162. Jahrgang Dritter Blatt Nr. 231 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. wird genehmigt. Kreis Wetzlar. hier eine gute Schul-Vorbereitung sehr von Nöten ist. Um den besondere Stein- Honen Treppen, baues; und .Holzkonstruktionen; Eisenkonstrut- — hier die verschiedenen Trägerbelastungen, Stützen, einfache Tücher; die Arbeiten des inneren Aus- Materialkunde; Veranschlagen und Ab- •* Ausgabe der Zulassung zur Rechtsanwalt- chaft. Am 14. September hat der Rechtsanwalt Wtth. N a l) n zu WormS die Zulassung zur Nechtsanwaltschast bei der Kammer für Handelssachen zu WorinS und dem Amtsgericht WormS aufgegeben. ♦* Vogel schutzgehölzc. Es ist ein Verdienst des Beigeordneten Grünewald, in der Sladtverordnelenver ammlung darauf hingewiesen zu haben, daß durch die berall vorgenommene Feldbereinigung die Hecken an den iainen verschwinden und damit der nützlichen Vogelwelt )ie Ristgclcgcnheit genommen fei. Er wies darauf hin, >aß es Pflicht nicht nur der städtischen, sondern auch de anders der Verwaltungen der Kreise und der ländlichen Gemeinden sei, durch Anlage von Vogelschutzgehölzen unserer Vogelwelt Gelegenheit zum Nisten und zur Brut zu geben, ehe es zu spät ist und die Vögel aus unserer Gegend ortziehen. Tie Stadt Gießen ist bereits auf dem Gebiet >es Vogelschutzes vorangcgangen und hat aus dem alten W a s e n p l a tz auf der Straße nach Watzenborn-Steinberg durch Anpflanzung ein Vogclschutzgehölz geschaffen. Es sollen zwei weitere 'Anlagen der Art am Damm der Klär- i ecken und in der Licht en au angepflanzt werden. Zu liesem Zwecke werden verwendet: . Wildrose, Weißdorn, Vogclbeer, Hollunder, Ligustersträucher untermischt mit Fichten, Roteiche, Buchen usw. Stämme. Möge dieses Bci- piel allerwärts zur Nacheiferung anspornen. = Wetzlar, 29. Sept. Die Evang. Arbeiter- und Gesellen»ereine Butzbach, Friedberg, Homburg v. d. H., Gießen, Marburg und Wetzlar halten am 13. Oktober im Saale des Gastwirts Guth hier eine Vertreter-Versammlung ab, bei der neben allgemeinen Vereinsangelegen, heilen, Besprechung deS Winterprogramms der einzelnen Vereine rc. über die Gründung neuer Vereine verhandelt werden soll. Zu der Tagung hat auch der Evang. Männerverein Salzböden sein Erscheinen in Aussicht gestellt. An die Verhandlungen schließt sich ein gemütliches Zusammensein mit dem Evang. Gesellenverein Wetzlar. Hessen-Nassau. J] Marburg, 29. Sept. Unter dem Vorsitze hes Bundespräsidenten Hauptlehrer Storch-Butzbach tngte heute im Restaurant Pfeiffer hier ein -Läng er tag Lahntal-Sängerbundes. Außer den Vertretern der zum Bund zählenden Vereine aus Marburg, Kirchhain, Gießen, Hungen, Lich, Weilburg, Dillenburg, Butzbachs Grünberg, Wetzlar und Londorf Hutten sich die Mitgliej^r der hiesigen Bundesvereine Liedertafel und Lieberkranz Dienstag, f. ©ttober W2 Rotationsdruck und Verlag bet Brühl'fchen Unwersuäts - Buch- und oieinbruderti. R. Lang e, Gießen. Die „Gtehener Zamtlienblitter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „KreUMttt für »en Kreis riehen" zweimal wöchentlich. Die „raaäwirtfchasttichen -eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:S^112. Tel.-Adr.:AnzelgerGießen. rechnungsarbeiten; Bauleitung usw. Aus dieser Summe des erforderlichen Wissens läßt sich leicht erkennen, da berechnungeu; Baukonftruktionslehre — hier ins der Grundbau in seinen mannigfachen Arten Giehener Anzeiger General-Anzerger für Gberhesjen Deutsche Kolonien. Im deutschen Urwald. Aus Victoria Kamerun , im August 1912, wird geschrieben: Seit einigen Wochen, seit die Regenzeit emgetreten tjt, jinb wir hier in oen Häusern emgeschlossen, aber voriger, m den ichonen Iu-ftagen, unterschied sich unser Victoria von eurer Sommerfrische auf Rügen nur durch Neger, Palmen und erhöhte Tempe ratur. „ .a . . , Aber man steckt mitten in einem grünen Gefängnis, und dav ist der Urwald. Ter ist einfach undurchdrmglrch, w datz weder von Jagen noch von Reiten die Rebe fern kann. Elefantengras, Schlinggewächse und Gebüsch sind so dicht und hoch, day man aui drei Schritt an einem Stück Großwild Vorbeigehen kann, ohne eo zu bemerken. Man ist nur auf Zufall angenncscn. -tobet ut der Urwald natürlich sehr wildreich. Wenige Stunden von frier gibt cs viele Elefanten Aber in dem undurchdringlichen Gewirr von Pflanzen und Baumstämmen erzielt ein Europäer selten gute Resultate, nebenbei ist er der damit verbundenen Anstrengung kaum gewachsen. Richtig jagen tarnt man also leider nur im Innern auf den Hochflächen und tpaoa raten. Hier dagegen halt man sich einen Eingeborenen als Jäger, der für,Wildbret sorgt. Ab und zu geht man mal mit zur Jagd, muß dann aber so schwitzen, daß man für Wochen genug frat. Wir sitzen hier unter den Bakurrts, einem^sehr volkreichen, nicht nnintcUigenlen und ungeheuer gutmütigen etamm. Sotten lotten lfätten die Handvoll Europäer schon längst zum Tempel h>n- ausgejagt. Mit den Südwestern verglic^n, maäMi die hiesigen Eingeborenen überl-aupt einen sehr harmlosen Eindruck. ^,tc Weißen sckemen bei chnen sehr beliebt, denn jeben Morgen werden die Häuser von Leuten, die oft von weit her kommen und sich als Tienftbotcn vermieten möditen, überlaufen. An persönlicher Bedienung fehlt es also nie. Will inan aber gute Köche und Wascher haben, so muß man sie sich aus Accra oder Togo kommen lassen, denn in diesen Künsten sind die Bakuiris bei allem guten Willen nicht sehr erfahren. Tie Accras sind gut gewachsen, vornehm und sehr exklusiv. Tic Bakuirileute haben viel Aehnlichkert mit exfrinr pansen, sind immer vergnügt, lieben alles Geräuschvolle und haben ein unglaublich drolliges Mienenspiel. Im übrigen sind sie Kava licre und legen ihr ganzes Geld in Jeu und galanten Tarnen an. Ausgezeickmet bedient und verwöhnt, ivird der Europäer hier bald faul und führt ein rechtes Schlaraffenleben, sitzt auf seiner Veranda, ißt sehr viel, trinkt gut und läßt den heben Gott einen guten Mann fein. • Die Szenerie, in die man vom Ballon bc» Hauses frinaus- blickt, reißt zu immer neuer Bewunderung hin. Victoria wird überragt vom großen und kleinen Kamerunberg, jener etwa 4000, letzterer etwa 1800 Meter hoch, Matterhorn und Rigi dicht nebeneinander. Vor uns die blaue See nut vielen kleinen malerischen Inseln und in der ft-erne der riesige Pic von Fernando Po. Eine Vegetation, von der man sich drüben in Europa keinen Begrisf machen kann, so fabellzaft üppig und grün. Tie Temperatur ut feucht-wann, denn Regen fällt auch vor der eigentlichen Regen zeit ungefähr dreimal täglich. Was Häuser anbetrisst, so ist Victoria der luxuriöseste kleine Platz, den man fiel hier in Afrika denken tarnt. Wenn man das mit Südwest verglicht! Hier sind reizende kleine Villen mit großen Veranden, Wasserleitung (!!) und Palmengärten! Für die Bcguemlichkeit der Beamten, die ausschließlich diese komfortablen Häuser bewohnen — leider nur drei genießen dazu den Luxus einer deutschen Hausfrau — ist hon der Regierung wirklich aufs beste gesorgt. Sehr amüsant sind oft die Gerichtsverhandlungen, Pallower genannt. Tont comme chez nous: Frau von Schönebeck in schwarzer Ausgabe — Wolff-Metternich dito, — großer Schwindel, kleiner Schwindel und grober Unfug, 's ist im Grunde genau so mic in Berlin! Aber diese überwältigende Komik in Rede und Gegenrede! Man kann das gar nicht besäfreiben. Einige Abivechslung in das sonst sehr beschauliche Leben am Urwaldrand brachte neulich Nacht ein großer Tornado, wobei es in unser Wellbleck^ach einschlug. Tas blitzte und krachte nur so und die Landsckxnt sah sck,auerlich schön aus; noch großartiger als in bcn Tagen, da kein Lüftchen die Ruhe diefes lachenden Himmels stört. Kreis Friedberg. Bu tzb a ch, 28. Sept. (Gemeinderatssitzung.) An- wesend; Bürgermeister Flach, die Beigeordneten Hadermann und Heil, die Gemeinderatsmitglieder Braubach, Grauer, Heil, Heyd, Kück-el, Müller, Oppenheimer, Tröster und Tr. Vogt. M^izinal- rat Tr. Vogt verlas folgendes Protokoll der Baukommission vom 19. September 1912: Es wurden verschiedene städtische Gebäude besichtigt und die Kommission schlägt vor, die erforderlichen Mittel in den Voranschlag für 1913 einzustellen: 1000 Mark für Reparaturen im Turnhallegebäude, insbesondere sollen die Fenster der Nordseite zum Schutz der Scheiben ein Drahtgitter erhalten, die Wände der Keller ein Ueberrourf; die Wohnung des Fräulein Köberer soll durch eine Türe abgeschlossen werden, dazu soll eine überflüssige Türe aus der Turnhalle verwendet weiden. Tie Kommission ist der Ansicht, daß das Tumhallegebäude durch einen Hausmeister ständig beaufsichtigt werden muß, schlägt vor, dieser- halb mit Herrn Leyerz-apf zu sprechen. Ferner beanttagt die Kommission: die technische Kommission soll prüfen, ob es nicht möglich ist, das Turnhallegebäude an die Heizung der Realschule anzuschließen resp. im nächsten Jahre einen Voranschlag über eine vereinigte Heizungsanlage fertigen zu lassen. Für Jnstand- setzung der städtischen Wohnungen in der Neugasse und Krachbaumstraße 1000 Mark in den VoranscUag einzustellen. Diese Anträge werden angenommen. Gemeinderat Heyd schlägt namens der technischen Kommission vor, für Anschaffung einer neuen Pumpe für das 2. Bohrloch 4000 Mark im Voranschlag vorzusehen, der Antrag wird genehmigt. Gemeinderat'O p p en hei mer schlägt vor: Anlage von dNosaikpflaster (Asphalts an der katholischen Kirche an den Bollerschen Neubauten vorbei bis zum Ostbahnhof. Ter Gemeinderat erteilt hierzu seine Zustimmung. Tie Anttäge Oppenheimer, Herstellung einer Äufenthalthalle für die Kleinkinder- schule, Ausbau der Straße zwischen den Villen Tröster und Klingel bis zur nächsten Straßenkreuzung, werden abgelehnt, die Anträge, Einstellung eines Betrages in den Voranschlag für 1913 für freie Lehrmittel für Kinder, deren Eltern ein Einkommen unter 1200 Mark, und Einstellung von 60 Mark für Milch für die Kinder der Kleinkinderschule, werden für die nächste Sitzung zurückgestellt. Ter Antrag Oppenheimer, die neuprojektierte Straße des Bollwertweges „Gutenbergsttaße" zu benennen, wird genehmigt. Für den verstorbenen Hermann Bartel soll Georg Sparwasser als Feldgescksworener in Vorschlag gebracht werden. 2ie, Tagegebühren der Feldgeschworenen wurden von 3 Mark auf 4 Mark erhöht. Der Antrag des Beig. Heil, für die neuen Obstbaum- pjlanzungen im freien Felde einen Abstand von 5 Meter von den Nachbaryrenzen vorzufehen, wird abgelehnt. Tie Verlegung der Straßemlucht vom Riedelschen Grundstück nach Norden zu. Aus Stadt und (and. Gießen, 1. Oktober 1912. M Erledigte Stel len. Tie Stelle des Kreis-. geometerS zu Butzbach. — Vier Lehrerinnenstellen in Worms, von denen'drei mit evang. und eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzen sind. 2lus der Rechtsprechung der Reichsgerichts, in. Zum Schein erfolgte Angabe eines höheren Kaufpreises, als des ernstlich vereinbarten, tut Kausprotokoll, macht den Kaufvertrag unwirksam. — E. d. R G. Bd. 78 S. 115. Durch gerichtlich beurkundeten Vertrag vom 18. März 1910 verkaufte der Beklagte an den Kläger — den damaligen Bräutigam und jetzigen Ehemann seiner Tochter — seine Grundstücke für „d e n vereinbarten Kaufpreis von 60000 Mk ". Hiervon sollten 40 000 Mark gestundet bleiben und der Tochter des Beklagten als Vorbehaltsgut überwiesen und hypothekarisch auf den Grundstücken eingetragen werden. 11 500 Mark sollten bei der Auflassung bar bezahlt werden. 8500 Mark Baukosten, welche durch Instandsetzung der GutSgebände entstanden^ feien, sollte der Kläger zur eignen Berichtigung übernehmen. Diese letztere Be- ftimmung war in beiderseitigem Einverständnis zum Schein ausgenommen Die Kosten der von dem Verkäufer ausgeführten und bezahlten Reparaturarbeiten in Höhe von mehreren Tausend Mark waren bereits bei Bemessung der Anzahlung von 11 500 Mark in Anschlag gebracht worden. Der Käufer hatte die Absicht geäußert, seinerseits noch weitere Bcrbesserungsarbeiten vornehmen zu lassen, deren Kosten er auf 8500 Mark veranschlagte, und er hatte gewünscht, da ihn das Gut nach Ausführung dieser Verbesserungen auf tu lammen 60 000 Mark zu stehen komme, daß dieser Betrag als Kaufpreis in den Kaufvertrag aufgenommen werde, damit die Geschwister der Braut sich nicht später durch die niedrige Bemessung des Kaufpreises beschwert fühlten. Eine Leistungsverbindlichkeit des Käufers an den Verkäufer in Höhe dieser 8500 Mark war also in Wirkliclikeit nicht vereinbart. Da demnächst der Bellagte die Auslassung des Guts weigerte, erhob der Kläger darauf «läge. Er wurde mit derselben abgeroiefen. In den Gründen des Urteils des R. G. ist erwogen: Tie Unrichtigkeit des protokollierten Kaufpreises, der ein wesentlicher Bestandteil des Kaufvertrags sei, mache den ganzen protokollierten Kaufvertrag unrichtig und zum Scheinvertrag und nach § 117 B. G. B. nichtig. Ter wirtlich gewollte Berkaus zu einem niedrigeren Preis sei auch nicht durch den protokollierten Verkauf zu einem höheren Preis als verdecktes Geschäft nach § 117 Ab st 2 B. G. B gedeckt und wirksam. Nach der den Schutz des Veräußerers bezweckenden Vorschrift des § 313 B. G. B. müsse der wirklich gewollte Kausverttag gerichtlich ober notariell protokolliert werden. Ter Verkäufer sei nicht verpftichtet, das Grundstück zu einem niedrigeren, als dem protokollierten, Preis entsprechend einer mündlichen Vereinbarung zu übertragen. Menschen gipfelt. ** T i e M e i st e r p r ü f u n g s k o m m i s s i o n für die Provinz Cberfrenen schreibt uns auf Grund ihrer Beobachtungen folgendes: Die Prüflinge im Maurer und Zimmerer- Handwerk lassen fortgesetzt in den Prüfungen noch manches zu wünschen übrig, und deshalb dürfte ein Hinweis darauf, was von diesen Prüflingen verlangt werden muß, für die beteiligten Personen von Interesse sein: Der Maurer - und Zimmer- meister bedarf bei Ausübung seines Berufes recht umfangreicher technischer Kenntnisse, die er nur auf dem Wege einer guten systematisch geordneten Schul-Ausbildung sich aneignen kann. Ein einfacher sogenannter Vorbereitungsdrill in den technisck)en Prüfungsfächern hat nach Mitteilung der Prüfungskommifsion zu ungenügenden Ergebnissen geführt. Einem solchen Vorbereitung^ drillverfahren fehlt all und jedes Fundament, das allein für die Dauer befähigt, weiter arbeiten zu können. In diesen Prüfungen wird verlangt, daß der Prüfling fachgemäße schriftliche und mündliche Lluskunft geben kann in den folgenden Fächern: Baukunde — hier die Elemente des Entwerfens einfacher städtisck-er und ländlicher Gebäude, Umbauten ufw.; Konstruktionen im allgemeinen: Statik und Festigkeitslehre — hier Anwendung auf die im öoefrbau vorkommenden Konstruktionen in Stein, Holz und Eisen: Flächen- und Körper- ** Abschiedsseier f ü r das oberhessischeSchieds- gericht. In stattlicher Zahl hatten sich am Samstag abend im Lenzschen Felfenkcller die Mitglieder des Schiedsgerichts ftir Ober- Hessen zu einer kleinen Feier eingchntben. Bürgermeister Le u u Großen-Linden begrüßte die Erschienenen, die aus allen Teilen Oberhessens gekommen waren. Wadjbcni er in kurzen Worten die Veranlassung des Zusammenseins erwähnt, sprach er dem eiterigen Vorsitzenden, Mgierungsrat Dr. M c r cf, für denen achverftändige Leitung seinen Tank aus. In längerer, von Beifall unterbrochener Rede gab der Vorsitzende ein Bild der Tätigkeit lies Schiedsgerichts während der Dauer seines Bestehens. Er führte u. a. aus: Infolge der Reichsverficherungsordnung wird mit dem 1. Oktober das seither in Gießen bestehende Schiedsgericht ür die Provinz Lberhessen, dem die Erledigung der in ^ack>en >er staatlichen Fürsorgegesetze entstandenen Streitigkeiten znge- wiesen waren, in seiner seitherigen Gestalt aufhören. An feine Stelle tritt das Reichsverficherungsamt in Darmstadt, dem sämt- ' iche Streitfälle Hessens unterstellt sind, ohne die Mitwirkung von Arbeitgeber und Arbeftnehmer zu becinträdnigen ober auf zuheben. Vielmehr sollen diese seither von Zett zu Zeit in )cn Provinzialhauptstädten zwecks Entscheidung der Streitigkeiten zusammentreten. Was nun die Tätigkeit des seitherigen Schiedsgerichts anfoctrifft, so dürfe man wohl ohne Ueberhebung aus- prechen, daß alle dabei Beteiligten stets besttebt lvaren, nach ReckK und Gerechtigkeit die Entscheidung zu treffen. Daß dabei Vorsitzender und Beisitzer nickst immer derselben Meinung gewesen eien, halte er ftir durchaus gesund, denn nur durch Beleuchtung einer Sache von verschiedenen Seiten, werde es möglich sein, ein gerechtes Urteil zu fällen. Jedenfalls aber müsse er die Ansicht entschieden zurückweisen, als ob man bei der Beurteilung in einseitiger Weise mehr auf der Seite der vom Unfall Betroffenen gestanden habe. Diese Behauptung werde schon dadurch widerlegt, daß die letzten Instanzen verhältnismäßig wenige Fälle zurückverwiesen haben, also int allgemeinen zufrieden waren. Welche Fülle von Arbeitsmaterial im Laufe der 12 Jahre des. Bestehens zu bewältigen war, gehe aus der Tatsache hervor, daß annähernd 5000 Fälle entschieden wurden. Was das heiße, könne man einigermaßen ermessen, wenn man erwäge, welche Fülle von Material und Arbeit sehr oft ein einziger Fall verursacht. Daß dies möglich war, müsse zunächst auf das Konto des guten Verhältnisses zwischen Vorsitzendem und Beisitzern, zum größten Teil aber auf Rechnung des Bureaus selbst gesetzt werden, dem er für seine Tätigkeit die verdiente Anerkennung ausspreche. Als Grundlage aller Entscheidungen seien die Gutachten der Sachverständigen, besonders der Vertrauensärzte, anzusehen. Die nach dieser Richtung tätig gewesenen Herren dürften für sich das Zeugnis an- sprechen, infolge großer Gründlichkeit und Sachkenntnis einwandfreies Material geliefert zu haben. Ml es in allem genommen, dürfe man mit der Tätigkeit der Schiedsgerichte zuftieden sein, und die während einer Reihe von Jahren gesammelten Erfahrungen könnten für die Weiterentwickelung und den Ausbau der so segensreich wirkenden Arbeiterfürsorgegesetze nur von ganz bedeutendem Nutzen sein. Die nun folgenden Redner, sowohl Beamte des Schiedsgerichts, als Arbeitgeber und Arbeitnehmer, hoben einstimmig das sclzöne Verhältnis zwischen den einzelnen beteiligten Faktoren hervor, wodurch es für den Einzelnen feine Last, sondern .eine Lust gewesen sei, sich- der nicht leichten Arbeit der Erledigung von Streitsachen zu unterziehen. Medizinalrar Tr. H aber- ko rn-Gießen berichtete noch über seine Erfahrungen bezüglich der Untcri'udmng der Unfälle und wies darauf hin, wie gerade durch die Tätigkeit des Arztes auf dem Gebiete des Unfallwesens eine ganz genaue Wissenschaft, die Unfallkunde, sich herausgebildet habe, die in peinlich genauer Untersuchung und Feststellung der Tätigkeit und Leistungsfähigkeit der einzelnen Körperteile des taffen. . £ ** Der Verein efcem a l i g c r 116er in wiese n hielt am Samstag abend bei Kamerad Sauer seine ordentliche H erbN- Mitgliederversammlung ab, die gut besucht ivar. Aus dein Berickü, den der erste Vorsitzende erstattete, ergab sich, daß der Verein seit dem 1. 2lpril um 36 Mitglieder gewachsen ist und jetzt 450 Mitglieder zählt. Mit Rückfici: auf die im Herbst zur Reserve entlaifenen Mannschaften hofft der Verein, der 3t der oiertfLärffte der Hassia ist, seinen Mitgliederbestand auf pOO zu erhöhen. Das Andenken des verstorbenen Majors »rveifrerr Röder vor Diersburg ehrte die Bersainniliing durch Erl>eben von den Sitzen. Die Satzungsänderungen wurden nach beni Vor d.lagc des Vorstandes genehmigt, so das; in Zukunft die Vorstandsmitglieder auf die Dauer von zwei Jahren gewählt werden. Dem Rechner wurde für das erste Geschäftsjahr Entlastung erteilt und die Rechnungsprüfer ftir 1912 gewählt. Den breitesten Raum nahmen begreiflicherweise die Verhandluiigeu über das Regiments- jubiläum ein. Tas Regiment hatte sich außer Stande erklärt, die Herrichtung des Festplatzes und Durchführung des volksfeftlick>cn Teils des Jubiläums zu übernehmen und den Verein gebeten, diese Arbeiten auf sein stttsiko auszuführen. Darauf beantragte der Vorstand nach eingcfrcnbcn Beratungen einstimmig, die Mitgliederversammlung solle die llcbemaljmc des v o 1 ksfest 1 ichen Teiles nebst Herrichtung eines entsprechenden Festplatzes bc schließen. Nach einer aussührlickjen Aussprache fand der Antrag des Vorstandes einftimmige Annahme. Beschlossen wurde auch die Anschafftlng einer Vereinsfahne und einer der vier Ent - würfe gutgeheißen. Der Vorstand soll die weiteren Verhandlungen führen. Am 26. Oktober findet eine MonatSversammlilng mit einem Vortrage, am 23. November ein Kommers statt zu Ehren des (Geburtstages des Landesfürsten. Am 21. Dezember soll die Weihnachtsfeier auf der Liebigshöhe stattsinden. Am Sonntag fand das diesjährige S ch l u ß p r e i s f ch i e tz e n statt, das sich mnes sehr guten Besuches erfreute. Tas Ergebnis ist folgendes: I. Meisterscheibe: 1. Preis Petri 53 Ringe, 2. Hellwig 51, 3. Reitz 51, 4. Weeg 47, 5. Georg 47, 6. Seibel 47, 7. Haupt 46, 8. Kaiifmann 45 Ringe; II. Tabellenpreise: 1. Reitz mit 140 Ringen, 2. Petri 134 und 3. Weeg 131; III. Festsck>eibe:. 1. Hellwig 51 Ringe, 2. Reitz 49, 3. Weeg 48, 4. Haupt 46, 5. Petri 46, 6. Dirlamm 42, 7. Herrmann 39, 8. Schmidt 38, 9. Hirsch 31, 10. Schott 29 und 11. Pohl 29; IV. Erste Ehren- scheide: 1. Petri, 2. Stoll, 3. Herrmann. Zweite Ehrenscheibe: 1. Reitz, 2. Hellwig, 3. Deibel. Abends fand nach der Preis-- verteilung in den Räumen des Schützenhauses eine Familiett- zufammenkunft statt, die sehr gemütlich verlief. Dem ersten Vorsitzenden des Schießausschusses Ph. Herrmann wurde in Anerkennung seiner Verdienste um das Bereinsschießwesen vom Vorstand eine Statuette überreicht. jungen Leuten, die eine solche Prüfung künftig abzulegen gedenken, den Weg zur gründlickxn Erlernung dieier Erfordernisse rechtzeitig zu zeigen, mack,en mir auf unsere hessischen Ge - wer beschul en auf niet Ff am, die demnächst ihre Winteriemester beginnen, und vollauf Gewähr und Gele»fenheit bieten zu einer gründ lichen sachgemäßen Ausbildung der Maurer und Zimmerer. Besonders ältere Gehilfen, die vielleicht schon reckü bald die Meuter- Prüfung oblegen wollen, sollten diesen Himreis mcdt unbcadMct Handel. — Preiserhöhungen im Sch uhmacherbandwerk Tie aus dein Rohhäuteniarkt sich abspielenden Vorgänge zwingen zu einer ernsthaften Betrachtung der für das Schuhmacherhandwerk immer schwieriger werdenden L'age. Alle Sorten Leder sind innerhalb eines Jahres durchschnittlich 30—40 Pfg. das Pfund gestiegen und die Preise sind sicher noch lange nicht auf dein Höhepunkt an- gelangt. Durch die vorjährige Maul- und Klauenseuche, die ungünstigen Verhältnisse in der Landiviitschast und durch die verstärkte Nachfrage in Leder und Lederwaren sind die enormen Ausschläge Hervorgernfen. Unter diesen Umständen mußten die Schuhmacher Preisaiifschläge eintreten lassen. Wo die Mehrforderungen auf Widerstand stoßen, findet der Schuhmacher keinen anderen Ausweg, als billigere Ware zu verarbeiten. Märkte. F.C. Wiesbaden. Vlehh of-Mark tberk cht vom 30. Sept. Auftrieb: Rinder 103 (Ochsen 60, Bullen 2, Kühe 41), Kälber 82, Schass 47, Schweine 234. Marktverkauf: Allgemein mittelmäßiges Geschäft; Großvieh Ueberstand. Preise für 100 Pfd. Lebend- Schlacht- Ochfen. gewicht Vovsiefschfge, auSgemästete, höchsten Schlacht- Mk. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 54—57 98—103 Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . 53—56 97—102 Junge, fleischige, nicht auSgemästete und ältere ausgemästets 48—52 89—95 Bull en. Dollfleischige, ausgeiv^ höchsten Schlachtiv. . . 50—53 84—90 Vollfleischige, jüngere 44—49 73-82 Fürs en, Küh». Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 52—55 95—100 Vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ... . 44—50 82—91 Wenig gut entwickelte Färsen 45—59 86—94 A eitere ausgemästets Kühe und wenig gut eni- wickeÜs jüngere Kühe 39—43 72—79 Mäßig genährte Kühe und Färsen 32—38 64—76 Käl der. Feinste Mastkälber 66—68 110—115 Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 61—64 102—107 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 56—60 93—100 Geringere Saugkälber 50—54 84—90 S> ch a fe. Wetdemastschafe: Mastlämmer und Masthammel 42-00 88—00 Schwe ine. Vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebend» gewicht....... ...... 69'/ -70 88—90 ffiolifleijdjlge Schweine unter 80kg Lebendgewicht 681/.-697, 88-897. Dollfleischrge Schweine von 100—120 kg Lebend- gewicht.............. 71-72 89—90 Vollsleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht 697,-70'/, 87-88 eingenmben, so daß der große Saal bis aus den letzten Platz besetzt war. Man besprach u. a. die Frage der Wertung der Leistungen der einzelnen Vereine bei den Bundesfesten und gab dem Vorstände Anregungen, wie dies in Zukunft gehandhabt werden soll. Ter Vorschlag, daß die Bundes- vereine bei den Bundesfesten ein bestimmtes Lied nacheinander vorzutragen haben und dieses gewertet bekommet^ fand keine Gegenliebe, dagegen wurde gewünscht, daß jeder Verein ein selbstgewähltes Lied singt. Hierüber, wie auch über den Vorschlag, daß die Beiträge zum Bund erhöht werden sollen, soll in dem im Frühjahr in Gießen stattfindenden Bundestag Beschluß gefaßt werden. Unter großem Beifall fand dann der Vorschlag des Vorsitzenden Annahme, zur Jsahrhundertfeier der Befreiung Deutschlands im Mai n. I. eine gemeinsame Längerfahrt des Lahntal-Sängerbundes nach der deutschen Erke in Koblenz zu veranstalten. Im Anschluß an zwei Vorträge des Gesangvereins Liedertafel hier überreichte der Bundespräsident den Mitgliedern Ahrenz und Hermann für 25jährige Zugehörigkeit zu dem Verein Ehrendiplome. Es schloß sich ein Frühschoppenkonzert und später eine Besichtigung oer Altentümersammlung auf dem Landgrafenschloß mit nachfolgendem Zusammensein im Turnergarten an W Frankfurt a. M., 28. Sept Zur Abschiedsfeier für den scheidenden Oberbürgermeister Tr. Adickes hatten sich heute abend in dem Raume der Festhalle viele Tausend Bürger Frankfurts eingefunden. Fansarenklänge und brausender Beifall begrüßten den greisen Oberbürgermeister, als er in jugendlicher Frische die Tribüne betrat. Der Festakt wurde eingeleitet durch Gesang des Sängerchors des Lehrervereins von Frankfurt. Hierauf ergriff Stadtverordneter I u n g das Wort. Er feierte den Scheidenden als den großzügigen Reformator, dem die Stadt Frankfurt ihren mächtigen Aufschwung verdanke. Die Stadtweiterung, die ihren Abschluß fand in den großen Eingemeindungen, durch die er die Stadt vor dem Schicksal Berlins bewahrt habe, die gewaltigen Industrie- und Handelsanlagen, die Verbindung zwischen Ost und West, die großen Unterrichtsanstalten und endlich die Schaffung der Universität Frankfurt. Alles verdanke die Stadl seiner machtvollen Persönlichkeit. Nachdem der Redner noch der Tätigkeit des Oberbürgermeisters im Herrenhause und seiner liebenswürdigen Persönlichkeit gedacht hatte, schloß er mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Adickes. An die Festrede schlossen sich Vorführungen lebender Bilder, die den Aufschwung Frankfurts in den letzten 20 Jahren versinnbildlichten und die von Gesang und deklamatorischen Vorträgen eingerahmt wurden. Als das letzte Stück verklungen war, hielt Oberbürgermeister Adickes eine Ansprache in der er seinen Dank für die Ehrung aussprach und ein Hoch auf Frankfurt ausbrachte. Hochheim a. M., 28. Sept. Anläßlich ihres 25jäh- rigen Bestehens hat die älteste deutsche Sektfirma B u r g c f f und Co. heute eine Feier veranstaltet. Direktor Albrecht Hummel begrüßte die Festgäste und brachte das Kaiser- hoch aus. Der Landrat des Kreises Wiesbaden, Kammerherr von Heimburg übermittelte die Glückwünsche der Regierung und überreichte Ordensauszeichnungen für Angestellte der Firma. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Geheimer Kommerzienrat Dr. Bamberger gedachte der Ehrengäste, Direktor Hummel der deutschen Industrie und .Landtagsabgeordn. Wolf- Biebrich der Familie Hummel. Universitäts-Nachrichten. Königsberg i. Pr. Tcm ordentlichen Professor der landwirtschaftlichen Betriebslehre und Tierzuchtlehre an der Universität Königsberg t. Pr. Dr. phil. Friedrich Albert wurde der Charakter als „Geheimer Regierungsrat" v^lrehen. .Pros. Albert geboren zu Münchenhof bei Ouedlinburg ' steht »m 53. Lebensjahre. Seine akademische Laufbahn begann er 1889 als Privatdozent in .Halle. 1890 wurde er Extraordinarius für fveziclle Tierzuchtlehre und Molkereiwesen als Nachfolger von Pros. Kirchner und siedelte 1901 als Ordinarius imb Strcttar des landwirtschaftlichen Instituts an die Universität Gteßen über, wo er der Nachfolger von Geh-Rat Prof. Thaer war. 1903 wurde Albert nach Königsberg als Nachfolger von Pros. Back' Haus berufen, um hier allgemeine und spezielle Tierzuchtlehre lorotc Betriebslehre in Vorlesungen und Hebungen zu vertreten. Mit Ablauf des Wintersemesters, Ostern 1910^trat er vom Lehramte zurück und wohnte seither in Eisenach. Sein Arbeitsgebiet liegt ; 31.tr -'.'l'cfi in ivr 2t.nuctr und ^ütterun^slehre. Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vorn 21. bis 27. September 1912. KreiS: Ain 21. September waren verseucht: Bon» 21. bis 27. Sept, sind neu verseucht': ‘450111 21. bis —27. Sept, ist die Seuche erloschen in: Tarmstodt . Kranichstein — — BenSheim . — — — Dieburg . . — —— — Erbach . . . Neustadt, Hetschbach — Neustadt Hetschbach Gr.-Gerau. — — — Heppenheim — — — Offenbach . — — — Gienen Lang-Göns — — AlSfeld . . . Gontershausen — Gontershausen Büdingen. . — — Friedberg . Lauterbach. — — —- — — —— Schotten. . — — — Alain; .. . — — — Alzey.... —• — — Bingen. . . — — — Oppenheim. —— — —— Worms. . . — — — Vermischter. * Feuersbrünste. I n Lorenzo Marques (D c u t s ch - S ü d 0 st) wurde das Amtsgebäude des deutschen Konsulats durch Feuersbrunst zerstört. Das Inventar und die Akteil sind zum Teil verloren. — In der Chinesen st adt Sachaljan ist eine Feuersbrunst ausge- b r 0 ch c n. Ein Stadtviertel ist vollständig, ein anderes halb niedcrgebrannt. — Ein Feuer zerstörte den achtzig Meter langen Speicher der .Handelskammer in Calais. Ter Schaden beläuft sich auf fünfhunderttausend Franks, die Hälfte davon machen Immobilien aus. — Eine Pulverexplosion ereignete sich nach einer Meldung aus Schanghai, am 19. September im Pulvermagazin zu Faucheng (Provinz Hiipeh). Das Magazin und die umliegenden Häuser wurden zerstört, über hundert Menschen sind getötet worden. Felsstücke wurden über den HankiaM'luß fünfhundert Aards weit geschleudert. * Seltsamer Unfall. Aus Berlin wird untcrm 28. d. M. gemeldet: Heute früh wurden die drei 23 bis 25 Jahre alten Töchter des Kaufmanns Arndt in ihren Betten schwer krank aufgefunden. Gleichzeitig wurde ^eine Treppe tiefer das 17jährige Dienstmädchen eines Schneidermeisters in ihrem Bette tot aufgefunden. In ihrer Kammer waren beide Gashähne geöffnet. Das Gas war in die Wohnung des Kaufmanns Arndt gedrungen und hatte die Töchter betäubt. Es gelang, sie wieder ins Leben zurückzurufen, Kleine Tagerchronik. Im Erdbebengebiet der Schwäbischen A kv, insbesondere in der Umgebung von Balingen und Reutlingen fand gestern abeno 7.10 Uhr wieder em Erdstoß nnt starken Erschütterungen der Häuser statt. Es folgten noch ryehrfache Stöße. Vormittags war ein leichter Stoß vorangegangen. In Kiel erfolgte am Samstag in Anwesenheit der Prinzessin Heinrich von Preußen und des Prinzen Walde- mar, der Stadtbehörden und Abordnungen plattdeutscher Vereine die Einweihung des zur Erinnerung an Klaus Groth am Ufer des kleinen Kiel errichteten Brunnens, eine Schöpfung des Bildhauers Mißfeld t. Unter ben Anwesenden befand sich auch der Sahn des Dichters mit seiner Familie. e 'S r?<-» <-1 öÄ rs B 2-söf S8 Wo o co o CT1 r: o ° f-i s 0 © S-cflS- = 5 3 R> CD 2. «U tv iS Z » 3 Li — SS -e E § - E co ® e e O E1O ~3 ©e ©623 «8 6=i3 (?) 3:0 D (?) oppeg (?) 2. 2® S, Ö 3 SCO G re S(nmc S-S-L-SS- m ’S w CD v- o to. 2 © © 3^ S 3: m- g- Z- K s e Gl ti 8 O tc u w 2. AL sr.s 8 er v> G DS -4 2 L 8 =.^2 I5 X. ei C'IOMC; - r» r? » - . Ore O-SD % U6 O <1 • 68 3 tP© -- c¥? Gl g S iS3- - Ö& 58 ts » «b AÖ— O <5? £> 3 ÖU 9 a 3 a & P -> 2. 3 2» ii S-S 5"© C: 03 Q, _ e SH, 9 LLZ 3»-5 5. 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