Donnerstag, 15. Februar (912 Erstes Blatt Er. 39 162. Jahrgang c »leßener Lnzei- fäatitb. au*"? r »ießener Anzeiarr JKSSHF M Q Ifdteini täglich, außer <131^0 V Q ▼ GietzenerAnzeiger • i btt 'lipbaflion 112. iX^F enli Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. !k a% resche s u tretet den endlichen Beginn «n|pr. 231 In der erfolgten (£r> die größte Wahlerzahl die formellen Voraiisictzungen für bei sachlichen Verhandlungm zu i'chafsen. 4 ii. Aroma Mage) II!Ul cd) die Redaktion 113, Tic Erklärung des Derrn Asquith bestätigt also, daß der Besuch Halbanes in Berlin eine außerordentliche politische Bedeutung hatte. Sic verrät noch mehr, nämlich, daß von der englischen Seite Vorschläge gemacht morden sind, die gegenwärtig, wie der Minister sich ausdrücktc, von beiden Regierungen Net > 95 Psg. kasfee 5 Pig. ! Breuer . erlag u. Expedition 51 töreRc für Tepeschen: Anzeiger Gießen. Zunahme von Anzeigen »r die Tagesnmniner t > vornntlagS U Uhr. >er Seide. c Cie. parlamentarische Amt des Präsidenten und des 2. Vizepräsidenten zur Verfügung zu stellen. Wntta^e veS jeulrumS und der Sozialdemokratie. Tas Zentrum hat den Antrag a u f '21 u f Fi c b u n g des Iesuitengesepes tm Reichstag wieder ein a ebr a ch t Tie sozialdemokratische Fraktion des Reichs tages hat beschlossen, den Antrag einzubringen aus Aushebung der Salz-, Zündholz- und Leuchtmitte l st e u er, dasiir Einführung einer Reichseinkommensteuer ab 6000 Ms. und Einführung einer B e- st e u e r u n g der Nachlasse von 20000 Mk. ab. Die Wehrvorlagen. Tie „Kreuzzeitung" bezeichnet die von anderer Seite verbreitete Meldung, daß die angekündigte neue Wehr- vorlagc bereits in allernächster Zeit den Bundesrat beschäftigen würde, als verfrüht. Wie das Blait hört, hat die Heercsvvrlage das Kriegsministcrium noch nicht verlassen. man eigentlich den Wiener Walzer Der .vaupixiajc naa) nm es die Wiener Walzer auch heute noch, die man tanzt, van Strauß dem Klassiker des Walzers, bis zu Lehar und Fall. K-ß ttiblung eines Vertreters der stärksten, „ „ ... . tatretenben Fraktion zum Vizepräsidenten kann die Fvrtschritt- lid)E Volksparlei keinen Grund erblicken, das Amt des Präsi- ii aas üieichstagspräsibinin einzutreten, hat zu einer Präsidenten Irr iS geführt, iveldTc die Geschaftstätigkeitdes Reichs- ta i e s ü u f 3 u f) c b c n droht, und damit eine Notlago 'iält es die Fortschritt- Nationalbücherei" im Herzen des deutschen Sprachgebietes, in Gotha Tiefe soll cntlralten alle Arbeiten zur germanischen Stammesforschung, zur deulsdien Landes-^und Volkskunde, zur Geschick le der Deutschen aller Zeiten und Stämme, zur deutschen Svrackr- und Mundartensorschung, zur deutschen Kulturarbeit auf der ganzen Erde. Eingehend zu berürffid)ligen märe das Kirchen , Rechts-, Gefellschasts-, Wittschafts- und das allgemeine Sitten leben der Deutschen: auch die vielgestaltigen Aeußerungen beutf(fier Kunst dürfen der neuen Bücherei nicht fremd bleiben. Eine wertere Abteilung hätte däs deutsche schöngeistige Schrifttum aller Zeiten -u bilden, soweit es nur immer beiträgt zur klaren Ersasfuna deutscher Eigenart und Geistesblüte. Jede nähere Auskunft erteilt Pro:. Paul Langhans, Herausgeber der „Deutschen (Erbe", in Gotba. — Professorenaustausch mitAm erika. Professor Tr. phil. Paul S. Rein sch von der Universität Wisconsin, Madison, wird als Gast der Universität Leipzig im kommenden Sommersemester solgende Vorlesungen halten - „Amerikanische Kultur und Polittk der jüngften Vergangenheit und Gegenwart ' ^cinstündig, „Siaatsrecht der amerikanischen Union" und „Ucb- unqen zur Geschichte der amerikanischen Diplomat en" im Institut für Kultur- und Universalgeschichte". — T ie Ausstellung „Stätten der Arbeit", die demnächst in Dresden ein bedeutsames Bild moderner Kunst vorführcn wird, soll am L März pünktlich ihre Pforten öffnen. Wie uns mitgeteilt wird, ist die internationale Beteiligung über aus glänzend ausgefallen. Die besten deutschen Künstler haben Werke cingefanbt und auch das Ausland wird gut, vertreten sein, vor allem Belgien, die Heimat Meuniers, des großen Schilderers der modernen Arbeit. D,e Belgier werden wahrscheinlich in cinn: Sonderabteilung in einem Saale vereinigt werden. Tie Jury tritt am 24. Februar in Tresden zusammen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Braunschweig ist am 12 d. M. der Geheime Medizinalrat Professor Dr. med. Heinrich Eh ler s im 72. Lebens- lahrc gestorben. Ve;« g4vret»: inonatlich75Pf..vieidel- lährhcb Mk. 2j?0; durch ribhole- iu Zweigstellen monatlich 63 Pf.: durch die Post Pik.2.— uicrtel- i sich bis zu 2000 Meter erl-ebt Wohl die größte Merkwürdigkeit, dieses Landes ist die, daß fich dort in einer anscheinenden Düste Hasen, Füchse, Moschusochsen iinden, denen man sonst nur aus dem Festlande begegnet Ter Plan der Exveditwn ist eine Turchauerung Grönlands tmrd) das Luife-Land von Ost nach West: der Hasen llvernivik ist als Ziel in Aussicht genommen. Solche Turchauerungen Grönlands sind bisher nur Nansen im Jahre 1888, sowie Pearn in den Fahren 1891—92 und 1893—95 gelungen. Nansens Route liegt bedeutend südlicher, Pearns Steifcroeg erbcblidi nörb 1 ich er. Bei der Reu'e sollen isländische Packoferde mitgenommen merben, Kapitän Mod) gedenkt die Ueberlandreise am 1. Mai 1913 antreten zu können. M od) ist ein alter und verdienter Grön- land^forscher. Seine erste Grönlandreise hat er im 3abre 1900 mit Amdruv unternommen. 1902 bis 1904 hat er als General stabsoffizier die Südküste Grönlands karwgraphuch seitgestellt, und 1906—08 hat er an Mnlms Erichsens Onönlanberrcbuion teilgenommen. Ter .üostenanschlug der Expedition beläuft fich auf etwa 67 000 Mark. Tie Summe wird zur Hälfte von dem Earlsbergfond, zur anderen Hälfte von privaten Freunden der Grönlandforschung bestritten. — Errichtung einer Deutschen Nationalbücherei in Gotha. Tie Teutschbewegung der letzten Iahr- ;ehnte bat zu neuem Leben auf allen Wissensgebieten geführt, bie fick mit dem deutschen Volkstum und feinen Beziehungen zu anbcrcit Vollskulturen befaffen. Aber es fehlt bis heute eine Sammelstelle, die den Arbeitern auf dem Gebiete der Ersorschuna Die Eröffnung öes englischen Parlaments. London, 14. Hebt. Der König begab sich mit der Königin in feierltchem Aufzuge nach dem Parlaments- aebäude. Fünf Galaequipa^en mit hohen Staatsbeamten fuhren dem königlichen, mit |echs iiabellenfarbenen Pferden bespannten Wagen, vorauf. Nachdem der König und die Königin auf der Estrade der Sitzungshalle des Oberhauses Platz genommen hatten, verlas der König die Thronrede, in der es heißt: Unsere Beziehungen mit den fremden Mächten find andauernd freundlich. Ter Kriegszustand Livischen Italien und der Tür fei dauert bedauerlichenveise fort Meine Regierung ist bereit, sobald fich eine günstige Gelegenheit darbieten sollte, sid) mit den anderen Mächten an jeber Vermittelung zu beteiligen, die dazu beitragen könnte, die Feindseligkeiten zu beenden. Tie Lage tu Persien fährt fort ernste Aufmerksamkeit in Anspruch zu nehmen Meine Minister, die in ständiger Verbindung mit der russischen Regierung sind, erwägen, welche Mittel am besten die persische Regierung in Stand setzen könnten, die Ordnung und Ruhe in Persien wiederlierzustellen. Dem Parlament iverben baldmöglichst die auf die persischen Angelegenheiten bezüglichen Dokumente vor gelcgt. Fd) hege die Zuversicht, daß die Krisis in China durch die Einführung einer dauernden Regierungsreform, die den An sichten be^ chinesischen Volkes entspricht, bald ui befriedigender Weife beendet wird. Meine Regierung fahrt fort, die Haltung strikter Nichteinmischung zu beobachten, während sie zugleid) alle notwendigen Schritte tut, das Leben und bas (figentnm der britischen Untertanen zu schützen. Ich erkenne in vollem Maße an, daß die Führer beider Parteien in E h i n a jeder zeit bestrebt gewesen sind, das Leben und die Interessen der Fremden iu Ehina sicherzustel len. Dem Parlament werden auf China bezügliche Schriftstücke zugehen. Ter König kündigte ferner an, datz im Haag ein Ab kommen über die Regulierung des Opiumhandels und ähnlicher Erzeugnisse abgeschlossen wurde. Ter König berührte sodann den Krönungsdurbar in Delhi. Ter Turbar habe einen überraschenden Beweis der Ergebenheit und Loyalität der Fürsten, Edlen und Völker In mens gegeben. Ich glaube zuversichtlich, daß bic Verlegung des Sitzes der Regierung nach Delhi, die Errichtung von neuen Gouvernements für Bengalen, von neuen Vizegouvernements für Behar, Ehotanagpur, Orissa und eines Chefkommissariats für Assam die Wohlfahrt des indischen Reiches förbem wirb. Ter König betrad)tct mit schwerer Sorge bic in Aussicht stehenben Streitigkeiten zwischen ben Arbeitgebern unb A r - beitem. Er hegt jeboch die feste Zuvcrfkcht, daß eine vernünftige Auffassung auf beiden Seiten vonoaltcn und eine Entwickelung hintanhalten werde, die den Handel des Landes unb die Wohlfahrt des Volkes ernstlich berühren würbe. In der Thronrede werden ferner einige Gesetzvorlagen angekündigt, darunter Maßnahmen für eine bessere Verwaltung in Irland: ferner Gesetzentwürfe über die Entstaatlichung der Kirche in Wales, die Wanderung des Wahlrechts, Verbefserung des Gesetzes über die britische Staatsangehörigkeit gemäß den Empsehlungen der Reickskonferenz und gewisse soziale unb industrielle Reformen. Die Besprechung im Unterhaus. Irn Unterhaus sprach zuerst Bon ar Law, der u a. sagte: Lord Haldane hat in irgendeiner aeheini' nisvollen Mission in Berlin zu hin gehabt. Ich hätte geglaubt, daß wir genug gehabt hätten von der Amateur- diplomatie im letzten Sommer. Ich selbst glaube nicht daran. Wenn es notwendig war, daß irgend ein Minister nach Berlin ging, würde meiner Ansicht nach der Staatssekretär des Auswärtigen der geeignete Minister gewesen fein. Die ich höre, ist angegeben worden, daß Haldane den Vorzug besitze, deutsch zu sprechen. Ader das ist eine nicht ungewöhnliche Kenntnis. Ich nehme an, daß auch unser Äotichaster in Berlin deutsch spricht und das; dieser Grund also leine ausreicl>ende Erklärung ist Ter Redner erklärte sich mit dem Inhalt der Rede Churchills einverstanden. Darauf ergriff Premierminister Asquith öas Wort. Er gab int Verlaufe seiner Rede eine bedeutsame Erklärung über die deutsch-englischen B e z i e h u n g en ab. Es ist eine unbcjmrifdte höchst beklagenswerte Er f d)e inu n g , baß bic traditionellen Gefühle der F r c u n b s ch a f t unb des guten Willens zwischen Deutschland und unserem Lande während der letzten Monate er n ftlidi getrübt wurde. Uns wirb z. B. erzählt, daß es in Deutschland riclc Leute gibt, die fest glaub.it, bas wir einmal oder einige Male int Sommer ober int Herbst des letzten Jahres einen Angriff auf ihre Lande in Erwägung zogen unb sogar vorbereiteten, und daß bic Bewegung unserer Flotten mit giüdfidr hierauf sorgfältig berechnet waren. Ich schäm' mick' fast, einer io wilden unb ausschweifenden Einbildungskraft 3 u widersprechen. (Beifall.) Tie ganze Grrinbung ist eine reine Erfindung. (Beifall.) Es gibt, ich brauche es in diesem Hause kaum zu versichern, nicht'einen Schatten einer Begriiitdung baiür. Ebenso lag nirgends unb ui keiner Zeit irgend ein aggressiver ober provv- satorischerEharakterinben Beweg un gen unserer Schiffe. Beide Regierungen waren unb find von dem aufrickstigen Wunsche beseelt, emo bessere Verständigung herbeizuführen, und im letzten Monat hatten wir Anzcidicn bafür, daß der Besuch e i it c 5 bett i f d) c n 9)1 1 n i ft e r 0 in Berlin nicht unwillkommen fein würde ^Beifall bei ben Ministeriellen.) und die «Erreichung dieses gemeinsamen Zwecks erleichtern würde. Lord Haldane würde auf jeben Fall früher oder später in der mit der Londoner Uni ocriitäk'fommiffion verknüpften Angelegenheiten nach Berlin gr gangen sein. Unter diesen Umständen hielten wir es für gut - und ich glaube, daß niemand sagen wird, wir wären schlecht be raten gewesen — daß Haldane seinen Besuck, beschleunige unb ihn dazu benutze, in freundschaftlichen und Dertraulidytn Mitteilungen mit denen Fühlung zu nehmen, die verantwortlich sind für die Leitung der bcutidicn Politik. Asquith schloß: Ich kann freilich in diesem Stadium keine Prophezeiung aus spreckwn, noch in Einzelheiten xingehen. 91ber ich darf sagen, daß tm Laufe des Besuches Lord Haldanes auf beiden Seiten der auf richtige und entschlossene Wunsch zutage trat, eine bessere gegen festige Stellung zu begründen, ohne — und das lassen Sie fid) vollkommen klar machen — ohne die besonderen Beziehungen, in denen Deutschland ober England zu anderen Mächten stehen, in irgend einer Weise zu opfern ober zu verschlechtern. (Bestall bei der Lpposition.) In diesetn Sinne sind bic Verhattblungen geführt worben, und das frische Lickt des Meinungsaustausches hat dazu geführt, daß beide Mäd)1e heute mit einer sorgfältigen Prüfung der britischen Vorschläge beschäftigt sind. Lin Jubiläum 6es Walzers. I Der Tanz regiert die Stunden. Fasching ist es, und in hundert iMichiedenen Formen wird dem Prinzen Karneval im Tanze gc tknat Aber unter all ben MobetSnzen, die kommen und gehen, IM dock nod) keiner bic königlich.' Stellung des Walzers zu er Mttern vermocht. Ein Bail ohne 2Salzer — das wäre fast ■immer, als eine Speise ohne Salz, lind doch ist der Walzer r vor 1.50 Jahren volkstümlich, vor einem Jahrhundert erst r llschaftsfähig geworden. 1809 nahm ihn bic französische (9e Bl'ffwft in bic vornehme Tanzkarte auf, unb in Eltgland hat er gerade vor 100 Jahren, im Jahre 1812, seinen Platz erobert. Jahre 1812 wiederholte fick in England das in weit größeren fi'tabc, was Für5 vorher au’ dem Festlande vor sich gegangen ü: i'ic Gesellschaft spaltete fick in zwei Lager, die für und wider Vv Walzer stritten. In Teutsdstand war es unter beit Dichtern Sieger gewesen, der den Walzer als .uutgücfaig" in üblen Ru' A bringen suchte: in England war es kein Geringerer als Bnron, V; jid) gegen den Walzer wandle Alles Predigen gegen den $.’hcr l>alf aber gar nichts, im öcgenteil, es brad) im Jahre ein wahres Walzerfieber aus, aut das man burdi die Berichte reisenden Engländern vom Festlandc l>er eigentlich hätte fcrbcreitct sein föiutcn, ja aus der englischen Wert heraus gäbe Mußten die Engländer den Walzer sck'on kennen, denn Rowlandfon, ler den cngliid-en Derlher mit Bildern geschmückt hat, hat in seinen । (Di!dein den Walzer mehrfach verwendet. Wer anfänglich gegen ben Walzer geeifert hatte, beeilte fick zur | . Ederen Seite übermtreten. In allen Privathäusern lernte man flnfiig walzen. Auck) Lord Bnron konnte feinen Groll gegen den I $01.5er nickt anfredit erhalten. Schon im folgenden Jahre, 1813, er milde gesinnt, ja er schrieb sogar m einer feiner Dich krgen über den Walzer. Wie iu Deutschland der Walzer plötzlich so beliebt geworden i>t, Meines fick, um ihn als Volkstanz handelt, ist nod) nicht enbgültig wr Siegeszug des heutigen Walzers beginnt im Jahre 1787 von Vein aus. Damals wurde dort eine $2 per von Martin auf geführt il'ttt cofa rnra" unb liefe Loer enthielt als Einlage einen Walzer, •a ungeheuren Beifall fand. Damit hatte der Walzer als Tanz stlzültig allen anderen Gesellschaftstänzen gegenüber ben Sieg tr euen. Wenn man heute vom deutschen Walzer spricht, meint Der Hauptsack)e nach find des Deutschtums bic einschlägige Literatur lückenlos zur Vcr- u-----<=-*—ß, fügung stellt. Sic soll erstehen in der Gestalt einer „Deutschen Die Wahl öes Reidistagspräpöiums. Wie vorausgesagt 1 vorden war, so ist es in der gestrigen S.tzitng des Reichstages gekommen. Die fortschrittliche Pelkspartei stellte die fehlenden Herren des Präsidiums. Herr Kämpf, der einen so heißen Wahlkampf hinter fich hol, hätte es sich wohl vor vier Wochen noch nicht träumen lassen, daß er bald sogar auf dem ersten Präsidentensitz Ik onen würde. Abg. Kämpf wurde mit 193 von 374 ab> . Ergebenen Stimmen gewählt, Zentrum und Konservative halten 173 weiße Zettel abgegeben. Er gab die der Lage mlsprechende Erklärung ab, daß er sich verpflichtet fühle, Bic Wahl an.zuiiehmen Herr S ch e i d e m a it n trat ab, iiinb die Ersatzwahl für den nationalliberalen Abg. Dr. ilaafcf)e konnte nunmehr unter bürgerlichem Präsidium vor ijjid) gehen. Herr Tove erzielte eine Stimme mehr, als Mibent Herr Kämpf. Ter Block der Rechten demonstrierte ffcicbcntin mit 165 unbeschriebenen Zetteln. So fontitc denn endlich in die sachlickw Beratung ein» ? getreten werden. Zunächst standen Anfragen auf der Tages- irbnunfl: die bereits envähnte Interpellation $aHermann (ifltt.) nnb Cjcn. betr. die Verhandlungen der Brüsseler Ilickerkonferenz. Staatssekretär Wermuth stellte die Be- «nlwortung mit Rücksicht auf die schwebenden Verhand-^ iimgcn für später in Aussicht. Auch die sreisinntg-sozial- -.öemokratische Anfrage (Abgg. Ablaß und Albrecht) in Sachen ! ler sofortigen Auflwbung des Zolles auf Mais und Futter- t flerflc und die Suspendierung des vom 15. d. M. cnitreteu» ben Kartoffelzolles bis 1. Mai d. I., erlitt dieses Schicksal. L'vnocffcn gast Herr Wermuth die mit Beifall begrüßte Erklärung ob, daß der Bundesrat nach Möglichkeit auf Er- | stickterungen bedacht sein werde. Damit war für den Reichssäckelmeister der Moment 1 gefonrmen, dem Reichshaus halt für 1912 seine er fenternben imb empfehlenden Bemerkungen mit auf den Leg zu geben. Herr Wennuth entledigte sich der Aufgabe tmt Ixrtanntcr Sicherheit. Ter Haushalt schließt mit einer : Äcfamtausgabe von 2,8 Milliarden ab, davon entfallen Millionen für das Heer unb 450 Millionen auf die , Wonne. Unter den Einnahmen beanspruchen Zölle und steuern mit 1,59 Milliarden die erste, die Reichspost mit | 781 Millionen die zweite Stelle. Herr Wermuth greift nr in die Vergangenheit zurück, fein Zahlenmaterial ergeht iid mit Vorliebe in sinanzhistotisckien Parallelen zwischen . 18'0 unb jetzt. “Kber auch die Olegenwart kommt nicht 311 kurz Tie Wehrkraft soll auf der Höhe bleiben und — mHerr Wermuth legt viel Betonung hinein — auch in Zu- I hilft wird „nichts übertrieben und nichts verabsäumt" r Verden. Von der Fraktion der Fo r t s ch ri t t li ch en V 0 Iks- partei wird dem Wolffschen Bureau über bie von 'ihr gefaßten Beschlüsse mitgeteilt: Tic bcmonftnuiDc Weigerung der zunächst berufenen Parteien, gtididiicn bat. Ängesichts dieser Gefahr hä 1.5 2 Volkspartci für ihre Pflicht, in die B Ii tauen abzulehnen, auf das sie einen Anfpruck) nicht erhoben hat. ■■r bic spätere Zeit nach Bcsei tigung ber gegen- ||lli r t i g c n außerordentlichen Lage behält sich die 11r t i d) r i 1111 d) c Volksparlei ihre Entscheidung I Ans diesen Gründen Irat bic Fraktion ihre Mitglicber I lö m p f unb Tove dringend und einmütig gebeten, sick) für das * ' 1 —■ ■ III——M— eWafdien i"1 . i aiisiiW migOdi - ■ Beilifi*', aBe Hi 1* i & «geprüft würden. Es scheint sich um Vorschläge über Einschränkung der Flottenrüstungen zu handeln, und die deutsche Regierung scheint eine zurückhaltende Antwort gegeben, eine Prüfung zugesagt, vielleicht auch «einige Bedenken geltend gemacht zu haben. Sehr bemerkenswert ist, daß Asquith heute so energisch die Gerüchte abschüttelt, die seit langer Zeit darüber umherschwirrten, daß amtlichen Ermittelungen folgendes gemelbet: Lngermann war bewaffnet in das Haus des Dieners vemandez gegangen, um es nach angeblich geswhlenem Ohtmmi zu durchsuchen. Anscheinend ist er beim Durchsuchen des Bettes von Hernandez durch Messerhidw getötet worden. Der Mörder wird verfolgt. Ausland. Shmuiung oeilicf. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Ho m berg er waltete der Protokoller seines Amte:, worauf unter großem Beifall das erste Lied gesungen wurd,-. daS von Herrn Ctto Neurath in Mainz verfaßt war. Ten ersten Vortrag hielt Herr JaSkowSky und erntete damit großen Beifall, ebenso Herr Schwedler, der nach ihm die Groß Geiierat- 81/, Uhr _ - ------------------------ — d Q^ynSCr OtüdKörper ist nur echt in Originalpackung mit Aufschrift JDegea^' Freidenker-Vereinigung: Vortrag von direktor Hör st-Lieber: Spiritismusrätsel. Abends im Hotel Einhorn. •• In Audienz empfangen wurden vom lEugland in diescnl Sommer die Absicht gehabt habe, int geeigneten Augenblick über uns herzufallen. Warum hat der Minister nicht schon längst seine beruhigende Erklärung abgegeben. Die Gelegenheit dazu hätte schon Six Grey gehabt, als er im Parlament die deutsch-englischen Unterredungen so ausführlich be- ihanddte Auch die jetzt von Asquith vorliegende Darlegung ist immerhin dehnbar. England Ijätte nach bestimmten Vorbereitungen, die schwerlich ab-uleugnen sind, nicht gezögert, uns anzugreisen, wenn Deutschland in der Marokkofrage seine alten Wege in gerader Linie weiter verfolgt hatte. Leute sucht man es in London tzm hintertreiben, daß die deutsche Regierung und der Deutsche Reichstag aus diesen Vorgängen die Konsequenzen ziehen. Möchte die Prüfung der englischen Vorschläge durch unsere Regierung recht ernst und besonders recht vorsichtig sein! J Überall erMItndL Auergesellschaft Berlin 0.17 Deutsches Reich. Der Kaiser sprach am Mittwoch vormittag beim Reichskanzler vor. Aus Anlaß der Tagung des Deutschen Landwirtschaft srats hielten der Staatssekretär des Innern und Frau Delbrück einen Empfang, der eine außerordentlich stattliche ansehnliche Versammlung in den Festräumen des Reichsamt des Innern vereinigte. Das Wölfische Bureau berichtet darüber: Staatsminister Delbrück und Gemahlin machten, unterstützt von ihrer anmutigen Tockster und einigen jüngeren Herren des Reichsamts in liebenswürdigster Weise die Honneurs und die besondere Note, die dieser „Landwirtschaftsabend" immer bat, zusammen mit der ungewöhnlich interessanten parlamentarischen Situation ergab einen politischen Abend von außerordentlicher Lebendigkeit und hohem Reiz. Mit den Vorsitzenden der deutschen Landwirtschoftsräte, Gras v. Schwerin Loewitz, Freiherrn von Getto und Dr. Mehnert ivaren außerordentlich zahlreiche Mitglieder dieser Körperschaft erschienen. ?lußerdem sah man viele Mitglieder des Bundesrats, hohe Beamte, und von Parlamentariern Tr. Paasche, Geh. Rat v. Schwabach, Freiherr v. Heyl zu Herrnsheim, Schisser, Heckscher, der Präsident des Abgeordnetenhauses Freiherr v. Ersfa und viele andere Die „Rordd. Allg. 3tg." teilt mit: Der bayerische Minister - iprLsrdent Freiherr von Hertling stattete am Mittwoch nachmittag dem Reichskanzler v. Be t hma n n-H o l l weg einen Besuch ab. 3u den Landtagswahlen in Bayern werden jetzt die amtlichen Ziffern bekannt. Die Zahl der Wahlberechtigten betrug 1 187 127. Wgegeben wurden im ganzen 969 325 Stirn men, gleich 81,7 Prozent der Wöhler, davon sind ungültig 4649 Stimmen, gleich 0,48 Prozent. Das Zentrum, der Bund der Landwirte und die Konservativen erhielten 463 631 gleich) 48 Proz ege Stimmen. Tie Liberalen, der Deutsche und Bayerische ernbund sowie Sozmllnmiolratcn erhidten 489 746, gleich 50 8 Vrozent, Stimmen. 11 299 Stimmen, gleich 1,2 Prozent, waren zersplittert. Unter der Bescktuldigung, in die Wilhelmshavener Spionage-Angelegenheit verwickdt zu sein, wurde ein bei der Firma Earl Zeiß in Jena beschäftigter Mcck>aniker namen» Gauß, wie es heißt, ein Bruder des kürzlich von'England aus- fldicfertcn WckhelmShawncr Schutzmanns, verhaftet und dem Amtsgericht zugeführt. Der in Mexiko ermordete Deutsche schdnt identisch SU sein mit hem vor l',° Jahren von Hannover nach Amerika ausgewanderten H a n s A ngerm an n Der jetzt 20 jährige Angermaml rounV auf seiner Reise nach Amerika von einem Reuyorker Arzt bestimmt, nach» dessen Farrn in El Porvenir als Verwalter zu geben und sollte demnächst Mitinhaber werden In den letzten Briefen, die er an seine in Hannover wohnenden Eltern richtete, beklagte er sich bereits über die fortwährenden Belö st v gungen durch Banditen. Seit etwa 3 Wochen sind die Eltern ohne jede Nachricht geblieben. — lieber die Ermordung Angermanns selbst wird aus Mexiko auf Grund der dislrerrgen vom deutschen Landwirtschastrrat. Berlin, 14. Febr. Bei dem heutigen Festmahl des Deutschen Landwirtschastsrats im Hotel „Adlon" hielt, nachdem die Vorsitzenden Schwerin-Loewitz und Frhr. v. Gotte gesprochen hatten, der Staatssekretär des Innern Staatsminister Dr. Delbrück eine Rede, in der er u. a. ausführte: Wir wissen die Bedeutung eines vermehrten bäuerlichen Besitzes, einer Erschließung der Oelländereien nicht nur zu würdigen unter dem allgemeinen Gesichtspunkte, daß durch die Vermehrung der Zahl der Grundbesitzer auch die Stützen des Staatsgedankens vermehrt werden, sondern auch aus dem Gesichtspunkte, daß wir es der deutschen Landwirtschaft auf diesem Wege erleichtern, die noch fehlenden SProzent an der Fleischversorgung des deutschen Volkes zu schaffen. Der Redner gedachte dann des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwunges, der auch an der Lebenshaltung der arbeitenden Klassen nicht spurlos vorübergegangen sei und betonte, man könne also nicht davon reden, daß die Landwirtschaft^ in agrarisckjem Egoismus die Sahne abgeschöpft habe, sondern sie habe teilgenommen am allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung, der in erster Linie nur möglich war unter dem Schutze des neu geeinten Deutschen Reiches. Der Staatssekretär wies sodann die Auffassung zurück, als wenn der Zolltarif das Ergebnis des Egoismus einzelner Erwerbs- grnppen gewesen sei: er habe vielmehr allen Ständen des Volkes Segen und Vorteile gebracht, weil er hervorgewachsen sei aus dem Bestteben, die Interessen der verschiedenen Zlveige der nationalen Arbeit gegeneinander abzuwägen. Der Redner schloß mit einem Hoch auf die deutsche Landwirtschaft. Ein Antworttelegramm des Reichskanzlerß. Der deutsche Land Wirtschafts rat hat an den Reichskanzler folgendes Telegrantm gerichtet: Der zum Festmahle versammelte Deutsche Landwirtschaftsrat sendet Ew. Exzellenz die herzlichsten Grüße und bedauert aufrichtig, Ew. Exzellenz heute nicht in seiner Mitte begrüßen zu Mrfen. Gott schenke Ew. Exzellenz .Kraft und Gesundheit in dieser ernsten Zeit, und helfe dem deutschen Volke aus diesen wirrenvollen Tagen. Dr. Graf von Schwerin-Löwitz. Daraus ging int Laufe des Abends folgende Antwort des Reichskanzlers ein: Dem Deutschen Landwirtschaftsrat danke ich aufrichtig für seine freundlichen Grüße. Ich bedauere schmerzlich, heute in Ihrem Kreise fehlen zu müssen, und bitte, versichert zu sein, daß meine treue st en Wünsche dem Wohle der deutschen Landwirtschaft gelten, für das zu arbeiten ich als hohe vaterländische Pflicht empfinde. Lassen Sie uns alle einmütig unsere ganze Shaft daran sehen, daß des letzten schweren Jahres Schäden an den deutschen Feldern und deutschen Herzen bald geheilt werden, daß die Un kraut saat der Zwietracht erstickt werde von der goldenen Frucht deutscher Einigkeit und Treue. ,erzog am Mittwoch n. a. die Prokuristen Petri und Jung von Gießen. ** Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat den evang. Pfarrer Aua. Hildebrand zu Echzell auf fein Nachsuchen von dem Amte des Tekanstellvertreters des Dekanats Nidda enthoben. ** Neue Gericht sassessorcn. Durch Entschließung des Ministeriums der Justiz wurden die Referendare Rod. Beck auS Alzev, Jobs., Gruber aus Darmstadt, Ernst Hartmann aus Gießen, Ludw. Klein aus Gießen, Otto Melior aus Darmstadt, Wilh. O r t b aus Darmstadt und Mart. Winkler aus Mainz zu Gerichtsassessoren ernannt. ** Tas Ehrenzeichen f ü r Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung des Großbeczogs dem Jakob Germer III., Ferd. Rinn Karl Germer, Jak. Sack VI., sämtlich zu Heuchelheim (Kreis Gcetzen). " Die Fleischbeschau in Hessen. Im Groß- Herzogtum Hessen wurden int 4. Vierteljahr 1911 der Fleisch- beschau unterzogen: Pferde und andere Einhufer 788 (552), Ochsen 5163 (3752), Bullen 315 (388), Kühe 12 712 (9792), Jungrinder 9011 (10 813), Kälber 18 415 (22 387), Schweine 109 741, ( 99 544) Schafe 5863 (2232), Ziegen 6224 (2432). " Die große Gießener Karneval-Gesell- sch ast 1911 veranstaltete am Montag im Cas6 Amend einen Hcrreit-Abend, der sehr gut besucht war und in bester ehr günstig beurteilen. Daraufhin wird in gemeinschaftliche Sitzung des Verfassungsausschusies und der Betnebsdeputation dem Ausbau des städtischen Elektrizitätswerkes 5 u einerUcbcrlandzentrale grundsätzlich zu gestimmt und iich damit einverstanden crflärt, daß die '2£ue-arbcitung der nxi teren Unterlagen der A. E. G. übertragen werden. Als Interesse tebiet der neuen Ueberlandzentrale ist der ganze Kreis Cffenbadi owte einige Landgemeinden der weiteren Umgebung in Aussicht genommen. Es wird sich zunächst darum handeln, nm 5lonfurrat|* 'ämpfe zu vermeiden, mit der Stadt Darmstadt ein Abkommen zu treffen, durch das die Grenzlinie zwischen dem On'enbacher und dem Darmstädter Interessengebiet festgesetzt wich. 1 Bütt betrat. TaS zweite Lied, Neu-Gießen, das stürmi'cbe Heiterkeit erregte, rührte ebenso wie daS witzige Protokoll von Herrn Karl Neurath her. 9US Tyroler erzählte H^ Leidig unter lebhafter Anerkennung die Geschichte einer lustigen Bergpartie. Mit ihren Liedervorträgen sanden d:e Herren Hch. Noll und Vogel viel Beifall. Lehr viel Fretide erregte auch das dritte Lied, daS von Herrn Schwalm verfaßt war. Nach der Pause hielt Serenissimus (Herr Kurt Kaufmann und Kindermann (Herr Weidig) ihren Einzug. Nach der Begrüßung hörten sie einen Teil des Programmes an, daS sie unter lebhaftem Beifall glossierten und nahmen dann mehrere Auszeichnungen vor. Viel Erfolg halte Herr Nauheimer mit seinen witzigen Vorträgen. DaS Lied Nr. 2 von Herrn Weidig erregte sehr große Heiterkeit. Auch die folgenden Vorträge der Herren Kaufmann und 9!eurath, sowie einiger anderer Herren, die außer Programm in die Bütt stiegen, erregten die Heiterkeit der Narrhallefen. ** Tas Programm für die Fast nacht Stage ist nunmehr endgültig festgelegt worden und gliedert sich folgendermaßen. Fastnacht-Samstag: 11 Uhr UMin. Proklamation des Prinzen durch den Stadtkommandanten. 3 Uhr 33 Min.: Einzug des Prinzen mit seinem Hofstaat und Ejnzug in das prinrliche Palais (Hotel Großherzoa von Dessen). 5 Uhr 33 Min.: Einholung der Rekruten und Vereidigung auf dem Brandplatz. 6 Uhr 59 Min.: Fackelzug, 9 Uhr 59 Min. Zapfenstreich Fa stn ach t - S o n n t a g.W 7 Uhr: Wecken. 11 Uhr 11 Min.: Ausmarsch der Garden, Parade vor dem Theater. 11 Uhr 59 Min: Auffahrt des Hofstaates am Paradeplatz. Von 12 Uhr 33 Min. an Auffahrt der am Zug teilnehmenden Gruppen ufto. 1 Uhr 59 Min. pünktlich vom Oswaldsgarten: Karneval-Zug. Rach dem Zug Theatervorstellung । Bummelstudenten Lagerfest der Garden. Abends 7 Uhr 11 Min.: Große Fr em- densitzung in der Narhalla (Turnhalle des Turnvereins. Rosenmontag: 1 Uhr 11 Min.: Hoftasel. Abends 8 llbr 33 Mitt.: Prinzenball in Steins Garten. Fastnacht- Dienstag: 3 Uhr 11 Min.: Humoristische Kappenfahrt. Abends 8 Uhr 33 Min.: Festvorstellung im närrischen Hoftheater. Pension Schöll er, nebst einer Einlage zu Ehren des anwesenden Prinzen und der Hofstaaten. •• Entflogen sind gestern auf dem Bahnhof aus einem Postpaket vier wertbolle Tauben, die nach Brüssel aus eine Ausstellung geschickt werden sollten. Etwaige Nachrichten über den Verbleib der Tiere werben an das Postamt erbeten. Landkreis Gießen. — Hausen, 14. Febr. Nächsten Samötag, 17. Februar, hält der Gesangverein .Eintracht* im Saale des Gast, ivirts Hch. Schardt seine Abendunter Haltung ab. A Grünberg, 14. Febr. Daö älteste Mitglied des deutschen Flottenvereins dürfte Rentner Giller fein, der dieser Tage 9 6 Jahre alt löurbe. Der Flotten- verein hat ihn zum Ehrenwart ernannt. Kreis Büdingen. § Tübingen, 12. Febr. (Schöffe naerichtssitzung.)' Der Dienstknecht K. I. aus Zierenberg wird wegen Betrugs z» einer Gefängnisstrafe von 6 Wochen verurteilt. — Die Ehefrau des Schumachers H. Fl. I. von Aulendiebach wurde wegen Körper- Verletzung in eine Geldstrafe von 3 Mark genommen. Ter ntgen Beihilfe zur Nötigung Mitangeklagte Mann mürbe freigcsprochcn. — Ter Bäcker E. R. aus Hagen, z. Zt. ohne festen Wohnsitz hier in Untersuchungshaft, wird wegen Bettelns in eine .Haftstrafe von 2 Wochen und mögen Ucbcrtrctuiig des § 367" Str. G.-B. in eine Haftstrafe von 4 Wochen verurteilt. 'Jlucb wird erkannt, daß der Angellagte nach verbüßter Strafe bei Landespolizeibehörde zu überweisen. — Die Ehesrau H. St., geb. Bl., zurzeit in Ansbach, wird wegen Diebstahls in eine Gefängnisstrafe von 5 Tagen verurteilt. — Ter Gastwirt und Schmied Ä. N. in Orleshausen soll am 25." November 1911 in seiner Wirtschaft in Orleshausen „Glücksspiele", üiöbcfon^ctt ^Zwicken", gestattet haben, er mirb deshalb zu einer Geldstrafe von 3 Mark verurteilt. — Ter Schlosser und Jnstalla teur H. M. aus Bonaforth, zurzeit hier in llntersuchungsha'i. vird wegen Bettelns zu 4 Wochen Hast und wegen Rude' törung zu einer Woche Haft verurteilt. Untersuchungshaft wird angerechnet, dagegen ist der Angellagte nach verbüßter Straß der Landespolizeibehörde zu überweisen. — Der Schuhmacher geselle K. A. G. aus Schwelm, zurzeit hier in Untersuchungshaft, wird wegen Sachbeschädigung zu einer Gefängnisstrafe von 10 Tagen unter Anrechnung der erlittenen Untersuckmngsdast verurteilt. — Tie Privatllage des K. H. N. in Düdelsheim gegen die E. L. loegcn Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 14. Febr. Im hiesigen Kott i tz k y st i f t wohnen zurzeit 6 0 K u r f r e m d e. AuS Privathäusern der Stadt kommen dazu noch 34 Älirfrcmbc, außerdem baden noch 25 Militärpersonen, so daß im ganzen 119 Kurfremde anwesend sind. Das ganze Jahr über marni 1600 Kurfremde int Stift, von denen 450 in der Stadt wohnten. Am stärksten besucht war cs im Monat Juli mit 270 Kranken. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 14. Febr. Die Eröffnung des neuen Bahnhofes ist für Sonntag, 28. ?lpril, in Aussicht genommen Ter Betrieb selbst wird mit Inkrafttreten des neuen Fahrplane, am 1. Mai. eröffnet merben. Zur Eröffnung wird u a. aud) der preußische Minister der öffcntlidyn Arbeiten Breitenbach nach jier kommen. m. Offenbach a. M., 14. Febr. Tie Stadt Offenbach beabsichtigt die Errichtung einer elektrischen Ueberlandzentrale. Da zurzeit der neue Elektrizitätswerksdirektor seinen Dienst nod? nicht antreten kann, wurden zur Begutachtung des Projektes au-r wärtige Sachverftäirdige herangezogen, die die Ueberlattdzcntralc Oftenbach nach EinjichMahmc der hier vorliegcrrden Scrüälntm- Aus Stabt und Land. Gienen, 15. Februar 1912. Städtische Armenpflege. In einer der öfter wiederkehrenden Zusammenkünfte aller Organe der öffentlichen Armenpflege entwickelte gestern abend im oberen Saale des Lass Ebel der Vorsitzende der Armendeputation, Beigeordneter Keller, vor zahlreicher Zuhörerschuft den Begriff der Hilfsbedürftig k e i t nach der Rechtsprechung des Bundesamts für das Heimatwesen. Er ging näher ein auf die Ursachen der Hilfsbedürstiakeit, ihren Eintritt und ihre Feststellung, die Art der durch die verschiedenen Ursachen bedingten Armenunterstützungen, die Tauer der Hilfsbedürftigkeit und ihre Unterscheidung in mittelbare und unmittelbare. Eine Aussprache schloß sich an die klaren, bestimmten und sich immer wieder an die konstante Rechtsprechung des Bundesamts für das Heimatwesen, die oberste Spruchbehörde in Armenfachen, anlehnenden Ausführungerr nicht an. Als zweiter Redner besprach Kirchenrat D. Schlosser die Fortschritte auf dem Gebiete des Armenwesens und der sozialen Fürsorge nach den Verhandlungen des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit. Er wies zunächst auf die Bedeutung dieses Vereins für die Entwickelung der gesamten Armenpflege im Deutschen Reiche hin und zeigte, in welcher Weise gerade der Verein bei der Vorbereitung wichtiger einschlägiger Gesetze mitgewirkt und ihre Gestaltung beeinflußt hat. Eingehender besprach er das in Preußen demnächst zur Einführung gelangende Gesetz über den Arbeitszwana bei fäumigen 9cährpflichtigen und beleuckftete seine Vorteile und Nachteile. Er wies weiter auf die Arbeit hin, die der Verein in Bezug auf die Jugendfürsorge geleistet hat, und wie von ihm aus eine Menge Anregungen ausgegangen und (auch bei uns in Gießen) in die Tat umgesetzt worden sind. Bemerkenswert ist, daß im Anschluß an die Ausführungen des Kirchenrats D. Schlosser Beigeordneter Keller in scharfen Worten sich gegen den neuen preußischen Gesetzentwurf aussprach, der überaus bedenllich sei und, wie Redner an Beispielen dyrlegte, zu den ungeheuerlichsten Konsequenzen führe. Beigeordneter Keller vertrat die An- icht, daß der Arbeitszwang niemals durch die Verwaltungsbehörden sondern nur durch das ordentliche Gericht erkannt werden dürfe, war auch der Meinung, daß die Strafen gegen Müßiggang und böswillige Versäumung der Nähr- )flicht verschärft iinb diese Delikte statt als Uebertrctungeu als Vergehen behandelt werden sollten. In seinem Schlußwort stellte Beigeordneter Keller fest, daß in einer Reihe anderer Städte der Wechsel in der Besetzung her Armen- rflegebezirke bei weitem nicht so groß sei, wie gerade in Gießen, eine Tatsache, die die Armenpflege selbst außerordentlich ungünstig beeinflusse. Je größer die Erfahrung ei, die sich die Organe der Armenpflege im Laufe ihrer Amtszeit sammelten, desto gleichmäßiger sei die Behand- ung der Pflegefälle und umsomehr werde im Interesse der Armen uno auch der Stadt gearbeitet. Er richtete an alle Pflegerinnen und Pfleger, unterstützt durch K-irchenrat D. Schlosser, die dringende Bitte, eine nxiterc Amtsperiode im Dienste der öffentlichen Armenpflege auszuharren. Aehn- iche Zusammenkünfte sind für die nächste Zeit geplant, in reuen besonders auch an Hand enger begrenzter Vorträge Fälle aus der Praxis besprochen werden sollen. ** Tageskalen der für Donnerstag, 15. Febr. Vortrag im Rauhn. und un Lrtsgeiverbeverein: Privatdozenl Dr. Rauch: hessische Kunst unter besonderer Berücksichtigung Gießens. Llbends 8'/, Uhr in der Unioersitätsaula. lieber die K rankheit des Grasen Aehrenthal wird folgender oftizieller Krankheitsberichl ausgegeben: Ter Krankhcüs- zustand Aehrentlvls, ireLdrr seit längerer Zeit an Leukämie leibet, ist nach wie vor sehr ernst. Tie Blutungen aus der Nase wie im Ohr und der Mundschleimhaut halten heute an. Ter Grad der Blutarmut und der krankhaften Dlutzusammensetzung ist ein höchst beträchtlicher. Tadurch sind die Herzfunllion, die Nahrungsaufnahme und der gesamte Kräftezustand stark geschädigt. Wie aus Konstantinopel verlautet, werden zwischen der Pforte und der englischen Botschaft die Verhandlungen wegen verschiedener Fragen fortgesetzt, die den Persisch e n G o l f und andere Punlle des Wilaiets Bassorah betreffen. Tie englischen Konsulatswachen in Bassorah werden beibehalten und sogar verstärkt. Aus Gibraltar wird wieder einmal eine Svionagege- schichte gemeldet: Tie englische Polizei verhaftete einen Deutschen, der die Festungsbatteriett photographierte. seiner Intimität mit den die Bült Holzversteigerungen in der fliubci 182 Bucken «hiervon Reifer Nm. Karn’# Brussel. Buenos Aires 3 Grands Pri« Patent Heißdampf Lokomobilen s neuen >ie SS- Mr Bedarf S-< richtssibu-l ivegen Belm-. schien Ber- >n»'. . sf l'I» v -tag, 17. fttbrx i Saale deS &:■ hing ab. :efle Mitgliö Rentner ®illr >e. Der Uoll» Hcrrn Qt. Senden sagte: von und GossmterreuLuriL über -'/« k/!lllon PS ;m WC fr dl 34 w=- 150 i» der -!- Tas Hol» aus Distrikt Steinbergi2 lam Betterwiesen- hang», sowie daS zerstreut sitzende Dürr-und Wtndsallhoiz wird nicht vorgezcigt. Hiäbctc Auskunft bei öoritiuart Witzner. Vonborf._________________________________Lü_ 22ti Luchen, 3 Birken Asvcn; Reisig Rm s Turnoeitii L Abends 81 • Fastnai he Kappenfit närrischen h ner Einlage Hosstaaten. chnhof aus tu nach Brüssel waige Nachri- Postamt erb« ^°cht?t,.. ntl «Heben * U Uhr n?: twmmandü^ I einem fck. >tel tzro^! -rRekru^Z Mln^: ssmke!^ U-Zonni:- Ich der . Ausfchi k 3 Min. an r m ustv. 1 H rneval-Zi, immel|hibenic Fabrikat der 1 Allgemeinen Nahrungsmittel« Gesellschaft m. b. H. Berlin W. 9 Ein vorzügliches tägliches Getränk von unerreichtem Wohlgeschmack und hohem Nährwert ist Van Houtens Cacao! m letnionn it iUtl9 W unter Kleine Sa-erchrontt. In Chemnitz starb infolge eines Schlaganfalles der Lohn 's ehemaligen Staatssekretärs des Rei chspo st amtes f-H Leiter der Musik- und Theaterschule, Heinrich von 1 ^luT°ber Grube Reeden bei Saargemünd ritz das rörderungsscil. Fünf verheiratete Bergleute ftüriten in die iitse und wurden getötet. In der Infanterieschule von Meath-Eounty in Irland schlugen ; w c i S ch ü l e r den 27 ,ähr »gen LebrerZkell». .HK Burschen batten sich au Herdern an der Gewalttat beteiligt, lir beiden Mdelsiübrer umrden verhaftet. Tie r.J10 ins Leben getretene Kon'.rcnz für eva ngel ische i-rmcin bearbeit, mit der Aufgabe, die in der Gemeinde lammernden Kräfte mobil ju machen und zu tatfräftiger Mit- c beit aufzurufen, gedenkt am 16. und 17. April ihre dritte CHiinfl in Erfurt abGuhalten._______________________________ Händler! Wer diese neue Marke nicht probiert, ehe er anderweitig absckließi, schädigt sich selbst! General -Vertreter Gosenbach & Wilkens, Köln Fcrnsvr. A 1005. asw/» Statt besonderer Anzeige. Gestern abend wurde uns ein gesunder Jnnge geschenkt. WilL Doll und Fran Kaethe geb. Amend Dittelsheim, 14. Februar 1912. Schellfische ii. Cabliau sind t lebend irischer sst. Nord' sccwarc cingclroffcn bei l1,e GeorgWallenfels Marktplatz 21 Telefon 46 gegenüber d. Eugelapotheke. Ausgabe der Vereins Rabattmarken. ausgiebigster Kaffee Ersatz KeeMmcksl Karl Slappe Sonnenttraße 31 Tel. 63 t erl. Rat in Rechtssachen, cmvi. sich in Anserüg- o. Gesuchen, Steuerdeklarationen, ,^ort>e= rungsbeitreibung, Auineu. v. Permögens-Berz. u. Berirei. in ErbschastSsach- vor Gericht. Sprechnnnden auch sonntags von 0—2 Ubr. tnbi m uirnhie e"i Kheeldtndci Se- liagtr suhlwirei bcittllt wlert i- cifldte Initrm« uniert« finpue- talcg über timtndt Artikel aller Rn, drn wir grillt und tränke veriendtn. Gebr. Bell, Grälrathl37 b. Solin« ---> jabrikUcriaedbait. » KyffhäuitrTicbniKum Frankenhausen Ing.-o.Wericm.-Abt. 6r.Ua»cb.-tad. irde wegen Srie mmen. Der n« utbc ireigeipres ,hne jeslen Sd» Bettelns m s eüing des § wj i verurteilt. » büßtet Strafe ki Ehefrau b. ® Diebstahls in * Ter Gstmn a >; Äovcmbcr I« Gide", W'otfi lb in einer v*-1 H'l'cr und ynui UntersulhunM und wegen ■ - Grsuckungshanre i verbüßter Der Schubin Unlciiuf; jkfängnisp"^ Unterfudiun^l t Düdelsheim Fl ^gleich erledig I Zunft um 10 Ubt vormittags, am Cbcrbaufcr Wegkreuz auö den Distrikten Häriugstcick und Steinberg: Stamme: (Sichen: 1 Stück 26x5 0,16 Feitm. und 1 Stück 1.. ,-12 — o,21 rvcitni. Derb,tangcu: 145 Fickten 3'34 Acitm., Reisstangen: 2955 sichten 12,o8 Ieftm- : Scheiter Rm. : 16 Buchen, 6 Birken, 24 Eichen, 10 ftiefcni (2 runbi', Kniivvel Rm.: 82Bucken, 10 Birken, 22 Eicken, 93 Kiefern, 56 Achten, 2 Erlen: Reifer Rm.: r.? - tj8Ltammreiserl,120Eichenlz.T.ausgcki,uvpelti,121«ecrn, s pickten lausgcknüppelti: stücke Rm.: 29Eichen,r-Kicfern, „Mein Kind hatte eine Flechte, die allen Mitteln trotzte, wohl auch vcrschtvand, aber immer wieder austrat. Buletzt ver suchte ich ejuckcrsTaludcrma u. bin erstaunt, wie schnell u. gründlich dav Nebel dadurd, beseitigt tvurde. E. Vtctcn." Dole 50 Pf. u. 1 DL isiärtuc Form» bei W. Kilbinger, Seltcrsweg 79a, A. 9ioll, Babnhoistr. 51 und (?. Noll, Kaiser-Drogerie. (s\uh Beschluß. 3« den» Konkursverfahren betr. das Bermögcii des Kaufmanns Fritz Ermen traudt, früher in Belli,- bauien (Str. Marburg!, jetzt in Berghofen, haben die Rechtsanwälte Bork und Dr. K rüg in Marburg inzwischen ausS neue portier ungen des AuSzügerS L.Retn in Bellnhausen angemeldet. Ferner bat die Gemeinde Bellnbauien eine Forderung angemeldet. Bur Prüfung dieferiZorderungen wird Termin anberaumt auf den f). März 1912, vormitt. 9'/, Ubr. Der Termin ift zugleich zur Prüfung aller stonstigen Forderungen bestimmt, die etwa noch angemcldct tver dcn sollten. |D% Fronbaufen, den 10. Februar 1912. Königl. Slmlsgcricht. Originalbauart Wolff, m. Leistungen v. 10 - 800 PS., verkörpern die neuesten Fortschritte derTechnlk und bilden für alle Betriebszweige die vorteilhafteste Kraftquelle. Dank ihrer Gediegenheit. Wirtschaftlichkeit und leichten Handhabung überragt ihr Absatz den der gleichartigen Erzeugnisse aller übrigen LokomobilenfabrikenderWelt DieWolf- sche ventillose Präzisions-Steuerung entspricht den höchsten Anforderungen des Heißdampf-Betriebes und kann in ihrer zweckmäßigen Einfachheit nicht übertroffen werden. Eine Stiftung für da? nnlttarische Flugwesen. Bieb? ich, 15. tzcbr. Die Herren Otto und Karl S> e n f f H haben dem Kaiser 100 000 Mk. »ur Beschaffung von Flugzeugen für militärische Zivccke zur Verfügung gestellt 1. Dienstag, den 20. Februar nach Zusammen kunst um 10 Nbr vormittags auf der Krciostr.„Apvenborn LÜeiterShein, (5infobrt ;um '-hüü, . ans den Distrikten Stamm, Noll und Mühlberg: Scheiter Rm.: 68 Buchen, 14 Eicken, 4 Fichten: Kuüvvcl Rm 35 Eichen, 23 Kiefern, 13 Fichten, - 318 Bucken ibicruiuer 108 ^lamnlrclfcr), 78 E cken. 14 Kiefern, 4 Fichten lausgeknuppeltl: stocke Rm.: 35 Buchen, 17 Eicken. 13 Kiefern. Das Holz aus dem Stammwaldcken sowie das zerstreut sitzende Windsallholz wird nicht vorgezeigk. Nähere Auskunst erteilt Forstwart Vcnerer, Ldcnhausen. wirdandercnAbführmittclu durck seine milde, prompte Wirkung vorgezogen. Pack 50 Pf. nur 517 Zeilral-Drmlit Sckulstrabe. Reines Weturprodukt, aus bestem Material nach patentiertem Verfahren hergestellt. «b F Magdeburg -Buckau B ffFiliale: Franklurt a. W. Wäscherei itali Sckützenttrairc 11 Lnm empfiehlt sich in Herren- und Haushaltungswäsche. Saubere Arbeit- schonende Behandlung, billigste Preise. Bekanntmachung. y ctr ■ Maul- und Slauem'euche in Grünt ngen. Degen AuSbrucks der Maui - und .< 1 n uj n 1 c u die in ö rü nt n g cn wird diese G.markung zu einem ^Vfrrbc - irk erklärt Die Clemarfung SolzIieim wird in daS benevende BevbachtungSgebiet eiuln-zogen. niir den inrrbcjtn und das Beobachtunqügcbiet gelten die Bestimmungen unter ll, N . V und VI unserer Bekanntmachung vom 11. November tvn iGietzener Anzeiger Nr. 267) und die hierzu erlassenen Ergänzungen vom 30 November 1911 'Zdreisblait Nr 94V Die Gemarkung (5 b er habt scl) cidct auS dem BcobachtungSgebtet aus. Gießen, den 14. ßtbruar 1912. Großl-erzoglickeS KreiSamt ötcßen. I. V.: Langermann. ___________ Earl o f Crewe besonders angciichtS Au? Chine, London, 15. Febc. Tie.TuneS^ meldet anS Nanking. 14 Ftbr.: Die Gcsandl schäften der außidär11 pc n Mächte wurden von der Regierung anfgeforbert, die epublik in Süd-Ehtua anzuerkennen. Schmeckt kräftig — kaffeeähnlich, ohne Malz- geechmack. Kein gemahlene» Produkt, sondern ganze Körner, aber ohne die lästigen Hülsen. Enorm ausgiebig, man braucht deshalb nur wenig zu nehmen. Jeder Zusatz ist überflüssig. MvMtwrnng Freitag, den 16. Februar, oorm. 1" Ubr, veriteigern wir auf unserem Bauplatz in der Sckanzenstraße diverses Breiiil- n. Nitzholz darunter mehrere f. Wagner geeignete Eickcuftämme. h« Ter Vorstand des Kouium- vercins t6iekeu n. Umgeg. K. 61/12 ~ t Donnerstag, 2». Februar 1912, nachmittags 3 Ubr werden in unserem Amtszimmer die den ^ustuS Heck Eheleute in C-ließen zuge schriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen ver- 'tcigcrt: , , . 2/133 — :i6N am Hofrettc Imtß der Ebaussec. Die Berneigcrung erfolgt gegen Barzahlung ohne Ziel. Gießen, 7. Februar 1912. Großh. Qrlsgericht Gießen. _______Gros._______ K. 101/11 Z7 B7?! Douncrst.,2«. März 1912, nachmittags 3 Uhr werden in unfeiem Amtszimmer btc dem Hotelier Wilh. Schmidt und Ebeirau geb. Romelfer in Gießen.zugeschricbenen, nackitebend 'verzeichneten Parzellen versteigert: 6 21 *A<» 420 qm Grab- garlcn in Sichlock 6'22 = 583 qm Hoireite da selbst, Hotel Biktoria, nebst Hotelinventar, soweit es Zubehör ist. Gießen, 3. Januar 1912. Großb. Ortsgericht Gleven. Gr o S. Nutz- und Brennholzversteigerung. Rönifll. Oberförsterei Krofdorf. Freitag, den 23. .xbruar, vormittaas 10 Ubr, Fnntmcn im Freund scheu 2 aal in fflrosdors zum Bcrkaui. -ckuvbe^. Waldbaus. Diftr. 33 und 34 VeuerUcdt. (Ti±cn: 4 Nm ^ckickmutzbolz 4Mtr. lang, lo Rm. Lchcil, W Rm. Knüppel, 160 Rm. Reisig. Bucken- 4 stamme mit 31—34 Emi. Dckm. und 1L Fstrm, 9 Rm. )^gen bol , 651 Rm. ^ckcil, :«9 Rm. Rnupod, 3 Sm. ^torfboLy «w, •ijpiiiT dickten- 4 Stg. 1, 4 St. 2, 1 Rm. dicit Jnnkernstrauch: Eichen- 17 Rm. Sckeii. »5 Rm. KiiÄvel, x12i> Rm. unaufgearbckletes c oon W und U E'M.T-bm m« 1.3 Sftm. »Rm. ^rfieil, 7 Rm. Knuovel, 115 Rm. Reing.__ Ter Regierung Lord .Haldanes Kasseler Hafer-Kakao wird bei Bluurmut und Bleichsucht lsKräftigungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen. Nur echt in olauen Kartons für 1 Mk., niemals lose. trauthtil mit Deutschland — . Deutschen, daß zwischen ihm und den Vertretern der deut,«den Regierung Besprechungen sozusagen ohne Vorurteil und mit giößcrcc Offenheit und größerem nrrcimut stattfinden könnten, als es sonst möglich gewesen wäre. Haldanc ging nach Berlin und hatte eine Anzahl Besprechungen mit hervorragenden Mitgliedern der deutschen Regierung. Er sand sie ebenso ausgefprochen, wie unsere Regierung, von dem Wunsche beseelt, alle möglichen Mißverständnisse zu zerstreuen. Ich kann Ihnen nichts sehr Positives und Bestimmtes sagen, doch dar, uh luher« lich sagen, daß der Besuch Haldanes in Berlin Gutes erreicht hat und ich darf hoffen, daß weiteres GtckeS daraus fließen wird durch die Herstellung von Beziehungen der Freundschaft unb Lfsenheit zwischen der deutschen Regierung und unS selbst. taylreicke ‘.lunort-erungen ergangen, eine V er ständi gu ng mit Deutschland zu erreichen, ober zwischen England und Trutuh- land gibt es nicht wie zwischen England unb Frankreich akute Fragen, die ihrer Erledtguni darren. DaS ist beelrtlb nickt der Fall, weil England iväbrend der letzten 20 Jahre wiche Fragen, sobald sie auftauchten, zur Zufriedenheit beider Regierungen erledigte. Wenn der Besuch Lord Haldanes irgend zu diesem Ziele beiträgt, und er einen Lelzweig im Knopfloch mit* brachte, so beglückwünschen wir ibn out unterer Leite des vauseS ebenso warm, wie seine Fvcunde auf der anderen Seite. MaschiiiBDslrickerei! Zm Stricken, sowie An- strlckcn von Strümpfen cmvi. ick mich angelcgentlichft. [452 Strickgarne (besteQaal.) habe stets vorrätig. ÖT Preise billigst. Ernestine Hopfner Kaiser-Allee 22. Hochfeinen gewässerten Stockfisch schöne weiße Stücke, eMii|>, ftiblion Zsilder, Siotjungcn rc. emostehlt 1162 C.G.Kleinhenn Tel. 66. Babnbofstr. 59. Ophma-Fahrräder e» »X r.flt en erülertroflevt 68U u-hiHbeteM. fertoee w«Wf;- Weg) *-'aOn«tMl«Tr*s. 21milid)cr wctlerocrichl. OrffentliLer Wetterdienst, Gießen. Wetterausstchten in Hessen für Freitag, den 16. Februar 1912: Lockig, meist trocken, Nachtfrost, Diorgennebel. ----- ---’----" ' - ” Letzte Nachrichten. Aus de« englischen LberhauS. London, 14. Febr. In der heutigen Sitzung des Ober» 41uses erflärte Lord Landsdownc: An die Regierung sind Wld'lM 777.11111, i i 1111 i i Empfehlungen C B III® il’^l 80,000 ' «alltü N Ur itf-? '"ir iDUtb fe 'Kltf, j tu■'.««' «Li U • i, 7 hB bfli ® ’n Wu 4i . ^rbr । .Zk’ jfi'Miitn s J®' Scitiercn ikigen wwn, nc tc ?'• 'O'lbflll tu *°9 Nr irar! «; anterc i£;‘Nf Jaicf: S“N< filV .a6lk9fi । unbi) 1?-1 Ugen, q t ict mädif. JA «’S» £?Jd; blltzkn re.ncn: un £. ^*)rtnb sch FWatn. 9lb, ff ** bie S^anbtrt - w 6tr inf< ' «»i»11 ES» ""■ K‘. Hfl) üerzu! &I'"1 KW»io Öonb al S‘an fcr ei’ Gwleib bie । Upiirii iinb, ü( F&inerfenw1 e iWiept ut iitm, fern«1 Eiben übet G ?lbfl!ten, da d Erhörte gern ü bflß bie 100 h iülioneii ® fanc non 52,2^ jal batten. 6 fischen Genie strciks ann jti*cn Sendjti feiitcn für 51 litt bedenken, I Kung darin |ti K deutschen Gei i Zvalidenuitt •r 3lcrbcgclb cti Bo weit hinter piditcn Wgt Es ist aber i bie englis Krilsieber zeigt «erden bie Ausg D 'tütjrc 1910 g Hber bie engl Küngszweile n tkuischcn Tii eben bm ki deutschen k 3treiltahiL wjbcnjblott be kt.-nr, dop inon Kttrlschasten sc imc, wenn sie ßnnischajtssitt) inner ist zu bo Arbeiten je t> iur streit fdich dabei, ba P-tschkn (Denier ffnch nehmen, Men Beträge i ^ezeichnenb f den Beriü'l " Pt lerne Ang Jit Lim ■ VI'"9- 1 "1 -luansc Aktiva. 36,000,000 - 15,071,980 66 4,855,693 92 bundesstaatliche 532 041,500 - 8,489,706 25 Froidesker-Vereinigung ßiena 305 000 - 605,750,997 26 ftpbet. (»ewinn- und Vcriunt-Conto ultimo Dezember 1911. 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Rudolph Peltzer. tiuutav .?! 6,653,343 05 6,345 - -H 4 20,644,378 90 1,395 054 1! 2,427,550 03 577,962,720 44 6,059,463 34 700 000 - 500,000 - 515,620 85 Die Übereinstimmung mit den Büchern der Hypothekenbank Piockstrafrc 12 in Hamburg bescheinigen wir hiermit. Wir empfehlen während d. Fastnachtstage unser Mainzer Tnettisten Paares Tilly und Karl Weiszmiiller. I wlmr 8 Union-Brauerei A.-G. /Tamburg, den 31. Dezember 1911. Hypothekenbank in Hamburg. An Pfandbrief/.insen...... „ ünkoyten-Couto: Saldo des Conto«...... Vortrag auf neue Rechnung . . . Valonstener-CoBto...... Ueberschuss . 584,070 99 24 390 607 61 Eintritt 30 Plg. 637,30056 Donnerstag, den 15. Februar 1912, abends 280,97034 8*A Uhr im Hotel Einhorn. Teppich- und Gardinenhaus Seltersweg — Plockstrasse Znr Fastnacht! ff. SUiitcnmebl, ucrfdi. ‘A-flnnscmcttc, In. :Kübol nnrq u. seinite (Netrcidevrcnbcfc im Ausschnitt. auch mit Rabaitmarkcn. Conrad Bender II.. SBadtorftr. 14. Tel. 64>.- Blrektl I>r. Bendixer Zur kommenden Bedarfs,;eit tnufcn Sie sämtliche Saatwaren la. Qual., wie Blumen ii. lHenulseiamen, MIcc- und (braoiamen ;c re. am üoncilbaiicitcn im Lamen,vc;ialbaus Heinr. Hahn Kirchfirane 13 Telephon 403. Alan ucrl.iüiiür.^ttuiib karalog gratis u. franko. l!!«« litztkbm. Tas größte Vergnügen können Elter.-, ihren Buwen nur dadurch bcrem.i wenn Sic dieselben — zumal die Un. kosten nur em paar Pfennige betranen^ in der Nläppergardc mit im Fni':. nachtSzug gehen laßen. Tu Tic Buwcn versammeln sjq zwecks Erlernung des lLießen Rläppfl; Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert dk Brührsche Universitäts-Druckerei, Schulstr.7 „Hßilring“ in Tuben und Dotcn. Danksagung. Für die zahlreichen Glückwünsche und Geschenke zu unserer -ilbcrnen -Hochzeit sprechen w ir auf diesem Wege unseren herz- £8 liebsten Dank aus. Konrad Hilberg und Frau Anna Elisabetha. H Geilshausen, den 14. Februar 1912. 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Pfandbrief-Agio-Conlo 26 des Reicbs- hypr>fhekenbankge-‘etzes)..... Vorträge anf Provisions-Conto . . . Vorträge auf Hypothckenzinscn-Conto Vorträge auf L nkosten-Conto . . . Talonnteuer-Conto........ Beaniten-Cnterstützungsfonds . . . Di. Karl-Stiftung........ Cr'-ditoien in laufender Rechnung Gewinn- und Verlust-Conto . . . L hl IM Heute, Donnerstag abeud 8>/2 Uhr ti —_ bmvenlicdts Freitag nachmittag 6 048 - 4 Uhr, Lchulc, am Lswalvsgarten (Mäpucr!. mitbrmaen). Die Zn^koinmi**ion. Per Bllanz-Conto . . . , Hyp./Iheken-Ziusen . „ Zinsen-Conlo . . „ Provisions-C'oiito . . „ Pfandbrief-Agio-Conto L Oeffentlicher Vortrag 605,750,997 26 de§ Herrn Generaldirektor Horst-Lieber aus Leipj^Z < re«ii<. über 818.911 64 300,000 4 514,840 83 26,278,131(37 SMIIlie* fei» Dir.: Hermann Stelngoetter. Freitag, d. 16 ^ebr. IS*8» abends 8 Ubr: Äukcr VlbonncmcnL <5xbb6ic Preise. . CiumaligcS MnitiPtfl l>r. Ernwl von Po***«"1 Nathall der Bch Ein dramatisches Gedicht >m 5 Äuszligcn von C4irtib. Lessing ® 1 (Lude gefeit 11 Ubr. Freitag, den 16. Februar, abeudo: 012H 5t. Benno >Mch. AÄÄAOÄAÄÄ 746 283 31 L -------------------------~ jBiograph Hypothekenbank in Hamburg* Bilanz ultimo Dezember 1911. 3 0 „ ige Reichs- und soziales Drama in 2 Akten, Leo und seine 3 Bräute Nur noch heute und morgen! Den Eindruck, den die drei Hauptschlager DieVerräterln Asta Nielsen-Film in 3 Akten, Bie Braut des Erfinders Wcorg Wallenfels Marktvlaiz21, Telephon 46 ncflcniibcv d. Engclavvtdetc. Kreppe! taalich frisch bei •'poiluirfcv Rricbr. AoU m Mauobura 12 1,458.646 87 273,950 90 9 273,729 02 414,452,300 117,589.201 —