Erstes Blatt 162. Jahrgang Zreitag, 14- Juni 1912 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen h"" bie’^cvnum’nc! H^Mionsdnid und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Zleindruckerei R. Lange. Redaktion. LrpedMon und Vruckerel: Zchulftratze 7. bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Sefchüstrftelle Bahnhofstratze 16a. m. 158 Der «ietzeuer Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag?. — Beilagen: viermal wöchentlich Sirdener.;amilienblä11er, zweimal wöchentlAreir- blaN für den Kreis Gießen (T ienstag und Freitag); zweimal monntl. Landwirtschaftliche öeiftragen Fernsprech • Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger «testen. VezagApret»: monattich75M^ viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post 9JK.2.— viertel» jährt Ml-schi. Bestelle. Zeiletrpreis: lokal lüPs^ arrSwärtS 20 Pseunig. Chefredakteur: 91 (Boe 5. BeraiUwortltch für den politischen Teil: dluaust Goetz; für .Feuilleton*, »Vermischtes* und .GerichtSsaal-; 51.91 cu» ratli; für .Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten- r ----- Reichr-Lustpoftvellehr. Der Zeppclinkreuzer „Schwaben", den man das erste deutsche Postluftschiff nennt, hat auf feinen Fahrten zwischen Frankfurt a. M., Mainz und Darmstadt an einem Tage rund 2 Millionen Postkarten befördert. Ein schöner Erfolg. Aber man verdankt ihn zunächst nur der Post- kartenwoche der Großherzogin von Hessen- Man verdankt ihn dem Reiz der Neuheit, dem das Publikum willig Hcka tombcn von Ansichtskarten opfert. Jedes neu eröffnete Cafelokal ist zunächst mit Gästen voll besetzt. Es gilt, die Gäste an die neue Einrichtung zu fesseln, auch wenn die Neugierde nachgelassen Hal und wenn der Duft der Sensation verflogen ist. Es gilt, aus der Spielerei der Luftpost ein ernstes Geschäft zu machen. Die Reichs- Post- und Telcgraphenverwaltung will, soll und muß .Geld verdienen, und sie tut es wie mit den Eisenbahnen und Schiffen gerne auch mit den Lenkballonen, wenn diese die Garantien eines Postvcrkchrsmittels bieten. Bieten sie diese Garantien bereits? Bon einem Postverkehrsmittel verlangt das moderne Bedürfnis außer der selbstverständlich möglichsten Schnelligkeit dreierlei: Pünktlichkeit in Abfahrt und Ankunft, unbegrenzte Aufnahmefähigkeit und Sicherheit gegen Verlust. Prüft man die Leistungen der neuesten Zeppclinlustschifse an diesen Forderungen, so darf bereits ohne amerikanische Uebertreibung und Ueberschwänglichkeit von dem baldigen Beginn eines Reichs Luftpostvcrkehrs gesprochen werden. Tie beiden Hauptcinwändc gegen die Leistungsfähigkeit der Zeppclinluftschiffc waren bisher die Schwierigkeiten bei der Landung und die Schwere. Diese Bedenken sind tatsächlich neuerdings hinfällig geworden. Dr. Hugo Ecke ner, der Führer des Luftschiffes „Schwaben", hat mit diesem Ballon im Jahre 1911 schon 145 Fahrten gemacht, ohne daß irgend ein Spanndraht gerissen wäre, auch bei den schwierigsten Landungen. Man muß bedenken, daß nach mehrstündigen Fahrten nicht etwa ein starker Abtrieb das Luftschiff aus die Erde heruntcrzieht, sondern daß vielmehr durch den Betriebsstosfoerbrauch ein starker Austrieb vorhanden ist, der die Landung besonders bei Wind stille schwierig macht. Es Ringt paradox, ist aber eine W Tatsache, daß bei starkem Gegenwind das Landen am besten । vorgenvmmen werden kann. Auch die Verankerung auf ■ freiem Felde ist wegen der festen Angriffspunkte gerade I bei starren Luftkreuzern am sichersten zu bewerkstelligen, I wie die Erfahrung öfter bewiesen hat (die Katastrophe I bei Echtcrdingen ist auf mangelhafte Verankerung zurück * zuführcn). Man darf also nicht an die Landungsweise der Freiballons denken. Die lenkbaren Luftschiffe stehen . unter anderen Bedingungen und garantieren eine immer größere Pünktlichkeit und Sicherheit. Was nun die Aufnahmefähigkeit anbelangt: Während bei Freiballons ein Gasverlust bis zu 20 Prozent bei Erwärmung eintritt, verlieren die Z-Schiffe nie mehr als 2 Prozent, höchstens 3 Prozent, da die Erwärmung über • die Lufttemperatur nicht über 9—10 Grad beträgt. Das Das Rätsel der Sphinx. - Was ist die Sphinx? Was bedeutet sie? Diese Fragen haben schon Unzählige aufgeworfen und die ägyptologisclrc Wissenschaft sucht seit einem halben Jahr- f Kunden die Antwort. Richt mehr ist es das griechische Sagen- f geschöpf von Theben, das Oedipus nach der Deutung seiner Geheimnisse zum Sprung in die Tiefe zwang, in die es vorher Jo viele andere gestürzt: nicht dies weibliche Fabelgeschöpf gibt uns beute das große Rätsel auf, sondern jene gewaltige maniUichc l Gestalt mit dem stolzen unbewegten Antlitz, die da „sitzet vor den Pyramiden zu der Völker Lochgericht"; die große Steinsphinx . von Gifeh. ' Dickte Schleier des Geheimnisses sind um Ursprung und Zweck dieser ältesten Sphinx, der „Urmutter" aller anderen geschlungen. ?. ikessen Züge trägt dies Ricsenbild, das, auf der einsamen Felsen | kllppe hingcstreckt, Jahrhundert um Jahrhundert der aussteigenden | Sonne die Brust entgegerrbreitet? Wer hieb es heraus aus dem ß Gestein, und warum ? Tie Aegypter selbst, die dies Werk ge- D schaffen, halten seinen Sinn vergessen. Die Priester einer späteren r Zeil nannten die Sphinx Ra-Harmakhis, den Gott der Morgcn- t bämmerung, und erzählten auf einem Granitstein, der noch heute V davor steht, eine lange geglaubte Geschichte von dieser Gottheit; Itad) der König Thothmes IV. int Traume der Gott der Morgen Gdämmerung in der Gestalt der Sphinx erschienen war und dieser U das Heiligtum vom Sande befreit und wieder hergeftellt habe. Dae I Lriester der Isis verlegten die Entstehung der Pvramrde von Gisch | in eine 1500 Jahre ältere Zeit, in die Tage des Cheops. In neuester Zeit haben besonders deutsche Gelehrte vernicht, die ^-phtnx s für eine verhältnismäßig sehr junge Schövsung zu er Karen, sie sollte eine archaisierende, im Stil des alten Reiches ausgesuhrte Arbeit fein, die höchstens in das mittlere Reich 2000^-1800 t. Chr.), wahrscheiiilich aber erst in die Zc,t der 26. ^vnafne f (663—525 v. Chr.) zu setzen sei. Für alle Ravel, die die Sphinx tisher der Wissenscliast und der Menschheit ausgab, will mm der 7 iltsgezeichnele amcrikanisüv Aegvptologe, Pros. G. -L Reisner i ton der Harvard-Universftät, der die jüngitcn Au_.grabungen der | barvard Boston-Expedition im Taltempel des Mykcrrnov leitete, tice Lösung gefunben haben, die er in einem umfangreichen Aus f bte des Cosmopolitan Magazine darlegt. | Gegen Ende der 2. Dvnastie waren Die Aegvpter vom au mit ’k Lehmzsegeln zur Verwendung von Stein in ihrer .lrchiterlur uber- !kegangen. Das erste Anzeichen für Verwendung des Steins beim treuen findet sich im Grabe des Königs K'ba 'ekhemui «etwa um 3050 v. Cbr.); d er er ste St e i nb au ist in cmcr >zmchrnl dieses s-rabes erwähnt: der Tempel, der da heitzt „Gott hat Geduld . Ttsbezirk Schlitz spricht: 1. dem bewährten nationalliberalen Parteiführer Bafser- mann, ebenso tote dem Reichstagsabgeordneten Heck ihr rückhaltloses, vollstes Vertrauen aus, und beschließt: 2. den Anschluß an die neu gegründete „Freie Vereinigung Hessischer Nationalliberaler", um der Politik Bassermanns und der nationalliberalen Reichstagsfraktion auch in Hessen mehr Geltung zu verschaffen." Der Anschluß der gesamten nationalliberalen Wahl- kreisorganisation an die „Freie Vereinigung Hessischer Nationalliberaler" steht bevor. Deutsche» Reich. Der Bundesrat stimmte dem vom Reichstag angenommenen Entwurf des Gesetzes betreffend die Aenderung des Strafgesetzbuches, der Vorlage betreffend die Kürzung des Durchschnittsbrandcs der zur Getreideverarbeitung über- gehenixn Brennereien und der Vorlage betreffs Aenderung der Bestimmunaeit über die Statistik der Seeschiffahrt zu. Tie ^Norddeutscl-e Allgemeine Zeitung" teilt mit: Wie verlautet, ist als Nachfolger des Frciherrn v. Wangenheim .in At b en der bisherige Gesandte in Teheran, Gras Quadt zu Whkrat und Jany in Aussiäst genommen, an dessen Stäle in Teheran der derzeitige Generalkonsul in Kalkutta, Prinz Heinrich XXXI. Reuß jüngere Linie tritt. Ter Herzog von Cumberland stiftete aus Anlaß des Ablebens seines Lohnes, des Prinzen Georg Wilhelm, 40 000 Mark für wohltätige Zwecke in Gmunden. Die Stadtverordneten in Dresden besästossen, den Magistrat zu ersuchen, der Frage der Errichtung einer Universität i n Dresden näher zu treten und gegebenenfalls mit der Regierung zu unterhandeln. Der Ratsvorlage auf Errichtung eines Natwnal-Hygicnisä>en Museums stimmte die Stadtverordnetenversammlung mit sämtlichen gegen eine Stimme zu. Die Reichspostverwaltung hat auch mit der württ em bergischen P o st ver'w a Hu n g Berhaud- lumjcn wegen der Einrichtung einer Lustpost crn- gekitüpft. Laut „Schwäbischem Merkur" ist die Zustimmung mit Sicherheit zu erwarten. Ausland. Die Stadt Amsterdam beabsichtigt den Ausbau ihrer Hafen anlagen und des Nordseekanals mit eurer neuen Schleusenanlagc. Die Kosten werden auf 40 Millionen geschätzt. Tas französische M ar i ne mi n i üe r ium veröffentlicht den Bericht des Untersuchungsausschusses über die jlata* stropbe des ,,Bend 6 miarr e". Der Ausschuß ist der Ansicht, daß die Kollision nach der aus den Routen der beiden Fahrzeuge sich ergebenden Lage unvermeidlich war und daß infolgedessen der Kommandant des „Saint Louis" in keiner Weise für den Zusammenstoß verantwortlich gemacht werden könne TeS melieren ist der Ausschuß der Ansicht, daß das Unterseeboot durch den Sporn des „Saint Louis" entzweigeschnittcn und der Bug des „SSenbemiairc" sofort gesunken ist. Ein starkes Ausbrodeln während fünf Minuten bewies, daß der „Vendömiaire" vollständig voll Wasser gelaufen war. Es sei deshalb zweifellos, daß die Besatzung des „Vendemiaire" sehr schnell umgekommen ei. Die Kommission ist überzeugt, daß nichts zur Rettung des Unterseebootes getan werden konnte, welches wohl durch die Strömung abgetrieben wurde. Tie französische Kammer fuhr am Donnerstag mit der Beratung des Gesetzes, betreffend zeitweise zollfreie Zulassung von Weizen fort. Tic Kammer nahm Arttkel 1 der Regierungsvorlage an, dieser modisiziert die Anwendung der zeitweiligen zollfreien Zulassung von Weizen und beftinrmt als Frist für die Wiederausfuhr 3 Monate für Mehl, Gries und Kleie, 4 Monate für Nudeln, Gebäck und Zuckerbackwerk. Artikel 2 unterwirft den gleichen Zollvorschriften wie die obigen direkt vom Ausland eingeführten Waren, Mehl oder aus Weizen hergestellte Nahrungsmittel, die angeblich sich auf Lager befunben haben und für die eine Abgabe bereits bezahlt worden ist. Dieser Artikel wurde angenommen. Darauf wurde das ganze Gesetz durch Handaufheben genehmigt. Aus Dublin wird gemeldet: Irische Anhängerinnen des Frauenstimmrechts griffen öffentliche Gebäude an. Das Zollhaus, das Postamt, die_ Gebäude der Landeskommission, das Polizeigebäude und die Kasernen wurden umzingelt und zahlreiche Fensterscheiben eingeworfen. Acht Per- onen sind verhaftet worden. Aus Statt und Land. Gießen, 14. Juni 1912. ** Tageskalender für Freitag, 14. Juni: Löwe- Abend, veranstaltet vom AÜdemschen Verband. Abends 8 Uhr im GesellschastsoereinSsaal. •• In Audienz empfangen wurden vom Groß- he'rzog am Mittwoch u. a. der evang. Pfarrer Memmert von AngerSbach. ' Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat der durch die Dekanatssynode des Dekanats Grünberg für den Rest dec lausenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evang. Pfarrers Otto Röschen zu Freienseen zum Dekan des Dekanats Grünberg die Bestätigung erteilt und dem Pfarrer Karl Strack zu Usenborn die evang. Pfarrstelle zu Echzell überragen. ** Neue -Ordensbezeichnungen. An die Stelle >es Ritterkreuzes 1. und 2. Klasse des hessischen Lude- wigsordens treten nunmehr das Ehrenkreuz und )as Ritterkreuz dieses Ordens. Das Ehrenkreuz hat die Größe des bisherigen Ritterkreuzes 1. Klasse dieses Ordens und wird ohne Band auf der linken Brust unterhalb der Ordensschnalle getragen. -Das Ritterkreuz entspricht in Größe und Form dem seitherigen Ritterkreuz 2. Klasse. Für )ie bisher ernannten Ritter 1. und 2. Klasse des Ludewigs- ordens sind die früheren Bestimmungen maßgebend. •• Nachweis der Befähigung zur Uebernahme eines Kirchen amts. Der kath.Geistliche Franz Landvogt aus Rockenberg hat den Nachweis über den Besitz der zur Uebernahme eines Kirchenamtes notwendigen Eigenschaften erbracht. "Auszeichnung. Der Vorstand der Deutschen Land- Wirtschafts-Gesellschaft beschloß, dem Direktor des Landwirt- chaftlichen Universitätsinstituts, Professor Dr. GiseviuS in Gießen, in dankbarer Anerkennung der langjährigen sorg- ältigen Durchführung von einwandfreien Sortenversuchen und der allgemeinen uneigennützigen Mitarbeit an den Aufgaben der Deutschen Landwirtschasts-Gesellschaft die große silberne Eyth-Denkmünze zu verleihen. Der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regent des Herzogtums Braunschweig, überreichte Prof. Giseoius diese Auszeichnung in Bad Harzburg am 11. ds. MtS. in der Sitzung des GesamtauSschusieS. ** Der Schutzverein für entlassene Ge- : art gelte wird feine Hauptversammlung am Dienstag, ?5. Juni, nachmittags 44A Uhr, im Rathaussaale zuBens - ;eim abhalten. .Generalstaatsanwalt Geheimerat Dr. Preetorius wird einen Bericht über die Bestrebungen und Erfolge des .Schutzvereins erstatten. ♦* Anlagemusik findet wegen der Postkartenwoche jeute nachmittag von 6 bis 7 Uhr in der Süd-Anlage ausgeführt von der Regimentsmusik) statt. Der Spiel- ;lan ist folgender: 1. Parademarsch v. Möllendors, 2. Ouvertüre z. Gavotte „Flotte Bursche" v. Fr. v. Suppe, 3. Phantasie a. d. Oper „Carmen" v. G. Bizet, 4. Walzer a. d. Gavotte „Die moderne Eva" v. I. Gilbert, 5. Die Deutschen in der Luft voran! Marsch v. W, Kommallein. •• Jubiläums-Gauturnfest Gießen 1912. Die Arbeiten für die Errichtung der Festbauten zu dem JubiläumS- Gauturnfest, das vom 6.—8. Juli in Gießen stattsindet, sind nun so weit gediehen, daß man sich einen Ueberblick über die riesigen Anlagen machen kann, die auf dem Trieb entstehen. Der Festplatz ist 26 000 Quadratmeter groß. Der Eingang zum Festplatz mit den Kasten befindet sich an der Auffahrtrampe gegenüber der Haltestelle der Straßenbahn. Die Festhalle mit rund 1400 Quadratmeter Flächeninhalt wird im rechten Winkel an der westlichen Ecke des Trieb erbaut; das Mittelschiff ist 12 Dieter breit und zusammen 68 Meter lang. Die angebauten Seitenschiffe mit erhöhten Estraden sind je 8 Meter breit und je 20 Meter, lang. Der Winkel am Vorbau wird mit einem 26 Meter hohen Turm versehen, in dem sich auf der gleichen Höhe wie die Estraden die Plätze für die Ehrengäste usw. gerade der Bühne gegenüber besinden. Die Bühne ist am Zusammenstoß der beiden Mittelschiffe eingebaut und hat eine Brette von 13 Meter bei einer Höhe von 12 Meter, sie steht mit ihrer Rampe diagonal zu den beiden Flügeln, so daß sie von jeder Seite bequem zu übersehen ist. An die Bühne anschließend befinden sich Garderoben, Vorratsräume, Küche und Büfett für den Festwirt. Die Toiletten sind in bester Weise an- geordnet, mit Wasserspülung versehen und an die städtische Kanalisation angefchlosten. An die Festhalle schließt sich parallel zum Rödger Weg baS Cafä mit einem verfügbaren Raum von 250 Quadratmeter. Dann folgen die bayrische Bierhalle und eine weitere Bierhalle mit je 380 Quadratmeter. AIS Abschluß des Festplatzes gegen den Juxplatz werden zwei Bierhallen aufgestellt mit zusammen 72 Meter Länge und 1000 Quadratmeter verfügbarem Raum. Ter eigentliche Turnplatz inmitten des Festplatzes hat eine Größe von 4400 Quadratmeter — 80 Dieter lang unb 55 Dieter breit — in bet Mitte bet einen Längsseite befinbet sich baS Musikpodium, während die beiden Tanzplätze an den Ecken der Längsseite ihren Platz finden. TeS Wetteren find für die Feuerwache, Sanual, Post usw. geeignete Räume vorgesehen. versehen. Äreid Alsfeld. 9Kei Die .... unW doch ' End ir S'U Ss- ■ ■ von der -pi -I-d-N-nd-i «jtierfeS i® neuen - . wird das 9ctlu V miebrtbott) ; S 4t Irrllchtertc E Facks Verdamm vr Ober,König Mans ein interessanter ’ d §lein-Ka.rbe Vt Gemeindeland öemciMh'e eine roeit 1 i die zur Verpachlun Pacht einbrachten, -Mick gefmgerr „Das {ob 22000 Mark pir du Starken ch. Bingen, 12 r.ian hiesigen Hotel ( ä als Franz Engel au Ächs aus Berlin ausgc ktr waren die beiden ci der Mann an, daß 5t: einer Körperuntersr hticn. Aus telegraDl M der Kriminalabteili kM Postsekrelär Fuch Frau verbaslet worden tastete, Fuchs zu heis fri ihr 4 Lparkassenbüi südertc, gestand sie, t kiratet wäre, sondern Idieslau sei. Der Ma: ii Breslau als Ex i-.-lMng der beiden rollederne Brieftasche m Geld ist nur ein 2 xruntieut hat. Ziebol in Breslau steckbriejliä /X Ober-Ohmen, 12. Juni. Oberhalb unseres Dorfes über der Luhmühle, im Volksmund genannt Lochmüble liegt die Quelle der Ohm. Aus mehreren Quellen zwischen Erlen sprudelt hier das Ohmnxrsser. Zwar beginnt der Öhmlauf schon bei Ulrichstein, allein von hier fließt der Ohm nur im Winter Wasser zu. Die Quellen über bet Lub- mühle dagegen spenden ununterbrochen Wasser. Im von- gen Jahre wurde die Wassermenge der Quellen durch bu Kulturinspektion geprüft und gemessen. Das Ergebnis war recht gut. Die Wassermenge würde zur Anlegung einer Wasserleitung für unseren Ort, Ruppertenrod, Wettsaasen usw. voll genügen. In den betreffend« Orten fehlt es war nicht an Brunnen, aber man würde dock» in der Mehrheit eine Quellwasserleitung bevorzugen. Tew I Projekt sind aber Gegner in den an der Ohm gelegener| Mühlen entstanden. Die Besitzer befürchten einen solcher^ Rückgang des Wafferlaufes durch die Wasserleitung, tap| ihrem Mühlenbetrreb ein Ende bereitet wird. Diese Mühlen^ besitzet haben daher ihren Anspruch auf das Rechr des Muhds waf'sers erheben lassen. Ta gegenwärtig wieder Techniker! der Kulturinspektion die Quellen besuchen, so durste da» Projekt nicht aufgegeben sein. Kreis Lauterbach. =s Lauterbach, 14. Juni. In Nr. 122 des Anz. war nuigdeiü worden, daß ein herumziehendeS Ehe- ** Ein Dreitägiger Turnkursus begann gestern in der Turnhalle der Stadtknabenschule unter Lei* tung des Tnrninspektots Schulrat Schmuck-Darmstadt. Es nehmen etwa 80 Lehrer aus dem Kreise Gießen daran teil. ** Das Feldbergfest findet am Samstag und Sonnwg in herkömmlicher Weise patt, es wird ein rein turnerisches Jeff ohne irgendwelchen Tand sein Es sind schon jetzt wieder^nahem tausend Wetturner gemeldet und zwar nicht nur aus der Taunus- gegend, sondern auch aus Essen, Düsseldorf, Rastatt, Pforzheim, Stuttgart, Bonn, Köln, Kassel, Mannheim ufw. Am Sonnrag icüb um 613 Uhr werden gemeinsame Freiübungen aller Wctturner gemacht und im Anschluß daran findet das Wetturnen statt, das aus einer Pflichtfreiubung, Stabhocksoringen, Weitforingen, S:cin* stoßen und kaufen über 100 Meter besteht. Tie höcksterrcicvbare Punktzahl ist 90 und alle die, die mindestens 56 trnimen, werden Sieger. Von 9 Uhr ab werden Spielmannschaften Wettspiele im Faust-, Tamburin- und Schlagball austragen und um 11 Uhr sammelt sich an der Nordseite des alten JeldbergHauses die Sängerschaft des Main-Taunus-Gaues, um 2 Massenchöre vorzulragen. Nachmittags finden die Mannschaftskämpfe im Eilbotenlauf statt, wozu zahlreiche Meldungen vorliegen. Nur 5,Turner zählende Mannschaften eines Vereins, die int Fünfkampf 280 Punkte erzielt haben, werden zugclassen. Ter Wertkampf um den Völsungm- Wanderpreis ist sckwn am Samstag nachmittag, auch daran können nur 5 Turner zählende Mannschaften teilnehmen und Sieger kann nur die werden, die im Fünfkampf 300 Punkte erreicht. ** Tas zweite Abonnementskonzcrt der Regi- mentskapelle hatte sich wie auch das erste eines sehr guten Besuches aus allen Kreisen der Bevölkerung zu erfteuen und der sehr an- prechend ausgewählte Spielvlan wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Obermusikmeister 2 ober hatte einen lustigen Operetten-Abend veranstaltet und unter Mitwirkung des angeregten Publikums, bas die Weisen auf mannigfache Art begleitete, verlief er in allen seinen Teilen aufs beste. Großen Beifall fanden, um nur einiges herauszuheben^ vor allem die Phantasie aus dem Walzertraum, die Stücke aus dem Obersteiger, die Overetten-Rcvue, der LiebeStanz auS der Operette Madame Sherry und der G r i gr l - W a l z e r. Auch die beiden neuen Stüae, der Revisormarsch von C. Weiß aus der Operette „Der Revisor" und bas Telegravhcnlied aus der Operette „Unser Theobor" v. I. Manas fanden lebhaften Anklang. Die Kapelle mußte sich mehrfach zu Zugaben und auch zu Wiederholungen entschließen. ** Vortrag über Einkoch- unb Frucht sastappa- rate. Man schreibt uns: Der gestern von der Firma Lang u. Wiederstein im Caf6 Ebel beramtaltete Vortrag über die Bade- Tuplex-Dampseinkoch- unb Fruchtsaftapparate war ausgezeichnet besucht und die Apparate fanden den ungeteilten Beifall aller Be- ücher. Die Vortragende, Frau Bauinspektor Müller, Hildesheim, führte an Hand praktischer Beispiele vor, wie die Apparate gehandhabt werden, u. a. kochte sie im Dampfkocher innerhalb ganz kurzer Zeit Obst unb dergleichen im vierten Zeile der Zett ein, die man in bem seitherigen veralteten Wassereinkochversahren nötig hatte. Der Bade Duplex-Fruchtsaftapparat erregte wegen seiner einfachen, praktischen (finrichtung das größte Interesse der Besucher, der Saft kommt mit keinem Kock, Holz ober Guminileil in Berührung, auch kann ber Fruchtsaftapparat bei der nötigen-, i Verdichtung in alle anderen Apparate eingesetzt werden. ** Luft- unb Sonne nkuren. Man schreibt uns:. Allenthalben sind jetzt die Luftbäder eröffnet. .Wenn, bic Zahl' I derselben auch in den letzten Jahren gewachsen ist, so ist die Ein- 1 icht in den Segen der billigen Luft- und Sonnen kuren doch noch j immer nicht genug verbreitet. Immer allgemeiner ist in den | letzten Jahren van ber Wissenschaft anerkannt worben, welche ungeheure Bedeutung für die Gesundheitspflege des Körpers und Geistes eine gründliche Hautpflege bedeutet, und baß neben einer orgfältigen Reinhaltung der Haut bas Baben in freier Luft 1 und Sonne von außerordentlich segensreichem Einfluß für bie Gesunderhaltung des Körpers ist. Nach den Feststellungen ber Dr. Lahmann, Ziegelroth, Marcuse, bes Prof. Winterrntz u. a. wirb dadurch die Aeuchenfestigkeit des Menschen außerordentlich erhöht, der Organismus von schädlichen Selbstgiften gereinigt; i und so vorbeugend einer großen Schar von Zkrankheiten der Boden j entzogen. Erst kürzlich rourben in ber „Gesellschaft für Aerzte" I zu Wien mehrere Kinder vorgestellt, bic durch Lust- und Sonnen-'» bäbec sogar von schweren tuberkulösen Knochencrkrankungen geheilt I worben finb. Das Luft- unb Sonnenbab wirkt auf die Beförderung I des gesamten Stoffwechsels und Blutkreislaufs, so daß immer mehr || Aerzte sich des Luft- und Sonnenbades als eines der wichtigsten *1 Vorbeugungs- und Heilmittel bedienen. Eine ausführliche Drien«|l tierung über bie ganze Frage bes Luft- unb Sonnenbades bieten \ bie Schriften, bie umsonst von ber Geschäftsstelle des Natur heil- 1 Vereins abgegeben werben. Das an bie Müllersche Babe- I an ft alt angeschlossene Luft- unb Sonnenbab ist zu .Luft- unb Sonnenkuren vorzüglich geeignet. In seinen für Damen und Herren getrennten Abteilungen stehen Ruhebänke mit erhöhtem Kopfteil, Turngeräte wie Barren, Reck, Runblauf, Sprunggeräte, Ringe, Keulen unb Hanteln bem Besucher zur Verfügung und ermöglichen jedem, sich nach seiner Weise zu betätigen. Landkreis Gießen. — Lang-Gönö, 14. Juni. Zu bem Bericht über ben Gesang-Wettstreit in Kirch-GönS sei mitgeteilt, baß in ber zweiten Klaffe nicht baS SanntagSquattett Mühlheim ben Ehrenpreis errungen hat. Germania-Lang-GönS unb Mühlheim hatten je 117 Punkte. Bei ber Entscheibung burch baß LoS ist ber Ehrenpreis Germania-Lang-GönS zugefallen. m. Hungen, 13. Juni. Eine Menge Monteure sind gegenwärtig hier tätig, um die Leitungsstangen für die elektrische Anlage an die Wölfersheimer Zentrale an den Häusern anzubringen. Viele Hausbesitzer haben sich für den Anschluß an das Werk entschlossen. — Der Schulhausneubau geht rüstig vorwärts und ist schon bis zum zweiten Stockwerk gediehen. Der massive Steinbau macht schon jetzt einen guten Eindruck und wird mit allen neuzeitlichen Einrichtungen wie Badeanlage ufw. [] Marburg, 13. Altertümer, welche beschichte unb ßanbc^i Qt’ebn et in ben großen hergebracht ist, findet paifnirgS unb Kurhessen- -Mer, Mdemiler [bauten gewahrte ganz du Sammlung zu bch . . Frankfurt, 1 5 uin(nx3(f)au|te[: ' -wrn auch in hohem f Du inen bieten in gedrä, ™ ai3 Der Reisende I^x4ann- Das n ^ch die Büste. Die Z E "legenhaaren gewet " ?r'n "kmien, werden und, nachdem wuder au gerichtet -^i^gen der Byck -s^w,es einer Beduin- ^?onuhrungen sind ' 25 J 9an^n läge- $ & .und für ba, »mt 20 $r>Ü,r erm, «Psenntg extra. Mein?' 7, ^urt^a' t Öon® riieiof seiner st ^ch^enden ßknfa 'fine 5 ?'ec v, s-nd ^.abdrücke, 5<(n Z verraten gr' - ». soll. 9 »'Sä und man rori1 fier bringt urm Bortrag furfonische Dichtung von C14/. len: Schaneenetr. 4 Plockktr. 2 (EckeSeitenweg) Bifimarckstr. 11 (Ecke Ludwigstr.) Gesundheit» D^bi^e. 50 (fd,te H"dc>chäfchen - . Qinhpr noomnrt n»r< „ator Statt besonderer Anzeige. Kinder geeignet, ocrf. unter Seltersro.3!< Otto Schaaf 13877) X< nnrrt b*e; 'izi*togei_ H. TlmmaoR, Hennovsf 106 Byfftiänser Trchnliiam h rrankenhausen S l6g.-i.Wwta.-IW. GrJfatcb.-Ltb. ■ —< TWm M ftetert in jeder gewünschte* Ausstattung stilrein u.preiswert die BriiN*s*e Uohr. • Druckerei auf das gewissenhafteste, unter fachmännischer Leitung, auf Basis echten bulgarischen Ferments hergestellt, in einwandfreier, guter u. handlich. Packung. - 20 Ptg. per Glas nur durch die Garantie leb. Ankunft ä Si. 8^0 ML, 4 Smck !L- ML Fleisch ähnlich wie Reh. C- Jördens, Munster S6*/$) Lüneburger Heide) ßnang. Arbkittr-Lnrill. Morgen, Samötag abend, 8—9 Ubr, im Vereinslokal v. Sprechstunde der Rechte bcratungsstelle. v"/° paar unter Zurücttasiung eines 2'/^ährigen Knaben von hier verschwunden sei. Es wurde auch tn diesem Sinne eine Anzeige erhoben, doch hat sich herauSgeslellt, daß die Frau keineswegs ,hr Kmd im Stich lassen wollte und es wieder obgeholt hat. Ophma-Fahrräder *■ e-eVmelkwt WMtftaUbwtWL IxtVm m WM«. ltetzte 2Iacbricbten. Fez, 14. Juni. General Liauteyhat vom Sultan Mulen Haftd bic Zusicherung erlangt, daß er erst ab danke, wenn die Verbältnissc Frankreich gestatten, der Abdankung zuzustimmen. New York, 14. Juni. Das deutsche Geschwader ist heute morgen unter den Klängen von „DLuß i denn, muß i denn Mr Städtle hinaus" aus dem hiesigen Hafen abgefahren. Kontre- Admiral von R e b e u r - P a s ch w i d sandte an den Bürgermeister von New Dork ein Abschiedstelegramm, in dem er seinen Dank für den überaus herzlichen Empfang aussprach. (ScricbfsfaaL sd. Darmstadt, 14. Juni. lVriv -Tel.) Tas Zkriegsgerickt verurteilte heute vonnitta^ den Unteroffizier Ferner, der am 8. Juni den Gefreiten «paar fahrlässigerweise erschoß, wegen vorschriftswidrigen Wafscngebrauches, durch den der Tod eines Menschen verursacht wurde, zu 2 Monaten Gefängnis. - Amtlicher Wetterbericht. Oeffcntlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für CamStag, den 15. Juni 1912- Wolkig, meist trocken, vereinzelt Gewitter, mäßig warm. vüchettisch. — Der HauSschatz der H oben z oller n. Die Krone König Wilhelms I. war mit nicht weniger als 119 Brillanten und 32 Rosetten besetzt. Der bic Spitze krönende Reichsapfel bestand aus dem großen geschliffenen Saphir und dem Kreuz von Diamanten. Ebenso schimmerten an der Stone der Königin 140 Rosetten und 8 Brillanten, dazu obenauf ein Reiäisapfel von blauem Email mit dem Kreuz von Brillanten. Unser Kaiser ließ im Sommer 1889 die Königskrone unter Beibehaltung der Form nach einem Entwürfe Prof. Döplers d. I. reicher und geschmackvoller ausführeii. Die großen Diamanten am Reif sind von fein ziseliertem Ornament umschlossen, die im Glanze der Steine funkelnden Kleeblätter schärfer stilisiert, die dazwischen bcsind- lichen Verzierungen in der Mitte mit je einem großen Diamanten und oben mit einer haselnußgroßcn Perle markiert. Das Gesamtgewicht aller zur Krone verwendeten Diamanten beträgt etwa 750 Karat. Wir finden diesen Aufsatz in dem neuesten 20. Heft der illustrierten Zeitschrift „Moderne Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57.) Aus dem übrigen Inhalt dieser Nummer heben wir besonders Arthur Neißers Schilderung „Pariser Amuse- ment" hervor, die mit Bildern nach Gemälden, Stichen und Zeichnungen hervorragelwer Pariser Künstler versehen ist. Für span-- nende Lektüre sorgt die Fortsetzung von Horst Bodemers Erzählung „Ter Millionär". Olya Wohlbrück hat einen anregenden Aussatz über „Lourdes, die Stadt der Wunder" beigesteuert, und Jarno Jessen würdigt die neue Frauenkunst in einer reich- illustrierten Mhandlung. Der Zick-Zack ist auch diesmal reich an kurzen, mit Abbildungen geschmückten Artikeln über originelle Erscheinungen des Theater-, Kunst- und Bariets-Lebens. Dampfmolkerei Giessen, Gebr. Grieb Ferurul 636 --------------------------- Post- and Babnversand 122 ; In belaubende Wirkung ausübeiu Freiligralds „Blumenrackn" bat diese Erfahrung poetisch gestaltet Nun gibt es aber Düste, die, ohne betäubend zu wirken, die Macht haben, die Nerve» zu beruhigen und allmählich cinzuschtäsem Es wird daher vorae- fdjlagen, die Kopfkrssen mit solaren Düften zu imprägnieren. In erster Linie kommt dafür Tann.iinadelduft in (trage. Man fülle ein klcin-s Beutelctien mit frischen Tannennadeln, natürlich von den (siveigen abgestreist, ctivn in der Größe von 15 Cuabrat- zennmerern Es darf nicht zu fest gestopst »verden, damit das Säckchen nidti den Kopf drückt, und nur mäßig voll sein. Dann trcimr man das Kopfkissen auf und verstecke dieses Säckchen mitten unter den Federn. Ta5 Kissen wird wieder zugemacht, und es bringt der Duft der Tannennadeln gant leise zu dem darauf Liegenden — und er schlummert ein. Dann erat abeln behalten ihren Duft für einige Monate, bann muß man sic .erneuern Sehr empfohlen wird auck statt der Tanneniwdeln getrockneter Hopfen, ferner getrocknete jRoi'cnblättcr, vermischt mit Kleeblüten, deren wundervoller Geruch den ganzen Raum mit Frische erfüllt. kf. Mit b e m H i r f cd g e f p a n n durch Ainerik a. Wohl die exzentrischste Durchguerung Amerika« wird in den nächsten Tagen beginnen, irenn Frank Clemens mit feinem Hirfch- gelpann |von San Francisco nach Neuyork anfbricht. Nicht geringe Mühe hat es gekostet, die Hirsche an die Deichsel zu zwingen. Der Wagen, den sie ziehen, ähnelt in feiner Bauart einem vierrädrigen Fahrrade. In drei Monaten hostt Mr. Clemens am Ziele zn sein. Daß diese eigenartige Reise im Grunde im Dienste der Reklame steht, ist in Amerika selbstverständlich, und so macht Mr. Clemens denn Propaganda für die ,Pana«na-Pacific*-AuS. stellung im Jahre 1916. Kleine Tageschronik. Die Blättermcldung, wonach der Schuhmacher Wilhelm Doigt, der Hauptmann von Köpenick, in London gestorben sei, ist unzutreffend. Voigt, der seit längerer Zeit in Luxemburg ansässig ist, behübet sich dem „Luxemburger tS3ort" zufolge zurzeit zur Erholung in Lauscha in Thüringen. Diese Nachricht wird durch eine Meldung aus Lauscha beflätigt Univerfttätr-Nacbricbtcn. hk. Frankfurt, 13. Juni. Der bisherige hauptamtliche Dozent an der Handelshochschule -u Manndrun, Professor Tr nlbcrt Ca 1 me s, ist vom W'.nkerjemester 1912 13 zum orderst lieben Professor für Handelswissenschastcn an der hiesigen Akademie für Sozial- und Handelswissenichaiten berufen worden. 3n Lanchcister Pennsvlvanien i feierte das Franklin -. . a r f rgen kommt I der KronprinzvonGriechen land mit seinen Kutdern, um | bett Geburtstag feiner seit mehreren Tagen auf Schloß Frieb- Itichshof roeilcnben Gemahlin zu feiern. w. Cronberg i. T., 13. Juni. In bet Morbsache ■ ter 83jährige«t Wittve Zimmermann vom 1. Juni ist der I tn Nauen bei Berlin am 9. b. M. verhaftete Tagelöhner August IGberbarbt aus Oberhvchstadt dringend verdächtig. Er ist zur ■ Zett des Mordes hier von mehreren Personen gesehen worben Itnb seine Fingerabdrücke, die bisher in Nauen nicht ganz ge- I langen sind, verraten große Aehnlichkcit. Er itrirb heute von hiaucit nach Frankfurt gebracht, wo bic genauere Untersuchung Icngeftellt werben soll w. Biebrich, 13. Juni. Gestern abenb 9 Uhr stürzte Ifid) ein 22 Jahre alter Maurer aus Wiesbaben in selbst- ■ vLrderischcr Absicht in den Rhein. Ein Leutnant bet hie- Ifigcn Unleroffizierschule sprang ihm sofort nach und es gelang I ihm auch, den Lck«tsmüden wieder zu retten. -- B ad - N auheim, 13 Juni. Solist deS zweiten Kütrsller- Konzertes tm neuen Konzerthaus am SarnStag, 15 Funi wird d-f Pianist Professor Karl F r t e d b er g aus'Köln si.n!' Der Künitler wird das bcrrlufje Klavierkonzert in A-moll von Robert Schumann zum Vortrag bringen und außerdem die Ballade in G-raoll öon Brahms. Rondo von Schubert und die große As-dur «ojonane von Ehoptn. — Dad Orchester bringt tum Vortrag (eritmalin wteberholt) „Die Ideale , sinfonische Dichtung von Franz^Liizt, Jrrsichtertanz, SylpheManz und Ungarischer Marsch aus „t^auus Verdammung" von Berlwz und die Ouvertüre zu der Over „König Manfred" von Earl Reinecke. Alles in allem wieder ein interessanter Abend. b. fttein-Äarben, 13. Juni Durch die Verpachtung der G e m e i n b c 1 a n b c r e i c n auf weitere 9 Jahre fließt bet Gemeiiidekasse eine wett höhere Einnahme als bisher zu. Währenb sonst bte zur Verpachtung stehenden 140 Morgen nur etwa 6000 Mark Pacht etnbrachten, hat sich das Erträgnis jefrt auf 8500 Mark bedeutet in 9 Jahren eine Mehreinnahme von 22 000 Mark ntr die Gemeindekassc. Die glückliche Geburt eines gesunden, kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Herrmann Selbmann n. Frau Frieda geb. Fried. Giessen, am 14. Juni 1912. Briefkasten der Redaktion. (Anouyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.» Alter Abonnent. Ja, z. B. bei vorsätzlicher Tötung, bei Totschlag an einem Verwandten aufsteigender Linie, bei Landesverrat im Falle eines Krieges, bet Raub mit schwerer Körperverletzung nfro. Müller'fche Badeanstalt. Waslerwärme der Lahn am 14. Juni: 16 • R. • H ^anistag unk - SM uslv. Am -' ien, 3ßÄCn DSU M-K «öwts lebrCrratEbtdtani c;:" da er Grtgrl-Basiti lornwnd) von L. Veij das Telegtavhcnlieü aus canaS landen lebhaft^ M » «Hort« 5 ildFruchtsafta-pa. der Jirma Üanq u «oitrag über bie Bade. We wat ausgezeichmt Mellten Beifall aller Be- pekror Müller, .tziide-.- ele vor, wie die Appc.:.- n Dampjkocher innerhalb lm vierten Teile der Jeu ;en Wassneinkochversahrei! safta-parat erregte nxger. das größie Znteresie dn •orf, Volz oder Grummin. stapparat bei der nötigen eingesetzt werden. n. Man schreibt uns: eröffnet. Wenn bic $at; wachsen ist, jo ist die 6ir- nd Somrenkuren doch noci x allgemeiner ist in den anerkannt worden, welisi itspslege des Körpers und ulet, und datz neben une: as Baden in freier Lin isreichem Einslutz für b:: ich den Wtellungen bc i& Prof. Winlnmtz u. c Ülenfäen außerordenllch ten Selbstgiften gncuiui ■ ,ou StauMtn her Stobt: ■ „Gesellschaft für Äerzie ■ .dÄ Lust- und sonnenM knochencrkrankungen gehe«. ■ d wirkt auf die BesörderM» islauis.sodabmmermesW z als eines beröid^gltue (sine wsnchckiche Lru.TI L und Sonnenbades bitte Wstsstelle des RMrdet. | )^MÜller|cheBad. , und Sonnenbad n ®ön8 ’Ä'^i MS»! Menge SW? Leitungsstan^ ' | * •Ä* I gelt riwms - lgen W w S • Die Quelle" t»c U Mi cn- -c ■ clerWNL7W??>' I s-M I Sport. Rudern. Am Sonntag, 16. Juni, finbet in Frankfurt a. M. bie 19. Regatta bcs Sü bbcut scheu Suber» Verbandes statt. Die Rennen werben auf der neuen Rennstrecke bei Niederrod ausgetragen: der Start befindet sich in der Nähe ber Bootswerft Leux, das Ziel und der Festplatz auf bem Eiuerschen Flugplatz in Niederrad Von den ausgeschriebenen 13 Rennen finb 12 zustande gekommen, wovon der hiesige Ruderklub „Hassia" sich an vier Rennen beteiligt unb zwar 1. und 2. Senior - Vierer,^SeniorEiner und großer Achter. Den 1. Senior-Vierer (Steuer Sommerkorn) hat der Klub mit seiner besten Mannschaft besetzt, die bei guter Form technisches Können mit kraftvoller ßiüberarbeit Dcrbinhet. Bei dem 2. Senior (Steuer Wolf' wird Wert auf scharfen Einsatz bet kräftigem Durchzug der Riemen gelegt, so daß auch dieses Boot nicht wesentlich hinter der Fahrzeit der 1. Mannschaft zurücksteht. Die Verbands Meisterschaft im Einer wird von Karl Joedt bestritten, dem als Konkurrent infolge geforderter Nachmeldung die Frankfurter „Alemannia" mit Karl Gugler entgegensteht. Jrn Achter (Steuer r omm erlern) wird bei den Mittelleuten bedeutende Kraft ent- wickelt, so daß bet den bisherigen Uebungsfahrlen gute Zeiten erzielt wurden. Cuftidnnabrt. Mainz, 13. Juni. Leutnant v. H ib dessen ist heute früh 3 Uhr 40 Mitt, von Darmstadt mit seinem Flugapparat „Gelber Hund" aufgeftiegen unb um 4 Uhr in Worms gelandet. Dort mußte er bis 6 Uhr auf sein Begleitalltomobil warten, weil er bei der Landung in Worms einen Oelrohrbruch erlitt. Nach der Ausbesserung stieg er 6 Uhr 41 Min. zum Flug nach Mainz auf, wo er um 7 Uhr 11 Min. auf bem Großen Sanb glatt lanbete. Bei bem Fluge hatte v. Hiddesfen je 45 Kilo Flugpost mitgesührt. Der Apparat wurde in eine Halle gebracht, wo er chis Montag bleiben wir». Leutnant v. Hiddessen begab sich heute vormittag tm Auto nach Frankfurt. X—_ ____ - ■ ■ ■ ii, — vermischtes. * Der Dresdener Handelskamrnerpräsidcnt in Schwierigkeiten! Wie der „Morgenpost aus Dresden gemeldet wird, hat ber weit über Sachsens Grenzen hinaus bekannte Geheime Kommerzienrat Tollenbusch, Präsident ber Handelskammer zu Dresden, seine sämtlichen zahlreichen Ehrenämter nicbergelegt und sich in eine Nervenheilanstalt begeben. Wie verlautet, soll Tollenbusch durch große Verluste in finan - ziel! (Schwierigkeiten geraten fein. Durch eine Stützungsaktion ist Tollenbusch derart saniert worden, datz er seine große 3 i g a r r c n f a b r i l in Dresden ruhig liguibiercn kann. Tollen- bu)ch hat sich großer Popularität erfreut, steht bereits im Alter von 71 Jahren und galt als eine allererste Persönlichkeit in Dresden. Die Leitung der Dresdener Handelskammer lag seit etwa zehn Jahren in seinen Händen. Die Angelegenheit überraschte selbst eingeweihte Dresdener Finanzkreise außerordentlich. * Londoner 9Rill io neu ftif t ung en. Der Ende Mai in London verstorbene südafrikanische Multimillionär Sir Julius Charles Wernher, ber frühere Teilhaber des verstorbenen Mfred Brit, hat ein Vermög en hinterlassen, das nach den vorläufigen Schätzungen der engliichen Staatskasse durch die Erbschaftssteuer allein runb 20 Millionen Mark einbringen wirb. Man schätzt bie Hinterlassenschaft auf über 200 Millionen. Unter den zahlreichen Stiftungen sind hervorzuheben: 5 Millionen Mark für den Schatzsekretär ber sübasrikonischen Union zur Errichtung unb Erbauung einer Universität in Groote Schnur bei Kapstadt, 2 Millionen für das Institut für Wissenschaft und Technik in South Kensington und 400 000 Mark für das de u t s ckc Kranken- Haus in Galstonc. Dem König-Eduard-Hospitol in London siiid 500 000 Mark und außerdem ein Zwölftel von bem Rest ber Hinterlassenschaft über wiesen Außerdem hat Wember noch einer ganzen Reihe von weiteren Krankenhäusern und Wohltätigkeits- anstallen mehr ober mmder große Legate ausgesetzt, darunter 40000 Mk. für den deutschen Wohltättgkeitsverein in London. Sir Charles Julius Wemhers berühmtes Watteau-Bild „La Gage d'Amour^ ist der englischen Nationalgalerie zugefallen. • Ein neues Schlafmittel. Die Unglücklichen, die in der Nacht der Schlaf flieht, werden mit Begierde nach einem neuen Mittel greifen, das ihnen Ruhe verspricht, ipemt alles Veronal und Trional und Chloral nicht mehr wirft. Aber ob diesen Leidenden das neue Mittel wirklich Erfolg bringt, scheint von Adel» Kommet & Co-, Ha bestes blutbildendes, wohlschmeckendes MIM te 50=ii|r. Detebm des Timms Men vom 6.-8. Juli mit Vorfeier am 30. Juni 1912. An die vereheliche Linwobnevsehnft Gierens! In den Tagen vom 6.-8. Juli findet hier das Gauturnfest verbunden mit der Feier des 50-jährigen Bestehens des Turngaues Hessen statt. Zahlreiche Turner werden zu diesem großen Feste von Nah und Fern erwartet und ist für deren gutes Unterkommen der Wohnungs-Ausschuß zu sorgen verpflichtet. Zm Vertrauen auf die Gastfreundschaft, welche in unserer Stadt bei allen ähnlichen Anlässen sich bewährte, richten wir an unsere Mitbürger die Bitte, uns Freiquartiere zur Verfügung zu stellen und, soweit dies nicht möglich ist, durch Geldspenden uns in die Lage zu setzen, fehlende Logis gegen Entgelt zu beschaffen. Die beiden hiesigen Turnvereine erfreuen sich der Sympathie aller Kreise und ihre Bestrebungen verdienen weitgehendste Unterstützung, sind sie doch der körperlichen Kräftigung unseres Volkes gewidmet. Quartier- und Geldlisten liegen an und wird um entsprechende Einträge freundlichst ersucht. v-v. Der Wohnungs - Ausschuß. Montau, den 17. Znni 1912, abends S‘/2 Uhr, im unteren Saale des (£af6 Ebel: Hauptversammlung. Tagesordnung: Vorstandswahl. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. au/e Der Vorsitzende. Empfehle in reicher Auswahl: Elegante Damen- u. Deiren-Slielel Halbschuhe \ grosse Auswahl, von Mk. 6.50 50 an zu jedem Preise. c11/. Günstige Gelegenheit Um rasch zu räumen verkaufe ich bis zum 15* Juni nachstehend, verzeichnete wenig gebrauchte Möbel Qf alle moderne Farben runcier ’ Ollclcl gesundheitsgemässe Formen Tennis-Schuhe Sandalen = Schuhwarenhaus ===== A Wilh. Herbert Marktplatz 2 Ä-MeTe Spezialhaus für elegante und bequeme Fussbekleidung Allgemeine Rabattmarken. in den Preislagen 10— 12— IE 16— X 4 Büfetts I Herrenzimmer,eichen dunkel I Salon, hell nussbaum I Salon, schwarz poliert I Salon, nussbaum (maurischer Stil) Div. Sofas u. Sessel, Eins. Möbel ftpr-Wo Blessen Sonntag, den 16. Juni I. I. Familienfeier ans Tertors Lerrafs Kinderspiele, Prcisschichcn uiw. Abmarsch pünktlich 3'Uhr vom Oswnldsgarten. vu/8 Um rege Beteiligung wird gebeten.Der Vorstand. Cafe Amend Täglich Künstlerkonzert der beliebten Kapelle Cornely Eintritt frei Zoologischer Garten zu Frankfurt a. M. = Beduinen- Scbanstellnng = täglich geöffnet von 9—12'/, Uhr und 21/2—8 Uhr Vorstellungen um 11, 4, 5V, und 7 Uhr [Dl4/e Besonderes Eintrittsgeld zur Schaustellung 20 Psg. Sonntag, den 16. Juni, während des ganzen Tages Eintrittspreis 50 Psg. (Kinder 25 'Bffl.), Aauarium mit Rcptilienbäuser 20 Psg. un°Än§: Militär Konzert (81 tt Musik). Sonntag, den 16. Juni grosse Tanzmusik in Bieber b. Rodheim Carl Stückrath Neubau Asterweg 47. üssigei Geolin JoilN' £ putzt am besten alle Metalle KOLOSSEUM K?"Ohm Täglich abends ab 7> , Ubr gr. Künstler • Konzert Dir.: Melcher Am Sonutag, den 16. Juni findet einer der so beliebten KroRRen öffentl. Bälle statt. Anfang 5 Uhr. Ende gegen 5 Uhr früh. (a”/. Entree für Herren inkl. Tanz 50 Pfg. Damen frei. 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Bei der Erörter I Gleichung bei härter J toten und daß bari ^"ung einiger Ob, d'e Zustimumn wes die Regierung t folgen etwa ein ^5nÖ!9 mache, tue AAg der Bezug« iehllsen wurde seit, -tkllenzulaae nicht in bL'L M- etn st MbliUoe3iai[ ISS? ft« 15111;j Prm ob die H n i * t J c 1 b u ■ ertjebe , , T । hieL ■ !lt 9 ^MtNl KtaÄf» v°m fe1 LmS^lung, I l-.-'i L"114 in ? a V 1 oJ^tn am 9.^ L.n '.i)tei°Cnio [)( L„ v se oi hp I I rf,tmbaß I yttnb fcS’Ä