Samstag, 15. Juli 1912 162. Jahrgang Erstes Blatt Ur. 163 Vernq^vreiA: r «letzener Anzeige, • /£> 2^ TSf Q m E Eichener Anzeiger I erufprech.Anschlüße: p monatlich 75'lü.,Diertel- öie'Boft Tu.2.—viertel« lälirL auojrtjL Beitellg, ^cilenpreis: lokal 15^u anSwäri« 2U iMenntq. (>6cfrtbartciir: 91 Goetz. Verantwortlich für den X (05806 Biere aus dem . DenninghA iternehmen gütigst lch zsvoll ßanggöni. Politische Wochenschau. Gießen, 13. Juli. Pas Ergebnis von Baltijch-Port. Von cingewcibtcr Seite wird her „Tagt. !)hinb)d)." über daL Ergebnis von Ballisck-'Pvrt milgeteitt, bau in BalMch-Porl bc schloßen würde, rege (mäßig in ctroa anDertljalbjäijtiger d'Olge solche dem Gedankenaustausch dienende L e i u ch e zu wiederholen Betreffend den türkisch-italienischen Krieg ergab im Zusammentunst: ytutlanb hegt keinen agressrvcn Plan gegen die Türkei, Teutschland wird stark,genug (an, ebem falls in diesem Sinne aus seinen Bundesgenosseil, dem Rußland immer noch wenig vertraut, zu wirken. Rußland wird gegenüber den ihm nahestehenden Völkern die bisherige Politik der Zügelung sorrsetzen. Die Inseln soll die Türkei zurückerhalten. 12 1 - Es ist bezeichnend, bay das Gesetz, das dem sck-utze der Minderheiten dienen soll, gerade von den radikalen Repa blikancrn am meisten bekämpfl worden ist, die üon seiner Turck-führung Mairdatsverluite befürchten. Mit dem Wahl spruch „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" stimmt das chlecht überein. Eine neue Krisis ist in der Türker ausgebrochcn. zer Aufstand in Albanien und die dem jungtürttschen Regime abgeneigte Haltung der meisten Offiziere zeigen, daß yre Verhällnisse im Lande noch recht ungeklärt sind und es chiver hallen wird, die hinstchlltch ihrer Abstammung, Kultur und Religion recht ungleichartigen Elemente zu einer einheitlichen Staatsauffassung zu erziehen. Der Rücktrrn des Keiegsministcrs Moymned Scizestet Pascha vermehrt noch die Hilslofiglftr der jungtürkstchen Regierung, die doch mit dem Tripoliskrieg gerade gemlg zu tun hatte. Die hessische V e a m t e u - B c s o l d u n g s v o r - läge hat ihre vorläufige Erledigung gesunden, die den Beamten zwar nicich ganz das gibt, was ihnen die Regie rung zugedacht hatte und die Zweite Kammer auch ge währen wollte. Jnmrcrhin ist der Unterschied so gering, das; er für den einzelnen Beamten nicht wesentlich rn dre Wagschale fällt. Den Lehrern ist es in dieser Hinsicht schlechter gegangen. Sie erhalten zwar die ihnen von der Regierung zugedachten 11 Prozent, aber die darüber hinaus ihnen von der Volksvertretung zugebilligten 4 Prozent mürben von der Ersten Kammer gestrichen und statt dessen nmrbc ihnen nur ein Wechsel auf die Zukunft ausgestellt. Bei den Verhandlungen und schließlich auch bei der Ab' stimmung zeigte es (ich, daß die von einem cinhettlichen Willen beseelte Erste Kammer der Volkskammer überlegen war. Dennoch mochten wir nicht von einem siege der Ersten über die Zweite Kammer reden. Einmal ist dre Entscheidung hauptsächlich durch die Haltung der Regn- rung herbeigefuhrt worden und zum anderen hat die Znnile Kannner sich bei ihrem Rachgeben von dem alten Sprichwort leiten (assen, daß der Sperling in der Hand besser sei als die Taube auf dem Dache. Im nächsten Winter wirb das Feilschen um die Höhe der Beamteugehälter übrigens von neuem losgehen, da die „organisclze Reform" der BesoldungSordnung für nächstes Jahr in Aussicht gestellt ist. 9Rit besonderer Freude begrüßen wir die Ausstellung der Bilder von Pro,. Adolf Beyer, dem Vornßenden der freien Vereinigung Darmstädter Kümtler, und von in.au Anna Beye r. Es ist doch eigentlich selbstverständlich, daß bie Stadt der Landesuniversilät an ihrem Teile die junge moderne KunU zu fördern sucht, der unser Landesfurst, in seiner Hauptstadt zu solchem Aufschwung verHolsen hat, daß Darmstadt durch die Künstlerkolonie des Großherzogs mit an der spitze der modernen Bewegung marschiert. Es imro eine Hauptaufgabe unseres jungen Vereines fein, mit dahin zu wirken, baß die ^atnutabter Kunst, wie es in der Baukunst schon geschehen ist, nicht allein iur helnichen Rationallunst werde und das Leben des ganzen Volkes durchdringe, sondern noch weit über die Grenzen des, Landes hinaus sich ausbreite. Mögen die frischen Licht- und tfarbdtubien des Darmstadter Malerehepaares eine gute Einführung für die moderne Malerei unserer Kunsthauptstadt m unterem Vereine |cm. Diese Heimatkunst, wie sie em fränkisches Dorf im sonnentchetn. eine sonnendurchleuchtete Waldwiese unterer Gegenden gibt, wird ihren Weg zu Heimchen Herzen finden, und wer kunstlerlichen Problemen tiefer nachzugehen gewohnt ist, wird Anna Beyers gelbe Tulpen und rote Rofen zu würdigen nnu en. Wir werden im Winter meljr von diesen Künstlern vorzujuhren haoen. — Tie schönen Drucke von Ai axKlingersRadie rangen, die wir in der vergangenen Woche zeigen durften, haben in fo vieleii den Wunsch sofort noch mehr davon zu fehen erregt, daß sich Herr Geheimrat Schmidt bereit gesunden hat, uns weitere! Blatter aus Amor und Psyche, den Rettungen Ovidi scher Cofer und der Brahmsphantasie für diese Aus-; Heilung zu überlassen. Auch hier hoffen wir, daß Bieter unser Giessener Sammler es uns ermöglichen wird, einmal eine größere Ausstellung zu veranstalten, ckcllcicht in Verbindung mit einem, öffentlichen Vortrag, der in die Probleme Klingericker Kunst umfuhrt. Am Treppenaufgänge begrüßen uns die prächtigen PI a taten t w ü r s e eines jungen Gießener Künstlers, Willy Woelkes, dessen Streben in entern großen dcuttchcn Wettbewerb toebrn ehrenvoll gekrönt worden ist. Es ist täjctde, daß man den Entwurf für das Turnfest in Gießen nicht gewählt hat. Man hatte die Kosten nicht fdjeuen dürfen, um etwas de,, er es, als man ausgeführt hat, uno noch dazu etwas einheimifches zu bekommen^ Die feinen buchtechnischen Entwürfe Woelkes, besonders ber nur das Kommersbuch, lassen einen alten Wunsch wieder rege merben:. baß bie neue Kunst etwas mehr die Gebrauchs- und Gefchenk- gegenstände unserer akademischen 3ugenb veredeUi möge Vlod) ist wenig davon zu spüren, jo sehr sich Pazaurek in Stuttgart und in unserem Hessen an ihrem Zeile Rod. Kautz, ch m ^armftadt und der Referent und andere in Gießen darum bemüht haben. Aber auch hier lassen wir die Hoffnung nicht finten und bie Arbeit nicht ruhen. Auch hier wird eine Aufgabe für intfereic Kunstverein liegen» •—■—— ------- Uiftö ÄattÄ 55*" !«• adjungen te ße». attßndende pugenb' ie AiiSschankilellcn getränte »u alsbald tmt dm- ; Herrn Stabtcci. AoufttgenAbM"n das 6'tnidiutttn t kcinläuicdes^tta' ntbjtraibar_ut_^ igesehes für «ekannttnachlUill ***** Der italknijdrtüriiid}e Krieg. Paris, 12. Juli. Tie in Malta zusammengetretene Kommission, die mit der Untersuchung der Beschlagnahme des französischen Dampfers „Tavignano" durch das italienische Torpedoboot „Fukmine" betraut wurde, hat die Mannsämst des „Tavignano" sowie mehrere Fischer vernommen, die Augenzeugen des Vorfalles gewesen waren. Tie Kommission hat sich gestern nach den tunefifchcn Gewässern begeben, um an Crt und Stelle auch die llniftanoe Ä afer-ch __ ___ politischen Teil: Anemst sMM General-Anzeiger für Oberhessen von Anzeige« Hotationsbrutf und Verlag der vrühl'schen Univ.'Vuch- und zieindrnckerei R. Lange. Nedaktion, Expedition und vruckerei: Zchulftrahe 7. Uand-. E.Hcir; für den L ^?tag»T^ Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Vahnhosstrahe 16a.____________________ siuieigemeii: H. Beck ber künstlich stumpf gemachte schwarze/Rahmen. Dieser stumpfe Rahmen kehrt noch einmal wieder, sonst finb bie Rahmen golden, aber in den subtilsten Tönungen verschieden. Jmpreßionislifch auf- gefaßt und doch wieder dekorativ zusammen gesehen die „R o i e n in dem feurig farbigen Fayeneetops; dekorativ bie künitlerische Hauptabsicht des Bildes mit dem weibl ich en Profil köpf . Ter Kops Helldunkel vor das leuchtende Gelbrot des Rankenmusters gesetzt, das den Hintergrund belcit, auf gelockert in gelben und kontrastisch gesteigert in hell- unb bunfelblaucii cfieden. xas Dunkelpurpurrot des Haares, ber tiefe Elsenbemton des Gesichtes, ber bläulich getonte Spitzeneinsatz des tiefblauen Gewandes am Halse geben die farbigen Ucberleitungen, auch zwifchen den Lichtkontrast der beiden Bildgründe. — Vibrierendes weißes farbefressendes Sonnenlicht aus dem „Rückenakt am Strand e". Stumpfe 'Jtuancen von dem in praller ang im Helldunkel zusammen; Motive wie sie Rembrandt liebte. Warme und kalte -tone fetzen Die Bilder „Puppe mit Blumen" und „Mädchen bei der Toilette", besonders das letztere zu wundervoller Plastik unb Raumwirkung zusammen. Nuancen von Grün unb Blau burch Braun zu bctorctt.ber Einheit verbunden die fpielcnbcn Mäbchen in der „LanVfcyas t". . Symphonien fiump'c; öne in den Paitellen. zie ^one Der großartig kahlen Landsma'i ber Gorges im Walde von „vntame- blcau mögen auch zum allegorischen Bilde der /zx ur r e inspiriert haben, auf dem der scingezeichnete Akt bräunlich gegen dtd bläulichen Steige steht. = = —• - — —" Das große Ereignis dieser Wock-e war Str Edward Üreys Rede über die äußere Politik Großbritanniens. Iöie bot zwar dem Kundigen nichts R^eues, aber der Ton maxbt bei ihr die Musik. Tiefer Ton war im wesentlichen Sdiailtimmt auf die Mewdie, die aus den Wegleitmorten ocr Lerzufammentunst in Baltisch-Port herauszuhoren war. üö bleibt ja auch nach der Begegnin^des deutschen Kaisers mü dem Zaren dabei, daß zur ErlMung des europäischen ifnedens mdci Piää)tegruppen notmenbig finb. Aber es , l wichtig, daß die beiden Gruppen sich lilcht schon in Friede L-zetten als Gegner gegennbcrftel^'n, sondern sich gegen» jei-ia verstehen. 'Jlatljbein die Kaiserzufammentuiift auch ‘ Linie offizielle Trintjprüche die MogtiäMt, um nicht zu mc en Jiüimenbiglcit. des Bestehens eines deutsch ru ' aibcmcljmeiiü neben dem französisch-russischcii Bündnis l rc eben l-at, fichrte nunmehr Sir Grey in seiner Rede aus, I V« man in Großbritannieii trotz der französisch-russisch r^lifchen Entente nidjt daran denke, sich in einen bewußten 5 > i jeiisatz zii Deutschland stellen yt wollen. „Üiienn wir Frankreich ober Rußland im Einklang mr einer anberen großen europäischen Maä)-t unb in gutem jjrdkiitni» mit ihr sehen, wie es burch bie Zusammenkunft EL beutfdjen und des russischen Kaisers geschal), bann I/aben Ui: allen Grund, uns zu boglüclwunscheu." so sagte Sir tbcoard Gr ei). Und an einer anderen Stelle erklärte er, den- j„'l>cn Gedanken variierend, daß „die verschiedenen diplo ' T.nmjdjen (Gruppen sich nicht noNvendigerweise in entgegen xesEtzten diplomatischen Lagern beftnden müssen". Nehmeii kn: den Satz dazu, baß bie „Beziehungen Euglanbs .511 kLutschland ‘ßegcnmärtig ausgezeichnet" finb unb „alle : tz^euseiligen Jitteressen ehrlich ausgeglichen werden : fcirnen", so finden wir, baß JniM und Ton bieser Rede , du:ck)auS erfreulich finb, weit erfreulicher, als bie vielen iutzeild MinisterriBeii über das gleictje Thema, bie in den .(rhum Jachreu von jenseits deS Kanals zu uiis l)crül>er- | Dangen. 'Jtod) sind wir nicht über alle Schwierigkeiten frnmid, wenn aber der gute Wille, der sich in den Wortett tz c.'ys äußert, vorhält, so ist unS um den AuSgaug nicht frutm?. Namentlich auch deshalb nicht, wett sich aus ber $et>e deS englischen Staatssekretärs auch eine gerechte Wür- Kgiuig ber deutscljen Flotteiibestrebuiigeu ableiten läßt. Scey fprad) freilich nicht von Deutschland, sondern allein onr Encttand, als er bie Notwendig kett einer starken Flotte b tunte. "RichtS hindert jedoch, feine Worte auf Teutsch- luub zu übertragen. Mait tonne sich nid# allein auf bie piiswärtige Politik stützen, meiitte er, man müsse, wie immer die auswärtige Politik sein mag, eine genügende jlteltcnnmdjt haben (er führte dabei das Mittelmeer als Beispiel an), da man sonst nadjgcbcn müsse und aufhöre, eine Großmacht zu fein. „Wenn wir unsere Flottenstellung in Mittelmeer aufgeben, würde fid) die Tendenz heraus- bilbcn, nicht mel/r mit uns zu rechnen." Ter Sinn dieser Äusführungen Greys war: Wir bedrohen niemand in der StÜ, müssen jedoä) eine starke Flotte haben, da wir sonst ds Großmacht nid)t mchr mitzählen. Frankreich, das nod) an feinem Marolko-Protek- torat zu verdauen hat, ist in seiner inneren Politik einen großen Schritt vorangekommen. Tie Kammer hat nämlich mit beträchtlicher Mehrheit das Gesetz über die Einführung be* Proportionalwahlverfahrens angenommen, nachdem die jtagc mehrere Jahre hindurch bie Gemüter beschäftigte. (von LanggSns snahme, ban ich dmch'iche Win^ ivird mein itete§ •en Gäste in jebet zu bebienen. 14. Juli, findet fäbrhd) 21k. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch 50 e <828 en !8 575 Mk. Vie Ausstellung öcs Siehener Uunstve.eins. Itfreb Sohn-Rethel. Ab01 f unb Anna Beyer. Max Klinger. W. Woelke. Die beiße Zeit fängt an, ungünstig auf den Besuch unserer hinftauöltcUung cinzuwirkcn. Aber bas wäre dieses Mal gerade ^sonders bedauerlich, unb wir möchten durch unsere Zeilen dem ciirgcgenivirfcn unb zu recht zahlreichem Besuche dieser letzten c ammcraudftdlung auizuforbern. Es liegt im eigenen Jnteresfe xx Besucher, benn eine so bedeutende unb harmonische Aus- idlung zusammenzubringen gelingt selbst der angeftrengteften Be- r uhung nicht oft. ... Mfrcb sohn-Rethels autzcrordentliche Wirkung liegt in dem hfienften Element der Malerei, der Farbe. Er ift ein virtuofer jolorist von unendlich sicherem Geschmack, ob er nun die darben x ihrem Eigenwert dekorativ nebeneinander setzt unb zufammen- ii. nml, ober sie barübet hinaus im Licht zur Einheit des „Tones" ^iammenzuschmelzen weiß. Er beherrscht bie sinnliche Wirkung Kz Farbe vollkommen; er wechselt unb verteilt warme unb Wie Farben, baß seine Bilder niemals süß erscheinen. Aber uri) bie Farbe als Raumbilbnerin unb Formbilbnerin hanbhabt t sicher unb schließlich ebenso die Linie, sowohl in ihren xEoratwcn wie ben raumbilbenben Grenzwerten. Auf bem Silbe „Nach der Arbeit" ein seiner, goldener I uo-n. Der Hals des jungen Weibes ist in zartesten Rcslerlichtern modelliert, das Haar ist wundervoll weich als Masse zusammen schalten, belebtes Helldunkel an Mieder und Schoß. Ein eigen .intlich verschleierter Gesichtsausdruck, den wcsentlick) die Augen S-minimen, ebenso wie bei ber „Tänzerin" auf bem daneben- rangenbcn Bilde. Eine schlanke unb graziöse Gestalt, beren fem- .pbUbete Formen sich durch das dunkelblaue Gewanb abzeichnen. IÜell gegen dieses dunkle Blau gefetzt und doch vollendet mit ijm zusammengestimmt ber Elsenbemton des in bläulichen schal litt modellierten jugendlichen Carnats. Der bläuliche -Xon des ^Zillbes leicht erwärmt durch den grünen Vorhang. , Ausgezrichnct iic die Körpermobdlierung des leuchtenden Fleisches auf dem ,.k aieenden Akt" und die Kontraftierung gegen die verscyteden iahen und warmen Töne des Hintergrundes. I Aus ber Herbstlandsdjaft des Pariser Luxembourg^ garte ns wirkt bas schwere Blau ber Lust dick, sau körperlich. Umb diese Hitzestimmung wirb festgehalten und gesteigert in, ben ifioletten Hellbunkelschatten bes Mittelgrundes, bie gegen rostrote 'Jihumc stehen. Die Herbstflora des Vordergrundes verschwtnt- n.ettb in ber zitternden Luft, nach vorne int Bilde gezogen durch bie [nalltxolettcn Schatten und den scharfroten Fleck. Fein ab- üittönt die weiße Statue. Das alles heißt den Raum im Bilde i'u.rd) Farbe gestalten. Merkwürdig weiß ber Maler ben Rahmen L. seinen Bildern zu timmem Hier zu tzer heißest Landschait zu prüfen, unter beiten mehrere tunesische Fischerbarken von italieilischeu Torpcbobooten besd)lagnahmt worben fein Konstantinopel, 12. Juli. Tie o,terretchtsd>.un- aarisdie Botsdfast lsttt bagegen protestiert, baß schiffen, bie in Tripolis bie Leuchtturmabgaben bezahlt haben, im nächsten türkischen Hafen die steuer nochmals abverlangt wirb. Ter Protest hat hur erfreut, ba er beweist, baß Lestcrreich-Ungarn Tripolis als türkischen Besitz betrachtet. t ... Perugia, 12. Juli. Gestern unternahm eine fliegende Kolonne einen sehr auogebehnteu A u f k 1 ä r u n g s- m arsch auf der zweiten Karawanenftraße btt zur t u n e) 1 idicn Grenze. Die Kolonne, bie sich aus anbere Truppenabteilungen stützte, ging über 30 Kilometer von ocr italienischen Stclluilg bei sibi Saib vor, fand icboch Die an die zweite Karawanenstraße angrenzenben Gebiete oont Feind verlassen. Auf dem Rückweg versuchten aus der Dritten Karawanenstraße hervorbrechende starte Araver- abteiluligen, durch Reiter vcrstärtt, bie fliegende Kolonne -h sprengen, während sie auf der zweiten Karawaneustraße von Osten nack) Westen marschierte. Die Araber wurden „ach lebhaftem Kamps mit Verlusten zurückgeworfen. Schüsse der Gebirgsartillerie zerstreuten die Angreifer endgültig. ^Tie fliegende Kolonne lehrte an demselben Tage nack) sidi Said zurück. Mesurata, 12. Juli. Die Bevölkerung beginnt, iiack, M e s u r at a und den aiideren Orten der Oase, die sie am Tage der Schlacht verließ, zurückzukehren. Ein heute morgen bis zum Leuchtturm hin unternormnener Er- tundunas'ug fand alle Orte in ber Oase in schütt unb Mcbe. Auf dem halben Wege wurde em Brunnen nut sehr reichlichem gutem Wasser gesunden, von dem aus mau die Stadt die bereits über hinreichende Wasservorrate verfugt, mit noch besserem Wasser versorgen will. Räuber griffen : eute früh eine Ortschaft am Subrande ber Oase an, mürben über von ber Bevölkerung tapfer zuruckgewiesen. — Der 3d)ciE ylantaban Schetani, einer ber terchsten Araber führ er, ber in bem Kampf vom b. Juli s chiver ver- lounbet würbe, ist gestorben. Deutsches Reich. Wie auf Anfrage beim Großen Gcncralstab mrtgetcill wirb, ist oas G c r ü ch t vom R ü ck t r i t t des Gcneralstal'S-Ehe;s v 011. Sollte aus der Luft gegriffen, o. JUtoWe benf md) ' an Rücktritt. Ein absolut autheMiicheS Demenii bes G^nlchts^ i ift in kurzem zu erwarten, sobald v. Mollke, ber sich im Gefolge bCv Kaifcrö auf ber dkordlaiibsreise befinbet, Keniitms von beut । Gerücht erl-alten haben wird. . . .. Entgegen der Biättcrmeldung, die M l l itar konvent l on , zwischen Preußen unb Württemberg sei durch an Re gegenseitige Kommanbicrung von saniiatsoiiiZiercn unb SSute* , rinärofibicren ermöglichendes Abkommen erweitert, worden, criämt ocr „Schväbifche Merkur" von unterrichteter seile, daß , .war in den letzten Monaten Verhandlungen über Die Erweiterung ocr Konvention iialtgejunücn hätten, jedoch an Abkommen noch nicht abgesckstossen sei. Tie badische Z >veite Kammer hat m ihrer Nach- - mittagssitztlng mit 53 gegen 19 Stimmen das 5in 0.nifl e leb angeno m in c n, womit die Budgetberatung erledlgl ist. Da- ' gegen stimmten die Sozialdemokraten gcschlosieu auf Grund einer Erklärung, daß bie Regierung von Jniang bis zu ' Ende des Landtages bewiesen habe, daß src die Sozialdemokraten - nicht als gleichberechtigte Staatsbürger anerkenne und daß es 9 daher einem Gebot der Selbstachtung ber sozialoernokrotie ent- : sprack-c, das Budget ab-ulelmeu. ___ K- In Gera (Reich) wählte trotz zweimaliger Nickstbcstätigung durch die Regiening der Gemeinderat zum drittenmal die s o z i al- oemokratischen Mitglieder Rohmann und Fischer zu Ltadt- r L t e n. Das Zrauenstudium in veutschlanü im Sommer 19(2. § Wie die Zahl der deutschen UniversitLtsstudenten überhaupt, so ist auch die Ziffer der unsere höchsten Bildungsanstalten als oollverechtigte akademische Bürger besuchenden Frauen diesen Sommer weiter angewachsen und von 2552 im Vorjahr auf 2958 gestiegen, ö. i. gegenüber dem Wintersemester 1908—09, in dem auch Preußen den Frauen seine Universitäten öffnete, eine Zunahme uni ellva 160 Prozent. Dieser starke Andrang ist int jetzigen Entlvicklungsstadium des Frauenstudiums zum Leit dar ans zu erklären, daß infolge des mehrjährigen Studiums der einzelnen Slndentin dem jeweiligen Scmeslerzuwachs noch Jein normaler Abgang gegenüberstcht, was erst in einigen Semestern der Fall sein wird. Von den heutigen weiblichen Studierenden sind 1962 — 66,3°o ihrer Gesamtzahl an den 10 preußischen Universitäten eingeschrieben, wahrend von den männlichen Kommilitonen nur 50,8",o in Preußen studieren, 279 — 9,5% befinden sich an den drei bayerischen (gegen 16,3% vom anderen Geschlecht), 417 — 14,1% (9,1%) an den zwei badischen und 300 — 10,1% (23,2%) an den übrigen secl>s einzelstaatlichen, einschließlich Straßburg; etwa 2500 mögen Deutsch', der Rest (458- ^tuslänocrinnen i sein. Von diesen stellt Rußlan» das größte ztontingcm, nämlich etwa die Hälfte, am midritcn steht Nordamerika mit einem Fünftel, . ixinn folgt Oesterreich-Ungarn mit etwa 40, der Rest verteilt sich sauf die übrigen Kulturstaaten, selbst Asien, Afrika und Australien ' sind ab und zu vertreten. Der verhaltnismämge Anteil der Ausland. Bergen, 12. Juli. Der Kaiser machte heute vormittag bei warmem Wetter einen Spaziergang und begab sich alsdann auf den Kreuzer „Breslau", wo er mit dem beujfdjen Konsul Mohr und mit einigen Herren des Gefolges das Frühstück cin- Inahrn. Die „Hohenzollern" nahm im Hafen Kohlen ein. London, 12. Juli. Unterhaus. Die Regierungs- jlape über die Wahlrechtsreform wurde in zweiter Lesung mit 290 gegen 213 Stimmen angenommen. Lissabon, 12. Juli. Heute früh erschien eine Gruppe zu Pferde auf dem C a r r e q u c i r c - G e b i r g e, 20 Kilometer von Lissabon entfernt, um dort die Wiedcrau,rich- tung der Monarchie zu verkünden. Truppen und berittene Artillerie wurden ausgesandt und einige Verhaftungen vorgenommen. Dabei fielen den Truppen Waffen und Munition in die Hände. Die monarchistische Gruppe setzte sich aus jungen Leuten zusammen, die zur Elite der Bevölkerung von Lissabon gehören. — Der Führer der monarchistischen Ausrührer Eon- ceiro lagert mit 350 bewaffneten Leuten und vier Maschinengewehren auf spanischem Gebiet gegenüber von Monte Lagres. Tie aus Cabaeeiras de Basto angekommenen Aufrührer versuchen 'sich mit Coneeiro zu vereinigen, doch dürfte es ihnen infolge Iber von den republikanischen Truppen getroffenen Vorkehrungen । raum gelingen, die Grenze zu erreichen. — Tie Monarchisten aus !Cabaeeiras de Baito teilten sich in mehrere Gruppen. Sie werden von Republikanern versolgt. Auf Seite der Monarchisten sind viele kampfunfähig gemacht worden. Tie Republi- I kaner hatten keine Verluste. Madrid, 12. Juli. Mehrere portugiesische Verschwörer l wurden nach Ueberschreiten der Grenze in Spanien verhaftet. Wien, 12. Juli. Laut Mitteilung von hiesiger albanischer s Seite marschieren die aufständischen A l b a n e r f ü h r e r i mit ihren vereinten Streitkräften in der Richtung auf I v e k. Tie , Albanesen erklären, sie hätten Abdul Hamid eine Ver,assung ab- gezwungen, schließlich seinen Thron zertrümmert und jetzt Schefket | Pascha dieselbe LeEtron erteilt. Demnach sei kein Kabinett im- 1 stände, gegen den Willen der Albaner zu regieren. Tiese schworen, ; bic Waffen nicht niederzulegen, als bis die Autonomie durch- , geführt ist. Fez, 12. Juli. Vorgestern machte die Garnison Sefru leinen Ausfall, zersprengte den Feind und brachte ihm beträchtliche Verluste bei. Tie örtlichen Kontingente der Eingeborenen kämpften auf französischer Seite mit. Französischerseits wurden zwei Eingeborene getötet, sieben verwundet. Gouraud I und Dalbiez nehmen täglich zahlreiche Unterwerfungen entgegen. Aus Hessen. bs. Darmstadt, 12. Juli. Ter Ausflug, der heute zu Besichtigungs-Wecken von beiden Kammern unternommen wurde, fand eine große Beteiligung. Tie Zweite Kammer war fast vollzählig erschienen; von der Ersten Kammer .war der Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich, Prinz zu Erbach-Schönberg, Graf Stolberg-Roßla, Fürst zu Isenburg- Büdingen u. a. erschienen. Die Negierung war vertreten durch die Minister« Braun und von Hombergk, Gehcimerat Dr. Becker, Geheimcrat Süffert, Oberfinanzrat Rohde und einige Ministerialräte. Von Darmstadt aus ging die Fahrt nach Mainz, wo sich die Mainzer Mitglieder der Kammer zugesellten. Ein Dampfer brachte die Gesellschaft nach ! Bin gen. Die Eisenbahndirektion Mainz hatte Vertreter I gesandt, um den Parlamentariern bezüglich der neu zu erbauenden Rheinbrücke für die neue Verbindungsbahn von Rüdesheim über Geisenheim und Ockenheim nachSarmsheim Erläuterungen zu geben. Kurz vor dem Zieh also an der SteÄe, wo die neue Brücke errichtet werden soll, machte der Geheimrat Schneider einige Ausführungen, die für den Fachmann recht interessant waren. lieber die Art des Baues, ob große Spamrungen-oder mehr Pfeiler verwandt werdet! sollen, scheut man sich noch nicht ganz einig zu sein. Aus ästhetischen Gründen will man die hohen Bogenspannungen bevorzugen, die aber den Bau um etwa 800 000 Mart verteuern würden. In Bingen wurden die Ausflügler durch Böllerschüsse begrüßt. Der Bürgermeister hatte sich zum Empfang eingefitnden. Nach einer Besichtigung der Hafenanlagen wurde auf der Burg Klopp der Ehrentrunk verabreicht, der sich aber weit über eine Stunde ausdehnte und zur Hebung der Stimmung ungemein beitrug. Hier begrüßte Bürgermeister Neff seine Gäste offiziell durch eine kleine Anspraä-e, auf die Präsident K öhle r ant- .ivortetc und ein Hoch auf den Großherzog ausbrachte. Auch wurde beschlossen, an den Landesherrn ein Telegramm zu senden. Im Hotel Viktoria wurde zu Mittag gegessen. Da man gestern in den Kammern Reden aus Vorrat gehört hat, hatte man davon Abstand genommen, Tischreden zu halten. Nur ein Telegramm an den erkrankten Staatsminister Dr. Ewald wurde „verlesen und ge- iNehmigt". Gegen Ende der Tafel waren die Antworten auf beide Telegramme bereits eingelaufen. Inzwischen Ihatten sich viele Autos vor dem Hotel eingefunden, die die Gäste Bingens nach dem Hotel Rochusberg bringen sollten. Aus dein Wege dorthin wurde noch von einem Teil 'der Mitglieder die drahtlose Funkenstation besichtigt und von sachlundiger Hand Experimente vorgeführt. Bis nach 6 Uhr harrte man hier auf dem Rochusberg gern aus. Um 7 Uhr brachte der Dampfer „Auguste Viktoria" die Volksvertreter wieder nach Mainz. Aber sie wäret: an Zahl geringer geiuorbcn. Niemand konnte angeben, wo einige von ihnen gerieben waren. — Nun, in Bingen ist der Wein ja gut; warum sollen nicht besonders gewissenhafte Abgeordnete eine eingehende Prüfung vorgenommen hirben. Auf dem Mainzer Bahnhof war das Häuslein noch kleiner. Auch Mainz sorderte seine Opser. Fran am bcutid^n Universitatsstudimn beläuft sich derzeit auf 4,9% gegen 4,4 im Vorjahr und 2,7 vor drei Jahren. Die Verteilung der Studentinnen auf die einzelnen #0* kultäten und die einzelnen Studienfächer zeigt von Jahr zu Jahr mehr, daß die studierenden Frauen überwiegend denjenigen Fächern zuftteben, bW eine staatliche Anstellung zusichern, nämlich der philosophischen Fakultät mit dem Enoziel des Lberlehrerinnenexamens, worauf die Frau freilich Begabung und Neigung zunächst Hinweisen, was aber zu einem großen Teil auch daraus zurückzuführen sein dürfte, daß namentlich viele preußische Studentinnen ein Lehrerinnenseminar besucht haben. So stiegen binnen Jahresfrist die Studentinnen der Philosophie, Philologie und Geschichte von 1438 auf 1635, bieienigen der Mathematik und Naturwissenschaft von 423 auf 539, während die Medizinerinnen, die vor einigen Jahren noch dominierten, nur von 549 auf 625 fliegen und jetzt stark in Hintergrund gedrängt sind; Staatswissenschaften und Landwirtfchast studieren 74 gegen 56 im Vorsahr, Rechtswissenschaften 39 gegen 42, evan- geliicl-c Theologie 11 gegen 6, ferner — soweit die Personal- Übersichten der Universitäten hierüber Aufschluß geben (dre mcht- preußischen Universitäten, ausgenommen Tübingen, behandeln die studierenden Frauen leider noch etwas stiefmütterlich!) — Zahnheilkunde 28 gegen 31, Pharmazie 7 gegen 7. Zum Vergleiche sei hier eingefügt, daß die französischen Universitäten im letzten ^ahr von etwa 4300 Studentinnen besucht waren, die sich aus die einzelnen Fächer folgendermaßen verteilten: Philosophie und Philologie etwa 2300, Mathematik und Naturwissenschaften 500, Medizin 1300, Jura 150 und Pharmazie 50. Davon waren etwa 1900 aus dem Ausland und die Hälfte war an der Pariser Universität eingescksrieben. Was die Verteilung der Studentinnen auf die e i n z c l n e n U n i v e r s i t ä t c n des Reichs betrifft, so sind offensichtlich die preußischen Hochschulen von den Frauen bevorzugt, was sich namentlich aus der Herkunft erklären dürfte, da aus dem Norden relativ mehr studierende Frauen stammen als aus dem Süden. Eine nähere Untersuchung der Heimatverhältnisse würde ergeben, daß von den reichsangehörigen Studentinnen fast drei Viertel in Preußen beheimatet sind. An Der Universität der Reiclsshauptstadt befindet sich denn auch fast der vierte Teil der weiblichen Studentenwelt, nämlich 717 ; am nächsten steht Bonn mit 283, dann folgen München mit 241, Göttingen mit 234, Heidelberg hat 231, Freiburg 186, Münster 157, Breslau 142, Marburg 127, Leipzig 112 Königsberg 93, Greifswald 81, Halle 69, Kiel 59, Tübingen 40, Straßburg 38, Gießen 25, Erlangen 23, Würzburg 15 und Rostock 6. Im Vergleich mit dem Vorjahr sind zurückgegangen Erlangen, Gießen und Tübingen, während die Steigerung wesentlich Heidelberg, Marburg und Münster zugeflossen ist. Im Verhältnis zum Gesamtbesuch ist der Prozentsatz der studierenden Frauen am höchsten in Berlin, Göttingen und Heidelberg, am niedrigsten in Leipzig und Rostock. Mit den nur an einzelnen Vorlesungen teilnehmenden 1183 Gastzuhörerinnen nehmen diesen Winter 4141 Frauen ap: deutschen Universitätsmiterricht teil, gegen 3764 im Vorjahr. Am meisten Hörerinnen hat diesen Sommer München, nämlich 193, in Bonn sind es 98, in Tübingen 97, in Berlin 88, in Leipzig und Straßburg je 70, in Freiburg 29 und in Marburg nur 8. Die Zahl der Hörerinnen an den einzelnen Universitäten ist naturgemäß auch von den Anforderungen bedingt, die au die Vorbildung der Hörerinnen gestellt werben, in welcher Ricl)- tung keine Einheitlichkeit, sondern starke Verschiedenheit zwischen den Universitäten besteht. In den mittleren und kleineren Universitätsstädten steigert vielfach auch eine „Mode" der Frauenwelt, Universitätsvorlesungen zu hören, die Ziffer der weiblichen Hörer, woraus sich auch zum Teil die ungleichmäßigen Zahlen der Hochschulen erklären. Arbeiterbewegung. Zürich, 12. Juli. Infolge des Generalstreiks ruht der Straßenbahnverkehr vollständig; ebenso feiern alle Transportarbeiter. Auch die Gemeindearbeiter haben die Arbeit eingestellt. Tie Lage ijt ernst; es tarnen mehrfache Ausschreitungen, besonders seitens der italienischen Arbeiter vor. Der Verkehr stockt vollkommen; die Läden sind geschlossen. Die EiseN- industriellen beschlossen als Gegenmaßregel die Aussperrung prinzipiell. Truppen werden in Bereitschaft gehalten. Antwerpen, 12. Juli. Hier wurden sämtliche Vorstandsmitglieder der Gewerkschaft verhaftet, weil sie versuchten, Arbeitswillige von einigen Reederfirmen fernzuhalten. Paris, 12. Juli. Aus Marseille wird gemeldet, daß der Streik der Seeleute seinem Ende entgegengeht. Mehrere Dampfer werden teils heute, teils morgen mit den gewöhnlichen Mannschaften abgehen. Marseille, 12. Juli. Zahlreiche eingeschriebene Seeleute, begleitet von ihren Frauen, veranstalteten heute nachmittag im Jolietteviertel eine Kundgebung gegen die Erhöhung des Brotpreises. Polizeibeamte und Gendarmen wurden mit Steinwürfen empfangen. Mehrere Beamte wurden verletzt. Zahlreiche Verhaftungen sind vorgenommen worden. Später erneuerten sich die Zusammenstöße. .Der Ordnungsdienst mußte verstärkt worden.___________________________________________________ Aus Stadt und Land. Gießen, 13. Juli 1912. ** Tageskalender Hine in a tograph: Täglich Vorstellung. Biograph-Lichtspiele: Täglich Vorstellung. Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittag von 11—1 Uhr. Gemäldeausstell;'. ngdesKunftvereinsim Turmhaus am Braud. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag), von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr. * I ” Die Anlagenmusik fällt morgen aus. L.-U. Landesunivers ität. Der Rektor unserer Landesuniversität, Herr Professor Dr. König, fyat sich gestern nach London begeben, um als Vertreter der Universität an der 2 5O.jäh rigen Jubelfeier der Royal Society teitzunehmen. *• Katholische Pfarrpersonalien. Im April und Mai sind folgende Personalveränderungen in der Verwaltung katholischer Pfarreien zu verzeichnen: Dem Pfarrer Friedr. Hoffmann 511 Guntersblum wurde die kath. Pfarc- stelle zu Bretzenheim, — dem Pfarrverwalter Joh. Jakobi zu Hohen-Sülzen die kath. Pfarrstelle daselbst, — dem Pfarrer Jak. Ebersmann zu Westhosen die kath. Pfarrstelle zu Dieburg. — deut Pfarrer Joh. Neber zu Friesenheim die kath. Pfarrstelle zu Münster, — dem Pfarrverwalter Joh. Lucas zu Vendersheim die kath. Pfarrstelle daselbst übertragen. — Der Groß Herzog hat genehmigt, daß die kath. Religionsgemeinde Wall d orf unter Zuteilung dec Katholiken von Mörfelden zu einer selbständigen Kirchengemeinbe erhoben wirb. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen würbe dem Lehrer Peter Mauer zu Ludwigshöhe eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Erbach (Kr. Heppenheim), ferner den SchulamtSaspirantinuen Charlotte Beck ausHeppenhettn a.d.B. und Maria Wunderte aus Mainz Lehrerinstellen an der Gemeindefchule zu Heppenheim a. d. B. ” Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Arn 11. Juni wurde der "Referendar Dr. Frig B ock i tt s zu Gießen zur RechtSanwaltfchaft bet dem Landgericht der Provinz Rheinhessen, — am 13. Juni roitrbc der Referent Dr. Albert Aaron au5 Bobenhoufen znr Rechtsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberheffen, — an demselben Tage wnrde der Gerichtsaffeffor Dr. Rich. Domm auS Lauterbach zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Herbstein, — am 24. Juni wurde der Gerichtsaffeffor Start Beck zu Alzey zur Rechtsanwaltschaft bei bcni Amtsgericht Alzey — zugelaffen. ** Eisenbahnpcrsonalien. Der G r o ß h e r - zog hat den Regierungsbaumeifter Friß Hartmann zu Kandrzin zum Vorstand eines Berriebsamts in der Hessisch. Preußischen Eisenbahngemeinschaft ernannt. ** Der allgemeine Geburtenrückgang in Hessen sck)eint sich auch im Jahre 1912 fortzusc-zen. Tenn in den ersten 6 Monaten d. I. wurden in den 5 Städten Mainz, Darmstadt, Offenbach, Worms und Gießen 4184 Kinder lebend geboren gegen 4300 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Tas erste Halbjahr schließt also mit einem Minus von 116 Geburten ab. Es ist dies um so beachlens- roerter, als die Geburtenzahl des Vorjahres überhaupt schon recht gering war. " Besuch in der alten Heimat. AuS New Port ivird mitgeteilt, daß der dortige ,H e ss cn - D a r m st ä d t e r V o lk sf e st verein^ beschlossen hat, im nächsten Jahre eine gemeinschaftliche Reise nach der aiten Heimat zu machen. Er, schreibt: ,(xS soll dies nicht allem eine VergnügnngS- und. Erholungsreise sein, es gilt and), unfern Landsleuten, unfern Verivandten und Bekannten m der alten Heimat zu zeigen, daß die Söhne und Töchter deS Hessenlandes, die, dem deutschen Wandertrieb solgend, in der neuen Wett sich eine Heimat gegründet haben, dein ihrer Gebtirt immer eine treue Liebe und Anhänglichkeit bewahrt haben, daß wir nie vergaßen, was wir dem Lande, wo wir unsere Sttndheit, unsere Jligend verlebten, wo (Elternliebe uns gepflegt, und ivo wir unsere Erziehllng genossen, schuldig sind. Die Ideale für Recht und Freiheit, für alles Schöne, Edle und Gute, der Sinn für eine ernste und doch gemütvolle Lebensweise, und die Liebe zur Arbeit und Sparsamkeit, die un5 in unserer Jugend ein» gepflanzt worden, sind uns auch in Amerika nicht verloren gegangen, sondern haben nns immer als Führer auf unserem Lebenswege gedient. Und lucun wir in diesem Sinne nnd Geist unsere alte Heimat betreten, so sind mir einer herzlichen Aufnahme von Seiten der Regierung, der Behörden und unserer Landsleute gewiß. Wir können versichert sein, daß überall, wo wir auch hinkoinmen, wir mit offenen Annen empfangen werden.' ** Sondcrzügc anläßlich des st arten Reiseverkehrs. Aus;er den bereits bekannt gegebenen fahren noch: Vor-Schnetlzug 104 Halle—Frankfurt. Gießen an 4.43, ab 4.47 vorni. vom 12./13. Juli bis 29./30. August. Nach-Schnellzug 101 Frankfurt—Halte. Gießen an 12.37, ab 12.41 vorm. vom 13., 14. Juli bis 30./31. August. Nach- Schnellzug 45 Gießen—Sangerhausen—Halle. Gießen ab 1.40 nachm. vom 20. bis 24. Juli und 1. August bis 20. Sept. "Sonderzüge anläßlich des Fr a n k f urter B unOcS» schießens a in Sonntag, den 14. Juli. Vorzug 792 Gießen—Bockenheim. Gießen ab 639, Bockenheim an 848, vorm. Vorzug 790 Gießen—Frankfurt Hbf.: Gießen ab 815, Frankfurt Hbf. an 1025 vorm. Hauptzug 790 folgt dem Vorzug in kurzem Abstande. Rachzug 92 Gießen— Frankfurt Hbf. (Eilzug): Gießen ab 850, Frankfurt an 1037 vorm., mit "Aufenthalt in Langgöns ab 909, in Bntzbach 923, in Vad-Ranheirn 938, in Friedberg 948, in Großkarben 1004, * in Bilbel Nord 1014, in Bockenheim 1030. Nacyzug 709 Frankfurt—Gießen: Frankfurt ab 738, Gießen an 1000 nachm. Vorzug 711 Frankfurt— Gießen: Frankfurt ab 900, Gießen an 1108 nachm. Hauptzug 711 folgt in kurzem Abstande. Vorzug 771 Frankfurt—Gießen: Frankfurt ab 1134, Gießen an 135 nachts. •• In Amerika verstorbene Hessen. Ludw. Spanier, 47 Jahre alt, aus Schotten, in Elifton Staaten Island N. 9).; Joh. Sch äfer, 59 Jahre alt, aus Lauterbach, in Brooklyn R. 9).; Frau Therese Thomy, geb. Arnheiter, 54 Jahre alt, aus Offstein, in Boston Maff.; Valentin Rau, 73 Jahre alt, auS Klein-Hausen, in West- Chicago, Jll. ** Die Aussichten im höheren Schuldienst in Hessen. Dic besonders günstigen Verhältnisse, die in den letzten Jahren die hessischen Lchrarntsassesioren srühzcittg zur dauernden Verwendung uni) defftnitiven Anstellung führten, bewirkten naturgemäß einen großen Andrang zu den Studien, die 3um Oberlchrerberuf führten. Dies war nicht bedenklich, io lange die zunehmende Schülcrzohl, die Trennung ubcrrüUtcr Schulen und Klassen und die Errichtung neuer Anstalten alljährlich eine starke Vermehrung der Obcrlehrerstellen bedingten. In den letzten Jahren babeit aber diese Umstände nicht mehr in gleicher Stärke gcroirt<; Stellenvermehrungen waren nicht mehr nötig, vom laufenden Schuljahre ab tonnten sogar 13 etatsmäßige Stellen aufgehoben werden. Zu der srühzeitigen Ver-> Wendung und Anstelluirg der hessisck-en Lehrmntsassefforen trug auch dic starke Mwandenmg von hessischen Oberlehrern und Anwärtern des höheren Lehramtes nach anderen Bundesstaaten bei. Sind doch in wenig Jahren etwa 100 Hessen in außerhessische Schuldienste getreten. In Zukunft wird diese Abwanderung nur noch in geringem Umfang möglich sein, da in den anderen Staaten, insbesondere in Preußen, jetzt eigener Nack>wuchs in genügender Zahl vorhanden ist und da auch die durch die NcugestaltunA des l>öheren Mädchenschulioesens säst überall bedingte proec Vermehrung der Oberlchrcrstellcn allmählich nachlaßt. Dre Verhältnisse haben sich nach der „Darmst. Ztg." demnach in zremlich kurzer Zeit aanz wesentlich zu Ungunsten der Anwärter des höheren Lehramtes geändert. — Die solgenden Zusammenstellungen lassen erkennen, wie die Aussicksten im Oberlehrerberus zurzeft sind und nxic sie sich in nächster Zukunft wohl gestalten werden. 1. Zachl der definitiven Anstellungen als Oberlehrer (an sämtlichen höheren Schulen einschließlich der höheren Bürgerichulen, höheren Mädchenschulen und Lehrerseminarien):! Jahr 1906 Zahl 49, Jahr 1907 Zahl 29, Jahr 1908 Zahl 17, Jahr 1909 ZaÄ 11, Jahr 1910 Zahl 15, Jahr 1911 Zahl 11, Jahr 1912 (bis 1. Juli) Zahl 3. — Zahl der zur Verfügung^ stehenden Lehramtsasscssorcn und Referendare (ttotz der starken Abwanderung). Aus dem Fakultätsexamen: Herbst 1905 3, Ostern 1906 20, Herbst 1906 19, Ostern 1907 22 Herbst 1907 26, Ostern 1908 18, Herbst 1908 16, Ostern 1909 21, Herbst 1909 26, Ostern 1910 32, Herbst 1910 41, Ostern 1911 21,, Herbst 1911 59, Ostern 1912 33, zusammen 357. — 3. Die Zahl der Studicrerrden an der Landes-Universität Gießen tnr Sommer-Semester 1912: Mathematik 50 Hessen, Naturwissen- sclwft 71, Geschichte 18, Klassische Philologie 57, Neuere Philologie 171, zusammen 367 Hessen. Zu dieser Zahl treten die zahlreicl>en Hessen, die sich den gleichen Studien außerhalb der Landes-Universität widmen. 4. Zahl der etatsmäßigen Stellen an den höheren Schulen einschließlich der Stellen an den höheren Mädchenschulen, den höheren Bürgerschulen und den Lehrerseminarien: 40 Direktoren, 514 Oberlehrer, 93 Assessoren. ** Die Aufbringung der Atittel der Brand- ve r s i cheru n g s kas s e für 1911. Der Gesamtbedarf der Brandvcrsichcrungskasse aus dem Jahre 1911 berechnet sich aus 2 292 118.99 Mk. Davon sind an 'S ran b ent* s chadr g'um gen ztt zahlen 1610259.^3 Wk., der Re/t per-: lkS fehlte nur notfi an Käufern: sie Mirbcr bahn-Ingenieur treten. 1 2 8(1) tat! Letzte Nachrichten. in 3m Sommer Lebertran? Amerika her vor. C*h 1 1 1 2 1(1) 1 1(1) Leu Rochushospital verbracht. W. W o r m 4,12. Juli. In der Grotzmü-le von Ba ru ch rrkenReise, gebenen fahren rt. Gießen an 29./30. August, eßen an 12.37, August. Noch« lle. Gießen ab ust bis 2U. Lepl irterÄun'des. i. Vorzug 792 kenheiin an 8^ bf.: Gießen ab tzug 790 folgt ug 92 Gießen- :ankfurt an 1037 in Butzbach 923, 11o^arben 7004, Nacy^g IW an 1000 naijm. ab 900, Gießen urzein Abstande, ab 1184, Gießen Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 14. Jutt iwh. Heiter, trocken, sehr warm, Gewitter. 7 Proz-, Zellstoff Dresden ebensoviel. M o n t a n P a P i e r e bcbauvleten ihr vornwchiges Niveau, ebenio a f £ ^t i e n uni> Transportwerte. Tn tHtMtirhrm I ' Kinder im vom Sjahr: 2.—15. Jahr r Verantwortlich für den politischen Teil I. V.: R. Lange. jabre 1915 erfolgen. . , a. .. „ • Der Juwel en Händler Soupier in Par 18 erstattete der Polizei kürzlich die Anzeige, da» auS semeni eisernen Lchrank ibm Cchmucksachen im 'Werte von etwa 100 0"0 §ra„cS geflöhten worden seien. Tie Widerspruche, m die nch Bouviei verwickelte, erregten iedoch den Verdacht des Polize'kommisiarS und nach einem scharfe» Verhör gestand Bouvier, daß er elbit en Einbruchsdiebstahl aus geführt habe, um eine Ver.icherung. summe von 350 000 Francs zu erhalten. Bouvier wurde verbauet. Gs ,,, । beißt, daß außer mehreren französischen Firmen auch em «.eutscheS ,Emv' I £aug Bouvier vor einiger Zeit Schmucksachen im Werte vor* I2O0OO Francs zum Berkaus anvertraut habe. Natürlich — doch nur in Form von Scotts Emulsion genommen! Denn morgens, mittags und abends regelmäßig einen Löffel voll dürste eine vorzügliche, bequeme Weise sein, wieder zu Kräften zu kommen. Ans diese Art hat sich Scotts Emulsion für Erwachsene und Heranwachsende seit bald 40 Jahren bewährt, denn es ist ihr Hauptvorzug gegenüber gewöhnlichem Tran, daß sie bei größerer Wirkungskraft zu jeder Zeit, auch bei der größten Hitze, zuträglich ist und sich gut hält. Ein Versuch wird dies am besten bestätigen, nur muß es Scotts Emulsion jein, keine Nachahmung. «.finnbieite- ftetxfter Webijmateefcertran 1500, prima Glyzerin rO»Sunt"«ro8Ö6o^gfourer ftatt <4, unterpi.ol^ongfaurr.8 gtatror, 2A ruin Traaanr SA fein fier arod. (Burmin pulu. ZA Walser ik#,o ÄUe6et HA . ; Glifton Staaten alt, aus Lauter« Thomy, geb. Boston M; laufen, in Well« ,chuldien|t in . die in den lebten joren frühzeivg lnstelluug Mttn. zu den Studien, richt bedenklich, I» nnung.ubMullt? ier Anstalten all« erstellen Mfflg istände nicht mchi mgen waren in* konnten, sogar l- r i«i9=n^ rintsasMttN A Trichtern und M BundcsstaaA b°- ,^in außerh-s'^ ' Maurung i» den ander« isSS iWwW ÄW». M 19 AMA des'! der fp? r A- m)7 held> In 1909 2L ^, f Ostern Ar L w W-* Bekanntmachung. Die unierm 24. Mai Ifd. Js. angeordnete Sverre der Samm» ftraße, Mischen West-Anlage und Wieseckbrucke, wird hiermit aufr gehoben. Gießen, den 11. Juli 1912. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Gebhardt. * vermischtes. * EineEhescheidungsstatistik. Nach den neuen soeben verötfmtlichten statistischen Angabenüb-^bte 3fl» aus S Ä* Mn Ärlich^icht weniger al3 43^eibuwn. Es folgen dann b€T Reibe nach Frankreich mit 33 Scheidungen aus 100000 (hn- Mit 27, Preußen mit 21. England Mit G Norwegen mit 15, Holland und Belgien mtt 14, Bayern mit 13, Schweden mit 10, Oesterreich mit 8 und »ytnnlanb mit b.Ehe- S™en In der -chwciz ist die Öeirat beinahe mit, grotzeren Urnstänän verknüvtt als die.Scheidung, die verhalMiSnmMg^leM und schnell bei geringen Konen durchzusehen ist. Erne ^cfxrtbung in der Schwerz verursacht durchschnittlich nur 40 Mark Auslagen Das neue Schweizer Zivilrecht, das in diesen ^ahre in Kratt tritt, bringt weitere Erleichterungen der Scheidungen und der Ehet'rennungen. ereH tü(f(j&en &pm grünen,Tisch trug sich, so erzählt das „Franks. Bolksblletzthin auf. emem Vororisbahiihof im Osten Frankfurts %u JSoxt steht^am bahn- seitigem Gebier unter anderem auch,ein .strnchbaurn. .^n der Jiv nähme, daß an diesem Baum auch Ztirschen hingen mußten, erließ der zuständige Impeknonsvorstand ein- Bekanntmachung, woinn der Versteigerungstrrmi - der Kirschen anoeraumt war Bunnltd) uir festgesetzten Zen er dnenen zur Vornahme des Dersrciqerungs- gjTie jtanf- u-°rd-«cr Bahnm-ift« und -m Syav= yrrltern, öci denen |eu fe-fdiicb von letzterer m. ... . nu Streit, in dessen Verlauf der Sckfrifffetzer fünf Re- ,olverschüsse auf seine Frau, ferne Schwieger- nuttcr und einen zur Hilfe herbeigecilten Briefträger abgab. Seine Frau blieb unverletzt, während seine l-frincflermuttcr je eineii Schuß in die Brust, einen Arm Hb ein Bein und der Briefträger einen Lungenschnß er> Eliten. Hierauf durchschnitt sich der Wütende die Arm- BSadern. Schwer verletzt wurden die drei Personen durch krankenwagen der Eisendalm und der Sanitätskolonne in Müller'fche Badeanstalt. Wasserwarme d er L abu am 13. I u (t : 20 " FU Einwohnerzahl: angenommen m 31 700 (intL 1600 Hann MilUar). SterblichkeitSzisser: 20,0 /„, nach 2lbzug von 22 Ortssremdeii: lO,9_“/oc Brok Tr Wilhelm Clioter von Leube seine über livvI bahn.Ingenieur ES fehlte nur .now an xauKm. i«. -ntbaUende Bibliothek der Würzburger medizinischen I aus, denn eS war ihnen die >iauttun vergangen, dcht verloren :cr auf unserem >em Sinne und einer herzlichen Behörden unö ichect sein, daß offenen Armen V«X sich auf Berwaltungskosten (225 859.76 M7., darunter IMldvugen 103 239.23 Mk und sonstige Aufwendungen, rsfc i B. Vergütung an Gemeinden für erhöhten Fruer- f&r mit 330000 Mk. An Brandentschädigungen find Xdtitau. in Starkenburg 743 851.20 Mt., darunter vom in Msselsheim am 20. August 1911 (Opelwerke) x 86 Mk.; in Oberhessen 323289.83 Mk., darunter i rr Brand in Herbstein am 6. Nov. 191 (^^brannten iurtcere Hauser in der Bahnhofstraße ab) 39 _.)- Mk.; tn »Vrrhessen 543118.20 Mk, darunter vorn Brand zu Morn- 12 am 9. Aug. 1911 (Gastellsche Waggonfabrik) 11/126 -rSrl, vorn Brand in Staftci am 6. Jtili 1911 (jRonaben- • fltnit Schließmann) 100 266 Mk., vom ^^entd in Buden- lErt am 3. Oft. 1911 (Oelfabrik Röder) 6oo28 Mk — •hed) Bersiigung Großh. Ministeriums de» Einern soll Bedarf durch einen Ausschlag von 10 Pfg. auf ie 1. In nnem Ziele erfolgen. . Krcts Friedberg. Bad-Nauheim, 12. Jult. Bis zum 11. Jul, Gerichtssaal. Dortmund, 12. Juli. Das Schwurgericht verhau- Ute heute in der Strafsache gegen die im Alter von^l/ vis I fc> Jahren stehenden Bergarbeiter Gustav Iungermann, Friedrich Lch^per, Wilhelm Meier, Friedrich Ackermann, Heinrich Lawatzn, , Hunan Huckfchlag, Ewald Blank und August Dahlhoff, die in der $arl)t zum 19. März während des Bergarbeiterstreiks vor der kodnung Arbeitswilliger in Afselm D y n a m 11 v a r r o n e n zur krolosivn gebracht Ito bot. Es war dadurch erheblicher Mate- ndidtoben angerickstet. Menschen waren aber nicht verletzt worden, kh-rper wurde zu sechs Jahren Zuchthaus, Iungermann, Merer Md- Sawatzli zu je drei Jahren Zuchthaus, Ackermann zu ein Mir Gefängnis, Blank und Dahlhoff zu je neun Monaten und huLlschlag zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Xie Geschwo taten hatten verneint, daß die Angeklagten im Komplott ge- taindelt haben. Bei den letzten vier Angeklagten war nur an- tntommen worden, daß sie, nachdem sie von dem Verbrechen knMitnis erhalten hatten, cs unterlassen haben, Anzeige zu trMttm._______ Universitäts-Nachrichten. — Schenkungen Aus W ü r z b u r g wird uns mitgeteilt: llnlätzlich feines Rücktrittes vom Lehramt hat Geheimer Rat Tie qebnidlc Erläuterung deS Tbeina« in kostenlos zu uC6.Cuch uu..i Sekretariat des Vereins (-anvt.nann a. D. Elaustw in Jena, Iobann-^r.edr.ch-Straße 1) Ter Unuang der ZewerdungS- arbeiten wird auf etwa w Truckbo.-en fesiarfetzt. r ruck und ootmat f । wie die Erläuterung. Tas Bwnufknpt ist nut Ke'"'!vruch versehen Sandel. unter Beigabe eines verschlossenen Briefu.nschlagS, der ben ke.m- •• SchiifS! iste - ür billige Briefe nach den Ber- bcr Arbeit als Aufschrift tragt und die genaue Adre'e geeinigten Staaten von Amerika (10 Bfq. für je 20 Gr.): Aie. Porto- .^„(assers enthalt, bis zum 1. Zum 1014 an die oben gcnaanto erniaßigung efttreckt sich nur auf Briefe, nicht auch aut Postkarten, I deS Sekretär- einzuseuden. Nur^chreibniaschinenmanustripre- Truckiachen usiv. und gilt nur sür Briefe nach den Pereu'igten ,„^n angenommen. Tie Prei-zutcitung wird spätestens nn §ruh- Staaten t>on "Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, ---- j. B. Nanada. .Kaiserin Auguste Victoria" ab Hamburg 18. Juli, | .Kaiser Wilhelm der Wroge* ab Bremen 16. Zisti, .ttrouprintzessin (Sfcilie- ab Bremen 23. Juli, .Amerika' ab Hamburg 27. Jun, .Vennfylvania* ab Hamburg 29. Juli, .Berlin' cw Bremen 3. August, .Nronvrmz Wildelm* ab Bremen 6 Aiignst, ,-Prmz i'riedrich Wilhelm" ab Bremen 10. August, .Kauer Wsthelm I). ab Bremen 13. August. «Postschluß nach Ankunft der «jruhmac.) Alle diese Schisse, ausgenommen .Pennsylvania, sind «Lchneu- dampfer oder solche, die f>ir eine bestimmte Zett vor dem Abgang die schnellste Beförderungsgelegenheit bieten. , siehst sich, die Briefe mit einem Leilvcrmerk wie .direkter Weg ober .über Bremen oder Hamburg* zu versehen. 8 Tas Wirtschafsleben im neuen E h i n a. ^nem . (FaflCSChromL Landes 'bimbSfenWmen cinfestn, was eine Menge meeimn betäubt unb tonnte, nur «U Lerche fleborgen werden. aefd)äitli(6en Ansschwnngs 8ur$olge dabenmub. Moderne ^uten. Arbeiter frnb nod, ^enrbuttet. ^ld^. Bei einer ÜBagenfabrl » Säät äs S£ Bä »käs $äsää5 Sich- schauen übrigens recht freundlich und schelmisch rn die baI)Cr dn lebhafter Bedarf für ausländi,chc ^ebstonz, be-1 Einverständnis au,'gaulme CnlNihruug ham t Ui.______________ «1t unb wissen alstcklick)erweise noch nichts von der schweren sonders Baumwolliabrikate und Schuhe,,^lite mid ?i-rauenttci^r ---— “ — x - Bermuthshain, 12. Juli. Dor einigen Tagen in' allcn offenen Küsten-lätzen in großer Zahl gebaut. Wurbe ein Bursche von hier auf dem Heimwege von einer ^ol)Q1D bic politischen Verhältnisse stabiler sind, durste das Innere Sirtjchaft von einem anderen Burschen infolge unvorsich- Beispiel der Waterkant schnell folgen. Licrfür wird wlgenchtig tker hantierens mit einem Revolver di.rch einen Schutz s äußerst starker Bedarf an Maschinen eimeyen. BLsonoers ia btn Unterleib schwer verletzt, so das; seine Aufnahme tic bcm chinesischen Eharakter cittwrechenden Kleinbetriebe wttden bte Klinik nach Gießen erforderlich wurde. Der Der- starke Käufer im Auslande sein Hirz - Tas Gc,cktottslebcn »te ist dortselbst an de Folgen des Schusses gestorben .n tthino beginnt mit einer völlig neuen alles, was ** " ' etadenburn /nd »heinieflen. ” Ä>?S E? al".SÄ Darmstadt, 12. Juli. Sein en Gebu r tsta g , Gegenwart passeno, uostnuals gejagt und geschrieben werden. Wert am nächsten Sonntag in voller geistiger Frische Geh. Baurat » — ------- «Ito ater. Er war als Betriebs Znspektor und spater ab ~ Idttrber Direktor der O b er he s s i s che n Euenbahnen ® ta\ 12 Juli ■ton 'Ipril 1871 bis 1. Januar 1897 in Gietzen, kam dann = r5F an ksurt a. M., i^.^uii. gs^rerw. «iin.ner.um der ®in.„#en, «Rettung für G.fen. „„t, burdtMe in Offenbach 12 Juki. Der Geheime Kommerziell- liegen aus der Eisenindustrie vor, die gro^n A^rre si H flboFf »ras st Hot anläßlich feines 70j«l>ria-n Geburtr. in tae? namborte Stistungen IM Gc>°'Ntbetrage »on “nb ™efXn’ $!en"ger gut liegt bie r6cini|>roeftfällidK IGOOOO MI. gemacht. Tie Stiftungen bestehen nament- ^Nwruch zu . weil sich die englische Aonkurreuz wieder 1,5 in Zuweilduugeu zugunsten der Beamten, Angestellten mackst, ganz im Gegematz zur oberschlesiichen-stöhlen- imb Arbeiter in den der J-irma Pb. Cas'Mir Krafft u. Eo. j„^strie, die die Nachfrage kaum befriedigen kann: aber auch hörigen Betrieben zu Offenbach, Grosz-Stei>iheim, Nieder- I jür bie rheinisch-westsälijche Kohlenindustrie wird em gutes Derblt- etrirtbacb, Soden-Salmüiister, Schimborn und Neug. Auch Geschäft erwartet und infolgedefsen legt man der Abschwächung Xt^d) nnb eine An^l geübten für fctz'lichen Bluttat durcheilt die stabt. Der beschafti--1^'^trt bleibt. In diesen finden die S?auptum)ä&e statt, wahrend ugslose Schriftsetzer Geist drang heute gegen 12 Uhr aubercn Gebiete vernachlässigt bleiben. In den letzten Tagen dte in der Ertalsiraße gelegene Wohnung seiner Schwie I ,Vutcn Elektrizitätsaktien in den Vordergrund. Die,Annahme, rentern, bei denen seine Frau weilte, ein, angeblich, um daß die Allgemeine Glcftri3ität^^j’elÜd)aH bei ber rtarfen -Oe-. _ - eitern die überwiegende Mehr- ,t ncomen. «lsbald entfjxmn M l^ftigung.. Ui sür säc brMi^ AEasßmg. bafe sowtt^i Rttin auch d ' Panam7k^l?ebührm'etti7 Verl e b u N^g d es Da v^-Pa UN- Voigt u. Äaeffner 6 Proz., Licht und> Krast 4 Proz^, andere ^sote-V er trag.es ist. Die „Tnbune nimmt indes eine Porten 2—3 Vroz Stark bleibt die Nachrrage snr die Aktien entgegengesetzte Stellung ent ;& ?°chcker Tkabriken von denen Scheideanstalt, die jetzt exklmtve s h i n g t o n , 13. Juli. Die Mehrheit des S nats ist Bezug^recht gehandelt werden, 20 Pro;., höchster 9 Proz., GrieS-I^^ bie Befreiung der a rn en ka n i' ch e n chi von. Heimer 13 Proz, Anilin 7 Proz., .vvlzverkohluug 9 Proz,'den Gebühren E Panamakanal, ^besienbintelst imKlmgretz Wegelin 6 Proz. und Weilerster Meer 5 Proz hoher bezahlt ,^ch eine starke Mei^gsveE^edenhnt über ch^en Punk wurden Ferner sind Brauereiattten, in denen im allgemeinen Frankfurts. M., 13. Juli, zai L u 1 t sch i f f ^“tt^ d7s Geschäft sehr geringfügig ist, mehr beachtet worden Es^wurde SanJ( das um 6.05 Uhr m Mannheim aulgestiegen ist, ist um ins Feld geführt, daß den Brauereien die,es Jahr Gelegenheit. ge- 7V uhr hier glatt gelandet „ in» ou*u. y .'. m-v.-.. unh AU»r,tp fiidmpt R a r i13 3uli. Nach Nceldungen aus »>e z ist ou Sage sehr' ernst. Viele Banden umschwärmen die Stadt uni versuchen einzudringen. IV. Worms, 12. Juli. In der G r o tz m Ü h le von B a r u m ihren ^Bcbari nn .vopfen und Gerste billiger tSch ö n seld am Rhein entstand beute mittag © r o fei cu e r , boten Kin öi 1 , ink„laedeisen höhere Ueberschüsse erwartet l» durch ben berridKubcn Wind halb alle Scbäubc ergnncu unb m,°lg^sl°n ,^re ^^^tcru. bie satte. Das ganze An,ve,en scheint verloren ^r ^cha^n durste werden Mafchinen-Fabr,keii waren Daimler vne Million Mark benagen. Die Ursache ist wahrscheinlich selbst 9 Pro; avan • im nid)t offiziellen Ber- mt? üiibung. 3 »Ebaiidelten Bcuzattien waren gefragt, Maenus haben da- Hesscn-Nassau. . . Pro; verloren, Naphiha-Nolnl Aknen nxiren ichwankend, )( Marburg, 12. Juli. In OberÄxM tu Bayern 9^.n ^20 Proz. über dem vorwöchigeu Niveau. Es vererb nach langem Kranksein der erste Prosektor am hie- < ' daß Gratisaklieii zur Ben'üPmg gestellt werden sollen, raen anatomiidKn Universitätsinstitut, Professor Dr. Jo- hem wilden Spiel, welches )i_d) tn öen Aktien vollzieht. tiVb Disse. Der Verblichene, der 1852 in Borgholz m erscheint aber Vorsicht geboten Kunstseide liegen andauernd matt Sdtfalen geboren wurde. Wirt e von 1880-1887 als Pro. WZ man dem Uuterae^n,. wnn m b™ ^atentfrte t bö erft- an der llnidersitzts-n-tomic in Tokio, kehrte bann inftanUür Urteil.^‘>5 ••u» Deutschland zurück und kam nach kurzer Lehrtat.g. |Sdlltof! Wawhor m 9^^-gjFSnlanpapiere hl m Halle und Gotttngen tm Jahre 189d nach Marburg. FE. Dillenburg, 12. Juli. Auf dem Wege, von lautembacb nach Dillenburg bei der sogenannten ,,.v>ohl" iinbe die Frau des Landwirts Prüfer von Nanzen- hö von zwri Strolchen überfallen, die ihr eine Geld- ta)oc mit 110 Mark Inhalt abnahmen. Der bekannte Polizeihund „Jack" wurde geholt und auf die Z-ährte gesetzt. Es ftarben an: Zusammen: Erwachsene: L L Wochensieber KD 1(1) Masern 1 — Tiphtberie 1 — Tuberkulose 4 3 Lungenentzündung 4 1 Herzfehler 4 (1) 4 (1) Lchlagsluß 1 1 Tarnikalarrh 2 — anderen Unterleibs» krankhelten 6(4) 4(3) Blinddarmentzündung 1(D 1 (1) Rierenkrankheiten 5(1) 4 (1) sirebs 7(5) 6 (4) Verunglückung KD 1 (1) anderen Krankheiten 14 (8) 10 (5) Dauer- und 7 7 . gefahren Sonntag, den 14. Juli und Montag, den 15. Juli Feier des 20jahrigen Stiftungsfestes Bannerweihe und PROGRAMM Sonntag, den 14. Juli: Morgens 6*/2 Uhr: Weckruf 8—971 Uhr: Empfang der Dauerfahrer auf dem Festplatz „ 10—11 Uhr: Preisrichter-Sitzung und von 11-12 Uhr: BB- Konzert Mittags IV, Uhr: Aufstellung zum Korso 2 Uhr: Festzug mit Preis - Korso durch die Stadt Begrüssungs-Ansprache bei Ankunft auf dem Festplatze — Festrede — Bannerweihe Aufführung eines Reigen der Festdamen — Sonstige Vorführungen der erschienenen Vereine Eintrittspreis 20 Pfg. Es ladet ergebenst ein Sonntag, den 14. Juli, nachmittags: Volksfest und Tanz Nachmittags 6 Uhr: W Preisverteilung "W Aufstellung von Pyramiden Montag, den 15. Juli: Morgens 10 Uhr: Konzert auf dem Festplatze 487t* Mittags 2 Uhr: Festzug durch die Stadt „ 3 Uhr: Sonstige Aufführungen der einzelnen Vereine EST* Volksfest und Tanz "Vfc Der Vorstand — Die Festwirte: Ph. Schaum u. Ludwig Fabel Heute Premiere. Etwas ganz Neues bringt der Film: Der Teufel ist los Großer humoristischer Schlager in 2 Akten. Herr Prince spielt die Hauptrolle. So haben Sie noch nie gelacht. Ms zweiter Schlager: Liebe übers M hinass Sensationelles Drama in 3 Akten. Die berühmte italienische Tragödin Dora Baldanello spielt in diesem Film die Hauptrolle. Fathe Journal DaS Neueste au8 aller Welt. a13/7 und der übrige SgsieBplan VII. Bundes-Turnfest des Tunierbi* lahn-Dflnsbers verbunden mit der A-Ma MmM des Turnvereins Wieseei am 20., 21. und 22. Juli 1912 zu Wieseck. Programm» Samstag, den 20. Juli. Abends 9 Uhr: Kommers aus dem Festplatz, Aufstellung von Puramiden, Konzert und Gesangsvonräge. Sonntag, den 21. JnU. Morgens G Ubr: Weckruf. Bon 7—8 Ubr: Sitzung des Kampfaerichcs. Um 8 Ubr: Beginn bet (LinzelwelturnenS. Bon 11 Ubr ad Konzert. Mittags 12 Ubr: Gemeinsames Mittagessen. Empfang der Vereine. Mittags V,2 Ubr: Ausstellung des FestzugeS, Bug durch den Ort. Nall, Anfunst aus dem Festvlatze BegrühungS-Anlvrachc, Begrützungslied. Ueberreichung einer Fabncn- sckleise von den Damen'I»es Vereins. MiklagS 3 Uhr: Freiübungen, Muster riegcuturncn, Ausführung eines Neigen, Konzert und Gesangsvorlrägc. Von 4 Ubr ab Tanz. Abends 7 Ubr: Preisverteilung. Montag, den 21. Juli. Von morgens 10 Ubr nb Frühschoppen Konzert aus dem Fen- platze. Mittags 2 Ubr: Feitzug. Aach Anfunst aus dem Fcstvlatz Ueberreichung der Diplome an die Ehrenmitglieder. Nachmittags 3 Uhr Konzert, Tanz und Volksbelustigung. 1,^1 Eintritt 30 Pfg. Au zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Der Fest-Ausschuss. Lichtspiele 05826 Bahnhofstr. 54 Entehrt Die Geschichte eines jungen Mädchens in 2 Akten. DaS namenlose Unglück, welches elegante Mädchenjäqer über so viele Familien schon gebracht haben, wird hier in dezentester Weise zum Ausdruck gebracht. Ncb Einbrecher Vereint Komödie. IM die Flammen spannendes Drama lepr geht zum Maskenball humoristisch Indische Feste interessante Naturaufnahme. Verein äri. \te Kaiser-WilliBlni-Reginienl in Gieöen 1. Der für den 15. Juli angesetzte Vortrag über eheliches Gliitcrrcdjt und (?he- vcrtrag sindct Samstag, den 20. Juli, abends 9*/4 Uhr, im „Postteller" statt. Zu diesem Vortrag sind die Frauen unserer Mitglieder willkommen. 2. Unser erstes Preisschiehen findet Sonntag, d. 21. Juli nachmittags von 3 Ubr ab aus den Sclnenständen deö Schützcuvereins iSchlltzenhaus» statt. Vereinsgewchrc sieben zur allnenieinen Benutzung zur Verfügung. Um zahlreiche Beteiligung bittet vl3/7 Ter Vorstand. Geiliigel-u. VoselzuchtvereinGießen u. Omgeg.W Die Mitglieder des Vereins, welche CI. R 12 wünschen, wollen dies unter Angabe der Ringanzahl möglichst bald bei deut Schriftführer Heinr. Matheis, Bahnhofstraße 26 III melden. d,8/t Der Vorstand. «1 Rodberg - Kirmes Sonntag, den 14. Juli, von 4—4 Ubr, in den Lokalitäten und Zeiträumen der 05780 „Stadt Marburg*“ Bier 10 Pfg. tfs~ Eintritt frei'. “WS Kapelle Weller. Zu zablreichem Besuche ladet ein Fritz Kremer. Elchs Soiiiinrrfeft __ Sonntag, de.. 14. Juli __ 'itf der Pulvcrninhtc wozu ergebenst cinladet L. Jochem. Eintritt frei. 4871 Bier im Glas 10 Pfg. Albert Nappmanns K onzerthans Schnurgassc 55. Frankfurt a. M. Bahnlinie 18. Täglich groircs Dovvcl Konzert. 2 Damen Orchester Mmc. Hcinigs Streich e Orchester, Tamburitza-Truvve, Niirka-Hirlic in Original-Kostümen Hoienrock. Während des Schützenfestes Anfang 4 Ubr. Mittag Frühschoppen. Enti-itt frei. Seid herzlich willkoinmcn Freunde und Bekannte Ihr wackeren Schützen Dom schönen Hessen lande. 15s ladet ergebenst ein Albert Ravvmann, langjähriger Direktor des blühenden Kolosseums in Gießen. 4890 Gesell schaftsverein Alle aus der Bibliothek entliehenen Bücher sind spätestens am 27. Juli 1912 zurückzugeben. — Vom 1. bis 30. August bleibt die Bibliothek geschlossen. v‘3’. Zagdschlötzchen Dutenhofen Telephon 423 [4030] Jnb.: Gg. Peil. —---Beliebter Ausflugsort. —— Schöner, schattiger Garten, großer Saal, Terrasse. Gute Küche, helle und dunkle Brere, Weine ersterFirmen. Statt Karten Ulm a. D. OM3S Vereine houise Reuling Heinrich Schwenk, Kaufmann Verlobte Pmat-TanzüBiemdil erteilt zu jeder Tageszeit Tb. Bäulkc, Tanzlehrer, Wolsstraüc!>. [04404 Slehen (Steinstr.) 05816 SciitcAbcndLplnistchof. und Hölle Stadttheater Giessen s- Kolosseum Inhaber Karl Ohm WalltormtraUe Telephon 645 SBä beginnen amMontag, 29. Juli, abends 8*^ Ubr, in unserem Vereinözimmer im (trtk1 Ebel einen Anfängertursns für Damen u. Herren lHonorar 6 Mk.> und einen Kursus für Maschinenschreiben nur für Teilnehmer an dem AnsängerkursuS und Mitglieder «Honorar 2 Mk.i. Anmeldungen alSbaldan Sekretär Lob, Mühlslrave 31, oder bei Beginn dcS Unterrichts. Gabelsb. Stenographen verein Gienen ((£. V.) gegr. 1861. Damenvcrcin Gabels berger. vu/T Bund der Landwirte Heute Abend bei Rötzinger. [05859J Tas Neueste vom Neuen in Gießen ist: Himmel Trohe. Am Sonntag, 14. Juli: Xirthweike Für gute Speisen und Getraute ist bestens gesorgt. Es ladet ergebenst ein [4W* Philipp «tipp, ßaiiroitt Montag, den 15. Juli: Uebung des l.Löschzugcs Antreten 8*/2 Ubr. V13/7) Das Kommando. Das größte Reiseunter- nehmen in diesemGenrc. (Eintritt frei! Am Sonntag, 14.Juli, ist der nächste große össentlichc Kavalier-Ball Herrenkanen 50 Pfg. inkl. Tanz, Damen frei. as/7| Anfang 6 Uhr. Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 16. Juli 1912, abends S Ubr: Fünftes Dperetten-Gastspiel des Grossh. totalere Bad-Nauheim Unter Mitwirkung der Kapelle deö hiesigen Infanterie' Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Opercttenvreisc! Cpercttrnptctic' Abonnenten zahlen gewöhnliche Preise bei Vorweg des 4. (Srmäfngnnas Kupons. Gastspiel der Hofopernsängerin Mav garcte Beling-Schäser vom Grogh. Hof- uni Nationaltheater in Mannheim. Die lustige Witwe. Operette in 3 Akten von Victor Leon und Leo Stein Musik von Franz gebär. * * * Hanna Glawari . Margarete Belina Schäfer Ter Vorverkauf beginnt Sonntag, 11 Ubr, an der Tageskasse bed Stadtrbeaters- a10/f