io BEL $ Um 7 iin:? Die heutige Nummer umfatzt 18 Seiten. 2®ö je ^ornei’’8 nur ket lehranstalt ?e 14 a. Lnrse in Malnehmen, t und Anserliqen von > nm 15. Avril WIL. :rzeit entgegen. W2 ? — Kurze 9? n rfi r i rfj t e n aus Kunst und Wissenschaft. Tie Geschäftsführer der 84. Natursorscherversammlung in Münster i. W. Professoren Tr. R. Rosemann und Tr. K. B u B versenden das vorläufige Programm der Versammlung, die vom 15. Lis 21. September stattfindet. — Zum Nachfolger Tschudis, des verstorbenen Direktors der Königlich bayerischen Staatsgalerie, ist der Direktor des Berliner Kupferstichkabinetts Prof. Tr. Friedlaender ausersehen, der nach München abgereist ist, um die Unterhandlungen abzuschließen. — Neues von der Mona Lisa. Durch die Verhaftung eines Arbeitslosen namens Chauveau glaubt die Pariser Polizei den Räubern der Mona Lisa auf sicherer Spur zu sein. Seine Geliebte wurde gleichfalls verhaftet. Eine Reihe von Kunstwerken, welche von Diebstählen in verschiedenen Museen herrühren, wurden in der Wohnung eines gewissen Ferrand gefunden, der das Haupt der Diebesbande ist und bisher noch nicht gefaßt werden konnte. — Reinach-Preis Ein Preis von 500Mk. soll der besten Arbeit zuerkannt werden, die einen Teil der I fügungsrecht überlassen. , Verfassern zurückgesandt. — Tas Pariser P oli z ei m u so u m. Von einem merkwürdigen Museum, das unter dem Dache des Pariser Polizei- amtes in ein paar Räumen von zivei gelehrten Archivaren von den Herren R e y und F 6 ron eingerichtet worden ist, berichtet der „Temps". Es ist das Pariser Polizeimuseum, das bescheiden nur aus einem Flur und drei Zimmern besteht und doch in diesen wenigen Mu men die ganze Geschichte des Pariser Sicher- hcitswesens vor unseren Augen vorüberziehen läßt. In dem Vorraum finden wir, chronologisch und nach Gefängnissen geordnet, photographische Nachbildungen berühmter Haftbefehle: der Name Charlotte Cordays oder der berühmten Mme. Roland leuchten uns entgegen: sie waren Zellennachbarn der Marquise de Brinvilliers, der berüchtigten Giftmörderin. Und ein paar Schritte weiter finden wir den Haftbefehl gegen die „Tarne Jeanne von Valois", Gräfin de La Motte, die bekanntlich in die Halsbandaffaire der Marie Antoinette verwickelt war. Tann folgen eine ganze Reihe von Tokumcnten, die uns die Tage der Schreckensherrschaft wieder mitcrleben lassen, Haftbefehle, die fast ausnahmslos l>en Weg zur Guillotine bedeuteten. Ter erste Saal enthält interessante alte Stiche, Gravuren, Photographien und Manuskripte, die uns von dem Altpariser Gesängnisivesen erzählen: wir sehen die farbigen Modelle der 1830 von der Polizei genehmigten öffentlichen Troschken und Wagen, die Uniformen der Kutscher zur Zeit des zweiten Kaiserreiches, die Verfügung, aus der die Morgue entstand, und alte Stiche und Holzschnitte, die berüchtigte Attentate und Mordszenen aus dem alten Paris wiedergeben. Ter zweite Saal bringt die Bilder der Pariser Polizeichefs und besonders tüchtiger Beamter, die zum Teil in Erfüllung ihrer Pflicht ihr Leben opferten. Eine Sammlung von Uniformmodellen aus der Zeit Ludwigs XIV. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ergänzt den Eindruck, der dem Kulturhistoriker in übersichtlicher Anschaulichkeit so viel Interessantes bietet und den Blick zurückschweisen läßt in die Zeiten, da die öffentliche Sicherheit noch nicht über jenen großzügig organisierten Polizeiapparat verfügte, den heute alle Kültur- staaten besitzen. Geologie des Gebietes zwischen Aschaffenburg, Heppenheim, Al z e y , Kreuznach, Koblenz, Ems, Gießen und Büdingen behandelt; nur wenn es der Zusammenhang erfordert, dürfen andere Landesteile in die Arbeit einbezogen werden. Tie Arbeiten, deren ErgÄrnisse noch nicht anderweitig veröffentlicht sein dürfen, sind bis zum 1. Oktober 1913 in versiegeltem Umschläge, mit Kennwort versehen, an die Direktion der Senckenbergsschen Naturforschenden Gesellschaft in Frankfurt a. M. einzureichen. Ter Name des Verfassers ist in einem mit gleichem Kennwort versehenen zweiten Umschläge beizufügen. Tie Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft hat die Berechtigung, diejenige Arbeit, der der Preis zuerkannt wird, ohne weiteres Entgelt in ihren Schriften ausgeb. Ltiirenu Ecke West-W irinstitut ind Kleidermache: iurse beginnen wider rospekte und Auskunft Eisenbahn vaiimschulen. Unter den mancherlei Faktoren, die den Wald in den Vev- cinigten Staaten während der letzten Jahrzehnte mit bemerkenswerter Schnelligkeit zerstört haben, spielen die Eisenbahnen keine geringe Rolle. Insbesondere durch das Funkensprühcn haben ue ganze Wälder in Brand gesteckt, die Gebiete von riesiger Ausdehnung bedeckten; die Anlage von Feuerschutzstrcifen, die man in dem vorsichtigeren Europa bald als notwendig erkannte, hat man in Amerika lange Zeit für unnötig gehalten. Was machte cs denn, wenn ein kleiner Wald ab brannte? Es waren ia noch genug andere vorhanden. Und ebenfalls machte man sich keine Gedanken darüber, wenn man zur Herstellung von Brücken und anderen Eisenbahnbauten sowie zur Verarbeitung zu ^cl^vellen die umliegenden Waldungen einfach mederhieb, ohne für Wiederaufforstung Sorge zu tragen. Tas hat sich nun aber bitter gerächt. Tie Waldungen sind infolge des Raubbaues und infolge der ganz allgemein betrie- beiwn Verschwendung so schnell zu Grunde gegangen, daß sie nach einer Berechnung des Forstamtes der Vereinigten Staaten irur noch etwa ein Menschenalter ausreichcn werden. Schon bc- ginnt sich Holznot fühlbar zu machen. Könnte man nicht aus dem Auslande Holz in bedeutenden Mengen einführen, so wäre diese Not bereits unerträglich geworden. Immerhin sind die volzprcise wesentlich gestiegen, und für die amerikanischen Bahnen bedeutet es eine recht unangenehme Mehrausgabe, daß man für Schwellen und für alle anderen Tinge, zu deren Herstellung man Holz verwendet, dies zum Teil zu hohen Preisen kaufen muß. mer-, Abitur.-Ex k'eui- Abteilung «trenger Aufsicht. la. Referenzen, nmeldg, bald, erbet -n. Bismarckstr. Ga I i: 10—1; 4-7. junge Kaufleute. bcmfelben Stoatc sind zwei große Anlagen zur Herstellung von! fügungsrecht überlassen. Nicht preisgekrönte Arbeiten werden den irisenoahnschwellen geschaften worden-, die zusammen heute be- ' .... reits jährlich etwa V/2 Millionen' Eisenbahnschwellen hervorbringen können. Man konnte ihre Eröffnung am 1. Juli 1910 vornehmen, weil nun zum erstenmal eine entsprechende Menge von Holz durch die Baumschulen geliefert wurde. Im ersten Jahre betrug die Zahl der hergestellten Schwellen 671369: doch hat sie sich bisher auf die angeführte Zahl (l’/2 Millionen) gehoben. Ferner wurden etwa 41/» Millionen Kubikfuß Holz für andere Zwecke verarbeitet, da trotz aller Erfindungen der Neuzeit, die dem Eisen eine immer größere Rolle im Eisenbahnwesen verschafft haben, das Holz doch noch weiter eine ungeahnt große Rolle spielt. dem Vorstoß geschoben. Herr v. Bethmann-Hollweg ivird den Zentrumsgelüsten ein energisches Halt zu gebieten haben. Tenn die Zeittimstände sind für einen neuen Kulturkampf keineswegs günstig. Will die Reichsregierung sich nickst mit Haut und Haaren der Zcntrumspnrtei verschreiben, so muß sie an deren Wagen beizeiten die Bremse anziehen. Wie der göttliche Städtebezwiiiger dem herausfordernden Euryalos begegnete, so müßte Herr v. Beth- mann-Hollweg also zum bayerischen Ministerpräsidenten sprechen: „Jetzt umringt mich Kummer und Not; denn vieles erduldet hab' ich in Schlachten des Kriegs, und den schrecklichen Wogen des Meeres. Aber auch jetzt, so entkräftet ich bin, versuch ich den Wettstreit?" Und Herr von Hertling wird weniger leicht zu überreden sein als dev phäatische Jüngling, und wird von seinen Parteigenossen nicht, wie dieser von seinen Landsleuten, sagen: ,^Lieben nur immer den Schmaus, den Reigentanz, und die Laute, oft veränderten Schmuck, und warme Bäder, und Ruhe." Eifriger denn je sinnen die Zentrumsleute, trotz ihrer inneren Streitigkeiten, auf die Ausbreitung ihrer Macht. vom ltalieuiich-tüikischen Kriegsschauplatz. Auf in verschiedenen gut unterrichteten Kreisen eingezogenen Erkundigungen erfuhr das Reutersche Bureau, daß bisher in Konstantinopel von den Mächten nod) feine Schritte unternommen worden sind, um eine Vermittlung im türkisch-italienischen Kriege herbeizuführen. Die Mächte stellen Erwägungen an über die im Falle der gemeinsamen Mitteilung anzuwendende Formet. Jedenfalls ist nur in Aussicht genommen, im Anschluß an die vor einigen Wochen in Rom unternommenen Schritte sich zu vergewissern, unter welchen Bedingungen die Türkei bereit ist, über die Einstellung der Feindseligkeiten zum Zweck des Friedensschlusses zu verhandeln. Die Landung neuer italienischer Truppen. Rom, 12. April. Agenzia Stesani. In dem ausführlichen telegraphischen Bericht des Generals Caneva heißt es: Gestern um 11 Uhr 20 Minuten wurde auf dem Fort B u ch a m e z nahe der Grenze von Tripolis und Tunis die italienische Flagge gehißt. Während sich die demonstrative imposante Aktion in den Gewässern von Zuara, wo sich auch gestern noch unsere Seestreitkräfte mit den Truppen zur Ausschiffung an Bord befanden, abspielte, überwand man am 10. April früh kühn und energisch die nautischen und technischen Schwierigkeiten, denen sicher noch niemand bei ähnlichen Unternehmungen mit so beträchtlichen Streitkräften gegenübergestanden hat. Der erste Teil unserer Truppen wurde bei der kleinen Halbinsel Macabez ausgeschifft. Mittags wurde das Truppengros gelandet. Man ging an die Ausschiffung des Materials. Die Besetzung ist damit gegen etwaige Vorkommnisse vollkommen gesichert. Hierdurch wurde auf alle Fälle das er ft e wesentliche Ziel erreicht, die Beförderung von Kriegskonterbande auf dem Seewege völlig zu unterbinden. Der Befehlshaber der Expedition wünschte noch in derselben Nacht den Golf von Macabez ru durchqueren und über das Festland bis zu dem türkischen Fort Buchamez vorzudringen, aber das bewegte Meer hinderte ihn. Am 11. April um 11 Uhr früh gelang es einer Kompagnie erythreischer Askaris und den Matrosenabteilungen die kleine Meerzunge, die zwischen der kleinen Halbinsel und der Küste liegt, zu überschreiten. Sie besetzten Buchamez ohne auf Widerstand zu stoßen und pflanzten dort die italienische Flagge auf. Während man die Verbindungen zwischen der Halbinsel und der Küste zur Ueber- schreitung der Meerzunge einrichtete, wurde der Feind durch Infolgedessen hat die größte Eisenbahngesellschaft Nord- Amerikas, die Pennsylvania Railroad Company, deren Schienennetz ungefähr die Ausdehnung des größten Staatsbahnnetzes der Welt (der Preußisch-Hessischen Staats bahnen) um- iaßt, vor einigen Jahren Baumschulen auf breitester Grund- I läge angelegt. In den letzten 9 Jahren sind nicht weniger als vier Millionen Bäume angepflanzt worden. Man begann 1902 ntit 13 610 Bäumen und steigerte die Zahl der angepflanzten Ääume — von denen übrigens manche aus Deutschland bezogen wurden — bis sie im Jahre 1909 die riesige Menge von 1 054 010 Anpflanzungen erreichten. Tie Baumschulen sind an verschiedenen Punkten östlich der genannten Gesellschaft von Pitts- buirg und Erie angelegt worden. Tie Baumschule in Morris-1 falle (im Staate Pennsylvania) umfaßt etwa 32 Acres, d. e.umu lu cujuiKn ungefähr iö Hektar. In Mount Union und in Greenwich Point in1 zu veröffentlichen, kann aber auch dem Autor das freie Vev- vertrag angeboten haben? Wir schweben im Dunkeln und wissen nur, daß Herr v. Bethmann-Hollweg die Homogenität seines Kabinetts immer noch nicht erreicht hat, was wohl an seiner schwachen, schwankenden Zauderpolitik liegt. Ob er nun neue Befehle des Kaisers heim bringt? Von diesem heißt es jetzt plötzlich, daß er im Juni eine Reise nach England antreten wolle. Es ist auch nur wieder eines jener Gerüchte, die das Volk beunruhigen und darum schädlich wirken. Hängt nun wieder alle Entscheidung beim Kaiser? Die törichte Mitteilung, daß er ein Theaterstück „Tie Familie" gedichtet habe, nimmt in Deutschland niemand ernst, aber französische und englische Blätter berichten immer noch Einzelheiten darüber. Das Stück soll, so heißt es, für die väterliche Autorität in der Familie eintreten, und die Völker mit gemeinsamen Interessen müßten sich wie eine Familie zusammenschlicßen und nach gemeinsamer Beratung gleichfalls einer Autorität folgen. So spiegelt sich das Bild des Kaisers in den Köpfen der Ausländer. Und ist es gleich Unsinn, so hat es doch Methode, denn des Kaisers Vorliebe für Vergleiche und Gleichnisse ist bekannt. Es ist aber undenkbar, daß er die Politik seines Landes nach einem Operettenmotiv einrichten würde. Alles ruft nach dem Kanzler, denn er ist der verantwortliche Leiter der Reichspolitik, und wenn er die Gunst und Gnade des Kaisers besitzt, so besitzt er noch nicht das Vertrauen des Volkes. Dieses fordert von dem Leiter des Reichsgeschickes heute vor allem Wahrheit, Offenheit und Deutlichkeit ! Der Besuch des Reichskanzlers in München, die Audienz beim Prinzregenten könnten zum Teil den auswärtigen Fragen gelten, wie es bekanntlich ja auch Bismarck geliebt hat, in schwierigen auswärtigen Dingen der Zustiminnng der leitenden süddeutschen Kreise sich zu vergewissern. Dann aber wird er mit Freiherrn v. Hertling über den neuesten bayerischen Jesuitenerlaß ein Wörtchen zu sprechen haben. Es geht um Spitzfindigkeiten und Haarspaltereien, wenn der Kanzler es nicht vorzieht, die jesuitischen Auslegungskünste des Zentrums mit einem Kraftwort beiseite zu schieben. Zuerst hat die Zentrumspresse versucht, es so darzustellen, als ob das bayerische Vorgehen mit dem Erlaß der preußischen Verordnung zum Jesuitengesetz überein- stimmc. Tas hat aber die „Norddeutsche Allg. Ztg." erfreulicherweise zurückgewiesen. Und jetzt verlegt man sich im Zentrumslaaer darauf, zu beweisen, daß die bayerische Auslegung der bundeSrätlichen Verordnung richtig, die preußische aber fatsch und schikanös sei. Der Streit entbrennt darum, was unter „Ordenstätigkeit" zu verstehen sei. Die bayerischen Gottesstreiter argumentieren so: ein Jesuit ist durch das Reichsgesetz gewissermaßen zu einem Doppelwesen gemacht worden. Ms Jesuit und Ordensmann darf er kirchliche Funktionen innerhalb der Reichsgrenzen nicht ausüben, aber als Priester darf er in der Seelsorge uneingeschränkt tätig sein. Man sagt das natürlich mit etwas anders lautenden Worten und läßt es mit Duldermiene auf dem Papier stehen, daß die Tätigkeit der Jesuitem „innerhalb des eigentl. Aufgabenkomplexes des Ordens" durch Gesetz verboten sei. Die preuß. Regierung hat sich be- sttmmter ausgesprochen und erklärt: „Als Ausübung der Ordenstätigkert sei anzusehen jede priesterliche uiib' seelsorgerische Tätigkeit, insbesondere Predigt, Beichte, Absolution, Messe und Sakramentsverwaltung." Auch das Halten von religiös-wissenschaftlichen Vorträgen und der sogenannten Konferenzvorträge durch die Jesuiten sei unstatthaft. Es ist klar, daß man in Bayern versucht, in das Reichsaesetz Durchschlupfpforten hineinzubauen. Das bayerische Zentrum hielt die Zeitumstände für günstig und man erzählt, cs habe den zögernden Freiherrn v. Hertling zu Wt-AnlM« 4<' leber: aVjSta- KfäS»“ » >8' AprUiiren12SW' gebet«« M LL°b°°- udvng Lazarus politische Wochenschau. Gießen, 13. April. Die amtliche Berichterstattung hat am Ostertage aus Korfu einen hübschen und anschaulichen Stimmungsbcricht geliefert. Schloß und Park Achilleion erstrahlen in neuem Glanz; die Palmen und Blumen sind vermehrt worden, und nun duften weithin die Levkoicn, der Goldlack, die Rosen, die Orangenblüten. Auch zwo Pfefferbäume stehen in der Nähe des Schlosses, und der griechen-begeistertc Kaiser hat eine Büste Homers zu den übrigen Bildnissen stellen lassen. Wirklich, das korfuotische Schloß blinkt wie „des edelgesinnten Alkinoos' prächtige Wohnung", von der der blinde Sänger den schönsten seiner Gesänge gedichtet hat. In diese Herrlichkeiten wurde der Reichskanzler v. Bethmann- Hollweg wie ein anderer Odysseus hineingeführt. Bewundernd stand er vor den korfuotischen National-sTänzen; obgleich ihm aber im Glanze des Schlosses das schöngebildete Bette und die geglättete Tafel nicht fehlten, wird er nur stöhnend die Worte des herrlichen Dulders unterdrückt haben: „Erbarmt euch mein, und sendet mich eilig zuv Heimat." Und nun kehrt er wieder zurück, über München, wo die Zentrumsgöttin Kalypso ihm vielleicht Unsterblichkeit und nimmer verblühende Jugend verspricht. ES soll nicht bemäkelt werden, daß der in seiner Wesensart nüchterne Reichskanzler auf des Kaisers Schiff diesd romantische Fahrt hat machen dürfen. Als stille Klausner denken wir uns des Reiches Lenker nicht. Aber das deutsche Volk hat noch andere Aufgaben als die Phäaken, und es baut seine hurtigen Schiffe nicht zu seinem Vergnügen, sondern $u ernster Wehr. Der zurückkehrende Reichskanzler findet viele höchst unerquickliche Gerüchte bei uns vor. Man erzählt sich, die Tage des Staatssekretärs v. Kiderlen- Wächter seien gezählt, weil er in der englischen Verständigungsfrage nicht einig mit dem Kanzler gehe. Und auf der andern Seite fliegen demokratische Wurfgeschosse nach dem Staatssekretär des Reichsmarineamts v. Tirpitz, der als Scharfmacher verschrieen wird. Der Aba. Haußmann soll, so munkelt man, seine Pfeile im stillen Einverständnis mit Kiderlen, feinem Jugendfreund, abgesandt haben. Man spürt also alles eher, als einen festen, sicheren Kurs. Und wenn nun wieder einer der Staatssekretäre den Staub von den Füßen schütteln muß, wird der Reichskanzler toi eher um einen Grad unbeliebter werden — weil man ihn im* Volke nicht versteht und er, wenn er überhaupt bestimmte Ziele verfolgt, sie versteckt und verschleiert. Wenn jetzt der „Standard" dreist und anmaßend den Rücktritt Tirpitzens verlangt, so ist an dieser Entwicklung nicht nur der Abg. Haußmann, sondern letzten Endes auch der Reichskanzler selber schuld. 8 Herr v. Kiderlen-Wächter hat, wie man weiß, schon bei seinem Amtsantritt nicht gerade in Kaiserlicher Huld gestanden, ist aber dann doch den ihm gegebenen Winken sehr bereitwillig gefolgt. Die äußere Spur seiner Wirksamkeit, oder, um mit Bülow zu reden, fein Markstein, ist der Abschluß des Marokko- und Kongovertrages. Der hatte dann allerdings einige für den Staatssekretär, seine Glaubwürdigkeit und die Folgerichtigkeit seiner Entschlüsse unerwünschte Preßerörterungen zur Folge. Wenn er wirklich nur „mißverstanden" worden war, so ist das auch schon kein Ruhmeszeichen für ihn. Dann hieß es, er fei bei Halb an es Besuch in Berlin kaltgestellt worden und fiihle sich zurückgesetzt. Sollte er jetzt wirklich, den man für einen Schüler Bismarcks hielt, den Lockungen oer Engländer folgen wollen, die, so viel wir wissen, uns noch keinen Bündnis- »ander kge 40. ad höheres Klavierspiel. terricht wieder 115. April «kM eichcre®« llr. 87 Erstes Blatt 162. Jahrgang Samstag, 15. April 19(2 =s= OTlöwItßt 2iwwr ggg General-Anzeiger für Oberhefjen MM für ine Tagesnummer Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. rach; für .Stadl und bis vormittags 9 Uyr. vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 162. Anzeigenieü: Beck. << ßra»"61 D ys der und und Kongreß für zamil.eniorschung. ui. lieber daS bereits gestern kurz erwähnte Thema: Die Fürsorgeerziehung vom Standpunkte Rassenhygiene führte Prof. Tannemann aus: Aus Reffen. )( Schotten, 12. April. Hier wurde ein nationalliberaler Verein unter dem Vorsitz des Großh. Aktuars Dilling gegründet. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Apotheker Scriba, zum Schriftführer Oberpostasiistent Pfeiffer und als Redner Stadtrechner Glock gewählt. eine italienische Kundgebung vor Zuara festgehalten Wie ein Telegramm aus den Gewässern aus Macabez besagt, wurde die Ausschiffung des Materials gestern abend hei frischem Winde fortgesetzt. Eine Gruppe Feinde grM B u ch a m e z an, wurde aber durch die Askaris und he ! artillerie unverzüglich zuruckgeworfen. Die Nacht verlies ruhig. Tuberkulose) Rechnung zu tragen. In vielen Fällen^wird eme Anstaltserziehung aus gesundheitlichen Gründen der Familienpnege vorzuziehcn sein, denn die e vermag, zumal bei so geringen jjut» teln, wie man meistens dafür ausgesetzt findet, oftmals nicht, dem defekten Kinde das Maß körperlicher Pf ege 8U Icuten, welches indiziert ist, und sendet den Zögling schließlich ms Leben hinaus in einer Verfassung, die hinter dem erreichbaren Ziel mehr oder UMer"AnftaUspflege ist hier aber etwas anderes zu verstehen, wie eine Einweisung in eine der üblichen „Rettungsanstalten . Außer solchen, das Gepräge des Zwangs tragenden Instituten sind andere für die besser gearteten Zöglinge Mit schwächlichcr Gesundheit zu wünschen, denen hier eine allen Indikationen ihrer Konstitution Rechnung tragende P'lege au Teil werden muß. Aus Untersuchungen über die Beteiligung der gelblichen Jugend an der großstädtischen Prostitution ^rcl^b sich, daß 10 Proz. der registrierten Mädchen int alter von IS—SO yabren standen. Fast die Hälfte davon war bereits svphllitisch infiziert. /tic ! Rassenhygiene hat ein dringendes Intereste daran, daß somit tns- I besondere die zügellose weibliche Jugend früh dem Erziehungs- zwang unterzogen wird. „ .. re. Vom rassenbugienischen Standpunkte muß man die Einführung von Bestimmungen wünschen, welche verlanaen, daß am Ende der Fürsorgeerziehung die soziale Tauglichkeit des nutr- mehr Erwachsenen nochmals im Hinblick auf die geistige korvern liche Beschaffenheit geprüft wird. Nach.dem Ergebnis dl^er Prüfung sind die weiteren LebenSverhältnuie zu gestalten. Bei allen als minderwertig Befundenen ist Sorge zu tragen, daß sich Ihnen keine Gelegenheit zur Fortpflanzung bietet. Erwachsen der Rassenhygiene aus der Fürsorgeerziehungs- gesetzgebung, auch wenn die Handhabung der getrogenenJDW „ahmen noch hier und da verbessert werden sollte, zunächst nicht allzuviele Vorteile, so hat sie doch Grund, mit bet Inangriffnahme des Fürsorgeproblems sehr zufrieden zu sein, ^enn das Gesek enthält ein Zugeständnis des (Metjgc&er5 daß der Not der Gegenwart nur durch außergewöhnliche Mittel gesteuert werden kann. Ties läßt hoffen, daß er, wenn bie UnzulängM- feit der zunächst gewählten Bekämpfungsmethode sich mehr unb mehr Herausstellen sollte, auch geneigt lein wirb, dem Rufe bes Rassenhygienikers nach rabikaleren Lorbeugungsmaßregeln Folge I zu geben. Privatdozent Tr. Berliner (Gießen) sprach dann über Abnorme Anlage und Erziehung. Ausland. Der P a p st, von oem in oen letzten Tagen frivol in die Welt gesetzte Gerüchte sagten, daß er gestorben sei, empfing mehrere Personen in Sonder-Audienz und un-1 gefähr 200 Personen in gemeinsamer Audienz. — Kardinal- Staatssekretär Merry bei Val emp.ing wie g.wöhnlrck Frei- tags das diplomatische Korps, das sein Beoauern über die in Madrid verbreitete falsche Nachricht vom Tode des Papstes ausdrüctte und seine Wünsche für ein langes Leben des Pontifex ausfprach. — Zahlreiche Depeschen, welche dasselbe Gefühl ausdrückcn, besonders aus dem .Auslande, sind im Vatikan eingetroffen. Die französische Regierung beschloß, den Ober-Jn-1 genieur Nouailhac demnächst nach Marokko zu senden, um bie Placierung der geplanten Eijenbahnverbinbung Tanger- Fez zu kubieren. Gegenwärtig liegen zwei Projekte vor, eine direkte Linie von Tanger nach Fez, die zwar nur 300 Kilometer lang wäre, aber beträchtliche Bauschwierigleiten, insbesondere in dem gebirgigen Gelände bei Fez bieten würde, und eine zweite Linie von Fez über Melines nach Tanger, welche zum Teil die geplante Linie Fez—Tabat—Casablanca umfassen und die Wirts u-afttiche Erscylüouug oh undjiigneii, oem irauzosifchen Protektorat unterworfenen, Gegenden ermöglichen würde. Am Donnerstag abend brau) uu*.er oen ueaeingestellten Truppen im Innern von Nanking eine Meuterei aus. Häuser und Läden wurden geplündert und ge- brandschatzt. Glücklicherweise blieben die regulären Trup. pen treu. Sie umzingelten und uiuerroarfed die Au,ständischen. Die meiste Beute wurde den Plünderern wieder abgenommen. Ter angerichtete Schaden ist unerheblich, die Ausländer blieben unversehrt. tistik aufsaßt, D o n a t - Crumstadt, der für eine unbedingte De- zentralisation eintritt: Dr. Armin Tille- Dresden, Pfarrer S chi ck-Queckborn, Tr. R ö m er-Jllenau, Tr. Stephan Kckule oonStradonitz, G-H.-Rat Prof. Dr. S o m m e r und Rechtsanwalt Dr. B r e y m a n n - Leipzig. . Dr. A. von den Velden-Weimar bespricht eine „erweiterte Form der Ahnentafeln für Zweck der Vererbungsforschung". In der Auseinandersetzung bringen Prof. Froelich in-jena und Prcf. Tr. Riffel in Karlsruhe ebenfalls zwei neue Ahnentafeln in Vorschlag. , Dr. B e tz - Mainz behandelt das Thema „Der xurffl’ chnittsmens ch". Ob man theoretisch vom DuraychnMs Menschen reden kann, ist zweifelhaft. Es ist aber wichtig, bet her Behandlung der Erblichkeit geistiger Eigenschaften, sich einen Begriff vom Durchschnittsmenschen zu machen. Man nimmt lercyt an, baß ein in irgend einer Eigensckjaft hervorragendes Individuum in ähnlichen Eigenschaften auch hervorragen müsse, was keineswegs der Fall ist: ein Mathematiker kann ein schlechte: Scmiüp spieler sein. Auch das, was man als eine einzige Eigenschaft ouffafst. ist etwas Kompliziertes und noch Lanz Unerforschtes. Die Psyckwlogie kann großen Vorteil, aus Erb.ichkeltsuntersuch- ungen ziehen, wozu in den Familiengeschichten die geijtigen Eigen- schaf en möglichst e^g-'b'nd xu charakterisieren sind. Dr. Erzcllitzer-Berlin behandelt in dem Thema „Die 25 e r ’ erbung von Augenleiden" die interen'anten ^Grgeünijic, zu denen er gelangt i|t mit Hilfe seiner tiv€-iiüaa-yen tsippiajaiiy» täfel. Untersucht wurden Fälle von KurzsichtigkeU, lieber» sichtigkeit. Schielen, Augenzittern, Star u. a. Es ließen sich an dem großen Material gewisse Vererbungstendeuzen festü-llen. Geh.-Rat Prof. Dr. Wilh Ostwald. Groß-Bothen bei Leipzig ist am Erscheinen verhindert. Sein Vortrag „P e r s ö n l i ch k e i t s f o r s ch u n g" wird von Geh.-Rat Prof. Dr. Sommer verlesen. In den Fürsorgeerziehungsgesetzen steckt ein rassenhygienischer Kern. Ein Blick auf die Aszendenten (Vorfahren) der Zöglinge lehrt, daß es sich vielfach um Individuen handelt, die als Trager rasseschädlicher Deterbungstendenzen zu gelten haben. Ihre spätere Fortpflanzung wird darum in vielen Fällen nicht wünschenswert sein. Ta indessen nach dem Gesetz Tausenden von Zöglingen am Errde der Erziehung das Selbstbestimmungsrecht nicht weiter vorenthalten werden kann, so wird auch von vielen eine Pro- genitur erwartet werden müssen. Vom rassenhygienischen Standpunkte empfiehlt es sich, bie Deutsches Aelch. Laut der Konservativen Korre pondcnz sind die neuen Heeres- und Marinevorlagen nunmehr endgültig vom Bundesrat angenommen und werden am Momag abend den Reichstagsabgeordneten als Vorlage zugehem Auch bezüglich der Deckungssrage ist tm Bund°rr°t eine Einigung erzielt worden. Als einzige Vorlage in dieser Beziehung wird dem Reichstag der Entwurf eme-, Gesetzes betreffend die Beseitigung deS Branntweinkontingentes unterbreitet werden. . Wegen der am 1. Ju i er. mitten 220 M^ionrn Mark öproz. Reichsschatzanweisungen und 201> M- l"nen tproz. preußische Schatzanweisungen ist, wie das WolssfNe Bureau von zuverläs'iger Seite erfährt, folgendes tn Aussicht genommen: Die Reichsfinanzverwaltung, die bereits die am 1. April füllig gewesenen 20 Millionen Mark Schatz- anweisungen zurückgezahlt hat, wird auch von den letzt fälligen 220 Mil'ionen Mark einen Teilbetrag, und -war einen solchen in Höhe von 60 Millionen Mark, zuruckzah.en und demgemäß 160 Millionen Mark prolongieren. Preußen wird den ganzen fülligen Betrag von 200 ^^romn Mark prolongieren, so daß im ganzen 330 Millionen Mark neuer Sckmtzanweisungen zum Umtausch zur Verfügung stehen werden- Die Fälligkeit der neuen L-chatzanwetsungen ist für den größten Teil auf das Fahr 1916, für einen geringen Betrag auf das Jahr 1914 gestellt. Das Umtaufaj* angebot, das sich bei dem Fortdauern der jetzigen Marktlage voraussichtlich auf Pari stellen wird, sock schon Mitte Mai veröffentlicht werden. Die „Tägliche Rundschau" meldet aus München: Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg wird nur dem Ministerpräsidenten Freiherrn v. Hertling, Nicht Dem Prinzregenten, einen Besuch abstatten. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Einige Blätter lassen sich aus München melden, die Ablehnung des preußisch-süddeutschen L o t t e r i e v e r t r a- ges durch den Finanzausschuß der bayerischen Abgeord- netenkammer veranlaßte die preußische Regierung an Bayern mit einer beträchtlichen Erhöhung der ang.botencn Pauschalrente heranzutreten. Wir sind m der Sage, mit* zuteilen, daß die Meldung jeglicher Begründung entbehrt. Der Staatssekretär des Reichspostamtes hat an die Oberpostdirektionen eine Verfügung erlassen, in der die Ausdehnung der Sonntagsruhe für die Po st unterbeamten, soweit es sich mit dem Dienst vereinbaren läßt, verfügt wird. Beamte und Unterbeamte sollen in zwei Wochen mindestens einen Sonntag, sei es ein ganzer Tag oder zwei halbe Tage, dienstfrei sein. In Zittau fand am FreUag wegen Nichtbestätigung des Bürgermeisters Dr. Roth aus Burgstädt zum Oberbürgermeister in Zitlau eine Sitzung des Rates und der Stadtverordneten statt, in welcher ein längeres Schreiben des Kreishauptmanns mit den Gründen, die zur Nichtbestätigung geführt haben, verlesen wurde; daraus wurde einstimmig beschlossen, die Entscheidung des Ministeriums herbeizuführen. Die Pcrsönlichkeitsforschung gehört zu den werdenden Wissen- schäften, an denen unsere Zeit so reich ist. Sie hat zum Gegenstand bie Frage, wie Bilbung ber einzelnen Persönlichkeiten Don ben Faktoren abhängig ist, welche aus diese bei ihrer Entstehung unb währenb ihrer Entwicklung gewirkt haben. Tie erste tfragc also kommt aus bas Problem ber Vererbung, bie zweite aus bas ber Entwicklung uno Erziehung y.naus. ouc yu Persönlichkeit gibt cs nun, wie immer bei einer roerb?nben Wissenschaft, zwei ganz verschiebene Wege, welche gleichzeitig unb unabhängig voncinanber gesucht und gefunben zu werden Dingen und beten Betreten unb Vertreter nicht selten in einen Gegensatz zueinanbcr bringen. Aus ber einen Seite nämlich erscheint cs wünschenswert ober not wenbig, zunächst bem neuen Gebiete bie vorhanbenen unb bekannten Tatsachen in allgemeinster Weise miteinander zu vergleichen, um baburch bie großen und allgemeinen Züge herauszubekam men, welche diese Talsacyen juiammenDaUcn. um damit d^e Grundlage zu einer naturgesetzlichen Zusammenfassung bilden zu können. Es jind die syntt)-euiu,.li MuM-1, luciwe gto.-e ^cuiaa^ngruppcn zu- fammenfasfen und welche aus ihnen gewisse einfach zu übersehende Gebankenzufammenhänge zu entnehmen wissen, bie aus biescm Wege tätig sinb. In Darwin haben wir einen solchen Kopf kennen 2tu» Stadt un» fand. liegen, 13. April 1912. Bürgerverein Gießen. Tie Hauptversammtutig oes BürgervereinS, bie im Kraale bei Hotel Einhorn stattfand, hatte trotz der Wichtigkeit ber TagcS- orbnung nur einen schwachen Besuch aufzuweisen. Ter Tagcs- orbiiung entsprechen!), gab der Vorsitzende, Lehner Valentin Mutter, emen Fahresrüctblick, bem sich bie Rechnungsablage durch Kommerzienrat Müller anschloß. Hierauf wurde durch Zuruf der seitherige Vorstand wiedergewählt. Der Vor itzende schlotz bie Versammlung um 9h, Uhr, um nach einer kurzen Pause eine Allgemeine Bürgerversammlung, zu ber sich inzwischen auch Wieseäer Einwohner eingcfunDen hatten, zu eröffnen. Die Tagesordnung lautete: Ve rkehrSve r hältnisse. Professor Rauch sprach zunächst über die NotwendigkeU einer Gießener nunsthatle, als einem unvergleichlichen Anziehungspunkt für die Stadt unb bamit für Hessen. Gerade in Gießen sei eine nunsthalle, bie infolge ber ständig steigenden Preise der Kunstsammlungen kein totes Kapital sei, ein besonderer Anziehungspunkt — denn einmal habe feine andere Stabt in der Umgebung Gießens eine Kunsthalle unb zum andern könne sie die Stadt billig erhalten. Besonders Bilder der hessischen Maler sollen beim Ankauf oerüüsichtigt werben. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse alles mithelsen. Tie Ausführungen fanden großen Anklang. Uclxn Die Unterbringung Der Kunstsammlung entspann sich nun eine lebhafte Aussprache. Tie einen wünschten, daß von der Stadt aus die Bürgermeisterei zur Verfügung gestellt würde, andere Dielten bie alte Klinik für sehr ziveaenisprechend, von dritter Seite endlich wurde ein Neubau vorgeschlagen. Wegen ihrer Wichtiglcü soll bie Frage in ber nächsten Versammlung noch einmal erörtert werben. Nachdem es ber Vorsitzeuoe als dringend wünschenswert bezeichnet hatte, daß bie Frankfurter Straße wegen des flauen Autoverkehrs mit Kicinpflaster versehen würde, wurde bie Bah n* hofssverre besprochen. Es sei bies eine Sonderbeiteuerung,' Die in anderen Städten fehle und die sich die Stadt Gießen uichL gefallen zu lasfcn brauche. Besonders ungerecht müsse bieie Steuer empfunben werben, wenn man bedenke, daß durch sie bie Bahn- oermaltung in bem kleinen Gießen mehr einnchmc, als in dem großen Franffurt, wo bie Sperre fehle. Schließlich beauftragte Die Versammlung ben Vorstand deS Bürgervereins, eine Eingabe an bie Gijenbaynverwaiiulig zu richten, in der die Aufhebung, Hervorrufen kann. . . . m . Geh. Prof. Tr. Sommer teilt mit, daß ber 23ortrag ben Abschluß einer schwierigen umsangreichen Arbeit barstellt. .Tic Mikrozephalie ist nur vom pathologischen, nicht vom genealogischen Stanbpunkt zu erklären. Tie Nahtverknöcherung, cm unterstutzenbes Moment, unb bie primäre Wachstumshemmung sinb tfolgen einer gemeinsamen Krankheitsursache. . t r t f Tr. Olshausen (Hamburg) bemerkt, baß ber Schabe! gewisse Veränderungen aufweist, die aus Syphilis Hinweisen. Prof. Tr. Teneke erklärt, daß die Frage ber ErbsyphiliS in Bezug auf bie Mikrozephalie noch nicht genügenb durchforscht ist. Oberarzt Tr. Werner weist baraus hm, baß bie Krankheitsgenese aus Erkrankungen der Schilddrüse eingehender erforscht werden müsse. Tamll schließt die Nachmittagssltzung. 3. Sitzung. Dr. Betz-Mainz wlll in einem Vortrag über „Biometrie und Mendelismus" jene im Verhältnis zu diesem in ben Vordergrund gestellt wissen. Die Mendelsche Methode leugnet Den Einfluß entfernter Generationen auf die Vererbung, wahrend Die biometrische Richtung auch in ber Ascendenz gewiße Zahlenverhältnisse festgestellt hat. . . . .., .. Rechtsanwalt Dr. B r e y m a n n - Leipzig spricht über die „systematische Sammlung van genealogischem Material . Die Stellung Der Genealogie a!8 Hilsswissenschaft, die ihr z. B. von cer Medizin zudiktiert wird, lehnen die Genealogen ab.^ Der Staat versagt der genealogischen Forschung seine Hllfe, Selbsthilfe ist nolwenbig. Private Körperschaften wie die Lebensoer- fia.crungen sollten in ihrem Interesse bie genealogischen Bestrebungen mit Beiträgen unterstützen. An ber Aussprache beteiligten sich: Sanitatsrat Dr. SBcinbcra*'siuiigart, Der die Genealogie al» medizinische Sta- über M .. , , ,. „Familiäre Mikrokephalie", als starker Zurückbleiben des Gehirns und deS Schädels im Wachstum, einhergehend mit mehr ober ntinber hochgrabiger Demenz. Allerbings ist bie angeborene Verblöbung mitunter geringer, als eine erworbene. Als Musterbeispiel bient bie befannte Mikrozephalenfamilie B. aus B. Zahlreiche FoMer haben sich bereits mit der Untersuchung einzelner Glieder der Familie eingehend befaßt, darunter Virchow, Bischoff, Rudmger, Ranke. Tie genealogische Seite ist aber bei.den seitherigen Untersuchungen des Falles zurückgetreten. Es steht hiermit nun folgendermaßen: Tie Mikrozephalie ist nur in einer einzigen Generation ausgetreten. Tie Aszendenz der Generation, die von der । Krankheit befallen wurde, ist nach jeher Richtung frei von Geistes- j krankhciten ober sonstigen Eutartungsmerkmalen. Nachkommen nicht mikrozephaler ©lieber ber erkrankten Generation smb nur spärlich vorhanben, aber sämtlich normal. — Ter Vater ber Mikrozephalen hatte in zwei Ehen Nachkommen. Tie bret Kmber aus seiner ersten Ehe waren ganz normal. Von ben 6 Kmbern ber zweiten Ehe waren 5 mikrozephal, bie anberen 4 mit anberen morphologischen Abnormitäten geringeren Grabes behaftet, Mikrozephalie würbe also hier von ber Mutter m bie Famllie hineingetragen. Tie Mutter aber war selbst geistig ganz normal, ebenso ihre Aszenbenz. Eine körperliche Erkrankung ber Mutter I kommt nach ber Lage des Falles für bie Aktwlogie nicht in Betracht. Tagegen sinb in bem Heimatorte ber Kmber zu einer bestimmten Zeit, als er etwa einige tausenb Einwohner zahlte, noch vier weitere Fälle von Mikrozephalie gezahlt worben Es be- I beutet bies ein geographisch gehäuftes Auftreten biejer Anomalie, und es liegt bie Möglichkeit vor, baß em m ber Helmatgcgenb ber Mikrozephalen steckenbes Gift bie fötale Erkrankung herbeigefuhrt Hal, bie zur Mikrozephalie führte. Em genealogischer Fakwr kann I bei bem Zustanbckommen bes Phänomens nur msojern m betracht kommen, als bas hypothetische Gift bei den B. eme vielleicht familiär lokalisierte, erhöhte Empfänglichkeit vorfarch. In der Aussprache legt Privatdozent Tr. Strauch (Berlin) bei der Genese der Mikrozephalie das Hauptgewicht aus die Verknöcherung ber Sagiktalnaht. Tr. Tannenberger stellt fest, daß die Naht nur tn I einem Fall verknöchert war, in dreien aber nicht. Tr. Strauch bemerkt, daß man bei Hunden durch expert- I mentelle Wachstumshemmung des Gehirns analoge Verhältnisse Chancen dieser Proyenitur möglichst günstig zu gestalten. Tie Gesellschaft handelt m ihrem eigensten Interesse, wenn sie nicht nur der geistigen Artung, sondern auch ben geiunbheitlichcn Verhältnissen ber mutmaßlichen Aszenbenten ihre Ausmerkfamkeit Fürsorge zuteil werben läßt. Fm Beginn her Fürsorgeerziehung ist barum außer ber geistigen Artung auch bie körperliche Verfassung zu ^beachten unb den Beziehungen zu konstllutionellen Krantyeiteu (SypYylis Ter Vortragende gibt einen kurzen Ueberblick über die Hauptsarm abnormer Veranlagung, wobei besonders die ^efektzustanbe auf bem Gebiete ber Affektivität unb beS Willens behanbelt werben. Tie Frage der Beurteilung dieser Formen abnormer Veranlagung hat besonders seit ber Vervollkommnung ber tfürforgo erziehung burch bas Gesetz vom 1. April 1901, feit ber Errichtung ber Hilfsschulen unb Jugenbgenchte große Praktische Bc- ^Tie Einführung ber psychologischen Analyse in bie pftzchiatrisch- Ninische Untersuchungs-Methobik hat auch auf biesem Gebiete zu einer Vertiefung unserer Kenntnisse geführt. Tas genauere Studium ber persönlichen Veranlagung ist bie Voraussetzung einer erfolgreichen erzieherischen Beeinflussung. Denn gerabe hier mufe dem Prinzip ber Jnbivibualisierung größte Aufmerksamkeit gc- fchenkt werden. Dazu bedarf es des ständigen Zusammenarbeiten^ des Pädagogen unb bes Psychiaters. Ter Vortragenbe bespricht un Anschluß heran verschiebene Vorschläge, bie zur praktischen Durchführung ber psychiatrischen Untersuchung auf bem Gebiete ber Fürsorgeerziehung geschehen unb realisiert sinb. Er geht babei besonberS auf tue ArbeitÄ- ! lehrkolonie unb Beobachtungsanstalt „Steinmühle (bei Ober- Erlenbach in ber Nähe von Vab Homburg) em, beten staubiger psychiatrischer Beratet er ist. Als letzter Rebnet spricht Tt. Dannenbetget (Gobbelau) Ihnen gegenüber stehen die exakten Analytiker, welche hervot- heben, daß vor allen Dingen eine möglichst genaue Kenntnis emcs möglichst großen Tatsachenkomplexes auf dem sm erobcrnben Gebiete erreicht werden müßte, bevor man an die Aufstellung irgendwelcher Gesetzmäßigkeiten gehen könnte. Bon ben beiden Problemen, bie bie Personlichteitswisfenschaft umfaßt, bem Problem Der Vererbung unb bem Problem der individuellen Entwicklung, sott heute nur das erste an einzelnen Punkten beleuchtet tocrbcit Der wichtigste Fortschritt, welchen die biologische Vererbungslehre in ben letzten Jahrzehnten gemacht Hot, besteht m bet Erkenntnis, baß jcbes Jnbivibuum bie Erbstücke von fernen Dor> obren nicht in stetiger Veränderung übernimmt, sondern sich als ein Mosaik, als eine endliche Anzahl von bestimmte ihrerseits fast (ober auch ganz) unveränderlichen Faktoren oder Elemente darstcllt. In solchem Sinne hat Ostwald auch seine eignen Stubicn übet bie „großen Männer" genauer gesagt über Die großen morscher Der Wissenschaft angestettt. . , . Ostwalb bebanoelt bann bie Beziehungen ber Chemie zur psychischen Konstitution ber Persönliclst'eit unb stellt bann eme interessante Hypothese über bie Wechselbeziehungen zwischen psychischer unb physischer Potenz auf. Es scheint em umgekchrtes Verhältnis zwischen geistigen Fähigkeiten unb körperlicher Veranlagung, insbesondere in Bezug auf bie Zeugungsfähigkeit, zu bestehen._____________________ Die Kaiferin in vad-Nauheim. x Bad-Nauheiin, 12. April. Nicht gestern, wie verschiedene Blätter meldeten, sondern heute nachmittag statteten der Großherzog und bie Großherzogin — im Auto» mobil von Tarmslabt aus — dec Katserin einen Besuch ab. Tie Herrschaften nahmen in ber Villa Gröbel zusammen Das Frühstück em. Auf ihrer gestrigen Spazierfahrt kam bie Kaiserin dis nach Wlsselsheim. Auch heute nachmtttag fuhr sie wieher auö. — Ein kaiserlicher Kaurier überbrachte gestern der Kaiserin Grüße des Kaisers. Homburg v. h. H., 12. April. Heute nachmittag gegen 5 Uhr traf bie Kaiserin in Begleitung der Gräfin Keller, Des Grafen Liirbach und bc3 Leibarztes Dr. ßundec auf Der Saalburg ein. Sic besichtigten das Museum unb nahmen hierauf un Soalburg-Nestauranl den Tee ein. Stach kurzem Aufenthalt fuhren die Herrschaften nach Bab-Nauheun zurück. Gerichtrsaal. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Großberzogtum Hessen und der bayerischen Pfalz, die dem Naiffeisen-Verbande angehören, schlossen sich zu einem KreiS- rüstig, sein 5 0 jähr, ge 6 Zuvilaum im xicniic ücs «raftich von Walderdorff'schen HauseS. Herrichten zu lassen und der Stadtverordneten-Versammlung alsbald entsprechende Vorlage zu machen". Die Stadtver- ordneten-Dersammlung überwies diesen Antrag dem Magistrat zur Erwägung. Auf den Antrag des Stadtverordneten Demmer dahingehend: „Was gedenkt der Magistrat zu tun gegen den Beschluß der Metzgerinnung, durch Konventionalstrafen ihre Mitglieder zu zwingen, höhere Preise zu fordern?" wurde auf Vorschlag des Magistrats beschlossen, eine Kommission, bestehend aus drei Magistratsmitgliedern und vier Stadtverordneten, mit der eingehenden Prüfung dieser Frage Möbel - Men — PHkriMtil kaufen Sie gut und billig bei Heinrich Kümmel III., Wleseok. zu beauftragen. Der Antrag des Stadtverordneten Schröder und des Organisations-Ausschusses auf Ergänzung der be- stehenden Unterbietungsvorschriften dahin, daß die Arbeiten nicht für die niedrigsten Preise, sondern für angemessene Preise vergeben werden sollen, fand Annahme. F. C. Hadamar, 12. April. Ter Forstschlitzbeamte Hartmann in MolSberg beging, geistig und körperlich Düsseldorf. 12. April. Das Luftschiff „Viktoria Luise" wird am nächsten Mittwoch, dem Tage der Sonnenfinsternis, eure Fahrt von Frankfurt a. M. nach Düsseldorf unternehmen. reicht. ** Der größte Konfirmand. Durch die Tageszeitungen geht eben die Notiz vom größten Konfirmanden, einem Nordländer, der 1,88 Meter groß ist. Das ist aber der größte diesjährige Konfirmand nicht, er hat einen erfolgreichen Rivalen im Vogelsberg. Der Landwirtssohn In der Gemeinde Gries bei Canazei wurden durch eine Feuersbrunst 18 Häuser zerstört. 21 Familien sind obdachlos. Der Schaden ist sehr bedeutend. Emil Hornung in Crainfeld, der 14 Jahre alt ist und morgen konfirmiert wird, mißt 1,90 Nieter. Kreis Büdingen. Nußschalen - Extrakt aus der Kal. Hofvarfllmerie- ,3abr. v. C. D. Wunderlich, Nürnberg, um denHaaren em dunklesAnsehen zuaeben-Dr. Orfila s Nuiröl, äugt seines Hanräl, macht d. Haar dunkel Und wirkt baarstärkend, beide ä 80 W, 1.403)11 (D8/» W. Kilbinger, Drogerie. Münchener Künstler .Die Werdenden* besinden sich durchweg Mitteilung des Stadtv. Sames in der Stadtverordneten- treideschober in gute Arbeiten. Bei den Münchenern, einem Kreis jüngerer ba üon 170 angemeldeten Schülern über 100 wegen1 W"hrfw>" be und älterer Künstler, wäre nichts falscher, als den manchem < ' - ~ Msgnesia-Düngekalk lPflanzenkalk) in ferner Mahlung empfiehlt Gewerkschaft Weißenburg, Garbenteich. ** Tageskalender st'ir Sonntag, 14. April: Rin e- matogravb: Täalich Vorstellung. Bi oara ob: Täglich Vorstellung. . GemäldeausstellungdeSKunstverernSnn Turm- am Brand. Geöffnet täa'id) (mit Ausnahme von tamMafl), vo» 11-1 Uhr, Sonntag? von 11-3 Uhr . Museum des oberhessischen GeschtchtSverernS. Geöffnet Sonntag vormittag 11—1 Uhr unentgeltlich, zu anderen Zeiten gegen 50 Ns- Eintrittsgeld. Muleum lur Völkerkunde: Geschlossen. Militärkonzert am Sonntag nachnnttag 4 . Uhr au Optima-Fahrräder ftlb oen mükrtrNfewt 60« u-BalttartdL gift flCTfenb m ftcnOrnUtletcike. ?crl«ngeneiftni' Uk 3afa6ui| Bdert haupduulogtu H. Timmann, HannovertOB bUM HinM RlBf«. Otrrfiidri litt. Naw Wuutauc, ul rumlmrl«. vielleicht nicht eben glücklich erscheinenden Namen .Die Werdenden" so zu deuten, als handle eS sich um schülerhafte, noch auf Nachsicht angewiesene Arbeiten. DaS ist nicht der Fall, sondern man findet nur ReiseS und, was die Hauptsache ist, auch durchaus Selbständiges vor. Da die Preise dieser Knnstwecke sehr gering sind, so darf man die Ausstellung auch solchen empfehlen, die nur wenig anlegen und ssch dabei doch echte und bleibende künstlerische Werte sichern wollen. Die Bilder der .Werdenden* bleiben nur noch einige rm. D armstadt, 12. Avril. Kriegsgericht der 25. Division.. Wegen Ungehorsam. Belügen eines Vorgesetzten, Unterschlagung und unerlaubter (hilfernung wird der Musketier B. von der 2. Komp, des Jnf.-Reats. Nr. 116 zu 2 Monaten lttelängnis verurteilt, wovon ihm auch eine Woche Untersuchungshaft angerechnet wird. Frankfurt a. M., 12. April. Die Beleidigungsklage der „Frankfurter Nachrichten" gegen den Herausgeber der „Fackel" I. L. M ü l l e r - Herfurth endete vor der Strafkammer des Landgerichts mit ^mem Der gleich. Luftichiftnhrt. Englische Rüstungeii aus dem Gebiete der Luft- s ch i s s a h r t. London, 12. April. In der Denkschrift zum • * " , w . , . ,. I gestellt werden. Platzmangel zuruckgewtesen werden mußten. Der! $ a r <5 e $ y bri Nevers zeigte bei einem Hoch^eitsmahl Oberbürgermeister sagte eine baldige Vorlage des schon seit der Gäste einen R ev o l v e r und wollte dessen Mechanismus langen Jahren wegen Geldmangel hinausgeschobenen Pro-1 erklären, als plötzlich ein Schuß los ging und einem der jektcs zu — Auf eine 50iähriae Tätigkeit im Dienste der Tischgenossen, den Obersten Drouct vom 104. Jnfanterteregt- di-sig-n F-uerw.hr kann in diesen Tagen der Stanbmcifter |mm i° s H 6 o n = i«i wurden durch eine Vogel -uruckbltcken. F. C. Mainz, 12. April. Winzervereine aus dem 91 n ।q e m u I i f am Sonnlaa, den 14. April, mittag- 12 Uhr (nur bei gutem Welter) in der Süd-Anlage. Sptelplan: I. Da- ist der Tag des fttrrn (S-Hälers Sonutagftied>, von E. Kreutzer. ? Cuverh.rc zur Operette .Die schöne lttalaths«, von Fr. v. Suvv^. 3 Fantasie aus R. Wagner- Musttdrama „Tie Walküre , bearb. non L. CerteL 4. Radetzsymarsch, von F. Strauß. spräche schloß, die die Richtlinien für die Satzungen ergab. Tie Wahl des Vorstandes ergab die Wiederwahl der 11 Herren, die bisher den Geschäftsführenden Ausschuß gebildet haben. Im Herbst wird auf Vorschlag des Vorstandes für die karnevalistischen Veranstaltungen 1912/13 durch eine Versammlung der Elferrat gewählt. Tie Versammlung war sich darüber vollkommen einig, daß die Große Gietzener Karneval-Gesellschaft 1911 sich dem Bund Deutscher Karnevalvereine nicht anschließen soll, weil sich unter dieser Firma nur die geschäftliche Spekulation eines einzelnen Geschäftsmannes verbirgt. Die Versammlung ernannte den Fabrikanten Kreuder wegen seiner Verdienste um die Karnevalsfeier zum Ehrenkappenbruder. Außerdem wurde ihm das Bild der Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses unter Glas und Rahmen über» ber Sverre zu beantragen sei. Außerdem wurde der Vorstand mit der Erwägung beauftragt, welche Schritte zu ergreifen [eietb bÄ Ä stctia wachsende Verkehr geregelt werden, ganz abgesehen davon, daß die dann neu zu schaffenden Anlagen Gienen wesentlich ver- Heeresetat heißt es: _. . . Tie englisch? Regierung beschloß unter dem Eindruck des Vergleichs des Standes der Luftschiffahrt in England Mit den Fortschritten bei den anderen Großmächten außer der Zentralslugs ch u le in der Ebene von Salisbury eine provisorische Luftschiffschule in Eastchurch xu er-- richten, deren Entwicklung von den in reichem Maße bevorstehenden Versuchen mit'Wasserflugzeugen abhängen wird. Die Regierung glaube, einen bedeutenden Teil der Qualifizierten Lustschifser Eny' lands zur Bildung einer Reserve heranziehen zu können, bie m allen Teilen der Welt verwendbar sein würde. Dte Denkschrift enthält ferner Maßregeln, um die private Unternehmungslust zur Mitarbeit zu ermutigen. Die Aussichten auf die erfolgreiche Verwendung von starren Luftschiffen für Flottenzwecke hält die Denffchrift nicht für hinreichend, um die hoben Kosten zu rechtfertigen, indessen werde die Entwicklung verband unter Vorsitz des Dr. Nolden-LudwigShasen zu- Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Cnmmon tflerhanbe gehören bis jetzt 15 Winrervereine I Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 14. April 1912: sammen. Dem Verbände gehören MS letzt ld 'ü5,"^rDCtcme £citct trocfen tags roarm, nad)t§ tü&l; m höheren Lagen Nachtfrost. «am Xenon A m .(Soflon 9 IN her Uttah ihren hnhen. I s u eingehendsten wurde der nächste Punkt her Tagesordnung .Borortsverkehr der elektrischen Straßenbahn erörtert. Tie Wiesecker Gerneinderäte Deibel, Luh und Oswald legten den Standpunkt der Wiesecker dar. Sie betonten, daß! Wieseck bereit sei, 20 000 Mark zum Ban einer Elektrischen bei- Äufteuern und für die Rentabilität zu garantieren, demgegenüber machten Bahnhofsvorsteher Fiedler, Rechtsanwalt Raab Lehrer Hagemüller u. a. darauf aufmerksam, daß eine Rentabilität der Bahn keineswegs sicher sei, ferner sei es nicht von der Hand zu weisen, daß Gießen mit der Erbauung einer Elektrischen nach SBiderf durch Abwanderung nach Wieseck geschädigt würde. Wenn Wi'seck früher, bevor der Auto-Omnibus ging, bereit gewesen wäre, 40 000 Mark zur „Elektrischen" binzuzngeben, so solle es lein Angebot nur wiederholen und eine Verständigung tarne sicher zustande. Man einigte sich schließlich dahin, daß die weitere Erledigung dieser Frage dem Vorstand des WirgerveremS überlassen werden solle unter Hinzuziehung des Wiesecker Bürger- meisterS und womöglich des Gießener Oberbürgermeisters. Nach Mitternacht schloß der Vorsitzende die 23mammlnng. nachdem er zuvor erklärt hatte, daß das Proiekt der Hinterlandbahn Gladenbach-Wetzlar (Gießen) auf die Tagesordnung der nächsten Bürgerversammlung gesetzt wurde. 'Vjbln9te Te, -Ltz DE äSS 'tm' ,l(ö einen B- SW in lchlechln einzige Oft ft« kema „Tie S8er, lr -it Uebcr- heuen sich Qn UM feststellen ; Grotz-Bothcn M Vortrag in g" sen. i toerbenben Dissen. J)at inm Gegenstand onlichkeiten von den et ltzr Entstehung Die nste Frage me ziveile aus das E Periviuichkell gibt lssenschast, zwei ganz abhängig voneinander ) beten 'Meten und zueinander bringen, nschenstvert oder not- nbenen und bekannten er zu vergleichen, um e herauszubekommen, damit öiv GruMage bilden zu können. Es La.'|oaz.-ngruppen zu- einsach zu übersehende i, die aus diesem Wege solchen Kopf fennen lhtiler, welche hervor- zenaue Kenntnis eines m zu erobernden Ge- die Aufstellung irgend- Von den beiden Pro- umsabt, dem Problem ividuellen Entwicklluig, Eten beleuchtet werden, biologische Pcmbungs- hat, besteht in der (fr- stücke von seinen limmt, sondern sich als Stimmte ihrerseits fall oder Elemente bariitili. feine eignen Studien per die groven stoischer ngen der Chemie zur unb M dann eine ehuMn MM A cheint ein umgekehrtes unb körperlicher Ler- . geugungssähiglell, SU Tage ausgestellt. sammen. Dem Verbände gehören bis jetzt 15 Winzervereinei .,3Be"crj‘u5,;^n‘L« fuS- in baberen£aa;n •• Redekunst-Sch ule. Man schreibt und: Der frühere üon benen 6 in Hessen, 9 in der Pfalz ihren Sitz haben. 1^'^' r0 9 ' ________' Oberregisseur unseres Stadttheaters, H. Bakof, der seine Bühnen- Kreis Wetzlar. I Schneebericht bei Schlklubi Wintersport Gießen, tätigfeit riigestellt hat, wird im kommenden Semester für die y Kinzenbach, 12. April. Eine westfälische Wander- Hoherod stopf: 7 wr. Kälte, 25 cm Schnee; zum Schi-. Universitäten Gießen und Marburg eine Redekunst-Schule schrifherde ist hier eingezogen, um während der Sommer-,sauf sehr gut geeignet. ____________________ errichten, wie sie im Anschluß an die Hochschulen in Berlin, inonQfe bie hiesige Weide zu benutzen. TT , München und Jena bestehen. Die^Rektoren der beiden Uni- q Hohensolms, 12. April. Alljährlich in der Oster» Letzte Nacyrrcyten. oerfitälen sollen dem Plane ihre Förderung zugesagt haben, ^gche rüsten die vielen Arbeiter unserer Gegend, um während Frankfurt a. M., 13. Avril. Das dänische "TieGroßeGießenerKarneval-Gesellschaftoeg Sommerhalbjahrs im Rheinland oder Westfalen ihr Brot Königspaar ist mit großem Gefolge heute früh stacht 1911 hielt am Donnerstag abend im Hotel Einhorn die von verdienen. Bis auS dem Hinterlandkreise schließen sich Nizza weitergereist. Am Bahnhof hatte sich der dänische- den Mitgliedern sehr stark besuchte erste Hauptversammlung ab. » allaemeinen Fnae nach Westen an, der schon Konsul Wolff mit seiner Gemahlen eingefunden. Ter Vorsitzende des seither provisorisch amtierenden Geschäfts- Vunvene oem auflemei ten n i n n, . 13 Der amerikanische Milliardärs jührenden-Ausschusses Wilhelm H o m b er g e r, wies darauf hin, seit Urgroßvaters Zeiten her stattfindet. Parts , . Lp • d em enti e r en , daß ihm daß die karnevalistischen Veranstaltunaen in der vergangenen Fa- Hessen-Nassau. P, M O r g a n laßt die Metdung 0 e m e n r t e r e n , u ijm schingszeit glänzend gelungen sind und die zahlreich besuchte Vev- f0 Oberurf in Hessen-Nassau, 12. April. Die im die tm Louvre gestohlen M - s z biÄntMrauf b3em mb?r 67. 2eben$ja^re st-h-nd- Gemahlin d°« Prinzen Philipp 13. April. Im lateinischen W-rt-l wurde. Lung anwesenden Fabrikanten Kreuder, der das persönliche von Hanau, jüngsten Sohnes des letzten Kurfürsten von I flertern abend eine russische Studentin auf dem Heimweg, Ovier gebracht hat, die Würde des Prinzen Karneval anzunehmen Hessen, Albertine Gräfin von Schaumburg geborene Stäuber ^n einem Radfahrer erschossen. Polizisten verfolgten!^ und auch glänzend durchzusühren, er dankte den Damen unb jn Meran, wo sie Erholung von ihrem Leiden suchte, tzen Mörder und töteten ihn durch Schüsse. Darren des Hofstaates den Mitgliedern-bei: ®efell Wjft, welche ftorben- Die Gräfin stammte aus Wien. P e k i n g, 13. April. Unter den T r u v p e n i m N o r- KÄ Ub"n LLkn"Hp°nb^°Üni°Vn f=. Wi-sbab-n, -2, April. In der heute stuti- d-?Chin2i meSn fi« bie «n*ei«en b« Un»ufzieb«.- Vereinen. Tie Veranstaltung schloß mit einem Fehlbetrag von gehabten Stadtverordneten-Sitzung brachte u. a. Stadt-1 heit mit der Republik. rund 1750 Mk. ab, der aber durch unverzinsliche Anteilscheine verordneter Becker folgenden Antrag ein: „Die Stadtver- aebetft ist, von denen ^eine Anzahl zurückgezahlt werden. Tie I ^dneten - Versammlung möge den Magistrat ersuchen, den Rechnungsablage ergab, daß lediglich der Feftzug, der im Voramchlag . h-nnnt»>n M.ild Unter hen mit 2000 Mk. in Ausgabe gestellt war, den Fehlbetrag vev- leither von den Schutzenveremen benutzten Lvald „Unter Den ursacht hat. ES erfolgte darauf die Wahl eines Ausschusses von Eichen" zu einem Volkspark nut waldartigem Charakter 7 Mitgliedern zur Beratung der Satzungen, woran sich eine Aus- [ Für GrabsleiDgeschällßl Porzellan-Grabplatten tauch mitPhoiograohte», wetterfest, liefert billigst u- schnellstens Lvezialgeschäst (1680 Albert Sparfeld Porzellanmalerei, Gieße». Zluskunftstelle für Frauenberufe. Frauen und Mädchen ev> halten unentgeltlich Rat u. Auskunft für alle Berufe im alten Rathaus, Marktvl. 14. Slontag nachmittag von 61/1 I bis 8 Uhr. EMU wie irWK ff,.. ^ chteN'D ivürd ' ins S, von MNS 2 tvünf^Wr» Strave j löe d fu6 eirfiieilbie85 SW W1 tirn, * H. Büdingen, 12 April. Rach längerer Pause fand heute nachmittag 4 Uhr Gemeinderatssitzung statt. Anwesend waren Bürgermeister Fendt, Beigeordneter Toller, die Gemeinderale Schulz, Treser, Andrä, Schäfer, Keil, Rullmann, Mein, Ziemer, Wittekind Hinkel. Als Vertreter des Fürsten Kammerdirektor ^r. Weimer. Krankheitshalber fehlten entschuldigt Methieisel und Sckwn. Für den Fußsteig über die Mühltorbrücke bieten zwei hiesige Steinhauermeister Platten von Büdinger Sandstein an, wobei sie eine 10jährige Garantie für Güte und Tauerhaltigkeit übernehmen wollen. Ter Gemeinderat ist geneigt, das Angebot anzuilehmen. Vor endgültigem Beschluß wird noch eine Beuchtigung^ssocregt, die am Schlüsse der heutigen Sitzung stattfindet. Gastwirt und Metzgermeister Klein Hal ein Gesuch um Entfernung der Erhöhung des vor seinem Anwesen befindlichen freien Platzes eingereicht. Er macht geltend, daß er durch diese Erhöhung in seinemi Geschäfte schwer geschädigt sei, da Fuhrwerke vor seiner Wirtschaft nicht mehr anhalten könnten. Ter Gemeinderat kann sich m seiner Mehrheit diesen Ausführungen nicht anschließen, da auf der anderen ist^''das^ganze ^Straßild^abe? b*urdiUbTc Entfernung “er^Äung I hohen Kosten zu rechtfertigen, indessen werde die ^nttmtflung t?inbuße^ erleiä^ und durch di^e°vülen Abstufungen, die entstehen des Lustschifswesens im Auslande sorgfältig überwacht werden. seien. Tas Gesuch wird abgelehnt. — Christian schmuck -II. tanschen Zwecken wurden fortgesetzt, hat vor einigen Fahren den Fußsteig vor seinem Hause und Geschäft aus freien Stücken auf seine Kosten Herstellen lassen, und dazu auch bie Steine geliefert. Da diese Steine durch die Neu- pslasterung nicht mehr gebraucht werden, sucht er um kostenlose I Ueberlassung nach Tem Gesuch wird stattgegeben. — Mehrere I Angelegenheiten werden bis zur nächsten GemeinderatSsitziing vertagt. — Tie Besitzerin eines in der Bahnhofstraße abseits gelegenen Hauses ersucht um Pflasterung des Weges zu ihrem I Anwesen. Tas Gesuch wird abaelehnt. Tie Gesuchstellerin war I bei Erbauung deS Hauses aufmerksam gemacht worden, daß sie bei der Wahl dieses Bauplatzes auf keinerlei städtische Aufwendungen zu rechnen habe. — Gemäß des Beschlusses der vorigen Situing war die Kulturinspektion Friedberg um Vorlage eines Koiten- anschlagS über die geplanten Verbesserungen an der städtischen Wasserleitung gebeten worden. Er liegt nun vor und sieht über ---------- -------- ---- 15000 Mk. vor. Ter Gemeinderat glaubt, nach dem im vorigen I Müller-Hersurth, der vom Schöffengericht zu 1000 Mk. Geld- Jahre alte Schäden am Rohrnetz beseitigt worden seien, vor der s^fe verurteilt worden war, bittet wegen der Beleidigungen Hand von jeder weiteren Aufwendung hierfür absehen zu müssen, I um Verzeihiing, nimmt die ausgesprochenen Beschuldigungen als I zumal dringendere Ausgaben notwendig seien, dl? an Pe Steuer--1 völlig unbegründet zurück, verpflichtet sich, die an den „Frank- I kraft der Bewohner schon bedeutendere Anforderungen stellten. — futter Nachrichten" beteiligten Personen nicht mehr anzugreifen. Durch Aufschüttting der Böschungen in der Schulstraße wurde ^hlt eine Buße von 2000 Mk. an die „Frankfurter Nachrichten" ein Teil des Grundstücks von Karl Wagner II. zum landwirtz- unb übernimmt sämtliche Kosten. Daraufhin wird die Belewi- c ,, -r. zurn6Fun.1Jin W meaen des Ablebens schriftlichen Betrieb unbrauchbar. Ter Gemeinderat ist bereit, d,e gungsklage zurückgenommen. Hoftrauer. Der Großherzog hat wegen^oes Zevens Fläche oder auch das ganze Grundstück für ben —————— ________ 1 1 ■■■■■ dsr Herzogin Wera von.Württembng eine Dostrauer vo ^reis von 3 Mark für ben Quadratmeter zu erwerben. An- Kleine Tagttchrontt. 5,6 Ä^feJhe^Sna0’ Der Großherzog hat dem Flügel- ^rn.^^^^^chende Pacht vr° Jav ve^utet werden^ Aus D ü l m e n lWestsalen) wirb gemcNiet: Der Hege- abiutanten ä la saite &aior z. D. Fritz Kraem er unter dem Schäfer Dofter sucht um vachtweise Ueberlassungitmn m^ter Zücke beim Herzog Croy geriet auf einem Revier» was y« bm-äs."-8” - iu besetzende Ahrerstelle zu t^i^enbe Sehrerftcne au Ernst-! einlöste, toährenb bie Ausgabe bereits im April v. erfolgte. I tratcn ^ie Röteln unb M afern mit solcher »ü S M - V’»?8 a^n, X°Är VnJ ««OrtW f«* e» \ "n K i>Vb eVi S f ch sind drei Kinder im Mer von Lehrer zu besetzende Le^nstelle an der Gememdeschule ^ochene Rohr Gas entweiche. 12jährige ist bereits v e r st o r b e n . An dem Aufkommen Rle^er-phmen, Skeis Attfeld. j Der Gemeinderat ist aber der Ansicht, daß er es gewußt habe, und beiden anderen wird gezweifelt. Die Kinder hatten Kunst verein Die fetzige AliSllellung, roc ct) ro ben Schaden an Gas haftbar zu machen fei. Um ihm entgegen I auf den Weg zu de-r Großmutter gemacht und um einige größere Bilder von Professor v. Volkmann be- ^mmen, soll das Gaswerk die Ausbesserungskosten uberne^nen. I !.v v^^irr t »ich,rt wurde, find«! °°n s°n allen Besuchern eine nut- Be. Skarkcnbura und RI>cindks,en. Aus Basen wird gemeldet: Jn einem brennenden G-- urteilung. Unter den Sammlungen von v. Bolkmonn, Kray, nn. Darmstadt, 12. April. Schlechte Zustände eideschober wurde die Ansiedlerstochter Gertrud Nieman- Schlegel, Altheim, Tbielmann, Frieda Best, Nover unb der hjesiaen Gewerbeschulwesen bestehen nach einer! Kar dor ff als verkohlte Leiche aufgefunben. Wer ben Ge- — - - -- — «n. v—v.-. «--e-L— r.jt ----1 T..’» . - . - - • «• c.. c . I x_£iK_rjto5c- -'n Brand gesteckt hat und aus welche Weise bas Mädchen in den Schober gekommen ist, konnte noch nicht fest- Liebigshöhe. Am Sonntag, den 14. April: Militärkonzert (Solisten-Konzert) auggeführt von der Kapelle des hiesigen Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm“ unter persönlicher Leitung des Ober- musikmeisters Herrn W. Löher. OSOM Anfang; 41/a Uhr.Eintritt 45 Pfg. JuhiläNins-Gaii-Turnlesl GieOen 1912. Zu dem goldenen Jubiläumsfest des Turngaues Hessen, das nm 6., 7. und 8. Juli dss. Js. hier stattfindet, ist die Herausgabe einer Festschrift geplant, die namentlich auch eine Geschichte des Turngaues Hessen enthalten soll. — Alle, die aut Bearbeitung der Gaugeschichte durch Mitteilung persönlicher Erinnerungen, leihweise Ueberlassung von Schritten usw. beitragen können, werden gebeten, dem Press Ausschuss (a- H. d. Redakteurs E. Hess, Licher Strasse 33) davon Mitteilung Alt machen. Der Press-Ausschuß. v18/4 K. Neurath, Vorsitzender. Turnverein Giessen gEgr.1846 Eigenes Vercinsbaus und Turnplatz Steinttrasse 3. Turnplan. Nicgcnturnen f. Turner u. Zögl. Dienst, u. Freit. abend8'/, b. 10 Uhr Kürturnen f. Turner und Zögl. Mittivoch abend 8'/, bis 10 Uhr Rechten Mittw. abend8'/,b. 10 Uhr Lchülerturuen Mittwoch 5-0Uhr, Turnen der Damcnabtcilung Donnerstag abend 8*/t bis 10 Uhr Turnen der Männerabteilung Samstag abend 8V? bis 10 Uhr Ucbungsabcud d. Sängerchors Dlittwoch abend 9 bis 10'/, Uhr im Gambrinus lKirchstrahe) [v*7 Wegen Erwerbung der Mit gliedschast wende man anwesenden Turnwart. sich an den auf dem Der Vorstand. Das grosse Geheimnis einer riesigen Kartoffelernte liegt in einem geeigneten Saatenwechsel. Um Ihre Kartosselernte au vermehren, empfehle ich einen Versuch mit meiner neuesten Züchtung, Original Siegfrieds Edelkartossel „Diamant". Dieselbe ist vollständig frei von Krankheiten, besonders von der Rollkrankheit, ist widerstandsfähig und reichtragend. Meine Edelkartoffel „Tiamant" ist die früheste aller in Deutschland existierenden Brühkartoffeln, die de« Name« -Diamant" verdient, da sie die alleredelsie, feinichmeckend- ste ist Wunderbar schöne, äusserst feiuichalige, delikat schmekkende prächtig gelbsleiichige Nierenkartoffel, die als ein Diamant unter sämtlichen existierenden Kartoffeln als solche bcAcidmei werden , kann; denn frisch aus der Erde geerntet, hat diese ein prächtiges Aussehen. Sie ist die alleredelste Kartoffel, die je existiert hat und was ihr noch besonders wert verleibt, dass sie Anfang Juni schon abgeerntet werden kann. Diamant darf auf keiner Tafel fehlen; denn sie ist eine wirkliche Delikatesse, schmeckt sehr pikant und wird deshalb auch Bittterkartossel genannt. Trovdem sie so sein und die Erste auf dem Markte ist, kann man 200 Ztr. pro Morgen ernten. Die früheste aller Kartoffelsorten. Herr H. Grätner, Gutsbesitzer, Arnst. schreibt: „Mit Ihrer Siegfrieds Edelkartoffel Diamant bin ich sehr Antrieben, eS ist die semschmeckendste Kartoffel, die wir jetzt haben. Don einer anderen Firma bezog ich ebenfalls Diamant, die int Geschmack nicht io waren und kaum die Halste ergaben". Ich liefere eine echte, garantiert reine züchterische, hochwertige Saat: 1 Ztr. 13.- Mk., ',2 Ztr. 7.- Ml., Wr. 4 - Ml., 16 W. ’ Cafe Amend täglich. । Künstler-Konzert i Eintritt frei. i 2778 . Biograph Blockstrasse 12 03141 Plockftrasse 12 Heute großes Schlager-Programm Des Letata Gruft ein Meisterwerk der Lichtbildkunst, von ersten Pariser Bühnenkräften gespielt. Spannend von Anfang bis Ende. Der Film ist über 1000 m lang u. umfaßt 3 AKTE. Außerdem einSchlager-Programm ersten Ranges. Die Odaliske und die Schneiderrechnung ein humoristischer Schlager. Das Erbe der Tante Willi als Eisbär Im Auftrage dec gestern abend abgehaltenen Generalversammlung entledigen wir uns hiermit der angenehmen Pflicht, Allen, die sich um das Gelingen der Karnevalfeier verdient gemacht haben, unseren herzlichsten Dank auszusprechen. Insbesondere danken wir der Stadt Gießen für die finanzielle Beihilfe, den Behörden für ihr freundliches Entgegenkommen und allen Vereinen und Privatpersonen, durch deren Unterstützung wir in die Lage versetzt wurden, den Zug so glanzvoll auszugestalten. Ganz besonders müssen wir aber auch deS Prinzen Karneval gedenken, der für sich und den Hofstaat die großen Aufwendungen nicht gescheut hat, die zu der prunkvollen Durchführung notwendig waren. V»/« Wir hoffen, daß unS das allseitige Wohlwollen auch künftig erhalten bleibt. Gießen, den 12. April 1912. Der Vorstand. I. A.: Wilhelm Hornberger, Vorsitzender. Ausgabe der Rabatt Sparmarken Preis. 10.50 12.50 15.50 Allein-Verkauf für Giessen Telephon 435 Schulstr. 10 der ^ersre Versuch. in den meisten’*! VerkehisDläten jr Wollen Sie einen Stiefel tragen, der elegant, haltbar und nicht teuer ist, dann kaufen Sie Zum Schul-Anfang empfehle Schulstiefel «.Turnschuhe zu den billigsten Preisen Pathe Journal Revue des Humors Walltorstraße OlOSSeUm vir.: Karl Ohm _________________ Telephon 645. Täglich abends 7'/, Ubr: MW4 Ftti-KiNMl! WiknW Jimn-AMt 6 Personen ,,Stern des Südens“ 6 Personen Tonn- und Feiertags vormittags 11, nach mittags 3% abcndS 7'/, Ubr. F. G. F. Montag, den 15. April, abends 8'/« Ubr Uebunasabend mit Instruktion in der Turnballe lWesi Anl.i Anzug: Diensirock u. Mütze. vu/J Das Kommando. •eeexeeee Sie kaufen gut und billig Wachstuche sowie einen Posten LäuferstuHe bei rM8 Gesehw. Seiillog Wetzsteinstrasse 45 »T Ausgabe von Rabattmarken des Konsum-Vereins Giessen und Umgebung. Oelfarben in all. Tönen, rasch und hart trocknend. 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Avril, abends 8*/i Ubr, in unserem Ver- einSlokal„Eaf6 Ebel"einH neuen AMkr-Arsus für Damen und Herren. Unterrichtsgeld 6 — Mk. GleichAeitig beginnt ein neuer Maschiiiellsihmb-KllchS für die Mitglieder der beiden Vereine und die Teilnehmer am Anfänger-KursuS. Unierrichtsgeld 2 Mark. Anmeldungen find zu richten an Sekretär Lob, Mühlstrasse 31. [v«/4 Gabelsberger Stenographen - Verein (E. V.) gegr. 1861 Damenverein (tzabelSberg. 1 StinoiriphH- Gesellschaft Glessen, Wir beginnen Montag, 15. Avril 1912, abends V19 Ubr, im Hotel Einhorn neue Lehrgänge für Stenographie und Schreibmaschine für Damen und Herren. - Unterrichtsgeld 6 und 4 Ml Anmeldungen an Hrn. Lenz, Wolfstrasse 4, oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. Giessen, 6 April 1912. v* /< Der Vorstand. Sonntag, den 14. Avril Profit TWMfik. °""l W.S»ermnlv,r.V an Tanzmusik Morgen, Sonntag [03108 Gastwirt Bäolie Katser-Allet Ostende Morgen Sonntag «iw BT TANZMUSIK "SB ♦♦♦♦♦ Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit KarlSchmldt, Tanzlehrer Wetzsteingaffe 3L (230 Der heutigen Nummer deS Gießener Anzeigers liegt ein Prospekt derFirmaAugustStukenbrok i> Einbeck■ bei, auf den hiermit besonders hingewiesen wird. Kintoppli Bahnhofstr. 54 03115 Bahnhofstr. 54 DasGespenst großes außerordentlich spannendes Drama aus dem Artistenleben in 2 Akten. große amerikanische Komödie, 330 Meter lang. Würdige u. Unwürdige ergreifendes Drama. Eisberge von Labrador Naturaufnahme. Die Schuüdwechsel amerikanisches Drama.