162. Jahrgang Drittes Blatt Ur. 11 Gießener Anzeiger Erlcheml kSgliL mtl Sit»na6me deS Sonntags. General-Anzeiger für Oberheffen Tie „Siebener LamiliendlStter" roerben dem .Anzeiger^ otennal wöchentlich beigeleflt, daS „Kreiiblati für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Tie Landwirtschaftlichen Seit- fragen" «scheinen monatlich zweimal. Samstag, 13. Januar 1912 Rotanonsdruck und Verlag der Br üblichen Universums • Buch- und Eieindnickeret. R. Lange, Sieben. Redaktion, Exvedition und Truderet: 6if>uU ftraüe 7. Erped non und Verlag: 6L Redaktion:«^ 112. Tel.-Ad ru Anze,gerSietzen. Die Wahl in der Dielung. Alles Interesse wird gegenwärtig von den Reichstags- Wahlen beherrscht und von der mächtigen, für das moderne Leben so charakteristischen Bewegung, die durch sic veranlaßt wird. Es konnte nicht fehlen, das; eine so bedeutende Erscheinung des öffentlichen Levens auch die Aufmerksam- t'ctt der Dichter ans sich zog und sie dazu aussorderte, das interessante Motiv der politischen Wahlen anszunupen. Wer eine beschichte der Darstellung der Wahlen und Wahl- bewcgungen in der Literatur zu schreiben unternähme, der wurde eine Fülle anziehender und merkwürdiger literarischer Parallelen und Kontraste aufzeigen können. Wohl der erftc Tichter, der die Wahlen in die Literatur eingefuhrt hat, ist jener große Brite gewesen, der für soviele heut moderne Lebensformen Ange hatte, als sie noch nicht modern waren. In der berühmten dritten Szene des zweiten Auszuges des „C o r i o l a n s" hat 2 h a k e s p c a r e eilten Wahlvorgang, versetzt auf den Boden des alten Roms, geschildert, und was er darin vor allem zum Ausdrucke gebracht hat, das ist eine Geringschätzung des Wankelmutes der Menge, die dem ihr feindlich gesinnten Aristokraten schließlich doch ihre Stimmen gibt, wenn er sich nur dazu hcrabläfzt, freundlich drum zu bitten". Es kann nicht überraschen, daß gerade in England die Wahlen zum ersten Male literarisch verwandt wurden: war doch England zu Msarc- spcares Zeiten das einzige Land, das ein parlamentarisches Leben in Formen, die den heutigen verwandt waren, kannte; und so hat wohl Shakespeare in jener Eoriolan-Szene nur geschildert, was er in verwandter Gestalt im Leben beobachtet haben mag. Mehrere Jahrhunderte später Hut dann ein anderer Sohii des englischen Volkes wieder eine klassische Schilderung des Wahllebens gegeben. Wer, der Tickens unsterbliche „Pickwickier" keimt, erinnere sich nicht mit ungeteiltem Vergnügen der Schilderung der Wahl von Eatonswill, jenes homerischen Kampfes der beiden von zwei feindlichen Blättern und ihren Redaiteuren (die besseren Hälften nicht zu vergessen) geführten Parteien und ihrer gewaltigen Anstrengungen; wer gedächte nicht der (östlichen Szene, wie der Wahlmaclser seinem Kandidaten bei der großen Versammlung den Rat gibt, zur Erhöhung seiner Volkstümlichteit einem Kinde aus der Menge einen guß zu geben und wie seine Zuversicht und Begeisterung eine schwindelnde Höhe erreicht, als der ursprünglich dieser Agitationssorm sehr widerstrebende Kandidat sich so weit überwindet, die gesamte zur Stelle anwesende Kinderschar abzulüssen ? Mit ubermüiigerem Humore ist der Vorgang der Wahlen sicherlich nie geschildert worden. In der klassischen Wahlkomödie unserer Literatur, in G u.st a v I r ey t a g s Journalisten", ist der politische öintergriino immerhin ernster gezeichnet, wenn auch die Vorgänge der Wahlbewegung selost durchaus ms Licht humorvoller Betrachtung gerückt sind. Der Wahlkampf in oen „Journalisten" wird mit Eifer und Hingebung ausge- jochten, aber, von unserem heutigen Standpunkte aus betrachtet, hält er sich doch jo sehr in den Grenzen der Gemütlichleit, daß er uns beinahe wie ein Idyll im Biedermeierstiele anmutet. Wesentlich jchärsere Töne hat der bittere Norweger angeschlagen. Ibsens „Bund der Jugend", mit dem er iucr|t bau Gebiet des modernen Gesenichaftsstückes betrat, ist eine dornige Satire auf das moderne Wahlwesen, deren volles Verständnis mir dem zugänglich ist, der die unlösliche Verquiaung politischer uni) peri örtlicher Motive und Interessen in den recht engen Verhältnissen der Heimat Josens hat beobachten rönnen. Im Mirteipunkt dieses Jbsenschen Wahlslnckes steht die Macht der Phrase, die ja freilich, zu ivemg erfahren, ihr Unternehmen stellt sich mehr als ein Experiment dar Eine ziveite Expedition hat Vuiitrnlicn ausgerüstcr. sie ist gut vorbereitet und steht unter der Leitung eines Vertreters von ^haiue- toii. Größer? Erwartungen darf man an die drei übrigen linier- nehmungen knüpfen, die dcutfchc Expedition unter dem Ller- leutnant Fitchner, die englische unter Scott und die norwegische unter Amundsen. Tie.e Expeditionen sind fumt- lich gut organisiert und mit vorzüglicher ^Ausrüstung versehen. Lepterer ist inzwischen int geheimen abgefahren, wahrscheinlich um Soett zuvorzurommcii. Milchners Absicht ist in er,.er Linie die, geographische Entdeaung.n zu machen, die Errcunnng de. Südpols tommt bei ihm er,t in zweck er Reihe in Betraau. Eine Möglichkeit, mit Luftschiffen die Pole zu errei^en, iit vorhanden: ob das Experünent freilich v e i b c in g c g c n iv a r 11 g e Stande der Technik gltiucn wird, erfck-Knr zum muid.,.eri nicht sicher. Tie Schwierigteilen sind beim Südpol größer waten. Nachbcm sich bic Engländer Von dem Fang mehr und mehr zurüctgezogen haben, i|t er, im wcsLNttia>en verantalü^durck) bie schwedif'Ge Expedllion von schweRsck-en und norwcgiichen Dampfern wieder aufgenommen worocu. Ter Fang wirv oirerl vom Tampser aus bettieven, im leisten Jahr bCtief fioj der Wert des Fanges auf etwa 30 Millionen Mark uebcr feine weiteren '.putiie üw.lke pch Nordrnsllolo nicht weiter aus-assen, er deutete nur an, daß er feine Foricyectatigkeck noQ) nia.t fuc abgcschlosfen Halle. — Gießener Stad11hcater. 'Tie Hochzeit von B a l e n i. Sonsten in der gesiiteien Welt i.t es üölim, daß man die Jugend fünden eines Menschen rüasichtsvo.l n.u dem, manchmal ja allerdings sehr fadenscheinigen Mant.l der Näch,ienlicoe de- occkt, aber sobald sie einmal schwarz auf weiß da liehen, i,t der Missetäter nie mehr iLi.r, se.b,r rocn.i c: :njrci|<3i i'.roimatia-e^ gcä'irict hat. Ganghofer Hai nun seck d.'ii aajliigcr ^ahrei manaferlci geleistet uno cs cigcntim) ni^t vervie.»., daß man oicscn dramatisierten Hinllrrreppe.-.roman naa) einem Vleriellahe- i,unaert ivicjcr an daS Licpt d.r Rampe zieh:, denn wozu wäre das uüde' Sechfl bei einer so guten Tarsteitung, wie wir iic gcacrn unter Herrn BakofS Leitung sähe.-, kann diese rü^r'e.ige, langatmige Mar nichts gewinnen. W.r sckuo heute g üaUw.rw.ue an bessere Kost gewohnt und wünschen uets die Z.cken, da cer Vul^a- befitzer ein Kaf en,nick war, wahrhackig nient ine. e iua.d. _ii; cm,a ciöcni-e Ter.abe ber neuen ueuti-,c.t Lüera.u» liegt 5.vi,c »n oau'.als und heute. . . Erfreuiia» luer bic n<.ii?,e Aufführung insoweit, a.5 sie einem Tcue bc_' Personals Eelegenh-it gab, in größeren RR.cu za glänzen, vor ackem Frauiein de la Eh a pel l c;e.uc Tar,.e^lu'NI besonder.- -aas. Ein ' üage Eear-ii^.zei- -Ni.g usieut. -ver^ t/t 6 p c v o r t üi» fvicuc niu,t nne on v.ii ^u./.rcru un Gerichtssaal Triumphe, bock) wäre geraoe bei ber Verteidigungsrede, bic manchmal von bem Lärm der ausständigen Bauern übertönt würbe, eine schärfere Phrasierung nicht seht am Ort gctocfen. Im übrigen aaer war feine Darnellnng, bic sich den schon genannten würdig anreihte, eine sehr erfteuliche und hervorragende Leistimg. Fräulein Sasinibt ipieite bic Pta reckt schön, boch wäre eine größere Illthc vor allein in den Genen sehr zu wünsü-cn. In den Leineren biolleit sind noch zu nennen Frl. Scholz als Para- tiha sowie bie Herren Steingoetter (Tragofw, Gott -No- lara -, '.Qor ben (Oleseu), Bakof (Barbu), Eonradi (Ginn- ipea't), Volck «.Fortunat, und Carlo ^Gorowe). — Von einigen ^ruaielstern in ber Besprechung der Frosche ift vor allem riajlv.i zu sieiien, bas; ber Darftcller des DiomisoS nicht Jurgens, sondern Jurgas hieß. N. — Eine Zentralstelle für telegraphische Zeit- übertragung, welche mit Hil.e ber eleltrischeu Wellen sämtliche Dfientiiaje Uhren Teutichianos völlig uberelnillmmeuo betreiben soll, wirb nach bet „Umfckwu" in ber Nahe Fulbas errichtet werden. Zu diesem Zwecke wird ein Lcudcturm von circa 100 Meter Höhe gebaut. Jede Minute sendet eine der drei in ber Zeitze.nrale befindlichen Normaluhren einen Hoch- fpannungsstromflosj zur Senbeantenue, von der aus bte clel- iriichcn Wellen aiSbann aus.trahlen. Tie in gant Dcutschland auigciicllten Emviangsuhren werden jede Minute durch bie>e eletirischeu Weileu weiter gestellt. Tas gesamte Uhceujy .em ist uuemviäuglich gegen jejlitpe fremde Wellen, so baß Storungen iclb,t dura) atmofphari,c^e Äeuen ausgeschlossen sind. (ff) Elektrische Kartosfelzucht. 2lus Tumfries weiß der Etauvaro" über oic Erioige zu vcricht.n, die eine Land- luirtin in Lundcluben mit elektrischen Kartosselzuchlrermcken er- 'iell hat. Auf ihren Landgute wurden auf gleichartigem Boden zwei gleich große stücke von je 8 acres mit gleichen wcengen em und beri'clben Martouelart angepflanzt. Das eine Versuchsfeld rccr mit elektrischen Entlabungsavparaten nach dem cDfiemc Ellver Lodgc--tewman versehen. Die Enlladungsdrähte waren um das <>c.o l;.rum und aun) aucr oariioer l.i tutet .st)0i)C rock nickt ganz iunr Metern ausgefpannt. Im ^an-m r urdc Mährend einet Feil von vier Monaten das Versuchs,clö täglich ekitriicg be,irai>i. ??Qbci rource die Zeit der Bestrahluttg nach dem Wetter geregelt. An trüben Tagen lleß man bic Elellrizität morgens uni) abends wirken, während man an sonnigen Tagen nur ben Abend Wählte. \.'i gcireit tonnlc bie Elet.riztmt 413 stunden e.iircrrtcit. ^te günstige Wirkung l:r clellrismen Entladungen ioü sich recht bald ■ mctijai" geinaüti haben, a. as E.ioergCi,,'..^ war, ba;z bas eie. ir.st.) behanoelle Maiioiieljelb sechs Tonnen mehr Kartoffeln trug, als bas unbejitaijit geolteoene. Ter „Ltandard" gtot ntchi au, rcie groß ric Ernten überhaupt waren und sagt auch nichts üuev Cie Hcjicn der eletrrisigc» Bestrahluns. X Bad-Nauheim, 12. yatt. Wreoerum verscywrn- det ein Stück AlEauheims; her Staat will das nach stehende Siedehaus Nr. 5 jetzt auch auf Abbruch verkaufen. Ebenso geht es mit dem dabeistebenden Wohn-- chaus an der Salme 16 und dem alten Wiegeyäuschen. § Stamm heim, 12. Ian. Beider Stichwahl sieqte unser seitheriger Bürgermeister Nagel mit 97 Stimmen. Sein Gegner erhielt 72 Stimmen. Der Wahlkampf verlief ziemlich lebhaft. (?) Altenstadt, 12. Jan. Der hiesige Kriegerverein, der seit 1874 besteht, hat die stattliche Zahl von 100 Mitgliedern aufzuweisen. Das Barvermögen beziffert sich auf etwa 1500 Mk. Nach dem Beschlüsse der legten General- Versammlung zahlen die Veteranen keine Beiträge mehr zur Vereinskasse. Canöwirtjcbaft, ** Die abnorme Witterung des Sommers 1911 hat bei vielen Landwirten einen Aussall an Ertrag besonders bei Kartoffeln gegeben. Manche Kartoffelsorte hat sich in diesem Jahr als wenig ertragsreich erwiesen. Es wäre aber von unseren Landwirten verkehrt gehandelt, wollten sie diese im Jahre 1911 nicht geratenen Sorten ausscheiden. Vielmehr kann das Jahr 1911, weil es abnorme Witterungsverhältnisse hat, nicht allein entscheidend sein und der Landwirt wird solche Sorten, die sich in anderen Jahren bewährt haben, wenn auch 1911 nicht, doch wieder anbauen. Vielfach fehlt aber den Landwirten das geeignete Saatgut. Dasselbe ist, wie seit Jahren bekannt, von den Saatbaustellen der Landwirtschaftskammer für Dessen zu beziehen. Aber nicht nur Saatgut in bester Qualität und Kartoffeln, sondern auch Sommerweizen, Daser, Gerste, Erbsen ist von anerkannten Feldern zu erhalten. Börsen-Wochenbericht. = Frankfurt a. M., 12. Jan. Die Erwartungen, mit denen die Börse in das neu Jahr hineingegangen war, haben sich bisher nicht erfüllt, fonbern cs hat sich statt der erhofften Fortsetzung der Aufwärtsbewegung der Kurse ein Rü ckschla g eingestellt. Nack)dem die Spekulation in den letzten Monaten des vergangenen Jahres durch die Berichte.über die ansteigende Konjunktur in eine lehr zuversichtliche Stimirrung versetzt worden war, so daß sie sogar die zum Jahresschluß auf dem Geldmarkt eingetretenen Schwierigkeiten glatt überwinden formte, hat es an neuen durchgreifenden Anregmrgen gesekstt, die der Spekulation und dem Kapitalistenpublikum zu erneuten Meinungskäufen hätten Anlaß geben können. Das Geschäft ist infolgedessen wesentlich ruhiier geworden und es hat sich auch ein größeres Entlastungsbeoürfnis geltend gemacht, das die Kurse etwas ins Weichen brachte. Bei der Begründung des Stimmungswechsels schob die Spekulation die politischen Ereignisse in den Vordergrund, insbesondere die Ministerkrisis in Frankreich, die Vorgänge in China und die Tatsache, daß die Doffnung auf einen baldigen FriHensschluß zwischen Italien und der Türkei vorerst wieder ausgegeben werden muß. In Bezug auf die innerpolitischen Verhältnisse hat die Unsicherheit über den Ausfall der Reiä)stagswahlen ebenfalls dazu beigetragen, das Geschäft an der Börse ungünstig zu beeinflussen. Von gleicher Wirkung mag allerdings auch die im letzten Wochenbericht einer Berliner Großbank ausgesprochene Mahnung zur Vorsicht hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Geldverhältnisse gewesen seien, die man um so mehr beherzigte, als der letzte Ausweis der Reichsbank noch eine beträchtliche Anspannung der Mittel des Instituts erkennen ließ. Am Montanmarkt, der wiederum im Vordergrund des Interesses stand, kämpften zwei Strömungen abwechselnd um die Herrschaft. (Sitte Berlin-rheinische Firma, die zu mehreren der großen Montanunternehmungen Fühlung unterhält, nahm Gewinnreolisationen und zum Teil auch Blankoabgaben vor, wobei namentlich Phönix, Bochumer und die Aktien der großen luxemburgischen Werke stärkerem Kursdruck unterlagen. Auf der anderen Seite aber waren Käufe für rheinische Großspekulanten in Darpenern zu beobachten, die mit den bevorstehenden Preiserhöhungen des Kohlensyndikats motiviert wurden und auch Schlesien trat als starker Käufer für feine Werte auf. Eine gewisse Stütze wurde dem Montanmarkt auch durch die Rekordziffern der Roheisenprvduktion und durch verschiedene neue Preiserhöhungen, sowie durch die sich weiter bessernde Sage am amerikanischen Kupfer- und Eisenmarkt zuteil. Eine nachhaltige Kauflust vermochten alle diese Momente jedoch nicht herbeizuführen, da die immer noch ungelösten Verbandsfragen zur Zurückhaltung mahnten. In anderen Jndustriepapieren war das GesckM ebenfalls ruhiger und Die Kursbewegung wenig einheitlich. Chemifche Mbert haben eine weitere Einbuße von 25 Proz. erfahren im Zusammenhang mit dem angekündigten zweiprozentigen Dividendenrückgang und im Dinblick darauf, daß demnächst die billigen Abschlüsse der Gesellschaft für die zur Düngerherstellung erforderliche Thomasfchlacke ablaufen und die Gesellschaft infolge der von den Düttenwerken in erhöhtem Maße erfolgenden Selbstverwendung der Schlacke in Zukunft höhere Aufwendungen für den .Schlackenbedarf wird machen müssen. Bankaktien haben ihre letztwöchentlichen Avancen zum Teil wieder verloren, ebenso Bahnen und Schiffahrtswerte. Deimische und fremde Fonds lagen vorwiegend schwächer. Privat - Diskonto 33/e Proz. ” Mu tte. 6*irf-en, 13. Law T o rftb ert cbl. ?hif l enünem Wochen- markte louele. 9 uiter rr. Vö. 1,00—1.15 Mk. vnbnereier 1 et. lo—12 lfgn Male in. St. 6—s ng„ Kasematte 2 St 5—6 i-fg., Landen vr Tr. ü,«U—1,-6—94 Mg.. Rindfleilcb vr. l-hinc* M—86 ifg., Rnbsleisch 70 Pig^ Schweine- fleisch vr. 1 llm) 64—86 ifqN Malbfleiid) vr. i-fö. 76—80 ctu. vammelfleibi) vr. Ifo 60—MO 1-fg., Mavtoiieln vr. h>0 Ra. 7.00 dis 9.00 Weißkraut das Stuck lo dis 30 Psg, Zwiebeln ver Ztr. 10,00—12,00 1HL Milch das liier 22 'big- 21 einet ver Ztr. 15 bt8 20 lUfw -Hüffe 100 Stück 50—00 Vffl., ver Str. 0—00 Ulf. Birnen das 'Vhuiö 15—25 Vffl. Alarftzeit von 8—2 lltjr. F.C Wiesbaden. i e h b of-'Ulart toeri 6 t uo n 12 Jan. Antrieb: Rinder 65 «Lchsen 25, Rühe 40, Bullen 0), Halber 145, Schafe 24, Schweine 20 i. Mailtverlnm: Diiiuev schleppend, Kälber und Schafe mittelmäßig, Schweine ruhig. Breis für HO B'd. Veueub- Schlachtgewicht Ochsen. Mk. Mk. 9’onneHcMne, onsgemälleie. i'ddiften Schlacht- ivertes nu 'Jlllev von 4 7 Jahren . . . 50—53 91—93 Tie nod) nicht gezo> en haben uuuieiocbt) . . 50 52 90—92 7unae. f eisckige, nicht auSgemäuele uns ältere au6geinä'iet? 46-49 82 89 Mavrg genährte junge, aut genährte ältere . . 4u—44 74—81 Butten. Bollfletschige, ousgew^ höchnen Schlachtw. . . 44—46 74—78 BoUpeischige, jüngere 39—42 66—70 t'ür en. R ü h r. i oll fleischige auSflemäuete fZärsen höchsten Schlachtwertes 46 — 51 83—90 1 oU|ieud)tfle ausgemäslete Ruhe höchsten Schlachtivertes bis zu « Jahren 40—43 74—78 Wen g gut em.uiaelte ,>arn-n . 3 —42 73—81 Matjig genährte Ruhe und Järien 29—32 5m 62 'Hellere ausgemäslete Ruhe und ivenig gut ent- wickelte lungere Rühe 34—38 63—71 M al u ec. , ein Oe Masllälber 62—64 101—106 'üiitllere 'Man- und belle Saugkälber . . • . 56— 61 96-101 Geringere 'Ulan- und gute Saugkälber . . . 52—55 87—89 ^einigere «-.auglalber . 47—51 bO—86 e cd a ‘ i. Weidemauschafe: Masllämmer und vlaiiuammel 37 -39 76—78 Schweins. i ollstelschige Schweine von 80-100 kg Lebendgewicht 48—49 62—63 '4 oül.eijchige Schweins unter 80k? Lebendgeivicht 47—48 61—62 loUfieiitijige Schweine von 100-1-u kg Lebendgewicht ......... 48—9471 62-63 Bolifiei>chige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .... 47—48 61 - 62 ceit|d)iöeiite über 150 kg Lebendgewicht . . 437,-45 56-57 Monat!. Uebersicht »er Todesfälle in der Stabt Siehrn. Monat Dezember 1911. Einwohnerzahl: angenommen zu 11.30) linkt. 1600 'Mann Dli(it-ir) Slerblichleltszniei: 15,3 •/„, nach Abzug von 24 Ortsfremden 6,1 /->. Rinder Anrn.: Tie in jtiuiiunern genv^a Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der bi’fTeffpnhrn Krankheit auf von auswärts nacl Gießen gebrachte Kranke kommen. Es Harten an: Zusammen: Erwachsene: NN vom 1. ttebensiahr: 2.—15. Jahr: Rindbettfleber 1 (1) 1(1) — — Tlvbtherle 1 (1) — 1(1) Tyvtms 1(1) 1 (1) — — Tuberkulose 4(!) 4(2) — — ^unfleneliizüiidunfl 5(2) 2(1) 2(1) 1 Herz- und (Äefäß- hanfheiien 3 3 — — Schlaqfluß 8(1) 8(1) — — Tarmtrankbeiten 3(3) 2(2) 1(1) Blinddarmentzündung 1 (1) 1 (1) — — Nierenentzündung l'D KD — — Neubildungen 6(4) 5(4) — — Selbstmord 1 1 — — Dllnicbliiufl KD KD — — Verunglückung 1 (1) 1(D — — anderen Rrankheiten 9(5) 4(2) 2(2) 8(1) Summa: 40 (24) 30 k18) 4(3) 6(3) Die nach- Ä OF7tp *‘ind am Sonntag, 14. Jan. 1912, tlebenden Avi ulv von 1 i Uhi iiuuaic- o s \i unr naent- nnr tiir dringende Füll»» «>ch-r anzatreffen: D ielt Dr. Schliephake, Goetbestr. 44. Dr. Steinreich, Neuen Bäae 25. Wenn man hustet nimmt man Laboda Dragees, ein vorzügliches Mittel den Hülle» u lindern und den Schleim zu löicn und freie 2ltmun,i za schaffen. Preis M. 1.50 in Apotheken. Haupt-Depot: Enzcl- Avotbcke, Frankfurt a. M. Dls/i Den besten und billigsten Kaffee-Ersatz. Keine Hülsen und Schalen! Sehr ausgiebig! ist überall zu haben. Der Wundertrank! Ach! Mädchen lass den Mut nicht sinken bitten unbestritten Mit Werner- Breuer Faorlk : Cöln • Rodenkirchen winken schlau Wird er Dein Bild stets vor sich sehn Und bald ist es um ihn geschehn! Auch Dir wird einst ein Männlein Nur musst Du dann verfahren Um bald zu werden seine Frau. Lass Muttern ihn zum Kaffee Werner Breuer Feinster Kaffee Zusatz. Reichs-Konamex*^ Unterfertigte erlaubt sich hiermit alle in Giessen und Umgegend wohnenden Burschenschafter zu dem am Mittwoch dem 17. Januar 1912, abends 8 Uhr in Steins Garten stattfindenden der Marburger und Giessener Burschenschaft geziemend einzuladen. Mit burschenschaftlichem Gruss! Die z. Zt. der Giessener Burschenschaft vorsitzende Burschenschaft Frankonia. I. A.: Hugo Holzapfel, derzeitiger Sprecher. Lenden Sic mir eine Probe Utu-Balsam foftenlod und portofrei zu. Name: Beruf oder Stand Ctt: Nähere Adresse: GeschmackvoBao Montag, den 15. Januar Spitzen SÜKNe und saftige 100 Stück Mk. 2.75 Pfg. Seltersweg9. Murcia-Apfelsinen Großer ExtraVerkauf 10 Stück 25 Pf». 100 35 10 äusserst niedrigen Preisen beweist wieder- 100 Stück Mk. 3.75 10 Stück 40 Pfg. 4.75 100 10 10 Stück 70 Pf». 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Jeder, der schon einmal mit einem «lirtnäckinen Katarrh zu kämpfen halte, kann davon ein Vteb nngen. gilt den gewöhnlichen Hausmittelchen, wie Hustenbonbons und B iftiUcn, iit da nicht viel anzufangen. Bei einem einfachen kleinen ckrkältungShuften, der foroiefo schon nach einigen Tagen von felbtt ,n veifchwlnden pflegt, mögen derartige harmlose Mittel in gan gut fein. 21 bet, die Beseitigung eines chronisch gewordenen allen, immer wiederkehrenden HuftenS. der bei dazu Disponierten gar oh den Reim der Lungenschwindsucht in ssch trägt, ertorbert eine iunz andere Aufmerksamkeit und muh mit wesentlich anbei en Mitteln behandelt werden, die den Feind sozusagen im Innern eineö Lager auiiuchen und ihn dann »von innen heraus" verireiben. AIS eines der besten Mittel zur Beseitigung derartig chronisch . rooTbencr Katarrhe nut ihren Folgezunänden: alter Husten. Verschleimung, Aitma, Bronchialkatarrb, ^ungeufvitzenkatarrb idro. galt den beriihmten Aerzien des Aliettums und gilt noch biute im ganzen Lrient der sogenannte Arabische oder Utu-Balfam, der naturreine Harzfail eines in den Küstenländern des■ .Hotcn •Jicereo wackifenden BalsambaumeS. Dieser Arabische Balsam ivar bis znr Entdeckung Amerikas die einzige Droge, der man den Namen „Balsam" gab, und es beziehen iich daher alle alleren L'iteriUutiieUcn in ivlssenfchaitlichen, mediziniidien Werken, m denen von Baliani die Diebe ist, ebenso wie die zahlreichen Hinweise der jibel aus den He,(wert deS „Balsams", nur auf ihn, ^chon daö „ 325 Töon .«Qimm- zeigt uns Die r^ertiaavung, m der das Mittel bei den Alten uand: ^as Wort „Balfam" stammt aus dem Alt-Hebräischen und beihf soviel wie „König der Dele". Erft spater kamen aus dem neuentdecklcn Amerika weitere Balsame, wie der Pernbalfain. der rolubaliain ufw., naä> Europa, und noch foäler belegte man sogar eine Anzahl künstlicher, balfamäbnlicher Erzeugnisse mit diesem Skamen,, der aber eigentlich nur dem Arabischen Balsam zustelrt. Ta ssck dieser echte, Arabische Balsain bisher noch nicht in unserem Heilschatz eingebürgert hat, lag an seiner grossen Selten beii und dein dadurch hervorgerufenen, ganz ungeheuer hoben Preise, der Jahrhunderte hindurch den Preis des ungeinünzlen Goldes um das Doppelte überstieg. Die Schwierigkeiten, die femex Beschassnng im Wege standen, gelten indessen beute als behoben, und beute kann das von den alten Aerzten so sehr emo'ohleiie Mittel schon zu einem Preise m den Handel gebracht werden, der seine Anwendung auch Minderbemittelten ermöglicht. Seitdem wir den Arabischen Balsam in den Handel gebracht haben, batten zahlreiche Patienten Gelegenheit, denselben zu versuchen, und eS berichten heute schon Hunderte von Briefen ufw., die ganz unverlangt bei uns eingelaufen find, von den gehabten ^uten befolgen. Die Wirkungen des Slralmcbcn - oder tu Balfams, von dem wenige Tropfen pro Tag genügen, find in kurzem folgende: Der Balsam macht den AuSwurf..fluffig und vermindert ihn. Infolgedessen hört schon nach verbältnismämg kurzer Beit der Hustenreiz und damit auch der Hünen auf. An« folge der Entfernung der in dem Auswurf enthaltenen BerfaU- Produkte tritt da, wo «Fieber vorhanden war, eine Abnahme des «Fiebers ein. Aus demselben Grunde oerminbern sich auch die diachtschweihe, die mit der Bett ganz nuibören. Ein gesunder Aachtfchlaf und dainit eine Besserung des Allgemeinbefindens pflegen einzutreten. Ausserdem wirkt der lltu-Baliam mageniiarkeud und avvetitanregend und bedingt dadurch eine grössere Aahrungs- zuiuhr und hierdurch tvieder eine Gewichtszunahme. Der Patient bekommt bin di bas Verschwinden der katarrhalischen Erfcheinungen FtiRCASGESAM* MITE KUrtSTGE» WERBE FERTIGT Willy MxzIWz Oie^zn ÄTEUERF13PRAUM 83 SELTERSWEG 83 , KytthädSBF-TectiniHum Frankenhausen Ing.-u.Workm.-Abt Gr.Mgch.-Lab. 100 „ 100 „ 111-' .. grosse: 100 Stück 100 „ S vr Dieser Extra-Verkauf mit " 42 n 50 „ 60 frischer Waggon eintreffend! Waren — dünnschalig patente Gebrauchsmuster Warenzeichen Einwirkung u. Vertretg. beim KaiserLPatentamt. Irö. H. Brinkmann Bahnhofstrasse 56 la. Referenz. Streng diskr. . 222 J FABRIK^ £ Kemcindc 1. »irciS Gie Albach - * >i|üenöotf a. d. ÄUendoN a.d.- AllertSdansen Sllttn-'Bujecf 'Jlnnerob. IcUersdeim Bellcrtzhain Bersrod m.Wi Bettenhausen Beuem • Birklar . PiirkhardSselde Climbach Daubrinfltn n HeibertShau TorbSifl fcbtriiobtndla StiingShauien Sarbmleich Geilshausen . 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