: c 3 Z- 55’ = to5 et - : i.; 2=3: y ?□ :» ich ~C'q"£ C o '«3$ -2.LZ. ÄS? ~ 2 ?5 s 2." •ü 5 d< s »S s - »"3er ■ r» r," flr res ■ « ; E ,2 . sS^ C* o 6u 3 g. 6^2, ;ss A-Z 2 S = = £$2. 55,a= og,? 2 S?s ll s Nr. 268 Der ewwr teeytgei erf* *rt"i täflltd, auber konntag«. - Beilagen: Dternia I roöcbentlid) Otche«er.^amiIiendIäNer Iwennal tüödicntl.KrtiS: lattfür^en Kreis ftteKcn lTienStaq nnt<;reuaa). zweimal monntl tand> »lrklchosiüche Seltfragtn Hernwrecti - Anschlüsse: hu die Redaktion 112, Vertag u. Expedinon 51 Adresse für Depeschen: «uzetger Stiessen. Annahme »en Anzeigen ha d»e Tagesninnmer biS vormittags 9 Uhr. Erster Blatt - 162. Jahrgang Mittwoch, 15 November 1912 Giessener Anzeiger General-Anzeiger für O'oerhessen Rotationsdruck vnd Verlag der vrühl'schen Unio.vuch- und Steindruckeret R. Lauge. Redaltion, Lrpedition und Druckerei: 5chuiftratze 7. vüdingen: Zernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vadndofstrahc 16a. veznqd» rei >; monatlich 75 l$fw mertel» lährhfb JDlt. S.80, durch Abdole- il Zweigstellen monatlich 66 Bi., durch dieBost DK. 2.— oicrtd- lührL auSschl. Bestell^. Zeilenprere: lokal 15 HU aueionrt» 20 Wenniq. Lheiredakleur: il Goetz. Verantivorrlich für den potiNichen Zeil August Goer;, tüx .(ten konservativ und liberal Wer die Ordnung im Staate aus recht erhalten will, kommt auf ihre schwarze Liste. Cana- lejas hat möglicherweise den Mord durch (einen jüngsten Gesetzentwurf'über die Berkehrsausstände herausbeschworen. Ter Ermordete war im Februar 1910 Ministerpräsident geworden. Im Oktober 1909 war das konservative Kabinett Maura über den Ereignissen von Barzclona und Melilla gestürzt, dann hatte der liberale Führer Moret die Geschäfte übernommen, allein schon im Februar ergab sich, daß er das Vertrauen der Gesamtpartei nicht mehr zu besitzen schien, weil er nicht für eine kräftigere Turcl)- führung des liberalen Programms zu haben war. Canalejas war vordem ein vielbeschäftigter Anwalt und lange Zeit Abgeordneter, bevor er einen maßgebenden Einfluß gewann. Im Ministerium Sagasta, dem er im Jahre 1901 einige Wochen angehörte, zielte er unter anderem auf eine Ordnung der kirchlichen Angelegenheiten unh des Schulwesens in modernem Sinne hin. ' Tie erste Frage, die Canalejas im Parlament zu lösen hatte, war die der Beziehungen zu Rom und des Abschlusses eines neuen Konkordates, das insbesondere die Frage der geistlichen Orden lösen sollte. Bekanntlich sieht das ve- stchende Konkordat die Zulassung von nur drei Männerorden vor, allein jeder Orden behauptet, damit gemeint und mithin ermächtigt zu sein. Darüber, daß die Zahl der Ordensleute ins Uebermäßige gewachsen ist, besteht eigentlich, so entnehmen mir der „Köln. Zta", kein Mei- nungsunterschied zwischen Liberalen und Konservativen, nur wollen letztere, die sich mehr auf die kirchliche Seite stützen, den Anstoß zu einer Reform nicht geben. Rom weiß, daß spanische Ministerien nur eine kurze Tauer l^abcn und hat bisher alle praktischen Unterhandlungen zum Absclstus; eines neuen .Konkordates verhindert oder verschleppt, und unter dem Ministerium Canalejas kam es deshalb zum tatsächlichen Abbruch der Beziehungen. So sah sich denn die Regierung genötigt, endlich auf eigene Faust vorzugehen Sie hat es durch Erlaß des sogenannten Vorhang es chloßgesetzes, das bis zum Abschluß eines Konkordats, aber mit Geltungsbeschräntung aus zwei Jahre, die Errichtung weiterer klösterlicher Niederlassungen verbot. Das nmr der erste große Erfolg des Kabinetts, doch darf inan ihn nicht zu hoch anschlayen, weil die Geltung des Notgesetzes zu Ende geht und eine Erneuerung unter den jetzigen Umständen und Parteiverhältnissen nicht sehr wahrscheinlich ist. Dauerhafter aber und die Leistungen der meisten Ministerien übertreffend sind die Hinterlassenschaften des Kabinetts Canalejas in andern Fragen der inneren Politik. Ihm verdankt Spanien die Auslwbung der altertümlichen, ver- kehrsfeindlichen und antisozialen Stadtmauten, sowie in Schulsachen eine wenig bemerkte, weil nicht durch Gesetz, fonbern durch Verordnung erlassene Reform der Ge- Haltsverhältnisse für die Volksschullehrer, die endlich, ivenn auch nicht gut, so doch in ihren materiellen Verhältnissen sichergeftellt werden. Ter größte Erfolg Canalejas liegt aber wohl in seiner Msa r o kkopolitik, wo er durch Beharrlichkeit und Zielbewußtsein den für Spanien günstigen Vertrag erreicht hat, der auch durch den Tod des Ministerpräsidenten nicht mehr in Frage gestellt ist. Der spanische und der französische Bertragstext ist bis aus wenige Ausdrücke gleichlautend. Den spanischen Liberalen wird es schwer werden, den Verstorbenen zu ersetzen. Wir erhielten noch folgende Drahtnachrichten: 9Jt a b r i b, 12. Nov. Um 2 Uhr 30 Minuten erschienen (Extrablätter ber Zeitungen mit Einzelheiten über die Ermorbung bes Ministerpräsidenten, ber von Passanten auf gehoben unb in eine nahe Apotheke, bic nahe bem Tatorte ge legen ist, gebracht worben war. Ter Apotheker erklärte nach kurzer Untersuchung, bas; bei Tob sofort eingetreten sei. Darauf würbe ber Leichnam in bas Ministerium bes Innern gebracht. Tas Portefeuille bes Ministerpräsidenten, bas 200 Pesetas unb einige Dokumente enthielt und auf ben Sobcn gefallen war, würbe ber Polizei von Vorübergehenden übergeben Ter Leichnam würbe im Hanptfaal bes Ministeriums aufgebahrt. Der König verrichtete ein kurzes Gebet vor ihm. Draußen vor dem Ministerium bereitete die bichtgebrängte Menge dem König langanhaltende Sbulbigimgcn. Um 12 Uhr trat ber M i n i st e r r a t zusammen unb beriet eine halbe Stunde. Unter anberen Maßregeln beschloß ber Ministerrat. zum vorläufigen Präsidenten des Kabinetts den Minister des Aeußern, Cö a r c i a Prieto zu ernennen. In der Kammer machte nachmittags der Minister des Aeußern Mitteilung Dom Tobe des Ministerpräsidenten unb schloß seine kurze Ansprache mit ben Worten: Canalejas starb zwischen seinen beiben Lieben, bem Volk unb ben Büchern. — In ber Tat würbe Canalejas von ber tötlichen Kugel getroffen, als er bas Schaufenster einer Buchhandlung betrachtete.__________ (Erfolge der Türken? Es sind nun anderthalb Wochen her, daß die großen Schläge bei Luele-Burgas und Bunar fciffar fielen: es war gemeldet worden, daß die Bulgaren sofort die Verfolgung aufnebnieit und mit den Flüchtigen zugleich die Tore Konstannnopels erreichen wollten — und heute ist alles uock; so weit wie am 3. Novembertage. Alfo auch die Bulgaren hatten Ruhe und Verstärkungen nötig. Vielleicht wollte die Hauptarmee die Kapitulation von Adria- nopel abwarten, um mit allen verfügbaren Truppen dann den letzten Kampf zu wagen. Aber die belagerte Festung hält sich länger, als man geglaubt hatte. Heute gibt der Berichterstatter der Wiener „Reichspost", der bekanntlich int bulgarischen Lager sich befindet, zu, daß es mit der Erstürmung von Adrianopel noch gute Wege hat. Tie Stürmer sollen entsetzliche Verluste erlitten haben. Ties wird zwar in einer amtlichen bulgarischen Meldung bestritten, allein man hat dort allen Grund, die Wahrheit zu verheimlichen. Wie oft hatte man vorhergesagt, die belagerte Stadt könne sich nur noch wenige Stunden halten! Heute sind die Militärsachverständigen in Sofia laut untenstehender Meldung etwas anderer Meinung geworden. Wie wird es nun um Tschataldscha werden? Wird man den Türken noch weitere Zeit lassen, Verstärkungen heranzuziehen? Nicht nur bei der Belagerung Adrianopels haben sie Erfolge gehabt, sondern auch int Kampfe mit den Montenegrinern. Auch die Eroberung Skularis wird, wie diejenige Adrianopels, noch etwas auf sich warten lassen. Folgende Meldungen illustrieren die heutige Lage: Heber die Kämpfe vor Adrianopel meldet der Berichterstatter der Wiener „Reichspost": Tie Bulgaren haben vor Adrianopel Feinen leichten Stand, ba ihre ftfovere Belagerungsartiller ie zwar hinsichtlich des toten unb lebenden Materials vorzüglich, aber nie genügenb zahlreich ist, ivährend einzelne türkische Werke eine relativ große sortifikalorische Stärke besitzen. Die Bulgaren ersetzten den Mangel au genügend zahlreicher Belagerungsartillerie durch eilten wahnwitzigen Vorwärtsdrang und durch heroische, entsetzlich blutige I n f a n teri est ü r mr. Ich sah zwei Bataillone im Sturm vorgehen, von denen kaunt zwei Kontpagnien zurückkamen. Von K a b i n k o j aus stoßen die bulgarifdwn Kolonnen jede Nacht in dem Raum zwischen dem Werk Ainali Milet und dem nördlich gelegenen Kemertabja vor. Ebenso entbrennt jeden Tag aufs neue der Kampf um Marasch, daS nunmehr ein niedergebrannter Trümmerhaufen ist. Seit dem vorigen Sonntag sind serbische Truppen bei der B el a g e r u n g s a r m e e bei Adrianopel ein getroffen. In Mustapba Pascha sind uw gesähr l1/» Divisionen burclmiarschiert. Tie Entscheidung' dürste auf beiden Punkten, bei Tschataldscha sowie Adrianopel ungefähr gleichzeitig fallen. :/: So fia, 13. Nov. (Priv.-Tel.). Militärische Sachverständige, die den Stand der Belagerung Adrianopels gut kennen, erklären, daß die Festung noch lange keinen Mangel an HilfS- gueilen hat. Namentlich ist noch rechlich Munition vorhanden. Die Türken unternehmen mitunter auch Angriffe, wenn sie sich auch gewöhnlich auf die Mwehr der bulgarischen Angriffe beschränken. Wenn die Belagerten nicht durch Hunger zur Uebergabe gaumigen werden, bedarf es noch großer Anstrengungen der Bulgaren, um bi< Festung zu nehmen. Bulgarische Meldungen. Sofia, 12. Nov. Tie Agence Bulgare meldet: Die in Mazedonien operierenden bulgarischen Truppen nahmen am 6. November Strumizo und Demir- H i s s a r ein. Die Bulgaren drangen vorgestern bis zu den Tschataldscha-Stellungen ohne Widerstand vor. Rodosto, Eregli, Siliwri und Midia wurden besetzt. Die zweite bulgarische Armee, die Adrianopel belagert, zieht den Belagerungsring um die Stadt immer enger. Tie Forts Papztepe und Kartaltepe wurden eingenommen. Die Gerüchte, daß die Bulgaren bei der Einnahme dieser Forts große Verluste erlitten, entbehren jeder B c g rü n b u n g. Der türkische widerstand vor Tschataldscha. Konstantinopel, 12. Nov. Mahmud Mukh- t ar Pascha, welcher den Flügel bei Stirf Misse später bei Wisa kommandierte, ist gestern hier eingetroffen und abends nach Tschataldscha abgereut. Heute abend geht ei n Militärzug mit Truppen und zahlreichen Offizieren nach Tschataldscha. Ter Militärkom« Mandant im Perneu, der frühere Generalstabschef Izzet Pascha, welcher, wie bereits gemeldet, eiligst nach Konstantinopel berufen wurde, soll in einigen Tagen eintreffer und das Oberkommando der Armee übernehmen. Aus Konstantinopel. Das „Berl. Tagebl." meldet aus Konstantinopel: Die Regierung hat zur Aufrechterl)altung der Ordnung alle bekannten türkischen Blätter bis auf zwei unterdrückt. Auf £en Brücken ist strenger Kon- Ucbcr die Entstehung der bekanntesten Gedichte Ludwig Uhiands werden einige Angaben bei seinem 50. Todestage wohl inter elfteren Daß durch die Mehrzahl von Uhlands Jugendpoesie, sowohl der Lieder als der Balladen, das Bild einer, sei es durch den Tod, sei es durch Entsagung, nach kurzer Seligkeit äußerlich .getrennten und im Herzen des Liebenden noch fortdauernden innigen Neigung geht, ist äugen,allig. Ob aber dm es sichtbar bevorzugte Bild nur Erzeugnis der bet vielen zarten Gemütern int jugendlichen Alter vorherrschenden elegnchen Sttm mung gewesen oder ihm ein wirklich erlebtes Verhältnis zu gründe gelegen, läßt sich schwer entscheiden. Jndeven idieint die Häufigkeit der Schilderung denn doch für ein wirkliches Erlebnis ju sprechen, und in diesem Sinne fassen auch alle nut Uhlands Jugendgeschichte vertrauten Personen die Sache auf. Wahr,ä)eui Htb war die schon im 18. Lebensjahre (1807 verstorbene als ungemein reizend geschilderte Tochter eines Tübinger Profetsors, Wilhelmine G , die Angesungene: vielleicht war es eine ge wisse, ruhige Zuneigung, die ent durch den Tod des Madchens sich zu wirklickier Leidenschaft entzündete Die Gettalt der der Erde Entrückten mag dann tm reinen Aetherlicht über dem ^ung fing geschwebt haben. Möglicherweise war es auch eine verborgen gehaltene Liebe, die der Dichter, seines reizlosen Aentzern, icutcr Ilngewandtheit sich bewußt, nicht auszusprechen gewagt hatte, dagegen sind die Gedichte „Wunder" und „Entichlul; , die beide in das 18. Jahr des Dichters 1805 fallen, an die damals werzelm jährige Schwester des Juristen und Politikers Jlben ^cbott^ ge richtet, die später einen Franzosen heiratete unb eine » halten und stellen sich den schönsten bisher gefundenen Proben gallo-römischer Kunst vollwertig zur Seite. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Berlin starb am 9. d. Mts. der em er. ord. Professor der Musikwissensckiaften an der Universität Straßburg i. Els. Dr. Gustav Jacob st Hal im 68. Lebensjahre. llrvllbienst eingerichtet und von heute an dürfen die Besatzungen der fremden Kriegsschiffe in Galata und Pera Patroinllendienste versehen. 8! lechtk Lage der Montenegriner. Die „Südslawische Korrespondenz" meldet aus Cat- taro: Einwandsfreie Berichte stellen fest, daß die mili- tärischeLage vor Sku tari für die Montenegriner entschieden ungünstig ist. Die Kolonnen auf dem linken Bojan aufer wurden nach dreitägigem Kampfe von Essad-Pascha bis nach Belas zurückgeworfen. Vor dem Eintreffen der Garden unter Jan ko witsch ist keine Besserung der Lage der Montenegriner zu erwarten, welche durch Neberschwemmungcn der Bojana und große Schneefälle Verpflegungsschwierigkeiten haben. Die Meldungen über die Besetzung von San Giovani di Medua und Messio durch die Montene^ griner haben sich als falsch erwiesen. Das Reuter-Bureau meldet dagegen aus Bjeka vom 11. November: Das Bombardement Skutaris wurde gestern abend wieder ausgenommen, die Türken zogen sich auf die höchsten Stellungen zurück. Wegen des Mangels an Lebensmitteln und des herrschenden Schneetreibens versuchten sie am Abend, ihre Stellungen zu verlassen Mid sich in die Stadt zurückzuziehen, wurden aber durch die Montenegriner zurückgeworfen. Ter König ist gestern nach A n t i v a r i abgereist. Aus Rjeka wiro ferner gemeldet: General Wnko- titsch unterwarf vollständig die Arnauten in der Nachbarschaft von T j a k o w a, die alle Waffen ablieferten. General Wukotitsch ist auf dem Bormarsch um die B e l a g e r u n g s - armee von Skutari zu verstärken. Eine serbisch Heeresabteilung unter General Zivkowitsch soll ebenfalls auf dem Marsche sein um die Montenegriner vor Skutari zu unterstützen. Das Vorrücken der Griechen. Athen, 12. Nov. General Sapundjakis telegraphierte aus Arta: Die griechische Armee hat gestern die Festungswerke Penoepigadia besetzt. Der Feind wurde verfolgt, zog sich hinter Pendepigadia zurück und stellte dort Batterien auf, die den ganzen Tag ohne Erfolg feuerten. Athen, 12. Nov. Gestern ist die erste Depesche aus Saloniki hier eingetroffen In dieser verlangt der Chef der Telegraphie in der Armee des Kronprinzen die Entsendung von 25 Telegraphenbeamten und verschiedenen Materials, da die Telegrapl^nleitungen an versckfic- 'denen Stellen der Stadt durch Feuersbrünste zerstört sind. — Die Prinzessin Sophie und die ausländischen Militärattaches begeben sich hmte auf Einladung des .Kronprinzen an Bord des Dampfers „Eykali" nach Saloniki. Infolge schwerer Regengüsse sind die Verbindungen mit den Provinzen unterbrochen Mehrere Eisenbahnlinien sind beschädigt, auch sonst ist der in Athen und den Provinzen cm gerichtete schaden beträchtlich. Ein Rat Müens on Serbien. Die „Neue Freie Presse^ meldet aus Belgrad: Der Italienische Geschäftsträger suchte am Montag den Ministerpräsidenten Pasitsch auf, nachdem der öfter reickstsch-mngarische Gesandte ihn verlassen hatte. Er erklärte im Namen der Regierung: Tie italienische Reaierung l?at immer die nationale Ent- wicklung Serbiens mit dem größten Wohlwollen begleitet. Die italienische Negierung verstand auch, daß Serbien das Verlangen hat, seinen Stammesgerwssen in Mazedonien zu helfen. Aber gerade der Grund, der die Serben veranlaßt hat, in den Krieg zu gehen, müßte Serbien die BerpfliclMng aufcrlcgcn, Albanien gegenüber eine andere Haltung an zu nehmen, als dies gegenwärtig geschieht. Auf Grund des nationalen Prinzips Trat Serbien den Krieg begonnen und darf dieses Prinzip den Albanesen gegenüber nicht verletzen. Vom nationalen Standpunkt aus wäre es zu verurteilen, wenn Serbien die albanische Nation unterdrücken wollte. Italien fühlt sich in der Angelegenheit betreffs Albaniens und dec Frage der akbanesisckien Häfen mit Oesterreich-Ungarn solidarisch Italien gibt Serbien den Rat, seine Ansprüche zu mäßigen. Italien würde dazu beitragen, daß die wirtschaftlichen Bedürfnisse Serbiens möglichst befriedigt werden. Ministerpräsident Pasitsch antwortete, er verkenne nickt die wohlwollende Gesinnung Mbaniens. Die serbische Negierung werde den Rat der italienischen Negierung in Erwägung ziehen. Die „Tribuna" schreibt in einem Leitartikel: Europa, das auf dem Balkan das Prinzip der Nationalität onwcnde, habe ein volles Recht daraus, dieses Prinzip auch auf Albanien, das für bic Auwnomie einen langen Kampf gegen die Türkei geführt und jetzt dem siegreichen Balkanbund den Weg geebnet habe, anz uw en den. Ein autonomes Albanien könne dem Balkanbund ein nicht zu verachtender Bruder, ein zerstückeltes, unterjochtes Albanien aber könne die Quelle dauernder Unruhen werden. Die Einigung Europas über diesen Punkt sei schon erreicht. Die Balkanstaaten begingen, wenn sic sich widersetzten, einen schweren Fehler, der die Negation der Prinzipien herbeiführen werde, die zu ihren Gunsten bei der europäischen öffentlichen Meinung wirksam seien. Was den von Serbien verlangten Adria Hafen anlangc, so sei nicht ein- zuschen, weshalb Serbien, wenn es sich nur von Handelsinteressen leiten lasse, auf Durazzv bestehe, dessen Besitznahme die Zerstückelung und Okkupation Albaniens bedeuten würde, anstatt sich mit einem montenegrinischen Freihafen oder einem Zugang zum Aegäischen Meer zu begnügen. Hinsichtlich der von Oesterreich-Ungarn betonten kommerziellen und wirtschaftlichen Interessen glaubt die „Tribuna" nicht, daß Oester- reich-Ungaril zu Ungunsten anderer Nationen von Serbien besondere Privilegien verlangen wolle. Daß Blatt meint, daß Oester reich nur die Aufrechterhaltung des Durchgangsrechts nach dem Aegäisckwn Meer durch die neuen Gebiete der Balkanverbündeteil anstrebe. Die „Tribuna" spricht schließlich die Hossnung auS, daß alle Schwierigkeiten durch die politische Klugheit der Groß Mächte und durch die Mäßigung der kleineren sich beseitigen lassen würden. Mobilisierung Oesterreichs. Tie „Boss. Ztg." meldet aus Po la: Heute ist die Mobilisierungsordre für die Kriegsmarine ausgcgeben worden. Aus S e m l i n wird gemeldet: Die Donauflotille wird heute mobilisiert. N e i ch e n b e r g, 13. Nov. Tie offizielle Kundmachung einer Teilmobilisiermig der Reserve des Jahres 1902 wird für Donnerstag erwartet. Zalflreiche Reservisten haben bereits ihre Einberufung erhalten. Das „Bcrl. Tagebl." w'.N dagegen aus Wien erfahren falben, eine friedliche Lösung des österreichisch-ser- bischen Konfliktes fei in Sicht. Serbien scheine den Vorschlag, das; es einen albanesischen Hafen ohne Hinterland erhält, den es nicht befestigen darf und zu dem durch ein autonomes Albanien eine neutrale Bahn fiistrt, auf Betreiben Bulgariens näher zu treten. Russischer Besuch in Belgrad. Belgrad, 12. Nov. Ter Erpräsident ber vussischen Reichsduma Gutschkow ist lfier ein- getroffen. Der Präsident der bulgarischen © obren) e verabschiedete sich am Dienstag mittag in Dfenpeft vom Grafen Berchtold. Er begab sich nach Stara Z-agora ms Hauptquarti-er. Wie Serbien Albanien gewinnen will. „Daily Ehronicle" veröffentlicht einen Bericht eines kürzlich aus Serbien heimg-ekehrten Korrespondenten, in welchem es heißt : Die Serben veranstalteten Massakers unter den Arnauten. Hunderte von Soldaten sowie Dutzende Offiziere und Privatleute, die es wissen können, erzählten dasselbe. Zwischen Kumanoivo und UcSkueb wurden 2000 Arnauten niederg emetzelt, bei Prischtina 5000. Nach dem Fall von Ueskueb wurden starke Patrouillen in die Umgegend geschickt, welck-e die A r - nautenbörfer anzündeten und flüchtende Einwohner niederschossen. Dutzende Offiziere erzählten, daß die Flüsse jener Gegend durch Leichen geradezu verswpst waren. Bei Durchsuchungen nach Waffen wurden in Hunderten von Fällen Leute in ihren Häusern kalten Bluts erschossen, gleichviel, ob sic Waffen besaßen ober nicht. In der letzten Nacht, die ich in Ueskueb zubrackte, wurden 38 Münncr von einer Patrouille gefangen und erschossen; die Leick>en wurden in einen Fluß geworfen. Die Serben suckren die Arnauten nicht in gewöhnlicher Weise zu unterwerfen, sie wollen sie vernichten. Soldaten aller Nangklassen sagten mir in dutzenden von Fällen: Wir wollen sie ausrotten, das ist die praktischste Methode. Ein Soldat in UeSkueb lud mich ein, seine Truppe auf einer Expedition zu begleiten. Diese Einladung wurde von einem Leutnant, einem Hauptmann und einem Major dringend wiederholt. Ich sollte ein Gewehr und 250 Patronen erhalten und würde etwas zu sehen bekommen. Schon diese Aufforderung trägt viel dazu bei, alle jene fürchterlichen Geschichten zu bestätigen, die ich gehört hatte. Rumänien. Die Wiener „Zeit" meldet aus Os en pest: Ter frühere rumänische Ministerpräsident Earp ist — wie verlautet in einer Scmderkommission — hier eingetroffen. Er ist der Ueberbringer eines Handschreibens des Königs Carol an den Kaiser Die Mission Earps scheint darin zu bestehen, die Ansprüche Rumäniens mit der durch die Erfolge der Bulgaren geschaffenen neuen Lage in Einklang zu bringen. Deutsches Reich. Der Bundesrat wählte als Mitglied des Reichsgesundl>eitsrats den Ober- Medizinalrat Balser, Vortragender Rat im hessifck)en Ministerium in Darmstadt. Die Tagungen der Hansa-Woche wurden am Dienstag mit der Sitzung der Submissionszentrale des Hansa-Bundes fortgesetzt. Diese begann mit der Vorlegung des von der Submissionszentrale ausgearbeiteten Gesetzentwurfs über das Verdingungswesen, welcher besonders nach der Richtung industrieller Forderungen wesentlich ergänzt worden ist. Nach eingehender Besprechung an der Hand des Vortrags des Vorsitzenden der Submissivnszentrale, Herrn Architekt Gestrick), wurde beschlossen, nunmehr alsbald den Entwurf dem Direktorium des Hansa-Bundes zur weiteren Behandlung vorzulegen. Danach sprach der Geschäftsführer des Hansa-Bundes, Mg. v. Nichthofen über „Die Reform des Verdingungswesens im Reich und in den Bundesstaaten", wobei einmütig der Standpunkt festgestellt wurde, daß eine gesetzliche Regelung dieser wichtigen Materie unter allen Umständen erforderlich fei. Als weitere Punkte der Tagesordnung seien die Vorträge des Generaldirektors Schiff über das bei der Submissionszentrale eingelaufene Beschwerdematerial und dasjenige des Obermeister Markus über die Forderung des Handwerks zum Submissions- Wesen erwähnt. Zum Schluß wurden nach Ausführungen des Sekretärs der Submissionszentrale, Dr. Schumann, Zuwahlen in die Zentrale vorgenommeu. Auch diese Tagung war wiederum von einer großen Zahl führender Kreise der Industrie, des Handwerks und des Handels aus allen Teilen Deutschlands besucht. Die Verhandlungen werden zurzeit fortgesetzt. Die Reichstagsersatzwahl in Greife nberg- Cammin ist vom 14. auf den 25. November verschoben worden. Ausland. D'erKönigvonJtalienan Kai ser Franz Josef. Wie aus 'Ofenpest gemeldet wird, ist vom König Viktor Emanuel folgende Äntwortdepesche eingegangen: Ich bin Eurer Majestät dankbar für die Wünsche, die Sie mir in so liebenswürdiger Form auszusprechen die Güte hatten. Von 'ganzem Herzen entbiete ich Eurer Majestät meinen wärmsten Dairk, indem ich Sie bitte, mir die lebhafte Genugtuung zu glauben, mit welcher ich die liebenswürdigen Glückwünsche entgegengenommen habe, die Sie an mich wegen des Ergebnisses der Aktion in Libyen wie auch rvegeu der Fül)rung meines Heeres und meiner Marine zu richten geruhten. Ein Telegramm deS Staatssekretärs v. Tirpitz an den italienischen Marineminister. Ter italienische Ministerpräsident Leonard C a 11 o l i c a crljicU folgende Depesche vom Staatssekretär von Tirpitz: Heute, an dem Tage der )Reüue der stegreichen Flotte, beglückwünsche ich 'Eure Exzellenz zu der vom König verliehenen Auszeichnung. Diese hohe Auszeichnung nruß Ihnen eine sehr große Genugtuung bereiten, weil sie der Initiative und der un- ennüdlichen Tätigkeit Euer Exzellenz zu danken ist. Eure Exzellenz haben mit ebenso großem Erfolg die Arbeit Ihrer Vorgänger fortgesetzt. — Ter Minister antwortete, indem er seiner lebhaften Dankbarkeit und Gefühlen der Kameradschaftlichkeit der beiden Marinen Ausdruck gab. Der russische Hauptmann Kostewitsch, dessen Sache am Donnerstag zur Verhandlung kommt, ist am Dienstag mit seiner Frau in Köln eingetroffen. Die Bewachung der französischen Eisenbahnen in Kriegszeitcn. Aus Paris wird gemeldet: Hinsichtlich der vom Polizei präsektcn Lepine gegebenen Anregung, die Schienenwege in Kriegszeiten durch Veteranen bewarben zu lassen, erklärte der KrieaSminister Millerand einem Berichterstatter, daß die Regierung sich schon seit langem mit dieser Frage beschäftigt habe. Auch die Idee deS Präsekten, den Veteranen im Kriegsfälle die Bewachung von Paris anzuvertrauen und ihnen einen Stab niebtmobihfierter Schutzleute beizugeben, scheine logisch und wirksürn. Eine Ztudentenschlägerei in Darmstadt. bs. Darmstadt, 13. Nov. lPriv.Tel.) Heute morgen 6 Uhr kam eS in der Rheinstraße vor dem Hotel Heß zu einer Schlager ei zwischen deutschen und russischen Studenten, in deren Verlauf der Student Weiser von Ezenstochau erstochen wurde. Er erhielt einen Stich in die Schlafe und mehrere Stiche in die Brust. Mehrere andere Studenten erlitten erhebliche Verletzungen, teilweise auch Schußwunden. Bon anderer Seite wird uns dazu noch gemeldet, daß der Schlägerei ein Streit in einem Eafä vorausging, der sich dann auf der Straße erneute. Der Student Weiser soll schon im Safe mit einem Revolver gedroht und dann auch während des Vorfalles auf der Straße geschossen haben. Schwer verletzt wurde durch Stichwunden der Student Allftaedt aus Langensalza, ivährend Stub. Dahr einen Stich an ber rechten Hand erhielt. Die Polizei hat Der. schicdene der Beteiligten festgenommen. Eine weitere Meldung besagt, daß die Polizei den früheren Studenten Ewald Dahr als den ermittelt hat, der den russischen Studenten Weiser erstochen hat. D ist ah Raufbold bekannt, er ist seit zwei Semestern nicht mehr an ber Hocfachule eingeschrieben. Aus Statt unt Land. Gießen, 13. 'Jloucmbcr 1912. * * Tageskalen ber für Mittwoch, 13. Nov Stadttheater: v© o l bf i f d) e". Anfang 7 Uhr. Koloni a l s e st in Siems ©orten. Anfang 5 Uhr. Allg. Deutscher Sprachverein. Vortrag von Geh Hofrat Pros. Tr. B e h a g h e l: Von deutscher Wortbildung. Abends 8H Uhr im Easö Ebel * " DaS GroßherzogSpaar ist auf einige Tagt inkognito nach Bayern gereist. » ** Konziertverein. Ter 1. Orchesterabenb am Sonntag, 17. Nov., im Stadttheater bürste unter versckie denen Gesichtspunkten von besonderem Interesse fein: Zunäctm ist es wiederum die für jeden Musikfreund willkommene, Jeiber zu seltene Gelegenheit, ein auserlesenes Programm klassiscker Instrumentalmusik in gediegener Ausführung zu hören, sodann aber der Name deS hervorragenden Solisten Robert Hutt, des gelegentlich der Parsifalszencn sehnsüchtig erwarteten, damals aber durch schwere Krankheit verhinderten Frankfurter Tenors In erster Linie sei auf die geschickte Zusammenstellung ber drei größten Meister des 19. Jahrhunderts hingewiesen: Mozart. Beethoven, Wagner. Mozarts Ouvertüre zur Zauberstöte, jenes unverwüstliche Kabinettstückchen für ein gutes Streichorchester, Richard Wagners großzügige Faiiüouvertüre und schließlich Beethovens Siebente — (A-Dur, Op. 92, vielleicht die freundlichste aller Sinfonien bc5 großen Meisters > sind an sich schon Zugstücke. Die 7. und 8. Sinfonie find der Entstehung nach Zwillingssckwestcrn und in ihrer Eigenart Vorläufer der gewaltigen 9. Sie flammen in ihrer Anlage beide aus dem Jahre 1809; vollendet ist die 7. 1812, und aufgcsührt wurde sie 1813 zum ersten Male, zum Besten ber in der Schlacht bei Hagenau invalib gewordenen österreichischen und baierischen Soldaten. Schon bei dieser ersten Aufführung hatte die Sinfonie großen Erfolg, der ihr ob ihrer unvergänglichen Schönheit zu allen Zeiten und den wechselnden Geschmacksrichtungen zum Trotz bis heute treu geblieben ist. Richard Wagner nannte die Sinfonie Apotheose b c S Tanzes und ckaraktcrisiertt sie vortrefstich in einer ausführlichen Bespreckmng. Nack einer breit auSgeführten Einleitung, in der die Oboe ein schlichtes und schließ lich zu großer Bedeutung gelangendes Motiv cinführt, beginnt nach langem Taften aus dem einen Tone e der erste S(i§_ (vivace^, her fick durch die charakteristische Nhythmisierung im ^/g-Take wie durch eine gewaltige Durchführung auszeichnet. Der wundervolle, jedem Klavierspieler zur Genüge bekannte zweite Satz, hat eine weiche elegische Stimmung und beginnt mit einem marschartigen Thema, dem sich bald eine wundervolle, fast wehmütige, klagende zweite Melodie anschließt. ES ist einer der schönsten Sätze Beethovcnscher Musik, der früher bei den Wiener Konzerten regelmäßig wieder holt werden mußte. Der dritte Satz, obwohl kein ausgesprochenes Scherzo, wohl aber ein Presto in schnellsten Schlägen iü voll übermütiger Laune, voll Freude und Lust und hat die verschiedenartigsten Auslegungen erfahren. Namentlich das herrliche Irin, daS nach Abbe Stadler einem niederösterreichifchen Wallfahrt» gejang abgelauscht sein soll, ist, wie auch immer cs gedeutet werden mag, von wunderbarer Wirkung, wenn zu dem, während des ganzen Satzes von den Geigen und Holzbläsern gehaltenen hohen a die Hörner, Trompeten und Fagotte ihre weihevollen Akkorde bis zum höchsten Fortissimo erklingen lassen, „wie im Sommernack mittag mit leuchtendem Sonnenschein und in tiefe Bläue sich wölbenden Himmel" wie Max Ehov sagt. Ein Unikum in der nrui'i-» kalischcn Literatur ist der Schlußsatz, ein Tanz von ausgelassenster Lust, eine bacchantische Weise, im Grundmetrum beS Daklplos gehalten, ein Wunderwerk thematischer Verarbeitung und dabei, wie überhaupt die ganze Sinfonie leicht verständlich, anmutig und von nachhaltiger Wirkung. Vielleicht gibt diese flüchtige Skizze unseren Musikfreunden Veranlassung sich an der Hand der vor- handcnen ausgezeichneten zwei- oder vierhändigen Ausgaben eingehender mit diesem Monumentalwerk zu beschäftigen und auf die Auffilhrung vorzubereiten. Wer fick dieser kleinen Mühe — oder besser gesagt „Freude" — unterzieht, wird am >fonzcrttage einen doppelten Genuß haben. • • Für bas erste Operngast spiel deS Großh. Hof- theaterS ist die Aufführung von Richard WagnerS ,Walkure^ in Aussicht genommen. • • Schnee. Heute nacht hat eS hier ziemlich lebhaft geschneit, so baß noch um 8 Uhr früh auf Wiesen, in den Anlagen usw. eine leichte Schneedecke lag. Auch von außerhalb werden Schneefälle gemeldet, so z. B. vom HoherodS- kopf bei 5 Grab Kälte 40 Zentimeter. Landkreis Gießen. s. Lollar, 12. Nov. Gemeinberatssitzung vom 12. November. Anivcsenb Bürgermeister Schmibt, Bei- georbneter Gerlach, bie Gemeinberäte Erdmann, Ringleb, Forbach, Back, Sckmpp, Schmitt, Römer, Hofmann und Go- meinberechner Schwalm. Geuehmiyung ber Rechnung von 1911: Die orbentlichen Einnahmen betragen 21 498,35 Mk, bie cmßerorbcutlichen 13 182,85 Mk, bic Umlagen 51 675,22 Mk., milhin Gesamteinnahmen 86 356,42 Mk. Die Gesamtausgaben betragen bei 58 689,52 Mk. orbcnt- lichen unb 18 219,39 Mk außerorbentlichen Ausgaben 76 908,91 Mk., so baß ein Ueberschuß von 9447,51 Mk. bleibt Die Rechnung wird genehmigt. — Der Voranschlag für 1913 sieht wegen verschiedener Mehrausgaben eine Erhöhung ber Umlagen auf 60000 Mk. vor. Er wirb eben falls genehmigt. — Am Sonntag hielt ber Turnverein Lollar eine gutbesuchte Hauptversammlung ab U. a wurde beschlossen, das 30jährige Stiftungsfest für 1913, verbunden mit dem Bundesturnfest des Lahn-Dünsberg Turnerbundes, in größerem Stile zu feiern. Als Fcsttagi sind der 28. bis 30. Juni vorgesehen. — Bei der heute hier abgehaltenen Treibjagd durch Jagdpächter Bauunternehmer Hr. Deibel wurden 29 Hasen und 1 Fuchs -ui Strecke gebracht. — Seit SamStag abend spenden bic neuen elektrischen Straßen lampe ri ihr Licht Auch sieht man hier unb ba in Privathäusern schon das menc Licht brennen. a. Hungen, 12. Nov. Heute starb, wie schon drahllick gemeldet wurde, hier im 84. Lebensjahr Geheimer Medizinal rat Dr. Ferdinand Rouge. Weit über die Grenzen eine» nor malen Wirkungskreises eines Arztes hinaus ist ber Berstorbenc bekannt und gesucht gewesen, sein Ruf erstreckte sich bis außer halb der Provinz. Stets hilfsbereit, hat Dr. Rouge, der du Verhältnisse seiner Mitbürger von Jugend auf kannte, Genc rationen feine Dienste gewidmet und seine weitauSgcdchntc Praxü vergrößerte das Zutrauen mehr und mehr. In den letzten Jahr«z allerdings praktizierte der Dahingeschiedsnc meist nur noch an Ort, aber bic Patienten suchten ihn von weither auf. Die Bürger schäft, ber er ein Freunb unb Berater war, schätzte und ehrtc Kerhandlun schönsten abhilft. Kreis Friedberg. enthielten. Nobelpreise. ■Klndenrehl T4M Jungen wurden hocherfreut Schmidt. 7483 Gcsaig-Vereii Wmi II. Platz i,20 M. (Vl»/U GIESSEN KONZERT 7481 C. M. v. Weber 1. Jubel-Ouverture. E-dur 3. Prima gesunde [7446 per Pfund 22 Pfg. ais/l 7275 überzeugen. - I. Platz (numm.) 1,80 M. Parkett(numm.)2,50 M. Schellfische 172-5 Pfd. 36 Pfg. KablianperPfd, 2Gpfg. 4. 5. 6. Das sind die Haupteigen schäften des „KornfrancK“ November, 71/, Uhr. Nur 30 Taje. Preisxvxirdig im Kräftig im Geschmack! Sparsam im Gebrauch! 3,00 M. 3,50 M 4,00 M. 5,00 M. 6,00 M. 1,00 M. I Rang Loge Parkettloge Terrasse Orchesterloge Fremdenloge Promenoir l’relRederPIätze: Galerie (Stehpl.) 40 Pf. II. Platz (2. Rg ) 70 Pf. Visitkarten billigst Brühl’sehe Druckerei« einer Aus- Bekanntmachnn^. Der Voranschlag der Gemeinde Lollar für 1913 Nj. liegt vom 15. d. Mts. acht Tage lang zur Einsicht der Beteiligten und Entgegennahme von Einwendungen auf unserem Geschäftszimmer offen. Es sind Umlagen zur Erhebung vorgesehen, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. Lollar, den 13. November 1912. Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. b Alsfeld, 12. Nov. 'Gegenwärtig finden zwischen der Ellenbahnbireftion Frankfurt und der hiesigen Stadtverwaltung aen wegen Anlage einer Zufuhrstrafte von ß e nod) dem Empfangsgebäude statt. Ter Umlage beschlossen wurde, zu der auch die märker herangezogen werden. Stangenrod, den 12. November 1912. Großh. Bürgermeisterei Stangenrod. Knau ß. Aren Mitbürger stets und hroditr ihm bei familiären Anlässen besondere Ehrnnqen dar. 1353 als Arzt dahier tätig, hätte Dr. im Juni nächsten Jahres sein KOiähriges To hot* jgfräflum gefeiert. Während des Krieges 1870/71 behandelte er jm hiesigen Sditob, das als Lazarett eingerichtet war, die Berwun- bdrn und konnte alle geheilt enttaffen Auch bei Errichtung des hiesigen Sfranfrnbaufee (Fendt'sche Stiftung > bat sich der Ver frrtfoenc Verdienste erworben Höheren Lrts hat man Dr. Wougr rehrt, indem ihm das Ritterkreuz des hcssisckxn Philippsordens ZÜassc, das Aenft'sche Ehrenkreuz 3. Klasse, die FeldzugS- medallle 1870/71 für Nichtkombattanten, die silberne Eisenbahn- dienstauSzeichnung 2. Klasse verliehen wurde. Tic Stadt Düngen tffdirrt in dem Da Hingeschiedenen einen ihrer besten Söhne, dessen Andenken svrtleben toitb. Äreiö Alsfeld. Frauenarzt Dr. med. F. Schulte und Frau Tony, geborene May Oberhausen (Rhld.), 11. November 1912. B esf bewährte gesunde und magendarmkranke Zwiebeln pro Zentner frei Station hier Mk. 2.70. Wilhelm Röbl, Grofren-Busekk. znr Feier des 75 jähr. Bestehens unter Mitwirkung der Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm"* Nr. 116. Leitung: Herr Obermusikmeister Löber. VORTRAGS-FOLGE: Nahrung für: sowie schwächliche, in der Entwicklung zurückgebliebene Kinder. Kleine Tagerchronik. Beim Rangieren drangeil in der vergangenen Nacht mehrere Wagen ans der Station Rodenkirchen über den Prellbock hinaus und drückten ein Teil des Stationsgebäudes ein. Tas Bett des Vorstehers brach durch die Teckc und stürzte auf ein Wagcndach. Ter Beamte rettete sich rechtzeitig durch einen Sprung. 3n der Nacht zum 12 hat der Sturm in Westdeutschland grosse Verheerungen angerichtet und zahlreiche Unglücksfalle im Gefolge gehabt. In den Rhein- und Nuhrhäfcn wurden die Schiffe stark beschädigt. , Ein Taifun hat an der Küste von Ann am, bcionders in N h a t r a n g beträchtlichen Schaden angerichtct. Trcifcig Personen sind umgekommen. Segr. 1837. Ausgezeichnet von Sr. Kgl. Hoheit Grossherzog Ernst Ludwig von Hessen u. b. Rhein nit dem 8ilb. Kreuze d. Verdienstordens Philipps d. Grossmütigen Dirigent: FRANZ BAUER Sonntag, den 17.Nov., anfang pünktlich5Uhr im grossen Saale des Steins Garten Grosse Fantasie a. d. Oper .Lohengrin“ . Wagner Zwei Volkslieder für Männerchor: a) Ade, bearbeitet von.....Schwartz b) 0 wie herbe ist das Scheiden . . Silcher X Fried berg, 12. Nov. Auf Einladung des GeschichlSvereinS hielt Prof. Dr. Hott em er-Darmstadt heute abend in der Aula der Augustinerschule einen intcr- esianten Vortrag über die territoriale Entwicklung deS Großherzogtums Hessen. Der Redner, vielfach rühmend genannt, erntete mit seinen Ausführungen reichen Beifall. M Apfelmost “Ä" Rauscher eig. Stellerei. Louis Sätet, Gasthaus „Central". (09255 Bekanntmachung. Betreffend den Voranschlag der Gemeinde Stangenrod für 1913 Rj. Der vom Gemeinderat durchbcratene Voranschlag liegt während einer Woche vom 19. November bis 25. November 1912 (beide Tage einschl) auf der Amtsstube des Bürgermeisters offen. Die Beteiligten können innerhalb dieser Frist den Voranschlag ein» TUglich 7'/, Uhr: Gali-tasWtop Mittwoch, Samstag, Ä ■ 1 Sonntag ■) 1 3 Uhr und 7-/, Uhr / Vorstellungen Nachm. zahlen Kinder auf all. Plätzen halbe Preise. In jeder Nachm -Vorstellung ein vollkommen komplettes, ungekürztesAbendprogramm ruchnde im kcbrsiilh Vorrätig bei z. $. Häuscr, Sieben Neustadt 56. Televb. 660. Heinrich Kalbfleisch Seltersweg 12 Telephon 285 Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Dessen für Donnerstag, den 14. Nov. 1912: Meist wollig, Regen- und Schneefchauer, Temperatur wenig verändert. — Schntebcricht des Zchlklubs Wintersport Sichen. Hoheroüskopi 40 cm Schnee, 5 0 Kälte. Schibahn sehr gut. sehen und bei dem Bürgermeister schriftlich oder zu Protokoll Einwendung gegen den Inhalt vorbringen. Bemerkt wird, daß die Erhebung Stockholm, 13. Nov Tie schwedische Akadynie der Wissen» schatten verlieh den Nobelpreis für Physik dem Ober ingcnicur Daten in Stockholm. Ter Preis für C hem i e wurde zwifclicn Professor wrinad in Nancy und Professor Sa datier tn Toulouse geteilt. Jeder ganze Nobelpreis beläuft sich in diesem Jahre auf 140 470 Mronen. 41* Durch die glückliche Geburt eines kräftigen auf einige 1° I I JJ Hom, fobon I ^>ben öutt, t I Ueten, damals nb-H En Tenors. I «ng der bul ■ paubetilöte, jtnrl k Aleichorchem-W >'eneuMGea,I.W MN Sugihirfe. 2- J ZivillingssclimesimW n Sie Kamme ■ vollendet ist die;■ n ^ale, zum BchoM Senen österreichisih' H ersten Aussühtu^" >rer unvcrgänglite | oeschmacksrichtunge | itb Wagner narnr • und charakterisier 19. Nach einer bn ichlichtes und srhliä C insührt, beginnt nsi ti te Satz (vivace), k. B m 6/esJat 1 wie burt I [ wundervolle, jeder I atz, hat eine iwitfr: r mrschartigen Thmc 1 tigc, klagende «roeip | Satze Bee/dovni scher i| 1 rcgelm^iji wieder I kein Msprochene^ I n Aläm A E B d hat b\t wWtir I das herrliche T I tfifficn Wallscr res gedeutet wer' | dem, während: i I n gehaltenen hob" H chevollen Akkvck l • ■ oic im Sontmerrr ■ tiese Bläue sich n: B Unikum in her im.' | u von ausgelaism i lettum des Dakwl^B arbcitung und dal- B verständlich,. anml'M >t diese flüchtige Lli-I rt der Land der üo: I tbigen Ausgaben mV schastigen und au, t' leinen Mühk — w am Konzcrttage ei« jel des Grohh.hr' chard Wagne-E hin ziemlich W auf Wiesen, mH Mch von autzw B. vom Hohero^- Zur Ermordung Eanalejaß. Madrid, 13. Nvv. In maßgebenden politischen .tkvnscir ist htan der Ansicht, daft Moret mit der Kabinettsbildung beauftragt werden wirb, da mir ein liberales Ministerium das Budget in der gcaennKirhqm politischen Vage bewilligt erhalle. Maura hat dem König erklärt, daft die durch so traurige Ercigrnsse ew- getretene Krisis nicht % u einem Svstemwechsel benitfct loerbcn dürfe Ter Polizei ist es rrwb nicht gelungen, über das Borleben des Mörders Ein-ellu-ittn zu erfahren. Man weift nur, bah er Anarchist war. Tr wurde von der Madrider Polizei überwach, verstand es aber, sich der Ueberwachung auf einen Tag zn Starkenburg und Rheinhessen. m. Dusenbach a. M., 12. Nov. Deute nachniittag brefh iu einem am Dafen gelegenen K 0 h l e n s ch u p p e n der fyimia D«ngstenberg u. W i emer Groftfeuer aus, das frintefl um sich griff und an den Holz- und Kohlenvorräten reiche Nahrung fand. Binnen weniger Minuten stand der grobe Schuppen, der vollständig zerstört wurde, in Hellen Flammen. Tie Feuerwehr, die mit dem Automobillöschzug Ijerbeigeeilt war, batte grobe Mühe, des Feuers Derr zu werden. Nach zweistündiger Tätigkeit war jche Gefahr beseitigt. Der Brandschaden, der erheblich ist, ist durch Versicherung gedeckt. Tic Entstehungsursache ist unbekannt. — Tic städtischen Beamten waren um Gewährung einer Teue rungszulage eingekommen, die aber ivenig Gegettliebe gefunden bat, da die Stadt für das nächste ^ahr eine ^gelnng der Beamten- ber IXtu eftra Stadtvorstand hat gelegentlich einer Besprechung beschlossen, dem Prvfekt in her non der EiseitbahnVerwaltung voraeschlagenen Art Mzustimmen, roemt die von der Stadt zu leistenden Kosten nickt zu bock sein werden. Der Bauaussckms; sollte die erforderlichen Schritte in die Wege leiten und es waren bereits Verhandlungen mit der Msselder Möbelfabrik und Derrn Dr. Weber wegen des tron ihnen abzutretenden Geländes geführt worden. Die von diesen geforderten Beträge für den Quadratmeter waren nicht über- mäftig hoch. Nun hat ine Eisenbahndirektion ein neues Projekt, eine Unterführung ähnlich wie in Bad'Nauheim, erwogen, ba3 allgemein mit Freuden begrübt und als sehr günstig bettachtet wird, da es allen Schwierigkeiten am einfachsten und «k I I ü« «ft« n berat geister Schm^^ Erdmann, W" | a3 betrag 1 igdpa^tt» . >5 und A, r abend Werni^ tb, wtJ?Wr aas m fidj bls^ Ä? Mge. jt {flJinK' ^jr tzL MIC ÖÜjlltt fleL Ankunft 8mst 4—5 Mon. alte Hühner, allerb. Winterl., sch. Rasie, Farbe n. Wunfch,m.o.obne Hahn, 20eu Tigern, Kamelen werden sich zu einem erottschen Potpourri vereinen, da-zu treten dressierte Nilpferde, ÄängiirnM, Zebras und Zebroidc, Seelöwen, Grisllv-Bären, Tapire, Dromedare und Affen, kurz eine komplette 9trd)c Noah. Tem Reichtum nrt Tieren eittspricln der an menschlichen Künstlern voll kannten. An die Teste von 200 Pferden und 200 exotischen Tieren treten 400 Artisten jeden Volkes, jeden Eharakters, leder Ktmstgatttlng. Trciftig \unftrciter vereinen sich zu bunt ivechfelnden Sportaften; ui der Kuppel werden 20 SiiftgmnnnftiBcr sich mmmeln. Der Circus der 15 000 >«. Circus-Festspiele Festhalle, Frankfurt /. Drei Lieder für Tenor: a) Liebeslied a. d. Walküre . . . . Waoncr b) Von ewiger Liebe.......Brahms c) Lenz Hildach Herr Willy Roland-Frankfurt a. M. 8. Das Dörfchen, Männerchor mit Klavier- begleitung...........bchubert 9. Ungarische Rhapsodie No. 1, F-dur . . . v. Liszt 10. Zwei Männerchöre: „ , , a) Die Linde im Tal (16. JahrL) bearbeitet von ........ Zureich b) Amor im Nachen (Madrigal a. d. 16. Jahrh.)....... Gastolda bearbeitet von Widmann 2. a) Säncersprucb, Prolog und Begrüssungsansprache b) Länderkennung, Männerchor mit Bariton - Solo und Orchester . . . . .....Grieg Zwei Lieder für Sopran: . a) Solvejgs Lied......... Grieg b) Ja du bist mein Heymann Frau Käte Lerch-Giessen In den Alpen, Männerchor Hegar S Premiere ams1 Welkte stets billig abzugeben. Z J. A. Schach/ Worms-Hochheim a. Rhein. ——:w Slithttt, Dtrcöcltc Rosen in allen warben, 20—3<) auf ein Postpaket, ä Stück 20 Pig. gegen Nachnahme. [7479 Jean Wolf, Rosenschulen, Steiufurtb lDefsen«. Obst bäume Hochstämme, Zwergobst, Beerenobst, ferner Linden- bochüämme empfiehlt khr.Pikiffkr,«^' Schiffcnberger Weg. [”” MetzgerWeinstube Vorzügliche Küche Prima Nativen Anwtern la* Weine ^-Krankenkost ÜQi-xv - -**1 A l I W W '->• k-<’ der sich in der Kammer bereits sehr bewährt hat. Direkt: Hermann Steingoetter Mittwoch, 13. Nov. 1912, abends 7 Ubr: 6. Mittwoch ; Abonn. - Borkt. Gewöhnliche Preise. Goldfische Lustspiel in 4 Akten von Tyron» v. Lchönthan urk Gustav Äadelburg. Ende 9*/j Uhr. (»*P Mein Bureau befindet sich von heute ab 7478 Selterswe^ 52 L. Peters, Rechtsanwalt. Verband Mitteldeutscher industrieller. DieGeschäftsleitung: Dr. Andres. jcn daran -M b. I •Ai trerbi I 7306 W -jT Mei er .'■Jäte bi( rtrfmn Ba Zrcnmnu .'Äich banin in akademisl I sich, ober o AW L"w<.sd *ie Eine Pflicht »cs «„flaudes un» »,r *-.,,.„„..2 T tlor Coronet rlitfen ließ, ist cs, ihn wicvcrzuwahlcn' Pon allen Sc!,bCr^ctl>lc”^c Herrn Grünewald »er Kammer durchausflelstia®“" »«r Grünewald in die Wiederwahl »"» Herrn ""‘»“tbeitct hat, nn» iedcr Einsichtige wird deshalb für ™ -e D‘7,1 ^acoh Grünewald " """ bC' bet ””6i6tn Handelsk-mmerw-hl ihm seine Stimme geben. -- -_______- Mehrere Detaillisten. 3« .. 3u* l'tQti ?Ht hcrv den ön..3aht ? he fried ^drinl »verei Zirerl Ter vo -Achills v: iöimic- 1 radikale >MNvall> JlOv tu i -die nolt> > neZbeMua l -aritigt ha Ache Sei xrbaupt u '«anisa Sprit 191' Mitte wär M der ös .vs Serie, -Mal zu 2 jf^er auch 'ifhingibcdi •jgm würben , -r Sennini* Mber darf «die von il -) fmiä mii in hört z. jibou, etwa Akademischer Bismarck-Bund Ortsgruppe tiiessen. Tennratoo, itn 11. Sloormbtr, obtiihj S'/2 Uhi in Steins Garten Gessentlicher Vortrag des Grasen von Hoensbroech: ^ffnitiömns - 3t|nif(iioriien - JksaitkiM &JltntÄFf%JRcfcrr°icl:,cr Mk. 1.-, Studenten- Süh t^°^cr^ur 'U der Ricker schon Buchhanüt, s_üö-«nlofle, für Studierende auch bei Hausverwalter Witter, Kollegicnbaus. Du/n 'tteisstraßen |jc für eine I iirirb. Leftei IWt bei her r 3er nun ju b a'abemifd ■üng befaß 4 hier in c “ mittlere vNin schon v, zumal urzeit als tren ^caml eint t)odib| ilnterhaltuii bochbauer I I I 'tirchen usrnl 'n,fl zu ul ■ ■t’/t'm Seal I higefai. -» Wqtellt uni ’nen ircröcn.l I ^ührleistetl I einem ?(] arcrl u. Damenverein Gabelab arger Mittwoch, d. 13. Nov.l91S Lichtbildcrvortrag über Venedig. I Liebigshöhe. DonnentaK 4 big 6 Uhr ** , Der Bergmännische Verein hat zirka 3 wahlberechtigte Mitglieder, der Verband deutscher Großhändler (Ortsgruppe Gießen) hat zirka 7 Mitglieder und der Verein der Detaillisten hat zirka 120 Mitglieder. „ Die 3 Gruppen denen also rund 130 Wahlberechtigte angehören, haben die Parole Nowack gegen Grünewald ausgegeben und begründen dies damit, daß ein Bankier in der Kammer genüge und die Branche des Herrn Nowack einer Vertretung dringend bedürfe. ' Dem .gegenüber hat der Kaufmännische Verein, der über 300 Wahlberechtigte zu seinen Mit- gltedern zahlt, sich für dte Wiederwahl des Herrn Grünewald erklärt und die Wahl des Herrn Nowack für nächste passende Gelegenheit in Aussicht gestellt. Der Kaufmännische Verein fühlt sich verpflichtet für Herrn OZrunewald elnzutreten da dieser em geachtetes und geschätztes Mitglied der Kammer ist und sich in derselben schon wirkliche Verdienste erworben hat. ' ' ’ 'h.^ch iederRichtunghin vorzüglich durch das Kammermitglied, Herrn Angust NoU vertreten so daß sie eines 2. Vertreters nicht bedarf; der Großhandel aber wird mehr als ge- un?S)HgPertretCn Kammermitglieder Friedberger und Zurbuch und sind gegenteilige Behauptungen bÄ**'C*C‘ C™ fÜC bC" des Kaulmäuuisch-. Jacob Grünewald ’Bei der morgen stattfindenden Wahl bitten wir unsere Mitglieder und alle Industriellen dringend für Herrn D“f* Vergwerkdireltor Paul Wenner eintreten zu wollen. 1 an i .Atts bej KaffeeKonzert I ;‘d ______________________________________________________________ • I i r q ]i, • | ....... »l i W