Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten. « iinb glücklicheres Kapitel in der Geschichte Irland luartet Was die Aussichten von Homerule betri »aschtische, chenschränke 27R '6 ' er* Hauspäne 2.75 Mk. lUtft. AlllW. 3.25 Mk. 1131" er Starren frei an§ tw. I. Wellhöfcr. Tel. 7ft WtzSZL homerule. Wenn das Wort „Alles wiederholt sich nur im Leben", auf irgendetwas zutrifft, dann sicherlich auf den soeben oom Kabinett Asquith unternommenen Versuch, durch die Horner nlebill nach Gladstoneschem Muster die irische Frage zu lösen. Diese Frage hat das respektable Alter von 741 Jahren, denn seitdem im Jahre 1171 die „grüne Insel" von England unterworfen worden war, haben die Kämpfe ztvischen den Eroberern und den Eroberten fast niemals aufgehört, und selbst nachdem im ersten Jahre des vorigen Jahrhunderts die Vereinigung der beiden Königreiche vollzogen worden war, gelang es doch nicht, dieser Vereinigung eine Verschmelzung folgen zu lassen. Im Laufe des vorigen Jahrhunderts sind sowohl von konservativen, als auch von liberalen Kabinetten unzählige, auf Irland bezügliche Zwangsgesetze eingeführt worden, aber diese haben die revolutionäre Bewegung ebenso wenig zu unterdrücken vermocht, wie die nicht minder zahlreichen wohlwollenden Reformen die Feindseligkeit der Iren gegenüber dem Reiche vermindert haben. Der „große alte Mann" Gladstone hat, wie wir schon erwähnten, zweimal, im Jahre 1886 uno 1893, versucht. Homerule, d. h. die Autonomie für Irland, im englischen Parlament durchzusetzen, aber beide Male ist er dabei gescheitert, und zwar nicht zuletzt durch die Opposition in den Reihen der eigenen Partei, da auch zahlreiche Liberale befürchteten, daß Irland durch die Gewährung der geforderten Selbständigkeit nicht reichstreucr, sondern noch separatistischer gesinnt werden könnte. -53ei dem zweiten Versuch sand er zwar im Unterhause, nach "dem bei den Wahlen vom Jahre 1902 errungenen glänzenden Sieg der Liberalen, eine Mehrheit für die Vorlage, aber das Oberhaus bereitete ihr ein schnelles Ende. Für die liberale Partei bedeutete diese Gladstoneschc Taktik eine dauernde Schwächung, da die Unionisten unter Lord Rosebery und Chamberlain sich von den Liberalen trennten und zu den Konservativen übergingen. Jetzt hat Asquith sich angeschickt, den zweimal mit untauglichen Mitteln unternommenen Versuch, der aber vielleicht zugleich einer am untauglichen Objekt ist, erneut zu machen und zu besserem Ende zu führen. Ter Not gehorchend, nicht dem eigenen Trieb, denn wenn das Kabinett seine etwas bunt gemischte Mehrheit behaupten will, so muß es sowohl die Arb eit erp ar teile r wie die Iren bei der Stange halten. Die ersten haben bereits die Qittuna für die Unterstützung des liberalen Kabinetts erhalten, und zwar bei dem jüngsten Bergarbeiter aus st and, wo die Regierung durch die Einbringung der M i n d e st l o h n - bill offen für die Arbeiter gegen die Unternehmer Partei nahm, wenn auch die Arbeiter durch diese Zugeständnisse nur halb befriedigt worden sind. Nun hat die andere, die irische Hilfstruppe, ihre Rechnung präsentiert, und das Kabinett Asquith hat nicht gesäumt, sic zu begleichen oder wenigstens den Versuch zu ihrer Begleichung zu machen. Tie neue Homerulcvorlagc geht freilich nicht ganz so weit wie die früheren. Es sind darin vor allem Bestimmungen vorgesehen, durch die in den Wehrfragen und in Bezug auf die auswärtige Politik die Interessen des Reichs gewahrt bleiben, ebenso wie dem Vertreter der Staatsgewalt in Irland ein Veto gegenüber solchen Beschlüssen zusteht, die etwa das zu schassende irische Parlament zum Schaden der anderen Bestandteile des Reiches fassen könnte. Auch sind darin Bestimmungen vorgesehen, die eine Verge- ivaltigung der protestantischen Minderheit verhindern sollen, welche sich in der Grafschaft Ulster findet. In diesem, etwa ein Viertel der Bevölkerung umfassenden Teile der Insel ist der Sitz der Opposition gegen Homerule, und an diesem Punkt setzen besonders die Konservativen mit ihrem Widerlande gegen die Vortage ein. Aber auch unter den Liberalen befinden sich viele laue Anhänger und zweifellos auch zahlreiche heimliche Gegner von Homerule, wenn ihnen diese auch heute, wo die großen englischen Kolonien die Selbstverwaltung durchgesetzt haben, nicht mehr als so bedenklich erscheint wie früher. Nun konnte sich freilich Glad- 'wne noch als Empfehlung für Homerule auf das gedeihliche Verhältnis zwischen Norwegen und Schweden berufen, während der Führer der Konservativen Bonar Law jetzt auf die der Autonomie gefolgte Trennung der beiden Länder als abschreckendes Beispiel hinwies, worauf freilich wohl erwidert werden könnte, daß die Trennung andernfalls schon weit früher eingetreten wäre. Die Heimreise Des Reichskanzlers. Herr von Bethmann-Hollweg hat anscheinend die Erwartungen der Oeffentlichkeit zu seinem Aufenthalt in München wieder einmal enttäuschen wollen. Er wandelt, nach der folgenden Meldung, wieder seinen eigenen Weg: München, 13. April. Der Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg fuhr heute nachmittag beim Ministerpräsidenten v. H e r t l i n g vor und gab seine Karte ab. v. Hertling erwiderte diese Aufmerksamkeit. Der Reichskanzler ist heute abend 10 Uhr 15 Minuten nach Bad-Nauheim abgereist. Der formellen und korrekten Beziehung ist also Genüge geschehen. Ist das aber alles? Schwebt zwischen den beiden Staatsmännern gar nichts anderes als die Höflich- kcitsformel zwischen „entfernteren" Bekannten? Wenn der Kanzler auf anderem Wege seine Wünsche in München kundgibt, könnte man sich's gefallen lassen. Tie Lage, die der bayerische Jesuitenerlaß geschaffen hat, ist noch keineswegs ausgeglichen. Gerade weil er wichtige Folgen haben wird, hatte die Oeffentlichkeit es für beinahe selbstverständlich angesehen, daß der Kanzler mit dem bayerischen Ministerpräsidenten sich besprechen würde. In Bad-Nauheim. Er ist dann am Sonntag vormittag in Begleitung seines Adjutanten, Leutnants v. Sell, in unserer Nachbarstadt Nauheim mit dem fahrplanmäßigen Zuge nm 12.40 Uhr eingetroffen. Der Oberhofmeister Frhr. v. Mirbach, der bekanntlich die Kaiserin nach Nauheim geleitet hat, holte ihn an der Bahn ab, und die beiden Herren frühstückten im Sanatorium Groedel, wo Die Kaiserin nach ihrer Rückkehr vom Bade den Reichskanzler in ein längeres Gespräch zog. Tie freundliche Badestadt macht auch in diesen trüben, regnerischen Tagen einen freundlichen Eindruck. Weniger wegen der bunten Wimpel, die längs der Zritrstraße aufgepflanzt worden sind, als vielmehr wegen der schüchternen Neugier des Frühlings, der aus allen Bäumen und Sträuchern des tjcrr'.idjeii Parks hervorlugl. Aus den grün schimmernden Wipfeln hallen die Gesänge aus kleinen Vogelkehlen. Gerade im kühlen Vorfrühling läßt sichs in Nauheim schon gut sein. Seine Lage gewährt für das vieltausendstimmigc leise sich rührende Konzert des Wonnemonats gewissermaßca die wirkungsvollste Akustik. Blühende Sträucher und grünende Hecken beleben den Teich, auf dem die Wasscrsayrer sich vergnügen, meist die frohe Jugend der „eingeborenen" Naichrirner, die mit den stolzen Schwänen um die Wette rudert. Das Teichhaus hat seine gastlichen Räume schon geöffnet, und die Sonntagsgäste konnten in der offenen Halle nachmittags im Freien sitzen. 'Die kühlen Düfte und Lüfte locken aber dann zum Weiterwandeln auf die umliegenden Höhen, wo die ordnende Hand des menschlichen Gärtners, wie früher int Park, die schönsten Naturwunder hingezaubert hat. Ueberall schön gepflegte Wege, die sich bequem emporschlängeln, herrliche Waldniederungen, bis man von oben in das kleine Schluchtental nach dem Teich und der Stadt zu über freie Rasenlichtungen einen einzigartigen Ausblick erhält. Im Vordergründe die jauchzenden Laute kleiner Wanderer, die in den hängenden Hainen bald verschwinden, bald über den Rasenflächen wieder sichtbar werden, weit dahinter in blauen Nebeln die Welterau mit ihren zum Vogelsberg sich hinziehenden Höhenzügen, unter denen beständig eilende Eisenbahnzüge ihre Wölkchen gen Himmel senden. Mer das Wetter ist launig, und die schüchternen Sonnenstrahlen werden bald von leichtem Regenguß abgelöst. Er ist jedoch fruchtbar, und wenn er auch die Augenweide des Spaziergängers einschränkt, so schafft er doch das Seine, damit sich in wenigen Tagen bann umso erstaunlicher „alles, alles roenben" kann. Vom Johannisberg sieht man kaum bie Türme bes nahen Friedberg. Wie die Stabt Nauheim aber nach jener Seite sich immer weiter ausbehnt, wie die Stadtverwaltung auch hier alles zur Verschönerung ^ut/unb Statur fand Menschenhand ar mantsch zusammenwirken, bas wirb man ba oben deutlich gewahr. 'Nicht nur bie neuen Bäderbautcn haben das .Ansehen der Stadt gehoben; auch in weitern Umkreis ist uns ein liebliches, herzerfreuendes Bild erwachsen. Drunten, wo man nach der Terrasfenstraße festlich mit Fahnen geschmückte Masten aufgestellt hat, steht eine große Menschenmenge, die eben die zurückkehrende Kaiserin mit Hochrufen begrüßt; sie macht noch immer den freundlichen Eindruck wie vor vielen Jahren. Um 1 Uhr 30 Minuten ijahe der Reichskanzler bereits die Mreise nach, Berlin angetreten. Seine Ankunft dort erfolgte um 11 Uhr 42 Min. abends. X Bad-Nauhcim, 14. Aprü. Von außerhalb weilten dieser Tage und besonders beute Hunderte von Besuchern hier, die auch meistens das Glück hatten, die Kaiserin auf ihren Ausfahrten zu fe^en. Die Kurkapelle, die bereits anwesend ist, wird am Dienstag, dem offiziellen Saisonbeginn, erstmalig konzertieren. Wie verlautet, wird das Kurtheater -früher als sonst — bereits mit Anfang Mai — seine Spieltätigkeit eröffnen. L. Friedberg, 13. April. Die Kaiserin besuchte gestern nachmittag unsere Stadt. Um 3Hz Uhr fuhr sie und ihr Gefolge in zwei Automobilen zum Hinteren Burgwr herein zur Burg Friedberg. Tie Herrscyaften benötigten breje, bann daS Innere der Burggraftats und den Schlo^park. Von hier aus fuhren sie am altehrwürdigen, wieder hergestellten Rathause langsam vorüber, der Kaiserstraße entlang nach der Ockstädter Kreisstraße. Von dort über Oapadt nacy Staubeun zurück. Auf letzterer Straße stiegen die Herrschaften aus und spazierten eine Zeitling zu Fuße. Ei« Besuch der Zarin? Köln, 15. April. (Priv.-Tel.) lieber den mehrfach an- gekündigten Aufenthalt der Zarin in Bad-Nauheim verlautet, daß das Besinden der Kaiserin eine baldige Uebersiedelung nach Nauheim unmöglich macht. Die Badekur der russischen Kaiserin dürfte erst im Spätsommer erfolgen. Wie schroff die Meinungen in England einander gegen* Äerstehen, zeigen die Aeußerungcn der „Morning Post", welche Die Vorlage als „mutwillig und unsinnig" bezeich-- net, und die der „Taily News", welche davon „ein neues Gebrauchsmuster Warenzeichen tz». WM BMinhofstrawe 56 la.Referenz.8trengdiskr -......., -as die Aussichten von Homerule betrifft, so tonn die Annahme im Unterlaufe, wo die erste Lesung schon in dieser Woche ihr Ende erreichen und die zweite -i noch vor Pfingsten erfolgen dürfte, als sicher gelten. Falls, oas anzunchmen ist, das Oberhaus das Gesetz wieder bei* inirft, würde es auf zwei Jahre, also bis 1914, zurück- gestellt werden müssen, was allerdings seine endgültige Annahme nicht verhindern würde, da das Veto der Pairs i wif Grund der jüngsten ObcrhauSreform nach zwei Jahren gegenstandslos wirb und das Mandat dieses homerule- sceundlichen Unterhauses erst im Dezember 1915 abläuft. Immerhin werden bie Iren sich auch im für sie günstigsten | Fall noch einige Jährchen gebutben müssen. (Eine neue Mahregel Yuanschikais. Im Süden Chinas brodelt cs noch ganz gewaltig. Tie Truppen sind völlig desorganisiert, meutern und plmtdern. Nun hat Juan schikai eine Art von Diktator für den Süden ernannt, einen General, auf dessen unbedingte Ergebenheit er wohl rechnen kann: Peking, 14. April. Ein soeben herausgegebener Erlaß bestimmt, daß General Huang Hsing, militärischer Besehls Haber von Nanking, unter der Oberleitung Jüanschikais mit der Aufgabe betraut worden ist, die Ordnung bei den sü d lichcn T r u p p c it aufrecht zu erhalten. Er Hal über alle Heeres- und Marineangelegenheiten den zuständigen Minisierien Bericht zu erstatten, kann aber im Notfall, falls im Süden neue Ereignisse losbrechen, alle erforderlichen Maßnahmen treffen und die Leitung aller Zivil-, Militär- und diplomatischen Angelegenheiten Nankings in die Hand nehmen. Die Kontrolle der Finanzen wird ihm gemeinsam mit dem Finanzministerium Übertragern Wenn die südlichen Truppen beruhigt sind, wird das Amt Huanghsings wieder abgeschasst. Der Erlaß wird daher als sehr wichtig angesehen, weil er die Absicht Juanschikais zeigt, den Bruch mit dem Süden zu ver- meidcit uud weiterhin die stillschweigende Anerkemtung bringt, daß die Behörden des Südens noch nicht vorbereitet sind, ihre militärische Organisation aufzulösen. Ur. 88 ___Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 15. April 1912 ZEX ▲€*▲**▲**ÄTai M. ▲ I Imi AirAn Ar 11 n rAt A Al* »ä» ^Wlvliv Iw HlllVlUVlsie «■ r i 9 R# ®W Verantwortlich für den MW General-Anzeiger für Oberhessen chr"dw^gesnum!ner Kofdtionsbrucf und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. rnthi^für .Stadl und bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16s. Anzeigenteil: H." Beck vom italienisch-türkischen Kriegsschauplatz. Gin Flug zweier Lenkballone. Rom, 13. April. Tic Agenzia Stefani meldet aus Tripolis: Gestern flogen zwei Lenkballons von Tripolis nach B u ch a m c z , von wo sie, nachdem sie über zwölf Stunden in der Lust gewesen, zurückkehrten. Die Leniballons versorgten sich mit Benzin von dem vor Zuara kreuzenden Schiffe. Aus Der na wird gemeldet: l^ach im Landesinncrn verbreiteten Gerüchten verlegen die regulären türkischen Truppen und die Beduinen, dte bisher um Tobruk lagerten, wegen Wassermangels ihre Stellung nach Bomba. Aus Macabez wird drahtlos gemeldet, daß dort ein Bataillon Askaris gegen eine Abteilung Araber, die die Arbeiten am Fort Buchamezzu hindern suchten, einen erfolgreichen Vorstoß unternommen hat. Tie Araber wurden mit großen Verlusten zurückgeworfen. Sieben Askaris wurden verwundet, einer schwer. Heute wurde weiteres Maetrial ausgeschifft. Die Befestigungsarbeiten in der Oase schreiten günstig fort. Die „Agenzia Stefani" meldet aus Tripolis: Die Umgebung ift völlig ruhig. Am Samstag herrschte ein starker Gibliwind, der sich abends ^um Sturm verwandelte. Bäume wurden gebrochen, zwei kleine Observatorien niedergerissen, zwei Flugzeugschuppen beschädigt und drei Soldaten verletzt. In Ain Zara wurden Funken aus der Soldatenküche vom Winde fortgetragen, sie verursachten im Fort einen Brand, der unverzüglich gelöscht wurde. Ein Kundschafter berichtet, die Besetzung des Forts Buchamez veranlaßte ein schnelles Steigen der Lebensmittelpreise im türkischen Lager. Benghasi, 14. April. (Agenzia Stefani.) Kundschafter, die aus dem türkischen Lager kamen, erklären, dort sei ein Abgesandter Sidi Ahmeds, des Scherifs der Senussi, mit zwölf Briefen an die Chefs der Zaoujas, die auf Seiten der Türken stehen, angekommen. Darin werde ihnen befohlen, in ihr Gebiet zurückzukehren und sich dem Kriege fernzuhalten. Eine türkische Darstellung der italienischen Laudung:manöver. Konstantinopel, 14. April. Tas Kriegsministerium veröffentlicht folgende Telegramme: Am 10. April vormittags beschoss enneun italienische Kriegsschiffe unb zwei Transportschiffe Zuara. Die Beschießung bauerte bis gegen Abenb. Ein Teil ber Stabt, die Kaserne unb bie Moschee mürben zerstört. Verluste an Menschenleben wurden nicht verursacht. Am 11. April wurde die Beschießung wieder ausgenommen. Nachmittags versuchten bie Italiener zweimal zu landen, was jedoch an dem Widerstande der Türken unb Araber scheiterte. Nachdem noch drei italienische Kriegsschiffe eingetroffen waren, ließen bie Italiener brei Kriegsschiffe vor Zuara unb birigierten ben Rest ber Flotte nach Seib - Said, bas sie bombarbierten. Die Türken unb Araber fanbten Verstärkungen dahin. Am nächsten Tage befchoffcn die Italiener bie Umgebung von Seib-Saib unb landeten in Grua eine Abteilung Soldaten mit Maschinengewehren. Ten entsandten türkisch-arabischen Verstärkungen gelang es, bie Fortsetzung ber Landung zu verhinbern unb die Verbindung der Flo11e mit ben getan bei.cn Truppen abzuschne iben. Tie Türken unb Araber entfanbten von Zuara bebeutenbe Verstärkungen mit Artillerie, um bie Durchführung des italienischen Planes gegen Seib-Saib zu verhinbern und die in Grna gelandete italienische Abteilung zu vernichten. Neun italienische Kricgs- unb Transportschiffe befinden sich im Westen von Leid-Said. Line Rede des franzöfischen Ministerpräsidenten über die französisch-englischen Beziehungen. Cannes, 13. April. Poincare, Deicasse, Milterand und der englische Botschafter Bertie besichtigten heute vor mittag trotz des schlechten Wetters die auf ber Reede liegenden Kriegsschiffe unb begaben sich alsdann nach Cannes zum Festmahl. Darauf fand die Enthül lun g des Denkmals König Eduards statt. Ter englische Botschafter hielt eine Rede, in der er sagte: König Eduard gab durch feine häufigen Besuche in Frankreich persönlich dazu Gelegenheit, baß sich zwischen den beiden Ländern Beziehungen wahrer herzlicher Freundschaft au- gebahnt hätten. Ter Botschafter fügte hinzu, daß das gegenwärtige Fest bewiese, daß der Wunsch König Eduards vollkommen in Erfüllung gegangen sei. Darauf ergriff Poincare das Wort zu einer Rede, ui ber er zunächst an die Prinzenzeit König Eduards erinnerte. Als. Asthm^ Ks-s '“«a er i au|b"« und 's 5 Uhr n9A5uttQu 9 "ach'N'ilags 14 Tage. 12. Net! 2'udenvlah u . l^btn) Je nach tiröNhe ialta ufe ——- aren Preise: jOllrWO’**' SciiedefStf^.^Berrti-. ,x. ozoudeie S«l Fiinüleobid. u® 4000Perto«cO slhallesectB»*"0^ Uongretz für Zamil ensorjchung. vnb nationale Gruppen auf der Ahnentafel des Erzherzogs Franz Letzte Sitzung. Dr. H. T rille (Dresden) behandelte das Thema „Genealogie Md Sozialwissenschasteu". Infektionsträger. Prof. Dr. Dan ne mann (Gießen). Die Aerzte müssen über die Bedeutung der Rassenhygiene aufgeklärt werden, ms- .besondere auch die Studenten durch Einführung der Rafsenhygrene Bewerbers sind als Lehrfach. Seither führen die Chirurgen die Sterilisation fertigen kann. , Sanitätsrat Dr. Weinberg-Stuttgart führt bie großer« Sterblichkeit des weiblichen Geschlechts im Mittelalter unter anderem auf die schlechte Ausbildung der Geburtshilfe zurück. Dr. Auerbach -Palästina: Auch im Orient ist Frühheirat üblich. Es gibt dort Großmütter von 27 und 28 Jahren. Oft läßt der äußere Habitus der Frauen auf ein Alter von fünfzig und sechzig Jahren schließen, während sie in der Tat erst dreitzig Jahre sind. San.-Rat Dr. Weinberg-Stuttgart spricht über Pierre Leoni). Dr. von Stradonitz begnügt sich bei der Fülle des Stoffes mit einem Extrakt. Rach dem Vortrag wird ein Danktclegramm Vierte Sitzung. Tr. Römer (Jllenau) erstattete Bericht über das in einigen badischen Irrenanstalten emgeführte Einteilungsschema der Psychosen zu statistischen Zwecken. Er bringt tn Vorschlag, dieses Schema in anderen Anstalten einzuführen und die Ergebni,,e der Anstalt Jllenau mitzuteilen. Tie jetzige Statistik muß durch eine Stammliste ersetzt werden, in die auch freilebende Geisteskranke eingetragen werden. Tiefe Stammliste muß in den einzelnen Staaten zum Zwecke des Austausches eingeiührt werden. Zu einer psychiatrischen Zentrale müßte ein literarisches Depot errichtet werden zur besseren Orientierungsmöglichkett für spatere des Schneiderinnengewerbes zu fordern und volle Gleichberechtigung mit den Schneidern zu erstreben. mußte durch die Taxameter bewältigt werden. . --- .-----r - j. , . - . 111 Rc ichsv ervano u c u 4, u> c r Schneiderinnen Criolgc der Zentrali>atwn aus dem Gebiet der Tierzucht aus ist mit dem Hauptziel gegründet worden, die freie Entwickelung' die Stotwendigkeit der Zentralisation menschlicher Familien- tzeer und Flotte. Ableistung der Dienstpflicht in Kiautschou. forschung hin. Prof. Dr. Gisevius leugnet im Schlußwort die hohe Bedeutung der tierzuchtlichen Zentralisation. . Ein Vortrag von Otto Forst-Wien wird, da der Venasicr verhindert ist, von Dr. Kekule von Stradonitz - Berlin verlesen. bei welchem Gradl erbungsmatzeu erklärt sich Die eigenmnuicpe Divergenz in Schülers ° be Geheimerat Charakter, und die einzelnen Faktoren dieser Divergenz vereinigen - " - sich zu künstlerischer Leistung. In der Aussprache eewähnt Dr. Kern (Kennendurg) b« Feinfühligkeit der Geschwister Kodweis als zugehörig zumSchiller- „Vererbungslehre und Sozioloaie". Tie Lebenserscheinungen der menschlichen Gesellschaft werden teils durch die äußeren Umstände bedingt, teUs durch die Zusammensetzung der Gesellschaft aus Individuen und Jndividual- gruppen mit verschiedenen erblichen Anlagen. Die sozialen Erscheinungen sind als Reaktionen biologischer Anlagen auf die Summe der Außenfaktoren auszufassen. Die Soziologie muß neben den Außenfaktoren mehr und mehr die innerlichen in Gestalt der Vererbungstendenzen ins Auge fassen. Für die Frage nach der Degeneration der menschlichen Gesellschaft ist es wichtig, ob sich tatsächlich die minderwertigen Elemente durch besondere Fruchtbarkeit auszeichnen. Diese Frage ist nicht stichhaltig beantwortet worden. Eine große Sterblichkeit scheint ihrem Ueber- wuchern vorzubcugen. Aufgabe der Gesellschaft ist cs, die Lclektwn durch .Heiralsoerbot und Heiratsbegünstigung im Sinne des Men- an Otto Forst abgesandt. Darauf spraa- v^/eimerat Pros. Dr. Sommer über „die Familie von Schillers Mutter". Den Redner führte zu dieser Untersuchung die eigentümliche Divergenz in Schülers Charakter. Diesen Zwiespalt der eignen Natur empfand der Dichter selbst sebr wohl, und em Brief an Goethe beweist, wie sehr er nach Einheit ringt. In seinen Werken, insbesondere in Jugenogcoiusten lommt diese Antithese deutlich zum Ausdruck: auf der einen Seite Prägnanz, aus der andern großer Worereiüstum. Hieraus ergibt sich Die Frage: Entspricht dieser psychologischen Divergenz iraend etwas im biologischen Gebiet, eine Frage, die sich durch das Studium der Familie lösen läßt? Das geuemogische Material ist bei Goethe weit besser. In der Familie von Schülers Vater läßt ficht nichts Verwertbares nachweisen, dagegen in der Famüie der Mutter. Der Mädchcw- name der Mutter ist Kodweis. Urenkel eines ihrer Blutsverwandten namens Johann Jakob Kodweis (geb. am 15. Februar 1748, von Marbach nach Eßlingen verzogen), leben noch heute in Eßlingen. ' : en Ausgang. Es handelt Uns von, d'k 2. (,,. 9 *° i„ S« Durchs,7, 3 bet °d. °ber $ J'J herbe,, JS«« m?* - JtQch Äe Als erster spricht Prof. Dr. Roller (Karlsruhe) über .Lebensdauer und Geschlechter (gencra) des ausgehenden Mittelalters m Deutschland". Die Frage nach der Lebensdauer der Geschlechter ist für die Auffassung Der deutschen Geschichte des Mittelalters von größerer — * ■ r'. Sie kann nur mit Hckfe der typus. Tr. Kekule von Stradonitz (Berlin) empfiehlt zu weiteren Nachforschungen die Deszendenten Schülers, den Grafen von Gleichen-Rußwurm und Karl Schüler. Prof. Dr. Strohmayer (Jena) spricht über die „Vererbung des Habsburger Familientypus . Strohmayer hat die Uebcrtragung der beiden wichtigsten Charaktere der Gesicytsbitoung der Haosourger (starre Unterlippe und Prog- nathismus inferior auf die bayerische und sächsische Dynastie) untersucht und dabei durch lückenlose Porträtserien feststellen können, daß Habsburgerinnen ihren Typ auf ihre männlichen und weiblichen Nachkommen übertragen. Besonders deutlich ist dies bei den Wittelsbachern zu sehen, deren verwandtschaftlicher Konnex besonders im 16. und 17. Jahrhundert ein sehr enger war. Die habsburgischen Gesichtscharattere, deren Ausprägung bald starker, bald schwächer, bald einfach, bald kombiniert ist, stellen bommnnte Merkmale im Sinne Mendels dar. Damit schließt die Rachmitlagssitzung. radikale „Sißc1 e" rühmt den lauteren Charakter Brissons, — - der zu den besten Werkmeistern der Republik gehört habe I Ergebnisse. C------ -- toufca“ »=rebrteni,mün=0ambCttOä' Ä«m® S-geB- gegenüber bestätigt, daß Irland aller Wahrscheinlichkeit nach, Inzucht, selbst engste Venvandtschaftsinzucht, kann durch dem Beispiel der britischen Kolonien folgend, eigene Bries- Steigerung der individuellen Vererbung neue Rassen bilden, ge- niarl.u yamu wiroi. rmgroertigc Tiere regenerieren, neue Kreuzungsformen konstant machen. Gerade die,es ist das Hauptbestreben. Theorie und Vk-iVt-giUtg. I Praxis sind heute zum Vorteil der Volkswirtschaft in enge Fühlung Eni AuSstand der Chausteure in Hannover. getreten. Ter Vortragende demonstriert Dann Stammbäume eng» Hannover, 14. April. Seit gestern befinden sich sämt- Uscher Tiere, um die von englischen Züchtern geübte weitgehende lichc Chauffeure Der Adlerwerke, die den Kraitdroichkenvertehr Inzucht zu beweisen. in der Staat zu besorgen haben, lvegen Lohnstreitigkeiten im Aus- In Der Aussprache sagt Dr. Robert Müller-Dresden, üu stände. Der starke Verkehr zu den heutigen Pt er Der en neu daß er aus vier Höringen Ziegen durch Inzucht sunfhörnige ge» I bcIf7eil Gesetzes vorzunehmen, mußte durch die Taxameter bewältigt werden. macht habe. Pros, grälich-Jena wem im Hinblick aus die« Tas erzherzogliche Geschlecht ist wegen seiner fast lückenlos bekannten Ahnenreihe zu derartigen Untersuchungen besonders geeignet Hoher „Ahnenverlust" (durch Verwandtenehe) besteht bis in sehr weit zurückgehende Ahnenreihen. Die Blutmischung setzt sich aus romanischem (franz., ital., span.), slavischem (poln.) ferner niederländischem, portugiesischem und englischem Blut zusammen. Das deutsche Blut sinkt nie unter 50 Pro;., auch nicht in d'cn ältestbekannten Ahnenreihen. Der GmluB verschiedener Nationen wird dann für eine Reihe von Generationen aufgesührt. Interessant ist die Frage nach einzelnen bekannten Persönlichkeiten unter denen sich auch drei Papste, zahlreiche Dichter und Sckwft.uetlcr (Gros von Hoh.nberg, Der Cid) und mehrere Heilige (Gregor der Erleuchter) befinden. In der schlesischen Linie sind Kaufleute zu verzeichnen (die jüdischen Bankiers Darnach mühte eigentlich die Züchtungslehre lange erfolgreich entwickelt sein, was nicht zutrifst. Falsche Theorien führten zur völligen Vernichtung mancher Rassen, während im Gegeniatz dazu die Praxis, z. B. Die mit kostspieligem Material arbeitenden Gestütsverwaltungen, ihre eigenen z. T. ganz neuen Wege gingen. Nun machte sich als Reaktion Die Lehre von Der „Jndividual- polenz" geltend, d. h. man stellte die Vererbung der direkten Eltern in Gegensatz zur Vererbung der Voreltern, welch letztere man zu verneinen geneigt war. Auch hier widersprach die Praxis der Theorie. Planvolle Quellenstudien wie sie jetzt auch im Gießener landw. Institut durchge,ührt werden, zeitigten bessere Gegenwärtig werden Derartige Untersuchungen an " ' 5 unter» Für junge Leute,, welche das Ausland kennen lernen und zu diesem Zwecke ihrer Dienstpflicht außerhalb Deutschlands genügen wollen, bietet sich unter anderem Gelegenheit dazu durch den Eintritt als Drei- und Vierjährig-Freiwilliger beim 3. Seebataillon (Marine-Infanterie) oder der Matrosen-Artillerie-Abteilung Kiautschou (Küsten-| artillerie), beide in Tsingtau (China). Das 3. Seebataillon besteht aus 5 Kompagnien Marine-Infanterie, wovon die 5. Kompagnie, für die in erster Linie die Vierjährig-Freiwilligen bestimmt sind, beritten ist, 2 Maschinengewehrzügen, 1 Marine-Feldbatterie (reitende Batterie), 1 Ma- rine-Pionierkompagnie in Tsingtau und dem Ostasiatischen Marine-Detachement in Peking und Tientsin. Die Einstellung erfolgt im Oktober 1912, die Ausreise nach Tsingtau im Januar oder Frühjahr 1913 für das 3. Seebataillon bzw. Januar 1913 oder 1914 für die Matrosen-Artillerie- Abteilung, die Heimreise für beide Frühjahr 1915 oder 1916. Bedingungen sind: Mndestens 1,65 Meter groß (für den Eintritt bei der Matrosen-Artillerie-Abteilung auch 1,64 Meter), kräftiger Körperbau, gesunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1893 geboren (jüngere Leute nur bei besonders guter körperlicher Entwicklung). Für den Dienst bei der Matrosen-Arkillerie-Abreilung werden Techniker, Elektrotechniker, Monteure, Mechaniker, Chauffeure, Schuhmacher und Schneider besonders bevorzugt. In den Standorten in Ostafien wird außer Löhnung Und Verpflegung eine Ortszulage von täglich 0,50 Mark gewährt, die sich bei den Vierjährig-Freiwilligen im vierten Dienstjahre auf täglich 1.50 Mark erhöht. Meldungen mit genauer Adresse des , . unter Beifügung eines vom Zivilvorsitzenden der Ersatz- nur ungern aus. tommission ausgestellten Melbescheins zum freiwilligen Prof. Tr. R o s e n f e l d (Münster). Ter Chirurg darf nur die Diensteintritt aus drei bzw. vier Jahre an das Kommando I Sterilisation als Therapie ausführen. Bedeutet die Steruifierung —---------- , - . . ho« 3 Stammseebataillons in Wilhelmshaven bzw. der keine therapeutische Maßnahme, so darf sie selbst auf Wunsch nicht Bedeutung als bisher erkannt ist. ... KtammXeüuna^be7“jiat"ofen"artt fern RmutiÄou in Gur» votäenommen »erben. Rechtsbrecher, die nicht gleichreitig psych«. genealogüchen Statislit gelöit werden. Dte hutoresche Stahftil 1 Uttuienestiaut|ci)OUinLU£ f. Mrfcn nid)t sterilisiert werden. kann sich ihr Material zur Betrachtung Don Bevollernngsbew«. l;abcn du itcl)ten. syrof. Tr. Rissel (Karlsruhes. Ehe wir nicht genaue Ge, guugen int Mittelalter in bet Kauptsache nur aus «tammtaleln --, setze festgestellt haben, ob, inwieweit und welche GeisteskrankheüenI beschaffen, die in jene Zeiten -urückreichen, wodurch die Unter» XiOlOnWll« I erblich sind, sollten wir üb^r diese Frage nicht verhandeln. I suchnng dieser Bewegungen (Der Lebensdauer z. B.) auf Die Der Gouverneurswechsel in Deutsch-Ostafrika. Im Schlußwort führt Tr. Ob er Holz er aus: Eine un-höheren Geburtsstände und auf deren erwachsenen xer uouvetneurdrocajiei m ^cui|iy vuuiina. günstige Wirkung der Sterilisation trüt nicht ein, da ja die Glieder beschränkt wird. Das so gewonnene Material ist llein Berlin, 15. April. In politischen Kreisen verlautet, daß! sekretorische Gescylechtsdrüse nicht entfernt wird. Tie libido fe» I aber innerlich durchaus einheitlich. . die Neubesetzung des Go n v er neu rpo stens von xualis wird herabgesetzt; dies ist vom Alter abhängig. Die Im Mittelalter war die durchschnittliche Lebensdauer kleiner Deutschostafrika durch Den bisherigen Direktor im Reichs- H^dität ist in Den bis jetzt kastrierten Fällen von Geisteskrank- als im 18. JahrhunDert und noch geringer als in Der heutigen kolonialamt, Dr. Schnee, unmittelbar bevorstehe. Zum Direktor ^it sicher nachgennesen. Die Vasektomie als Eingriff ist nicht Zeit. Das weibliche Geschlecht zeigt außerdem noch eine kürzere im Reichskolomalamt wird cm früherer Gouverneur ernannt. “Ster gefährlicher, wie etwa eine Impfung. Tie Sterilisation als Körper- Lebensdauer als das männliche, umgekehrt also, tote im vorletzten bisherige Gouverneur von Dcutschostaftika v. Rechenberg dürste Verletzung im juristisckjen Sinne ist im Interesse der Gesamtheit und letzten Jahrhundert. Beide Erscheinungen hängen damst einen Gesandtenposten erhalten. berechtigt. Bei gesetzlicher Erschwerung der Ehe wird unehelicher zusammen, daß man damals in früheren Altersstufen zu heiraten l 1 . . - 1--l" I Verkehr dieselben Folgen heraufbeschwören. I pflegte, während die Ehedauer nicht verlängert war. Diese bis- Ausland. Prof. Dr. Gisevins»Gießen behandelt das Thema: her Nicht beachteten 2^6^061^111111)6 haben aus den Verlauf Der französische M r n i st e r p räsident B r i s - Ersahrungen üb °r Ti °r, ü chtu n g B8o?bnuligtb£6^mitttiaüer^'unb .n sonrst am Sonntag gestorben. Für die markante Stel- Ev führt aus: Bei wildlebenden Tieren unterliegt die Zucht- den srübneuzeitlichen partikularen Landrechten bis ins 18. Jahr» lung, die Brisson im Partcileben Frankrnchs innehatte, sind mahl dem Zufall. Beim Menschen spielen bei der Eheschließung hundert hinein wieder, und sind ihrerseits daran beteiligt, daß die Nachrufe bezeichnend, welche ihm die Blätter widmen, verschiedene, vor allem soziale Momente, die Hauptroll^ Im I Deutsche des Mittelalters uns psychologisch ferner gerückt Das Urteil, welches die nationalistischen und gemäßigten Gegensatz hierzu regelt der Mensch bei Haustieren die Zuchtwahl. die kurze Beit von vier Jahrhunderten allein recht- rqmblilauischc» Blätter über Briston fällen, ist von rück.'"-----"c‘- - fichtsloser Schärfe erfüllt. Das „Journal des Dö- b ats" spricht dem Verswrbenen jede hervorragende Eigenschaft ab und meint: Sein „Verdienst" war, daß er der Freimaurerei angehörte und sein ganzes Programm bestand in einem leidenschaftlichen Antiklerit'alismus. Der „Tcmps", dessen Mitarbeiter Brisson unter dem Kaiserreich gewesen war, hebt die Verdienste hervor, die sich der Verstorbene um die Republik erworben habe. Der Das Thema lautet „A hnenverlust Sie Wie auf: 3nd (im ‘'n9 *e ;n Client des nWWJ auf' bünDuK ' ja|fadK gebcn^ (jutdi die Seiahren o M UV über feine MM ^ss°nMr°t.Tr. flBanne-Mlamm fei nie ter ®eiM“ % Tanad) hall Gel tag übet „9? e n a i) Tie HunflVrobuB 3iünbe. Ml mai Ucziilbe Gebiet ul * biologijchen ■ $ti Sehnet hat die piinhtn betrachtet. Talfache, da 1500 iinglivöhM t xriockche, hat 6ü ijogtn? und die en idntibffl der Tchönhi all« geiftigen Inter Den wlüifien Veth hLiptM Toskanas Ma auf die Erdi Tiefe Eckärungsvch Theorien ftüden filh zeichnende Zieude Qi pcrmaniiditm Blut logische etubien über haben sich an der Lö die endogenen Theo muß biologisch ange Tie Florentiner Mitararislokralie dem Kunsigmerbe bei beiden tritt ilus ihrer soäteren Problem erklären. Tie &cnea[oaie mthodisrh-biologi/ch. jeiiellt, dann könne, üükend hinzutrcken. Geheimerat Prof, bet „Eugenies Edueat w Great Britain". WWt Entwiilelu Dtitttungibeilitbnnge getnlt, datz in ontfiöiicn merden fc , Rechtsanroalt T uijen ,rebungen ^le^iwtiö, wenn schließlich wird ^genommen mit de 3n|titut für •»ÄÄ m. :ln ranrstaq n- ®«i< k" 5 h' nach de ctabt, N- •4 ? °uz, öl im tn ta8en mög du' 'iw@t riir- «LIS Neit Mm Hf«- äuRerft te: Ä ufli et d-n Thron bestieg, fuhr Poincare fort, hat König Eduard die in ihm schlummern den Schätze der Klugheit, Weisheit uudGe- schickttchkeit in ausgezeichneten polituchen Eigenschaften zu on^ baten verstanden. Bewundernswert war serne Kenntnis der utc- gietenDen und Regierten Europas. Er 'tellte seine Erfahrung und natürlichen Scharfsinn m den Dienst einer sehr loyalen Politik des Friedens. Komg Eduard hat England nicht gewaltsam aus Der splenDid?solatwn herausgetissem sondnm methodisch Die notwendige Entwickelung vorbereitet. Er wußte dm Reginungcn und Böllern Europas gmchtfertlgtes Vertrauen zu dem guten Willen des englischen Volkes urü> der Regierung einzuflößen. Poincare wies sodann darauf hin, wie glücklich König Eduard Die langen Mißverständnisse zwischen Frankreich und England beendete. Er hat sofort Die Kombination als möglich und wünschenswert erkannt. Die, ohne irgendeine der in Europa bestehenden Ententen und Allianzen zu verletzen und ohne gegen irgendjemand einen herausfordernden offensiven Charakter zu Forscher, tragen zwei große europäische Nationen m dem,gemeinsamen Darnach spricht Tr. Emil Oberholzer über Wunsch nach Frieden zu gemeinsamer Arbeit zusammenfuhren „Sterilisierung von Geisteskranken sollte König Eduard hielt den und geisteskranken Verbrechern aus sozialen und rassenhygienischen nicht für notwendig, wndern .iah es al^ ausreichend a , <3ei der Bekämpfung Der auf ererbter Grundlage Völker art gegen,eckige Wurdigung cntfieljenben Geisteskrankheiten unD ihrer Folgen ist Die Aus- d^sellien Sstine hch auch Frankreich diese 'Politik Der enteMe dauernde Internierung ist nicht nur sehr hausig aus ökonomischen Eduards treu beT irfirnfe- Die meisten Irrenanstalten mit beständiger lleberfüllung. Ter fAtovtr™ 'T-riPhenS unter allen Nationen ist Staat aber soll seine Mittel nicht fortgesetzt und in vermehrtem Lande und ^u Wasser StreitFräfte unterhalten würde, für viele eme ungerechtfertigte Harte bedeutem Nach der muß die imstande sind die Interessen zur Geltung zu bringen künstlichen Unfruchtbarmachung Dagegen konnten die Betreffenden und zu verteidigen Um'für den Schutz seiner Rechte und seiner der Freiheit zuruckgegeben und ihre Arbeitsfähigkeit zu lhrem.^^^acy naa) izBilligen verzogen), icoei Würd? ru foraen muß Frankreich zuerst auf eigene Hilfsquellen Lebensunterhalt verwendet werden, zugleich wurden die Walten ^ßon diesen nahm die Untersuchung ihr .. ^ Menschen und Geld,bsowie auf die eigenen Flotten- und Militär- entlastet und Staat und Gesellschaft vor minderwertigen Nach» ,-^ch besonders um eine Marie und Bertha Kodweis, die in Etz- stteitde rechnen Aber die aus sich geschöpfte Autorität be- kommen und weiteren Verbrechen (Kindsmord, Sexualverbrechen) ^ngen eine Wirtschaft betreiben. Morphologftch konnte an ihnmi Wt sich großartig infolge der U n t e r st ü tz u n g durch die geschützt. Ter Vortragende bespricht dann die Matznahmen zur starkes Hervortreten Der Backenllwchen, Ächlefstehen der Lrd- hibl omatifebe Aktion seiner Freunde und V er -Unfruchtbarmachung und kommt Dann zu dem Schluffe, daß das sparten und bei Marie blaugraue Augen mit einem Stich ins b ü n beten Veraessen wir nicht, daß König Eduard zuerst die Verfahren von Gesetzes wegen nicht nur rm Einverständnis mit den ^^liche festgestellt werden, Eigenschaften, die auch bei schiller freundschaftliche Zusammenarbeit Frankreickfs und Englands be- Betreffenden und Deren Angehörigen, sonDern auch ohne Deren uni) seiner Mutter deutlich hervortraten. Bertha hat eine auf» aünftiflte, einleitete und fortführte. Zustimmung angewendet werden könne. fallende Aehnlichkeit mit Schiller. ----- * An den interessanten Vortrag schließt sich eine lebhafte Aus- Der Name Kodweis deutet aus slawische Herkunft (Kotwitz, Kod^ spräche an. Tr. Tille (Dresden) führt aus: Der Vorredner witz), eine Annahme, die durch eine Familientradition, Wonach hat als Schweizer eine größere Freiheit, in seinen Forderungen Urahnen aus Polen eingewandert sem fallen, verstärkt wird. In zu Teutschland werden diese großen Widersprüchen begegnen. Die psychologischer Beziehung ist unajug. Daß in Der tfamilie primitive breite Masse hat keine Einsicht in die Notwendigkeit solcher For- künstlerische Talente erblich sind. Dagegen keinerlei gemale Anlagen. Derungen. Sie sind augenblicklich völlig aussichtslos. Tagegen Der Schillertypus, der sich zusammen,etzt au5 den lunsllen,chen müßten in die Standesamtsgesetze Bestimmungen zur Vermeidung Momenten und den morphologischen Eigentümlichkeiten (schiefe von Ehen mit psychiatrisch ungünstiger Prognose ausgenommen Lidspalte, Backenknochen), Die den Schluß auf einen slawi,ck)cn werben. (ober mongolischen) Einschlag rechtfertigen, stellt eine erbliche cts- ei; f; o « r* o; n meint bie Sterilisation I Variante in Der Fatmilie bar. ^jn dieser hat sich frühzeitig ftawisches von Geisteskrankheit bie Sterilisation einzusetzen habe. Gehermerat Prof. Tr. Sommer (Gießen) meint, baß Tr. Oberholzers Vorschläge zwar sehr suggestiv seien, be Fakta aber handelte es sich um eine Körperverletzung im juristischen Siirne. Tas liebel liegt in der primären Eheschließung. Eine solche erfordert aus rassenhygienischen Gründen eine strengere Ueberlegung, wie dies bisher geschehen ist. In diesem Sinne müßte eine Volksbewegung beginnen. Im Gebiet der Regeneration ist mit Gewaltmaßregeln nichts zu machen. Tie Ursache, die psychiatrisch bedenkliche Eheschließung, müßte unterbunden werden. Dr, Crzellitzer (Berlin): Am besten ist ein ärztlich individuelles Vorgehen zum Beispiel auf Wunsch. Tie Sterilisation muß also Therapie, keine sozialmedizinische Maßnahme sein. Tie Quelle des Unheils ist nicht der uneheliche Verkehr, sondern die Ehe. Als abschreckendes Beispiel diene ein Berliner Verein, der die Ehe von Blinden begünstigt, ohne sich um die Vererbung von Augenleiden zu bekümmern. Tr. Auerbach (Haifa, Palästina): Bei geeigneter i Auswahl der Fälle darf man sich dem Vortragenden anschließeii. Frl. Tr. v. Manteuffel (Berlin-Wilmersdorf) meint, daß man Geisteskranke ebensowenig sterilisieren dürfe, wie syphilitische wieder Ausstiege unternehmen zu können. cüienen, Lokomoliven und Waggons verkauit. Märkte. Mk. O di f e n. 81-89 44—48 46-52 83—93 Zbenso wie bei der 1. Teilstrecke ganz gewaltige Differenzen Forderung hatte die Firma Rampl in Badisch-Rheinfelden 43-00 90-00 57.00-59.00 73.00—75.00 darunter Gebr. Gries - Herborn 56.50—57.50 72.00—74. >0 I. Ziwicki-Gießen 58.00—59.00 73.00-75.00 Der 57.50-59.00 72.00—74,00 a- gieren ihren Betrieb eniüclien mußten, würde man so leicht nicht daran glauben. Ter — nickst iür die Unternehmer, wohl aber für die Welt — amüsanteste Fall trug sich in Vennsnlvamen zu. Eine 'wu.pe von Fmanzleuten baute aus svontauein Entschluß eine Bahnlinie von Forest-City nach Gellysburg, ließ BahnHö'e er- ricksten und Züge verkehren. '.Uber — ein in der Geschichte der Eisenbahnen einzig bQiiehenber Fall - es stellte sich auch nicht em Fahrgast em Nach zwei Monaten mußte das Personal entlassen weiden. Jetzt überivuckiert Gras die Schreiten und die Ge- scllschait erivmtet bessere Zeiten, die ober vielleicht nie erscheinen werden. 9lid)t Io schlunm, ober schleckst genug erging es der Ge- sellichast, dre im . ohre 1902 eine Bahn zwischen eincoe und Louisville in Kentucky baute. Sie löste sich vor drei Jahren end, weil nn ganzen Jahre 1908 die Einnahmen nur — 697 Dollar betragen hatten, die Ausgaben aber 12 333 Dollar. Wie diese Lime mußte dieser Ta„e auch eine andere von der Karte gestrichen werden Es handelt sich um ein ganzes Eisenbahnnetz in der Umgegenö von Emcmnati, das durch neueröfineic Autobus linieii fonkrlrrenzunmhig gemacht tvurde. Vorn Erdboden Der schwunden ist auch die „Hecla and Torck Lake“ genannte Linie in Michigan. Sie lährte von Ealumet nach Lac Linden, ihr Bestand ivar 15 Lokomotiven und HOi) Waggons und ihr Zweck in erster Linie, Mineralien zu be'örbcni. r ie Gruben sind aber jetzt er- scliopst, au, i astagiere mar nicht zu rechnen, und so wurden AvrwfofrW Haematagen Marke „H-Ring" aus der Fabrik AdolF Rommel cCcJianau. ZubeziahHLdnuhdießrD^erienu.hnlDniabijacED^eschäfte» iverden. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle und bekämpjte den Brand mit drei Schlauchleitungen, so dag nach etwa einer Stunde das Feuer abgelöscht mar •• Zum Bürgervereins-Versammlungsbericht Luftschisfahrt. Zweiter deutscher Zuverlässigkeitsflug am Oberrhein. iprochen habe. Starkenburg unD Rheinhessen. rm. Darmstadt, 14. April. Zu den Prüfungen an der Techn. Hochschule, die muß biologisch angefaßt werden. Die Florentiner Geschichte läßt zwei Klassen beobachten: Tie Militäraristokratie und. die Bürgeraristokratie, die auf dem Kunstgewerbe beruht. Beide geraten in Konflikt, bei beiden tritt eine Auslese, eine Hochzüchtung ent. Aus ihrer späteren Vermischung läßt sich das Renaissance- Lu g e l b a ch mit einem kurzen Vortrag über daS Prüfungswesen die Verhandlungen em. Er besprach die Frage bei Zulassung zu den Prüfungen, die Abgrenzung der Bezirke, du Prüfungen der in Großbetrieben auSgebilb^ren Lehrlinge, bn Tätigkeit und Ausgaben der Beisitzer, die Bewertung bei üeielleustücke, insbesondere auch die Bewertung der theoreti. chen Prüfung, die Ausbildung und Prüfung der weiblichen Lehrlinge uiw. Eine anregende Aussprache ergab eine Klärung der einzelnen Fragen, so daß mit der Versammlung elbst der Zweck der Aussprache vollkommen erreicht mürbe. •* Stenographie. Die Stenographen-Gesellschail Babelsberger eröffnet heute abend im Hotel Einhorn Lehrgänge für Stenographie und Schreibmaschine. Für Vereins- mitglieöer und Teilnehmer am Anfängerkursus beträgt bas oonorar für den Schrelbmaschmenkurs 2 Mk. •• Brand. Die in der Nähe der Kliniken bei der .Schonen AuSsichf gelegene, fast ganz von Holz erbaute Isolierbaracke (log. Cholerabaracke) brannte heute morgen vollständig nieder. In ihr berauben sich zwei Blattern- kranke. Tos Feuer entstand in dem Ausenthaltsrauni der Krankenschwester durch Explosion eines PelroleumosenS Während sich die Schwester im vorderen Raume mit der Pflege der Kranken beschäftigte, mar der Brand ausgebrachen und schon so weit verbreitet, daß zunächst an Herausbringung der Kranken — die in einem ziemlich isoliert liegenden KliuilS- gebäube untergebracht wurden — und bann erst an Herbei- uolung von Hilie znm Brandlöichen gedacht werden konnte. zwischen der höchsten und niedrigsten Forderung. Tie höchste Lin Unfall öes .Lchütie-Lanz». Schwetzingen, 13. April. Das Luftschiff „Schütte- Lanz" wurde heute vormittag nach 11 Uhr aus der Halle bei Rheinau gezogen und ist um 8412 Uhr zu seiner ersten Fahrt in diesem Jahre aufgestiegen. Nach verschiedenen, sebr schönen Manövern ging das Luftschiff plötzlich hinter Brühl aus den Schwctzinger Wiesen, wie es heißt, infolge Steuer- und Motorschäden nieder und zwar so rasch, daß es sich mit der vorderen Gondel und der Spitze in die Erde eingrub. Die Personen, die sich in der vorderen Gondel befanden, wurden heraus- geworsen, darunter auch Professor Schütte. Der Monteur Jakob Gattung erlitt einen Rippenbruch und Brustverletzungen und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Die anderen Insassen blieben unverletzt. Das Luftschiff stieg sodann, nachdem der ganze Wasser-Balast entleert worden war, wieder sehr rasch in die Hohe, worauf auch der andereMotor versagte. Das Luftschiff wurde über den Rhein getrieben und landete bei Altripp auf felsigem Boden, 400 Meter vom Strom entfernt. Man brachte dann das Luftschiff auf dem Landwege und über den Rhein nach Anz.E) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktprei ie. Weizen (hiesiger, Alk. 23.75—24.00, Kurhessischer Mk. 23.75—24.00, Wettercmer Mk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Alk. 20.50 bis 00.00, Gerste (Wetterauer) Gerste, Franken, Pfälzer, Ried nicht gehandelt, Hafer Alk. 21.75—22.00, Mais Mk. 17.80 bis 18.25, Weizenmehl 0 Mk. 32.25—32.50, Weizenmehl I Alk. 30.26—80.60, Weizenmehl III Alk. 27.25—27.60, Dtoggen- niehl 0 Mk. 28.00—28.25, Roggenmehl 0/1 Alk. 27.00—27.25, Roggenmehl I Alk. 23.25-23.75, Weizenkleie Mk. 14.00-11.50, Weizenichalen Alk. 14 50 — 14.75, Roggenkleie Alk. 14.00—14.50, Malzkeime Mk. 13.00—14.00, Biertreber 16.00—16.50, Raps nicht gehandelt, Weizenfchalen 13.50—13.75. Alles per 100 Kg. ab hier. fo. Frankfurt a. M., 15. April. (Orig.-Telegr. des »Gieß. Anzeigers*.) Kartoffel markt. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 7.75—8.50, im Kleinhandel Mk. 9.50—10.50 für je 100 Kg. 10 Uhr in Steins Garten eine außerordentlich gut besuchst Versammlung der beteiligten Kreise statt, die über die Durchführung der G e se l l e n prüf u n g e n im Groß- Herzogtum Hessen beriet. Der Zweck der Versammlung war, eine Aussprache über bie im Laufe der Jahre gesammelten Erfahrungen herbeizuführen, etwaige Wünsche auf Aenderung ober Verbesserung des Prüfungswesens zu Horen und an Ort unb Stelle einer eingehenden Besprechung zu unterziehen. Anwesend waren von der Handwerkskammer die Vorstands- miitglieder Petri II., Gießen, Same8, Darmstadt, und Syndikus Engel bach, Darmstadt, der Vorsitzende der Orls- cgewerbevereme, Innungen, Gesellenprüfungsausschüsse, sowie zahlreiche, sich ebenfalls für die Prüsungsfrage interessierende Personen. Nach Begrüßung der Versammlung durch das sind jetzt die eingegangenen Angebote eröffnet; sie zeigten Geringere Mast- und gute Saugkälber - ---- Geringere Saugkälber...... 6d)o ie, ti VS] kanadireffltfdteSdfflhnEtlß KammervorstandSmitalied Petri II., Gießen, leitete Syndikus der Halle. Auch das Gerippe und die Motoren find vollstem g — intakt geblieben, nur der vordere erlüge! wurde verbogen. Die Ausbesserungen werden indes als so geringiügig f>cjcid)net, daß die Verwaltung glaubt, bereits Ende der kommenden Woche Universitäts-Nachrichten. Bar-le-Duc, 13. Aprll. Ter Offizierflieger Leutnant _ Von her Akademie Frankfurt a. M. Als Privat- Beaucourt ist bei Laimont im Departement Meuse tödlich ab» dozenten sind Dr. phil. K. Fleischer für Ehe» ie und Dr. phil gestürzt. M. Wertheimer für Philosophie an der Akademie zugelaffen----- --- ■ ■■ - - ■ -----------— morden. Sie werden ihre Lehrtätigkeit dem Soininerfemester ^^WWWW^WW^^^MWWWWWWWWIWIWIW^ beginnen. T ireiajen oioiogilwen joetiyuuninen mu n u n ii i c i yuw.,. teilt unS Bahnhofsvorsteher Fiedler mit, daß er für die Ter Redner hat die Zeit der Renaissance unter diesen Gesichts- >^e,tersührung der elektrischen Straßenbahn bis Wteseck ge- eine häusliche Trinkkur mit der •***• Aesmannshäuser Llthion thermal quelle Broschüre frei durch Brunnenverwaltung Gichtbad Assmannshausen am Rhein. i Ihre letzte Sendung habe Ich bei chronischem, heftigem Blaeehkzi- tarrh mit recht gutem Erfolg angeutendel. Medidnalrat Dr. R. k B. Depot für Giemen: Jean Weisel, Tvlephon »35. Problem erklären. Die Genealogie muß die Probe darauf machen, indem sie methodisch-°biologisch vorgeht. Sind die biologischen Momente fest- aestellt, dann können exogene und endogene Momente unterstützend hinzutreten. - Geheimerat Prof. Dr. Sommer verliest dann einen Vortrag 30 Firmen eingereicht, der „Eugenics Education Society" über „The Eugenic Movement 492 233 Mk., H. Weimer-Gießen 485 077 Wik., Hoch- und in Great Britain" Darin wird ein lleberblick über die ge- Tiefbaugesellschaft-Gießen 493 217 Mk. ichichtlickie Entwickelung und den icfcigen Stand der Ras,enver- a Q77 qnp lwsserungsbestrebungen in England gegeben und gleichzeitig mit- 426 414 Mk., I. G. Muller tn Wetzlar 421 977 Mk. geteilt, daß in England ein Lehrstuhl für Entwickelungslehre Zuschlag ist noch nicht erteilt. geschaffen werden soll. ch. Vom Mittelrhein, 12. April. Der in St. Rechtsanwalt Dr. Br ei mann meint, man J>ür;e ben eng- Goarshausen abgehaltene Kreistag gab feine Zustimmung zur Errichtung einer elektrijchen Ueverlandzentrale. Sämtliche Gemeinden des Kreises sollen an dieses Wer angeschlossen werden. In gleicher Weise sollen auch die Kreise St. Goar und Unterlahn mit elektrischer Ener- punkten betrachtet. Tie Tatsache, daß die zwei Jahrhunderte von etwa 1300 bis 1500 ungewöhnlich viel lebende Menschen besonders in Florenz hervorbrachte, hat bisher zwei Erklärungsmethoden gesunden: bie xogene und die endogene. Tie exogenen Erklärungsmethoden ichreiben der Schönheit der Florentiner Landschaft, der Kreuzung aller geistigen Interessen in Florenz, als der Verkehrszentrale, den politischen Verhältnissen, der sozialen Umschichtung in der Hauptstadt Toskanas, schließlich auch mystischen kosmischen Einflüssen aus die Erde das Zustandekommen der Renaissance zu. Diese Erklärungsversuche sind alle unzulänglich. Die endogenen Theorien stützen sich aus die angestammte, die Florentiner au--- zeichnende Freude am Bilden. Ferner auf die Vermischung nut germanischem Blut durch die Langobarden. Individualpsychologische Studien über periodische Schwankungen am Einzelmenichen haben sich an der Lösung des Renaissanceproblems verrückt. Auch die endogenen Theorien zeitigen kein Ergebnis. Tas Problem angenommen mit dem Wortlaut: „Ter Kongreß erachtet es für dringend notwendig, daß em deutsches Institut für Familienforschung, Bererbunas- und Regene- rationslehre geschaffen wird, das die Zusammenarbeit von Natur- wissensmaften und Geisteswissenschaften ermöglicht." Geheimerat Pros. Tr. Sommer, auf den ein dreifaches Hoch ausgebracht wird, schließt den Kongreß um 1 Uhr Am Samstag nachmittag folgte die Mehrzahl der Kongreßmitglieder einer Einladung der S t a d t G i e ß e n auf den Schiffenberg. Eine stattliche Zahl von geschmückten Wagen brachte die Gesellschaft nach kurzer Rundfahrt durch die Stadt über die Hobe Warte nach dem Schiffenberg, wo eine reiche Tafel der Gäste harrte Geheimerat Pros. Dr. Sommer dankte dem Vertreter der Stadt, Beigeordneten Keller, im Namen des Kongresses nochmals aufs herzlichste. Beigeordneter Keller sprach bie Hoffnung aus, daß der Kongreß in späteren Jahren wieder in Gießen tagen möge. San.-Rat Dr. Weinberg-Karlsruhe gab im Namen der auswärtigen Gäste seiner Befriedigung über Pollfleischige, ouSqemäftete, höchsten Schlacht- x; 1 p 10 m - wertes, 4-7 Jahre all........ , morgen ve- bie „och nicht gezogen haben (ungejochte) ginnen und zehn Tage dauern, Haden sich 160 Kandidaten Junge fleischige, nicht ausgemästete und allere lemelbet, darunter im Hochbaufach 33, im Bauingenieurfach ausgemästete . 'e „........ 36, im Kulturingenieurfach 1, im Maschinenbaufach 53, für Dollfleischige, ausgewachsene,' höchsten Schlacht, die Papierfabrikation 6, Elektrotechnik 18, Chemiker 8 unb Bollfteischige, jüngere ...... . . Die Genealogie ist eine selbständige Sonalwissenschaft im weiteren Sinne. Tic Genealogie löst die Gesellschaft in Familien auf: Tie Familie ist das Analogon der ,,Körperzelle", nicht die Summe der Individuen, als welche sie die Sozialwiffenschast (im engsten Sinnei auffaßt. Diese bedient sich der Statistik, wodurch nur ein Querschnitt durch die Gesellschaft übersichtlich wird, während die genealogische Forschung den Längsschnitt darbietet. Es folgt ein Vortrag von Herm. Friedrich Macco (Berlin mit dem Titel: „Bringt materielles ober soziales Ansteigen den Geschlechtern in rassenhygienffcher Be iehung Ge ah en?" Tie Untersuchung ist angcftellt an den Mitgliedern und Familien des adeligen Schöfscustuhls der ehemaligen freien Reichsstadt Aachen und bis auf das Jahr 1189 zurückgeführt. Eine kurz und bündige Antwort auf die im Thema gestellte Frage ist nicht zu geben. Tie Tatsache des Eintritts von Söhnen in den geistlichen Stand ist für das Erlösen der Familie keine ausreichende Er- närung. Turcki die Aachener Schöffenfamilien wird offenbar bestätigt, daß nicht der langsame, sondern der schnelle Aufstieg mit Gefahren verbunden ist. In der Verheiratung der Neuschössen mit Töchtern alter Schöffengeschlechter ist als erste, schwere Gefahr für die Nachkommenschaft anzusehen. Tas Anschwellen des Vermögens und damit der Beginn bisher unbekannten Wohllebens, Verweichlichung anstelle der durch dauernde Arbeit geförderten und erhaltenen Kraft, Energielosigkeit bei Schicksalsschlägen vollenden bann ben Verfall, ben Rückgang, bas Erlöschen. Heutzutage wird das Fortblüheii der Familien weniger durch die kinderlose Ehe als durch Ehelosigkeit bedroht, und hier darf bie Frauenbewegung mit ihren Uebergriffen, dem gewaltsamen Sich- selbstänbiamachen nicht übersehen werden. Tr. Ke k ule von Stradonitz berichtet in der Aussprache über seine gleichgerichtete Untersuchung an dem Geschlecht der Fugger. Sanllätsrat Tr. Weinberg meint, die Untersuchung tm Mannesstamm sei nicht ausreichend. Als Grund des Aussterbens der Geschlechter kommt auch die größere Ehelosigkell bei sozial Hochstehenden in Betracht. Ta nach hält Geheimerat Prof. Dr. Sommer einen Vor- lischen Bestrebungen keinen Vorsprung gewähren. Dazu ist private Hilfe nötig, wenn die offiziellen Körperschaften versagen. Schließlich wird vom Kongreß eine Entschließung •• Lehrerpersonalien. Zurückgenommen wurde Versetzung des Lehrers Wilh. K eipper zu Bernsburg au: 2. Lehreritelle an der Gemeindeschule zu Weiten-Gesäß. " Gesellenprüfungswesen. Auf Veranlassung Hess. Handwerkskamnier fand am Sonntag um ^net I tlclen, be5Gl$^°9§ Franz lchunM !' janbteneh ' Die Blutmff/ehi b-z L), slE7 sA 3 engljsch^lvoln.s ML der Fülle des ein Tanktclegr^m ®°”tmer über Mutter". bie eigentümliche < md ein^rZA ^ Prägnanz, auf der “8Ü)t fid) bie Frage: 'JSv fo11® ’m bio. Emilie lbei^ethemeit besser, ^»^^^brtbaies ?Er. Der Mädchen. "'brerBlutsverivandlkn 15. Februar 1748, von V,heule in Gdingen. , Ausgang. Es handelt )a Kodweis, die in Eß- ^logisch konnte an ihnen n, Schiefftehen der Lid- u mit einem Stich ins - die auch bei Schiller Bertha hat eine auf« e Öerfunft (Kottvitz, Kod> imilientradition, wonach llen, verstärkt wirt». Fn in der tzamilie -rimitioc einerlei geniale Anlagen, it aus den künstlerischen Eigentümlichkeiten (schiefe utz auf einen slawischen jen, stellt eine erbliche at sich frühzeitig flawisches diesen verschiedenen &- he Divergenz in SMs eser Divergenz omnigm Kern (KemÄ-rg) Hit s zugehöch M Schiller. s (Sßttlinf enMiehlt »u •_ai öchliiers, ben Ärajen \tx. , Mcht.bber btt FamiUentyvus. mMMenCharaVere te Unterlippe und W MW Anaslic) unter- itfetien seststellen bnnj )te männlichen und wed- Lra deutlich tst dies bei ein sehr enger war- Ausprägung bald Ilackr, Ä W- Elektrochemiker 5. Färsen, Kühe. w Darmstadt, 14. April. Der Großherzog und Dollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. zn c. <- . r, v u s. m ? (tAntcd«» Dollfleischige ausgernasteteKuhe höchsteiiLchlacht- die Großherzogin nebst den beiden Prinzen und Gefolge bis zu 7 Jahren . . ...... sind heute mittag 1 Uhr 37 Min. zum Besuche des russischen .venig gut entivickelte Färsen....... Kaiserpaares nach Livadia abgereist. ältere ausgemäslete Kühe........ ^ekfen-Rasiau Atäßig genährte Kühe unb Färsen..... rt -r L i c.. <• o Gering genährte Kühe unb Järfen . . . . . g. Kirchhain, 12. April. Ulrich für dre 2. 2,eil- u Rälbcr. strecke der neuen Bahnlinie Kirchhain—Gemünden Mittlere Mast-und beste Saugkälber . . . . Eine Gewähr für reichliche und gute Flugbarbietungen au dem Mainzer Flugplatz Großer Sand, der vom deutschen Luftfahrerverband als offizieller Flugplatz anerkannt ist, gibt vor allem die dieses Jahr eingeführte Neuerung, daß die lokalen Schauflüge nicht von ben Zuverlässigkeitsfliegern, sondern von eigens verpflichteten Schaufliegern beftritten werden. Besonderer Wert wird selbstverständlich auch vor allem auf die unbedingte Sicherheit des Publikums und auf die Befriedigung seiner Schau- büiürfnisse gelegt. Um die Sicherheit zu erreichen, ist eine vollständige Absperrung des Großen Sandes unerläßlich, ebenso eine Leicht bewölkt, trocken, wärmer, genaue Abgrenzung der verschiedenen Plätze unb die peinliche Ein- ...... ■ ■ - ■ ------ Haltung dieser Grenzen durch die Zuschauer selbst. Die genaueste Letrte Hacbricbten. Lurchführuna aller Bestimmungen ist bei der großen Zahl der “ . ™ * * . . , zu erwartenden Flieger — 20 Zuverlässigkeitsflieger und min- Frankfurt, 15. April. In einer Wirtschaft tn der "Hilt» bestens sechs Schauflieger — zur Sicherheit aller Beteiligten stabt kam es heute nacht zu einem Streit, in dessen Verlauf eine erste Forderung. der 25 Jahre alte Arbeiter L. Schwab den em Jahr alteren Tag- • löhner Friedr. Grämet durch einen Schuß in das Herz tötete. Metz, 12. April. Die hiesige Militärfliegerstation, die offiziell Schwab wurde von den anderen Gästen so schwer mißhandelt, daß am 10. April zusammengetreten ist, hat berells heute mit den er bewußtlos in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Hebungen der Militärflugzeuge und den Lxnkballons begonnen. Neuyork, 15. April. Der 74jährige Millionär und Die Manöver, an denen vorläufig nur zwei Offizier-Piloten teil- Philantrop George Mc. Marsch aus Sonn in Massachu- nehmen, zu denen aber in den nächsten Tagen noch einige weitere wurde auf einer einsamen Landstraße bei dieser Stadt er - hinzutreten werden, finden bei der Luftschisshalle statt und sollen schossen aufgefunden. Der Mord soll in einem Automobil bis gegen Ende dieses Monats dauern. ausgeführt worden sein, von einer Frau, die der Erschossene — -- ---------------- vor vielen Jahren kannte. er (gmra) des LW . kann nur Die C&tgibeNt 18 Staminlliel" che nur aus v w ichen, wodurch die ensdauer l- J^jene« -stiger alS , kürzeie uisterdew im vorlM ehrt i1'?'0 tingen & Mgert war- HM M bfleLbt, I" ZS'L lluttgart. Munter '-IW , iii l«hö „ s*« fall M s Z, w* " > i Aus Stadt und Land. Gießen, 15. April 1912. ” In Audienz empfangen wurden am Samstag vom Großherzog u. a. der außerordentliche Profeffor Dr. Rauch von Gießen. Von heute an befindet sich meine 28» zwischen Goethe- und Bleichstrasse 0771 Sie kaufen Gelegcnheitsktiiif e in neuen bei SGelegenheitskiiiif e in neuen und » bei gebrauchten 03200 n , n l1 CHREIBMASCHINEN KM SeilllBIJ Vermieten von Maschinen Wot™teinsfrasse 45 elterswcg 24 26901 Wetzsteinstrasse 45 mit Anrechnung der Miete beim Kauf. 103195 Dammstraffe 25. 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