®3’*3's-sS- bis oormittngd 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Die heutige Nummer umfafzt 18 Seiten. »o 3'5' 3-5*5® 2 ' SS Cb C »» K n a ~ "1 ” - Gl:; zu einer erwartenden Offenbarung willig öffnet. Was einer der hiesigen Aussteller „Mein Lebenswerk" m»nnt, ist doch wohl eine ernste, schwerwiegende Sache. Kriegsmimster V. , 3 d) e mu n ihre Entlassung gegeben haben, die vom z. Amtlich wird bestätigt daß Anffcnberg und Generalstabschef Thronrede dos Königs Karl, so weis; man nicht, wie alle diese Fragen eine Lösung finden sollen. Wir erhalten folgende Meldungen: Karl Mi f. Bonn, 10. De-. Ter Kunsthistoriker Dr. Karl Justiz Ehrenbürger der Stadt Bonn, ist gestern gestorben. In Karl Justi ist unzweifelhaft der größte aller lebenden Kunsthistoriker dahingegangen. Wie in der bekannten antiken Fabel die Löwin auf den Vorwurf, sie bringe nur ein Junges im Jahre zur Welt, die Antwort gab: nur eins, aber es ist ein Löwe, io kann man auch von Justis Werk sagen: es umfaßt nur drei .Hauptarbeiten — nur drei, aber diese sind Monumentalwerke. Tiefe sind sein Buch über Winkelmann, das über VclasgiuH und sein Spätwerk: Michelangelo. Man kann Justis Werke unmöglich verstehen, vergegenwärtigt man sich nicht, daß er nicht studierter Kunsthistoriker von .Hause war, sondern daß er von der Philosophie her kam. Allerdings wies bereits seine Habi- litationsschrift, die die ästl)etischen Elemente in der platonischen Philosophie behandelt, darauf hin, daß die Interessen dieses Philosophen dem künstlerischen Pol zustrebten, allein Justi hat doch immerhin fünf Jahre in Marburg und in Kiel Philosophie doziert bis er 1872 den Bonner Stuhl für Kunstgeschichte übernommen hat, wo er dann fast ein halbes Menschenalter lang die Lehrtätigkeit ausübte. In den Jahren 1866 bis 1872 war sein erstes großes Hauptwerk, das dreibändige Buck über Winckelmann erschienen. Winckelmanns Leben war da zum Leben seiner Zeit ge- worden, deren bewegende Persönliädeiten, geistige Interessen, Sitten, Gewohnheiten und Unterhaltungen sich um ihn zu bewegen schienen. Keine einzelne Wissenschaft dürfte sich dies Werk allein zuschreiben: die Kunst- und Literaturgeschichte, die Aefthe- tik und Geschichte der allgemeinen Kultur, schließlich nicht zu vergessen die Archäologie und Philosophie: sie alle hatten Anteil daran. Man müßte sich wiederholen, unt Justis zweites Hauptwerk, das 1888 erschienene Buch über Velasauez, zu charakterisieren- Es heißt nicht nur Velasguez und sein Jahrhundert —, es i st dies auch. Justis Alterswerk, das über Michelangelo, ist von etwas anderer Natur, insofern es sich mit dem großen Nätselproblem der Psyche dieser dämonischen Gestalt der ganzen- ihrer Form alten Burgen, betürmten Schlössern. Lft haben sie Tier- oder Menschengestalt. Sie sehen geheimnisvoll und rätselhaft aus und erzählen uns von der Vergangenheit, wie Tempelreste, Säulen- und Mauertrümmer es tun. Sie werden sehr alt, diese Wachholder, zeigen oft abgestorbene Zweige, die in der Abendsonne blutrot ausleuchten. Dort in der Heide gibt es dunkle, ernste Föhrenwälder, es gibt einsame Häuser mit tiefherabhängenden Dächern, es gibt auf der großen, stillen Fläche alte verlassene Sckafställe, die daliegen wie die Pvramiden im Sand der Wüste. Es gibt einen weiten Horizont, eine wunderbar klare Luft und eine herrlich leuchtende Sonne. Und es gibt dort die köstlichen Farben der Erde und des Heidekrautes. Wenn die Heide rosig blüht, wenn sie allmählich in tiefere bläuliche Töne übergeht, wenn sie im Herbst in sattem Blutrot leuchtet und im Winter bronzefarben schimmert — immer ist sie schön, sie, die einst — die Häßliche genannt wurde. Und das Moor? — Tas zeigt im Gegensatz zur blühenden Heide, dem Märchenknde, ernste, tiefe, schwere Töne. Seine schwarzen Torsgräben, der dunkele Ton der Erde, die dunkelen cm)amen Hütten verlxiltsn sich zur Heide wie eine düstere Ballade zu einem zarten Liebeslied. Wenn ick oben sagte, daß die Bilder auck auf die, die nie in Heide und Moor waren, ihre Wirkung ausüben, so bin ick doch der Ansicht- das; nur die sie völlig verstehen und beurteilen können, die den Zauber jener Gegend selbst erfahren haben. Ich warne daher den Beschauer, allzuscknell mit seinem Urteil zur Stelle zu sein Es ist gewiß manch Bild in unterer Aufteilung, das beim entert Anblick frappiert. Man hüte sich, bann sofort zu behaupten: „Tas ist unnatürlich. So etwas gibt's ja nicht." Sodann möchte ick noch etwas über die Art und Weise sagen, in der Kunstwerke, wie sie uns jetzt hier geboten werden, zu betrachten sind. Nicht mit der Uhr in der Hand und nickt mit einer noch völlig vom Mltaqsstaub des Lebens belasteten Seele tritt vor sie hin. Wer sie so betrachtet, flüchtig, im Vorüber gehen, nur, um sich zu überzeugen, was denn eigentlich da zu sehen ilt, darf sicl nicht wundern, wenn sie nicht sofort eine überwältigende Wirkung auf ihn audüben. Man darf eben nicht alles von den Kunstwerker allein erwarten, man muß ihnen auch selbst etwas entgegen bringen — nämlich eine andächtige, ehrfürchtige Seele, die sich 7-5 =. - fär. n 2 "7? ?S 2 ~ 7*0 ö Kaiser angenommen wurde. Wiener und Ofenpestcr Abendblätter stellen auf Grund der Mitteilungen aus informierten Kreisen überemstinv, mend fest, daß der Personenwechsel in der Leitung des K r i e g s m i n i st e r i u m s und des Generftlstabes mit der auswärtigen Lage nicht im geringsten im Zusammenhänge stehe. Ter Rücktritt des Kriegnnnisters v. Au f f e n* berg sei bekanntlich schon seit längerer Zeit in Aussicht genommen, während die Gründe, welche seinerzeit für das Scheiden des Freiherrn v. Hötzendorf vom Posten des Generalstabschefs maßgebend waren, längst nicht mehr existierten. Schemua galt stets nur als Platzhalter Höhen- dorfs, dessen Rückkehr auf den Posten des Generalstabs- d;efs 'daher nicht überraschen würde. Hinsid)tlich der politischen Lage wird an unterridjtctcr Stelle erklärt, daß keinerlei Äenderung zu verzeichnen sei. Ter Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus Wien: Die Ernennung des Frhrn. v. Hötzendorff ist, wie hier behauptet wird, nach vertraulicher Verständigung mit I talie n erfolgt. Tie „Neue Freie Presse" sagt, der plötzliche Wechsel in der Heeresleitung müsse unbehagliche Gefühle erwecken. Es verstärke fiel) der Eindruck, als würden Kriegs st immun gen die Oberhand gewinnen. Man glaubt nicht, daß Schemua nach Berlin geschickt worden wäre, wenn damals die Absicht bestanden hätte, ihn durch v. Hötzendorff zu ersetzen. Wien, 10. Dez. Tie „Militärische Korrespondenz" meldet: Tie Ernennung des Feldzeugmeisters K r o b a t i n zum Zdriogsminister ist bereits erfolgt. Die Veröffentlichung dürfte morgen erfolgen. Die votschafterkonserenz. London, 10. Dez. Tas Mitglied des Unterhauses King richtete in der heutigen Sitzung an Greh die Anfrage, ob die Botschafter der Großmächte in einer europäischen Hauptstadt zu einer Kon- seren z zu f cr m m e n t r c t e n würden, um sich über die gemeinsame Politik in den durck) den Balkankrieg ent- standenen Fragen schlüssig zu machen. G r c y e r w i d e r t e, alle in Betracht lammenden Großmächte hätten der Anregung gern zugestimmt, daß die Botschafter in einer europäischen Hauptstadt in eine zwanglose unverbindliche Beratung eintreten möchten, um den Austausch der Ansichten zwischen den Großmächten zu erleichtern. E s w i r d k e i n e K o n f e r e u z s e i n , erklärte Grey, ich kann Einzelheiten in dieser Angelegenheit im gegenwärtigen Augenblick nicht mitteilen. Ick) beabsichtige jedoch, die eingehendsten Mitteilungen, die möglich schd, am 12. Dezember zu geben. Im weiteren Verlaufe der Sitzung machte der Marineminister Angaben über die Zahlen der britischen und deutschen Luftschiffe und bestätigte die Nachricht, daß England ein P a r s e v a 1 - Luftschiff und ein Astra- T o r r e s - Luftschiff bestellt hat. Albanien ein Geschenk für die Engländer? Dem „M a t i n" wird aus Belgrad ein ziemlick) unSlaub- würdiges Gerücht telegraphiert: In politischen Kreisen sei das Gerücht verbreitet, daß die Balkanverbündeten nach Unterzeichnung des Friedensvertrages im Einvernehmen mit der Türkei den Hafen von Valona den Engländern anbieten würden, da diese die in der Bezu asvrei I: monatlich 75 'Bt, vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. auSjchl. Bestellg. ZeilenorerS: lokal 15Pst auswärts 20 Pieuuig. Ehesredakteur: A Goetz, Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton", .Vermischtes" und „©etichtdjaar: K. Neurath; für .Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. des Auswärtigen zu einem scharfen Vorgehen gegen Hötzendorf. Er erklärte dem Kaiser, daß die Treibereien Konrad v. Lützendorfs die Monarck)ie in einen Krieg mit Italien hetzen müßten und daß er es ablehne, die Verantwortung für die internationale Politik der Monarchie zu tragen, wenn seine auf Erhaltung des Friedens zielende Politik durch den Chef des Generalstabs unablässig durchkreuzt werde. Die Agitationen v. Hötzendorfs für Neubefestigungen an der Südgrenze (200 Millionen Kronen sollten dafür aufgewendet werden! würden ihm, dem Minister, nicht nur die Aufrechterhaltung des bundesgenössischen Verhältnisses, sondern auch des 'Friedens mit Italien erschweren. Der Kaiser entschied sich für Aehrenthal, der im Kronrate seinen Willen gegen die Militärs behauptete. Hötzendorf ging. F. M. L. Ritter v. Schemua trat sein Amt an .Im Belvedere, der Residenz des Erzherzogs Franz Ferdi- iTinb, vergaß man dem Minister den Sieg über Hötzendorf nicht: Aehrenthal, wenn er nicht im Februar gestorben wäre, lebte heute sicher mir noch als Privatmann. Man kann es aber verstehen, daß der zurückke'hrende Baron Hötzendorf nicht mit dem Kriegsmiuister Anffenberg arbeiten will, über dessen Expertise er einmal gestolpert ist. Schemua, vormals Sektionschef im Kriegsnnniste- rium, war als Generalstabschef, das wußte jeder Kundige, nur Platzhalter für Hötzendorf, der nur zu warten brauchte, bis seine Zeit erfüllet war. Aehrenthal starb. Unter Berchtold steht seiner Rückkehr nichts im Wege. Baron .Hötzendorf war bei seinem Rücktritt vor einem Jahre zum Ärmeeinspektor ernannt und mit dem Großkreuz des Leo- poldordens geschmückt worden, Ehrungen, die mehr Ver heißung als Abschied bedeuten. Auch hatte die Thronfolger Partei damals ein Schriftstück veröffentlicht, in dem ee heißt: „Die Tatsache, daß v. Hötzendorf zurückgetreten ist ist ungemein bedauerlich. Wer das Verhältnis zwischen ihm und dem berufenen Oberkommandierenden der Armee kennt, wird begreifen, wie schwer der Erzl>erzog-Thronfolger den Generalstabschef sckjeiden sieht. Als gehorsamer Soldat mußte er sich aber der allerhöchsten Entscksiidung fügen. Ter Thronfolger versichert in einer besonderen Audienz usw." Diese Erllärung spricht Bünde und sagt alles. Ter Thronfolger wird jetzt in engster Verbindung mit Baron Hötzendorf seine Organisationspläne in der Armee Oesterreich-Ungarns durchführen, Pläne, die er kürzlich als Jagdgast des Deutschen Kaisers mit diesem sehr eingehe no erörtert haben soll und die durchaus die Billigung Wilhelms II. fanden. D a s R e kru t en k o n t i n g e nt d e r Donaumonarchie soll um ziemlich die Hälfte des bisherigen Standes erhöht werden: 159500 Mann gegen 103 100 bisher; bei den beiden Landwehren soll eine Kontingentserhöhung von etwa 7000 Mann eintreten, so daß deren jährliche Rekrutenquote 40 000 Mann sein wird. Wird dieser Plan durchgeführt, so steigt in einem Jahrzehnt der K r i e g s st a n d des Heeres von etwa 900000 auf rund 1500000 Mann ausgebildeter Soldaten. Der innere Wert wäre noch durch die völlige Gleichstellung der beiden Landwehren mit dem Heere erhöht. Tie schwachen Eadres der Landwehren werden aufgefüllt und Infanteriedivisionen, wie beim Heer, gebildet. Damit käme der Gesamtlriegsstand der ganzen Wehrmacht auf etwa 1800 000 ausgebildeter Soldaten im Alter von 21 bis 30 Jahren. Durch die Erhöhung des Re- krutenlontingents ist eine ganze Reihe organisatorischer Reformen, die Ausrüstung mit Feldartillerie, die Verbesserung der Gebirgsartillerie, die Ausgestaltung der Ver- lehrstruppen usw. möglich. Franz Ferdinand verfolgt diese Ziele unbeirrt. Sein Ehrgeiz: der Soldatenkaiser seiner künftigen Länder zu werden. Immerhin bleibt die Vermutung bestehen, daß trotz amtlicher Wiener Ableugnungen die gleichzeitig mit der Erneuerung des Dreibundes getroffenen Veränderungen in den höchsten Heeresstellen auch mit Rücksicht auf die Lage erfolgt sind, zumal man heute wieder versichert, der Konsul Prohaska sei beim Einzug in Prizrend von serbischen Soldaten grausam verstümmelt worden und der Krieg mit Serbien scheine unmittelbar bevvrzustehen. In Italien und Wien waren auch Gerüchte aufgetaucht, _bcr Dreibund wolle eine Truppenmacht nach Albanien werfen, um die dort bedrohten Häsen zu besetzen; aber es sind eben bloß Gerüchte, die als unrichtig hingestellt werden. Ucbcr die bevorstehende Botschafterkonferenz weiß man auch noch nichts Bestimmtes. Während die Türkei und die Baitanstaaten schon ihre Delegierten nach London reisen lassen, hat eine Anfrage im englischen Unterhaus gestern die Erwiderung von Sir Edward Grey ergeben, daß „eine Konferenz in einer Hauptstadt"' wohl stattsinden werbe, daß sie aber unverbindlich und keine eigentliche Konferenz sei, und daß er gegenwärtig nichts weiter sagen lönuc. ES ruhen also noch im Zeitenschoße die schwarzer: und die heitern Lose. Der Türkei erscheint die Zukunft offenbar auch nicht im rosigsten Lichte, beim sie läßt in einer amtlichen Notiz roieber an beit Säbel schlagen unb versichern, daß, wenn die Kümpfe wieder beginnen sollten, die Balkanstaaten einen besser gerüsteten Gegner vorfinden würden Griechenland und Bulgerien hadern weiter über den Besitz von Saloniki, und ein bulgarischer Minister läßt erklären, keine Fußbreite heimischer Erbe dürfe an Rumänien abgetreten werden, wenn nicht die Beziehungen für die Zukunft gefährdet werden sollten. Vergleicht man damit die Vie „worpsweder" in Gießen. Den von uns haben nicht von jeher die Pfade gelockt, die abseits der Heerstraße sich in unbekannte Wrunbc, -tichchte unb Ferne verloren? Wen har es nicht gereizt, ihnen nackzuivandern, zu sehen, wohin sie führten? Und wer hat nicht allerlei Schones unb Gutes über sie sich zusammengetranint unb gedichtet? Unb wenn Menschen sich absondem von der Menge, ziehen sie auch die Aufmerksamkeit auf fick. Man blutt ihnen nach, man fragt sich, was sie wollen, wohin fie wollen unb — man wundert sich. Interessant sind sie einem jebemallv. Und als vor etwa 20 Jahren eine Schar junger, ftr^iamcr Maler hinanswanberte in Moor und Heide, m cme Glegcnb, ba eigentlich nichts aber auch gar nichts „zu sihen war, ba da wunderte man sich sehr unb tagte: „Was die wohl in der kahlen Gegend bort finden werden'." .. Nun, heute wundert man sich nicht mehr. Auch die, die nie in Worpswede, nie in der Heide waren, I an en «c Sprache aunck wirken suchen sie zu verstehen die Spraäie, mit der die Buder zu uns sprechen, die nun feit einer Reihe von Zähren die „Cm samen ' aus Moor unb Heide zu uns senden. . . Groß, still und schlickt ist die Natur dort, -sie wirkt, ebcnio wie echte Kunst, mit einfachen Mitteln. Licht, Lust, Erde. S ille, Frieden — Schlanke Birken, die — wie nervoie Men ich en im ^Leben — in jedem Windhauch erzittern unb von ihm sich biegen Mb beugen lassen, unb bie im Sonnenstrahl, l obalb er sie küßte, in Seelcnfreube. Mit tausend Armen greuen sie ehn- süchtig in bie blaue Lull, sie lassen ihre grünen Fleier rochen sie lassen den Winb damit spielen, ^m tfruhlmg unb Sommer sind diese Schleier grün, später leuchten sie go^arben, unb noch später in ivarmen Bronzetonen. Tie Birke ist der Baum der Heide, der Heide, die Die Sehnsucht Wenn sie w bebend, langend, lungsräulichzart allein auf der waten ebene i^ht, ober wenn sie in Reihen ben Heidepsad einfaßt uck.neigend, sich bicgenD — wenn die weißen Stämmchen bläulich, rötlich und golden schiin- mern: immer ist sie schön und malerisch. cm « a n n r 3 Ein anderer Baum ober Busch der Heide ist der Wachb older. Ein seltsames Gewächs, dunkel unb ernft, starr und sistgesiig. Ein architektonisches Gewächs möchte ich ihnen nennen, scharf umrissen, in sich verklumpt und verwachsen, stehen dirie Wachholder in bu weiten Ebene still und feierlich ba. Ost gleichen sie in Das (5cbcimni$ der wiener Militärkrisis. Zur Krise in der österreichischen Armeelcituug erhalten nnr von einem Wiener Mitarbeiter folgende Informationen : Der Personenwechsel in der österreichischen Heeresleitung hat mit der Frage, ob die Lage sich zugespitzt habe oder ob der Krieg nun gerade nicht ausbreck>en werde, nichts zu tun. Der Rücktritt Schemuas und Aussenbergs hat vielmehr interne Gründe, die den Eingeweihten schon ziemlich lange bekannt sind. Kriegsminister (General v o n Auf f enb erg litt dauernd an der von seinem Vorgänger sBaron Schönaichl ein gegangenen Verpflichtung, daß vor 1915 keine Mehrforderungen für die Kriegsverwaltung auf- gestellt werden sollen. Im ungarischen Ausschuß machte sich Aufsenberg gelegentlich Luft mit dem Ausruf: „In aller Ergebenheit muß ich doch sagen, daß man gewiß einen Minister fesseln und knebeln kann, daß das oileiche aber nicht immer mit den Ereignissen und dem Geschick geht!" Damit wollte er dartun, daß ihm die Bindung bis 1915 durchaus unsympathisch sei und daß er mit den Ansichten der Militärpartei des Thronfolgers übereinsttmme. Er mußte nun aber doch gehen, weil ihm Freiherr von Hötzendorf, der wiederkommende Mann, seinen Sturz im Jahre 1911 „verdankt", und das ging folgendermaßen zu: Vor gerade einem Jahre hatte Auffenberg eine Inspektionsreise nack) den Elrenzfesningen in Südttrol unternommen, da man bei längerer Dauer deS Trivoliskrieges nicht wissen konnte, wie sich die Dinge an der italienisch- österreickiischen Olrenze gestalten würden. Als Aufsei^berg nach Wien zurückkehrte, erklärte er einen stärkeren Grenzschutz an der Südgrenze für nicht notwendig und enttäuschte dadurch den damaligen Generalstabschef Freiherr v. Hötzendorf. Das Gutachten Auffenbergs benutzte aber außerdem noch Graf Aehrenthal, der damalige Minister Nr. 292 Srstez Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, Dezember 1912 Der Siebener Anzeiger ÄVTTT A /X vT O erscheint täglich, außer jMmiT V V b SietzenerAnzeiger für die Redaktion 112, MW! General-Anzeiger für Gberheffen h"bi"‘z*neenümn‘° Botationsörud und Verlag 6er vrühl'schen Unw.Guch- und Stcinöruderci H. Lange. Nedattion, Expedition und Druckerei! Schuistratze 7. 2 ~ ~ _ T. ~. - Frage bet Antvnomie Warnens am wenig st eninter- effterte neutrale Macht sei. Diese Lösung würde b-te Handelsbeziehungen Albaniens zu den Balkanländern erleichtern und jede Gefahr einer Annektierung Albaniens durch Oesterreich-Ungarn hintanhalten. Andererseits würde hierdurch das Mißtrauen Oesterreich-Ungarns beseitigt werden, da England ja ohnehin eine Mittelmeermacht sei. Schlimme Nachrichten. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Sernlin: Bon glaubwürdiger, österreich-ungarischer Seite wird hier bestätigt, daß der Konsul Prohaska bei dem Einzug der Serben in Prizrend von den Soldaten auf das grausamste verstümmelt worden ist. Auch von serbischer Seite wird der Krieg für unvermeidlich gehalten. Ein aktiver Staatsmann erklärte, für die übertriebenen griechischen unb montenegrinischen Forderungen würden allein die Großmächte imstande sein, nach Anschluß der Friedensverhandlungetl eine friedliche Lösung herbeizuführen. Die Angst vor dem Krieg, Die „Times" schreiben: In Londoner Privatversicherungskreisen ist man überrascht über den Umfang, wie an der galizischen Grenze von Oesterreich- Ungarn das Privateigentum gegen Kriegsgefahr und innere Unruhen versichert werde. Seit vielen Tagen sind Petroleum- und Holzlager sowie Brauereianlagen ver- sichert worden und noch gestern gingen Aufträge ein. Das Geschäft wird als das umfangreichste bezeichnet, das je durch Befürchtung eines Krieges abgeschlossen wurde. Bit Bereitschaft der Türkei Konstantinopel, 10. Dez. Von maßgebender türkischer Seite wurde dem Vertreter des Wvlffbureaus erklärt, cs sei sicher, daß die Türkei keinen Frieden schließen werde, wenn nicht Abrianopel, und zwar als Festung, türkisch bleibe. Außer der an der Tschatald- schalinie versammelten Armee übten augenblicklich Rekruten und Ersatzreservisten in Konstantinopel. Ferner seien noch mehrere vollständige Divisionen aus Anatolien unterwegs, über deren Stärke und Bewegung strengstes Stillschweigen bewahrt werde. Die Türkei würde daher bei dem eventuellen Abbruch der Verhandlungen mit sehr ansehnlicher Macht sich dem Feind gegenüber befinden. Bei den deutschen Landsleuten in Adrianopel altes wohl. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: lieber die Lage unserer deutschen Landsleute in Adrianopel liegt eine Nachricht vor, die durch Funkspruch nach Konstantinopel gelangte. Danach ist in der deutschen Kolonie von Adrianopel alles wohl. Für die Sicherheit der fremden Staatsangehörigen wird von den Ortsbehörden nach Möglichkeit gesorgt. Der Streit über die Kapitulation vou Saloniki. Athen, 9. Dez. Gegenüber den in auswärtigen Blättern veröffentlichten Meldungen über die Kapitula- tionvon Saloniki, die auf einem Bericht beruhen, den der bulgarische General Theodorow veröffentlicht haben soll, teilt die „Agence d'Athönes" folgendes mit: Kurz nachdem am. 26. Oktober alten Stils die griechische Armee unter dem Oberbefehl des Krmrprinzen Tachsin Pascha gezwungen hatte, alle Bedingungen für die Kapitulation von Saloniki und und des Forts Karaburun anzunehmen, traf ein Kavallerie- vffizier ein, der dem Kronprinzen mitteilte, gegen Mittag seien bulgarische Reiter in Postolari, 30 Kilometer von Saloniki entfernt, erschienen. Der sie befehligende Offizier hätte erklärt, er gedenke die Nacht in Gior- dino, 25 Kilometer von Saloniki entfernt, zuzubringeu. Fünfzehn Kilometer hinter der Kavallerie befände sich eine bulgarische Di- 'Vision. Diese brachte in der Tat die Nacht vom 26. zum 27 in -GiovesNa, 30 Kilometer von Saloniki entfernt, zu. In derselben Nacht wurde das Protokoll der Kapitulation unterzeichnet und ein Teil unserer siebenten Division besetzte die Eisenbahn- station. 1 Noch am Mend teilte der Kronprinz dem Befehls- haber der bulgarischen Division brieflich mit, er brauche nicht auf Saloniki vorznrücken, da die Armee, die sich in Saloniki befand, kapituliert hätte und int Begriffe wäre, die Waffen niedcrznlegen. Am Morgen des 27. Oktober, während man die Entwaffnung vornahm, marschierte die bulgarische Division von Giovesna auf Saloniki. Als sie in der Nähe von Boldjai eintraf und sich zur Schlacht entwickelte, forderte General K a l a r i s , der Befehlslmber der 2. Division, den bulgarischen Divisionsgeneral Thevdorow auf, innezu halten, da die türkische Armee sich ergeben hätte. Trotzdem überschritten die bulgarischen Truppen die Linien de r 2. Division und begannen fünf bis sechs Kanon en schüss eaufdietürtischen Sold aten a bzu- feuern, die gerade entwaffnet wurden. Pachsin Pascha richtete deshalb einen Protest an den Kronprinzen. Nach erneuter Aufforderung macksten die Bulgaren in Aivali Halt. Während des ganzen 27. Oktober wurde die Entwaffnung weiter durchgeführt und Saloniki wurde von dem Evzonenregiment Cvnstantinopoulos und von der 7. Division besetzt. Am 28. Oktober setzten die Bul- saren ihren Vormarsch fort, bis sie einige Kilometer von der Stadt entfernt Halt machten. Ein bulgarischer Offizier begab sich in baß Palais des Gouverneurs und bat den Unter» Kunstgeschichte beschäftigt: unb bei dieser Untersuchung ist nichts großartiger, als wie er die „Tragödie des Grabmals" als die Tragödie des Lebens Micknlangelos selbst darzustellen weiß. Diese drei Hauptwerke erschöpfen nun freilich den Umkreis des Lebenswerkes des hervorragenden Mannes nicht. Noch ist sein Buch über Murillo, noch sind seine vermischten Schriften (gleichfalls zur spanischen Kunstgeschichte), irvch sind zalstreiche Zeitschriftenaussätzc zu nennen, und in jeber kleinsten Arbeit aus seiner Feeder steckt der gan^c Mann. Dem, was man heute als modernste Kunst ansiekst, stand Justi, nicht allein fremd, sondern geradezu feindselig gegenüber. * — Dic Verteilung des Nobelpreises erfolgte am Dienstag nachmittag am Todestag des Stifters Nobel mit den üblichen Feierlichkeiten. Vier von den fünf Preisträgern loarcn anwesend, nämlich Grignar - Nancy und S a b a t i er - Toulouse für Chemie, Garrel New Bork für Medizin und Gerhart Hauptmann für Literatur. Ter Preisträger für Physik Ingenieur Talen- Stockholm war als Opfer eines sckstveren Unglücks wahrend eines Experiments verändert, zu ericfcinen und wurde durch seinen Bruder Professor der Medizin Dolen vertreten Aus der Hand des Königs empfingen die Preisträger den Preis, der sich auf 193 000 Franks beziffert, das Diplom und die goldene MÄmillc. Die Verteilung des Literaturpreises an Ger hust Hauptmann war von starkem Beifall begleitet. Am Abend fand zu Ehren der Preisträger ein großes Festessen statt, bet dem Prinz Wilhelm in Vertretung des im Auslande weilenden Kronprinzen den Vorsitz führt. Am Mittwoch gibt der König ein Essen im Schloß. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ter 30. Deutsche Kongreß für Innere Mcdi hin sendet vom 15. bis 18. April 1913 in Wiesbaden statt — In Hallea. S. ist am 8. d. Mts. der a. o. Professor der Chirurgie an der dortigen Universität, Geh. Medizinalrat Tr med. Alfred Genzmer, ehern. Chefarzt des Diakom.ssenhaufe.< im 62. Lebenswahre gestorben. chef des General st abes um die Ermächtigung für die bulgarische Armee, in Saloniki einzuziehen. Der Unterchef erwiderte, die Bitte müßte von General Theodorow dem Kronprinzen übermittelt werden. In Begleitung des bulgarischen Gesandten in Paris, Dr. Stanciow als Dolmetscher, erschien General Theodorow nunmehr bei dem Kronprinzen, den er um eine Audienz bat, die bewilligt wurde. Auf die formelle Erklärung, daß die Bulgaren die Besetzung von Saloniki durch die Griechen anerkennen, daß nicht von einer Besetzung durch sie die Rede wäre und daß sie nur für zwei Bataillone, die durchdie schlechte Witterung sehr mitgenommen seien, Gastfreundschaft erbäten, gab der Kronprinz der Bitte nach, unter der Bedingung, daß er darüber an die griechische Regierung berichten würde. Stanciow bat den Kronprinzen, wenn die griechische Regierung mit dem Aufenthalt der beiden bulgarischen Bataillone nicht einverstanden sei, möchte er dies dem bulgarischen General mitteilen und ihm eine Frist von 10 Stunden bewilligen. Gleichzeitig erklärte General Theodorow dem Kronprinzen durch Vermittlung Satciows, daß Die beiden Bataillone während ihres Aufenthaltes in Saloniki unter den Befehl des griechischen Platzkommandanten gestellt werden sollten unb daß ihre Offiziere sich täglich von dem griechischen Stabschef den Tagesbefehl holen würden. Ter russische Großfürst Nikolaus in Bukarest. Bukarest, 10. Dez. König Carol Hal Großfürst Nikolaus Michailowitsch das Großkreuz des Ordens Karls I. verliehen. Italien und Griechenland. Rom, 10. Dez. Veniselos sandte an M'arguis di San Giuliano folgendes Telegramm: In dem Augenblick, da ich das Gebiet Italiens durchreise, lege ich Wert darauf, dem hervorragenden Staatsmanne, der die äußere Politik der großen Schwesternation leitet, den Ausdruck meiner holten Wertschätzung und tiefen Achtung zu übermitteln und meinen Tank zu erneuern für die von Giolitti in der Kammer bezüglich der Aegäischen Inseln abgegebenen Erklärungen. Ich bedauere, daß die Knappheit der mir zur Verfügung stehenden Zeit mir nicht gestattet, ihm meinen Dank in Rom persönlich auszusprechen. Sa.n Giuliano antwortete: Ich danke Euer Exzellenz herzlich für die liebenswürdigen Worte und die Freundschaftsgefühle zwischen Italien und Griechenland, denen Euer Exzellenz mit solcher Beredtsamkeit Ausdruck verlieh: sie werden von der italienischen Regierung unb der Nation vollkommen geteilt. Spenden für die österreichischen Truppen. Wien, 10. Dez. Aus allen Bevölkerungskreisen laufen Spenden für die an der Grenze stehenden Truppen ein. So spendeten die Fürsten Franz und Johann von Liechtenstein 20 000 bezw. 30 000 und die Gemeinde Wien 10 000 Kronen. Atts Stadt und Lund. Gießen, 11. Dezember 1912. Bon der Straßenbahn. lieber das Ergebnis der Städtischen Straßenbahn 1911 haben wir bereits im April d. I. berichtet. Danach wurden im letzten Rechnungsjahr runD 25 000 Personen mit einer Mehreinnahme Don rund 2500 Mk. mehr befördert. Dieser Mehrverkehr ist um so höher anzuschlagen, als 1911 kein Fest auf dem Trieb abgehalten wurde. Inwieweit die Straßenbahn durch den im letzten Betriebsjahr eingeführten 71 2-Minutenverkehr auf der roten Linie beeinflußt worden ist, zeigen die nachstehenden Berechnungen. In den beiden letzten Jahren wurden gefahren: Wagenklloineter Stromverbrauch im Ganzen täglich 1911 514 166 1405 1910 472 856 1295 mehr in 1911 41 310 110 Beförderte Personen auf den Wagenkilometer im Ganzen täglich 275 121 752 Rroft. 249 647 682 „ 26 074 70 „ Einnahme aus dem Personenverkehr für den Wagen und Kilometer 1911 2,40 1910 2.53 23,21 Pfennig 24,60 1911 weniger 0,13 1,39 „ Stromverbrauch für den Wagenkilometer 1911 0,535 St tu ft. 1910 0,527 „ 1911 mehr 0,018 „ Vergleicht man die Ergebnisse der beiden Jahre miteinander an den vorstehenden Zahlen, so hat der Wagenkilometer 1911 eine schwächere Personenbesetzung bei einem Mehr ström verbrauch von 0,018 Kilowattstunden. Der Mehrstromverbrauch gegen das Vorjahr auf den durchschnittlich zurückgelegten Wagenkilometer wird damit erllärt, da): der Verbrauch an elektrischer Energie bet den 110 Wagenkilometern, die gegen das Vorjahr täglich mehr zu leisten waren, bei der teilweise stark ansteigenden Strecke Lichcr Straße erheblich mehr Kraftaufwand nötig macht. Der Ausfall an Einnahmen im letzten Rechnungsjahr beträgt für den zurückgelegten Wagenkilometer 1,39 Pfennig' da aber im ganzen Rechnungsjahr 514 166 Wagenkilometer gefahren find, beträgt dieser Ausfall beim Straßenbahnunternehmen 7146,90 Mk. Es ist sehr schwer nachzuweisen, inwieweit diese Mindereinnahme der Einführung des 7^z-MinuLenverkehrs auf der roten Linie zuzuschrciben ist. Für diese Mehrleistung sind der Straßenbahn keine besonderen Verwaltungskosten erwachsen. Jedenfalls fällt ein Teil des ungünstigeren Ergebnisses der Vermehrung der Fahrten nach dem Trieb zur Last. Die Stadtverwaltung ist mit der allgemeinen Durchführung des 7V2-Minutenbetriebes der Entwicklung vorausgeeilt. Sie hat dem Verkehr die Wege geebnet, wobei sich zunächst eine finanzielle Einbuße ergeben hat. Die zwei neuen Wagen sind auch als Reserven bei Massenbeförderungen von Bedeutung. * Weihnachten naht: Nur noch vierzehn Tage trennen uns von dem Feste, das uns die Geburt des Heilandes versinnbildlicht. In dieser Zeit soll noch viel getan werden, haben doch schon jetzt viele Geschäftsleute alle Hände voll zu tun. Vor allem wünschen wir den Ladengeschäftsinhabern, daß der nächste Sonntag im besten Sinne des Wortes ein „silbernett", der letzte vor dem Feste aber ein „goldener" sein möge. Denn was für die Besitzer ländlicher Garten- oder Bergrestaurants ein „schönes" Pfingsten bedeutet, das ist für Ladeninhaber oft ein „flottes" Weihnachten. Das Weihnachts- fest verursacht übrigens einen bedeutend größeren Geldwechsel, als er zu Ostern und Pftngsten zusammengcnommen stattfindet. Schon jetzt sind viele Geschäfte „mitten drin". Mit Paketen beladen sieht man während der Nachmittagsstunden, besonders aber in der Zeit der Dämmerung, die Menschen durch die Straßen eilen. Die Schaufenster prangen im schönsten Glanze, und veranschaulichen neben oft ganz prächtig arrangierten Auslagen von Waren: lichter- vesteckte Tannenbäumchen, Schneeflocken, Engelshaar, Freund Ruprecht das Christkind, eine Strippe u. bergt. Stollen- und Kuchendüfte schweben durch die Gassen. Christbäume verbreiten würzigen Harzgeruch. Drinnen aber, in den. Häusern, singt man schon von der ftöhlichen, seligen und stillen, «'heiligen (Weihnacht, vom Tannenbaum mit seinen grünen Blättern und von dem, was es „morgen geben wird". Alte, liebe Volkslieder sind es, deren Entstehung in frühere Jahrlxunderte zurückreicht, und die voraussicht- llch noch viel längere Zeit, als sie uns bekannt sind, gesungen werden dürften. Sie sind uns gewissermaßen in Fleisch und Mut übergegangen! Bis die Christrosen blühen und die Weihnachtsgbocken schallen, dürfte übrigens nod; Redner ist Oekonomieu Ein eigenartiges Miß. SMtw Knabei ^nschu] 85 „Tacv § Marbui einem Promenat von Kraftfuttermitteln*. Weitzel-Lich. -m. Langsdorf, 10. Dez. mancher Bratapfel schmoren und mancher Wunschzettel ul’ schrieben werden; hoffentlich gibt es ein „weißes" Fest! ** Tageskalender für Mittwoch, 11. *ez. S t a di theater: „Das Prinzip*. Anfang 7 Uhr. •• Pfarrpersonalien. Der Großhetzog der durch die Dekanatssynode de? Dekanats Gießen für Rest der laufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des Pfarr- ; 2udw. Gußmann zu Kirchberg juni Dekan des Dekan»:', ■; Gießen die Bestätigung erteilt. Stadttheater. Profeßor Marzell Salzer, n] am Donnerstag einen „Lustigen Abend* veranstaltet, ni) den Freunden seiner Kunst ein vollständig neues Progran „W bieten. Er hat damit in allen Städten den gewohnten ause, g ordentlichen Erfolg erzielt und gezeigt, daß er auf feit e»1 Gebiete hors de concours ist und wirklich den Namen eines MeillerrezitatorS verdient. — Ferner sei aus die Schüüc. Vorstellung von „Braut von Messina* am näc^i r Samstao, nachmittag hingewiesen. *♦ Demonstrationsabend. Am Tonnerdtag wird de bekannte Exverirnental-Psychvloge Alfons Simon einen j)e monstrationsabend ab halten. Herr Simon erklärt in feiner: Vortrag die Vorgänge bei Suggestion unb Spiritismus und <\.V einen Einblick in bas Wesen bcs Okkultismus. ?luch wirb er rn: M Gcgnem oonMag roat e‘ iiitf tätig., ■ w Main lüden ir L-egt Hiermit ' Worms 3 hiesigen Bah 615 M ut M L Ms vier rinn 3. Klaffe- piannnen. E Leiche nchti yn das Emfal ft M kurz nach eil ihren Ml. ausgeichni Idtifc, das zur kxm konnte, j der Einfahrt Gainer gcjahr ertioen nici-t so Irt Heiden Äkom fonmtenprall imir M rudert. He vit Ctl, das vor -aymidtt wurde, taten Arm und j hius gebracht. | langen davon, I rüerzugsmaschin tiroer verletzt w knletzungen dav tc. Rüssi Lalldorf ist sei 'm Rüsselsheinu Mie von Beam le5. Man nim Wilddieben zum Ok. Alsfeld, 10. Dez. Gestern abend sprach im groifl Saale des „Deutschen Hauses" der Schriftsteller v. Hesse SBartegg auf Veranlassung des Kaufmännischen Vereins übet: „Die Balkan st aaten und ihre Völker". Kreis Schotten. = Schotten, 9. Dez. Hier ist vom 1. Nov. an cur Ortseinnehmerei als Hebestelle für Brau- und Brawil- weinsteuec errichtet worden, die zur AuSfettigung und zn Erledigung von Branntwein-Begleitscheinen befugt ist. & bat weiter die Befugnis zur Erledigung von Ucbergang^ scheinen über Bier erhalten. (Die amtliche Bekanntmachur: hierüber erschien in dem Regierungsblatt vom 5. Dez., » klassisches Beispiel dafür, mit welcher Gemächlichkeit utzscl Behörden arbeiten. Red.). Kreis Friedberg. — Bad-Nauheim, 11. Dez. In einem Verirai über die Beteiligung der Hessen am russisch- Feldzuge teilte Lehrer Oßwald mit, daß auch von Rav beim, das ja von 1810—15 vorübergehend schon einmal - Hessen-Darmstadt gehört hat, eine größere Anzahl Ma-rH mit den hessischen Truppen unter Napoleons Fahnen gekämiH hat. Zucückgeketitt sind davon: Jakob Klingerncic« Phil. GrieS, Fritz Horn unb Nikolaus, welch letztaV in späterer Zeit noch der „Tambour* genannt wurde. M gesch ick passierte einem Jäger bei der heute hier abgehaltencn Treibjagd. Er befand sich auf dem Anstand, als plötzHj ein fluchtendes Neh ihm direkt ins Gesicht sprang, wöbe er zu Fall kam und von den Läufen deS TiercS an da Wange verletzt wurde. r. Von der Rabenau, 10. Dez. Die verschiedene Kinderkrankheiten, insbesondere Masern, nehmen i» unserer Gegend immer noch zu. Auch erwachsene Person» sind an Masern erkrankt. Obwohl auch viel ftinbcc a|| Lungenentzündung krank lagen, sind bis jetzt Sterbefällc not nicht vorgekommen. Kreis Alsfeld. Großseuer in Alsfeld. d. Alsfeld, 10. Dez. Die an der hiesigen Bahn ftation gelegene große Holzschneiderei von W. Wa!> lach wurde in der Nacht auf Dienstag von einem schwe< ren Brandunglück heirngesncüt. Kurz nach 12 Ut wurde das Feuer entdeckt. Die hiesige Feuerwehr war a!> bald zur Stelle, mußte sich aber bei dem riesigen UmfaiK des Feuers darauf beschränken, sein Umsichgreifen zu txi- hüten. Gegen Morgen gelang es, des Feuers Herr zl werden, nachdein ein Teil der Gebäude abgebrannt in* eingestürzt war. Die Wohnung des Maschinenmeisters, en . Holzbau, brannte vollständig ab. Nur mit Mühe Eomti" die Bewohner ihr Leben retten. Der Schaden, den bui Feuer anrichtete, ist recht beträchtlich, er dürfte sich auf ij etwa 150 000 Mk. belaufen. Die EntstehungZursache ift Trat 11 Sicherheit noch nicht festgestellt. „Sri«"«1"; -'S hc.®'"- fr iur. A"° ^8iu*ni 9 «echt?' W Zu yMn'valt *1e nibning bfC,, •y*9‘\0 1816 i'8 191 an- „Letter 9". Vielleicht tragen diese Zeilen zur Ermittelung ba Täter bei. Verhaftet. Elisabeth Schneider aus Sehlen. Kre-i $r an (en berg, die vor einigen Tagen ihr neugeborenes Kind i: hilfloser Lage in Marburg aussetzte, wurde heute hier vtt haftet. •* Die „Bayerische Vereinigung* hielt am Son > tag im Felsenkeller ihre Weihnachtsfeier ab. 2henkt- stücke, komische Vorträge, Konzert und zum Schluß Tanz bildeten das Programm. Die Vereine Weilburg unb Wetzl« waren hierher gekommen. Der Verein will zu Fastnachl einen Ball in echt bayerischer Weise im Ens« Ebel abholtcn. ** Ein nettes Geschick)tchen erzählt uns ein Lckn vom Lanbe. Der „Gießener Anzeiger" wird mir seit einiger Zen alle Tage von einem älteren .Kinde ins Haus gebracht. Zuerst qr schah das unregelmäßig. Ich erhielt an einem Tage einmal zwei Exentplare derselben Nummer, an einem anderen Tage nuä einmal gar keines. Ein paar Mal habe ich das ruhig mitangf sehen, bann aber beschwerte ich mich. Und nxrs bekam ich zur An toort? Ich solle doch ruhig sein, es brächte mir bvch manchma zwei Exemplare, ba solle ich mich buch mit begnügen, wenn ij an einem anderen Tage mal gar keines befäme. Ich vermut baß eine solche Anschauung von dem Wette bet Zeitung neu in Landkreis Gietzen. ---- Watzenborn, 10. Dez. Am Sonntag nachmitta;, findet im Gasthause von G. Sommer IV. ein V ortral über: 1. „Welche Kartoffelsorten eignen sich für du verschiedenen Verhältnisse am besten?* 2. „Rin» viehfütterung im Winter, insbesondere bei Anwendiiiij Vom g. von io H ^Uni Aus: ÖS! r°nZju der vielbesprochenen Wünschelrute experimentieren, mit der b< kanntermaßen verborgene Quellen gefunden werden. Den ©6mu"; bilden die Experimente auf dem Gebiete der Telepathie Ok banfenübertragung). Herr Simon führt alles aus, was vv.i einer Person nur gedacht wird, ohne daß er Kenntnis dcwoa hat, sogar in verschlossenem Kuvert können Aufgaben von ;■ Hause mitgebracht werden. ** Diebstahl. In der Zeit von Samstag, den 7. b: Montag, den 9. Dezember ds. Js. wurden in den Verkaufstäumc: des hiesigen Eisenbahrr-Kvnsumvereins durch Einbruch gestoho- 3,50 Mark, bestehend aus Ein- unb Zweipfennigstücken, garten, Marke „Miß Kelley", 1 Dose Zigaretten, Marke mit Goldmundstück, 50 Stück Zigaretten, Marke „Princc r- Batteilbera", 1 Taschenspiegel mit Kamm, 5 Pfund gt- räucherte Bebcr* unb Blutwurst und 2 Pakete Rauchtabak, Mai/ führte Präsident Haven st ein ans, die Ansprüche an den Geld- -___Äx CaU Sai« tahUH nnfi'r Kami markt steigerten sich seit der letzten Sitzung unter dem Dru It SW. V. in 4.- äS&hil (Schneeschuhe) 100 Stück Flm-u. Seefische Rüg. §Cä8bmger, Seltersw.79. 8035 Ludwig Kröll Wn Sorriim, Plnrkstrasse GiiCßCU 7957 X lOCKSiraöBÖ l&;(AMtnhAnhfitnn ist nach langen schweren Leiden Dr. Frenay war am 7. Februar Ec besuchte da? Gynmasium seiner dann in Würzburg, Bonn und Von 1884 bis 1902 war er vom 1. Januar 1903 ab Bürqer- stets billig abzugeben. 5 J. A. Schach,2 Worms-Hochheim a. Rhein. Wer Bedarf bat Spezialgesch. 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Ein neuer Staatsstreich Castros. P a r i s, 11. Dez. Der Expräsident von V e n e z u e l a, Castro, der sicl) gegenwärtig unter dem Namen Louis< Kurz hier aufhält, soll einen neuen Staatsstreich planen/ Ein wertvolles Bild. Paris, 11. Teh. Ein Bild des Impressionisten, Degas (Ballettänzerrnncn) wurde bei einer Versteigerung, von einem Amerikaner für 450 000 Franken erstanden. Degas hatte seinerzeit für das Bild 500 Franken bekommen., Amerika will die chinesische Republik anerkennen. Port land, 11. Dez. Staatssekretär Knox hat bcr| hiesigen Handelskammer mitgeteilt, daß Amerika die Republik China anerkennen wolle, wenn die Parlamemtswahlen Gewähr für eine friedliche Entwickelung des Landes bieten.'. Handel. In der Zentralausschußsitzung der Reichsbank ,3.—,2.50abw&rUbiszu 12 Mk. der Erinnerung der ältesten Einwohner unserer Stadt leben diese Veteranen von 1812 noch weiter. r. Reichelsheim, 10. Dez. Bei der heutigen Wahl eines Kreistags-Abgeordneten für die Orte Reichelsheim, Beienheim, Melbach, Södel, Wolfersheim und Wohnbach wurde der seitherige Vertreter, Rentner Phil. Keller in Melbach, einstimmig wiedergewäblt. Starkenburg und Rheinhessen. Hausfrauen I — Kauft Pinots l Bester Ersatz für Mandeln und andere Nußarten zu Backzwecken, im Haushalte u. s.w. Sie sind billiger, vorzüglich im Geschmack und wohlbekömmlich. .Zu Ihrer Überzeugung genügt eine Probe. Per Pfund 75 Pfg - Pfund 40 Pfg. Zi haben Io den meisten Dellcaless- md KoloBlaiwareD-GescMM Gröben sortiert, finden Sie bei uns stets mindestens 300 Stück Wir führen sie in reiner Wolle, wolleplattiert, in allen Preislagen von 5.—, Dankbarkeit veranlaßt mich gern und kostenlos, dlDyiVlllUv. allen Zungen- und Haisleidenden mit- auteilen, wie ich mich durch ein einfaches, billiges und erfolgreiches Jicnurprobutt, Dorän-Kraft-Mal- von meinem lang- micrincn beiden befreit habe. H. Pcukert, Staufmann., Ber ‘ ' 4 7, Großbeerenstraße 30. lbM/le Bemahe hätte Ich vergessen Pinots mitzubringen. he. Bensheim, 11. Dez. (Prio.-Tcl.) Bürgermeister Dr. jur. Ignaz Frenay Besichtigen Sie unsere enorme Auswahl Die Fabrikate .Kühler“ Sweater tu Höschen auch in allen Größen und Farben. IÄIM& Warum wollen Sie sieb noch weiter quälen? Fort mit dem gefährlichen Reslermecscr und allen Rasierapparaten, welche kratzen und nur einige Male brauchbar sind. Jeder rasiert sieb celbat mit dem neuen .Mulcuto'-Schnell Rasierapparat, welcher gänzlich schmerzlos ranlert und jahraus, jahrein brauchbar bleibt. Bereits Uber 400000 Apparate Im Gebrauch. Das Geheimnis liegt In der „Mulcuto**-Raiierklinge. in vielen Anerkennungsschreiben wird die Dauerhaftigkeit und das angenehme Rasieren der echten „Mulcuto"-Rasierklinge gepriesen. Die Verwendung von „Mulcuto“ bedeutet eine wirkliche Wohltat auch fUr die empfindlichste Haut. Kein Brennen der Haut nach dem Rasteren mehr. 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Vom 8. bis 18. Dezember 1912 Ucllch von 10-1 und 2-4 Chr In der alten Klinik (Llebigetrasee 20) usstellung der Veröffentlichungen des Dürer-Bundes, Meisterbilder u. Sonderdrucke d.Kunstwarts Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 20 Pxg. — Schüler 10 Pfg. — erhoben. (D meister von Bensheim und zwar war er der erste nach Ein- führung der Städteordnung gewählte Bürgermeister. Teni Landtag gehörte er als Mitglied der Zentrumspartei von 1896 bis 1909 für den Wahlbezirk Nieder-Llm-Ober- Inqelheim an. Dr. Frenay war eine auch bei seinen politischen Gegnern hochgeachtete sympathische Persönlichkeit. Im Landtag war er hauptsächlich auf dem Gebiet der Sozialpolitik tätig. w. Mainz, 10. Dez. Die Wehren des kanali- fierten Mains wurden heute infolge Eisgcfa hr niedergelegt. Hiermit ist die Schiffahrt auf dem Main eingestellt. — Worms, 10. Rov. lieber das Eisenbahnunglück im hiesigen Bahirhos schildert ein Augntzeuge: Der Zug, der um 6.15 Uhr in Monsheim abgeht, ist vorwiegend mit Arbeitern besetzt. Aus vier 4. Klasse-Wagen, einem 2. Klasse-Wagen und einem 3. Klasse-Wagen setzt sich der Zug, der von der Mälzer Tender-Maschme „Weinbiet" gefahren wurde, gewöhnlich tzusammen. Das Signal war richtig gezogen und demnach lag auch die Weiche richtig, denn solange die Weiche nicht richtig liegt, kann das Einsahrssigrtal nicht gezogen werden. Wahrscheinlich ist nun kurz nach dem Ziehen des Signales die Güterzuglokomotioc mit ihren zwei Wagen von der Seite gekommen und hat die Weickn ausgeschnitten, so dast der Äüterzug ungehindert auf das Geleise, das zur Einfahrt des Monsheimer Zuges bestimmt war, fahren konnte. Der Güterzug stand mit seinen zwei Wagen still, bet der Einfahrt des Personen-uges, und da auch dieser bereits langsamer gefahren ist, so war der Zusammenstost beider Lokomotiven nicht so heftig, wie das bei voller Fahrgeschwindigkeit der beiben Lokomotiven der Fall gewesen wäre. Durch den Zusammenprall wurde der Heizer Klein aus Kaiserslautern zu Boden geschleudert. Herabstürzende Oelkannen übergossen den Heizer mit Ocl, das von den Flammen, die aus der Feuerung schlugen, entzündet wurde. Die schwersten Brandwunden erlitt er am linken Arm und an dem Kopf. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Der Lokomotivführer trug leichtere Ver- I letzungen davon, ebenso der Lokomotivführer und Heizer der Güterzugsmaschine, während dec Zugführer des Personenzuges fefouer verletzt wurde. Ungefähr 10. Mitreisende trugen leichte Verletzungen davon. fc. Rüsselsheim, 10. Dez. Förster Scherer von Walldorf ist seit Samstag verschwunden. Eine Streife im Rüsselsheimer Walde von Forslwarten und Holzhauern, sowie von Beamten der Firma Opel mit Autos war ergebnislos. Man nimmt an, daß Scherer einem Zusamminstoß mit Wilddieben zum Opfer gefallen ist. Hessen-Nassau. § Marburg,- 10. Dez. In der Nähe der Nordschnle auf einem Promenadenwege fand gestern abend ein Student ein Kleine Tagerchronik. Die bisher festgestellten Unter)eijiagungen des verhafteten Direk.ors Jdmann der F ö r e n i n g s - B a n k in 5) e 1 - singfors belaufen sich auf 6 800 000 Mk. Die Gesamtsumme der Unterschlagungen wird sich voraussichtlich auf 12 Millionen stellen. Ofenschirme 1 Schirmständer Ghristbaum- ständer empfiehlt in grober Auswahl Erstklassige, iu Herrn für Reise-, Jagd-, Touristen-, Ski-, Reit-, und Fahrsport, Feine echte 8027 LederschDitt-Schreibmappen :: für Damen und Herren. :: Denkbar grösste Auswahl in Damenhandtaschen n. Gürtel Brieftaschen, Zigarren - Etui, Tressor etc. Schulranzen für :: Knaben und Mädchen. :: Ang. Kilbinger, Seltersweg 79 'j. Ein eigenartiges M ■ i der heute hier abgehaiir- if dem Ausland, als |M; iS Gesicht sprang, nv Läufen des Titres an 10, Dez. Die verschied«« indere Masern, nehmen' Auch erwachsene Pers» bmhl auch c'el smd bis j-M-M- < 'M, UK 6er (6, . C MarikN e 'benb ' I I PW * toerbtn 1 Kete der • kömmt Ngobtn ,.' ?°n .Samstag, bn i , Start aÄ Anbruch £ 8 WcnnigftüdnIV e Zigaretten, Marke L ?tCÖÄ Marke jff. t N«i. 5 fir. q Pakete Rauchtabak, ^en zur EmiUeliw; ■ intiber au5 GeWen. t a ihr neugeborenes jhm edte, wurde heute hier ■ iniqung' hielt am C, achtsseier ab. Tbn et und zum tzchlufi l reine Weilburg und Wei Verein will zu fairnd ise im Lase Ebel abhüd.v chen erzählt ms ein fr er" wirt mir seit einiger * ns Haus gebracht. Zuerstr ielt tfn einem Jage aK an einem anderen Tage it habe ich das ruhig mitav Und was bekam ich zur !r s brächte mir dvch numifet doch mit begnügen, wenri: keines bekäme. Ich verirr it Wette der Zeitung naiv. Sichen. . 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Es st a r b an den erlittenen Verletzungen.___________ UniversitcitS'Nacbricbten. — Geheimrat Proses'or Dr. phil Johannes Jmelmann, beaustrl.gte mit der Abhaltung von griechischen Kursen für realistisch vorgebildete Studierende in der Berliner philosophischen Fakultät, begeht am 13. Dezember seinen 70. Geburtstag. Vermischtes. * Eine ganze Reihe von Bränden, die zum Teil Menschenleben kosteten, werden un-5 gemeldet: In Immenstadt ist in der Nacht das Rathaus nicbergebrannt.^ Sämtliche Akten konnten gerettet luerbcn. — In dem Dorfe Stolz (Schlesien) verbrannten 4 Kinder des Üneckites Theinert im Alter von G Jahren bis 11 Monaten. Die Kinder waren während der Mbwcsenliett der Eltern in die Stube c i n g e s ch l 0 s s e n: das Feuer ist wal/rscheinlich durch Spielen mit Streichhölzern entstanden. — Zn dem bei der evangelischen Garnisonkirche gelegenen Diakonissenlrankenhaus „Mathildcnstist" in M etz brach am Dienstag mittag ein Braitd aus, der rasch um sich griff. Die Kranken, etwa 230 an der Zahl, rnustten in der benachbarten Vit^enzschulc untergebracht werden. Um 2 Uhr war das Feuer gelöscht. Tas ganze Dachgesckwst ist uiedergebrannt, das zweite Stockwerk zum Teil zerstört. Mehrere Soldaten und Feuerwehrleute haben leichte Verletzungen erlitten. (Siehe auch Blatt 3.) * Um sich vor Kält e zu schützen, brannte in Ren- ft a D t (Herzogtum Coburg) der städtische Beamte G r e m p e l, der mit seiner aus 6 Köpfen bestellenden Familie ein von der Stadt zur Verfügung gestelltes Zimmer bewohnte, den Koksofen an und begab sich zum Schlafen. Als am Morgen die 12 jäbrige Tochter erwachte, fano sie den Vater und die beiden Brüder, die im Alter um 15 und 16 Jahren stehen, tot vor. Tie Mutter und die Sckyvestcrn waren bewußtlos. "BesteBürgschast. Fräulein: „Ich möchte für St. Moritz ein paar gute Skier haben; übernehmen Sie (Garantie dafür?" Verkäufer: „Das nicht, aber hier haben Sie die Bescheinigung eines vereidigten Bück-errevisors, dast sich im vorigen Winter von zwölf Käuferinnen sieben verlobt haben!" * Sie weis; Bescheid. Herr: „Ist die Gnädige zu Hause?" — Zofe (zögernd): „Ja — ich weist es nicht genau." — Herr: „Na, Sie bekommen einen Taler, wenn sie mich empfängt!" — Zofe: „Ich werde Sie lieber nicht erst; anmelden, sonst ist sie sicher nicht zu Hause!" in uizkkco ßui schneiderndem Uiger Stahlwarta buttlte »»ton in eigenen Interesse unteren Hanptka- talog über leusende Jkilke! aller Jin, den wir gratis und Irank« wertenden. Gehr. Bell, Gräirathl37 b. Soling — e TatrUt-Uersaadbai«. ■— HyifhäiiSErTechniRüml Frankenhausen. lBg.-w.Wwfan.-Abt Gr.Much.-Ub. der Dalkanwirren weiter und beeinflußten den Stand der Reichsbank weiter nachteilig. Die Anspannung in der letzten Rovember- wocke sei wesentlich höher gewesen als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Ter stcuerpslichtigc Notenumlauf betrug 360 gegen 44 Millionen im gleichen Termin des Vorjahres. Die Rückflüsse seien gegen das Voriahr erheblich zurückgeblieben. Seit dem 30. September besserte sich der Status bei- Reichsbank nur um 204 gegen 696 Millionen Mark im Vorjahr: er weise bemnadt gegen das Vorjahr eine Verschlechterung um 492 Millionen Mark auf. Die Ansprüche an den Geldmarkt setzten sich in der ersten Tczemberwoche in gleich starker Weise fort. Der Privatdiskont erreichte den Stand des Reichsbankdiskonts. In Berücksichtigung des Umstandes, dast die Anspannung auf dem internationalen Geldmarkt keine sehr hohe ist und die Devisenkurse sich günstig gestalteten, sowie in der Hofsnung, dast mit der umebmenben Beruhigung in der Politik auch in den privaten Verhälttnssen die Besorgnisse schwinden, will die Reich-bank von einer Diskonterhöhung Abstand nehmen, sie hoffe aber, dast alle Kreise in ihren Ansprüchen an die Rcichsbank sich Beschränkung auicrlcgen, damit es der Bank ermöglicht werde, an dieser Politik seslzuhalten. Schließlich wurde die Auszahlung der Abschlagsdividende genehmigt. - vüchertisch. — Etwa 400 Millionen Mark kür künstlichen Dünger gibt Deutschland jährlich aus. Diele verblüsiende Tatsache erfährt inan ans einem soeben in Veit 50 der überaus viel- feiiigeit und rührigen Wocheulchri't.Zeit im Bild» (Reue Deutsche Verlagsgesellschaft in Dliinchei.) erschienenen, höchst bedeuiungSvollen und reich illuslrierien Aussatz: „Der Stickstoff. Ein Bild au- der modernen chemischen Grostindiistric" von Dr. Emil Kolbe. — Alldem übrigen Inhalt sei für die jetzige Zeit u a. als besonder- lesenswert erwähnt der fesselnde Aui|atz „KriegSkoslen" von Kari B l e i b t r e n. ~ Amtlicher Wetterbericht. Oesfentlicher Wetterdienlt, Giesten. WetterauSsichten in Hessen für Donnerstag, den 12. Dez. 1912: Trub nut yiegenfällen, mild, Südwestwinde. \ Fritz Etfowack und Wäsche-Fabrik ngebote in Taschentüchern Besondere Weihnacht» mit gestickten Buchstaben in Maschinen- und. Handstickerei au /«« ßerren=Tardienfßcher^%ot°araMk.lai?7owur.9S V« Dtzd. Mk. 1.50 In allen Sortimenten sind sämtliche Buchstaben vorrätig* 3F 5 In den Räumen der alten Klinik Unf.-Regt Br. 168 v'/.. Kein We^nzirang. Der Vorstand. V“/12 < Lichtspiel-Haus * RE 1* Tl Rs ZX /■ Ql U? nlrn 62 /ikn n Gasthaus zur Stadl Giessen Bahnhofst. 34. Ecke Schanzenstr. Londorf. Die Ausstellungsleitung. d»/is Kinemalograph Weise zufriedenzustellen. 8041 Frau M. 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Mk. 1.25 weiss, Ta. Batist mit Hohlsaum, eleganteMa- Koloniale Grund* und Tagestragen Mitglieder gegen Vorzeigen der Einladungskarten frei. Zur Deckung der Saal- und flnzeigenkohen wird von Hichtmifgliedern ein Eintrittsgeld von 20 Pfennig erhoben. Schüler zahlen die Hälfte. Hm Eingänge werden Schriften von ßerrn Hauptmann keiner zugunsten des Frauenbundes verkauft. extra I, Batist mit gestickten Ecken, . . . Mk. 2.50 Leinen-Batist, Handgestickt Mk. 3.— und 3.75 Leinen-Batist mit Blumen-Stickerei hand- Mk. 2.25 Einem verehrlichen Publikum von hier und auswärts zur gefl. Nachricht, dass ich meine Gastwirtschaft in unveränderter Weise fortführe. Indem ich für das meinem verstorbenen Manne in so reichem Masse entgegengebrachte Vertrauen bestens danke, bitte ich, dasselbe auch meinem Sohne Gustav entgegenzubringen, und versichere, dass derselbe eifrigst bestrebt sein wird, unsere werten Gäste in jeder ameradschaftlichst ein. iBier im Glas,) Damen-Tafdienfücher V» Dtzd. im Karton Damen=Uafchentücher Visitkarten liefert billigst Brübl'scheUniv. Trulkerei Gienen. KindepTaFchentüdier gestickt, */a Dtzd. KindePÜaFchenfüdier V» Dtzd. . KinderCafchentücher V» Dtzd. . . . . fjerreipcaichenfücher V, Dtzd. in Karton fjerreipUafdientücher Vs Dtzd. in Karton f>erren=Calchentijcher Vs Dtzd. in Karton ßerreivUalchentücher Vs Dtzd. in Karton Bekanntmachung. Dem verehrlichen Publikum die ergebene Mitteilung, daß ich ein Bureau süx Ermittelungen, Auskünfte, Beobachtungen und Ber- trauensangclcgtnheiten jeder Art unter der Firma Oiessener Detektiv-Institut u. Auskunftei eröffnet habe. Aufträge überallhin, auch auf die kleinsten Orte, werden gewissenhaft und rasch unter strengster Verschwiegenheit ausgeführt. Hochachtungsvoll Carl Neuz, Schutzmann a. D. Frauenbund der Deutfdien Kolonial-Gefellfdiaff “e® Vortrag mit farbigen Lichtbildern Donnerstag, den 12. Dezember 1912 abends 8 Uhr in der neuen Hula der Universität Herr Hauptmann Zehner älte IVolIsachen werden zu schönen, dauerhaft. Herren- u. Damen- Winter - Stoffen billigst umgearheitet. Gberhesf. Wollwarenfabrit Schütz & Weitz Schotten, ßrnu Eich mann, Nord Anlage, ist gerne bereit, Muster von diesen Stonon uorAulenen u. alte Woll- sachcn in Empfang au nehmen. lD,6/io Diejenigen Herren aus Gießen, die im Jahre 1913 ihr 50. Lebensjahr zurücklegen, werden zu einer Besprechung betreffs der 50er Feier für Donnerstag, den 12. ds. Mts., abends 9 Uhr, nach Restaurant „Pfälzer Hof", Schanzenstraße, höfl. eingcladen. [TOle Mehrere Altersgenossen. gute Linon-Qualität handgestickt . - . . Mk. 2.- extra prima Linon handgestickt . Mk. 2.50 prima Halbleinen handgestickt . . . Mk. 3.50 prima Reinleinen, handgestickt . . . . Mk. 4.» W'4"' gl jjnisW* das Mädchen vom See Hervorragendes Künstlerdralna in 4 Abteilungen. Ein Schlager von nie erreichter Wirkung. In eine Sirene verliebt reizende Komödie. Moritz als Fechter urkomische Szene. Die indische Rivalin schinenstickerei, Vs Dtzd. im Karton . Mk. 1.50 Das Prinzip Lustspiel in 3 Akten von Hermann Bahr. Ende 9Vs Uhr. la"/” Donnerstag, 12. Dez. 1912 abends 8 Uhr: Aust. Abonnement! Gewöhnt Preise. Abonnenten zahlen t gegen Borweis des 2. Er I mätzigungskouvons kleine I Preise. Einmalig. Lustiger 2l6ca> I von Professor • I Marcell Talzcr Bollsiänd. neues Programm 1 Ende gegen 10 Uhr. Damen=Calchentücher Vs Dtzd..... Darnen*Ualcfienfücher Vs Dtzd. im Karton DameivTaidientücher gestickt, 3 Stück Gießener Freiw. Feuerwehr. Wir laden hiermit unsere aktiven und passiven Mitglieder nebst Familien zu der am Samstag, den 14. De zembcr 1912, abends 83/< Uhr, im Saale des Eaf6 Leib statlfindenden Weihnachtsfeier »crtunbc" ^fottrßuüiiljrungtit, Verlosung u. Tanz SeidengIanz=Uücher ,.ss ßohllaunvUücher Herr Simon gastierte vor hohen und höchsten Herrschaften. vielen wissenschaftlichen Korporationen, höheren Lehranstalten und Vereinen. "Allgemeines Urteil der Presse: DaS Vorzüglichste und VertvoUste, was je auf dem Gebiete der Experimental- psuchologie geboten wurde. 09915 Kein Gebildeter darf fehlen! hrr Wnftr l 'Platz Mr i.-, 2. Platz 70 Psg. Ull PUIlfr. Porvcrkauf in der Musikalienhdlg. . — Busch, Piudenplatz, Ecke Kirchenpl. 7lir fipfällmpn Rparhfiinnl Wir machen darauf aufmerksam, dah wir . gcldlligen Deacniungi bic Reinigung der Trottoirs Idas Ent fernen von Schnee und Eis und das Streuen bei Glateisl vor den Grundstückeil loom 1. November bis 1. April« unter günstigen Bedingungen libcrnebmcn. Dadurch, das; Unterzeichneter lange Jahre int hiesigen Polizeidienst tätig war, tu er nut pen ortspolizeilichen Borschrlften durchaus betraut und wird unseren verehrt. Abonnenten gegenüber alle Unannehmlichkeiten vermieden werden. Steins Garten W“ Nur Donnerstag, den 12. Dezbr., abends 8 Uhr: W Großer Demonstrations-Abend von &lfforss Simon Wissenschaftliche Enthüllungen über geheimnisvolle Vorgänge des Lebens. Suggestion, Spiritismus, Gcistererscheinungen usw. E,pm"“c Wünschelrute! Telepathie (föcöanfenübcrtranung) Simon führt alles aus, was Sie sich denken, ir nur denken ! ■ । Unter Förderung der Stadtverwaltung u. des Kunst-Vereins 5. Turnus. Heater- und Ball- Tücher, Hauben, Schals, -Handsch., Fächer, Tasckten, Strümpfe, Bänder, Spitzen, Seidenstoffe (a7/11 Sdomon&Cie. Ausstellung deutscher Maler aus Worpswede und Niedersachsen Aussteller: Hcinr. Vogeler-Worpswede, Otto Modersohn-Worpswede, Fritz Overbeck-Worpswede. Bich. Hartmann-Worpswede, Professor Brehling-Fischerhude, W. Bertelsmann-Worpswede, 8. Wencke-Worpswede, Wilh. Bartsch, Worpswede, F.Holsoe-Kopenhagen, C.Weinert Godeshorn, A. Lyongrün-Wilsede, E. Meyer- Worpswede, Udo Peters-Worpswede.Joh.Holst, Finkenwärder, G. Borgmann-Lübeck,Professor MüUer-Kaempff-Ahrenshoop.KarlKrummacher Worpswede, H. Köster-Worpswede. a) WorpswederKnnstgewerbeansstellnng b) 18 Kollektionen, ca. 240 Original-Oel- gemälde. Die Gemälde sind Eigentum der Künstler, teilweise jedoch schon im Privatbesitz. c) Meisterradierungen der Galerie Com- meter Dnonph Detektiv-Tragödie in 3 Akten aus dem Leben , eines Börsenspekulanten. Hervorragendes Drama der Düsseldorfer Kunstfilm-Gesellschaft. Das neueste Pathe-Journal zhgtordnete 31t dec di< Lellstattf- ' -o. Hel'de L die politisc & fthe « L nur nn- vffassnng her« Mtiven nickt 'injavative Pcn 5 preußischen '-nderung.d' -Mdere Mtgu in den MN,eU seien » $otu>MinW •iirft-. Sm« ttding v°«« Meßlich nlcht. II Mchast anso 11 Mammpunkt -- ^konsessro ai die Fördere 1 iit deustche Pol • .unlt betont ha g ;i5Wä;tifle ■; jen könne Verl | utionale Le Ziehungen zu i X!?n Staaten, log die schwere (