Nr. 112 Ter «lehener Anzeiger erscheint täglich, nutzer Sonntag-. — Beilagen: viermal mothentlid) Gitbener.^amilienblStler iineimnl mödjcntLKrtii; blatlfürben XreirSietzen ! L leiisrnq und Freitag); jurcunnl monoil. Land wirtschaftliche Seitsragen Fernfprech - Anschlüffe: für die Redaktion 112, Verlag u. Ervedition 61 Adresie snr Deoeschen: Auzetger Gießen. Annahme von Anzeigen für bie TageSiunnmer bifl vormittag- 9 Uhr. Montag, 13. Mai (9(2l Erstes Blatt 162. Jahrgang Gietzener Anzeiger Seneral-Anzeiger für Oberheffen RotationrdruS und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Vruckerei: Schulstrahe 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschaftrstelle Bahnhofstraße 16 a. y r ; n g # ö r c u*: rnonatlici'7.» Tf.. viertel- jährlich Mk. 2.20; burd) Abiwle- u. Zrve.'.sleUen ir.onatlid) 66 Pt.; durch die Volt Mk.L— viertel- uxbtL missck'1. Besteigt. ^eilaiprei-3: lokal 15 20 Plenaiq. 6 iieiredakteur: 21 Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: Sluquft Goetz; für »tftuille- loii*, ,‘3cniiifd)ic3* und .®evid)ii|aar*: Jl. 9leu- ralh; für »Stadt und L'anb*: &.£>cft; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Setten. Zur hessischen veamtenbesoldungrvorlage. Der Lanbtagsabgeordnete Justizrat Grünewald schreibt uns: Angesichts des Arlftels in Nr. 111 dos Qhcfifncr Anzeigers „Das wird aus der hessischen Beamt enbefoldungsvorlage" erlaube ich mir, Ihnen Folgendes zur Richtigstellung mitzuteilen. Vs ist zunächst durchaus nicht richtig, baß „alle Parteien an der Regierungsvorlage wenig gute Haare gelassen hätten". Die Fortschrittliche Polkspartel hat nach eingehender FratiionS- beralung, unter wiederholter Ancrk.'unung der Wotroeitbiglcit der Besolduiigserhöhung und dec Dringlichkeit derselben, den Abgeordneten öcnridi beauftragt, das Einverständnis der Fraktion mit der Vorlage im Landtage zu erllären, dies zwar mit der Ausnahme, daß die Fraktion die Belastung der «ladt und der Landgemeinden als nicht angängig anzucrsennen vermöchte, weil es sich um die Erfüllung staatlicher Ausgaben handelt und weil' die Stadt- und Landgemeinden bereits übermäßig belastet find Tie Fraktion hat indessen für den hierdurch entstehenden Ausfall an den Tccturigsniitteln sowie für ocn Mehrbetrag, der sich aus dem Wunscke ergibt, die Lehrerg. Halter nicht um 11, sondern um 15°/o zu erhöhen, sowie scher den ro eiteren Ausfall, der durch den von uns gewünschten Wegfall der Besteuerung der Feuer- Versicherungspolicen entsteht, andere Deckungsmittel vor- geschlagen; hierzu gehören Aenderungen in Bezug auf die Schuldentilgung, m Bezug auf bie Vermögenssteuer (Normierung der Steuer von jcbrm Tausend des Vermögens und nicht nach größeren Stilfen) sowie ferner Erhöhung des Stempels auf Jagd- wasscnpässe und endlich, damit eine Erhöhung der Einkommensteuer vermieden werden könne, die Ausgestaltung der Erbschaftssteuer im Sinne der Einführung der Teszendentenstcucr. Tie Fortschrittliche Volkovartci iveiß, daß auch dieser letztere Steuer- verschlag, wie wohl ein jeder, nicht überall sympathisch ausgenommen werden wird. Wenn aber der Notwendigkeit einer Erhöhung der Einkommensteuer, die ja mit 5°o für die, gegenüber der Besoldungsvorlagc der Regierung erhöhten Bedürfnisse nicht aus reichen würde, ausgewiclfen werden kann durch die Einführung einer Erbschaftssteuer, so zieht meine Fraktion die letztere der Erhöhung der Ein kommen st euer vor. Freilich besteht das Bedenken, daß über kurz ober lang das Reich Die Erbschaftssteuer einiühren wird es würde sich dann der Vorgang wiederholen, wie er sich beispielsweise bei ber Wert- zuwochssteucr schon einmal vollzogen bar, ein gewiß nicht erfreulicher Vorgang, aber kein solcher, bet den' einzelnen Bundesitaat verhindern könnte, einstweilen doch bie Teszendentensteur ein» s um freu. Es ist auch >iv bedenken, daß es doch sehr zweifelhaft 'rscheinr, ob die Widerstände, bie sich im Reiche ber Einführung dcr Erbschaftssteuer enlgegeuststlen, jemals überwunden werden Der weiter von ber Fraktion gefaßte Beschluß, daß gleidp zeitig mit der Beratung der Regierungsvorlage die organische Regelung der Beamtenocsolbung jtauiinücn sollte, in durct.aus zivenmäßig, da andernfalls eine betricoigcnfce Crbnung dcr Tinge und eine endliche Beruhigung der Vamtenschaft nicht zu erwarten ist; es besteht kein Zweifel, datz Regierung und Finanzausschuß, wenn sie doch einmal die gesamte Materie bearbeiten müssen, au di zu einer Ausgleichung der gegenwärtig be,lebenden Ungleidcheiten in der Klassifizierung gelangen tönnen, zumal bc teils durch zahlreiche frühere Eingaben und Beschlüsse der Ma mm er der Weg gezeigt ist, au? welchem diese Unstimmigkeiten aus der Well geschafft werden können. Aus diesem Grunde hat die Fraktion die Resolution gefaßt, die nunmehr als Material dem Fuianz- ausschuß überwiesen worden ist. Ter fort,ch.r,tlUche Redner, Abgeordneter H e n r i di, hat im Sinne dieser Fraltionsbeichlune im Landtage den Standpunkt der Partei dargelegt und es nt «allgemein anerkannt worden, daß seine Darlegungen die Regierungsvorlage am g ü n lt i g lt c n beurteilten und am menten ge eignet mären, dazu beizutragen, baß die Notlage der Beamten halb und durchgreifend beseitigt werde. Jöat man doch von allen Seiten die nur teilweise Regelung ber Angelegenheit als an bedauerliche. Stückwerk bezeichnet. Taß die verbündeten Paneien — National liberale, Zentrum und Bauernbund — den freisinnigen Antrag nid t ohne weiteres gut geheißen haben, liegt woh! an dem Umstand, daß er eben von Seiten der Linken gestellt wurde, deren Existenz und Tätigkeit den genannten verbündeten Paneien außerordentlich widerwänig ist. Ah verfehle nicht festzustellen, daß am wenigsten freundlich im Sinne der Vorlage sich der agrarische Redner geäußert bar, indem er erklärte, dciß seine Panei nur etwa eine Million bewillige und daß sie einer Steuererhöhung nicht zustimmcn werde: diese eine Million sollte etwa als Teuerungszulage für die Beamten verwandt werden. Tic Zeitungsberichte über diese Rede waren meistenteils unrichtig. Würde diese Ansicht die Ebcrbanb gewinnen, so wäre freilich die Aussicht für eine einigermaßen genügende Erhöhung der Beamtengehäiter sehr gering und gar itid.i zu denken wäre an die absolut notwendige organische Reform. Die Fraktion der fortschrittlichen Volkspartei, der allerdings die Wunft der Wählerschaft nur ermöglicht hat in der Stärke von adjt Vertretern im Landtage zu erscheinen, wird mit aller Energie, und wesentlich gestützt auf die sachkundige Mitwirkung ihres Vertreters int Finanzausschutz, bestrebt sein, auf der Grundlage der Regierungsvorlage eine befriedigende und burdjgrcifcnbe Regelung dieser hochwichtigen Angelegenheit herbeizuführen. Hochachtungsvoll Grünewald, Rechtsanwalt, Landtagsabg. Wir bemerken dazu, das; damit die Feststellung unseres Darmstädter Mitarbeiters im Grunde doch bestätigt wird: auch die Wünsche der sortschrittlichen Volkspartei decken sich mir der Vorlage der Regierung nur in wenigem Punkten. Was die T e ck u n g S m i t t e l anlangt, so enthält die Zuschrift des Abg. Grünavald manches "Neue, was in unserem Bericht über die Rede des Abg. Henrich nicht gestanden hat. Da auch die „Darmst. Ztg." über die Landlagsverhandlungen sehr ausführlich zu berichten pflegt, so haben wir dort noch einmal nachgelescn, und wir zitteren danach aus der Rede Henrichs die folgenden, in Frage kommenden Stellen: Zu der fdjroierigen Frage der Besoldungsordnung kommt die gleichschwierige ber Tilgung. Wir müssen im Interesse des Laubes ernsthaft versuchen, biejc Probleme zu regeln. Redner verbreitet sich des längeren über bie Staatsschulbennlgung und widerspricht ovr Ansicht des Geheimerats Kirchhoff, daß Eisen- baljnidiulben nicht getilgt zu werben brauchten. Preußens finanzielle Ueberlegenhcit beruht gerade darin, daß es seine Eisenbahnschuld in crbcblidtem Maße tilgt. iLehr ridjtijjj Eine verstärkte Tilgung sei für Hessen unbedingt notig. Tas hat auch die Hammer wiederholt anerkannt. Was die Steuern betrifft, so stimme sei»ne Partei den Zuschlägen zur Erb- s ch a f t s st e u e r z u. Auch der Erhöhung der Stempel auf I a g d - Verpachtungen könne man 3 u ft im men. Hingegen teilt seine Partei die Bedenken gegen die Versicherungsbesteuerung. Tie Erhöhung der direkten Steuern überhaupt sei zweifellos btc, gerechteste Verteilung der Lasten, wenn sie auch unpopulär ist. Seine Partei werde andere Vorschläge ernst hast prüfen, sie werde aber an der Steuererhöhung die Vorlage nicht scheitern lassen. Ter Abg. Brauer lehnt sie allerdings ab, ohne Ersatz dafür zu bieten. 5 Prozent Einkommensteuer bedeutet nicht viel und ist im großen und ganzen wohl zu ertragen. Man solle überhaupt einmal aufhören mit den Behauptungen, daß das Land dies und jenes nicht tragen könne. Tas schädige ben Hrcbit des Landes. Bestimmt ablehnen müsse seine Partei bie Heranziehung der Gemeinden zu den Bolksfchullasten und zu denen der höheren Schulen. Die Karlsruher Besprechungen. Karlsruhe, 11. Mai. Ter Kaiser, das Prrnzen- paar August Wilhelm und Prinzessin Viktoria Luise sind mittels Sonderzuges um 1030 Uhr hier cingctroffen. Zur Begrüßung atu dem Bcchnhof waren erschienen das Großherzogspaar, das Prinzenpaar Max von Baden, Reichskanzler v. B e t h m a n n ° H 0 l l w e g und der preußische Gesandte v. Eisendechcr. Tem Reichskanzler schüttelte dcr Haiser wiederholt die .Hund. Nach Vorstellung dcr beiderseitigen Gefolge erfolgte bei herrlichstem Wetter btc Abfahrt durch die ffftlid) geschmückten Straßen, die ein zahlreiches Publikum besetzt hielt, nach dem Residenzschlos Im ersten Wagen sa.ß der Kaiser neben dem Großherzog von Baden, beide jubelnd vom Publikum vegrückt. im zweiten folgte die Großlu'rzogin von Baden mit dem Prinzen August Wilhelm von Preußen und dessen Schwester, Prinzessin Viktoria Luise, in einem weiteren Wagen der Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg mit dem Adjutanten de: Grog- zogs, Generalmajor Dürr. Am Portal des Residenzschlosses begrüßte Großherzogin Luise von Baden die fürstlichen Gäste. Um 1 Uhr sand im Palais Frühstückstafel statt. Heute vormittag nahm der Kaiser bald nach seiner' Ankunft den Vortrag des Frhr Marschall von Bieberstein entgegen. Gegen Abend Hörle der Kaiser den Vortrag des Reichskanzlers v. B e t h m a n n- Hollweg und anschließend hieran denjenigen des Staatssekretärs v. K i d e r l e n - W ä ch t c r. Ter Kaiser machte, nachdem er den Vortrag des Reichskanzlers gehört halte, mit diesem einen längeren Spaziergang im 2 chl 0 ßpark. Aus Anlaß der Ankunft des Kaisers in Genua hat zwischen dem Kaiser und dem König von Italien ein sehr freundlicher T e l c g r a m m w e ch s e l stattgesunden. Karlsruhe, 12. Mai. Ter Reichskanzler wurde am Nachmittag von dem Großhcrzog und der Groß- herzogin Luise empfangen. Um 8.31 Uhr reiste der Reichskanzler nach Berlin ab, wo er morgen früh eint reffen wird. Der preußische Gesandte geleitete ihn zur Bahn. Botschafter Frhr. Marschall v. Bieberstein verläßt heute abend Harlsruhe, Staatssekretär v. Kiderlcn- Wächter morgen früh. Hationallibcraler Parteitag. ~ Berlin, 12. Mai. Unter überaus zahlreicher Beteiligung von delegierten aus dem ganzen ftteidjc fand heute in ben Hammersälen der 14. na-i tionallibcralc Vertretertag statt, der zu ben vom Zentralvorstanb vorgeschlagenen Satzungsänberungeii Stellung zu nehmen hatte. Ten Vorsitz führte Vizepräsident Reichstagsabgeorbneter Tr. P a a s ch e. Die Vorschläge des Zentralvorftandes bezwecken in dcr Hauptsache, die Einzelvereine der nationallibcralen Jugend an die landschaftlichen Organisationen anzuschließen. Ter Refchs- verband ber naüonallibcralen Jugend als solcher soll keine eigene Vertretung im Zentralvorstand haben, Diclmelyr werden die ein- zelnen landschaftlichen Organisationen Delegierte je nach der Zahl ihrer Mitglieder entsenden, wobei natürlich auch oie Zahl ber Iungliberalen zu berücksichtigen ist. ’ Als Zeitpunkt der Neuordnung wird der 1. Oktober d. Js. bestimmt. Ter Vizepräsident des preugischen Abgeordnetenhauses, Gc> heimrai Tr. Krause (Berlin) begründete den vom Zentcalvor- stand vorgelegten Organisationsenlwurf, der einstimmig sowohl vom Zeniralvorftand der Partei, als von dem Vorstand des Reichs- verbandeK der vereinigten nationalliberalen Jugend in den gestrigen geschloffenen Sitzungen ohne jede Aenberung angenommen worden war. Er führte aus, daß der Reichsverdaub als solcher bestehen bleiben könne, aber feinen Teil der Gefamtorgami'ation bilden soll. Es bestehe nach den Satzungen kein Hindernis, baß eine solche Organisation außerhalb der Partei besteht und «ich bildet. Ob das allerdings wünschenswert fei, sei bahingeftellt. Tie Satzungsänderungen werden sodann unter stürmischem Beifall ohne Widersprach en bl oc angenommen. Hierauf "hielt Reichstagsabgeordneter Saf f ermann eine Programmatische Rede über die politische Lage. Er wurde von ber Versammlung mit lebhaften Bravorufen unb mit Händeklatschen empfangen, wofür er dankte, da dies ihm ein Ausgleich für manche schwere Stunden in ben letzten Wochen fei und führte dann aus: Tic Waffen ruhen in der Das völkerschlachrwcnimal. Leipzig, 11. Mat. , Auch muß es sein noch größer als wie zu Köln der Tom!" So ungefähr dachte sich der Sänger ber Freiheilskämpie, Ernn Moritz Arndt, bie „Irminsul" des beutschcn Volkes, bie am ben Schlachiieldern Leipzigs für ewige Zeiten ein Denkmal fern loUte für ben Sieg über Napoleon, lind es ward ,0 Wuchng und ma,ng -cheot sich auf einem künstlich erbauten Hügel an den Geiladen c nes kleinen Sees das Völkerfchlachtdenkmal, ein Holotz von gigantischen Ausmaßen. Hoch in die Wolken ragt es mit |einen Metern Höhe und wer am Fuße des ^nkmals steht, ahnt nicht, daß die 12 Kolossalfiguren, die ben Fnebensengel bewachen, Zwölf grimmige Krieger gestalten, Riefen von 1- Meter Große find mit einem Gewicht von je 40mb c- i*t ein Ehrentag nicht nur Tur das deutsche Volk' wabern auch ar die Schöpfer des Denkmals und lnsbe,oiidere jur ^den Ur- teber des Denkmals, Hammerrat Thieme aus -Hb)ig, an dipcn Geburtstage, am 13. Mai, nunmehr ine .-/bluBitcmlcgung bte «ölkerschlachtdenkmal ftattfinbet Tas ^'Esentcliek de Denkmals, das den Erzengel Michael am einem Hrieg-wagcn . jft tor ein non 60 Stetem. .Heber -hm rag Intern von 1.80 Metern Hohe die Xvnidn-Jt. ,.(utt m.t un Jin den Ecken sind Adler angebracht mit einer tflugtllpann- ii-ecitc von 10 Metern. . . -u - - ,in „Seui Grundgedanke ut ein breuadicr: iv joll iun em Ehrenmal für die gefallenen Hricger, ^'' Ruhm.- nal lui i Drccheu^ämr- jener Zeit, ein M ahnzeichenfur Mn ttge^ sjhiechter'' Diesen Granogedankeii hat bei mä rnats Prolejsvr Schmitz glücklich dutchgesuhrt. .^och «t Denkmal von dem gewaltigen Gerüst umgeben, das sich aus der Ferne wie ein Spinngewebe ausnimml. Welch ungeheures Material nur zu diesem Gerüst verwendet werden mußte, kann man ermessen, wenn man erfährt, daß die Holzer auseinandergelegt einen Strang von Leftyig bis Kiel ergeben würden. 5o wird' dieses Riefcndenkmal neben der Säule auf dem Monatchenhügel, neben dem Denkmal des Fürsten Schwarzenberg, neben deut Napoleonftein und anderen Denkmälern bas deutfche Volk immer daran erinnern, daß es ihm einst gelungen ist, Napoleon zu fchlagen. e — 21 Ko ngreß für Knabenhandarbeit. Unter zahlreicher Beteiligung begannen am Samstag die Verhandlungen des 21. H ongresses des Teutfchcn Vereins für Knaben- h andarbert unb Werkunterricht. Ter Hongreß royrbe cingc- leitet durch zwei Ausstellungen, die im Rathause ber Stabt Ehar- iottenburg untergebracht finb. Die eine ist veranstaltet vom prcu- s'ischen Hultusministerium unb würbe vom Geheimen Regrerungs- rat Professor Tr. Pallat eröffnet. Tie anben ist eine besondere Ehariottenburger Schulausstellung unb zeigt bie Arbeiten der dortigen Waldschule. — Reue belgische Briefmarken. Soeben find vier Marken der neuen Serie belgischer Postwertzeichen erschienen und zwar die Werte zu 1, 5 unb 10 Zentimcs, ioroiejnnc seit 1881 nickt mehr verausgabte Wertstufe zu 5 Franks. Tie 1 Zenlime Marke ist in Ziffernzeidmung ausgeführt, bie 5 Zennmes stellt Den öelgifchen Wappen!öwcn mit erhobener Pranke bar, und jber 10 Zemimes Wert zeigt uns das Brustbild Honig Alberts Tie neue 5 Franks Marke, in gleicher Zeichnung wie die 10 Zemimes, ist in bedeutend größerem Format gehalten Tie Farben der Neuheiten find: 1 Zenrimc orange, 5 3- grün, 10 3 rot. Tie Äusiübrung der neuen Marken ist roenui geschmackvoll. Es heißt nach einer Mitteilung des Verlags E. F. Lücke, G. m. b. H., Leipzig, berat», daß bie rote 10 Z.-Marke cingezogen werden soll ,ba aut ihr Honig Albert schielt Sollte sich die Einziehung der W Z. bewahrheiten, so wird biefer Wert zweifellos von ber Sammlerwcii sehr hoch geschätzt werden. Wer allo von unfern Lesern diese i'iarfc in bie Hand bekommt, tut gut daran, ne auszuheben, denn man kann nicht wissen! — lieber die weiteren Wer:e d:r neuen Brftfmarkenreihe werden wir jemrils nach Erscheinen berichten. — 2 alvarsan bei .Scharlach. Tie Erfolge, die mit dem Ehrlich'fchen Arsenprävarat außer bei Lues noch bei verschiedenen anderen Infektionskrankheiten ime Malaria, Rückiall- tieber, Milzbrand erzielt worden sind, legten cs nahe, mit ihm auch Versuche bei weiteren ansteckenden Hrankheiten zu mad®i, in der Hoffnung, diese günstig zu beeinflussen. So hat neuer» dings Sanitätsrat Lenzmann in TuiSbnrg, wie er in der Medizinischen Hlinil mitteUt, oie Wirksamkeit des Saivarians bei Scharlad' ervrobt. Zwar ist es keine große Anzahl von Fällen, die ,hm zu Gebote standen, allein die Zwanzig, denen das Salvarsan injiziert wurde, zeigten bod) insgesamt eine ubcrcinnimmcnbe Beeinflussung durd) bas Medlkamem. Während der unbeeinflußte Scharlach sich in ben ersten vier Tagen burch ein sehr hohes Fieber auszeichnet, das oft bis zu 41 steigt und erst liiigiam l.vi» umergeht, wenn ber Körper sich mit dem ettaraktcristischeit Ausschlag völlig bedeckt hat, ivar der Verlauf bei den mit Salvarian, behandelten Fällen wesentlich abgekürzter. Tas Fieber fiel von seiner Höhe schon am ersten Tage nach der Injektion aus mittlere Grade, um nach einiger Zeit wieder auf die Norm hinunterzugehen. Auch die Beglefterfcheiunng des Scharlachs, die tzalsentzünc-ung, zeigte ferne Tendenz zur Weiterentwicklung, sondern heilte schnell, gänzlid, ab. Wenn man Dalyer auch von keiner Heilung, des Scharlachs burch das Salvarsan sprechen kann, so trägt c»j doch offensichtlich dazu bei, den Verlauf ab zu kürzen und seine Gc'ahr zu vermindern. Hk. F o f f i 11 e n g r a b u n gc ii eju Viktoriasee. Nicht allein in Deutsch-Ostafrika, wo im Hinterland von Hilioa cie Lagerstätten von Uebcrrcften mädniger Tiere aufgeschlossen worben sind, sondern auch im britischen Schutzgebiet sind jetzt ähnliche Reste aus der afrikamschen Vorzeii entdeckt worden. Nadi „Petcrm. Mittlg." reifte ber englische Geologe Dr. Fel. Oswald im November nach dem Vilroriasee, um an seinem O stuf er bei Harungu nahe dem deutschen Gebiete bie Fundorte von Fo-filien genauer ,u unterfudjen, die ein inzwischen im See ertrunfen.r Beamter, D. Pigott, 1910 dort gemacht hotte. Nach verhältnismäßig kurzem Aufenthalt ist Oswald mit reichen Funden aus Dtr Viojä.- unb mittleren Tertiarzeil zurückgekehrt Auch au> ciibcre Fuuc stellen dehnte er feine (örabungen aus, uno endlich hni er das ganze Gebiet kartographifd) auigenommen, io daß feinen Berichten aus dem bisher unbekannten Distrikt mit Interesse entgcgeng c i werden muß. Fort schrik"1 spartet gegründet. Die aus eurer Verschmelzung des liberalen, demokratischen und nnab- bänqiaen Elements hervorgegangene Partei steht auf dem Boden des Anschlusses an das Deutsche Reich und erstrebt die völlige Gleichstellung Elsaß-Lothringens mit den Bundesstaaten des Reiches. Au» Stadt und Land. (Sieben, 13. Mai 1912. - Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer JohS. Dietrich zu Guntersblum eine Lehrerstelle an der eoang. Schule zu Gundershelm. — Erledigt ist eine Schul stelle zu Hirzenhain. Bes ndere Befähigung in der französischen Sprache und Musik gewünscht. •• Den Nachweis der Befähigung zur lieber- nähme eines KirchenamteS haben erbracht die Kandidaten der cvang. Theologie Gust. Barth zu Kettenheim, Phil. Bernhard zu Darmstadt, Theodor Sie Reimann zu Bornhausen, Edwin Hamburger zu Gronau, Hch. Mink zu BenSyeim, Gg. Sann zu Darmstadt, Jak. Schlamp zu Gumbsheim und Theodor Weber zu Gedern. — Bei der LandeSverficherungsansialtGroßh. Hessen sind im April 1912 = 340 Anträge emgegangen und zwar: 280 Anträge auf Invaliden- und Krankenrente (I. u. K.), 22 auf Altersrente (2L), 14 auf Witwen- und Witwerrente (iß.), 16 auf Waisenrente (C.) und 8 au Witwengeld (Wg.). — Unerledigt wurden in diesen Mgnat übernommen 383 Anträge, so daß 723 Rentengejuche in Bearbeitung standen. ES fanden Erledigung: 259 Anträge durch Bewilligung (220 I., 8 K., 13 2L, 3 W., 3 Wg., 12 £).), 1 Antrag durch Anwartjchaftsbefcheid (§§ 1258 und 1743 RVO.), 35 Anträge durch Ablehnung, weil unbegründe (25 5 2(„ 1 W., 1 Wg., 3 O.), 18 Anträge durch andere Weife — Zurücknahme upv. (9 Z., 8 2l., 1 W.), zusammen 313, so daß 410 Anträge als unerledigt aus dm Monat Mai l. I. übernommen iverben mußten. — In welchem Umfange die LandesversicherungSansialt Heilverfahrens- kosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich daraus, daß Ende April 1912 in Anstalten 317 versicherte Personer untergebracht waren. In der Eleonorenheilstätte besonder sich ailßerdem noch 36 Personen, die teils auf eigene Kosten teils auf Kosten des Fonds der Großherzogin oder sonstige, Stiftungen eingewiesen waren. ** Rationale Flugspende. In unserer (Sc. schäftsstelle gingen ferner ein: Pension Haserkorn 10 Mk, Geh. Schulrat Rausch 10.—, Unterprima der Ober-Realschule 10.—, T. 100.—, Obersekunda der Oberrealschnle 7—, F. 5—, Ortsgerichtsvorsteher Gros 10—, Verlag des Gießener Anzeiger 152.40 Mk. Zusammen 304.40 Ml Bereits quittiert 414.80 Mk. Bis heute eingegangen 719.2t Mark. — Die Nationalflugspende bat in gan; Deutsch land freudigen Anklang gefunden, so daß schon fetzt mit einem Ertrag von mehreren Millionen Mark gerechnet werden kann. Gießen hat bis fetzt, im Gegensatz zu früheren ähnlichen Sammlungen, bei der Flugspende noch zurück gehalten, so daß anzunehmen ist, daß noch recht viele Zeichnungen aus steh en. Im Interesse des in Aussicht gc* nommenen baldigen Abschlusses der Sammlung märe zu wünschen, wenn die noch beabsichtigten Zeichnungen recht bald erfolgen würden. **BezirksturngangamL>immelfahrtStag Von dem 9. streiä der Deutschen Turnerschaft wurde an- geregt, am Himmelfahrtstage (16. Mai) in allen Gauen Turngänge, verbunden mir Geländespielen, zu veranstal ten. So wurde auch von dem Gau Hessen beschlossen, in seinen 5 Bezirken Bezirksgänge mit Spiel zu machen. Der 2. Bezirk hat sich den Tünsberg mit seinen umliegenden Wäldern ausgewählt. Tie Vereine von Wetzlar und Umgebung sammeln sich morgens ?i/2 Uhr in Raunheim unter Führung des Bezirks tumivarts Schüler-Wetzlar. Die Vereine von Gießen und Umgebung, die durch weiße Armbinde kenntlich sind, sammeln sich um 7 Uhr vormittags in Gießen (Oswalds Garten) und besetzen das Gelände zwischen Hohensolms und Krofdorf. Führer sind die Turn- warte Erb-Gießen, T.-V., und Leib-Krosdorf. Die Vereine von Grünberg und Umgebung, Führer Turn wart Geh- ringer, fahren 7.32 nach Lollar und suchen, ungesehen von der Abteilung Gießen, ebenso wie die Abteilung Wetzlar den Dünsberg zu erreichen. Um 1 Uhr versammeln sich alle Turner auf dem Dünsberg, woselbst eine Ansprache gehalten wird. Später ist ein gemeinsamer Marsch nach Krofdorf. Es ist erwünscht, daß sich die Vereine zahlreich beteiligen. OeNentliche Lesehalle. Im April wurden 2119 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 953, Zeitschriften 378, Iugendjchrislen 287, Literaturgeschichte 18, Verdichtungen und Dramen 30, Länder» und Völkerkunde 64, Kulturgeschichte 31, Geschichte und Biographien 94, Kunstgeschichte 21, Raturmihenschast und Technologie 110, Heer» und Seewesen 32, Haus- und Landwirtschaft 26, Gesundheitslehre 8, Religion und Philosophie 43, Sprachwissenschaft 12, Fremdsprach- llches 12 Bände. Stach auswärts kamen 74 Bände. * Unfall. Am Samstag abend sprang ein junger Bursche während der Fahrt in der Marburger Straße von von einem Wagen der elektrischen Straßenbahn und kam da- bei zu Fall. Er erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und Schädelbruch. •• Unfug. In der Nacht auf Sonntag wurde in der Go et he st raße vor dem Kollegiengedäude ein Stück der eisernen Einfriedigung nebst den Sockelstemen um- gerissen. Hoffentlich werden die Täter festgestellt, damit solche Roheiten nicht ungestraft hingehen. Kreis Büdingen. Büdingen, 12. Mai. Der preußische Minister für öffentliche Arbeiten hat nunmehr die Hergabe eines mit l8/* Prozent zu verzinsenden hypothekarischen Dar- lehen8 in Höhe von 395 000 Mk. für die preußische Teil- strecke der projektierten vollspurigen Kleinbahn Hanau- Büdingen an die für die Bahn zu gründende Aktien-Gesell- schaft genehmigt mit der Maßgabe, daß verschiedene Bedingungen erfüllt werden und das Aktienkapital der zu gründenden Aktiengesellschaft mit 1 865 000 Mk. bemessen wird- Kreis Lauterbach. ~ HerbsteiN, 9. Mai. In der Gastwirtschaft zum Darmstädter Hof hier wurde die Krerslehrerver- sammlung unter dem Vorsitz des Schulrats Andres aus Lauterbach abgehalten. Rach der üblichen Begrüßung durch den Vorsitzenden und Erstattung deS Jahresberichts hielt Lehrer R o th-Lanoenhausen einen Vortrag über „Sparkassen in den Fortbildungsschulen", deren Einrichtung von der Minifterialabteilung für Schul- angelegenheiten empfohlen wurde. Die Bemühungen des Vortragenden, bei der Lehrerschaft die von ihm ivarm empfohlene Änführung der Sparkassen an Fortbildungsschulen zu fördern, sanden bei einem großen Teil der Lehret keinen Anklang, da die Jungen in den kleinen Orten des Kreises keine Gelsgenheit hätten, Geld zu verdienen und daher auch nichts sparen könnten, in größeren Gemeinden dagegen Sparkassen vorhanden seien. Ein zweiter Vortrag wurde von dem Kreisarzt Tr. H e i n ri c y - Lauterbach über Krüppelfürsorge gehalten, der an Hand von Bildern die Gebrechen der Kinder vor und nach der Heilbehandlung schilderte und den Lebrem die wichtigsten Punkte der von ihnen zu beobachtenden Maßnahmen, um die Aufnahme eines solchen Lindes in eine Heilanstalt herbeizuführen, an Deute re Jcad) Dem gemeinschaftlickien Essen erfreute Pfarrer Zinn-Herbstein Die Versammlung mit einem interessanten Vortrag über Herbsteins 8er- ? angenbeit. Der geplante Gang nach dem nahen Burgrieden mußte wegen des eingetretenen Gewitters unterbleiben. Kreis Schotten. § Schotten, 11. Mai. Die fett 1906 bestehende Spar- und Darlehnskasse(e. G. m. u. H.- hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein außerordentlich gunstigeS Ergebnis. Der Gesamtkassenumsatz betrug 3 925 811 Mk., die Spareinlagen 673510 Mk. Tas seit 1910 cingefül^te Heimsparkassensystem hat sich gut bewährt. An 407 Mid güeber konnte ein Reingewinn von 5636 Ml. gezahlt werden A Gedern, 12. Mai Der Gesangverein ,^ieDer- t r a n z" feierte gestern abend int Saale dq? Bergwtns- hauscs fein 70jähr ig es Jubiläum. Bei Beginn des Festessens begrüßte der Dirigent Lehrer Sch a ad die Gafu und Sänger. Gleichzeitig wies er auf die Bedeutung des Gesanges hin, ermahnte Die Mitglieder, die Vereinstreuc zu wahren und das Lied zu pflegen, und überreichte Dem ältesten Mitglieds des Vereins, Heinrich Fay, als An crkennung ferner 50jährigen Treue eine prachtvolle Ehren« Arbeiterbewegung. Lohnbewegung in der Metallindustrie. Hannover, 11. Mai. Tie hiesigen Metallindustriellen beschlossen, am 27. Mai 60 Prozent der in ihren Betrieben beschäftigten Metallarbeiter auSzusperren, wenn bis dahin die zurzeit noch streikenden Arbeiter der hannover- cheu Firmen die Arbeit nicht wieder aufgenommen haben. Ten von der eventuellen Aussperrung betroffenen Arbeitern wird die Kündigung rechtzeitig zugestellt. Der Abschied der Kaiserin von Vad-Nauheim. K. Bad-Rauheim, 12. Mai. Tie Kaiserin hat nun am Samstag unsere Stadt nach 32tägigem Aufenthalt verlassen und sich nach Homburg vor der Höhe begeben, wo sie im Schloß für etwa 14 Tage Wohnung genommen hat. Tort wird sie weder Bade- noch Trinkkuren machen und die vielfachen gegenteiligen Meldungen ruhen auf Erfindung. Die Kaiserin wird, wie dies nach den Bad-Rauheimer Kuren lets vorgeschrieben wird, nur der Ruhe leben. Hier hat ie im ganzen 22 Bäder genommen, die allmählich immer tarier angewendet wurden. Ter Erfolg der Kur ist der >enfbar beste und die Kaiserin hat sich darüber wieder- )olt anerkennend ausgesprochen. Kurz nach Mittag am Samstag waren Medizinalrat Professor Tr. Gr o edel, seine beiden Söhne Tr. Theo und Franz Groedel nebst Gattinnen und Kind zur Abschiedsaudienz geladen. Diese dauerte längere Zeit. Die Kaiserin sprach Medizinalrat Dr. Groedel ihre allerhöchste Anerkennung und Tank aus ür die so mit dem besten Erfolg verlaufene .Kur und Behandlung. Sie habe sich in seiner Villa sehr wohl gefühlt. Mit seinen Söhnen und dessen Gattinen sprach sie ebenfalls. Später erschienen dann Geheimer Baurat Dr. Eser, Kurdirektor Oberst von Frankenberg und Bürgermeister Tr. Kayser zur Abschiedsaudienz. Hierbei äußerte sich die Kaiserin sehr anerkennend über unsere Stadt, die Bäder mit Den trefflichen Einrichtungen, Die Anlagen usw. Inzwischen waren die beiden Automobile vorgefahren und eine zahlreiche Menschenmenge hatte sich auf der Straße angesammelt. Kurz vor 3/45 Uhr verließ sie bann die Villa und schritt nach dem Auto, mit Medizinalrat Professor Dr. Groedel nocy in lebhafter Unterhaltung, der sich dann am Automobil verabschiedete. Polizeikommissär Schildwächter reichte sie die Hand und sprach ihm mit kurzen Worten ihre hohe Anerkennung aus. Dann bestieg sie mit Hofdame v. Keller das Automobil. In dem anderen nahmen Frhr. v. Mirbach und Leibarzt Dr. Zuncker Platz. Die Autos setzten sich in Bewegung und im Schritt fuhren sie die Terrassenstraße hinab. Von dem spalierbildenden Publikum wurde sie durch Hurra-Rufe und Tücher- schwenken begrüßt, wofür sie dankte. Bald waren die Automobile außer Sichtweite. Dann fuhren Möbelwagen vvr und expedierten das Inventar. Am Vormittag war schon ein Teil Gepäck abgegangen. Als ein Beweis, daß es der Kaiserin in unserer Stadt gut gefallen hatte, kann man an den zahlreichen Auszeichnungen erblicken, die erteilt wurden. Soweit wir bis jetzt erfahren konnten, haben folgende Auszeichnungen erhalten: Medizipalrat Professor Dr. Groedel den Kronenorden 2. Klasse, ferner das Bild der Kaiserin mit eigenem Namenszug in einem prächtigen Rahmen. Prinz Joachim hatte seinerzeit ebenfalls fein Bild mit Namenszug geschenkt. Dr. Theo Groedel und Tr. Franz Groedel Den roten Adlerorden Dierter Klasse; deren Gattinnen prächtige Andenken in Form von Broschen. Bürgermeister Tr. Kayser und Postdirektor Flaschenträger den roten Adlerorden 4. Klasse. Postinspektor Klein jteub er, Polizeikommissär Schilo- wächter, Bahnhofsvorsteher Grien, Bureauvorsteher Faust den Kronenorden 4. Klasse. Bademeister Kissel, Wachtmeister Kern die goldene Medaille zum roten Adlerorden mit der Krone. Großh. Bureauvorfteher Huth und Schutzmann T ü s ch e r die Goldene Medaille zum Kronenorden mit der Krone. Weiter erhielten: Badefrau Stumm eine reizende goldene Brosche mit kleinen Diamanten; Gärtnergehilfe Winkler eine goldene Krawattennadel; Oberpostschaffner Hübner ebenjo und namhaftes Geldgeschenk; Oberbriefträger Heß ebenso; Waschanstaltsvor- steherin Adolf, Frau Spediteur Mayer, Masseuse K i e r eine goldene Brosche. Weiter erhielten Geschenke der Direktor und Angestellte der Villa Groedel. Am Freitag mittag wollte die Kaiserin die Kinder im Elisabethheim aufsuchen. Sie traf sie jedoch nicht an, da die Kinder tm Walde spielen waren. Sie ließ es sich aber nicht nehmen und fuhr abends 1/27 Uhr noch einmal vor, wo sie dann Die Kinder auch antraf und von den Kleinen ehrsüchtig empfangen wurde. Ein kleines Mädchen überreichte ihr ein Bukett, was sie auch dankend annahm. Die Kaiserin unterhielt sich mit den Kindern längere Zeit und besichtigte Dann das Heim selbst, worauf sie ftch sehr lobend aussprach. Am Samstag vormittag wurden im Heim der Kaiserin von Bürgern prächtige Blumenspenden abgegeben. üationallibecalen Pattei Wir haben einen Vergleich unb^rch »denke einen guten Vergleich. Tie hübe Bedeutung der national- ! liberalen Partei 11t in diesen ^trcuiflfeiten rotebet , geworden; denn die ganze öneniliche ^iskufsron drchtt Uch darum. Selbst der R c ichslan.Ucr .prack^ belehrende Borte, -jn der Mutigen gärenden Zeit bleiben, iokbe ^^enymrngm m dm An- Ischauungen feiner Partei erwart, (sehr ri^rg.). ^lge- , '.schmähte und viel gelobte nationaHiberale Jugend hat doch das Verdi eilst, daß r. in Riten der Erstarrung des nahonaHiberalen Lebens neues Leben braucht' Frühlmg und Reifsommer vereinten sich in der Partei. Gewiße Geschähe zwilchen Jung und Alt wird es immer geben, rote es mich tn jeder harter einen rechten und einen linken Flügel gibt. Aber in Bayern- in Baden, • sowie im Rheinland hat die nahonaihberede Jugend in teueren 1 Zeiten Schulter an Schulter mit den Alten gekämpft. Auch die- fertigen Herren, die die Anträge an den Zenttalvorstand stellten, wollen die Jugend nicht entbehren. Xtft Redner kommt sodann : auf die gegenwärtige politische Lage zu sprechen. Man befinde . ’Trnnrtrtftiinnm Elirvcrlusi. im Landen begriffen war, kopslings, h. der Jiotor 86-86 tein 100 Kg. 57,00 -59.0) 56.00—68.00 58,00—09.00 41—42 74.00—76.0) 72.00—74.0) 74^-0-75.00 Hlc. Im April wurde- Davon kommen auf: Erzählend; Iugendschriflen 287, bieratm- ramen 30, Länder- und Göltet- ] chte und Biographien 94, Run1':- I Technologie 110, Heer- und Lee- | ichast 26, Geiundheiislehre 8 g ichwissenfcbaft 12, Fremdjprach- 'amen 74 Lände. ; abend sprang ein jungn ■ der Marburger Straße voi ■ in Straßenbahn und kam io- j : auf Sonntag wurde in be egiengebäude ein Stück bet i st den Sockelstemen um-l die Täter seslgestellt, btunj Mk. 52—5*> 46—60 42—45 49—52 45-48 46—60 45—50 40-44 88-44 80—34 56-60 50-54 n Vorsitzende des Kciegervereins, Konrad verlach, ! cte den Jubilar als Veteran von 1866 und 1870/71 I) Lehrer Riedel gedachte der Tätigtet des Tirigen- »klaoiervorrrage. Sologesänge, Männerchöre, komische Icträae und Tctlamationen wechselten reichhaltig mit- lanbcr ob und hielten die Teilnehmer bis nach Witter- Märkte. le.Frankfurt a.M. Bl eh hol-Marktb eri cht vom 18. Mat- Austrieb. 1229 Rinder, darunter Ochsen 496, Bullen 42, Kühe und Öätfen 691, Kalber 260, Schase 177, Sch.veine 3432. Xenöetu: Kindkr lebhatt, ilcberitand bet Ochsen unbedeutend Kälber und Schafe ruhig, Schwein« ruhtg, ausvei^ost ^Psd L'cbejto- Schlaft» gemichl SDliUlere Mast- und beste Saugkälber . Geringere Mast- und gute Saugkälber Schafe. StaUmastschase: Masrlämmer und jüngere Masthammel S ch >oe i nr. Vollfleischige Schweine von 81—100 kg Lebendgewicht Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht. . Vollfleischige Schweine von 100—120kg Ja. 87 .'üuiöc tvegen Lo v u iin UionaUD Gefängnis und Degradai Mk. 95-97 83-91 77-85 81—86 75-80 88—90 84-89 77—85 70-72 60-68 95-101 85—93 wird. Ta die bis jetzt flcltoflricn Maünalnncn ben $<*• mitnt niän gcuügon, kam cs gestern zu einem rcgtirra-tm Flieaerstreik auf dcm Flugplätze. Porden ono, 11. "'.3i Gestern abend stürzte ber Leutnant des Sieniekorpc- Depernis, mit seinem erar» manavparat ab und wurde ge: tjJ yochwaflcr. Aus München, 11. Mai, wird un6 gemeldet : >a der üisenbadndurchgang verkehr auf der nutetbrochenen str -e m Luoi Ienbach-Schtvaz vorläufig noch nicht möglich ist. tst ®er LiprebsUQ '.'ioin—Berlin, der nachmittags 2 Udr in München tälltg ist, von der FranzenSieste über das Puftertal und Salzburg nm geleitet ivordcn. lir trat infolge der Umleitung mit sechs etunoeu Verspätung abends 8 Uhr tu München ein. 4. er Bahnverkedr über den '.Urberg von Lindau nach Innsbruck ilt leit beute w ebet offen. Tie Brücke des Torfe« Stenz wurde durch das Vocdwasier iottgerv'en unb der Bahnhoi üderschwe m m t. -ta-t Aon ist in Gefahr, überlchweinmt zu wetden. In Köisen ftedcn die päujer bis zu eiuem Bieter unter Wasser. Ebenso suid in Brtseeu und IN mehreren anderen Ortschailen C'dider bedroht. Tret Kom- oagnten Soldaten arbeiten an den gefährdeten cteueiL Bet den iHctlungflarbeuen soll ein 27 lahrtger Holzarbeiter, in üledervimin cm üOjabttger Bauer ertrunke n lern. Flugzeuges sollen minimal fein, so daß Flugzeug und Flieger morgen sich an den Flügen beteiligen durften. 6 Straßburg, 11. Mau Ter kaiferliche Statthalter Graf v. Wedel gab anläßlich des zweiten deutschen Zu- verlässigkeitsfluges ein großes, Essen in seinem Palais, an dem Prinz Heinrich von Preußen und Prinz Joachim teil* eVraßburg, 12. Mai. Zur ersten EtapVe Straß - burg-Metz deS Zuverlässigkeitsfluges am Oberrhem starteten heute morgen Leutnant Mahnte, Rtttmettter Erai Wolffskeel, Leutnant Asch, Oberleutnant Barends, Oberleutnant Wirth, Oberleutnant Bogel v. Falckenstein, Oberleutnant z. S. Hartmann und Oberleutnant Wirth. H i r t h flog um 5-09 Uhr als fünfter ab und landete 6.34 Uhr als erster in Metz. Die Kleger batten mit starkem G e g e n w i n d zu kämpfen, wodurch bic Fahrt- daun schr beeinträchtigt wurde. Eine Reche Zwilchenlandungen wurden vorgenommen. Der .Apparat des Oberleutnants Wirtb zerbrach bei einer Zwischenlandung. Der Flieger erlitt eine Gehirnerschütterung, während der Pa,,agier unver- „ i)*'’ 1 1L 3'1 1 >•- a p!?^tnrich I befleißigen. „, . Straßburg, 11. Mai. Tie «chauflugc au, dem Polygon begannen heute nachmittag 4.10 Uhr, um welche Zeit der Euler-Flieger Richard Weil mit feinem Zweidecker das Zelt verließ und sich mit fünf prächtigen Runden um das weite Polygon in 7 Minuten den ^ruhprel. von 250 Mk. mühelos errang. Als noch hoch oben der Euler- Zweidecker kreiste, traf von Baden-Baden kommend das Delaa-Luftschiff „Bittoria Luise" aus dem Polygon ein und landete in 6er Nähe der Luftschiffhalle. Nach kaum einhalbstündigem Aufenthalt erhob sich die „Bittoria ! Luise" mit 20 Fahrgästen und 9 Mann Besatzung zur Rückfahrt nach Baden-Baden. Straßburg, 11. Mai. Gegen 7 Uhr stiegen kurz nacheinander auf: Weyl auf Euler-Zweidecker, Krreger auf Nieuport-Zeannin-Eindecker, Laitsch aus Doppeldecker der Luftverkehrsgesellschaft und gleich daraus auch ^chie- deck auf Rumpler-Etrich-Daube mit einem Leutnant vorn >Jnfänterie*Regiment Nr. 132 als Passagier. Wahrend der Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. •• Schifsöliste für billige Briefe nach den bereinigten Staaten von Amerika (10 Pfg. lür je 20 Gr.) : Tie Porto. ermciBiflung er,treckt sich nur auf Briefe, nicht auch aut Postkarten, Lruckjachen ufw. und gilt nur tür Briefe nach den Bereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Arnertta», i B. Kanada. .Kaiser Wilhelm U." ab Bremen 14. -illat, .Kaiserin kigufte Bictona" ab Hamburg 16. Mai, .Kaiser Wilhelm der Grove' ab Bremen 21. Ma,, .Victoria Luise" ab Hamburg 23. Bla,, .Kron- orinzessm Geeilte* ab Bremen 28. Mai. .Amerika' ab yamburp 80 »Diät, „George Washington' ab Bremen 1. Zum, .Kronvrin? Wilhelm' ab Bremen 4. Zum, »Prinz Friebnm Wilhelm" ab »«men 8. Juni, „Hader Wiihelm I}.’ ab Bremen >1. Ium, .Kaiserin Auguste Victor,a' ab Hamburg 13. Inn». (Postschluv na& Ankunft der Frühzüge). Alle diese vchiste, anher Victoria "utle", und SchneUdampfer ober solche, die für eine bestimmte Kett vor dem Abgang die schnellste BelörderungSgelegenhen bieten. GS empfiehlt sich, die Briefe mit einem Lettvermerk rote d^etter Weg" ober .über Bremen ober Hamburg' zu versehen uhimmelsahr»,. 16 ®utk GL ’.9 mti seinen umliegend ^v°n Wetzlar und L äA ln Naunheim umct ''lhu er-Wehlar, 2te M ------->— m . ,g, dte durch weiße Arn-, W Frankfurt a. M., 12. Mat Nach einer , o- stch um ? injr bomittad^ I »ialdem o k r al i s ch e n B e r, am m lu n g am Samstag und besetzen das (Mäni > Lenb zogen mehrere hundert Perioden, gefolgt »f. Führer sind die I rj’i einigen berittenen Schutzleuten, dura, Dachsenhausen, -eib-Krosdors. Die Berem »dann ubci Obermainbrückc, Allerheiligen,trafze und Zeil - Führer Turnmart tzr' xah dem Rotzmarkt, wo die Menge Hochrufe auf das und suchen, ungesehene ..iuemcine Wahlrecht aus bracht^ Z" zwischen nmr vom e dte Meilung Wetzlar der : .clizeipräsidium aus ein ^.rupp Schutzleute nach dem Rotz- Uhr versammeln sich alle i narlt beordert worden, die im Verein mit den Berittenen ^selbst eine Ansprache m- ‘ gemeinsamer Marsch nat Provinzial-4lu«schub der Proviuz cbcrheffcn. Gießen, den 11. Mar 1912. Anwesend: Geheimerar Dr. Lilinger, sechs ordentliche und "Ä As-MItjch-st In A^slehrervif I ! mrde. w " ihm i»® erschuft Lparkasien an einem ren in dkN dienen > tten, Geivew-^ Uten,in f/weitec n seien. Dr Hbin^n ^6 w* GM Mch dem S MaE °^n»ch Kleine Lageschronik. In der Nacht zum Lamsiag v eru n glü ck te ans der Landstraße von Weimar na di Erfurt in der Dunkelheit das Automobil des Buchhändlers Weber au» Erfurt Weber und sein Kolporteur wurden getötet, der Chauffeur und ein weiterer Insasse verletzt. Aus New-Orleans wird gemeldet: Die Lage im lieber- schwemmungSgebiet Louisiana Hai sich infolge des Regens verschlimmert. Zn Paton Rouge war die Lage am Freitag verzweifelt. Tic Straßen des hohi r gelegenen 4,eils von New^Orlcans sind einen ^uß hock, überschwemmt. Tas Wasser ist auch in das ^andclsvieitcl gedrungen. ... In Basel ist der Professor der mathem.itifchen Physik v. d. Muehl 71 Jahre alt gestorben. In verschiedenen G^endcit stt u ß l a n d s herrscht ftor- ker Schneefall und Schneewehen. Frost von drei bis sechs Grad wird gemeldet. Aus W o l o w o an der Riassan Ural-Bahn ist die Nachricht eingelaufen, daß auf bei Smolcnaklinte ein Tienstzug infolge Schneeverwch- u n g c n entgleist und sechs Stunden im Schnee stecken geblieben ist. "Straßburg, 12. Mai. Nach Beendigung des starkes war au Beginn der nachmittags auf dem Polygon stattfindenden ?rfmuf[üae beT Flieger K. Krieger (der frühere Ehauffeur des Kaisers) mit seinem Nieuwport-Jcannin Eindecker um 6.L0 Uhr auueSeacn, um sich um den Passayierprets zu bewerben Als er nch gegen 6.40 jum Landen an,duckte und in etnern prächtigen Gleitilug niederging, nahm der Apparat an der , üblichen Ecke bes Fluaselbes plötzlich eine senkrechte 1 iu ” 9 ^tt "nd Mr.te «äi? äne? «on 10 bi» 15 M-I°° ab D°r Abftur, eriolate wahrscheinlich wegen einer zu kurzen Wendung, ^ie i Insassen st u rzten aus dem Flugzeug. ftTieger erlitt nur eine Hautabschürfung und eine Fingerverstauchung, der dastagier Leutnant Sttinbauer vom 132. Infanterieregiment emen Oberfchenkel- hrutfi Tas Flugzeug wurde stark beschädigt. e b 12 Mai. Leutnant Mahnte landete um <.20 Uhr iniolae Benzinmangels bei RamiUy. Rittmeister Gra, Wolfsske^ mußte bn Bange zu einer Notlandung 'chretten Leutnant Fi,ch S infolge falscher Orientierung in die Nahe bet franrömchen ?rtrraie unb ging bei Saales nieber: er wird wahnchernlich Sätet bm Flug fortsetzen. Oberleutnant Barends ist wegen eines Enderbruchs nach Straßburg zurückgekehrt.. Oberleutnant Bogel von Falckenstein mußte bei Mörchmgen eine Zwiichenlandung vornehmen. Oberleutnant ;. s. Hartmann ,ah ,ich gezwungen, b?i Neufvülage eine Landung vorzunehmen 'Referendar, Ka,par I erlitt kurz nach der Abfahrt von stratzburg einen Umall und »ehrte zurück, um später den Abflug zu erneuern. Aufgegeben 1,2)en Leutnant Pohl, der schwer verunglückte, Ingenieur Wttter- ^H^ro^t^^ol^des^tarken Windes, Herwegen Abend noch etwa 15 Sekunden-Meter betrug, keine «chaufluge iht zusammen« Starkenburg und Rhcinheiicn. b8. Darmstadt, 12. Mai. Eine Trauerfeier fand l ute nachmittag für den verstorbenen Ebrenbeigeordneten I.enolf im Trauechause statt, an der sich Oberbürgermeister ex Glässing, Bürgermeister Muller, die Beigeordneten Jäger, ickert, sowie Vertreter anderer Behörden beteiligten. Ein e-tund des Verstorbenen, der Musikdirektor Süß, hielt eine [ne Gedächtnisrede. Im Namen der Loge .Johanne», der epangelist zur Eintracht', legte er einen Kranz nieder. Ober- Liaenneifiet Dr. Glässing gedachte der Dienste des Ver- bu denen als Beigeordneter. Namens der Darmstädter Groß-1 Le sprach Professor Dr. Staudinger. Die Einäscherung! Leiche »folgt morgen im Offenbacher Krematorium. Hessen-Nassau. n ar bürg, 12. Mai. Ein bekannter Marburger «liniier, der Professor der Augenheilkunde und Direktor der Stal. Universitäts-Augenklinil Geh. Med.-Rat Dr. tubro. «ach. ist am Freitag abend nach nur dreitägigem Krank- lein a c ft o r b c n. Ter Verblichene, der im Jahre 186o in Lrankweiler in der bat)rischen Pfalz geboren wurde, voll- Lhctc seine Studien in Würzburg, wo er auch 1894 als knoatdozent habilitierte. Mit dem Beginn des Winter- j-mesters 1900 kam er nach Marburg als Nachfolger des kwfcssoro Heß. Für sein l>eroorragendes Wirken als ßugenarzt wurden ihm mehrere m- und ausländische kr.iensauszeichnungen verliehen. ' — Frankfurt a. M., 12. Mai. Umuiajer wenrrvenchk. Oeffechrl ich er 18e11er b tenft, Gießen. Wetterau-üchten in Hessen für Dienstag, beit 14. Mai 1912: Wechselnd bewölkt, meist tlockeii, kühl, 'later nieder wärmer. Ochse n. Vollfleischige, auSgemästete, höchsten Schlacht- wertes, 4—7 Jahre alt........ die noch nicht gezogen haben (ungefochte) . Znuge sleischige, nicht ausgemästete und allere ouSgemäftete Bullen. Vollfleifchige, ausgewachsene, höchsten «chlachtro. Vollfleischige, jüngere • • • „•..... Färsen, Hube. Vollfleischige ausgeni. Färsen höchst., Schlachtro. Vollfleischige ausgemästete Kühe höchften^chlacht- wertes biS zu 7 Zähren wenig gut entwickelte Färsen ältere auSgemästete Kühe . Liäßig genährte Kühe und Färsen Kaloer. ftattf^em Der für morgen angeseyte Zuver- läisiake'itsflug M e tz - S aar b r ü ck e n wurde wegen des starken Windes verschoben. Als zweiter landete hier abends 8.5 Uhr glutt Graf Wolffskeel. • Flieger abstürze. Mülbausen i. Els., 11. Mai. Vom Flugplatz Habs- beim wird gemeldet: Zwei Ofsizierpiloten Oberleutnant P^hl vom Infanterieregiment Nr. 136 als Führer und Qeutnant Schock vom Infanterieregiment Nr 132, die mit i£em Aviatik-Zweidecker zum Flug nach Ltragburg auf- steaen wollten, gerieten beim Probeflug in die Nahe der Starkstromleitung Rbeinfeld-Ebweiler und stürzten bei dem Versuch, auszuwerchcn, ab, wobei sie, wie es beißt, leichte Vnletzungen im Gesicht davontrugen. sre begaben fich einstweilen ins hiesige Lazarett. , ~ . ,'sel 12. Mai. Als der Flieger vans s ch m i g u l s k i Berlin der hier Lchauflüge veramtattae, heute nachrnutag ernen^obemtug unternahm, kippte in 100 Meter vöhe m einer ^uroe der Apparat plötzlub um, und stürzte ,enkrecht zur Erbe nieder. Sckm. wurde so schwer verletzt, da Ber nach wemqen Akinuten starb. Berlin, 13. Mai Tre Iohauni-taler (yliegcr waren bereits vor einiger Zeit mit der Süie hcrDorgetreten. Die Einrichtungen für ärztliche Hilfe auf Dem §lug^ jelbc cii-.ee Revision zu unterziehen, unt* Dqtu. iorge zu (9erid?uiaal. . 13. m=.:. .ei« ^un9Ä Cuftfcbiffobrt. Oberrheinischer Rundflug Straßburg, 11. Mai. Zu dem heute nachmittag durch örtliche Swauslügc von einzelnen Fttegern ^einge- leiteten z w e i 1 e n Z u v e r l ä ssig keit s s l u g a m O b e r- rhein hat man heute mittag gegen 11 Uhr auf dem sub- östlich von Straßburg gelegenen Flugpolygon begonnen, zunächst mit der Abnahme und Plombierung der am morgigen Streckenflug teilnehmenden Flugzeuge und Notore, die unter Leitung des eben eingetrosfenen Prinzen Heinrich von Preußen, des Protektors der Veranstaltung, borge- nommeii wurde. Prinz Hcinrich versammelte jobann bie Teilnehmer an dem Streckenfluge und ermahnte in feiner Ansprache die Herren, sich vor allem größter Vorficht zu M. (Q rx ’sS-id leo"«Ä' 1,1 *«IS auf ‘ b,il»6 ende, eiuion Mere: l terPrhna 1?tkrn 10 «' hnba berbrVb?I,:h-: he«?L7" )e bat . n, so baß f*ftn* iil'wnm ztz ,et| « lm Gegenia?u'7' SfkTroca bk 'iUV öelbTgeiübrwn^afe «um großen T.u ÄÄta Sanblerrieb8 beitanber.bat ren. Wo- k.. nnlanac io habe bic Ltadi icit ^ayren eryeoim-i. i Md Aul l£Trid)Aing von ,olchen bereitgestellt, swpler gab kann sLr nÄ mt durch den Antrag zu 2 habe ei: mÄt bte ^!o,iuna einer Schafherde, fondern die irrcgabc der Weiden _ x.. .■ ..i 1-411 ter bcabiiduigi Ten Eiiiwanb zu 3 zog er juruef I iS"?..?" eiSJÄ Sri an Sn bie ffintitteibung be» «rriÄtntffÄlfW retur- Sc Stöpler an ben "1-rooin ..alauoid uis, würbe lebod) m.t leinen. Hdut» beute toftenfällig : n,; * Ceftrcitb «u 2 WirtschaftsgeNi ch des »et nricy teurem# »ui W.klarer Weg ,77. Wird vertagt. 3 W i r t sck' a f t s g e f u ch des katholischen Kit ch e n- 2 2« mit ne n f ü r das Haus Frankfurter sVrafceM) Vi£@3tabwetortnctem>niamnUung batte in Meier SÄSjfcj. “jsäwä weshalb es iurtato X» ^^krttischen Zett fern oÄn^rb^tben’o’on Wbm°en ^o^bSÄ^ Sen1 «um Ersas oon 61 K fir verpflichtet erklärt. „ a, r ... Frankfurt um -räuun'gUb'e t VoMi-« '^-.rrichrung eines £ o?wCe n ,'a"i fV‘ ‘ ©tJbtbratbneienoeriammlung wie Satten ... diesem.Falle bie ^^^^°Z^°f^"»rllegenb um> ^rovlnzialauslckm, hielt ein Bedunni- mau ui Ä "S e?r.ck Schn-.bet zu tot? «. ?-««„• »sSgRj’e 28SSWÄ« Ä -Vrovinzialausschutz rekurriert, ledoch erfolglos, denn bu,er neu ng ihen genannten Beschluß. ~ “ l4nSi0o‘rud, gea-n dett Boratischla-d-r St-d. rere Gehirnerschütterung uti | Lauterbach hir 1912. Gegen den genannten ^ranicblag trhob der Pfabnlarbciter ä. -tovler Eimvruch ’ 1 Tic (imitellung von 500 Mk. lür Halruiig eines Bicgi-nhrten, I 2 des-st von 200 Mk. als Zuschuß zur Haltung einer -^ad^ hiNtzehrn. UJanacI an Schalen ausgeNobeii und bic Weibe an eine Geielllchaft Der preußische Minister ft iehr die Hergabe eine3 r: 69P0t4et«»iH«» Mk für die preußische iw jgen Kleinbahn H°n°-ft „ .u gtünbenbealtun«- ,abe, baS »e#bui« 8tb»: ftientapital btt 3u fltunberb« Mk. bemessen wird- Ledenvgewicht........ 58^0-59.00 73.00-75.00 IC. 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Jluct von . < Zähren gestorben — Ter Lanbiagsabg für ^cdornborl B a i s w a n g e r Ä « Itanbw. im Au :v 'I 3«tr.’n a,narben B rül'sel 13. *-' i - >- Lanb dörr,chic gc.teru em *^ber «rnjetnbe unbS.dj «i ihn der sein kleines Vermögen durch WuLergeichaste '"nerdald kur,er Zeit zu venhdfadm wußte. Zu der Berdanblung, b,e ^inade eine Woche m Anspruch na dm, waren 100 Zeugen geladen - harter verlangte M unb 100 Prozent Zinsen unb bat bannt nuM nur eine ganze Anzahl von Leuten ruintrrt, sondern finen audb in den lob getrieben. Do» Landgericht veruNettte ben.Wucherer zu 5 Zähren Gesängnis, 15000 Mark Geldfttafe und a Zähren ^lizeipräsidium aus ein ^rupp <-chutzleute nach dem ^o^ ^^^^.^^dccker nach wenigen Runocn ui. ziemlich tiefen narlt beordert worden, die im Verein mit ben gerittenen lanbetc führten die Zweidecker in bedeutender Hohe die Demonstranten audetnanbertneben. . ÄLunfläe aus, ebenso bie Rumpler-Etrich- wmtiiuumec ucatia) nch !Uue sich der größte Zeil der Menge wieder an unb wg 9^ "ctzteres Flugzeug überschlug sich, als es bereits tz sich die Vereine Mteut öec die Zeil zuruck bis zue st o n jt a b l e r w a ch e Hrer ^ube^ Li.tzteres F ugz g » beE Motor wuchs bic^cnge gewaltig an durch Neu^rig^ v?raus so daß der 'Apparat mit dem Schwanzsteuer nach U) durch zweiielyafte Elemente bie aus den,^,sen unb v^aus^ , «v ^ie durch ein Wunder - das wohl ^eßchen der Altstadt hmzuitromten. Die ^utzmannschafl ooen 0^nrtlruItloll. qjiotor vor dem Führersitz, herbei- r.alpn sechs Vcrhastungen vo^ ^estgcnommi.nen dürfte — tarnen der Flieger Schiedest und der ’.nD,O. d. Frlf. Ztg., junge Vurschem d e wohl »5^?» L ' Erletzt davon. Auch die Beschäbigungen bes ruie politische Demonstration bezweckt«,, fonbern bic mei-1v ^umPun mchr lediglich Lust am Lkandalieren haben. Fritz Rosenban in Lsweuaaffe 20 Telephon 692 3495 der Solide Stoffe. 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Wegen Ausbruchs der Maul- und Klauen leuche in Großen-Bufeü wird ein Sperrbezirk gebildet, der das Gebiet des LcteS unb dec Gemarkung Großen-Buseck urnfaßt. Tie Gemarkungen Beuern, Reiskirchen, Appenrod, 21lten-Bufeck, Trohe und Rödgen werben zum Bcobachtuugsgebict erklärt. Für den Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet gelten die Bestimmungen unserer Bekanntmachung vom 11. November 1911 (Gießener Anzeiger Nr. 267) und die hierzu erlassenen Ergänzungen vom 30. November 1911 (KreiSblatt Nr. 94). Gießen, den 13. Mai 1912. Großherzogliches Zlreisamt Gießen. I. V.: Langer mann. Londorf, den 11. Mai 1912. Großh. Bürgermeisterei Londorf. Aumann. Vertreter sind die Herren Dr. Geyer, Seltersweg 64 Dr. Meyerhoff, Süd-Anlage I>r. Wagner, Seltersweg 52 2.00 M. kostet dieses reizd. Spielhöschen in allen Farben a) Feldwegchaussierungsarbeiten in 2 Losen veranschlagt zu b) Fuhclohn hierbei in 2 Losen veranschlagt zu c) WaldwegchaussierungSarbeiten G. SCHULZ . Magdeburg-Nuu .tj;1 —r rimr/T । , ।_ A. Salomon & Cie _________________________________________ a13/. bacher Straße 6. Bäber»Sommerfrifdien E Pensionen Wegbauavbeiten. Montag, den 20. ds. Mts., vormittags 0 Ubr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich in Al^cd vergeben iverden: l..>0 M. kostet dieses SpielhttAehen in verschieden. Farben Sommerfrische :: Dillenburg:: Schloss-Hotel bei dem Wilhelmsturm. la. Pension, wunderv. Lage Tcrrassen-Restaurant Touristen empf. Prosp. frei Sch» Todes Anzeige Allen Lerwandten. freunden und Bcfannten die schmerzliche Mitteilung. daß meine liebe .3-tqu, uniere gute Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Schwester, Lchwagcrin und Tante Luise Ruppert geb. Amend im 54. Lebensjahre Tonntan früh 1 Uhr nach schweren Veiten sann entschlafen ist. Für die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Ruppert, Schuhmacher und Kirchendiener. Heuchelheim, Frankfurt 11. Friedberg, 13 Mai 1912. Die Beerdigung rindet statt, Dienstag, 14. Mai, nachmittags 5 Uhr, vom Lterbebauie, Stirnen- S\ Bekanntmachung. Betr.: Ausnahmen von 139c und 139e Abs. 1 Gewerbeordnung. Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis daß 15., 24. und 25. lfd. Mts. die Vorschriften über die Mindeilruhezeit und DtittagZpausen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsstellen feine Anwendung finden. An diesen Tagen ist in offenen Verkaufsstellen ein Geschäftsbetrieb bis 10 Uhr abends gestattet. Gießen, den 10. Mai 1912. Grsßherzogliches Polizeiamt Gießen. Gebhardt. ✓ Kakao \ f gemacht?---\ SeKersweg 77. Mass-Anfertigung eleganter Herren- und Damen-Garderoben Verein für Frauenstimmrecht Dienstag, 14.Mai,Hotel Schütz, abends8'/.Uhr: Ocffentllchcr Sortrafl von Herrn Professor Dr. Schien „Das kirchliche Frauenstimmrecht MT Eintritt frei. morgen Dienstag mittag frei werden. 8ebr. Lcherer, 8ikßkll (Pulvermhlk) MMosMBtz.ev.Arbeitttöktti«^ zu Gießen eingetr. Genossenschaft in. b. H. Einladung. 311 der Mittwoch, den 22. Mai d. I., abends 8'. Ubr, 2V" im Laale der Herberge zur Heimat dahier stattfindendeit 20Min.v.Alsicld,Stat.d.S'r. Gießen Fulda, d. »reicht, ^age u-watdreiche Nmyeb. auSgez^ Aufenthaltsort für Sommer irischl.Acucrb.Logierb.^«>»t hau* zur Linde. Bestuer Georg Herdt. Teteob. 211. n. Frankfurt. Henrichs Brau. Aeine Weine — vorzgl. SHiCbe. Bracht voll, schattiger Garten. Am Himmelsabrttag, den 16. Mai, findet in meinem Garten Sängertag verHeo mü FahaeDweihe statt. [3441 Musik und Tanzbelustigung;. Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Ij. Geller Witwe. inkl. Fuhrlohn veranschlagt zu Voranschlag und Bedingungen liegen auf Bureau zur Einsicht offen. Jean Eckert Bismarckstrasse 11, Ecke Ludwigstrasse. Telephon 600 HIs der vom Lamlsrauzscliuh des hessischen Landesverbandes »9ung.Oentschland" ernannte Vorstand des Bezirks Sietzen lade ich zu einer diesen Bezirk organisierenden Versammlung auf Montag, den 13. Mai 1912, 8V- Uhr abends, in die Huia des Landgraf-Ludwig- Gymnasiums ergebens! ein. ■ 6rand Prix — — Weltausstellung Turin Illi Großo Sllb. Denkmünze der Deutsch.Leodwirtechetti gesellechaft 1»11 1. Preis Goldene Medaille Int. Strohpressenkonkurrem Lonlgo 1909 D*. "—»» Grand Prix Weltausstellung Brüssel ifie —»» »> Grand Prix Weltausstellung Turin 1H1 DILLENBURG □ Kurhaus o Beliebter Ausflugsort and Sommerfrische. Das Kurhaus, gegenüber dem Schlossberg malerisch an herrhehem Hochwald geietren, bietet angenehmen Aufenthalt und vorzügliche Verpflegung. — Garage Anfragen an dieKurhauN Verwaltung. Telephon 29. Der Borsittende des Aunichtsratcs der Bauacnofscnschaft be<< cvana. Arbcitcrvercinc! 3U Gießen emgetr. Genossenschaft m. b. H. Dr. Krausmüller. vL3/s WsldkNslh? Dienstag und Mittwoch früh 9 Uhr treffen ein: Schellfische, seich Nordsee- 2—4-pfündig, Pfund 40 Pfg. . 1-V/, , , 32 „ klein zum Batken, 3 Pfund 50 Pfg. ohne .Kopf, ps im ganzen 4—10-pfünd. 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Abänderung des I . — ^lluuts. — Wegen der Wichtigkeit des Gegenstandes Eßteller (llllCit unter pos. 2 werden die Mitglieder um zahlreiches ,lu^uv Erscheinen gebeten. * " Gießen, am 13. Mai 1912. »er Bestatt*»§Sqcu»nenschafr »er freien Str. std c» F'I"" S‘ pe ,r* vierm« -S» Mb- 60. Litzu gtn Tische det Präsident Dr. Zlaä debatteli .um Saiser 2 änrb Mc allgemm titel .Gehalt deS Abg. Die gestrige gflion vor de törtl Hört!) Ja, uijision geklärt war ohne Erörteri Mängel, die wir ar ’cnnlen wir bei die, Sorte des Kriegen und dürfen ?ct aber sind sie ' Toß Bezirkst fiirft, in dem es flup auf den Ver CppositionZparteien Liberalen. 65 fon nidit einmal bon t lüusslbildes .Zum ^geordnet wurde, Zriegervereine o-,<5 gum Fall Kra iörtm nicht auf die nuh daS bezweifeln Nrwaltung, eine Pt l-bichte, daß der jür genfer eines jede-, bielen kann. Das vandogewalt lÄhr rickitifl links.! Unfug. Es ist cin Scik in die Kirche Diese schablone liegen nicht im Int Keniifiensfreiheit mi 'imten bestehen. 9i !mn überhaupt kaut Men, daß wcde kerrechte bestehet Aist das Gegenteil. Material erhalten, bi tiigunp der Adligen gibt hervorragen ^i'eren beseht we fc-fn, daß seht ein nngestellt werde. E Erlich eine sehr u Mr biel früher anfe («it richtig! links. iWn. Die bürgerlicher A sik sich immer e ,r ,ln. die bevorzu c? beichämender t ^2" 'st die aus r®*11 'n Etraßbu Ä* gena «immabod erörtert K1: * der in bei '4 nicht recht Unbf N- Denn jeber1 L, e,J® kämen n( größte Bebrängn ■ Uranien aus rein tn- & ”® ^„i,c «erront, biefet ■‘ü-n, xktun» - un9 der D SSl bes s WL ^li* ?! ^^°rdei lässt :*uhSLei°iu :btn 2^'chska eine ß1* ? bessere in blc sich der 1 ■5„i bem ' 6 'ur den & u iT- 3bin? H°eri SS»