« das Großkapital in die deutschen Gauen nngezogen, und die1 Juden hätten ganz recht, wenn sie behaupten, ihre Abnen reichten bis in das sruhe Mittelalter zurück. Aber nicht dem Kapitalismus verdanke TeMschland die Wiederaufrichtung nach dem 30jährigen Kriege, sondern einzig und allein seineni Bauernstand. Aber man dürfe den Großkapitalismus niM unterschätzen. Es frage sich: wie weit dürfen wir großkapitalistische Politik treiben. Der Redner zieht dann einen Vergleich zwischen englischer und beut» scher Wirtschaftspolitik. Wir hätten mit ganz anderen Voraussetzungen zu rechnen wie der Engländer. Wir brauchen ein großes Heer und die dazu nötigen Ärahrungsmittel. Das sichere unsere politische Existenz. (Darum sei für uns der agrarische Teil des Volkes viel wichtige, als das Großkapital. Dennoch habe man das Bismarck'schc Wort nicht vergessen, daß wir reiche Leute brauchen. Auch wissen wir, daß -um Kriegführen Geld unb Flotte notroenbig seien. Den kaufmännischen Wagemut erkennen wir durchaus an. Aber der Großkapitalist muß sich in in den Dien st der nationalen Sache stelle n. Was Der Budgetausschuß beendete heute zunächst die Ver- Handlungen über die Tuellsrage. Ein konservativer Redner führte aus, daß seine Panei Nickn den Wunich habe, an den bestehenden Verhältnissen etwas zu andern. Grund,atz sei ,- , . . für die Partei, baß an der K om m a nbog ew a l t d e s K a i se is daß eine Eichoyung gerüttelt werben bürje, unb dazu gehöre, baß der Kauer und roabridü2inltdj ohne Gegenzeichnung verordne. Tie Enischließung könne daher nur Wünsche enthalten. Ter Kricgsminister sei keineswegs ver antwonlick zu machen. Das hindere aber nidn, daß man sich über das Duellwesen umerhalte und seine Wünsche vortrage. Tie Konservmwen konnten dem zweiten Teil der Zentr u m s e nt sch l i e ß u ng zu stimm en: eS sei zu wünschen, daß die Allerhödn'te Kabineilsorder noch weiter durchgesuhrt werde. Ein fortschrittlicher Abgeordneter wendet sich gegen die Auffassung des Vorredners, daß das Duell zur Selbstzuchr führe: der höchste Grad der Selbstzucht liegt darin, daß man tue Gesetze Kriegsminister Frhr. v. Heeringen: Ich protestiere dagegen, daß in einer solchen Weise, Ernst der Situation nicht entspricht, d'.e Angelegenbelt lach, .ch gemacht wird. (Lebhafter Denall, Unruhe.) Es ch dem Bezirk-, tommandcur mttgeteüt worden, daß das ganze M'fieu. b" F milie nicht den Ansprüchen entipreche. Da ist er nicht zur gestellt worden, damit er nicht durchfiel. Loyaler kann man nicht handeln. (Beifall recht-.) Auf Reden der Abgg. Zubeil (Soz.) und v. Cerben (Rp.) über Zivil, und Militärmusiter erwidert Generalmajor Wandel, daß die Militärbehörde einschreitet, wenn die Militärkapellen den Zivilmusikern unbillige Konkurrenz machen. Auf eine Beschwerde des Abg. Keil (Soz.) entgegne! der württembergische Generalmajor b. Graevenitz, daß eine «rjofjunr» der Lohne bei den Proviantämtern erwogen bewilligt werden wird. Unb dann bie Tante mit ben Eiern'. Wenn du noch eine Tante hmt. So laß sie nicht mit Eiern bandeln, DaS muß nun mal, baS ch kein Spaß,- Den Sommerleutnant dir verschandeln. Wer es war gar nicht seine Tante, nur eine Sfieftantt, aiw die war unverträglich. Denn du noch eine Tante hast. Und sie ist gar nicht deine Tante, So legt man sie dir doch zur Laft Und bu gehst um hie Kantel Der Redner bemerkt: Ich werde immer geäen solchen Un- fug vorgehen, in gebundener und ungebundener rneoe. ber Flotte betont hätten. Er sei überzeugt, baß auch bie jetzige Novelle diesem Zweck bes Flottenausbaues nutzen werben. Der Wottführer bes Zentrums verteibigt bie Flotten- vorlaae. Er fragt, wie sich ber Staatssekretär bie Durchführung ber Bemannung für die drei Geschwader beute; ob auf jedem Geschwader int Herbst bie Bemannung burch Rekruten ergänz: werben soll, ober ob ein Geschwader im Herbst voll ausgebildete Bemannung behalten soll? Er befürwortet bie Einrichtung, bei Einstellung der Rekruten wenigstens ent Geschwader mit voll ousgebildcicr Bemannung zu haben. Ein s o - i a l bc mokra rischer iKebndr begründet nochmals den ablehnenden Stanbpinm seiner Pattei. Staatssekretär v. Tirpitz lehnt cs von neuem ab, aw eine politische Debatte einzuge^n. Ter defensive Ehoratter dc: deutschen Flottencinnchtungen, den ber sozialdernokratischc Vorredner angc-weifelr hatte, trete in der ganzen Flottcngeietzgcbung so deutlich hervor, baß es überflüssig sei, ihn locitcr zu betonen Ec denke zu hoch von der englifdjen Admiralität, als daß a »r juttaur, daß sie einen deutschen Angriff auf die cngli'dK Fkott^ oder Küste überhaupt in den Kreis ihrer Belradjtinigen hinein bezieh.-. Hier mutig oie ^erhcuwlung ayj M vEtll» «rf unsere Seite haben. Dir streben einen an Ätoital iS -MmE Ä-d« füll iein -MiÄhgimq^erü-t &nn wir au* die reichen Leute brauchen, fo muneum ater hoch der Landwirlscha't b-rien. Ter SioUdwrtalismud ION ^i- r-rg-sien, baB die Politik für rhn aibntet. .L-bhnn-r Small.) An der w , Ausfprache beteiligten sich Lehrer. D e r n - 4deu Zseiiburg, K re t p_, M a hr, Graf Büttelborn .Huff-Guftavsburg und' Dr. sell. -Uf Redner forderten in der Joauonad’.e größere Jgitanon. rar Büttelborn hatte in seiner Rede auch bie ü^röeruitgcn der Bc am len schäft erwähnt, die )idi itmtbig cmcuyittn. bet )?ii l läge "der Beamten sei aber zum nicht genügen leite auch die l Vergnügungssucht in den «täbten idjulb. -ter Omen babni'efretär Huff trat biesen Ausführungen entgegen und bo: die Mitglieder des Bundes, diese Frage recht ernit. zu.braten Die Versammlung, die um 2 Uhr begann, fchloß erst gegen | 6 Uhr . » ' 2lus öeFHtidistagsausfdjüflen. :: Berlin, 11. Mai. Die Ausschllgbeschlüffe über die Tuellirage. 0 t"® „rhC dl ’S, de I sfe Ötierleni'" Ks 5 ^-7 ufie Anträge w &***.*£ W-iTiib Äoiriich I« ’ I : , »eaierung W ■ ootwtw der UW V-.n muffe nun * ir die Wehrvorlag i Jin können, welche \ lu-ne aber erkläre L>irafl gtF*' li.foi Moiren Deckung Ljnhbe? Lchatzsekrett --rag die ganzen Ci Sm, wegenderen |ki ivegsneiche, W I^okraten, die Lkbschaftsfteuer fÄar Kühn erlla I Vorlage durch er svidern, daß die, | .‘:xn könne. Die - Regierung wesentl , dis 60 Millionen, vornherein 40 Mi! -vertrage weafieler 7 absehbare Zeit I -übedes Masse I u er durchaus fest. iMjet Branntweins xde, sondern es h ^gabe. Venn da , Mß dieser bisher _:r. treis des T |:'it erhalten ki i.::, von einer neue Sie Beratung wir UtitteM Die poeile Lesung der TeckougSvotlage- Ter •) Anfang, wenn nützt anders bemerkt, abends um 7 Uhr. -sehlshaber ieiek M 9^^en ber ^:; belW^wuri ab, ,üci,Lboff&e• atz der 2 nerbell^, „«Unit E s otu -1" . ’S Weller FahrfkÄn#: Darnutedt. .Pfeil dreieck-Seifen Beobachtungen der Station Gietzen. Sonnenschein KlarerHimmel Leü. Himmel 9 0 1J Mai 1912 27,9 C. 12, a0 c. S 14 still still! N 4 strsseibach statt am mutig nahmen Schriftführer i.. eiunß belc tc süddeutjchc Spannung von 5 beziv. 7.50 Mk ät das Hektoliter aufrecht erhalten, und yoar mit aus- Mitteldeutscher Sänger-Verband. A Gießen, 12. Mai. 11. 1L bis 12, Mai , 12. , Peilung" zur ti. Müller in orschläge. Ein sozial dem i 48 len Standpunkt, daß cS sich,: |l eine rein militarlechniiche L. || m auch aus bie bolitijc || glische tzandelsschiisverkehr, i tart wie die deutsche, und r: ie englische Knegsmanne i° mtsche, und das in ja nicht o rsalls sei unbegründet. widert aus die sozialdeimkrck- ^ . für die Begründung der Nor- » 9' rheißen wird. Aus Sta-r und Land. Gießen, 13. Mai 1912. AnstcllungSverhältnipc im heftischcn ^uftirdieust. Die 3aM der Referendare betrug 189a 12b, 19W- LX)q; 214, 1906; 2.0, 1902; 12s, 1209: Ififi, 1Ä10. 163. 11 •> ^teiiibuee H k v-‘: 3nna^e svwv, I der Bolksp^^ LLZr^ •** ; ;n »urdr abgelebt. ■6 di- Bittschrift,» m int Tal als Matenal an te 3fF durch Uebergang j.: Ömgahc des Bundes der; l Lchasfung etatmäßiger Sttii-' lr BemaltMgsschreiber ftrrto.- üblicher Abgeordneter und V- K'ichtigung. Der toter bä lsichtigung im nä^iif der Büchsenmacher gegen d. ch die MililärbüchseMacher er Lussprache, desgl. über die n nusiker. Dec Vertretet üe in unlauterer Wettbewerb iu;. :öen soll. Mißstände wie bei: den Musiktapellen, sondern dien nach Möglichkeit unlcrbru: chlag erledigt. Es solgt die ix Marine. slottengeseh. , Thüneseld (Ztr.) begrüß die Annahme des ersten drillt. H. Büdingen, 10. Mai. (Gemeinderatssitzu n g/i Anwesend die gesamte Stabtticrtrctung mit Ausnahme des Äe» meinderats Rullmann, der entschuldigt ist. Als Sachverständiger Kreisstraßenmeister Straub. — Mehrere Bewohner in Großen- dors wünschen die Anlage eines FußfteigsamZiegelberg- w e g. Ta über Pflasterung und Herstellung von Nebenstratzrn erst nach Fertigstellung der Pflasterung in den Hauptstraßen beschlossen werden soll, wird dieses Gesuch vertagt. — Ter Gastwirt und Metzgermeister Wilh. Jäckel, dessen Geschäft sehr stark bon Fuhrleuten besucht wird, bittet in einem Gesuch, man möge die Fahrbahn möglichst verbreitern und auf der einen Seite von einem erhöhten Trottoir ganz absehen uni) aut der aw- deren Leite nur ein solches mit mäßiger Breite anlegen. Auch die Vorgärten, die auf der einen Seite der Straße angelegt werden sollen, hält er für überflüssig. Die Gemeinderäte Steil, Treser, 3d)ön und Methfessel sind der gleichen Ansicht. Gemeinderat Schäfer empfiehlt die Anlage von Vorgärten. Es wird Ortsbesichtigung beschlossen. — Mit dieser Besichtigung wird auch das Gesuch der hiesigen Gewerbeschule erledigt werden. — Wilh. Meuser hat entgegen der Bestimmung des § 16 der Ortsbausatzung eine unvorschriftsmäßige Einfriedigung^ seines Grundstücks nach der riidlidyet Anerkennung als Reservat. Dagegen wurde für die kleinen Brennereien die für diese vorgesehene Staffelung erweitert und dafür in den Betragen zum Teil herab- gesetzt. Die Sozialdemokraten haben ihre Anträge wie- Londerabkommen nicht mehr abgeschlossen werden. = Nidda, 11. Mai. Heute wurde im Gambrinus unter großer Beteiligung die Hauptversammlung des Landw. Bezirksvereins Büdingen abgehalten. Nicht nur sanrtliche Bürgermeister des Streifes, sondern auch viele Gutspächler und Landwirte des Bezirks hatten sich eingcfunden. Der Vorsitzende, WrciSrat Boeckmann von Büdingen, begrüßte bte stattliche Versammlung; nach Abhör der letzten Rechnung und Festsetzung des Vor- anjchlags für 1912 hielt Oberingeuieur v. L ladt le r aus Friedberg einen ebenso lehrreichen als lcichroerstandlichen Vortrag über „Die Verwendung der Elektrizität in Landwirtschaft, Gewerbe und Haushalt und ihre mosten". Für die gerade jetzt zeitgemäßen Belehrungen spendeten die Zuhörer reichen Beifall. Hieraus fand die Btenen Austeilung der Medaillen und Diplome an langjährige, I diese» treue TienstbLten und Ärbciter in landwrcrschastllchen Le-1 kenntlich. bte Regierung wesentlich an Wert verlieren, wenn von den A bis 60 Millionen, die sie an Erträgen bringen würde, von vornherein 40 Millionen als Ersatz für die Branntwein- teuererträge weg fielen An seiner früheren Erklärung, daß iür absehbare Zeit keine neue Steuer auf Gegen- tanbe des Massenkonsums eingeführt werden solle, plte er durchaus fest. Er müsse aber bestreiten, daß man m dieser Branntweinsteuerreform eine neue Konsumsteuer -blicke, sondern es handele sich um die Beseitigung einer Lebesgabe. Wenn das Brennereigewerbe infolge der Entziehung dieser bisherigen Bevorzugung den bisheri- - gen Preis des Trinkbranntweins nicht auf- I recht erhalten könne, so gebe das doch nicht das I Aeckl, von einer neuen Konsumsteuer zu sprechen. Die Beratung wird am Dienstag fortgesetzt. Höchste Temperatur am Niedrigste „ , Niederschlag: 0,0 mm. cWPt eme d emannunS voll id le^/destLE I innalliberalen erklärt,! und aggressiven Lhalakter^- n Sie sei sehr maßvoll geb'-- >er Reserven jenwtt ,. lehrnng ?°hr"c& W SSM ander und W* er^ roic von rhn^ ctioti -' sich versagen, anb^- Wtz enontmen Du he geringen S Alen M t #&!*«**: Zwischen erster und zweiter Lesung ist unter ben ^retrÄeftsgruppen des Branntweinsteuer-Ausschusses eine -inigung zustande gekommen, die auch für die 3lcnarbcralunfl eine ?Rehrheit zu sichern scheint. Sie geht jnlcr dem Namen des konservativen Abgeordneten Dietrich und wurde in ihrem ersten Teile schon in der hcu- tiflen Sitzung, in der die zweite Lesung der Vorlage begann, angenommen Zunächst wurde beschlossen, die Äb- weigung von jährlich 16 Millionen aus der Serbrauchsabgabe zur Erhöhung der Ler- ;ällunas Prämie ungekürzt, wie es in bet ersten Sefung beschlossen war, aufrecht zu erhalten. Ebenso wurde 1911- 141, 1912- 144. Dir 3aM ber Gericht»asscssorrn betrug i trieben statt Ettva 40 Änedjte, ohner und anwitr- 1909- 154 «IO- 152, 1911: 147, 1912: 135. Davon wurden rinnen von ben Hof.lutem in Ranstadt, b.indvenn. l^inei- nicht verwandt 1909 : 67, 1910 : 70, 1911. 65, 1912 : 6t. grundau, EngeUdal, Sppei>hausen und den größeren land- Dauernd oder auf vorerst nicht absehbare Zeit würben pcrroQnbt nnrtfdtaftlidxn Betrieben in Gettenau, Echzell, totixfbeim 1908: 87, 1910: 82. 1911: 82. 1912: 69^unb jraxr aui 9nU6 ber „ Q rotw0„ schon in: Bcsik be> golbenm *r.-uje» : 37 19 0: M 'Sll. «. ISIS 'jjfinb. würben bucct: Betft.zeugmslr und Diplome aubge- «W- l '1911“"3 1612- 3 di-Sn Sfi-tnet. Trr. Lnften für U-. unb SOjabrige ununter ?J^?2hÄ«?bie « iin^n'llanbsmAr. »envanbt i.n», bro^ene T..-ns,zeft .imrbc» unierfrtiteben u.rt an ib.e mann 1909 3 i9io- 3 1911 • 3, 1912: 1; als Hil'snaaloanwallt in licken Ärbetler wertvolle Jubatlhn aii llorntten, ihren Grund darin, daß mit dem Fortschreiten der onunbbudv-1 QCflen un[» bilbet einen Schmuck für unsere Gemeinde Es iÄ ““ÄÄK'ÄtXSk dich, am ffia.be gelegen unb bet ‘W cntipred.ent versehen. Ter Rest von 121 Grundbüchern wirb, abgesehen von eingericptel. den Städten Darmstadt, Gießen und Offenbach, in 1—2 Jahren - Gettenau, 11. Mai. Beim Pflügen fand ein angelegt sein. 31 Assessoren sind als Hüförichter verwendet, hefiger Landwirt in unmittelbarer Nähe der allen „Römer- darunter 17 aus Anlaß der Grundbuchanlegung. 2äfyt man ficl.-ttnRe.« CU1C Anzahl Waffen, Geräte und Nagel aus außer Betracht, so bleiben immer noch rund 10 Proz. Hilssrichtcr l gtömerzeit. an den Amtsgerichten. Die Zahlen zeigen, baß unjetc Justiz-1 Verwaltung auch sonst für dauernd notwendige, ja mr den Dienst- Ärnö betrieb unentbehrliche Stellen in sehr roeügebenbemMaße AssessorenI — Nieder»We isel, 12. Mat. Um ben Landwirten verwendet. 146 Amtsrichtern, Staatsanwalttn unb Kolleckal-I (Aelegenheit zu geben, Hackmaschinen verschiedenster Ron- -ur-.on in W»uWn. .bi« Lanbwuischast.. verwendet sind. Von allen dauernd nötigen Stetten, bei denen kammer am Riittwoch, Ib.Mai, hier eine Vorführung vor eine Versetzung durch Assessoren nicht schlechthin verboten ist, wer-1 gxxmaschlnen. den also 32 Proz. durch Assessoren versehen. Rechnet man die --- Bad-Nauheim, 10. Mai. Bis zum 9. Mai 1912 Grundbuchassestoren ab, so bleiben immer noch über u *-'roi I |in& 50 44 Rurgäftc angekommen, wovon an genanntem jp ts taf c. e r^age noch 3620 anwesend waren. Bäder wurden bis zum *♦ Die frei». Sanitätskolvnne vom Roten 9. Mai 1912 41444 abgegeben. Kreuz unternahm am Sonntag einen Uebungsrnar sch überI .. ■■■■■------- lji & ä?« ®an6«m und Helfen, Bäöer und Sommerfrischen, sorgen markierter Verletzter mit Notverbänden, das Herstellen Salzungen, 10. Mai. Bis heule sind SöS Personen von Nvttragen und bte Einrichtung von Wegen »um Transport I zur Kur hier eingetroffen. Verwundeter bewerkstelligt, sowie die markierten Verletzten auf I--ll---------1 ------"----—- - ben Tragen in Wagen verladen. Tie Maggi-Äesttlschaft hatte ^fl(hWC|tUttfl über den Stand der Maul- und Klauen- es übernommen für die markierten Verwundeten und die tPlonnenmitglieber cüu Boulllon, sowie Gemüse, und Fleiickt- \ »cuche ut yepen vorn 4. 01s m. ucat ivi------- konserven zuzubereiten, die allen oortreftlich mundeten. Tie Gesellschaft läßt es.sich überall angelegen snu, durch unentgellliche Lieferung und Zubereitung von Speisen usw. das Sanitats- kolonnenwesen zu unlerialtzen. Nach Schluß der Hebung und Rast marschierte die Sanitätskolonnc wieder zurück nach Gieren. ♦* Konzert auf der Honigmühle. Für Himmelfahtt wlll die Lirektion ber Sommerfrische „H 0 nigmühle" bei Wetzlar, die auch den Touristen Gießens bekannt ist, ein Früh- und ein Nachmittagskonzert veranstalten. Kreis Büdingen. Ser eingebracht: in der Richtung ber Gleichstellung ber gewerblichen mit den landiv. Brennereien, Erhöhung ber grenzen für Begünstigung der Klcinbrennereien, und vor illem Herabsetzung des Steuersatzes von 125 auf 105 Mk. Llle diese Anträge wurden kurzerhand abgelehnt. Zu dem Beschluß ber Kommission über bic 16 Millionen Ser- ere r- ■ ^illungsprämio äußerle sich Schatzsekretär Kühn ba unb seine mcn ' I ) n: Natürlich sei diese Kürzung ber Decku n gs einnah men der Regierung sehr unangenehm, aus fiskalischem Zn- nnten; es sei -u Lott E ttreffe: volkswirtschaftlich fei es aber zu begrüßen, baß noch»veiterburchaMuF dadurch der technische Spiritus billig erhalten werbe, toenbet n* ß Man müsse nun ab warten, wie das Ergebnis der Beratung s Duell zur LelbstzM^ | ar er bte Wehrvorlagen auslaufe, dann werde man uber- 'St darin, baß man die | -then tonnen, welcher Fehlbetrag noch zu decken fei. Er ‘ * ■ könne aber erklären, daß jedenfalls ein etwaiger Fehlbetrag gegenüber den für die Wehrvorlagen bered)' aeten Kosten Deckung finden müsse. Gegenüber dem Ein- roanb des Schatzsekretärs, baß ber sozialbemokratische Hauptantrag bic ganzen Einnahmen aus der Brami tweinsteuer - reform, wegen deren diese überhaupt eingebracht sei, ein- ,ach wegstreiche, bemerkte der Wortführer der Sozialdemokraten, die Sozialdemokratie habe ja auf die Erbschaftssteuer „als Ersatz" verwiesen. Schatz- efretär Kühn erklärt hierzu; Soweit angeregt sei, bte Lehrvorlage durch eine Erbschaftssteuer zu decken, habe er •u, erwidern, daß diese Frage in dem Ausschuß nicht gelöst rerden könne. Die Erbschaftssteuer würde natürlich für Tie Hauptversammlung des Mitteldeutschen Sängerverbandes wurde heute unter guter Beteiligung im Lass Metropol abgehalten. Tcr Vorsitzende, Provinzialdircktor Gehcimerat Dr. Ufinger, eröffnete die Versammlung mit herzlichen Begrüßungsworten. Es mürbe dann B e r ber von der „Heitcrkeft"-Gießen in ben Vorstand , Wblt. Ten Rechenschaftsbericht über die Tätigkeft des Ber- banbrv im Vereinsjahr 1911/12 erstattete der Schriftführer Lehrer Üal. Müller Gießen. Auch im abgelaufenen Jahre suchte der flerbanb den Männergesang und das Volkslied zu fördern und ;u veredeln Am 9. Juli tagte in Lollar im Anschluß an das Jubiläum der „Liedertafel" unter Leitung des Verbandschor- Meisters der Tirigententag. Es nahmen 20 Vereinsdirigenten unb Bundeschormeister daran tell. Leider schloß sich an diejen ririgententag eine unliebsame Erörterung in der Allgemeinen länger» und Dirigentenzeitung, die von der Versammlung mitz- illigt wurde. Tas vorjährige Verbandssängersest aut der Llebigs- iöbc war cm rechtes Dolksliederfest. Die Auttaswng, datz zum Volkslied nur der Text gehöre, ist falsch: es ist vielmehr grotzter Den daraus zu legen, daß auch die Volkswegen gewählt werden und licht eine andere Vertonung. In Zukunft lollen bte Bereute all» cbrlid) dem Perbandschormeister und dem Ge,angsLUsjchub einen (mcn Rechenschaftsbericht über ihre Tätigkeft geben. Em wefteres Wittel zur Erreichung der Zwecke sieht der Verband m einer l Sammlung unb Herausgabe von V 0 l ksl teber n I und volkstümlichen Liedern mit besonderer Be- I rücksichtigung der engeren Heimat. Professor Traut- I nann unb Lehrer Geller haben 8 der schönsten Volkslieder meinem I öeftchen zusammengestellt unb dem Gründer des. «erbang | etzigen Ehrenvorsitzenden Geheimerat 2.r. A^^berb-Mainz qe* I vibmet. Tas Heftchen findet regen Abiatz. Der Verband ist tm I ibgdauicncn Jahre neu organisiert worden, ber "erwalttuigs- k Uwarat wurde vereinfacht, neue Richtliemen wurden ausgearbcitet. 1 lern Verband sind zwei Vereine neu beigetreten, emer ,ich tbgemcUkt. Ter Verbandsvorstaiid beiudjtc bad. 5tft 3^ Lollar, | »er Vorsitzende Geheimcrat Dr. Uiinger bas trest zu Seib^eiterm )m Anschluß an den Jahresbericht kam ein Arttkel «n ^vrech- • ical der Nt. 4 ber „dlllgemeinen Sänger- unb 2-irigenten- Sprocke, der den Verbandsschriittuhrer sehr persönlicher Weise agreift Em» jmen Vorstand und Bersanunlung den in Schutz. Nach lebhafter Aus,prache gelanjte ein Vorschlag zur Annahme, wonach die S^iftleitting der, <^nger- leitung ihr Bebauern über bie Veroffenlltchung des likels aussvreckx'n 11 nb in der nächsten Nummer verotfentl^en joll. Geschieht dies nicht, so hört bie öangenetning auf, Ba- öandsorgan zu sein. - Bei der Prufung der unb 1911 ergab sich eine Einnahme Don 529,90 JOtort unb eine Ausgabe von 479,62 Mark, so datz em lleber^uß von v0,28 Mark verbleibt. 2ie Rechnung mürbe von ffioM3e^robuttb3ieg^ •ruft und für richtig befunden. Vrobenngen frnben Mai in Rödgen, am 9. 3uni in L o l la r unb am 16. Ium in G r 0 ß e n - L i nb e n. Tieft Proben sollen Mo- lerial liefern für den Tmgetitentag, ber am 20. Ottober in «leBen 'tattiinbet. — Tas Berbanbsfest roirb am 4. Yluguft . A Lich abgehalten. Als F-eswlatz ist der herrlich seltene Hardt- berg vorgesehen. Zum Vortrag g^langm m erster Linie «ölte» itber und volkstümliche Lieder. -L ^sV erbandsf estl 91Zgebenkt man in Anbetracht der 100 führigen Gedenkfeier des Befreiung^ ''trieqes in Forint eines patrioti'chen StebertagS ju Tftent Sestort kommt in erster Lime Butzbach, unter Umftanben auch Großen Lmden in Betracht. Lehrer Wolf-Ber^rod regte an, die nächstjährige Hauptversammlung im ruar abzuhalten, wa- gut» iSwÄ’””' Ä h* der vereinigten zrantsurter Ztadttheat«. ÄÄ. Ä’Ä - .montng, ben »mÄ : MMM <• ^nb: (Vinmnliuna ber Fahrbahn in der Bruno st raße findet! »Tristan unb Isolde. Dienstag, den 14. Alai ). »fia Bohsine. fiurt9 Ter Büdinaen empfiehlt lnerzubüberf'lüs Mittwoch, den 1b. Mai, abends 7*/, Uhr: .Fräulein Teufel.' S MmSraat^^^OtoiiSfSt SSt bX SU dem Donnerstag, den 16. Mai, abends 7* Uhr: ($n|emblc-®afl|piel beS ESEäÄSES? äs 5 »te» bä»»» ws Udl« Leitung beS Di-elu-r- P-°!. Max R-Mharbl: T°r alte Spit -^Ä^Met?r^ief bft Erd^^u ll^am Ensenible-Gastspiel de- Teutschen Theaters, Berlin, unter perlön- wurde die Öeiiung etoa 0-6 Meter her ut bie U Direktors Prof. Max Remhardt: Das alte Spiel kommen, auch wird beanstant^t, daß bte Rotzte zu geringe Di» rnensionen besitzen. Xaä Gesuch wird abschlägig beschteden. — ^as von „jedermann sÄflufpielbans. Gesuch des Villenbesitzers am Wlldenftnn, denen Anwesen der Montag den 18. Mat'): _Don EarloS.^ TienStaq, den Villa.Funk gegenüber liegt, .^d Ebenfalls ^sHlaglich JgfrebenJ Mai: Herr Hoftat.' Mittwoch, den 15. MattAnatol- dock ist der Gemeinderat nicht abgeneigt, menn bet Weg auf I „ .. Donnerstag, den 16. Ptai, abends 71/, Uhr: -Schöne gefüllt ist, ei« oorschriftsrnätzige^Leitung entführen ju lasten. |^rQuen’- prcita^ den 17. Mai: .Elektra.' Vorher: Ten gleiten Bescheid erhält ^achdeckermeister Glanz, der an Samsia^, den 18. Ma.: .Toktor Klaus.' Sonntag, demselben Weg bauen willlund mich um^Einführung dn.Laster- 19. Mai: .Ält-Heidelberg/ Montag, den 20. Mai: ,T er Herr leftung bittet. — Voll-fckule bitten um ^osrat.' Tienstag, den 21. Mai: Zum ersten Mate sUraufführungf: Errichtung einer wetteren schul stelle mtd haben die !Not ^COnhet Percwal.' Drama in 3 Akten von Melchior Lengyel wendigkeft in anan Gesuch an ^ Gemeinderat angehend be- ben 22. Mai: .Prophet Percioal.' gründet. Es wird einftunimg bie Errichtung einet weiteren Schul» _____ stelle beschlossen. — Das Gesuch der Nachtwächter um Ge-> ' ----- — - - - " — Haltserhöhung wird zurückgestellt, da beabsichtigt ist, eine neue Einriteung zu schaffen, da die jetzige den heuttgen Berhält» niffen nicht mehr entspricht. Erhebungen bei anderen «übten sind von ber Bürgermeisterei anzustellen. — Das Gesuch bes Wilhelm Tiemet um pachtweise Ueberlassuna eines ftäbtischen Grundstücks wird genehmigt. — Einem Holzhändler werben bei sofortiger Bezahlung seines Holzgeldes 2 Proz. Skonto bewilligt. — Tas Gesuch der Wwe. Gottfried Reuter toirb abgelehnt. Nach dem 2lbkommen der Stabt mu ben Steinbruchsinhabern können Kreis: Am 4. Mai waren verfeucht: Bom 4. bte 10. Mai lind neu verseucht : Boni 4. bie 10. Ma. ist die Seuche erloschen tn : Darmstadt . — — — Bensheim . — — — Dieburg .. Groß-Zimmern — Groß- Zinimern Erbach . . . — — Groß-Gerau — — — Heppenheim — —— Offenbach. . Jügesheim, Mainflingen, Oflenbach-Bürgel, Dudenhofen — Jügesheim Gießen .. — — — Alsfeld . . . — —* —— Büdingen. . Büdingen, Hof Oppelshausen, Nieder-Mockstadt —— — Friedberg . Rodheim, Stammheim, Nieder-Rosbach, Ockstadt, Groß-Karben Maibach Niedev» RoLbach Lauterbach. ■* — Schotten. . Aiaiiiz . . . —— — — — Alzey.... Framersheim — — Bingen . . . —— — Oppenheim Guntersblum — — WormS. . . — — Temperatur 1 der Lust 0 0 "z cs Relative Feuchtigkeit Wind- rtchtung _ Windstärke || hroh r btt Vrtnblhung in g«hni«l ber tzch.d. Himm«t,st 12. '42,1 25L 10,2 « 12 tu 742,3 18.2 10,4 66 13. <46.9 13,6 63 54 Che«. Reinigen and Farben von Demen-, Herren- u. Kinder-Kleidern. Vorhängen, Decken, Fellen, Spitzen, Handschuhen etc. etc. ca. 1OOO Angestellte 2800 Telephon 2ß. MO Zunge, gute Lerkäuserin Naturreine gesucht. 3451 (flcftbtt). Sauer Nachf. | 5 Zimmer | Marmeladen GEYSER“ Prospekte gratis LSiMCie | 3 Zimmer i Seltersweg •JilMlj Für nur 1 Mark 20000 und Flimm, Walltorstrasse 03. 13232 a wen abzugeben. 3387 Jul.Bach Lachen. (3488 Waschgarnituren jeder Preislage Mehrere Malter 3490 IS III <1 faden y. Seiierwaren 1327V Nach,., Emil Fischbach. hv**/. 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