loleum vW 19 Die heutige Nummer umfaht 10 Selten- se 6 p Deutsches Ueich ilH? ' Knaben- ler, 140 cm 7r>u.3.5(i 45 b. ie i zu nbe- 5920 Zu diesen Huroen gcl)ön auch die Vasallentreue über K Oirob hinaus im wörtlichsten Sinne des Wortes. Sie verherrlicht in dem volkstümlichsten Drama der Japaner, flonin, wo — und es handelt sich um die Dramatisierung hessischen Lehrerschaft bei der neugeschafscnen provisorischen Besoldungsordnung. Aus Antrag des Vorstandes wurde einstimmig beschlossen, an der bisherigen grundsätzlichen Forderung— Gleichstellung mit den mittleren Beamten — unbedingt festzuhalten, auf Wohnungsvergütung zu verzichten und WohnungSgeld im Sinne der Beamten zu fordern. Es soll dem Gedanken der Gründung einer Kasse zur Silbern ahnzii ha« ssttllM Sicher st ellung für im Kampf um Schule unb Lchrerstand im Bordertrefsen stehende Mit- glieder nahe getreten werden, und die Obmänner wurden beauftragt, in ihren Bezirken für die Ansanunlung eines Fonbs von 1OUOOO—150000 Mk. zu wirken. Bon der Abhaltung einer außerordentlichen Hauptversammlung soll zunächst abgesehen werden, doch wird eine allgemeine LandeSvcrsammlung einberufen, sobald die Borlage für das Dcfinitivium er» kündigten. Cie führten die Tat in sapanischer Nat onal- trachl in ihrer Wohnung in Akasaki aus, nachdem sie einen AbschiedStrunk von Sake aus Tassen genommen hatten, die ihnen der verstorbene Kaiser, dessen umflortes Bild an der Wand hing, zum Geschenk gemacht halte. 'Jkbcn den Leichen wurde ein, wie es heißt, an den Kaiser gerichteter Bries gefunden. Als ein bei 9togi wohnender Gelehrter den Raum betrat, fand er beide noch a t m e n d vor Ter Vorfall hat überall das größte Aufsehen und die tiefste W »o» 10 Ju N« Anm tlduij -SWk Per Meter bis 1.85 M per Meter 1 bis 3.60 '?6iess" ;atidbihl* „riM * Ter Zar auf dem Schlachtfeld von Smolensk. Smolensk, 14. Sept. Auf der Plattform von Jarzewo empfing der Kaiser gestern eine Arbeiterabord- nung der Farzewoer Industrie, die ihn in einer Stärke' von 8000 Mann längs der Eisenbahnstrecke mit .Hurrarufen und der Nationalhymne begrüßten. .Am Nachmittag traf Kogis Gpscrlod. Denn man sich das Bild vorstellt, wie der ruhmgefrönte slvanische Feldherr Nogi mit seiner Gattin, beide mit ihrem lakostüm beNeidet, nach einem AbschiedStrunk Sake aus kn Tassen, die ihnen der verstorbene Herrscher gesenkt m.b im Angesicht oeS umflorten Bildes Mutushitos in dem f l^enblid Selbstmord verüben, wo der Kanonendonner den ß »marsch des Leichenzuges vom Kaiserpalast ankünbet, so »ächte man glauben, haß man einen alten, einen uralten -schnitt vor sich hätte. Und es ijt doch ein Ausschnitt dem Leben, av.s dyn Leben des zwanzigsten Iagrhun- 6ttt6, aber freilich aus jenem Lande ocr unbegrenzten psy- chi'oaischen Möglichkeiten, das nur rein äußerlich die curo- scijche Kultur angenommen Hal, und dessen innerster Le- Jkityfern uns immer ein verschleiertes Sälsbild bleiben Wenn General Nogi als ein treuer Diener seines Herrn tiefem noch im Tode Gefolosck>aft leistete, so werden wir KlMbern empfindenden Mensck)on nur schwer Verständnis it eine solche Handlungsweise gewinnen können, die an bekannte Aneloote von jenem englischen Matrosen cr- {nert, der seiner Begeisterung für Nelson dadurch Ausdruck b, daß er aus dem Mastkorb ins Meer sprang mit den orten: Ich sterbe für den Miniral Nelson! Wir Europäer M»irden es jedenfalls natürlick)er gefunden l-aben, wenn Mkc tapfere Held dem verstorbenen Kaiser die Treue bis kRüter das Grab hinaus dadurch bekundet hätte, daß er dein neuen Herrscher ein gleich treuer Vasall gewesen !»ne. Aber wie Laseadio Hearn, der japanisierie Grieche, ;Ckgesetzter M -fc gebe so lange , ufspreis ab . Nacht: ifbtc vielleicht als der beste steniicr des japanischen Volks- llniii: gelten darf, einmal gesagt hat: „Der abendländische Hjiift scheint in geraden Linien zu arbeiten, der orientalische IIii wunderbaren Kurven und Kreisen." Ur. 2j8 Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 16. September 1912 r «lestener Hnjelgtr jqv ä a. wf MM Oei*#i»rei»: 7 chsim täglich, Qiißcr ZBMr Kg monatlich7LV, viertel« vlILnie11IC1 ZJL11 111 ICL l htlchaftliche reitfraaen ■ M H ei belrtbatieur: 91 »f ernfprech - Anschlüßer M ■ ■■ Vernunvorilich i> r den r die Redatuon lir, w polwschen Teil: Aliliu': LML" General-Anzeiger sur Gberhchen 111n7i?• l n auf Wunsu c i, s historischen Vorgangs — 47 eliemaliae Soldaten ihrem ( ten Kommandanten, der von einem Mitglied des Hock)- eis beleidigt worden war, die Treue bis in den Tod Uten, indem sie den Beleidiger ums Leben bringen und $ iuiii, damit der Gerechtigkeit Genüge gescl)ehc, an sich selbst jinliri verüben. Die Geschichte Japans ist reich an solchen ilu'staufopferungen, besonders aber dem Kaiser gegen» her. Lehrt doch der Shintoismus, daß der Mensch an ci|er und Reich denken müsse, ehr- er au sich und feine tirflck*genl)citen denken dürfe, wahrend der Buddhismus den. Die —., o, - . , . ii, kannst du verbrennen Du halt dem ß mein Sohn bei der Eroberung von Nanshan [eine rpferkeit bewiesen und seinem Namen Ehre gemacht Hal." Aus diesen Handlungen und Worten spricht jene Ge ; r.iung, die Laseadio Hearn in feinem Werke „Kokoro" it den Worten gekennzeichnet hat^ „3m ^iiikt der jlicht ist die ganze Nation eines Sinnes. Von ledern (biiljuitqcn, den man darüber befragt, wird man die Ant ort hören: Die Pflicht jedes Japaners gegen unseren Her ist, ihm zu Helsen, unser Land reich und stark zu i 3id)en und für die Verteidiguyg unb Erhaltung unserer i ntonalen Unabhängigkeit alles einzusetzen Dies^ bis it Grausamkeit gegen sich und andere gesteigerte P,l cht | ■fiilil hat Melchior Lenghel in 1 einem bekannten -rama Uifun" gut gekennzeichnet, indem er den Hironari die eichichte von einem jungen Ehemann erzählen laßt, der i den strieg zieht und „von der Sehnsucht nach ,einem (liebten Weibe so gequält wird, daß er nicht an |ein'-^tcr ' ntb und an feine Pflicht denken ?nnte. In der Nacht < aljt er sich nach Hause zu feiner #rau, die ruhig lchuef, I ifetc fie und erdolchte sie. Dann .kehne er zu ,einer . ompagnie zurück und wurde der beste Soldat. - • • c'Äu«"« Uffr^"Xraitfmu|..... " — ' —----------1Dorgenommcn. 1 * ’ 1 “ sie flamuffleaunä Sei H-Iftiche» L°-de-.Lehrer°eeems. lieber den Selbstmord des Äenerols Nogi gm „Slotd)" ju Jtanlfuvt a. ffli. sand am Samstag m/iriner ®at..n wird noch aus T - k i a berichte-. Rag. untcr dem Barsch des H-uptlchrers H u s 1. iinrci>,chni-l mit einem kurzen -chweri die x„jammluug der Lbmanncr ,amti,chcr Be»irls- -c-hle seiner Frau und erdolchte sich IN dem ' tmcin(. des Landes statt. In der Beiprechung lam na^e Nb liä, Lb,rc. JaIästan• |eine Berditterung zum Ausdruck über die Behandlung der Erschütterung hervorgerufen. Ueber die lehten Stunden deS Generals Nogi werden nod) folgende Einzelheiten gemeldet: Am Freitag früh ließ Nogi den Photographen zu sich kommen, der ibn und seine Gattin im Garten der Wohnung photo- grapcheren mußte. Dann begab sich Nogi zur Trauer- üm l ichen letz- ^-eickatio^'^o^^ch^ucht "Än ^omeque^en übel V? b iU A Vt A hP n ?n h t Tt J fl i A ^adn ZU haben, denn es wird gemeldet, daß es noch fraglich Infolgedessen wird amtlich von dem -tobe un°A * Hct, wohin die 6 Panzerschiise zur Stationierung gebracht keine ft ennt nis gcnomm en Wie es heißt, hat dii U)crbcn )ol[cn 2er Hasen von Toulon allein genüge nicht: General einige Briese hinterlassen, in denen er die Beweg- Paris, 14. Sept Nach einer halbamtlia-en Meldung gründe seiner -iat angibi. w I merben bie sechs Pan-ierfchisfe des dritten Geschwaders 11, uTbnÄ« itfÄe ÄwffitU Wun« ™W » ? ’ « ” “• nte'n uVÄ ™ I"enCl®imb‘ [«'"ü b-°°i°mi"uüg ocr grianneu Bloüe ban r icflbl;af en । ;üi aner wesentlich beitrug, bat ein Alter von 63 Jahren erreicht, von T oulo n'allein -u überladen. denn er ist am 11. November 1849 in Osaka Provinz Ehoshn Ueber die Konzentrierung der KriegsstoUe un Miitelmeer geboren. Er bat bis zum Kriege mit China, dank feiner Energie erklärte der Abgeordnete Danielou einem Berichter Hatter: -uc iind Tstchti')le,t. eine sebr schnelle Karriere gemacht Im Satiunw- Entscheidung des Manneniinisters n»ar leit langem vor- Ausstano 1877, ivo er zweimal schwer verwundet wurde, war erl gesehen Tas aus idwit veralteten Lannen beliebende Oriuc noch Hauptmann, 1880 bereits Oberst, 1885 General Das l Geschivader könnte, aus seine eigenen Mmel angewie,cn, gegen Jahr daraus machte er eine Studienreise nach Europa und bedeut Dreadnought^eschvader nichts ausrichten, aber als Nach- mchte habet auch Deutschland, dessen Einrichtungen er damals cm- Hut des ersten Gefä^vaders werden die Panzertänfse des dritten gehend in Augenschein nahm. Freimütige Aeutzerungen über Gesct/,vaders einen wichlvien Fakwr bild^ (iragiich oder ist militärische Heeresbedürsnisse brachten ihn 1892 nut der Re-1 es, ob es bester ist, die Konzentrierung unierer Veeitreitkrastc un aierung in Konsliki io daß er zur Disposition gestellt wurde. Mittelmeer oder in di-r 9rorosee zu vollziehen. Bon diplomatiichen "urXr »rovi Ä fhäter bVr «Tieg mit China ausbrach, er- Mstchtsvunkten aus war die Negierung der Anschauung daß fäelt er toiebS Zn Br gadekornrnando in der zwkiten Armee, mit unsere Geschwader im ^uöen vereinigt werden sollten Ich Ac bcrnim November 18S4 innen Gegnern drei S«°»!en Ikferlc LcOod) fite U-beri-ugimg., d-b m nnem Ättcge b« » O • ..... _ _____________ ______ _ , . unbS«t Arlvur eivberle Zum sLnerulleMnonl d-lörder. Unb c nt | di c i b u n g »ui oe< im N 0 r Len lalle" mrb und .Invancr zur linlfogung unb erlbflectlcugnung erzog ,um Baron rrbobrn, iübrtt er im Jahre 189.> ben imrg auf id> “n" J“ ttfdn mar-ri am MV -»6i’ f eh _ ,tta bcn$ortiafl g'pscu'c bäb"mich ,rJ^l‘*^;dl?Q,rl“!U'”cOrn?ue”6tnr Äiban'um'abmie" des R " ch sVaLz 1'7-7 enigcg^'' "ler folgte od ereilt, wo mein erhabener Herrsck)er weilt! dr^woll« G l ältesten Sohnes, Leutnants 3boten, der bei darauf einer Einladung des Kaisers zur Fruhstuckstafel. Der vom Deutschen Kaiser mit hem Crben pour dnct schweren Verletzung erlag, gemeldet wurde, sagte Um 12.15 Uhr trat der Kaiser die Retfe nach Wilhelms, .(■rite geschmückte Nogi war, wie kaum ein zweiter, eine Ly(Ogj: freut mich sehr, daß mein Sohn bei der Eroberung hgven an. trkörperung dieser Vasall'entreue, die er gleichsam intcr üon 92anil)aii seine Tapferkeit bewiesen und seinem Namen Ehre rweite reichsdeutfche Mittelstandstag wurde :ciiert hat, als er bei der Abreise zum Kriegsschauplatz gemacht hat ' Der zweite Sohn frei bei der Erstürmung des Sonntaa in B r a u n s chw e i g unter starker BeteUigung °".^-7i'7u7'br!r'^rLst Ä8 C ÄK b* U« cnnogai H nur her l b | ! Kaiser zurück ihres sobne» überbringen ließ, nrnnbertc sich dieser, lerne <-pur Vorsitzenden, Bürgermeister Eber 1 eaus No,fen, mit einer |tfcr empangen das Evtduallesdem Kaiserzuruck an iU bemerken. Sie »griff den Tcgcn, den ihr programmatischen Ansprache über die Notlage des Mittel- . ......,^ig3HagÄS'SFs ■ ' I des Innern, das llieich^postanit, vom preußischen -Staate Tokio, 14. Sept. Die sterblichen Ikberrcftc des Kaisers das Ministerium der öffentlichen Arbeiten, die Zentral» haben Aonama gestern unter dein Salut der im Hafen liegenden> o^offenschaftskaffe, das braunfchweigifche Ministerium und Kriegsschifie verlassen. Sie trafen beute abend aus dem inr diele i könialich-fächsische Staatsregierung, welche alle die Für- 7rung'L MuirU.anbr- ,u^,i n.ll-» Dic Besitzung, die in mannigiadxn historischen Beziehungen zur l----——- kaiserlichen framilic steht, besteht teilweise aus bewaldeten Hügeln, Ausland. SÄ<'"d£n R Au-schr-i.ung-n bei einem Fußballspiel hinibcne alt Sein Gipiel, von dem aus man einen gror>artigxm in r ia n o. Ausblick über die Umgebung bat, ist zur letzten Ruheuatte des Belfast, 15. «ept. Während eines Fuvballipiels verstorbenen Kaisers audcnväblt. An verschiedetieii ^n“rn [am es am Samstag nachmittag hier zu ernsten Ausschrei- brannten große 2 chei t e r baiui en, bu tixr FaUer11öxr vr L Angehörige der einen Partei entfalteten eilte grüne Flagge, bie ne un.cr die Zuschauer .rügen Tie Anhänger nach' Sotodcn gebracht. Die Trager bestanden aus Gruppen her anderen Partei entfalteten den Unwn Jack. Daraushtn von je" iüniiig jungen Bauern aus der Umgebung von Kioto. Iam sofort zum Handgemenge. Mauer- unb Feldsteine Die Beisetzung im Grabe vollzog sich yur nn Beiuin geworfen und binnen kurzem waren tausende von der andednOb^sibciiI Leuten in einen wütenden Kampf auf dem Spielfelde ver- amU\uf- des Hügel - ;urud Das von Granit eingefaßte Grab wickelt, während die Zuschauer auf der Tribüne zmahen.^ ift oolllommen fertig Ter Bau bti laiicrlidim Maulalciuns drach allen Richlungen fielen ücule blulend zu «oben, -tte beginnt nicht, ehe der 106 Tag nach dem Tabc b» -chußleute waren machtlos. Auch würben Rebblberichüll- achaltcn^'wor^ui^bic^Oiuva^abgerti^en'^unb ! währenb bes Kampfes abgefeuert, irrst ben herbeigezogenen si°"7tän?gcS Äilntme begonnen wirb «ach hem beutni-'n «ciflärlungcn bet Ähunmannichait gelang es. bie Menge Bearädni- würbe bie «adre. aut bet bet Sarg getragen worbe, auscinanberzudringen. itranlenwagen ichanten msgeiamt 1 verbrannt. gireufen triir 58 Verletzte ins Krankenhaus, unter denen fünf schütz. Io! XO, 14. eoew drin-b^i n^rch « r^ hatten unb mehrere in beben,lichem .jultanbr waren lam H. ^emember von »-lotzm.,«. «m» d« „e-oamgonr I. ßic 2labr ruhig, «erhajiungen würben nicht die Kaiserliche Familie in Smolensk ein, wo der Kaiser das Schlachtfeld von 1812 besichtigte. Um 6 Uhr abends setzte er die Reise fort. _____________________________________ Ein deutscher Torpedoboot gesunken. C u x h a f e n, 14. Sept. Nach hierhergelangten Meldungen ist heute mittag das Torpedoboot „G 171" von S. M. Schiff „Z ä h r i n g e n" bei einem Turchbruch- ,versuch gerammt worden und in 15 Minuten in dreißig Meter Wassertiefe gesunken. Sieben Mann werden vermißt. Tie Unsallstelle befindet sich nördlich von Helgoland. Eine amtliche Bestätigung liegt noch nicht vor. Wilhelmshaven, 14. Sept. Von dem heute mittag nördlich von Helgoland gesunkenen Torpedoboot „G 171" werden vermißt: der Verwaltungsschreiber Mich e l s e n, die Torpedomaschinistenmaate Möller und Koitzsch, der Torpedoheizer Buß, sowie der Torpedo- -matrose Friedrich Schulz. Ter Torpedomaschinistenmaat Danzerbrink ist nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen verstorben. Der Obermatrose Schimmel- pfennig erlitt einen Schenkelbruch. Er wurde ins Marinelazarett Wilhelmshaven übergeführt. Auch der Tor- pebo-Oberheizer Wichmann wird vermißt. Die zweite Torpedobootsflottille, zu der das verunglückte Torpedoboot „G 171" gehört, ist heute abend um sechs Uhr in Wilhelmshaven eingelaufen. Sie hatte die Flaggen auf halbstock gesetzt. Theodor Körner im Zilm. Gießen, 15. Sept. Es ist schon häufig darüber geklagt worden, daß die Lichtspieltheater, in Verkennung ihrer großen Aufgaben, nur die gröbste Schaulust befriedigten; umso erfreulicher ist es daher, wenn man einmal einen wirklich guten, wertvollen Film sieht, wie es das von der Deutschen Muto- skop- und Biograph-Ges. m. b. H. in Berlin jetzt herausgegebene vaterländische Lebensbild Theodor Körner ist, das am Samstag im Kinematograph (Bahnhofstraße) zum erstenmal vorgeführt wurde. Anfangs Juli brachten die Berliner Blätter längere Aufsätze, in denen von den Arbeiten zu diesem Bilde berichtet wurde, das auf dem Gute Osdorf bei Lichterfelde ausgenommen wurde. Auf Befehl des Generalkommandos waren der Mutoskop-Gesellschaft einige Schwadronen des 1. Garde-Dragoner-Regiments zur Verfügung gestellt worden, wodurch es gelang, den Schlachtenbildern den natürlichen Charakter zu wahren; sonst wäre schließlich nur Theater daraus geworden. Mit diesem Entgegenkommen hat die deutsche Militärbehörde bewiesen, daß sie den Wert guter Kinematographie genau so hoch einschätzt, wie es in Frankreich und anderen Staaten schon längere Zeit der Fall ist. Und in der Tat dürfte dieser Film Theodor Körner dazu berufen sein, dem Volke'einen Ueberblick, oder wenigstens eine Ahnung von den hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten des Kinernatographen zu geben. Wie kein Buch und keine Bühne es kann, bringt der Film hier dem Beschauer das große Jahr 1813 zum Bewusüsein — man wird nicht nur unterhalten, man wird angeregt und er» hoben. Nichts anderes will aber auch unsere Bühnenkunst, wenn sie großes will. Und so stehen sich Lichtspieltheater und Bühne vielleicht zum erstenmal mit gleich guten Mitteln gegenüber, und wohin die Entwickelung einmal führt, das kann erst die Zukunft lehren. Jedenfalls aber ist sie dem Lichtspiel günstiger als der Bühne. Der Film Theodor Körner bringt zunächst in einer Anzahl gemütvoller, manchmal allerdings auch etnws sentimentaler Bilder die bekannten Vorgänge aus dem bürgerlichen Leben des Freiheitshelden, dessen tragischer Tod auf dem Schlachtfelde ihn zu einer Jdealgestalt des deutschen Volkes gemacht hat, woneben seine Stellung in der Literatur gar nicht ins Gelvicht fällt. Der Film beginnt überflüssigerweise mit der Taufe des jungen Körner, es folgt dann seine praktische Tätigkeit an der Bergakademie zu Freiberg, seine Studentenzeit, der berühmte Ramsch auf der Straße in Leipzig, seine Mensur, die Relegation, sein Wirken int Theater an der Wien, seine Begegnung und Verlobung mit der Schauspielerin Antonie Amberger, eine Rezitation seiner Gedichte vor dein Generalintendanten des Burgtheaters usw. Dann kommen die großartigen Soldaten- und Kriegsbilder, von denen gleich das erste, Die Werbung, von eigenartigem Reiz ist. Lützow selbst verpflichtet die jungen Leute durch Handschlag, worauf sie zunächst ihre Waffen crhaltcm. Tann sehen wir, wie ein deutsches Dorf von einer französischen Fourageabteilung ausgeplündert wird. Raubende Soldaten, dumpf murrende Männer, klagende Weiber, jammernde Zunder — und dann ohnmächtige Ber- Lweiflung, als die Räuber abgezogen sind. Da brausen Die Lützowcr heran, an ihrer Spitze Körner (Herr Fritz Fe her vom Deutschen Theater) auf schnaubendem Schirn- inel. Und nun beginnt Lützows wilde Jagd, ein Meisterstück der Kinematographie, von unwiderstehlicher Wucht und so geritten, wie es eben nur Soldaten können. Daß ein Reiter int Rausch des Augenblickes gegen einen Baum rennt und stürzt, erhöht die Natürlichkeit — wenn auch der arme Kerl, dem glücklicherweise nichts geschah, sofort drei Tage Arrest bekam. Das Pferd wurde, wie man damals in den Berliner Blättern las, allerdings erheblich verletzt. Es folgt nun der lieber fall der Franzosen durch die Lützower. Säbel blitzen, Helme purzeln, Menschen und Tiere fallen. Dann Körners Verwuitdung bei Kitzen, und die durch Bilder bekannte Genesung in Karlsbad, wo er mit verbundenem Kopfe weinend dasitzt. Kaum gesundet, kehrt er zum Korps zurück; wir sehen ihn als Parlamentär vor „französischen Schergen" und seine, entgegen dem Völkerrecht aufgenommene Verfolgung, woraus sich schließlich der 'Kampf entwickelt, in dem Major Lützow (Herr Seid en- eck vom Residenzthcater) tödltch ocrumnDct fällt — rings um ihn mancher Brave, den Die Kitgel aus dem Sattel geholt hat, ivätjrenD die ledigen Gäule in der kämpfenden ;Reihc niitlaufcn. Es wird Abend und Der Schlachtenlärm «verstummt. Im Feldlager lieft Körner nach Dem Gebet sein letztes Lied „Du Schwert an meiner Linken" vor Dann heißts: Ausgesessen! Wieder gehts in Den Kampf, and Körner füllt im Rückzugsgefecht bei Gadebusch am 26. August 1813. Seine Freunde bahren ihn in einer Scheune auf und beerdigen ihn nach einem feierlichen Treuschwur bei Wöbbelin unter einer Eiche. Auch diese Deerdtgung ist nicht gerade twuvendig. Es tst rechtes krre- gerisches Leben, das aus all den Bildern spricht. Die das Iah? 1813 mit packender Realistik vor unseren Augen erstehet: läßt; Bilder, die die Ereignisse dieses großen Jahres «unter ^uaruiiDelegting von Körners Leben jo jprechenD tllu- strieren, wie das nur Der Kinematograph kann. Herr P o r * t en, Der Regisseur Der Mutoskop-Gesellschaft, hat mit diesem Film eine Riesenarbeit geleistet — Die ganzen Kriegsbilder wurden im Lause eines Tages ausgenommen — und es Darf uns besonders stolz machen, daß es eine deutsche Firma ist, der dieses gewaltige Werk, bei dem etwa 500 Menschen mitwirkten, so gut gelungen ist. Kein besseres Lehrmittel gibt es für die Schule — keins fürs Volk. Wenn die deutsche Lichtspielkunst mit noch herzhafterem Verzicht auf Sentimentalität auf diesem Wege weiterschreitet, wird sie sich auch das Interesse feiner, gebildeter Menschen, das sie sich durch fortgesetzten Kitsch verscherzt hatte, wieder gewinnen. N. Aus Stadt und Land. Gießen, 16. September 1012. •• Ordensverleihung. Ter Gro ßherzog hat dem ständigen Mitglied des Kaiserlichen AufstchtSamtS für Privatversicherung, Geh. Regierungsrat Wagener zu Berlin das Ritterkreuz 1. Klasse deS Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. " Techn. Hochschule. Ter Groß Herzog hat den ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Geheimen Baurat Dr. Eduard Schmitt, auf sein Nachsnchen unter Anerkennung seiner langjährigen mit Treue und Eifer geleisteten sehr ersprießlichen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm das Komthurkreuz zweiter SUaftc des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen, soivie den Stadtbaurat Tr.-Jng. Franz Riedner in Zwickau zum ordentlichen Professor für das Jngenieurfach an der Technischen Hochschule zu Tarntstadt ernannt. ♦♦ Der neue Kommandeur des 18. Armeekorps. General der Infanterie v. Schenck ist, wie schon mitgeteilt, der Nachfolger für Exzellenz v. Eichhorn geworden. Exzellenz v. Schenck, Der Gcneraladjutant des Kaisers ist, wurde am 11. November 1853 auf Schloß Mansfeld als Sohlt des Rittergutsbesitzers Wilhelm v. Schenck geboren. Er ist ein Bruder des Polizeipräsidenten in Wiesbaden. Seine militärifdjc Laufbahn begann er im Kaiser Franz Garde-Grenadier-Negiment Nr. 2 und machte den Feldzug 1870/71 mit. 1905 wurde er Generalmajor, 1908 Generalleutnant und Komntandettr der 2. Gardedivision. Bekattnt wurde er dadurch, daß er 1909 zum Kronprinzen kommandiert wurde. Er hat auch verschiedene größere Auslandsreisen unternommen. Verheiratet ist er feit 1884 mit Katharine v. Wardenberg. ** Aus dem Militär-Wochenblatt, v. Voigts- Rh etz, Oberst unD Kom. des 5. Garde-Reg. z. F., wird unter Verleihung des Charakters als Generalmajor mit der Führung der 49. Jnf.-Brig. (1. Hess.) beauftragt. Oberst Heryudt von Rohden, Kom. des Jnf.-Leibregts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, wurde unter Ernennung zum Inspekteur der Inf.-Schulen, zum Generalmajor befördert. Frhr. Naiv von Frentz, Oberstleutnant beim Stabe des Füs.-Reg. Fürst Karl Anton von Hohenzollern (Hohenzoll.) Nr. 40 wurde unter Ernennung zum Kom. des Jnf.-Heibregts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, zum Obersten befördert. Als Kompagniechefs wurden die Hauptleute v. Goetze, Adjut. Der 26. Jnf.-Brig., in das Leibgarde-Jnf.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, und Wegeli, Adjut. der 50. Jnf.-Brig. (2. Großh. Hess.), in das Jnf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, versetzt. Die Hauptleute und Kompagniechefs Schwierz im Leibgarde-Jns.-Reg. kl. Großh. Hess.) Nr. 115, v. ©truenfee int Jnf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Graf v. Kielmansegg im Jnf.-Reg. Prinz Carl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, wurden zu überzähligen befördert. Die Hauptleute und Kompagniechefs von Kropfs im Leibgarde-Jns.-Reg. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, zum Stabe des Jnf.-Reg. von der Marwitz (8. Pomm.) Nr. 61, v. Sell im Leibgarde-Jns.-Reg. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, zum Stabe des Jnf.-Reg. Prinz Moritz von Anhalt-Dessau (5. Pomm.) Nr. 42, v. Bursztini im Jnf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum Stabe des Füs.-Reg. Königin (Schleswig- Holstein.) Nr. 86, v. Pestel im Jnf.-Reg. Prinz Carl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, zum Stabe des Kulmer Jnf.-Reg. Nr. 141, wurden zu überzähligen Majoren befördert "und versetzt. Oberleutnant Rieck im Jnf.-Reg. von Borcke (4. Pomm.) Nr. 21, unter Enthebung von dem Kommando als Assistent bei der Gew.- Prüf.-Kommission, wurde als Kompagniechef in das Jnf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 versetzt. Oberst v. Mü 11 er, Kom. des Großh. Art.-Korps, 1. Großh. Hess. Feldartillerie- Regiment Nr, 25, wurde zum Kom. der 34. Feldart.-Brigade ernannt. * ** Bahnpersonal-Nachrichten. Ernannt: fommiff. Eisenbahnsekretär Stuhlträger in Friedberg zum Etsenbahn-Ober-Sekretär, Eifenbahnasfistent Fessel in Straßebersbach, früher in Gießen, zum Bahnhofsvorsteher, kommiss. Eisenbahnassistent Nolte in Stockheim zum Eisenbahnassistenten, die Hilfsweichensteller Merz in Mdda, Graf in Assenheim, Heinz in Löhnberg zu Bahnwärtern, Bureaudicner im Probedienst P opp in Gießen zum Bureaudiener, Hilfsweichensteller Heyer in Laubach zum Weichensteller. Die Prüfung bestand: Lok.-Hei- zer Wehner in Gießen zum Lokomotivführer. Belohnungen erhielten: Hilfsweichensteller Müller in Bellersheim und Bahnhofsvorsteher Hagen in Grünberg für Beseitigung von Betriebsgefahren. * Gefrierfleisch für Gießen. DirektorDr. Modde vom städtischen Schlachthof hat sich gestern Abend nach Köln begeben, um das dort heute Vorrnittag angenommene Gefrierfleisch einer Prüfung zu unterziehen und aus eigener Anschauung die Behandlung des Fleisches bis zum Verkauf kennen zu lernen. Landkreis Gießen. — Wieseck, 15. Sept. Die lose Vereinigung ehemaliger 116er, die in der zum vorigen SamLtag einberufenen zahlreich besuchten Versammlung gegründet wurde, hält am nächsten Mittwoch bei Gastwirt W. Bierau ihre erste Hauptversammlung ab. In dieser Versammlung soll allen, die am Samstag verhindert waren, Gelegenheit geboten wer- den, ihre Teilnahme zu erklären, auch soll in dieser Versamm- lung der Beitrag von 35 Pfg., der zu allen festlichen Veranstaltungen berechtigt, entrichtet werden. Kreis Büdingen. — Büdingen, 12. Sept. Ucber die Kunstabteilung der hiesigen Wanderausstellung schreibt man uns: Wir machen zunächst die Bekanntschaft mit den fleißigen, umfang- reichen Arbeiten des Baurats Die hm. Tie Gemälde zeugen von treuem Fleiße und scharfer Beobachtung. Neben der mit liebender Sorgfalt ausgearbeiteten Kleinmalerei überrascht uns Bahner mit kühner Farbensprache und gewandter Technik. Hält er )id} auch noch von den Exzessen unserer Futuristen oder Derer vom blauen Reiter fern, so geht er doch den gesunden Anregungen der Modernen nicht aus dem Weg«. Ungemein ansprechend sind feine Zeichnungen, klein, zierlich und oft von packender Sprache Xie ganze Poesie ober hessischer Straßenbilder mit ihren intimen Stimmungen nut dem Duftigen Schleier der Heimlichkeiten gibt un-t Landgrebe in seinen Zeichnungen und Vlauarcllcn. Unter An w. Kreis Friedberg. Starkenburg und Rheinhessen. Sam«< Gr e beleucht d. in al -v< Gretel* für Kinder. Ter kath. Pfarrer Englert verbot n.' tu Der letzten ReligionSstnnde Den Kindern den Besuch Vorstellung: auch die Klasienlehrer sollen auf Geheiß dv Pfarrers cm gleiches Verbot an die Kinder erlaßen haben. b. Mainz, 13. Sept. Am 18. Oktober fmbet m cf- Festhalle zu Mainz eine Festsitzung des geschäflSfühcef den Ausschußes für das BiSrnarck-Rationalden'm< § Bad-Nauheim, 13. Sept. ES ist als ein Br« dienst unserer Stadtverwaltung zu bezeichnen, daß sie legentlich der hier tagenden Versammlung der mitteldeutj GaS- und Waßersachmänner von der Zentrale für Verwertung in Berlin die Ausstellung .Das GaS in Ho und Beruf*, die bis jetzt nur in größeren Städten gejeü worden ist, auf einige Tage für unsere Stadt .erworben Die Ausstellung, die die großen Rüiime der Turnhallen fr Stadt- und Ernst-Ludwigschule in Anspruch nimmt, ist duc Bürgermeister Dr. Kayser eröffnet worden. Frl. von Aktie blatt hielt einen Vortrag über die Bedeutung deS Gase« r praktischen Leben, woraufhin die Ausstellung unter kundiger Führung besichtigt wurde. Neben den Apparat c für Koch-, Leucht-, Industrie- und KraftgaS sind von hiesige Firmen auch Wohn- und Geschäftsräume in hübscher Tek- Zeitschriften und Postkarten viel Freude gemacht bar. Die / sinnig weiß er uns zu erzählen, m seinen Schilderungen nscher Büdinger Straßenwinkel, die wir lauschige Qtefäubten q* muten. Liebe Blumengrüße bietet uns Fräulein Lina D ed in ihren Duftigen Stilleben Tie Künstlerin leistet glei^ hervorragendes auf dem Gebiete der Keramik. Heber Ginicr ich mich geärgert und Dabei gefreut. Geärgert über Die in io spitzbübischen Gesichter seiner Kobolde, gefreut über Den l Schalk, der aus Diesen schelmischen Augen blinzelt. Alles ob er einen Küchen schrank oder einen Gnom malt. Die WHm, •ter doch 1 anpnichten. । zeichnete bv 'Die Ei T,.a9 fand ,2™ Seib ^J>on ration ausgestellt und in geschmackvoller Weise worden. Die Ausstellung bleibt biß zum 17. geöffnet. auf der Elisenhöhe statt. An der Sitzung nahmen u. • teil Lderpräsident Freiherr von Rheinbaben und Verl ^Rcrftrnmnor • trvi ungünft i verschiedenen Ö*. daß meh loetlin vorbei itdlnacht bi. m Offenbach a. M., 15. Sept. Die auf nachmittag einberufene dringliche Sitzung der Stadn«' ordneten beschäftigte sich in der Hauptsache mit dem t< tragsentwurs über die Stromlieferung auß dem Elektrizitätswerk an die Stadt Neu-Isenburg, der den gewünschten kleinen Abänderungen genehmigt wurd. Weiter wurde die neue Lohntafel und DünftorM nung für die Bediensteten der städtischen Straßendati Kreis Alsfeld. Alsfeld, 13. Sept. (St adtvorstands hessischen Minister von Hombergk und Tr. Braun. Professoren Krei und Lederer werden in Lichtbildern X •Iel HStNier !§ ByflbäusirTechnliom rrankenhausen, fif.-e.Wedaa.-A6L 6r.lMd>.-Ub. >U Ttotbee. | Rechtzschutzftelle. grauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in RkchtSanfleleflkvhkilkll imaltenRatbau. Markt- Platz 14 Mtttroocb nachmittags von 61/«—6 Uhr. Auskunftstelle für Frauenberufe. .«rauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auökunt: für alle Berufe im alten RachauS, Marktvlav 14, TienSlag nachmittags von S>/, bis 7' , Uhr. 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Dir in ■uq rannte gü: Der W- hrer leicht wa c4 einen brr artigen Aufruhr über bu UuNarhett« des Stückes, da» schlte^lich der eiserne Vorhang meberwtiaflcn werden mutzte. — Einen btubet unbekannten Vries Le sh t n g sve» MiewUtdX Tt. Si. Buchwaid m betn naditat Heft der Seufdinfl der Büchersreunde Es handelt sich um em cebretben bom 18 Dezember 1777 aus WolfenbüUel an Erneftinc EhrMuu Reiste, die Witwe des Professor» Rerste. X Gleiberg, 16. Sept. Aus eine 25jähnge Tätig- i als Gemeindevorsteher blickt heute Herr August Valentin c zurück. Er genießt das volle Vertrauen der ganzen Ge- iade und seiner vorgesetzten Behörde. DaS Vorsieheromt bereits ein halbes Jahrhundert in Händen seiner Familie, m früher stand besten Vater Wilh. Valentin an der Spitze Gemeinde. Schillers Tometnus-tVracmcn »öntflebau ein Bankett statt Letzte riactzriehten« Die Friedensverhandkungen. Konstantinopel, 16. Sept. Der letzte italienische Vorschlag geht dahin, Italien solle erfiären, das; es Lydien aufgebe und dessen Unabl-ängigkcit anerkenne. Italien werde sich dann mit den Eingeborenen verständigen Die Pforte soll diesen Vorschlag für unannehmbar erklärt haben und es heißt, die türfifdnm Vermittler hatten Lausanne verlassen. Köln, 16. Sept- In der rheinisch-westfäli- schen Industrie sind Bestrebungen im Mang, sich in Sachen der Fl e i s ch ten e ru ng direkt an den Kaiser zu wenden, um Ihn zum Eingreifen zu veranlassen. Chicago, 16. .Sept. Während deS FlugmeetingS fließen in einer Höhe von 50 Metern die Apparate deS Franzosen Mestäche und Gill aus Baltimore zusammen. Dieser wurde tötlich, der Franzose schwer verletzt. Die Apparte wurden zertrümmert. IrL 50 Bl- tätet sicher QoDflauS tn. Brut w Ctto Schaaf, SefterSweg39 RoUbdhnfabnk Lfaeikr11.iL ist l. ''-'0-, I Erdbeben. Die Erdbebenwarte von Hohenheim verzeichnete fiertittag Nacht ein starkes Fern beben. Der erste Vor- fcfer trat um 12 Uhr 34 Min. 58 Sek. ein. Der Herd liegt in einer Entfernung von etroa 1860 Kilometer, wahrscheinlich H der Küste von Kleinasien. — Die Erdbebenwarte Darrn- sl, dl-Jugenheim meldet: In der vergangenen Nacht vvrde ein starke« Erdbeben registriert mit dem Einsatz um U llhr 85 Min. 2 Sek. DaS Erdbeben hat nach der Be- Sinerng in der Nähe von Konstantinopel ftottgefunben. Lic Entfernung deS Bebenherdes beträgt etwa 1900 Kilometer, ft scheint, das; das Erdbeben fast demselben Herd entstammt, da« am 9. August, da« die europäische Küste de« Srnnarameerev verheerte. AuS der Registrierung ist jedoch p ichlietzen, baü daS Erdbeben diesmal etwas schwächer, Ihr doch hinreichend stark war, um bedeutenden Schaden r;dichten. Auch die Erdbebenwarte von Biberach ve» ,,chncte dieselbe Meldung. alSLHvv- bw9E .AuchTarl. ouszuleib. durch Würtz, .Sid.- Ing.. Main;. Wallauirr. 481. -- hniL llt tehöllen. wird bellen Io allen Fillea. wo Sie voe Rheuma. Mexeotcbaii. Zahn- und Koplwcb. Ruckes- und Magcotchtncrxan geplagt elod. Amol lat auch eia unlvereellea 2000 Ulf.S'ltM 2cbriftL »ngeboie unk. 07666 an den Gietzener Anzeig. erb. Märkte. fr. frreuHert a.lL F i e b b <>l-TI a r f t b e r i <61 «m lA Bert Sluftneb: l-u9 iHmbe^ darunter Lchsen 414, Bullen 87, Hube und Färsen 157. «alber 196. Schale 166, Schweine 8480. Tendenz: Achsen träge, Uebersland gering, Kälber und -schale lebhaft, antpcrfaufi, Schweine rege, bleibt Uebcrftanb. vrtii jus 100 vi». liobaio- schlachi- gewicht für sämUiche vier Wochen Obst- und 86^0-88.00 85.00—87.00 Mainzer Pferdemarkt. Verloinog a. 21.Sevt.d.N. Bur 2£W Vofc iw 12500 Mk. 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Ried Mk. 20.60— 21.7ö, Hafer Aik. 19.60—21.60, Mai« Mk. 16J86 bi« 15.60, Weizenmehl 0 Alk. 82.60—32.76, Weizenmehl I Mk. 30^0— 80.75, Weizenmehl HI Mk. 27^5—27M Roggen- nieM 0 Mk. 27.75—28.00, Roggenmehl 0,1 Mk. 26^0—36.76^ Roggenmehl I Mk. 00.00-00.00, Weizenkleie Mk. 18JW-1Ä.76, Weizenschalen Mk. 12.26—12M Roggenkleie Alk. 16.00-16.2^ Malzkeime Alk. 14.00—14.5*Braunkohlen-Presssteine>^ der staatlich, (grobe Lodwigshoffounq billiger und vorzüglicher Brand, gleichwertig jedem Braunkohlenbrikett. ; GroMh. Bergwerksdirekt. Friedberg (Hessen) 3u beziehen in Kiesten von der Rohlenbandlung: Johann Fischer. Alicestratze 28_________ - Wagner in der Walhalla Ter Prinzregent richtete an den Generalintendanten der doftheater und der Hofmukik das nachstehende allerhöchste Handschreiben- „Beim Abichlust der Nichard-Wagner- und Mozart Iestspiete, die auch beuer wieder einen so schönen Verlaus gc nommen haben, spreche ich den Sünlftern und Angestellten der Weneraltntenban>, sowie den zur Mitwirkung berufenen Gästen meine vollste Anerkennung aue Dabei gedenke Ich mit aufrichtiger Trauer be» dahingeschiedenen Generalintendanten Frei Herrn v Zveidel, dem eS nicht mehr vergönnt war. seine aufopfernde Tätigkeit für bie Vorbereitung der Vorstellungen im Prinzregententheater mit ihrem prächtigen Verlauf belohnt zu sehen Tie Rückschau auf die nunmehr abgeschlossenen Iestspiele lenkt unseren Blick vor allem auf den Meister der Töne, der mit seinem künstlerischen Vcbeneroerfe dem deutschen Volke ein so kostbares Vermächtnis hinterlassen bat. Das kommende Jahr wird die 100. Wiederkehr dec- TageS bringen, an dem Richard Dagncr das Licht der Welt erblickte. Zur Einleitung der Jfcier an diesem Eedenktage bestimme ich, dast die Marmorbüste deS grosten Tondichters in der Walhalla, dem von meinem döchstseligen Vater errichteten Edrentempel deittscher Gröste, aufgestellt wird. Das Staatsministerium de» Innern, der jkirchen- und Schul- angelegcnheiten wird mit dem Vollzüge dieser meinet Anordnung beauftragt. Berchtesgaden, 14. September, gez. Luitpold, Prinz von Bayern." * Der Trompeter von MarS la Tour. Stuf dem alten Schöneberger Kirchhof rourbc der 67 tähnge 05c- richtsvotlzieber Schmidt zu Grabe getragen, der in der Schlacht von Mars la Tour das Signal zu der todesmutigen Attacke geblasen batte. Militärische Vereine und daS Trompeterkorps des 1. Eard^Lragonet'Regiments erwiesen ihm die letzten Ehren. Universitäts-Nachrichten. Marburg, 12. Sept. Wie uns auS Leipzig gedrahtet hrb hat der a. o. Proi. Tr. meb. Alfred B i e l s ch o rv S k y in iiEicgig einen Ruf an die Universität Marburg als ordent- frfi Professor und Direktor der )lugenkluiik an stelle von Geh K| Prof. V. Bach erhalten und angenommen. Er wird sein tn-kS Lehramt zu Beginn dcS bevorstehenden 'Wintersemesters an- h m Dr. Bielschowsky ist am 11. Dezember 1871 zu SlamSlau in . ^nTeT^^ie wir hören, ist der Oberlehrer an der Hanfaschule uBerflcborf Tr. A. S. Hermann als a. o. Profesior auf ICk durch den diesjährigen StaatShanShaltsetat neubeqrunbcte Eraorbinoriat für vergleichende Sprachwissenschaft an der Um- Der^Berti eter'^deS Fache« der Geschichte der Medizin, der tDiimifcben Geographie unb medizmischen otattjtlf an der i Diversität Würzburg, Öofrat Prof. Dr. med. jnebrid) Helfreich, irt am 17. September feinen 70. O^eburtStag. . Lustdchinahrt. Berlin, 14. Sept Die Militärflieger, die am Iktfeemanörer teilnahmen, traten gestern abend und heute früh fr* vmgünstiger Witterung den Rückflug nach Döberitz auf »rlAiebcnen Wegen an. AuS vielen Städten laufen Meldungen fr daß mehrere Flugzeuge in groben Höhen in der Richtung nach Min vorbeislogen. Jüterbog allein wurde bi« 9 Uhr vormittags fri acht Flugzeugen passiert. Am SamStag vormittag wurde die bis 22. dS. MtS. währende Grobe Heidelberger Gartenbauausstellung dnrcki den Protektor der i?liiSstellimg Prinz Wilhelm von Sachsen-Weimar in Gegenwart zahlreicher Ehrengäste eröffnet. In Berlin wurde der Rentier Fuß heute nacht beim Betreten seiner Wohnung von einem Einbrecher mit einem Bceckieisen niedergeschlagen Auf seine Hilferufe wurde es im Hause lebendig, unb es gelang den herbeigeeilten Polizeibeamten, den Einbre<1)er sowie seinen Genossen zu verhaften. Die Inhaber der Firma Borsig in Tegel beschlossen, aut Anlast ihrer 75. Jubelfeier die Gründung eines Sfrran- kenhauses sowie einer Sparkasse für das Borsigwerk und frifteten hohe Beträge zu Wohlsahrtszwecken für Beamte und Arbeiter. Major von Michal .'wski vom 162. Infanterieregiment in Lübeck erlag infolge der Manöverstrapazen einem Herzschlag. Eine in Müllheim (Baden) ausgebrochene Feuersbrunst, vermutlich infolge Selbstentzündung von Heu ent standen, zerstörte die umfangreichen Ockonomieaebäude des bekannten »otels „Zur Post". DaS Hotel febfr, daS im Vorjahr abbrannte und wieder neu erbaut wurde, ist er* halten geblieben. Die Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung in Münster i. Wests, stiftete anlässlich ihres lSOjährigcn Jubiläums 5.0000 Mk. ui die Aschendorffsche Hans* lasse, die insbesondere bei Tod unb Invalidität in Wirk- samkcit tritt. Unter die Angestellten wurden 150000 Mk. verteilt. Im Dorfe Untersteinach fiel die zweijährige Tochter des Bahnbeamten Böhner beim Spielen in die hochgehende Steinach. Ihr sechsjähriger Bruder, der fein Schwesterchen retten wollte, ist mit ihm ertrunken. Nach einer Meldung des Berliner „Lokalanz." beträgt der Ge. samtschaden, der durch den Ausfall der Ernte hervorgerufen wurde, im Regierungsbezirk Hildesheim 20 Millionen Mark. Aus den Hochtälern der Lombardei werden starkes Sinken des Thermometers und heftige Schneefälle gemeldet. Auch buben Eomersec umgebenden Berge haben sich bereits in meiste Decken eingehüllt. Ireitag nacht 1 Uhr wurde in Konstantinopel ein starker Erdstost verspürt, der eine Panik verursachte. Der Erdstoß ist wahrscheinlich der Rückscklag eines gröstcren Erdbebens. nidai. Bet der verspäteten Grummet-, der II Ertoffeletnte können die Eltern ihre Kinder recht gebrauchen. Vermischte». • Die Eröffnung bet Stuttgarter Tbeater. Am Smtag sand au-5 Anlas; der Einübung der neuen Hol^ealer tr irstc Festvorstellung im grofceu Hau|e statt 3n ■len, von Professor V i 11 m a n n errichteten Bau batte sich am 'Ochsen. VolMeUcknae, nutgemäf!rte, höchsten Schlacht» werieS. 4—7 Jahre alt........ bie noch nicht gezogen haben (ungefoebte) Junge fleischige, nicht autgemäffete und älter» ....................... Bullen. Vollstelfchig^ autgeivachsene, höchsten Schlachtn». L-ollsieischige, jüngere........ • Mäßig genähne luugc und gut genährte ältere Färsen, Rühe. Vollfleischige aulgenu ^rien höchst. Schlachtn». Vollsteif ci ige auSaemäsleteRühe höchsten schlacht 100 Kg._______________— Wetteraussichlen in Hessen 1 tag, den 17. fcept. 1912: Zunächst heiter und kühl, später Trübung unb Erwärmung; ohne erhebliche Riederschläge. eiQziger&CJ | 4 Zimmer Frau Pfarrer Sophie Flick Elsenhandlung. 6088 3 Zimmer Walltorstr. 6158) Fung. Hansbursche gefudjt. Schulstrabc 6. 076571 6199 Fritz Rosenbaum Löwengassc 20 Telephon 692. eltersweg 67. 07644 Ter Vorstand. D,6/o] Gickweg 2 I. 6172 | L&den u. dgl. Zakob MatttNS Bei zu verkaufen. 6174 Brauerei Fbring, Lick. (sltM Ptttiko bS„S 07664 Marktstrabe 30. 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Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß Sonmag vormittag 9 llbr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grob- mutter Frau Marie Tietz Ww. geb. Gleib durch einen sanften Tod im beinahe 76. Leben-, fahr vom Herrn abgerufen wurde. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Telegraphist Becker. Gießen (Kaiser-Allee 23), den 16. Sevt. 1912. j Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittag 2V, Uhr von der Kapelle des neuen Friedbois aus statt. 07W Iqm. tyeht mar Vä mm bje Vr. großen € Mkhen, so 6?>*t ZnMi •tditatS im tatr. Tiere We cu|geftni| s etz Mti ( mit dem 1 vkorbcnblei (roßen Danksagung. Für die uns erwiesene grobe Teilnahme unb die zahlreichen Blumensvenden bei dem so fr ich« unerwarteten Hinscheiden unseres innigsrgelieb- len unvergehlichen SohneS und Bruders Willy j sagen wir unfern aufrichtigsten Dank. Familie Andreas Weber. Giessen, Schulstrasse 4 gestatten sich zurBesichtigung der eröffneten Modellhut-Ausstellung