Erster Blatt 162. Jahrgang Samstag, 15. Juni (912 Die heutige Nummer umfahr 16 Seiten. Nr. 159 Ter Eiehener Anzeiger Ä - erscheint täglich, außer JMW W A "WT" W Bezugspreis: Sonntag-. - Beilagen: A WM monatlich7üVs^viertel- wöchentlich ■ w| ▲ A JkA AA Hß2 M A A AÄ I chrlich Mk. 2.20: Glitch ?sssslAM14>bToiiAr VItttAiAAr blattsürdenNreisSiebeii 9 ■ H B H B 9 | | H B B flz B die Post Li^S.—viertel» Wk 9 , : ? J Qm B 3T I | Land' wT ■ B W B BL Wh^ BL A-R K EL ■ BL^ 1*1 ■ Ze.lenpreis: lokal 15 r-. wirtschaftliche Zeilfraarn M 9 B B w W& auSwans 20 i'fcnmq. Fernlprech - Anschlüsse: ■ ■ ” ~ ~ B " ab Chefredakteur: ?l.Goetz, für die Redaktion 112, MF Verantwortlich für den Verlag u. Expedition 51 ZT ♦ * w zl< < politischen Leit: August 8ä ä- General-Anzelger für Oberhessen Annahme von Anzeigen «.xn . k „ , v X? I 4 TI »GcrichtSsaal-: N. Reu- Hir die Tagesnumn.er «oranonronick und vertag der Brühl fchen Univ.'Buch- und Steinörncferei R. Lange. Hcöaftion, Erpedition und Druckerei: Zchuiftraße 7. lr.all,J ^,'^Ea^t nno w °°rm>i,°gs s _____________________vüdingen: $tntfprcd)er Nr. 269 S«,chSst5ftrlle vahnhssftrahe 16». Apolitische Wochenschau. Gießen, 15. Juni. Das amtliche Wolsssche Bureau Ijat eine Art, über deutsche Interessen im Auslande zu Berichten, die einem die Freude auch an wirklich bedeutungsvollen und angeneh men Geschehnissen 'beinahe verderben kann. Wir wollen dre vielen Bankette und Trinksprüche nicht nachzählen, über die aus Anlaß des deutschen Geschuxider-Besuches in New VJort in einer gewissen Hurra-Stimmung berichtet worden ist. Will man in unseren amtlichen Berliner streifen den Beobachtern unserer Auslandspolilil einmal trinm- phierend dartun, welcher Beliebtheit das Teutschlum im Auslande sich erfreut? Nachdem immer wieder die stunde uns erschreckt Tjatte, daß so viel Has; gegen das neue deutsche Reich >sich draußen angehäust habe? (Vewiß, wir verzeichnen es mit Genugtuung, das; der Besuch unserer Offiziere und Mannschaften ganz New York aus die Beine gebracht hat, daß die amerilanisclzen Waftgebcr nicht müde wurden, ihre Besucher und das deutsche Volk ihrer Sympathie und Benmuderung zu versichern. Wir leben ja nicht im Kriegszustände, und unsere Handelsbeziehungen zu den Bereinigten Staaten sind mit einem provisorischen Abkommen vom 5. Februar 1910 einstweilen notdürftig geregelt worden. Amerika hat uns so gut wie feine Zu- ßf’ ludnisfe gemacht; die deutsche Kleineisenindustrie hat uumerwährend Anlaß zu Klagen, und der deutschen Einfuhr wurden die amerikanischen Zollermäßignngen für die lauadische Einfuhr verwehrt. So trägt der Wortlaut des deutschen Gesetzes vom 5. Februar 1910 nicht gerade den Charakter vollen Vertrauens und Entgegenlommens. Tie süßen Reden, die in der abgelaufenen Woche in Amerika gewechselt worden sind, erhalten dadurch doch einen etwas herben Beigeschmack. In den wirtschaftlichen Verträgen mit Amerika liegt das Hauptgewicht des jetzt so viel gerühmten „engen Freund- schastsbandes". Weitere politische Garantien für den Fall weltpolitischer Verwicklungen kann uns weder der Präsident Taft noch fein Rivale Roosevelt geben. Tie New Yorker Festtage Haden uns auch keinerlei Neuheiten und lleberrascyungen beschert. Hüben und drüben haben wir zeitweilig |ola)c Ausbrüche rauschender Feste und Reden miterlebt. Vor drei Jahren, bei tc«. Hudson-Fulton-Feier, hat der Großadmiral v. st öfter annähernd die gleichen Fest- strapazen über sich ergehen lassen müssen wie jetzt der deuliche Admiral v. Rcdeur-Pafchwitz. Ta war es auch, wo unser Gesandter Gras Bernstorfs in einer vielbemerkten Rede die Welt von der bcutfdieii Genügsamkeit, ober nach dem Bismarckschen Wort, Saturierthcil, zu überzeugen suchte und die,/Offene Tür" als unseren führenden Grundsatz pries. Tann taui die große »tposevelt Tournee mit ihrem Nassenaufwand ähnlicher, tönender Reden — und es ist wieder stiller geworden, und die gefährliche Krisis des Jahres 1911 kam doch! Wenn ein deutsclz-englischer Krieg ausgebrochen wäre — auf welche Seite hätte Amerika sich gestellt? — Wir dürfen uns infolge der vielen Freund- lchaftsreden keiner Lelbsttäuschnng bingeben. Tie Jubel- drahtuugen unseres amtlichen Nachrichtenbureaus lesen sich wie Liegesberichte, sind (iber nur einzuschätzen als erfreuliche Zeicl^eu dafür, daß das Ansehen der deutschen kul- turellen Leistungen in dem Lande der „unbeschränlten Gastfreundschaft" gut und fest gegründet stehl. Bürgermeister Gaynor soll gesagt Haden, von den Deutschen stamme alle Zivilisation in Amerika. Dieses eine Wort darf uns stolz machen; unsere tvestlicheu Nachbarn, von bemen viele uns noch für halbe Barbaren halten, mögen dabei einmal aufhorchen! Ter Worte Ueberzayl und lieber maß aber ist nicht nützlich Tie Leiter unserer amtlichen Politik scheinen zu jenen Diplomaten zu gehören, bereit Schwerfälligkeit Ialob Grimm als Beispiel deutscher Pedanterie anführte: über Kleinigkeiten, um die sie^ausend '-Worte mad)en, vergessen sie die Hauptsache, das Richtung gebende. Genau wie unsere pedantischen Philologen es gemacht haben - auf die gelehrte und gelernte Regel bildeten sie sich alles ein, daraus brüteten sie sich fest und verschul- beten manche Mängel, au denen unsere Sprache heute leidet Und Jakob Grimm hatte schon, bei seinem Seitenblick auf die Pedanterie der deutschen Tiplomaten, erklärt, daß unsere 9iad)barn daraus ihre Erfolge zu ziehen verstanden hätten. Tie Politik verlangt Beweglichkeit, und unsere Offiziösen verrichten ein schlechtes Bildungswerk, wenn sie das- Volk so beparrlid) in den Halbschlaf sentimentaler Freundschaftsduselei wiegen. Tie Reden, die auf dem dritten Jahrestag der Gründung des Hansa bundes gewechselt worden sind, haben schon ein etwas inhaltreicheres und interessanteres Gepräge. Und der Präsident Geheimrat Jakob Riefter hat entschieden diplomatisches Geschick. Trotzdem, für die Praxis werden die neuen Richtlinien nur wenig ins Gewicht fallen. Tie Presse aller Schattierungen hat mit Recht einen kleinen Zug nach rechts in dem neuen Programm entdeckt. Der Ausfall der Reichstagswahlen und die radikale Politik der Genossen hat zunächst die entschiedenere Stellungnahme gegenüber der Sozialdemokratie bewirkt. Ter Hansabund will künftig die Partei bekämpfen, die gegen die „kon- stitutionell-monarchische Staatsordnung" fich richtet. In die Augen fallend ist ferner, daß der Hansabund keine luicin- geschränkte Sozialpolitik befürwortet. Der Umfang der sozialen Lasten soll möglichst durch internationale Vereinbarungen geregelt werden. Tas sieht theoretisch ganz schon aus, bedeutet aber praktisch den schlichten Stillstand, dem nur ein dürftiges Mäntelchen umgehängt werden soll. Was die Handels- und Zollpolitik anlangt, so soll für die Ablehnung einer weiteren Erhöhung der Agrarzölle gewirkt werden, und die „Franks. Ztg." fragt erstaunt, „ob das alles sei"? Herr Riester l-at es eben vermeiden wollen, ein Parteiprogramm abzuschreiben. Wenn er aus dem '21b- ftralteu ins Konkrete überzutreten sich vermaß, so blieb er doch nur bei allgemeinen Wendungen, Denen die praktische Stoßkraft fehlt Ter Hansabund konnte nur Arbeit im großen, nicht im einzelnen leisten- dazu sind die Elemente, aus denen er sich zusammenseyt, zu verschieden- artig. Er wird aber dem Leben aud) weiterhin erhalten bleiben. £b ihm sobald wieder Gelegenheit aegeben jein wird, zum Aufruf der Geister ins Horn zu bläsen und ob dann „sein Name wieder wie ein Kricgsgolt durch die Welt gehen" wird, das darf einigermaßen bezweifelt werden. 15 Zahre Staatssekretär! Tie „Tägliche Rundsclzau" schreibt: Es war ein famoser Griff, den der Kaiser tat, als er am 15. Juni 1897 v. Tirpi tz zum Staatssekretär des Rcichs- marineamtcs machte, in einer tritischen Zeit, in der nur noch ein Mann uns helfen konnte, der unbedingte und unverrückbare Willenskraft mit diplomatischem Geschick verband. Für den Soldaten v. Tirpitz war cs nicht leicht, zur Verwaltung überzugchen. Schon in jungen Jahren war er der Schöpfer der grundlegenden praktischen Bestimmungen für unsere Flotte geworden, mit denen sie später von v. Koester exerziert wurde, hatte dann als Kor- vcltcnkapitän dem Torpedowesen seine iwch heute gültigen Formen gegeben, die inzwischen von Frankreich übernommen und von England nachgeahmt worden sind. In dieser Arbeit ging er völlig aus. Sein ganzes Herz gehörte dem Frontdienst. Heute nach 15 Jahren können wir ihm dankbar fein, das; er D(m Ruse des Kaisers folgte, der damals für, ihn selber mehr Tragik als Ehre bedeutete: denn es hieß sich losreißen von der See und fortan nickt mehr für sich, sondern für andere das Schwert ,.i schleifen. Was er in dieser Zeit geleistet, das bezeugen die sechs Flottenvorlagen und Novellen von 1898 und 1912, die Schrill für sckritt unsere Wehrmacht dem Ziele näher brachten, das beide Männer, der .Kaiser und v. Tirpitz, fick acicyt hatten Mit einer ungeheuren Zähigkeit, mit einem auch in Märtyrerzeiten bewährten Beiderstangeoleiben wurde es gefdhipen Und mitunter war der Kaiser der einzige, der ihn noch hielt, der mit ihm durchhielt Glänzend ist die Art, wie er mit dem Reichstage sich zu stellen gewußt hat. ES geht eben von ihm der Reiz der genialen Perfönlickkeit auS, die für ihre Ideen zu gewimten weiß, auch wenn man ihnen zunächst widerstrebt .Als der Roon unserer Marine wird er in Der Geschichte fortleben. Der französische Ministerpräsident über die au§' wärtige poütif. Der Ministerpräsident PoincarS Hal der französifck)en Kammer einen Ueberbtick über die auswärtige Lage gegeben, der nichts auffälliges an sich bat. Bemerkenswert ist die kühle Art, in der er über die Beziehungen zu Teutfch- land fprad>: Paris, 14 Juni In der heutigen Frühsitzung der Kammer ergriff bei der Besprechung des Budgets des Minifteriunis des Auswärtigen Ministerpräsident Poincars das Wort, dessen Rede häufig von Beifall unterbrochen wurde. Er auhüortetc verschiedenen Rednern und sagte u. a. folgendes: ,/Jm italienisch-türkischen Kriege beobachten wir gewissenhafte Neutralität. Unsere Beziehungen zu Italien, die einen Augenblick wegen der Zwischenfalle der „Carthage" und „Mannba" schwierig waren, sind wieder ausgezeichnet. Unsere Beziehungen zur Türkei sind in gleicher Weise ausgezeichnet." Poincarö sprach dann von den Verhandlungen mit Spanien und sagte, der auf beiden Seiten vorhandene gute Wille gestatte die Hoffnung, daß eine Verständigung sehr bald zu erwarten sei. (Beifall.) „Unsere Beziehungen zu Deutschland sind loyal, h ö f [ i d) und korrekt. Wir bemiihen uns, Die gleiche Bona fides in sie hiiteinzulegen. Sollte in Marokko sich die geringste odgvierigleii ergeben, so haben wir die Möglichkeit, das Schiedsgerid;t anzurufen." (Bc^'all., PoincarS fügte hinzu, das; die Beziehungen Frank reichs zu Rußland und England niemals besser gewesen feien als gegenwärtig. Die Allianz mit Rußland und die Freundschaft mit England fänden überall gebührende Würdigung und würden überall als eine Stütze des Friedens betrachtet. (Beifall.) Poincar4 erinnerte an die englifch-französifchen Unterredungen, lieber eine Allianz zwischen Frankreich und England erklärte er, daß, wenn diese Entente cordiale auch der Urkunde ermangele, sie doch die Majorität der beiden Volker für sich habe. Tie Triple Entente trage gleichfalls dazu bei, den europäischen Frieden zu sichern, ohne jemand zu beunruhigen. Ter Ministerpräsident schloß: „In uns selbst ruht "der Siern unserer Straft; Bündnisse mit uns werden im Verhältnis unserer Stärke gesucht." (Lebhafter Beifall.) T.i- rauf wurde die allgemeine Beratung geschloffen und das Budget des Ministeriums des Auswärtigen angenommen. Paris, 14. Juni. Nach einer Note der Agcncc Havas hat der russische Botschafter Iswolski dem Ministerpräsidenten P o i n c a r e den Zeitpunkt mitgetcilt, zu dem der Kaiser von Rußland ihn in Petersburg in Audienz empfangen kann. Tie Audienz ist endgültig aus den 10. August festgesetzt worden. Lebcrecht Hühnchen in der Natur. (Zu Heinrich Seidels 70. Geburtstag.) Die tief poetische Gestalt des bescheidenen und in seiner Be« fckeidenhen so glücklich chsriedenen Lcberecht Hühnchen ist Die köstlichste Gavc Heinrich Seidels, der am 25. Juni seinen 70. Geburtstag feiern würde, wenn er nickt bereits am 7. Novbr. 1906 in ein besseres Sein hinübergerilfen worden wäre. Wie ein Wesen aüS einer anderen Welt schaut diese stille und in sich beglückte Tichtersigur mit den frohen, klaren Augen in unsere Gegenwart, ein lebensvoller, unvergeßlicher Nachfahr jener heileren Gestalten, wie sie die englischen Romandichter des 18. Jahrhunderts, wie sie Jean Paul und Raabe geschaffen. Daß Leberecht las echte Kind seines Vaters war, daß enge Fäden gemeinsamer Anschauung zwijchen dem PlwMasiegeschöpf und dem Dichter sich zogen, bringen uns so rcd)t deutlich die Erinnerungen an veinrick Seidel" ins Bewußtsein, die sein ältester Sohn, H. Wollgang Seidel, soeben im Cottaschen Verlage herausgegeben hat. Noch einmal umfängt uns jener idyllische sonnen- und Liebesdust, wie er im sommerlich glühenden, l>armonisch abgeichlonenen 1-oetengärtchen Heinrich Seidels so lieblick wehte, ine Perlon- lichkeit dieses herzerauickend unmodernen Menichen tritt uns nahe, der von dem Hasten und Rennen der neuen Zeit nichts winen liochte. „Der liebe Gott hat es durchaus nidü gern, ichrewt t: einmal an Trojan, „wenn man durch seine ^chömung ^dahin- taft wie eine wahnsinnige Wanze; auf die behaglichen.^wlen- betcr aber, welche feine Werke sorgfältig betrachten, >letzt er htt Wohlwollen herab." Die Sehnsucht nach , Bernhmtheir lag Ljtn so fern, daß er schon 1892 meinte: „^ch werde je&t alle Sage ein bißchen berühmter. Ick werde, uiic nächstens,^einen lorbt'crfrüm machen lassen und ihn ftety beim siebten nuyetzen. tber meinst du, daß ein Spickaal mich heiler klndm wurde stus solchen Worten spricht die zpezisiiche ^ben-amchauunL, die in Lcberecht Hühnchen Gestalt gewonnen hat; der ^.kcht^r iremch ballte, obwohl er fick selbst scherzhaft nach einem ^glilticn l-'Ocbild als „the inimitable authoros Leberecht v- unter- ft rieb, nicht mit feinem Helden vDentinjicrt werden, d<.r ia viel- als der Typus des behaglicl^beschrankten ^leßburger^ aui- Lcßaßt wurde. In einem tieferen iinne aoer ist ton seinem Fleische, denn er Halle ihm lenen keligi-n m die Welt, jene reiche, das Kleine wie das Große umarmende Liebesfülle, jenes genügsame und doch tief innerliche Bewußtsein seiner selbst mitgegcbcn, die ihn auszeichncten. Alle Szenen seines Meisterwerichens sind von ihm ganz durchlebt: hier hat er einen Widersckiein seines eigenen Hochzeitsfestes aufleuchten lassen, hat sich selbst als Großvater dargestellt und für Figuren wie Den „Major ohne Pointe", Haoelmüller und Wendebach sind die Vorbilder in seinem Freundeskreise leicht aufzufinden. Ein heiterer Glanz Der inneren Herzenswärme liegt über all seine persönlichen Aeußeruiigen gebreitet, von denen wir in den Erinnerungen reiche Proben erhalten; am leuchtendsten aber entfaltet er sich in seinem Verhältnis zur Natur. Seidel schaute sie an mit dem zärtlichen Blick des Liebenden und dem scharfen Auge des Forschers. Seine erste Prosaarbeit (1864) war ein Schmetterlingsmärchen, und 1872, als der junge Ingenieur stellungslos war, schickte er an seinen Bruder „teils aus Pläsier, teils aus Langerweile" Berichte über „das neue Viehzeug im Zoologischen Garten und das große Vogelhaus". Aus dem Gebiete Der Vogelkunde war er ein Fachmann, wie sein Buck „dratursänger" beweist, und noch kurz vor seinem Tode sagte er: „Die Literatur wird einem doch immer gleichgültiger!" Dagegen nannte er mit Leidenschaftlichkeit als Gebiet seines fielen Interesses die Naturwissenschaften. Seiner Beobachtungsgabe gelang manche Entdeckung, so z. B. Die, daß Der Pirol neben seinen bekannten Flötenrusen noch einen leisen, abwechslungsreichen Gesang hat, ein „wunderliches Gemisch von schwatzenden, kreischenden und schirpenden Tönen". Wie reizend schildert er den Gesang eines neu erworbenen Nenn- töners.^Zuerst war er noch zngcdeckt, und mit einem Male höre ich, daß Da jemand Dreimal hintereinander „gark, gar!, gart" sagt, und dahinter kommt ein Finkenschlag, so sauber und niedlich, wie er nur sein kann. Tann nach längerer Pause wieder „gark, gark, gar!" und dahinter pickiverpick, oickwerpick und ein ganzer Strämel Feldlerche." Vögel waren überhaupt seine Leiden- sck'aft, und stets hatte er ein paar in Käsigen um sich. Deren Fütterung er selbst besorgte. Zu diesem Iw:ck standen auf einem Bord feiner Bibliothek mächtige, mit Pergament zugebuickenc Steingullöpse, die feine geliebte Mehlwurmzucht enthielten. „Meine Mehlwürmer genügen mir," schreibt er einmal dem exotisches Getier liebenden Bruder, „sie sind still, fteundlich und genügsam, sie schreien nicht, sie stinken nicht und stiften keine Fam'ilien- zerwürfnisse. Sie sind eines kleines Äatnial, das mächtig Zinsen trägt Auch erfreuen sie durch ihre bloße Anzahl. Sonntags pflege ich sie zu besehen und wühle ein wenig in ihnen, wie ein Geizhals in seinen Schätzen." Seine Prachtmehlwürmer waren sehr begehrt, aber es war eine unabsichtliche Ehrung, als er einmal einem Besucher statt einer Zigarre zwei Mehlwürmer überreichte. Doch über Den einzelnen Tilgen vergaß der Natursreund nicht das Ganze. „Man muß einen Blick für Die Landschaft als solche haben, und Den gibt feine (Gelehrsamkeit," sagte er. Stundenlang saß er in Der weiten Gotteswelt, das Auge geradeaus gerichtet und horchend auf 'Die Stimmen der Luft unDJses Wassers. Kein anDcrcr verstand wie er die einsame Lust des Schauens zu genießen. Als der 53 jährige sich endlich im Besitz eines kleinen Gartens sah, schrieb er: „Endlickj wieder ein Verhältnis zur alten Mutter Erde!" Und wie entzückende Miniaturen hat er von dem Memleben in seinem Gärtchen gezeichnet! Mit seinen Kindern zog er aut weite Spaziergänge, suchte „aus den Schöneberger Wiesen Orchideen" oder wies ihnen die heimischen und exollschen Wunder im Tiergarten, ber „damals noch etwas Dschungelartiges an sich" hatte, zeigte ihnen einen Bauer, aus dein Waldkäuze wohnten, eine Stelle, wo cs Immergrün und Parasol-Pilze gab, ober Den alten, morschen „Kakao-Baum". Wollte er aber ungestört fein, dann nahm ec eine geflammte Glaskugel und warf sie mit Macht voraus, woraus wir himertzer stürmten, um sie einzusangen. Dies wiederholte sich ununterbrochen, es wurde dabei nicht geredet, und mein Vater gewann Zeit, zu arbeiten, denn auf folchen (Äugen schrieb er im Kops Geschichten und erfand Sonderlinge. • Die Tätigkeit der frankfurter ©per in Zrankfurt a. M. Tie Intendanz Der gereinigten Stadttheater in Franksurt a. M. gibt bekannt: Tic Tätigkeit Der Frankfurter Oper während der soeben beendeten Spiel^it erläutert nachstehende.Aufstellung Es landen m Der Zell vom 15. Juli 1911 bis einschließlich 13 Juni 1912 insgesamt 349 Vorstellungen statt, davon waren 301 Abend- 44 Nachmittagsvorstellungen und 4 Konzerte. Bei ermäßigten Preisen wurde 56mal gespielt. Wagner er idjicn mit 9 Werken 46mal, Mozart mit 3 Werken 13mai Beethovens „Fidelio" 7rnal, Verdi mit 4 Werken 19mal, Lortzing mu 4 llmaL Richard Strauß mit 2 Werken 14m4, Puc ini mit 3 Wer km 12mal, öumverdinck mit 2 Werken 11 mal usw. Zum ersten Male nnircc.i folgende B erke g geden: „Tie romaMisch fliegt". Weihnachtsmärchen „Prinzessin Goldhaar", daS von der von Meyerbeer, das .Teil" von Rossini, Pcrr '•«w. Die Anlagemusik fallt morgen auS. Vom Stadttheater wird uns geschrieben: ther" von Masscnct, ,Lphigenic auf TauriS" (in der Richard Sträusschen Bearbeittmg), „Die £)ugcnottcn' . .. . - -'öden errichtet wird. Prof, .Jaggar Hal einen sünsiährigen Urlaub erhalten, um die Tätigkeit des Hiauua Loa zu beobachten. Nach den Fest- ÜeUungen der Gelehrten deuten zahlreiche Symptome darauf hm, daß in der nächsten Zeit dieseni Lulkan ein großer Ausbruch bcvorstehe. Die ForsclmngSarbeü wird nicht ungefährlich sein, da der sehr tätige Berg schon mehrfach Lavaströme auf Entfernungen bis zu 60 Kilometer entsandte. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Kran Ellen-Saatwc der-Schlieper, drc auch rn Gießen vorteilhaft bekannt üt, har am Ptiwvoch auf dem schwe- discten Dtufikfetz in Bückeburg gespielt und'wurde vom durften au Schaumburg-Lippe in Anerkennung ihrer Leistungen nnt dem Urten iur &mi't und Äiüetrjchas: ausgezeichnet. Nochmals sei auf die Operettenvorstellung am Dienstag hingewiesen, die in Johann Strauh's „Nacht in Venedig" ein wirklich reizendes melodiöses Werk bringt. Die Proben, die seit mehreren Tagen im Gang sind, haben einen vorzüglichen Eindruck gemacht, so daß mit dieser Aufführung nicht nur in Naul-eim und Gießen die diesjährige Operettensaison eröffnet wird, sondern auch in Bad-Hornburg, das jetzt auch die Operettenvorstellungen von Direktor Steingoetter erhält. Die Ausstattung ist zum Teil neu. Die Herren Studierenden genießen an der Abendkasse Er- Mäßigung. - DaS Gastspiel Ben-Ali»Bey findet am DienS- tag, den 18., und Freitag, den 21. Juni, in Steins Garten statt. Das Programm bietet die magische Kunst dreier orientalischer Kulturvölker, und zwar im ersten Teste japanische Zauberspiele von den Damen Asoka und Tesima, im zweiten Teile wird Ben-Ali-Bey, der Meister, selbst die Wunder der Priester Alt-AcgyptenS verkörpern, im dritten Teile wird la belle Sulamith, die Tochter Ben-Ali-Bey'S, indische Märchen- zauberel und ihre mysteriöse Seelenwanderung vorführen, und die vierte Abteilung bringt die Verwirklichung deS Märchens auS 1001 Nacht mit der Geisterzeichnung. Karten im Dorverlauf bei E. Challier. Heer itttö Flotte. ZumkommandierendenGeneraldes durch die Mili- tärvorlagc bewilligten neuen Armeekorps rn Saarbrücken ist, wie ein Berliner Morgenblatt aus militärischen Kreisen erfährt, ter Generalleutnant Scholz, Kommandeur der 21. Division in Frankfurt a. M., in Aussicht genommen. Als künftiger Ge ner al des n e u e n A r m c c ko rps in Allenstein in Ostpreußen wird der Kommandeur der 1. Garde-Division Generalleutnant v. B e low genannt. Andern und Rei * Dillenburg. Zmessviegel und ist /klar Wald umgeben '.wrgänger würzige, Siescn und Garten des 2 die Stabt reichenden Ä m seiner wohltuend« 'Lassen. In der Uma ait fith stundenweit h Jtbetall sind Ruhebän hervorragenden fünfte uw, genießt man die Seite des Schloßberges mitelbar bei der ehrwi ''-nliche Schloß-Ho l'u’ften Rundblilk aus ’uumen. und das Mit firraufd) bringt nicht hi ■Hollen dcr EH'enbahnzüc 'Juyliit, ein großer Pa »n fallen. Gelegenheit i Mex» und Milchkuren -WjültKiwng versehn mmid) geöffnet. Gel „Boccaccio" und »Llottc Bursche" von Suppä, „Rigolettv" von Verdi. ♦ ♦ Ein Jnstitu t für Dulkanforschung in Honolulu. Der amerikanische Theologe Professor Thomas I a g g a r tritt in den nächsten Wochen von San Francisco die Ausreise nach Hoiwlulu an, um dorr an Auftrage des Massachusetts-Institutes für Technologie auf dem Vulkan Mauna Loa eine mit Ausland. Im österreichischen Wehrausschuß hat die Obstruktion eingesetzt. Wie uns heute aus Wien gemeldet wird, beendete am gestrigen Freitag Baczynskyi im Wehrausschuß um 1/3I2 Uhr seine 13stündige Obftruktionsrede. Die Sitzung dauerte fort. , „ Nach bei der Berliner Deutsch-Chinesischen Erscnbahnge, eil, chatt eingelausenen Nachrichten brachen in Tsinanfu Unruhen lokaler Natur aus. Für die europäischen Beamten beitehe augenblicklich keinerlei Gefahr. rttrehe und Schule. Das Schlußkapitel zum Fall Kraatz. Berlin, 15. Juni. Das Reichsmilitärgericht hat als letzte Instanz die Klage des Pfarrers Kraatz gegen die beiden Offiziere, die während seiner Predigt in >er Luisenkirche in Charlottenburg den Gottesdienst ver- assen hatten, abgclehnt, und damit das Urteil der unteren Instanzen bestätigt. Aus Stadt und Land. Gießen, 15. Juni 1912. Tageskalender. K i n e m a t 0 g r a p h: Täglich Dor- tellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Gemäldeaus st ellungdesKun st Vereins im Turmhaus nm Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag), von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr. Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittag von 11—1 Uhr. •• Landesuniversität. Der Großherzog hat den Militäranwärter Vizewachtmeister Karl Mahnkopp in Darm- tadt zum Diener am physikalischen Institut der Landes- Universität Gießen ernannt. ” Medizinalwesen. Der Groß Herzog hat den : reiSarzt des Kreisgesundheitsamts Alsfeld, Medizinalrat Dr. Jos. Wengler, zum Kreisarzt deS Kreisgesundheitsamts Groß-Gerau, und den Kreisassistenzarzt bei dem Kreisgesund- )eitsamt Gießen, Dr. Gg. La n germ a nn, zum Kreisarzt des KreiSgesundheitsamtS Alsfeld unter Verleihung des Charakters ,Medizinalrat* ernannt. ** Titelverleihung. Der Großherzog hat dem Kunsthistoriker Dr. Gg. Biermann in Berlin-Lankwitz >en Charakter als >,Professor" verliehen. *♦ Russischer Konsul. Der zum Russischen Generalkonsul in Frankfurt ernannte Wirkliche Staatsrat Damier, dessen Amtsbezirk sich auf Oberhessen erstreckt, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen zugelassen worden. ** Lehrerperson alien. Der Großherzog hat den Reallehrer an der Eleonorenschule zu Worms, Konr. Schneider, zum Zeichenlehrer an dieser.Schule ernannt. ** Erledigt ist die den Militäranwärtern vorbehaltene Hilfsdienerstelle bei dem Amtsgericht Mainz (1400 Mk. Gehalt und 168 Mk. Wohnungsgeld). *♦ Eine öffentliche Sitzuna des Provinzial- Ausschusses findet Samstag, 22. Juni, vormittags 3/49 Uhr, in dem Sitzungssaal des Regierungsgebüudes mit folgender Tagesordnung statt: 1. Besetzung der mittleren Kanzlei- und Unterbeamtenstellen bei den Kommunalbehörden mit Militär anwär tern. 2. Die Wasserversorgung der Gemeinde Frischborn. 3. Gesuch des Schankwirts Heinrich Heng zu Friedberg um Ausgestaltung seiner Schankwirtschaft, Haagstraße 11, zu einer Gastwirtschaft. **ZurFlugwoche. Alles fliegt — selbst die Dienstmädchen fliegen, ivie folgendes drollige Geschichtchen beweist. In unserem Nachbarstädtchen L. kommt das kleine Karlchen zur Mutter und fragt, ob Engel fliegen können. Gewiß, sagt die Dtutter, und Karlchen meint nun, der Vater sage doch immer zum Lieschen in der Küche „mein Engel", das Lieschen könne aber doch nicht fliegen. „Warte einmal Karlchen", sagte die Mutter, „wie schnell Lieschen allen Hilfsmitteln ter modernen Wissenschaft ausgerüstete Bc- obachtunasstalion für Vulkanforschung zu orgauisicren und zu leiten. Der Bau dieses Instituts ist bereits vollendet, die Anstalt ist das erste ständige Institut für Vulkanforfchuna, amerikanischen Wissenschaft auf amerikanisärem Bi Deutsches Reich. Königin Wilhelmina und Prinz Heinrich der Niederlande trafen am Freitag mittag von Dobbin in »Schwerin ein und fuhren im Automobil nach Gram in .Mecklenburg-Schwerin. Am Spätnachmittag begaben sich die Königin und der P.rinzgemcM im Automobil nach W il i- g rat), um dem Herzogpaar Johann Albrecht einen Besuch abzustatten. Die Rückkehr nach Dobbin erfolgte abends von Wiligrad im Hofsonderzug. In der Sitzung der badischen Ersten Kammer am Freitag kam zunächst die Frage der Aufhebung dkr Münchener Gesandtschaft zur Vcrl-andluna. Die Erste Kammer stellte ohne weitere Aussprache den Münchener Gesandtschatfsposten wieder her. Die Angelegenheit geht nun zur Beratung wieder an die Zweite Kammer zurück. Der Ausschußantrag betreffend die Verhältniswahl lourde von der Ersten Kammer in feinem ersten Teile, der sich gegen die Einführung der Verhältniswahl iFran", Operette in 3 Akten, Musik von Carl Weinberger, .König für einen Tag" („Si J'ötais Roi"), .romantisch-komrschc Oper in 3 Akten von Adolphe Adam, übersetzt und für die deutsche Bühne bearbeitet von Paul Wolff, „Fräulein Teufel" ,(Uraufführung), phantasttschc Operette in 3 Akten, Atnsik von.Dr. Otto Schwartz, „Ariane und Blaubart" (erste deutsche Aufführung), 9Närchcn in 3 Auszügen von Maurice Maeterlinck, 9)fcufit von Paul Dukas, „Äc verfä-enkte Frau", komische Oper in 3 Aufzügen, Text von Rudolf Votbar, Pvrsik von Eugen d'Albert, ^.All-Wien", Operette .in 3 Akren, Acusik nach Motiven von Josef Lairner, für die Bühne bearbeitet von Emil Stern, „Dunja", eine russische Dorfkomödie in 2 Bildern (nach einer Gogolschen Erzählung) von N. R. Nikarvw, Musik von Iwan Knorr, „Das alte Spiel von Jedermann", erneuert von Hugo von Hosmannstt-al (gelegentlich des Ensemble- Gastspiels des Deutschen Tteaters, Berlin), „Eva", Operette in 3 Akten, Musik von Franz Lehär. Neu einstudiert wurden „Werin dieser Session ausspricht, cinftimmig angenommen Ziffer 2, die von der Regierung eine Denkschrift über die Materie fordert, wurde mit 14 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Die Großherzogin Marie Adelheid von Luxemburg vollendete am 14. Juni ihr 18. Lebensjahr und tritt somit in die Großjährigkeit ein. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt aus diesem Anlaß: „Wir bringen der jungen Fürstin zu diesem Ereignis Herz- liche Glückwünsche dar und verknüpfen damit'den Ausdruck der Hoffnung, daß unter der Regierung der Großherzogin Luxemburg, mit dem Deutschland durch alte geschichtliche und lebhafte wirtschaftliche Beziehungen der- Kunden ist, weiterhin blühen und gedeihen möge." für schien. ; I mH euch bfC y*’ " ch ni$‘ n1, Hit bie^ I liegen 109 . Iginen Mc wur L .-k Hur9en,1 über die. H-r ^cnwartlg ei' .^brs entsprechend «ährend de^ ;'n Zeg über SW cm dieser JJ^ntüineit einen ;lc bald für den vreisstraße der Adsweigung '."jt und ist daher f -isierbar. _ ßtornfels jüii über unserem Slitz schlng dabei 1 .-ibneider em w •;jtiein und cm 01 () Niederwc .^cn Tod fand ge Arbeiters nam slzern gespielt ,:m binKukamen, t i ivurde bald durch " X. Hanau, 14. iSioth G. m. b. -tngcn auf biß epi üiiung des langjähr ^.Schönberger ?igung der Sache ist Angriffe der Italiener aus die Dardanellen? Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Konstantinopel: Eine neue Aktion der Italiener im ägäischen Meere wird für Mittwoch ,oder Donnerstag erwartet. Ein vom Piräus hier eiligetroffener rumänischer Dampfer begegnete drei Stunden vor dem Eingang in die Dardanellen zwei italienischen Kriegsschiffen. Nach einem Telegramm der „Kölnischen Zeitung" herrscht in Konstantinopeler Kreisen die Ansicht vor, daß ein ernster italienischer Angriff auf die Dardanellen bevorstehe. Die militärischen Maßnahmen sind ausreick>end. Türkischerseits ist um die Dar» danellen eine ganze Armee konzentriert; immerhin konnte den Italienern bei entschlossenem Borchen zu Wasser und zu Lande eine Besetzung der Halbinsel 'Gallipoli gelingen. Alles hängt bann von der Haltung Rußlands ab. Nach anderer Auffassung wird die türkische Stellung auf Gallipoli und auf dem asiattschen Ufer der Dardanellen nicht zu überrumpeln fein, sondern ein systematiscl)es Vorgehen eines ganzen italienischen Land- heeres erfordern.______________ Aus Heften. Ter Abgeordnete Grünewald und die Wahlprüfungen. Vom Abgeordneten Justizrat Grünewald erhalten /wir folgende Zuschrift: Die in Nr. 137 Ihres Blattes enthaltene Mitteilung „Aus dem Wahlprüfungsausschuß" ist in mehreren Punkten unrichtig und bedarf ter Richtigstellung: 1. Berichterstatter bezüglich der Wahl Kredel bin ich gewesen und habe die Ungültigkeitserklärung beantragt, weil in 5 Wahlversammlungen die Wähler mit Freibier regaliert worden waren. Dem Vernehmen nach wurde hierauf in der Person des Herrn Mgeordnetcn Zuckmeyer ein anderer Berichterstatter bestellt und die Wahl für gültig erklärt: Freibierspenden sind demnach statthaft. , ,,L r 2 Die Wahl des Abgeordneten Korell war nicht bean- ,standet, lediglich der Wgeordnctc Bahr hatte Erhebungen ge- > wünscht und der Ausschuß hatte dieselben veranstaltet. Berichterstatter war ich nicht. 3. Ich habe mich nicht „über die mir im Ausschutz zuteil gewordene Behandlung beschwert", wie Ihr Bericht sagt, dazu lag kein Grund vor, da diese Behandlung selbstverständlich von prima Qualität war, sondern ich habe dem Ausschuß das abschriftlich beifolgende Schreiben zugehen lassen, aus dem erkennbar ist, daß die Behandlung der Wahlproteste durch die national» liberal-bündlerische-ultramontane Kammermehrheit mir Anlaß gibt, die Tätigkeit als Berichterstatter in Wahlprüfungssachen, die ich als eine richterliche Tätigkeit aufsasse, nicht mehr zu üben. Hochachtungsvoll! M. Grünewald, Landtagsabgeordneter. Das hier erwähnte Schreiben an den Ausschuß tautet: _ Gießen, 11. Ium 1912. Herrn Abgeordneten Breidenbach, als Vorsitzenden des 3. Ausschusses der 2. Kammer der Landstände Darmstadt. Sehr geehrter Herr Kollege! In der Anlage erhalten Sie den Bericht über die Wahl des Herrn Abgeordneten Kredel. Mein Nichterscheinen in der morgigen Sitzung bitte ich zu entschuldigen; nach ter Behandlung, die letzthin die Rellamationen von leiten der Landtagsmehrhert erfahren haben — cs wurden Verstöße für unerheblich erklärt, die f. 3t. zur Erklärung der Ungültigkeit der Wahl Christ geführt haben — vermag ich es nicht über mich zu gewinnen, in diesen Angelegenheiten noch tätig zu sein, ivenn ich auch der einmal übernommenen Pflicht, den Bericht über die Wahl Kredel zu erstatten, noch genüge. Hochachtungsvoll grüßend Ihr gez. Grünewald. Ereignis im 5 "e,-^ften Tin t ;,ietfrn falten, ongefn ; Blessen Meer !? L^^Ll 1 London, 14. Ji fas >chon so^viele U rate leinen Schuppen far Mbxt h di. Ä' J» «nem 3abrtfg W m sich zusai 2übn‘ umgebende GiNk Ithivcr ?aisn-Will ÄS* •* Jugend i c ft. Der Festausschuß hielt gcjtcrn unter dem Vorsitz des Beiaeordneten Keller feine erste Sitzung ab, in der man sich über die Gestaltung des Festes im einzelnen verständigte. Zu Beginn der Sitzung teilte der Vorsitzende mit, daß am -tage des Festes das hiesige Regiment auf den Truppenübungsplatz aus rücke. Da danach die Regimentskapelle für das Fest nicht mehr zur Verfügung tehen würde, habe er sich sofort mit dem Megimentskoin manbeur ins Benehmen gesetzt, der in entgegenkommendster Weise genehmigt habe, daß die Regimentsmusik — trotz der hierdurch erwachsenen Schwierigkeiten — noch en en Tag länger hier bleibe, um beim Fest Mitwirken zu können, was mit Genugtuung ausgenommen wurde. Die Cb er ei hing des Festes wurde — wie in den früheren Jahren — Haupttehrer Knauß übertragen, dem auch die Bildung des Arbeitsausschusses überlassen bleiben soll. Die Reihenfo!g? der Schulen im Festzug wurde durchs Los wie folgt bestimmt: 1. Stadtknabenschule, 2. Gnmnaslum, 3. Höhere Mädchenschule, 4. Realgymnasium und Oderrealswule 5. Stadtmädchenschule. Der Festzug soll um 2* 4 Uhr an )er Bürgermeisterei abgehen. Den Eltern der Kinder der zwei untersten Klassen soll empfohlen werden, sich der Kleinen nach Ankunft des Zuges im Walde möglichst anzu- nehmen, da deren Ueberwachung bei dem zu erwartenden großen Andrang sehr schwierig ist. Tas Eintrittsgeld wurde auf 30 Pfg., im Vorverkauf auf 25 Pfg. festgesetzt nach 6 Uhr soll lrintrittsgeld nicht mehr erhoben 1 Derben. ♦* Die 16. Regatta ter Gießener Ruder-Ge- sellschast 1877 (6. Regatta des Lahn-Regatta-Verband, - findet am Sonntag, 28. Juli, nachmittags, statt. Folgende Rennc? ind ausgeschrieben: 1. Jean Kirch Gedächtnis-Rennen. Vierer. Hcrausforterungspreis, geftiftet öon der Familie Kirch zum Andenken an Herrn Jean Kirch, dreimal (auch ohne Rethen olge) zu gewinnen. Offen für die dem Lahn-Regatta-Berbano angehörigen Vereine. (Sieger von 1910: Weilburger Ruter»Ver- ein.) 2. Junior-Achter. Ehrenpreis. 3. Einer. „Lahn- iZokal", gestiftet vom Deutschen Ruder-Verband. Herans.'^e- ungspreis. Ter Preis muß Dreimal in ununterbrochener 3icUjer.- olge gewonnen werden, bevor er in das Eigentum des fiegcnten Vereins übergeht. Nach Mckgabe des Preises erhält der siegende Verein einen Ehrenbecher. (Sieger von 1906 und 1908 : 7 Müller von der Frankfurter Rudergesellschaft „Germania". 1910: E. Maschmann, Mainzer Rudergesellichast.) 4. Vierer. Wander preis, gestiftet von dem Prinzen Eitel lyriebridj von Preußen ür die Regatten des Lahn-Regatta-Vcrbandcs. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild. (Sieger von 1909: Mainzer Rudergesellschaft von 1902, 1910: Hanauer Rutergesellschast 1879, 1911: Ruderklub „Germania" Homberg. 5. Zweier ohne Steuermann. Herausforderungspreis. Zweimal (auch ohne Reihenfolge) zu gewinnen. Sieger von 1910: Gießener lluder-Gesellschaft. 6. Zweiter Vierer. Ehrenpreis. Offeit jur Ruderer, welche nicht in den Rennen 4 und 12 starten. 7. Junior- Vierer. Ehrenpreis, gestiftet von Ülpothekcr Schwieter. 8. Junwr» Einer. Ehrenpreis. 9. Akademischer Vierer. Herausforderung^ preis. Gestiftet von der Alma mater Ludoviciana, zweimal ^aud- ohne Reihenfolge) zu gewinnen. Offen für immatrikulierte ober vor dem Staatsexamen stehende Studierende deutscher Hochschulen. Sieger von 1910: Rutergesellschast Heidelberg 1898. 10. Doppel- Zweier ohne Steuermann. Ehrenpreis. 11. Junior-Vierci Ehrenpreis. Offen für die dem Lahn-Regatta-Verband angc hörigen Vereine. 12. Vierer. Wanderpreis, gestiftet von der I Stadt Gießen. Mr siegende Verein erhält bei Rückgabe de« ; Preises einen Ehrenschild. (Sieger von 1908: Frankfurter Ruder- : gesellschaft „Sachsenhausen", 1910: Hanauer sttudergesellscha't 1879.) 13. Ermunterungs-Vierer. Ehrenpreis. Offen für . Ruderer, welche bis zum 28. Juli noch kein offenes Rennen un . Vierer (Auslegerrcnnboot) gewonnen haben. 14. Großer j Achter. Wanderpreis, verliehen von Großherzoy Ernst Ludwig. I Der siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehren- I child. (Sieger von 1908: Gießener Rudergesellschaft 1877, 1910: 1 Dffenbacher Rutergesellschast ..Undine".) Allenfalls erforberinfr.’ Vorrennen werten Samstag, 27. Juli, nachmittags, und Sonntag, | 28. Juli, vormittags, gerudert. Melde- und Nennungsschlup: < Freitag, den 12. Juli 1912, 6 Uhr nachmittags. Startvei- s losung: Freitag, den 12. Juli 1912 8 Uhr abends im Boots- | haus der Gießener Rudergesellschast 1877 e. V. Die Meldungen 1 und Nennungen sind unter Beifügung der Einsätze, sowie ter I Bezeichnung eines Obmannes an den Regatta-Ausschuß, z. H. bei I Herrn Heinrich Hochstötter, Postfach 7, zu richten. ** Löwe-Abend. Die hiesige Ottsgruppe des al Ibeui- feben Verbandes veranstaltete gestern im großen saalr des Gesellschaftsvereins einen Löwe-Abend. Als Mittvirkende waren außer dem Bariton Adolf Müller aus Frankfurt, zwei cm- heimische Kräste getvonnen worden, die sich ihrer zum Teil rar: schwierigen Ausgaben mit bestem Gelingen entledigten. Leid^ war die Veranstaltung nicht so besucht, wie der geistvolle itom-. ponist, dessen Schöpfungen bedauerlicherweise viel zu feilen bor- getragen werden, und auch die hervorragenden Leistungen de: 1 Künstler es verdient hatten. Der sehr geschmackvoll zusammen- i gestellte Spielplan brachte aus dem reichen Schatz ter Üöwesche' । Vertonungen einige seiner hervorragendsten Schöpfungen, do: i denen trotz seiner zahlreichen Oratorien und seiner Opern, bi.' I Balladenkompositionen weitaus die bedeutendsten i'inb. Gleicliwot. nimmt Löwe auch als Vokalkomponist eine der ersten Stellen eu. Am gestrigen Abend übten bie getragenen, schweren Tondichiun,icr. die vor allem durch eine mcisterhastc Klangmalerei ausgezcicim: sind, eine tiefe Wirkung aus: aber auch die heiteren Stücke, wi! z. B. des Glockentürmers Töchterchen, Maikaser und Hochzciks'.n- hinterließen einen starken Eindruck. Herr Müller wußrc m: j großem Geschick die wundervollen Weisen wiederzugeben, die tef Komponist mit feinem, musikalischem Gefühl zu den Dichtunge: ven'aßtc. Die warme, lebensvolle Art des Vortragenden, b<: prächtig zu charakterisieren versteht, und seine klingende, tei: Stimme riß die Zuhörer zu immer neuem Beifall Inn. Auc» Frl. Stammler wußte mit ihrer geschulten schönen Srimn : die Besucher zu fesseln und ganz in den Geist Löwescher Empfmdunt zu versetzen. Die bisweilen große Anforderungen stellende B - glcitung sand durch Herrn Hahn eine mustergültige Wiedergab- ** Flugsport. Alle Postkarten, die zur Postkattenwo^ der Großherzogin erschienen und mit den Flugvostmarken öeriete* sind, können noch bis morgen abend hier aufgegeben werden, uX mit der ersten deutschen Luftpost beförbert zu werten. ** Neues Geschäftshaus. Die Firma HeinriI Hochstätter, Tapetenhandlung, hier, kann in diesem Zah:e auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken. Die Firma wurde vc» dem Großvater des jetzigen Inhabers im Jahre 1837 als Tapeten sabrik und -Handlung gegründet und ist immer im Besitz ter 1 Ixe geblieben. Die Fabrikation wurde später fallen gelafi". Zu ihrem Jubiläum hat die Firma Hochstätter an die stet« ihres seitherigen Geschäftshauses Ecke des BrandplatzeS und r* Schloßgasse einen stattlichen Neubau errichten lassen, ter tu* I wesentliche Verbesserung und Verschönerung des dortigen Straße-* I bildeS bedeutet. Das Erdgeschoß teS geräumigen Hauses mv* I ganz von den Verkaufsräumen eingenommen, wahrend hinter dc» l Laden, sowie im Keller und ersten Obergeschoß sich die umian> I reichen Lagerräume befinden,.die hunderttausende von Tapete*! rollen in sehr übersichtlicher Anordnung enthalten. — Bcsttzwechsel. Medizinalrat Pros. Dr. 6Ira U verkaufte für 60 000 Mk. fein Anwesen Stephanstraße 4 Apotheker Felix Werner. — Die Preise für Schlachtvieh, die unsere Metzs-tcii. Paris, 15. Juni. Nach Blättermeldungen unter Allein echt mit dem Namen MAGGI und der Schutzmarke Kreuzstern c % Für den Magen Ist nur das Beste gut genug! von über 100 komplett eingerichteten tDoljordumen öarbinen ♦ Dekorationen • Teppiche • Cinoleum Befidjtigung erbeten franko Cieferung fünfte Referenzen Müller'sche Badeanstalt. Wnsjermärme der L a l) n o m lb. Juni: 16 0 R. 21mil»d)cr IVelterbencht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. WetteranSsichten in Neffen für Sonntag, den 16. Juni 1912: Wolkig, Regenschauer, inaüig wann. Carl Stückrath - Möbelfabrik Heubau Hfteripeg 47 tzanSel. Auf P ost a n w e i ku n g e n nach Konstantinopel und Summa (bcutfdx" Postanflallen sowie nach den orte - manischen Postanstaltcn ist fortan die auszuzalstcnde Summe ausschließlich in Piaster (Gold> und Para anumeben, und -war auch dann, .wenn sie 100 Piaster Golds 1 Pfund Türkisch und darüber beträgt. Bei der Ausfüllung des Postanwcisung^sormular» — besonders auch bei der Wiederbolung des Piasterbctrags in Bnchslaben — sind lateinische Schrift-eichen anzuwimden. + Nidda, 14. Juni. Bei der G r o s v c r st e i g e r u n g hier und in Sal-Hausen von fiskalischen . ud städtischen Miesen wurden außergewölmlich hohe Preise erucli Ter Ortsinorgen, 2000 Quadratmeter, kam duränchnttllich auf 36 bis -10 Mait. Ter Mehrerlös gegen das Vorjahr betrug bei den hiesigen städtischen Wiesen allein 1100 Mark. bleiben in diesem Jahre die französischen Marine manöver. vermischtes. * Tagung der Deutschen Landsmannschaft. In Ko bürg tagte unter dem Vorsitz der TAiringia-Frribnrg die Deutsche Landsmannschaft (Cob. L. C.). Der Tagung der Aktiven ging der L. (5.-Tag des Gcsamtverbandes Alter Landsmannschafter voraus. Vor allem soll durch Mitwirkung der Mten Herren in den Ehrengerichten dem unnützen Säbelfechten Einhalt getan werden. An die Beratungen schlossen sich die üblichen Festlichkeiten: der von rnehrcren Hundert Lands- mannschaftern besuchte Kommers im Saale der Aktienbierhalle, die Ausfahrt nach der Rosenau und der Ball im Gesellschaftshause. * Dampferunfall. Die Gemeindeschulen von Lichterfelde unternahmen auf fünf Dampfern einen Ausflug nach Werder. Auf der Rückfahrt wurde eines der Schiffe von einem Kanaldampfer zu überholen versucht. Es kam zu einem Z u - sammenstoß, doch gelang es dem besonnenen Vorgehen des ^chiner in Getahr bringen. Lange Zeit hatte man die Er- -al lungcn, die uns ^as Mittelalter über gewaltige Kraken über- lieferte, die ganze Schiffe in den Meeresgrund gezogen harten, ju den edtaucrmärdien über Seeschlangen und vonforten ne- roorten — bis ab und zu Tatsachen über das Vorkommen dieser aigantiid’cn Bestien laut wurden, die nidit mehr an ihrem wirk ltdjen Vorhandensein zweifeln ließen. So wurde am .30 No- vcmber 1861 vom franzönsdien Aviso „Alekton" aus ein Iinten- Usch — iu welcher Ti er klasse die Mecrcsvolnpeii gehören - ge> langen, der zugleich der größte ist, der bisher in >ie Hände her Jt cm dien geriet. Das Tier halte eine Länge von 6 Metern, ohne die 8 Arme, die selbst wieder mehrere Meter lang waren. Liefen Koloß ;u sangen, hatte feine großen Schwierigkeiten. Tton feuerte mit Flinten danach, schoß Harpunen darauf ab und warf große Täuschungen in das Meer — aber der Grgaiu spottete allen Angriffen der Menschlein — tauchte unbeschädigt unter nnb erschien wieder ebenso munter au* der and.reu Seite deS Schii'es. Hier bohrten sich von neuem Mügeln und Gcsttiossc auS den varp.nnerkanonen in das Fleisch des Verwegenen Er verschwand — tauchte aber einige 10Meter weiter wieder auf. Sv ging die Jagd fort — ein Boot wagte der Kapitän nicht aus zusetzen, um seine Mannschaft nicht in Gefahr zu bringen; enb- lid) verfing sich das Tier in einer Schlinge, die rutschte, aber bann an der Flosse haften blieb. Nun versuchte man den Koloß in", einem um den Schwanz geschlungenen Tau aufs Verdeck zu ziehen — man schätzte hierbei das Gewicht aut ungefähr 2000 Kilogramm — die Mannschaft jubelte schon über die seltene Beute, da schnitt das Tau den Sdnvatiz glatt ab und der Gefangene tauchte ins Meer zurück, schwanzlos und auf Nimmerwiedersehen! Die furchtbare Ge'ahr, die diese Tiere für den Angegriffenen bilden, liegt in ihren verhältnismäßig sehr langen Armen, die mit Hunderten von Saugnäpfen an den Innenseiten besetzt sind, mit denen sie sich an ihrer Beute festsaugen und sie in wenigen Minuten gänzlich wehrlos machen. Der Rieienpolyp im Touloirer Hasen hatte Arme von 8 Meter Länge' Die Arme des 1877 in der Triniw-Bai gefangenen und dann im New Yorker Aquarium ausgestellten Polypen waren 4 Meter lang, die zwei größeren aber hatten die ungewöhnliche Länge von 9,14 Meter Ein wenig kleiner war der Riesentintensisch, der 1896 nördlich von Drontheim an der norwegischen Küste ge- fangen wurde und heute noch im Drontheimer natunvissenschasl- lichen Museum ausgestellt ist. Damals bemerkte ein ruhig in seinem Boot über das stille Meer rudernder Schiffer plötzlich, wie ein merkwürdiges schlangenhastes Gebilde, einer der Arme, sich prächtig glänzend um den Hinteren Teil seines Kahnes legte. Gleich daraus anoll ein zweiter, zirka 7 Meter langer Arm aus den Fluten hervor und legte fick) ebenfalls um den Kahn, dessen Insasse, tödlich erschreckt, seine ganze Kraft aufnmnbtc, das nicht ru ferne User zu gewinnen. Einige Mantcraben, bje er vom Lande in seiner Not herbei rief, kamen ihm zu Hilse, — und da der Riesenpolhp nicht von dem Kahn abließ, wurde er mit auf den Strand gezogen und hier totgeschlagen. Der mit den Tintenfischen am meisten Rechtlichkeit aufweisende achtfnßige Krake wird gewöhnlich nur ein Kilogramm und etwas darüber schwer Er besitzt die merkwürdige Gewohnheit, wenn er kein Versteck für sich finden kann, am Meeresgründe Steine zn- sammenzutragen und sich darunter in einer Höhlung auf die Lauer zu legen. Vor ungefähr zehn Jahren aber berichtete rin Zoologie-Professor von der Universität Newhafen in Connecticut über den Fund eines Riesenkraken, der an der Küste von Florida tot gestrandet war und 21 Fuß lang war, trotzdem der Kopf schon fast gänzlich abgefault war. Die Arme waren ebenfalls kaum mehr zur Hälfte vorhanden und doch noch 36 Fuß lang! Das Gewicfst der angeschwemmten Teile, die kaum die Hälfte des ganzen Körpergewichtes ausmachten, betrug noch 6—7 Tonnen! So interessant diese Ungetüme schon wegen ihrer Gefahr und ihrer eigenartigen Körperbildung sind, das interessanteste Wesen unter den Kopffüßern ist der P a p i e r n a u t i l u s. Unter seinen Armen hat er zwei breite Lappenfüße, die er bei seiner Fahrt an der Oberfläche des Meeres zum Wasser hinausstreckt und als Segel benutzt Schon Aristoteles schreibt über diesen ebenso bequemen, wie klugen Segler. Neuerdings will man allerdings festgestellt haben, daß der Nautilus feine Segel nur zum Rudern gebraucht. Ein anderer Nautilus ist ein sehr geschickter Baukünstler, der sich in dem Gehäuse, tn dem er schwimmt, eine große Reihe Kammern angelegt hat, die scheinbar keinen Zweck haben, da sie gänzlich leer sind und nur die vorderste des schneckenhausartigen Gebildes von dem Körper des seltsamen Tieres ausgefüllt ist. Von hier aus indes zieht sich ein feiner Schweif des Nautilus zwischen den spiralig zueinander gelagerten Kammern hin und mit dieser dünnen Röhre füllt er ganz nach Belieben die Räume mit mehr ober weniger Luft, um bald im Meer empor steig en ober niedersinken zu können. O. K. wandern und Reisen, väder und Sommerfrischen. * Dillenburg. Dillenburg liegt 230 Meter über dem Meeresspiegel und ist im Umkreise von einer Stunde mit 4000 tzektar Wald umgeben. Ueberalt empfängt den Wanderer und Spaziergänger würzige, ozonreiche Luft, mag er durch die saftigen Wiesen und Wärtcn des Tales ober bic herrlichen, bis unmittelbar an bic Stabt rvidnuiben Walber wanbein. Das anmutige Städtchen ist in seiner wohltuenden Stille wie zu einem Luftkurort gc> i(baffen. In der Umgebung sind zahlreiche, gut gepflegte Wege, bic sich stundenweit hinziehen unb zu Spaziergängen einladen. Uckecall sind Ruhebänke und Wegweiser angebracht, von vielen hervorragenden Punkten, wo zum Teil Aussichtspavillons erridrfet sind, genickt man die reizendsten FernsickUen. Aus der südlichen Seite bc$ schloßberges in der Nabe des Wilhelmsturmes und unmittelbar bei der ehrwürdigen Wilhelmslinde steht bad neuer baute stattliche Schloß-Hotel. Von hier and genießt man ben herrlichsten Rundblick auf die Anhöhen, welche bas Stadtbilb um säumen, unb bas Dilltal mit seinen Seitentälern. Das Tagesgeräusch bringt nicht hierher, nicht wird die Nachtruhe durch das Rollen der Ersenbahnzüge gestört. Vier große Veranden gewähren Aussicht, ein großer Park ladet ein, Raft und Imbiß im Freien pt 1,alten Gelegenheit zu kalten unb warmen Bädern, zu Mineralwasser- und Milchkuren ist vorhanden. Das Etablissement ist mit Zentralheizung verseifen. Das Schloß-Hotel ist bas ganze Jahr hmburch geöffnet. Gelegenheit zum Wintersport ist vorhanden. Personals eine Panik adzuwenden Ter be'chadigie Lampfer konnte zusammen mit den anderen bic Fahrt mit eigener S'rtift beenden. • N o ch ein A n I o m o b i l b a n b i t In den Adr n j z c it nahm die Polizei den Chauffeur Sarroiun ieft als ft mit feinem 1 Omnibus am bi et i anlangtr. Seinerzeit war in Paris inner den Papieren der Bande Garnier und Bonnot bic Fahrerlaubnis und ein Bild Sarrotini 4 gefunden worden Die italienische Polizei war von Pans aus verständigt 'iiadveiitbungcn ergaben. baß Garrotim, der lange Zen m Paris gelebt bat. iimhr- idjcinlidi her Gesuchte ist, woraus seine Verhaftung erfolgte * Eine schauerliche Familientrag-die spielte sich in der Sommerfrische Redaun de, Wien ab _3m Einverständnis nut seiner Gattin und feinem 19 jährigen Sohne Franz aus erster Ehe lötete der Lehrer Raschendorsei seine! drei Kinder aus der zweiten Ede und uoar den 14jährigen1 Otto, bic elfjährige '.Inna unb den aditinhngen Gustav, indem er ne zunächst betäubte und ihnen sodann vergifteten Himbcen'aft cinflößte. Der Lehrer beging hierauf nut seiner Frau und feinem Sohne Franz Selbstmord Als Grund werden mißliche finanzielle Verhältnisse angegeben. Kleine Cagcsdironit Nach zwanzigjähriger Abwesenheit von feiner Heimatstadt Rai mham Ment) kehrte der 72iäbrigc Kaufmann Most geifern zurück, begab sich zum Friedhot und erschoß sich am Grabe seiner ersten Frau und ihres Sohnes An seine zweite Ttr-ni schrieb er einen Brief, m dem er ihr seinen Selbstmord mttteilte. Aus Ferrara wird gcniclbct: D>e Millionärin Frau Zanzi unb ihre älteste Tochter mürben plötzlich vom Verfolgung'- ro a h n f j n n erfaßt. Beide flohen nachts in ein E a fd, wo fic sich in einem Zimmer verbarrikadierten Sie konnten trotz aller Vorstellungen der Polizei nicht dazu gebracht werden, daS Zimmer zu verlassen. Luftschiffahrt. London, 14. Juni. Das Armeeluftschiff -.Gamma", das schon so viele Unglücksfälle zu verzeichnen hatte, verließ heute seinen Schuppen in Aldershot, um eine Fahrt anzutreten. Während der Fahrt sah sich ber führende Offizier plötzlich genötigt, die Reißlrine zu ziehen, um einen Zusammenstoß mit einem Fabrikgebäude auszuweichen. Das Luftschiff fiel hierauf in sich zusammen. Die Gashülle wurde durch daS bic Fabrik umgebenbe Gitter beschädigt. Voller Freude teilen wir Ihnen mit, daß imfcr Otto jetzt ganz allein läuft. Wir hatten anfangs des Jahres nicht gedacht, daß unser .Kind noch zum Laufen tarne, denn eS vermochte damals, 1| Jahr alt, noch nicht sich ohne Hilfe aufzurichten. Besorgt um daS Kind, gaben wir ihm eine Zeit lang Ihr bekanntes Kinder- Kräftigungsmittel SCOTTS Emulsion und konnten in der Tat bald inerkm, daß Otto allmählich zu Prüften tarn. Wir sahen deutlich, wie seine Knochen träftiger wurden; ber Appetit wurde vorzüglich unb daS Aussehen deS Kleinen von Woche zu Woche frischer. Sobald er sich seiner Kraft bewußt war, begann er feine Gehversuche. Heute läuft er munter umher und nimmt seine Scotts Emulsion gerade so gern wie am Anfang. (•Q.) P. Schreiber, Kuh, bei Haftlebrn adern. M. Sept i»10. Beim Einkauf verlange man ausdrücklich Scott« Emulsion. ES ist die Marke .Scott', welche, feit über 30 Jabren einaeführt, für dir 0üte und Wirkung bürgt. 6cott* ®tnulfUm ®tti> Doti un* aulf$Ii«fcIU6 üu grotun hrrfauM. urb most los« nach Srwichl ober DUh, lonbtni nur n Dtrfirv.tlkn Original fld-l)"’ tu • • -:''u mit unserer Schndmortt «Fischer eil bte Tarlch». Stolt ft Wuant, m. b. H., ^ranflnrt a. M. B'slan dlrtlr: ttUv. Xragan! >4 -i-aster atab. Sunni Pult,. 8,0, Ltolser Witobot 110 Hierzu aromatildK tualfton nd Zimt-, Dlanbd- unb «MudUcnaxt je 1 Utoplau die Preife für Ochsen, Rinder und Kühe wieder sinken werden. Renner sind auch der Ansicht, daß die hohen Preise für fette Schweine sich nicht lange halten werden. " Die städtischen Freibäder an der Lahn pnb am Lj. Mai eröffnet worden. Das Bad für Männer ist besonders für die Schwimmer durch gründliches Baggern sehr vereefjert und genügt jetzt auch bei kleinem Wasserstand den Anspril.ck)en. Im Mai badeten im Männerbad 923 Padegäste gegen 1.583 im gleichen Monat des Vorjahres 'm Frauenbad betrug die Benutzungszahl 482. Im ver gangenen Jahre wurde am 1. Juni die Anstatt neu eröffnet. Landkreis Gietzen. 'M. Hungen, 14 Juni «n StcN- der sehr schmalen Brücke über oie Horloff am unteren Ausgang der Stadt wird gegenwärtig eine den Anforderungen des stärkeren Verkehrs entspreckrende breite und massive Brücke gebaut. Wahrend des Baue.- müssen schwere Lastfuhrwerke ihren Weg über Trais-Horloff nehmen, da ein anderer Ein- sahrtsweg an dieser Seite nicht vorhanden ist. Die arbeiten nehmen einen guten Fortgang, so daß die neue Brücke bald jur den Verkehr freigegeben »oerden kann. — Die Kreis n raße von Öof-Graß nach Rod heim mit der Abzweigung nach Lanad wird zurzeit neu gedeckt und tst dal-er für Automobile und Fahrräder schlecht passierbar. Kreis Schotten. ch StornfeTS, 14. Juni Heute nachmittag entlud ftch über unserem Orte ein schweres Gewitter Ter : Blitz schlug dabei in das Wohnhaus des Landwirts B Schneider ein und zündete. Das Haus sowie zwei Scheuern und ein Stall brannten nieder. Hessen-Nafsau. I( ) Niederweim ar, 14. Juni. Einen gräßlichen Tod fand gestern das 41/2 Jahre alte Söhnchen eines Arbeiters namens Laucht hier, das mit Streichhölzern gespielt unb in Brand geraten war Als die v Hem hinzukamen, war der Kleine in Flammen gehüllt Es wurde bald durch den Tod erlöst. X. Hanau, 14. Juni Bei ber Hanauer Seifenfabrik I. Gioth G. m. b. H. ist man größeren Unterschla- flungen auf die Spur gekommen, die zur alsbaldigen Entlassung des langjährigen Gesckstiftsführers und Direktors Schönbe r ger geführt haben. Die gerichtliche Verfolgung ber Sache ist im Gange. MAGGI'Suppen sind die besten? Unit>erfität$*2lad>rid>ten. — Die Kaiser Will-elms Universität Straßburg zählt in biefem Svmmerhalbjahr 2074 immatrikulierte Studierende. Dazu kommen 99 Hörer. - -__Hl-------' ---L — ■ B - '■■■ ■ 1 Riesenpolypen. Das Ereignis im Hasen von Toulon, wo ein Taucher von einem riefenhaften Tintenfisch, dessen Arme eine Länge von 8 Metern harten, angefallen wurde, lenkt die Aufmerksamkeit auf di.se grotesken Meeresungeheuer, die als seltsame Reste einer vorsmtftätlichen Tierwelt hin und wieder auch heute noch die Permanente HIöbel=flus[tellung e=j ■ it hem I Seiten - ’r- I I folt chs SÄ:"; -Mi rZM :QMegaMtihiü c-. I • SeiOiutget SRubci^,. I ununleibrochenci - . I J Eigentum des - I njäit te i-,; I Ott 1906 unb 1908 " I (icfjaft „Germania". “ft) 4. Vierer. 1 Friedrich von I Verbandes. Ter i I einen Ehrenschild. S I 5on 1902,1910: I ub „Germania" hM:£ I sorderungspreis. I Lieger von 1910: I ■ Ehrenpreis. Diftu . I und 12 statten. 7. Ji;-.. I »cker Schlvieder. 8. Ium I Vierer, beraussordci-.'...- I Ludoviciana, zweimal c I n für intmfltrifiilienc I lende deutscher Lochiw... ! idelberg 1898. 10. Tm I weis. 11. Junioren I ihn-Regatta-Verband fi lnderpreis, geflirtet oon : ■ ein erhält bei Wckgabt 1 1908: Frankfurter tzanauer Ruderges:!I>' | Ehrenpreis. Offen I ich kein offenes Kennen :■ n haben. 14. Grii ■ Großherzoa Ernst Lud, ■ >e des Preiies einen udergesellschaft 1877, !"■ j| •\ Allenfalls etforbwII nachmillatzs, und So» M ttde- und Nennungen ■ w nachmittags. l ; 8 Uhr abends im U V 1877 e. V. Die MelwM ing der Einiahe, >om I Regatta-AussÄß, »■ $ h 7, zu richten. c Ortsgruppe des gestern groben - ’! bend. W MMrkend^m. J raus Franks Z-„ Z die sich ihmM^-'l... iTSä’lcJ Ä« ’r,e” Än iinb. n: I edeutendsteu'^ I I, «f?’w i%hi| , hier öUT01fflmerben. . I ‘X icken.D>M alsEW fe des," lastet j | MW Ä9* J «E Qua1* |1 1 n'ch^ eiiii9cl I Biograph Scction Plockwtr. 1 [05024] Plockwtr. 12. anstallSbesitzer Müller zu haben. D*•/. Heute jeder Film ein Schlager! [=5 Die 0.75 >Ik. im Vorverkauf bei E. Challier. [4222 Z Der Vorntand. v,s/e den kirchlichen Bekenn tniMKCM. 4230 Pöstchen Kinigiligrapi Bahnhofstr. 51 Ter Vorstand Aktuell APOTH.[ECHER’S: ge^ 9 lichst ein Der Fest-Ausschuss im Hotel Schütz Um zahlreichen Besuch bittet Weit unter Preis onntflfl, hen 16. Juni 1912 abends 8'/, Uhr Vormittags: Frühschoppen-Konzert auf dem Festplatz. 3741 BiUine Preise'. Nachmittags: Festzug durch den Ort, Konzert u. Tanz. Benedict VÖhl, Gedern. Ter Eintrittspreis zum IßettHngcn eonntaj — Bienknziichtervtieiii Kitßen u.UliMgend VersammEung Sonntag, Iß. d. 'JJltö., nachmittags 3 Ubr, bei Mitglied Kraft (Nicken, Franksurterstrahe 81. Tagesordnung: Praktische Uebungen auf dem Stande. D‘ /fr < ■ «riaui und die Mtreti Igw Mew Bauer scher Gesangverein Heute, Samstag, abend Zusammenkunft im „Postkcller". V18/*_______Der Vorstand. Samstag, 22. ?iuni, abends 8'/, Ubr: Sommerfeft in StcinS («arten. Die Einführung von (»ästen ist hierzu gestattet. Wegen Einladungskarten f. dieselben wende man sich an den Borüvendeu.(v18/« Berein ehemaliger 116 er iKaiser-Wilhelm-Regiment, Gießen). Tic für heute anberaumlc Monatsverfammlung fällt mit Rücksicht ans ocn Hasfiavertreter- tag aus. v16/6 Der Vorstand. Zagdfchlötzchen Dutenhofen Telephon 423 [4030] 2nb.: Gg. Peil. Kolosseum. Inh.: K. Ohm. Täglich abends ab 7*/i Ubr grosses XS«5tler-X6«z» Programm. Samstag, dcn 15. Juni Abends 9 Uhr: Kommers auf dem Feslplatz, Gesangs» vorträge der hiesigen Gesangvereine. Konzert. Sonntag, 16. Funi I verschwunden." Morgens 6 Uhr: Weckruf, Richard Hüfner l. Rinteln. , 8 Uhr: Empfang d. wettstreitenden Vereine, ^u babe^n derEngel- und , 9 Uhr: Drog Q. Schaaf,' W. Kil beginn dcs Wettstreits bei ßaftroirt Mfelb. I Nachmittags 1 Uhr: Empfang der Gastvereme. E. Noll und in den Par- . 2 Uhr: Ausstellung des FcstzugeS in PräLrm der Rabenauer Straße, Festzug durch den Ort ——— - nach dem Festplatz, daselbst Begrüßungsansprache A 44^4 2 v/VHß durch den Festpräsidenten, GesangSoorträge ö Gaftoereine. Gesdmivte.cingelegte,gemalt. Nachmittags 7 Uhr: Preisvertcilung, Konzert, und gefehlte Klciderjchränkc »nilt 1 u Trnbcnsowiettommodcn M-n.ng. ben 17. Juni Sonntag, den 16. Juni: Büdingen — Tiergarten h}elnbnuien. Ab'.: 8" Ubr. Wandcrzeit: 4 Stund, [v1*/, D. 1.6e. 1.4. t Sektion Giessen Wir teilen unseren Mitgliedern mit, bnh von uns für morgen keine Tour angelegt wurde und die genrige Annonce auseincm Irrtum der Ervcdition d. Bl. beruhte. Der Vorstand. Gemeinnützige Gesellschaft für Luft-, Licht- und Sonnenbäder zu Giessen. Steins Garten Dienstag, 18., u. Freitag, 21. Jnni, abends 8 Uhr Ben-Ali-Bey KlasMiMche Zauberkunst de* Orients Aeiry ptiNche Jlaßie! JHpanl*che|Zauber*pl<-le! IndiMche Fnkirkün*te! I.a bellcNulamith! u.a.m. Preise der Platze: 2 Mk.. 1.50Mk., 1 Mk., Studo it< n Um ein Paar :Schuhe! ein Lebensbild in 2 Alken Hauptdarsteller: Wanda Treumann, Viggo Larsen, Berlin Lshmann als Adoptivkind eine Lachpille EmeSpartanermutter Drama aus den» Leben Moritz hat ein gutes Zeugnis Humoristisch to‘M«oWsi MW 1^ „fei»" »on Beliebter Ausflugsort. --------- aller M^ÄsÄ^igbsich