- • 5,ery 162. Jahrgang Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Die Entscheidung über die Vesoldungrvorlage. politijcbe Lngcsschau. G:ii Gesetzentwurf über die Äefitzsteuer beit Tribünen herab. « । Von fortschrittlicher Seite wird uns aus Tarrn- fortschrittlichen wäre und daß man i, „ _ habe um 1> -> Proz. mehr oder weniger für die W gesamte Aufbesserung für Beamte und Lehrer scheitern lassen. Tie Erste Kammer braucht keine Rücksicht auf Wähler zu nehmen — die Zweite Kammer, als Wahl- uimmcr, muß allen Interessen Rechnung tragen. Es wird an Anfechtungen und Angriffen aus die Haltung der tfrcu* tiüii der Fortschrittspartei nicht fehlen, jie wird denselben cntgegcnhaltcn können, daß sie nicht wie das Zentrum und die Rationalliberalen es getan haben, bereits im Kampf die inncgchabtc Position aufgegeben, sondern daß sie bis zur letzten Schanze festgehalten hat. Es i)t irrig, wenn sich Stimmen geltend machen in dem Sinne, daß die Pairskammer doch noch nachgegeben haben würde — die Herren Fürst Isenburg und u. Hehl haben bei den Besprechungen leinen Zweifel gelassen, daß sie es bet dem Fall der Vorlage bewenden lassen würden, und die Stim- nrort geben. Zusammen mit dieser Entschließung wurde die Vorlage uaeder an die Zweite Kammer zurückgegeben. Tie fortschrittliche Voltspartei, die vorher durch ihr redegewandtes Mitglied Korell-königstädten sich so hartnäckig ar. 162 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer ConnlagS. - Beilagen: viermal wöchentlich SießenerZamilienblätter, ^metnml wüchenll.Ureir' blattfürdenUrettSietzen (Dienstag undfreilag): 1 ucimal monntl. Landwirtschaftliche StilsraAtN 7 ernsprech - Anschlüße: ßir die Redaktion 112, Aierlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: tadt geschrieben: Beide Kammern und die Regierung waren von morg.ns 9 uhr bis abends 7 Uhr ohne Mittagspause im stand> Freitag, 12. Juli 1912 Bezugspreis: monatlich 75Pf^ viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Adhoie- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Ack.2.— viertel« ja beschäftigen wirb, der eine frühere Vorlegung cht gewünscht Imttc. und Palette griffen. _ , ,, Paul ist voil der ganzen <-ivve der malenden ~nL'l5 und einiger Vettern, die sich oem gleichen Metier zugervandt hatten, der bedeutendste. Das Atelier des Vaters und gcrome freunde be» vätcrlicheii Hauses, wie AdoU von Menzel, D nkel ^.rale und der Architekt Strati, sind feiner EiN.vicklung in hohem MaßeZörder- lich gewesen Mil den Ticrsludien begann er schon in der Jugend. Zn Wald und Flur und im Zoologischen Garten wurde emng nach der Natur gezeichnet und daheim mancher Vogel und Vierfüßler mit Wohlgefallen ausgestopft. Ter Vater ließ den Rei- -lungen des Sohnes freien Vauf. Im Jahre 1860 stellte der junge Maler, nachdem er brüt Jahre die Berliner Kunualademie besucht hatte, sein erstes Bild au-.-. Tann ging es mit Sturmschritten vorwärts. Ein längerer Aufenthalt in Vans ließ bie tumt= lcrische Kraft erstarken. Ter junge Deutsch errang 186a mit seinem „Sätangenbändigcr in der Tierbude" eine goldene Medaille Später, im Jahre 1868, wurde ihm in Berlin die kleine goldene Medaille und 1872 die große goldene Medaille verliehen. Auch ernannte ihn die Kgl. Akademie der Künste 1868, §u ihrem ordentlichen Mitgliede. Ter Sohn war mit dieser Ernennung Kollege des Vaters geworden. Aber die frühen Erfolge waren ihm nur ein Ansporn zum weiteren Streben nach Vervollkommnung. Auf Reisen, die ihn durch ganz Europa und zum Orient Paul Meyerheim. (Zu seinem 70. Geburtstage.) Die von der Kgl. Akademie der Künste im Mai 1900 ver- Snstallete SonderauSstellung von Werken des Meisters, der am 13. Juli seinen 70. Geburtstag feiert, bot die schönste Gelegenheit, eine ziemlich vollständige Heber sicht über sein künjtleriiches Säiasjeu zu gewinnen. Es hingen da schon vor vierzig Jahren gemalte Bilder. Tie Modeströmungen der Zeit hatten ihnen nichts onzuhaben vermocht — sie berührten so frisch wie Sckröpsungcn der Gegenwart. Tie unbefangene Auffassung des Gegemiandes in feiner Wirklichkeit ist eben ein Palladium, das ewige Wirkung sichert. Und die Ausstellung zeigte, was Meyerheim nicht nur im iierbilbc, sondern auch in der Landschaft, im Genre und im Porträt leistet. Tie Bildnisse seines Vaters und Tantel Ehoöoroicckis, das Brustbild der Marcella Sembrich und das lebensgroße Reiter bildnis der Frau Pringsheim, die landschaftlichen Schilderungen aus der Schweiz, Tirol, dem Schwarzwalde, Frattken und Tim ringen, der holländische Antiguar, die Savoyardenkinder und der Scherenschleifer int Torf, feine Märchenbilder Rotkäppchen und Aschenbrödel und die mit der Jeder gezeichneten Illustrationen zu den Grimmschen Hausmärchen, feine mit Geist und Witz gemalten Ehrenurkunden und Fächer und die mit sprudelnder Laune ge zeichneten Tischkarten, sie und alle die vielen anderen Gaben seines 'Pinsels und L-tiftes brachten die Vielseitigkeit dieses schattens, die Feinheit der Beobachtung, die Straft der Farbe und die Aus- drucksfähigkeit der Zeichnung mit überzeugender Kraft zum Bewußtsein. . Es ist ein wahres Wort Goethes: „Gegen grosze Vorzüge eines Ändern gibt es kein Rettungsmittel als die Lieöe". Gegen jene Paul Meyerheims ist dieses Rettungsmittel längst zur Anwendung gebracht. Tie schmuete Billa, die ihm Professor A. Messel vor Jahren in der Hildcorandstraßc gebaut und die er selbst vom Bestt Lül bis oben itn Atelier reizvoll geschmückt hat, wird die große Zahl der Gratulanten wohl kaum fassen können. Pinn liebt m ihm Len Künstler, den erfolgreichen Lehrer, der als Leiter der -tier- flaffe an der Kunstakademie tüchtige Kräfte herangebtldet rat, liebt in ihm den Musirenthusiasten, Der int Cello Quartett leinen Mann steht, und den mit Witz und Humor begabten Berliner. Bei feiner Geburt zitterte zwar nicht wie bet jener des cEhakespearefchen Oven Glendowcr bic, Erde, wohl aber Eduard 'Meyerheim, der Pater, vor Freude, daß der Zuwachs der ö'amme ncqcn die Gewalt der Ersten Kammer mit großen Berten verteidigt hatte, trat Mann für Mann fetzt dem Bcschlnfse der Ersten Kammer bei. Rur die Sozialdemokraten und einige Bauernbündlcr standen grollend abseits. Aber dw Vorlage war gereitet! Lautes Bravo erschallte selbst von wird dem Reichstage, wie wir aus bester Quelle hören, voraussichtlich erst im März 19 13 zugehen. 3w Reichs- schatzamt sind Vorbereitungen für einen solchen Entwurf erst insofern getroffen worden, als eine Denkschrtst aus-, gearbeitet wirs, die jich mit dieser 9iarene emgeljenb be- jant und die verschiedenen Arten einer Besitzstcucr be- irricht, ohne bestimmte Vorschläge für die zukünftige Gesetzgebung zu machen. Tiesc Denkschrift wird den Bundes- taaten zugehen und wird im Laufe des nächsten Winters eine der Grundlagen bilden für die Verhandlungen den Finanzministern der Einzelstaaten. Befttmmte Plane in irgend einer Richtung sind bisher noch nicht gefaßt .........Anzeiger für Gderheffen Notationsdruck und Verlag der Srül'l'schen Univ.-Viich und Steindruckcrei n. ränge. Iledaltion, Lrpcdilion und vruckerci: 5chnlftratzi 7. 8 »oÄ"" Bübingen: Zernsprecher Nr. 269 Seschüftsfielle vadndosstratze 16a. __ ein Zunge war. Zwei andere Sprößlinge, Fran; und Richard, folgten. Unter der treuen Sorge des Paterfamittas und der Mutter, einer Schwester des gefeierten Bildhauers Trake, wuchs ein Kleeblatt heran, das für die Farbentöpfe des Vaterhauses sich ebenso lebhaft wie für dessen Fleischtöpfe interessierte. Tie Begeisterung für Farben lag im Blute. Auf den heiligen Lukas, Den Patron aller Maler, mar ja die Familie Meyerheim feit Generationen eingefchworen. Schon der Urgroßvater war Malermeister gewesen, im tunstjreudigcn Tanzig, und der Grotwater Tetoraiwnsmaler, der Schüfen, Sälen und Zimmern bi: ijbhere farbige Weihe gegeben, auch einige Kirchenbilder gemalt und wahrend der französischen Ctfuvaüoii sogar Herren und -tarnen aus Ciiijiertreifen porträtiert hatte. Von den vier löhnen des wackeren Mannes übernahm Gustav, der jüngste, das väterliche Gefckmjt, die drei anderen wanderten nach Berlin, wo Eduard, der ätteste, als Verherrlichet des nord- und mitteldeutschen Kleinlebens hohen 9iuhm gewann, Wilhelm mit Vorliebe Soldaten und Pferde und Hermann Städtebilder mit Staffage malte Also kein Wunder, daß Paul und Franz Meyerhetm gleichfalls zu Pinsel kf. Ostende in London Die Gluthitze hat in manchen Köpfen geradezu absonderliche Pläne hervorgcbracht. -tie -eiter des bekannten Riefenpalastes „Olympia" in London haben die! Absicht, Lstende nach London hinüber zu schaffen, d. h. die Halle- in der noch vor kurzem die internationalen Reitkonkurrenzen aus* getragen wurden, in ein brausendes Meer mit hachgehetiden Vrogerk und prächtigem Gestade zu verwandeln. Tas Meeresroaper wird täglich frisch in das Bassin hineingelassen werden; rote, das wollen bic Erfinder dieses Planes auch schon gelöst haben Um auch denen, für die die edle Schwimmkunst noch ein mit sieben Riegeln verfchloifenes Buch ist, die Annehmlichkeit eines Seebades irrt yjcrjui Londons zu gewähren, wird der Boden des Baums lang* fam abfallen. Zn das Wasser hinein füljrt ein breiter ^teg, auf dessen Ende ein niedlicher Pavillon für die Musik ück) erheben wird Zm Sandgeftade können die Kinder mit ihren Schaufeln sich die prächtigsten Sandburgen erbauen, und um das Ba,,i» herum führt eine dem Lstender Kai nachgebildete Prornrnade, auf der zweifellos die Elite Londons sich ein -Stelldichein geben wird. So wird in der Themsestadt für die vom Glück Enterbten gesorgt^ die zwar das nötige Geld besitzen, aber aus anderen Gründen; sich den Genuß eines Seebades verkneifen müssen. Geld muß allerdings da sein, denn die Eintrittspreise werden gesalzen genug lern.; — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen-- schäft. Tie Sommer Ausstellung des Frankfurter Kunswerems, wird der klassischen Malerei Frankreichs im 19. Jahrhundert gewidmet sein und an Land ausgewählter Werke der führenden^ Meister einen Ueberblick über die Entwicklung der moberneir französischen Kunst von Ingres und Delacroix über bie großen Impressionisten bis zu van Gogh geben. — Ter bekannte Pädagoge emer. o. Prozessor der Philosophie und Pädagogik an der Prager deutschen Universität Hofrat Tr. Phil. £tto Willmann, Herrenhaus Mitglied, feiert am 19. Juli das 50 jährige ^oktoriubilaum., 1903 trat Willmann in den Ruhestand und fiebene nach Saij«, bürg über. Wohl selten hat das Hohe Haus in der Rhein,traßc -.u Darmstadt einen so heißen Tag erlebt, wie heute, vier [ war es nicht lediglich die Frage um Aniiahme oder Ab- I chnung der Besoldungsvoriage der Regierung, hier han- ! gelte es sich um eine politische Frage von weittragender Bedeutung Eine politische Frage, die eine Antwort erhäschte: Wer ist stärker, die Erste Kammer oder die Zwcite Jammer. Hier wurde nicht gestritten um eine Materie, hier wurde um eine Idee gekämpft Für die Erste Kammer erschien der Beschluß der Zwei ten Kammer, den Lehrern eine Aufbesserung von 15 Pro- zent ihrer Gehälter zu gewähren, unannchntbar. lln-.in» ichmbar einmal aus dem ilrundc, weil die finanziLllen Verl'ältnisse des Landes eine derartige Erhöhung Nicht ri-rtraqcn; aber auch aus dem Grunde unannehmbar, weil ran die hessischen Lehrer in ihrer Gehaltsklasse nicht an tie Spitze aller anderen deutschen Lehrer stellen wollte. Die Zweite Kammer dagegen bat dem Drängen der Lehrer iiiid)'crl)öl)tcr Aufbesserung i B.züge nachgegebcn uno sie mit 15 Prozent Gehaltserhöhung m die G.haltsklajse ter mittleren Beamten eingereiht. Rach den Beschlüssen der Erfreu Kammer von gestern sih sich die Zweite Kammer geiictigl, die von vornherein cuf einen harten Widerstand reck .etc, ihre Ansprüche herab- zusctzen und statt 15 nur 13,■> eozent zu fordern. ~er geänderte Beschluß der Zweiten Kammer ging dann Rückünßerung an Die Standc ■ en. Es war vor« uch dieser Borschl \ dc r Ab Lilie Gnade finden würde. Sie lehnten ihn ao mit der kurzen Begründung, daß nun einmal das .'Zsenland für seine Lehrer nicht so viel aufwenden könne. Sie beharrten cuf ihrem Standpunkt und die Vorlage ging zum zwett.u- nal den Landesvertretern zu. Diese standen vor der Frage: Sollen wir uns vor der Ersten Kammer neigen, oder sollen wir fest auf unseren einmal gefaßten Beschlüssen - »hen bleiben? Sie mußten sich freilich bei Lage der ganzen Sache sagen, daß mit einer solchen FestigieN die i x-anze Vorlage arg gefährdet werden könnte. Politiker, die mehr der Sache als ihrer eigenen Person dienen wollten, erhoben warnend ihre Stimme, es nicht zum Aeuy^rsten zu treiben. Was helfe alle Prinzipienreitere., wenn man fcen Beamten, Lehrern mit leeren Händen kommen würde? Aber der Ruf verhallte! Tie Zweite Kammer lehnte cs ab, sich der Ersten Kammer zu fügen^und wieder mußte die Gesetzesvorlage den Weg in den Saal der «tandes- Kerrcn nehmen. Inzwischen war die Stimmung aufs höchste sestiegen. Standesyerren und Abgeordnete fanden sich in den Wandelgängen zu Eifrigen Gejprächcn zusammen; Minister und Parlamentarier besprachen in lebhafter Unterhaltung die Lage. Tas zahlreiche Publikum auf den Tribünen der Ersten und Zweiten Kammer w-ankte und wich nicht. Endlich, die Uhr zeigte s/46, trat die Erste Kammer wieder zusammen. In etwa 10 Minuten war ihr Entschluß der Lefsentlichkeit bekannt: Elf Prozent! und darüber nichts. — Aber so ganz umsonst war der heiße Kampf doch nicht gekämpft: Der Zweiten Kammer war es gelungen, dem anderen Hause eine Entschließung abzuringen, daß jich die Erste Kammer bei einer künftigen endgültigen Be- ioldungsregelung den Beschlüssen der Zweiten Kammer nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber stellen würde. War das ein Sieg ? — Rur die Zukunft kann hier Ant- jäbrl. ausjchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal löPf^ auswärts 20 Pfennig. 6besrcbaktenr: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: Angust Goetz; für .Feinlle- ton', .Vermischtes' und »Geiichtssaai": R. Dien- ratb; für .Stadt und Land": (S.£cb; für den 2lnzeigenteil: H. Beck. Erstes Blatt Gie . ung war allgemein so verzwcifk - 6 bereits die auf Freitag bestimmte Rheinfahrt abgcfetzt mar, ein Zeichen der allgemeinen Niedergcfchlagenheil Es ist daher als feststehend crnzufehcn, daß für das Jahr 191- die Beamten und Lehrer ohne Ausbesserung geblieben waren, dies zwar unwiederbringlich. Auch die Aussichten für das Deftni- tioum batten sich hierdurch verschlechtert. In bic|cr schwierigen Situation galt cs zu retten was zu retten war und die Partei, die von Anfang an die Rot der Beamten und .Lehrer dringlich geltend gemacht und für Hilfe sich ciii- acsctzt hatte, hat richtig gehandelt, wenn sie Wetter schauend u wMv W-. r.. _ I bic definitive Regelung ins Auge fai^e ittid für dicfe haus versammelt, um mit der Beratung und Abstimmung 1^ .. Auspizien schuf, anstatt mit verschränkten Armen Über die Besoldungsvorlage zum Ende zu lommem sich damit zu begnügen, ihren Standpunkt zu wahren dem auch der Pcrmittlungsvorfchlag der Zweiten Kammer, I ^ot der interessierten Bcvölkerungsklassen weiter den Lehrern LP 2 Proz. und den Beamten 30 Proz. oer Sätze zu gewähren, üon der Elften Kammer abgttihnt war, Moralisch ist so konnte Abgeordneter Grünewald aus- ünberten die nationalliberale Partei und das 6-ntrnm den die Erste Kammer durch ihre Erklärung gebunden, seitherigen Stanbpunlt, indem fic Beitritt »u dem Befchlatz U bcr' definitiven Regelung sich nidyt mehr den Wimschen der Ersten Kammer erklärten, ^emgcgcnnbci ooLcitc 1 .ilucitcn Kammer zu widersetzen, nun gilt es, den Bauernbund 'mit 2 Ausnahmen), Fortschrittler (ohn-Hen- - b im kommenden Jahre ausgetragen wird, vorzu- rich, der nicht anwesend war) a muß ium ^cle führen Ausrechtcrlmltung des früheren Befchlnsfkv (Ick 2 4-L1-8v > ----- ■ 90 Proz.>, s 0 daß nunmehr die ganze Vorlage gefallen war; die drei Parteien erklärten, daß |ic weiter den Machtgelüsten der Ersten Kammer nicht nach- qeben lönnten. Wiederholte Reiommnnilation an bic Qxrjic Kammer ergab dortseitig Festhalten an den 11 Proz. für die Lehrer. — Es ist nunmehr als das Verdienst zweier Gießener Abacordneten, Geh. Justizrat Schmidt und Justizr.tt Grünewald, anzusehen, daß weitere Verhandlungen cingclcitet wurden und zum Ziele führten. Es mag dem fortfchrltt- lichcn Politiler nia)t leicht geworden sein, den leitljcrigcn, vis zu in letzten Ende des kainpfes von [einer Fraktion innegehaltenen Standpnntt zu verlassen und sich mtt den 11 Prvz. für die Lehrer vorerst zu begnügen, allem die Erwägung, daß endgültig 2 Millionen den Beamten und Lehrern entgangen wären, die Landtag^abgeor rulen _ iruenu cmci juujiuhs ---, y ■ - mit „nichts" nach Hause gekommen waren, war auvschlag- Serben auch erst in Monaten gefaßt werden können, gebend, der fortschrittlichen Volkspartci das schwere £p|er .ß ncuc Besitzsteuer in Art und 5^>öhe des Ertrages zuzumuten, daß sie einen für die Beamten und^Lehrer bis bcn Einnahmen des Haushaltsetats abhängig gemacht dahin mit größter Zähigkeit eingenommenen standpnntt L crbcn r^ll Tie Verhandlungen über die Steuer werden aumab. Wie der Fraltionsrcdner erklärte, konnte es nur Dezember beginnen und eine endgültige Stellunggeschehen, nachdem die Erste Kammer die von ihm formu- , . $ Bundesrats isi kaum vor März 1913 zu er« Heute Enlärung, „daß sie nur für bas Provisorium aus ' . fci bie Vorlage schließlich erst im April den ihrem ablehnenoen Staudpuntt beharre uno sich bvi Be- ' * -- -----...... früh™ «Rnrrrnnnn ratung des Desinitivums nicht mehr grundsätzlich ben Be- v schlüsscn der Zweiten Kammer widerfetzen werbe , abae- ___> ,onbo^Ä“UÄM = 6 lam im ÄInW»ÄÄ'Ä ’n'Ä weiteren verlauf feiner Unterf)ou|reöe auf bie «eurte.tung l,tÄÄMm« meÄÄg iHt zum «orwurfc gcmacht^atte, sie zu ^r B-^^er Ä U begegnete. Wenn man die Lage in Per freu betrachte, dann dürfe man nicht erwägen, ob das Abkommen einen boll- lommenen Zustand geschassen hat, sondern ob die Lage Duren bas Abkommen besser oder schiechrer geworden ist. I Wenn man an alle Unruhen beult, die in Perlen geherrscht 11 üben und daran, was nicht allein in Persien, sondern ut Den allgemeinen Beziehungen zwischen Rußland und Eng- 1 [aub sich ereignet hätte, wenn das Abtommen nicht existieren würde, dann muß man sagen, fuhr Grey fort, daß die Aufrechterhaltung des Abtommens mehr denn je notig ift. 'Xie Lage in Persien, die, wie er zugebe, unbefriedigend sei hätte doch zu schweren Komplilalionen geführt, wenn ein derartiges Abkommen nicht bestanden hatte. Lhne Abiommen wäre Rußland beständig unter der Furcht gestanden, daß England in ^üdpersien aus oer Verwirrung führten, im Gebirge, insbesondere in der Umgebung von Mittew- ivalD, und im Berliner Zoologischen Garten suchte und Taub et für feine Kunst immer neue Anregung und Erfrischung. Frisch sind auch sein Humor und seine Lebensireudigkeit geblieben. Möge es dem Siebzigjährigen beschiedcn sein, mit dem Pinsel m dep Hanb bas Alter Tizians zu erreichen! w. 5t. 1 So c a» 2 Ok v- h M S «* K S S 8 -S p s V S .1 Q IW r, r-^,. j. 0 Is & 5 to 3 0> to' CT H CT B ? BtO <9 8 k g t" 2-0 t 2 5 rM ia? g- Zssßz- — K r*rrr> - 2 pn14 5 ' S ä} -7>> £ 24 k- l-egcn ^2^5 OKlK /S A ZOw ^2 3" O 2 d 2 2 c i»3S -S‘~- "55 -«r' 0 r«on C"> c= c= *bet Lage Vorteil! ziehen und Rußlands Interessen schaden würde. Der alte Argwohn wäre dann noch vertieft worden. Anstatt dessen ist, wenn wir auch in Einzelhetten verschiedener Meinung gewesen sein mögen, nie der Verpacht vorhanden gewesen, daß auf einer Seite der Versuch gemacht werden könnte, die Lage in Persien zum Rächten des anderen auszunutzen, und die Tatsache, daß es )o -gewesen ist, ist im Interesse der beiden Länder und des Friedens gewesen. . .. Grey besprach die Mittel meer frage, btc von größter Bedeutung sei und tatsächlich die auswärtigen Beziehungen ebenso wie die Flottenfrage auf die Tagesordnung setze. Es würde schwierig sein, über die Angelegenheit ein endgültiges Urteil zu fällen, weil es so, voll Ab Ftufungen und Steigerungen und so ausgedehnt sei. Aber er wolle sich bemühen, die Frage in zwei streng geregelte Teile zu sondern. Man dürfe sich n i ch t auf die auswärtige Politik allein für den Schutz des vereinigten Königreichs verlassen. Wenn Sie die Sicheryeits- grenze der Heimatsflotte unter das Maß dessen fallen lassen, was gegen sie aufgebracht werden könnte,^stellen Sic der auswärtigen Politik eine Aufgabe, die Sie ihr nicht stellen dürften. Sie müssen der Flottenmacht eine genügend sichernde Stärke geben, was immer Ihre auswärtige Politik sein mag, sonst wird Ihre auswärtige Politik überhaupt unmöglich, weil sie bei jeder diplomatischen Lage, die entsteht, wenn sie in den heimischen Gewässern gegenüber der Rachbarflotte oder gegenüber den Nachbarflotten unterwertig ist, nachgeben müssen und ähre Stellung dann nicht diejenige einer Großmacht sein wird. Was das Mittelmeer anlangt, so zögere ich nicht, zu sagen, daß wir dort entweder eine genügende Streitmacht haben oder in kurzer Zeit dorthin entsenden müssen, um jedem dort möglicherweise eintretcnden Ereignis begegnen zu können. Uns droht augenblicklich keine Gefahr, aber wir sind im Begriff, das ,Mittelländische Meer aufzugeben und uns selbst in eine Lage zu versetzen, in der wir unsere Interessen im Mittelländischen Meer nicht schützen können. Andererseits ist .cd nicht nötig, eine Streitmacht im Mittelmcer zu unterhalten, die jeden Augenblick imstande ist, sich gegen alle ^Flotten zu behaupten. Gegenwärtig ist keine Aussicht auf irgend einen Streit mit einer anderen Macht im Mittelmeer vorhanden. Ich glaube nicht, daß es eine einzige Macht gibt, die gegen uns feindliche oder nachteilige Pläne erwägt. Aber wenn wir das Mittelmeer gänzlich aufgeben, würde sich die Tendenz herausbilden, mit uns nicht mehr zu rechnen. Soweit kann ich die Dinge heute abend erkennen. Ich ,gcbe zu, daß wir eine ausreichende Seestreikmacht im Mittelmeer unterhalten müssen, um uns zu den Seemächten des Mttelmeeres zu rechnen. Tie Frage des Stärkestan- dards kann ich nicht erörtern, aber um als eine Seemacht pes Mittelmeeres angesehen zu werden, müssen wir dort über eine ansehnliche Flotte verfügen. Unsere auswärtige Politik bleibt unverändert. Ter 'Ausgangspunkt jeder Entwickelung unserer auswärtigen europäischen Politik ist die Erhaltung der freundschaftlichen Beziehungen zu Frankreich und Rußland. Nehmen wir das als Ausgangspunkt an, -dann lassen Sie uns die bestmöglichsten Beziehungen zu 'den anderen Ländern haben. Wenn wir Frankreich und ^Rußland im Einklang mit einer großen europäischen Macht in gutem Verhältnis mit ihr sehen, wie das durch das Zusammentreffen des deutschen und russischen Kaisers geschehen ist, so haben wir allen Grund, uns selbst zu be- 'glückwünschen. Wir sind vollständig überzeugt, daß Frankreich und Rußland uns nicht minder freundlich gesinnt sind, als wir ihnen. Nichts, das gelegentlich solcher Zusammenkünfte, wie der letzten, stattfindet, bringt uns Nachteile oder hinterläßt eine störende Wirkung auf die Beziehungen zu Deutschland (Beifall). Grey verlas ein offizielles Kommunique, welches nach dem Entrevue veröffentlicht wurde und sagte, er schließe sich dem an. Ter Redner sprach sodann über die englisch-türkischen Verhandlungen betreffend die Bagdad-Basra-Eisenbahn. Die Türkei stehe in Unterhandlungen über eine Anleihe für eine Eisenbahn unterhalb von Bagdad, die Gegenstand eines Abkommens der Türkei mit Deutschland sei, durch welches die Türkei ihre Aktionsfreiheit bezüglich der Eiscnbahn- dauten unterhalb Bagdad wieder erlangte. Die deutsche Regierung sei vollkommen in Kenntnis gesetzt, daß die Verhandlungen Fortschritte machten. Wenn durch die Verhandlungen deutsche Interessen berührt werden, dann sind wir natürlich vollkommen bereit, die A n g el e g en h e i t mitdcr deutschen Regierung zuerörtern, aber gegenwärtig ist die Basis der Unterhandlungen, ob wir -unsere Zustimmung dazu geben, daß die türkischen Zölle, die die Türkei braucht, erhöht werden. Ferner ist es die wichtige Angelegenheit, die wir zu sichern wünschen, daß zwischen der Türkei und uns eine Verständigung über den Statusquo am persischen Golf zuftandekommt. ES handelt sich allgemein um ein Abkommen mit der Türkei über einen zufriedenstellenden Statusquo im Golf, durch welches der Türkei vollkommen klar gemacht wird, daß wir die Rechte auf diesem Gebiet nicht verletzen wollen und durch welches ebenso klar gemacht wird, daß unsere besondere Stellung im Golf, der wir eine Wichtigkeit beimessen, diesen Rechten nicht wieder- streitet. Diese Unterhandlungen sind noch nicht ;§um Abschluß gelangt. Wir sind keinem Syndikat verpflichtet und swerden suns keinem Syndikat verpflichten, wenn chic Bedingung «gestellt wird, daß die Eisenbahn über Basra hinausgehe. — Sodann kam Sir Edward Grey auf die stranspersische Eisenbahn zu sprechen und sagte: Großbritannicm erklärte, wenn eine Eisenbahn gebaut werden solle, müsse England sich große Aktionssreiheit bezüglich der Konstruktionen, der Leitung, der Verwaltung, Vertretung der britischen Interessen, Fracht- und Personentarife und besonders der Spurweite ausbedingen, bevor es den Plan unterstützen könne. Bevor England den Plan unterstützen könne, müsse mit Rußland ein Vertrag zustande kommen über die Zweiglinien, über die Kontrolle der Linien in der britischen Sphäre und über die Gleichberechtigung des britischen Verkehrs. London, 11. Juli. In seiner Rede im Unterhause besprach Sir Edward Grey die Lage im fernen Osten und sagte, die auswärtige Politik und die Flottenstratcgie müßten voneinander abhängen. Tic Beziehungen zwischen der japanischen Allianz und der Flottenstrategie seien sehr eng. Der Wert der japanischen Allianz liege darin, daß trotz all der Unbeständigkeit in China und der «qchwierigteiten, die jfid) dort erheben, keinerlei internationale Komplikationen ^entstanden sind. Die japanische Allianz wirkte nur gutes uni) brachte England nicht in schlechte Beziehungen zu irgend einer fremden Macht. Im Gegenteil, die Beziehungen zwischen Rußland und Japan seien jetzt ausgezeichnet und •er glaube, die Allianz fei mehr denn je im gegenseitigen Interesse der beiden Länder. Sie sei mit großer Zurückhaltung und vollkommener Loyalität gegeneinander abge- chlossen worden. Sie sei ein großer wohltätiger Faktor in der Erhaltung des Friedens im fernen Osten gerne,en. Nachdem Sir Edward Grey feine Rede geschlossen hatte, drückte Bonarlaw die allgemeine Billigung für die Erklärungen des Staatssekretärs auS, kritisierte jedoch die Haltung in der Mittelmeerfrage und erklärte, Englands Mittelmeerflotte müsse stark genug sein, um jeder wahrscheinlichen Angriffslombination überlegen zu sein. Was die englisch-deutscyen Beziehungen anlange, so habe England keinen Streit mit Deutschland. Memand wünsche etwas anderes, als mit Deutschland im besten Einvernehmen zu leben. Tic beste Art und Weise, mit Deutschland in möglichst gute Beziehungen zu kommen, sei, wenn in irgend einer Zeit eine Ursache nicht zu einer Reibung sondern zu einer Meinungsverschiedenheit entstände, dieser in der offensten Weise gegenüberzutreten, im übrigen Geduld zu zeigen und sich zu vorgegenwärtigen, daß nur auf diese Weise ein bestes Einvernehmen zustande gebracht werde. Bonarlaw betonte, die Tripelentente sei der Gnindton Englands zur auswärtigen Politik, aber es sei lächerlich, von einer Verteidigungsentente zu sprechen oder zu reden, als ob sie eine Unfreundlichkeit gegen Deutschland sei. .Es sei die natürliche Politik für England, wenn die Unionisten wieder an die Regierung tommen sollten, würde sie auch die Politik der Unionisten sein. Darauf wurde die De- batte geschlossen.__________________________■ Die Lage in der Türkei. Nach einer Meldung der politischen Korrespondenz in Konstantinopel hält man die Demission des Gesamtkabinetts für wahrscheinlich. Es sollen bereits Verhandlungen mit dem türkischen Botschafter Londons Tewfik Pascha bestehen, um ihn zur Uebernahrne des Großwesirats des Aeußern zu gewinnen. Es heißt, daß das Portefeuille des Krieges dem Inspekteur des 4, Armeekorps in Erzerum, Osman Pascha, angeboten worden sei. Dieser habe bereits angenommen. Ein Bataillon ist aus M o n a st i r in Konstantinopel eingetroffen. Die Meuterei in Monastir verliert täglich an Bedeutung. Die desertierten Offiziere dürften, da die Verhandlungen günstig verlaufen sind, in zwei bis drei Tagen zurückkehren. Dack)awid Pascha ließ den Soldaten, die ihre Löl>- nung aus der von den Meuterern mitgenommenen Regimentskasse zu fordern hatten, den Sold auszahlen, womit sich die Soldaten beruhigten. Fadil Pascha hat angeordnet, daß die Mannschaften des Redifregiments von Jschtip, welches sich in Mitrowitza befand, und unter dem eine erregte Stimmung herrschte, die Waffen abliefern und beurlaubt werden. Zwei Bataillone Reservisten ans Anatolien, die bisher in Ipek und Djakowa waren, sind gleichfalls entlassen und in die Heimat zurückbefördert worden. Es sind Maßnahmen getroffen worden, um die erschütterte Tisziplin in den Gendarmeriebataillonen von Ipek und Djakowa durch Zuweisung verläßlicher Offiziere wieder herzustellen. Der Mali von K o f s o w o berichtet von einem Kampf, der am 6. Juli zwischen den Truppen und den Albanern unter den Unterführern Bairam Zour und Riza-Bey stattgefunden habe. Die Albaner seien unter großen Verlusten zersprengt worden. Tie Truppen hätten sieben Tote und Verwundete. _ Tie Behörden von Dschumaibala berichten, daß im Perim- Gebirge ein Kampf zwischen Gendarmen und einer Bande bulgarischer Woiwoden stattgefunden habe. Tie Behörden haben eine starke Gendarmerieabteilung an den Kampfplatz entsandt. Der monarchistische putsch in Portugal. Aus Lissabon wird gemeldet: Den monarchistischen Aufrührern von Cabeeeiras de Basto gelang es, nachts zu entkommen. Sie werden von republikanischer Kavallerie verfolgt. In Cabeeeiras de Basto wurden 27 Personen verhaftet, die im Verdacht stehen, den monarchistischen Putsch begünstigt zu haben. In Cabeeeiras de Porto hatte ein Kaufmann seinen Wein vergiftet. Ein republikanischer Offizier und ein Soldat tranken davon, wurden aber gerettet. Die Niederlage wurde durch das empörte Volk angezündet. Eine monarchistische Fahne wurde feierlich in Gegenwart der Truppen verbrannt. Die Kolonne Conceiros flüchtete in die Berge von La- r o u c o. Wie es scheint, wollen die Aufständischen von Cabeeeiras de Basto zu ihnen stoßen. Der Pfarrer nahm 800 Männer mit. In der Ortschaft verblieben nur Frauen, Kinder und Greise. Nach einer Blättermeldung auS Madrid beschloß der spanische M i n i st e r r a t die Absetzung der Gouverneurs von Orense wegen seines nachlässigen Verhaltens gegenüber den portugiesischen Verschwörern. Deutsches Reich. Die „Ho henz ollem" mit dem Kaiser an Bord ist nach guter Fahrt am Donnerstag abend 714 Uhr vor Bergen eingetroffen. An Bord ist alles wohl. Tie badische Zweite Kammer hat mit den Stimmen der Nationalliberalen, Fortschrittler und Sozialdemokraten gegen die Stimmen des Zentrums und der Konservativen die Forderung für den Münchener Gesandtschaftsposten ab» gelehnt. Staatsminister Freiherr von Dusch gab seinem lebhaften Bedauern über diese Stellungnahme Ausdruck und betonte, daß es sich hier nicht um eine innerbadische Angelegenheit handle, sondern daß diese Frage die Beziehungen zu den Nachbarstaaten berühre und daß die Gesandtschaft gerade nach dieser Richtung hin gutes gewirkt habe. Ausland. Paris, 11. Juli. Der Senat hat den marokkanischen Protektoratsvertrag in einfacher Abstimmung angenommen. Bern, 10. Juli. Bundesrat Tr. med. Adolf T eucher ist heute abend gestorben. Der Verstorbene war in den Jahren 1886, 1897, 1903 und 1909 Bundespräsident. ' Brüssel, 11. Juli. In der belgischen Kammer, die seit ihrem Zusammentritt am Dienstag über die Taktik der Regierungspartei während der Wahlbewegung verhandelte, kam es heute nachmittag zu großen Lärmszenen, in deren Verlauf sich der Alterspräsident veranlaßt sah, die Sitzung auf 3/< Stunden zu unterbrechen. Ten Anlaß zu den Tumulten gab eine Acnßerung des neugewählten Abgeordneten B r i f a u t von der katholischen Partei, die dieser in einer öffentlichen Versammlung am Sonntag in Roulers getan haben soll: „Wenn auch nicht alle Antiklerikalen Kanaillen sind, so sind doch alle Kanaillen Antiklerikale!" Ter Führer der Liberalen, Abg. Heimans, verlangte eine Erklärung wegen dieser Aeußerung. In diesem Augenblick brach der Tumult los, da anscheinend mehrere Mitglieder der katholischen Partei ihren neu gewählten Kollegen in Schutz nehmen wollten. Man hörte Ausdrücke wie Schmub- fink, elender Feigling usw. Der Präsident rief zwei soziallstische Abgeordnete, die sich als Urheber der Zwischenrufe bekannten, zur Ordnung und unterbrach die Sitzung. Am Schluß der Sitzung juchte Brifaut durch eine verklausulierte Erklärung den Zwischenfall mit Heimans zu erledigen, es wurden ,edoch dadurch wiederum ungeheure Lärmszenen verursacht, schließlich bezichtigten die Führer der Liberalen und der sozialisttsck>en Partei Brrfaut der Feigheit und Taktlosigkeit. Unter großer Erregung wurde die Sitzung geschlossen. Infolge dieses Zwischenfalls hat der liberale Deputierte Telfaux dem katholischen Deputierten Brisant seine Zeugen gesandt. Petersburg, 11. Juli. Ministerpräsident Kokowtzow erklärte in einer Unterredung seine Befriedigung über die Tage von Baltisch-Port. Aus die Frage, ob die Zufammen- kunst bett türkisch-italienischen Friedensschluß beschleunigen merbe,- antwortete der Ministerpräsident diplomatisch ausweichend, betonte aber, daß Rußland und Deutschland in allem völlig einig; eien. Tie Verhandlungen über den deutsch-russischen Handelsvertrag seien in Baltisch Port nicht berührt worden. Moskau, 10. Juli. Ter Reichskanzler v. Selbmann» H 0 llweg traf um 10.30 Uhr auf J»cm Bahnhof ein und wurde vom deutschen Konsul und den Vertretern der dentschen Kolonie empfangen. , ' __ Paris, 11. Juli. Ter „Temps meldet aus Mogador vom 10. Juli: Ter Prätendent El Hiba entsandte einen Stellvertreter nach Tarundant, der den dort befindlichen Deut- 'eben den Befehl erteilte, innerhalb zwölf Stunden bie «tobt zu verlassen. Er bot ihnen gleichzeitig zu ihrer Sicherheit eine Begleitung von 15 Reitern an. Tie Deutschen dürsten sich bereits aus dem Weg nach Agadir befinden. Arbeiterbewegung. Hannover, 11. Juli. In der hannoverschen Meta l l i n d u st r i e ist nach beinahe dreimonatigem Kampfe der Friede eingetreten. Rack)dem vorgestern die in den ciuGlichen Gewerkschaften organisierten Arbeiter die neuen Vorschläge der Arbeitgeber angenommen und gestern die Hirsch-Tunckerschen Gc- werkvereine die Arbeit ausgenommen haben, nahmen, die auch im Teutschen Metallarbeiterverband Organisierten geltem und heute in 10 Versammlungen in geheimer Abstimmung mit 2793 gegen 2633 Stimmen die Bedingungen der Arbeitgeber an. Die Einigungskommission tritt morgen früh nochmals zusammen, um über die Wiederaufnahme der Arbeit die letzten Vereinbarungen zu treffen. Tas Angebot der Arbeitgeber besteht in 57 itünbigct Arbeitszeit, die vom 1. Juli 1913 ab auf 56V» StunbcnJjerab- gefetzt wird und in einer Lohnerhöhung um 3 Pfg. pro Stunde. Zürich, 11. Juli. Tie hiesige A r b e i t e r u n 10 n hak ür morgen den 24 stündigen Generalstreik als Protest gegen die Einführung von Streikbrechern beschlossen. Aus Stadt und Land. Gießen, 12. Juli 1912. •• Die Stadtverordneten besichtigten gestern nachmittag unter Führung von Direktor Steding das Gaswerk und daran anschließend unter Führung von Professor Dr. GiseviuL die Versuchsfelder des Landw. Instituts an der Marburger Straße, der Licher Straße und jenseits dec Lahn. ** Naturtheater Gießen. Die letzten Proben lerechtigten zu schönen Hoffnungen; das Märchcnspiel mit den Nymphenreigen und -gcsängen klappt; unter den Tänzen wird der „Schwälmer" eine besondere Anziehungskraft aus-, üben; insofern ist eine Aenderung im Programm eingetre- ten, als er (der Schwälmer) an fünfter — d. h. an letzter — Stelle kommt, die Ringelreihentänze gehen ihm voraus. Auf mehrfaches Befragen fei auch an dieser Stelle (näheres im Inserat) mitgeteilt, daß Eintrittskarten im Vorverkauf bei Herrn Challier, Neuenweg, und außerdem an den Kassen am Ludwigsbrunnen zu haben sind. •• DaS fünfte Abonnementskonzert, zu dem Obermusikmeister Löb er wieder ein sehr schönes Programm aufgestellt hatte, war ebenso wie die vorhergehenden wieder so außerordentlich stark besucht, daß Tische und Stühle nicht ausreichten. Das Konzert hatte durch die Mitwirkung deS Cornet a pistou-Vittuosen Wig gert von der Kgl. Oper in Dresden eine besondere Anziehungskraft erhalten. Herr Wiggert handhabte sein Instrument mit Geschmack und Geschicklichkeit und sand bei dem Publikum lebhafteste An-- erkennung. Die von ihm selbst komponierte ungarische Rhapsodie ist zwar nicht ohne fremde Einflüsic, aber frisch und gefällig und kommt den Möglichkeiten des Cornet ä piston in weitgehendem Maße entgegen. Außerdem spielte Herr Wiggert die Schleinitzsche Romanze ohne Worte und die Serenade in Es-dur von Wunderlich. Von den übrigen Programmnummern erwähnen wir die große Fantasie aus der Götterdämmerung, da§ Vorspiel zu den Lustigen Weibern und zu Fra Diaoolo, den Einzug der Gäste auf der Wartburg,! Divertissements aus der Boheme und den vierten Preismarsch aus dem Wettbewerb der „Woche*: Im Schmuck der Waffen. ♦* Straßenbahn. Wie wir erfahren, wird von der Verwaltung beabsichtigt, den Bediensteten der elektrischen Straßenbahn in Anbetracht der beim Turnfest geleisteten Mehrarbeit eine besondere Belohnung zu gewähren. ** Tödlicher Unfall. In einem Neubau der Licher Straße stürzte gestern mittag bei Abnahme, des Gerüstes der 40 Jahre alte Weißbinder Ludwig Eisen- feller aus Hattenrod vom 2. Stock die Trcppenöffnun^ hinab und erlitt derart schwere Verletzungen, daß er kurz nach feiner Einlieferung in die Klinik ftarb.. Eisenfcllcr, der an epileptischen Anfällen gelitten haben soll, befand sich allein im 2. Stockwerk und ist vermutlich beim Eintreten eines solchen Anfalls die Treppenöffnung hinab gefallen. Den Transport des Verletzten führten Mannschaften der Sanitätskolonne aus. •• Kautionsschwindler. Die Kriminalpolizei im Elberfeld verhaftete einen Unbekannten, der sich Georg Wolf Wülfer auS Deedwood in Kanada nennt und erfolgreichen Kautionsschwindel betrieb, indem er in den Zeitungen für die Firma Conrad & Co. in Esten Kassierer gegen KautionS- leistung suchte, den sich Meldenden das Geld abnahm, aber eine Stelle selbstverständlich nicht existierte. Da der Betrüger! in einer Anzahl von Städten ausgetreten ist, wird die Zahl! der Geprellten wohl nicht unerheblich sein, und sie werden^ gut tun, sich zu melden. "Wertvolle Geige. 60 000 Mark Wert hat einet aus dem Jahre 1713 stammende Stradivari-Geige, die am- 7. I, Mts. einem SDiufiter in Berlin abhanden gekommen ist. Unter Warnung vor Ankauf hat der Eigentümer eine Belohnung von 500 Mark auf die Wiederherbeischaffung ausgesetzt. •• Die Schlachtvie hpreise, die die Gießener Metzger heute anlegen, stellen sich wie folgt: Ochsen 9)tf. 10G bis 102, Rinder Mk. 93—95, Kühe Mk. 82—84 Mk., geringere Kühe Mk. 76—80, Kalber 1. Sötte Mk. 92—94, 2. Sorte Mk. 88—90, Schweine Mk. 74—76 der Zentner^ Schlachtgewicht. Der Viehhandel rechnet damit, daß in vier Wochen, wo daS Weidvieh schlachtreif wird, die Rindviehpreise billiger werden und bietet demzufolge jetzt schon fette Ochsen, in 4—5 Wochen lieferbar, mit 2)lf. 96—98 den Zentner an. Landkreis Gießen. ^Ettingshausen, 11. Juli. Die Bachregulierung des durch unsere Gemarkung fließertden Eschers-' b ach es nimmt ihren Fortgang. Es werden .jetzt die Kurven und Bogen des Flußbettes zwischen Ettingshausen und Münster gerade gelegt. Damit kommt aber auch die bisher einzige günstige Badegelegenheit in Wegfall, denn) auch der Tümpel „Hcunmerfrahl" wird verschüttet werden.' würden. Beachten Sie meine Versteigerung von Grundstücken Schwelmer Gummlwaren-Induetrle G.m.b.H., Schwelm I.W. I Kaffee !#E Kultursichel mit Beil [au/7 Bade Buplexj =£,!“= wertige, teilweise nur Tel. 119. Marktstr. 4. Hoch- end Tiefbau. ? Biograph - n n a~n g a e c D Bereitung Plockstrasse 12 I.70 I.80 D in Haushalt-Mischung Wiener Mischung Karlsbader Mischung n »> v ir feil' fei n n q kaufen Geleegläser Einmachtöpfe M frisch’ 'naltung- Mitesser* Pickel imGesicht u. am Körper befeitiflt rasch und zuverlässig Zucker'« Patent-5!edi- zinal-Seifc, ä St. 50 Ps. (15°/nifll und 1.50 9)1. (36%ifl, stärkste Form!. 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Diese einschränkende Bedingung veranlagte den d ;:,i 't 'Jicftor in einer Eingabe an den Stadtvorstand, daruni sogenannte Wasser- Einkoch-Apparate weg- werfen, lassen Sie sich die Vorzüge des Dampteinkochers Original- Bade-Duplex sowie der Fruchtsaft- Bereitung ohne jeden Kaufzwang erklären u. urteilen Sie dann selbst. Lang L Wiederslein Giessen, Marktstr. 4. Schmiedeeiserne Rohre für Waschpfähle und Einfriedigungen geeignet, bei Louis Mmtoger Neuenweg 22. [4t>3° Einsichtsvolle tastaen ’0ei^en'%., Ätanjife Ätitige bc Ä""kerschen ;Un Seilern 2 intung mit 27? e'tgebcr an. 5 zusammen, ug , ^reinbarungr, 4ß? ? kündig- Stundens 70, Vro (otiuibt "runion t «1. M offen. letzten Proben ttärchenspiel mit ■nter den Tänzen rhungskraft au-- grmm cingetw >- Han letzteren ihm voraus. : Stelle (näherer t im Vorverkauf jerbem an der nb. nzert, zu dem Hönes Programm rgehcnden wiedn und Stühle nicht e Mitwirkung bti n bet Kgl. Op« t erhalten. Hen it Geschmack uni [etyafieftt An. arische RhapM eG und gefäli: i piston in weil* le Herr Wiggeti ) die Serenade in eigen Programm, e aus der Gott«. -i Weibern und zu if der Wartburg werten PreiSmarH hmuck der Waffen, wirb von der 8Jer* T elektrische» Turnfest geleifwa oähren. nt Neubau der tag bei Abnahme c Ludwig Eisen' : TreppenösfiMS igen, daß er duj' ar b< .EtsenM- abcKfoM-N Mich b-M ^ Öffnung H>E rtcn Mannscha^ $lriniinatPoliie‘*! der sich Eeorg^l lt unb erfolg* n Zeitungen f« r gegen *«*■* (Selb abnah'N.übt[ ist wird du 8J t * s" Hart fiS** . u. Gießet ol9t\ »4 * 9I' S^?-rZenv- U-46.. in nit * ?rte *** n,ltöl bt schon I00 *£»-« * «•{JSiS't SO KsSr t reaen sich nun l,.~~------------ — _ - . - vanftalt an genannter Stelle das Wort reden. «■> dies auch mit geringen Losten zu erreichen. " = Winnerod, 11. Juli. Am Sonntag fand im ?, cldorf Bersrod das JahreSfest des Grünberger 2!.:iguercin§ der Gustav-A d ol f-S ttst u n g statt. Di e zahlreiche Festgemeinde fand sich zusammen unter der oi n Eiche über dem Friedhof. LaS gute Wetter half dazu, 6- der volle Eindruck der Lieblichkeit und Erhabenheit einer fit ec in Gottes frei« Natur zur Geltung kam. Festpredigcr ,ce Pfarrer Grein-Kaichen. In der Nachversammlung Glichen die Pfarrer Wa gn e »Beuern, Georgi-Ermenrod t,> der LrtSgeistliche. Ter Kirchenchor Beuern und die - saunenchöre Beuern und Wetterfeld verschonten daS tfcfl. £e Festkollekte ergab 107 Mk. 22 Pfg., dec Verkauf von it isiav-Adolf-Schriften 11 Mk. 50 Pfg. KrciS Friedberg. L. Friedberg, 11. Juli. Am verflossenen Montag inann hier ein Zeichen! ursuS für VolkSschullehrer. > -cl rcc auS ganz Hessen beteiligen sich daran. Seminar- , .c Tirols leitet den Kursus, der vier Wochen dauern wird erat richtiger Genaee durch Continen Ul Gummi- AbeAtze. Angenehm weicher, elastischer Ging. BrsobütU- rnngeo vermindert. Dauer- hxtter als Leder. 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Er tolgte nun eine Besichtigung der Bauplätze am tz o h cnroit c 11n > weg und daraus wurde der m Bettaäst lommende, 2100 Quadratmeter große Garten, wovon ein Teil als Bauplatz abgeschmtten wird, von Karl Ecllarius zum Preise von 2,75 Mark tut den Quadratmeter erworben. Es kann nun endgültig mit der .Negierung wegen Abschluß eines Pettrags verhandelt und dann dn Neubau in Angriff genommen werden. Ter bereits beschlasienc Neubau eines Jinanzamtsgebaudes und dieses Gebäude kommen nun, entgegen dem Wunsche der Bewohner d^.. oberen Stadtteiles nebeneinander zu stehen. Wie man härt, beabsichtigen einige Bewohner des nördlichen Stadtteiles, diesen Gemernderats beschlust anzufechten, da sie hierdurch wiNlchaftlich gqdKitngt Dienstag, den 16. d.MtS., vormittags 8 Uhr, werden in der (MaitroirtfcUoft „Zur Burg" m Ktem-Lmden nachstehende Nsr. Grundstücke öfscnttich versteigert: , ü Fl. XIV, 92 = 54H2 qm Wiese „aus dem Stern" (sog. Insel! Gemarkung Heuchelheim. 2. Fl. XVI, 112 = ] qm Ackerfeld und Wiesen „im Erlensand", Gemarkung Heuchelheim „ 3. Fl. 1L 313*/io = 4251 qm Wiese „vor dem Heßler , Gemarkung Klein-Linden. Gießen, den 11. Juli 1912. _ , Grohherzogliche Qbersärsteret Schtffenberg. Trautwein. IB1-/? >!°E> S4'" 1 Eln UHb h. " "A">^ *'*'« i,;v di, § * • lWt dursten Gießen „W if» SelterSWey 19 -m meinem Bogenschaufenster für Damen-, Herren- u. Kinder-Stiefel Rudolf Richter ===== Glessen ===== Marktstrasse 24 — 26. StrohMte lür Herren, Knaben und Mädchen Solide Ware :: Billige Preise : 14,1 Rabattmarken. Heute zum letzten Male daS hier mit so großem Beifall aufgc- nommene kinematographische Künstlerschauspiel Grafensohn und Artistentochter Fortsetzung des berühmten ZirkuS-Dramas Die mW Ein Meisterwerk der Kinokunst, wie es schöner und inholtrcicher noch nie ge- zei^t wurde; ein dramatisches Bild aus bc.ii duinttlerleben in 4 Akten, von ersten Schauspielern gespielt. Tazu derübrigeSpielPlan. Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung gewadU worden. — LnstscviSfahvt. Gegen die Nationalslugsvende. Professor Di et. rick wendet sich in einem neuen Artikel gegen die ovttnnstischen^ Ausführungen des Grafen Posadows^ku über die Flugteckmk. Dietrich meint, daß das Werfen von ßprengitonen aus Flug- avvaratcu dem Meuchelmord ähnlich sicht. Damit dürfe btc Wirkung des rorpedogeschosses '"ctst. verglichen Nierden, da daS. Torpedoboot sichtbar und erreichbar sei., ähnlich in der Wirkung wie die Flugapparate seien die Unterseeboote, deren Beseitigung ebenfalls anzustreben sei. Ter Ucberzeugung datz die Flugapparate sid, niemals zu einem Sieber beit und Pünktlichkeit gewährleistenden öffentlichen Verkehrsmittel auswachsen wurden, fei Graf Posadotvskt) md)t ■;,i: ic:b'iitv-ircicn Holländische Mischung Mk. 1.50 1.60 D.R.G.M1N2.280848 ganze Länge 45 cm a (5xtr.-Qual. Stahl. Unübertroffen zur Freistellung u. Stulturen Ent» ernung v. 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Der Tampfer konnte fcinr '■HCl$i?r«ür™^c6aft von Lübeck hat dkm Antrag -ms «kv- Höhung der L u stb a r k e i l s st e u er von 1800 aus 6000 Mk. zwecks Bekämpfung der Kinematographentheater zugestimim.» o u s s ch u ß von H e i d e l b e r g bewillig^etn» stimmig zu den ^Uenbaukosteu des akademischen strankenhauseS einen Betrag von einer M i l N onMark und^mm dauernden Betriebszuschuß m Höhe von lahrltch 00000 Mark Die Hochseetorpctoboote S 177, S 1/8 und o 1/3, lne g^lt 1 Uhr von Düsseldorf abgefahren waren,, sind gegen Uhr lU 5 3°nf olg cU h ncV^ f selexplos ion brach in der ^achtzum Mitnvoch in dem Hildtchrandtschen Muhlenwerke m Magdeburg Gr'oßfeuer aus. Tas Fabrikgebäude wurde völlig ft c r ft ö r L Sechs Arbeiter wurden sdnver verlevt: drei sind umgekonimen. Gm vierter wurde schwer verletzt ins zkrankenhaus gebraclst, tvo er bald verstarb. Die übrigen elf in her Mühle beschastigtenArbeiter siiiv unversehrt geblieben ober nur leicht verletzt worden. Während aus New Bork berichtet wird, daß die furcht- bare Hitze geltem vorübergehend durch cm Gewitter gemildert wurde, dann aber sofort wieder mit neuer Starke c-msetztt, wird aus K es k em im Vilaset Erz erum gemeldet, daß dort ungeheure S ch n e e m a s s e,l gefallen, mel Vieh und sogar Menschen ("genannte Maritime Ervreß der Jniernaiimalen ^olonialeiseitbahn von Montteal nach Halisax c n t g le i ft c dmtf 37 Kilometer von Halifax cntfenlt. Der Lokonwtw uhrer und der Heizer wurden getötet, desgleichen cm als blinder Passagier minabrender Landstreicher.__________ ____ Verantwortlich für den politischen Teil R.^Lange. ---O cf fFn tlicsse^ W e 11 e rdienst, Gi eß en. Wetteraussichten in Hessen hir SamStag, den 13. Juli 1912. 11 Meist beiter, trocken, worin, Gewitter. Schafft Nährsalze ins Blut! Zu haben im Kdormhaus Krcnzplatr. 5, 2996 M-Kartoffeln la. Wctterauer Pcrlc v. (Erfurt versendet » Ztr. 5.— Mk. inkl. Sack gegen 9tachnahmc ab Echzell A. Simon II Kartofsclvcrsandgefchäft, Echzell in der Wcttcrau. Tclephonanschluß. IteljtiKfattoiitln Rentner Mk. 4.50 mit Sack versendet unter Nachnahme David Grünebanm Butzbach, Telephon 262. [**“ wo] Bringe Samstag atlf den Markt: Lauere u. süße (rin= machkirsch.. JvhanniStraub., Pstrnche, Aprikosen, sow. gr. ^küsie z. Einm., all. rbein. Cbit. Der rb.Obstb.A.Schncidcr. Neues Grünkorn einoctronen. <4824 J. M. Schulhof GUMMIABSÄTZE ' • - ■ ■’*’ »fr im. fast vollendeten 58. Lebensjahre. Giessen (Marktplatz 18), den 12. Juli 1912. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanne Petri, geb. Scheffer Gustav Petri Carl Petri. Die Beerdigung findet am Samstag nachmittag 5 Uhr auf dem neuen Friedhöfe statt. — Beileidsbesuche dankend verbeten. 4834 Todes-Anzeige. Gestern nachmittag 5 Uhr verschied nach langem schweren Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser guter 'S ater, Bruder, Schwager und Onkel Rerr Carl Petri TT Sterbehause aus statt. 4836 Todes-Anzeige." Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Ida Scheid Wwe. geb. Röseler im noch nicht vollendeten 67. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Lollar (Wiesenstrasse 7), den 11. Juli 1912. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 3 Uhr vom Gestern abend 9 Uhr entschlief sanft nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden im 51. Lebensjahre mein guter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater u. Grossvater Schreinermeister Ludwig Bender. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeths Bender geb. Rinn. Krofdorf, den 12. Juli 1912. Die Beerdigung findet Sonntag, den 14. Juli, nachm. >/°2 Uhr, vom Sterbehaus in Krofdorf aus statt. [4837 Benutzen Sie die Gelegenheit, erstklassige Schuhwaren zu bedeutend ermässigten Preisen einzukaufen. 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